Beiträge von Elvira

    Die gestrige Folge zum STaffelstart war der einsame Sieger.

    5,18 Mio Zuschauer sahen die Folge und brachte RTL in der Werberelevanten Gruppe 17.4 % Martkanteil. Ein tolles Ergebnis für den Kölner Sender und so kann es weitergehen.

    in der Werberelevanten Gruppe waren es 2,76 Mio.

    Ich freu mich auf die nächste Woche

    Als er schlief sah Andrea den Arzt an. „Was hat er alles?“ wollte sie wissen und holte tief Luft. „Nun...er hat verdammt viel Salzwasser geschluckt. Einiges ist sogar in der Lunge gelandet. Wir haben das soweit im Griff aber die Verätzungen des feinen Gewebes ist nicht ohne. Peitschenhiebe auf dem Rücken welche durch Salzwasser regelrecht zerfressen sind, können wir sehr gut heilen. Wird aber auch eine Weile dauern. Fesselungsmerkmale an den Handgelenken nun ja... das ist das körperliche. Aber wenn er erst einmal Ruhe hat, dann heilt es fast von selbst. Wegen den Verätzungen der Atemwege bekommt er Inhalationen. Ich denke mit zwei oder drei Wochen hier auf der Insel bei diesem Klima wird es entsprechend heilen. Wir haben hier eine sehr schöne Kurklinik. Aber ich denke auch ohne eine Kur wird er auf die Beine kommen.“ Erklärte der Arzt ohne Umschweife. „Gut... ich werde hier bleiben. Muss nur meine Eltern anrufen, damit sie meine Tochter in der Zeit zu sich nehmen.“ Gab Andrea zur Antwort. „Es wird sicher eine Hilfe sein, wenn Sie hier bei ihm sind. Er scheint doch ziemlich fertig zu sein. Übrigens habe ich auch Brandwunden am Arm von ihm entdeckt, die sind allerdings etwas älter.“ meinte Dr. Mockenhaupt noch.

    Kim Krüger besuchte Semir und wünschte ihm gute Besserung. Sie fuhr am nächsten Tag nach Köln zurück um ihren Dienst wieder aufzunehmen. Die Wochen vergingen und Semir erholte sich zusehends. Auch Ben kam wieder auf die Beine und als sie das Krankenhaus verließen, machten die Drei einen ausgiebigen Spaziergang am Strand. „Na...siehst du... hast ja doch Urlaub bekommen...“ stichelte Ben leicht. „Ja...aber darauf hätte ich auch verzichtet. Ben...ich bin froh, dass es vorbei ist.“ erklärte Semir leise. Ben nickte. „Ja... ich auch. Aber wenn du das nächste mal Psychopathen jagst, sag mir vorher Bescheid... dann bring ich mich in Sicherheit. Besonders dann, wenn er dort ist wo ich Urlaub mache“ meinte Ben nur. „Meinst du ich wollte das? Das war reiner Zufall. Der Typ hatte mich vorher...“ verteidigte Semir sich. Andrea sah beide an. „Ist jetzt mal gut! Ihr benehmt euch wie kleine Kinder!“ tadelte sie beide. Semir und Ben sahen sich an und lachten dann. „Hey.... Landratte!!“ rief plötzlich jemand kurz vor ihnen. Semir erkannte Lasse. „Lasse! Mensch schön dich zu sehen. Das erspart mir doch dich zu suchen. Danke für alles. Auch im Namen meines Freundes.“ Sagte Semir und reichte Lasse die Hand. „Na bist du wieder good to Foot?“ fragte Lasse auf platt. „Ja... danke.... das ist Ben...mein Freund und Partner. „Na denn moin moin...“ lachte Lasse und sah Semir an. „Dann geht es wohl bald wieder torüch wa?“ fragte er. „Ja... leider. Aber ich komme wieder. Versprochen und dann machen wir eine Angeltour...“ versprach Semir. „Oh nee.... dat is rein to dull... du warst blot wedder koderig...“ grinste der alte Seebär. Semir verdrehte die Augen. „Du kannst so toll hochdeutsch sprechen....“ stöhnte er. Andrea sah ihn verdutzt an. „Verstehst du ihn nicht?“ wollte sie wissen und fing auf einmal an selbst mit Lasse platt zu sprechen. Dieser grinste nur breit. Semir sah Ben an. „Das ist nicht meine Frau...die spricht ja jede Sprache...“ stöhnte Semir lachend und zog Ben ans Wasser.

    Ende

    So das war es schon wieder......vielen Dank für eure Feeds und keine Sorge.....wir haben noch was im Petto... :D

