Beiträge von Elvira

    Andrea Gerkan war ebenfalls mit ihrem kleinen blauen Wagen unterwegs. Sie wollte zu Semir um ihm eine Kleinigkeit zum Essen zu bringen und hatte ihre beiden Kinder im Wagen. Ayda schlief genau wie Layla in ihrem Sitz. Andrea konzentrierte sich auf den Verkehr und sah wie nicht weit vor ihr ein Wagen plötzlich von der Bahn abhob und sich überschlug. „Aaaaaahhhhhhhhhhhhh“ stieß sie aus und lenkte den Wagen geistesgegenwärtig auf die Standspur. Die ersten Wagen rasten bereits in den verunfallten Wagen und Andrea fuhr über den kleinen Grünstreifen um aus dem Chaos zu kommen. Sie schaffte es gerade noch über den Streifen und kam auf einem kleinen Platz zum stehen, bevor die Wagen mit kreischenden Bremsen auch die Standspur blockierten. Doch sie war nicht aus der Gefahrenzone, denn ein Fahrzeugführer schien den gleichen Gedanken wie sie zu haben. Sie spürte den Aufprall als der Transporter auf ihren Wagen knallte. Blech kreischte und Schreie gellten zu ihr rüber. Andrea schlug bei dem Aufprall auf das Lenkrad und war für einen Augenblick benebelt. Als sie den Kopf wieder hob, spürte sie das Blut aus der Nase laufen. „Ayda...Layla.....“ stieß sie aus und sah zu ihren Kindern. „MAMA.....“ weinte Ayda und Andrea stieg aus. Sie wollte die Kinder aus dem Wagen in Sicherheit bringen. Vorsichtig nahm sie Ayda raus und stellte sie neben den Wagen. „warte...mein Schatz....ich hole nur Layla...“ kam von Andrea. Dann zog sie auch die Kleinste vom Sitz. Sie nahm Ayda an die Hand und mit der anderen trug sie Layla in ihrem Sitz von der Unfallstelle weg. Auf eine Bank ließ sie die beiden Kinder nieder. „Mama ist gleich wieder da...nicht weglaufen...Ayda... pass auf Layla auf, ja..?“ bat Andrea. Ayda nickte. „Mama...blut....“ weinte die Kleine. Andrea griff zum Handy und Semir an und setzte den Notruf ab. Langsam ließ sie sich nach hinten sinken. „Gott...das hätte schief gehen können..“ gab sie leise von sich.

    „ANDREA!!!“ schrie Semir als er mit Ben an der Unfallstelle ankam. Er sah sich suchend und panisch um. „ANDREA!!“ rief Semir noch einmal. Dann entdeckte Ben den Wagen. „DA!!“ stieß er aus. Sofort rannten die beiden hin. Der Wagen war leer. „ANDREA!!“ schrie Semir erneut. „PAPA....“ kam zurück. Auf der Bank nicht weit vom Wagen saß seine Familie. „Oh mein Gott...Andrea...Ayda...Layla...seit ihr okay?“ wollte er wissen als er seine Frauen in die Arme schloss. „Ich habe Kopfschmerzen, aber das ist kein Wunder...ich bin auf das Lenkrad geknallt...als der Lieferwagen auf mich raste...“ kam von Andrea. Semir strich ihr sanft über den Kopf. „Deine Nase ist ganz dick... hast du dich schon untersuchen lassen? Was ist mit den Kindern?“ wollte Semir wissen. „Die sind in Ordnung. Ich hab nur eine Gehirnerschütterung und eine gebrochene Nase...“ beruhigte Andrea ihren Mann. „Weißt du was passiert ist?“ harkte er nach. „Ich sah nur, wie ein Wagen vor mir plötzlich abhob und sich überschlug. Dann konnte ich den Wagen noch auf den Standstreifen lenken und über den Grünstreifen da...und dann krachte es schon bei mir..“ erzählte Andrea. „Hast du einen Schuss gehört?“ wollte Ben wissen. Andrea sah ihn an. „Nein...da war nichts....“ gab sie zurück. „Okay...ihr werdet erst einmal im Krankenhaus durchgecheckt. Nicht das die Kinder doch was abbekommen haben und du auch...keine Widerworte...“ befahl Semir und winkte einen der Sanitäter zu sich. Als er erklärte, dass die Kinder beim Aufprall im Wagen waren wurden die Mädchen direkt in den Rettungswagen gebracht. Auch Andrea wurde von Semir zum Wagen begleitet. „danke mein Held...“ hauchte sie und legte sich artig auf die Barre.

