Beiträge von Elvira

    Die Visite im Krankenhaus begann für Dr. Winkelhuth mit einem Besuch bei Semir, der mittlerweile aus der Narkose erwacht ist. „Herr Gerkan….ich bin Dr. Winkelhuth…ihr behandelnder Arzt…“ stellte er sich vor. Semir gab ihm die Hand. „Was…ist passiert?“ wollte Semir wissen. „Sie hatten einen Unfall….gestern…bei dem Sie schwer verletzt wurden. Erinnern Sie sich daran?“ harkte der Arzt nun nach. „Ja…ich…ich hab…einen Verbrecher…gejagt..“ kam langsam von Semir. „Gut…daran denken Sie jetzt nicht mehr…Sie werden hier ganz gesund und danach dürfen Sie wieder auf die Piste.“ lächelte der Arzt. „Welche…Art…Verletzung…? Ich..mein Kopf…er dröhnt..“ stieß Semir aus. „Sie haben eine schwere Gehirnerschütterung und absolute Bettruhe. Mit Ihren Beinen können Sie derzeit eh nicht viel anrichten. Die sind beide gebrochen…aber es sind einfache Brüche die ohne Komplikationen heilen…“ erklärte der Arzt. „Wie…lange…?“ kam die nächste Frage. „Ich denken Sie werden hier mindestens vier Wochen liegen, dann fangen wir mit der Krankengymnastik an und danach werden Sie in die Reha gehen…alles in Allem denke ich dass Sie in drei Monaten wieder voll einsatzfähig sein…“ lächelte Dr. Winkelhuth. Semir sah ihn erschrocken an. „Drei Monate?? Das geht nicht..ich muss..doch arbeiten…“ stieß er aus. Dr. Winkelhuth lächelte. „Die nächste Zeit sicher nicht…“ versprach er. Semir sah ihn nur an. „So… nun werden wir Sie noch einmal untersuchen. Haben Sie irgendwelche Beschwerden?“ wollte der Arzt wissen. „Kopfschmerzen….und Hunger…“ gab Semir bereitwillig Auskunft. „Okay..die Kopfschmerzen kommen von der Gehirnerschütterung und der Hunger..nun dagegen können wir gleich was tun. Das Frühstück kommt gleich.“ meinte der Arzt nur und verließ das Zimmer. Semir sah an die Decke. Was war wohl mit Schrammel? Hatten die Kollegen etwas unternommen? Die Tür ging erneut auf und eine Schwester kam herein. „Guten Morgen…“ begrüßte sie Semir. Vorsichtig ließ sie sein Kopfteil hochfahren, damit er essen konnte. Es gab Knäckebrot und Wurst, Käse und Marmelade. Semir aß langsam. Es schmeckte nicht gerade wie bei Andrea aber es ging. Nach guten zehn Minuten wurde ihm übel. „Können Sie bitte das Kopfteil wieder runterlassen…?“ bat er, denn die Kopfschmerzen wurden heftiger. Die Schwester nickte und betätigte den Schalter. Langsam senkte sich das Teil nach unten bis Semir „Stopp“ sagte.

    Andrea stand zeitig auf. Sie brachte Ayda in den Kindergarten und Layla in die Krabbelgruppe. Dann fuhr sie zu Semir ins Krankenhaus. Sie betrat das Zimmer und sah ihren Mann an, der schlief. „Semir?“ fragte sie leise. Er drehte seinen Kopf und öffnete die Augen. Ein Lächeln entstand. „Hey…Schatz….“ kam müde von ihm. „Wie geht es dir?“ wollte sie besorgt wissen und streichelte seine Hand. „Danke..soweit ganz gut..der Kopf schmerzt und…die Brust..aber…sonst geht es..“ meinte er nur. „Verdammt das war so knapp Semir…du hattest verdammt viel Glück..“ fing Andrea an zu weinen. „Hey..ich lebe doch noch…und wenn ich raus bin, dann werde ich den Mistkerl hinter Gitter bringen…das macht er nicht noch einmal mit mir…das schwöre ich dir. Wo ist Ben?“ wollte Semir wissen. „Er muss erst zum Dienst, aber er kommt später noch rein. Semir….du wirst ihn sicher nicht einsperren. Du bist offiziell tot..“ gab Andrea bekannt. „Ich bin was?“ Semir dachte sich verhört zu haben. „Die Chefin und Ben gehen davon aus, das Schrammel dich umbringen will. Wenn er erfährt, das du lebst, dann könnte er….es noch einmal versuchen…und du kannst dich nicht wehren..“ erklärte Andrea. „Dieses Schwein..er hat mich einfach den Abhang runter geschoben…es war so grausam…ich konnte nichts tun…haben die Kollegen eine Spur?“ harkte er nach. Andrea lächelte. „Du hast Sendepause. Jetzt wirst du dich ausruhen und nicht an den Fall denken. Brauchst du etwas?“ kam von Andrea die Frage. „Ich hab nichts hier… aber ich werde von hübschen Schwestern gewaschen…die sehen echt klasse aus…“ grinste Semir breit. Andrea sah ihn an. „Du….willst du mich ärgern?“ harkte sie nach. „und wenn?“ kam fordernd von ihm. „Dann wird das Gerücht, dass du tot bist nicht lange ein Gerücht bleiben..“ versprach sie lachend. Semir sah sie an. „ich liebe doch nur dich…hör mal…ich hab Kopfschmerzen und mir ist schlecht…ich…möchte gern schlafen…“ bat Semir. Andrea nickte. „Klar.. versteh ich…ich bin heute Abend noch mal da…Mama kommt gleich und passt auf die Kinder auf.“ Andrea stand auf und küsste ihn sanft. „Schlaf gut..“ verabschiedete sie sich.

    Hattrick!!!

    So Semir regt sich also über diese Schreibtischhengst auf....na mit Recht....und Ben hat es auch...die beiden halten sich ja auch nicht an die Regeln. Aber ...immerhin schaffen sie dennoch dass man über sie redet..in der chefetage....lol...

    Arme Andrea..sie muss ihn nun massieren...die Frage nur...was bringt Massage bei einem gebrochenen Arm?

    Jetzt ist es auch offiziell. Die nächst Staffel startet am 2. September um 20:15 Uhr auf RTL. Die jeweiligen Folgeninhalte werden wir zwei wochen vor Ausstahlung einstellen.... bis dahin..zählt die Tage...

    Seit mittlerweile 14 Jahren ist "Alarm für Cobra 11" ein fester Bestandteil des RTL-Programms – und das mit anhaltendem Erfolg. Die in Erstausstrahlung gezeigten Folgen der Season 2009/2010 sahen im Schnitt 4,45 Millionen Zuschauer ab 3 Jahre. Der Marktanteil beim jungen Publikum (14 bis 49 Jahre) lag im Schnitt bei 20,3 Prozent. Deutschlands beliebteste Action-Serie gehört damit zu den absoluten Quotengaranten des Senders. Mit dem bewährten Erfolgsrezept - krachende Auto-Stunts und coole Buddy-Action - verspricht auch die 17. Staffel von "Cobra 11" wieder ein voller Erfolg zu werden.

    Auch in der 17. Staffel von „Alarm für Cobra 11“ werden wieder einige prominente Gaststars mit an Bord sein: Comedian Oliver Pocher, Wolke Hegenbarth („Mein Leben & Ich“), MTV-Moderator Patrice, Axel Stein („Hausmeister Krause“) und Stephan Bieker („Lasko – Die Faust Gottes“) werden unter anderem eine Episodenrolle spielen.

