Beiträge von Elvira

    „Tom...das darf doch nicht wahr sein....die haben sich Semir geschnappt? Warum haben Sie Beide verdammt noch mal keine Verstärkung gerufen? Wie soll ich denn nun....oh verdammt....“ stöhnte Anna als Tom ihr berichtete. „Chefin...wir hatten nur mit einem Gegner gerechnet...aber das sie uns so in die Falle locken...das konnten wir doch nicht wissen. Wir müssen Semir finden, das ist jetzt das Wichtigste!“ forderte Tom. „Tom....wie stellen Sie sich das vor? Wo wollen wir anfangen zu suchen? Haben Sie einen Hinweis wo er sein soll?“ schoss Anna die Fragen ab. „Nein...aber....“ fing Tom an. „Nein...kein Aber....wir müssen nun den Schaden begrenzen....wissen Sie ob Semir verletzt ist?“ harkte Anna nach. „Nein...ich weiß nichts. Sie hatten ihn getragen, aber das hat nichts zu sagen...er kann bewusstlos gewesen sein, oder aber damit es schneller ging...ich weiß es nicht....ich weiß nur, dass sie ihn sicher nicht einfach umbringen wollen. Das hätten sie auch in dem Haus machen können...“ erklärte Tom. „Stimmt...also wollen sie damit was erreichen....ich denke sie wollen die Uhren haben...die der Zoll beschlagnahmt hat. Ich werde also mit Schrankmann telefonieren müssen...oder...nein...warten Sie....wenn die davon erfährt sind Sie der erste, der suspendiert wird. Ich brauch sie aber...ich werde meine Kontakte beim Zoll durchgehen. Da gibt es sicher jemanden, da mir helfen kann..“ dachte Anna laut nach. Sie griff zum Telefon. „Frank....hallo...hier ist Anna...hör mal...ich....ich brauche deine Hilfe...“ fing sie an und hörte eine Weile zu. Das Telefonat dauerte fast fünfzehn Minuten und Anna lachte öfter. „Ich freu mich...danke für deine Hilfe....ich verstehe natürlich, dass du dich nicht über die Vorschriften weg setzen kannst, aber du hättest damit ein Leben gerettet....“ erklärte sie nach einer Weile und hörte erneut zu. „Ja...wirklich? Das ist fantastisch....“ strahlte Anna. Wieder schwieg sie. „Ja...Semir Gerkan...das ist einer meiner Männer... aber das erzähle ich dir bei einem Essen heute Abend...bei mir...“ versprach Anna und verabschiedete sich. Sie sah Tom an. „Wissen Sie was das Schlimme ist....das Sie und Semir in ganz extreme Fälle reinschliddern, ohne es zu wollen. Der Zoll hat die Uhren geöffnet und in jeder Uhr drei Gramm Koks der feinsten Sorte gefunden. Alles in Allem sind dabei fast drei Kilo zusammen gekommen..“ erklärte Anna. Tom schluckte sichtbar.

    Andrea sah auf als Tom aus dem Büro kam. „Was machen wir denn jetzt?“ fragte sie besorgt. Tom zog die Schultern hoch. „Wir können nur warten, bis sie sich melden. Ich hoffe es ist sehr bald. Aber hier geht es scheinbar nicht um die Uhren, sondern um die Drogen die in den Uhren versteckt waren. Drei Kilo Koks...“ gab Tom bekannt. „Was ist mit Semir? Ich meine...glaubst du das er noch .... lebt?“ kam die ängstliche Frage. Tom lächelte milde. „Wenn sie Semir umbringen wollten, dann hätten sie es sicher in dem Haus getan.“ beruhigte er sie. Andrea stand auf. Sie hatte Mühe Tränen zu unterdrücken. „Ihr seid zusammen oder?“ harkte Tom nun nach. Andrea nickte. „Ja...ich ...ich liebe ihn....auch wenn er noch so chaotisch ist...“ lachte sie bitter. Doch dann ließ sie ihren Tränen freien Lauf. „Bitte....bring ihn mir zurück...bitte...“ weinte sie. Tom nahm sie in den Arm und drückte sie fest an sich. „Das werde ich....versprochen...aber jetzt müssen wir warten bis sie sich melden. Du wirst sehen...in ein oder zwei Tagen werdet ihr schon wieder lachen und euch zanken....“ versprach er. Andrea lachte bitter. „Ich....will ihn wieder haben.....so wie er ist. Mit allen Macken.....“ gab sie zu verstehen. „Ich auch....“ bestätigte Tom. Doch die Geduld sollte auf eine harte Probe gestellt werden. Bei jedem Klingeln von Toms Handy ging eine Nervosität durch das Revier und jeder hatte Angst, dass es nun hieß, das Semirs Leiche gefunden wurde. Doch von Semir kam kein Lebenszeichen. Tom saß in seinem Büro und musste warten. Anna hatte mit ihrer Bemühung ihres Zollfreundes wenigstens einen Teilerfolg erreicht. Der Mann, den sie mit Frank ansprach versprach im Rahmen seiner Möglichkeiten zu helfen.

