Beiträge von Elvira

    Semir fuhr auf der einsamen Landstraße in Richtung Bergheim. Als er die Hälfte der Strecke gefahren war bemerkte er im Spiegel, dass er nicht allein auf dieser Strecke war. Noch maß er ihm keine Bedeutung bei, doch plötzlich rauschte aus einem der Nebenwege ein Auto vor ihm auf die Straße. Semir bremste ab und fluchte verhalten. Der Wagen vor ihm schien kein Gaspedal zu haben. Semir hupte doch das schien der Fahrer völlig zu ignorieren. „Mann fahr doch!!“, fauchte er wütend und hupte erneut. Dann setzte er zum Überholen an. Doch der Wagen vor ihm schien ihn ärgern zu wollen. Denn er zog wieder vor Semir. „Verdammt…“, fluchte er und sah in den Rückspiegel,. „Hey… von Sicherheitsabstand wohl auch noch nichts gehört was?“, grummelte er. Doch dann bekam er doch ein sehr mulmiges Gefühl. Diese Typen… könnte doch… nein… oder doch? fragte er sich. Er griff zum Funkgerät. „Cobra 11 an Zentrale. Ich befinde mich auf der B410 in Richtung Bergheim. Werde von zwei Fahrzeugen bedrängt. Vermute dahinter die Holzdiebe, die ich gerade verfolge. Bitte um Verstärkung!“, gab er durch. „Zentrale hat verstanden. Verstärkung ist unterwegs.“, kam als Antwort. „Na, dann beeilt euch…“, stieß er aus. Der Wagen hinter ihm stieß ihn an. „Hey… lass das!!“, schrie Semir und lenkte gegen. Doch nun bremste auch der Wagen vor ihm. „Verdammt. Leute beeilt euch! Die nehmen mich in die Zange!“, schrie er ins Funkgerät.

    Leonard ging wieder zu Andrea und Corina. „Wo ist denn dein Mann hin?“, fragte er und tat als wüsste er nichts. „Der musste zu einem Einsatz. Ist sicher gleich zurück.“ lächelte Andrea ihn an. „Das ist gut… ich wollte ihn noch was fragen. Wegen dem Fall, den er gerade hat. Ich finde den Beruf sehr interessant und wenn ich nicht so füllig wäre, hätte ich auch zur Polizei gehen können.“, gab er zurück. Corina nickte. „Es war sein Traum. Aber er hat die Sportprüfung nicht bestanden. Vielleicht wäre dann die Heilung von Celine schneller da gewesen. Ich meine wenn man für die Regierung arbeitet, dann hat man ja sicher auch Vorteile.“, erklärte Corina. Andrea lachte leise. „Nein… du hast davon keine Vorteile. Im Gegenteil es hat manchmal sehr viele Nachteile. Aber wir sind hier zum feiern. Ich denke allerdings, dass die Kinder so langsam müde werden. Wir sollten sie nach oben ins Bett bringen.“, schlug Andrea vor.

    Semir versuchte aus der Umklammerung durch die beiden großen Fahrzeuge zu entkommen, lenkte nach links und nach rechts, doch immer wieder stieß der hintere Wagen in Semirs Hecke, dass dieser wieder in seine alten Position zurückweichen musste. „Verdammt, lasst das. Ich will nicht schon wieder meiner Chefin Rede und Antwort stehen müssen.“, schrie er nach hinten. Dann sah er rechts im Waldgebiet eine kleine Schneise, die den Berg zur nächsten Kurve runterführte. „Eine Chance.“, dachte er und zog das Lenkrad nach rechts rüber. Sein Wagen holperte über den nächtlichen Waldboden und die Scheinwerfer leuchteten auf das grün schimmernde Moos, was gespenstisch wirkte. Er hörte, wie sich Äste in den Lack kratzten und Sträucher unter den Rädern knackten. „Verdammt, was macht der denn da?“, zischte Mattes und riss ebenfalls das Steuer rum. „Oleg, Gregor... fahrt die Straße weiter. Schneidet ihm in der Kurve den Weg ab.“, schrie er in sein Handy am Armaturenbrett. „Klar Mattes.“, kam es wieder zurück und schon beschleunigte der Wagen, schoss haarscharf um die enge Bergkurve.

    Am nächsten Morgen fuhr Georg sehr früh schon wieder vom Motel weg. Grinsend sah er auf das was er auf dem Beifahrersitz liegen hatte. Schmuck in nicht unbeachtlicher Höhe. Sogar ein echter Diamantring. Georg wusste wo er die Dinge verkaufen und schnell zu Geld machen konnte. Das würde er sehr gut verstecken. Das dafür vorgesehene Versteck dürfte auf jeden Fall sicher sein und eines Tages wenn er nicht mehr ist dann könnte Rosi davon gut leben. Allerdings vorausgesetzt ist das ihr Mann nicht mehr bei ihr ist. Dieser Taugenichts Frank .... er sollte nicht von seinem Geld leben... nicht von Georgs Geld... Eines Tages würde Rosi ihren Irrtum einsehen... eines Tages... würde sie ihn zum Teufel schicken. Und Georg hoffte, dass dieser Tag nicht in zu weiter Ferne lag. Er fuhr nach Düsseldorf wo er die Schmuckstücke veräußern konnte, bevor die Polizei dahinter kam, dass sie überhaupt gestohlen wurde. Georg nahm Kurz auf die Kö und besuchte Manfred Steinert. Manfred war einer der angesagtesten Hehler in ganz NRW. Was man bei Manfred nicht loswurde, kaufte niemand. „Hallo Manni...“ begrüßte Georg seinen alten Freund. „Georg!! Das ist ja mal ne Überraschung. Was machst du denn hier?“ lachte Manfred. „Ich hatte Sehnsucht nach dir Manni... und nach deinem Geld..“ grinste Georg und legte seine Beute auf den Tisch. Manni nahm es in die Hand. „Wundervolle Arbeit... warst du wieder auf Bruch?“ wollte er wissen und besah sich die Diamanten. „Nun ja... nur ein kleines Hotel.... was ist es wert?“ harkte Georg nach. „So ca. 120.000 €. Ein Prachtstück.... aber soviel Geld hab ich jetzt nicht hier.... die anderen Dinge wie der Ring etwa 45.000€ und der Kleinkram sagen wir 6.000€ insgesamt also 171.000 €. Wie immer?“ wollte Manni wissen. „ Ich brauche Bares... für Rosi...“ kam leise von Georg. „Okay... komm in zwei Stunden wieder. Was macht Marga?“ harkte Manni nach, der auch die Frau von Georg kannte. „Marga hat mich verlassen....sie ist voran gegangen. Krebs... vor fast einem Jahr...“ erklärte Georg traurig. „Oh... das tut mir Leid...ich wusste nicht...“ versuchte Manni ihn zu trösten. „Schon gut... wir haben uns ja auch seit einem Jahr nicht mehr gesehen. Marga war damals schon krank, Darmkrebs und...ich bin froh, dass sie es überstanden hat.“ nickte Georg. „Okay.. in zwei Stunden... einverstanden?“ bat Manni erneut. Wieder nickte Georg und verließ das Geschäft.

    Nadine Hauscher kam zu ihrem Dienst ins kleine Motel etwas später als sonst. Doch irgendwie schien sie zu ahnen, dass etwas nicht stimmte. Hoffentlich ist dem Alten in der kleinen Kammer nicht doch der Tod ereilt... So gebrechlich wie der aussah, dache sie als sie die Polizei vor dem Motel sah. Ein kleinerer Mann stieg gerade aus einem BMW, der direkt vor der Haustüre stand. „HEY!!! Sie dürfen dort nicht stehen!!“ rief Nadine als der Mann den Wagen direkt vor der Tür abgestellt hatte. „Was?“ kam als Gegenfrage. „Sie dürfen hier nicht parken!“ wiederholte Nadine freundlich. „Doch darf ich... Gerkhan... Kripo Autobahn. Wer sind Sie?“ stellte der Mann vor. „Oh... das ist natürlich was Anders.. ich bin Nadine Hauscher und arbeite hier an der Rezeption. Was ist denn hier los?“ harkte sie sofort nach. „Der Tresor wurde scheinbar in der letzten Nacht geleert. Wir wurden heute Morgen informiert...“ erklärte der Mann. Nadine sah ihn an. „Das ist doch gar nicht möglich... ich meine... das kann nicht...“ stammelte sie. „Nun scheinbar kann es doch. Aber keine Sorge... wir bekommen den oder die Täter..“ lächelte der Mann zuverlässig und betrat das Motel. Nadine folgte ihm und tatsächlich stand der kleine Tresor speerangelweit offen. „Tja... Semir... das war ein wahrer Profi... Er hat keine Fingerabdrücke hinterlassen, keine Aufbruchspuren sind zu sehen... nichts... einfach gar nichts. Aber er hat alles mitgenommen, was im Tresor war. Jan befragt gerade die Gäste, die etwas im Tresor hatten. Das war ein verdammt genialer Bruch...“ grinste Hartmut. Semir nickte nur. Er sah Nadine an. „Haben Sie eine Liste, was sich im Tresor befand?“ wollte er wissen. Nadine nickte geschockt. „Das kann doch gar nicht...“ stammelte sie erneut. „Würden Sie mir die Liste bitte geben. Dann können wir schneller einen Fahndungserfolg bekommen. Können Sie sich vorstellen, das einer der Gäste sich am Tresor zu schaffen gemacht hat?“ fragte Semir freundlich. „Was… ja…nein…ich weiß es nicht. Eigentlich nicht…“ stammelte die junge Frau.