    ir haben doch alle (na ja die meisten zumindest :D ) noch ein Real Life

    Was ist das denn? Was zum Essen? hmm...hab ich auch sowas....mal suchen gehen..vielleicht im Schrank? Nee....okay.. das kann ne WEile dauern bis ich wieder schreibe..muss mein Reallife suchen gehen.. ;):D:D:D

    Jenni...wir brauchen Chris noch...also lass ihn leben

    Und was gibts zu gewinnen !? :D

    Sehen wir es einfach mal als Just for Fun an....ein kleines Lob an die Schreiber und beim abstimmen machen sicher auch die heimlichen Leser mit, die nicht feeden....und wenn es wirklich gut läuft...mal sehen, ob dann was verlost wird...

    Wie kommst du denn auf Dieter? Soll der in Stücke in den Sarg gelegt werden??? :D:D:D

    „Chefin...Sie wissen schon, dass Sie eigentlich nicht hier sein sollten oder? Hotte kann die Dienststelle wirklich gut leiten...warum fahren wir Sie nicht nach hause und Sie legen sich dort hin..“ schlug Ben vor. „Nein...dort war ich nun lange genug. Ich habe zwei Wochen im Krankenhaus verbracht und jetzt schon drei Wochen zuhause. Mir fällt die Decke auf den kopf...“ stöhnte sie. Unbewusst griff sie dorthin wo die Kugel gewesen ist. Semir bemerkte dies natürlich. „Sie haben immer noch Schmerzen oder?“ fragte er besorgt. „etwas...wenn ich zu lange gesessen habe...“ lächelte Kim. „Okay...wenn Sie nicht nach Hause wollen, dann legen Sie sich hier auf die Couch und ich sorge dafür, dass Sie nicht gestört werden...“ schlug er vor. Er selbst wusste was es für Schmerzen waren. Auch sein Arm war von einer Kugel getroffen worden und er konnte ihn immer noch nicht so belasten, wie er es wollte. „Also gut...Sie haben gewonnen..“ gab Kim klein bei. Sie legte sich tatsächlich auf die Couch in ihrem Büro und Ben legte ihr eine Decke über. „So...und nun wird etwas geruht. Es ist besser so...“ lächelte er sie an. „Danke Ben...“ gab Kim zu verstehen. „Wie geht es eigentlich Hanna? Hat sie das Abenteuer verkraftet?“ wollte Ben wissen. „Ja...ihr geht es gut. Sie war froh, als sie wieder bei ihren Eltern war. Aber sie kommt morgen zu mir. Für eine Woche...und sie kommt natürlich auch hier her... Ich hoffe nur, dass es ganz normaler ruhiger Besuch wird...“ lächelte Kim. Semir sah sie an. „Sicher wird das ein normaler ruhiger Besuch. ES kann ja nicht immer knallen..“ beruhigte er sie. Ben sah zu Semir und dieser nickte. Beide verließen das Büro und gingen zu Susanne. „Hör mal...die Termine von der Krüger kannst du kanzeln....alle...die Frau ist nicht in der Lage zu arbeiten..“ befahl Semir freundlich. „Das du das auch merkst. Das habe ich bereits gemacht. Vor nächster Woche gibt es keine Termine. „Sehr gut...“ lobte Semir sie.

    Holger Stahl fuhr nachdem er den beiden Polizisten gefolgt war wieder auf die Autobahn und suchte sich sein nächstes Opfer. Mal sehen wie lange die Bullen von einem normalen Unfall sprechen? Mal sehen wenn es keinen von ihnen erwischt, sondern eine Frau, oder einen Familienvater...oder aber ein Kind....? Er hielt an einem Parkplatz an und stieg aus. Im Kofferraum hatte er sein Gewehr und brauchte es nur zusammenzusetzen. Er nahm den kleinen Koffer und ging zur Autobahn. Hinter einem ziemlich struppigen Gebüsch hockte er sich hin und baute in aller Ruhe das Gewehr zusammen. Als das Zielfernrohr aufgesteckt war, sah er durch und wählte sich einen der Wagen aus. „Bingo....“ stieß er aus, als er einen PKW anvisiert hatte. Er legte an und drückte ab. Der Wagen brach aus, überschlug sich und einige Fahrzeuge prallten in das sich überschlagende Fahrzeug. Schnell war wieder eine Katastrophe auf der Autobahn angerichtet worden. Holger lachte und packte das Gewehr ein. Er rannte zu seinem Fahrzeug, stieg ein und fuhr davon. Keiner der anderen reagierten auf den Mann der mit Bleifuss den Platz verließ. Doch er fuhr nicht weit. Er fuhr zu der Dienststelle der Autobahnpolizei, wo er die Beiden alten Polizisten hingefolgt war. Mal sehnen wie sie auf diesen Unfall reagierten. Wenn überhaupt... Und tatsächlich...nur fünfzehn Minuten nachdem er den Schuss abgegeben hatte, rasten mehrere Streifenwagen vom Platz.