    Weitere drei Tage vergingen. Semir erholte sich auf dem heimischen Sofa von der Schusswunde. Andrea achtete peinlich darauf, dass er sich nicht zuviel bewegte oder gar arbeiten fuhr. „Andrea...mir fällt die Decke auf den Kopf...klagte er nach einer knappen Woche. „Kannst du mich nicht in die PAST fahren? Ich kann doch meine Berichte schon schreiben...“ bettelte er. „Nach dem Mittagessen ja...aber vorher nicht. Dann kann ich nämlich Ayda und Layla abholen und dich absetzen. Aber du fährst kein Auto! Und maximal zwei Stunden...mehr nicht!“ ermahnte sie ihn. Semir musste grinsen. Seine Frau war schlimmer als eines Gefängnisdirektors. „Ja Mama...“ scherzte er. Andrea sah ihn an und gab ihm einen kleinen Klaps an den Hinterkopf. „Werde nicht frech....“ lachte sie und küsste ihn sofort. „Du bist wundervoll...“ strahlte Semir. Er konnte nicht erwarten endlich wieder arbeiten zu dürfen. Er war nicht dazu geschaffen, nichts zu tun. Zwei Stunden später ging es endlich zur PAST. Dort wurde er freudig begrüßt und er steuerte direkt das Büro von Kim Krüger an. „Semir! Es freut mich, dass Sie wieder da sind..“ begrüßte die Chefin ihn. „Nur Berichte schreiben... mehr erlaubt mir Andrea noch nicht...“ grinste er. „Wie geht es Ihnen?“ harkte Kim nach und wies mit dem Kopf auf die Schulter. „Geht schon....ich kann den Arm schon ohne Schmerzen bewegen. Ich denke am Montag bin ich wieder einsatzbereit.“ Bestätigte Semir. Kim lächelte. „Sagt das Andrea oder Sie?“ wollte sie wissen. „Der Arzt.....ich bin ab Montag wieder da...“ versprach Semir. „Nun….also gut….ich habe Ramon Cruz vernommen. Er hat mir erklärt was seine Beweggründe für den Überfall war. Dr. Peter Rossmann hat ihn dazu angestiftet alles Geld was er besaß, er beziffert die Summe auf gut 100.000 Euro, in Wertpapieren seiner Firma anzulegen. Ramon hat zugestimmt und vor gut drei Jahren erfahren, dass Rossmann das Geld veruntreut hat. Er hat mir diverse Papiere vorgelegt, die dies auch beweisen. Da er auf dem normalen Weg nichts unternehmen wollte, sondern nach Legionärsart die Sache selbst machen wollte, ist er zu der Veranstaltung und hat die Spenden, die angeblich für hilfsbedürftige Kinder vorgesehen waren, an sich genommen und wollte eigentlich dann nur weg. Da war dann aber schon die Polizei, die Sie ja informiert haben… Die Kollegen der Wirtschaftskriminalität sind bereits ganz heiß Herrn Rossmann zu verhaften und ich bin vertretungsweise anwesend…“ lächelte Kim. Semir sah ihn flehend an. „Darf ich nicht mit? Ich meine…wenn ich..nicht die Kollegen angerufen hätte, dann wäre das nie aufgedeckt worden und…bitte…“ kam leise von ihm. Kim schüttelte den Kopf. „Heute schreiben Sie nur die Berichte und dann geht es wieder nach Hause...ist das angekommen?“ erinnerte Kim ihn. „Ja Chefin....aber…“ meinte er. „Kein Aber! Andrea hat mir gesagt, dass Sie nicht wirklich in der Lage sind…und sie holt sie pünktlich ab…“ kam kühl und ganz klar von Kim. Semir sah zum Boden. „Ja ich weiß…“ murrte er und ging in sein Büro. Er sah wie Kim Krüger das Büro verließ und sah ihr sehnsüchtig hinterher.

    Andrea holte Ayda und Layla ab und fuhr mit ihnen zum nächsten Supermarkt. Sie sah in den Rückspiegel und bemerkte einen Wagen der ihr bereits schon länger folgte. Sie griff zum Handy. „Semir....ich bin es...hör mal... ich bin beim Rothmarkt....seit einiger Zeit fährt mir ein Wagen hinterher. Ich glaube er beobachtet mich.....was soll ich tun?“ wollte sie von ihrem Mann wissen, als er sich meldete. „Fahr weiter und komm sofort her!“ befahl Semir. „Okay...“ gab Andrea von sich und startete dem Motor. Dieser schnurrte sofort und Andrea lenkte den Wagen über den Parkplatz auf die Straße. Der vermeintliche Verfolger machte es mit. Andrea bekam Angst. Was wenn der Typ in dem Wagen sie nun bedrängte? Was sollte passieren? Sie hatte ihre beiden Kinder im Auto. Andrea versuchte sich auf den Verkehr zu konzentrieren, was nur mühsam gelang. Immer wieder sah sie auf den Wagen der ihr folgte. Das Gesicht des Fahrers kam ihr unbekannt vor. Was zum Teufel wollte der Typ von ihr und den Kindern? Endlich war sie auf der Autobahn. „Mama....was hast du?“ wollte Ayda wissen. „Nichts mein Schatz. Wir holen jetzt den Papa ab und dann fahren wir nach Hause...“ lächelte Andrea. Wieder ging ein Blick in den Rückspiegel. Der Wagen war nach wie vor da. Erst jetzt bemerkte Andrea, dass es kein Nummernschild trug. Damit war klar, dass er nicht erkannt werden wollte. Ohne Nummernschild konnte man keine Fahndung heraus geben. Plötzlich hupte es und Andrea sah erschrocken auf die Person die hupte. Sie war etwas zu nah an die andere Spur gefahren und hätte fast den Wagen gerammt. Andrea hob die Hand zur Entschuldigung. Endlich erreichte sie die PAST. Sie bog auf den Parkplatz wo Semir bereits mit Kollegen stand. „SEMIR!! Er ist weitergefahren! Blauer Passat ohne Kennzeichen!“ stieß Andrea sofort aus. Semir rannte mit Hotte und Dieter zum Fahrzeug und wollte die Verfolgung aufnehmen. Doch Hotte stieß ihn zurück. „Du bleibst hier! Dieter und ich machen das!“ befahl der alte Polizist und schon fuhren sie ab. Semir stand da und sah ihnen nach. Dann kümmerte er sich um seine Frau. „Kannst du den Kerl beschreiben?“ wollte er wissen. „Nein...die Fenster ließen keinen Blick zu. Aber ich bin wie die Kinder okay....“ lächelte Andrea erleichtert.

    Semir wehrte sich, trat um sich, doch da er nichts sah, konnte er sich nicht effizient durchsetzen. Er fand sich auf dem Boden wieder und einer nahm ihm den Knebel ab. „NEIN!!!“ schrie er und stöhnte gleichzeitig auf, als sich zwei Finger in die Wangen bohrten. Verzweifelt versuchte er seinen Mund zusammenzupressen, doch gegen den Griff kam er nicht an. Nur wenig später fühlte er einen Tropfen bittere Flüssigkeit auf seiner Zunge. Er wollte es wegmachen...nicht schlucken, doch seine Peiniger wussten scheinbar genau was er wollte. Denn nun floss Wasser in seinen Mund. Als dieser Voll war, presste eine Hand den Mund zu und eine weitere Hand hielt ihm seine Nase zu. Semir musste schlucken, wenn er nicht ersticken wollte. Die Hände waren mit seinem Gürtel verbunden und nicht zu gebrauchen. Endlich ließ man ihn wieder Luft holen. Semir hustete und blieb einfach ruhig liegen. Er sah nichts und mit gefesselten Händen konnte er nichts unternehmen. „So...in fünf Minuten geht es weiter.“ hörte er eine Stimme sagen. Er ordnete sie Klaus Risch zu. „Sie...kommen damit...nicht durch...“stieß Semir leise aus. Ein Schlag gegen seinen Kopf ließ ihn verstummen. Es dauerte keine fünf Minuten bis er eine Veränderung bei sich fühlte. Müdigkeit...er wollte schlafen. Die verbundenen Augen machten die Gegenwehr gegen das was ihm eingeflößt wurde zu Nichte. Es war dunkel und warum sollte er nicht einfach schlafen? „Schlaf gut...mein Freund...“ höhnte eine Stimme. Leon Meister....also war er auf der richtigen Fährte... dachte Semir und wurde immer ruhiger. Warum sich wehren....schlafe....schlafe....schlafe...gingen seine Gedanken weiter. Langsam versank er in einen tiefen Schlaf.

