Beiträge von Elvira

    Carla wurde rot.. „ Ein klasse Mann“ ertönte Isabellas Stimme. Carla sah zu ihr. „Ich dachte du bist weg…?“ fragte sei erstaunt. „Na…ich habe Andre weggebracht und Andrea hat mich wieder hier abgesetzt…ich lasse doch meine beste Freundin nicht allein..“ lachte Isabella. Carla sah etwas beschämt zu Boden und ging zu Ben hin „Das war wundervoll….ich liebe dich auch..“ strahlte sie. Eine kleine Träne lief die Wange runter. Ein inniger Kuss der Frischvermählten folgte und alle Gäste applaudierten. Ben löste sich von Carla und sah die Gäste an. „Dann wollen wir mal die Torte anschneiden..“ lachte sie nervös. Gemeinsam mit Ben ließ sie das Messer durch die Torte fahren und verteilte die Stücke. Auch Isabella und Wolfgang ließen es sich nicht nehmen das erste Stück zu ergattern. Carla strahlte ihr Glück nur so heraus. Isabella sah sie an. „Ich will ja nicht unken… aber ich glaube die Flitterwochen werden wunderbar werden…“ lächelte sie. „Das hoffe ich sehr….wo hast du denn André eigentlich gelassen?“ wollte Carla wissen. „Der schläft bei Wolfgangs Eltern..er ist noch viel zu klein für solch eine Veranstaltung. Aber wir werden auch gleich fahren….ich bin müde..“ erklärte Isabella. Carla sah sie an. „Danke übrigens für dein Geschenk…es ist sehr schön… Ich freu mich schon wenn ich wieder zurück bin und wir beide dann den Gutschein beim Schoppen einlösen...“ gab Carla zu. „Es ist nicht viel, aber ich hoffe du bekommst dafür etwas Gutes...“ meinte Isabella „Ganz bestimmt…..ach ich bin so glücklich….Ben ist….er…ist….ach..einfach wundervoll…“ strahlte sie. „Ja das ist er… die Rede war eben wundervoll. Ich wünsche euch alles Gute…und viele glückliche Jahre.“ lachte Isabella. Sie freute sich, dass ihre Freundin so viel Freude ausstrahlen konnte. Noch ahnte keiner der Gesellschaft, dass schon bald die lustige Stimmung in wenigen Augenblicken erloschen war.

    Ramon sah seine Beute auf dem Tisch an. Einer seiner Gehilfen ging ans Fenster und sah Blaulicht. „Verdammt!!! Die Bullen!! Die riegeln alles ab!!“ stieß er aus und legte seine Waffe an. Bevor Ramon es ändern konnte schoss der Komplize auf die Fahrzeuge. „NEIN!! LASS DAS!!“ schrie Ramon. Doch sein Komplize hörte nicht. Er schoss immer weiter. Ramon hasste solche Irren, die die Beherrschung verloren sobald sie Polizei sahen. Er legte mit seiner abgesägten Schrotflinte an und drückte ab. Der Mann der eben noch wie wild um sich schoss ging zu Boden und war bereits tot, als er diesen berührte. Doch Ramon war klar, dass es hier nun zu einer Geiselnahme kam. Die Bullen wussten wo sie waren…also mussten sie schnellstens raus hier…in einen anderen Raum..sie waren zu Acht und damit eindeutig im Vorteil. „Raus hier!! Packt die Beute ein und dann rüber in den anderen Saal. Mischen wir doch die Gesellschaft auch mal auf!“ befahl er. Schnell war die Beute in den Taschen verstaut. Ramon jagte noch einige Salven in die Luft um die dort anwesenden Gäste zu ängstigen, was sehr gut gelang. Er war der Letze der den Raum verließ. Doch damit waren die Gäste nicht in Sicherheit, denn Ramon hatte noch eine Gemeinheit im Petto. Er verschloss die Tür und setzte einige C4-Sprengsätze an um die Flucht der darin eingeschlossenen zu verhindern. Wer weiß wozu es noch gut war…dachte er und ging mit seinen Komplizen in den großen Saal wo eine Hochzeit stattfand. Sie zogen sich Masken über das Gesicht. Mit großer Wucht stieß Ramon die Türen auf und gab einige Salven aus seiner Waffe ab. Alle Köpfe der anwesenden Personen ruckten zu ihm herum.

    Wenig später nach der Begegnung saßen Semir und Tom in Toms Lieblingskneipe. Semir starrte auf sein Glas und drehte es nachdenklich in der Hand. „Und was denkst du wird Tony für uns haben?“ fragte Tom. Semir reagierte nicht. „Semir? Hey!!“ rief er deshalb und stieß Semir an. „Was?“ kam erschrocken von Semir. „Ist alles okay mit dir? Es scheint dich wirklich mitzunehmen. Was ist damals passiert?“ fragte Tom besorgt. Er kannte Semir lange und gut genug, um zu wissen, dass es hier um mehr ging als eine unerfreuliche Begegnung. „Ich erkläre dir das später…ich muss mal..“ murmelte Semir und erhob sich. Tom sah ihm nachdenklich nach, als sein Freund zu den Toiletten ging. Er war gerade hinter der Tür verschwunden als Tony Luger an den Tisch trat. „Hallo Tom…“ begrüßte er seinen Freund. „Tony…setz dich…“ lud Tom ihn ein. „Bist du allein?“ harkte Tony nach. „Semir ist auf der Toilette. Magst du was trinken?“ fragte Tom nach. „Klar… ein Bier…wäre nicht schlecht..“ grinste Tony. Sie warteten bis Semir wieder da war.“Hallo Tony…“ grinste Semir und reichte dem Informanten die Hand. Semir sah ihn an. „Was hast du?“ wollte er sofort wissen. Tony lachte. „Ich mag es…Semir verschwendet keine Zeit wenn es um Informationen geht…“ lobte Tony. „Ich habe nicht viel Zeit…“ gab Semir zu. „also gut….es geht um Plagiate…“ erklärte Tony. „Plagiate? Welche Art?“ harkte Tom sofort nach. „Uhren….genauer gesagt…Schweizer Uhren…. Diese Typen verkaufen sie an Raststätten. Wie sie die Dinger über die Grenze bekommen, weiß ich nicht…aber es kann auch gut sein, dass jemand vom Zoll mit den Typen unter der Decke stecken.“ erklärte Tony. „Wer sind die?“ fragte Semir nach. „Leon Meister und Klaus Risch..“ gab Tony bekannt. Semir hatte gerade einen Schluck aus dem Glas getrunken und spuckte es nun aus. Er verschluckte sich am Rest und hustete. „Wer???“ fragte er krächzend nach. „Leon Meister und Klaus Risch…“ wiederholte Tony.

    Leon Meister sah Klaus Risch an. „Du bist dir sicher, dass es Gerkan war?“ wollte er wissen. „Ja verdammt…ganz sicher. Dieses Gesicht vergesse ich nicht. Der hat vielleicht geglotzt, aber er hat mich ganz sicher erkannt..“ erklärte Klaus. „Das ist verdammte Scheiße!!! Der wird und wieder jagen…wie damals…..verdammt…verdammt…“ fluchte Leon und schlug mit der Faust auf den Tisch. So heftig, dass das darauf befindliche Glas hüpfte und der Inhalt überschwappte. „Ey…wir sind tot… er kann uns gar nichts anhaben…“ lachte Klaus. „Das denkst du….Gerkan hat dich gesehen und er wird dich sicher nicht so schnell vergessen… aber gut..wir warten ab. Sollte er anfangen uns zu suchen, dann werden wir ihm zeigen, dass es besser ist, wenn er sich ruhig verhält…“ drohte Leon. Klaus sah ihn an. „Du willst aber Gerkan nicht herausfordern oder?“ harkte er nach. Leon lachte leise. „Ich würde es tun….nach unserem Job… wenn er nicht vorher frech wird..“ gab er bekannt. Klaus schüttelte den Kopf. „Du weißt genau was Markwart gesagt hat… wir müssen uns zurück halten. Wir müssen die Uhren schnellstens unter die Leute bringen…“ ermahnte er seinen Freund. „Ja…ja…ich weiß. Aber das Risiko, was Gerkan bildet ist nicht außer Acht zu lassen. Wenn er uns zu nahe kommt…dann sind wir geliefert….“ Gab Leon zu bedenken. „Ja ich weiß. Aber noch ist nichts passiert…von daher…lassen wir es. Die nächsten Uhren liegen bereits bereit…“ kam von Klaus. Leon sah ihn an. „Dann holen wir sie ab und verticken sie wie immer..“ grinste er, stand auf und ging die Treppe nach oben. Klaus sah ihm nach. Auch seine Gedanken hingen an der Begegnung mit Gerkan.

