Beiträge von Elvira

    Ben fuhr in die Wohnung von Michelle Junghans. Es lag zwar nichts gegen diese Frau vor, dennoch hatte Ben das ungute Gefühl, dass sie etwas zu verbergen hatte. Die Wohnung war exklusiv eingerichtet. Er musste sie fragen, was sie arbeitete. Aus dem horizontalen Gewerbe war sie jedenfalls nicht. Aber was, wenn sie auch bei anderen Männern diese Masche abgezogen hatte? Was wenn sie es alles gestohlen hatte? Ihr etwas nachzuweisen würde schwer fallen. Ben suchte weiter. Nach einer geraumen Weile fand er im Schlafzimmer in einer Schublade mit Unterwäsche einige Geldnoten. Ben nahm einen der Scheine und hielt sie ins Licht. Falschgeld! Es war eindeutig Falschgeld. Sofort nahm er einen seiner Tütchen und packte alles Geld hinein. Dann ging er ins Bad. Er wusste genau wo er suchen musste, denn Leute die etwas verstecken wollen ziehen die Spülung der Toiletten als sicheres Versteck vor. Er öffnete den Kasten und sah tatsächlich eine kleine weiße Tüte an die Rückseite geklebt. Langsam löste er sie und setzte den Deckel wieder auf. Ben fuhr zur PAST zurück und ging zu Michelle Junghans, die in einem der Verhörräume saß. Er warf das Geld auf den Tisch. Michelle sah ihn trotzig an. „Und? Sind Sie fündig geworden?“ fauchte sie ihn an. „So kann man das sehen…das Geld hier…ist sicher nicht Ihrs oder?“ wollte Ben wissen. Michelle schwieg. „Michelle….das hier ist Falschgeld….und ich denke, dass Sie es einem ihrer Kunden abgenommen haben…also warum reden Sie nicht mit mir?“ wollte Ben wissen. Michelle sagte nichts. „Also gut….haben Sie von dem Geld etwas in den Verkehr gebracht?“ harkte Ben nach. Wieder kam nur schweigen. Ben stöhnte auf. „Wie kann man nur so hübsch und gleichzeitig so stur sein?“ wollte er wissen. Michelle sah ihn an. „Von irgendwas muss ich doch leben..“ erklärte sie. „Was wollten Sie denn bei mir? Denken Sie wirklich, das ich Geld auf dem Tisch liegen habe? Wie viele Männer haben Sie bereits betäubt und ausgeraubt?“ wollte er wissen. Michelle zuckte mit den Schultern. Sie sagte nichts. „Die Kerle wollen doch alle nur das eine…nur Sex…egal wie…“ stieß sie plötzlich aus. „Sie animieren die Männer doch. Da müssen Sie sich nicht wundern. Also von wem haben Sie das Geld gestohlen?“ wiederholte Ben seine Frage. Michelle schwieg eisern.

    Hans Westerwald tobte in seiner Villa. Noch nie hatte es jemand gewagt, so mit ihm umzugehen…schon gar keine Frau!!, dachte er. „Boss….wir haben in der Kneipe nachgehört…aber von einer Gina haben die noch nichts gehört und können sich an die Kleine auch nicht erinnern..“ gab Malik von sich. „Dann sucht sie!!! Diese Schlampe wird sicher noch mal so ein Ding abziehen!!! Ganz sicher!!“ brüllte Hans ihn an. Malik nickte. „Wir haben ein paar Jungs am Rhein laufen, die die Augen offen halten…“ erklärte er ruhig. Er kannte Hans Ausraster und konnte damit umgehen. „Nimm dir ein Aspirin….dann sind die Kopfschmerzen nicht so heftig..“ grinste er und verschwand. Hans sah ihn wütend nach. Wie sollte er diese Frau finden? Und vor allem wo? Vielleicht zog sie diese Sache noch einmal ab…mit einem anderen Typen? Er musste selbst auf die Piste, nur dann konnte er sich wieder erkennen. Ja…er würde heute wieder auf die Piste gehen und nach dieser Schlampe Ausschau halten. Sobald sie auftaucht wird er ihr folgen und sie dann in ihrer Wohnung stellen. Ja...das war eine gute Idee…das war es… dachte er nur. Entschlossen drückte er seine Zigarette aus. Er schwor sich auf die Suche nach Gina oder wie sie sonst hieß zu gehen und er wird sie finden. Wie gut, dass er ein fotografisches Gedächtnis hatte, was Gesichter anging. So konnte er sie beschreiben und seine Männer instruieren in den Clubs und Bars entlang des Rheins Ausschau nach der Schlampe halten.

    ich hab es geahnt......das konnte ja nicht gut gehen. man der arme semir...die arme Andrea.....was machst du denn? Ich dachte er lässt was hochgehen..aber ich wollte nicht, das er Semir und Andrea in die Luft jagt.....


    ich will mehr lesen...viel mehr

    Semir fuhr mit Ayda in den Zoo, wie er es versprochen hatte. Andrea kümmerte sich um Layla, die scheinbar etwas kränkelte. Semir zahlte den Eintritt und setzte Ayda in einen der Bollerwagen, die man für eine kleine Gebühr leihen konnte. Dann ging die Tour los. Gehege für Gehege wurde besichtigt und Ayda stellte Fragen über jedes Tier. Semir versuchte mit Hilfe der Informationstafeln zu beantworten, was ihm auch glänzend gelang. „Guck mal…Papa….der ist aber groß!“ strahle Aida als sie vor dem Nashorngehege standen. „ja…sehr groß. Das ist ein Nashorn..“ erklärte Semir. „Das will ich haben…“ kam von Ayda. Semir lachte laut auf. „Nein…nein..das geht nicht…das geht absolut nicht…“ meinte er nur und dachte an Andrea, was sie wohl sagen würde, wenn er mit einem solchen Monstern nach Hause kam. „PAPA!!! Ich will aber!!“ riss Ayda ihren Vater aus seinen Gedanken. „nein mein Schatz…das geht nicht…das wäre…als würde man dich einfach mitnehmen und Mama und Papa wollen das nicht….“ Versuchte Semir kindgerecht zu erklären. „Aber ich will das haben!“ trotzte Ayda und stampfte mit dem Fuß auf. „Das geht nicht….wirklich. Das Tier muss immer ganz viel essen und in unserem Garten da ist ja gar kein Sand…da ist Gras und…“ ging es mit Semir weiter. „Aber mein Sandkasten ist da…da kann er dann im Sand graben….das geht…ich will ihn haben…“ fing Ayda nun an zu weinen. Semir fühlte sich etwas hilflos. „Weißt du…kleine Maus….das ist nicht nur das Fressen…das Tier ist auch gefährlich….und kann das ganze Haus kaputt machen in dem du und dein Eltern wohnen. Wir passen auf das Tier hier auf und geben ihm das, was es zum Leben braucht. Außerdem ist das Tier nicht allein… sieh mal da hinten….da läuft das Baby von dem Großen rum…das ist nämlich ein Mädchen wie du…das hier ist die große Layla und das kleine Baby dort ist ein Junge und heißt Ambo….willst du denn das wir dem Baby die Mama wegnehmen?“ mischte sich eine Tierpflegerin ein, die das Gespräch und Semirs verzweifelten Bemühungen mitbekam. Ayda schüttelte den Kopf. „Papa…hast du gehört…das Nashorn heißt wie meine Schwester….“ Strahlte Ayda. Semir nickte und warf der Pflegerin einen dankbaren Blick zu. Er war froh, dass er am späten Nachmittag den Zoo verließ. Ayda war sehr wissbegierig und stellte Fragen zu jedem Tier.