    Klaus überprüfte den Gefangenen. „so...er ist im Land der Träume...ab mit ihm in den Zwischenraum...aber nicht zutreten..“ grinste er. Leo und Waldi legte den schlafenden Mann in den Fußraum und setzten sich ebenfalls auf die Rückbank. Leon gab ihnen eine Decke aus dem Kofferraum. „Legt sie über ihn....dann ist es noch besser...“ gab er von sich und setzte sich wieder ans Steuer. Die Fahrt ging ohne irgendwelche Schwierigkeiten von sich. „Wir fahren zum Containerhafen... dort kann er dann in einen der leeren Dinger abseits von der Verladezone. Am besten in einen der ausrangierten Container. Die sich dicht und unbeaufsichtigt...dort kann er sich dann die Lunge aus dem Hals brüllen wenn er will...“ schlug Klaus vor. „Warum bringen wir ihn nicht in den Container bei uns in der Halle unter? Da hören nur wir ihn, aber wir haben es leichter ihn zu versorgen... wann willst du denn seine Freunde anrufen und die Forderung durchgeben?“ meinte Leon nachdenklich. „Verdammt...du hast Recht...also gut...zu uns... die Kollegen werde ich erst in zwei oder drei Tagen anrufen. Sie sollen richtig Angst um ihn bekommen, das ist besser als alles Andere...bis dahin haben wir sicher ein paar Tonaufnahmen gemacht, die wir als Demonstration abspielen können. Denn er wird mit keinen seiner Freunde sprechen....das schwöre ich dir...“ versprach Klaus. Leon lenkte den Wagen wieder auf die Autobahn und fuhr zu der alten Lagerhalle, die ihm und Klaus seit einigen Wochen und Monaten schon als Unterkunft diente. Der Vorteil war, dass sie den Wagen ebenfalls in der Halle abstellen konnten. Dort angekommen, stiegen sie aus und machten den Container für den unfreiwilligen Gast bereit. „Willst du ihm die Augen verbunden lassen?“ wollte Leon wissen. „Ja...erst einmal....die Dunkelheit ist ein sehr guter Begleiter für die Angst..“ grinste Klaus. Leo und Waldi brachten den Mann in den Container und ließen ihn auf die alte Matratze fallen. Die Handfesseln wurden vorn vom Gürtel gelöst, doch nur um sie auf dem Rücken des Mannes mit dem Gürtel an der Hose wieder zu befestigen. Doch so war die Möglichkeit, dass er Mann sich selbst befreien konnte sehr gering.

    mei wie grausam...mir sind die Tränen gekommen als man diesem freudigen Jungen und seinen Eltern mitteilte das die Kleine tot war....ich hoffe nur das Semir udn Ben den Mistkerl schnell bekommen.......ganz schnell...

    Siehst du Ben...wärest du mal besser im Krankenhaus geblieben, dann wäre dir das Goldbad, was sicher auch nciht jeder bekommt, erspart geblieben. Aber wer weiß...vielleicht bleibt es dir ja aucherspart, weil Hartmut dich vorher findet....schauen wir mal...

    Am nächsten Morgen fuhren Ben und Carla an die Küste und wollten das Haus von Carla begutachten. Als sie vor der Tür standen mussten beide laut lachen. Das Haus entpuppte sich als eine Ruine. Die Fenster waren alle kaputt und die Türen hinten nur halb in den Angeln. Ben sah sich den Schaden an und stellte fest, dass er hier sicher einiges reinstecken müsste um es bewohnbar zu machen. Er sah Carla an. „Hängst du an dieser Ruine?“ fragte er wehleidig. Carla lachte. „Nein…Ben…daran hänge ich nicht…lassen wir es so und verschwinden wir, bevor die Behörden glauben dass sie uns gehört…“ meinte sie. Ben nickte. Gemeinsam fuhren wie wieder in Richtung Stadt. Nur wenig später erreichten sie den Stand und sahen der sinkenden Sonne zu. „Ist das nicht wunderschön....dieses Rot....es ist einfach herrlich.“ Schwärmte Carla. Sie hatte ihren Kopf an Bens Schulter gelegt. Er drehte den Kopf leicht und küsste ihre Stirn. „Es ist wunderschön. Aber ich bekomme Hunger....was hältst du davon, wenn wir uns aufmachen und essen gehen?“ schlug er vor. Carla lachte leicht. „Du hast vor vier Stunden was gegessen....“ tadelte sie ihn. „Ja aber ich bin ein Mann und....ich muss alle vier Stunden essen, sonst verliere ich meine Kraft....willst du dass ich nur noch dahin vegetiere?“ klagte Ben. Carla stieß ein lautes Lachen aus. „Nein...das geht nicht...ich will dich doch heute Nacht fordern...“ erklärte sie und küsste ihn. „Dann muss ich wirklich essen..“ lachte Ben. Sie standen auf und gingen auf die hell erleuchtete Altstadt von Cadiz zu. In einem Restaurant der Extraklasse speisten sie was das Zeug hielt. Ben war unersättlich bei den vielen Köstlichkeiten die das Restaurant bot. Drei Stunden später waren sie ihm Hotelzimmer. „Oh....jetzt bin ich satt....“ stöhnte Ben zufrieden. „Na bei dem, was du gegessen hast....aber weißt du woran mich das erinnert hat, an unser erstes Treffen....ich kann mich wieder daran erinnern.....ich sehe wie du im Restaurant saß und...ich....dazu kam...“ lachte Carla. Ben streichelte ihr Gesicht. „Lass die Vergangenheit....wir sind hier und im jetzt...und das will ich nicht missen...“ erklärte er leise. Carla nickte. „Ich liebe dich so sehr....wollen wir duschen gehen?“ hauchte sie ihm ins Ohr. „Meinst du da ist genügend Platz für uns beide?“ grinste er. „Oh ja....wenn nicht...dann machen wir uns ganz dünn und schmiegen uns aneinander....dann passt es sicher..“ lachte sie leise. Dazwischen gab es immer wieder Küsse. Ben war damit einverstanden. Nach dem Duschen begann eine heiße Nacht.