    Nach meinem Geschmack hat diese Folge einiges wieder wettgemacht. Als Staffelabschluss einfach klasse. Auch hier gab es eine leichte Verwirrung was den wahren Grund für diese Tat anging. Klasse gemacht. Die Explosionen waren genial und hier war dann auch mal wieder etwas Verwundbarkeit der Helden zu sehen. Dramatik war auch drin, denn Kim war ja doch ziemlich schwer verletzt. Das Susanne dann mal eben ne Kugel rausholt…nun ja…. Darauf wollen wir jetzt nicht mal eingehen. Die Handlung war nach meinem Geschmack und jetzt ein großes Lob an Stefan Richter….. (Stefan du bist mein Lieblingsbösewicht) Bin ja mal gespannt was die Quoten sagen. Jetzt sind mindestens acht Wochen Pause oder gar länger? Wer weiß was nach Lasko gezeigt wird.

    Mal sehen was die Quoten morgen sagen, doch erst ist Nachtschicht angesagt…..Für diese Staffel die doch durchweg sehr gute Quoten hatte können wir uns nur bei der Produktionsfirma Action Concept bedanken und hoffen dass es noch sehr lange so weitergeht….mit dem Dreamteam Semir und Ben. Aber ich hätte auch nichts dagegen, wenn Dieter und Hotte wieder mehr zu sehen sind, die 2. Tochter von Semir endlich einen Namen hat und Andrea wieder mal eine kleine Gastrolle hat…

    Nun ja...und was den namen angeht....wenn es bei der Fanabteilung steht heißt es nicht, dass es so ist..... Das glaube ich erst, wenn es in der Serie mitgeteilt wird.

    Schwarzer Montag

    Semir sah Tom grinsend an. „Du glaubst gar nicht was die alles anstellt, nur um mit mir auszugehen….die ist so genial gerissen….“ lachte er. „Andrea? Nun ja….wenn ich mir vorstelle, dass ihr Beide zusammen seid…Semir…lass dir was von einem guten Freund sagen. Lass die Finger von ihr…das wird nix…“ prophezeite Tom. „Das sagst du nur, weil du sie selbst haben willst. Meinst du mir fällt nicht auf, dass du hinter ihr her bist…? Aber ich warne dich….sie ist meine…also Finger weg!“ lachte Semir zurück. Er sah seinen Freund an und nicht auf den Weg, auf dem er ging. So war es nur eine Frage der Zeit, wann er mit einem Passanten zusammenstieß. Dieser Zeitpunkt war nun gekommen. Er rannte den Mann regelrecht um. Zusammen gingen sie zu Boden. „Oh…entschuldigen Sie…ich…ich hab Sie nicht gesehen..“ stammelte Semir und stand auf. Er half dem Mann auf und sah sein Gesicht. Der Blick beider traf sich und Semir zuckte zusammen. „Schon gut…ist ja nix passiert..“ murmelte der Mann und machte dass er weg kam. Semir sah ihn nach. Tom bemerkte dass sein Freund irritiert war. „Alles in Ordnung mit dir?“ harkte er nach. „Was? Ja…ja…ich…ich dachte nur…“ stammelte Semir verwirrt. „Was?“ kam sofort die Frage. „Ich dachte…dass ich den Mann kenne…aber das kann nicht…“ stieß Semir aus. „Und warum kann das nicht sein?“ wollte Tom wissen denn es schien als wollte Semir sich mit dem Satz selbst überzeugen. „Er kann es nicht sein…weil der Mann…der so aussieht…er ist tot…schon seit einigen Jahren…“erklärte Semir. Er war völlig verwirrt. Tom legte seine Hand auf die Schulter von Semir. „Komm…wir trinken ein Bier….schließlich sind wir verabredet… und ich will den Informanten nicht warten lassen…“ lächelte Tom und zog Semir mit.

    Klaus Risch fluchte verhalten. Das war Gerkan….verdammt…wenn er ihn auch erkannt hat, dann konnte der ganze Deal deswegen platzen. Er stellte sich um die Ecke und sah den beiden Männern nach. Gerkan war Polizist…er war damals vor vier Jahren dabei, als er und Leon Meister eine Bank überfallen hatte. Dieser Mistkerl hatte ihn stoppen wollen. Doch niemand stoppte Risch…niemand konnte ihn oder Leon stoppen. So dachten sie jedenfalls. Doch Gerkan schien es nicht zu interessieren. Er hatte sich angeschlichen und dann….plötzlich sprang er Leon Meister an. Klaus sah es und wollte seinem Freund helfen. Gemeinsam mit Leon konnten sie Gerkan überwältigen und als Geisel für die Flucht nutzen. Alles lief perfekt. Die Kollegen von Gerkan ließen sie abziehen, doch dann….als sie eingestiegen waren kam bei Gerkan wieder der Überlebenswille auf….er griff Leon an obwohl dieser ein Waffe hatte. Ein Schuss löste sich und Gerkan ging getroffen zu Boden. Dennoch schaffte er es ihm die Waffe zu entreißen. Das SEK half ihm und überwältigte Beide. Leon und er kamen ins Gefängnis. Nach der Gerichtsverhandlung lieferten sie sich mit den Beamten, die sie ins Gefängnis bringen sollten ein Handgemenge und schafften es an Waffen zu kommen. Alles war perfekt geplant. Die Beamten hatten ihre Hände aufgehalten und die scharfe Munition gegen Platzpatronen getauscht. Vorher hatte ein Arzt ihnen etwas gespritzt, was angeblich den Tod anzeigte. Kein Arzt der Welt konnte das Gegenteil beweisen. So kam es, dass Leon und Klaus beerdigt wurden…die Angehörigen trauerten. Doch ausgerechnet jetzt musste ihm Gerkan wieder über den Weg laufen. Verdammt ausgerechnet jetzt…. dachte Klaus.

    Nur wenig später kam auch Semir aus dem Raum. Er lag in einem weißen Bett und sah seine Frau an. „Andrea..ich…muss hier blieben… aber ich will nicht..ich will nach Hause..“ jammerte er herum. Andrea küsste ihn. „Semir…hier bist du in besseren Händen. Ich brauche dich gesund…und…wir müssen sicher gehen, das nichts nachkommt…du kannst dich ausschlafen und erholen…ich hol dich morgen ab...okay..?“ fragte sie und streichelte sein Gesicht. Semir schloss die Augen. „Okay..mein Schatz…ich bliebe hier..“ versprach er. „Sehr vernünftig…“ meinte Andrea nur. Kim sah zu Ben. „Ben… Sie werden dann die nächsten Stunden im Bett verbringen…“ gab sie bekannt. „Zum Schlafen hab ich später Zeit..ich will den Mistkerl haben…“ fauchte Ben wütend. „Sie meinen Dr. Walther Griese, Frank Grieserheim und Heinrich Losknecht? Darum müssen Sie sich nicht kümmern. Die Herren haben versucht einem verdeckten Ermittler der Drogenfahndung die Pillen anzudrehen und wurden verhaftet. Man hat mehr als 200 Kilo dieser verdammten Pillen sicher gestellt.“ Erklärte Kim. Ben sah sie an. „War das unser Freund Markus?“wollte er wissen. Kim nickte. „Ja… er hat einen noch sehr jungen Beamten in die Dealerszene eingeschmuggelt und der ist dann von den dreien gefragt worden, ob er nicht ein paar Euros mehr verdienen wolle. Nun ja… lange Rede kurzer Sinn. Die Bande sitzt und wartet auf den Prozess.“ „Gut…wenn das so ist, werde ich mich hinlegen und sehr lange schlafen. Aber erst muss ich was essen. Ich habe Hunger..“ stöhnte Ben. Andrea lachte leise. „Ich glaube für dich macht die Krankenhausküche nicht noch einmal auf…. aber ich hole dir was vom Imbiss…“ schlug sie vor. „Ich könnte doch auch bei dir schlafen...also im Gästezimmer mein ich..“ gab Ben als Gegenvorschlag. Doch während er sprach wurde er immer leiser, denn Kim sah ihn warnend an. Er nickte. „Ich nehme dann den Imbiss…und…geh dann mal besser….auch da lang…“ lächelte er und ging hinter dem Bett von Semir her. Immer wieder sah er zu Kim die ihn sehr genau beobachtete.

