Semir sah auf als Ben endlich einstieg. „Man...na endlich....was brauchst du denn so lange... war Mercedes soooo fesselnd?“ begrüßte Semir ihn. „Ja...ich hab dich auch Lieb... sie heißt Carla...Carla Maria Mercedes de Cossa“ berichtigte Ben ihn. „und ja... sie ist fesselnd....sie ist einfach die wunderbarste Frau die ein Mann haben kann...“ hängte er an. „Nun aber Mercedes passt zu ihr....Mercedes und Ben fahren in Mercedes spazieren...oder Ben steckt in Mercedes...“ lachte Semir. Auch Ben musste lachen. „Also erstens heißt es im Mercedes....du hast doch sicher mal die deutsche Rechtschreibung gelernt oder? Und zweitens...wenn ich in Mercedes stecke, dann erzähle ich es dir sicher nicht...“ gab er lachend zurück. „Oh man... wir sind seit sechs Monaten zusammen. Das ist die schönste Zeit seit....“ Bens Mine verfinsterte sich. Semir sah ihn an. Er wusste dass Ben an Saskia Ehrbach dachte. Seine Exfreundin die vor einigen Jahren ermordet wurde. „Hey....alles klar?“ riss er Ben aus den Gedanken. „Ja...ich dachte nur gerade an Saskia....seit ihrem Tod konnte ich einfach nicht mehr glücklich sein und nun...Carla ist meine Traumfrau...sie ist so schön....wie ein Engel....und...ich könnte mir sogar vorstellen das Leben mit ihr zu verbringen...“ gab Ben leise zu verstehen. „Du hast ein schlechtes Gewissen gegenüber Saskia?“ harkte Semir nach. „Ja... nein....also ich weiß nicht so genau...meinst du...?“ wollte Ben wissen und sah seinen Partner an. „Ben...Saskia ist seit zwei Jahren tot.... sie würde sicher nicht wollen, dass du ihr ein Leben lang nachtrauerst....ich denke sie hätte Verständnis dafür.“ nickte Semir bestätigend. „und in Carla hast du ja einen perfekten Engel gefunden...und ich muss zugeben sie ist wirklich sehr schön...“ hängte er an. „Danke.....wenn ich daran denke wie alles angefangen hat.....und nun....ich will sie fragen ob sie mich heiraten will...“ kam von Ben. „Dann bin ich aber Trauzeuge und für die künftigen Kinder der Pate...soviel steht fest...“ lachte Semir. „Apropos....Anfang... du hast mir immer noch nicht erzählt, wie es angefangen hat...“ hängte er an. Ben lachte leise. „Ja... aus gutem Grund...ich will nicht dass du dich über mich amüsierst..“ meinte er nur. „Na komm.....wer hat angefangen? Du ? Oder hat sie dich angebaggert?“ wollte Semir wissen. Bisher konnte er Ben dieses Geheimnis nicht entlocken und auch Carla schwieg eisern. „Bitte...ich sage es auch keinem weiter....versprochen...“ bettelte Semir. „Ja sicher....das klappt nie...Semir du bist wie eine Klatschpresse...ein unbedachtes Wort und schon weiß die ganze PAST Bescheid.....“ lachte Ben. „Nun erzähl doch.....ich schwöre beim Leben meiner Kinder, dass ich es niemanden sage....“ versprach Semir weiter. Ben schloss die Augen. „Also gut...du Quälgeist.... alles fing schon im Flieger an... du weißt ja... sie ist Stewardess...“ erklärte Ben nun, damit Semir endlich Ruhe gab.
