Klasse...Semir und Chris sind entführt und Semir spielt den Helden...wie immer nichts neues...lol.....aber ich hoffe sehr, dass sie sich nicht ich wiederhole nicht!!! befreien können. sonst wäre es doch langweilig ![]()
Beiträge von Elvira
-
-
Semir wachte schweißnass auf. „Wo...wo bin ich?“, fragte er verwirrt und sah sich um. Gott sei Dank...das waren seine eigenen vier Wände, sein Zuhause. „Hey Partner...“, kam es plötzlich von einer ihm bekannten Stimme. „Ben?“, stieß Semir aus und drehte sich im Sessel um. Das fand aber wiederum Felix nicht so schön, da er nun vom Schoß springen musste. „Miau...“, kam es nur von ihm und schon verschwand er in die Küche zu seinem Frühstück, dass Andrea schon in sein Schüsselchen gefüllt hatte. „Ja, ich bin es Semir...Andrea hat mich angerufen, weil du wieder einen Alptraum gehabt hast.“, meinte Ben besorgt und Semir nickte nur. „Ja...immer wieder träume ich, dass er mich erwischt hat. Dieses Mal war es besonders schlimm.“, entgegnete Semir und schüttelte sich wieder, als er die Gedanken wach rief. „Semir, wir fahren heute zu meinem Großvater und ich hoffe, du kannst dich da einigermaßen erholen.“, gab Ben wieder. Der Deutschtürke nickte nur. „Das hoffe ich auch. Dann werde ich mal meine beiden Töchter aufwecken.“, lächelte er matt und stieg aus dem Sessel. Ben sah ihm nur nach und schüttelte den Kopf. „Andrea...ich denke, ich werde mit Semir in einem Zimmer schlafen, wenn wir bei meinem Opa sind. Es ist vielleicht besser so und du kannst dann endlich mal wieder durchschlafen.“, bot Ben nur an. „Danke, das ist lieb von dir. Ich denke, so ist es das Beste.“, entgegnete sie. Nach dem Essen war die Familie gesättigt und begann damit, die Koffer zu packen. Auch das nahm wenig Zeit in Anspruch. Nur Felix in die Transportbox zu locken, war ein Unterfangen, dass mehrere Stunden in Anspruch nahm. „Komm schon Felix...“, maulte Ben und lockte den Kater mittels eines kleinen Stücks Fischstäbchen in die Box, das war jedenfalls sein Plan. Aber der Stubenkater blieb auf seinem Kratzbaum faul liegen und guckte den Mann nur desinteressiert an. Immer wieder ging Ben dichter heran, doch der Kater blieb nur liegen.
Rolf Bär ging auf der Dorfstraße entlang, wobei gehen das falsche Wort wäre. Wieder hatte er in den ganzen Abend in der Dorfschenke zugebracht und schwankte nun zu seinem alten Eisenbahnwagen, der auf den noch nicht abgetragenen Streckenabschnitt der Waldbahn stand. Er lallte etwas unverständliches vor sich her und sah dann, wie ein grelles Licht auf ihn zukam und dann neben ihn anhielt. „Na Rolf...wieder mal zu viel getankt?“, wollte Harald Grellmann wissen und lachte den Man höhnisch an, fuhr dann wieder weg. „Olles...“, grummelte Rolf und lief dann weiter. Es dämmerte schon und der Wald war nicht gerade dafür bekannt, dass er nach Einbruch der Nacht menschenfreundlich war. In letzter Zeit hörte man immer so ein dumpfes, grollendes Heulen zu hören. „So ein blödes....“, grummelte er wieder und merkte dann, wie seine Blase drückte. Er stellte sich an den Rand eines Weges, von den er einen See überblicken konnte. Er kniff ein paar Mal die Augen zusammen, doch er erkannte, einen Angler am See sitzen. „Diese ollen Fischer...holen mir die ganzen Fische raus...“, fauchte er und ließ seinem Drang freien Lauf. Wie er so am Baum stand, warf er wieder einen Blick zu dem Angler, der sich plötzlich erhob und sein Zeug zusammenpacken wollte. Rolf erblickte plötzlich einen schwarzen, kopflosen Reiter, dessen Pferd keinerlei Hufschläge verursachte, der ein leuchtendes Schwert über den Kopf schwang und damit dem Angler mit einem schrecklichen Schrei den Kopf abschlug. Rolf war wie versteinert und selbst seine Blase zog sich zusammen. Er fiel nach hinten über und rannte mit halb herunter gelassenen Hosen ins Dorf zurück.
