Marie Schaffner schrecke hoch, als es klingelte. Sie ging zur Tür und sah durch den Spion. Zwei Männer standen vor der Tür und in der Mitte ihre Tochter. Sofort zog sie die Tür auf. „Ilona!!“ sagte sie überrascht. „Mama... ich will bei dir sein...“ fing das Mädchen an. „Komm rein...wer ist das?“ wollte sie wissen und zeigte auf die Männer. „Das sind Herr Gerkhan und Herr Jäger von der Autobahnpolizei. Sie haben mich her gebracht.“ Erklärte Ilona. Marie bat die Männer in die Wohnung. „Frau Schaffner... wir haben Ihre Tochter an der Autobahn aufgegriffen. Sie wollte per Anhalter zu Ihnen. Angeblich wie ihr Vater sie angefasst hat.“ Erklärte der Kleinere der Polizisten. „Ilona? Hat er es wieder getan?“ fragte Marie erstaunt. „Ja... ich hab die Tür verschlossen, aber wenn er rein gekommen wäre, dann hätte er vermutlich mehr gemacht als sonst. Er ist...“ fing Ilona an. Marie nickte. „Du bleibst bei mir.“ Legte sie fest. Dann sah sie Semir und Ben an. „Ich möchte eine Anzeige aufgeben... können Sie das auch machen?“ wollte sie wissen. „Im Grunde genommen nicht. Sie müssen sich an einer der hiesigen Dienststellen wenden. Da wir aber Ihre Tochter aufgegriffen haben, müssen wir selbst eine Anzeige aufnehmen. Dann vereinfachen wir es doch und schließen es zusammen.“ schlug Semir vor. Marie war einverstanden.
Sie nahmen die Anzeige auf und fuhren anschließend zur PAST zurück. „Das Kind kann einem Leid tun. Ihre Mutter will nichts wirklich von ihr wissen und der Vater will sie als Frauersatz.“ meine Semir auf der Rückfahrt. „Ja wir werden die Anzeige schreiben und die Kollegen der Stadt werden sich drum kümmern. Wir müssen versuchen diesen Mörder zu finden.“ kam von Ben zurück. „Ja die Frage ist nur wo wir anfangen. Das tote Mädchen kann uns nichts mehr sagen und diese Tamara liegt im Koma. Wer weiß ob sie es überhaupt schafft. Wir sollten morgen früh mal ins Krankenhaus fahren und uns mit dem Arzt unterhalten…“ schlug Semir vor. „Klar doch… und nun Feierabend mit den trüben Gedanken. Wir schreiben den Bericht und fahren nach Hause.“ kam von Ben zurück. Semir war einverstanden. Der Bericht und die Anzeige waren schnell geschrieben und die Beiden wussten nicht, dass der nächste Morgen mit einer schrecklichen Nachricht beginnen würde. Ben holte Semir ab und sie waren gerade auf der Autobahn, als das Funkgerät ertönte. „Cobra 11 für Zentrale!“ kam durch. „Ja, Guten Morgen… Cobra 11 hört…“ kam fröhlich von Semir durch. „An der Anschlussstelle Königswinter ist ein ca. 16jähriges Mädchen tot aufgefunden. Spurensicherung ist bereits vor Ort.“ kam durch. Semir sah Ben entsetzt an.
„Die Kleine ist vergewaltigt worden. So wie es aussieht hat sie sich sehr heftig gewehrt. Weder Ausweis noch sonst irgendeinen Hinweis auf die Identität.“ Erklärte der Gerichtsmediziner, als Semir auf ihn zukam. „Verdammt… wurde sie erwürgt?“ fragte er heiser. „Nein… sie wurde erstochen. Semir beugte sich zu dem Sack und öffnete ihn. Das Gesicht der Toten erinnerte ihn an Bonney und an Tamara, die als einzige bisher als Überlebende davon gekommen war. „Danke Doc…“ sagte er und ging zu Ben.