    Am Abend lag Semir bei Andrea auf dem Schoß und ließ sich von ihr streicheln. Er liebte es, wenn sie mit ihren Fingern an seiner Stirn lang ging und sie leicht massierte. „Das Wochenende ist schon wieder vorbei…“ murmelte er mit geschlossenen Augen. Die Kinder waren bereits im Bett. Ayda war so fertig, dass sie auf dem Heimweg eingeschlafen war. „Es war wunderschön…Ayda war so fertig als wir im Auto saßen. …sie ist völlig erledigt. Den ganzen Tag an der frischen Luft…“ strahlte Andrea. „ja…sie wollte auch nur ein Nashorn mit nach Hause nehmen..“ grinste Semir. Andrea sah ihn an. „Wie bitte?“ lachte sie. „Ja…deine Tochter wollte ein Nashorn mitnehmen. Mit Hilfe einer Tierpflegerin konnte ich es ihr ausreden. Sie war dann mit einen solchen als Stofftier zufrieden..“ erzählte Semir von seinem Abenteuer im Zoo. „Deine Tochter ist halt wie du..will immer was ganz großes haben..“ bestätigte Andra. „Hey… ich hab was Großes…“ protestierte Semir sofort und küsste sie. „Du bist unverbesserlich…mein türkischer Hengst…“ lachte Andrea. Semir sah sie an. „nein…so meinte ich das jetzt nicht.. das Große oder besser Größte was ich habe…ist meine Familie…“ stellte er sofort richtig. „wie war dein Tag mit Layla? Hat sie ihre Koliken jetzt überstanden?“ wollte er wissen. „Ja..ich glaub es war die Nahrung…diese Umstellung von Muttermilch auf Folgemilch…ist scheinbar schwieriger als bei Ayda. Aber ich hab die Marke geändert und schon hat es aufgehört. Sie hat heute sehr viel geschlafen…“ erklärte sie. „du bist die beste Mutter der Welt -… für meine Kinder..“ strahlte Semir. „Es sind auch meine Kinder… mindestens 505…“ lachte Andrea nur. „Hey … sie sehen aus wie ich…“ behauptete er. „Ja sicher… die Augen haben sie von dir, aber die Mundpartie und die Nase sind eindeutig von meiner Seite…“ grinste Andrea. „Wir sollten uns mal überlegen einen Stammhalter zu bekommen… ich meine…ich bin in der Unterzahl..“ kam plötzlich von ihm. Na Layla ist gerade mal sechs Monate alt….“ Widersprach Andrea. Semir grinste breit. „Na und…wir können ja schon mal üben…“ Andrea sah ihren Mann nur an. „Du bist unverbesserlich..“ tadelte sie ihn lachend.

    Verhängnisvolle Verwechslung

    Pfeifend ging er durch seine Wohnung und suchte alles zusammen, was er so brauchte. Endlich hatte er ihn bekommen. Endlich, der langersehnte Urlaub. Nach all den stressigen und heißen Wochen im Büro, wo auch noch die verdammte Klimaanlage ausgefallen war und die Außentemperaturen jeden Tag nicht unter 28 Grad fielen. Die letzten Tage waren die schlimmsten, da nichts auf der Autobahn passieren wollte und er und sein Partner nur Berichte schreiben musste. Drei Mal musste er gestern das Hemd wechseln, weil es so schnell durchgeschwitzt war. Aber das war jetzt vorbei. Morgen würde er schon an der kühlen Nordseeküste liegen und sich die Sonne auf seinen Bauch scheinen lassen. „So, Sonnencreme... Badehandtuch... ah, meine Sonnenbrille. Verdammt, die liegt im Büro.“, dachte Ben laut. „Na, werde ich wohl morgen Semir einen Besuch abstatten müssen.“, dachte er laut und grinste, denn Semir hatte auch um Urlaub gebeten, doch die Chefin wollte ihn partout nicht gehen lassen. Sie war der Meinung, dass sie nicht ihre beiden Kriminalkommissare gleichzeitig in Urlaub schicken durfte. Wer aber gehen durfte, sollten beide unter sich ausmachen. Ben schmunzelte bei dem Gedanken, als er daran dachte, wie sie es ausfochten.

    „Okay, Armdrücken... wer gewinnt, darf in den Urlaub gehen.“, meinte Semir großspurig und krempelte sich die Ärmel seines Shirts hoch. Ben lachte kurz. „Bist du sicher? Du hast ihn dir doch erst vor einer Woche ausgerenkt gehabt.“ „Jetzt kneif nicht.“, stachelte Semir und setzte sich an den Tisch, bereit Ben zu schlagen. „Na gut, ich hab dich gewarnt.“, konterte der junge Hauptkommissar, setzte sich Semir gegenüber und stellte den Ellenbogen fest auf den Tisch. Hotte und Dieter fungierten als Schiedsrichter, das halbe Büro sah dabei zu, ohne jedoch die Aufmerksamkeit von Frau Krüger zu erregen. „Okay Jungs, seid ihr fertig?“, wollte Hotte wissen und sah beiden in die Augen. Semir und Ben nickten nur. „Dann... los.“, meinte Hotte und nahm seine Hand weg. Sofort begann Semir wie wild zu drücken, während Ben das gleiche tat und den Arm seines Partners leicht senken konnte, doch er wollte es nicht so einfach haben und ließ immer wieder ein bisschen in seiner Anstrengung nach. Immer wieder schlugen die Arme in beide Richtungen aus. Der ganze Kampf tobte etwa zehn Minuten lang, bis Ben dann das Ganze beendete und mit seiner Kraft Semirs Arm auf die Tischplatte warf. Dieser schrie auf, scheinbar war sein Arm doch noch nicht ganz in Ordnung. „Alles okay?“, fragte Ben sofort mitleidig. „Ja... geht schon.“, meinte Semir und hielt sich die Schulter. „Tja, damit hat Ben dann wohl zwei Wochen Urlaub.“, entschied Hotte und wartete gar nicht auf einen Protest seitens Semir. „Ich gönn ihn dir. Ich hätte dich locker fertig gemacht, wenn mein Arm mitgespielt hätte.“, spielte sich Semir auf. Ben musste laut lachen. „Schon klar, Partner.“, meinte er nur und klopfte ihm auf die Schulter.

    Ben packte noch schnell seinen Kulturbeutel zusammen, legte sein großes Badetuch für den Strand in den Koffer und brachte dann alles schon runter ins Auto. Morgen wollte er nur noch ins Büro und die Brille holen und dann ... ab an die Küste.