    Kim und Hartmut kamen auf das Gelände und sahen gerade noch, wie das SEK zugriff. „Wo sind Semir und Ben?“ fragte Hartmut. Auch Kim sah sich suchend um. In der Ferne sahen sie die Rauchwolke gen Himmel steigen. „Hartmut! Lassen Sie uns dorthin fahren..ich habe eine Ahnung…“ stieß sie aus und startete den Motor wieder. Hartmut sah sie an. „Sie glauben doch nicht, das….Ben und Semir…oder?“ wollte er erschrocken wissen. „Bei Ben und Semir bin ich mir da nicht so sicher….hoffe nur, dass es nicht das ist wofür ich es halte…“ meinte Kim. Nach wenigen Minuten hatte sie die Rauchsäule erreicht. Ein kleiner Transporter qualmte. „SEMIR! BEN!!“ schrie Hartmut und sprang aus dem Wagen, kaum dass er stand. Nichts von den Beiden zu sehen. Der Wagen war zu heiß um dichter ran zu kommen. Sollte es wirklich so sein, das Semir und Ben in die Luft gesprengt wurden? „Bleibt lieber weg…..“ hörte man die Stimme Bens als Kim und Hartmut an den Wagen wollten. „Ben! Gott sei Dank…“ stieß Kim aus. „Sind Sie in Ordnung? Wo ist Semir?“ hängte sie an. „Der ist da drin..“ kam von Ben und er wies auf ein kleines Loch im Gestein. Dort zeigte sich eine Höhle. „Ist er verletzt?“ harkte die Chefin nach. „Nur am Ego angekratzt…“ grinste Ben. Er putzte sich mit dem Shirt den Ruß aus dem Gesicht. Kim ging in die Höhle. Semir saß auf dem Boden und sah sie an. „Semir?“ fragte sie. „Ja … es ist alles gut….ich bin okay..“ stieß Semir aus. „Kommen Sie raus….wir haben alle bis auf Westerwald geschnappt…“ erklärte Kim. Semir stand auf und verließ die Höhle. Kim sah ihn prüfend an. „Sie bluten…“ erklärte sie und wies auf seinen Arm. „ja..ich…hab da was abbekommen ist aber nicht weiter schlimm…“ grinste er schon wieder. „Na dann werden wir uns jetzt mal Westerwald vorknüpfen..“ meinte Kim. Mit dem SEK fuhren sie zum Haus von Westerwald.

    Malik legte Michelle ins Wohnzimmer auf den Boden und verschwand direkt wieder. Er fuhr mit normalem Tempo wieder ab und sah wie ein wahrer Konvoi an dunklen Wagen in Richtung Haus fuhr. Und er erkannte Ben Jäger unter den Personen die im Wagen saßen. Zu spät mein Junge….zu spät… dachte er und grinste. Sich genau an die Vorschriften haltend fuhr er zurück zu seinem Haus und reinigte den Raum in dem Michelle sich das Leben genommen hatte. Sicher würde Hans gleich auftauchen und ihn vorjammern wie böse die Bullen doch waren. Dass er ins Ausland und sich nun auch noch vor den Belgier verstecken musste. Wie oft hatte Malik schon dieses Gejammer anhören musste. Nur Frauen gegenüber konnte Hans sich durchsetzen. Michelle hatte ihn schon schwer gekränkt, doch das Ben ihn auch noch unterwanderte, das war zu viel. Hans Westerwald hätte sich wie damals auf die Nutten konzentrieren sollen und nicht ins Falschgeldgeschäft einsteigen….das war eine Nummer zu groß. Die Türklingel riss ihn aus den Gedanken. Er sah durch den Spion und bekam Hans Gesicht in sein Blickfeld. Mit einem leichten Grinsen öffnete er. Kaum war die Tür offen drängte sich Hans in seine Wohnung.

    „Verdammt… Malik….die haben die ganze Bande ausgehoben….Gerkan hat sich nicht am eine Anweisung gehalten…dieser verdammte Mistkerl…er hat meine Bande zerschlagen…“ stieß Hans aus. Malik sah ihn ruhig an. „Setz dich erst mal hin..ich mach uns einen Kaffee…“ versuchte er ihn zu beruhigen und ging in die Küche. „Was ist denn mit Ben? Hast du ihn wenigstens beseitigt?“ wollte Malik wissen. „Ja…er und Gerkan sind Geschichte…ich habe es ihnen gezeigt…. Mir stellt man sich nicht in den Weg…ich habe beide in die Luft gejagt…“ kam verächtlich von Hans. „Das ist gut…dann werden sie uns nicht mehr jagen. Aber dieser Verein ist wie Fliegen…wenn du eine von ihnen tötest, dann kommen hunderte zur Beerdigung. Die Kollegen werden uns jagen…“ gab Malik zu bedenken. „Malik…ich übertrage dir alle Bordelle….. mach was draus…ich werde mich absetzen. Wir hören von einander..hier ist es mir einfach zu gefährlich…“ erklärte Hans wenig später beim Kaffee. Malik sah ihn an. „Du gibst mir alle Bordelle?“ harkte er nach. „ja….du wirst sie für mich weiterführen….den Verdienst teilen wir 40 zu 60 für mich….das ist nur gerecht….“ nickte Hans. Malik lachte leise. „60 für mich….und ich werde mir die Mädchen selbst beschaffen .“ stellte er die Forderung. Hans lachte und nickte. „also gut…aber besorg mir bitte ein Flugticket…nein..warte..die werden die Flughäfen gesperrt haben..die Autobahnen werden auch überwacht…verdammt… wie soll ich denn hier raus kommen?“ fragte Hans verzweifelt. Malik stand auf und stellte sich hinter Hans. Dieser starrte nur auf seine Tasse. „Ich kann Jammerlappen einfach nicht ausstehen…“ stieß Malik aus und richtete seine Waffe auf Hans. Dieser drehte sich um. Seine Augen weiteten sich. „Nein..!“ stieß er noch aus. „du weißt doch wie das ist…Hans….wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen…. Mit deiner Gier nach Geld hast du fast alles versaut..“ erklärte Malik und spannte den Hahn. Ein Knall und Hans sank zusammen. „Jetzt sind es 100 % für mich…“ grinste Malik.

