Semir versuchte Bens Hände von sich zu stoßen. „Ich muss sitzen…ich bekomme keine Luft..“ stieß er mühevoll aus. Ben half ihn sich zu setzten. „Hat der Mistkerl dich angeschossen?“ wollte Ben wissen. Semir nickte nur. Er lehnte seinen Kopf gegen die Wand und schloss die Augen. „Ich war so ein Idiot….er hat mich in die Falle gelockt und fast angezündet…und nun… ist er …vermutlich über…alle Berge…“ kam von Semir. „Wer sagt das denn?“ grinste Ben. Der Notarzt kam angerannt. Semir sah Ben an. „Was soll das? Ich brauch keinen Arzt…“ widersprach er sofort. „Semir…du hast dort in der Hölle gesessen und sicher mehr Rauch eingeatmet, als gut ist….außerdem bist du angeschossen…also Klappe halten und untersuchen lassen!“ befahl Ben hart. Semir sah ihn an. Er fühlte sich müde und sein Kopf schmerzte. „Sehen Sie mich bitte an…“ kam von dem Arzt. Semir tat es. „Tut Ihnen etwas weh? Kopfschmerzen? Probleme mit dem Atmen?“ wollte der Arzt wissen. Semir nickte. „Mein Kopf….irgendwie….leer..“ kam von ihm. Ben grinste und meinte leise. „Da war noch nie was drin..“ Semir trat nach ihm und traf auch. „aua…“ lachte Ben. „Das hab ich gehört….“ Meinte Semir drohend. „AUA!!“ schrie er auf, als der Arzt ihn an dem Arm fasste. „Okay…Sie werden ins Krankenhaus gebracht und eingehend untersucht. Für die Atmung gibt es jetzt direkt Sauerstoff…Sie empfinden es am Anfang als unangenehm…. Aber es ist wichtig, das Sie tief und gleichmäßig atmen…okay?“ wollte der Arzt wissen. Semir nickte und ließ sich die Maske aufsetzten. Tatsächlich musste er zunächst husten und wollte das Ding wieder abziehen. „Nein…lassen Sie es drauf…es wird gleich besser….“ beruhigt der Arzt ihn. Dann winkte er zwei Sanitäter her die mit einer Trage kamen. „Legen Sie sich darauf und versuchen Sie ganz entspannt zu atmen..“ lächelte der Arzt ihn an. Semir tat es. Er wusste dass es das Beste war. Er fühlte sich elendig. Ben folgte zum Krankenwagen und reichte ihm die Hand. „Ich komme zum Krankenhaus wenn ich Schrammel abgeliefert habe…“ verkündete er. Semir nickte nur.
Ben ging zum BMW zurück und packte Schrammel, der fluchend an den Fesseln zog. „Das ist Freiheitsberaubung…dafür werde ich Sie verklagen..und wegen Brutalität im Dienst!!“ fauchte er wütend. Ben sah ihn an. „Herr Luis Schrammel…ich verhafte Sie wegen zweifachen Mordes an zwei Polizisten sowie zwei Mordversuche an Polizisten. Sie haben das Recht zu schweigen…..denn alles was Sie von nun an sagen oder tun, kann und wird gegen Sie verwendet werden. Sie haben das Recht, einen Anwalt Ihrer Wahl während Ihrer Vernehmung hinzu zu ziehen, den Sie sich auf der Wache zitieren können…“ rasselte Ben die Formel runter. Schrammel sah ihn an. „Das wird ein Nachspiel haben, das schwöre ich dir jetzt schon…Jäger….“ Fauchte er Ben an. Dieser grinste leicht. „Machen Sie weiter..Drohungen tun sich immer gut. Besonders wenn es um Sicherheitsverwahrung geht…“ meinte er nur und drückte Schrammel auf die Rückbank. „Sie werden mich ganz sicher nicht hinter Gitter bekommen….eher bringe ich Sie und diesen Kanaken um…“ fluchte der Gefangene weiter. Ben stellte seine Ohren auf Durchzug, aber er merkte sich jede Drohung die der Mann hinter ihm ausstieß. Es dauerte eine gute halbe Stunde bis sie die Wache erreichten. Hotte und Dieter kamen ihm entgegen und nahmen ihn Schrammel ab. „In die Vernehmung..ich komm gleich…“ befahl er freundlich. Dann ging er zu Kim Krüger, die bereits auf den Bericht wartete. „Wir haben ihn, Chefin….aber Semir ist derzeit im Krankenhaus….Schrammel hat versucht ihm das Lebenslicht auszublasen und es sah gar nicht so gut aus für Semir… Schrammel hat versucht ihn zu verbrennen…außerdem ist Semir angeschossen…“ berichtete er sachlich. „Ist Semir schwer verletzt?“ wollte Kim sofort wissen. „Ich fahre jetzt direkt hin und erkundige mich nach dem Zustand…“ lächelte Ben und stand auf. „Ähm…könnten Sie Schrammel vernehmen?“ bat Ben. Kim nickte. „Sie kümmern sich um Semir…“ meinte sie nur. Ben verschwand. Er fuhr zum St Marien Hospital und ließ sich zu Semir lotsen. Auf dem Flur der Station musste Ben zunächst warten, denn Semir wurde gerade behandelt.
