Beiträge von Elvira

    „Hey … kleine Maus...lach mich doch mal an..“ forderte der maskierte Mann Alexandra auf. „Lassen Sie mich bitte in Ruhe....bitte..“ weinte sie leise. Die Kinder Yvette und Timo sahen den Mann ängstlich an. Als sie vorgestern nach Hause kamen waren ihre Eltern nicht allein. Vier Männer waren dabei und die Kinder wurden ziemlich hart angepackt. Yvette und Timo wussten nicht was die Männer wollten, aber ihr Vater war sehr besonnen und bat die Familie in die Zimmer zu schicken. Doch nun war der Vater nicht zuhause. Alexandra hatte gekocht und die Männer aßen sogar mit. Doch nun bemerkte Yvette das einer der Männer ihre Mutter arg bedrängte. „Lass meine Mama in Ruhe...!“ fauchte die Kleine mutig. Doch der Mann lachte nur. „Ich kann auch dich nehmen..“ meinte er. „Nein..lassen Sie sie in Ruhe..bitte...mein Mann tut doch alles was Sie wollen..bitte....“ weinte Alexandra. Sie spürte ein Ziehen im Bauch und flehte innerlich, dass es aufhören möge. Sie rieb sich beruhigend über den Bauch und es brachte tatsächlich etwas. „Weißt du was...wenn dein Mann nicht das macht, was wir wollen, dann können wir richtig viel Spaß haben...“ lachte der Mann. Er fuhr langsam mit seiner Hand über die Brust von Alexandra. „bitte...nicht wenn die Kinder dabei sind...bitte..“ flehte sie leise. Der Mann sah zu Yvette und Timo die sich eng aneinander schmiegend in der Ecke saßen. „und wenn er alles macht, dann dürft ihr uns heute Abend schon wieder vergessen...“ lachte der Mann. Alexandra nickte. „er wird alles tun...ich weiß es...“ bestätigte sie. „Kümmere dich um deine Bälger und versorge sie....ich will keinen Ton hören. Es klingelte an der Tür. Timo sah erschrocken zu seiner Mutter. „Das ist bestimmt Peter...er wollte mit mir spielen..“ klagte der siebenjährige. Der Mann zerrte Alexandra hoch. „Schick das Kind weg!“ forderte er sie auf. Alexandra nickte und ging zur Tür. Tatsächlich stand Peter Martens vor der Tür. „ich wollte mit Timo spielen...“ erklärte der Junge. „Timo ist gerade weg...zu seinem Opa...er kommt erst in drei Tagen zurück..“ erklärte Alexandra. „Schade.... dann komm ich noch mal wieder..“ meinte der quirlige Junge und verschwand wieder.

    Als nächster Zeuge wurde Markus Fink aufgerufen. Semir sah den Mann an. Er kannte ihn aus den Akten. Markus war bereits mehrmals wegen Raubüberfall und Drogenhandel verurteilt worden. Diesmal war er der Kronzeuge der Verteidigung und behauptete steif und fest, das Schrammel niemals etwas Böses getan hätte oder auch nur dazu im Stande wäre. „Seit wann kennen Sie Herrn Schrammel denn?“ fragte Schrankmann. „ich wüsste jetzt nicht was das zur Sache tut, aber wir kennen uns seit gut vier Jahren..“ erklärte Fink. „Ist es nicht so, dass Sie ihn im Gefängnis kennen gelernt haben?“ harkte sie nach. „Ja und? Was ist denn dabei...er saß wegen eines Justizirrtum im Gefängnis genau wie ich...mein Wiederaufnahmeverfahren läuft gerade an.“ grinste Fink. „Ja sicher... es ist immer ein Irrtum, wenn der Angeklagte hinter Gitter kommt. ER hat ja nie Schuld... Weshalb saßen Sie ein?“ wollte Schrankmann wissen. „ich? Nun ja...ich...“ Fing sah zu dem Anwalt von Schrammel. „Einspruch...das persönliche Vergehen des Zeugen steht hier nicht zur Debatte!“ gab der Mann von sich. Der Richter nickte. „Einspruch statt gegeben..“ kam von dem Mann in der Robe. „Also gut...dann formuliere ich die Frage anders..Ist es nicht so gewesen, dass der Angeklagte und Sie in einer Zelle saßen? Und ist es nicht so gewesen, dass Sie mit ihm sogar Fluchtpläne geschmiedet haben?“ fauchte die Staatsanwältin. „Muss ich mich dazu äußern? Ich kann doch hier nichts dazu sagen...das würde mich selbst belasten..“ grinste Fink, der scheinbar ganz genau seine Rechte und Pflichten als Zeugen kannte. Der Richter nickte. Schrankmann zog tief Luft ein. Irgendetwas stimmte hier nicht. „Herr Fink...ist es richtig, dass Sei an dem Tag, wo mein Mandant angeblich zwei Polizisten ermordet haben soll, zur Tatzeit bei Ihnen war?“ wollte der Anwalt wissen und legte dem Zeugen mit der Frage bereits die Antwort in den Mund. „Ja...das stimmt... wir hatten an dem Tag unsere Freundschaft besiegelt...“ nickte Fink. „würden Sie dem Gericht bitte sagen, von wann bis wann Sie zusammen waren und was dann passiert ist?“ bat der Anwalt. Fink tat es. „Wir waren bis um zwei zusammen. Also als die Polizisten erschossen wurden, waren wir immer noch bei unserem Treffen und deshalb kann er es gar nicht sein. Er ist ein Opfer der gesetzlichen Willkür..“ kam wütend von Fink. Es klang ernst gemeint.

    22.07.2010 "Am Ende der Jugend"

    Ein verzwickter Fall, bei dem es um Mord, Erpressung und die Zukunft eines jungen Mannes geht, verschafft Semir ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten. Zwischen den beiden entwickelt sich ein Kampf, der Semirs Partner Ben zweifeln lässt, ob dieser noch zwischen Privatfehde und der Ausübung seines Berufes trennen kann... Als auf der Autobahn ein Selbstmörder beim Sprung von einer Brücke eine Massenkarambolage auslöst, muss Kriminalkommissar Ben Jäger erstmal alleine klarkommen. Semir kümmert sich unterdessen um seinen jugendlichen Schützling Cem, dem er eine Lehrstelle bei einer Autowerkstatt organisiert, um ihm wieder auf den rechten Pfad zu helfen.
    Bei den Ermittlungen stellt sich heraus, dass der vermeintliche Selbstmörder in Wirklichkeit ermordet wurde. Es handelt sich um den Waschsalonbetreiber Tarik. Als die beiden Kommissare den Laden des Toten untersuchen, finden sie Spuren von Zerstörung. Wurde der Geschäftsmann erpresst?
    Doch bei ihren Nachforschungen bei anderen Ladenbesitzern stoßen sie auf eine Mauer des Schweigens. Schließlich traut sich ihnen der Vorbesitzer des Waschsalons an. Er hatte den Laden wegen der Erpressungen schließlich entnervt verkauft. Semir staunt nicht schlecht als er hört, wer der Drahtzieher der Schutzgeldbande sein soll - ein alter Bekannter aus Teenagerzeiten: Tayfun Yilmaz. Mit aller Macht versucht Semir, seinem alten Bekannten die Schutzgelderpressung nachzuweisen. Ein Schlagabtausch beginnt. Was Semir jedoch nicht weiß: Tayfun hat seine Finger auch im illegalen Renngeschäft und er will ausgerechnet Cem als Fahrer engagieren.
    Zwischen Tayfun und Semir beginnt ein Kampf um Cems Seele. Für Semir geht es nun neben der Aufklärung eines Mordes auch um ein Stück persönliche Geschichte - und um die Zukunft des jungen Cem. Dabei übertritt Semir wiederholt die Regeln des Polizeidienstes und gerät schwer unter Druck. Selbst sein Partner Ben scheint daran zu zweifeln, ob Semir noch zwischen Privatfehde und der Ausübung seines Berufes trennen kann...