    Das war sie..die erste Folge....

    Das war doch wieder was. Explosionen wie aus dem Bilderbuch. Vom Inhalt her….etwas weit hergeholt, aber dafür gut umgesetzt. Das Semir und Ben direkt am Anfang in so eine Bredouille gerät…war auch nicht schlecht. Als Ben sich dann die Kugel einfing….blieb mein Herz kurz stehen…aber ich wusste doch…das die Technik dafür etwas hatte…wie sagte er so schön… „Es gibt für alles ein APP…“ Klasse….Der Blick von Semir als er mit dem Wagen ankam war klasse.

    Der Film war geladen mit allem was man brauchte….und davon kann es ruhig mehr geben..Viel Mehr….Okay….als Semir und Ben dann der Krüger versprachen die Autobahn nicht in Schutt und Asche zu legen, dachte ich... an das, was meine Eltern mir beigebracht hatten. „Man muss Versprechen einhalten..“ doch im Fall von Semir und Ben wusste und hoffte ich, dass dies hier natürlich gebrochen wurde. Zum Glück für uns….!
    Was ich auch sehr gut fand ist die Wolke Hegenbarth, die ich schon als Tochter bei „Mein Leben und ich“ sehr gut fand. Ihre Schlagfertigkeit und wie sie Ben doch so schön über den Mund fuhr… einfach klasse. Ein hübsches Paar…wenn es eins wäre….natürlich nur. Aber nicht jeder hat seinen eigenen Volltrottel bei der Autobahnpolizei… wie war das..Ben: „Du hast da was hartes…“ und sie antwortet.. „Du auch“…lol

    Das die Beiden sich nicht aus dem Fall raushalten konnten, war ja auch klar…aber mal ganz ehrlich der heimliche Star der Folge war ja wohl der kleine Carlos Richter, der den Lutz spielte. Ich hab den Jungen in mein Herz geschlossen. Einfach nur klasse. Die Kinder eh….sehr aufgeweckt und sie hatten wohl genau wie unsere Helden viel Spaß bei den Dreharbeiten.

    Zu Olivier Sturm…nun ja….durchgeknallt wie auch schon im „Das Ende der Welt“ gefiel mir nicht wirklich und war auch nur ne Randfigur, dafür fand ich das die Rolle von Alexsander Jovanovic, den wir auch diversen Cobra 11 Folgen kennen (u.a. Gnadenlos) wieder auf ihn zugeschnitten war. Er spielt den Bösewicht Ruben Frost sehr überzeugend.

    Doch ein Manko war da… die Explosion am Ende, war doch mehr als übertreiben…nun ja..ist halt nur ein Film….Also wenn es nach mir geht..ich könnte noch mal…..

    lol danke Jenni das du Mannheim wieder aus der Nachbarschaft genommen hast.... ^^ Ähmmm also wenn Semir nun erfährt was los ist, sehe ich ihn schon wieder heimlich an den Schrank kriechen und seine Sachen holen...Der will doch sicher mitmischen..

    16.9.2010 Der Prüfer

    Ben und Semir sind zu teuer und werden nicht nur zum Sparen verdonnert, sondern erhalten auch noch einen strengen Kontrolleur an ihre Seite, der ihre Arbeit eingehend überwacht.

    Ben und Semir haben ungewohnten Besuch von einem Prüfer des Rechnungshofs: Ludwig Tietze. Der Sparkommissar hat herausgefunden, dass die beiden die mit Abstand teuersten Polizisten des Landes sind. Nun will Herr Tietze den beiden bei der Arbeit auf die Finger schauen und verdonnert sie zu einem knallharten Sparprogramm. Ausgerechnet jetzt, wo das Team die Ermittlungen gegen eine brutale Gang, die sich auf Überfälle auf Einkaufszentren spezialisiert hat, aufgenommen hat.

    Doch Ben und Semir sind aufgrund des Sparkurses auf sich allein gestellt, fast zumindest, denn auch als die beiden auf der Lauer liegen, ist Ludwig Tietze dabei. Doch gerade als sich die Polizisten und ihr hartnäckiger Kontrolleur näher kommen, schlagen die Verbrecher erneut zu und Ludwig Tietze macht eine furchtbare Entdeckung...