    Am nächsten Morgen wurden Semir und Ben um zehn Uhr entlassen. Andrea wartete auf die beiden und brachte neue Anziehsachen mit. „Ich sag dir eins Andrea.. wenn ich diese Mistkerle erwische, dann können die sich warm anziehen. Die werde ich dermaßen fertig machen, dass sie nicht mehr wissen wo vorn und hinten ist. Die werden erfahren was es heißt sich mit Semir Gerkan angelegt zu haben.. das werden die nie wieder tun..das schwöre ich dir…und dann werde ich…“ fluchte der Hauptkommissar. Andrea lachte leise. „Semir… die Kerle, die dich gezwungen haben, die Pille zu schlucken sind bereits verhaftet. Die Drogenfahndung konnte sie alle festnehmen. Du wirst die nächsten Tage gar nicht viel tun…“ erklärte sie. Semir sah sie an. „Hat Ben dir erzählt, dass ich ..ich meine…“ wollte er wissen und wurde immer leiser. „Ja..und ich weiß auch, dass du nichts dagegen tun konntest. Semir… ich bin einfach froh, dass ich dich wieder habe…mehr nicht.. und nun lass uns zu Mama fahren und die Kinder abholen…und dann machen wir uns einen schönen Tag..“ bat sie ihren Mann. Semir sah sie an. Er zog sie an sich und küsste sie. „Du bist die Beste Frau, die ein Mann haben kann...aber ich muss doch ins Büro…ich meine..die Chefin..sie will doch mit mir noch…“ begehrte er auf. „Nur keine Sorge…ich habe das mit Kim geklärt…sie hat dir eine Woche frei gegeben. Und Ben hat auch eine Woche. Er will mit Bonny was unternehmen und ich werde mit dir was unternehmen.“ lachte Andrea. „Und die Kinder? Ich meine die holen wir aber jetzt ab…ja?“ wollte er wissen „Ja sicher ich vermisse die Beiden doch schon..“ gab er zurück. „Na komm…Schatz…wir müssen los.. ist mit dir alles in Ordnung oder hat der Doc etwas feststellen können?“ harkte sie nun nach. „Nein…er sagte, dass alles in Ordnung ist. Es sind keine Neben- oder Nachwirkungen der Pillen zu erwarten.“ erklärte Semir. Allerdings verschwieg er Andrea, was der Arzt zu ihm sagte, als er noch im Untersuchungsraum war. Nämlich das er eine Riesenglück hatte diesen Trip überhaupt zu überleben.

    Ende

    Ben sah Carla verliebt an. „Ich freu mich schon auf die Reise….nur wir beide allein….“ Schwärmte er. Carla nickte. „Aber ich steige in kein Flugzeug...“ ermahnte sie. „Das musst du auch nicht...Papa hat uns doch die Reise geschenkt. Drei Wochen auf hoher See….eine Weltreise und sie wird in zwei Tagen starten… …“ gab er bekannt. „OH BEN!!! Das ist so schön….“ strahlte Carla. „Mein Sohn….hast du mal kurz Zeit?“ unterbrach Konrad die Zweisamkeit. „Was ist denn, Papa?“ wollte Ben wissen. „Ich bin der Schwiegervater dieser wunderschönen Braut und damit habe ich ein Anrecht mit der Braut zu tanzen…ich bin hier um diese Tradition einzufordern.“ lachte Konrad. Ben sah zu Carla und lachte. „Ich muss mich dem Wunsch meines Vaters beugen…aber pass auf…er kann überhaupt nicht tanzen..“ warnte er seine Angetraute. „Ich geb dir gleich was…“ lachte Konrad und führte Carla zur Tanzfläche. „So und nun zu dem Geschenk…was ist es? Werde ich Opa?`“ wollte Konrad wissen. Carla lachte hell auf. „Nein…wie kommst du denn darauf… ich habe ein Haus in Spanien. Das weiß ich aber erst seit gestern. Das habe ich Ben zum Geschenk gemacht…“ klärte sie das kleine Missverständnis auf. „Schade…ich dachte ….nun ja…wäre wohl zu viel verlangt, wenn ich von meinem Sohn eine Braut und einen Enkel gleichzeitig forderte..“ meinte er dann nur. Ben sah sich um. Wo waren denn Andrea und Semir? Und schon entdeckte er seinen Freund und Partner gerade durch die Tür kommen. Er ging zu ihm. „Hey…wo hast du denn Andrea gelassen?“ wollte er wissen. „Sie ist mit den Kindern nach Hause...ich schlafe heute bei dir….“ Gab Semir bekannt. „Ja aber nur im Gästezimmer…“ stellte Ben sofort fest. „Ja dabei will ich sicher nicht sein..aber Ben..wir haben ein anderes Problem...eben…als ich Andrea raus brachte…bin ich am anderen Saal vorbei und…die Tür stand etwas auf…und du kennst mich..ich bin neugierig. Auf jeden Fall habe ich gesehen, dass sich dort ein paar Verbrecher bereichern…von dem Wirt weiß ich, dass dort eine Zusammenkunft von ziemlich bedeutenden Industriellen stattfindet….ich habe eindeutig Waffen gesehen…die Kollegen sind schon unterrichtet…“ gab Semir im Telegramstil von sich.

    Bevor Ben antworten konnte wurden die Türen aufgestoßen. Alle drehten sich in die Richtung. Julia und ihr Mann schoben eine sechsstöckige Torte herein. An der Seite waren rote Rosen und auf jeder Zwischenetage lagen Rosenblüten aus Marzipan. Carla kam zu Ben. „Das ist eine schöne Torte…“ strahlte sie. „Noch hast du nicht alles gesehen…mein Schatz…“ gab er geheimnisvoll von sich. Die Torte wurde direkt vor sie geschoben und erst jetzt sah Carla den Brief der von dem Bräutigam aus Marzipan gehalten wurde. Sie wollte ihn gerade greifen als Ben ihn nahm. „Mein lieber Schatz das ist für mich….würdest du dich bitte dort hinstellen und meiner Rede lauschen?“ bat er. Carla nickte. Ben stellte sich auf einen Stuhl um alle Gäste im Blick zu haben bzw. das ihn alle sehen. „Carla….das erste Mal als ich dich sah…dachte ich nun ja….hübsch aber vermutlich auch unnahbar…zumindest sah es so für mich aus…aber als ich dich zum ersten Mal zum Essen ausführte und wir einen wunderschönen Abend hatten, wusste ich…du bist die Frau meines Lebens…meine große Liebe….für dich wäre ich gestorben, wenn es sein müsste. Als wir dann das große Schicksal bestehen mussten, dass du nach dem Absturz nichts mehr wusstest… du warst nicht mehr du…du wusstest nichts von uns...und…du kannst Semir fragen… ich war mit der Welt fertig…ich dachte ich würde mich nie wieder verlieben...nie wieder würde ich die für mich allerschönste Frau in den Armen halten… Doch nach ziemlich hartnäckiger Hilfe von meinem Freund und Partner…fanden wir wieder zusammen….dafür bin ich sehr dankbar…Carla...ich schwöre dir….dass ich dich immer lieben werde…du bist die Frau meines Herzens….und so hoffe ich sehr…die Mutter meiner Kinder…Ich liebe dich...“ erklärte Ben.