    Ben schlenderte am Rhein entlang und ließ sich da es sehr warm war vor dem Restaurant „Bolle… Bolle“ nieder. Nicht lange und eine Kellnerin fragte nach seinen Wünschen. Er bestellte ein Bier und sah auf das Wasser. „Hey…. Hast du nen Drink für eine einsame Frau?“ riss ihn eine Stimme aus den Gedanken. Ben sah sie an. Sie war wunderschön. Blonde bis zur Hüfte reichende Haare, lange Beine und ein noch hübscheres Gesicht. „Ja sicher…..setzen Sie sich doch..“ bot er an. Die unbekannte Schöne tat es und schlug die Beine übereinander. „Was..darf es sein?“ wollte Ben wissen. „Ich nehme ein Gin-Tonic…“ kam von der Schönen. „ich bin Ben….“ stellte er sich vor. „Ich bin Adele…“ lächelte sie. „Adele..ein alter aber sehr schöner Name..“ stellte er fest. „Danke mir gefällt er auch…“ lachte sie. Sie bekam ihren Drink und Ben flirtete was das Zeug hielt. Gegen Mitternacht wollte er auch nach Hause. „So… für mich ist Schluss…ich muss heim..“ gab er zu. „Das ist schade…ich….ähm…es klingt komisch, aber…ich würde gern mit dir gehen..dich in der Nacht wärmen..oder kühlen…“ meinte Adele. Ben sah sie an. Er war selten in einer solchen Lage aber wenn sie sich schon anbot? Warum eigentlich nicht…dachte er. „Gut…dann gehen wir gemeinsam…“ bestätigte er. Sie gingen durch die schmalen Gassen der Altstadt und kamen eine knappe Stunde später bei Bens Wohnung an. „Hast du noch was zu trinken?“ wollte Adele wissen. „Ja….ich habe Rotwein…Weißwein….Champagner….viele Dinge..“ nickte er und schloss die Tür auf. Adele staunte nicht schlecht, als sie die Räumlichkeiten sah. „Whow…das sieht ja richtig klasse aus…“ strahlte sie. „Freut mich wenn es gefällt…ist eher schlicht und einfach…aber mach es dir nur bequem…“ lächelte er. Ben holte eine Flasche Champagner aus dem Kühlschrank und ließ das Gesöff in die Gläser laufen. „Hast du vielleicht auch was zu knabbern?“ wollte Adele wissen. Ben lachte leise. „Klar…hab ich….einen Augenblick nur…“ meinte er und stand erneut auf. Er ging in die offene Küche und sah zu Adele. Diese schien sich unbemerkt und Ben sah, wie sie etwas in sein Glas tropfen ließ. Was für ein Früchtchen…dachte er und stellte eine Schüssel auf den Tisch. Er merkte sich das Glas wo die unbekannte Flüssigkeit drin war. Er musste die Gläser vertauschen, sollte Adele doch das trinken, was sie ihm zugedacht hatte. „lass uns etwas tanzen?“ bat er und nahm ihr das Glas aus der Hand. Adele schloss die Augen und Ben tauschte die Gläser. „Nein…lieber nicht….ich glaub ich bin beschwipst..“ lehnte sie ab. „Dann solltest du vielleicht nichts mehr trinken…“ gab Ben zu bedenken. Er reichte ihr das Glas was eigentlich seins war und sie trank. Ben beobachtet sie. Es dauerte nicht lang und sie schlief ein. „Na das hast du dir aber gut ausgedacht….mal sehen wie du wirklich heißt…“ murmelte Ben und griff zu ihrer Tasche. Er suchte nach der Brieftasche und fand den Ausweis von „Adele“. „Michelle Junghans….ah ja….wollen wir doch mal sehen, ob du noch mehr ausgefressen hast.“ murmelte er und griff zu seinem Handy. „Ja ich bins…Ben…hör mal..mach mir mal ne Ema von einer Michelle Junghans…..ja..ich warte…“ bat Ben den Kollegen am anderen Ende. Nur wenig später wusste er das seine unbekannte Schönheit nichts Kerbholz hatte. Etwas enttäuscht sah Ben auf die schlafende Frau Ben grinste. Wie gut, dass er manchmal so misstrauisch war. Nicht auszudenken, was sie getan hätte…wenn er es getrunken hätte. Ben trug die junge Frau in sein Bett und legte ihr eine Handfessel um ein Gelenk an. Die andere Handschelle ließ er um sein Bettgestell einschnappen. Wenn die wach wird, macht sie erst einmal Augen, dachte er nur und legte sich im Wohnzimmer auf die Couch.

    „Adele“ wachte auf und sah sich erschrocken um. Sie setzte sich auf und wollte gerade die Decke wegtun, als sie die Handfessel spürte. Verdammt…was war das? „HEY!!! WAS SOLL DER MIST?!“ schrie sie wütend und zerrte an der Fessel. „Die bekommen Sie nicht ab Adele...oder soll ich besser sagen Michelle? Michelle Junghans… … gab Ben, der im Türrahmen stand von sich. Michelle sah ihn erschrocken an. „woher wissen Sie…?“ fragte sie leise. „Man sollte sich aussuchen, wen man versucht auszunehmen….Ben Jäger… Kripo Autobahn….“ stellte Ben sich vollends vor. „Ein Bulle? Aber….du….ich meine Sie…sehen nach Geld aus….ich ….“ stammelte Michelle. „Sie haben nicht ganz Unrecht...ich hab Geld…aber wer davon profitiert und wer nicht, bestimme ich. Wen haben Sie noch über den Tisch gezogen?“ wollte Ben wissen. Doch nun wurde Michelle trotzig. Sie sah ihn wütend an und sagte nichts mehr. „Gut…dann werde ich mal in Ihre Wohnung fahren und dort die Diebesware sicherstellen. Ich bin mir sicher, dass ich dort genug finde…“ versprach er. Auch jetzt reagierte Michelle nicht. Ben rief die Kollegen an, um seinen diebischen Gast abführen zu lassen. Den Durchsuchungsbefehl für Michelles Wohnung brachten die Kollegen direkt mit und Ben zeigte ihn genüsslich mit einem Grinsen Michelle. „Wollen Sie vorher noch etwas beichten? Sie machen es mir leichter, wenn Sie mir sagen, wo ich suchen soll..“ schlug er vor. Von Michelle kam nichts. „Dann eben nicht….ich werde schon was finden…da bin ich ein Meister drin…“ lachte Ben und fuhr los. Das war es dann mit dem freien Tag….dachte Ben während der Fahrt.

    Semir wollte gerade aus der PAST als er mit Ben zusammenstieß. Sofort zog er ihn mit sich. „Du kannst froh sein, dass du nicht schon früher da warst. Diese nervende Reporterin…warum und wieso so und nicht anders?...“ äffte Semir die Frau nach. Ben lachte leise. „Wie schön, dass verschlafen auch Vorteile hat…ich meine außer dass man wacher ist…“ grinste er. Semir nickte. „Ja…und beim nächsten Mal, werde ich es sein, auf den ihr warten müsst… dann komme ich zu spät…“ drohte er. Ben sah ihn an. „DU? Zu spät? Das passiert doch nie…“ lachte er nur. „Komm wir fahren..ich muss raus!“ stöhnte Semir. Sie stiegen in den BMW und fuhren los. Es dauerte nicht lange bis sie ihren ersten Fall für heute hatten. „Hey…sieh mal dort…wenn die mal nicht minderjährig sind…die Beiden da..“ wies Ben auf zwei Mädchen, die am Straßenrand der Autobahn standen. „Na…dann wollen wir doch mal fragen wohin die Beiden wollen..“ grinste Semir und lenkte den BMW sanft auf den Standstreifen. Ben kurbelte die Scheibe runter als er neben den Mädchen zum stehen kam. „Wo soll es denn hingehen?“ wollte er von der Blondine wissen. ER schätzte die Mädchen auf 14 höchstens 15 Jahre. „Wir wollen nach Aachen…zur Party….von einem Freund..“ erklärte das Mädchen. „Ach…nach Aachen…. Na dann steigt mal ein..“ bot Ben an, stieg aus und öffnete die hintere Tür. Ohne zu zögern steigen die Mädchen ein. Semir sah die Beiden an. „Wie alt seid ihr denn? Und wissen eure Eltern, was ihr hier macht?“ wollte er wissen. „ich bin 13 und das ist meine Schwester..sie ist 14…“ erklärte sie stolz. „Und fahrt ihr öfter so als Anhalter?“ kam die nächste Frage diesmal von Ben. „Klar….das macht riesigen Spaß…“ lachte das Mädchen. „Wie heißt du denn?“ fragte nun wieder Semir. „Ich bin die Claudia und das ist Daniela….“ Stellte das Mädchen sich und ihre Schwester vor. „und wie weiter?“ harkte Semir nach. „Wieso? Wir wollen euch ja nicht heiraten…..“ kam als patzige Antwort. „Nein…aber wenn wir euch zuhause abliefern wollen, dann wäre ein Nachname sehr hilfreich…. Kripo Autobahn…ich bin Semir Gerkan und das ist mein Kollege Ben Jäger…“ stellte Semir sich und Ben vor. „Und ihr seid zuhause sicher besser aufgehoben als auf der Party..“ hängte er an. „Hey…was quatschst du denn da für einen Mist? Seid ihr Bullen oder was?“ beschwerte Claudia sie. „Ganz genau…und zuhause seid ihr besser aufgehoben…“ grinste er. Die Mädchen sahen sich an. „Man…da fahren so viele Autos rum und wir erwischen die Bullen…“ stöhnte Claudia leise.