    Westerwald lachte leise, als er sah wie der Wagen davon schoss. Er sah sich die Druckplatten an und überprüfte sie. Dabei fiel ihm ein kleines rundes Ding auf. „Verdammt! Eine Wanze!“ stieß er aus, riss das kleine Ding ab und zertrat es auf dem Boden. „Selbst wenn sein Kollege in Todesgefahr ist, versucht er immer noch sich quer zu stellen. Das schreit nach einer Lektion..“ fauchte Westerwald. Er drückte den Knopf auf seiner Fernbedienung und in einiger Entfernung war eine Explosion zu vernehmen. Rauch stieg auf. „Das war es...Ben Jäger und Semir Gerkan sind Geschichte....niemand wird mir mehr ins Geschäft funken..“ kam zufrieden von Westerwald. „Wir fahren zurück und treiben die Produktion voran!“ befahl er seinen Leuten und stieg ins Auto und fuhr los. Seine Leute folgten ihm. Bevor sie fahren konnten waren sie von schwarzen Wagen umzingelt. Sofort sprangen mehrere Männer raus und brüllten wild durcheinander. „verdammt...das ist eine Falle!!“ schrie Westerwald. Er startete den Motor und raste durch eine Lücke davon. Im Rückspiegel sah er wie die Polizei seine Leute festnahm. Dieser verdammte Gerkan, hatte es tatsächlich gewagt eine Falle zu stellen…. Dachte er…. Doch dafür ist er nun auch Geschichte. Die Explosion konnte niemand überleben. Und wenn Gerkan es doch getan hatte, war er nun endgültig am Ende…denn sein Partner war garantiert tot. Gestorben durch seine Hand. Ein zweites Mal hatte er Gerkan gezeigt, dass er unbesiegbar ist. Er fuhr auf die Autobahn und wollte nur eins….möglichst schnell sein Haus erreichen, alles Geld einpacken was er finden konnte und dann nichts wie weg aus Deutschland. Hoffentlich waren die Bullen nicht schon in seinem Haus…aber selbst wenn…auf der Bank hatte er genügend zusammen…die Bordelle konnte Malik für ihn weiter führen. Er würde sich bei seinem treuesten Mitarbeiter melden…Moment…warum melden…Malik konnte ihn verstecken….ja…ja…er brauchte nicht raus... Hans Westerwald griff zu seinem Handy.

    Malik ging in den Keller. Er wollte Michelle etwas zu Essen bringen. Seit gestern hatte sie ja nichts mehr bekommen. Er schloss die Tür auf und machte das Licht an. „So..hier…deine…Bel….“ gab er von sich und stockte als er die Person in der Blutlache liegen sah. „Verdammt was hast du Schlampe denn getan?“ fragte er und beugte sich über Michelle. Doch hier konnte kein Arzt mehr helfen. „Schade….aber gut…du wolltest halt nicht….wie dem auch sei… du musst wech….“ Murmelte er und fing an die Leiche in einen Kunststoffsack zu stecken. Sein Handy riss ihn aus seinem Tun heraus. „Hans hier..Gerkan hat es gewagt mich zu linken..dieser Mistkerl..die Bullen sind aufgetaucht und…haben die Männer hoch genommen. Ich konnte entkommen und hab den beiden Ben und diesem Gerkan das Lebenslicht ausgeblasen. Sie werden mir nie wieder ins Gehege kommen…nie wieder….“ Hörte er Hans sagen. „Was ist mit den Druckplatten?“ wollte Malik wissen. „Die hab ich…kann ich für ein paar Tage bei dir unterkommen? Die Bullen nehmen sicher mein Haus auseinander! Ich muss mich für ein paar Tage verstecken und du bist mir noch was Schuldig!“ ermahnte Hans ihn. „ist ja gut….also gut….in zwei Stunden. Ich muss noch was erledigen. Pass auf… fahr du schon mal in die kleine Jagdhütte am See. Ich komme dort hin. Der Kühlschrank ist voll…“ gab Malik bekannt. Er wusste schon wo er die Leiche von Michelle hinbringen konnte. Wenn er schnell war, dann schaffte er es vor den Bullen dort zu sein.

    Die fünf Taucher hielten sich am Rumpf fest und hörten Schritte, die an ihnen vorbei gingen. „Los komm, du sollst sehen, wie ich deinen Freund jetzt sterben lasse.“, hörten sie einem Mann mit polnischen Akzent sprechen. Einer sah über die Reling und seine Augen weiteten sich vor Schreck. Er erblickte Ben, der mehr tot als lebend war und von dem Mann mit der Pistole losgeschnitten wurde. Wie ein Stein fiel er aufs Deck. Dann band der Kerl Semir am Mast fest und schlug ihm einige Male mit der flachen hand ins Gesicht. „Sieh genau zu.“, schrie er, nahm den Mann und hievte ihn auf die Reling, dann gab er ihm einen Stoß und mit einem großen Platschen fiel der schwere Körper in die Nordsee. Sofort schwammen zwei der Taucher unter dem Boot durch und versuchten, den Mann zu retten. Die anderen schwammen zum Heck und kletterten leise an Bord.

    „Ben... BEN!!!”, stieß Semir mit letzter Kraft aus und sah zur Seite rüber, wo sein Kollege ins Meer geworfen wurde. „Hä? Ich kann dich nicht hören?“, höhnte Stroganof und zog Semirs Kopf nach hinten. Dieser sah ihn nicht an. Er wünschte einfach nur, dass es vorbei war. „Willst du noch eine Runde? Deinen Freund suchen?“, zischte der Pole und schlug Semir mit der Faust in Gesicht und Magen, immer und immer wieder, bis das Blut das Deck benetzte. „Ich mach dich fertig, Bulle.“, schrie der Pole und war wahnsinnig vor Rachegelüsten. „Bring es doch endlich zu ende.“, dachte Semir. Er war so müde, konnte einfach nicht mehr. Die Wunden auf seinen Rücken schmerzten und brannten wie die Hölle. Das Seewasser hatte bestimmt seine Lungen verätzt, wenn nicht sogar schlimmeres. Er ließ sich einfach fallen. Sollte Stroganof doch mit ihm machen, was er wollte. Andrea... seine letzten Gedanken gingen an seine Frau. Dann plötzlich Lärm um ihn, Schüsse, Schreie und ein lauter Bums. Was war das? Doch bevor Semir etwas sah, schlossen sich seine Augen und er ließ sich fallen.