    RTL zeigt ab Donnerstag, dem 2. September, um 20.15 Uhr, einen 90-minütigen Piloten + 6 neue Folgen von Deutschlands erfolgreichster Action-Serie "Alarm für Cobra 11 - Die Autobahnpolizei".

    Quelle RTL.de

    Ilja wachte gegen zwei Uhr auf. Er hatte Durst. Nach fünf Minuten stand er auf und zog sich die Schlappen an. Die Betten hier bei Paul waren wirklich sehr bequem. Ob Gerkhan sich auch wohl fühlte? Er wurde von Paul behandelt als sei er ein Patient. Dabei ist Gerkhan doch gar nicht verletzt… wieso muss Paul denn so eine soziale Seele haben? Na, mal sehen wie es dem Bullen geht…, dachte er und stieg die Treppen in den Keller. Er drehte den Schlüssel und machte das Licht an. Gerkhan lag da und hatte keine Augenbinde mehr. Verdammt… hatte der Bulle sich das Ding abgerissen? Warum hatte Paul ihm nicht gesagt, dass er das getan hatte? Er hätte den Bullen schon gezeigt, was er darf und was nicht. „Bist du mutig geworden oder was?“, fauchte er wütend. Gerkhan öffnete die Augen und sah ihn erschrocken an. Sofort hob er die Hände, die von den Gurten festgehalten wurden. „Ich sagte, die Augenbinde bleibt drauf!! Was zum Teufel hast du dir dabei gedacht?“, wollte Ilja wissen und wollte gerade zuschlagen, als ihm ein Fauchen davon abhielt. Erst jetzt bemerkte er den Stubentiger der neben dem Bullen im Bett lag. Die Katze buckelte sich und stellte das Fell auf. „Felix!! Verpiss dich!!“, fauchte Ilja den Kater an und wollte zu ihm greifen. Doch das Tier schien sich von ihm nicht anfassen zu lassen. Mit einem Fauchen schlug es ihm die Krallen in die Hand. Ilja schrie leise auf. „Verdammtes Mistvieh!!“, schrie er. Er packte den Kater am Kragen und schleuderte ihn weg. Das Tier prallte gegen die Wand und blieb zunächst am Boden liegen. Ilja sah auf Gerkhan „So…. und nun werden wir dir erst einmal die Augenbinde wieder aufsetzen.“, grollte er. Blut lief aus den Kratzern. „Sie können sich auch nur gegen kleinere Wesen einsetzen, was?“, wollte Gerkhan wissen. „Halt lieber die Klappe!“, fauchte Ilja. „Das Tier hat Ihnen nichts getan…!“, gab Gerkhan zu verstehen. „Halt die Klappe verdammt!“, schrie Ilja und ließ seine Faust in Gerkhans Magen krachen. Dieser stöhnte gepresst auf und wollte sich krümmen. Doch die Riemen hielten ihn fest. „Na, noch eine Kostprobe?“, fauchte Ilja und wollte wieder ausholen, als ihn plötzlich etwas fauchend ansprang und mit dem Krallen in den Rücken fuhr. „Ahhhhhhhhhh.“, stieß Ilja aus und riss den gesunden Arm nach hinten, versuchte, den Kater zu packen zu kriegen. Doch erfolglos. Mit Genugtuung sah Semir, wie das kleine, geschundene Katzentier den großen, gefesselten Semir verteidigte.

    „Was machen wir jetzt?“, wollte Christopher wissen und stand angelehnt an seinem Aston. Kim sah ihn an. „Haben sie eine Waffe bei sich?“, fragte sie und sah den mit Semir gleichaltrigren Engländer an. Christopher lächelte und deutete auf das Handschubfach. „Immer griffbereit. In meiner Position kann man nicht vorsichtig genug sein.“, meinte er und holte sie hervor. Es war eine Armeewaffe des Typs Sig Sauer P226. „Jetzt fragen sie nicht, ob ich damit umgehen kann. Nur so viel... ich war vierzehn Jahre im Armeedienst.“, meinte er, als er das skeptische Gesicht von Kim sah. „Gut, dann fahren wir los. Ich informiere das SEK.“, entgegnete sie und beide stiegen ein. Mit heulendem Motor fuhr Chris los. Mit schnellem und rasantem Fahrstil kam er gut voran und war binnen weniger Minuten in Ossendorf und hatte die Adresse schnell gefunden. „Ich parke etwas abseits, damit man meinen auffälligen Wagen nicht sieht.“, lächelte er und versteckte seinen Aston in einer kleinen Einbahnstraße. Sofort stiegen Kim und Christopher aus, gingen in die Nähe der angegebenen Adresse. Sie sahen sich das Haus von draußen an. „Scheint wirklich eine Privatklinik zu sein.“, meinte Holmes und wollte sich eine Pfeife stopfen, als Kim ihn anstieß. „Kommen sie... wir sehen uns nur mal um.“, meinte sie und ging mit gezückter Waffe vorwärts. „Na kommen sie schon.“, zischte sie und Christopher ging mit seiner gezogenen Waffe hinterher. „Was für eine Spannung.“, dachte er nur laut und folgte der Polizistin. Beide sahen sich um. „Hier ist ein Eingang ins Haus und sie sehen sich nach einem anderen um.“, meinte Kim und drückte vorsichtig die Klinke herunter. Christopher ging um das Gebäude herum und fand eine Kellerluke. „Gerade so.“, dachte er nur und trat mit dem Fuß gegen das Gitter. Scheppernd fiel es zu Boden und der hochgewachsene Engländer schlüpfte hindurch wie eine geschmeidige Katze.

    Ben, Andrea und Kim saßen im Flur des Krankenhauses und warteten auf den Arzt. Sie bemerkte die Hektik und Andrea ahnte, dass dies mit ihrem Mann zu tun hatte. „Was machen die denn da drinnen? Sie müssen doch etwas wissen..“ sagte sie ängstlich. Ben hielt sie in dem Arm. „Die wissen schon was sie tun….hab einfach etwas Geduld….“ redete er auf sie ein. „Andrea..möchten Sie einen Kaffee?“ bot Kim an. Andrea nickte. Kim ging und holte Kaffee. Mit drei Bechern kam sie zurück und verteilte die Becher. Die Tür ging auf und ein Mann in Weiß trat auf die kleine Truppe zu. „Doktor? Was ist mit meinem Mann..?“ fragte Andrea ängstlich. „Frau Gerkan?“ wollte der Arzt wissen. Andrea nickte. „Wir müssen Ihren Mann operieren. Seine Milz hat einen Riss…er hat außerdem einige Brüche… aber es ist nicht lebensbedrohlich.“ Beruhigte Dr. Winkelhuth die Frau. Andrea sah ihn an. „Wie lange….? Ich meine…“ harkte sie nach. „Nur keine Sorge….wir werden ihn operieren und dann wird er sicher vier bis fünf Wochen hier liegen. Anschließend wird Krankengymnastik angesagt sein, bis er dann wieder vollständig hergestellt ist.“ erklärte der Arzt. „Entschuldigen Sie mich…ich muss jetzt die OP vorbereiten…“ lächelt er und verschwand. Andrea sah Ben an. „Was, wenn er doch…schwerer verletzt ist..?“ fragte sie ängstlich. Kim legte ihre Hand auf Andreas Schulter. „Wir müssen abwarten…Ben…setzten Sie alles daran Schrammel zu bekommen. Für diesen Mordversuch wird er in den Knast gehen..“ drohte sie. Ben nickte. „Wissen Sie was mich wundert? Oder besser gesagt, was ich nicht verstehe? Schrammel wollte Semir töten…aber er hat es nicht.. Vermutlich war er sich sicher. Wir müssen erst einmal verhindern, dass die Medien berichten, dass Semir überlebt hat, denn sonst wird Schrammel es vermutlich noch einmal versuchen…“ gab er zu bedenken. Kim sah ihn an. „Wir sollen Semir also für tot erklären lassen?“ harkte sie nach. „Damit er in aller Ruhe gesund wird…ja…“ bestätigte Ben.

