Beiträge von Elvira

    Schon am nächsten morgen betrat Ben das Büro und wurde von allen herzlich begrüßt. Jeder wollte wissen, was mit Carla war und Ben war gerührt von der Teilnahme. „Sie ist auf dem Weg der Besserung. Danke … Sie kommt bald auch nach Köln zurück und dann müssen die Ärzte sie nur wecken..danach kann die Hochzeitsvorbereitung beginnen und….wir werden Kinder bekommen und…einfach nur glücklich sein..“ strahlte Ben. Er ging zu Semir ins Büro. „Hey..Partner…endlich bist du wieder da. Alles okay?“ kam auch hier die besorgte Frage. „Ja…mir geht es gut. Und weißt du auch warum? Weil ich weiß, das Carla wieder gesund wird…vollständig….gesund und dann können wir heiraten…und Kinder bekommen und….uns einfach nur lieben, gemeinsam alt werden…“ strahlte Ben. „Beruhige dich jetzt mal. Wann kommt sie denn nach Deutschland?“ unterbracht Semir ihn. „Morgen…sie wird morgen überführt und kommt dann in die Uniklinik. Dort wartet man schon auf die Beiden…“ erklärte Ben. „Dann bist du morgen nicht hier…oder?“ wollte Semir wissen. „Nein…ich mache ganz normal meinen Dienst und werde dann nach Feierabend in die Klinik fahren. Bis dahin kann ich eh nichts tun und Ablenkung tut mir gut…“ berichtigte Ben. „Sehr schön. Wir haben nämlich einen Fall zu lösen...“ erinnerte Semir ihn. „Ach echt? Was denn für einen?“ harkte Ben nach. „Erinnerst du dich an die Dame hinter der du her gerannt bist?“ wollte Semir wissen. „Ja…was ist mit der?“ kam die Gegenfrage. „nun ja…sie ist tot. Ein Autofahrer hat sie bei einer Rast am Rastplatz bei Km 406 gefunden. An der A1. Kopfschuss. Es scheint ganz so als hat ihr Exmann damit zu tun. Genau wie sie gesagt hatte. Und zu dem wollte ich gerade. Schließt du dich an?“ wollte Semir wissen. „Klar doch Partner….dann fahren wir mal los….“ grinste Ben und schon verschwanden sie.

    „Erzählst du mir was du schon hast?“ bat Ben auf der Fahrt. „Auf dem Rücksitz liegt die Akte…lesen hast du doch wohl nicht verlernt.“ Lachte Semir. Er war froh das Ben wieder da war. „Aber egal….ich höre es von dir..so schön kurz und knapp…“ gab er zurück. „Also gut..Carola Liebig hatte uns ja gesagt, dass ihr Mann in einige diverse dunkle Geschäfte verwickelt ist. Nun ja….als ich den Fall übernommen habe, hab ich den Kerl…Peter Liebig überprüft. Er ist eigentlich sauber…keine Vorstrafen, keine Knöllchen gar nichts….als Unternehmer sehr Erfolgreich..“ gab Semir bekannt. „Das ist schon, aber wie ich dich kenne hast du dich damit nicht zufrieden gegeben oder?“ harkte Ben nach. „Natürlich nicht….der Kerl ist mir irgendwie zu sauber und deshalb werden wir ihm die Nachricht des Todes seiner Frau überbringen. Ich bin auf die Reaktion gespannt.“ Grinste Semir der den BMW locker durch den Verkehr lenkte. „Und wo ist der gute Mann zuhause?“ kam von Ben die nächste Frage. „In Weiden….Kranzgantner Gasse 38. Dort hat er ein altes Anwesen gekauft und es angeblich ziemlich aufgemotzt…na wir sehen es gleich.“ verkündete Semir und lenkte den Wagen in eine kleine Seitenstraße. Ben sah sich um. „Holla die Waldfee..eine nette Ecke….“ staunte er. „Na..ist nicht ganz meine Klasse.“ Lachte Semir. Er hielt vor dem Haus 38 und stieg aus. Ben tat es ihm nach. Gemeinsam gingen sie auf das alte Haus zu und klingelten. „Sie wünschen…?“ fragte eine Hausangestellte. „Wir würden gern Herrn Liebig sprechen… Gerkan….Kripo Autobahn und das ist mein Kollege Ben Jäger…“ stellte Semir sich vor. „Bitte kommen Sie herein…“ bat die Frau. „Danke..“ murmelte Semir und trat ein. „bitte warten Sie hier..ich werde Sie anmelden…“ verkündete die Frau. Semir nickte. Die Wartezeit zog sich hin. Doch nach fünfzehn Minuten kam ein Mann Mitte vierzig auf sie zu. „Guten Tag…was kann ich für die Autobahnpolizei tun?“ fauchte er. „Es geht um ihre Frau….Carola Liebig.“ erklärte Semir. „Meine Exfrau…ich habe mich vor gut vier Jahren von ihr getrennt….“ war die Antwort. „Nun… ich denke es interessiert Sie dennoch, das sie erschossen wurde oder?“ wollte Semir wissen. Der Mann zuckte merklich zusammen. „Erschossen? Nun ja…nehmen Sie es mir nicht übel…das ich nicht in Tränen ausbreche, aber sie hat mir ständig nur Ärger gemacht…Sie war seelisch sehr instabil und musste leider in die Nervenklinik…..seit dem habe ich keinen Kontakt mehr zu ihr…“kam von dem Mann. Er war eiskalt. Semir versuchte zu erkennen ob es gespielt war, oder ob der Mann wirklich nichts mehr von seiner Frau wissen wollte.

    lol okay...heute wurden wir ja sogar verwöhnt...also....Ben und seine KEKSE!!! lol das Susanne die nicht hergibt ist doch wohl klar.. So ein Vielfrass...Nur sollte Susanne da vieleicht eine Mausefalle anbringen....damit Ben nciht in Versuchung gerät..

