Beiträge von Elvira

    Auf der Notfallstation im Krankenhaus von Lyon, welches dem Absturzort am günstigsten lag, entstand Hektik als die Überlegenden eintrafen. Die Ärzte rannten sich gegenseitig über den Weg und ließen die Patienten in die räume bringen. Die Toten wurden in einer Kapelle aufgebahrt wo sie identifiziert werden sollten. Dies gestaltete sich allerdings schwierig, weil die Toten bis zur Unkenntlichkeit verbrannt waren und auch keine Papiere sicher zu stellen war. Die Koffer die den Absturz heil überstanden hatten, fielen dem Feuer zum Opfer. Nun hieß es möglichst bald die Passagierliste der Fluggesellschaft zu bekommen, um die Personen zu bestimmen. Von den Überlebenden wurden 49 Personen direkt identifiziert. Diese hatten den Absturz mit Verletzungen überstanden die nicht gefährlich waren und wo die Patienten nicht im Koma lagen. Die Drei anderen waren schwerst verletzt und lagen im Koma. Monique de Lun´c von der Flugsicherheit in Paris traf eine halbe Stunde nach dem Eintreffen der Überlebenden ein. Sie suchte einen der Ärzte auf um zu erfahren wie es um die Verletzten stand. „Madame...es ist nicht so, dass wir hier nichts tun würden. Aber gut...einen kurzen Einblick kann ich Ihnen geben. 49 Personen sind notdürftig versorgt worden. Die Verletzungen sind nicht lebensbedrohend aber auch nicht harmlos. Einige werden sicher eine Weile hier liegen. Eine der Überlebenden schwebt in Lebensgefahr, bzw. liegt im Koma. Hier ist natürlich besondere Obacht gewährt. Zwei weitere Personen, beides Damen liegen auf der Intensivstation. Es besteht keine direkte Lebensgefahr, aber das heißt nicht, dass es keine Komplikationen gibt. Wir müssen einfach abwarten...“ erklärte der Chefarzt. Monique verstand. „Wissen wir denn schon wer die Überlebenden sind?“ fragte sie weiter. „Die die uns sagen konnten, wer sie sind ja. Die Drei Schwerverletzten natürlich nicht. Das gleiche gilt für die Toten. Aber das ist Ihre Aufgabe. Ich muss mich um die Lebenden kümmern. Bitte haben Sie Verständnis, dass ich nicht mehr sagen kann. Hier ist meine Nummer. Melden Sie sich in drei Tagen wieder, bis dahin hoffe ich alle über den Berg bekommen zu haben...“ knurrte der Arzt. Monique sah ihn an. „Ich versuche nur meinen Job zu machen...genau wie Sie...und außerdem warten meine deutschen Kollegen auf Nachricht..“ erklärte sie ihm. Doch sie war nicht sauer auf ihn. Der Druck und der Stress war dem Mann in Weiß anzusehen. „Sagen Sie ihnen, dass es einen Absturz gab und die Überlebenden in guten Händen sind....“ schlug der Arzt vor und verschwand.