    Semir betrat den Saal und setzte sich auf den Stuhl, der für die Zeugen bestimmt war. „Bitte nennen Sie mir Ihre Personalien, Alter, Anschrift sowie Dienstrang...“ forderte der Richter ihn auf. „Ich bin Kriminalhauptkommissar Semir Gerkan, 42 Jahre alt und über meine Dienststelle zu laden.“ gab Semir bekannt. Der Richter nickte. „Herr Gerkhan...würden Sie mir bitte die Festnahme des Angeklagten schildern und bitte auch warum er in Ihr Visier geraten ist...“ bat der Richter. Semir nickte. „Herr Schrammel hat sich nach einem Überfall die Autobahn als Fluchtweg genutzt. Sie war natürlich bereits an vielen Stellen abgesperrt, da wir bereits wussten, dass der Mann flieht und wo er sich befand. Auch haben wir miterlebt, dass er zwei Kollegen erschoss und einen dritten so schwer verletzt, dass er im Koma liegt.“ erzählte Semir. „Herr Gerkan...war es nicht eher so, dass Sie völlig ohne Grund auf meinen Mandanten geschossen haben?“ wollte der Anwalt wissen. „Nein...das ist nicht so... Herr Schrammel hat das Feuer zuerst eröffnet..wir haben uns nur verteidigt...“ erklärte Semir weiter. „Das ist ja sehr toll..und wie soll mein Mandant geschossen haben? Er hatte ja nicht einmal eine Waffe...! Sie haben doch keine Waffe bei ihm gefunden oder?“ verhöhnte der Anwalt ihn. „Wir haben ihn auf ein unbenutztes Gelände getrieben.....wo er sich zunächst dem Zugriff entziehen konnte. Dabei war er nicht gerade sparsam was die Munition angeht!“ erklärte Semir weiter. Er atmete tief ein. Natürlich wusste er, dass der Anwalt alles tun würde um seinen Mandanten frei zu bekommen, doch so einfach wollte er es ihm nicht machen. „Erzählen Sie bitte weiter..“ forderte der Richter auf. „Nach dem wir an seinem verlassenen Fahrzeug angekommen waren, haben wir uns die Gebäude vorgenommen und fanden den Angeklagten im Lager. Mein Kollege und ich teilten uns auf und suchten getrennt die Räume ab. Ich hatte dann leider das Pech auf ihn zu treffen...“ Semir räusperte sich.

    „Herr Gerkan...in Ihrem Bericht schreiben Sie, das Schrammel Sei auch töten wollte...würden Sie es dem Gericht bitte schildern, was passierte?“ bat Schrankmann. „Ja...stimmt..ich bin in einem Raum gegangen wo ich ihn vermutete. Er nahm mich erst unter Beschuss und überwältigte mich anschließend. Als ich benommen am Boden lag, hat er den Raum in Brand gesetzt....ich wäre vermutlich erstickt und verbrannt wenn mein Kollege mich nicht raus geholt hätte...“ erzählte Semir. „Ihnen fallen ja super tolle Geschichten ein.....Herr Gerkan....sind Sie sicher, dass mein Mandant das Feuer gelegt hat? Ist es nicht eher so, dass durch das Gerangel, welches Sie mit dem Angriff auf meinen Mandanten gestartet haben, ein Benzinkanister umgekippt ist und eine brennende Zigarette, die Sie meinem Mandanten aus der Hand geschlagen haben, das Benzin entzündet wurde. Also durch Unachtsamkeit Ihrerseits?“ wollte der Verteidiger wissen. „Nein...es war kein Benzinkanister vorhanden und der Angeklagte hatte auch nicht geraucht!“ widersprach Semir. „Wie kann es dann sein, das die Feuerwehr eben einen solchen gefunden hat? In dem Raum, wo Sie angeblich in Lebensgefahr waren?“ fragte der Verteidiger höhnisch.

    Nach gut zwanzig Minuten wurde Ben in den Saal gebeten. Auch er nahm auf dem Stuhl platz. „Herr Jäger...nachdem wir die Version von Herrn Gerkan bereits gehört haben, würden wir auch gern Ihre Schilderung hören. Ben sagte aus und es war fast wortgleich mit dem was Semir geschildert hatte. Bis zu dem Punkt wo er die Verfolgung von Schrammel aufnahm während Semir in dem Raum gefangen war. „...am Fahrzeug war dann endgültig Schluss. Ich konnte ihn dingfest machen und verhaften...“ endete Ben. „Was ist dann passiert?“ wollte der Anwalt von Schrammel wissen. „Ich habe Herrn Schrammel die Handschellen angelegt und die Rechte vorgelesen. Dann bin ich zu meinem Kollegen um ihn zu retten.“ gab Ben zu. „Sie wollen meinen Mandanten die Rechte vorgelesen haben? Ist es nicht eher so, dass Sie meinen Mandanten niedergeschlagen und ihn ans Lenkrad gekettet haben? Das nenne ich Körperverletzung im Amt..Sie wissen doch was das für Sie heißt oder, Herr Jäger?“ fauchte der Verteidiger. „Ich habe Herrn Schrammel die Rechte vorgelesen, als er zu sich kam...“ berichtigte Ben sich. „Eben sagten Sie doch, dass Sie die Rechte beim Anlegen der Handschellen vorgelesen haben...was stimmt denn nun? Haben Sie ihn geschlagen?“ harkte der Anwalt nach. „Ja...aber er war gefährlich und hätte meinen Partner fast umgebracht. Ich hatte keine zeit...“ verteidigte Ben sich. „Ja...das mit dem Feuer, was angeblich mein Mandant gelegt haben soll....aber was kann Herr Schrammel dafür, wenn Herr Gerkan so unvorsichtig ist....“ lachte der Anwalt. „Einspruch!! Das Feuer wurde von Herrn Schrammel gelegt...und das ist Mordversuch!!“ ging Schrankmann dazwischen. „Einspruch abgewiesen...“ kam müde vom Richter. Schrankmann sah ihn kurz an, doch sagte nichts. Ben sah zu Semir, der nur die Schultern hochzog. „Mein Kollege hat das Feuer nicht gelegt und er hätte sich bestimmt nicht in den Flammen eingeschlossen wenn...“ antwortete Ben sachlich. „Oh vielleicht hat Ihr Kollege nicht damit gerechnet, dass mein Mandant sich zu Wehr setzte. Was hatte Ihr Kollege denn vor? Selbstjustiz?“ fauchte der Anwalt. „Einspruch!! Das sind Unterstellungen die sich Herr Gerkan nicht gefallen lassen muss. Seine Akte ist völlig tadellos!“ begehrte Schrankmann auf. Wut war in der Stimme zu hören. „Bitte formulieren Sie Ihre Frage anders....“ bat der Richter und sah den Anwalt an.