    Die drei Taucher stürmten aus ihrem Verstecken und umringten den Mann. „Polizei... Hände hoch.“, stieß einer von ihnen aus und alle zielten mit ihren Waffen auf ihn, doch Stroganof eröffnete blindlings das Feuer, traf einen von ihnen in der Schulter. Schnell gingen die anderen beiden in Deckung und feuerten zurück. Der Pole ließ Semir einfach am Heck liegen und achtete gar nicht darauf, was sich hinter seinem Rücken tat. „Scharfschütze, wenn sie freies Schussfeld haben... schießen sie.“, wies Lichtenhagen seinen besten Mann an, der am Bug der Seeadler stand und mit dem Präzisionsgewehr auf den Polen zielte. Mit ruhiger Hand ließ er seinen Finger zum Abzug gleiten, zielte auf die rechte Schulter des Mannes und schoss. Getroffen taumelte er nach hinten und fiel in die tosende See. „Das war's. Schnell... bringen sie die Kollegen an Bord und dann nichts, wie ab ins Krankenhaus.“, mahnte er seine Leute an und sah, wie die Verletzten vorsichtig an Bord gehievt wurden und vom Sanitäter in Empfang genommen wurden. Schnell setzte sich das Schiff und die Yacht mit den Polizisten an Bord in Richtung Wilhelmshaven in Bewegung. Würden sie den Hafen noch rechtzeitig erreichen?

    Semir wurde auf der Ladefläche hin und her geworfen. Er versuchte sich krampfhaft festzuhalten. Der Fahrer schien seinen Spaß zu haben. Dann endlich war die Fahrt zu Ende. Sein Handy klingelte. „So....du darfst aussteigen! Aber ich warne dich...Jäger ist bei mir...und ich kann ihn ausknipsen sobald du auch nur einen Fehler machst!“ drohte Westerwald. Die Türen wurden geöffnet. „Raus!“ befahl der Fahrer. Er hatte seine Waffe auf Semir gerichtet. Dieser stieg aus und hielt die Hände nach oben. In einer davon war der Beutel mit den Druckplatten. Semir sah einen weiteren Wagen auf das Gelände kommen. Westerwald stieg aus und zerrte Ben ebenfalls aus dem Wagen. Ben trug eine orange Rettungsweste. „BEN!“ rief Semir und tat ein paar Schritte auf seinen Kollegen zu. Er sah, dass dieser geschlagen worden war, denn die blauen Flecke sah man sehr genau. Doch Ben bewegte sich nicht. „Wo sind die Platten?“ wollte Westerwald wissen. Semir zeigte sie ihm. „Leg sie auf den Boden und dann geh zehn Schritte zurück!“ forderte Westerwald ihn auf. Semir tat es. Er sah wie Westerwald Ben vorwärts stieß. „Geh zu ihm!“ befahl er. Ben jedoch regte sich nicht. Semir konnte nicht hören, was Ben fragte, doch dieser erhielt einen weiteren Stoß. Langsam ging Ben vorwärts. Semir ahnte das Westerwald irgendwas im Schilde führte. „Gerkan...nur zur Warnung...solltest du mir noch einmal unter die Augen treten, werde ich dich eigenhändig umbringen...also bleib weg von mir!“ warnte er ihn. Semir antwortete nicht darauf. Warum auch...noch war Ben in der Schusslinie und es war mit der Übergabe sicher nicht vorbei. Nur noch wenige Schritte trennten die Freunde.

    Westerwald stieß Ben vorwärts. „Geh zu ihm!“ befahl er. „Was ist mit der Weste?“ wollte Ben wissen. Der Verbrecher grinste. „Wenn ihr schnell genug mit dem Auto seid, dann könnt ihr die Explosion verhindern...wenn nicht...dann seid ihr beide tot.... was mir natürlich viel lieber wäre....also los!“ fauchte Westerwald. Ben tat vorsichtig einen Schritt nach dem Anderen. Dabei sah er Semir fest an um ihn auf die Gefahr aufmerksam zu machen. „Okay....und nun verschwindet! Schnell sonst werde ich den Sprengstoff an seinem Körper zünden!“ lachte Westewald. Er hob die Druckplatten auf. Semir sah Ben erschrocken an. Dieser öffnete seine Jacke und brachte einen Sprengstoffgürtel zum Vorschein. „Der Zünder ist in der Weste...“ gab er leise bekannt. Semir nickte. „Was soll das?“ fauchte er Westerwald an. „Du solltest nicht reden...steigt in das Auto und dann fahrt! Und zwar schnell....in fünf Minuten drücke ich den Knopf. Seid ihr dann noch keine zehn Kilometer von mir entfernt...dann....“ drohte er. Ben sah Semir an. „Los...einsteigen!“ forderte der zweite Mann auf. Semir und Ben taten es. Semir ließ den Motor an und er sah wie Westerwald auf die Uhr sah. „Die Zeit läuft!“ verkündete er. Semir raste davon. „Verdammt dieser Mistkerl!“ stieß Ben aus. „Zieh die Weste aus und wirf sie raus!“ befahl Semir. „Würde ich gern, aber dann geht sie hoch...das hat mir Westewald gesagt....Semir...wir müssen schnell weg hier!! Schnell.....tu mir den Gefallen und fahre schneller!“ flehte Ben regelrecht. Semir nickte und gab Gas. Er hatte Schwierigkeiten den Wagen auf diesem Gelände gerade zu lenken und nicht einen der Abhänge runter zu rasen, doch er schaffte es. Bevor die fünf Minuten vorbei waren, hatte er die zehn Kilometer geschafft. Doch konnte er Westerwald vertrauen?