    Das Semir das Gequatsche der Professoren nicht kapiert wundert mich gar nicht.. die wissen meistens selbst nicht was sie meinen. Aber ich bin dann mal wie es weitergeht.

    Semir erfuhr am Abend von Ben, das Carla auf dem Weg der Besserung ist und in wenigen Tagen nach Deutschland kam. „Das freut mich sehr Ben. Ist sie denn wach?“ wollte er wissen, als Ben ihn anrief. „Nein…sie wird erst in Deutschland wieder zurück geholt. Semir…ich bin einfach nur froh, dass sie es überlebt hat. Nun kann es nur noch Bergauf gehen und ich kann ab nächste Woche auch wieder arbeiten… und wenn sie Schäden zurück behält…dann…dann werde ich trotzdem bei ihr bleiben.“ erklärte Ben am Telefon. Semir lächelte leicht. „Das wird auch zeit….die Chefin wollte sich schon wieder zu mir ins Auto setzen, weil Dieter und Hotte auf einen Lehrgang müssen.“ gab er bekannt. „Oh…beide gleichzeitig….was haben die denn angestellt?“ lachte Ben. „Nun…ist nur eine Weiterbildung bzw. für die Beiden sicher Wiederholung. Schießübungen, Observierung mit moderner Technik all das was wir vor einiger Zeit auch mal hatten.“ erklärte Semir weiter. „Na…dann wird es zeit das ich zurück komme. Nächste Woche schrotten wir wieder gemeinsam. Es fehlt mir sehr, nicht mit dir auf der Strecke zu sein.“ Gab Ben zu. „Ja…mir auch. Aber nun werde ich nach Hause fahren und mit meinem drei Mädels Köln unsicher machen. Ayda hat heute eine große Party im Kindergarten und alle Eltern und Geschwister sind eingeladen, außerdem ist es gerade ruhig und sie besteht darauf, dass ich mitmache. Nun ja…die Chefin hat mir frei gegeben.“ Lachte Semir. „Oh….dann viel Spaß und lass dir von den Zwergen nicht auf die Nase herumtanzen…obwohl…nein..besser noch…pass auf, dass man dich nicht für das Kind hält…“ lachte Ben herzhaft. „Dir geht es wirklich besser….also wirklich…wann bist du zurück?“ wollte Semir noch wissen. „Wir fliegen morgen zurück…“ gab Ben bekannt. „Wir?“ harkte Semir sofort nach. „Ja…du erinnerst dich doch an den Mann vom Flughafen?“ kam von Ben. „Ja… was ist mit dem?“ wollte Semir wissen. „Seine Frau ist wie Carla Stewardess und die beiden haben gemeinsam Dienst gehabt. Sie sind Freundinnen die durch dick und Dünn gehen…nun ja…der Absturz hat beide gleich hart erwischt. Und da beide nach Deutschland gebracht werden, fliegen wir gemeinsam zurück. Wir sind Freunde geworden…solche Schicksale verbinden halt…“ erklärte Ben weiter. „Das versteh ich…na gut..melde dich wenn du angekommen bist..“ bat Semir und beendete das Gespräch, da er endlich los wollte.

    Für Ben hieß es Koffer packen und zum Flughafen fahren. Wolfgang wollte ihn in einer guten Stunde abholen und mit einem Sonderflugzeug der Flotte auf der Carla und Isabella sonst Dienst taten nach Deutschland zurückfliegen. Er brauchte nicht lange bis seine Sachen im Koffer waren. Irgendwie war es schön nach Hause zu fliegen. Vor allem weil Carla nun auch nach Deutschland kam. Er konnte wieder Dienst machen und mit Semir über die Autobahn heizen. Denn es war klar, dass Carla wieder ganz gesund wird. Und das hieß auch, das die Hochzeit kommen konnte. Ein Leben mit Carla an seiner Seite. Kinder….ja…Kinder wollte er haben. Zwei oder drei…oder sogar vier….Zwei Mädchen und zwei Jungs. Die perfekte Kombination. Sein Vater würde Augen machen, wenn er erfährt, dass er Opa wird. Die Klingel an der Tür riss ihn aus seinen Zukunftsträumen. Wolfgang stand vor der Tür. „wir müssen los…“ sagte er nur. Ben nickte, zog seine Koffer hinter sich aus dem Zimmer und checkte aus. Nur zwei Stunden später standen sie in der Abfertigungshalle. „Nun dauert es sicher noch ein bis zwei Stunden bis wir durch die Kontrolle sind..“ murmelte Ben. Doch Wolfgang lächelte und zog ihn einfach weiter. „Wir gehen so durch..komm…“ lächelte er. Tatsächlich wurde er auf einem anderen Weg um die Kontrollen herum geführt. „Na das ist ja klasse…das wäre der Schmuggel für euch überhaupt kein Problem…“ murmelte Ben. „Klar…aber wir haben keine Sonderrechte. Wenn die Fluggesellschaft dahinter kommt, dass geschmuggelt wird, dann sind wir unseren Job für immer los. Und wir bekommen keinen anderen bei irgendeiner Fluglinie…“ kam von Wolfgang. Gemeinsam betraten sie den Flieger und setzten sich auf die Plätze in der Maschine. Ben sah sich skeptisch um. „Fliegen wir allein?“ fragte er. „Ja…das ist eine Sondermaschine…extra für uns gechartert. Hast du Angst?“ wollte Wolfgang wissen. „Nein….ab nach Hause…“ murmelte Ben und schnallte sich an. Nur wenig später hob die Maschine gen Heimat ab.

    also ichdenke schon, dass es da einen Zusammenhang gibt...ich meine..wie sonst sollen die Beiden sonst dazu kommen. Aber ich lasse mich auch gern überraschen und darin ist chris ja spitze...Alles kommt anders als man erwartet...gell Chris?