Sechs Monate zurück:
Semir brachte Ben zum Flughafen. „Du weißt schon, dass es gar nicht nett ist mich drei Wochen allein zu lassen oder? Ich muss Dienst mit Hotte oder Bonrath oder noch schlimmer...mit allen Beiden machen...“ maulte Semir und stellte den Koffer auf den Transportwagen. „Ha....hast du Rücksicht darauf genommen? Vor vier Wochen als du mit deiner Familie nach Schweden bist?“ lachte Ben. „Das war ja auch Urlaub...und außerdem kennst du Hotte.....er ist ein sehr angenehmer Beifahrer, wenn du Kasselruther Spatzenmusik liebst..“ grinste Semir zurück. „Hey.....das ist nichts Anderes als jetzt. Wenn du mit Dieter unterwegs bist, denk bitte an die Geschwindigkeit...du kennst ihn ja...“ kam von Ben zurück. Sie stichelten sich noch bis zum Schalter. „Ja aber....ich meine du könntest doch....“ versuchte Semir als Ben sein Flugticket in der Hand hielt. „Nichts da...so mein Flieger geht gleich. Versuch bitte nicht zu viele Autos in den drei Wochen zu schrotten okay?“ bat Ben und verschwand in der Menge der Reisenden. Semir sah ihm nach. „Ich hab dich auch ganz doll lieb...du Verräter...“ lachte er leise. Er winkte noch einmal kurz um dann das Flughafengelände zu verlassen. Sein Dienst fing in kürze an und das so wusste er genau, wird in den nächsten drei Wochen kein Zuckerschlecken werden. Während Ben seinen Flieger bestieg und von einer hübschen jungen Stewardess begrüßt wurde. „Guten Tag Herr Jäger... bitte folgen Sie mir zu Ihrem Platz...“ lächelte sie ihn an. Ben nickte und konnte keinen Blick von ihr lassen. Sie ging vor ihm her in die 1. Klasse. Fasziniert starrte er auf ihre langen Beine, die von einer feinen Strumpfhose bedeckt war. Die Beine waren sehr schön und verdammt lang. Doch auch der Rest war nicht von schlechten Eltern. „Spanien?“ fragte er. Die junge Frau drehte sich zu ihn um. „So hier sitzen Sie...wie meinen Sie?“ wollte sie wissen. „Sie sind Spanierin?“ wiederholte er seine Frage. „Nein Deutsche mit spanischer Abstimmung.“ gab sie zurück. Sie streckte ihm die Hand hin. Er ergriff sie und schüttelte sie leicht. Die Frau lächelte. „Ich würde gern das Ticket haben....“ lächelte sie ihn an. „Ja Entschuldigung...sicher.....“ kam von ihm. „Wenn Sie genug gestarrt haben, setzten Sie sich bitte und versuchen Sie an etwas anders zu denken...“ lächelte sie ihn an und verschwand. Ben sah ihr einfach nur nach. Die Haare gingen bis zur Hüfte und wurden von einer Spange gehalten. Sie waren schwarz wie ihre Augen. Als sie ihn ansah, hatte er das Gefühl zu brennen. Es dauerte nicht lang und die Schönheit kam erneut zu ihm. „Darf ich was zu Trinken bringen?“ lächelte sie ihn an. „Ja...ein Wasser bitte...“ nickte Ben. Wieder hatte er das Gefühl auf einem Vulkan zu stehen und die Lava floss unter seinen Füssen. „Ich bin übrigens Carla Maria Mercedes de Cossa.....und für die 1. Klasse zuständig. Haben Sie sonst noch irgendwelche Wünsche?“ wollte sie freundlich wissen. Ben nickte doch er sagte nichts. Carla Maria Mercedes...der Name hallte in seinem Kopf. „Herr Jäger?“ riss ihre Stimme ihn aus den Gedanken. „Ja...? Was?“ fragte er irritiert nach. „Ob Sie noch einen Wunsch haben....?“ wiederholte sie. „Ihre Handynummer..!“ nickte Ben. „Wie bitte?“ lachte Carla Maria Mercedes. „Entschuldigung...ich wünschte ich hätte Ihre Handynummer..“ wiederholte Ben leicht grinsend. „Ja....das kann ich mir vorstellen....aber da müssen Sie sich bitte hinten anstellen...ich glaube das ist Nr. 5694...“ gab sie zurück und ging in die Kabine zurück, die für das Flugpersonal gedacht war. Ben lächelte leicht und nickte. Das war mehr als deutlich.