    Westerwald lachte leise als er sah wie Semir in den Wagen stieg. Völlig außer Atem war der Hauptkommissar durch den Wald zum Wagen gerannt. Aber er wurde tatsächlich nicht begleitet und nicht überwacht. Das war doch ein Kinderspiel….dachte er sich. „Fahr mit Gerkan zum alten Steinbruch…ich komme mit Ben dahin…“ befahl er seinem Fahrer via Funk. Dieser lenkte den Wagen auf die Autobahn und nahm Fahrt auf. „Schüttel unseren Freund mal was durch, damit er erst gar nicht auf dumme Gedanken kommt..“ schlug er vor. Schon kurz darauf schlenkerte der Wagen hin und her. Immer nur etwas damit die anderen Teilnehmer nicht gefährdet werden. Für Gerkan war das sicher alles andere als amüsant. Westerwald fuhr auf sein Grundstück und holte Ben aus seinem Keller. „so….dann werden wir Gerkan mal besuchen…du solltest keine Tricks wagen..sonst bist du schneller unter der Erde als dir lieb ist..“ drohte er seinem Gefangenen und stieß ihn vor sich her. Ben Jäger war angeschlagen, aber er war nicht gebrochen. Er sah Westerwald fest an. „Damit kommst du garantiert nicht durch..“ stieß er aus. „Ach findest du…sieh mal..ich hab hier was ganz Tolles..“ grinste Westerwald und holte eine Schwimmweste hervor. „Sieht die nicht gut aus….? Das Orange sticht einem doch direkt ins Auge. So wird auch Gerkan erkennen wo du bist…nur wird er dich nicht retten können….denn hier….in dieser kleinen Gummidichtung..siehst du…hier ist der Zünder zu dem ganzen Sprengstoff den du gleich tragen wirst….“ lachte Westerwald. Sein Gefangener zuckte zusammen. Westerwald sah ihn fest an. „Ich werde sie dir nun anlegen…und ich warne dich….Frank und Rolf freuen sich wenn du dich wehrst…also wenn du nicht noch mehr spüren willst, dann halt still..“ kam von Westerwald. Ben blieb ruhig stehen und ließ sich die Weste sowie den Sprengstoffgürtel anlegen. Dann ging es zum Fahrzeug. Ben stieg ein. Die letzte Fahrt in seinem Leben startete.

    Kim fuhr nach Hartmuts Angaben. „Wieso sehe ich seinen BMW nicht mehr?“ fragte sie leise. „Vermutlich hat Westerwald ebenfalls einen Tausch gefordert…oder aber Semir wurde in ein anderes Fahrzeug gesetzt und befindet sich nun auch in der Gewalt…bei ihm ist alles möglich…“ erklärte Hartmut. „Das hoffe ich nicht….. er soll Ben befreien und nicht von uns befreit werden. Wo sind sie?“ wollte sie erneut wissen. „In dreihundert Metern vor uns…. Sie haben die Ausfahrt genommen..“ gab Hartmut bekannt. „Die fahren durch ganz NRW…. Was soll das denn?“ knurrte Kim. Sie fuhr mittlerweile den 3. Wagen und sie waren immer noch nicht am Ziel. „Er hat angehalten!“ kam plötzlich von Hartmut. „Wo genau?“ wollte Kim wissen. „Auf dem alten Steinbruchgelände….dort gibt es viele Krater..wollen die Ben dort übergeben? Die haben da verdammt viele Möglichkeiten ihn zu töten…..und Semir auch….“ erklärte Hartmut leise. Kim sah ihn warnend an. „Wenn Sie jetzt anfangen negativ zu denken, dann laufen Sie zurück…“ drohte sie ihm. Hartmut schluckte und schwieg. Nur noch die Richtung wo Kim hin sollte gab er in kurzen präzisen Worten bekannt. Kim lächelte leicht. Wie einfach dieser Mann doch zu beeindrucken war. „Jetzt sollten Sie anhalten…die sind fast direkt vor uns..“ gab Hartmut von sich, als sie auf das alte Gelände fuhr. Kim stieg in die Bremse und sah Hartmut an. „Also gut...dann sollten wir das SEK mal informieren..“ Sie griff zum Handy und rief den Einsatzleiter an.

