Beiträge von Elvira

    Carlos Marrone sah Don Marcello bittend an. „Bitte Don... ich kann ihn hier nicht korrekt untersuchen. Er stirbt, wenn er nicht in ein Krankenhaus kommt und die Kugel operativ entfernt wird.“, flehte der Doktor schon, der sonst nur die Wunden von Marcellos Männern behandeln musste. Doch der Don war uneinsichtig. „Hol die Kugel raus und verbinde ihn. Das wird für die Sache reichen, für die er bestimmt ist.“, forderte der Mafioso, doch der Arzt verschränkte seine Arme. „Nein... er muss richtig versorgt werden oder er ist dir nicht mehr nützlich genug.“ „Du wagst es, mir Widerworte zu geben?“, schrie der Don und zog seine Waffe, richtete sie auf den Arzt. „Wenn du mich tötest, hast du keinen Arzt mehr... überleg dir das.“, meinte Carlos, der scheinbar keine Angst vorm Sterben hatte. Semir nahm seine Umgebung nur noch sehr verschwommen wahr. Alles um ihn herum wurde durch die höllischen Schmerzen kontrolliert, die ihn beherrschten. Marcello sah auf Semir hinunter. „In der Nähe hier wohnt ein guter Freund von mir... er hat eine Tierarztpraxis... würde dir das reichen?“, fragte er. „Wenn du mir garantierst, dass er sich danach ausruhen darf... Ja, das würde reichen.“ „Gut... wie lange muss er ruhen?“, wollte Marcello dann wissen. „Etwa drei Tage. Solange sollte die Wunde zugewachsen sein.“ „Er bekommt zwei .... mehr nicht. Danach ist er und sein italienischer Kollege hier fällig.“, fauchte Marcello. Alessandro wandte sich im Griff von Toni hin und her. „Sie glauben doch nicht, dass er den Mann in Ruhe lässt, oder?“, schrie er den Doktor an. „Er wird sie genauso umbringen, wie er es mit uns beiden vorhat ... wie er es mit so vielen schon getan hat.“ „Schweig Bulle.“, schrie Marcello und schlug Alessandro mit einem Kinnhaken bewusstlos. „Bring ihn in das Zimmer von Gerkhan.“, wies er Toni an. Dieser nickte und schleifte den bewusstlosen Körper nach oben. „Und du machst dich besser mit deinem Patienten auf den Weg.“, zischte er Marrone an.

    Semir spürte wie er hochgehoben wurde und stieß einen heiseren Schrei aus. „Verdammt seid etwas vorsichtiger!“, hörte er den Arzt fauchen. Kurz darauf saß er im Wagen. „Signore Gerkhan… ich werde Ihnen was gegen die Schmerzen geben. Ich muss Sie operieren. Sie würden sonst sterben.“, erklärte der Arzt und setzte sie Spritze. Semir antwortete nicht. Er war einfach nur müde. „Wissen Sie Ihre Blutgruppe?“, hörte er den Arzt fragen. „Null…negativ…“, gab er leise von sich. „Okay… ich habe noch einige Konserven in meiner Praxis. Die lasse ich holen, denn Sie werden sie brauchen. Nur keine Sorge… Sie sind nicht der erste den ich operiere. Sie dürfen nur nicht aufgeben….“, sprach der Mann weiter. Semir hatte die Augen geschlossen. Er fühlte sich unendlich schwach. Dann schien die Fahrt vorbei zu sein. Wieder wurde er aus dem Wagen gezerrt. Laufen konnte er nicht mehr. Von der Umgebung nahm er nichts wahr. Wenig später lag er auf einem kalten Tisch. „Okay… da es hier keine Schwestern gibt wirst du mir assistieren, Paolo..“, befahl der Arzt. Der Angesprochene nickte nur grunzend. Dann bekam Semir die Narkose und schlief ein. Er wünschte sich nicht wieder zu erwachen, denn wenn dann würde er wieder bei Don Marcello sein und seinen perfiden Spielchen ausgeliefert.

    „Hört mal… ich weiß dass es nicht einfach ist, aber…ich kann bei Marcello in die Villa.“, erklärte Nico. Ben und Paulas Kopf ruckten zu ihm. „Bist du wahnsinnig? Genau das will der Kerl doch! Nico… das kommt überhaupt nicht in Frage!!“, widersprach Ben. „Ben… ich habe genug… ich will nicht das Semir wegen mir stirbt. Genauso wenig der Commissario. Ich weiß genau was ich mache. Paula… kann deine Familie nicht auch helfen?“, wollte Nico wissen. Paula sah ihn an. „Ich weiß nicht… ich meine es würde in einem Krieg ausarten. Meine Familie ist nicht wie der Rest der Mafia. Sie ist sanfter, aber sie ist trotzdem ihrer angehörig. Ich habe bisher nicht gewagt zu fragen. Meinst du, wenn du in der Villa wärest würde es anders werden?“, wollte sie wissen. „Ich weiß es nicht wirklich, aber ich denke ja… du uns Semir könnten nach Deutschland fahren. Ich bin bereit mich in die Hände meiner Familie zu geben…ich werde nicht zulassen, das jemand wegen mir stirbt.“, sagte Nico leise. „Was ist denn mit dir? Du willst doch eigentlich auch nach Deutschland zurück. Ich meine…“, fing Ben an. „Ich stehe derzeit ganz weit unten. Semir ist wichtig. Wir wissen doch gar nicht wie schwer er verletzt ist. Aber ich weiß sehr genau, dass er sterben wird wenn ich nicht zurück gehe. Ben… ich werde euch genügend Zeit verschaffen, dass ihr abfliegen könnt. Ich bin stolz dein Freund zu sein.“, kam fest entschlossen von Nico.

    Lol...die Gebrauchsanweisung kenne ich.... Tja Männer und Technik....nun ja.. den Rest spar ich mir mal...es soll ja auch welche geben die sich damit auskennen. Es fing ja wieder actionreich an. Verfolgung, Überschlag und Tot.....und natürlich wieder ein Dienstwagen Schrottreif....

    Es war aber schön mal wieder was von Jochen zu hören. Allerdings dachte ich immer, oder so hatte ich es in Erinnerung, das Jochen nie Polizist werden wollte. Er wollte sich doch immer von seinem Vater absetzen. Hmmm irgendwie haben die Beiden es ja mit den Vierbeinern was....der Rottweiler war doch süß....

    und die flotte Tanznummer von Ben in der Transebar....ist auch nicht schlecht gewesen. Lol die Asikarre gefiel mir ….also ohne Puppe war sie ja net schlecht und die Verfolgung die keine war...auch supi.....