Gregor war von seinem nächtlichen Rundlang fast zu Hause, als ihm Rolf entgegen gelaufen kam. Das Gesicht war kreidebleich und die Hosen hingen ihm sonst wo. „Hey...du alter Suffkopf...zieh gefälligst deine Hosen hoch...“, schrie Gregor und brachte ihn mit dem entgegen gestreckten Lauf seiner Waffe zum Stehen. Erschrocken hielt der Einsiedler an und fummelte seine Kleidungsstücke wieder zurecht. „Da...da...hinten...der Angler...ein Reiter...der...hatte...hatte keinen Kopf...er hat...hat dem...dem Angler...den Kopf...“, stammelte Rolf Bär und versuchte, den alten Förster zu überzeugen. „Was sagst du da? Hast wahrscheinlich nur einen über den Durst getrunken...kopfloser Reiter...sind wir hier in Hollywood?“, fragte er spöttisch lachend. „Nein...nein...da...da hinten...komm ich zeig es dir...“, kam es nur von ihm und schon zog er den alten Jäger mit sich, doch als sie an der von Rolf angegebenen Stelle ankamen, war da weder ein Kopf noch eine Leiche...nicht einmal Blut war zu finden. „Sag mal Rolf, und hier soll also eine Leiche gelegen haben, ja?“, kam es nur verächtlich von Gregor. Sina schnüffelte auf dem Boden hin und her und roch etwas, was nur ihre Nase finden konnte. Doch dann verlor sie die Spur wieder nach einigen Metern. „Sina komm...Rolf, du bist verrückt...“ „Aber ich hab ihn gesehen...mit meinen eigenen Augen hab ich ihn gesehen.“, keuchte Rolf. „Geh in deinen Wagen und kurier deinen Rausch aus. Ich hab was anderes zu tun.“, knurrte der Förster und ging mit seiner Hündin nach Hause, wo bald sein Besuch ankam.
Semir sah Ben bei seinem Unterfangen zu. Er lachte nicht, grinste nicht...er stand einfach da. Andrea sah dieser Nichtregung mit Besorgnis zu. Seit diesem Abenteuer hatte Semir selten fast gar nicht gelacht. Seine Spitzfindigkeit, seine Wortspiele...alles weg. Keinerlei Regung bei dem, was sein Kollege tat. „Lass mich mal...“, murmelte er ernst und sah den Kater nur an. Felix hielt den Blick kurz stand. „Rein da!“, forderte Semir mit harter Stimme auf. Felix mauzte kurz und kroch in die Box. Ben sah ihn erstaunt an. „Whow...er hört auf dich...“, versuchte er zu scherzen. Semir sah ihn an. „Klar doch...“, murmelte dieser nur und verließ den Raum. Ben schüttelte kurz den Kopf. Semir brauchte dringend Hilfe. Allein würde er nicht aus dieser Phase heraus kommen. Die Fahrt in die Eifel lief schweigend ab. Während Andrea und die Kinder auf der Rückbank saßen, starrte Semir nur gerade auf die Straße. Ben saß am Steuer. Er beobachtete Semir aus den Augenwinkeln. Auch Andrea bemerkte die Starre die ihren Mann befiel. Sie legte ihm die Hand auf die Schulter. Diese Berührung löste bei Semir ein Zucken aus. Erschrocken sah er seine Frau an, legte dann seine Hand auf ihre und entspannte sich wieder. Ben versuchte Blickkontakt über den Rückspiegel mit Andrea zu bekommen. Wenn alle Stricke rissen, dann würde ein Psychologe bei Semir ran müssen. Im Augenblick sah es so aus. Kalvus schien diesen starken, selbstbewussten Mann gebrochen zu haben. Doch noch gab Ben nicht auf. Er wollte seinen Freund helfen. Sie kamen nach knappen eineinhalb Stunden am Ziel an. Andrea und die Kinder stiegen aus. Mit staunenden Augen sah Aida auf den Hund, der ihr entgegenlief. Als er bellte versteckte sie sich hinter ihre Mutter. Felix fauchte wütend, als wollte er dem Hund sagen, dass seine Familie für ihn tabu wäre.