    Also bei Charlotte fand ich hat sie sehr stark hinter dem Team gestanden, bei ihr war das wie in einer Familie.

    Nur mal zur Erinnerung....es geht hier nicht um Charlotte sondern um die Chefin Anna Engelhardt. Und das war ein komplett anderer Charakter. Also bitte nicht Realität mit Fiktion vergleichen. Die Rolle Anna Engelhardt war halt eine, die hinter ihrem Team steht

    Katja ist öfters ein wenig die "Spielverderberin". Sie wird ein wenig wie eine aussenstehende Darrgestellt.

    Auch hier die Figur Kim Krüger zählt. Und die Figur wird von Katja sehr gut dargestellt. Allerdings sollten man auch hier die schauspielerische Leistung von Katja nicht mit ihrer wirklichen Person vergleichen. Katja ist eine sehr nette freundliche und sympathische Person, die eine etwas widerlichspenstige Chefin spielt und das macht sie gut.

    Thomas Gerke betrat die Wohnung und sah Kim auf dem Mann sitzen. Sie blutete leicht. Sofort war er bei ihr und legte dem Mann die Fesseln an. Er ließ ihn von seinen Leuten raus bringen und kümmerte sich um Kim. „Hey.. tut es noch sehr weh?!“ wollte er wissen. Kim schüttelte den Kopf. „Ich hab nur nicht aufgepasst…das ist alles..“ lächelte sie. Thomas reichte ihr ein Taschentuch. „Dann putz dir das Blut ab... sieht schrecklich aus...“ grinste er. Kim tat es. Gemeinsam gingen sie auf die Straße. „Michi…ich liebe dich doch!!“ rief Christopher aus dem Polizeiwagen. Kim sah zu den Frauen und nickte ihnen zu. „Thomas… lass ihn direkt in die U-haft bringen… Mord und Entführung sowie zweifach versuchter Mord…“ erklärte sie und ging zu Michaela Frings. „Frau Frings… danke, dass Sie uns geholfen haben. Ich hoffe dass Sie über die Enttäuschung hinweg kommen…“ verabschiedete Kim sich. Ihr Handy klingelte. „Ja was gibt es?“ fragte sie, als sie sah, dass Herzberger am Telefon war. „Wir haben Semir und Ben ins Krankenhaus gebracht. Semir hat ein Bein gebrochen, Ben ist aber soweit in Ordnung. Er wird allerdings auch heute im Krankenhaus bleiben… Einige leichte Wunden durch die Fesselung.“ erklärte der alte Polizist. „Danke Herzberger… sorgen Sie dafür, dass die beiden wirklich im Krankenhaus bleiben. Ich komme dann gleich dazu.“ gab sie durch.

    Semir lag mit einem weiß gegipsten Bein im Bett. Ben sah ihn an. „Hey… Partner… willst du eigentlich den ganzen Tag schlafen oder was?“ fragte er. „Ben… ich bin müde… die Schmerztabletten scheinen mich schläfrig zu machen. Außerdem erhole ich mich… das ist auch was sehr Wichtiges..“ erklärt Semir mit geschlossenen Augen. „Oh ja…. Ich habe da ein paar Tage in diesem Keller verbracht, wurde verprügelt und fast geschreddert… aber du musst dich ausruhen…von so einem kleinen Sturz…“ tadelte Ben ihn. „Man Ben… hier ist ein Krankenhaus…hier kann man sich erholen. Außerdem bin ich ja nicht mehr der jüngste und …“ grinste Semir ihn an. „Oh…ja der Opa…. Was ist mit dem wilden türkischen Hengst?“ lachte Ben lauthals. „Der lahmt gerade…“ gab Semir nur zurück. Es klopfte. „Ja?“ fragte Ben. Kim Krüger trat ein. „Meine Herren… wie schön das Sie es geschafft haben, den Fall ohne Schrott zu lösen… das kommt auch nicht oft vor…“ lobte sie die Beiden. „Wie geht es Ihnen?“ hängte sie an. „Danke…soweit sehr gut… nur mit dem Bein werde ich wohl ne ganze Weile nur Innendienst schieben können…“ meinte Semir und richtete sich auf. „Nun…Sie werden sicher keinen Innendienst schieben, sondern zuhause bleiben… bis der Gips abkommt, will ich Sie nicht im Büro sehen…“ befahl Kim. „Dafür werde ich dann schon sorgen…“ kam aus ihrem Rücken die Stimme von Andrea.

    Semir sah seine Frau erschrocken an und zog die Decke hoch. „Schatz… das ist nicht schlimm… nur ein Beinbruch… also das heilt sicher ganz schnell..“ erklärte er. Andrea nickte „Ja sicher… und weißt du was… ich werde dich so richtig verwöhnen. Ich habe übrigens noch zwei Besucherinnen mitgebracht.“ erklärte sie. Claudia und Michaela kamen herein. Sie hatten Kinderriegel und Prinzenrolle mitgebracht. „Ich weiß von Frau Krüger, dass Sie es mögen… Sie Herr Jäger mögen Prinzenrolle und Sie Herr Gerkhan Kinderriegel…damit möchten wir uns bei Ihnen bedanken. Für alles..“ erklärte Claudia und stellte den gefüllten Korb mit den Leckereien auf den Nachttisch. Ben und Semir grinsten breit und griffen zu. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus musste Ben das Berichtschreiben übernehmen, während Semir sich zuhause von Andrea verwöhnen lies. Sie war gerade in der Küche am Kochen, als er laut nach ihr rief. „ANDREA!!! SCHATZ!!! Kommst du mal!!“ bat er. Andrea ließ alles stehen und liegen und ging zu ihrem Mann. „Was ist denn?“ wollte sie wissen. „Kannst du mir mal das Kissen aufschütteln? Ich schaff das nicht…“ bettelte er. Andrea nickte und tat es. „Ich bin gerade am Essen kochen…wenn was ist… dann…“ sagte sie liebevoll. Semir nickte nur. Er zappte sich durch das Programm während seine Frau kochte. „Andrea!! Hast du noch ein Bier für mich?“ wollte Semir wissen. Andrea nahm ein gekühltes Bier und brachte es ihm. Wieder verließ sie den Raum. „Andrea….“ kam nur wenig später der nächste Ruf von ihrem Mann. Sie rollte die Augen. “Das kann ja heiter werden…”stöhnte sie. „Andrea…Schatz….“ klagte Semir regelrecht. „Semir! Ich bin gerade am Kochen… du wirst dich doch wohl etwas gedulden können oder?“ rief sei fragend durch die Wohnung. „Aber ich brauche dich doch…“ klagte Semir. „Du wirst doch wohl mal fünf Minuten warten können. Oder sag mir alles, was du brauchst…dann bin ich einmal da und kann dir alles bringen!“ schlug Andrea vor. „Andrea… bitte…. Ich muss mal…hilf mir doch mal …“ bettelte Semir erneut. Andrea stieß ein leises Stöhnen aus. Wie gut, das Aida im Kindergarten war. So hatte sie nur das große Baby zu versorgen. Und das machte mehr Arbeit als drei Aidas zusammen.