    „Was machst du denn am Wochenende? Lust auf die Piste zu gehen?“ wollte Ben wissen, als sie die Mädchen zuhause abgelieferten hatten. „Nein…ich hab meiner Familie versprochen das Wochenende mit ihnen zu verbringen. Ich geh mit Ayda in den Zoo während Andrea und Layla sich zuhause vergnügen. Layla ist derzeit krank…hat ein wenig Fieber, aber nichts Schlimmes. Hoffe ich zumindest. Andrea ist deswegen ziemlich gestresst und deshalb teilen wir die Kinder diesmal auf..“ erklärte Semir. „Versteh ich…na dann geh ich ein Bierchen allein trinken…und eins für dich..“ grinste Ben nur. „Mach das…wenn du erst mal Familie hast, dann kannst du es nachvollziehen..“ meinte Semir nur. „Ich versteh das schon und ich finde es toll…“ bestätigte sein junger Partner. „Na dann ist ja gut…wir fahren jetzt zur PAST und machen die Berichte fertig und dann lassen wir das Wochenende einläuten….ich hab keine Lust noch bis zum sechs diese Reporter zu sehen…“ stöhnte Semir. „Ja klar…wir können auch vorher essen gehen..ich lad dich ein…“ schlug Ben vor. „Okay….dann zögern wir die Fahrt zur PAST so weit raus, dass wir auch keine Berichte mehr schreiben müssen..“ lachte der Deutschtürke und lenkte auf den Rastplatz mit einem gemütlichen kleinen Restaurant. Tatsächlich tauchten die Beiden erst Stunden später wieder im Büro auf. Susanne sah die Beiden an. „Man….endlich ist der Tag vorbei…diese Reporterin…die hat mir Löcher in den Bauch gefragt…“ stöhnte sie. Auch Kim kam aus dem Büro. „Dem Polizeipräsidenten werde ich verbieten so etwas noch einmal zu machen….Presseleute…das sind die Schlimmsten die es gibt..“ fauchte auch Kim. „Chefin…Ben und ich machen Feierabend..“ gab Semir bekannt. Normalerweise würde Kim nun widersprechen, doch es schien ihr diesmal sogar Recht zu sein. „Machen Sie das und ein schönes Wochenende…ach Ben…am Montag bitte pünktlich…“ ermahnte sie den jungen Hauptkommissaren. „Ja sicher Chefin….selbstverständlich…“ nickte Ben eifrig. „sehr gut…viel Vergnügen…“ lachte Kim und verschwand selbst aus dem Büro. „Na komm… ich fahr dich nach Hause..“ lachte Semir. „Nein setz mich doch direkt am Rhein ab…dann mach ich die Meile unsicher…“ lehnte Ben ab. Semir nickte nur. Sie verabschiedeten sich von Susanne und fuhren nach Köln. Am Dom angekommen öffnete Ben die Tür und wollte aussteigen. „und bitte….Montag pünktlich…“ ermahnte auch Semir seinen Partner. „Ja…Ja….“ stöhnte Ben und verschwand ins Wochenendgewühl der Kölner Altstadt.

    Wieso habe ich jetzt Angst das Semir in Gefahr schwebt? Das kannst du mir doch sicher sagen oder Chris? Also....wie wäre es, weil Wochenende ist, mit einem dritten...vierten und fünften Teil..oder warum machen wir nicht gleich sechs Teile....? :D:D:D

    Kim sah in den OP hinein und kramte dann in ihren Taschen nach ihrem Handy. „Herr Jäger... ist etwas mit Ben?“, wollte sie sofort wissen und sah wieder in das Zimmer. Die Ärzte kümmerten sich um die Beiden. Sie atmete auf. „Nein, ihm geht es gut, aber er hatte wieder einen Traum, indem Semir gestorben ist. Er will immer wieder Semir sehen. Was soll ich ihm denn sagen?“, wollte Konrad wissen und sah durch die Trennscheibe in Bens Zimmer. Kim sah in den Saal hinein und sah, wie sich ein Arm von Semir hob. Sie lächelte und hob wieder das Telefon ans Ohr. „Ich kann ihnen sagen, dass Semir jetzt ins Krankenhaus kommt. Aber anders, als gedacht. Er hat einen Stich in die Herzgegend bekommen und die Ärzte versuchen hier gerade, ihn transportfähig zu machen.“, erklärte sie und sah, wie Semir von den Sanitätern angehoben und nach draußen gebracht wurde. Konrad nickte nur. „Ich versuche es Ben schonend beizubringen und werde veranlassen, dass er zu uns ins Zimmer gebracht wird.“, meinte Konrad und legte auf. Kim nickte und sah auf, als Christopher mit einem verbundenen Arm aus dem Zimmer kam. „Wie geht es Semir?“, wollte Kim sofort wissen. „Nun, ich habe einen Splitter rausgeholt, die Blutung ist gestoppt und er ist stabil, sagen die Ärzte. Sie werden ihn aber noch einmal im Krankenhaus untersuchen und dann alles durchchecken.“, erklärte der Engländer und merkte plötzlich, wie ihm etwas um die Beine schlich. Er sah nach unten und entdeckte den Kater von vorhin. „Ah, da ist Semirs Lebensretter und meiner auch.“, lachte er, nahm das Tier auf den gesunden Arm und streichelte ihn. Schnurrend ließ sich Felix diese Art der Belohnung gern gefallen. „Und was machen wir mit ihm?“, fragte der Engländer und deutete auf Paul. „Das Gesetz ist eindeutig, aber ich denke, da er uns geholfen hat, kommt er mit einer milden Strafe davon.“, erwiderte sie. Christopher nickte und ging dann zu seinem Wagen. „Wollen sie mit oder erst Andrea informieren?“, fragte er. Kim sah ihn erschrocken an. „Die hab ich ja ganz vergessen. Ich muss sie sofort anrufen. Wir fahren ins Krankenhaus, aber mit ihrem Arm können sie unmöglich fahren.“, tadelte sie. Der Engländer nickte. „Okay, sie fahren und ich ruf Andrea an und dann bring ich Semir seinen Lebensretter.“, lachte er und beide stiegen, samt Felix, in den Aston und brausten los.

    Andrea sah auf die Uhr, als es klingelte. „Semir?“, stieß sie erschrocken aus. Wie konnte sie schlafen, wenn ihr geliebter Mann entführt wurde? Sie zog sich schnell den Morgenmantel an und ging zum Telefon. „Gerkhan.“, meldete sie sich. „Andrea… hier ist Christopher Holmes.. ich wollte Ihnen nur sagen, dass wir Semir gefunden haben. Es geht ihm soweit gut und wir bringen ihn zu Ben ins Krankenhaus.“, hörte sie den Freund von Semir sagen. „Ist er verletzt?“, wollte sie wissen. „Ein wenig…aber es ist alles in Ordnung…wirklich. Morgen können Sie ihn im Krankenhaus besuchen…“, erklärte Christopher. „Sagst du mir auch die Wahrheit? Ich kenne Semir und ich weiß…“, fing Andrea an. „Kim Krüger hier.. Frau Gerkhan…es ist alles in Ordnung. Morgenfrüh im Krankenhaus. Wir müssen aufhören…wir gehen gerade ins Krankenhaus…Versuchen Sie zu schlafen.“, hörte sie Kim Krüger sagen. „Ja…gut…aber kann ich Semir sprechen?“, bat Andrea. Es kam keine Antwort. „Frau Gerkhan…bitte.. morgen früh…er ist sehr müde und steht unter Medikamenteneinfluss. Aber er schafft es…“, kam mit großer Verzögerung. Andrea stutze, dennoch gab sie sich geschlagen. Kim Krüger war anders als Anna Engelhardt, die sie sofort abgeholt hätte. Bei Krüger war das nicht drin. Aber Andrea konnte auch Aida nicht allein lassen. So gab sie klein bei. „Also gut… morgenfrüh.“ Sie legte den Hörer auf. Doch an Schlaf war nicht zu denken.