    Die nächsten Tage vergingen ohne dass eine Besserung bei Carla oder Isabella eintraten. Die Männer freundeten sich immer mehr an und es gab sogar Abende, die sie zusammen an den Betten der Frauen verbrachte. Am elften Tag nach dem Absturz fuhr Ben bereits um neun in die Klinik. Heute sollte Carla noch einmal untersucht und dann voraussichtlich nach Deutschland überführt werden. Kim Krüger hatte ihm den Urlaub verlängert. Doch Ben wusste auch, dass es nicht immer so weiter ging. Irgendwann musste er wieder arbeiten. Als er auf dem Zimmer von Carla ankam wurde sie gerade heraus geschoben. „Ist alles in Ordnung?“ fragte er sofort. „Guten Morgen Herr Jäger…ja….wir werden sie noch einmal durch den CT jagen und nachsehen wie gut die Wunden verheilt sind. Sie können gern mitkommen..“ bot die Schwester an. „Sehr gern…“ nickte Ben. Er schloss sich dem kleinen Konvoi an. Er hielt Carlas Hand als sie im Fahrstuhl waren. Dr. Bonnet sah ihn an. „Sie ist stabil und ich habe wirklich sehr große Hoffnung, dass wir sie zum Wochenende nach Deutschland überführen werden..“ versprach er. „Das klingt gut…wann wird sie wach werden?“ wollte Ben wissen. „Das kann ich Ihnen nicht beantworten. Die Kollegen in Deutschland werden sicher noch eine ganze Weile warten, bis sie versuchen sie zu wecken. Die Verletzungen müssen vollständig ausgeheilt sein. Zumindest was die inneren Wunden angeht. Die Brüche sind nicht schwerwiegend und wenn der Kopf dann funktioniert ist es sicher kein Problem mit dem Aufwachen anzufangen. Aber bitte gedulden Sie sich und verlassen Sie sich auf die Ärzte. Denn die wissen was am Besten für Ihre Freundin ist“ bat Dr. Bonnet. Ben nickte. „Das werde ich….ich will sie so haben, wie sie vor dem Absturz war…“ lächelte er. Das Bett wurde aus dem Fahrstuhl gefahren und kam in einen Raum. Hier war allerdings für Ben Ende. „Sie dürfen nicht mit rein. Wir müssen sehr vorsichtig sein und Röntgenstrahlen sind nicht gesund. Auch nicht für Sie…“ lächelte Bonnet. Ben verstand es und wartete draußen. Nur wenige Minuten nach ihm, kam auch Wolfgang hinzu. Isabella wurde ebenfalls untersucht. „Was sagt er Arzt zu Carla?“ wollte Wolfgang wissen. „Nun…er ist sicher, dass sie schon sehr bald aufwacht. Was ist mit Isabella?“ stellte Ben die Gegenfrage. „Es geht ihr den Umständen entsprechend…“ kam leise als Antwort. Ben nickte. Das hieß soviel dass die Ärzte nicht wussten ob sie durchkam oder nicht. „Carla kommt jetzt bald nach Deutschland….ich hoffe Isabella auch…“ meinte Ben ehrlich. „Ich auch…“ bestätigte Wolfgang.

    Dr. Bonnet sah auf den Monitor und betrachtete das was das Röntgengerät über Carla verriet. Er sah die Verletzungen recht deutlich und konnte sehr zufrieden sein. Die Wunden waren gut zusammen gewachsen und auch die Brüche heilten. „Das sieht schon mal sehr gut aus…“ meinte er zu der Schwester. „Ja Doktor…aber was wenn wir etwas übersehen haben?“ wollte sie wissen. „Dann hätten wir längst eine Komplikation gehabt. Sie kann in drei Tagen überführt werden. Wenn die andere Dame auch soweit ist, gibt es ein Doppel..“ lächelte Bonnet. Er ließ auch Isabella durch die Röhre laufen. Bei ihr machte die Heilung ebenfalls sehr gute Fortschritte. Bonnet war zufrieden und verließ den Untersuchungsraum. Auf dem Flur warteten die beiden Männer auf eine Information. „Herr Jäger, ich bin sehr zufrieden mit dem Zustand von Frau de Cossa… wenn es so weiter geht, dann kann sie in drei Tagen nach Deutschland geflogen werden.“ erläuterte Dr. Bonnet. „Danke Doc…ja…das …das ist okay….“ nickte Ben bekräftigend. „Dann ist es ja gut…und nun zu Ihnen Herr Hilgers…bei Ihrer Frau ist es auch sehr zufriedenstellend. Auch sie kann in drei Tagen überführt werden. Ich freue mich für Sie beide und natürlich auch für Ihre Frauen. Und ich hoffe sehr, dass die Damen schnell wieder auf dem Weg der Besserung sind. Wir werden alles für die Kollegen in Deutschland vorbereiten und zwei Betten belegen. Ich denke Köln ist genau richtig für beide Fälle. Dort ist man bestens auf Komapatienten vorbereitet und dort sind die Beiden in sehr guten Händen.“ nickte Bonnet und wandte sich zum gehen. „Doc…können wir in der Maschine mitfliegen?“ bat Ben. „Nein…das ist leider nicht möglich. Bitte nehmen Sie den normalen Linienflug…“ lehnte Dr. Bonnet ab. Ben nickte und sah Wolfgang an. „Dann sollten wir schon vorfliegen…meinst du nicht?“ fragte er seinen neuen Freund. „Ja…du hast Recht. Ich werde auf unserer Linie zwei Plätze buchen…du bist mein Gast…“ bestätigte Wolfgang.