    Ende…

    Georg fuhr grinsend nach Hause. Es klappte doch immer wieder, dachte er sich. Es war wie ein Kinderspiel. Doch genau dieser Adrenalinschub, der sich mit diesen Einbruch bei ihm aufbaute, gefiel. Und so wollte er sich bereits morgen nach einem weiteren Objekt umsehen. Es musste sich lohnen. Immerhin wird er in drei Wochen 72 und fühlte sich eigentlich die 30. Solange ihn die alten Knochen trugen, wollte er alles tun, wozu er fähig war. Seinen Sport ausüben. Krafttraining und Ausdauer. Mittlerweile fuhr er fast drei Stunden ohne Pause das Trimmrad. Und auch das Krafttraining hinterließ seine Spuren. Es war kein Gramm Fett an seinem Körper. Die Kraft schien unbändig und bevor er in einem Rollstuhl landet wollte er das Leben mit all seinen Vorzügen genießen. Er fuhr auf der Autobahn entlang bis zum Rasthof „Eifeltor“. Ein kurzer billiger Imbiss und dann nichts wie nach hause. Doch wo sollte er seine Beute verstecken? Es musste ein Versteck sein, wo niemand drauf kommen konnte. Vielleicht die alte Hütte wo er und Marga so oft mit Rosi im Urlaub waren, oder aber...ja.... dort würde es nie jemand vermuten. Georg lachte leise. „Marga würde sicher sehr gern auf meinen Schatz aufpassen...“ sagte er zu sich und wollte am nächsten Morgen zum Friedhof fahren. Niemand würde vermuten, dass jemand etwas unter einem Grabstein versteckte. Soviel Anstand hatten sogar Verbrecher. Aber auch deshalb war Georg sich sicher, dass dort niemand suchen würde. Daheim sah er sich seine Beute an und lächelte. „Das hat sich doch gelohnt. Nun musste er Gras über die Sache wachsen lassen und wenn er weiß dass sein Ende kam würde er es Rosi sagen. Dann sollte sie damit bis zu ihrem Ende leben können. Er legte sich schlafen.

    Am nächsten Morgen kam Fritz und Tanja zeitig im Geschäft an. Fritz öffnete den Tresor und blieb erstaunt stehen. Gähnende Leere in den Regalen sprang ihn an. „TANJA!!“ schrie er laut. Seine Kollegin kam. „Sag mir bitte dass ich träume...dieser Raum ist nicht leer oder?“ flehend sah er sie an. Tanja sah sich um. „Fritz... er ist...leer... wir wurden beraubt... ich fass es nicht... keine Einbruchspuren...der Tresor war doch zu...“ stammelte sie. „Ja ganz genau... wir waren die Letzten die hier drin waren...“ nickte er immer noch völlig geschockt. „Fritz.... es muss noch jemand hier gewesen sein... ich rufe die Polizei..“ sagte Tanja leise und ging zum Telefon. Fritz stand einfach in dem Tresorraum und sah sich um. Er zweifelte an seinem Verstand. Nur eine knappe halbe Stunde später war die Polizei vor Ort. „Haben Sie Überwachungskameras?“ wollte der Kommissar wissen. „Nein... bisher habe wir so etwas nie gebraucht.“ Erklärte Fritz während die Spurensicherung alles einpulverte. „Was war hier im Tresor?“ harkte der Polizist weiter nach. „Münzen....im Gesamtwert von gut 3 Millionen Euro...“ stieß Fritz aus. „Drei Millionen? Dann muss der Dieb ja nen ganzen LKW gestohlen haben..“ kam erstaunt vom Kommissar. „Nein... die Münzen waren von einem sehr hohen Wert. Vorbestellungen... es ist alles weg... ich fass es einfach nicht...“ stöhnte Fritz. „Können Sie mir bitte den Ablauf des gestrigen Tages erzählen?“ bat Kommissar Hubert Striegler. „Also Frau Fissing und ich sind gestern gegen neun hier gewesen und haben ganz normal die Lieferung angenommen. Gestern waren ein paar sehr wichtige Münzen dabei....“ erklärte Fritz. „Herr Lunder...wer wusste von dem Eintreffen der wichtigen Münzen?“ harkte Striegler sofort nach. „Nur Frau Fissing und ich... Also wir haben die Münzen ausgestellt und auf die Kunden gewartet. Die wollten heute die Ware abholen... Gott was sag ich denen bloß?“ grübelte Fritz. „Sagen Sie einfach, dass Sie bestohlen wurden. Schließlich sind Sie ja versichert. Waren gestern auch noch Kunden hier, die Sie vielleicht nicht kannten?“ wollte Striegler wissen. Fritz schüttelte den Kopf. Nun kam auch Tanja dazu. „Der einzige der uns nicht bekannt war, war ein ungefähr 70jähriger Mann....“ erklärte sie. Fritz sah sie an. „Tanja... der hat die Münzen sicher nicht. Der konnte ja selbst kaum laufen... nein...das war ein Profi... der verstand sein Fach..“ tadelte Fritz sie. Striegler lächelte ebenfalls. „Ich denke auch, dass der alte Herr sicher auszuschließen ist. Herr Lunder.... Sie fertigen uns bitte eine Liste der gestohlenen Münzen an und am Besten auch Bilder der Dinger. Wir werden die Spuren sichern aber ... es sieht für Sie nicht wirklich gut aus.“ meinte er abschließend.

    Semir kam am frühen Morgen ins Büro und staunte nicht schlecht. Andrea hatte bereits Kaffee gekocht und wartete auf ihn. „Hey… was ist denn hier los?“ fragte er und gab ihr einen Kuss. Seit einigen Wochen waren beide mal wieder ein Paar. „Oh….das ist nur, weil heute ein besonderer Tag ist…“ lachte sie. Semir sah sie erstaunt an. „Ach echt? Welcher denn?“ fragte er nach und hielt dabei seine Hände auf dem Rücken. Andreas Augen funkelten wütend. „Hast du es vergessen?“ wollte sie wissen. „Was? Ich? Andrea um zu wissen was ich vergessen haben soll, muss ich erst einmal wissen was ich vergessen habe.“ grinste er schelmisch. „Heute ist mein Geburtstag!! Du hast ihn vergessen, obwohl du mich gestern noch gefragt hast…“ fauchte Andrea ihn wütend an. Sie wollte die kleine Küche gerade verlassen, als Semir ihr einen großen Strauß Blumen vor die Nase hielt und ein kleines bunt verpacktes Geschenk. „Alles Gute…“ grinste er. Andrea sah ihn an. „Oh…. Du hast ihn nicht vergessen?“ kam erfreut von ihr. „Deinen Geburtstag? Nein… niemals. Ich liebe dich mein Schatz…“ erklärte er und küsste sie. Mit leicht zittrigen Händen packte sie das Geschenk aus und staunte nicht schlecht. „Semir!! Das sind doch Verlobungsringe…“ sagte sie erstaunt. „Ja… stimmt….ich wollte dich fragen ob du… nun ja….“ kam leicht verlegen von Semir. Andrea umarmte ihn und drückte ihn fest an sich. „Das ist das schönste Geschenk was du mir machen kannst…“ sagte sie leise und wischte sich eine Träne weg. „Hey… das ist doch kein Grund zum Weinen…“ lachte Semir. „Das ist die Freude… Semir… du bist…“ fing Andrea an. „Na komm.. wir trinken einen Kaffee und dann nehmen wir unsere Arbeit auf..“ meinte er nur. Andrea nickte. Sie hatte am Abend noch eine Party geplant und dazu waren Semir und Jan sowie auch die Chefin eingeladen. Leider hatte Anna Engelhardt abgelehnt. Auch die anderen Kollegen konnten nicht aufgrund dass sie Dienst hatten. So gab Andrea in der PAST eine kleine Party an denen alle Kollegen teilnehmen konnten. Bei dieser Gelegenheit gaben sie und Semir ihre Verlobung bekannt.