    Die Tage vergingen im Fluge. Ben und Carla genossen jede Stunde, jede Minute....eines jeden Tages um sich ihrer Liebe zu widmen. Doch auch die Hochzeitsreise war irgendwann zu ende und so kam der Tag, an dem sie wieder an Bord der Aidablu gehen musste um die Heimreise anzutreten. Carla packte wehmütig die Koffer und sah Ben an. „Ich wünschte dieser Urlaub würde niemals enden....“ kam leise von ihr. Ben strich ihr durch das Haar. „Ich weiß....aber ich muss nächste Woche wieder mit Semir auf die Autobahn...und ....“ versuchte er ihr zu erklären. Er küsste sie. „Außerdem muss ich für unsere Fußballmannschaft ja auch das Geld heranschaffen..“ grinste er. „Du? Ben....ich....ich wünsche mir unser Glück hält für ewig..“ kam von ihr. „Das können wir sicher einrichten...sieh dir Semir und Andrea an... seit sechs Jahren sind sie verheiratet und verliebt wie am ersten Tag. Außerdem haben sie zwei süße Gründe sich zu lieben.. Ayda und Layla....“ nickte Ben nur. Der Page brachte das Gepäck zum bereits wartenden Taxi während Ben auscheckte. Er wusste das der Alltag schon bald wieder seine Decke über ihn ausbreitete. Dennoch freute er sich auf zuhause. Denn er wusste auch, dass wenn er nach dem Dienst nach Hause kam, erwartet wurde. Semir würde ihn sicher ausfragen wie alles verlaufen war. Ob man sich auf Nachwuchs einstellen könne und so weiter. Ben lachte, als er sich das Gesicht von Semir vorstellte wenn er sagen würde, das Carla ein Kind erwartete. Doch bis dahin würde sicher noch einiges an Zeit vergehen. Noch wollten Carla und er abwarten. Es musste nicht sofort sein, ging es in Gedanken weiter. Er ging zu Carla die im Taxi wartete. „In einer Stunde ist das Schiff da...und dann werden wir noch knappe vier Tage auf See sein, bis wir Hamburg erreichen. Dann mit dem Auto zurück..“ erklärte Ben während der Fahrt zum Hafen. Tatsächlich lag die Aidablu bereits am Kai und wartete auf Ben und Carla. Der Steward, der sie bereits zu Beginn der Reise in Hamburg begrüßte kam nun auch wieder auf sie zu. Er schleppte das Gepäck in die Kabine und schon kurz darauf ging die Reise nach Hause los.

    Tom hörte den Aufschrei und rannte sofort zu den Treppen. Er stürmte sie hoch und sah sich suchend um. Nichts war zu hören, dennoch war Vorsicht geboten. Er überprüfte im Laufen seine Waffe und riss die erste Tür auf. Nichts... verdammt wo war Semir? „Semir?“ fragte er. Keine Antwort. „Semir? Wo steckst du denn?“ wiederholte er. Alles blieb still. Tom ging ins nächste Zimmer. „Semir! Melde dich endlich! Oder ich gebe eine Vermisstenmeldung durch!“ warnte Tom. Er machte sich Sorgen um Semir, denn er wusste genau, dass hier irgendwo ein Mann im Haus war, der Semir nach dem Leben trachtete. Sollte es ihm gelungen sein? Es kam wie vorher auch keine Antwort. „Okay...dann komme ich jetzt und...“ meinte er drohend und stockte im selben Augenblick, denn sein Fuß stieß an etwas Metallenes. Tom leuchtete mit der Taschenlampe hin und erschrak. Es war Semirs Waffe. „Semir!“ stieß er aus und stöhnte leise. „SEMIR!!!“ schrie er nun lauter durch das Gebäude. Verdammt wo war sein Partner? Und wo war der Mistkerl? Sollte Semir sich in der Gewalt der Männer befinden? Hatten sie ihn schon erschossen und die Leiche mitgenommen? Durch eine Vorahnung gewarnt ging Tom auf den Balkon und sah wie unten mehrere Männer einen weiteren wegschleppten. „STEHEN BLEIBEN!!! POLIZEI!!!“ schrie er und ließ einige Schüsse in die Luft ab. Die Männer sahen zu ihn hoch und rannten weiter. Tom machte sich daran die Feuerleiter abzusteigen. Er kam nicht schnell genug runter und sah wie sich mehrere Fahrzeuge abfuhren. „Semir....“ stieß er etwas atemlos und verzweifelt aus.

    Klaus warf Semir ohne Rücksicht auf Verluste auf den Rücksitz. Leo saß bereits drin und nahm ihn in Empfang. Waldi setzte sich als Dritter auf die Rückbank. Klaus gab eine schwarze Binde. „Augen zu!“ befahl er. Leo verband Semirs Augen, damit dieser nicht wusste wohin es ging. Doch damit nicht genug. „Drück ihn runter und halt ihm die Knarre ins Genick. Die Bullen werden sicher anfangen die Fahrzeuge zu überprüfen. Wir werden ganz normal fahren. Masken ab und dann auf die Autobahn!“ befahl Klaus weiter. Leon setzte sich ans Lenkrad und fuhr ab. Einen Blick in den Rückspiegel zeigte ihm, was sich auf dem Rücksitz abspielte. Leon hatte den Kopf des Polizisten auf seinen Schoß gedrückt und hielt ihn fest. Mit der freien Hand, presste er die Waffe ins Genick. Das der Polizist kaum Luft bekam, war Leo egal. „Nicht das er uns abnippelt....“ lachte Klaus. Leo löste den Griff etwas. „Wenn er schlafen würde, könnten wir ihn als Fußabtreter benutzen...das ist noch unauffälliger als das hier...“ knurrte Leo. Klaus sah ihn an und dachte an die Tropfen die er dabei hatte. „Stimmt...Leon...fahr gleich mal in den Waldweg...wir werden unserem Freund eine kleine Probe von dem geben, was er nun regelmäßig bekommt..“ lachte Klaus. Leon nickte und tat was befohlen wurde. Klaus stieg aus und sah sich um. Niemand war hier zu sehen. Perfekt....eigentlich auch als Versteck wenn man diesen alten Container sah...dachte er. Doch dann verwarf er den Gedanken wieder. „Los...raus mit ihm!“ befahl er. Waldi und Leo zerrte Semir raus, der nun wieder anfing sich zu wehren. Er hatte schließlich mitbekommen, dass etwas mit ihm passieren sollte.

    na super...da kann man sehen, wie gefährlich Taxifahren ist... was passiert jetzt mit Ben? Was will Stern denn jetzt? und wann kommt semir zurück um ihn zu retten? Fragen über Fragen...Chris..willst du mich sooooo leiden lassen? :D:D:D