    Die Krüger war mir zwar schon immer sympathisch, aber heute noch mehr.....für Bonrath vergisst sie sogar die Vorschriften....und die Legalität...

    Als Dieter so dachte ich jedenfalls tot war, und Semir völlig verzweifelt ihm die Rippen brach...das war so ergreifend.... absolut klasse. Schade das nächste Woche schon wieder alles vorbei ist und wir lange warten müssen. Aber bisher finde ich hatte die Staffel es mal wieder in sich.

    Bin mal gespannt was die Quoten sagen und wie die letzte Folge wird. Freu mich schon drauf.

    Du hast die Möglichkeit dich in der Komparsenkartei des offiziellen Fanclubs eintragen zu lassen. Das entsprechende Formular findest du hier:

    https://www.cobra11-fanclub.de/downloads/Komparsenkartei.pdf

    Fülle es aus, füge die Bilder (müssen nicht vom Fotografen sein), und dann ab an die Adresse die dort angegeben ist. Dann brauchst du auch nur noch sehr sehr sehr viel Geduld. :D

    Eine kleine Bitte....achte etwas auf die Rechtschreibung...macht das Lesen einfacher ^^

    Alessandro und Sergente Pollidoro saßen in ihrem Fahrzeug, etwas abseits von Don Marcellos Anwesen und beobachteten das Gelände. „Wie geht es eigentlich ihrer Familie, Commissario?“, wollte der Spitzel wissen. Alessandro sah ihn mit leicht bösen Blicken an. „Warum wollen sie das wissen, Pollidoro? Wollen sie dafür Geld bei Don Marcello rausschlagen?“, fauchte er. Der Sergente sah ihn entsetzt an. „Was... ich ... wie...“, stotterte er. „Ich weiß, dass sie für die Mafia arbeiten, mein Lieber. Leider gilt es immer noch so vor Gericht, dass ich es beweisen muss. Gnade ihnen Gott, wenn ich eines Tages ihren Namen irgendwo finden sollte... und wer hat damals eigentlich meinen Partner an die Mafia verraten?“, fragte Alessandro und ließ seine Hand zur Waffe gleiten.

    Plötzlich durchbrachen Schüsse die Aufmerksamkeit der Beiden und sofort waren ihre Blicke auf die Mauer gerichtet. Alessandro nahm ein Fernglas in die Hand und sah zur nicht allzu weit entfernten Mauer hinüber. Da... zwei Paar Hände, die sich an den Steinen empor zogen. „Semir..“, stieß er aus, doch im nächsten Moment wieder Schüsse und er sah, wie sich dessen Augen weiteten und er getroffen von der Mauer glitt. „Verdammt... jetzt reicht es.“, schrie Alessandro und wollte zum Funk greifen, als Pollidoro ihm seine eigene Waffe in die Seite drückte. „Finger weg.“, stieß er aus und zog mit einem Griff die Waffe aus Alessandros Gürtelhalfter. „Was soll das? Spinnst du jetzt vollkommen?“, schrie ihn Alessandro an, doch Pollidoros Gesicht änderte sich nicht. „Du hast recht... ja, ich arbeite für die Mafia und genau dahin werde ich dich jetzt bringen. Vorwärts... langsam aussteigen und keine Dummheiten. Denk an deine Familie.“, höhnte der Polizist.

    Semir lag im Gras und krümmte sich vor Schmerzen. Eine Kugel hatte ihn genau im Bauchbereich erwischt. Der Don und seine Leute waren sofort bei ihm. „So, sie wollten also nicht mehr länger mein Gast sein, was? Sie sind ziemlich halsstarrig. Für solche Leute habe ich ein sehr gutes Mittel... los, bringt ihn in den Keller.“, wies der Don an und sah dann, dass durch das Tor noch zwei Männer kamen, einer mit einer Waffe auf den anderen zielend. Semir schrie auf, als die Männer ihn hoch zerrten. Mit schleppenden Schritten und eine Hand auf die Wunde gepresst ging es zurück ins Haus. Als der Don die Wunde sah lächelte er leicht. „Das ist Arbeit für Carlos… Marco… du rufst ihn an. Er soll alles mitbringen, damit unser Freund hier nicht krepiert. Zumindest nicht so schnell…“, gab er bekannt. Die Gruppe ging in den Keller. Brutal ließen die Männer Semir auf den Boden fallen und dieser krümmte sich sofort. Die Wunde brannte und Semir hatte binnen Sekunden die Hand voller Blut. Don Marcello kniete sich neben ihn und zog seinen Kopf hoch. „Weißt du… ich mag dich eigentlich und deswegen kommt Carlos auch um dich zu verarzten. Aber vorher wirst du noch so richtig Probleme bekommen…“, drohte er.

    Alessandro tat was sein vermeintlicher Kollege wollte. Er hob die Hände als er vor dem Wagen stand. „Überlege es doch bitte. Don Marcello hat so viele Menschen auf dem Gewissen. Er entführt Menschen, erpresst, droht…“, zählte Alessandro auf und hoffte das Pollidoro einlenkte. Doch dieser lachte nur. „Ich habe keine Lust, bis zum Rentenalter zu arbeiten... Ich werde mich vorher absetzen…“, meinte er. „Du wirst sterben… meinst du wirklich der Don wird dich dafür noch länger bezahlen?“, fauchte Alessandro. „Geh!!“, befahl Pollidoro. Alessandro ging auf die Villa zu. Er wusste genau, dass er so eine Chance hatte Semir zu helfen. Zu zweit hatten sie eine Chance. Noch wusste er nicht, das Semir die Hölle durchmachte, während er hier mit seinem Exkollegen auf die Villa zuging. Am Tor wurden sie kurz aufgehalten. Doch es dauerte nicht lange und sie gingen auf das Haus zu. Wenige Schritte vor dem Haus hörte Alessandro Schreie. Entsetzt sah er Pollidoro an. „Hörst du das? Das ist Semir!!“, stieß er aus.