    Peter Wiesinger kam in Paris an und wurde von Monique de Lun´c in Empfang genommen. „Ich komme gerade aus dem Krankenhaus. Sie haben hoffentlich die Liste dabei, damit wir die Toten und die drei Schwerverletzten identifizieren können..“ gab sie zu verstehen. „Ich lasse sie mir faxen....ich wollte erst einmal nur hier her kommen und...“ erklärte Peter. Monique nickte. „Also gut... Wir haben die Toten in der Kapelle im Krankenhaus aufgebahrt. Gefunden wurden insgesamt 15 Tote...wir haben außerdem 52 Überlebende...sprich es waren 67 Personen an Bord. Ist das richtig?“ wollte Monique wissen. „Ja...das stimmt. Wissen Sie wer die Toten sind?“ wollte Peter wissen. „Nein...leider nicht. Viele sind bis zur Unkenntlichkeit verbrannt...“ gab Monique zu. „Was ist mit den Überlebenden?“ harkte Peter nach. „Nun....die die uns sagen konnten wer sie sind, waren kein Problem. Allerdings haben wir die Drei, die im Koma liegen und nicht ansprechbar sind. Da die Maschine explodiert ist, als sie abstürzte, waren keine Papiere sicher zu stellen. Deshalb hoffen wir auf Ihre Hilfe. Sie sollten die Liste sofort anfordern...“ bat Monique. Peter nickte. „Die Wrackteile sind übrigens bereits in eine der Werkstätten der Flugsicherheit gebracht worden. Das erste was unser Mann sagen konnte, ist das ein Blitz die Maschine getroffen hat.“ erklärte Monique weiter. „Ja...wir haben einen Notruf erhalten, dass sie in eine Gewitterfront geraten sind und danach war Funkstille...“ bestätigte Peter. „Nun wie gesagt….die Maschine sah sehr stark danach auch. Ein Wunder, das es überhaupt jemand überlebt hat.“ erklärte Monique weiter. „Können Sie mir was zu den Überlebenden sagen?“ wollte Peter wissen. „Sie leben…mehr nicht. Sie können sich ja wohl vorstellen, dass es schwerste Verletzungen sind, die die Überlebenden zum Teil haben. Was ich ganz sicher weiß ist, dass die Crew im Cockpit tot ist. Die Leichen waren bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Aber ich denke mal Sie wissen wer die Maschine geflogen hat.“ Kam leise von Monique. Peter nickte nur. „Ja…ich weiß. Was ist mit dem Rest der Crew?“ harkte er nach. „Weiß ich nicht genau….sehen Sie sich die Toten an. Sie werden zwar nicht viel erkennen, aber….drei von ihnen sind wie schon gesagt aus dem Cockpit stammen. Der Rest…ist noch nicht identifiziert…“ erklärte Monique erneut. Gemeinsam mit Peter ging sie in die Kapelle und er sah sich die Toten an.

    „BEN!! Werde wach!! Der Kerl benutzt dich nur!! Ben!!“, versuchte Semir seinen Freund zu wecken. Rosa lachte. „Sie werden ihn nicht wach bekommen. Dazu benötigt man ein Schlüsselwort. Und das wissen nur ich und mein Vater..“, erklärte sie. „Ihr Vater?“, fragte Semir verwundert. „Ja…. Anton Pfeifer ist mein Vater. Der Vater, den Sie mir vor acht Jahren genommen haben. Wegen Ihnen musste ich die letzten Jahre bis zur Volljährigkeit im Heim leben. Ich legte den Namen Pfeifer ab, weil man ihn mit einem Mord zusammenbrachte. Und ich nannte mich Winter…. Als ich Ben kennenlernte wusste ich, dass ich meinem Vater die Rache geben kann, die er braucht um endlich wieder ein normales Leben zu führen. Ben….bring ihn dort rein!“, befahl sie und wies auf ein großes Loch im Boden. Darüber befand sich ein Gitter und an der Wand waren diverse Ketten befestigt. Ben zog ihn am Kragen zu der Leiter die runter führte. „NEIN!! BEN!!! NICHT!!“, stieß Semir aus und versuchte sich zu wehren. Doch Ben schulterte ihn einfach und stieg die Leiter runter. Auch Rosa kam nach. „Mach ihn mit der Kette fest!“, befahl sie. Ben tat alles was Rosa ihm sagte. Als Semir fest gekettet war verließ Ben mit Rosa das Loch. Das Gitter fiel darüber. „BEN!! HILF MIR!!“, schrie Semir und zerrte an den Fesseln. Ben sah ihn nicht mehr an.