    Es dauerte eine weitere Stunde bis beide aus dem Loch heraus waren. Bonny begrüßte Ben stürmisch, der es sich nicht nehmen ließ den Hund zu kraulen und für die Rettung zu danken. „Du bekommst von mir einen riesigen Wurstkorb…sobald ich wieder aus dem Krankenhaus komme… das verspreche ich dir… Bonny…du bist einsame Spitze..“ lobte er die Hündin. Kim trat zu ihm. „Ben..Semir…Gott sei Dank… ich werde Andrea informieren, dass Sie ins Marien gebracht werden… und dann werden Sie mir erklären, was passiert ist…“ meinte sie nur. Semir lag auf der Trage. „Chefin..ich kann mich an nichts erinnern. Das letzte was ich weiß, ist dass ich nach Hause wollte…alles danach ist weg….vielleicht kommt es ja wieder…“ stöhnte Semir. Ben stutzte und sah ihn an. „Aber..“ fing er an, dann verstummte er, als er Semirs flehenden Blick sah. Wenn Kim Krüger erfuhr, dass er sich gegen die Vorschriften gestellt hatte, würde es wieder ein Donnerwetter geben. „Nun…das werden wir sehen..sobald Sie aus dem Krankenhaus raus sind, werden wir uns mal über die Vorschriften unterhalten. Wenn Sie die Verfolgung nicht allein durchgezogen hätten, dann wäre uns das hier alles erspart geblieben...“ gab Kim von sich. Sie lächelte leicht, denn im Grunde genommen war sie doch sehr froh, dass die Beiden das Abenteuer überlebt hatten. „Ja Chefin…“kam leise von Semir. Ben wurde ebenfalls in den Krankenwagen gebracht und dann fuhr der Wagen ab. Kim griff zum Telefon. „Susanne…Krüger hier…wir haben Semir und Ben gefunden…sagen Sie bitte Andrea Bescheid das Beide im Marienhospital untersucht werden. Es scheint jedoch als seien sie nur Leichtverletzt…“ gab sie erleichtert durch. Sie selbst ging zu Peter Neugebauer. „Der Hund…pardon..die Hundedame bekommt von mir einen großen Knochen zur Belohnung..“ versprach sie. Dann hockte sie sich vor Bonny und kraulte ihren Kopf. „Das war ein verdammt guter Job..“ lobte sie Bonny. „Wuff…“kam von der Hündin als würde sie sagen… „Kein Problem..war mein Job..“ Kim sah zu Peter. „Vielen Dank für ihre Hilfe..“ kam leise von ihr. „Kein Problem…ist mein Job…ich hoffe die Beiden überstehen das gut…nicht das sich noch was Schlimmeres heraus stellt..“ gab er zu bedenken. Kim lachte leise. „Nur keine Sorge…das Schlimmste steht Semir nun noch bevor….“ erklärte sie. Allerdings ließ sie Peter im Ungewissen, was sie damit meinte. Sie stieg in ihr Auto und fuhr in die Klink.

    Als Andrea die Nachricht bekam strahlte sie und ließ sich umgehend von Susanne in die Klinik fahren. Sie kam fast gleichzeitig mit Kim an. „Wo ist er?“ wollte Andrea sofort wissen. „In der Notaufnahme…Andrea…er ist unverletzt…soweit zumindest…ich hoffe nur, dass vorher nichts Gravierendes passiert war…“ gab Kim von sich. Andrea nickte. „ich werde ihm keine Vorwürfe machen...ich will nur sehen, dass es ihm gut geht...“ erklärte sie. Gemeinsam mit Kim und Susanne gingen sie zur Notaufnahme. Dort wurden sie zunächst in den Besucherraum gebracht. Es dauerte fast eine Stunde bis Ben zu ihnen kam. Er trug seinen Arm in Gips. Er setzte sich zu den Dreien. „ Er ist gebrochen....“ erklärte er als Kim ihn ansah. „Was ist außerdem?“ harkte sie nach. „Leichte Gehirnerschütterung und einige Prellungen. Ich werde sicher bald aussehen wie ein Osterei, aber Semir braucht etwas länger..“ erklärte er. „Warum? Was ist mit ihm?“ kam sofort besorgt von Andrea. Ben sah zu Boden. „Andrea...Als ich ihn gefunden hatte, war er ohne Bewusstsein. Aber nicht nur das…er hat mir gesagt, das die Kerle, die ihn geschnappt hatten, ihn gezwungen haben eine der „Angel Eye“ zu schlucken. Er hat einen harten Trip hinter sich. Der Arzt will nur abchecken, dass keine Nebenwirkungen festzustellen sind. Er will Semir über Nacht hierbehalten und die Organe beobachten. Außerdem ist sein Arm ausgekugelt….Ansonsten ist er wohl auf…“ endete Bens Vortrag. Andrea bekam Tränen in die Augen. Semir hatte ihr erzählt was für eine Droge im Umlauf war. „Aber er ist soweit unverletzt oder?“ stellte sie die Frage. In diesem Augenblick kam der Arzt auf den Flur. „Frau Gerkan?“ fragte er und wandte sich zunächst an Kim. „Nein...ich bin es...was ist mit meinem Mann?“ kam die ängstliche Frage. „Nun...soweit scheint es ihm gut zu gehen.... sein linker Arm ist ausgekugelt. Das kann passiert sein, als ein ziemlich großer Stein, wie der Kollege mir sagte, auf seine Schulter geprallt ist. Wir haben sie wieder eingerenkt...das wird ohne Probleme heilen. Nur klagt er über starke Müdigkeit. Sein Blutdruck ist extrem hoch, was sicher noch als Nebenwirkung des Mittels zu sehen ist. Er sollte auf jeden Fall hier bleiben...wir möchten ihn gern beobachten. Diese Drogen haben auch spätere Nachwirkungen und dann ist er hier in sicheren Händen..“ erklärte der Arzt. Andrea nickte. „Er wird hier bleiben...dafür werde ich schon sorgen..“ gab sie bekannt. Der Arzt sah zu Ben. „Warum sitzen Sie hier eigentlich noch? Ich habe doch gesagt dass Zimmer 306 für Sie und Ihrem Kollegen bereit ist...“ fragte er erbost. „Aber....ich dachte....also....ich wollte doch...“ stammelte Ben und sah Kim ertappt an. „Ist er nicht entlassen worden?“ harkte sie nach. „Nein....er wird ebenfalls mindestens bis morgen hier bleiben müssen....“ erklärte er. „Chefin...mir geht es soweit gut...wirklich....mir fehlt nix...“ widersprach Ben sofort. „Sie werden das Zimmer heute mit Semir teilen...keine Widerworte!“ befahl Kim kühl und lächelte leicht.

    Semir tanzte mit Carla und gab sie dann an Ben zurück. „Sie tanzt wirklich gut...“ gab er zu. Ben strahlte. „Ja...ich weiß..... der Walzer hat mich schon umgehauen...sie ist eine Prinzessin...meine Prinzessin...“ kam von ihm zurück. „Rede nicht...tanze...Schatz“ lachte Carla und zog ihn auf die Fläche. „Ich habe übrigens noch eine Geschenk für dich..“ lachte Carla. Ben sah sie an. „Was denn? Ich meine….ein Geschenk.. ich versteh nicht…“ gab er zu. „Ich habe das hier in den Sachen meiner Mutter gefunden. Es ist ein Brief von ihr an mir. Sie hat mir ein Haus in Spanien vermacht. Direkt am Meer..“ strahlte Carla. Ben sah sie an. „Ein Haus in Spanien? Whow….“ machte er nur. Semir schüttelte den Kopf über Bens Antwort. Na was soll es. Ben und Carla waren ein wunderbares Paar. Schon morgen würden die Beiden auf Hochzeitsreise gehen. Semir musste dann drei Wochen den Dienst allein schieben und es graute ihm davor, mit Dieter und Hotte als Dienstpartner vorlieb nehmen zu müssen. Er ging zu Andrea die sich gerade mit Layla und Ayda beschäftigte. „Schatz…die Kinder sind müde..ich schlage vor, dass wir nach Hause fahren….“ gab sie vor. Semir sah sie etwas enttäuscht an. „Aber..ich wollte doch mit Ben hier feiern und…“ maulte er. Andrea lachte. „Dann bleib du hier….schlaf bei Ben und ich fahre mit den Kindern nach Hause…“ schlug sie vor. „Du bist mir nicht böse, wenn ich bleibe?“ strahlte Semir sofort. „Nein natürlich nicht…..aber die Kleinen sind müde und ich kann sie hier nirgends hinlegen…und noch mein…mein türkischer Hengst….bleib mir ja treu…ich kratze jeder Frau die Augen aus,…..“ drohte Andrea und küsste ihn. Semir lachte auf. „ Keine Frau kann dir das Wasser reichen…mein Engel…meine einzige Herzdame…“ beruhigte er sie. Er brachte Andrea und die Kinder zum Wagen und ging nachdem sie abgefahren war wieder in den Saal. Aus dem Nebensaal hörte was dort er gesprochen wurde. Semirs Neugier kam hervor und ließ sich kaum in Zaum halten.