    Alessandro kam aus dem Büro und sah beide mit einer niedergeschlagenen Miene an. „Was ist los?“, fragte Nico dann. „Ich .... ich muss euch zu Paula bringen. Sie wird mit euch aus Rom wegfahren, solange, bis wir mit der Überwachung einige Erfolge erzielen können und wissen, was Marcello vorhat.“, erklärte der Commissario. Sofort sprang Ben auf. „Ihr wollt mich deportieren?“, fragte er laut. „Bitte... Ben... es ist zu deiner eigenen Sicherheit.“, erwiderte Alessandro. „Von wegen... ich werde hier nicht weggehen, ehe ich nicht Semir habe. Und wenn ihr mich hier raustragen müsst.“, schrie Ben herum und konnte sich kaum beruhigen. Die anderen Polizisten sahen ihn schon mit bösen Blicken an. Nico versuchte ihn zu beruhigen, doch das half auch nichts.

    Marcello legte zufrieden den Hörer beiseite. „Bene... molto bene. Das wird ein leichtes sein. Wissen sie, wir werden ihren Kollegen und Nico bald wiedersehen. Ich lasse sie herbringen.”, meinte er dann und sah, wie Semirs angsterfüllte Augen ihn ansahen. „Ja... du hast richtig gehört. Ich weiß, wo sie sind. Es war sehr töricht von euch, sich mit uns hier auf unserem Grund und Boden anzulegen.“ „Geben sie einfach Nico frei... und dann sind wir schon wieder weg.“, erwiderte Semir böse. Wieder packte ihn Toni im Nacken. „Ich habe gesagt, du sollst nicht reden.“, fauchte Marcello. „Los, bring ihn in sein Zimmer und dann macht den Wagen fertig. Ich werde mir Nico persönlich zurückholen.“, wies er an. Semir wurde unsanft aus seinem Stuhl gezogen, die Treppen hinauf gezerrt und wieder in das Zimmer gesperrt, doch dieses Mal hämmerte er gegen die Tür und trat dagegen. Diese Gangster wollten sich Ben und Nico krallen und die beiden ahnten bestimmt nichts von der drohenden Gefahr. Er musste versuchen zu fliehen. Doch wie? Dann fiel sein nachdenklicher Blick auf sein Bettzeug und das Fenster. „Verdammt…“, fauchte Semir wütend. Das Gitter würde er vermutlich nicht lösen können, dachte er bei sich. Dennoch ging er zu dem Fenster und nun öffnete das Fenster. Das Gitter schien völlig in Takt zu sein. Er rüttelte daran. Es saß bombenfest. Es wäre der einzige Fluchtweg gewesen, was er hätte. Oder aber die Tür….was wenn er den Nächsten, der reinkommt, überrumpelt und dann abhaut? Er musste Ben irgendwie warnen. Aber wie? Seine Gedanken kreisten um das, was Marcello gesagt hatte. Wenn er Ben und Nico bekommt, dann waren die Tage gezählt. Er musste hier raus! Nun wollte er einen Trick versuchen, der in Fernsehfilmen immer klappte. Auch wenn er nicht damit rechnete, das die Männer von Marcello so dumm wären. Semir nahm das Bettzeug und stopfte es durch das Gitter. Einen Teil machte er direkt daran fest. Dann hörte er den Schlüssel. Sofort verschwand er auf die Seite der Tür wo man ihn nicht direkt bemerkte. Wenn es ein Film wäre, würde derjenige der reinkommt, denken, dass er trotz des Gitters abgehauen war. Semir bat inständig um Beistand, das es funktionierte.

    Ben sah Paula an. „Ich lasse mich nicht einfach wegbringen.. Paula bitte hilf mir… Alessandro hat doch gesagt, dass du auch Angehörige der Mafia hast und Marcello dich deshalb auch in Ruhe lassen. Bitte… hilf mir…Bitte…“, flehte Ben. Paula lächelte leicht. „Ben… normalerweise bin ich nicht so ängstlich, aber hier habe ich wirklich Angst... um dich… Verdammt noch mal… wie soll ich denn über meinen Schatten springen können? Marcello wird dich umbringen, wenn ich dich in Rom frei laufen lasse.“, kam nachdenklich von ihr. „Was ist denn mit deiner Familie? Ich meine….“, ging es bei Ben weiter. „Ben.. was meinst du wohin wir gerade fahren?“, lachte Paula. Ben sah sie an. „Häää?“ machte er nur. „Wir haben einen Schatten…“, murmelte Paula als sie in den Spiegel sah. Ben und auch Nico drehten sich um. „Verdammt….die wollen uns auch einsacken…was machen wir?“, harkte Nico ängstlich nach. „Nur keine Sorge… die kommen höchstens noch fünf Kilometer weit.“, lachte Paula. Ben und Nico sahen sich an. Sie verstanden nichts mehr. Paula holte ihr Handy raus und sprach italienisch. Ben verstand wieder nichts, doch bei Nico sah er ein breites Grinsen auf dem Gesicht. „Was ist?“, wollte er wissen. „Das wirst du gleich sehen…“, kam nur von ihm. Dann schlug er Paula leicht auf die Schulter. „Das war sehr gut….du bist genial…“, lobte er sie.

    Marcello und Luciano fuhren die Auffahrt ihrer Villa hinauf und brachten den Transporter zum Stehen. Sofort waren einige der anderen Mitglieder der Mafiafamilie bei ihnen. „Schnell... ruft Doktor Marrone an... Luciano ist angeschossen worden.“, wies der Don an und stützte seinen verwundeten Mann. „Was sollen wir mit dem da machen?“, fragte Felipe, als er Semir auf der Ladefläche entdeckte. „Bringt ihn vorerst in sein Zimmer zurück... ich kümmere mich später um ihn.“, wies der Don an. Unsanft wurde Semir von den Fesseln, aber nicht vom Klebeband, befreit und in sein Zimmer gebracht. Als sich die Tür hinter ihm schloss, ließ er sich fallen und zog vorsichtig das Klebeband vom Mund. Erst jetzt konnte er richtig realisieren, dass er dem Tode von der Schippe gesprungen war. Doch noch immer war er in der Gewalt dieser Gangster. Leise schloss er seine Augen und merkte, wie ihm die Tränen langsam die Wangen hinunterkullerten und sein Shirt benetzten. Sollte er jemals wieder das Lachen seiner Tochter hören?