    „Komm mein Schatz… ich werde dich in dein Zimmer bringen .Aber du musst dich ruhig verhalten… niemand darf wissen, dass du hier bist. Ich werde dir regelmäßig Essen bringen. Und wenn keine Gäste da sind, werden wir uns schöne Abende machen.“, säuselte Rosa in Bens Ohr. Das Zimmer, welches für Ben bestimmt war, war funktionell eingerichtet. „So…hier kannst du dich verstecken. Niemand darf wissen wo du bist…verstanden… du darfst es Niemanden sagen.“, lächelte sie und strich ihm durch die Haare. Sie küsste ihn. „Blue…Baby… Blue…“, flüsterte sie ihm ins Ohr. Ben sah sie irritiert an. „Rosa!! Wo bin ich?“, fragte er und sah sich um. „Ben… es war dumm… du bist abgehauen… du hast einen Wagen gestohlen… und du …“, erzählte sei aufgeregt. „Was? Oh man… nun wird Semir mir auch nicht mehr glauben. Rosa… bitte hilf mir… ich war es nicht… ich bin Polizist…ich will nicht ins Gefängnis…bitte hilf mir…“ Ben fing an zu weinen, so verzweifelt war er. Rosa nahm ihn in den Arm. „Schon gut… wir helfen dir… Vater und ich werden dir helfen… versprochen. Komm erst einmal zur Ruhe. Leg dich hin und versuch zu schlafen. Du kannst hier in der Burg bleiben… niemand wird dich hier vermuten. Ich werde den Wagen entsorgen und dann führt keine Spur zu uns.“, versprach sie. Ben sah sie an. „Ich muss Semir anrufen… er muss wissen…“, versuchte er zu erklären. „Nein… Semir wird dich vermutlich auch verhaften. Denk doch mal… du bist geflohen… du stehst unter Verdacht und…“, erklärte sie. Ben nickte. „Du hast Recht… ich kann ihn nicht anrufen. Was soll ich denn tun?“, wollte er wissen. „Bleib hier... bei mir. Wir werden es uns gemütlich machen.“, säuselte Rosa und nahm Bens Hand. Dieser sah mit verschnieften Gesicht zu seiner Freundin. „Meinst du wirklich... Aber ich muss meine Unschuld beweisen.“, meinte er und wollte aufstehen. „Aber Ben... wenn du da rausgehst, dann wirst du doch sofort wieder ins Gefängnis gesperrt.“, erwiderte Rosa und hielt Ben am Arm fest. Er sah sie eindringlich an und nickte dann. „Du hast recht. Ich muss hier bleiben.“

    Semir saß in seinem Loch und zerrte an den Fesseln. Also das war die Erklärung für Bens Verhalten. Sicher musste er auch die Überfälle unter Hypnose begehen. Er überlegte, wie er hier rauskommen konnte. „Na, geht es dir gut da unten?“, rief Anton herunter und Semir sah auf. „Sie verdammtes Schwein... machen sie mich los und lassen sie mich und meinen Kollegen frei.“, schrie Semir vor Wut und stemmte sich in die Eisen. „Aber... aber, wer wird denn so erbost sein. Ich glaube, da muss ich dich bestrafen.“, lachte Anton, schob das Gitter beiseite und stieg runter. Bei sich hatte er ein Schüreisen und unten stand eine kleine Feuerstelle. „Wollen doch mal sehen, was du so aushältst...“, lachte der Mann, riss Semir das Hemd auf und entblößte dessen Brust. „Da die ganzen Gäste weg sind und sich dein Partner zehn Meter über uns und hinter dicken Mauern befindet, kannst du beherzt schreien und glaub mir, du wirst schreien.“, damit entzündete Anton die Feuerstelle, stocherte ein bisschen in der Kohle herum. Dann legte er ein Brandmarkeisen in die feurige Hitze und ließ es durch das Feuer erhitzen. Semir ahnte, was der Mann vorhatte und riss an seinen Fesseln, doch es war zwecklos. Entsetzt sah er, wie das Feuer das Eisen immer roter werden ließ, ein Zeichen, dass es gleich seinen Hitzepunkt erreicht hatte.