-
Am nächsten Morgen saßen Semir und Ben im BMW und machten ihre Runde. „Das war verdammtes Glück.“ stieß Semir aus. „Glück? Ja...genau... das war ein Glückstreffer... absolut... Bayern hätte niemals gewonnen, wenn der Idiot von Torwart den Ball gefangen hätte und damit habe ich verloren...aber...Wettschulden sind Ehrenschulden und deshalb lade ich dich auch zum Essen ein. Aber erst mal etwas arbeiten...“ grinste Ben. Semir lachte. „Du bist sehr gnädig...wirklich... aber ich bin es auch...und gebe mich mit einem Essen im Restaurant an der A3 zufrieden...“ gab er zurück. „Ah...Currywurst und Pommes?“ lachte Ben. Semir sah ihn an. „So billig nicht...nee...das muss schon exklusiv sein...ich dachte an einem drei Gänge Menü...so richtig edel....mit Vorspeise und Nachtisch. Das haben die nämlich dort...“ erklärte Semir. „Okay...nur sag mir nicht, was die auftischen...sonst bekomme ich nämlich Hunger...“ ermahnte Ben ihn lachend. „Cobra 11 für Zentrale.“ kam aus dem Funk. „Cobra 11 hört!“ antwortete Ben. „Wir haben einen Leichenfund an der A57 im Waldstück bei km 247....“ gab der Kollege durch. „Verstanden wir übernehmen.“ gab Ben zurück. „Schluss mit Lustig... die Arbeit ruft.“ meinte Semir und trat das Gaspedal durch, während Ben das Blaulicht anmachte. Sie kamen in der frühen Stunde gut voran und erreichten den Tatort eine viertel Stunde später. „Wegener lässt grüßen...Schneewittchen liegt da hinten.“ begrüßte ein Kollege der KTU die Beiden und wies auf die Lichtung. „Schneewittchen?“ fragten Ben und Semir verwirrt. Doch als sie vor der Leiche standen sahen sie warum.
„Whow...das ist krank...“ stieß Ben aus. „Sie sieht echt verdammt hübsch aus.“ murmelte Semir. „Schneewittchen war ein schönes Kind...aber sie ist tot...sie wurde erwürgt. Vermutlich mit einem Gürtel oder mit einer Strumpfhose.“ warf Wegener dazwischen. „Ach...und wissen wir auch schon, wie lange sie hier liegt?“ wollte Semir wissen und beugte sich zu der Toten runter. „Nun... gesehen an den noch nicht so weit vorangeschrittenen Leichenstarre würde ich sagen...sechs bis acht Stunden...vielleicht auch weniger.“ gab Wegener sachkundig von sich. „Irgendwelche Sachen an denen wir sie identifizieren können?“ harkte Semir nach. „Nein...zumindest nicht direkt bei ihr. Was ich ganz klar sagen kann, ist dass sie nicht hier gestorben ist, sondern hier abgelegt wurde...“ erläuterte Wegener weiter. Ben sah ihn an. „Woher willst du das wissen?“ fragte er nach. „Sie ist erwürgt worden...das heißt, sie muss gestrampelt und versucht haben, sich zu befreien. Ein Tod dieser Art dauert lange...und in der Panik hätte sie Spuren hinterlassen...aber hier ist nichts...also ist es nicht der Tatort...“ erklärte Wegener. „Alles weitere wie immer nach der Obduktion.“ hängte er an und verschwand. Semir sah ihm nach. „Schade um das hübsche Kind.“ murmelte er, als die Männer der KTU das Mädchen in den Sarg legten. Hartmut, der nun zu ihnen stieß, sah sie an. „Hast du was für uns?“ wollte Ben sofort wissen. „Ich muss erstmal anfangen. Guten Morgen. Was gibt es denn?“ fragte Hartmut nach. „Schneewittchen ist tot.“ murmelte Semir und erntete von Hartmut sonderbare Blicke. „Semir...ich will dich ja nicht gerade verunsichern, aber die hat noch nie gelebt...das ist eine Märchenfigur...“ erläuterte Hartmut sanft. „Was?“ harkte Semir nach. „Schneewittchen...ist eine Märchenfigur…“ stellte Hartmut sanft fest. „Ja sicher…weiß ich doch.“ kam von Semir. „Ja und warum soll sie dann tot sein?“ harkte Hartmut etwas unverständlich nach. Semir rollte die Augen. „Das tote Mädchen…es war angezogen wie Schneewittchen…“ klärte er den Techniker auf. „Ach so…“ strahlte Hartmut als er verstanden hatte was Semir meinte.