    Georg Paschner sah sich in dem Autobahnmotel um. Tatsächlich war dort ein Tresor und das Hotel schien völlig ausgebucht zu sein. Kein Wunder, fanden in Köln und Düsseldorf doch gerade einige Messen statt. Hier würde es sich bestimmt lohnen, dachte er um machte sich auf, das Gebäude zu inspizieren. Um dies ungestört zu machen, gab er an, ein Zimmer zu benötigen. Die junge Frau sah ihn mitleidig an. „Es tut mir wirklich Leid, aber...wir haben keine Zimmer mehr frei..“ entschuldigte sie. „Aber schauen Sie doch noch mal...ich bin schon seit Stunden unterwegs und...ich brauche wirklich nur ein Bett und eine Dusche...Bitte...“ flehte Georg und setzte einen sehr wehleidigen Blick auf. Noch einmal sah die Frau auf den PC. „Nun ja... wenn Sie keinen Komfort möchten, dann hätte ich noch ein Zimmer gleich hier unten. Es ist eigentlich nur für das Personal aber ich könnte es Ihnen sicher für zwei Tage überlassen..“ schlug sie vor. Sie sah nicht wie Georg grinste. „Das ist in Ordnung... darf ich es mir ansehen?“ bat er. „Ja selbstverständlich... warten Sie bitte ich hole nur den Schlüssel...“ lächelte sie freundlich und verschwand. Es dauerte nicht lang bis die junge Frau wieder kam. „So... dann kommen Sie mal.. Wie lange wollen Sie denn bleiben?“ wollte sie wissen. „Nur heute Nacht... morgen bin ich sehr zeitig weg. Das Finanzielle könnten wir auch gleich regeln...“ lächelte Georg sie an. „Das Finanzielle? Für dieses kleine Zimmer nehme ich Ihnen doch nicht auch noch Geld ab. Schlafen Sie einfach nur gut...“ gab sie bekannt. Georg war sehr zufrieden. Nun hieß es auf die Beste Gelegenheit zu warten um den Tresor auszuräumen.

    Georg Paschner sah sich verstohlen um. Hier war niemand...nicht mal ein Wachmann der seine Runde machte. Das war sein nächstes Ziel. Der Tresor der Niederlassung von Starline, einem mittelständigen Unternehmen ,welches sich mit Münzen beschäftigte. Im Tresor lagen einige Schätze und Georg hielt es für an der Zeit dass sie den Besitzer wechselten. Schon in wenigen Stunden wären sie seine. Vor der Polizei hatte er keine Angst, schließlich war er mit 71 nicht gerade tatverdächtigt. Scheinbar traute niemand diesem alt wirkenden Mann eine Straftat zu. Und das war sein Vorteil. Er konnte sich hier umsehen, denn auch die Angestellten schienen ihn für einen interessierten Sammler z u halten. Und genau das sollten sie auch. Georg sah sich um. „Ach Marga... dein Herz würde höher schlagen, wenn du wüsstest was ich für dich tu...“ sagte er leise. Eine Frau die neben ihn stand, sah ihn erstaunt an, dass er Selbstgespräche führte, sagte jedoch selbst nichts. Georg dachte an seine viel zu früh verstorbene Frau. So lange war sie schon tot. Und er hatte alles versucht, doch bei Krebs waren die Ärzte leider machtlos. Er sah ihr Leiden und war jeden Tag bei ihr, weinte mit ihr und dann holte der Herr Gott sie zu sich. Dennoch gab Georg nicht auf. Vor acht Jahren, als Marga noch lebte, hatte er einen festen Job gehabt. Lockführer. Ein Job den jeder Junge einmal haben wollte. Er hatte ihn und er hasste ihn. Doch als Marga starb, wollte er nicht mehr. Seine Zuverlässigkeit ließ immer weiter nach. Die Bahn schickte ihn in den vorzeitigen Ruhestand.

    „So Tanja.... den Rest können wir auch in den Tresor legen. Die Interessenten sind alle weg.“ lächelte Fritz Wallner und befahl seiner Assistentin bei Starline den Tresor zu schließen. „Was ist denn mit dem Alten da?“ wollte Tanja wissen. Fritz sah sich erstaunt um. „Oh.... ist der eingeschlafen?“ lachte er und ging zu dem alten Mann. „hallo...wir schließen jetzt. Soll ich Ihnen ein Taxi rufen?“ wollte er wissen. Der Mann sah ihn an. Wie erstaunt wach die Augen doch waren. „Nein... danke... ich war in Gedanken versunken... ich bin okay..“ sagte der Alte. Fritz lächelte ihn an. „Dann sollten Sie gehen..“ bat er. Der Alte nickte. „Ja sicher.... sicher...“ stammelte der Mann und ging aus dem Raum. Tanja und Fritz sahen dem Mann lächelnd zu. Als er raus war, wandten sie sich wieder der Arbeit zu und beendeten den Tag fast zwei Stunden später. „Soll ich Sie nach Hause fahren?“ wollte Fritz wissen, als sie auf der Strasse standen. Er empfand mehr für Tanja ließ es sie aber nicht wissen, denn Tanja trennte Berufliches und Privates sehr streng. Sie hatte ihm mal erzählt, dass sie niemals mit einem Kollegen etwas anfangen würde. Dennoch gab Fritz nicht auf. Er hielt sich für sehr attraktiv und bisher konnte er jede Frau haben, die er wollte. Auch Tanja sollte da keine Ausnahme machen. „Bei dem Wetter lehne ich das nicht einmal ab...“ lächelte sie und stieg in sein Auto. „Wollen wir noch irgendwo was essen gehen?“ harkte er nach. Tanja nickte. Es schien als würde das Eis, was sie umgab schien zu schmelzen. Doch in all seiner Verliebtheit vergaß er die Alarmanlage anzuschalten.

    Georg lachte leise. Die beiden Turteltäubchen schienen ihn gar nicht wahrgenommen zu haben. Er war immer noch in dem Verkaufsraum. Als er sie wegfahren sah, ging er zum Tresor und besah sich das gute Stück. „Na...das ist ja ein Kinderspiel...“ lachte er. Georg genoss den Ruf, der beste Tresorknacker zu sein, den es in ganz NRW gab. Seine Dienste wurden sehr oft von Verbrechern verlangt, die eine Bank ausrauben wollten. Bisher hatte er bereits 2300 Tresore geöffnet. Und das nur innerhalb zwei Jahre. Doch seit einem Jahr, arbeitete er nur für sich. Das hier war der erste Einbruch, denn er ganz allein ausführte. Die Beute musste nicht geteilt werden und sobald Rosi von diesem Mistkerl Frank los gekommen ist, würde sie es für sich und ihre Kinder bekommen. Doch bis dahin musste erst einmal Frank weg. Der Mistkerl, der seine Tochter schwängerte und nun mit anderen Weibern ins Bett stieg, während sie sich mit dem dicken Bauch quälte. Georg lachte verächtlich, wenn er an seinem Schwiegersohn dachte. Er hatte es in seinen Augen gar nicht verdient sich mit Rosi einzulassen. Doch nun konzentrierte er sich wieder auf die Arbeit. Mit einem Stethoskop horchte er an der Tür und drehte das Zahlenschloss. Nur wenige Minuten dauerte der ganze Vorgang und der Tresor war offen. Georg betrat kleinen Raum und packte alle Münzen ein, die dort ausgestellt waren. Danach verschloss er den Tresor wieder, putzte all seine eventuell zurück gelassenen Fingerabdrücke weg und versteckte sich wieder. Es dauerte sicher nicht sehr lang und die Putzkolonne kam. Mit deren Hilfe konnte er seinen Ort verlassen. Den armen eingesperrten Mann, den man vergessen hatte...

    Traudel Wanagard schloss die Tür zur Starline auf. Sie stellte ihre Tasche ab und erschrak. „Hallo?“ fragte sie ängstlich in den Verkaufsraum, denn sie horte ein leises Wimmern. „Ist da jemand?“ harkte sie nach. „Ja...hier...man hat mich vergessen...ich ...ich..“ schluchzte ein alter Mann. „Oh mein Gott...“ stieß Traudel aus, als sie den alten Mann sah. „Warten Sie... soll ich die Polizei rufen, oder Herrn Weispflug?“ wollte Traudel wissen. „Nein... ich brauche niemanden... ich will nur nach Hause...“ kam die weinerliche Antwort. „Ja sicher... soll ich ein Taxi rufen? Oder wollen Sie ins Krankenhaus?“ harkte Traudel weiter nach. „Nein... mir geht es gut... ich hab es nicht weit... vielen Dank.... vielen vielen Dank.“ Der Alte reichte ihr die Hand und ging mit seinem Rucksack der scheinbar recht schwer war aus dem Laden. Traudel sah ihm kopfschüttelnd nach. „armer Kerl...“ meinte sie nur und ging dann ihrer Arbeit nach. Das sie soeben den Dieb wegschickte kam ihr nicht in den Sinn. Wie sollte sie auch von einem Alten so etwas denken. Außerdem deutete nichts darauf hin, dass hier eingebrochen geschweige denn etwas gestohlen wurde. Traudel putzte alles wie immer blitzblank und verließ drei Stunden später das Geschäft. Nichts ahnend, dass am nächsten Morgen bereits die Polizei vor ihrer Tür stehen würde.