    Ben stolperte durch den Stoß und fing sich wieder. „Hey...Partner...“, sagte er leise. „Bist du okay?“, wollte Semir besorgt wissen. „Ja...schließlich hab ich doch Urlaub oder?“, kam bitter von Ben. „Ihr sollt keine Reden schwingen!! Mach ihn fest!!“, schrie Stroganof dazwischen. „Semir... was wollen wir machen?“, raunte Ben ihm zu und legte Semir die Seile um die Handgelenke. „Wir haben Hilfe. Die greifen ein, sobald der Nebel dichter wird. Tu, was er sagt... ich weiß nicht, was er vorhat, aber egal was er macht, du greifst nicht ein.“, warnte Semir ihn. „Das wird schwer....er wird dich fertig machen... ich weiß es...Semir...ich kann...aaaahhhhh!“, stieß Ben auf einmal aus und ging in die Knie. Stroganof hielt eine Peitsche in der Hand. „Keine langen Reden, verdammt!“, fauchte er ihn an. Semir zerrte an den Fesseln. „Du verdammtes Schwein!!“, schrie er, als er die Striemen auf Bens Rücken sah. Stroganof lachte nur gehässig. „Nur keine Sorge... du wirst es auch noch spüren, aber erst einmal bringe ich unseren jungen Freund hier wieder in seine Kabine... Nur einen Augenblick Geduld...“, sagte er drohend und Semir ahnte dass er sehr üble Stunden vor sich hatte. Während Stroganof Ben unter Deck brachte, versuchte Semir die Fesseln zu lösen. Es gelang ihm nicht.

    Lichtenhagen sah durch sein Glas auf das Deck der Yacht. Er sah wie Semir festgemacht wurde und Ben scheinbar unter einem Schlag in die Knie ging. Dann sah er wieder junge Mann unter Deck gebracht wurde. Immer wieder jedoch zogen Nebelschwaden vor das Glas. „Verdammt....wenn das so weiter geht, sehe ich bald gar nichts mehr. Wir müssen näher ran... aber ohne groß Laut zu geben.“ wandte er sich an seinen Kapitän. „Alles klar... wie weit ran?“ kam die Gegenfrage. „Nur so dass ich wieder was erkennen kann. Die ersten Taucher sollten sich startklar machen und backbord bereits versuchen an Deck zu kommen. Er wird sich vermutlich erst einmal mit Gerkhan beschäftigen. Das lenkt ihn ab. Der arme Kerl tut mir jetzt schon Leid. Ist der Arzt verständigt?“ wollte Lichtenhagen wissen. „Wir haben alles in die Wege geleitet. Die Taucher sind bereit und werden sich gleich in die Richtung der Yacht begeben.“, kam von einem jungen Leutnant zurück. Lichtenhagen nickte nur. Der Beamte sah nochmals durch das Fernglas. „Verdammt, wo ist sie hin?“, stieß er aus und nahm das Objektiv von den Augen, dann legte er es wieder sofort an. „Das Schiff ist weg. Ist es noch auf dem Radar?“, fragte Lichtenhagen den Navigator, doch dieser verneinte. „Verdammt, wir haben sie verloren. Kontakt an Lasse... Fragen sie, ob er das Boot noch sichten kann und überprüfen sie unser Radar.“, zischte er und ging unter Deck.

    Stroganof kam wieder an Deck und sah, wie Semir sich in den Fesseln wand. „Versuchs erst gar nicht.“, zischte er und hielt die Peitsche in Sichtweite von Semir. Dieser sah mit erschrockenen Augen, wie der Mann immer dichter auf ihn zukam. „So... jetzt beginnen deine schlimmsten Stunden, mein Freund.“, lachte der Pole. „Ich bin nicht ihr Freund.... ahhhhhhhhhhhhh!!!“, schrie Semir auf, als sich die schmalen Riemen aus Leder in seine Haut schnitten und feuerrote Striemen hinterließen. „Gefällt dir das? Du solltest doch keine Widerworte geben.“, lachte Stroganof und schlug erneut zu. Wieder schrie Semir auf und wand sich in den Fesseln. Er biss die Zähne zusammen, doch der Schmerz war stärker, als er und so ließ er ihm freien Lauf, auch wenn er diesem Polen nichts gönnen würde. Er hoffte nur, dass bald die Rettung kommen würde. Lange, da war er sich sicher, würde er dieses Spiel nicht aushalten. Er merkte schon, wie das Blut von den aufgerissenen Wunden an seinem Rücken entlang lief und auf den Boden tropfte.

    Ben hörte die Schreie seines Partners und stemmte sich mit ganzer Kraft gegen das Rohr, an dem er wieder gekettet war, doch es war scheinbar noch stabiler, als vorher. Dennoch legte sich Ben mit all seiner Kraft rein und zog an dem Rohr. Dass seine Handgelenke von den viel zu engen Schellen schon bluteten war ihm egal. Er wollte Semir nicht in den Händen dieses Wahnsinnigen lassen. Ein plötzlicher Ruck ließ ihn aus der Dusche fallen. Das Rohr war ab und das Wasser spritzte heraus. Aber Ben war frei und stolperte aus dem Bad heraus, Stroganof hatte vergessen, abzuschließen, und rannte die Stufen empor. Wieder drangen die Schreie von Semir an sein Ohr und taten ihm selbst weh. Er musste seinem Partner helfen, auch wenn Semir es nicht wollte.

    „Hast du schon genug?“, fragte Stroganof, als Semir, vom Schmerz halb in der Ohnmacht driftend, in seinen Fesseln hing und keinen Laut mehr von sich gab, als ein leises Stöhnen. Höhnisch lachend betrachtete er sein Werk und beugte sich über den Körper seines Gegners, als etwas seine Blicke zur Kabinentür lenkte. Mit aufgerissenen Augen sah er den Partner von Gerkhan, wie er mit rasender Wut auf ihn zugestürmt kam. Schnell griff er zu seiner Waffe und schoss.