    Luis Schrammel wachte am Morgen um sieben Uhr auf. Er verspürte Hunger und machte sich Frühstück. Wie immer ließ er den Fernseher laufen. „…uns gerade bekannt wurde, gab es gestern einen schrecklichen Unfall wobei ein Polizist ums Leben kam…Peter Weckmann berichtet..“ gab die Nachrichtensprecherin bekannt. Neugierig sah Luis auf den Fernseher. „Hier…an diesem Abhang ist es gegen Mittag passiert. Der Polizist ist hier mit seinem Wagen abgestürzt. Vermutlich sah er den Abgrund nicht als er darauf zufuhr und konnte nicht mehr bremsen. Der Wagen ging in Flammen auf und der Mann verbrannte. Unser Mitleid geht an die Familie des Mannes, der im Dienst sein Leben verlor. Allerdings teilte uns ein Informant mit, dass es durchaus auch möglich sein kann, dass der Polizist Selbstmord begangen haben soll…“ erzählte der Reporter. Luis lachte laut auf. Selbstmord…klar war es das…das war es für jeden der sich mit ihm Luis Schrammel…Luis den Großen anlegte… dachte er nur. Genüsslich aß er sein Brötchen, welches er sich aufgebacken hatten. Damit war seine Zukunft ja gesichert. Die Kollegen von Gerkan werden genügend mit der Trauer zu tun haben und ließen ihn in Ruhe. Er konnte in aller Ruhe durch Deutschland fahren ohne aufzufallen. Einfach genial. Wenn Gerkan sich zurück gehalten hätte würde er auch leben, aber…Neugier wird mit dem Tod bestraft…so war es immer. Besonders wenn man sich mit Schrammel anlegt. Nicht umsonst war er der Beste seines Faches. Die Überheblichkeit machte sich in ihm breit.

    oh das war dem Kerl wohl gar nicht Recht, das Semir und Ben die Liste bekamen...bin gespannt was die beiden Kerle nun vorhaben.. Wenn ich mir das in meinem kopf ausmale...kommen nur dumme Gedanken heraus....so richtig böse und gemeine......

    Also Chris....ich warte...und warte...und warte....

    Der Helikopter landete auf dem Dach der Uniklinik und der sich darin befindliche Patient wurde in Empfang genommen. „Er wurde bei einem Unfall aus dem Wagen geschleudert..verdacht auf innere Verletzungen…wir haben ihn stabilisiert.“ Erklärte der Arzt und zählte die Medikamente auf, die er dem Verletzten gegeben hatte. „Wir werden ihn direkt zum Röntgen fahren!“gab Professor Dr. Dr. Winkelhuth von sich und ließ das Bett in die entsprechende Abteilung fahren. Vorsichtig wurde der Mann umgebettet. „Wo sind die Angehörigen?“ wollte Dr. Winkelhuth wissen. „Werden informiert und kommen dann direkt her…ich hoffe nur dass er es schafft.“ Meinte der Notarzt. Ein Funkruf ließ ihn jedoch diesen Fall schnell vergessen. Der nächste Einsatz rief. Dr. Winkelhuth kümmerte sich um den Patienten. „Na dann wollen wir doch mal sehen, was dir fehlt…“ murmelte er und untersuchte den Mann. „Oh…nicht gut…die Rippen sind gebrochen….“gab er „Eh er nicht geröntgt wurde, werde ich ihn nicht anfassen!“ gab er bekannt und schob den Patienten persönlich in die Röhre. Stück für Stück fuhr die kleine Bank mit dem Mann in die Maschine und an dem PC wurden die Bilder sichtbar. „Okay….vier Rippen gebrochen…das hab ich schon gemerkt…. ….das sieht gar nicht so schlimm aus…da waren wohl mehr als nur ein Schutzengel im Amt und hat ganze Arbeit geleistet. Oh…die Beine…beide gebrochen….das linke oberhalb des Knies und das rechte am Schienbein. Aber glatte Brüche…da ist keine OP notwendig. Junge weißt du eigentlich was du für ein Glück hast?“ sprach Dr. Winkelhuth. Die Schwester die ihm assistierte regierte nicht. Sie kannte die Selbstgespräche des Arztes. „So…die Wirbelsäule….sehen wir uns auch noch an…..“ ging es bei dem Arzt weiter. Nach guten zehn Minuten war Semir mit dem röntgen durch. „So…..die Beine werden gegipst….der Kopf mit einer Halskrause stabilisiert. Die Rippen wie üblich bei diesen Brüchen mit einem Korsett gestützt. Ich werde ihn jetzt noch mit dem Ultraschall untersuchen…“ gab Dr. Winkelhuth bekannt. Semir wurde in den nächsten Raum gefahren. Dr. Winkelhuth ließ das Kontaktgel auf Semirs nackter Brust kleksen und nahm dann sein Gerät. Langsam glitt er über den Körper und untersuchte Organ für Organ. „Oh…verdammt! Sofort den OP bereit machen!!“ schrie er plötzlich los. Hektik entstand.

    Luis Schrammel machte sich während dessen in seinem Domizil in Langel das Essen. Dabei hatte er das Radio laufen. Er wollte wissen, ob sie den Polizisten schon gefunden hatten, oder aber der Wagen immer noch am Abgrund war. Doch es kam nichts. „Tja…Gerkan..dann wirst du wohl noch lange auf dein Grab warten…falls es noch etwas gibt, was man begraben musste…“ lachte er leise. Mit einem vollgepackten Teller ging es ins Wohnzimmer. Luis nahm sich ein Bier und ließ es sich schmecken. Dabei überlegte er was er als nächsten machen sollte. Vielleicht sollte ich mir ein paar Mädchen kommen lassen. Oder besser noch..er machte hier aus diesem Haus einen Puff auf. Das war eine sichere Einnahmequelle und machte Freude. Mädchen aus Polen und Ungarn…und auch Philippininnen…das wäre das optimale Besetzung für ein Bordell. Zimmer hatte er genug und auch Züchtigungsräume gab es. Unterirdisch…niemand würde Schreie hören. Die Mädchen würden alles tun um nicht dort rein zu müssen…. Wozu hatte er schließlich Kontakte? Aber das alles morgen. Für heute war genug getan worden. Man muss sich auch was gönnen können… lachte er leise. Als er mit dem Essen fertig war, machte er sich nicht die Arbeit das Geschirr heraus zu bringen sondern legte sich lang auf die breite Couch und steckte sich eine Zigarette an. „Ach das Leben ist herrlich…..“ stöhnte er leise. Nachdem er dann noch drei Stunden Fern gesehen hatte ging er ins Bett und schlief den Schlaf der Gerechten. Ihn kümmerte nichts.

    19.08.2010 "Der Verrat"

    Anna Engelhardt wird von ihrer Vergangenheit eingeholt: Ein ehemaliger Schüler von ihr, der nun als verdeckter Ermittler arbeitet, kommt auf der Autobahn um Leben. Offenbar gibt es einen Verräter innerhalb der Polizei. Anna Engelhardt, die Chefin der Autobahnpolizisten Ben und Semir, wird von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt.