    Nur wenig später waren sie im Flur der Ambulanz des Marienhospitals. „Ben… was genau ist passiert? Woran können Sie sich erinnern?“, wollte Kim wissen, während sie auf den Arzt warteten, der Semir gerade untersuchte. „Ist Andrea schon informiert?“, stellte Ben die Gegenfrage. „Ja sicher… sie kommt bestimmt gleich. Also was ist passiert?“, wiederholte Kim. „Ich weiß es nicht. Aber alles fing an mit Rosa… Ich weiß nicht, wie sie es gemacht hat, aber je öfter ich mit ihr zusammen war… umso weniger konnte ich mich an die Nächte erinnern. Wenn Semir wirklich Recht hatte, habe ich die Einbrüche und Überfälle von denen Sie mir erzählten unter Hypnose gemacht. Das Problem was ich sehe, die Schrankmann wird es nicht glauben…“, kam leise von Ben. Kim nickte. „Wir müssen einen Beweis haben, dass Sie tatsächlich hypnotisiert waren. Und ich weiß auch wie… Ein guter Freund von mir ist Psychologe und der beschäftigt sich auch mit Hypnose. Wenn er Sie untersucht, dann kann er ein Gutachten erstellen und dann… kann Ihre Unschuld bewiesen werden.“, meinte Kim. Ben nickte. Er sah zur Tür hinter der Semir behandelt wurde. Hatte er mit dem ernsten Zustand seines Kollegen auch zu tun? War er daran beteiligt? Hatte er selbst zugeschlagen? Die Fragen quälten ihn. „Wo ist er!?!“, hörte er Andrea die ihn aus den Gedanken riss. „Er wird untersucht…“, sagte er leise und nahm die Frau seines Freundes in die Arme. „Es sieht nicht gut aus…“, erklärte er. „Was soll das heißen?“, wollte Andrea wissen. Auch Kim kam zu ihr. „Andrea…es sieht aus, als habe er innere Verletzungen. Er hat Blut gespuckt und…“, versuchte sie so ruhig wie möglich zu erklären. Andrea sah sie geschockt an.

    Rosa weinte…. Die Tränen liefen so heftig, dass sie den Wagen nicht mehr steuern konnte. Ihr Vater war tot. Ermordet von ihrem eigenen Freund. Tat er es unter Hypnose? Oder war er schon wach. Aber warum war er wach? Ihr Vater wollte doch, dass Ben seinen Kollegen tötete. Es hatte doch alles geklappt? Was war schief gelaufen? Sie weinte heftig und einige Minuten lang. Doch plötzlich veränderte sich ihre Verfassung. „Du wirst dafür sterben Ben Jäger und deinen Freund werde ich auch töten… Keiner von euch beiden wird mich jemals wieder verletzen…“, drohte sie hasserfüllt. Dann startete sie wieder den Motor und fuhr nach Hause. Auf der Fahrt überlegte sie, wie sie sich an Ben Jäger rächen könnte. Dann hatte sie es. Sie würde ihn terrorisieren... mit allem möglichen Sachen. Hm... vielleicht eine Schlange in einem Päckchen oder eine dieser giftigen Spinnen? Er sollte merken, dass es für ihn nicht vorbei war. Und dann, wenn er es nicht erwartete, würde sie ihn holen und ihn langsam und qualvoll töten. Ihre Rache würde grausam sein, denn jetzt hatte sie niemanden mehr und dafür würden die beiden Bullen büßen.

    Stolberg und Frau Schrankmann kamen mit wütendem Gesicht in das Krankenhaus gestiefelt und sahen schon von weitem Kim und Ben auf einer Bank sitzen. Dieser wich erschrocken zurück, als er die Staatsanwältin sah. „Ben Jäger... ich verhafte sie wegen schweren Raubes in mehreren Fällen.“, verkündete Frau Schrankmann und faltete den Haftbefehl auseinander. „Nein... ich war das nicht... ich stand unter Hypnose.“, stieß er aus und wollte sich gegen die beiden Kollegen wehren, die ihn an den Armen packen wollten. Kim sprang jedoch auf und legte ihm die Hand auf die Schulter. „Ben... es wird sich alles klären, aber gehen sie erst mal mit den Herren mit. Ich werde den Psychologen anrufen und sie untersuchen lassen.“, ging Kim dazwischen. „Wozu, Frau Krüger... Jäger ist schuldig.“, stieß Frau Schrankmann aus. „Das denke ich nicht und so lange es nur einen Zweifel an der Schuld eines Menschen gibt, muss alles unternommen werden, um diese auch zu beweisen.“, meinte sie energisch und schien damit bei Schrankmann Erfolg zu haben. „Wie sie meinen... aber um den da drin kümmere ich mich auch noch.“, schimpfte sie. Doch dann trat der Arzt aus dem Zimmer raus. „Was ist denn hier für ein Geschrei... der Patient braucht Ruhe.“, knurrte er die Gruppe an. „Nun... die äußeren Wunden machen mir soweit nicht allzu schwere Sorgen, jedoch scheint Herr Gerkhan schwere innere Verletzungen, die durch Schläge und Tritte herrühren zu haben. Wir konnten gerade noch rechtzeitig einen Riss in der Milz stopfen, sonst wäre er an inneren Blutungen gestorben. Er wird jedoch einige Wochen hier bleiben müssen. Und sie bitte ich, absolute Ruhe zu halten oder ich muss sie des Hauses verweisen.“, stieß er wütend aus. Frau Schrankmann sah Kim mit kleinen Augen an. „Frau Krüger... das alles wird ein sehr großes Nachspiel für sie und ihre gesamte Abteilung haben.“, zischte sie und ging mit Ben und den Kollegen davon.

    hmmm kurrios.....aber es war doch klar, das hartmut im Schnee keine Spuren finden konnte...zumindest keine die zum auswerten waren.. .das wäre alles geschmolzen....aber die SAche die Sven da vorhat..ich weiß nicht...es könnte ziemlich übel für ihn enden...Aber schön das er das für seinen Freund tun will...