    Christopher stieg aus dem Wagen aus und packte sich Felix unters Hemd. Vorher sah er den Kater an. „Aber nicht kratzen, hörst du…“, sagte er leise. „Miau…“, kam zurück und tatsächlich mummelte sich das Tier unter dem T-Shirt ein. Christopher musste leise lachen. Sie gingen direkt ins Zimmer wo Ben lag. Dieser wurde sofort wach. „Wo...ist Semir? Mein Vater hat gesagt, er kommt auch…ist er schwer verletzt? Sagen Sie doch was?“, forderte er Kim Krüger auf. „Herr Jäger… Herr Gerkhan wird noch untersucht. Sie haben ihn zwar operiert, aber es ist gut möglich, dass es noch Komplikationen gibt. Bleiben Sie einfach ruhig liegen.“, gebot Kim ihm. Christopher sah Ben an. „Glaub mir mein Freund… er kommt gleich…“, lächelte er. „Wie geht es dir sonst, Ben?“, hängte er an. „Mir geht es soweit gut. Bin zwar noch etwas schwach aber das wird schon. Christopher…was ist mit Semir? Was hat er genau?“, harkte Ben nach. Christopher sah, dass sein junger Freund keine Ruhe geben würde, bis er alles wusste. So erzählte Christopher alles haargenau. Als er endete sah Ben ihn skeptisch an. „Du hast Semir nur gefunden, weil du einer Katze folgtest?“, fragte er ungläubig. Christopher nickte. „Ja… unser Freund hier…“, er zog Felix hervor, „hat mir gezeigt, wo Semir lag. Und er hat uns Beiden das Leben gerettet. Er hat diesen Typen regelrecht angegriffen. Du hättest es sehen sollen… der Mistkerl hatte Semir niedergeschlagen und ging dann natürlich auf mich los. Und Felix...so heißt der Kater, ist wie eine Furie auf ihn los. Er hat gekratzt. Allerdings bin ich dann etwas unvorsichtig gewesen. Ich wollte Semir aus der Gefahrenzone ziehen, aber…der Mistkerl hat es ausgenutzt und mich angegriffen. Semir kam gerade zu sich und griff wieder ins Geschehen ein. Irgendwie bekam er dann das Skalpell ab. Tja.. und dann hab ich ihn erschossen…“, endete Christopher. Die Tür ging auf und sofort packte er das Tier wieder und steckte es unter die Jacke. Verschmitzt legte er den Finger auf den Mund worauf der Kater sich sofort versteckte. Ein Bett wurde hinein geschoben und Christopher sah das Semir wach war. „Hey… wie geht es dir?“, wollte er sofort wissen. „Ganz gut…glaub ich…“, kam schwach als Antwort.

    Am nächsten Morgen wachte Hans auf und spürte Kopfschmerzen. „Au verdammt….Gina?“ fragte er, als er sich an die hübsche Frau in der Nacht erinnerte. Doch von Gina war keine Spur zu finden. Er stand auf und taumelte ins Bad. „Gina?“ fragte er erneut. Doch von der Frau fehlte jede Spur. Hans ließ sich kaltes Wasser über das Gesicht laufen und ging erneut in sein Schlafzimmer. Und hier sah er, dass die Tür zu seinem Nebenraum offen stand. Langsam ging er auf sie zu. „Gina? Bist du hier?“ fragte er und betrat den Raum. Auch hier keine Spur von Gina, doch er sah sofort, das Geld fehlte. „verdammte Schlampe…“ stieß er aus und dann bemerkte er das die Druckplatten fehlen. „Nein….das darf doch wohl nicht wahr sein….verdammt….verdammt….“ schrie er wütend und schlug mit der Faust auf die Maschine. Er ging ins Schlafzimmer, zog sich schnell an und rannte ins Wohnzimmer. „Frank, Phillip, Malik, Mark...ich brauch euch…sofort!“ fauchte er die dort anwesenden Männer an. „Was ist?“ wollte Phillip wissen. „Wie lange seid ihr schon wach?“ fragte Hans. „Seit zwei Stunden ungefähr. Warum fragst du? Siehst aus, als hättest du den Teufel hier gehabt…“ lachte Malik. Doch sein Lachen verstummte sofort, als er den Blick bemerkte. „Eine Teufelin….dieses Miststück hat erst mit mir geschlafen….dann hat sie mich betäubt…und dann hat sie mich ausgeraubt…verdammt...diese Schlampe…ich will sie haben...sie hat die Druckplatten mitgenommen…“ fauchte Hans wütend. Malik ließ seine Kaffeetasse langsam sinken. „Du hast dich von einer Nutte ausnehmen lassen?“ harkte er nach. „Das wird sie bereuen… sucht sie….sie heißt Gina…ich hab sie in dem Restaurant „Bolle-Bolle“ kennen gelernt…“ gab Hans wütend von sich. Malik nickte. „Beschreibung?“ kam von ihm. „Blond…lange Haare…bis hier…“ beschrieb Hans. „Und sie ist schön….sehr schön…lange Beine…“ hängte er schwärmend an. Malik lachte leise. „Das kommt davon wenn man mit dem Schwanz denkt..“ gab er fast unhörbar von sich. „Sucht sie mir und dann bringt mir die Platten wieder…!“ befahl Hans. „Was machen wir mit der Braut?“ wollte Malik wissen. „Die schenk ich euch... sie ist ne Granate im Bett…wenn ihr versteht..“ lachte Hans.

    Für Semir begann der Freitagmorgen weniger entspannt, denn der Polizeipräsident hielt es für eine gute Idee, die PAST für einen Tag der Presse zu widmen. Alle Mitarbeiter sollten den Reportern Frage und Antwort stehen. Eines der Klatschblätter von Köln wurde durch eine junge Frau vertreten. Manuela Protzner, so stellte sich die Dame vor, nahm sich Semir direkt an. Er sah sie an. „Semir Gerkan..“ gab er etwas missmutig zurück. „Herr Gerkan…schön Sie kennen zu lernen. Sie sind was hier?“ wollte Michelle wissen. „Ich bin Kriminalhaupt-kommissar“ gab er zu verstehen. „Ah ja…und was genau ist Ihre Aufgabe? Ich meine wie sieht Ihr Dienstalltag aus? Jagen Sie nur Temposünder?“ schoss die Reporterin die Fragen ab. Semir rollte die Augen. Mittlerweile war er schon 16 Jahre bei der Polizei und immer wieder wurde die Arbeit als minderwertig betont. „Nun….hauptsächlich fahren wir tatsächlich über die Autobahnen und versuchen den Verkehr so gut es geht zu überwachen. Wir ziehen Kontrollen durch und stellen dabei auch schon mal Drogendealer und Mädchenhändler..“ erklärte Semir ruhig. Er war nicht begeistert hier die Fragen zu beantworten. Doch noch mehr ärgerte er sich darüber, dass Ben Jäger zu spät kam. „Geraten Sie auch schon mal in Gefahr? Ich meine der Job ist doch sicher gefährlich..?“ kam die nächste Frage. „Ich mache grundsätzlich nicht allein Dienst und das ist auch gut so. Mein Partner, der sich heute leider verspätet deckt mich und umgekehrt… wir können uns 100%ig aufeinander verlassen. Außerdem tragen wir bei Einsätzen grundsätzlich schusssichere Westen, falls wir einmal in einem Hinterhalt geraten und die Gangster dann Schusswaffen einsetzen..“ ging es bei Semir ruhig weiter. „Außerdem weiß die Zentrale stets darüber Bescheid wo ich mich befinde…denn ich muss immer den Standort durchgeben..“ hängte er an. „sind Sie denn schon mal in brenzlige Situationen gekommen? Und wenn ja…was war das Schlimmste für Sie?“ wollte die Reporterin wissen. „Es gibt immer wieder Situationen in denen man sich nicht wünschen möchte. Das bringt der Beruf mit sich. Und über das Schlimmste was ich durchmachen musste, möchte ich nicht reden…“ kam etwas forsch von Semir. „Noch eine letzte Frage und dann sind Sie mich los. Ich werde mir dann die Dienststellenleiterin und ihre Sekretärin vornehmen. Was machen Sie, wenn Sie in die Lage kommen Geiseln zu befreien?“ fragte die Reporterin. „Nun ja..zum Glück ist es nicht sehr oft und dafür haben wir Spezialisten. Sollte ich jedoch mal in diese Situation kommen, dann versuche ich mit Ruhe und Gelassenheit, den Täter zum Aufgeben zu bringen, oder aber ich biete mich selbst als Geisel an. Das funktioniert nicht immer aber manchmal…und nun muss ich mich auch um meinen Job kümmern…“ beantwortete Semir die Frage. „Würden Sie sich auch der Gefahr aussetzen zu sterben um das Leben einer anderen Person zu retten?“ Semir atmete tief ein. „Wenn es sein muss ja...und nun lassen Sie mich bitte wieder arbeiten.“befahl er sanft. Die Reporterin verschwand.