    Ich mach das doch auch nicht. :P

    Semir stöhnte kurz auf, als er zuschlug. Doch dann legte er dem bewusstlosen Verbrecher die Handschellen an. Er konnte ihn zwar nicht hochziehen, doch das musste er auch nicht. Nun musste er nur den Wirt noch festsetzen. Mit der Waffe, die er dem Verbrecher abgenommen hatte ging er in die Richtung wohin der Wirt verschwunden war. Semir hörte wie er räumte und machte den Raum ausfindig. Die davor befindliche Tür war aus Stahl, doch Semir wollte sie nicht einfach zuschlagen, denn die Waffen die dort lagen, waren mit Sicherheit scharf. Also musste er auch diesen Mann überwältigen. Im Gegenteil zu dem ersten Kerl, war der Wirt kräftiger. Wenn Semir diesen Mann wirklich umhauen wollte, dann musste er sich schon was gutes überlegen. Schlaghilfe....zuckte durch seinen Kopf. Ja sicher....Semir sah sich suchend um. Nichts was er zum schlagen nutzen konnte, jedoch Seile, die sich als Fesslungsmaterial eigneten lagen am Boden. Er nahm sie auf. Dabei benutze er ungewollt die verletzte Seite und stöhnte leise auf. Er spürte wie das Blut heiß aus der Wunde lief, doch darum konnte er sich jetzt nicht kümmern. „Ramon! Ich bin fertig! Bring ihn her!“ hörte er den Wirt rufen. Ja sicher... er würde kommen, aber ohne Ramon...dachte er nur und tat einen Schritt auf den Raum zu. Ohne sich umzudrehen wies der Wirt in eine Ecke in den Raum. „Wenn wir ihn da festmachen ist er erst mal save..“ schlug Münster vor. Semir machte einen weiteren Schritt und stand hinter dem Wirt. „Danke...aber ich ziehe meine eigene Wohnung vor..“ stieß er aus und schlug mit der Waffe zu ehe der Wirt reagieren konnte. Wie ein Baum fiel der Wirt zu Boden und verlor das Bewusstsein. Die Wucht des Schlages spürte Semir in der Schusswunde und stieß einen Schrei aus. Dennoch band er den Wirt in der Ecke fest, die dieser für ihn vorgesehen hatte. Anschließend ging er zu Ramon und zog diesen ebenfalls in den Raum. Auch dieser war immer noch bewusstlos. Als Beide festgebunden waren schloss Semir die Tür und zog sein Handy, das er Ramon wieder abgenommen hatte, aus der Tasche. Er wählte die Nummer der PAST an. „Susanne....ich bin es...ich brauche Hilfe.....Luisengasse 17 im....Lokal...wo Ben...wo Ben die Hochzeit hatte...und...und sag...der Chefin...das...das...ich den Mörder hab...von...ihrem....Freund...“ stieß er aus. Er fühlte wie ihm schwarz vor den Augen wurde. „Semir....? Bist du okay?“ wollte die Sekretärin wissen. „Nein....ich....ich....brauch einen Arzt...“ stieß Semir aus und sackte weg. Das Susanne ihn panisch rief bekam er nicht mehr mit.

    „Herr Gerkan? Hören Sie mich...sehen Sie mich bitte an....“ hörte er als nächstes. Er öffnete die Augen und schloss sie gleich wieder. „Was soll das...“ stieß er wütend aus und wollte mit der Hand das Licht wegmachen. „Schon gut.....ist alles okay....Dr. Peters....wissen Sie was passiert ist Herr Gerkan?“ harkte die Stimme nach. „Klar doch...bin angeschossen worden....in die Schulter....“ nickte Semir vorsichtig. „Semir....geht es Ihnen besser?“ hörte er nun die Stimme von Kim Krüger. „Chefin...ja....geht schon...bin nur etwas schwach geworden...“ stöhnte Semir und setze sich langsam auf. „Schwach? Sie liegen jetzt schon seit zwei Stunden im Krankenhaus....von schwach geworden, kann da ja wohl kaum die Rede sein...“ erklärte Kim. Semir sah sich seine Umgebung an. „Verdammt...was ist mit den Beiden...die...ich..“ fragte er. „Die sitzen in Untersuchungshaft. Wir haben Waffen, Handgranaten, Raketenwerfer und jede Menge Munition sicher gestellt. Der Polizeipräsident spricht Ihnen seinen Dank aus. Die Waffen schienen für eine Terrortruppe reserviert gewesen zu sein. Das LKA war bereits seit Monaten hinter dem Kopf der Bande her.... dank Ihnen wussten sie nun wer es war.“ erklärte Kim. Semir sah sie an. „Dann habe ich mal wieder was gutes getan...“ grinste er. Er reckte sich und bewegte dabei auch die verletzte Schulter. „Aua...“ stieß er aus. „Sie sollten den Arm nicht bewegen....die Kugel hat keinen großen Schaden angerichtet. Eine Fleischwunde die wir mit sechs Stichen genäht haben. Sie sind nur bedingt dienstfähig...“ erklärte der Arzt. Semir nickte. „Weiß Andrea schon Bescheid?“ wollte er von Kim wissen. „Natürlich...sie wird Sie gleich abholen. Derzeit ist nicht viel los. Sie werden sich auskurieren. Nächste Woche werden wir dann ein Gespräch führen...was es mit Disziplin und Dienstregeln auf sich hat. Sie haben ja mal wieder dagegen verstoßen...“ kam von Kim. „Aber ich hab einen Waffenschmuggel aufgedeckt... einen Mörder verhaftet und das sollte auch nicht unbeachtet sein...“ widersprach Semir und grinste leicht. „Nun ja...heute Nacht werden Sie nicht viel machen...ich gebe Ihnen was gegen die Schmerzen und danach werden Sie sicher schlafen wie ein Baby...“ erklärte der Arzt noch. Andrea holte Semir nur wenige Augenblicke später ab.

    Semir und Tom schlichen auf den Wagen zu. Beide hatten ihre Waffen im Anschlag. „Leer.....“ stieß Semir aus als er im Wagen nachsah. Tom sah das Haus... „ist sicher da drin....“ mutmaßte er. Semir nickte. „Dann gehen wir auch.... du erste ich zweite...dann du die dritte und ich die vierte..“ befahl Semir und prüfte erneut die Waffe. Tom salutierte spaßeshalber. „Jawohl Herr Major!!“ grinste er und tat es Semir nach. Er nahm sich die erste Etage vor, während Semir die Zweite unter seiner Fittiche nahm. Doch hier war nichts. Im Flur der zweiten trafen sie sich. Semir zielte die Treppe hoch und nickte Tom zu. Dieser rannte zum nächsten Absatz und zielte dann. Nun nickte er und Semir rannte los. So ging es bis zur nächsten Etage. Semir machte sich daran die vierte zu durchforsten. Als er die letzte Stufe passiert hatte, hörte er Schritte und konzentrierte sich auf die Richtung. Es war schwer in einem leer stehenden Haus die Schritte zu orten. Doch dann glaubte er, es zu wissen und ging vorsichtig weiter. Immer wieder blieb er stehen. Vorsichtig pirschte er sich an die nächste Tür. Hier waren die Schritte wieder, scheinbar kamen sie auf ihn zu. Semir versteckte sich an der Tür und machte sich darauf bereit, die Person anzugreifen, die gleich durch die Tür kam. Die Schritte entfernten sich plötzlich. Oh nein...nicht mit Semir Gerkan....dachte Semir nur und passierte die Tür. Nichts war zu sehen. Doch dann hörte er ein Rascheln in seinem Rücken. Er drehte sich blitzschnell um als ein Schlag auf sein Handgelenk traf und seine Waffe sich verabschiedete. Semir schrie auf. Er hoffte dass Tom den Schrei hörte. Bevor er in den Angriff gehen konnte traf ein weiterer Schlag seine Magengrube. Semir krümmte sich zusammen und wollte Tom rufen, als sich ein Arm um seinen Hals schlang und ihm die Luft abdrückte. Kein Ton kam mehr raus. Die andere Hand griff seine linke Hand und hielt sie fest damit Semir nicht nach hinten ausschlagen konnte. Verzweifelt versuchte Semir sich mit der rechten freien Hand von dem Druck um seinen Hals zu befreien. „Noch eine Bewegung und du bekommst die Post vom Maulwurf gebracht..“ warnte eine Stimme an seinem Ohr. Dann spürte Semir den Waffenlauf an seinem Hals. Alle Gegenwehr erstarb.