    Klasse Teile

    Nur wenig später stand er in dem weißgekachelten Raum. Zwei Betten standen in dem Raum. An beiden waren etliche Maschinen aufgebaut. Piepen der Überwachungsgeräte füllten den Raum. Ben fühlte sich nicht wohl. „Frau de Cossa liegt hier…“ riss Dr. Bonnet ihn aus den Gedanken. Mittlerweile acht Monate ….acht Monate waren sie nun zusammen und dann passierte so ein Schicksalsschlag. War das eine Prüfung? Ben war nicht abergläubisch, aber es schien eine höhere Macht zu geben. Er sah die zierliche Person im Bett liegen. Die Decke war bis ans Kinn hoch gezogen. Das Gesicht selbst bläulich untermalt. Eine Platzwunde über dem linken Auge war geklammert worden und das Auge selbst war zugeschwollen. Die Lippen rissig und blass. Ben nahm sanft die Hand von Carla und beugte sich über ihr. „Hey….meine Prinzessin…“ weinte er leise. „Sie hört Sie bestimmt…“ lächelte Bonnet. Ben nickte. „Ja sicher….sie … sie…“ versuchte Ben zu sagen. „Nur keine Sorge…wir tun alles was wir können. Kommen Sie morgen doch wieder her und besuchen sie sie. Das wird ihr gut tun und vielleicht sogar die Heilung fördern.“ Meinte Bonnet. „Das werde ich tun. Aber ich muss am Freitag wieder nach Deutschland und…“ erklärte Ben. „Bis Freitag ist ne Menge Zeit… kommen Sie morgen um zehn wieder. Und dann sprechen Sie mit Ihrer Verlobten.“ Lächelte der Arzt. „Danke Doc…versprechen Sie mir gut auf sie aufzupassen?“ wollte Ben wissen. „Wie bei allen meinen Patienten. Sie ist hier in den besten Händen…“ versprach der Mann. Ben ging zu Semir. „Wie geht es ihr?“ wollte Semir sofort wissen. „Sie sieht grausam aus, aber sie lebt...“ gab Ben lediglich zurück. „Was tun wir jetzt?“wollte Semir wissen. „Ein Hotel suchen und dann essen gehen?“ fragte Ben. „Ja sehr gute Idee. Also gut….wir müssen morgen Abend wieder zurückfliegen, das weißt du doch oder?“ harkte Semir nach. „du fliegst….ich werde bis Freitag hier blieben. Ich kann sie nicht allein lassen.“ Meinte Ben und setze sich auf eine Bank die vor dem Krankenhaus stand. „Ben…das geht nicht….“ Begehrte Semir auf. „Was würdest du tun, wenn Andrea da drin läge und mit dem Tod ringt? Würdest du arbeiten gehen? Würdest du wenn Andrea hier im Krankenhaus läge, nach Hause fliegen? Würdest du das tun?“ fragte Ben nach. Semir sah ihn an und nickte dann. „Alles klar…du willst also hier bleiben und an ihrem Bett sitzen. Gut…dann werde ich auch hier bleiben..“ lächelte Semir leicht. „Ich brauche keinen Babysitter…außerdem wirst du zuhause auch erwartet…“ gab Ben zurück. Sie gingen und suchten ein Hotel auf, was unmittelbar beim Krankenhaus war.