    Da kann Semir ja froh sein, das Ben da war...aber was passiert nun? Was machen die Beiden jetzt? Schnappen sie sich Semir oder Ben...oder und Ben...oder Ben und Semir? Wie geht es weiter? Und vorallem.....wann......

    Donnerstagabend irgendwo am Rhein in Köln:

    Michelle sah den Mann von oben bis unten an. Er passte genau in ihr Beuteschema. Sehr genau sogar. „Hey.. Süßer…wie sieht es aus…hast du für eine durstige Frau etwas zu trinken?“ fragte sie und zeigte ihre Reize sehr offensichtlich. Der Mann sah sie an. „Was bekomme ich dafür?“ war die Gegenfrage. „Nun… ich kann dir sehr viel bieten…für eine Nacht mit mir, zahlt mancher ein Vermögen..“ gab Michelle zu verstehen. „Ach echt? Und was müsste ich hinblättern?“ harkte der Mann nach. „Einen Drink … das ist alles..“ lächelte Michelle. Der Mann leckte mit seiner Zunge über seine Lippe. „Dann kann ich nicht ablehnen..“ grinste er und zog sie regelrecht mit den Augen aus. Michelle fühlte sich elendig, aber sei musste es tun. Sie brauchte es..sie musste es den Männern zeigen. Diese Mistkerle sollten wissen, dass sie mehr als ein Spielzeug war. „Ich bin Gina…“stellte sie sich vor. „Hans… Hans Westerwald… Wir sollten uns aber nicht hier vergnügen… wie wäre es, wenn wir zu mir fahren?“ wollte er wissen. Michelle tat als müsse sie erst überlegen, dann nickte sie. „sehr gern….Hans…“ lachte sie. Sie fuhren in eine noble Gegend und Michelle ahnte, dass sie sich auf fette Beute freuen konnte. Dieser Mistkerl roch nach Geld. Sie gingen ins Haus und sie sah, dass die Einrichtung sicher extrem teuer war. „Whow… das sieht hier klasse aus…“ gab sie von sich. „Ja…und wenn du ganz Lieb bist, bekommst du auch noch was obendrauf…“ versprach Hans. Sie gingen direkt ins Schlafzimmer. Michelle sah sich um. So wollte sie es eigentlich nicht, dachte sie noch als der Mann anfing sie zu küssen und zu betatschen. Dabei ging er nicht gerade sanft um. „Hey….lass uns doch erst mal was trinken….“ schlug sie vor. „Nein…erst bekomme ich etwas für den Drink in der Bar..hab dich nicht so…du machst es doch nicht erst seit gestern oder?“ lachte der Mann. Er zerrte an ihrer Bluse und presste seine Hand auf ihre Rundungen. „Hans…bitte….ich…ich….habe Durst…bitte…“ stöhnte Michelle. Sie spürte dass die Berührungen von diesem Mann sie nicht kalt ließen. Doch er hörte nicht. Er war bereits so in dem Liebesspiel vertieft, dass er alles um sich herum vergaß. Mit sanfter Gewalt drückte er Michelle aufs Bett und vollzog sein Vorhaben. Michelle ließ es sich gefallen und machte mit. Dann eben erst das Vergnügen und dann das böse erwachen für diesen Mann.

    Hans hatte große Ausdauer und es dauerte eine ganze Stunde bis er endlich zur Seite fiel. „So..nun können wir was trinken…“ stieß er erschöpft aus. Michelle rührte sich nicht. „Hey…los trinken…“ lachte Hans. Michelle nickte nur. „Wo… Was?“ fragte sie leise. Er sah sie an, streichelte ihren Körper und wies auf den Schrank. „Dort hinten…ich nehme einen Rotwein...und danach können wir dann eine zweite Runde einläuten, wenn du Zeit hast.“ Grinste er. Michelle stand auf und ging zu dem Schrank. Die zweite Runde wirst du sicher nicht machen, dachte sie noch und bereitete zwei Gläser mit Wein vor. Sie sah zu Hans. Dieser hatte die Augen geschlossen. Eine günstige Gelegenheit….dachte sie und griff schnell in ihre Tasche, die neben dem Schränkchen lag und holte eine kleine Flasche heraus. In das Glas was für Hans bestimmt war, ließ sich drei Tropfen einer klaren Flüssigkeit fallen. Das Fläschchen verschwand wieder in ihrer Handtasche und sie ging mit aufreizenden Bewegungen zu ihm ins Bett. „Du bist wunderschön…..weißt du das?“ wollte er wissen und sah sie an. „Danke….das höre ich nicht oft…“ hauchte sie und reichte ihm das Glas. Er prostete ihr zu und trank das Glas in einem Zug aus. Michelle beobachtete ihn genau. Er dürfte nicht mehr lange dauern, bis er umkippte und von dem zweiten Mal mit ihr träumte. Doch Hans schien zäher als er aussah. Die Tropfen schienen keine Wirkung zu haben. Nach dem Glas widmete er sich wieder Michelle und liebkoste sie erneut. Michelle flehte in Gedanken, dass das Mittelchen endlich wirkte. Noch eine solche Tortur würde sie nicht überstehen. Plötzlich sackte Hans zusammen. Michelle grinste überlegen und befreite sich von dem Gewicht des Mannes. Sie zog sich hastig an und griff ihre Tasche. Beim Anziehen lehnte sie sich gegen die Wand als diese plötzlich nachgab. Michelle fiel in einen versteckten Raum. Sie stand etwas benommen auf und sah sich um. Eine Maschine stand mitten im Raum und rundherum Geld…. Soviel hatte sie noch nie gesehen. Schnell raffte sie so viel in die Tasche wie reinpasste. Es waren alles Zweihunderter. Auf der Maschine lagen zwei Kupferstiche. Michelle hatte vor vielen Jahren mal ein Kunststudium absolviert und sah sich die Dinger an. „Whow….“ stieß sie aus, steckte die Platten ebenfalls ein und verließ dann den Raum. Die Tür ließ sie etwas offen. Dann verschwand sie und verließ die Villa.

    Was kommt als nächstes? Dürfen wir morgen früh mit einer neuen Geschichte rechnen? Oder vielleicht noch heute Abend? Zur Feier des Tages, dass es wieder Folgen mit Ben gibt (wenn auch keine Neuen...)? Ich warte gespannt!

    Danke für eure Feeds und sowas muss einfach belohnt werden. Eine neue Story werde ich gleich noch anfangen...ist zwar noch nicht fertig...aber ich habe Vorrat....