    Klaus hielt den Mann mit eisernem Griff fest. Alle hatten Masken auf und so war ein Erkennen der einzelnen Personen nicht möglich. „Ganz ruhig...!“ warnte er seinen Gefangenen, der in dem Griff regelrecht hing. Klaus machte sich einen Spaß daraus, den Druck zu verstärken. „Fessel ihn!“ befahl er Leo. Dieser nahm die Handschellen von dem Gürtel des Polizisten und ließ die erste um das Handgelenk schließen, welches Klaus festhielt. Noch einmal keimte eine leichte Gegenwehr auf, doch Klaus erstickte den Versuch sofort. Leon ließ die zweite Schelle und das andere Gelenk schließen und machte den Gürtel der Hose des Mannes auf. Das Ende ließ er durch die Handschellen fahren und schloss den Gürtel wieder. Der Polizisten röchelte da nun der Gegendruck weg war. „Semir?“ hörte Klaus plötzlich und sofort schnellte die Hand auf den Mund des Mannes, den er festhielt. „Fertig...“ kam von Leo. Klaus brachte seinen Mund wieder ans Ohr des Polizisten. „Wir werden jetzt ganz friedlich gehen...ist das klar?“ wollte er wissen. Dieser nickte und versuchte die Hand durch eine heftige Bewegung loszuwerden. „Na...lass das!“ fauchte Klaus. Er zerrte den Mann mit zum Balkon, der von diesem Zimmer abging. Dort ließ er mit Hilfe seiner Freunde die Feuerleiter runter und packte sich den Gefangenen. Mit schnellen Griffen war er geknebelt. Klaus sah die Angst in den Augen des Mannes und musste unweigerlich grinsen. Mit einem schnellen Griff lud er den Mann auf die Schultern und machte sich an den Abstieg. Dabei nahm er kaum Rücksicht auf den Gefangenen.

    Ben und Carla hatten endlich ein Hotel gefunden. Direkter Blick auf den unendlich scheinenden Sandstrand. Carla trat auf den Balkon und sah auf das Meer, das ihr fast zu Füßen lag. „Es ist herrlich...!“ strahlte sie. Ben kam zu ihr und umarmte sie von hinten. „Ja...es ist sehr schön...aber nichts ist so schön wie du...“ hauchte er und fing an ihren Nacken zu liebkosen. Carla ließ sich fallen. Sie war unendlich glücklich mit ihrem Mann. Wie sich das anhörte....ihr Mann....dachte sie. „Was ist...wollen wir einen kleinen Spaziergang am Strand machen? Den Sonnenuntergang genießen?“ schlug Ben vor. „Sehr gern....Ben....wie kommen wir zurück?“ harkte Carla nach. Ben grinste leicht. „Ich habe den Kapitän der Aidablu gebeten uns in sechs Tagen wieder aufzunehmen. Sie kommen eh vorbei...und für ein kleines Trinkgeld hat er mir zugesagt...“ erklärte er. „Ich muss nicht fliegen?“ harkte Carla nach. „Nein...du musst nie wieder fliegen wenn du es nicht willst....“ versprach Ben und küsste sie. „Ben....wollen wir irgendwann Kinder haben?“ fragte sie leise nach. Ben lachte und sah sie an. „Ja sicher!! Eine ganze Fußballmannschaft, wenn du willst!“ bestätigte er. „Nein...nein...ich glaube zwei oder drei reichen völlig aus..“ lachte Carla. „Nun gut....dann zwei oder drei Zwillingspärchen...ist auch okay..“ grinste Ben. Carla sah ihn an. „Das ist nicht ausgeschlossen...also mit Zwillingspärchen... in meiner Familie gibt es drei mal Zwillinge...und das ist ja vererbbar....von daher...“ gab Carla zu. Ben nickte „Ich weiß...in unserer Familie gibt es auch mehrere Zwillinge.....von daher...bin ich sehr gespannt ob ich es hinbekomme. Meine Schwester hat auch Zwillinge bekommen. Stell dir vor...zweimal die kleine Ausgabe von mir......oder von dir....wäre das nicht wundervoll?“ wollte er wissen. Carla lachte hell auf. „Ja...das wäre wundervoll.....“ stimmte sie zu. „Wollen wir morgen nicht mal nach meinem Haus sehen…es soll hier doch in der Nähe sein… ich meine…dann brauchen wir das Hotel nicht zahlen…wenn wir schon ein Haus haben?“ schlug Carla vor. Ben war einverstanden. „Gleich morgen…heute Nacht zahle ich jeden Preis um mit dir hier zu stehen…“ kam leise von Ben. Er küsste Carla im Nacken.

    Ramon drückte ab. Der Polizist schrie auf als die Kugel in die Schulter drang. Die Waffe des Mannes fiel zu Boden. Ramon rannte hin und nahm sie auf, während der Polizist seine Hand auf die Wunde drückte. „Keine Bewegung....verdammt Kurt....du bist so ein dämlicher Idiot!“ fauchte er den Wirt an. „Ich kann nichts dafür...es hat gescheppert und da ist er halt aufmerksam geworden...hast du was umgeworfen?“ harkte der Wirt seinerseits nach. „Na und... wir müssen ihn erstmal verschwinden lassen..“ fauchte Ramon und sah Semir an. Tut mir echt leid für dich mein Freund...aber du wirst mir zu gefährlich. Wenn ich gewusst hätte das du ein Bulle bist, dann hätte ich dich sicher nicht laufen lassen..“ knurrte er ihn an. „Sie...können aufgeben...“ stöhnte Gerkan. Ramon ging nicht darauf ein. „Können wir ihn hier verstecken?“ harkte er nach. „Höchstens in der Waffenkammer....“ schlug Kurt vor. „Waffenkammer? Klar....man er ist ein Bulle! Was meinst du wie lange er da drin ist?“ fauchte Ramon an. „Wir nehmen die Waffen natürlich raus....“ beruhigte Kurt Münster ihn. „Also gut...fang an, die Sachen raus zu stellen... ich passe auf ihn auf..“ nickte Ramon. Der Tag neigte sich langsam dem Ende. „Wann hast du dich zum letzten Mal gemeldet?“ wollte er von Gerkan wissen. Doch dieser sagte nichts. Ramon kam dich zu ihn. „Wann musst du dich wieder melden?“ harkte er nach. Keine Antwort. „Gut....dann werden wir wohl etwas Druck ausüben müssen...Handy her!“ forderte er. Gerkan griff mit der gesunden Hand in die Jackentasche und zog das Handy hervor. Ramon nahm es. Er schien zu glauben, dass der Polizist wehrlos war, doch das war er bei weitem nicht. Als Ramon nahe bei ihm war, trat der Polizist aus. Er traf Ramon im Schritt worauf dieser mit einem Urschrei zu Boden ging und sich vor Schmerzen krümmte. Sofort war der Polizist auf den Beinen und schlug mit der Handkante zu. Ramon streckte sich.

