Semir schloss die Tür auf und betrat das Haus. Es war leer….müde schleppte er sich ins Wohnzimmer und ließ sich auf die Couch fallen. „Na wo bleibt ihr denn?“ murmelte er leise fragend. Er sah auf die Uhr und wurde unruhig. Wo zum Teufel blieben die Kerle? Er wollte zu Andrea…. Eine halbe Stunde später klingelte es an der Tür. Semir ging hin und öffnete. Vor der Tür standen drei Mann. „Los….Prinz erwartet dich!“ forderte der Mann auf .Semir nickte. „Ich hole nur meine Jacke…“ gab er leise von sich. „Mach hin!!“ fauchte der Mann. Semir griff seine Jacke und Schlüssel. „Los…wir haben nicht ewig Zeit!!“ drängte der Mann erneut. Semir schloss die Tür und ließ sich von den Männern zum Wagen geleiten. Doch kaum saß er drin wurden ihm die Augen verbunden. „Das ist nur zu unserer Sicherheit….und Prinz will nicht, dass du weißt wo wir dich hinbringen…“ hörte er einen der Männer sagen. Semir antwortete nicht. „Bist heute sehr schweigsam…hoffe nur du hast genügend Informationen für den Boss….der wird nämlich ziemlich böse werden, wenn du das nicht hast…“ verhöhnte ihn der Mann links. „Halt die Klappe Ingolf!!“ fauchte ein weiterer Mann. Semir speicherte den Namen direkt. „Mann er ist doch ganz friedlich….nicht so wie seine Frau…“ lachte der Mann zu seiner linken. Semir zuckte zusammen. „Bist du dämlich? Du sollst die Klappe halten!!“ schrie der andere Mann. „Was ist mit meiner Frau?“ wollte Semir wissen. „nichts…sie ist in Ordnung…“ wurde er beruhigt. „Nun ja…. Leider… ich wollte ihr mal zeigen wie ein richtiger Mann es einer solchen Braut besorgen kann, leider wurde ich gestört sonst würde sie jetzt mir gehören..“ lachte erneut der Mann, der Ingolf genannt wurde. Semir ballte die Fäuste und stieß seine linke Faust plötzlich in die Richtung woher das Lachen kam. Ein Schrei ertönte und sofort war ein anderer Mann da, der Semir die Hände festhielt. Doch Semir registrierte zufrieden, dass er sein Ziel auch mit verbundenen Augen getroffen hatte. „Du verdammter Bastard!!“ schrie der Getroffene und wollte wohl auf Semir losgehen, als eine dritte Stimme erklang. „Schluss jetzt!! Ingolf du hältst dich zurück….hast selbst Schuld…und du Gerkhan….beruhige dich…deine Frau ist okay…“ Semir lehnte sich zurück. Er schwor sich diesen Mistkerl der Andrea angepackt hatte eigenhändig die Handschellen anzulegen.
„Alex… schön dich zu sehen….“ Begrüßte Ann-Katrin ihren Exfreund. Sie wollte ihm einen Kuss geben, doch Alex drehte sich weg. „Komm zur Sache… Ann-Katrin und dann verschwinde wieder aus meinem Leben..“ knurrte der eigentlich sympathische SEK-Mann. „Ich brauche deine Hilfe bei einem Zugriff. Ich will einem miesen Zuhälter und Menschenverächter in den Knast bringen….“ Erklärte Ann-Katrin. Alex nickte. „Kein Problem… brauchst du nur meinem Vorgesetzten melden und schon ist es erledigt…“ kam von Alex. „Nein… so einfach ist das nicht….hör zu…. Ich ….also es ist so….mein eigentlicher Zugriff ist abgesetzt worden, weil irgendeine Frau eines Polizisten in der Gewalt dieses Zuhälters ist….aber ich lasse mir die Sache nicht versauen…verstehst du… ich bin seit zwei Jahren an diesem Fall dran und ich werde mich nicht ruhig stellen….verstehst du…ich brauche deine inoffizielle Hilfe. Gerkhan und Kranich…“ erklärte Ann-Katrin. Alex sah sie sofort an. „Gerkhan und Kranich?“ harkte er nach. „Ja….Gerkhans Frau ist in Gewalt dieser Kerle und deshalb ist mein Zugriff abgesagt worden… nur wegen einer Frau eines Autobahnpolizisten….“ Tadelte Ann-Katrin die Entscheidung der Vorgesetzten. Alex stand auf. „Andrea ist eine wunderbare Frau!! Woher nimmst du dir das Recht über ihr Leben zu entscheiden?“ fauchte er sie wütend an. Ann-Katrin sah ihn erschrocken an. „nicht so laut….Bitte…“ kam von ihr. Alex beruhigte sich wieder. „Du kennst die Frau also?“ wollte Ann-Katrin wissen. „Oh ja….und wenn sie als Geisel bei diesem Kerl ist, dann werde ich garantiert nicht bei deinem Zugriff mitmachen…nicht solange Andrea bei denen ist…“ versprach Alex. Ann-Katrin schloss die Augen. „Wieso sind alle gegen mich?“ wollte sie wissen. „Such in dir drin… dort findest du den Fehler. Aber ich sage ihn dir….du bist Egoistisch…ja wohl… für dich gibt es nur einen wichtigen Menschen….dich… Ann-Katrin…neben dir leben Milliarden von Menschen…aber du siehst nur dich…Du bist nicht der Mittelpunkt. Solange du das nicht siehst, wirst du keine Freunde haben..“ versprach Alex. Erstand auf und ging wieder. „Aber Alex…..“ rief Ann-Katrin ihm nach.