    Kapitel 5
    Gegen die Zeit

    Carlos Marrone verband den verwundeten Luciano. Dieser schrie auf, als das mit Jod getränkte Wattebäuschchen auf die Wunde getupft wurde. „Halt still... es ist ja gleich vorbei.“, meinte Carlos. „Dieser verdammte Bulle, wenn ich den in die Finger bekomme...“, stieß Luciano aus, als er sich vor Schmerzen krümmte. „Nein, das wirst du nicht.“, fauchte der Don und sah dann seinem Freund, dem Arzt, bei der Arbeit zu. „Wir werden denen noch einmal eine Chance geben. Ich habe mir auch schon was ausgedacht...“, lachte der Don und sah, wie Luciano ihn fragend ansah. „Was hast du vor?“, wollte er wissen. „Ganz einfach... wir werden Signore Gerkhan erneut in den Transporter stecken und ihn in einer Seitenstraße von Rom positionieren... eine kleine Zeitschaltuhr wird gerade am Sprengsatz befestigt... wir werden diesen Signore Jäger mit dem Buch und Nico durch die halbe Stadt jagen, ihn immer verfolgen, bis er uns dann beides übergeben muss. So sollten wir die Polizei auf Trab halten können.“, erklärte er. „Und dann? Du willst sie doch nicht etwa laufen lassen?“, fragte Luciano und sah dann mit zufriedenen Blicken, wie der Don den Kopf schüttelte. „Oh nein... dieses Mal werden wir beide töten... wenn wir Nico haben, geben wir ihm Standort und Entschärfungscode durch... nur wird der Code gerade die Zeit nicht abschalten, sondern die Zündung in Gang setzen und nach drei Sekunden hat sich das Problem dieser beiden Deutschen in Staub aufgelöst.“, lachte er teuflisch.

    Luciano sah seinen Großvater an. „Wenn du mich noch einmal fragst woher ich meine Art habe, werde ich dich an dieses Gespräch erinnern.“, grinste er zufrieden. Dann quälte er sich hoch. „Was willst du tun?“, wollte Marcello wissen. „Ich werde unserem Gast mal eine kleine Unterhaltung gönnen…“, grollte Luciano. „Nein… er kann nichts dafür. Seine Freunde sind daran schuld. Lass uns essen und dann wirst du dich ausruhen.“, ermahnte Marcello ihn. „Großvater…. Er ist indirekt Schuld dass die Kerle mich angeschossen haben!“, begehrte Luciano auf. „Luci….ich sagte nein… er wird nicht angefasst. Sobald wir die nächste Übergabe planen, ist die Sache ausgestanden. Toni! Hol unseren Gast zum essen!“, befahl Marcello und der angesprochene verschwand. „Carlos? Wie sieht es aus?“, wollte er wissen. „Die Wunde ist nicht gefährlich, aber Luciano hat ziemlich viel Blut verloren. Er sollte die nächsten Tage im Bett bleiben.“, schlug der Arzt vor. „Das wird er auch…“, nickte Marcello und sah Luciano warnend an. „Du wirst tun, was Carlos sagt. Ich will dich nicht laufen sehen, klar?“, ermahnte er seinen Enkel. „Ja…..“, kam leise als Antwort.

    Was sagen wir denn zu der Folge....die Sprüche waren klasse..... die Action....joah...auch net schlecht..... aber die Geschichte...etwas platt. Das dieser Nico so hinterhältig ist, hätte ich, wenn ich nicht schon wusste worum es ging, nicht gedacht. Der sah doch recht harmlos aus. Aber da sieht man doch wieder...Stille Wasser sind tief.... und können manchmal auch gefährlich werden.

    Ja...und das Semir sich nicht das Lenkrad aus der Hand nimmt..hat man ja gesehen...lol.... und Kim hat doch nun wirklich gezeigt, dass man den Dienstwagen nicht immer schrotten muss...sie war ja nicht Schuld...... Frauen sind halt die besseren Autofahrer....

    Was ich allerdings gut fand ist, dass es wieder mehr Körpereinsatz der Helden gab...ist ja auch nicht schlecht anzusehen. Wie war das....“Du gehst hinten rum...“ kommt von Semir...Ben sieht ihn an und meint. „Ich hab keine Waffe....“ und Semir gibt nur den Ratschlag gut auf sich aufzupassen....also wirklich,.... wie nett....

    Das Ganze hätte ja verdammt übel ausgehen können für Ben. Die Wohnung ist zumindest hin....nun ja.... wer hat sich denn gesehen? Ich denke mal die Komparsen erinnern sich an den schönen Tag in Neuss....;) Und das Semir beim aufräumen nicht hilft, war doch wohl klar.. Ben hätte sich an Susanne und Kim richten sollen...die Mädels hätte sicher richtig gut aufgeräumt....


    Alles in Allem eine gute Unterhaltung ….

    hmmmm Pilze sind ja legger..aber ich will keine Fliegenpilze essen oder die Röhrlinge...nee....dann lieber echte Champgnons und Steinpilze....

    klasse...mal sehen was Semir da für Pilze gesammelt hat....und ob Ben sie als Giftig oder nicht giftig unterscheiden kann

    22.04.2010 "Codename Tiger"


    Ben und Semir werden zufällig Zeugen, einer dramatischen Entführung. Bei dem Opfer handelt es sich um eine Studentin. Die Cops müssen herausfinden, welches Interesse die Kidnapper an der jungen Frau haben, und stoßen dabei auf eine tödliche Bedrohung.

    Als die Studentin Jana Kress vor den Augen von Ben und Semir auf einem Rasthof entführt wird, beginnt für die beiden ein Wettlauf gegen die Zeit. Denn obwohl es Jana gelingt, mit der Autobahnpolizei Kontakt aufzunehmen, gibt es zunächst keinen Hinweis auf Täter und Motiv. Nur eins ist sicher: Die Entführer werden Jana töten, sobald sie haben, was sie wollen. Doch zunächst ist völlig unklar, was die Entführer von der mittellosen Musikstudentin wollen, dann stoßen Ben und Semir auf eine geheimnisvolle NATO-Operation, die vor 23 Jahren einen ungeheuerlichen Zwischenfall vertuschen sollte. Ein Zwischenfall, der jetzt droht, zur Katastrophe zu werden...