    Am nächsten Tag fuhr Tom recht früh ins Krankenhaus um Semir zu besuchen. Als er an der Tür klopfte ertönte ein leises „Herein“. Tom betrat das Zimmer. „Hey.. Partner..“ begrüßte Semir ihn. „Semir…wie geht es dir?“ wollte Tom wissen und sah ihn besorgt an. „danke es geht…nur haben die Kerle mir so viel von diesem Fentynal…oder wie das Zeug heißt eingeflößt, dass ich hier einen Entzug machen muss. Ich könnte explodieren mein ganzer Körper schreit nach dem Zeug…“ erklärte Semir leise. Tom sah ihn an. „was tun die Ärzte dagegen?“ harkte er nach. „Nicht viel… sie geben mir stark verdünntes Dings damit mein Körper denkt er bekommt es und…nun ja…es wird wohl ne Weile dauern…“ klagte Semir sein Leid. „Was ich nicht verstehe, was wollte der Kerl? Ich meine warum war er so brutal? Und vor allem was ist mit ihm? Dieser Mistkerl hat Meister und Risch vor meinen Augen abgeknallt…und…ich dachte…ich…ich bin der nächste..“ hängte er an. Tom legte ihm seine Hand auf die Schulter. „Der Mann ist gestern Nacht verstorben. Das SEK hat ihn angeschossen und leider ist die Kugel übel in den Körper geschlagen. In den Uhren war Koks von verdammt guter Qualität eingelagert… die Uhren waren wertlos…nun ja… und was dein Überleben angeht…es war verdammt knapp. Du warst völlig dehydriert, als ich dich gefunden habe. Bosbach wollte mir eigentlich sagen wo du bist, aber er hat mir lediglich ein Bild überreicht. Auf dem warst du zu sehen und die Umgebung… keine Ahnung welcher Containerhafen gemeint war…“ erzählte Tom von der Rettung. Semir nickte. „Ich bin müde… auch wenn das Zeug verdünnt wird, scheint es in mir ein Schlafbedürfnis zu wecken. Wärest du sauer, wenn ich schlafe?“ wollte Semir wissen. Tom lächelte. Er sah genau wie die Augen seines Partners immer kleiner wurden. „Schlaf gut…“ wünschte er und verschwand. „danke Partner…für alles..“ murmelte Semir und schloss die Augen.

    Auf dem Flur traf Tom den Arzt. „Doc…darf ich Sie kurz sprechen?“ bat er. „Ja sicher… es geht um Herrn Gerkhan..?“ wollte dieser wissen. „Tom Kranich…ich bin der Dienstpartner von Herrn Gerkhan… er hat mir eben erzählt, dass er wohl wegen dem Fentanyl Probleme hat…wie lange wird es dauern, bis es vorbei ist?“ fragte Tom. „Nun…die Sache ist die…in seinem Blut war ein extrem hoher Wert des Betäubungsmittels enthalten. Wir sind der Ansicht, dass er während seiner Gefangenschaft mehrmals täglich mit diesem Zeug ruhiggestellt wurde. Er wird sicher ein bis zwei Monate damit zu kämpfen haben. Wir haben jetzt schon angefangen die Dosis Fentanyl runter zu setzen. Um das zu gewährleisten, verdünnen wir das Mittel 1 :50. Jeden Tag immer mehr Wasser. Bis wir das Mittel komplett absetzen können wird es dauern. Und bis dahin wird er hier im Krankenhaus blieben, denn sonst könnte er es sich illegal besorgen…“ erklärte der Arzt. „Semir? Und sich etwas illegal besorgen…niemals..“ lachte Tom. Doch der Arzt sah ihn nur an. „Sie wissen nicht wie die Sucht einen Menschen steuern kann. Da ist es egal ob er Polizist ist oder Junkie…“ gab er zu verstehen. „Sie wollen Semir zwei Monate hier behalten?“ kam von Tom die erstaunte Frage. „Nein…aber so dass die große Sucht vorbei ist. Zwei bis drei Wochen werden es sicher sein.“ erklärte der Arzt. „Kann ich ihm irgendwie helfen?“ wollte Tom weiter wissen. „Leider nein. Da muss er alleine durch. Bisher ist er noch sehr ruhig. Aber wir wissen nicht wie er reagiert, wenn wir das Fentanyl sofort absetzen. Organversagen ist das Schlimmste was passieren kann. Wenn er Glück hat, dann wird er mit etwas Aggressivität auskommen. Konzentrationsschwierigkeiten und so. Er sollte die nächsten Monate nicht aktiv am Verkehr teilnehmen…“ gab der Arzt geduldig von sich. „Okay… danke für die Offenheit..“ verabschiedete Tom sich.