-
Katrin sah den Mann an. Sie schwankte leicht, aber sie wollte Sex…sie brauchte es. Seit Kai sie sitzen gelassen hatte, war niemand mehr da gewesen der ihr das gab was sie brauchte. Und dieser Schwachmaat war genau der Typ, den sie dazu gebrauchen konnte, dachte sie und fiel regelrecht über den Mann her, als die Tür geschlossen war. Sie war heiß…doch nun kam das Handicap von Leo zum Vorschein. Bevor Katrin sich so richtig an seiner Männlichkeit erfreuen konnte ließ er nach. Er fiel zur Seite und sah sie an. „War das gut?“ stieß er aus. Katrin sah ihn verächtlich an. Sie schien nun nicht mehr so betrunken zu sein, wie sie vorgab. „Bitte was? Das war gar nichts! Kommst du schon beim anmachen oder wie?“ lachte sie. Sie sah wie Leo zusammenzuckte. „Was soll das heißen?“ wollte er wissen. „Ich hatte schon viel Bessere. Hör mal…Kleiner… am besten übst du erst einmal, bevor du denkst, eine Frau glücklich machen zu können. Ich kenne da einen Vertrieb der Plastikpuppen für Anfänger verkauft. Versuch es doch mal bei denen. Wenn die anfangen zu glühen, dann bist du für die lebenden Frauen wie geschaffen…“ verhöhnte sie ihn. Sie warf die Decke beiseite und steckte sich eine Zigarette an. Tief zog sie den Rauch ein und sah auf ihn hinab. „Das kleine Ding müsstest du pflegen…pack ihn am besten in Watte bis er bereit ist…“ ließ sie nicht locker. Sie sah nicht wie Leo die Fäuste ballte und tief ein und aus atmete. Sie sah auch nicht, wie wütend er war. Als sie die Zigarette beendet hatte zog sie sich an. Dabei bewegte sie sich so sexy, dass es jeden anderen Mann hätte wahnsinnig machen können. „Weißt du…ich kann ja ein gutes Wort bei dem Laden für dich abgeben… dann bekommst du sogar Rabatt…“ machte sie weiter während sie sich nach und nach ankleidete. Sie bekam nicht mit, dass Leo aufstand und sich hinter sie stellte. „Lachst du über mich, Katrin?“ fragte er. Katrin sah ihn an. „Ja sicher…meinst du ich heule? Mensch…nimm es mir nicht übel, aber das war…nichts… das war Ringelpietz mit Anfassen...mehr nicht…“ erklärte sie und griff zu ihrer Strumpfhose. Schnell griff Leo zu und riss sie ihr aus der Hand.
Leo sah Katrin skeptisch an. „Warum sagst du sowas?“ wollte er von ihr wissen. „Du bist kein Liebhaber… du bist eine Enttäuschung auf der ganzen Linie…“ lachte sie ihn aus. Leo atmete heftiger. Wieder machte sich eine über ihn lustig. Er drehte die Strumpfhose zwischen seinen Händen und sah sie an. „Darf ich bitte meine Strumpfhose haben?“ forderte sie und machte einen Schritt auf ihn zu. Leo nickte. Blitzschnell legte er ihr die Strumpfhose um den Hals und zog mit einem Ruck zu. Katrin krallte ihre Hände in den Strumpf und versuchte sich zu befreien, doch gegen Leo kam sie in seiner Wut nicht an. „Niemand lacht über mich...niemand!“ fauchte er sie an. „Bitte...nicht...“ flehte sie mit krächzender Stimme und fing an zu röcheln. Doch Leo hörte nicht. Er zog weiter zu. Katrins Augen weiten sich, sie spürte, dass es ihr Ende war. „Ich werde dich fressen mein Rotkäppchen...niemand lacht über den bösen Wolf...niemand...“ sagte er leise. Katrin ging langsam in die Knie. Die Augenlider zuckten und die Hände sackten runter. Jede Gegenwehr erstarb. Blut sammelte sich in ihren Augen, doch Leo ließ nicht nach. Erst, als sie leblos in seinen Händen hing kam er zu sich. Er ließ sie zu Boden fallen, ging duschen und aß dann gemütlich einen Hamburger. Er sah auf den leblosen Körper und lachte. „Ich hab gewonnen...“ stieß er aus. Als er fertig war, nahm er einen Müllsack und packte den reglosen Körper hinein. Dann schnürte er ihn zu, schulterte ihn und brache ihn zu seinem Transporter. Die Fahrt ging zunächst ziellos durch die Gegend bis er in einen Waldweg fuhr. „Das Rotkäppchen wurde vom bösen Wolf im Wald gefressen....du meine geliebte Katrin, bist genauso schön wie Rotkäppchen und so wirst du auch begraben werden...“ lachte er leise. Doch bevor er die Leiche entsorgen konnte hörte er wie Spaziergänger auf ihn zukamen. Verdammt, dachte er und lud sie wieder ein. „Gut...dann legen wir Rotkäppchen vor dem Haus der Großmutter ab...“ knurrte er und fuhr auf die Autobahn. Doch so schnell konnte er seinen Job nicht ausführen, denn dort, wo er Katrin ablegen wollte, war viel Betrieb. So suchte er nach einem Ort, der ruhig und abgeschieden war. An einer Raststätte hatte er die Möglichkeit. Er zog die Tote aus dem Wagen und warf sie achtlos in einem Müllcontainer. Niemand beachtete sein Tun und so konnte er nur wenige Augenblicke später wieder nach Hause fahren.
-
Elli,Du könntest Dich doch mal als Drehbuch Autor bei RTL bewerben! Besser können die das auch nicht machen.Deine Story's sind einfach klasse.