    Das ist dann auch schon die letzte Folge. Im Anschluss folgen Wiederholungen mit Gedeon Burkhard. Der Auftakt macht "Inkasso"

    Marcello sah zu Luciano, der mit Toni und Philipe etwas abseits stand und eine kleine Fernbedienung in der Hand hielt. „Los, gehen wir... aber eins ist klar... sobald wir Nico und das Buch haben, verschwinden wir von hier.“, befahl der Don. „Was ist mit den beiden Polizisten? Die können wir doch nicht so einfach laufen lassen?“, fragte Luciano, entsetzt über die Entscheidung des Familienoberhauptes. Dieser kam zu ihm und griff ihn hart in den Nacken. „Hör zu... wir wollen vor allem Nico und das wird die beiden Bullen mehr treffen, als wenn wir sie töten, ist das klar? Außerdem werden sie sowieso versuchen, ihn zu befreien. Sollte das passieren... überlasse ich beide dir.“, erklärte der Don. Luciano lächelte teuflisch. „Ich danke dir.“ Dann gingen die vier Männer in das karge, doch recht helle Mondlicht und bauten sich vor den Türen des Transporters auf. „Los... schick uns Nico mitsamt dem Buch her, Bulle.“, rief Marcello zu Ben hinüber und dieser sah seinen Freund nur kurz an. Nico legte ihm die Hand auf die Schulter. „Schon okay, Ben... wenn wir Semir damit retten können.“, meinte er ergeben. „Junge, ich hol dich da wieder raus. Versprochen.“, entgegnete Ben und hoffte, dass nichts schief ging, wenn hier gleich die Hölle losbrechen sollte.

    Nico nahm das Buch und ging vorsichtig los. Doch er kam nicht zu dem Wagen von Luciano und Marcello, die ihn erwarteten. Wenige Meter vor dem Wagen wurde Nico zu Boden gerissen und weggezerrt. Ben sah erstaunt zu und war nicht in der Lage einzuschreiten. Schüsse fielen. Er sprang in Deckung auch wenn scheinbar keiner der Schüsse ihm galt. Dennoch war es lebensgefährlich. Ben sah vorsichtig über einen Holzstamm, der ihm als Deckung diente. Er sah wie Luciano und Marcello zum Auto floh. Sie durften nicht entkommen, das war das einzige, was er wollte. Doch wie? Nico? Wo war Nico? Ben sah sich erschrocken um. Dann entdeckte er ihn in einer Traube von Männern die ihn abschirmten. Doch er sah noch etwas. Der Wagen in dem Semir saß stand in der Schusslinie, Ein Schuss würde reichen, um ihn zu atomisieren. „Hände hoch!! Ihr seid umstellt!!“, hörte er Alessandro schreien und sah, wie dieser die Waffe hob. Ben rannte zu ihm und auch Nico löste sich von der Traube der Männer. Die Schüsse hallten in ihren Ohren. „Ganz Toll!! Wirklich ganz toll! Siehst du den weißen Transporter? Da ist Semir drin!! Mit jeder Menge C4! Wenn die Idioten hier so rum ballern, dann kann ich nur beten, dass keine Kugel den Wagen trifft! Lass das Feuer einstellen!! Verdammt noch mal“, schrie Ben ihn an. Alessandro sah ihn entsetzt an. „FEUER EINSTELLEN!!“, schrie Alessandro auf Italienisch. Die Waffen verstummten langsam. Mit dem letzten Schuss erklang ein Schrei. „Das war Luciano!“, stieß Nico aus. „Was?“, wollte Ben wissen. „Der Schrei! Das war Luciano. Ich hoffe er ist tot!“, gab Nico bekannt. „Darauf würde ich nicht wetten… ich versuch zu Semir zu kommen. Der braucht mich nämlich!!“, fauchte Ben wütend und wollte gerade los, als er den Motor starten hörte. „NEIN!!“, fluchte er.

    Semir saß einfach nur an seinem Platz. Er spürte wie die Angst in ihm anstieg. Luciano und Marcello werden ihn sicher nicht laufen lassen. Weder ihn noch Ben. Noch einmal versuchte er sich wenigstens das Klebeband vom Mund zu ziehen, doch es klappte nicht. Semir schloss die Augen. Er konnte eh nicht sehen, was draußen geschah. Er hoffte einfach nur, dass es dann schnell vorbei war. Doch plötzlich hörte er Geschrei draußen. Er konnte nichts verstehen. Panik kam auf. Mit großem Entsetzen riss er an den Ketten die ihn an der Wand festhielten. Scheinbar war das SEK hier genauso unbeherrscht wie in Deutschland. Schüsse hallten und Semir zog sich zusammen. Wussten die Leute denn nicht, dass er hier auf Dynamit saß? „HALT!!! NEIN!!“, hörte er Ben schreien. „NICHT SCHIESSEN!!! Geisel!!“, hörte er Ben schreien, doch es nutzte gar nichts. Lautes Gebrüll erklang. Schüsse fielen und Semir zog sich automatisch zusammen. „Mmmmhhhhh….“, machte er obwohl die Chance, dass er gehört wurde, extrem gering war. Er wusste genau, eine Kugel würde ausreichen um den Wagen zum explodieren zu bringen.

    Der Alte stand auf seine Wiese und sah auf den kleinen Monitor. Er sah wie Semir die Augen aufschlug und zuckte zusammen, als eine Hand sich auf seine Schulter legte. „Na also mein Junge....du hast es geschafft...“ lächelte er leise. „Das war ein sehr guter Job....Eugen...“ lobte ihn Mahmut Gerkan. „Mahmut...dein Sohn ist genau wie du...stur und uneinsichtig.....absolut leichtsinnig und so verdammt nett..“ stöhnte der Alte. Mahmut lachte leise. „Ja...und er ist stark....er wird alles schaffen was er will und das ist etwas sehr wichtiges dort im Leben. Ich wünschte ich hätte mehr Zeit mit ihm verbringen können. Meine Enkelkinder in den Arm nehmen und....“ schwärmte Semirs Vater. „Hey.. du siehst doch, dass es ihnen gut geht...und das ist schön. Weißt du was mir Angst macht?“ wollte Eugen wissen Mahmut sah ihn an. Dabei kniff er die Augen zusammen, wie Semir es immer machte, wenn er neugierig war. „Ich weiß genau, dass Semir bald wieder auf der Straße sein wird und dann wird er wieder Unfälle bauen und ich ….verdammt ich brauche einen Schutzengel..“ stöhnte Eugen. Mahmut lachte leise. „Ich kann mich ja mal bewerben... als Schutzengel für einen Schutzengel“ grinste er.