    Er öffnete die Tür zum Saal so weit, dass er hineinsehen konnte, ohne selbst gesehen zu werden. Als erstes sah er den Mann, der eine Waffe auf die Personen in dem Raum gerichtet hatte. Doch er war nicht allein, was sich sofort zeigte, denn in seinem Blickfeld traten nun drei weitere, die nach und nach die dort anwesenden Personen zum Tisch stießen. Verdammt...dachte er und schloss die Tür unmerklich. Er hörte Schritte und ging schnell in Richtung Toiletten. Ein Mann kam ihm entgegen. „Guten Abend...“ grüßte er Semir. Dieser nickte nur. „Sie gehören auch zu der Gesellschaft dort im Raum?“ fragte er. Der Mann lachte. „Nein..mir gehört das hier alles. Und Sie? Sie sehen nicht nach einem der reichen Leute aus...“ stellte er die Gegenfrage. „Nein..ich gehörte zur Hochzeitsgesellschaft im großen Saal. Sagen Sie… was für Personen befinden sich denn dort im Raum?“ harkte Semir weiter nach. „Das sind Geschäftsleute….von sehr bekannten Unternehmen….die oberen zehntausend… wenn Sie wollen.“ erklärte der Wirt bereitwillig. „Okay….und was feiern die da?“ kam die nächste Frage. „Das entzieht sich meiner Kenntnis…also ich weiß das der Veranstalter Geburtstag hat und das wird sicher begossen….warum interessiert es Sie denn?“ wollte der Mann nun wissen. „Nennen Sie es einfach Neugier….“ lächelte Semir. „Sie sollten sich nicht darum kümmern…gehen Sie zu Ihrer Gesellschaft und feiern Sie einfach nur…“ lächelte der Wirt. Semir nickte nur…“Ich muss nur erst mal für Königstiger..“ gab er zurück. Doch er hatte mit seinem Blick in den anderen Saal sofort erfasst was dort ablief. Semir ging zur Toilette und griff zu seinem Handy. Die Nummer die er wählen musste war einfach…110…er musste die Kollegen darauf hinweisen, dass hier ein Überfall stattfindet. „Gerkhan…Kripo Autobahn…hier…in den Veranstaltungsräumen auf der Handelsbacher Straße in Köln wird gerade ein Überfall durchgeführt..schickt mir Verstärkung…“ gab er durch.

    Isabella rollte auf Carla und Ben zu. „Hier…ist mein Geschenk für euch…ich wünsche euch das größte Glück auf Erden…“ strahlte sie und Carla beugte sich zu ihr runter. „Danke…..ohne dich würde ich vermutlich hier gar nicht stehen und den besten Mann der Welt heiraten…dein Geschenk bekommt sicher einen Ehrenplatz…“ gab Carla zurück. Auch von Ben bekam Isabella einen Kuss. „Danke für deine Hilfe….“ strahlte auch er. Carla stellte das Geschenk auf den Tisch zu den Anderen. Hier häuften sich die Karten, Geschenke und andere nützliche Dinge. „Ich muss euch leider schon verlassen….der Kleine muss gleich ins Bett und…ich fühle mich heute auch nicht besonders wohl….“ erklärte Isabella und wollte gerade weiter ausholen, als auch Semir und Andrea mit den Kindern dazu kamen. „Carla…Ben..seid uns nicht böse…aber ich werde mit den Kindern heimfahren. Layla hat etwas Fieber und Ayda ist auch schon müde…“ erklärte Andrea. Ben sah Carla an. „Ja sicher…sag mal…kannst du Isabella und den kleinen auch mitnehmen? Sonst müsste sie sich ein Taxi nehmen und….nun ja…“ bat Carla sie. Andrea sah zu Isabella und nickte. „Klar…sie kann mit zu mir und wir machen uns dort noch einen schönen Abend…ich meine…wenn du nichts dagegen hast..“ lächelte sie Isabella an. „Danke für die Einladung, aber ich will dass der Kleine in seinem Bett schläft.“ lehnte sie die Einladung ab. Andrea verabschiedete sich von Ben und Carla und von ihrem Mann. Anschließend fuhr sie Isabella nach Hause und dann ging es selbst in ihr Heim. Die Kinder schliefen auf dem Rücksitz ein. Sie brachte erst Layla in ihr Bettchen und holte dann Aida. Auch das Blumenkind wachte beim Transport ins Haus nicht auf. Das Semir sicher erst in den Morgenstunden nach Hause kommen würde, war ihr klar und so wartete sie nicht lange und legte sich ebenfalls schlafen.

    Roman sah durch die Tür in den kleinen Saal. Die Gäste waren bereits ziemlich zugedröhnt und lachten, tanzten und taten alles um Dr. Peter Rossmann saß in der Mitte des Raumes und lachte albern. Roman ballte seine Faust. Dieser selbstgefällige Mistkerl…es wurde Zeit, dass man ihn in die Reihen wies wo er hingehörte. Mit einem Schritt nach vorn stand er im Saal und hob seine Waffe. „Plopp… Plopp…“ machte es. Gläser die eben noch auf dem Tisch standen zersprangen und so zog Roman die Aufmerksamkeit auf sich. Er zeigte seine Waffe in die Menge. Dr. Peter Rossmann sah ihn mit glasigen Augen an. „Was….. was…. wi… willst..du hier…?“ lallte er fragend. Roman stieß ihn heftig auf den Stuhl zurück. „Mir das holen, was mir zusteht und du wirst mir dabei helfen!“ fauchte er wütend. Die Kellner zogen nun ebenfalls Waffen und verbarrikadierten die Türen. „was zum Teufel soll das?“ fragte einer der anwesenden Gäste. „Das werden Sie noch erfahren…“ meinte Roman nur. „Zu Ihrer Information…. Der Raum hier ist hermetisch abgeriegelt. Jeder der hier Anwesenden hat aber die Chance sich frei zu kaufen. Ich habe hier die Liste der hier anwesenden Personen und bitte jeden sich zu melden, wenn ich die Namen aufrufe. Wenn nicht…werde ich mich persönlich davon überzeugen, ob die Person nicht anwesend ist..“ drohte Roman. „Mayer, Richard?“ fing er an. Ein Mann stand auf. „Kommen Sie doch bitte zu mir und legen alle Ihre Wertsachen auf den Tisch!“ befahl er freundlich.