    Am nächsten Morgen fuhr Semir nachdem er sich von Ben verabschiedet hatte zum Flughafen. „Ruf mich an, sobald sich was ändert, ja…oder wenn du mich brauchst. Ich bin für dich da…“ ermahnte Semir ihn. „Nur keine Angst… ich werde mir nichts antun. Danke Semir…für alles….“ Kam von Ben. Eine kurze Umarmung und die Wege der Freunde trennten sich. Semir checkte ein und flog nach Köln zurück, während Ben sich auf den Weg ins Krankenhaus machte. Er wurde freundlich empfangen. Als er auf der Intensivstation war, bekam er seine Schutzkleidung und durfte zu Carla ans Bett. Diese schlief tief und fest. Die Maschinen machten ihre Arbeit und hielten den schwer geschädigten Körper am Leben. Ben zog sich einen Stuhl heran und ließ sich nieder. „Hey…meine Süße…ich bin‘s….Ben.“ fing er an. Er nahm die Hand von Carla und drückte sie sanft. „Du bist wunderschön und ich liebe dich. Ich habe Semir erzählt, dass wir heiraten wollen…nun ja… ich wollte dich fragen als….Carla…ich will dich als Frau….ich wünsche mir nichts mehr so sehr, als dass wir Mann und Frau werden. Ich hoffe du wirst bald schnell wach, dass du mir eine Antwort darauf geben kannst… ich liebe dich.“ erklärte Ben leise, als hätte er Angst, dass die Frauen im Zimmer wach wurden. „Weißt du….ich hab Semir erzählt, wie wir uns kennen und lieben gelernt haben und ich glaub morgen weiß die ganze PAST Bescheid. Ich soll dich von Andrea grüßen. Wir machen uns alle Sorgen um dich. Bitte kämpfe um dein Leben. Ich brauche dich….“ sprach er unentwegt. Doch von Carla kam keine Reaktion. Nach drei Stunden stand er auf um einen Kaffee zu trinken. Er verließ den Raum und suchte die Kantine auf. Er genoss den Kuchen und den Kaffee und ging wieder zu Carla. Diesmal war er nicht allein im Zimmer. Am Bett der anderen Frau saß Wolfgang Hilgers. „Hallo…“ begrüßte Ben ihn leise. „hallo…Sie wollte Kinder bekommen. Sie wollte zum letzten Mal fliegen…“ klagte der Mann traurig. Ben sah ihn an. „Sagt der Arzt dass sie keine mehr bekommen kann?“ wollte er leise wissen. „Nein..aber….ich weiß nicht einmal, ob sie überlebt. Sie ist schwer verletzt…und…ich…ich…“ schluchzte der Mann. Ben legte ihm die Hand auf die Schulter. „Ich habe auch Angst, dass Carla es nicht schafft. Aber wenn wir aufgeben, dann werden sie es auch tun…wir müssen stark für die Beiden sein.“ redete er auf den Mann ein. Dieser sah ihn an. „Danke….“ flüsterte er nur. Dann beugte er sich über seine Frau und küsste sie sanft. „Ich liebe dich…bitte…komm zu mir zurück…bitte…“ flüsterte er ihr zu. Ben sah noch einmal zu Carla. Die Schicksale der Frauen schienen die Männer irgendwie zu Verbündete zu machen. „Wollen Sie einen Kaffee trinken?“ bot er an. Wolfgang Hilgers sah ihn an. „Ich glaub er täte gut…“ nickte dieser. „Dann sollten wir unsere schlafenden Prinzessinnen allein lassen und in die Kantine gehen.“ schlug Ben vor. Wolfgang war einverstanden. Sicher tat es ihm auch gut mit jemanden über seine Sorgen zu sprechen.

    echt so ein Mistkerl.....bist du brutal zu Noelle...was hat sie die denn getan? jenni also wirklich nimm lieber Ben oder Semir die sind daran gewöhnt :D:D

    Gerichtsmediziner wird Ben untersuchen..stellt er fest, dass er noch lebt? :D:D:D

    lol... dann hätte ich mir wohl doch Sorgen um Carla machen sollen... also dass du sie umbringst... Aber da ich dachte, da das alles in der Vergangenheit liegt, ist ja klar, dass sie überlebt. Naja, so habe ich wenigstens ruhig geschlafen ;)


    Jetzt bin ich geschockt!!! Was denkst du denn von mir...also wirklich.....ich töte Carla noch nicht..... :D:D

    Hach... ;( herzergreifend! Schön geschrieben. Und schön, dass Ben trotzdem kurz zu ihr kann. Bin gespannt wie er reagiert wenn er sie sieht!
    Ich hab nur mal eine kurze Frage zum zeitlichen Rahmen. Ganz zu Beginn kam ja mal der Hinweis "6 Monate zurück"... sind wir immer noch in der Vergangenheit oder schon wieder in der Gegenwart? Denn wenn wir noch in der Vergangenheit sind (und so hatte ich es bisher verstanden), sind Ben und Carla ja noch sehr kurz zusammen und nicht annähernd verlobt. Aber um Carla zu sehen würde Ben wahrscheinlich auch behaupten, sie seien seit 20 Jahren verheiratet ;)
    Bin gespannt aufs nächste Kapitel!

    Lol nicht direkt Elina,

    ich find es klasse wie in den Feeds mitgedacht wird..und so fallen auch Fehler auf...wir sind natürlich längst in der Gegenwart. Aber irgendwie ist mir das im Schreiben untergegangen.... ;(:D

    Anmerkung der Schreiberin: Ich muss in der nächsten Story auch die zeitlichen Abstände etwas berücksichtigen.... :D^^ )

    Anton trat wieder an den Kerker und sah, wie sich Ben über seinen Freund hermachte. Man hörte die Schläge und das Stöhnen. Er freute sich, doch dann sah er wie Semir am Boden lag und nichts mehr tat. Für Anton war es ein sicheres Zeichen dafür, dass er bewusstlos war. Die letzten Schläge, die Ben gegen Semir ausgeführt hatte waren gespielt. „Komm es reicht!!“, befahl er. Ben ließ noch einmal einen Tritt gegen Semir los. Anton lachte glücklich. Er spürte nicht, dass Ben längst nicht mehr in der Trance war. Langsam stieg Ben die Leiter hoch, während Anton auf Semir sah. „Das war sicher dein Ende… komm du gehst in dein Zimmer und legst dich hin…“, befahl er Ben, als er oben stand. Das Gitter fiel. Ben tat was Anton wollte. Im Zimmer angekommen sah Anton Ben an. „Blue…“, sagte er. Ben verstand erst nicht doch dann tat er intuitiv genau das richtige. „Anton… wie sieht es draußen aus? Weiß die Polizei, dass ich hier bin?“, wollte er wissen und tat völlig erschrocken. „Nein… das wissen die ganz sicher nicht. Rosa wurde auch nicht vernommen. Leg dich hin... du siehst müde aus.“, lächelte Anton. Ben nickte. Anton verließ zufrieden das Zimmer. Die Tür schloss er schon lange nicht mehr ab. Ben Jäger stand ganz unter seiner Fittiche und tat alles, was er wollte. Und morgen wird er Gerkhan den Gnadenstoß geben. Anton stieg die Treppe runter und zündete sich eine Zigarette an. „Das ist der schönste Abend meines Lebens. Meine Rache ist vollkommen.“