    Bis vor ein paar Jahren hat die PAST-Chefin neben ihrem normalen Job bei der Autobahnpolizei auf einer Polizeiakademie unterrichtet und dort eine Liebesgeschichte mit dem Leiter dieser Akademie gehabt, der mittlerweile beim LKA als Abteilungsleiter für 'Organisierte Kriminalität' arbeitet. Als dann einer ihrer ehemaligen Schüler, Max Degenbach, auf der Autobahn ums Leben kommt und man entsprechende Ermittlungen anstrengt, wird Engelhardt erneut mit dieser bitteren Liebesgeschichte konfrontiert. Sie erfährt, dass Degenbach ein verdeckter Ermittler des LKAs war, der versucht hat, dem Drogenbaron Bauer das Handwerk zu legen. Doch es gibt einen Maulwurf beim LKA, der für den Tod von Degenbach verantwortlich ist. Und dieser Verräter treibt ein perfides Spiel mit den Autobahnpolizisten und ihrer Chefin Anna Engelhardt...

    Ilja trank einen Schluck von dem Bier. „Was hast du mit dem Bullen unten vor?“, wollte Paul wissen. „Oh… er wird mich begleiten. Nur keine Sorge…er wird nichts tun. Ist sehr folgsam. Wenn nicht….nun ja… du weißt, dass ich keine Skrupel habe. Ich werde gleich noch mal nach ihm sehen. Hat sicher Hunger.“, grinste Ilja. Paul sah ihn an und nickte. „Vermutlich… hör zu… du legst dich hin und ruhst dich aus. Ich kümmere mich um den Jungen dort im Keller.“, schlug Paul vor. Ilja sah ihn prüfend an. „Was willst du mit ihm machen?“, harkte er nach. „Ich werde ihm was zu essen geben und dann wird er schlafen. Er wird ruhig sein.“, versprach Paul. „Du willst ihm was spritzen?“, grinste Ilja. „Quatsch….warum denn? Er ist doch ruhig. Ich denke mal, du hast ihm alles abgenommen, womit man ihn finden kann oder?“, kam nachdenklich von Paul. „Ja sicher… er hat nichts bei sich. Also gut…. Mach du das. Ich bin müde und will schlafen.“, murmelte Ilja und erhob sich. „Ich leg mich hin…bis morgen dann…“ Paul sah ihm nach, als Ilja die Treppen nach oben schlurfte. Er stand auf und ging in die Küche. Er machte ein paar Brote fertig. Außerdem kochte er einen Tee, stellte Zucker und Milch auf das Tablett und ging anschließend mit diesem in den Keller. Er schloss die Tür auf und musste lachen, als er sah, dass Felix sich ins Zimmer geschlichen hatte. „Na hast du dir ein schönes Plätzchen ausgesucht?“, fragte er den Kater, der auf den Mann lag. „So mein Freund… das Abendessen…komm…. Du darfst was essen, aber bitte versuch keine Tricks… ich kann das gar nicht ab, ist das klar?“, wandte er sich an Semir, der still auf dem Bett lag. „Hey…keinen Hunger oder was?“, harkte Paul nach. Wieder kam keine Reaktion. Paul wurde skeptisch. Er ging zu dem Gefangenen und zog ihm die Augenbinde runter.

    Semir blinzelte ins Licht. „Hey… das ist nur Felix. Mein Kater ist eigentlich sehr eigenwillig und mag nicht jeden. Also fühlen Sie sich geehrt…“, grinste der Mann ihn an. „Helfen Sie mir bitte…“, flehte er leise. Der Mann sah ihn an. „Wissen Sie… ich kenne Ilja schon sehr lange. Der Junge ist ziemlich explosiv, aber er hat sicher nicht vor, Sie zu töten…wenn Sie das meinen.“, erklärte er. „Er hat drei Menschen erschossen. Warum sollte er dann Skrupel davor haben, mich zu erschießen?“, wollte Semir wissen. Der Mann löste eine der Schnallen. Semir sah ihn an. „ Bevor Sie auf dumme Gedanken kommen…ich habe den schwarzen Gürtel in Karate. Bevor Sie die Tür erreicht haben, liegen Sie wieder am Boden.“, warnte ihn der Mann. Semir glaubte ihm das ungesehen. Er fing an zu essen. Ich muss hier raus, dachte er. Vielleicht schaffte er es, wenn er zur Toilette durfte. Eine halbe Stunde dauerte es, bis er fertig war. „Darf ich zur Toilette?“, bat er. Der Mann nickte. „Gut… aber noch einmal … keine Tricks!“ Semir nickte. Er hatte gehofft etwas unternehmen zu können, doch die Toilette stand im gleichen Raum. In der hintersten Ecke mit einem kleinen Holzvorbau vom Raum abgetrennt. Der Mann löste die zweite Schnalle und zeigte Semir wo er hin musste. Semir ging mit steifen Schritten hin. So war ein Entkommen nicht möglich. Als Semir fertig war, wurde er wieder ans Bett gebunden. Doch diesmal blieb die Augenbinde runter. „Du kannst eh nichts machen…“, kam von dem Mann. Dann verließ er den Raum. Semir legte sich hin. Er konnte sich nicht befreien. Warum sollte er dann die Nacht durchwachen. War es überhaupt Nacht? Hier gab es kein Fenster um das zu erkennen. „Miau…“, kam leise aus einer Ecke. Semir hob den Kopf. „Wenigstens du leistest mir Gesellschaft, Felix… na komm…kannst dich wieder bequem legen…“, lockte er das Tier.

    Christopher und Kim ließen sich die Bänder aushändigen und sahen sich diese bei der Bundespolizei am Bahnhof an. Es dauerte eine ganze Weile bis der BMW von Semir auf dem Band zu sehen war. „Das ist nicht Semir!“, stieß Kim Krüger aus. Christopher sah ebenfalls hin. „Nein.. der Typ ist viel älter und auch größer. Aber er scheint allein zu sein. Sehen Sie…er schließt den Wagen ab und steigt dann in ein Taxi. Wenn wir die Taxinummer hätten, dann könnten wir auch herausfinden wohin der Kerl gefahren wurde. Ich wette, dass dort, wo der Mann ist, auch Semir sein wird. Aber so erkennen wir die Taxinummer nicht. Kann man das nicht vergrößern?“, wollte Christopher wissen. „Dafür kenne ich nur einen. Kann ich dieses Band mitnehmen?“, wandte sich Kim an den Leiter der Bahnpolizei. „Ja sicher… wenn Sie Verstärkung brauchen Frau Kollegin… wir stehen Ihnen zur Seite, wenn es sein muss.“, bot sich der Mann an. „Danke…aber ich hoffe inständig, dass wir es ohne Gewalt schaffen…“, lächelte Kim. Schon war sie mit Christopher unterwegs zur KTU. Als sie dort ankamen schloss Hartmut Freund gerade die Türen ab. „Herr Freund, ich hab hier noch schnell was.“, meinte Kim, als der Wagen noch nicht einmal zum Stehen gekommen war. Entgeistert sah Hartmut die Frau an und hatte noch den Schlüssel in der Hand. „Frau Krüger.... ich hab Feierabend, bitte. Ich bin schon mit der Spurenauswertung von dem Schiffsüberfall stark in Anspruch genommen.“, klagte er, doch Kims Gesicht duldete keinerlei Entschuldigung. „Es geht um Semir. Wir wissen sonst nicht, wer uns helfen kann.“, meinte sie. „Semir? Das ist was anderes.“, entgegnete Hartmut, schloss die Tür wieder auf und schaltete das Licht an. „Hier, auf diesem Band ist ein Taxi zu sehen. Wir brauchen unbedingt die Nummer des Taxis.“, erklärte sie. „Ist das alles?“, lachte Hartmut. „Können sie es nun oder nicht?“, fauchte Christopher ungeduldig und stemmte sich auf den Tisch vor. „Ja, das dürfte kein Problem sein.“, meinte Hartmut nur, legte das Band ein und spulte bis zu der Stelle vor, wo das Taxi zu sehen war. Er machte ein Standbild, projizierte alles auf seinen Computer und hatte innerhalb weniger Minuten eine scharfe Vergrößerung des Bildes. „Bitte sehr, das Taxi hat die Nummer 537 und stammt von dem Fuhrunternehmen Gerke.“, erklärte er dann nach exakt fünf Minuten und dreiundvierzig Sekunden. „Danke, Herr Freund. Nehmen sie sich die nächsten drei Tage frei.“, meinte Kim und ging mit Christopher zum Wagen zurück. „Und wohin jetzt?“, wollte der Engländer wissen. „Zu diesem Gerke. Ich will Semir noch heute Nacht befreit haben.“, stieß Kim aus und ließ sich von Susanne, die mit Andrea im Büro saß und auf Nachricht wartete, die Adresse raussuchen..