Danke Silke... das habe ich schon versucht, leider ohne Erfolg...meine Geschichten sind denen nicht genug durchdacht...
-
Na da bin ich ja mal gespannt was Peter mit Semir vorhat....irgendwie habe ich ein ganz blödes Gefühl..und das mag ich nicht....absolut nicht...
-
Danke für die Story...sehr interessant schade das Jenni derzeit nicht mehr mitschreibt, aber man muss halt auch mal zurück stecken....Freu mich auf die nächste Story von dir und auf die nächste mit dir...

-
Ich stürze mich immer mit Freude ins Forum , um die Stories zu lesen . Nicht nur Ellis, aber diese hier hat mal wieder was richtig fesselndes, und Elli ist mal wieder entfesselt
lol ist schon lange her, dass ich gefesselt wurde, aber ich liebe es euch zu fesseln, wenn ich etwas entfessle....
Habt ihr verstanden oder? Klar habt ihr....und was das Private angeht...es gehört doch dazu... die Helden arbeiten nicht nur..sie haben auch in ihren Rollen etwas Privatleben, was leider viel zu kurz kommt. Aber vielelicht ändert es sich ja mal....
Ach noch was...ich lasse mich auch gern "auf den Arm" nehmen mit Geschichten, wenn Tom/Ben oder Erdogan/Semir sie gut rüberbringen... Denn das beflügelt meine Ideen und zack...entsteht eine neue Geschichte....

-
Andrea ging in die Küche und kam nur wenig später mit zwei Kölsch und einem Tablett mit Schnittchen zurück. „Helft mir mal..“ bat sie und sofort war Ben da um ihr das Tablett abzunehmen. Er griff mit der anderen Hand zu und steckte sich das erste Stück in den Mund. „Mmmmhhh...lecker.“ lobte er sofort die Hausfrau. Das Tablett stellte er sich auf den Schoß als er wieder saß und sah zu Semir. „Du hast es echt gut...weißt du das eigentlich?“ wollte er von ihm wissen. „Was? Warum?“ fragte Semir irritiert. „Du hast eine Frau, die dich liebt...eine Tochter die mich liebt und ein schönes Zuhause. Was für ein Reichtum...“ grinste er. „Ja...und du bist ja so ein armer Wicht mit deinen Milliönchen auf dem Konto...“ entgegnete Semir. „Ach Semir...Geld allein macht nicht glücklich. Du weißt doch...was nützt dir das viele Geld, wenn du keinen hast, mit dem du das Geld ausgeben kannst? Du schläfst immer allein ein, wachst morgens allein auf. Musst dir das Frühstück selbst machen...sitzt immer allein vor den Fernseher...“ erklärte Ben die Nachteile seines Singledaseins. „...bei dir gibt es kein Streit um das Programm...keine Kinder, die schreien und ihr Recht wollen...ja, ja...alles hat seine Vor- und Nachteile...“ entgegnete Semir ihm. Der Schiedsrichter pfiff die zweite Halbzeit an. Ben öffnete die Bierflaschen und stieß mit Semir an. „Auf unsere Freundschaft.“ sagt er und trank einen Schluck. Sie fieberten mit der nun gewinnenden Mannschaft und genossen diesen herrlichen Abend. Sie ahnten zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass es für eine sehr lange Zeit der letzte schöne Abend sein würde, den sie verbringen konnten. Gegen Mitternacht gingen alle ins Bett. Da Ben Bier getrunken hatte, durfte er im Gästezimmer der Gerkans übernachten. Andrea legte ihm alles zurecht, was er brauchte und verschwand mit Semir ins Schlafzimmer. Ben ging noch einmal zum Wohnzimmer und nahm sich die letzten Schnittchen vom Tablett. „Zu schade zum wegwerfen...meinte er und schob sich eines nach dem Anderen rein. Anschließend legte er sich hin und war schnell eingeschlafen.