    na jetzt geht es aber mal zur Sache....eine heiße Spur...ich hab auch eine...bald so sage ich jetzt ohne Krake voraus....bald passiert was.. was weiß ich noch nciht...aber Chris weiß es....also du weißt was deine Aufgabe ist ;)

    Dein Wunsch ist mir Befehl, Elina.... ;)

    Als die Schüsse vom Schiff kamen stieß Kim und auch Steiner ein Stöhnen aus. „Die Zeit ist doch nicht vorbei…was machen die denn da?“, wollte sie wissen. Verzweiflung machte sich bei ihr breit. „Wir haben die Leichen geborgen… einer von ihnen ist ein gewisser Wilhelm Geißel. Er gehörte zu denen, die als Gäste an Bord waren. Ein anderer wurde als Karsten Lüttgers identifiziert. Vorbestraft wegen Geiselnahme, Erpressung, Körperverletzung und noch einiges mehr.“, zählte einer der Beamten auf. „Wenn die sich gegenseitig erschießen, dann haben wir wenigstens weniger Arbeit…“, meinte Steiner nur. „Ja wenn es dabei bliebe schon. Ich befürchte nur, dass sie sich das sicher nicht antun.“, kam leise von Kim. Das Telefon klingelte. „Was ist mit dem Lösegeld?“, hörte Steiner den Erpresser fragen. „Ist unterwegs…“, erklärte er leise. „Sehr gut… ach ja… wir haben hier noch zwei sehr besondere Gäste….nur zu Ihrer Information… ein Hauptkommissar Semir Gerkhan und sein Kollege Ben Jäger, der der Sohn von dem großen Konrad Jäger ist… Für die Beiden verlangen wir zusätzlich Geld!“, kam die nächste Forderung. „Wie viel?“, wollte Steiner wissen. „Nun ich denke die Beiden sollten doch was Wert sein… sagen wir noch mal 5 Millionen… also insgesamt 21 Millionen. Die Zeit läuft.“ Der Anrufer legte auf ohne auf die Antwort von Steiner zu warten. Kim sah ihn an. „Ihre Leute wurden enttarnt…“, gab er bekannt. Kim schloss die Augen. „Verdammt. Wie lange braucht das Geld noch?“, wollte sie wissen. Steiner sah auf die Uhr. „Mindestens noch drei Stunden und jetzt, mit den fünf Millionen mehr, wird es noch einmal vier Stunden dauern. Wir müssen jetzt handeln und das SEK einweisen.“, gab er bekannt. Auch Kim sah im Moment keine andere Möglichkeit, als einen Zugriff wenigstens für den Notfall vorzubereiten. „Okay... informieren sie die Kollegen. Ich kümmere mich um das Geld.“, meinte sie und stieg in ihren Wagen. Mittlerweile war es vier Uhr dreißig. Viel Zeit blieb nicht mehr.

    Ben sah, wie der Mann Semir mit Schlägen traktierte. „Ben... Verschwinde... Rette dich.“, rief Semir unter Schmerzen. Doch Ben kam zurück und warf sich auf Holger, schlug auf ihn ein. Der Mann sackte nach dem dritten Schlag auf den Kopf zusammen. Er sah sich suchend um, nahm die Waffe an sich. „Semir? Alles in Ordnung mit dir?“, wollte er dann wissen und löste die Fesseln. „Ja...ja... geht schon. Mach mich los.“, stöhnte Semir unter Schmerzen und merkte, wie ihm die Handfesseln gelöst wurden. „Was ist mit ihm?“, fragte Ben und deutete auf den bewusstlosen Christopher Holmes. „Wir müssen ihn erstmal verstecken. Wenn die Kerle ihn finden und wir sind weg, was werden die dann mit ihm machen?“, fragte Semir und löste die Fesseln des Engländers. Sofort sackte dieser zusammen und fiel zur Seite. „Verdammt, er muss dringend in ein Krankenhaus.“, stieß Semir aus. Dann hörte er Schritte und sah sich um. „Ben...“, flüsterte er und sofort stellte sich der Jungkommissar neben die Tür des großen Saales, die Waffe im Anschlag haltend. Würden sie jetzt die Sache zu Ende bringen können?

    Andrea lief Zuhause auf und ab. „Susanne, ich kann hier jetzt nicht mehr tatenlos rumsitzen. Ich muss zu Frau Krüger. Ich muss zu diesem verdammten Schiff.“, stieß sie aus und wollte gerade ihre Jacke schnappen, als Aida zu schreien anfing. „Du kannst hier nicht weg.“, meinte Susanne und deutete nach oben. „Susanne, ich...“, Andrea verstummte und schritt die Treppen hinauf. Aida stand in ihrem Bettchen und hustete wie ein großer Hofhund. „Och mein armes Schätzchen... Mama ist ja da.“, meinte Andrea fürsorglich und nahm ihre Tochter in den Arm. Das Fieber war leicht gesunken, doch noch immer glühte ihre Stirn. Schnell machte sie einen kalten Wickel und wechselte die feuchte Decke aus. Aida keuchte und röchelte gefährlich, doch Andrea versorgte sie gut und kümmerte sich liebevoll um ihre Tochter. Dennoch waren ihre Gedanken bei Semir. Hoffentlich kam ihr Mann gesund und munter wieder. Sie wollte sich gar nicht ausmalen, was ihm alles passieren könnte. „Mama... mir ist heiß.“, kam es gequält von Aida. „Ich weiß mein Schatz. Mama ist ja bei dir.“, erwiderte Andrea und küsste ihre Tochter vorsichtig auf die glühende Stirn.

    „Komm schon, Timo!!!“ rief Yvette ihren Bruder, der nur langsam hinter ihr her lief. „ich bin müde….“ Stöhnte Timo. „Ich wette, das Mama wieder Eis gemacht hat…Erdbeereis….lecker….“ lockte sie ihn. „Yvi….ich will kein Erdbeereis….ich will Zitroneneis!!“ maulte Timo. „Dann eben Zitronen und Erdbeereis…“ lachte Yvette. Sie waren fast zuhause. Nur ein paar Schritte noch. „Soll ich dir den Ranzen abnehmen?“ wollte sie von Timo wissen. „Ja…der ist heute schwer….“ Nickte er und gab seine Schwester den Tornister. „Der ist doch gar nicht schwer…“ lachte Yvette und nahm die erste Stufe von ihrem Zuhause. Timo drängte sich vor und klingelte. Nur wenig später öffnete ihre Mutter die Tür. „hallo ihr zwei…“ sagte sie und umarmte die Kinder. Yvette schien über einen 7. Sinn zu verfügen, denn sie spürte das etwas nicht stimmte. „Was ist denn Mama? Hast du Schmerzen?“ wollte sie wissen und sah ihre Mutter besorgt an. „Nein…nein…es ist alles gut…“ wiegelte diese allerdings ab. Die Kinder gingen ins Wohnzimmer und wollten ihren Vater begrüßen, als sie die anderen Männer mit den Masken sah. Yvette blieb sofort stehen und sah ihren Vater an. „Yvi…bitte komm….es ist alles in Ordnung…“ beruhigte ihr Vater sie. Yvette ging ein paar Schritte rückwärts und stellte sich schützend vor ihren kleinen Bruder. „Oh nein….das glaub ich nicht ganz..“ sagte sie mit fester Stimme. „Yvette bitte…ich…“ kam von ihrer Mutter, die sich neben ihr stellte. „Mama…was wollen die Männer hier?“ fragte Yvette. Timo lugte zwischen Mutter und Schwester ebenfalls auf die Besucher. „Ich hab Angst…“ kam leise von ihm. „Setzt euch hin!“ befahl einer der Besucher. Yvette und Timo wurden von ihrer Mutter zum Sofa gebracht wo sie sich ebenfalls niederließ. „So….euer Ehren…wo wir nun zusammen sind, können wir auch sagen was wir wollen….“ ließ der Mann verlauten. „Also gut…was?“ fragte Richter Singenthaler. „Es ist ganz einfach…Sie werden übermorgen Luis Schrammel freisprechen.“ ließ der Besucher verlauten. Tobias schluckte schwer. „Wie bitte?“ fragte er heiser nach. „Sie werden Luis Schrammel freisprechen. Wenn nicht…werde ich erst den kleinen Timo erschießen…dann meinen Spaß mit Yvette haben, bevor ich sie ebenfalls erschieße und dann ihre Frau und das ungeborene Kind…Ich gebe Ihnen genau eine Stunde Bedenkzeit…bis dahin wird Ihre Frau uns was zu essen kochen….“ befahl der Mann.