    Bonny suchte und suchte. Immer wieder setzte sie sich und bellte. Doch viele der Stellen die sie sich ausgesucht hatte, waren Fehlalarm. Einmal fanden die Retter eine tote Ratte und ein weiteres Mal einen toten Hund. Beim sechsten bellte Bonny hektischer als bei den Anderen. „Das Vieh macht uns ganz verrückt! Die Zeit läuft für die Beiden da unten ab und sie spielt..“ stieß einer der Feuerwehrmänner aus. „Sie spielt nicht..sie ist noch nicht fertig mit der Ausbildung….machen Sie lieber dass Sie dort graben...“ fauchte Peter zurück. Er ging zu Bonny und klopfte ihr auf die Brust. „Bist du sicher, das Ben hier liegt?“ fragte er. Bonny bellte und wedelte mit dem Schwanz. „Gut gemacht…sehr gut gemacht..“ lobte er sie erneut. Die Männer gruben und stießen nach gut zwei Stunden auf einen extrem großen Brocken, der sich für die Männer nur durch schweres Gerät wegschaffen ließ. Bonny bellte immer lauter. Sie wurde hektisch und somit war für Peter klar, sie waren Ben Jäger sehr nahe. Nun blieb zu hoffen, dass beide Verschütteten zusammen waren. Denn wenn sie noch einen zweiten suchen mussten, dann würde die Zeit knapp werden. Peter ging zu Kim Krüger. „Wie lange sind die Beiden schon da unten?“ wollte er wissen. „Nun….wir sind seit gut 23 Stunden hier vor Ort. Das Gebäude ist kurz zuvor eingestürzt. Eine Explosion war vorher zu hören. Semir…der Partner von Ben ist über 35 Stunden überfällig. Und das macht mir im Augenblick sehr große Sorgen. Sein Wagen steht auch hier, also muss er hier gewesen sein, oder aber ist hier ebenfalls begraben. Ich hoffe nur, dass Ben ihn gefunden hat, bevor das Haus einbrach..“ kam nun auch von Kim. „Ja das hoffe ich auch…es wäre besser…“ nickte Peter. „So…das war die nächste Stelle, wo wir nur einen Köter gefunden haben..“ stieß der Feuerwehrmann aus. „Der Hund taugt nichts…“ hängte er an. Peter sah ihn an. „Glauben Sie wirklich, dass Sie das beurteilen können? Wenn Sie besser sind, dann schnüffeln Sie doch mal!“ fauchte er ihn an. In diesem Augenblick bellte Bonny von der Rückseite des ehemaligen Hauses. Peter rannte hin und sah wie Bonny wie wild mit den Pfoten grub. Das hatte sie bei den anderen Stellen nicht getan. „Los!! Hierher!! Sie hat sie!! Sie sind hier!!“ rief er laut. Der Feuerwehrmann und Kim rannten hin. „Machen Sie schon!!“ forderte Peter den Wehrmann auf. „Ja ist sicher wieder falscher Alarm..“ knurrte dieser. Dennoch grub er.

    „Du willst meine Story nicht hören? Ben.... ich wäre fast gestorben...ich bin jetzt noch...die Luft ist schlecht...“ murmelte Semir. Ben sah ihn an. „Ja...ich weiß....halt die Klappe...“ ermahnte Ben ihn noch einmal „Ben... wir sollten sehen, dass wir hier raus kommen....ich brauche frische Luft...“ kam als nächstens von Semir. Ben schloss die Augen. Ihm fiel ein, was Hartmut gesagt hatte. Personen die diese Mittel nehmen, bekommen einen Laberflash...Semir schien es tatsächlich zu haben. „Ich will zu Andrea....mein Kopf....er tut weh...“ jammerte Semir weiter. Ben sah ihn an. Scheinbar war Semir immer noch nicht wirklich klar. „Semir…bitte….halt den Mund…du kannst mir alles erzählen, wenn wir hier raus sind…bitte..“ Semir sah ihn beleidigt an… „Ich….will doch nur sagen, was passiert ist..du hast mich doch gefragt und…“ fing Semir erneut an. Ein Blick von Ben reiche aus, dann schwieg auch er für eine Weile. Ben sah wie Semir die Augen schloss. Ben hörte nach einer unendlichen Zeit ein Bellen. „Semir…das ist Bonny…das ist meine Bonny…“ stieß er aus. Sein Partner hatte die Augen geschlossen. Der Sauerstoff wurde immer weniger und bereitete den Männern einige Probleme. „Meinst du?“ wollte er wissen. „Oh ja…das Bellen erkenne ich… das ist Bonny…BONNY!!! HIER !!! HIER SIND WIR!!!“ schrie Ben laut. Neben dem Gebell wurde nun auch ein Geräusch laut, was Ben als Schaufeln einordnete. „Semir… sie sind da…sie haben uns gefunden….sie haben uns… hörst du..“ lachte er wirr. „Ja..bitte sei leise...ich habe wahnsinnige Kopfschmerzen… mir ist übel und ich hab Hunger und Durst…ich will nach Hause...“ stieß Semir aus. „Ja…ich auch…das ist der Sauerstoff…er geht zu Ende…“ bestätigte Ben. Die Geräusche wurden lauter und nach einer den beiden unendlich langen Zeit brach das erste Licht durch. „Da…sie sind da…..wir sind gerettet…“ stieß Ben erleichtert aus. Auch Semir sah durch das kleine Loch nach oben. „Es regnet..“ stellte er überflüssiger Weise fest, als er einen Regentropfen abbekam. Ben lachte auf. „Ja…es regnet…ein herrliches Gefühl…“ gab er von sich. „Da sind sie!!“ hörten sie einen Mann schreien. „Das ist Peter…es war also doch meine Bonny…..sie hat uns das Leben gerettet…..“ stieß Ben aus. Er musste die Augen schließen, als erneut Staub und Sand herunter fiel. „Hören Sie mich?“ wurde er gefragt. „Ja…ich höre Sie….“ stieß er aus. „Wer sind Sie und sind Sie allein?“ harkte die Stimme nach. „Nein…ich bin Ben Jäger und neben mir sitzt mein Partner Semir Gerkan…“ klärte Ben die Männer dort oben auf. „Sehr gut…ich bin Dr. Neuroth…wir holen Sie gleich raus….aber erst komme ich zu Ihnen runter….sobald das Loch groß genug ist und werde Sie erstversorgen…wie schwer sind Sie verletzt?“ harkte der Arzt nach. „Wir sind weitestgehend unverletzt….außer Kopfschmerzen…Mein Kollege hier..“ wollte Ben sagen, als Semir ihn anstieß.. „Ben…wenn die Chefin da oben ist und hört, dass ich einen Trip hatte, was du eben erzählen willst, dann bin ich für einige Wochen Dienstunfähig..das will ich nicht..mir geht es gut..“ ermahnte er ihn. „Ja sicher…Semir..du warst verdammt lange weg. Wer weiß was es für Nebenwirkungen hat?“ erinnerte Ben ihn. Semir musste ihm Recht geben… „Gut…dann geh ich ins Krankenhaus und lass mich durchchecken…“ stimmte er zu. „Da wirst du eh landen…schon allein weil wir seit Stunden begraben sind…“ lachte Ben.

    „FUCK!!“, stieß Ben aus und ging in die Eisen, als der Wagen vor ihn sich quer stellte. Gerade noch rechtzeitig bevor der Mercedes in den kleinen Ford raste. Er griff zum Funk und gab seine Position durch. Außerdem veranlasste er sofort eine Fahndung nach dem Fahrzeug und musste unverrichteter Dinge zur PAST zurück fahren. „Susanne...hast du den Kerl schon gefunden?“, wollte er direkt wissen. „Ja...Ralf Volbert...heißt der Mann, gebürtiger Holländer.“, gab die hübsche Sekretärin von sich. „Und haben wir sonst noch was über ihn?“, harkte Ben nach. „Oh ja....er soll zu den Anhängern von Sander Kalvus gehört haben, bis dieser verhaftet und eingesperrt wurde. Volbert hat bereits drei Morde auf sich genommen, die ihm nicht nachgewiesen werden konnten, Körperverletzung, Raub, Drogenhandel und Erpressung....allerdings hat ein Anwalt und zwar ein gewisser Herr Holtzer immer wieder rauspauken können...“, erklärte Susanne. „Holtzer? Das ist der Anwalt von Kalvus...also steckt er dahinter...klar....so kann er sich an Semir rächen, ohne, dass man es ihn anhängen kann...ein Toter kann ja niemanden mehr schaden.“, dachte Ben laut nach. „Kalvus? Aber der ist doch tot....ich meine....die Leiche wurde doch eindeutig identifiziert...“, war erstaunt von Susanne zu vernehmen. Ben nickte. „Ja... bisher dachte ich das auch...Semir hatte von vornherein Zweifel an den Tod....Susanne... versuch mal bitte heraus zu finden, wo man sich verstecken kann. Es muss in der Nähe des Campingplatzes sein....die können nicht stundenlang mit Semir durch die Gegen gefahren sein.....irgendwas....ein verlassenes Gelände oder unbewohnte Gebäude...ich brauch alles....“, befahl er freundlich. „Bin schon bei der Arbeit...“, gab Susanne von sich und machte sich ran. Ben ging nachdenklich ins Büro. Doch kaum saß er klingelte das Telefon. „Hartmut? Hast du was gefunden?“, fragte er sofort nach. „Ja....der Tote ist nicht Sander Kalvus...das steht schon mal fest....“, erklärte der KTU-Mann. „Woher weißt du das denn? Hast du die Autopsie gemacht oder was?“, harkte Ben nach. „Nein...aber Dr. Wegener hat dich wohl nicht erreicht und deshalb hier angefragt. Und da hab ich die Aufgabe übernommen dich zu informieren...“, erklärte Hartmut. „Danke... ich ruf Wegener direkt an.“, versprach Ben und legte auf.