Leo Kurzer sah sich das Mädchen an der Bar prüfend an. Die roten Haare waren sehr lang und die strahlenden grünen Augen. Sie hatte das gewisse Etwas, das ihn anmachte. Sie sah aus wie eine Prinzessin. Wie seine Prinzessin. Aber er musste vorsichtig sein. Sein Ruf ein toller Liebhaber zu sein musste gepflegt werden. Schon zu oft hatten ihn Mädchen ausgelacht, weil er versagt hatte. Ausgerechnet er… er war ein Hengst im Bett…okay… okay… er musste zugeben, dass er nicht wie ein Prinz aussah, aber er hatte andere Qualitäten und die mussten hervorgeholt werden. Jedes Mal, wenn die Frauen über ihn lachten, tat es ihm weh und er wünschte sich, der Frau zu zeigen, was in ihm steckte, doch… bisher konnte er seine Wut beherrschen. Dennoch spürte er den Drang, sich dagegen zu wehren und je länger er das Mädchen dort ansah, umso stärker wurde es. Er räusperte sich und sah sich noch einmal um. Scheinbar war die Hübsche ganz allein. Er ging hin. „Hallo … schöne Prinzessin...“ säuselte er. Die Rothaarige drehte sich zu ihm um und lächelte. „Hi…“ hauchte sie ihm an. Die Alkoholfahne die ihm traf, zeigte dass sie nicht nur ein Glas getrunken hatte, aber das war ihm egal. „Bist du ganz allein?“ fing er an zu flirten. „Ja…leider. Und du wie ich sehe auch…“ lachte sie. So eine billige Anmache schien sie lustig zu finden, oder sie war so betrunken, dass sie den Sinn nicht verstand. „Wir können ja gemeinsam allein sein… oder erwartest du noch jemanden?“ wollte Leo wissen. „Nein…aber ich habe Durst…“ forderte sie ihn auf sie einzuladen. „Ich bin Leo…und du?“ stellte er sich vor. „Katrin…“ gab sie von sich. „Katrin… ein wunderschöner Name für eine wunderschöne Prinzessin…“ säuselte er weiter. Dabei strich er mit seinem Finger über ihren nackten Oberarm. „Whow… so schön hat es noch niemand ausgedrückt…“ lachte sie. „Ja…? Was willst du denn trinken?“ harkte Leo nach. „ich nehme eine Bloody Marie…“ bestellte Katrin beim Barmann. „Ich auch..“ hängte Leo an. „Was hältst du von einem schönen Abenteuer? Ich meine…wenn du Lust hast…?“ lächelte er schüchtern. Katrin sah ihn an. „Warum eigentlich nicht… aber wir fahren kein Auto mehr… höchstens als Passagiere…“ lachte sie mit schwerer Zunge. „Natürlich…“ gluckste Leo zurück Er ließ sich ein Taxi rufen und fuhr mit ihr zu seiner Wohnung.
-
Na das sieht man doch was für ein großes Herz Chris hat...er verzeiht Alex....klasse geschrieben wie immer....aber was ist mit Semir? Sieht der nun aus wie ein wandelnder Verbandskasten? Muss er im Krankenhaus bleiben oder darf er heim und was wird Andrea sagen?
-
„Zeit zum Schlafen Ayda...“ sagte er mit einer melodischen Stimme und Aydas Mund öffnete sich weit. „NEIN!! NEIN!!!“ protestierte sie. Ben sah sie an. „Semir...das geht nicht...du kannst sie doch nicht bei diesem Cliffhänger ins Bett schicken. Die bekommt ja Alpträume...!“ begehrte auch Ben auf. Semir rollte die Augen. „Ich musste auch ins Bett als J.R. angeschossen wurde...“ behauptete er grinsend. Ben sah in erstaunt an. „Wer?“ fragte er mit hochgezogener Augenbraue nach. Semir winkte ab. „Vergiss es...aber für Ayda ist nun Schlafenszeit und damit Ende mit dem Lesen...“ sagte er und nahm Ben das Buch weg. Ayda griff sofort zu und strampelte mit den Beinen als er sie hochnehmen wollte. „Nein Papa...nein...ich will das Ben mich ins Bett bringt und noch lesen!!“ protestierte da Mädchen doch Semir blieb eisern. „Hör mal Schatz...auch ein großes Baby muss ins Bett...“ bei diesem Satz sah Semir zu Ben. „Ha-ha...sehr witzig...echt...sehr witzig...“ grinste dieser nur. „So und nun sagst du Ben gute Nacht und gehst fein schlafen...komm Süße.“ forderte Semir auf und versuchte Ayda von Ben zu trennen. Doch Ayda klammerte sich an ihn fest. „Ben...soll mich ins Bett bringen!!“ forderte sie. Ben sah Semir an „Das nenne ich einen Sieg...deine Tochter liebt mich mehr als dich...“ grinste er frech. Er nahm Ayda auf den Arm und stand auf. „Okay... Ayda... meine Süße...ich bringe dich ins Bett und dann lese ich dir noch eine Seite vor... aber das darfst du nicht Papa sagen.“ flüsterte er ihr für Semir hörbar ins Ohr. Ayda sah ihn an und blickte dann zu Semir. Sie überlegte kurz und dann kam laut von ihr „Alles klar...“. Ben sah lachend zu Semir und dieser schüttelte resignierend den Kopf. Gegen zwei kam er einfach nicht an. Er sah auf die Uhr. „Ich geh mir die erste Halbzeit anschauen.“ gab er bekannt und setzte sich vor den Fernseher. „Ja doch...aber weißt du was? Ayda ist mir viel wichtiger als Fußball...“ kam von Ben. Semir zog die Achseln hoch. Dabei stöhnte er so gequält auf, dass es einem schon Leid tun konnte.