    Der Prozesstag startete mit einem wunderbaren sonnigen Tag. Semir und Ben fuhren zeitig zum Gericht, da sie von Schrankmann erwartet wurden. Die Staatsanwältin mochte es überhaupt nicht, wenn man zu spät kam. „Meine Herren.... sehr schön Sie sind pünktlich. Sie wissen dass Sie meine wichtigsten Zeugen sind. Ich will nicht, dass Sie die Gegenseite in die Mangel nimmt, aber wir müssen damit rechnen...“ ermahnte sie die Beiden. „Frau Schrankmann...wir sind nicht zum ersten Mal als Zeugen vor Gericht. Wir wissen was wir ermittelt haben und was wir gesehen haben. Außerdem hätte der Mistkerl mich fast umgebracht...“ knurrte Semir. Schrankmann lächelte. „ich weiß... aber die Verteidigung wird sicher auf irgendwelche Ermittlungsfehler gehen. Verfahrensfehler... oder sonst etwas, was die Anklage zu Nichte machten kann.“ gab sie zu bedenken. Den Vorsitz hat Richter Tobias Singenthaler. Er ist sehr fähig und weiß was für ein Mensch Schrammel ist. Ich sehe da gar kein Problem, dass der Angeklagte sicher eine lebenslange Freiheitsstrafe verbüßen wird.“ lächelte Schrankmann. „Wir wissen was Sie von uns erwarten. Schade nur, dass der andere Kollege nicht auch aussagen kann, aber leider liegt dieser noch immer im Koma und es ist sehr fraglich ob er jemals wieder aufwachen wird.“ kam nachdenklich von Ben. „Meine Herren...machen wir das Beste draus..“ meinte Schrankmann und erhob sich. „Klar...kein Problem..“ lächelte Semir und ging mit Ben zu dem Saal wo sich das Schicksal von Schrammel entscheiden sollte. Ben und Semir musste gute fünfzehn Minuten vor dem Saal sitzen und warten. „Was denkst du? Wird er lebenslänglich bekommen?“ wollte Semir wissen. Ben nickte. „Das wäre nur gerecht. Er ist verdammt gefährlich. Am Besten wäre wenn die Sicherheitsverwahrung im Anschluss folgen würde...“ knurrte er. Semir stand auf. „Verdammt wieso brauchen die denn so lange..“ wollte Semir wissen, der ziemlich ungeduldig war. „Herr Gerkan bitte in den Saal“ forderte eine blecherne Stimme auf. „Du bist dran...“ grinste Ben und hob die Hand.

    Na das war doch wohl klar...Professor Bunsenbrenner kann es sich nciht erklären, aber Semir hat damit gerechnet....und Ben seht sich die Füße in den Bauch...wieso ist er denn immer so ungeduldig...aber immer noch nichts von den Verbrechern...Chris.....du überspannst so langsam den Bogen....wann geht es denn los????

    „Gib mir Schutz..ich bring sie rein!!“ befahl Ben und rannte zur Tür. Kein Schuss fiel mehr. Semir kam hoch und ging ins Haus. Als er Andrea erzählte was passiert war, sah sie ihn nur erschrocken an. „Morgen werdet ihr unter Personenschutz stehen…“ gab Semir bekannt. Ben blieb über Nacht bei Familie Gerkan.

    Richter Tobias Singenthaler saß zufrieden auf seiner Terrasse und genoss die Sonnenstrahlen. Vor ihm auf dem Tisch lag bereits der nächste Fall, den er aburteilen musste. Ein sehr einfacher Fall, denn die Morde an zwei Polizisten, Mordversuch an weiteren zwei Beamte sowie Drogenhandel war ganz eindeutig. Die Beweise war so gut zusammen getragen dass sicher kein „unschuldig“ herauskam. Allerdings musste dennoch eine Verhandlung durchgeführt werden. Die Staatsanwaltschaft, die durch Isolde Maria Schrankmann wurde, hatte alle Fakten beisammen. Tobias hatte sich intensiv mit den Akten auseinander gesetzt. Er schauderte als er die Zeugenaussagen las, die der Akte beilagen. Der Angeklagte war mit roher Gewalt vorgegangen. Einer der Polizisten lag im Koma und war nicht ansprechbar. Die Akte des Angeklagten las sich wie ein Krimi. Er war gerade mal 38 Jahre alt, doch von diesen hatte er die meisten Jahre hinter Gitter verbracht. Und diesmal wird er für immer einwandern...das war so sicher wie das Amen in der Kirche. „Du sollst dir doch keine Arbeit mit nach Hause bringen...“ riss die tadelnde Stimme von Alexandra, seiner Frau ihn aus den Gedanken. „Oh...Alex...nein...das ist nur der Fall, der morgen anfängt..“ lächelte er verlegen. „Ja aber das ist auch Arbeit...ich will die paar Stunden, die du daheim verbringst was von dir haben...“ klagte Alexandra. Tobias lächelte und strich ihr über ihren gewölbten Bauch. „Wie geht es unserem jüngsten Spross?“ wollte er wissen. „Dem geht es sehr gut...genau wie der kleinen Yvette und dem kleinen Timo...“ lachte sie. In wenigen Wochen sollte das dritte Kind geboren werden. Yvette war mit 11 die Älteste, dann folgte Timo mit 5 und nun war Nr. 3 unterwegs. Es war ein Junge, soviel wusste Alexandra schon und auch der Name stand fest. Er sollte Marvin heißen. Zwar war ein drittes Kind nicht geplant, doch für das Ehepaar Singenthaler war klar, das auch das Dritte geliebt werden wird. „Die Kinder kommen gleich nach Hause....ich werde mal anfangen zu kochen...“ erklärte sie und küsste ihren Mann innig. Seit über 20 Jahren waren sie nun verheiratet und immer noch so glücklich wie am ersten Tag. „Wann wird denn diese Verhandlung anfangen?“ wollte Alexandra wissen. „Übermorgen werden die ersten Zeugen vernommen. Aber das sollte dich jetzt nicht interessieren....“ lächelte Tobias und zog seine Frau an sich heran. „Du bist wunderschön.....und unser kleine Wurm wird unser Glück nur noch abrunden...“ gab er zu. Es klingelte an der Tür. „Das sind sicher die Kinder...und die haben Hunger...“ lachte Alexandra und ging zur Tür.