    „Mattes, ich will doch nur mal schnell raus.“, bat Ben und sah den Mann mit flehenden Blicken an. „Was willst du denn draußen? Du kennst Laurence Anweisung.“, kam es forsch von dem Österreicher zurück. „Ich will doch nur ein paar Biere für uns besorgen. Ist doch sicher auch in deinem Interesse, oder?“, meinte Ben zurück. Mattes überlegte, eigentlich hatte er ihn lange genug zappeln lassen. Der Junge sollte seine Chance kriegen, um mit seinem Kollegen sprechen zu können. „Okay, hier nimm.“, meinte Mattes und warf Ben oder Felix einen Zwanziger hin. „Aber bring ja nicht so eine untrinkbare Brühe, sag ich dir. Sonst kannst du das selbst saufen.“, zischte er und ließ Ben ziehen. Laurence kam humpelnd zu Mattes, als er sah, das Felix durch das Tor in die Stadt verschwand. „Gut, du hast ihn gehen lassen.“, meinte Laurence und Mattes nickte nur. „Dann folge ihm und du weißt, was dann zu tun ist. Bring seinen Kollegen mit.“ „Hier her?“, fragte Mattes. Laurence überlegte. „Du hast recht, wenn Felix hier allzu sehr rumschnüffelt. Wir trennen die beiden vorerst. Ihr habt doch die Lagerhalle verschlossen zurückgelassen. Bringt ihn da hin und zwar in den Keller, den wird Felix ja nicht kennen.“ „Alles klar.“, meinte Mattes und machte sich mit drei weiteren Männern hinter Ben her.

    Ben lief in die nahe gelegene Stadt und suchte nach einer Telefonmöglichkeit. Endlich fand er eine und wählte die Nummer von Semir. Er ahnte nicht, dass er dabei beobachtet wurde. „Semir? Ben hier.“ „Ben, verdammt, wo steckst du denn und warum hast du dich in den letzten Tagen nicht gemeldet?“, kam es forsch und vorwurfsvoll von Semir, der Besuch zu haben schien. „Semir, ich bin in Bergheim. Können wir uns hier treffen? Ich habe neue Informationen über die Holzdiebe. Anscheinend sind die nicht die einzigen, es gibt scheinbar einen großen Hintermann aus Österreich.“, erklärte Ben. „Okay, pass auf ich bin in einer Stunde bei dir.“, meinte Semir und legte auf.

    „Was ist los?“, wollte Andrea wissen, als sie das besorgte Gesicht ihres Mannes sah. „Ich muss noch mal weg.“, meinte Semir. „Nein, doch nicht jetzt. Semir, du verdirbst uns den ganzen Abend.“, fauchte sie und schmiegte ihre Hände haltend um seinen Hals. „Ben hat gerade angerufen. Ich muss ihn treffen. Ich bin bald wieder zurück, versprochen. Du kannst ihnen ja sagen, dass ich nur noch schnell eine Kleinigkeit hole.“, meinte er und deutete ins Wohnzimmer, wo Corinna saß und Aida und Celine beim Spielen beobachtete. Andrea atmete schwer, gab sich dann aber geschlagen. „Gut, aber komm schnell wieder zurück, okay?“ „Versprochen.“, erwiderte Semir und gab seiner Frau einen langen Kuss, bevor er aus der Tür verschwand und zu seinen Wagen ging. „Nein, sie haben Ole bereits entdeckt.“, hörte er plötzlich die Stimme von Leonard. „Er ist tot.“ Langsam schlich Semir um seinen Wagen und sah, dass der Mann vor der Hecke stand und schnell an seiner Zigarette zog. Er hatte gar nicht gemerkt, dass Leonard aus dem Haus verschwunden war. „Ich weiß nicht, wer es war, aber er tappt scheinbar auch noch im Dunkeln. Es ist auf jeden Fall schlimm, Mattes.“ „Mattes?“, dachte Semir. Was hat dieser Mann mit einem der Holzdiebe zu tun?

    Kim sah die beiden Beamten die gerade rein kamen an. „Herzberger! Sie und Bonrath fahren zu der alten Autobahnmeisterei. Semir und Ben sind dort. Semir ist verletzt, Ben noch gefesselt!!“ befahl sie kurz und knapp. Sofort rannten die Beiden wieder raus. „Sie und Sie…kommen mit mir!“ befahl Kim zwei weiteren Streifenbeamten und fuhr mit ihnen zu Michaela Frings. Es dauerte ne knappe halbe Stunde bis sie dort waren. Sofort rannte Michaela auf sie zu. „Ich glaube er ist in meiner Wohnung… ich…sein Auto es steht dort..“ sagte sie und Kim spürte dass die Frau Angst hatte. „Alles klar… Wir haben Jäger und Gerkhan auch schon gefunden…. Also greifen wir uns nun unseren Freund Klein. Sie bleiben hier, Frau Frings…und Sie auch…“ befahl Kim den Frauen. „Geben Sie mir Ihr Schlüssel. Wo ist das SEK?“ fragte Kim nach Hinten. „Steht bei Fuß…“ war die Antwort Kim drehte sich um. „Thomas…schön dich hier zu sehen. Kurze Situationserklärung. In der Wohnung im 2. Stock bei Frings ist der Mordverdächtige. Er hat sich vermutlich dort versteckt und wartet nun auf seine Freundin. Das werden wir ausnutzen…“ erklärte Kim. „Gut… wer geht als Freundin rein?“ harkte der SEK-Mann an. „Das übernehme ich!“ gab Kim bekannt und hob den Schlüssel hoch. „In zwei Minuten dann gehen wir rein!“ befahl sie.

    Semir versuchte sich bequemer hinzulegen. „Ben?“ rief er nach oben. „Ja bin immer noch hier… trink gerade einen Kaffee….“ Knurrte sein Partner zurück. „Schön dass es dir gut geht… hörst du schon was von unseren Kollegen?“ wollte Semir wissen. „Nein… noch nichts… oder doch.. warte… ja…ich höre es.. Hotte und Dieter… man hört sie schon von weiten….“ lachte Ben leise. „Ruf doch mal…“ empfahl Semir. „HOTTE!!! DIETER!!! HIER!!“ schrie Ben laut. Tatsächlich kamen die beiden schnaufend an. „Oh…Semir… Bist du okay?“ wollte der lange Polizist wissen, als er in die Grube schaute. „Ja sicher… soweit schon… nur das Bein… es ist vermutlich gebrochen… habt ihr ne Leiter da oder so was?“ wollte er wissen. „Nein...aber der Arzt kommt gleich… Wir kümmern uns erst mal um Ben..“ rief Dieter zurück. Semir hob die Hand. „schon klar… unser Prinz ist ja auch wichtiger…“ knurrte er nur. Wenig später wurde er aus dem Loch geholt. Der Arzt stellte einen Unterschenkelbruch fest und schiente das Bein provisorisch. „Wir bringen Sie ins Krankenhaus. Ihr Kollege wird Sie begleiten… scheint ja so, als hätte er auch ne Menge durchgemacht…“ kam von dem Mann in Weiß. Semir ließ sich raus tragen während Ben an seiner Seite lief. „Ich finde du übertreibst nun wirklich Semir…. So Alt bist du doch gar nicht…“ grinste er.

    Kim schloss die Tür auf. Um nicht direkt aufzufallen hatte Michaela ihr erklärt dass die Tür etwas klemmte und sie leicht angehoben werden musste. Kim machte es so perfekt das Christopher der im Wohnzimmer vor dem Fernseher saß nicht mitbekam, dass es nicht Michaela war, die dort rein kam. Bevor er reagieren konnte richtete Kim die Waffe auf ihn. „Ganz ruhig…Klein… ich warne Sie…ich werde abdrücken, sobald Sie auch nur mit der Nase wackeln.“ Drohte sie leise. Christopher versteifte sich. „Wo ist Michi?“ fragte er. „Frau Frings ist in Sicherheit. Sie will mit Ihnen nichts mehr zu tun haben! Aufstehen und die Hände auf den Rücken!!“ befahl Kim. Christopher sah sich um. Scheinbar war die Polizistin doch allein… und mit einer Frau wird er sicher noch fertig. Er tat so, als würde er das was sie forderte ausführen. Mit dem Rücken zu ihr gewandt überlegte er was er tun konnte. Kim trat an ihn ran und wollte ihm die Handschellen anlegen. Genau in diesem Augenblick drehte Christopher sich um und schlug zu. Für Kim kam der Ausbruch unerwartet. Sie ging zu Boden. Doch sie war einiges gewohnt und erholte sich schnell. Mit einer Beinschere riss sie Christopher ebenfalls zu Boden. Blitzschnell warf sie sich auf ihn und presste ihm die Waffe ins Genick. „Noch so einen Trick und ich erspare den braven Steuerzahlern die Kosten für Ihre Unterkunft…“ drohte sie wütend. Sie spürte wie Blut aus ihrer Nase lief.

