Peter Neugebauer saß vor dem Fernseher und kraulte Bonny die neben ihm lag den Kopf als das Telefon klingelte. „Neugebauer...“ meldete er sich. „Alex Hoffmann hier….Peter wir brauchen dich und einen deiner vierbeinigen Freunde hier…. Zwei Kollegen sind in einem Haus und das wurde durch Sprengung dem Erdboden gleich gemacht. Aber sie sind da drin….da sind wir uns sicher..“ hörte der Alexander Hoffmann sprechen. „Alex..alle Hunde sind im Einsatz. Wir wurden gebeten, drei Staffeln in die Türkei zu senden. Dort gab es ein Erdbeben und….ich habe..ich habe hier nur einen halbfertigen Hund. Sie ist noch verdammt jung und ….“ erklärte Peter. „Peter…kann der Hund schon verschüttete Menschen aufspüren?“ harkte Alex nach. „Ja schon…aber…sie ist...die Fehlerquote…ich meine…also gut…wo?“ stöhnte Peter. „an der Hausmühle in Frechen…beeile dich bitte..“ gab Alex durch. Peter legte auf und sah Bonny an. „Na dann komm Bonny. Jetzt kannst du dich mal beweisen. Wir haben einen Einsatz und du bist der einzige Hund, der bei mir ist…“ murmelte er und erhob sich. Bonny sprang ebenfalls runter und schüttelte sich. „Na komm Bonny…die Arbeit ruft!“ rief Peter und ging mit Bonny zum Wagen. „Los! Hier ist dein Platz!“ gab Peter bekannt und öffnete die große Heckklappe. Bonny sah ihn erstaunt an. „Los rein hier!“ befahl Peter erneut. Doch Bonny rührte sich nicht. „Bonny…ich sag es dir zum letzen Mal! Rein da!!“ fauchte Peter. Bonny jaulte und sprang dann in die Box. „Beim nächsten Mal, Sofort, ist das klar?“ wollte Peter wissen. Bonny legte sich hin und sah ihn an. Die Fahrt ging los. Bis nach Frechen war es von seinem Gelände nicht weit und dank der bereits fortgeschrittenen Zeit schnell zum Ort des Geschehens. Alex begrüßte ihn. „Okay…dann informiere mich mal..“ meinte Peter als er ausstieg. „Nach meinen Informationen müssten sich zwei Männer unter den Trümmern befinden. Es sind zwei Polizisten. Wir vermuten sie in einem der unteren Etagen, die nun von dem gesamten Geröll bedeckt ist. Die schweren Geräte sind abgezogen, weil die Einsatzkräfte Sorge darüber haben, dass sie den Verschütteten mehr Schaden zufügen könnten, als die da unten eh schon haben.“ erklärte Alex. Peter nickte. „Also gut…wissen wir ungefähr wo sie sein könnten?“ harkte er nach. Alex schüttelte den Kopf. „Nur dass sie dort unten sind. Wir haben keinen Kontakt zu ihnen…“ kam leise von Alex. Peter ging zum Kofferraum und öffnete die Klappe. Alex sah den brauen Hund dort in der Box. „Das ist ein Suchhund?“ fragte er erstaunt nach. „Ein halbfertiger Suchhund. Sie ist noch in der Ausbildung…“ erklärte Peter. Alex nickte nachdenklich.
Ben sah sich in seinem und Semirs Gefängnis um. Er verspürte Durst und Hunger. Wie lange waren sie nun schon hier drin? Suchte man sie schon? Noch einmal versuchte er per Handy Hilfe zu holen …. Vielleicht hatte er ja Glück und es funktionierte. Er griff in die Hosentasche. „Oh verdammt..“ stieß er aus, als er die Plastikteile aus der Tasche beförderte. Nichts als ein Haufen Schrott war von dem Handy übrig. Vielleicht hatte Semir seines in den Taschen. Ben durchsuchte seinen Freund, doch dessen Taschen waren leer. Kein Handy…nichts….absolut gar nichts. Sie waren darauf angewiesen, das sie von außen gerettet wurden. Er wusste genau, dass es Tage dauern könnte und er wusste auch, dass er es mit Mühe und Not überleben konnte. Doch was war mit Semir? Wie lange würde er es noch machen? Das Zeug was man ihn gegeben hatte, war bisher immer tödlich ausgegangen. Was wenn er hier stirbt? Was wenn er…nein..Ben..nein..Semir wird nicht sterben…ihr werdet gerettet und er wird schon bald wieder die Autos schrotten! ermahnte er sich selbst. Erst jetzt registrierte er, dass es keine Geräusche mehr gab. Kein Kratzen…kein Rauschen. „Semir….sie suchen uns nicht mehr…verdammt..wir sind doch hier…sie müssen doch wissen, dass wir hier sind…“ stieß er aus. Bei Semir blieb alles still. So wie die ganze Zeit, kam er nicht zu Bewusstsein. Immer wieder versuchte Ben seinen Puls zu fühlen. Bisher schlug er. Ben registrierte sogar, dass er sehr normal schlug. War es ein gutes Zeichen? Kam Semir bald zu sich? Konnte er doch diese Droge überleben? „Ja so ist es gut…Semir…du musst weiter kämpfen… und dann kommen wir beide hier raus…wir müssen hier raus….“ sprach Ben zu seinem Partner. Doch er machte sich selbst damit Mut. Längst war sein Mund wie ausgetrocknet und er spürte den Sand der Steine zwischen seinen Zähnen. Er schloss die Augen, weil er müde wurde. „Ich werde nur ein paar Minuten dösen…lauf mir nicht weg, Partner...“ murmelte er und ging langsam in den Schlaf über.