Peter holte Bonny aus dem Zwinger und sah sie an. „So... meine Liebe... gehörst du zu meinem Stamm...und damit eins klar ist... bei mir sind nur die Besten...ist das klar?“ sprach er mit ernster Miene zu der Hundedame. „Wuff...“ kam leise zurück. „Also gut...nur weißt du was... Ben glaubt mir nicht, dass du zu den Besten gehören darfst...also musst du ihn suchen. Er hat sich versteckt...hier....auf unserem Gelände...in unserem Revier...und ich will das du ihn innerhalb von fünf Minuten findest....hast du mich verstanden?“ wollte er erneut von Bonny wissen und hielt ihren Kopf fest. „Wuff..“ kam erneut. Peter nickte. „Braves Mädchen...such ihn...such Ben!!“ befahl er. Bonny flitzte los. Peter hatte Mühe ihr zu folgen. Er war sehr erstaunt, dass sie alle Löcher im Boden unbeachtet ließ und auf einen recht großen knorrig gewachsenen Baum zu rannte. Bellend setzte sie sich davor und wedelte mit ihrem Schweif. „Ha...Ben...komm runter...sie hat dich gefunden!“ lachte Peter und lobte Bonny für ihre schnell gelöste Aufgabe. „Du hast sie bestochen....“ kam von Ben, während dieser vom Baum kam. „Wie sollte ich sie denn bestechen. Das liegt daran, dass dein Geruch unüberriechbar ist...“ lachte Peter zurück. Ben sprang die letzten Meter runter und begrüßte Bonny. „Na du bist ein Verräter...also wirklich..“ lachte er. Bonny ließ sich von ihm verwöhnen. „Ich weiß nicht...Bonny....was machst du eigentlich, wenn ich wirklich mal verschüttet bin und du mich suchen musst... wenn es um Leben und Tod geht...bist du dann auch so schnell?“ fragte er. Bonny legte ihren Kopf schief und schaute ihn nur an. Ben ahnte nicht, das es schon sehr bald Wirklichkeit war, dass er sich auf Bonny verlassen musste. Er verabschiedete sich von Peter und Bonny und fuhr nach Hause. Nur eine Stunde später lag er bereits im Bett und schlief ein.
Semir war fast zuhause als sein Blick auf ein Fahrzeug fiel, das in zweiter Reihe geparkt war. Er wollte gerade zum Funkgerät greifen um die Kollegen anzufordern, als der Fahrer einstieg. Semir erkannte Frank Grieserheim. Seine Hand ging zum Lenkrad zurück. Wenn er jetzt zum Funk greifen würde, dann wäre der Kerl gewarnt. Vielleicht fand er das Labor jetzt schneller, wenn er Grieserheim folgte. Oder sollte er Verstärkung rufen? Nein....das konnte er machen, wenn er beim Labor war und wusste mit wie vielen Gegnern er es zu tun hatte, redete er es sich aus. Frank Grieserheim fuhr los. Scheinbar bemerkte der Mann Semir diesmal nicht. Die Fahrt ging tatsächlich nach Frechen. Semir hätte jubeln können. So einfach konnte er den Fall lösen. Dieser Kerl führte ihn direkt zur Drogenküche und zu seinen Helfern. Frank Grieserheim schien Angst zu haben, in eine Kontrolle zu fahren, denn er hielt sich an alle Verkehrsregeln. Sogar am Zebrastreifen fuhr er extrem langsam. Zone 30....er fuhr 29. Semir grinste leicht. Diesmal würde er nicht auffallen. Diesmal würde er nicht ausgeschaltet werden...davon war er überzeugt. Semir sah wie Grieserheim sich in die Abfahrt einordnete. Okay.... dachte Semir...ich werde mal meinen Standort durchgeben, damit die Kollegen wissen wo er sich aufhielt. Es konnte immerhin sein, dass er gebraucht würde. Er war ja immer auf Abruf und musste erreichbar sein. „Cobra 11 an Zentrale....befinde mich derzeit auf der A4 in Richtung Frechen. Verlasse diese und bewege mich auf der B51... stadtauswärts...“ gab er durch. „Zentrale verstanden..“ kam müde zurück. Semir fuhr weiter hinter Frank Grieserheim her. Sie bogen in die Strasse „An der Hausmühle“ ein. Semir grinste. Alles passte perfekt. Das hier war die Straße die er auf dem Video sehen konnte. Das Schild war extrem verwaschen und kaum noch lesbar. Hier war der arme Tropf von Tierschützer also auf die Sache aufmerksam geworden und hatte die Sache ins Rollen gebracht.