    Während dessen versuchten die Rettungsmannschaften an die Absturzstelle zu gelangen um die Überlebenden zu bergen. Ihnen bot sich ein Bild des Grauens als sie ankamen. Überall sah man Blut, tote Körper und viele Verletzte um die sich die Ärzte kümmern mussten. Monique sah sich um. Sie suchte nach etwas, womit sie etwas anfangen konnte. Die Maschine war vor gut drei Stunden vom Radar verschwunden und die Flugwacht hatte die Maschine als Vermisst gemeldet. Zum Glück wusste man die letzte Position und außerdem hatte ein Bauer das abstürzende Flugzeug gesehen und die Rettung informiert. Er selbst hatte so gab er es an, zwei Frauen aus dem Wrack gezogen, bevor es explodierte. Eine so der Bauer sei wohl eine Flugbegleiterin gewesen. „Woher wollen Sie das wissen?“ fragte Monique nach. „Sie trug eine Uniform. Aber ich konnte nichts für sie tun..sie starb in meinen Armen....“ erklärte er weinerlich. Monique legte ihm die Hand auf die Schulter. „Es war schon mutig die Frauen dort rauszuholen...“ sagte sie leise. Sie ging weiter um das Wrack herum. Als sie gegen ein Flugzeugteil stieß sah sie automatisch herunter. Es war ein großes Stück der Tragfläche. Eine Hand lugte unter dem Ding hervor. Monique schrie sofort nach den Helfern, die umgehend zu ihr rannten. Mit vereinter Kraft schafften sie es den Körper zu befreien. Auch diese Person trug die Uniform der Fluggesellschaft. Sie war ohne Bewusstsein und schien sehr schwer verletzt. Monique beugte sich zu ihr hinunter und fühlte den Puls. „Sie ist sehr schwach....und muss sofort ins Krankenhaus...“ befahl sie. Der neben ihr stehende Arzt nahm sich der Frau an. Monique wartete bis er sie untersucht hatte. „Wie geht es ihr?“ fragte sie nach. „Das kann ich nicht genau sagen, aber sie hat schwere innere Verletzungen. Sie kann durchkommen, wenn der Herr Gott sie nicht haben will....ich werde sie umgehend ins Krankenhaus bringen lassen.

    Während die Verletzten in Frankreich geborgen wurden, machte sich bei Ben die Nervosität breit. „Ich versteh es nicht... sie hätte sich längst melden müssen.“ meinte er nachdenklich. Semir sah ihn an. „Vielleicht wurde sie aufgehalten, oder sie hat noch was Anderes zu tun..“ meinte er. Ben nickte. „ja kann sein....ihre Freundin hat glaub ich Geburtstag aber ich will doch nur wissen ob sie gut angekommen ist und nun geht sie nicht ans Telefon. Nicht einmal die Mailbox geht ran...“ knurrte Ben. Semir lachte leise. „Wie soll das denn werden, wenn ihr verheiratet seid? Ich meine...da kann es dann schon vorkommen, das deine Frau auch allein unterwegs ist.“ gab er zu bedenken. „Das weiß ich doch...sie will nach der Hochzeit den Job aufgeben und sich zum Bodenpersonal versetzen lassen. Dann können wir jeden Abend zusammen sein und ich muss keine Angst um sie haben...“ erklärte Ben. „Ja und du? Ich meine du bist auch ständig in Gefahr...was ist wenn sie Angst um dich hat? Lässt du dich dann in den Innendienst versetzen oder was?“ wollte Semir wissen. Ben schüttelte den Kopf. „Nein....weil ich hab ja einen Partner der auf mich aufpasst...du kannst dich vor mich werfen, wenn ein Gangster auf mich schießen will und fängst für mich die Kugel ein... Du musst halt besser auf mich aufpassen..“ grinste Ben. „Ach und wer passt auf mich auf? Ich hab Familie und ….“ spielte Semir den Empörten. „Ja ich auch bald...und dann zieht das Argument nicht mehr. ich warte nicht so lange mit dem Kind...“ grinste Ben. Wieder nahm er sein Handy und wählte Carla an. „Oh man das macht mich krank...Warum meldet sie sich denn nicht...“ stieß er wütend aus. „Na...die wird sich schon melden...“ grinste Semir.

    Er lebt..... er lebt nicht.....er lebt....er lebt nicht.....er lebt...er lebt nicht.....hmmm...also wenn ich so weiter mache dann ....

    hab ich keine Blumen mehr auf dem Balkon....Also bitte Gitti....lass ihn..............................................nicht leben!!! :D:D:D:D:D:D:D


    oder doch...besser...sonst bekommen wir wieder einen Partner den wir nicht wollen :D:D;)