    Die Tage vergingen und Semir erholte sich immer mehr. Nach gut drei Wochen Klinikaufenthalt wurde er entlassen. Andrea holte ihn ab und Kim Krüger beförderte ihn direkt in Urlaub. „ich will Sie erst in zwei Wochen wieder sehen. Zuhause werden Sie derzeit mehr gebraucht...“ lächelte sie. Semir war damit einverstanden. Als er seinen Sohn und Ayda in den Armen hielt war er überglücklich. „ich will nie wieder, dass ihr in Gefahr gerät..Nie wieder....“ versprach er. Andrea nahm ihm Sebastian ab. „Schon gut... es ist ja nicht viel passiert. Schlimm nur, dass Jan so gearbeitet hat. Ich hätte nie gedacht, dass er so einfach über dein Leben entscheidet...“ kam mit Unmut von Andrea. „Jan wird seine Gründe haben. Aber ich werde ihn zur Rede stellen, glaub mir....ich lasse mich nicht gern vor den Karren spannen.“ drohte Semir. Es klingelte an der Tür. „ich geh hin..“ bestimmte Semir und öffnete die Tür. Er sah in das Gesicht von Jan Richter. „Semir...ich....ich wollte mich entschuldigen...“ erklärte der Expartner. Semir sah ihn an und winkte ihn rein. Jan betrat das Haus. „Hör mal...ich....weiß dass es nicht okay war...aber...es war...“ fing er direkt an. „Jan...bevor du etwas sagst, ich weiß dass ich mein Leben dem Staat verschrieben habe, aber...ich wollte ganz sicher nicht ohne Wissen verplant werden. Wir kennen uns lange genug um miteinander zu sprechen. Ich hatte Todesängste um meine Familie... Wenn sich jemand anderer als dein Mann daran versucht hätte, dann hätte ich alle verloren. Andrea und die Kinder...wie hättest du es erklärt? Als Lateralschaden?“ wollte Semir wissen. „Nein..ich weiß dass es falsch gewesen ist... aber ich hatte keine andere Wahl. Hampe war auf Jäger fixiert und...“ versuchte Jan erneut. „Was willst du hier?“ warf Andrea dazwischen als Jan ins Wohnzimmer kam. „Andrea..bitte.. ich regel das schon...“ bat Semir seine Frau. Sie nickte nur. „Ich gehe mit den Kindern in den Garten...“ erklärte sie und verschwand. „Setz dich...Jan...“ bot Semir an. „Semir... ich wollte mich für alles entschuldigen. Es ist ausgeartet ja...ich dachte nie, dass sie so brutal vorgehen werden. Ich weiß wenn Max nicht gewesen wäre, dann wären alle tot... glaub mir...das wäre das letzte gewesen, was ich wollte...ich habe leider keine Zeit... ich muss gleich nach München fliegen und bin quasi auf den Weg zum Flughafen...Ich hoffe sehr,dass du meine Entschuldigung annimmst und wir Freunde bleiben..“ bat Jan, er wandte sich zur Tür und wollte gehen. „Hey... ist okay... wir sollten uns wenn du zurück kommst mal intensiver unterhalten...bei einem Bier zum Beispiel..“ lächelte Semir. Jan reichte ihm die Hand. Semir ergriff sie und drückte sie fest. „Bis dann mein Freund..“ lächelte er. Jan nickte und verschwand.


    Ende......

    „ich soll also zurück gehen?“ wollte Semir wissen. Er war sich immer noch nicht sicher, das Andrea und die Kinder lebten. „Ja....natürlich hat mein Wunsch auch einen persönlichen Vorteil... ich werde nicht Arbeitslos...“ grinste der Alte. Semir lachte leise. Doch dann spürte er etwas ziehendes an sich. „Was ist das?“ fragte er. „Was denn?“ wollte der Alte wissen. „Ich spüre Schmerzen...irgendwas stimmt nicht...es tut weh...“ Semir zog sich zusammen. „Nun...wenn du Schmerzen spürst ist das gut....dann zeigt es dir, dass du lebst...“ grinste der Alte. „Aber ich will nicht....ich will zu meiner Familie...“ kam von Semir der sich immer mehr krümmte. Er fühlte hin, wo der Schmerz war und als er die Hand zurück zog, war Blut daran. Der Alte stand auf. „Na dann komm...hörst du eigentlich die Stimme?“ wollte er wissen. Semir sah ihn an. „Welche Stimme?“ fragte er, denn er konnte nichts hören. „Hör genau hin..sie ruft dich....sie ruft dich....hörst du sie...das ist die kleine Ayda....sie ruft nach dir...antworte ihr...“ lächelte der Mann. Semir horchte und tatsächlich vernahm er die Stimme seiner Tochter. „Papa...bitte...ich will mit dir spielen....ich hab dich lieb...kommt mach die Augen auf...bitte...Papa...nicht schlafen....“ kam weinerlich. „Ayda? Aber... wie ...wie ist das möglich...?“ fragte Semir mit tränenerstickter Stimme. „Weil sie leben...antworte ihr doch...sag ihr, dass du sie lieb hast...“ versuchte der Mann ihn anzuregen. „Aber wie? Ich bin hier...und...ich...sie wird mich nicht hören...“ klagte Semir weiter. „Dann entscheide dich,welchen Weg du gehen willst.... links ins Leben zurück und rechts endet alles... Aber du musst die Entscheidung allein treffen... ich kann dir dabei nicht helfen. Es würde mich jedenfalls freuen, wenn du mich nicht arbeitslos machst...“ lächelte der Mann. Semir stand auf. Die Schmerzen die er eben noch hatte waren verflogen. „Wo willst du nun hin?“ fragte sein Schutzengel. „Ich gehe ins Leben...“ bestimmte Semir und ging die Straße nach links. Der Alte nickte zufrieden. „wieder ein Leben gerettet...“ sagte er zufrieden und ging auf die große Wiese zurück.