    Kim sah wie Semir losfuhr und sah Hartmut an. „Haben Sie das Signal?“ wollte sie wissen. „Ja...hab ich....Frau Krüger....Wenn Sie sich jetzt anhängen, dann können Sie gut und gern zweihundert Meter Abstand halten. Jetzt weiß ich auch, warum Sie nicht Ihren Dienstwagen fahren...Semir soll nicht wissen, dass Sie ihm folgen...“ murmelte Hartmut. Kim lächelte. „Ganz genau....Semir wird danach wissen, dass nicht nur er Anweisungen missachten kann..“ gab sie zu. „Ist das SEK bereits informiert?“ harkte Hartmut nach. „In Bereitschaft. Erst will ich sehen, dass die Beiden in Sicherheit sind. Anschließend werde ich das SEK dort hin beordern.“ Gab Kim bekannt. Hartmut grinste leicht. Kim fuhr auf die Autobahn und hinter Semir her. Die Fahrt ging zum Rastplatz „Drei Eichen“ und Kim musste aufpassen den Abstand einzuhalten. Semir schien von einem Rastplatz zum Anderen geschickt zu werden. „Cobra 1 an Cobra 17... wir kommen gleich an dem Rastplatz bei KM 305 an...steht der Wagen bereit?“ wollte Kim wissen. „Alles bereit...“ kam zurück. Hartmut sah ihn an. „Sie haben an ein Fahrzeugwechsel gedacht?“ fragte er erstaunt. „Natürlich...man muss bei solchen Sachen auf alles aufpassen und an alles denken...“ lächelte Kim. Hartmut nickte anerkennend. Er sah auf seinen Laptop. „So...umsteigen...“ kam von Kim. Sie hielt auf dem Standstreifen an, wo ein weiterer Kollege mit einem anderen Fahrzeug wartete. „Wenn Semir jetzt beobachtet wird, werden sie uns nicht bemerkten...“ meinte Hartmut. „Darauf würde ich nicht wetten, Westerwald ist nicht dumm... wenn er mitbekommt, das wir Semir folgen, könnte es gut sein, dass er ihn und Ben als Geiseln nimmt und sich den Weg freipresst...“ murmelte Kim und konzentrierte sich voll auf den Verkehr.

    Semir fuhr auf den nächsten Rastplatz. Mittlerweile war es der fünfte. Sein Handy klingelte. „Verdammt.... Westerwald! Wollen Sie mich durch ganz NRW jagen oder was?“ fauchte Semir wütend ins Handy. „Ist ja gut...beruhige dich....stell den Wagen ab und komm mit den Druckplatten in den Wald hinter dem Häuschen.....lass deine Waffe im Auto!“ forderte Westerwald. „Ich bin unbewaffnet!“ gab Semir bekannt. Westerwald lachte leise.....“Willst du mich verarschen?!“ fauchte er ihn an. „Nein...ich...bin wirklich unbewaffnet...“ schwor Semir. „Also gut....du gehst jetzt los! Denk daran...ich sehe dich und ich habe Ben....“ kam von Westerwald. Semir stieg aus und tat was Westerwald von ihm verlangte. „Hinter den Häuschen siehst du einen kleinen Trampelpfad...den gehst du lang!“ forderte Westerwald. Semir tat es. Er sah sich um. Nichts...keine Spur von Westerwald oder Ben. „Geh weiter geradeaus!“ kam der nächste Befehl. Semir lief weiter. Auch nach einigen hundert Metern war nichts von seinem Feind oder seinem Freund zu sehen. „Weiter!!“ lachte Westerwald. „Verdammt wo sind Sie? Zeigen Sie sich endlich!“ kam wütend von Semir, der sich verarscht vorkam. „Aber...Gerkan.....du wirst doch wohl nicht sauer werden oder?“ lachte Westerwald. „Aber du hast Recht...ich hab genug gespielt....du wirst jetzt zurück zum Parkplatz rennen! Du hast genau drei Minuten Zeit deinen Wagen zu erreichen! Die Zeit läuft!“ befahl Semir. „Verdammt! Das schaffe ich nie!“ gab Semir durch, doch Westerwald hatte bereits aufgelegt. Semir rannte los. Er brauchte fast viereinhalb Minuten. Völlig außer Atem stellte er sich neben seinen Wagen. „Ja...?“ fragte er atemlos ins Handy. „Das war zu lange...aber weiter...siehst du den schwarzen Wagen etwas 50 Meter vor dir?“ wollte Westerwald wissen. „ja...“ bestätigte Semir. „Dort wirst du dich jetzt mit den Druckplatten reinsetzen... auf die Ladefläche...!“ befahl Westerwald. Semir sah sich um. Konnte Westerwald ihn wirklich sehen? Wurde er wirklich beobachtet? „Was suchst du?“ kam von Westerwald. Also gut...er wurde beobachtet. Semir ging auf den schwarzen Transporter zu und setzte sich auf die Ladefläche. „Türen zu!“ kam der nächste Befehl. Semir folgte jedem. Kaum waren die Türen zu, fuhr der Wagen an. Semir wurde durch die Fliehkraft gegen die Karosserie geschleudert und landete auf seinem Hosenboden. „Ups...“ kam lachend aus dem Fahrerhaus.