    „Ben...ich hab hier was über die Frau..“ kam von Susanne als Ben das Gespräch beendete. Er nahm die Akte und warf einen Blick hinein. „Ah ja..danke Susanne...“ lächelte er die Sekretärin an. Dann betrat er wieder den Verhörraum und legte eine Akte auf den Tisch. „hier....Carola Liebig....sie ist seit acht Tagen seit vermisst erklärt, von der psychiatrischen Anstalt in Frechen. Frau Liebig ist dort wegen Verwirrtheit und Sucht in Behandlung. Eigentlich sogar auf einer geschlossenen Abteilung...“ knurrte er. „Ach....also nichts mit verheiratet oder was?“ wandte Semir sich an die Frau. „Doch...mein Mann... er hat mich eingewiesen, als ich....als ich dahinter kam, was für miese Geschäfte er macht...aber ich bin nicht paranoid wenn Sie das denken...ich bin normal.. und ich will nur...“ begehrte die Frau auf. „Sie haben Ihren Mann schon acht mal wegen Drogenhandel, wegen Mädchenhandel, wegen Mord und auch wegen Entführung angezeigt. Immer wieder ohne Beweise und immer wieder fanden die Kollegen keinen Beweis für Ihre Behauptungen. Man glaubte ihrem Mann mehr und deshalb waren Sie auch in der Klinik und dort hat man doch wohl eine sehr intensive Phantasie und zwar in krankhafter Art....“ zählte Ben auf. Semir sah ihn an. „Und nun?“ fragte er. „Ich habe die Klinikleitung informiert und sie werden die junge Frau hier abholen...“ lächelte Ben. Semir nickte „Gut...dann können Dieter und Hotte es hier übernehmen.“ gab er zurück. Ben nickte. Er rief Dieter herein der die junge Frau in Empfang nahm „Aber das ist nicht wahr..ich bin nicht verrückt!! Ich bin wirklich nicht verrückt!!!“ schrie die junge Frau. Dieter zog sie raus und brachte sie in eine der Zellen im Keller bis die Mitarbeiter der Klinik ankamen. Es dauerte ganze fünf Minuten bis Dieter wieder aus dem Keller kam. „Man...die Frau hat ein Organ..ich glaub mein Trommelfell platzt gleich... es ist fürchterlich. Selbst jetzt gibt sie keine Ruhe..“ stöhnte er. Ben und Semir lachten nur.

    Peter Wiesinger ging im Tower am Köln-Bonner-Flughafen auf und ab. „Verdammt wann melden die sich denn endlich? Der Notruf von Flug 825 ist jetzt schon eine Stunde her...die müssen doch herausgefunden haben wo der Vogel ist. Wenn die Maschine wirklich runter gegangen ist, dann muss es doch einen Hinweis geben... eine Boeing verschwindet nicht einfach spurlos...“ fauchte er wütend. Er steckte sich eine Zigarette an. Obwohl hier im Tower Rauchverbot war, sagte keiner der Kollegen etwas. Alle machten sich Sorgen um die 67 Menschen an Bord der Maschine. Niemand wollte sich ausmalen was passiert war. Eine kleine Hoffnung dass es nur eine Funkstörung war und die Maschine doch unbeschadet in Spanien landete schwand mit jeder Minute, die ohne Information verging. „Verdammt wir müssen doch etwas tun.....wir können doch nicht einfach hier sitzen und nichts tun...“ fauchte Peter wieder. „Du kannst nichts machen...willst du den Medien sagen, dass die Maschine abgestürzt ist und wir nicht wissen ob es Überlebende gibt? Was wen sich herausstellt, dass sie notgelandet ist? Wie willst du das den Leuten erklären? Sorry es war ein Aprilscherz oder was?“ fauchte Wolfgang ihn an. Peter sah ihn an. „Ja...du hast ja Recht...wir müssen abwarten, aber das macht mich kaputt...ich will doch nur wissen ob sie...“ wollte Peter antworten als das Telefon klingelte. Sofort sprintete er hin und nahm den Hörer ab. Er hörte eine Weile zu. „Merci...“ sagte er leise, legte auf und sah in die Runde. „Sie....Sie haben die Maschine gefunden....es gibt 52 Überlebende...aber sie sind zum Teil nicht transportfähig und...“ er stockte. Wolfgang sah ihn entsetzt an. „Wer sind die Überlebenden?“ wollte er wissen. „Ist Isabella auch darunter?“ „ich weiß es nicht..“ gab Peter leise zurück. Wolfgang drehte unbewusst an seinem Ehering. „Ich hoffe das Isa überlebt hat...wann wissen wir es?“ kam die nächste Frage. „Dazu müssen die Verletzten identifiziert werden....ich werde noch heute in die nächste Maschine steigen und hinfliegen...ich halte euch auf dem Laufenden..“ erklärte Peter und verschwand.