    „Papa...bitte....nicht schlafen....Ayda will spielen....“ gab die Vierjährige von sich. Dann sah sie ihre Mutter an. „Papa will nur schlafen...“ kam traurig von ihr. Sie verstand nicht, warum ihr Vater die Augen nicht aufmachte. „Ich weiß...mein Schatz...aber er muss wach werden...versuch es noch einmal...gib ihm einen Kuss...“ schlug Andrea vor und streichelte dem Mädchen über die Haare. Ayda beugte sich über ihren Vater und küsste ihn auf dem Mund. In diesem Augenblick gingen die Augen leicht flackernd auf. „Ayda....“ kam leise. Andrea weinte vor Freude und auch Ben, der neben dem Bett stand konnte es nicht glauben. Er ließ den Tränen freien Lauf und lächelte Andrea erleichtert an. „Papa...da bist du ja...“ strahlte das Mädchen. „Ayda...“ wiederholte Semir leise und drehte seinen Kopf. „Andrea....?“ fragte er. „Ja...ich bin hier...ich bin hier....ich lebe....oh Gott danke...danke...danke...“ weinte Andrea nur und lehnte ihren Kopf gegen die Schulter ihres Mannes. „Ich bin froh...das ihr noch lebt...“ weinte nun auch Semir, der immer wacher wurde. Dr. Tapel kam herein und lächelte. „Na...das ist doch die beste Medizin. Kinder können Wunder bewirken...schön dass Sie sich entschlossen haben, wieder unter den Lebenden zu weilen....wir werden gleich die Funktionen überprüfen, wenn Sie sich beruhigt haben...“ meinte er nur und verschwand wieder. „Hey Kumpel.... hast dir verdammt viel Zeit gelassen...“ meinte Ben nun. „Ben...was...ist passiert...?“ wollte Semir wissen. „Wir haben sie alle verhaftet...Kohlhoff wurde erschossen von Hampe...aber ansonsten ist alles beim Alten. Dein alter Partner Jan Richter war für diese Scheiße verantwortlich... du hättest die Krüger mal sehen sollen, wie sie den zusammen gefaltet hat. Aber genug von der Arbeit. Erhol dich... ich bin ganz schön müde....die Tage hier an deinem Bett..waren alles andere als Erholsam...“ lächelte Ben und griff nach Semirs Hand. Er drückte sie leicht und Semir erwiderte den Druck.

    Marcello und Luciano bereiteten alles für die Übergabe vor. „Los... hol unseren Gast. Wir werden ihn jetzt mit uns nehmen.“, meinte der Don. „Wollen wir ihn wirklich gegen das Buch und Nico eintauschen?“, fragte Luciano. „Ich meine, er wäre doch eine gute Garantie für die Zukunft.“ „Mein lieber Enkel... man muss sich auch von seinem Gast trennen können. Los, hol ihn runter.“, wies Marcello mit Nachdruck an. Sofort machte sich Luciano auf dem Weg und stieg die Treppe hinauf.

    Semir hörte den Schlüssel im Schloss drehen und setzte sich auf. Noch ehe er es richtig realisieren konnte, wurde er am Arm gepackt und die Stufen nach unten geführt. „So Signore... wir werden jetzt eine kleine Sightseeing-Tour machen.“, lachte Marcello und ließ Semir in seine große Limousine bringen. Die Nacht war dunkel, aber nicht völlig undurchsichtig. So konnte er sehen, dass es Richtung Stadt ging, aber leider wurden ihm vor den ersten Straßenzügen die Augen verbunden. „Was soll das?“, fragte er, aber ihm wurde nicht geantwortet. Es gelang ihm nur schwer seine Angst zu verbergen, denn er fragte sich, was nun mit ihm geschah? Immerhin war es fast 21 Uhr. „Na... hast du Angst?“, verhöhnte Luciano ihn. Semir antwortete nicht. „Lass ihn! Er denkt angestrengt nach. Man kann es richtig hören. Luciano.... ich hoffe sehr, dass diese Übergabe funktioniert. Wenn nicht, dann wirst du es weitermachen, ist das klar?“, kam fordernd von Marcello. „Ja sicher Don.... nur keine Angst... es wird funktionieren. Die Leute werden sicher keinen Versuch unternehmen, um uns eine Falle zu stellen. Dafür wird unser deutscher Freund auch sorgen.“, meinte Luciano siegessicher. Und Semir ahnte schon, dass es vermutlich für ihn eine Höllenfahrt werden würde.

    Nach zwei Stunden Fahrt rollte der Wagen aus. Semir wurde raus gezogen ohne das ihm die Augenbinde abgenommen wurde. „So mein Freund... nun kommt dein großer Auftritt.“, lachte Luciano und zog ihm die Augenbinde runter. „Willkommen im Forum Romanum. Es ist eine große Ehre für dich, denn nun wird es auch in deine Geschichte eingehen. Als Ort, an dem du stirbst...“, erklärte er mit stolzen Worten. Dann stieß er Semir auf einen weißen Transporter zu und öffnete die Laderaumtür. Semir zuckte zusammen als er die roten Dynamitstangen sah. Er sah Luciano an. „Einsteigen!“, befahl er lediglich. Semir tat es zögerlich. An der Wand waren zwei Ketten angebracht die mit Handschellen versehen waren. „Setz dich!!“ kam der nächste Befehl. „Was soll das?“, wollte Semir wissen, während er dem Befehl nachkam. „Nun du hast sicher schon gesehen, was wir an diesen Wänden angebracht haben oder? Es ist ganz einfach. Du wirst hier die Übergabe abwarten. Sollte dein Freund etwas unternehmen, dann fliegst... du ein letztes Mal. Wenn nicht, dann darf er dich raus holen so einfach ist es. Ich halte die Fernbedienung in der Hand. Wagt er es vor der Übergabe etwas zu tun, dann drücke ich den berühmten roten Knopf. So einfach ist es. Aber ich will nicht, dass du ihm irgendwas sagen kannst, also.... werde ich dich knebeln.“, erklärte Luciano seinen perfiden Plan. „Also setz dich hin!“, wiederholte er den Befehl. Semir sah ihn an. Er musste etwas unternehmen. Er konnte nicht zulassen, das Ben in die Falle lief, denn selbst wenn die Übergabe funktionieren sollte, Luciano und Marcello werden weder ihn noch Ben laufen lassen können.