    Ben erwachte aus seiner Lethargie und sah sich um. Kim Krüger hatte Recht…Semir hätte raus geschleudert worden können und hier irgendwo schwer verletzt liegen…Er ging die Unfallstelle ab. Wie weit konnte wenn er raus geschleudert worden sein? Lebte er noch? Er ging Stück für Stück ab und sah etwa 5 Meter vom Wagen entfernt einen Körper am Boden liegen. „SEMIR!!!“ schrie er und rannte hin. Vorsichtig drehte er den Körper um. Semir war ohne Bewusstsein. „Semir….hey…okay….okay..ich bin hier…es wird alles gut….“ redete Ben mehr zu sich selbst. „BEN!!“ hörte er Kim rufen. „Hier!! Ich hab ihn gefunden!! Ichbrauche einen ARZT HIER!!! SCHNELL!!“ schrie er zurück und sah sich um. Kim, Hotte und Dieter erschienen am Abgrund. Knappe zehn Minuten später war der Arzt bei Semir. Er ließ Ben zur Seite ziehen und untersuchte den immer noch reglosen Körper. „Er hat mehrere Knochenbrüche….vermutlich sogar innere Verletzungen, wenn ich die Verfärbung in der Rippengegend ansehe, tippe ich auf Milzriss…ich brauch den Heli!!“ schrie er. Ben sah ihn ängstlich an. „kommt er durch?“ fragte er heiser. „Wenn Sie einen guten Draht nach ganz oben haben, dann sollten Sie ihn anrufen…“ ließ der Arzt von sich hören. Ben schloss die Augen. Er wusste dass dies nichts Gutes hieß. Kim trat zu ihm. „Ben….kommen Sie…Sie können im Augenblick nichts mehr tun…“ sagte sie leise. „Ich…muss zu Andrea..ich muss … es ihr sagen..“ stammelte Ben. „Das werden wir auch….ganz ruhig…wir werden erst einmal zum Krankenhaus fahren und nachhören was mit Semir ist…einverstanden? Ich lasse Susanne Andrea abholen und…“ auch Kims Stimme stockte. Wie schwer war Semir verletzt? Würde er es überleben? „Wir bringen den Mann in die Uniklinik…“ gab der Arzt bekannt und ließ Semir in den Helikopter transportieren. Die Libelle selbst konnte nicht im Gebiet landen und so musste Semir vorsichtig den Abhang hochgezogen und dann zur Straße gebracht werden. „Können Sie mir schon etwas sagen?“ wollte Kim von dem Arzt wissen. „Nein..nur das es nicht gut aus sieht…hat er Verwandte?“ stellte der Arzt die Gegenfrage. „Er hat Familie….ja..“ bestätigte sie. „Dann sollten Sie sie darauf vorbereiten… das…“ den Rest ließ der Arzt weg. Doch Kim ahnte auch so, was gemeint war.

    Andrea sah erstaunt auf die Uhr, als das an der Tür klingelte. Sie ging hin und öffnete. „Kim? Susanne? Was macht ihr denn hier?“ wollte sie wissen, als sie die beiden Frauen sah. „Andrea…haben Sie einen Moment Zeit?“ bat Kim Andrea bekam ein sonderbares Gefühl. „Ist was mit Semir?“ fragte sie deshalb nach. Susanne und Kim sahen sich an. „Ja…er…er hatte einen Unfall…und…“ fing Kim an. „Ist er…tot?“ kam leise von Andrea die Frage. „Nein…nein…er lebt …aber…er …er ist …sehr schwer…verletzt..er liegt in der Uniklinik und wenn Sie wollen, dann..fahren wir hin..“ erklärte Kim schwerfällig. Andrea stiegen die Tränen in die Augen. „Ja..bitte…aber die Kinder..ich..ich kann sie nicht allein lassen…“ sagte sie mit einer schweren Stimme. „Ich werde mich darum kümmern..fahr du zu Semir…“ lächelte Susanne und nahm ihre Freundin in den Arm. „danke…“ hauchte Andrea schluchzend. Wie oft hatte sie schon Angst um ihren Mann gehabt und nun…Sie zog sich die Jacke über und folgte Kim. „Ich fahre…“ meinte Kim nur und zog Andrea auf den Beifahrersitz. Der erste Teil der Fahrt verlief schweigend. „Was ist passiert?“ wollte Andrea dann wissen. „Er hat einen Verdächtigen verfolgt und wurde in dem Unfall verwickelt..“ wich Kim aus. Sie wollte Andrea nicht alles sagen, doch Andrea war selbst lange genug im Büro gewesen um aus der Wortwahl zu hören, dass dort mehr war. „Was verschweigen Sie mir?“ wollte sie wissen. „Andrea…Semir ist..er ist in ein Hinterhalt geraten und…“ wieder stockte Kim. „Hat er eine Kugel abbekommen?“ unterbrach Andrea. „Nein…aber er ist abgestürzt…mit dem Auto….das Auto selbst brannte aus und Semir wurde wohl beim Aufprall heraus geschleudert… er hat innere Verletzungen..davon geht der Arzt aus..“ presste Kim regelrecht heraus. Andrea nickte. „Es war also kein normaler Unfall…“ stellte sie fest. „Nein..er hatte Schrammel stellen wollen…allein…“ bestätigte Kim.

    Das kann nicht gesund sein. Und jetzt ausgerechnet vorm Wochenende (wo ich keine Zeit habe zu lesen) an dieser Stelle aufzuhören... Nene, das ist gemein. Naja ich muss mich wohl bis Montag gedulden und dann will ich lesen, dass es Semir gut geht! BITTE!

    lol Das wirst du wohl müssen......

    Du kannst hier jetzt echt nich aufhören - ich muss heute mittag zur Arbeit und bis dahin MUSS ich wissen, was mit Semir ist!

    Lol wie das doch gleicht.....freut mich irgendwie...