    Semir und Tom positionierten sich nicht weit vom Haus wo Marita Meister wohnte. „Ich sag dir...die Frau weiß genau, dass ihr Bruder noch lebt und lacht sich vermutlich eins ins Fäustchen. Aber nicht mit mir...das schwöre ich dir...nicht mit mir...“ drohte Semir. „Ja schon klar....bisher ist nichts passiert. Sie hat keinen Besuch bekommen, keine Anrufe...weißt du eigentlich was die Chefin da für ein Risiko eingeht, dass Telefon anzuzapfen? Wie gut, das Hartmut so viele Tricks kennt...“ grinste Tom. Semir nickte und sah auf die Straße. Er beobachtete jeden Wagen und jeden Passanten. „Weißt du was ich mich gerade frage....was wenn das hier wirklich alles nicht stimmt...was wenn du dich irrst?“ wollte er wissen. Semir zog die Schultern hoch. „Ich irre mich aber nicht...“ widersprach er sofort. „Ja schon klar...aber was wenn doch? Ich meine....wie willst du dann Schrankmann was erklären...?“ harkte Tom weiter nach. Semir sah ihn an. „Ich irre mich nicht! verstehst du... ich weiß was ich gesehen habe und auch wen! Und wenn du mir nicht glaubst dann.....dann....“ fauchte Semir wütend. Tom lachte leise. „Ist ja gut...beruhige dich... ich glaube dir ja...“ versuchte er Semir zu beruhigen. Semir grinste....und sah wieder auf die Straße. In diesem Augenblick sah er ein bekanntes Gesicht. „Das ist Leon Meister! Ich wusste es!!!“ stieß er freudig aus. Doch auch der Mann schien ihn erkannt zu haben, denn er rannte zu seinem Wagen zurück und raste ohne Rücksicht auf Verluste davon. „Los! Tom!! Hinterher!!“ stachelte Semir seinen Partner an. Tom gab Gas und hängte sich an den Wagen.

    Leon sah in den Rückspiegel. Klaus Plan schien aufzugehen. Nun musste er nur noch Gerkan in die Finger bekommen. Er lenkte den Wagen durch die Straßen und hupte wenn Fußgänger in die Quere kamen. Viele sprangen erschrocken zur Seite und einige fanden sich auch am Boden wieder. Doch es wurde keiner verletzt. Leon sah das vor ihm ein Stapel mit Leergut aufgestanden war. Ausweichen...schrie alles in ihm, doch bevor er es konnte knallte er mit voller Geschwindigkeit in den Kistenstapel. Die darin befindlichen PET-Flaschen flogen durch die Gegend, die Kisten landeten mit lautem Krach auf der Kofferhaube. Leon duckte sich, als eine die Frontschreibe traf. Sofort zeigten sich Risse und doch lenkte er ihn nun in den verlassenen Wohnpark. Haus Nr. 49 war schnell gefunden und er hielt davor an. Ein kurzer Blick, zeigte, dass die Bullen seine Spur scheinbar verloren hatten... wenn das so war, musste er es noch einmal versuchen, doch dann sah er die Schnauze des Mercedes um die Ecke biegen. Schnell rannte er in das Haus und in den 4. Stock. „Klaus? Waldi? Leo?“ rief er. „Ja hier....versteck dich!“ befahl Klaus. Leon rannte in das Zimmer. „Die sind hinter mir...die kommen gleich...“ gab er atemlos von sich. „Den Rest machen wir....“ erklärte Leo. Leon ließ sich hinter einem alten Schrank nieder und versuchte seinen Atem zu kontrollieren. Mehr Sport machen....dachte er noch und schloss die Augen. Nur wenig später hörte er Schritte. „Sie kommen!“ stieß er leise aus und duckte sich noch mehr. Wenn Klaus Plan nicht aufging, dann würde er sich bald wieder im Knast befinden...

    Vielen Dank für eure Feeds...es macht Spass sich neue Sachen einfallen lassen.. und da sind wir beim Thema....wie wir ja schon schrieben...muss ein Psychologe gefunden werden, der Semir wieder hinbiegt :rolleyes: ...und damit wir auch einen guten finden....brauchen wir etwas Zeit...von daher machen wir in der Zusammenarbeit eine kurze Pause.

    Wollen doch nicht, dass Semir in die falschen Hände gerät...(obwohl..ist er ja eigentlich bei uns immer). :D:D:D:D

    Während die Beiden sich auf die Suche nach einer geeigneten Bleibe machten, fuhr Semir seine Strecke ab. Er hatte nun mit allen Beteiligten gesprochen. Keiner konnte erklären, warum die Feier von Rossmann überfallen wurde was in einer Geiselnahme endete. Doch Semir war niemand der aufgab. Als er von Susanne endlich die Daten von dem Wirt vor sich hatte, sah er klarer. Gleich heute Nachmittag würde er den Mann noch einmal verhören und diesmal würde er ihn sicher nicht anlügen...soviel war für Semir sicher. Seine Tour führte über die A 4 und über die A1...anschließend fuhr er auf die A3 und dann zurück zur PAST. Alles war ruhig. So...und nun werde ich dich beehrten...dachte Semir und griff zum Funk. „Cobra 11 an Zentrale. Befinde mich auf dem Rückweg und werden noch einmal den Wirt des Lokals vornehmen, wo die Hochzeitsgemeinde als Geisel genommen wurde...“ gab er durch. Die Zentrale gab ihr Okay zurück. Semir hielt seinen Wagen kurz darauf vor der Kneipe an. Kurt Münster sah auf, als Semir herein kam. „Sie schon wieder...“ stöhnte er. „Ja ich schon wieder... Herr Münster...Sie haben mir ja ein paar interessante Dinge über Sie verschwiegen....Waffenhandel...Menschenhandel....Drogenhandel...soll ich weiter reden, oder wollen Sie mir erzählen, das Sie nichts von dem Überfall wussten?“ harkte Semir nach. Münster sah ihn an. „Das sind Jugendsünden!“ redete er sich sofort raus. „Jugendsünden? Seit wann ist man mit 40 noch jugendlich?“ grinste Semir. „Haben Sie den Geiselnehmern die Waffen besorgt?“ harkte er nach. „Was? Nein...ich bin sauber...ich habe nichts damit zu tun...“ erklärte Münster weiter. „Dann haben Sie sicher nichts dagegen, dass ich den Keller besichtige oder?“ wollte Semir wissen. „Wenn Sie mir einen Durchsuchungsbefehl vorlegen...selbstverständlich...“ gab Münster zurück. Semir sah ihn fest an. „Wenn ich mit einem Durchsuchungsbefehl komme, dann bringe ich sehr viele Kollegen mit, die den ganzen Laden auf den Kopf stellen....wollen Sie das wirklich?“ harkte Semir nach.