    Semir erholte sich zusehends. Aber seine Entlassung zog sich für ihn viel zu weit in die Zukunft. „Ich will nach Hause…ich kann doch schon ohne das Zeug schlafen und…es ist doch alles in Ordnung. Die Wunden sind verheilt und..“ jammerte er. Tom lächelte. „Semir… es sind nur noch vier Tage. Du siehst verdammt erholt aus und genieße doch einfach mal die Zeit hier..“ schlug er vor. „Nein… ich will auf die Autobahn…hier hört man nichts..kein Auto…keine Schießerei..nichts…Tom das ist nicht meine Welt…ich will arbeiten..“ klagte Semir weiter. Tom schüttelte den Kopf. „Ich versteh dich nicht… du wirst von hübschen Krankenschwestern verwöhnt….bekommst dein Essen ans Bett…bekommst deine tägliche Dosis an Drogen…was willst du mehr?“ tadelte Tom ihn. „Sehr witzig…wirklich….Tom das ist nicht lustig…ich will das Zeug nicht mehr…verstehst du…die haben es jetzt schon 1:80 verdünnt….und ich werde nicht mehr müde..aber die wollen dass ich es nehme, bis …“ kam von Semir. „Okay.. hör auf zu jammern…vier Tage und danach gehen wir auf die Piste…versprochen…“ schlug Tom vor. Semir sah ihn schief an. „Auf deine Rechnung?“ harkte er nach. „Ha….bin ich Krösus?“ lachte Tom „Nein..mein Partner….und es war dein Vorschlag…“ gab Semir grinsend zurück. „Dir geht es wirklich zu gut…ich sollte mal mit dem Arzt sprechen, dass er die Dosis wieder erhöht. Irgendwie gefiel es mir, wenn du müde warst..“ scherzte Tom leicht.

    Endlich kam der Tag an dem Semir entlassen wurde. Andrea und Tom holten ihn mit dem BMW ab. „Endlich…mein Schatz ist wieder da..“ strahlte Semir und wollte direkt auf dem Fahrersitz Platz nehmen .“Oh nein…Kollege…dein Platz ist rechts..“ berichtigte Tom ihn. „Aber das ist mein Auto!“ beschwerte Semir sich. „Du darfst aber kein Auto fahren…also rechts auf den Beifahrersitz!“ forderte Tom ihn erneut auf. „Da hätte ich ja auch gleich im Krankenhaus bleiben können..“ knurrte Semir und verkrümelte sich auf den Beifahrer. „So ist es brav.“ lobte Tom ihn. Semir sagte nichts. „Schatz….bitte hör auf zu schmollen..in fünf Wochen darfst du auch wieder alleine fahren. Bis dahin werde ich dich bekochen...dich bemuttern und wenn du willst auch Märchen vorlesen…“ gab Andrea zum Besten. Semir sah sie an. „Du willst für mich kochen? Und mich bemuttern?“ harkte er nach. „Nur bis du wieder ganz gesund bist…“ schränkte Andrea sofort ein. Sie beugte sich zu Semir vor und küsste ihn. „ich liebe dich..“ hauchte sie ihm ins Ohr.

    Ende

    Wie immer ein herzliches Dankeschön an die Feeder.... und konzentriert euch schön auf meine Story... "In stiller Trauer..."