    Christopher lachte leise und nahm sich die Koffer. Schnell verstaute er die Beiden und stieg ein. Dass die Polizisten ihn folgen würden, glaubte er nicht, denn wenn er es richtig gemacht hatte, dann lag Gerkhan in einem ca. drei Meter tiefen Loch und Jäger würde unaufhaltsam verkleinert werden. Seine Flucht war perfekt geplant nun musste er nur noch Michaela holen und dann ein glückliches Leben mit ihr führen. Sie wird ihn begleiten. Sie liebte ihn schließlich. Er mache sich auf den Weg nach Köln. Er parkte den Wagen etwas entfernt von Michaelas Wohnung. Doch als er den Schlüssel ins Schloss führen wollte, bemerkte er, dass das Schloss scheinbar ausgewechselt wurde. „So schnell wirst du mich nicht los.“ sagte er leise zu sich und nahm einen Dietrich den er sich mal gebastelt hatte. Es dauerte nur wenige Augenblicke bis die Tür geöffnet war. Christopher verschwand in der Wohnung und verschloss die Tür genau so wie sie war. Damit ahnte Michaela nicht, welche Freude sie erwartete. Er hatte einen großen Strauß rote Rosen gekauft um sie davon zu überzeugen, dass sie zusammen gehören. Und er war davon überzeugt, dass sie mit ihm gehen würde. Bis ans Ende der Welt. Sie waren das perfekte Paar.

    Michaela und Claudia schlossen gegen fünf den Kindergarten zu. „Kommst du noch mit zu mir? Ich kann jetzt nicht allein bleiben..“ bat Michaela ihre Freundin. Claudia zwinkerte ihr zu. „Ja sicher… ich lass dich nicht allein.“ Versprach sie und gemeinsam fuhren sie zu Michaela nach hause. Sie fanden sogar einen Parkplatz vor der Tür. „Weißt du… ich dachte wirklich…schon gut… wir reden nicht über Chris..“ stoppte Michaela sich selbst. „Das ist sehr gut… Michi… du schaffst es… wir schaffen es. Wir sind unserem Ziel nun so nahe und da werden wir auch nicht von abweichen.“ Lächelte Claudia und stieg aus. Sie sah zufällig auf den Wagen der um der Ecke parkte. „Ist das nicht der Wagen von Christopher?“ wollte sie wissen. Michaela ging hin und schaute sich mit Claudia den Wagen genauer an. „Ja… das ist seiner… Gott dann ist er bei mir…Claudia… wir müssen die Polizei rufen….bitte…“ flehte Michaela. Claudia nickte nur und griff direkt zum Handy. Sie rief Semir Gerkhan an, doch dieser meldete sich nicht. Dann rief sie bei Kim Krüger an. „Wir sind gleich da… warten Sie auf uns…“ befahl Kim Krüger. Claudia bestätigte nur und beendete das Gespräch.

    Semir kam langsam zu sich. Sein Ben schmerzte. Er sah nach oben. Das Loch in dem er steckte war mindestens 3 Meter tief. Ein Wunder dass er sich nicht das Rückrad gebrochen hatte. „SEMIR!!!“ hörte er den heiseren Schrei von Ben. „BEN!! Hier bin ich… mein Bein… ich glaub es ist gebrochen..“ rief Semir zurück. „Semir!! Der Schredder… er steht… aber ich bin festgebunden…ich komme hier nicht weg.. Scheinbar ist die Maschine ausgegangen…ich…ich Gott ich lebe…“ hörte er Ben. Die Stimme schien sich vor Glück zu überschlagen. „Ich kann mich nicht richtig bewegen, Ben…aber ich rufe…die Chefin über Handy…wenn es den Sturz überlebt hat..“ erklärte Semir und suchte nach dem Handy. Tatsächlich war es unbeschädigt. Er wählte die Nummer von Kim Krüger. „Chefin… Semir hier… wir sind in der alten Autobahnmeisterei…Ich bin in ein Loch gestürzt, als ich Ben befreien will, der auf einem Band gefesselt ist. Ich hab mir das Bein vermutlich gebrochen….es tut verdammt noch mal weh… Ben sollte in einem Schredder verkleinert werden… aber…die Maschine steht… wir brauchen Hilfe…“ erklärte er und spüre die Schmerzen immer heftiger. „Wir sind gerade unterwegs um Christopher Klein zu verhaften… ich schicke Ihnen Herzberger und Bonrath….“ gab Kim bekannt.

    Semir sah sich auf dem Gelände um, als er eintraf. Verdammt… die große Halle…hier waren mehrere… Wo zum Teufel steckte Klein? Fragte er sich, als sein Handy klingelte. „Sie sind da… sehr schön und sogar pünktlich…das ist sehr lobenswert. Stellen Sie das Geld ab!“ forderte Klein ihn auf. „Klein!! Ich gebe Ihnen das Geld… aber erst sagen Sie mir wo Ben steckt!“ forderte Semir ihn auf. „Oh…er ist hier…. Sie können ihn hören… einen Moment nur…!“ lachte Klein. Und in gleicher Sekunde schrie ein Mensch. „SEMIR!!! HILFE!!! HILF MIR!!“ hörte er tatsächlich Ben schreien. Panisch sah Semir sich um. „Wo ist er?“ fragte er erneut. „Ich gebe Ihnen einen kleinen Tipp… in einer dieser Hallen steht ein Schredder… und davor ist ein Band… auf diesem Band liegt unser gemeinsamer Freund und fährt langsam in den Schlund des Zerkleinerers. Wenn Sie ihm helfen wollen, dann sollten Sie das Geld dort stehen lassen und laufen…. Er hat ab sofort noch eine knappe halbe Stunde… bis er sehr viel Kleiner ist…“ lachte Christopher Klein und legte auf. Semir stellte die Koffer mit dem Geld ab. Er rannte direkt auf die erste Halle zu. Ihm war es ziemlich egal, ob Klein entkam oder nicht. Bens Leben zu retten stand an oberster Stelle. Er ahnte nicht, das Klein eine extreme Gemeinheit vorhatte und weder er noch Ben mit heiler Haut aus diesem Fall herauskamen.

    Ben zerrte an den Fesseln. „SEMRI!!! HILFE!!“ schrie er. Das Band lief nicht schnell aber er wusste auch nicht wo Semir war. Konnte er Klein vertrauen? Vielleicht trafen sie sich wo anders? Vielleicht war Semir noch viele Kilometer weg? Der Schredder kam immer näher. Ben legte sich zurück. Er konnte das Band nicht stoppen…ohne Hilfe kam er hier nicht raus… „SEMIR!!“ rief er erneut. Doch nichts geschah. „BEN!!“ Hörte er plötzlich. „SEMIR!! HIER!! HILFE!!“ stieß er aus und tatsächlich sah er Semir in die Halle rennen. Doch er konnte nicht sehen wo er lang lief. Plötzlich hörte er einen Schrei und einen dumpfen Aufschlag. „SEMIR?“ fragte er, denn er hatte die Ahnung dass sein Freund und Partner irgendwie gestürzt war. „Semir?“ wiederholte er. Es passierte nichts. Wo war er denn? Fragte er sich und versuchte sich aufzurichten. Und dann sah er was passiert war. Nicht weit von dem Band auf dem er sich befand war ein Loch im Boden. Scheinbar ist Semir dort hineingefallen. Ben wusste nicht wie tief das Loch war, aber klar war, das Semir scheinbar ohne Bewusstsein war oder aber sich etwas gebrochen hatte, oder beides… Nun zerrte er erneut an den Fesseln. Er hatte kein Glück. Die Fesseln saßen fest und das Band bewegte sich unaufhaltsam auf den Schredder zu. Er machte auch nicht den Anschein als würde es gleich eine Störung geben.