    Semir zuckte zusammen, als die Tür erneut aufging. „So....und nun werden wir doch mal einen anderen viel gemütlicheren Raum für dich suchen...AUFSTEHEN!!“, befahl Kalvus und half nach, indem er Semir auf die Beine zerrte. Noch immer hatte Semir die Augenbinde auf den Kopf und so stolperte er mehr oder weniger durch die Gänge, in die Kalvus ihn immer weiter schupste. Das Klebeband über seinem Mund saß bombenfest und so konnte er nur undefinierbare, schimpfende Laute von sich geben. „Oh, sie wollen was sagen? Tut mir Leid, keine Sprechstunde heute...“, lachte Kalvus und stieß Semir gegen eine der viele Betonmauern. Es erwischte die Schläfe und eine riesige Platzwunde bildete sich. Blut rannte neben dem Augen entlang und benetzte bald die Wange. Semir drehte sich um, horchte nach den Schritten. Sollte er sich zur Wehr setzen? Was würde das nützen? Er sah ja sowieso nichts und Kalvus würde ihn eher niederschlagen, als dass er etwas ausrichten könne. Kalvus merkte, wie Semir innerlich arbeitete. „Du willst wohl, dass ich dir die Augenbinde abnehme, was?“, fauchte er nur und sah, wie Semir nickte, bettelnd nickte. „Das kannst du vergessen.“, höhnte ihn sein Feind aus und stieß ihn erneut vorwärts. Plötzlich hörte Semir wie Kalvus eine alte, eiserne Tür aufzog. „So, das hier ist dein neues Zuhause...mach es dir gemütlich...“, lachte er und führte Semir vorwärts. Der Deutschtürke erstarrte. Vor ihm hörte der Boden auf. Sein ganzer Körper verkrampfte sich, wollte nicht weitergehen. „Na, wirst du mal...“, fauchte Kalvus und stieß Semir durch die Tür. Er wollte versuchen zu schreien, aber das Klebeband verhinderte sämtliche Laute. Er hatte vollkommen den Boden unter den Füßen verloren. Doch dann stach ein großer Schmerz ihn durch seine Schulter. Er war auf etwas hartem gelandet und das harte war verborsten. Erschrocken richtete sich Semir auf. Er schien nicht sehr tief gefallen zu sein. Denn noch immer schien Kalvus ihn mit dem Fuß erreichen zu können. Mit einem tief donnernden Lacher verhöhnte Kalvus ihn anscheinend auch noch. „Hast du gedacht, dass ich es dir so einfach mache? Keine Sorge, dein Ende kommt noch, aber erstmal werden sicher die Ratten ihren Spaß an dir haben.“, stieß der Holländer aus und zog dann die Tür zu. Semir sah sich panisch um. Was, Ratten? Nein, nein um alles in der Welt nicht diese Viecher...Dieser Teufel...Hoffentlich würde Ben ihn bald finden. War er überhaupt auf der Suche nach ihm?

    Ben griff zum Telefon und wählte die Gerichtsmedizin an. „Wegener?“, meldete sich der Gerichtsmediziner vom anderen Ende der Leitung. „Ben Jäger hier...Hartmut sagte mir, dass du was für mich hast.“, kam Ben gleich zur Sache. „Ja, das hab ich .... auf dem Overall, den Hartmut mir ins Labor geschickt hat, sind DNA-Spuren, die eindeutig von Sander Kalvus stammen. Außerdem hab ich mir den Obduktionsbefund aus Holland kommen lassen. Mein dortiger Kollege hat eindeutig geschlampt. Das war nicht Kalvus, sondern irgendein anderer armer Teufel.“, meinte Wegener. Ben hörte aufmerksam zu. „Und wer war der Mann oder habt ihr das noch nicht rausgefunden?“, wollte er dann wissen. „Leider nein, bisher weiß ich nur, dass er zwischen 45 und 51 Jahre alt gewesen sein muss und er starb eines natürlichen Todes.“, erklärte der Pathologe. „Danke dir, meld dich, wenn du was neues hast.“, meinte Ben und beendete das Gespräch. Gerade, als er sich wieder seiner Arbeit widmen wollte, kam Susanne ins Büro. „Ben, ich glaube, ich habe da etwas gefunden.“, stieß sie aus und kam zu ihm an den Schreibtisch. „So, was ist es?“, wollte er sofort wissen. „Ein alter Bergbunker, noch aus der Kriegszeit. Da drin soll überwiegend Munition fabriziert worden sein. Er ist jetzt verlassen, aber immer noch intakt und unversehrt.“, erklärte Susanne nur und Ben nickte. „Weißt du, wo er liegt?“ „Gleich hinter dem alten Granitsteinbruch...etwa vierzig Kilometer vom Campingplatz entfernt.“, entgegnete die Sekretärin. Sofort sprang Ben aus seinem Stuhl und lief zur Chefin. „Frau Krüger, ich weiß, wo Kalvus Semir gefangen hält.“, stieß er aus. Kim sah ihn nur an.

    Roman fand sich ebenfalls ein. Er nahm den Hinterausgang und sah Kurt an. „du kannst wohl deinen Hals nicht vollkriegen was? Den großen Saal an eine Hochzeitsgesellschaft und den kleinen an die Wirtschaftsbosse.“ lachte er. Kurt sah ihn nur an. „ich muss auch dafür sorgen, dass ich nicht auf der Strecke bleibe. Aber du solltest dafür sorgen, dass niemand deiner Jungs durchdreht und die Gesellschaft der Hochzeit in Ruhe lässt. Ich will nicht dass die unschuldigen Gäste mit rein gezogen werden…außerdem reicht mir der eine Tote...“ ermahnte er Roman. Roman lachte. „Hey.. .der hat uns verpfiffen...was sollte ich tun? Ihm Blumen schenken oder was? Mir reicht es auf zwanzig Geiseln zu achten. Mehr brauch ich nicht um meine Forderungen durchzusetzen…“ versprach er. „Gut…deine Gäste sind nämlich schon da. Nur Rossmann fehlt noch, aber der liebt ja den theatralischen Auftritt. Ich muss mich um die Hochzeitsgesellschaft kümmern…“ erklärte Kurt und verschwand. Roman sah ihm nach. Er warf noch einmal einen Blick auf die Gästeliste und sah in den kleinen Saal der sich füllte. Ein kurzes Nicken zu einem der Kellner ließ ihn zufrieden wieder an die Theke gehen. In zwei Stunden würde hier die Post abgehen. „Das war eine ganz tolle Zeremonie….die Beiden sind ein so tolles Paar…“ hörte er sagen und drehte sich um. Die Hochzeitsgesellschaft fand sich in dem großen Saal ein. Auch das Brautpaar kam heran. Roman sah sich die Beiden an und trat auf sie zu. „Ich hebe das Glas auf Ihr Glück….“ sagte er und hob das kleine Schnapsglas. Auch wenn er das Brautpaar nicht kannte….Das Brautpaar bedankte sich und betrat den Saal. Alles war wunderbar hergerichtet. Die Plätze benannt. Nach und nach fanden sich die Gäste im Saal ein. Als alle da waren, schloss Kurt die Türen und hängte das Schild „geschlossene Gesellschaft“ an die Tür.