    Ben fuhr direkt nach der Festnahme von Luis Schrammel zu Semir ins Krankenhaus. „Ben…habt ihr den Mistkerl?“ wollte Semir sofort wissen und richtete sich auf. Was sich sofort als Fehler herausstellte denn er sackte mit einem Stöhnen zusammen. „Bleib liegen..ja..wir haben ihn. Und weißt du was das Schlimmste ist..der Kerl ist so eingebildet…so von sich eingenommen, das es schon ekelhaft ist. Er denkt wirklich, dass wir nichts in der Hand haben. Und das schöne ist, er denkt du bist tot…“ erklärte Ben. „Dann wird er sich wundern, wenn ich im Gerichtssaal erscheine..“ grinste Semir. „Genau…die Staatsanwältin freut sich schon darauf. Und auf das Gesicht was Luis Schrammel zieht freu ich mich jetzt schon.“ grinste Ben. „und wie geht es dir?“ wollte er anschließend wissen. „Eigentlich gut…nur der Gips…meine Füße jucken und ich komm nicht ran..könntest du …. Ich meine...du kannst dir danach ja auch die Hände waschen..“ bat Semir. Ben tippte sich an die Stirn. „du hast sie ja wohl nicht mehr alle..“ lachte er. „Aber das juckt doch so!!“ klagte Semir weiter. „Ruf dir ne Krankenschwester …die werden dafür bezahlt…“ schlug Ben vor. „Spielverderber…“ lachte nun auch Semir. Doch er wurde schnell wieder ernst. „Ben..diesmal war es so knapp…ich weiß gar nicht wie ich aus dem Auto gekommen bin...hast du mich rausgeholt?“ wollte er wissen. Ben sah ihn an. „Als ich an der Unfallstelle kam, war der Wagen schon am brennen…du bist raus geschleudert worden. Ich hab dich knappe 5 Meter vom Wagen entfernt gefunden. Und…ich muss sagen…dass deine Verletzungen dafür sehr gering sind. Hast du deinen Schutzengel bestochen?“ harkte Ben nach. „Ganz sicher nicht....“ behauptete Semir. Ben blieb noch eine ganze Weile bei seinem Partner.

    Sechs Wochen nach der Verhaftung kam es zur der ersten Verhandlung. Ein Pflichtverteidiger wurde Luis Schrammel zur Seite gestellt. Ben wurde als Zeuge aufgerufen und sagte aus, was er wusste. Der Rechtsanwalt versuchte ihn unglaubwürdig zu machen, was ihm allerdings nicht geling. Tobias Singenthaler durfte nicht als Richter fungieren, da die Kammer ihn für befangen hielt, was er selbst für sehr gut möglich befand. Außerdem musste auch er als Zeuge aussagen. Alles in Allem sah es perfekt aus. Es gab Punkte für Luis Schrammel und auch für die Anklage. Dennoch war Luis sich sicher, nicht für Mord ins Gefängnis gehen zu müssen. „Als nächstes rufe ich Semir Gerkan in den Zeugenstand!“ verkündete der Richter. Luis stand langsam auf. „Das geht nicht…“ stieß er aus. Schrankmann lachte leise. „Warum denn nicht?“ wollte sie wissen. Doch sofort packte der Rechtsanwalt Luis Schrammel an dem Arm und zog ihn auf den Stuhl zurück. Er sagte etwas leise aber an der Mimik sah man, dass es ernst war. „Herr Gerkan..bitte betreten Sie den Saal!“ forderte der Richter auf. Die Tür ging langsam auf. Luis sah gebannt zur Tür und grinste heroisch. Doch das Grinsen verging, als er sah, wer dort im Rollstuhl reingefahren wurde. „Das ist unmöglich!! Du bist im Wagen verbrannt!! Ich hab dich getötet!!!“ schrie Luis. Der Anwalt sah ihn erschrocken an und auch die Staatsanwältin machte große Augen. „Darf ich das als Geständnis nehmen?“ wollte der Richter wissen. Luis sah ihn an. „Aber….das…das …“ stammelte er. Semir wurde zum Zeugenstand geschoben. „Herr Schrammel…Sie sagten doch in der letzen Verhandlung… wer zuletzt lacht…lacht am besten …“ gab Semir leise von sich. „Und nun bin ich dran zu lachen…“ hängte er an. Durch die Äußerungen von Schrammel wurde er zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. Ein Urteil mit dem alle Beteiligten leben konnten. Als Schrammel abgeführt wurde drehte er sich zu Semir um. „Eines Tages…..wenn du am wenigsten damit rechnest werden wir uns wieder sehen, Gerkan…und dann wirst du dir wünschen nie geboren worden zu sein..“ schrie Schrammel.

    Ende

    duuuuuuuuuuuuu Chris........?

    ich bin doch neben Anne die beste Feederin hier....und ich finde dafür müsste ich auch belohnt werden...bekomme ich noch einen nein...warte...zwei weitere Teile??


    BIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIITTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEe :D:D:D

    Ilja ging mit Semir immer weiter und stellte sich dann hinter eine Ecke. „So, wer auch immer da jetzt kommt. Er wird sich wünschen, er hätte nie nach dir gesucht.“, fauchte Ilja und sah Semir mit diabolischem Blick an, dass es dem Deutschtürken eiskalt den Rücken runterlief. „Umdrehen.“, forderte Ilja und Semir drehte sich langsam um. Was kam nun?, dachte er. Angstschweiß stieg ihm auf die Stirn und rannte ihm das Gesicht hinab. „Schlaf gut.“, fauchte Ilja und ließ seinen Handkanten in Semirs Nacken hinabfahren. Wie ein nasser Sack ging Semir zu Boden und blieb regungslos liegen. Ilja zog den Kommissar ein wenig in den Gang hinein und stellte sich wieder hinter die Ecke. Da... da waren sie wieder die Schritte. Immer mehr drückte er sich in die Wand hinein und hielt das Skalpell fest in seiner Hand. Plötzlich tauchte der Stubentiger auf und ging auf Semir zu, setzte sich auf dessen Brust und blieb dort demonstrativ sitzen. „Semir... oh my goodness.”, stieß Christopher aus und rannte auf den am Boden liegenden Körper zu und legte seine Waffe neben sich. Mit schnellen Griffen nahm er seinem deutschen Freund die Mullbinde ab, hatte aber keine Ahnung, was hinter ihm vor sich ging. Felix sah dies jedoch und fauchte laut. Sofort sah sich Christopher um und sah etwas aufblitzen, bevor dieses blitzende Stück Metall in seine Schulter einfuhr. Der Engländer schrie auf, konnte aber seinen Angreifer von sich wegstoßen und zog sich, mit verbissenem Gesichtsausdruck, das Skalpell aus der Schulter. „Du schon wieder.“, stieß Ilja aus und wischte sich das Blut vom Mund, dass nach dem Kinnhaken von Holmes aus der aufgeplatzten Lippe lief. Christopher und Ilja warfen gleichzeitig einen Blick auf, die in der Mitte der beiden Männer lag. Sofort stürzten sich beide auf die Waffe und rangelten darum. Ilja hatte mit seiner gesunden Schulter einen klaren Vorteil, doch Christopher ließ sich nicht davon abbringen. Immer wieder packte er die Hand und versuchte sie zu drehen. Plötzlich löste sich ein Schuss.

    Kim und Paul gingen langsam vorwärts und kamen in das Zimmer, wo Semir, nach Pauls Denken, festgehalten wurde. „Was soll das?“, fauchte Kim und sah Paul erbost an. Dieser blickte sie erschrocken an. „Ich...ich kann mir das nicht erklären. Hier war er immer eingesperrt. Ich habe ihn gut behandelt.“, stammelte Paul und sah Kim an. „Okay, wo ist er hin? Und vor allem, wo ist der, der mit meinem Kollegen hergekommen war?“, wollte die Kriminalrätin wissen und sah Paul mit großen, funkelnden Augen an und stieß ihm die Waffe in den Bauch. „Los, sie werden ihn jetzt mit mir suchen und wehe ihnen, wir finden meinen Kollegen in einem senkrechten, verletzten Zustand.“, knurrte Kim und ging mit Paul den langen Gang entlang. Nach einer Weile kamen sie an die Stelle, wo vor wenigen Minuten der Kampf stattgefunden hatte. „Semir? Herr Holmes?“, stieß Kim aus und sah Paul an, der erschrocken sich das Schlachtfeld ansah und nur einen kleinen, rotweiß getigerten Körper auf einem dunklen Flecken sitzen sah. Kim nahm ihre Handschellen hervor und kettete den alten Arzt an ein Heizungsrohr an und ging dann langsam vorwärts. Mit einer kleinen Taschenlampe leuchtete sie in den dunklen Kellergang, die drei Lampen schienen kaputt zu sein, hinein und entdeckte das Blut auf dem Boden, was sich in einer Spur bis um die Ecke zog. Mit einem unguten Gefühl in der Magengegend schlich sie mit Taschenlampe und Waffe um die Ecke.