    Alexandra öffnete die Tür und erstarrte. Vor der Tür standen nicht die Kinder, sondern vier Männer mit Skimasken über dem Kopf. Sofort wurde ihr eine Hand auf den Mund gepresst. „Ganz ruhig…..wehrte Frau….dann passiert Ihnen nichts..ist das klar?“ wollte der Mann wissen. Alexandra nickte vorsichtig. „Wo ist Ihr Mann?“ wollte er wissen. Alexandra wies auf die Terrasse. „Sehr schön…wir gehen jetzt dort hin….und keine falschen Töne…wir wollen doch niemanden etwas tun…“ warnte der Mann sie. Alexandra nickte erneut. Der Mann gab ihr einen sanften Stoß in die Richtung. „Und…waren es die Kinder oder wieder lästige Vertre….“ Der Rest des Satzes schluckte Tobias runter, als er sah wen seine Frau mitbrachte. Sofort sprang er auf und stieß dabei seinen Stuhl um. „Was soll das?“ fragte er leise. „Nur keine Sorge Euer Ehren….das erklären wir Ihnen nach dem Essen…“ höhnte der Mann, der seine Frau festhielt. „Lassen Sie meine Frau los…bitte…was wollen Sie? Geld? Ich gebe Ihnen alles was Sie wollen… aber bitte lassen Sie meine Frau los…“ bat Tobias. Er macht einen Schritt auf die Männer zu. „Bleiben Sie stehen….! Sie wollen doch nicht, dass ich Ihrer hübschen Frau eine Kugel in den Kopf schieße oder?“ warnte der Mann. Tobias blieb wie eine Statue stehen. „Ich bin mir sicher, dass wir über alles reden können…..“ flehte Tobias. Sein Blick ging auf die Uhr. Die Kinder…sie müssten jeden Augenblick kommen… Der Mann bemerkte seinen Blick und nickte. „Wenn die Kinder gleich kommen, werden sie ganz normal begrüßt ist das klar? Wir wollen doch nicht, dass sie einen Schock bekommen oder?“ hörte Tobias ihn sagen. „Was wollen Sie von mir?“ fragte er und versuchte seine Stimme fest und ohne Angst klingen zu lassen. „Wir werden uns gleich unterhalten….erst einmal wichtige Verhaltensregeln… Sie euer Ehren werden alle Termine absagen, die Sie heute und morgen haben! Ihre Frau wird die Kinder in der Schule krankmelden! Und dann werden wir uns über das unterhalten, was Ihre Aufgabe ist…euer Ehren…“ kam von dem Anführer mit höhnischer Stimme.

    hmmm Semri ist wohl etwas nervös...dafür gibt es doch gar keinen Grund dafür....Chris ist harmlos....echt harmlos....bin ja mal gespannt wann es los geht und vorallem wann die Bombe platzt. Wann fliegt Ben auf? Ich meine...da wird doch wohl noch was kommen...

    So so...ein drückendes Problem, ja...sehr nett umschrieben... wirklich...sehr nett... lol

    Sehr gut geschrieben Jenni....ist wirklich klasse geworden..die Frage ist nur..wie lange hält Semir durch? Wird er frei gelassen damit er ins Krankenhaus kommt? Oder vegetiert er nun dahin? Was wollen die Erpresser erreichen?

    Schon wieder viele Fragen....

    „Verdammt! Was ist da los?“, stieß Steiner aus. Die Schüsse waren bis an Land zu hören. Sofort griff er zum Telefon und wählte die Nummer der Erpresser. Nur wenig später hörte er eine Stimme, doch es war nicht die, die er vorher gehört hatte. „Wer sind Sie?“, fragte er vorsichtig an. „Ich habe das Ruder übernommen….Mein Vorgänger hat sich verabschiedet. An den Forderungen ändert sich nicht viel….“, hörte Steiner. „Verdammt was ist da passiert? Wir haben Schüsse gehört. Ist jemand verletzt?“, wollte er wissen. „Nein…es gab ein paar Tote, aber die werden wir gleich selbst entsorgen.“, ließ der Verbrecher ertönen. „Wir sind dabei das Geld zu ordern, aber…wir….“, Steiner suchte nach Worte. „Was…Sie wollen mehr Zeit? Bekommen Sie…fünf Minuten…“, lachte der Mann am anderen Ende Dann hörte er ein Knacken. „Die machen Ernst….“, erklärte er Hall, der neben ihm stand. „Was ist mit Christopher Holmes?“, fragte dieser nur. „Das ist mir im Augenblick so ziemlich egal… es gibt mehr Menschen dort als nur diesen Holmes, der sich vermutlich vor Angst in die Hosen macht.“, knurrte Steiner. Auch Kim Krüger sah Hall mit merkwürdigem Blick an. „Mr. Hall….es gibt dort auch zwei Kollegen an Bord und viele Personen die dem Geldadel angehören. Das Geld für diese Geiseln wird in wenigen Stunden hier sein. Bis dahin sollten Sie mit Ihrer Regierung gesprochen haben und das Lösegeld für diesen Mr. Holmes einfliegen lassen!“, fauchte sie ihn an. Hall sah sie lächelnd an. „Frau Krüger…. Sie können hier nicht mitsprechen. Ihre beiden Kollegen haben sich dort an Bord geschlichen um vermutlich auch mal zum Adel dazu zu gehören oder?“, wollte er wissen. „Das ist absolut unrichtig. Herr Hauptkommissar Jäger ist der Sohn des Baulöwen Konrad Jäger, der so weit ich informiert bin, doch wohl Vertragspartner von Mr. Holmes ist, oder nicht? Und Herr Gerkhan ebenfalls Hauptkommissar, ist als Begleitung da.“, erklärte Kim. „Oh…das ist natürlich was Anderes. Die Beiden könnten sicher was unternehmen… es sind doch nur fünf oder sechs Gegner… für meine Kollegen bei Scottland Yard wäre das kein Problem.“, spielte Hall die Situation runter.

    „Was machen wir mit den Bullen?“, wollte Holger wissen, der nach wie vor auf Semir und Ben zielte. „Wir binden sie fest. Dort hinten am Geländer und den feinen Herrn dort auch. Die Andren werden wir in die Kabinen bringen… die Weiber gehen mir auf die Nerven.“, gab Ilja die Befehle. Alle wurden ausgeführt. Brutal wurde Semir über den Boden gezogen, obwohl er sich nicht wehrte. Mit schnellen Handgriffen war er am Geländer gefesselt, welches die Bühne der Musiker vom eigentlichen Saal trennte. Mit Ben und Christopher geschah das Gleiche. „Verdammt Semir…. Seit wann bist du so vorsichtig?“, fauchte Christopher ihn an, der andere Seiten an Semir kannte. „Wir sind nicht allein, wenn ich dich erinnern darf. Hier sind noch Andere auf die wir Rücksicht nehmen müssen.“, stellte Semir richtig. „Ja sicher…. Und jetzt hängen wir hier am Geländer… ist das vielleicht besser?“, wollte Christopher wissen. „Nein nicht wirklich, aber die Anderen sind aus der Gefahrenzone. Das ist ein Vorteil. Wir müssen einen nach den Anderen ausschalten…“, schlug Semir vor. „Klar doch…. Bist du Houdini? Die Fesseln sitzen ziemlich fest. Ich bin bereits am versuchen, mich zu befreien.“, raunte Ben ihm zu. „Haltet die Schnauze verdammt!“ schrie Holger der das Tuscheln hörte. Sofort schwiegen die Drei. „Was, wenn wir es nicht tun?“ wollte Semir wissen. Holger sah ihn an. „Willst du das wirklich wissen...okay… ich zeige es dir…!“, fauchte Holger und holte aus. Semir dachte vermutlich, dass er nun geknebelt wurde oder sonst irgendwie bestraft werden sollte, doch Holger schien sich nicht die Finger an ihm dreckig machen zu wollen. Er schlug Christopher die Waffe auf den Kopf. Sofort sank der Engländer in sich zusammen. Semir sah erschrocken auf Holger. „So und nun Ruhe!“, ermahnte er ihn.