    Christopher sah höhnisch auf Ben, der vor ihm auf dem Boden lag und die Augen geschlossen hatte. „Das war sehr gut von dir.“ meinte er nur. „Mach mir nur nicht schlapp. In wenigen Stunden hast du es geschafft…“ kündigte er noch an. „Ich mach dich fertig… sobald…sobald ich wieder frei bin…“ versprach Ben. Christopher lachte leise. „Ja…deshalb werde ich das auch verhindern. Komm….ich hab was ganz besonderes mit dir vor…“ meinte er und zog Ben am T-Shirt hoch. Dieser wehrte sich nicht. Er hatte genug mit seinem Zustand zu kämpfen. Christopher stieß Ben vor sich her. Dieser taumelte mehr als er ging und die Tour endete in einer großen Halle. Hier standen noch mehrere Maschinen. Darunter auch ein Schredder, der für die Äste und andere Sachen genutzt wurde. Scheinbar hatte Christopher diese Maschine tatsächlich repariert und sie unter einem ziemlich langen Transportband gestellt. „So…hier wirst du die letzten Stunden deines Lebens verbringen. Dein Freund sollte schnell genug sein… du kannst auch gern schreien. Ich habe hier nämlich ein Mirko und draußen dort wo ich deinen Freund treffe werden Lautsprecher stehen. Du kannst ihm also sagen wo du bist…oh….ich vergaß du hast draußen ja gar nicht gesehen… nun ja… das nenne ich Pech…“ lachte Christopher. Nun fing Ben an sich zu wehren. Doch gegen Chris und in der geschwächten Art wie er es war, war es ein vergebliches Unterfangen. Sein Peiniger zwängte ihn auf das Band und machte ihn fest. Ben sah vor sich…nur einige Meter von ihm entfernt den Rachen der Maschine in denen die Messer sicher schon geschärft waren. Panik kam in Ben auf und er zerrte an den Fesseln. Christopher stellte das Band auf niedriger Stufe… Langsam aber sicher schmolz der Abstand zwischen Ben und dem Zerkleinerer.

    Claudia sah Michaela traurig an. Vor zwei Tagen war sie dahinter gekommen dass ihr geliebter Freund ein Mörder war. Ein Verbrecher, der für Geld einen netten Menschen tötete. „Weißt du… ich verstehe es nicht.. ich meine…es war doch alles bestens. Wir hatten ein Auskommen und… ich weiß einfach nicht, was in Chris gefahren ist…ich weiß es einfach nicht. Hat er mich jemals geliebt?“ wollte Michaela wissen. Claudia nahm sie in den Arm. „Hey… verschwende kein Gedanke mehr an diesen Kerl. Du kannst doch Andere haben. Du kannst dir doch vorstellen, dass Christopher für immer hinter Gittern muss, wenn die Polizei ihn festnimmt. Und sie werden ihn festnehmen. Du darfst nie zulassen, dass er dich da mit rein zieht. Wir haben hier den tollen Kindergarten aufgebaut und darauf sollten wir uns jetzt auch konzentrieren. Schalte die Gedanken an Chris einfach aus…bitte…ich brauch dich doch hier.“ Tröstete sie ihre Freundin. Michaela lächelte traurig. „Du hast Recht... er ist es nicht wert…“ nickte sie und stand auf. Sie kümmerten sich um die Kinder die im großen Saal spielten.

    Christopher hielt sein neues Handy fest. Er sah es an und klappte es dann zu. Wofür hielt sich dieser verdammte Bulle? Warum tat er nicht was er wollte? Musste er doch erst ein Exempel statuieren? Also gut… das kann er haben. Als kleine Warnung, dachte er und ging in den Keller wo er sein Opfer angebunden hatte. Dieser sah ihn erschrocken an, als er auf ihn zustürmte. „Dein Freund will mich verarschen! Aber nicht mit mir das sag ich dir… Du wirst ihm sagen, dass ich es ernst meine..“ knurrte er sein Opfer an. „Und wie?“ wollte Ben Jäger wissen. Durch den Ruß in der Luft war sein Gesicht leicht verdreckt. „Du wirst es ihm per Telefon sagen. Sag ihm, dass ich nicht scherze…“ forderte Christopher ihn auf und wählte erneut die Handynummer an. Er hielt Ben Jäger das Handy ans Ohr und presste ihm die Waffe an die Schläfe. „Sag ihm, dass du erst ne Kugel ins Bein bekommst und dann in den Arm und dann…“ drohte er wütend. Ben Jäger sah ihn nur an und nickte. Christopher hörte das Freizeichen und wenig später die Stimme von Semir Gerkhan. „Ich habe hier jemanden der mit dir sprechen will..“ gab er durch und dann drückte er Ben Jäger das Gerät ans Ohr.

    „Semir…ich bin’s… mir geht es soweit gut… Semir… er scherzt nicht. Wenn du das Geld nicht …heute um drei Uhr bringst, dann…wird er mich zusammenschießen. Wortwörtlich…“ gab Ben durch. Er sah Christopher an und hoffte, dass dieser die Zeit vergessen würde. Doch er hoffte falsch. Es waren keine Minute Gespräch vergangen als er das Handy ausschaltete. „Das reicht!“ fauchte er und verließ den Raum wieder. Ben sah ihm nach. Er hatte Durst und würde sich gern ausstrecken, doch das war in seiner Lage nicht möglich. Er dachte nach, ob er sich vielleicht irgendwie bemerkbar machen sollte. Sollte er seine Wünsche gegenüber Christopher Klein äußern? Sollte er versuchen ihn zum Aufgeben zu bewegen? Doch bevor er eine Antwort dort fand stürmte Christopher in den Raum. „Dein Freund will mich verladen!! Er glaubt nicht, dass ich Ernst mache… Aber gut… weißt du was…ich finde wir sollten es ihm zeigen. Was denkst du?“ fragte Christopher und sah Ben höhnisch an. „Sie werden damit nicht durchkommen. Er sagte doch, dass er das Geld bringt. Gehen Sie darauf ein..“ schlug Ben vor. Christopher lachte gehässig. „Ja das könnte ich, aber dann kommt der nächste Trick und dein Freund sagt wieder dass er Zeit braucht.. Nein… ich denke ich werde ihm zeigen, dass ich nicht spaße..“ drohte er und löste Ben die Handfesseln. Ben wusste nicht genau was Klein vorhatte, aber sicher war es kein Zuckerschlecken. Bevor er sich jedoch zur Wehr setzen konnte drehte Klein ihm den Arm auf den Rücken und griff mit einer Hand in die Haare. „So ab geht es…“ fauchte er ihm ins Ohr und drückte ihn aus dem Raum raus. Ben wollte allerdings nicht so schnell aufgeben und trat aus. Er traf nicht richtig. Allerdings wurde Klein wütend und schlug ihm die Handkante ins Genick. Ben ging stöhnend in die Knie. „Lass das!!“ fauchte er wütend.

    Semir saß bei Konrad im Arbeitszimmer. „Das Geld kommt gleich…wir werden alles tun was der Mann verlangt…“ ermahnte Konrad ihn erneut. „Konrad…ich habe nichts anders vor… Allerdings... der Mann war ziemlich wütend, als ich ihm sagte, dass ich mehr Zeit brauche… Ich befürchte…“ fing Semir leise an als ein Handy klingelte. „Semir….?“ hörte er die leise Stimme von Ben. Sie war voller Schmerzen. „Ben?!“ stieß er aus. „Semir… er…er will…das Geld…in…einer Stunde…“ gab Ben durch. „Ben? Was ist mit dir?“ wollte Semir wissen. „Deinem Freund geht es nicht besonders gut. Aber das wird wieder… ich habe mich zurück gehalten. Aber es war sicher nicht sehr einfach für ihn..“ lachte der Entführer. „Hören Sie…. Ich habe das Geld…wohin soll ich es bringen?“ fragte Semir gepresst. „Sie kennen die alte verlassene Lagerhalle der Autobahnmeisterei?“ wollte Christopher Klein wissen. „Ja…kenne ich …“ erklärte Semir. „Sehr gut… in einer Stunde. Und ich warne dich…keine Tricks!! Ist das klar?“ fragte Christopher „Ja… bringen Sie Ben mit?“ harkte Semir nach. „Ich werde dir bei der Übergabe sagen, wo du ihn findest… Damit verschaffe ich mir die Zeit, die ich brauche um zu verschwinden…“ Es knackte in der Leitung. Semir sah Konrad an. „Ich werde direkt fahren… pack das Geld zusammen…“ Konrad nickte. „Semir… bringen Sie mir Ben zurück…bitte…“ flehte er inständig. Semir nickte nur. Wenig später war er unterwegs zur alten Autobahnmeisterei.