    Ja, das mit dem Herausfinden aus einem Wald ist nicht so einfach, man denke nur an Hänsel und Gretel! :S :rolleyes: An Kieselsteine oder Brotkrumen haben sie sicher nicht gedacht.....! Oje oje oje..... ?(

    Ich glaub die hätten nichts gebracht, denn Ben hätte die Brotkrumen sicher gegessen.....Chris...wo bleibt der zweite teil????

    Kim sah Semir an und diese nickte nur. „Stolberg, ich weiß dass alles so aussieht als wäre Ben es. Aber es gibt da sicher einen Grund. Bitte... geben Sie mir eine Woche Zeit... Nur eine Woche. Ich werde beweisen, dass er unschuldig ist...bitte...“, flehte Semir. Stolberg sah ihn an. Er schien tatsächlich darüber nachzudenken. „Nein. Er ist schuldig. Die Aufnahme beweißt es und damit ist der Fall erledigt. Er wird wegen Raubüberfall mit Schusswaffengebrauch sowie Einbruch und Diebstahl in mehreren Fällen angeklagt. Ich habe übrigens bei anderen Revieren angerufen um zu erfahren, ob sie auch solche ungeklärten Überfälle haben. Dort war nichts. Somit ist klar, dass Herr Jäger scheinbar erst seit ein paar Wochen auf diesen Raubzügen ist. Und mir ist es ziemlich egal, ob er ein Kollege ist oder nicht.“, kam kalt von dem Hauptkommissar. Kim sah ihn an. „In der Schule sagten Sie mir einmal, dass jeder als unschuldig gilt, bis seine Schuld zweifelsfrei bewiesen ist. Auch wenn das Video eindeutig ist, so sind die Überfälle nicht klar Herrn Jäger zuzuordnen. Das Tattoo gibt es sicher auch als Aufkleber und die Haare... nun ja... Herr Jäger trägt doch wohl eine Frisur, die sich jeder mit einer Perücke nachmachen kann. Ich halte alles für ein Komplott gegen Herrn Jäger“, stellte sie fest. Stolberg lachte leise. „Ich bitte Sie, Kim. Das ist doch absurd. Aber gut... ich gebe Ihnen vier Tage. Solange werde ich die Staatsanwaltschaft hinhalten. Gerkhan.... ich weiß was Sie für Jäger empfinden. Aber ich rate Ihnen lassen Sie sich nicht von Ihren Gefühlen leiten. Wenn er es war, wird er dafür bestraft werden.“, erklärte Stolberg klar und deutlich.

    Ben hörte die Musik die Rosa ihm gegeben hatte. Er schloss die Augen und genoss die Melodie. Doch plötzlich wurde sie unterbrochen. „Vancouver“, hörte er eine Stimme sagen. Wie verwandelt hörte er einfach nur hin. „Vancouver“, murmelte er. Sein Blick wurde starr. „Du wirst fliehen! Du wirst aus dem Gefängnis fliehen bei der nächsten Gelegenheit. Sobald du es geschafft hast, wirst du Gerkhan zu mir bringen. In die Burg! Du gehörst mir und wirst tun was ich dir sage!“ gab die Stimme von sich. „Ich werde tun, was du sagst...“, wiederholte Ben monoton. „Du wirst mir Gerkhan bringen!“, wiederholte die Stimme. „Gerkhan bringen...ja...auf die Burg....“, murmelte Ben. In diesem Augenblick öffnete sich die Tür seiner Zelle. „Jäger! Mitkommen!“, befahl der Schließer hart. Ben stand auf und verließ den Raum. Er wurde raus gebracht. Vor der Tür stand ein Wagen und der Motor lief. Ben sah sich kurz um. Niemand war zu sehen. Der Beamte war allein und hatte ihm nicht einmal die Hand und Fußfesseln angelegt. Die Gelegenheit war gut. Ben machte sich auf den Ausbruch bereit. Er schlug ohne Ansatz mit dem Ellbogen zu. Der Beamte ging geschockt zu Boden und krümmte sich. Ben rannte auf das Cabrio zu und schwang sich hinters Steuer. Er fuhr ohne auf den Verkehr zu achten los. Ein Hupkonzert begleitete die Aktion und Bremsen kreischten.