    Andrea verließ das Zimmer von Semir und sah Anna und Tom an. „Es geht ihm soweit gut... er ist kurz wach gewesen...“ erklärte sie. „Weiß er was passiert ist?“ harkte Tom nach. „Ich habe ihn nicht gefragt. Er war ziemlich erstaunt, dass er hier ist. Aber er hat schnell bemerkt, dass er in Sicherheit ist und dass ihm hier geholfen wurde. Nur ist er ziemlich schwach. Wer weiß wann er das letzte Mal was zu essen bekommen hat. Ich werde ihm ein paar Sachen einpacken und dann kann er diesen hässlichen Anzug ausziehen...“ lächelte Andrea erleichtert. „Er wird sicher ein paar Tage hier lieben müssen. Aber das wird ihm auch gut tun. Tom....Sie müssen der Staatsanwältin dann einen Bericht schreiben. Und Sie dürfen ruhig etwas übertreiben. Schrankmann sollte einmal wenigstens ein schlechtes Gewissen bekommen..“ erklärte Anna. Tom nickte. „Diese Frau hat kein Gewissen, wie kann sie dann ein Schlechtes bekommen. Seien wir froh, dass Semir das Abenteuer beinahe unverletzt überstanden hat und auf dem Wege der Besserung ist...“ knurrte Tom nur. Anna lächelte. „Dann werde ich mich mit der Frau unterhalten....“ gab sie bekannt. Während sie zur Staatsanwaltschaft fuhr, lud Tom Andrea zum essen ein. Anna kam kurz vor Schluss in der Staatsanwaltschaft an. Isolde-Maria Schrankmann packte gerade die Sachen zusammen um in den wohlverdienten Feierabend zu gehen. „Frau Schrankmann....ich denke Sie haben sicher noch ein paar Minuten für mich..“ meinte Anna und setzte sich unaufgefordert. „Frau Engelhardt! Wenn es wieder darum geht eine Übergabe oder einen Geiselaustausch vorzunehmen, dann nein..!“ kam von Schrankmann. „Frau Schrankmann...ich bin deswegen nicht da. Ich wollte Ihnen nur mitteilen, dass wir Herrn Gerkan befreien konnten. Er ist schwer verletzt und erholt sich im Krankenhaus von seinen Verletzungen. Er wäre nicht in der Situation gekommen, wenn Sie nicht Beweise verlangt hätten...“ erklärte Anna ihre Ansicht. „Das ist schön für Herrn Gerkan....dann kann er ja bald seinen Dienst wieder antreten...“ kam kühl zurück. Anna zog scharf Luft ein. „Frau Schrankmann...sollten Sie es wagen, Semir zu versetzen, dann schwöre ich Ihnen, dass ich gegen Sie vorgehen werde. Semir Gerkan ist ein hervorragender Polizist der nur seine Arbeit macht, aber Sie werfen ihm ständig Knüppel zwischen die Beine. Ich habe es mal mit Ihrem Vorgesetzen besprochen!“ drohte Anna.

    Isolde Maria Schrankmann sah ihr Gegenüber an. „Frau Engelhardt...ich sehe es genau wie Sie...nur verschwendet Herr Gerkan jede Menge Steuergelder, die wir rechtfertigen müssen. Und das geht nicht immer gut aus. Ich sehe mich leider gezwungen, ihn zu versetzen. Wenigstens für einige Monate....“ gab sie bekannt. Das Telefon klingelte. „einen Augenblick bitte...“ lächelte Schrankmann und meldete sich. Anna lächelte ebenfalls, denn im Gegenteil zu Schrankmann wusste sie wer dran war. „Herr Dr. Wagenfeld...ja....ja Frau Engelhardt ist bei mir... ---- genau...um Herrn Gerkan....--- ja aber.....--- ja, ja hab ich verstanden.....---- selbst verständlich...“ Schrankmann legte auf. „Frau Engelhardt...bitte sprechen Sie Herrn Gerkan meine besten Genesungswünsche aus.... es tut mir Leid, dass ich so reagiert habe...“ kam gepresst über die Lippen der Staatsanwaltschaft. Anna nickte und stand auf. „Das wird ihm sicher freuen...“ bestätigte sie und verließ mit erhobenem Haupt das Büro.

