Ben sah Westerwald an. Sofern man vom ansehen reden konnte, denn durch ein paar Schläge die Westerwald ihn hat angedeihen lassen, waren die Augen fast gänzlich zugeschwollen. „so…das reicht…wir wollen doch nicht, das Gerkan auf uns sauer ist oder?“ grinste er. „Ich werde dich schon noch bekommen…“ drohte Ben trotz der Schmerzen. Westerwald lachte. „Denkst du das wirklich? Du wirst diesen Raum sicher nur mit den Füßen voran verlassen…darauf kannst du dich schon mal vorbereiten. Weißt du wie ich mir dein Ableben vorgestellt habe…?“ wollte Westerwald wissen. Ben gab keine Antwort. Wozu auch….er war Westerwald ausgeliefert. Nach der Ankunft hier, wurde Ben in den Keller gebracht und an den Stuhl gefesselt. Anschließend hatte man ihn für einen Sandsack gehalten und bearbeitet. Er blutete von einer aufgeplatzten Lippe und gebrochenen Nase. Ganz zu schweigen von den Schlägen, die seine Rippen und seine Organe aushalten mussten. Es gab keine Stelle die ihm nicht schmerzen. Zu allem Übel treib Westerwald auch noch seine Scherze mit ihm. „Hast du gesehen, was ich mit Gerkan gemacht habe? Er trägt einen Chip…aber es ist ein besonderer Chip..und mit diesem kleinen Teil hier….siehst du..kann ich ihn kontrollieren, denn wenn ich da auf diesen Knopf drücke, dann fahren ein paar Volt durch seinen Körper…beim ersten hat er schon aufgeschrien..“ lachte Westerwald. Ben wollte ihn am liebsten die Faust ins Gesicht rammen, doch wie? Er war gefesselt. „Lass Semir in Ruhe…du hast ihm schon genug angetan..“ stieß der Hauptkommissar nuschelnd aus. „Stimmt auch wieder…aber das war noch nicht genug…er wird ein zweites Mal zusehen, wie ich einen Kollegen erschieße…und dann….dann wird auch er sterben…. langsam…. qualvoll….über mehrere Tage hinweg. Ich will gerade einen neuen Geschäftszweig eröffnen..und dafür brauche ich Probanden….Ich habe da eine neue Droge entdeckt und die werde ich an ihm ausprobieren….es wird sicher ganz toll werden…und er wird mir zeigen, welche Nebenwirkungen diese kleinen bunten Pillen haben werden….“ lachte Westerwald, drehte sich um und verließ den Raum. Ben blieb allein.
„Hallo….die Druckplatten bitte..“ stieß Semir aus. Paul der Dienst in der Asservatenkammer hatte, nickte und verschwand kurz nach hinten und kam nach fast 15 Minuten wieder zurück. „hast du sie gerade angefertigt oder was?“fauchte Semir ihn an und sah auf die Uhr. Es war gerade sechs. Noch eine Stunde bis er die Druckplatten übergeben musste. Er nahm die kleine Tüte und holte die Platten raus. Ein prüfender Blick und er nickte. „Okay….danke… Paul…“ murmelte er und verschwand wieder. Nun hieß es warten bis Westerwald sich meldete. Semir zuckte zusammen als das Handy klingelte. Er nahm es uns sah auf das Display. Es war Lukas. „Ja..?“ meldete Semir sich. „Lukas hier…sag mal…was ist mit Ben? Ich kann ihn nicht erreichen..er meldet sich nicht…wann und wo kann ich das nächste mal zuschlagen?“ fauchte der Kommissar der Sitte ihn an. „Im „Love“ sagte er mir….dort sind auch…viele Minderjährige…“ gab Semir bekannt. „Semir? Ist alles in Ordnung?“ harkte Lukas nach. „Ja sicher…alles bestens..hör mal..ich erwarte noch einen Anruf….lass uns ein Andermal quatschen okay…nimm dir das „Love“ vor..“ bat Semir. „Alles klar…ich höre von euch…?“ beendete Lukas das Gespräch. „klar doch…“ gab Semir noch durch, doch Lukas hatte schon aufgelegt. Semir wartete erneut. Die Uhr lief ohne Pause und dennoch viel zu langsam für Semir. Immer wieder sah er auf die Uhr am Gelenk. Gerade mal fünf Minuten vergangen…und wenig später…acht Minuten….die Zeit kroch…..so kam es ihm jedenfalls vor. Das Handy klingelte erneut. „Ja?“ meldete er sich. „Hast du die Platten?“ hörte er Westerwald fragen. „Ja...hab ich...“ kam von Semir. „Gut...dann wirst du jetzt losfahren...auf den Rastplatz „Drei Eichen“. Dort bekommst du neue Anweisungen... und denk daran...ich kann dir Gehorsam beibringen...!“ warnte Westerwald. „Wo ist Ben?“ wollte Semir wissen. „Fahr!“ kam zur Antwort. Semir fuhr los.