Marlon sah wie Ben sich in den Wagen von seiner Exfreundin setzte. „Du wirst keine große Freude an sie haben. Ich werde mich mit dir beschäftigen... sag mir wie du heißt... na komm schon...telefoniere und sag mir wie du heißt...“ beschwor er den Mann in Gedanken. Tatsächlich nahm dieser sein Handy in die Hand. „Ben Jäger... Kripo Autobahn. Ich brauche mal einen Abschleppwagen in der Roderbeckstrasse 18, Tiefgarage...“ gab er durch. Marlon lachte leise, als er das hörte. „Ben Jäger.... sehr schön... dann wollen wir doch mal erfahren wo du wohnst....mein lieber Freund und Helfer...“ sagte er im Selbstgespräch zu Ben. Nur wenig später wurde der Wagen abgeschleppt. Der Mann, der sich Ben Jäger nannte stieg in den Abschleppwagen und fuhr einfach mit. Marlon rannte zu seinem Wagen und folgte dem LKW. Es ging zu einem riesigen Gelände. „Kriminaltechnische Untersuchung...“ las er auf einem Schild. „Oh... was wollt ihr denn nun machen? Den Wagen untersuchen? Schlaues Kerlchen...aber nicht schlau genug...“ lachte Marlon hämisch. Marlon beobachtete das Gelände eine Weile und sah wie Ben Jäger von einem Kollegen abgeholt wurde. Er selbst fuhr nach Hause. Es wurde Zeit, dass er sich um seinen Rivalen kümmerte. Doch dazu brauchte er zunächst Informationen.
Fast zwei Stunden später war auch Ben in der PAST angekommen. „Hey… bist ja auch mal hier. Was sagt die KTU?“ wollte Semir sofort wissen. „Das Messer gibt es ca. eine Million Mal. Ein ganz normales Küchenmesser.“ stöhnte Ben. „Na wäre ja auch zu schön gewesen…“ stöhnte Semir ebenfalls. „Hast du was über diesen Wiesheu?“ harkte Ben nun nach. „Nicht viel… eigentlich gar nichts… ein ganz normaler bescheidener Bürger. Kein Knöllchen…gar nichts…“ gab Semir bekannt. „Einen Wohnsitz?“ wollte Ben wissen. „Ja…in Düsseldorf. Rheinstrasse 54. Ich hab die Kollegen in Düsseldorf gebeten ihn zu überprüfen. Das Ergebnis steht noch aus.“ Erklärte Semir weiter. „Wie machen wir dann weiter? Bewachung der Wohnung von Krüger?“ kam von Ben. „Ja .... wir beide werden das übernehmen. Ich denke es ist einfacher, als sie unter Schutz zu stellen. „Gut… dann werden wir uns mal hin begeben.. vielleicht können wir den Kerl ja auch auf frischer Tat ertappen. Das wäre ein toller Erfolg…“ grinste Ben. Semir nickte nur. „Dann mal los…“ Er griff zur Jacke und nur wenige Minuten später waren sie unterwegs. Den Wagen stellte Semir etwas abseits ab, aber so, dass er die Wohnung im Blickfeld hatte.
Marlon saß im Internetcafé tippte auf seiner Tastatur herum. Er war fast ohne Probleme in die Daten der Polizei von NRW gekommen. Nun musste alles schnell gehen, denn diese Zugriffe wurden überwacht. Er tippte schnell den Namen Ben Jäger ein und hoffte auf ein schnelles Ergebnis.. es dauerte nur Sekunden bis der PC die Daten anzeigte. Marlon schrieb sich alles auf und verschwand dann von dem PC. Er hoffe es war zeitig genug. Doch selbst wenn nicht, dann wäre er nicht mehr hier, wenn die Polizei auftauchte. Da hier niemand einen Ausweis vorlegen musste um zu chatten war er sicher, dass sich keiner an ihn erinnern würde. Ein Trugschluss wie sich schnell herausstellen sollte. Marlon packte die Sachen ein, zahlte und verschwand. Dieses Café würde ihn nie wieder sehen. Als er sich im Hotel auf die Couch niederließ und seinen Laptop aufschlug lachte er insgeheim. „Kriminalhauptkommissar Ben Jäger.... du wirst dir demnächst wünschen nicht geboren zu sein. Aber erst lässt du die Finger von meiner Kim. Sie gehört mir.... nur mir...“ sagte er leise. Er überlegte sich, wie er seinem Rivalen zeigen konnte dass er es ernst meinte. Und dann kam ihm eine geniale Idee. Eine kleine Warnung an den jungen Kommissaren und schon war alles wieder im Lot. Er konnte sich um Kim kümmern und ihre Wünsche erfüllen. Niemand konnte das so gut wie er. Doch zunächst musste er sich eine Bleibe suchen. So fuhr er auf dem ländlichen Gefilde und wurde schon bald fündig. Ein altes Gemäuer. Es sollte scheinbar abgerissen werden, denn es war komplett eingezäunt. „Achtung Einsturzgefahr“ las er auf einem der Schilder. „Das passt perfekt... hier wird der junge Kommissar sein Leben verlieren...“ lachte Marlon leise. Er ging in das Haus und sah wie baufällig es war. Hier reichte eine kleine Explosion und alles würde in Schutt und Asche liegen. Doch erst wollte er noch einmal Kim besuchen. Als er vor dem Haus ankam musste er leise lachen. Nicht weit von Kims Eingang stand ein Wagen. Darin saßen zwei Männer und Marlon erkannte die Gesichter. Grinsend nahm er sein Handy in die Hand und bestellte zweimal Pizza Salami. Als Anschrift hinterließ er die Roderbeckstrasse 25, silberner BMW.