    „Chefin, endlich.“, stieß Semir aus und erhob sich, die Hände voller Blut. Das erleichterte Gesicht von Kim war sofort in einen entsetzten Ausdruck umgeschlagen. Als Semir zurückgewichen war, sah sie den an der Wand lehnenden Engländer Christopher Holmes, dessen Mantel, Hemd und Weste vollkommen mit Blut eingesaut war, seinem eigenen. „Oh großer Gott.“, stieß sie aus und kniete sich sofort neben den Mann. „Wie ist das passiert?“, wollte sie wissen. „Tja, Miss Krüger, ich hab mich wohl etwas zu sehr auf Semir konzentriert.“, meinte er. „Das hätte dich das Leben kosten können.“, tadelte Semir besorgt. Christopher lächelte. „Nicht so sehr, wie es ihm gekostet hat.“, stieß der Engländer aus, hob seinen blutverschmierten Finger und deutete auf die Leiche von Ilja, die einige Meter vor ihm lag. „Sind Sie unverletzt?“, wollte Kim wissen und sah Semir prüfend an. Dieser lächelte etwas abwesend. „Ich…glaub schon… mir ist nur etwas übel und schwindelig…aber…“, lallte Semir und brach zusammen. „SEMIR!!“, schrie Christopher. Sofort ging er zu seinem Freund. Dieser lag bewusstlos in der Ecke. „Semir? Hey.. .hörst du mich…..? Was ist denn los?“, fragte er und tastete den Körper ab. Als er die Hand von der Brust zurückzog war sie voller Blut. „Gott…ich brauche einen Arzt!! Sofort!“, schrie Christopher in Kims Richtung, die sofort zum Handy griff. „Hören Sie… Sie können gern einen Arzt rufen, aber bis er hier ist, ist von dem Jungen nicht mehr viel übrig. Wenn ich die Blutmenge so sehe. Ich bin Arzt…lassen Sie mich ihm helfen…bitte.“, kam von dem Festgenommenen. Kim sah ihn skeptisch an. Dann wandte sie sich zu Christopher. „Er braucht schnell Hilfe…“, nickte er. „Also gut… aber sollen Sie auch nur einen Trick versuchen, dann…“, drohte sie, als sie ihm die Handfessel löste.

    Eine knappe Woche später änderte sich das Blatt. Ein Bürger hatte bei der Polizei angerufen und Schrammels Aufenthaltsort bekannt gegeben. Ben und Kim hatten das SEK informiert und betrachteten das Haus von außen. „So…Chefin..wir sollten diese Bude da stürmen. Ein Nachbar hat angerufen und gesagt, dass Schrammel sich dort aufhält. Er fühlt sich garantiert sicher. Wir können ihm die Entführung nachweisen und auch den Mordversuch an Semir. Das sollte Schrankmann doch wohl auch reichen um einen Haftbefehl auszuschreiben oder?“ wollte er von Kim Krüger wissen. „Alles schon bereit. Das SEK ist bereit und wartet auf uns.“ Kam von ihr. „uns? Sie wollen mit?“ fragte er erstaunt. „Ja sicher…ich ersetze Semir solange er im Krankenhaus liegt. Sie können nicht mit Herzberger oder Bonrath fahren, also werden Sie mit mir Vorlieb nehmen müssen…“ verkündete Kim. Ben rollte die Augen. Das werden ja ganz tolle Wochen werden….dachte er, nickte dann und stand auf. „Dann mal los..“ grinste er. Auf dem Parkplatz kam die nächste Überraschung. „so…die Autoschlüssel bitte!“ forderte Kim. „Wie? Was? Aber Chefin..das ist mein Auto…!“ begehrte Ben auf. „Sie sind heute der Beifahrer…und nun Schlüssel!“ kam der fordernde Befehl. Kim hielt ihre Hand auf. Ben gab mürrisch klein bei. Was sollte er auch tun? Sie war seine Vorgesetzte und er musste tun, was sie wollte. Er ließ sich auf den Beifahrersitz fallen und sah Kim etwas ängstlich an. „Nur keine Sorge….ich habe auch schon Semir von meinen Fahrkünsten überzeugt..“ lachte Kim und gab Gas. Ben schnallte sich schnell an. Die Fahrt ging nach Langel und hinter ihnen war die Schlange des SEKs. Sie kamen schnell voran und erreichten das Anwesen. Alles schien ruhig. Ben sprach mit dem Einsatzleiter des SEK den Einsatz ab. Dann ging alles blitzschnell. Ben und Kim ließen dem SEK den Vortritt. Sie durchsuchten alle Räume bis Ben plötzlich Motorgeräusch hörte. „Er ist draußen!!“ schrie er und rannte los. Kim rannte hinterher. Sie sprang in den Mercedes und als Ben auf dem Beifahrer saß raste sie los. Ben hielt sich krampfhaft am Sitz fest, doch er musste zugeben, Kim konnte fahren. Sogar verdammt gut. „Haben Sie Ihre Waffe parat?“ wollte sie plötzlich wissen. „Ja sicher!“ kam von Ben. „Dann schießen Sie und versuchen Sie bitte die Reifen zu treffen… nur die Reifen!“ befahl sie. Ben nickte, zog seine Waffe und zielte. Der erste Schuss war bereits ein Treffer.

    Luis Schrammel erschrak als der Reifen platzte. Mit aller Gewalt lenkte er dem Ausbruch des Wagens entgegen, doch es gelang ihm nicht richtig. Er schaffte es und bretterte gegen die Leitplanke. Blech kreischte und die Leitplanke verformte sich. „Verdammte Bullen!!“ schrie er und versuchte den Wagen zum stehen zu bekommen. Es klappte zum Glück. Doch die Polizisten waren bei ihm, bevor er aussteigen konnte. „Noch eine Bewegung und ich verpass dir ein drittes Nasenloch!“ fauchte der Mann an der Fahrerseite. Luis sah in den Lauf der Waffe. „Herr Jäger….Sie sollten nicht so ein Wind machen…Sie haben nichts gegen mich in der Hand.“ Kam von Luis der seine Sicherheit sofort wieder hatte. „Da würde ich nicht drauf wetten. Ich verhafte Sie wegen mehrfachen Mord, wegen mehrfachen Mordversuch, Entführung, Erpressung und ich finde sicher noch mehr Gründe um Sie einzubuchten..“ drohte Ben Jäger. Luis lachte. „Sie wissen doch genau, dass Sie keine Chance haben…“ gab er verächtlich von sich. „Nur keine Sorge..diesmal haben Sie keinen Richter zwangsweise auf ihrer Seite…diesmal werden Sie für die Taten eingebuchtet. Und wir haben auch den perfekten Zeugen..“ versprach Ben. Luis sah ihn an und verstand was Ben sagen wollte. „Gerkan ist tot…er ist in seinem Wagen verbrannt…“ stieß Luis aus. Ben grinste. „Sehen Sie…genau das ist Ihr Fehler. Sie sind so von sich eingenommen, dass Sie denken, immer gewinnen zu können. Aber diesmal werden Sie verlieren..“ gab Ben bekannt. Luis atmete verächtlich aus. Er wurde abgeführt.