    Aber sowas gleich...nein, und dann kurz nach dem Aufstehen...also Elli das geht so nicht...und das, wo ich am WE nicht da bin...jetzt wartest du schön, bis Sonntag...dann erst wieder was neues reinstellein ;)

    Also Chris...wirklich....wie kannst du sowas von mir verlangen.....ich stelle morgen ein...du kannst ja nachlesen :D

    Oh Mann, ich hoffe nur Kim hat Recht und Semir wurde wirklich vorher aus dem Auto geschleudert und liegt irgendwo...natürlich unverletzt. ;)

    Hast du da nicht etwas zu viel Hoffnung....rausgeschleudert und unverletzt....ich weiß nicht...das ist etwas zuviel des Guten....aber mal sehen... ^^

    Luis Schrammel gab Gas. Er war mit seinem Wagen direkt am Heck des BMWs und schob ihn auf den Abgrund zu. Er sah die Panik, die seinem Gegner regelrecht aus dem Gesicht sprang. „Na..hast du Angst…?“ fragte er lachend sich selbst. Sein Wagen war stärker..hatte mehr PS als der BMW. Er sah wie die Rücklichter aufleuchteten und gleichzeitig das Bremslicht. „Das hilft dir nicht…das hilft dir überhaupt nicht…lebe wohl…Semir Gerkan..du warst ein würdiger Gegner, aber gegen mich hast du keine Chance..“ lachte er und trat erneut das Gaspedal. Der BMW rutschte langsam über den Abgrund. Gerkan versuchte alles um aus dieser tödlichen Falle heraus zu kommen, doch egal was er tat…es wäre zu spät. Dann war es soweit. Der BMW rutschte komplett den Abhang runter, überschlug sich mehrfach und blieb letztendlich auf dem Dach liegen. Luis stieg aus und sah hinunter. Viel war von dem Wagen nicht mehr übrig und damit war auch das Thema Gerkan abgeharkt. Doch was….wenn der Mistkerl überlebte? Er musste sich vergewissern, dass Gerkan tot ist…er muss es wissen…dachte er und machte sich an den Abstieg. Doch bevor er den Wagen erreicht hatte hörte er es knistern. Der Wagen fing Feuer. „Oh…ein heißes Grab…“ lachte er laut. Damit war die Frage ob Gerkan überlebt hatte ebenfalls beantwortet. Zufrieden stieg Luis in seinen Wagen und machte sich auf den Weg zu seinem Domizil in Langel. Jeder Bulle glaubte, dass er das Land verlassen würde, doch das hatte er nicht vor. Er würde sein Aussehen verändern und dann das Geld einfach ausgeben. Niemand wird ihn suchen…niemand…und wenn es doch jemand wagen sollte, dann Gnade ihm Gott. Vor Ben Jäger brauchte er sich nicht fürchten, der hatte nun genug zu tun um den Tod von Gerkan zu betrauern. Dem schlotterten eh die Knie, wenn er den Namen hörte…dachte Luis während der Fahrt weiter. Er kam zügig voran und war nur eine gute Stunde später auf seinem Anwesen in Langel. Hier konnte er sich wohl fühlen. Auch wenn es viel zu groß für eine Person war, es gehörte ihm.

    Ben kam in dem Waldstück an und sah sich suchend um. Keine Spur von Semir. Nach dem letzten Telefonat mit Semir hatte er versucht erneut in Verbindung zu treten, doch es kam nichts. Semir antwortete nicht und das hieß nichts Gutes. Er sah sich um und bemerkte den Abgrund. Rauchwolken stiegen auf. „Nein…bitte nicht…“ stieß er aus, weil er ein Gefühl von Übelkeit in ihm aufstieg. Auf dem Waldboden sah er Reifenspuren von mindestens zwei Wagen und wenn er weiter nachdachte, dann konnte es nur sein, dass ein Wagen hier…Er sah über den Rand. „SEMIR!! NEIN!!“ schrie er auf, als er sah welcher Wagen dort brannte. „SEMIR!!!“ wiederholte er. Keine Antwort. Vorsichtig stieg er ab und fluchte, weil er ausrutschte, sich an den Sträuchern die Haut aufriss und über Äste stolperte. Mehrfach fiel er hin und rappelte sich sofort wieder auf. Endlich war er unten. „SEMRI!!“ schrie er erneut. Die Flammen schlugen ihm entgegen „NEIN!! SEMIR!! NICHT“ fing er an. Doch hier konnte er nichts ausrichten. Wenn dort in der Flammenhölle jemand war, dann war er verloren. Er konnte nur hoffen, das Semir nicht mehr bei Bewusstsein war, als die Flamen den Wagen eingenommen hatten. Ben griff wie in der Trance zum Handy, wählte Kim Krüger an und wartete. In seiner Verfassung registrierte er nicht einmal dass er kein Netz hatte. Erst einige Sekunden später wachte er auf. Er sah auf sein Handy. „Klar…warum sollte es auch…“ knurrte er. Langsam kroch er nach oben. Diesmal ging es etwas schneller als runter. Er setzte sich an den Abgrund und rief erneut Kim an. „Chefin…Ben hier….Semir…er…er….“ stieß er aus. Tränen liefen. „Was zum Teufel ist passiert?“ wollte Kim wissen. „Semir…ist in …ich bin im Wald am Königsforst an der A3…ich…Semir hatte mich angerufen..er hat Schrammel vor sich gehabt und… ich war nicht da..Semir ist einen Abgrund runter..sein Wagen…er brennt…er… er..“ Ben konnte den Satz nicht beenden. „Ben…hören Sie mir zu….ist es möglich, das Semir aus dem Wagen geschleudert wurde? Vielleicht liegt er dort irgendwo an der Unfallstelle…haben Sie nachgesehen?“ harkte Kim nach. „Chefin…der Wagen brennt…da …“ wiederholte er. „Das hab ich verstanden…aber was ist mit Semir? Er kann raus geschleudert sein und liegt schwerverletzt…sehen Sie nach..ich werden Verstärkung und einen RTW schicken…ich komme selbst dahin!“ ertönte an seinem Ohr. Ben reagierte nicht.

    Ben... ich... ich... wir hatten keine Zeit über das zu reden, was ich auf der Party gesagt habe.“, meinte Konrad und hatte dabei einen mehr oder weniger großen Kloß im Hals. Ben drehte seinen Kopf vorsichtig zur Seite und sah seinen Vater mit großen, braunen Augen an. „Papa, ich kann verstehen, dass du dich zur Ruhe setzen möchtest. Nur, warum gerade England?“, kam es dann von Ben und er sah seinen Papa an. „Das hat sich so ergeben. Ich meine…ich…also weißt du…“, stammelte Konrad etwas hilflos. Ben lächelte schwach. „Es ist dein Leben, Papa. Wenn du nach England gehen willst, dann tu es einfach. Du musst dich bei mir nicht erklären. Versuch einfach dein Leben zu leben.“, gab er zurück. Konrad lachte leise. „Du hast Recht… ich werde sobald du wieder fit bist nach England fahren und dort neu anfangen. Die Firma ist bei Julia und Peter in guten Händen. Ich habe meine Tantiemen und damit kann ich sehr gut leben. Ben… ich bin froh, dass du so denkst… ich bin auch froh, dass du es geschafft hast. Nun musst du nur noch gesund werden.“, meinte Konrad. „Was ist eigentlich mit Semir? Wo steckt er? Wurde er auch verletzt?“, wollte Ben wissen. Konrad sah ihn erstaunt an. „Das weiß ich auch nicht. Gott, den hab ich ja ganz vergessen.“, tadelte sich der Baulöwe. Ben schloss die Augen. „Vermutlich wartet er draußen vor der Tür und traut sich nicht rein, weil ich die Kugel abbekommen habe und nicht er.“, lachte Ben müde. Konrad merkte, dass er müde war. „Für heute reicht es erst einmal. Du solltest schlafen.“, empfahl er seinen Sohn. „Ja… du hast Recht. Ich bin ziemlich schwach. Sag Semir er soll morgen kommen, ja.“, bat Ben und schlief tatsächlich ein. Konrad stand langsam auf und verließ das Zimmer für einen Augenblick. Doch, dort war niemand zu sehen. Semir war nicht da. Als er wieder ins Zimmer wollte, sah er Kim Krüger kommen. „Frau Krüger….schön, dass Sie noch hier sind. Ben schläft. Er hat nach Semir gefragt. Wo ist er?“, wollte er von ihr wissen. Kim sah ihn an. „Semir…wurde entführt….“, erklärte sie leise. „Oh mein Gott…!“, stieß Konrad aus.