    Kim betrat das Büro und wurde von Susanne herzlich begrüßt. „Frau Krüger...Sie sind aber doch noch bis zum 1. Februar krank geschrieben... was machen Sie denn hier?“ hängte sie tadelnd an. „Susanne... mir fällt daheim die Decke auf den Kopf. Es ist unerträglich gar nichts zu tun...“ klagte Kim. Susanne sah sie prüfend an. „Aber Sie werden nicht den ganzen Tag am Schreibtisch sitzen. Das ist noch viel zu anstrengend.“ ermahnte sie ihre Chefin. Seit dem Vorfall waren sie sich viel näher gekommen. Kim lächelte. „Ich verstehe Semir und Ben jetzt viel besser, wenn sie sagen, dass es im Krankenhaus langweilig ist und sie arbeiten wollen. Man geht wirklich kaputt..“ stöhnte Kim schmunzelnd. „Lassen Sie das die Beiden bloß nicht hören. Wenn Sie sich schon nicht an die Schonzeit halten, wie sollten die Beiden das machen? Wie wollen Sie den Beiden erklären, dass sie zuhause oder im Krankenhaus bleiben sollen?“ lachte Susanne. Sie war irgendwie doch froh, das Kim wieder da war. „Susanne...ich...ich hab mich noch nicht einmal bei Ihnen bedankt... Sie haben die Kugel rausgeholt...das war eine hervorragende Leistung....das vergesse ich Ihnen nie..“ versprach Kim und reichte Susanne die Hand. „Danke dafür....“ sagte sie leise. Susanne ergriff die Hand und sah sie an. „Das war selbstverständlich... ich bin froh, dass Sie meinen Eingriff überlebt haben.“ Kam etwas verlegen von der Sekretärin.

    Semir und Ben kamen nur wenige Minuten nach Kim im Büro an. Sie gingen lachend ins Büro und Ben erzählte, dass er am Wochenende mit Bonny zusammen war. „Was hast du mit dem Hund gemacht? Ist sie nun fertig?“ wollte Semir wissen. Doch bevor Ben antworten konnte unterbrach Susanne ihr Gespräch. „Semir...Ben...die Chefin will euch sehen...“ gab sie von sich. Es war früh am Morgen und die beiden sahen sich an. „Was? Warum denn?“ kam sofort die Frage. Ben sah die Sekretärin an. „Was hast sie denn wieder? Unsere Autos sind tadellos, wir haben noch keine Autobahn in Schutt und Asche gelegt und keine Schießerei veranstaltet, oder eine Verfolgung... was will sie denn von uns. „Das wird sie euch sicher sagen. Geht nur rein. Sie ist gut gelaunt..“ lachte Susanne und wies auf die Tür der Dienststellenleiterin. Ben und Semir nickten und klopften artig an die Tür. „Kommen Sie rein...meine Herren..“ begrüßte Kim die Beiden. „Chefin....herzlich willkommen zurück. Geht es Ihnen wieder gut?“ wollte Semir wissen. „Ja danke....es geht soweit. Wie ist es hier ergangen?“ fragte Kim nach. „Nun...Sie kennen Herzberger.. er ist ein sehr gütiger Chef...“ gab Semir zurück. „Ja sehr gütig. Die Schreibarbeiten hat er mir überlassen...“ lachte Kim. „Nun....das kenne ich auch..“ murmelte Ben nur und stieß einen leisen Schrei aus, als Semir gegen sein Schienbein trat. „Was gab es denn für Vorfälle?“ fragte Kim. „Wir haben einen toten Polizisten. Er wurde auf der A1 erschossen, als er auf Streife war...“ erklärte Semir. „Haben wir Hinweise?“ wollte Kim wissen. „Leider nein... sein Partner wurde schwer verletzt aber ist außer Lebensgefahr und konnte schon vernommen werden. Die Untersuchung der Kugel dauert noch an. Wir wollen gleich noch zu Hartmut um zu erfahren was es bisher gab...“ erläuterte Semir. „Gut...dann kümmern Sie sich darum und ich werde die Post bearbeiten sowie den Schreibkram erledigen..“ lächelte Kim. Dabei verzog sie das Gesicht etwas und Semir und Ben sahen sofort das sie noch Schmerzen hatte.

    Abendessen!!! :D:D

    Hanna lächelte. „Das ist doch schon. Hör mal...warum ich dich anrufe. Ich würde die nächste Woche gern wieder bei dir wohnen. Mama und Papa wollen schon wieder in die Berge...aber ich will nicht. Und Papa meinte du könntest sicher etwas Gesellschaft gebrauchen...aber er wusste wohl nicht, dass du wieder arbeiten gehst..“ gab sie durch. „Hanna.... du wirst allein sein...oder aber dich in meinem Büro langweilen...“ kam nachdenklich von Kim. „Langweilen? Bei euch? Na...das ist schon okay...sieh mal...ich könnte doch ein Schülerpraktikum bei euch machen... und dann....ich könnte Susanne bei der Arbeit helfen und...alles andere machen....wirklich... solange mir nicht wieder Kugeln um die Ohren fliegen ist es schon okay...“ lachte Hanna. „Ja sicher Schätzchen...wann willst du denn kommen?“ harkte Kim nach. „Morgen Nachmittag... ich komme dann direkt zur Wache...Das ist gar kein Problem. Papa setzt mich dort ab..“ schlug das Mädchen vor. „Ich freu mich schon...und ich verspreche dir, diesmal bleiben die bösen Jungs draußen...“ versprach Kim. Hanna verabschiedete sich von ihrer Tante und sah ihren Vater an. „Kim hat ja gesagt!“ stieß sie aus. „Ja...das war nicht zu überhören. Wie geht es ihr denn?“ wollte Wolfgang Krüger wissen. „Sie sagt das alles in Ordnung ist. Sie geht sogar wieder arbeiten..“ erklärte Hanna. „Gut... wenn sie einverstanden ist, dann geht das in Ordnung. Aber das ist das letzte Mal, dass du nicht mit an die Küste kommst....das nächste Mal musst du mit uns fahren!“ ermahnte Wolfgang seine Tochter. Hanna nickte und war froh, dass ihr Vater nicht gehört hatte was sie Kim erzählte.