    Gabriel saß in einer der Kabinen. Seine Hände waren nach vorne gefesselt. Verdammt, wieso musste er auch diesen Ilja mitnehmen?, dachte er bei sich und versuchte, die Fesseln loszuwerden, doch sie saßen ziemlich eng an. Was war mit Rebecca? Würde sie ihn auch verraten, so wie es die anderen schon getan hatten? Das wollte er sich auf keinen Fall gefallen lassen. Er musste hier raus. Doch wie? In diesem Moment hörte er, wie sich der Schlüssel in der Tür drehte und Rebecca in die Kabine kam. „Rebecca, was...“, doch sie hielt ihm den Mund zu. „Pssst.“, machte sie nur und schloss erst die Tür. Dann fiel sie ihrem Liebsten um den Hals. „Oh mein Süßer... hier läuft einiges schief.“, flüsterte sie und strich ihm durch sein dichtes Haar. „Ich hätte ihn niemals mitnehmen dürfen.“, gestand Gabriel noch einmal. „Und ich hätte niemals solch eine riskante Geiselnahme planen sollen. Wir hätten Holmes einfach entführen sollen und fertig.“, knurrte er und versuchte, die Fesseln zu lösen. „Warte, ich helfe dir.“, meinte sie und fuhr mit ihren zarten Fingern an Gabriels Arm entlang und fing an, den Knoten zu lösen. Doch in diesem Moment ging die Tür auf und Ilja stand mit Holger im Türrahmen. „So, wir haben also eine Schlange unter uns.“, stieß er aus und zog sie von Gabriel weg. „Du Schwein, nimm die Finger von mir.“, schrie sie und schlug Ilja eine gehörige Ohrfeige. Dessen Kopf flog zur Seite und Blut schoss aus der Nase. Er formte seine Augen zu gehässigen Schlitzen. „Das hättest du nicht tun dürfen.“, fauchte er und sah sie an. „Warum? Bringst du mich sonst um? Das steht uns allen bevor, wenn die Polizei das Boot stürmt.“, zischte sie. „Oh nein, ich werde dich nicht töten. Sondern deinen Liebsten dort und du wirst zusehen. Aber erst werde ich mich mit dir vergnügen.“, lachte er und zog sie aus der Kabine. „Du wirst sie in Ruhe lassen.“, schrie Gabriel und schoss auf, doch Holger schlug ihm den Kolben der Schrotflinte an den Kopf und sofort lag der Mann bewusstlos und blutend am Boden. „NEIN... Gabriel!!!“, schrie Rebecca auf und versuchte sich, gegen den Griff von Ilja zu wehren, doch sinnlos.

    Am nächsten Morgen holte Ben Semir vom Krankenhaus ab. Semirs Arm war in einer Schlinge gestützt. „Alles klar?“ wollte Ben wissen und öffnete Semir die Beifahrertür. „Ich will fahren!“ mokierte Semir auf. „Nur über meine Leiche…mit dem Arm kannst du kein Lenkrad halten….einsteigen und Klappe..“ grinste Ben zurück. Semir sah ihn an. „Das macht dir richtig Spaß was…?“ fauchte er grinsend. Ben nickte. Sie fuhren zur PAST wo Kim Krüger sie bereits erwartete. „Sehr gute Arbeit meine Herren..“ lobte sie die Beiden. „Die Staatsanwältin lässt Ihnen ihren Dank ausrichten. Sie sind beide die Hauptbelastungszeugen im Prozess gegen Herrn Luis Schrammel. Er wird wegen zweifachen Mordes, zweifach versuchten Mord und was allerdings bei der Anklage ins unwesentliche fällt wegen Drogenhandel verurteilt werden. Die Beweise sind glasklar..“ hängte sie an. Semir nickte. „Wie geht es dem Kollegen im Krankenhaus…?“ wollte Semir wissen. „Er ist zum Glück außer Lebensgefahr…die Kugel hatte die Lunge verletzt, aber sie konnten es wieder reparieren. Wenn man es so nennen kann..“ erklärte Kim weiter. Ben erhob sich. „Dann wird die Anklage doch sicher schnell voran gehen. Wissen wir denn schon wann die Verhandlung ist bzw. sein wird?“ harkte er nach. „Nun…die Staatsanwältin wird die Sache sicher vorziehen. Ich denke in drei oder vier Wochen wird die Verhandlung beginnen…“ kam von Kim. Keiner von ihnen ahnte dass dieser Fall noch lange nicht abgeschossen und ein Martyrium beginnen wird. „Sie werden erst einmal zwei Tage Urlaub machen. Der Fall hat Sie lange genug in Atem gehalten. Wie geht es Ihnen Semir? Sie sind noch ziemlich blass..sind Sie sicher, dass alles in Ordnung ist?“ kam besorgt von Kim. Sie sah Semir prüfend an. „Der Doc meint es ist soweit okay..die Wunde am Arm ist nicht tief und heilt sicher schnell. Ich bin nur bedingt einsatzfähig..“ bestätige Semir. Kim lächelte. „Ganz genau..bedingt…das heißt Schreibtischarbeit oder zuhause auf der Couch…“ meinte sie nur. „Chefin..ich fahre mit Ben…er fährt und ich schaue…okay?“ bettelte Semir. „Sie werden sich von Ben nach Hause fahren und dort von Ihrer Frau verwöhnen lassen und keine Widerrede!! Genießen Sie die freien Tage..“ empfahl Kim. Semir sah sie an und wusste bei dem Gesichtsausdruck, dass Widerworte hier nichts brachte. „Gut…ich fahre nach Hause….ich meine ich lasse mich fahren..“ nickte Semir. ER ließ sich von Ben heim fahren und genoss die freien Tage.

