„Das ist Christopher Holmes…Christopher… mein Sohn Ben und sein Kollege Semir Gerkhan…“, stellte Konrad seinen Sohn und dessen Partner seinem Geschäftspartner vor. „Aber wir kennen uns doch, Konrad.“, lächelte der Engländer und schlug beiden Kommissaren auf die Schultern. Ben verdrehte kurz, aber unbeobachtet die Augen. Semir erwiderte das freundschaftliche Lächeln. „Ich hatte schon einige Bekanntschaften und Abenteuer mit den Beiden durch.“, erklärte Christopher, als er Konrads Gesicht sah. „Genießt die Party. Wir unterhalten uns später ausführlich.“, meinte er. Nur kurz war die Unterhaltung und Ben setzte sich mit Semir wieder ab. Semir spürte eine Veränderung an Ben. „Dir gefällt das nicht wirklich, oder?“, fragte er nachdenklich. „Mein Vater ist erwachsen… er muss es wissen. Ich werde ihn sicher nicht davon abhalten. Hier das Programm…“, murmelte Ben und reichte Semir das Blatt. Dieser sah kurz drauf. „Whow…. Livemusik…diese Band …ähm….na Name ist egal…“, grinste Semir, denn er konnte den Namen nicht aussprechen. „Ach echt…?“, lachte Ben und warf selbst einen Blick ins Programm. „Hey…. Die Jungs kenne ich.“, lachte er. „Na dann feierst du halt ein Wiedersehen…. Wenn sie dann auftreten…“, kam von Semir. Er sah auf das Wasser. „Sag mal…. Sagtest du nicht, dass das Schiff nicht ablegt? Ich meine ich kann mich auch täuschen, aber das Ufer scheint doch schon etwas entfernt zu sein…“, hängte er plötzlich an. Ben sah erstaunt durch das Fenster. „Was soll das denn?“, fauchte er und drehte sich um. Doch sofort weiteten sich seine Augen vor Schreck, seine Hand schnellte zu Semir, um ihn auf das aufmerksam zu machen, was auf der Bühne gerade geschah.
„Okay, alle mal herhören.“, rief Gabriel durch den großen Raum und hielt seine Pistole weit sichtbar in die Luft. Sofort erschraken alle Gäste und drehten sich zur Bühne um. „Wenn sie alle ruhig verhalten, wird ihnen nichts passieren. Wir werden ihnen jetzt alle Wertsachen abnehmen und ich bitte sie, zu kooperieren. Dann wird ihnen nichts passieren. Ansonsten könnte es sehr ungemütlich für sie werden.“, drohte er und schon machten sich die anderen Musiker, ebenfalls bewaffnet, von der Bühne auf den Weg durch die Menge und hielten jedem Gast einen Beutel vor den Bauch, in den er alles werfen sollte, was er an Schmuck und Wertsachen bei sich trug. Ben und Semir saßen weit hinten und schienen noch nicht bemerkt worden zu sein. „Verdammt, was machen wir jetzt?“, wollte Ben flüsternd wissen und sah seinen Partner ratlos an. Dieser sah sich um. Sein Blick blieb an der Tür haften, die aus dem Saal führte. „Wenn wir es bis dahin schaffen, können wir per Handy die Kollegen verständigen.“, schlug er vor und sah, wie Ben sich umblickte. „Semir, mein Vater ist hier drin. Ich kann ihn nicht alleine lassen und vor allem kann ich ihn nicht solch einer Gefahr aussetzen.“, erwiderte der Jungkommissar. „Verdammt, wir müssen doch irgendwas tun.“, zischte Semir, doch ehe er weitersprechen konnte, stand schon einer der Bandmitglieder vor ihm und drückte ihm die Mündung seiner Maschinenpistole ins Gesicht.
„Was seid ihr denn für Komiker?“, fauchte Ilja und zog Ben auf. „Los, Uhr, Handy, Portemonnaie und das alles ein bisschen plötzlich.“, fauchte er und packte den Kommissar am Kragen. Doch dieser packte nur den Arm des Mannes und drehte ihn auf den Rücken. Ilja schrie auf. Doch sofort war Ben von Karsten und Holger umringt. Holger schlug mit dem Kolben der Schrotflinte Ben in die Magengrube. Keuchend fiel er zu Boden. „Ben... um Gottes Willen.“, stieß Konrad aus und rannte zu seinem Sohn. Doch Ilja, der sich wieder aufgerichtet hatte, nahm seine Waffe in Anschlag und zielte auf den Baulöwen. „NEIN!!!“, schrie Ben keuchend und hörte nur noch den Schuss, als sein Papa getroffen zu Boden fiel. Die Gäste schrieen auf und wichen zurück. Gabriel sprang von der Bühne und sah die sich gebildete Blutlache und den am Boden liegenden Mann, der sich die zitternde Hand auf seine Schulter presste. „Was hast du gemacht, du Schwachkopf?“, stieß Gabriel aus und schmiss Ilja zu Boden, nahm ihm die Waffe ab. „Du Idiot... ich habe gesagt, kein Blutvergießen. Und jetzt?“, fauchte er und trat Ilja in den Hintern. Sofort ließen Karsten und Holger von Ben ab und dieser grabbelte zu Konrad. „Papa... Papa...“, weinte er und nahm die blutgetränkte Hand seines Vaters. Semir stand fassungslos daneben und sah ihn die Runde. Was sollte er jetzt tun?