Ben brachte Ayda ins Badezimmer und gab ihr die Zahnbürste in die Hand. „Ben auch!“ befahl das Mädchen und Ben sah zu Semir. „Geh als gutes Beispiel voran...“ grinste er nur. Ben tat es. Anschließend schlupfte Ayda in den Schlafanzug und streckte die Arme fordernd nach Ben aus. Er nahm sie hoch und trug sie ins Schlafzimmer. Ayda drückte Ben einen dicken Schmatzer auf die Wange. Sofort grinste er noch breiter und sah Semir triumphierend an. Er legte Ayda ins Bett und deckte sie zu. Dann ging es mit dem Märchen weiter. Aus der einen Seite noch...wurden vier, dann war Ayda eingeschlafen. Leise schlich Ben aus dem Kinderzimmer und schloss vorsichtig die Tür. „Du hast selbst Schuld...wenn du dich so an meine Tochter ranschmeißt...“ grinste Semir. Ben zuckte zusammen und sah ihn an. „Musst du mich so erschrecken? Ich bin froh, dass sie schläft...Mensch...“ fauchte er leise. Semir grinste nur. „Du willst mir den Rang bei meiner Tochter ablaufen...da darf ich dich dann wohl erschrecken oder...?“ Ben lachte leise. „Hast du Angst deine Tochter könnte mich mehr lieben als dich? Nur keine Sorge...das tut sie schon.“ gab er zurück. Semir verpasste ihm eine Kopfnuss. „Da lad ich dich mal zum Essen und Fußballgucken ein und du liest meine Tochter in den Schlaf. Was soll ich bloß davon halten?“ tadelte er seinen Partner. Ben überlegte kurz. „Sieh es doch mal so...ich bin der beste Geschichtenerzähler, den du für Ayda finden konntest.“ schlug er vor. Semir rollte die Augen. „Eigenlob stinkt!“ behauptete er. Ben hielt die Nase hoch und schnüffelte. „Also außer den frisch belegten Broten von Andrea rieche ich nichts...doch...doch warte.....da ist noch ein Duft...Bier...ja...eindeutig Bier.“ lachte Ben. Gemeinsam gingen die Männer zu Andrea, die bereits mit Chips vor dem Fernseher saß. „Ich dachte, ihr wolltet Fußball gucken?“ fragte sie. Semir knurrte leise. „Ich hab ja schon was gesehen aber er...“ er zeigte auf Ben. „...er ist ein Verräter und meine Tochter war ihm wichtiger...“ grinste Semir. Ben setzte sich neben Andrea. „Och und nun hat er auch noch die Highlights der ersten Halbzeit verpasst...das nenne ich jetzt aber Pech...“ grinste Semir und provozierte Ben. Dieser sah Andrea an. „Null : Null...hast nichts verpasst. Lass dich nicht ärgern und danke für deine Hilfe...“ lachte Andrea nun. Semir ließ sich zwischen Andrea und Ben lassen. „die Zweite wird sicher genauso langweilig.“ meinte sie nur. Semir sah sie an. „Fußball ist nicht langweilig...das ist spannend.“ verteidigte er seine sportliche Leidenschaft. „Ja...entspannend... du hast noch kein Spiel bis zum Ende verfolgt. Entweder bist du eingeschlafen, oder aber du wurdest zum Einsatz gerufen.“ lachte Andrea nur. „Wollt ihr noch ein Bier?“ fragte sie nach. Semir sah sie grinsend an. „Ja...ich schon...das Baby hier darf aber höchstens eine halbe.“ fing Ben an Semir zu necken. Dieser holte aus und verpasste ihm einen imaginären Kinnhaken. „Ich nehme auch eins.“ lachte Semir.
-
Das geht sich ja richtig gut an ... so ein Psychopath und die Brücken zu den Helden. Genialer Start
Freu mich auf die nächsten Kapitel 
Danke für das Kompliment....
Psychopathen find ich ja immer interessant....und Ben als Märchenonkel....süüüüß.

ja...von Ben würde ich mir auch noch was vorlesen lassen. Vieleicht nicht gerade Märchen, aber...nun ja.....;)
Ach so...diese Story war eigentlich eine "Schnapsidee"... von mir und Jenni. Aber lest selbst... wenn Autoren miteinander chatten...lol
-
Ach klasse....Semir hat das Abenteuer überlebt...Chris hat es auch.....und Alex...nun ja....der arme kann einem schon Leid tun. Hat doch nur seinen Job gemacht und wird sicher das nächste Mal mehr nachdenken. Dennoch...Josh und alle anderen soltlen ihm verzeihen....