    Die Wochen vergingen und Semir hatte den Vorfall mit Schrammel längst zu den Akten gelegt als er wieder daran erinnert wurde. Es war ein Abend an dem er mit Ben nach Hause kam Andrea hatte versprochen Kalbsroulade mit Rotkohl und Kartoffeln zu kochen. Bens Leibspeise, obwohl es nicht schwer ist, Ben zufrieden zu stellen, denn er war ein Allesfresser. „Ich sage dir…sobald die Schnepfe mir eine Anzeige auf den Tisch legt, werde ich zum Tier. Sie hat doch telefoniert und den Unfall deshalb gebaut….das ist so eine dämliche Ziege…!“ fauchte er wütend. Zuhause hielt Semir den BMW direkt hinter den Wagen seiner Frau. „Wieso parkt sie denn nicht in der Garage?“ fragte er verwundert. „Keine Ahnung …aber ich wüsste wie du es heraus bekommst..“ grinste Ben. „Ach und wie?“ lachte Semir. „Na frag nach…“ kam als Antwort. „Hast du heute einen Clown gefrühstückt oder was ist mit dir los…hey…was ist das denn?“ fragte Semir erstaunt, als er einen Zettel am Scheibenwischer des Wagens von Andrea sah. Ben zog sich schnell Handschuhe an und nahm ihn. „Überlegt eure Aussage….es ist gesünder für euch und eurem Familien…“ las er vor. Semir sah ihn an. „Das ist ja wohl mehr als eindeutig oder?“ wollte er wissen. „Oh ja…ganz deutlich…und wir wissen auch von wem das kommt…“ nickte Ben. „Du denkst an Schrammel? Der sitzt doch…wie sollte er denn Drohbriefe schreiben?“ harkte Semir nach. „Solche Typen haben Freunde…und ich denke die werden ihn so frei bekommen wollen..“ mutmaßte Ben. „Ja das ist mir auch klar…aber eins sag ich dir..ich lasse mich nicht bedrohen…von Niemanden!!“ stieß Semir aus und schloss den Wagen von Andrea ab. Der Schlüssel fiel runter und Semir bückte sich danach. Nur kurz darauf war ein Sirren zu hören und die Autoscheibe zerbarst. Semir ging sofort zu Boden und zog seine Waffe. „BEN!!“ rief er. „Bin okay….der Schuss kam von da hinten….wenn ich den Einschuss richtig betrachte…“ gab sein Partner zurück. „PAPA!!“ rief Aida in diesem Augenblick. „Oh mein Gott…“ stieß Semir aus. Seine kleine Tochter stand im Türrahmen und sah ihren Vater freudig an. „NEIN!!! GEH REIN!!! ENGELCHEN, GEH ZU MAMA!!“ schrie er seine Tochter panisch an.

    hmmm wird das immer wengier bei euch? das ist ja mal gerade ein Tröpfchen Lesestoff...was ist das denn? ;)

    zur Story...klingt verdammt gefährlich...die Summe von 480 Mio und der Tod...ein sehr schlechtes Geschäft...nur sehe ich keine Chance für Ben und Semir, es zu verhindern...bin gespannt wie ihr es löst.

    soso...Prof. Bunsenbrenner....sehr einfallsreich..... aber immer noch nichts gravierendes passiert.. Chris....das plätschert so dahin....wo bleibt denn nun die Action? Wie wäre es wenn du Semir mal mit dem Bunsenbrenner.....stopp...nein...meine Gedanken....böser Gedanke..wech...wech...geh...okay...er ist wech..

    also ich bin gespannt was der Bunsenbrenner so herausfindet.....mit Semir...

    :D:D:D

    „Hmmm…die Kopfschmerzen sind eindeutig ein Anzeichen für eine Rauchvergiftung. Sie sollten sich für heute Nacht darauf einrichten, das Sie hier bleiben… Die Wunde ist nur ein Streifschuss und Sie wissen sicher, dass ich die Polizei informieren muss…“ erklärte der Arzt. „Das brauchen Sie nicht...ich bin Polizist…“ lächelte Semir. Er fühlte sich elendig. Ihm war schwindelig und übel. Die Schwester kam mit dem Ergebnis der Blutuntersuchung zurück. Der Arzt sah auf den Bericht und lächelte. „Das Blutbild sieht gut aus….aber dennoch…die nächsten Tage sollten Sie es langsam angehen lassen…mit dem Arm sind Sie nur bedingt Arbeitsfähig…“ erklärte er. Semir nickte. „Haben Sie ein Mittelchen gegen die kleinen Männchen, die meinen Kopf bearbeiten?“ wollte er wissen. „Sie bekommen gleich etwas….außerdem gibt es gleich noch eine Sauerstoffdusche für die Lungen und Bronchien. Sie werden eh gleich etwas schlafen…ist das Beste bei Kopfschmerzen und Übelkeit..“ lächelte Dr. Schnetzler. „Mit Sicherheit nicht…so schnell kann ich eh nicht schlafen…ich muss meine Dienststelle noch informieren…“ erklärte Semir nur. „Heute nicht…das mit dem Bericht können Sie auch morgen machen, oder aber Ihrem Kollegen draußen weitergeben…“ lächelte der Arzt und setzte Semir eine Spritze. „Gegen was ist die?“ wollte er wissen. „Gegen Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit..“ verkündete der Arzt. „Das war aber doch gar nicht abgemacht…“ murmelte Semir. „Sie bleiben jetzt liegen und lassen sich von den hübschen Schwestern in ein Zimmer fahren….“ befahl der Arzt und drückte Semir wieder auf die Liege. Semir ergab sich. ER fühlte sich tatsächlich nicht wohl und konnte die Auszeit sicher gut gebrauchen. „Sie haben gewonnen…Doc..“ lächelte Semir nur. Draußen wartete Ben auf ihn, der sofort zum Bett kam. „Hey.. Semir…alles okay?“ wollte er besorgt wissen. „Ja…soweit schon..eine leichte Rauchvergiftung…die Wunde ist nur ein Streifschuss und der Kopf wird auch von selbst..“ grinste Semir etwas verklärt. „Gut….und wenn das nicht so schlimm ist, warum bist du dann im Bett?“ harkte Ben nach. „Reine Vorsicht….der Arzt will mich heute Nacht hier behalten… sagst du bitte Andrea Bescheid…?“ bat Semir seinen Partner. „Klar doch…ich fahre gleich hin. Schrammel sitzt…und die Staatsanwältin beglückwünscht uns zum abgeschlossenen Fall…“ gab Ben bekannt. Semir nickte. Er fühlte sich müde und es fiel ihm schwer, die Augen aufzuhalten.

    Ben fuhr nach dem Krankenhaus zu Andrea. Sie war geschockt als sie hörte was passiert war. „Ist er schwer verletzt?“ wollte sie von Ben wissen. „Nein…es geht ihm soweit gut. Er wird die Nacht aber dort behalten… sie wollen ihn beobachten. Er hat scheinbar einiges an Rauch eingeatmet und der Doc will sicher gehen..“ beruhigte Ben sie. „Danke…dass du mir Bescheid gegeben hast. Ich würde hinfahren, aber die Kleine…sie hat irgendwie keine Lust zu schlafen und ich kann sie doch nicht mit Aida allein lassen..“ meinte Andrea und sah auf ihre Layla. „Schon gut…Semir schläft eh. Ich hole ihn morgen um sieben ab und dann bringe ich ihn kurz zur Chefin…und dann nach Hause…“ erklärte Ben. „Danke…das ist lieb von dir…“ strahlte Andrea. Ben nahm Layla auf den Arm. „Na meine kleine Zuckerschnute…du musst aber mal schlafen…die Mama ist ja schon völlig fertig…“ sprach er sanft Das Baby sah ihn mit großen braunen Augen an. Sie umklammerte den Finger von Ben und nuckelte daran. Es dauerte ganze zehn Minuten bis Layla einschlief. Andrea sah ihn verwundert an. „Das ist ja ein Ding….“ Lachte sie leise. Sie wollet Layla nehmen und ins Bett bringen. „Lass nur..ich mach das….sonst wird sie wieder wach..“ grinste Ben zufrieden. Nur wenig später saß er mit Andrea im Wohnzimmer. „Hast du schon was gegessen?“ wollte sie wissen. „Nein….ich bin noch nicht dazu gekommen. Dieser Kerl der deinen Mann ins Krankenhaus gebracht hat, hatte vorher zwei Kollegen getötet. Ein Weiterer liegt im Krankenhaus und kämpft und sein Leben. Und Semir…er hat Glück gehabt dass ich ihn so schnell fand, sonst wäre er verbrannt..“ erzählte er was vorgefallen war. „Semirs Essen ist noch in der Mikrowelle…da er heute nicht kommt, kannst du es essen?“ bot Andrea an. Ben nickte kräftig, denn die Kochkünste von Andrea waren einzigartig. Ben genoss Semirs Abendessen. Gegen zehn fuhr er nach Hause. Er brauchte eine knappe halbe Stunde bis er unter die Dusche sprang und anschließend ins Bett fiel. Er schlief schnell ein.

    boah!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! was machst du...(gefällt mir.....echt absolut!!!!!)