    Nur kurz war die Überlegung und dann ging er in den Angriff über. Luciano war allein und Semir nutzte die Gunst der Stunde. Er rammte seinem Feind den Ellbogen in den Magen und sprang aus dem Auto. Er rollte sich über den Boden ab und rannte in Richtung Hecke, die diesen Platz säumte. Doch er kam nur wenige Meter weit, denn plötzlich schlugen Kugeln dicht vor ihm ein. Semir duckte sich. Als eine der Kugeln an seinem Kopf vorbei sirrte, wusste er dass er bereits verloren hatte. Nur wenig später wurde er von zwei Männern angesprungen und zu Boden gedrückt. Semir versuchte sich immer noch zu befreien, aber er ahnte genau dass die Chance zu entkommen vertan war. Mit auf dem Rücken gedrehten Armen wurde er zum Wagen gebracht. Luciano sah ihn wütend an. Dann schlug er mehrmals zu. Semir sah nach wenigen Minuten nur noch die Schwärze der Bewusstlosigkeit auf sich zukommen. Doch die dauerte nicht lang. Als er die Augen wieder aufschlug war er an der Wageninnenwand angekettet. Ein Klebeband verhinderte jeden Hilferuf. Er sah Luciano an, der sich vor ihm aufgebaut hatte. „Das war ein sehr schwerer Fehler.“, stieß er wütend aus und drehte sich um. Anschließend verschloss er die Türen. Für Semir hörte sich das zuschlagen an, als würde sich sein Sarg schließen. Er zerrte an den Fesseln obwohl er genau wusste dass er hier ohne Hilfe nicht rauskommen konnte.

    Der nächste Morgen kam und Andrea brachte Ayda in den Kindergarten. „wo ist denn Papa?“ wollte die kleine Maus wissen. „Papa ist krank und im Krankenhaus....heute Nachmittag fahren wir beide hin, und dann gibst du ihm einen dicken Kuss ja...?“ versprach Andrea. „Okay....und dann kann Papa wieder mit mir spielen...“ lachte Ayda. Andrea nickte nur. „Ganz sicher...“ Ayda ging in die Gruppe und wenig später standen Andrea und Ben vor Susanne. „Klar nehme ich den Kleinen. Fahr du nur zu Semir...“ lächelte Susanne und kümmerte sich um Sebastian. Ben fuhr mit Andrea ins Krankenhaus. Sie hoffte das Semir aufgewacht war und sie endlich mit ihm sprechen konnte, doch sie wurde enttäuscht. „Herr Dr. Tapel...warum ist er nicht wach?“ wollte sie wissen. „Nach dem Herzstillstand gestern Nacht ist er ins Koma gefallen. Wir wissen nicht genau ob es der Auslöser war, aber....so wie es ausschaut hat sich Ihr Mann gegen das Leben entschieden. Wir können nicht viel tun außer abwarten...“ erklärte der Doc. Andrea fiel Ben in die Arme. „Nein...Ben...das geht nicht...er darf mich nicht allein lassen....er darf nicht einfach gehen...“ weinte sie herzzerreißend. Auch Ben war den Tränen nah. Wie sollte er Andrea trösten, wenn er selbst Angst davor hatte, das Semir sich einfach aus dem Leben schlich. „Hör zu...Andrea... wir müssen ihn überzeugen zu kämpfen... wir müssen mit ihm reden. Du weißt doch, dass er uns hört...wir müssen...es versuchen..komm..“ forderte er sie auf. Andrea nickte. Sie war zwar nicht überzeugt, aber sie wollte es versuchen. Gemeinsam betraten sie den Raum und sahen Semir an den Schläuchen angeschlossen im Bett liegen. „Semir....bitte....ich brauch dich doch...bitte....komm zu mir zurück...bitte...“ weinte Andrea so heftig, dass die Schwester Dr. Tapel holte. „Frau Gerkan...kommen Sie...beruhigen Sie sich....es ist besser wenn Sie sich etwas hinlegen...kommen Sie...“ bat er Andrea und gab ihr eine Beruhigungsspritze. Gemeinsam mit der Schwester brachte er Andrea ins Schwesternzimmer, wo eine Liege stand. „Sie legen sich hin....und ruhen sich aus.. Gleich geht es Ihnen besser...“ sprach er beruhigend auf sie ein.

    Ben setzte sich an Semirs Bett. „Du verdammter Idiot...mach die Augen auf...und vor allem die Ohren...deine Frau und deine Kinder leben! Hörst du...sie leben!!“ redete er auf ihn ein. Doch Semir regte sich nicht. Die Beatmungsmaschine machte ihre Arbeit und ließ die Brust von Semir sich heben und senken. „Semir....bitte...hör einmal auf mich... du wirst von Ayda vermisst. Weißt du was sie heute morgen gesagt hat? Sie will mit dir spielen....sie will dich knuddeln und sie will das du für sie da bist. Basti kann ja nicht reden, aber wenn er könnte, dann würde er vermutlich sagen...Alter...steh auf...und komm zu uns...also....tu was dein Sohn sagt....mach die Augen auf...!“ forderte Ben seinen Freund auf. Nichts passierte. „also gut... du willst nicht.... Ich hätte nie gedacht, das du dich wie ein Feigling aus dem Leben schleichst...aber gut...ich werde sicher keine Grabrede halten...“ knurrte Ben wütend. Er war verzweifelt. Was sollte er tun? Wie konnte er Semir ins Leben zurück holen? Was sollte er dafür machen? „Semir... wir können gern tauschen. Niemand würde um mich weinen, wenn ich gehe...also...bitte antworte mir...bitte.... ich muss jetzt gehen und mich um Andrea kümmern. Du weißt ja, dass es eigentlich dein Job ist oder? Aber gut...du hast ja vor faul im Bett zu liegen...gut...dann mache ich das solange du schläfst...aber glaub ja nicht, dass ich das immer mache....“ ermahnte Ben ihn. Von Semir kam keine Reaktion. Ben stand auf und verließ den Raum. Dr. Tapel kam ihn entgegen. „Herr Jäger....ich habe Frau Gerkan ins Schwesternzimmer gelegt. Sie wird sicher noch ein paar Minuten schlafen, aber der Zustand der Frau gefällt mir überhaupt nicht. Sie ist nervlich am Boden und ...“ erklärte der Arzt. „Ja sicher... ist sie das.. Ihr Mann kämpft nicht um sein Leben, weil er denkt dass sie tot sind. Ich hab es ihm zwar gesagt, aber....er hört es nicht...oder will es nicht hören... ich weiß es nicht.“ erklärte Ben. „Dann zeigen Sie es ihm...“ schlug der Arzt vor. Ben sah ihn erstaunt an. „Wie denn?“ wollte er sofort wissen. „In dem Sie ihm das präsentieren, was Sie ihm erzählt haben. Seine Kinder....sie werden sicher einen Zugang finden. Er ist derzeit stabil und es wäre ein Versuch wert...“ lächelte der Doc. „Danke...das ...das werde ich tun... heute Nachmittag...bin ich mit der Tochter hier...sie wird es schaffen...“ lachte Ben.