    «Alarm für Cobra 11» : Die vorerst letzte neue Folge der deutschen Actionserie kam am Donnerstag auf 4,49 Millionen Zuschauern und sicherte sich darüber hinaus bei den Werberelevanten den Tagessieg. Dort entsprachen 2,39 Millionen junge Zuschauer überzeugenden 19,1 Prozent.

    Quelle Quotenmeter.de

    9. Kapitel
    Party-Time

    Endlich kam der Tag wo Corinna und Celine aus Amerika zurück kommen sollten. Schon am Abend war es soweit. Andrea wollte einkaufen und sah Semir an, der besorgt am Frühstückstisch saß. „Habt ihr schon was von Ben gehört?“, fragte sie. Semir schüttelte den Kopf. „Nein… bisher nichts… vor fünf Tagen haben wir das letzte Mal miteinander gesprochen. Seit dem ist das Sägewerk leer. Ich weiß nicht wo ich suchen soll.“ stöhnte Semir leise. „Er wird sich schon melden. Vielleicht hat er noch gar nichts herausgefunden. Ich meine du weißt doch selbst wie lange es manchmal dauern kann, bis man was erfährt. Gräme dich nicht. Ich muss gleich einkaufen und die Sachen für die Party heute Abend holen. Versuch bitte heute Abend ein freundlicheres Gesicht zu machen. Die kleine Celine ist gesund und dass ist ein Grund zur Freude…“, sagte sie und küsste ihn noch. „Ja sicher…“, murmelte Semir. „Ich muss…. Die Kollegen warten sicher schon. Pass auf dich und meine Prinzessin ja gut auf, hörst du… Und dann werden wir heute Abend sicher auch etwas Spaß haben.“, lächelte er ihr zu. Nur wenig später war er weg. Auch für Andrea und Aida hieß es bald darauf in die Stadt zu fahren und den Einkauf zu erledigen.

    Andrea sah in den Einkaufswagen. „Limo…. Bier…. Cola…. Eistee… Wasser… Knabberzeug… Salat…Gurken… Kartoffeln…Majo…“, zählte sie auf und glich es mit ihrer Liste ab. Sie sah auf die Uhr. Es war gerade mal zwölf. Aida saß in den Kindersitz und spielte mit ihrem Schlüssel. „So….dann wollen wir mal zur Kasse. Ich hab alles.. oh… verdammt... ich hab die Kekse und die Schokolade vergessen… und Obst…“, stöhnte sie und fuhr den Wagen wieder durch die engen Gänge. Doch eine halbe Stunde später hatte sie endlich alles was sie benötigte um die Party für Celine und Corinna steigen zu lassen. Luftballons, Girlanden, alles war schon vorbereitet. Um achtzehn Uhr sollte die Maschine aus Amerika landen. Andrea war so aufgeregt, noch gestern hatte sie mit Corinna telefoniert und sie war so glücklich, dass Celine endlich gesund war. So lange hatte sie darauf gewartet und die deutschen Ärzte hatten das Kind längst aufgegeben. Es war grausam. Doch Corinnas Glauben an die amerikanischen Ärzte haben sich als goldrichtig erwiesen. Andrea war stolz auf ihre Freundin. Sie packte ihren Einkauf in den Wagen und schnallte Aida in ihren Kindersitz an. „Line…“ sagte die Kleine. Andrea lächelte. „Heute Abend kannst du mit Line spielen… Celine kommt heute mit der Mama und dem Papa zu uns und… Ach meine Süße… bin ich froh, dass du gesund bist.“, sagte sie leise und streichelte den Kopf ihrer Tochter. Anschließend ging es wieder nach Hause.

    Der Abend kam schnell. Semir war ausnahmsweise mal pünktlich zu Hause und sah gespannt auf die Uhr. „Wann sagtest du, wollten die hier sein?“, fragte er als es an der Türe klingelte. Andrea lachte. „Jetzt…“, sagte sie und öffnete die Tür. „Cori…“, rief sie erfreut und umarmte ihre Freundin. „Wie schön… dass ihr wieder da seid…“, strahlte Andrea. Auch Semir ging zur Tür. „Hallo…“ begrüßte er die Gäste. Leonard, der Mann von Corinna trug die kleine Celine, die ihn mit großen blauen Augen ansah. „Die ist ja niedlich…“, meinte Semir nur und wollte sie anfassen. „Sie ist mein ganzer Stolz…“, lachte Leonard. Die Männer lernten sich erst jetzt kennen, obwohl sich die Frauen bereits seit gut zwei Jahren kannten. „Na… da wird sich Aida aber freuen. Die ist schon ganz hibbelig…“, lachte Andrea und ging vor ins Wohnzimmer. Aida sah auf und bemerkte natürlich auch die kleine Celine.. „Line….Line…“, rief sie freudig und nahm das kleine Mädchen direkt in Beschlag. Semir sah lächelnd zu. Celine sah zwar etwas müde aus, aber sie wollte scheinbar genau wie Aida spielen. Dann wandte sich Semir an die anderen die sich bereits auf der Couch breit gemacht hatten. „Wie war der Flug?“, wollte er wissen um ein Gespräch anzufangen. „Danke… er war sehr ruhig. Und er kam mir viel zu lang vor…“, strahlte Corinna und sah zu ihrem Mann. Leonard nickte. „Die Zeit ohne dich und Celine, war die Hölle für mich…“, gab er zu. Semir konnte das sehr gut nachvollziehen.

    Das war sie… die letzte Folge der Herbststaffel 2009


    Ha….der Blick von Ben als Semir eine nach der Anderen anruft…. Was der da wohl gedacht hatte…. Aber Semir konnte das ja schließlich aufklären mit den Worten….“sonst sucht Andrea immer die Mädchen…“ . Absolute Klasse. Er suchte nur ein Babysitter….

    Und die Autos….waren die nicht Toll…der Rote gefiel mir irgendwie am Besten…. Und dass die Beiden natürlich mal wieder direkt am Geschehen waren ist doch wohl klar. Armer Ben…ihm wird doch immer schlecht wenn Semir fährt, warum isst er vorher auch… Oh man so ein Mist aber auch. Semirs Ego ist ganz schön angekratzt das die Sportflitzer schneller sind als sein BMW. Oh und dann der Crash…Semirs BMW im Schweinemist….

    Oh da hatte Semir ja fast seinen Hochzeitstag vergessen. Also wirklich… und Ben musst natürlich Tacos essen…. Diese mexikanischen Döner… Das ausgerechnet die Polizeischülerin Julia sich in einen Verbrecher verguckt.. Wo die Liebe hinfällt. Aber ein hübsches Paar. Tim und Julia…. Schade dass sie so enttäuscht wurde. Ich fand es sehr gut, dass sich Tim gegen die Entführung des kleinen Mädchens gestellt hat und es sogar gerettet hat.

    Nun ja… ist ja nun mal ein verliebtes Kind… da drückt man schon mal ein Auge zu. Was natürlich in unserem Fall wieder ein Vorteil war. So waren wenigstens Fingerabdrücke zu sichern.

    Soso…Schnuckelbärchen Semir…. Ja wer hat es Andrea wohl von der Sache erzählt…. Und warum hatte Ben es plötzlich so eilig? Oh wie mir scheint hat Semir auch etwas Respekt vor seiner Frau…. Und nimmt sogar das Sofa an.

    Was mir auffiel, dass Andrea ja schon einen ziemlichen Bauch hat. Steht ihr gut…bin ja gespannt was es ist…. Ob es ein Junge wird? Ein kleiner Hakan oder so… Ich denke mal in der nächsten Staffel wissen wir es…. Hoffentlich….

    In der Folge war wieder alles vertreten…. Action…Romantik….Witz….


    Freuen wir uns auf die Frühjahresstaffel in 2010

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    Als ich die Folge heute sah, musste ich daran denken wie heiß es war, als die drehten. Die armen Kerle in den SEK-Aufzügen… die taten mir wirklich Leid. Wir waren ja schon am schwitzen…wie musste es denen aber gehen. Ich glaub wir hatten es an dem Tag etwas über 30 °C. Und die Szene mit der Schießerei wurde ja einige Male wiederholt.