    Um sechs in der Frühe fuhr einsam ein Streifenwagen auf den Parkplatz der A4. Zwei ältere Polizisten stiegen aus und stellten die Kamera auf. Dieter Bonrath und Horst Herzberger waren über drei Jahrzehnte bereits Dienstpartner und verhielten sich wie ein altes Ehepaar. Das galt bei Streitereien wie auch beim Vertragen. Dieter sah seinen Partner an. Bis gestern hatte er die Dienststelle in Vertretung für Kim Krüger geleitet. Natürlich ging vielen drunter und Drüber aber....im großen und ganzen war es in Ordnung. Auch hatte Hotte sich diesmal zurück gehalten sich Dieter gegenüber zu herrisch zu benehmen. „Und bist du traurig, dass du wieder Streifendienst machen musst?“ wollte r von seinem dicklichen Partner wissen. „Ach weißt du...ich fahre lieber auf der Autobahn las im Büro zu versauern und diesen Anzugproleten zuzuhören. Nee...Dieter, dann lieber mit dir zusammen die verpestete Luft atmen..“ grinste Hotte. „Na dann...wollen wir mal unsere Radarfalle aufbauen. Das wird wieder einige Führerscheine kosten...“ lachte Dieter. „Weißt du worüber ich mir Gedanken mache?“ wollte Hotte wissen. Dieter schüttelte den Kopf. „Nee...was denn?“ harkte er nach. „ich frage mich ob es einen Gott gibt. Stell dir doch mal vor... wir wären in der PAST gewesen, als sie überfallen wurde. Die Gangster wären nie rein gekommen. Ich frage mich ob das Schicksal war, dass wir nicht da waren und zuvor die Nachtschicht hatten...“ kam nachdenklich von Hotte. Dieter überlegte kurz. „Nun...vermutlich wären wir längst nicht mehr da.... denn nach dem was die uns erzählt haben, waren sie ganz schön am rennen...das hätte unsere alte Pumpe gar nicht mehr geschafft. Nee Dicker...ist schon gut, dass wir nicht da waren....“ kam von ihm. Hotte konnte nicht anders. Er musste seinem Partner zustimmen. „Du hast ja so Recht...Dieter..“ lachte er nur. Nach und nach wurden die Wagen zu ihnen geschickt. „Die Staatskasse füllt sich wieder...“ meinte Dieter und ging zum ersten Wagen, der auf den Platz fuhr. Hotte übernahm den zweiten. So ging es weiter bis sie fast 40 Fahrzeuge in ihrer Falle hatten. Gegen fünfzehn Uhr wurde dann abgebaut und es ging zur PAST zurück. Die Beiden bemerkte nicht, dass ihnen jemand folgte. Für die beiden alternden Polizisten war alles in Ordnung. Doch das sollte sich schnell ändern.

    Hallo Tina,

    na dann hoffe ich sehr, dass du hier nicht auch hängen bleibst...klasse Anfang...gut geschrieben...aber besser du nimmst beim einstellen den Quellcode...dann kannst du die Absätze richtig gestalten... (ein kleiner Tipp)