    Stolberg legte nachdem er eine Weile dem Telefonat lauschte auf. Er sah Semir und Kim eindringlich an. „Jäger ist geflohen.“, gab er bekannt. Semirs Kinnlade klappte runter. „Wie bitte?“, fragte er nach als habe Stolberg soeben eröffnet, dass er einen Sechser im Lotto hätte. „Herr Jäger hat einen Beamten niedergeschlagen und dann einen Wagen gestohlen. Das amtliche Kennzeichen lautet K- BJ 1843. Dieser Wagen stand vor dem Gefängnis mit laufendem Motor. Haben Sie dazu was zu sagen, Herr Gerkhan?“, Stolbergs Blick heftete sich an Semir. „Sie meinen...? Ich hätte....das ist doch absurd!!“, empörte sich Semir. „Ist es das? Herr Gerkhan... ich erinnere Sie gern an einem Vorfall mit einem gewissen Tom Kranich. Mit dem waren Sie doch auch aus dem Gefängnis geflohen. Die Kollegen Ihres Reviers hatten eine grandiose Hilfestellung geleistet. War es diesmal auch so?“, harkte Stolberg nach. Kim sah ihn wütend an. „Herr Stolberg. Diese Anschuldigungen sind haltlos und absurd! Ich distanziere mich davon!“, fauchte sie ihn wütend an. „Nun haben Sie ihre Chance... bringen Sie mir Jäger zurück bevor ich ihn finde.“, nickte Stolberg und verließ sein Büro. Semir sah Kim ratlos an. „Wo soll ich ihn denn suchen?“, fragte Semir mehr sich, als die Chefin. „Was ist nur in ihn gefahren? Ich meine, er ist wie ausgewechselt. So was sieht ihm gar nicht ähnlich, verdammt.“, stieß Semir aus und streunerte zwischen Tür und Schreibtisch hin und her. „Semir, finde sie ihn und ... egal, was passiert, bringen sie ihn wieder zur Vernunft.“, wies Kim ihn mit Nachdruck an. Der Deutschtürke nickte nur und lief schnurstracks zu seinem Wagen hinunter und fuhr los. Was war nur mit seinem Partner los?

    Carla sah Isabella an. „Er ist einfach nur süß...und...er ist...soooo gut...so... einzigartig...so...“ schwärmte sie ihr vor. Isabella lachte leiste. „Ich hab nie gedacht, dass du nach Pedro, diesem Schwein dich noch jemals verlieben kannst, aber dieser Sven...hat es dir ja wohl angetan...“ meinte sie. „Ben..er heißt Ben...und er wohnt in Köln...in einer Wohnung die dreimal so groß ist wie meine und das ... das Wohnzimmer...einen tollen Ausblick auf den Rhein und...“ ging es bei Carla weiter. Isabella füllte den kleinen Wagen auf, der für die erste Klasse vorgesehen war. „Weißt du was...ich finde es toll, dass ihr euch getroffen habt. Der war auf dem Flug ja schon völlig auf dich fixiert...“ erklärte sie nebenbei. Carla sah sie an. „Warum hast du mir denn keinen Wink gegeben?“ wollte sie wissen. „Hab ich doch... aber du warst ja so stur und wolltest nicht..“ lachte Isabella. „Ich bringe mal die Sachen raus...“ meinte Carla und schob den Wagen durch den schmalen Gang. Isabella sah ihr nach und schüttelte den Kopf. Wie schön das Carla endlich wieder glücklich war. Was hatte Pedro ihr nicht schon alles angetan...ob sie diesem Sven das wohl erzählt hatte? Er hieß doch Sven oder nicht? Isabella grübelte noch, als das Flugzeug anfing zu schwanken. „Verdammt was soll das denn?“ fauchte einer der Fluggäste, welcher sich gerade aus der Toilette bewegte. „Bitte setzen Sie sich und schnallen Sie sich an...Danke!“ kam von Isabella freundlich aber bestimmt. Der Flug war diesmal ziemlich unruhig. „Meine Damen und Herren, hier spricht ihr Flugkapitän....wir bitten Sie sich anzuschnallen, da die nächsten Minuten etwas holprig werden können. Wir haben vor uns gerade eine ziemlich harte Gewitterfront, durch die wir fliegen müssen. Bitte bewahren Sie Ruhe, stellen Sie Ihre Sitze aufrecht und befolgen Sie die Befehle der Flugbegleiter, die Sie nun in einigen Sicherheitshinweisen unterrichten... Ich betone noch einmal...wir befinden uns nicht in wirklicher Gefahr.“ kam durch den Lautsprecher. Unruhe kam auf. Isabella stöhnte leise auf. „Na dann wollen wir mal....“ meinte sie zu Carla die eben wieder die kleine Kabine betrat. „Der Flug wird unruhig...die Passagiere werden nervös... und so wie es aussieht sind wir gerade über Frankreich....“ meinte Carla , als ein erneuter Ruck durch das Flugzeug ging. Und von da an ging es schnell. Carla merkte wie der Flieger regelrecht auf die Erde zuraste. Sie sah entsetzt aus dem Fenster. Die Schreie der Passagiere hörte sie kaum. Selbst völlig in dem Alptraum versunken, dass sie gleich auf die Erde prallten und das ihr Leben beendet war, nahm sie nichts anderes mehr wahr. Ihr letzter Gedanke galt Ben, dem sie die letzten schönen Tage ihres Lebens schenken durfte.