    Ben wartete, bis Anton die Tür geschlossen hatte und griff dann in seine Brieftasche. Dieser verdammte Mistkerl… er musste versuchen die Chefin zu informieren. Semir sah grausam aus und hatte vermutlich schlimme Verletzungen. Doch erst einmal musste er diesen Anton ausschalten. Die Frage war nur, wie er verhinderte wieder in die Hypnose zu fallen. Er hatte einige Semester lang das Thema mal gehabt. Schlüsselwörter… richtig… es gab Schlüsselwörter.. .die musste man hören. Also mussten die Ohren ausgeschaltet werden. Ihm fiel ein, dass er stets Ohrenstöpsel in der Brieftasche hatte. Semir hatte sich schon oft darüber aufgeregt, wenn er die Dinger auf den Schreibtisch legte, aber diesmal kamen sie ihn gerade Recht. Er steckte sie ins Ohr und hörte nichts mehr. Er verließ das Zimmer und suchte Anton. Im Wohnzimmer saß er auf dem Sofa. Ben schlich weiter. Er musste ein Telefon finden. Er musste irgendwo hier ein Telefon haben. In einem der Räume im unteren Stockwerk fand er eins. Noch einmal sah er zu Anton, der friedlich auf der Couch lag. Ben zog sich einen der Stöpsel heraus und griff zum Hörer. Freizeichen…. Gott sei dank. Mit fliegenden Fingern wählte er Kim Krüger an. „Chefin… ich bin es, Ben…Semir und ich…sind auf der Burg Falkenstein… wir brauchen Unterstützung und einen Arzt für Semir… schnell…“, gab er nur durch, als sie sich meldete und legte wieder auf. Dann verschloss er sein Ohr wieder. Er suchte in der Küche eine Waffe, um sich gegen Anton verteidigen zu können. Doch hier war nichts. Mist verdammter… fluchte er in Gedanken. Als er durch den langen Gang zurück zu seinem Zimmer ging, sah er den Degen an der Wand hängen. „Na... alt aber sicher noch ausreichend.“, murmelte er leise und nahm die Waffe von der Wand. Dann ging er ins Wohnzimmer zurück. Bisher war Rosa nicht da und die Chance musste er nutzen. Es konnte nicht mehr lange dauern, bis die Chefin und die Kollegen auftauchten. Außerdem musste er noch Semir aus dem verdammten Loch holen.

    „Hey.“, schrie Ben so laut er konnte, denn durch die Ohrenstöpsel konnte er nichts hören. Erschrocken fuhr Anton zusammen und schrak von der Couch auf. „Du?“, fragte er und sah dann auf den Degen. „Vancouver.“, schrie er, doch Ben reagierte nicht. „Den Schlüssel für den Kerker.“, forderte Ben und kam mit der Waffe bedrohlich nahe. Erschrocken wich Anton immer weiter zurück. „Vancouver... Vancouver... Vancouver.“, immer wieder stieß er dieses Wort aus, doch Bens Gesicht veränderte sich nicht. „Die Schlüssel... sofort.“, schrie Ben mit wütender Stimme. Ohne jegliche Gegenwehr händigte Anton ihm die Schlüssel aus. „Und jetzt...“, meinte Ben ließ den Degen sinken und holte aus. Der Kinnhaken beförderte Anton über das Sofa und ins Land der Träume. Vorsichtshalber schloss Ben den Kerl auch noch ein und ging dann mit den Schlüsseln zu Semir zurück.

    Semir hing wirklich am Boden und hörte, wie sich das Schloss des Verließ umdrehte. „Bitte nicht... Ben?“, fragte er geschwächt. „Ja, ich bin's. Semir, ich hol dich da raus.“, meinte er und stieg die Leiter hinunter. Den Degen hatte er oben gelassen. Es war unwahrscheinlich, dass Anton zu ihnen kam. Die Tür war ziemlich dick und er würde sich nicht so schnell vom Kinnhaken erholen. „Geht’s?“, fragte er seinen Partner. „Jaaa... sind die Kollegen informiert?“, fragte Semir geschwächt. „Ja, jetzt bringen wir dich erstmal nach oben.“, meinte Ben und half Semir dabei, sich an die Wand abzustützen. Vorsichtig legte er seinen Partner sich über die Schulter und kletterte langsam die Leiter wieder hinauf. Bei jedem Wanken stöhnte Semir auf. Die Schmerzen waren unerträglich geworden. Sein ganzer Körper, nicht nur die Brust und die Handgelenke... nein, der ganze Körper schmerzte und ihm war kalt, so dermaßen kalt, dass er einfach nur noch schlafen wollte. „Hey Partner, bleib wach.“, bat Ben, als er bemerkte, dass Semir abdriftete, und schüttelte sich kurz. Ein kurzes Stöhnen zeigte ihm, dass Semir wieder da war. Endlich waren sie aus dem Loch raus und Ben nahm wieder den Degen an sich. Beide machten sich schnellstens auf den Weg nach draußen.