    „Was war das?“, hörte Semir den Mann fauchen. „Ich…weiß es nicht…“, kam leise von Semir. „Ja sicher… wollen wir doch mal sehen, was das war…“, kam als Antwort. Semir hörte die Schritte des Mannes. Er hielt die Hände ruhig. „Oh… die Schnalle des Bettengurtes… hey… da hab ich doch glatt ne Idee…“, kam von dem Mann. Semir atmete tief durch. Er schloss unter der Augenbinde die Augen. Wo war dann sein Handy? Der Mann verließ scheinbar den Raum. Schnell tastete Semir nach seinem Handy. Und er fand es. Es hatte sich irgendwie in der Decke verfangen. Gott….das war Glück…dachte er nur und steckte sein Handy in die hintere Hosentasche. Jetzt erinnerte er sich, dass die Tür nicht verschlossen wurde. Er hatte nicht das Schließgeräusch gehört…oder hatte er es überhört? Nein… ganz sicher nicht.

    Semir versuchte sich zu orientieren und ging mit vorsichtigen Schritten in Richtung Tür. Doch bevor er sie erreichte wurde sie geöffnet. Sofort blieb Semir stehen. „Wollten wir uns selbstständig machen?“, höhnte ihn der Mann. Er stieß ihn wieder in Richtung Bett. Semir stolperte und fiel hin. „Ilja!! Ist gut…!“, mischte sich ein zweiter ein. Semir fühlte, wie er hoch gezogen wurde. „Leg ihn auf das Bett und binde ihn an! Aber so, dass er sich nicht befreien kann!“, fauchte der Mann der Semir hier eingesperrt hatte. „Legen Sie sich hin…ich werde es Ihnen etwas bequemer machen.“, redete der zweite auf ihn ein. Semir nickte und tat, was der Mann sagte. Er spürte, wie die Fesseln gelöst wurden. Doch wenig später war eine Waffe an seinem Kopf. „Beweg dich und du hast ne Kugel im Schädel!“, warnte ihn Ilja. Semir blieb ruhig liegen. „Hast du was, dass du ihm geben kannst?“, wandte sich Ilja an den zweiten Mann. „Ich brauche ihn nichts geben. Die Gurte sind extrastark und halten ihn am Bett fest. Er kommt hier nicht weg.“, gab der zweite zurück. „Also gut… sollte er anfangen zu schreien…was dann? Sollen deine Patienten vielleicht aufmerksam werden?“, wollte Ilja wissen. „Du bist mein einziger Patient hier… also ist es unsinnig.“, widersprach der zweite. Semir hörte nur schweigend zu. Er rührte sich nicht und spürte wie Gurte um seine Handgelenke geschnallt wurden. Anschließend wurden sie festgezurrt.

    Semir rannte auf seinen Wagen zu und sah sich um. In diesem Augenblick schoss ein Auto aus der Nebenstraße heraus und raste an ihm vorbei. Der Fahrer sah ihn kurz an. „Schrammel…“ stieß Semir aus. Stieg ein und hängte sich an den Wagen. „diesmal entkommst du mir nicht….“ Drohte Semir und stellte das Blaulicht aufs Dach. „Cobra 11 an Zentrale…verfolgen Luis Schrammel auf der Jupp-Hoppmann-Straße in Düsseldorf Stadtauswärts. Erbitte Verstärkung…Schrammel ist mit einem gelbfarbenden Jeep unterwegs und fährt jetzt in Richtung Autobahn!“ gab er über Funk durch. „Verstanden…Verstärkung ist unterwegs!“ kam zur Antwort. Semir sah auf die Straße. Schrammel verhielt sich diesmal nicht so rücksichtslos wie in Köln. Vielleicht wollte er diesmal den Wagen nicht schrotten, dachte Semir. Dennoch warnte ihm etwas vorsichtig zu sein. Die Fahrt ging nach Köln und Semir hatte keine Probleme am Fahrzeug dran zu sein. „Er muss mich doch sehen…“ murmelte Semir. Ihm kam vor, als wollte Schrammel, dass er ihm folgte… und er passte sich Semirs Tempo an. „Also gut…du willst also mit mir spielen….gut…ich spiele mit..aber ich spiele gut…denk daran..“ knurrte Semir zu sich selbst. Er wusste genau, dass dieses Spiel gefährlich war und tödlich enden konnte. Dennoch musste er sich darauf einlassen, denn noch einmal würde und sollte Schrammel nicht davon kommen. Schrammel zog auf die Ausfahrt. Semir tat es ihm nach und gab seine Richtung per Funk durch. Die Fahrt ging weiter. Semir verringerte sein Tempo weil er etwas testen wollte und tatsächlich…auch Schrammel ging runter. „Was zum Teufel soll das denn?“ fauchte Semir. Aber er fuhr weiter hinterher. Auch auf der Landstraße wo Schrammel eigentlich Gas geben konnte fuhr er stets so, das Semir ihn nicht verlieren konnte. Immer wieder meldete Semir sich über Funk um den Kollegen die Möglichkeit zu geben, ihm zu folgen. Doch bisher war von der versprochenen Verstärkung nichts zu sehen.

    Ben ließ sich von einem Kollegen da Auto geben. Er musste nach Langel um zu sehen, was dort war. Vielleicht war dort Schrammels Versteck und man konnte ihn dort stellen. „Cobra 13 an Cobra 11.. Semir wo steckst du?“ wollte er über Funk wissen. „Wir fahren gerade auf der Landstraße nach Köln…Schrammel spielt mit mir…er macht alles, dass ich ihn nicht verliere..und ich spiele mit..“ verkündete Semir. „Werde bloß nicht leichtsinnig..denk daran mit wem du es zu tun hast..“ ermahnte Ben ihn. „Ja sicher….hast du was gefunden?“ wiegelte Semir ab. „Ja und nein..genauer weiß ich wenn ich in Langel bin…beim Anwalt hab ich eine Notiz gefunden. Schrammel…. und Ludwigsgasse 34, Langel, steht drauf… mal sehen was ich bei dieser Adresse finde..“ erklärte Ben. Semir sah auf die Schilder. „Wir sind scheinbar auch auf den Weg dorthin…gut…dann treffen wir uns da….“ gab Semir bekannt als er sah wohin die Straße führte. „Semir…wir wissen nicht was da ist..pass bitte auf dich auf…und hol dir Verstärkung!“ ermahnte Ben erneut. „Die Verstärkung habe ich vor einer guten halben Stunde angefordert…bisher nichts davon zu sehen…aber nun bist du ja da…“ lachte Semir. Er hängte das Mikro ein und konzentrierte sich allein auf die Verfolgung von Schrammel der nun abbog. „Was will er denn da…? Da geht es doch gar nicht nach Langel…“ murmelte er und griff zum Mikro. „Cobra 11 an Cobra 13… Ben…Schrammel biegt jetzt nach Köln-Poll ab…“ gab er durch. Doch nun kam nur noch Rauschen. “Ben?” fragte Semir weiter. Keine Antwort. Verdammt…ausgerechnet jetzt…na gut...dann eben allein…dachte er und fuhr weiter hinter Schrammel her. Die Fahrt endete in einer Waldlichtung. Doch nun wurde Semir gezwungen das Fahrzeug zu verlassen, denn ein Schlagbaum versperrte den Weg. Er ging hin und sah in einen tiefen Abgrund. Von Schrammel war nichts zu sehen. Semir sah sich unsicher um. Alles war perfekt für eine Falle. Er zog sein Handy und stellte mit Freude fest, dass er Netz hatte. Schnell wählte er Ben an. „Semir…was gibt es?“ wollte Ben wissen. „Ben…Schrammel ist nach Köln-Poll abgebogen…wir sind mitten auf einer Lichtung aber von dem Mistkerl selbst fehlt jede Spur..“ gab Semir durch. „Das kann ne Falle sein...sieh zu, dass du da weg kommst!“ ermahnte Ben ihn und Semir musste ihm Recht geben. Er stieg ein und wollte den Rückwärtsgang einlegen, als sein Wagen einen Ruck in die Fahrerseite bekam. Semir sah den Wagen von Luis Schrammel in Großaufnahme vor sich. Die Tür war verbogen. Semir ahnte was Schrammel vorhatte und wollte zur Beifahrerseite raus, doch hier stand ein Baum und blockierte sie. Eine Falle…da war sie..verdammt wie sollte er hier rauskommen? Luis rammte ihn ein zweites Mal. Diesmal von hinten und schob Semir auf den Abgrund zu. Erschrocken drehte Semir sich um. Luis Schrammel grinste ihn böse an.