    Semir hat ne Eisenstange im Bauch....klingt irgendwie nicht gut oder? Aber Ben ist ja da und wenn er einen Fehler macht, dann ist es die Stange rauszuziehen.....das könnte nämlich mehr Schaden anrichten als gut ist....Ben Finger weg und auf den Doc warten!!!

    Apropos Warten...wir warten auf den nächsten Teil.... :D

    Gabriel ging auf die Brücke zu Oliver und Roman, die den Kapitän und den Steuermann in eine der Kabinen gesperrt hatten. „Und, wie sieht es unten aus?“, wollte Roman wissen. „Der Verwundete ist von Bord. Jetzt wird es Zeit, denen dort an Land unsere Forderungen durchzugeben.“, meinte er und griff zum Funkgerät des Schiffes. Er stellte sich auf die richtige Frequenz ein und horchte dann, ob sich jemand am anderen Ende meldete. „Spreche ich mit dem Einsatzleiter?“, wollte Gabriel wissen. „Hier spricht Jens Steiner von der Wasserschutzpolizei. Ich bin der Einsatzleiter.“, erwiderte Steiner und hörte dem Mann am anderen Ende genau zu. „Sehr gut, jetzt passen sie mal genau auf. In meiner Gewalt befinden sich mehr als 40 Personen. Für ihre Gesundheit und ihre gesunde Rückkehr an Land fordern wir eine gute Summe.“, fing Gabriel an und horchte, ob auch genau zuhörte. „Und wie viel verlangen sie?“, wollte Steiner wissen. „Ich bin großzügig. Sagen wir 10 Millionen für alle.“, erwiderte Gabriel und sah sich um. „Was?“, stieß Steiner aus. „Sie sind wohl größenwahnsinnig, oder?“, zischte er. „Bitte keine Beleidigungen. Sie haben Zeit bis morgen früh um acht Uhr das Geld heranzuschaffen. Und da es schon drei Minuten nach zwei Uhr ist, sollten sie sich besser beeilen. Mit jeder viertel Stunde, die sie länger brauchen, wird es mit dem Leben einer Geisel zu Ende gehen. Haben wir uns verstanden?“, fauchte Gabriel und hängte auf. Steiner sah Kim geschockt an. „Zehn Millionen Euro und das bis heute acht Uhr.“, stieß er aus. „Wie sollen wir diese Summe nur so schnell zusammenbringen?“, fragte sie und sah auf das Wasser hinaus. „Wir müssen. Mit jeder neuen Verzögerung von einer viertel Stunde wollen sie eine Geisel erschießen.“, erklärte Steiner. „Verdammt.“ „Und damit noch nicht genug.“, hörten beide plötzlich hinter sich eine Stimme mit englischem Akzent. Sie drehten sich um und sahen in ein neues Gesicht, dass sie vorher noch nie gesehen hatten. „Dennis Hall, britischer Regierungsvertreter. Einer unserer Mitarbeiter wird auf diesem Schiff als Geisel gehalten.“, erklärte er und reichte beiden seine Karte.

    Ilja nahm Holger zur Seite. „Hör mal… wie wäre es wenn wir beide das Sagen hier hätten? Wir könnten diese Geldsäcke so richtig ausnehmen. Nicht so lächerliche Beträge wie Gabriel sie will.“, schlug er vor. Holger sah ihn an. „Wie willst du das machen? Die Jungs hier hören auf Gabriel….wir müssten ihnen dann schon was Besonderes bieten.“, gab er zu bedenken. Ilja lachte leise. „Das lass mal meine Sorge sein.“, grinste er nur. „Aber erst werden wir Gabriel in Sicherheit wiegen. Soll er seine Forderungen erst einmal stellen…. Danach werden wir unsere stellen. Mir sind zu viele Geiseln an Bord. Ich muss was über die Drei da hinten herausfinden. Wo ist die Gästeliste?“, wollte Ilja wissen. Holger zog eine Liste aus seiner Hosentasche. „Hier…Da sind alle drauf. Die meisten haben hier echt viel Geld… da kann man richtig neidisch werden.“, gab er zu. Ilja nickte. „Das kann ich mir sehr gut vorstellen. Okay… ich verzieh mich mal kurz in eine der Kabinen. Die haben hier sogar Computer an Bord. Ich werde sie alle überprüfen….glaub mir…. Ich erfahre vor allem was über unserer drei Spezis da hinten. Gabriel packt die regelrecht mit Samthandschuhen an… und genau das passt mir nicht…“, knurrte Ilja und verschwand mit der Liste. Rebecca kam zu Holger. „Wo will Ilja hin?“, wollte sie wissen Holger grinste sie an. „Warum willst du das denn wissen?“, stellte er die Gegenfrage. Rebecca streichelte ihm über das Gesicht und kurz darauf griff sie in sein lockiges Haar und riss unvermittelt den Kopf in den Nacken. „Ich hasse Gegenfragen! Also wohin!!“, fauchte sie ihn an. „Auf die Toilette…. Er musste mal…“, stieß Holger aus. Rebecca ließ ihn los. „Warum denn nicht gleich so…“, lächelte sie ihn an und tätschelte das Gesicht. Dann ging sie wieder. „Verdammte Schlampe…“, stieß Holger leise aus und rieb sich den Kopf.

    „Ich dachte wir haben dort keine Politiker an Bord.“, faucht Steiner als Hall ihn erklärte, wer an Bord war. „Das war bisher geheim. Niemand, vor allem nicht die Presse, sollte erfahren was Mr. Holmes hier macht. Solange, bis der Vertrag unterzeichnet ist. Das sollte auf dieser kleinen Veranstaltung passieren. Danach sollte in einem Pressetermin die Öffentlichkeit unterrichtet werden.“, erklärte Hall. „Na wunderbar…. Sechs Millionen von den Engländern und zehn Millionen von uns…. Damit machen die einen verdammt guten Reibach…Wie wollen wir vorgehen? Ich denke mal, ihre Regierung verhält sich genau wie meine und sagen Nein…“, mutmaßte Steiner. Hall nickte „Stimmt auffallend. Wir sollen alles ermöglichen, um die Geiseln möglichst unverletzt zu befreien.“, gab dieser bekannt. Steiner stieß einen verächtlichen Laut aus. „Ja sicher… wir sind alles Supermänner… verdammt die haben da über vierzig Geiseln! Wie sollen wir die denn von Bord bekommen?“, wollte er wissen. Hall zuckte mit den Schultern. „Pardon…aber das ist Ihr Job. Ich bin nur hier um Mr. Holmes in Empfang zu nehmen, sobald er frei ist.“, meinte der Engländer. Steiner glaubte nicht richtig zu hören.