    Peter Rossmann sah die Gäste im Saal an. „Meine lieben Freunde…ich danke euch, dass ihr zu meinem Ehrentag den Weg hier her gefunden habt. Die Geschenke bitte ich direkt in den kleinen Behälter dort zu werfen. Wie ihr wisst will ich diese der Welthungerhilfe schenken, die wirklich Gutes damit tut. Seid also großzügig.“ Gab er in seiner Rede bekannt. Ein donnernder Applaus war die erste Anzahlung. Peter Rossmann winkte den Kellner heran. „Wie sieht es denn im großen Saal aus?“ wollte er wissen „Warum fragen Sie?“ harkte dieser nach. „Nun..weil es doch einen Rohrbruch gegeben hat…“ kam etwas erstaunt von Rossmann. „Rohrbruch? Nein…der Saal wurde doch an eine Hochzeitsgesellschaft vermietet..“ erklärte der Kellner. „Oh…dann war das wohl ein Missverständnis. Wo ist denn Herr Munter?“ kam die nächste Frage von Rossmann. „Er dürfte sich in der Kneipe aufhalten. Hat heute mal Thekendienst…“ lächelte der Kellner und wandte sich wieder den Gästen zu. Peter Rossmann verließ den kleinen Saal. Vom Gang aus sah er in den großen Saal. Das Brautpaar tanzte gerade den Einführungstanz. Peter Rossmann sah die Braut in ihrem blauen Kleid. Eine sehr schöne Wahl…und eine wunderschöne Braut. Er lächelte leicht. „Entschuldigen Sie..Herr Dr. Rossmann…geschlossene Gesellschaft…“ hörte er Kurt Munter sagen. „Ja…ich weiß. Wie schön, das Sie für diese Gesellschaft den Saal so schnell herrichten konnten..“ kam lakonisch von ihm. „Ähm…Sie verstehen das falsch..ich….also der Saal..er sah wirklich…übel aus..aber…diese Gesellschaft ist ja die untere Schicht und…nun ja…die achten nicht so auf Qualität…“ redete sich Kurt heraus.

    Peter führte Bonny zu dem eingestürzten Gebäude und kam am Wagen von Ben Jäger vorbei. Mittlerweile kannte er den Wagen und auch Bonny erkannte das Gefährt von ihrem Freund. Eine Frau kam auf ihn zu. „Hallo..ich bin Kim Krüger…Sie sind…?“ fragte sie. „Peter Neugebauer…Hundeführer…sagen Sie…ist Ben Jäger hier irgendwo in der Nähe? Sein Wagen steht hier...“ wollte er nun wissen. Die Frau sah auf den Haufen Schutt und Gestein. „Ich hoffe es sehr….“ kam leise von ihr. Peter folgte ihrem Blick. „Sie wollen jetzt nicht sagen, dass er der Verschüttete ist oder?“ harkte er nach. Sie nickte. „Er und vermutlich sein Kollege Semir Gerkan. Wir hoffen sehr, dass sie noch leben. Wir wissen allerdings nicht genau wo sie zum Zeitpunkt des Einsturzes waren und ob sie überhaupt da unten sind. ES gibt keine Verbindung, kein Lebenszeichen..“ erklärte die junge Frau. Sie sah skeptisch auf Bonny. „Ist er nicht noch etwas zu jung?“ fragte sie nach. „Nun ja…“ fing Peter an. „Das mag schon sein. Sie ist auch nicht fertig, aber sie ist derzeit die einzige Hundedame die mir zur Verfügung steht. Allerdings hat sie anderen gegenüber einen unübertrefflichen Vorteil..“ Kim stutzte. „Was genau ist das?“ wollte sie wissen. „Bonny..ist eigentlich Ben Jägers Hündin. Er hat sie bei einem Unfall gefunden und hat sei dann zu mir gebracht….sie befindet sich in Ausbildung und während der Wochenenden hat Ben sich immer versteckt…sie kennt also seinen Geruch..“ erklärte Peter. Kim sah ihn an. „Worauf warten Sie dann noch..lassen Sie sie los!“ befahl sie. Peter nickte und hockte sich vor Bonny. „So meine Gute…Dein Freund Ben ist irgendwo da unten… und diesmal kann er ohne deine Hilfe nicht raus…such ihn! Los…such Ben!!“ forderte er sie auf. Bonny sah ihn schief an und flitzte los als die Leine fiel. Peter rannte sofort hinterher. Bonny schnüffelte sich über jedes Stück Stein. Sie bellte laut und setzte sich. „Hier!! Fangt hier an zu graben!!“ rief Peter den Rettungskräften zu. Schnell waren die Männer zur Stelle und fingen an zu graben. Peter ging zu der Frau, die ihn eingewiesen hatte. „Sie ist zwar noch jung, aber Ben wird sie garantiert finden.“ versprach er.

    Ben wurde durch ein Geräusch geweckt und erkannte dass es von Semir kam. „Semir?“ fragte er dennoch. Semir antwortete nicht, dennoch hatte Ben das Gefühl, dass sich der Zustand von Semir änderte. Er wurde besser. Sofort versuchte er seinen Partner anzusehen. „Semir…komm… mach die Augen auf…bitte…sieh mich an..sieh mich an..“ flehte er zum x-ten mal. „Ben….“ kam es leise. Langsam öffneten sich die Augen von Semir und fixierten ihn. „Semir….endlich…endlich..oh Gott….du bist wach….“ erwiderte Ben. Tränen der Erleichterung liefen ihm über die Wangen. „Ben….wo…wo sind wir….warum…ist es …so dunkel..“ wollte Semir wissen. Seine Stimme klang schwach. „Ich wollte dich hier raus holen….und…die Bude ist zusammengesackt…wir….wir sind verschüttet…“ erklärte Ben. „Oh verdammt…hilf mir auf..bitte…mir tut alles weh….“ stöhnte Semir. Vorsichtig zog Ben seinen Freund zu ihm an die Wand. „Was ist mit dir passiert?“ wollte Ben nun wissen. „Ich…weiß nicht genau….wie lange sind wir schon hier?“ harkte Semir nach. „Stunden.. …ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Andrea hatte mich angerufen, dass du nicht nach Hause gekommen bist. Du hättest sie angerufen und gesagt, du müsstest mich trösten. Sie war ganz schön sauer, dass ich dich angeblich bei mir festhalte. Und als ich ihr sagte, dass du gar nicht bei mir warst wurde sie unruhig. Ich auch….nun ja..ich dann zur Wache wo ich erfuhr, das du deinen letzten Funkspruch von Frechen aus gemacht hast… also bin ich hier hin…und…ich hab dich gefunden. Mit einem Puls von mindestens 200 Sachen…also mit einem Auto zu vergleichen. Du warst überhaupt nicht ansprechbar und ich dachte….was haben die Typen mit dir gemacht?“ fragte Ben. Es tat ihm gut zu sprechen, doch er merkte auch, dass der Sauerstoff sicher nicht mehr lange halten würde. „Ich erinnere mich…ich war schon fast zuhause…als ich…Grieserheim entdeckte…ich bin ihm gefolgt um zu sehen wo er hin will..und…es war eine Falle…der Mistkerl…wollte, dass ich ihm folge…“ stieß Semir aus. Seine Stimme wurde immer kräftiger. „Okay..wir sollten nicht so viel reden. Ich befürchte nämlich dass die Suche nach uns noch etwas dauert…“ schlug Ben vor. „Ben…diese Kerle..sie haben mich gezwungen Andrea anzurufen..und…sie..sie haben mir eine von diesen verdammten Dingern…sie haben mir eine Pille gegeben… ich musste sie schlucken..sie..sie haben mir die Nase zugehalten und die Flasche in den Mund gedrückt..ich musste schlucken...ich…oh man...“ stieß Semir aus. Die Erinnerung an die Zeit kam zurück. „Semir….das kannst du mir später erzählen...auch was du während deines langen Trips gesehen hast… Die Luft geht uns sonst zu schnell aus...“ ermahnte Ben ihn. Semir schwieg jedoch nur kurz. „Mein Arm....er tut weh....ich....Ben....wo sind wir hier?“ harkte Semir nach einer Weile nach. „Semir...wir sind im Labor...oder das was von dem übrig ist.... rede nicht so viel...bitte...“ kam leise von Ben. „Mein Arm....was ist mit meinem Arm?“ harkte Semir nach. „Du hast als das Haus zusammen gestürzt ist, einen ziemlich großen Brocken abbekommen...beweg ihn einfach nicht...“ beruhigte Ben ihn. „Was ist mit dem Kerl? Ist er noch irgendwo hier? Diese Kerle haben mich überlistet, verstehst du...sie wollten, dass ich ...im Traum....als ich die Pille genommen habe...da haben mich Monster gejagt...die waren überall...ich...ich konnte mich verstecken aber die haben mich mitgenommen und...“ redete Semir wirr. „Semir...klappe!“ fauchte Ben zurück.