    Ben sah Semir an. „Na das ist ja wieder toll... wir wollen uns auf Schrammel konzentrieren und haben einen Toten an der Backe..“ stöhnte er. Semir grinste. Als sie am Fundort ankamen und einen Blick auf den Toten warfen war klar, dass es mit Schrammel zusammenhing. „Sieh mal an…der schmierige Anwalt….das war Schrammel ja nicht gerade dankbar oder?“ meinte Semir. Ben nickte. „Wenn der anfängt seine Anhänger abzuknallen, zeigt es uns, dass er sich allen Zeugen entledigen will. Nur haben wir keinen Hinweis wo er sich aufhält..“ murmelte Ben nachdenklich. „Tja….die Nadel finden wir im Heuhaufen sicher einfach…also gut…“ dachte auch Semir nach. Der Gerichtsmediziner kam zu ihm. „Hallo Semir….also der Mann ist sicher schon seit acht Stunden tot…eher sogar noch etwas länger…kann ich dir nach der Obduktion sagen…Todesursache ist unschwer zu erkennen…die Kugel in der Brust. Der Mann hieß Holger Schiefer und war Rechtsanwalt. Seine Brieftasche mit Geld und Papieren sowie Kreditkarten sind alle vorhanden und so scheidet ein Raubmord aus…“ zählte der Mann auf. „Wir wissen was dahinter steckt…dieser feine Herr hat einen Mörder vor Gericht verteidigt und gewonnen…die Mittel sind jetzt mal egal….und der Mandant hat es ihm mit einer Kugel gedankt..so einfach….habt ihr sonst noch was gefunden?“ wollte Semir wissen. „Nein…bisher nicht…“ gab der Mann zurück. „Semir!! Wir sollten uns mal das Büro vornehmen…“ schlug Ben vor. Semir nickte. „Ja…werden wir auch tun…“ bestätigte er. Schon wenige Augenblicke fuhren die beiden nach Düsseldorf zum Anwaltsbüro. „Schicke Bude oder?“ grinste Ben, als er vor dem alten Herrenhaus anhielt. „Ja…bei solchen Mandanten kann man sich so etwas leisten.“ Gab Semir zurück. Sie wollten gerade klingeln, als sie aus dem Büro verdächtige Geräusche hörten. Sofort hatten sie ihre Waffen in der Hand und nickten sich zu. Semir trat die Tür so heftig auf, dass sie gegen die Wand flog und die darin befindliche Glasscheibe in kleinen Stücken zersprang. Ben ließ sich fallen und richtete sich sofort wieder auf. Die Waffe war sofort im Anschlag. Doch das einzige was sie sahen, war eine junge Frau, die sich gerade am Schreibtisch hochzog und die Beiden erschrocken ansah.

    Ben stand auf und steckte die Waffe ein. Er kümmerte sich sofort um die Frau, während Semir sich im Nebenraum umsah. „Nichts….keiner hier…“ sagte er und kam zurück. „Gerkan… Kripo Autobahn….wer sind Sie?“ wollte er wissen uns sah die Frau an. „Anita….Anita Haufe…ich…bin Sekretärin..“ stöhnte die Frau. Ben untersuchte den Nacken und sah den blauen Fleck der sich bildete. „Bewegen Sie den Kopf nicht so sehr…ich rufe einen Arzt. Was ist passiert?“ harkte Ben nach. „Ich…bin niedergeschlagen worden….Schrammel…er…er ist kurz vor Ihnen raus..“ stöhnte die Frau. Semir sah Ben an und dieser nickte. Semir rannte raus um die Verfolgung von Schrammel aufzunehmen. Ben kümmerte sich um die Frau. „Frau Haufe…wissen Sie was Schrammel hier wollte?“ kam die nächste Frage von ihm. „Es ging um seinen Fall…seinen Freispruch…“ nickte Anita. „Er wollte mit Dr. Schiefer sprechen, aber der ist noch nicht da….er verspätet sich manchmal…“ hängte sie an. Ben sah sie an. „Das kommt mir irgendwie bekannt vor…aber Herr Dr. Schiefer wird sicher heute nicht mehr kommen…nie mehr…“ gab er leise bekannt. Anita sah ihn an. „Was soll das heißen? Hatte er einen Unfall?“ fragte Anita nach. „Herr Dr. Schiefer ist tot…er wurde erschossen….vermutlich von Luis Schrammel…“ erklärte Ben. Er beobachtete Anita. „Was?????“ fragte sie erstaunt. „Überlegen Sie bitte…ist es möglich, dass Herr Schiefer wusste was Schrammel vorhatte? Hat er mal erwähnt dass er und Schrammel sich verstecken wollen…fliehen…alles kann helfen…“ versuchte Ben heraus zu finden. „Ich weiß nicht… die Akte…sie ist weg….er hat sie wohl mitgenommen…“ stöhnte Anita. „Darf ich mich im Büro des Anwalts umsehen?“ bat er Anita um Erlaubnis. Sie nickte und verzog das Gesicht. „legen Sie sich am besten etwas hin….der Arzt ist gleich da..“ gab Ben den Rat und zog Anita in die Besucherecke wo eine Couch stand. Anita legte sich hin. Ben ging in das Büro des Anwalts und sah sich suchend um. Auf dem ersten Blick schien alles sauber, doch Ben wusste, dass es sicher auch Verstecke gab, wo Schiefer etwas verstecken konnte. Er öffnete die Schubladen und leerte den Inhalt auf dem Tisch. Notizzettel waren ohne Ende da und auch im Mülleimer lagen ein paar Papierstücke. Ben durchsuchte alles. Gerade als er resigniert auf geben wollte fiel sein Blick auf den kleinen Teppich unter dem Schreibtisch. Er bückte sich und hob ein Postit auf. „Ludwigsgasse 34, Langel…“ las er vor. Er dachte kurz nach doch einen wirklichen Zusammenhang mit Schrammel musste es nicht sein. Vielleicht konnte Anita helfen.