    Wenig später auf dem Revier sah Ben auf die Uhr. Semir bemerkte, dass er nervös wurde. „Was ist denn?“ wollte er wissen. „Carla...sie müsste sich längst gemeldet haben...der Flieger ist doch schon seit zehn Minuten unten...“ murmelte er. „Nun ja...vielleicht meldet sie sich ja gleich... ich meine sie könnte in einer Warteschleife gewesen sein...du weißt ja nicht wie das Wetter ist..“ versuchte Semir ihn zu beruhigen. Ben sah ihn an. „Könnte sein...also wenn sie sich bis sechs nicht gemeldet hat, rufe ich sie an.“ versprach Ben. „Komm wir sollten mal in Erfahrung bringen, wer die Unbekannte dort ist..“ schlug Semir vor. Ben nickte. Sie gingen in den Verhörraum, wo die junge Frau aus dem Fahrzeug auf dem Stuhl saß. „So...wollen Sie jetzt mit uns reden?“ fing Ben an. Die junge Frau sah ihn an. „Sie wissen doch gar nicht worauf Sie sich einlassen...“ kam als Antwort. „Wer sind Sie?“ harkte auch Semir nach. „Joana...“ war die leise Antwort. Semir sah Ben an. „Ist schon mal ein Anfang...wie weiter?“ wollte Semir wissen. „Bevor ich Ihnen das verrate will ich wissen, ob Sie auch für ihn arbeiten...“ forderte die Frau. Semir und Ben verstanden nicht, was sie meinte und sahen sich fragend an. „Wenn Sie verraten wen Sie meinen, dann können wir das beantworten..“ schlug Ben vor. Er sah erneut auf die Uhr. Semir bemerkte die Unruhe in ihm. „Ich meine meinen Mann...er hat so viele Leute gekauft, damit er seine illegalen Geschäfte durchziehen kann. Ich bin dahinter gekommen und seit dem hält er mich wie eine Gefangene. Heute konnte ich endlich fliehen und gerade in Ihre Hände..ich...will doch nur leben... in Freiheit..verstehen Sie?“ wollte die Frau wissen. Semir sah sie ruhig an. „Wenn das wahr ist, dann können wir Ihnen helfen, aber dazu müssen Sie uns mehr sagen..“ schlug er vor. „Sie können mir nicht helfen. Mein Mann wird Sie und alle ihre Kollegen umbringen, wenn Sie mir helfen...Er ist sehr brutal...“ erklärte Joana leise. Semir sah Ben an. „Nur keine Sorge...wir passen auf uns auf...also was oder wer ist Ihr Mann?“ wollte er wissen.


    OH JA WORAUF DU GIFT NEHMEN KANNST !! !!

    Dann komme ich nähmlich und kille dich ...
    Lebenslänglich für Mord hin oder her ... iss mir dann Scheißegal. ;) :D (Witz)
    Wehe du machst das ... das wirst du mir und Ben doch nicht antun, oder !? ^^

    Lol Anne...dann musst du aber sehr stark sein....ich finde nämlich auch, das Ben es schaffen sollte in Semirs Armen zu sterben.. so lange wird er ja wohl durchhalten....Also Gitti.... mach hinne...und lass es dramatisch enden