    Semir und Ben fuhren zum Flughafen und checkten kurz darauf ein, als Semirs Handy klingelte. „Gerkan..“ meldete er sich. „Hilgers hier…Herr Gerkan..ich habe eine gute Nachricht für Herrn Jäger“ hörte er den Mann von der Fluggesellschaft sagen. „einen Augenblick..ich reiche Sie direkt an ihn weiter.“ meinte Semir und gab das Handy an Ben weiter. Dieser nahm es mit zaghafter Bewegung und hauchte ein unsicheres „Ja…?“ hinein. „Hilgers hier. Herr Jäger….ich habe Nachricht aus Lyon. Carla lebt. Sie liegt im Koma und ist schwer verletzt, aber sie hat die kritische Nacht überlebt…ich dachte es interessiert sie.“ hörte Ben sagen. Er schloss die Augen und taumelte kurz. Sicher wäre er gefallen, wenn Semir ihn nicht festgehalten hätte. Doch dann brach er in Tränen aus. Semir nahm das Handy wieder an sich. „Herr Hilgers? Es tut mir Leid…aber mein Kollege ist …was ist mit seiner Freundin?“ fragte Semir nach. Ben saß auf der Bank und sah ihn an. „sie lebt…..“ stieß er leise aus. „bitte was?“ harkte Semir nach. „Sie lebt…..sie lebt..!“ lachte Ben plötzlich. Semir nahm das Handy ans Ohr. „Herr Hilgers…wir fliegen nach Lyon. In welchem Krankenhaus ist Carla?“ wollte Semir wissen. „Das ist das Hospices Civils de Lyon. Ich wünsche Ihrem Freund alles Gute… und sagen Sie ihm, dass meine Frau auch lebt. Sie liegt bei Carla im Zimmer und ich fliege morgen zu ihr.“ kam von Hilgers. „Ich gratuliere Ihnen und wünsche auch Ihrer Frau alles erdenklich Gute. Ich muss mich jetzt um Ben kümmern. Danke für die Information…“ gab Semir durch und beendete das Gespräch. Er setzte sich neben Ben der einfach nur die Augen geschlossen hatte. „Sie lebt…sie lebt…“ wiederholte er ständig. „Hey….alles okay?“ wollte Semir wissen. Ben sah ihn an. Tränen waren deutlich zu sehen, doch diesmal waren es Freudentränen. „Ja…jetzt soweit schon. Ich will nur zu ihr…sie braucht mich jetzt.“ kam von ihm. „Ja..wir werden auch fliegen und dafür müssen wir uns nun anschnallen und den Flug hinter uns bekommen.“ Lächelte Semir. Er war froh, dass Carla lebte. Dennoch wussten sie nicht, wie es um ihr stand. Welche Verletzungen hatte sie davon getragen? Nur wenig später hob der Flieger ab. Nun würden es noch wenige Stunden dauern und Ben war bei seiner geliebten Carla.

    Der Flug dauerte gute vier Stunden bis sie auf dem Flughafen Saint-Exupéry landeten. Nach dem sie den Zoll passiert hatten, ließen sie sich von einem Taxi ins Krankenhaus bringen. Doch dort stießen sie an ihre Grenzen. „hören sie….Frau de Cossa ist meine Verlobte und ich will zu ihr…bitte…ich muss sie sehen..“ versuchte Ben auf sein Schulfranzösisch. „Sie können nicht zu ihr. Sie liegt auf der Intensivstation und dort können Sie nicht einfach hin. Ich werde Dr. Bonnet holen..“ kam von einer sehr resoluten Schwester. Semir sah Ben an. „Sag ihr, dass wir hier warten…“ empfahl er als Ben ihm übersetzte, was Sache war. Ben tat es. „Ich fass es nicht..ich bin doch fast ihr Mann und man lässt mich nicht zu ihr…das ist unfair…ich bin extra deshalb…“ fluchte Ben leise. Semir legte ihm die Hand auf die Schulter. „Die wissen schon was sie tun. Warten wir auf den Doc. und hören was er sagt. Es dauerte knappe fünf Minuten bis der Arzt kam. „Guten Abend meine Herren. Ich habe gehört, dass Sie zu einer der Komapatienten vom Absturz wollen?“ fragte er freundlich in einem perfekten Deutsch. Ben nickte. „Ja..sie ist meine Verlobte…und…ich muss einfach zu ihr…“ erklärte er mit fester Stimme. „Nun…das ist derzeit nicht möglich. Bitte haben Sie Verständnis. Morgen dürfen Sie gern herkommen aber nicht heute.“ Lächelte der Doc. „Dr. Bronnet…richtig?“ wollte Ben wissen. „Ohne R…Bonnet….ich kann Ihnen sagen, das die Damen in guten Händen sind….“ lächelte Bonnet. „Können Sie mir wenigstens sagen, was sie hat? Wie schwer ist sie verletzt?“ fragte Ben leise nach. „Nun…sie ist sehr schwer verletzt. Während des Absturzes muss sie aus dem Flugzeug geschleudert worden und wurde etwa vier Meter weit geschleudert und von einem Heuhaufen aufgefangen. Allerdings hat es den Sturz nur sehr gering abgemildert. Sie hat einige Knochenbrüche, Eine Rippe hat ihr die Lunge durchbohrt, was wir erfolgreich flicken konnten. Die Milz musste ihr entfernt werden, weil sei regelrecht perforiert wurde. Die Wirbelsäule ist nicht verletzt und so wie es derzeit aussieht ist auch der Kopf nicht in großer Mitleidenschaft gezogen worden. Aber das werden wir erst herausfinden, wenn sie wieder wach wird“ endete der Vortrag des Arztes. „Aber sie wird wieder wach, oder?“ wollte Ben wissen. Angst schwang in der Stimme mit. „Nun wir denken schon. Es ist kein echtes Koma… Aber sagen, wann es sein wird, können wir nicht. Erst einmal müssen die Wunden heilen. „Wie lange…..ich meine, wann kann ich sie nach Deutschland bringen?“ harkte Ben nach. „Das wird mindestens noch drei wenn nicht sogar vier Wochen dauern.“ erklärte Bonnet. Ben nickte. „Würden Sie mich anrufen, wenn sie..ich meine wenn es soweit ist?“ bat er leise. Aber nur Sie und nur in Schutzkleidung….“ bot Dr. Bonnet nun doch an als er sah das die Sorge echt war. „Sehr gern…..“ bestätigte Ben. Tränen liefen ihn über die Wange.