    Andrea lief auf und ab. Sie wartete auf den erlösenden Anruf. Hatte Tom Semir gefunden? Lebte er noch? Anna kam aus ihrem Zimmer. „Wir haben ihn gefunden!“ erklärte sie. Andrea sah sie an. „Ist er....?“ fragte sie leise. „Nein... aber er ist stark ausgetrocknet...der Container in dem er lag, stand einige Tage in der Sonne und ich weiß nicht, wie lange er darin lag. Er wird im St. Marien behandelt. Wir werden zusammen hinfahren und mit Tom dort warten...“ schlug Anna vor. Andrea nickte. Sie ließ alles stehen und liegen. Nur eine halbe Stunde später saß sie mit Tom und Anna auf dem Flur des Krankenhauses und wartete auf den Arzt. Der Montag endete langsam und für Andrea dauerte es eine Ewigkeit bis sich endlich ein Weißkittel sehen ließ. „Doktor! Wie geht es ihm?“ harkte Anna sofort nach. „Sie sind mit ihm verwandt?“ harkte der Arzt nach. „Nein...ich bin seine Vorgesetzte. Herr Gerkan hat hier keine Verwandten..“ stellte Anna richtig. „Herr Gerkan? ....dann warten Sie auf meinen Kollegen.“ lächelte der Weißkittel und verschwand. Anna ließ sich mit einem Seufzer auf den Stuhl fallen. „Warum dauert das denn so lange?“ stieß Andrea aus, als die Tür sich ein zweites Mal öffnete. „Sind Sie die Personen die wegen Herrn Gerkan hier sind?“ fragte eine junge Ärztin. „Ja...Anna Engelhardt... ich bin die Vorgesetzte. Wie geht es ihm?“ wollte Anna wissen. „Er ist körperlich in guter Verfassung. Ein paar alte Hämatome und gebrochene Rippen, aber das ist fast verheilt. Er hat in seinem Blut eine große Menge von Fentanyl, das ist ein Beruhigungsmittel, was abhängig machen kann. Ob es bei ihm so ist, sehen wir, wenn er zu sich kommt. Derzeit ist er noch ohne Bewusstsein, was aber an dem starken Flüssigkeitsverlust liegt. Seine Handgelenke sind etwas entzündet was sicher an der Fesselung lag. Außerdem hat er ein paar Verletzungen, die vom Einnässen kommen, das heilt auf jeden Fall. Er bekommt derzeit Nahrung über den Tropf und ich rechne dass er in der nächsten Stunde aufwacht. Aber er braucht viel Ruhe....“ ermahnte die Ärztin. „Frau Doktor...darf ich zu ihm. Er ....ist mein Freund...bitte...ich möchte zu ihm...“ bat Andrea. Die Ärztin nickte. „Er wird gleich in sein Zimmer gebracht....und dann dürfen Sie zu ihm.

    Andrea saß am Bett von Semir und hielt seine Hand. Er sah friedlich aus, doch die eingefallenen Wangen ließen ahnen, dass es kein Spaziergang war. Tom und Anna warteten draußen, da die Ärztin nur einen zu ihm ließ. Semir war gewaschen worden und trug nun die Kleidung vom Krankenhaus. Seine Wäsche wurde entsorgt, da sie nicht mehr zu gebrauchen war. Semir schlug zwei Stunden später die Augen auf und wunderte sich über die weiche Unterlage. Seine Hände .... er konnte sie bewegen. Sie waren nicht mehr gefesselt. Sollte er wirklich frei sein? Vorsichtig öffnete er die Augen und sah weiße Wände. Nicht mehr das Dunkle des Containers. „Hey....Schatz...“ riss ihn eine bekannte Stimme. Vorsichtig wandte er seinen Kopf. „Andrea...?“ fragte er leise. „Ja...ich bin es....wie geht es dir?“ harkte seine Freundin nach. Semir schloss die Augen. „Bin ich...tot....?“ fragte er. Andrea lachte leise. „Nein...Tom hat dich gefunden und nun liegst du im Krankenhaus....es ist alles wieder gut....“ weinte Andrea. Sie versuchte die Tränen zu unterdrückten, doch es gelang ihr nicht. „Wo....ist Tom...?“ wollte Semir wissen. „Nicht jetzt...du musst dich ausruhen....“ befahl Andrea sanft. Semir nickte und schloss wieder die Augen. Andrea küsste ihn sanft auf die Stirn. „Schlaf gut... ich komme morgen wieder...“ gab sie von sich. „Welchen Tag haben wir heute?“ kam die leise Frage von Semir. „Freitag....heute ist Freitag....der 13......“ lächelte Andrea. Sie strich Semir über den Kopf. „Versuch zu schlafen....bitte...du musst wieder zu Kräften kommen und morgen kannst du sicher auch schon mit Tom sprechen...“ erläuterte Andrea. Semir nickte nur. Freitag der 13... das war wohl heute sein Glückstag...., dachte er und schlief ein.