    Ramon wollte noch einmal zu Kurt und die Waffen abholen. Er sah draußen einen Wagen stehen, der offensichtlich mit Blaulicht ausgestattet war. Die Bullen? Was wollten die hier? War Münster aufgeflogen? Ramon überlegte, ob er seinen Geheimgang nutzen sollte. Ja...warum eigentlich nicht...so konnte er hören, ob Münster ihn verrät oder nicht. Ramon fuhr seinen Wagen um die Ecke und hielt an. Er stieg aus, ging eine kleine Weile über den dreckigen Hinterhof bis er den Eingang fand. Nun hieß es vorsichtig zu sein. Leise fast lautlos öffnete er die Tür. „Reden Sie keinen Blech! Haben Sie Waffen im Keller oder was?“ hörte er eine ihm bekannt klingende Stimme. Verdammt...das war doch....oder nicht? fragte er sich. Er schlich zur Tür und konnte so ohne gesehen zu werden die beiden Männer sehen. Er hatte sich nicht geirrt. Der Typ der sich dort mit Münster unterhielt war der Bulle...und der Mann den er als Geisel hatte. Verdammt...die waren auf der Suche nach ihm. Münster musste den Mund halten... er durfte ihn nicht verraten. Er musste es verhindern. Vorsichtig schlich er durch den Keller um wieder zur Tür zu kommen. Doch durch Unachtsamkeit stieß er eines der blechenden Fässer um. Es schepperte gewaltig. „Was war das?“ harkte sofort der Polizist nach. Nur Sekunden später wurde die Tür oben aufgerissen und der Mann stürmte die Treppe runter. Ramon versteckte sich hinter ein paar Fässer. Er zog lautlos seine Waffe und legte auf den Mann an. Wenn er ihn entdeckte dann würde es das Letzte sein, was dieser Kerl zu sehen bekam die auf ihn zufliegende Kugel sein. „Das war sicher meine Katze oder ein paar Ratten..“ hörte er Kurt sagen und schüttelte nur den Kopf. Der Polizist war doch nicht dumm. „Ja sicher....was für eine Katze ist das denn? Ein Säbelzahntiger?“ verhöhnte der Polizist Münster. „Nein...das war sicher nichts Schlimmes....“ erklärte Münster. Ramon schloss die Augen. Wie kann man nur so blöde Kommentare abgeben... dachte er nur. Doch auch für ihn wuchs die Gefahr. Der einzige der über ihn Bescheid wusste war Kurt Münster. Und nun kam der Bulle auch noch dazwischen. Er musste Beide ausschalten sonst war er erledigt. Ramon legte an als er den Polizisten im Visier hatte. Langsam krümmte sich sein Finger am Abzug.

    „Semir....wenn Frau Schrankmann sagt, Sie sollen Beweise beibringen, dann müssen Sie ermitteln... Allerdings sehe ich sehr schwarz für Ihre Bemühungen, da wir keine Spur haben...“ erklärte Anna wenig später im Büro. „Tony ist tot.... der kann uns nicht mehr helfen. Aber wir haben noch die Mutter von Risch und sie scheint doch sehr zugänglich zu sein...“ schlug Semir vor. „Semir...Frau Risch ist mit einem schweren Schlaganfall ins Krankenhaus gekommen...es sieht nicht gut aus...“ gab Anna bedrückt von sich. „Aber... sie war doch gesund...ich meine...klar... Gebrechen entsprechend dem Alter, aber....ich versteh das nicht...“ stieß Semir erschrocken aus. „Es war auch nicht das Herz, sondern Fentanyl was zu dem Schlaganfall geführt hat. Es war ein Gehirnschlag... sie wird vermutlich nie wieder aufwachen..“ erklärte Anna weiter. „Dann bleibt nur noch die Schwester von Meister....wir müssen sie rund um die Uhr bewachen.. jeden Schritt...überwachen....“ kam von Semir verzweifelt. Er sah seine gesamten Felle wegschwimmen. „Dafür benötige ich aber die Zustimmung der Staatsanwältin und die verlangt ja die Beweise...“ meinte Anna nachdenklich. Semir stand auf. Er schlug mit der Faust auf den Tisch. „Diese Frau steht meiner Arbeit im Weg!! Ich habe ihr doch nichts getan, dass sie mich so ausbremst!! Aber eins sag ich Ihnen Chefin.... ich lasse mich nicht bremsen und wenn es sein muss, dann stelle ich mich selbst vor die Tür!“ fauchte er wütend. Anna lächelte. „Das wollte ich hören. Sie haben meine volle Deckung... machen Sie gemeinsam mit Tom die Überwachung. Ich will nicht auch noch nach Ihnen suchen müssen... offiziell weiß ich natürlich nichts...“ gab sie bekannt. Semir grinste verschmitzt. „Danke Chefin...“ kam von ihm.

    Leon lief nervös auf und ab. „Verdammt....verdammt....wir müssen uns was überlegen... Klaus...der Boss lässt nicht lange mit sich spaßen und er wird sicher ungeduldig werden...eine Woche.....eine Woche hat er uns gegeben um die Ware wieder zu beschaffen... du weißt was sonst passiert..“ stieß er aus. Klaus nickte. „Die Bullen werden sicher deine Schwester überwachen. Sie kann uns helfen und den Bullen in unsere Hände treiben....“ schlug er vor. „Ich will meine Schwester dort nicht mit reinziehen... sie hat mich bisher gedeckt, aber das ist auch genug. Sie hat schließlich Kinder und darf nicht in den Knast..“ erklärte Leon. „Dann halten wir sie raus...aber was wenn du dort hin fährst... Gerkan wird sicher die Bewachung machen, denn ich hab gehört, dass die Staatsanwältin ihn ausbremst.... von daher werden keine anderen Bullen die Bewachung machen dürfen...“ grinste Klaus. Leon sah ihn an. „Ich soll mich als Köder stellen? Okay...und dann?“ harkte er nach. „Nun ganz einfach... du wirst sobald du bemerkst dass man dich bemerkt hat in dein Auto springen und zum alten Wohnpark fahren. Der wird gerade abgerissen...sagen wir die Nummer 49 die ist nämlich erst nächste Woche dran.... dort versteckst du dich... Waldi, Leo und ich werden schon vorher dort im vierten Stock sein und uns verstecken. Du lockst Gerkan dort hin und wir greifen ihn....“ erläuterte Klaus seinen Plan. „Gerkan wird nicht allein sein...“ gab Leon zu bedenken. „Ja... ich weiß... aber ich kenne die Vorgehensweise von Bullen. Sie werden sich trennen um effektiver zu arbeiten...“ grinste Klaus.