-
Na was für ein Start...danke für die drei Teile.....heute ist ein Feiertag...lol....
Nun .....das Peter sich das nicht denken konnte, ist doch wohl klar, das Semir stutzig wird. Aber sehr gut beschrieben..bin mal gespannt wann es nun losgeht...Chris....das Jahr startet..ich möchte ab heute bitte wieder regelmäßig was lesen...klar

-
Ab sofort dürft ihr euch wieder auslassen.... Feedet was das Zeug hält.....und viel Spaß beim Lesen
-
So allen ein frohes neues Jahr...und mit Start von 2011 startet auch meine neue Geschichte....
***********************************************************************************************************************

„Mein armes Schneewittchen...“ tadelte Leo und sah auf das Mädchen vor ihm. Sie trug ein Ballkleid aus blauer Seide was ihre Figur umspielte. Das schwarze dichte Haar umrahmte ihr Gesicht und der rote Mund war verführerisch bemalt. Alles in allem war sie wunderschön, dennoch hatte sie einen Fehler. Sie war tot. Noch jetzt sah man die Abdrücke des Gürtels mit der er sie erwürgt hatte. „Du hattest den besten Sex der Welt. Aber du hattest ja nichts besser zu tun, als zu lachen. Das war dein Fehler. Ich bin der beste Liebhaber, den es auf der Welt gibt. Und das wird jede die mit mir geschlafen hat bestätigen. Jede verstehst du. Du hast es gewagt dich über mich lustig zu machen und musstest bezahlen, Schneewittchen. Deine Zwerge werden dir sicher ein schönes Grab geben...“ sprach er, strich der toten Frau über die rötlich geschminkten Wangen, küsste sie noch einmal auf den Mund und verscharrte dann die Frau mit dem um sie herumliegenden Laub. Sie war nur spärlich bedeckt und würde sicher schnell gefunden werden, Doch das war Leo egal. Er hatte nur seine Ehre verteidigt. Schneewittchen hätte nicht lachen dürfen...dachte er und wollte gerade in sein Auto steigen, als er seinen Fehler bedachte. Er hatte sie geküsst...seine DNA ...sie konnte ihn verraten. Er musste es wegwischen...bevor man sie entdeckte... Schnell nahm er ein Putzlappen aus dem Kofferraum und einen Lippenstift aus dem Handschuhfach und ging noch einmal zu der Leiche. Grob wischte er ihr die Lippen ab und ging sogar mit dem Lappen in ihren Mund um eventuellen Speichel von ihm zu entfernen. Dann schminkte er ihr die Lippen erneut in feurigem Rot. Erneut warf er Laub auf ihr Gesicht um sie zu bedecken. Anschließend fuhr er nach Hause, wusch sich und legte sich mit seinem Märchenbuch ins Bett. Über das Märchen „Rotkäppchen“ schlief er ein.
Ben saß mit Ayda im Wohnzimmer von den Gerkans, während die Eltern in der Küche waren um die Snacks für das bevorstehende Fußballspiel vorzubereiten. „Großmutter...warum hast du sooooo große Augen?...fragte das Rotkäppchen und die Großmutter lächelte. Damit ich dich besser sehen kann...“ las Ben das Märchen vor. Die Augen der mittlerweile fünfjährigen Ayda wurden groß als sie der Erzählung zuhörte. Ihr Märchenonkel machte eine Pause und sie klopfte auf das Einband des Buches. „Weiter!!! Weiter!!“ forderte sie auf. „Weiter!!“ Ben lächelte und strich Ayda über ihren blonden Haarschopf. „Nun sei doch nicht so ungeduldig...“ mahnte er das Mädchen und blätterte um. Ayda sah ihn fragend an. „Warum?“ wollte sie wissen. Ben lächelte sanft. „Weil Ungeduld manchmal sehr hart bestraft wird. Genau wie Neugier...manchmal muss man eben Geduld haben...“ erklärte er. „Warum?“ kam die nächste Frage des Kindes. Ben überlegte kurz. Was sollte er sagen? „Nun ja...wenn du ungeduldig bist, wirst du sehr unvorsichtig und kannst dann in Gefahr geraten...“ versuchte er. Ayda überlegte kurz. Scheinbar wurde ihr das Thema aber zu langweilig und sie wies erneut auf das Buch. „Weiter!!“ forderte sie auf. „Schon gut...“ stöhnte Ben und rollte die Augen. Ayda rückte sich auf seinem Schoß zurecht. „Großmutter...warum hast du sooooo große Ohren...fragte das Rotkäppchen weiter. Wieder antwortete die Großmutter mit einer tiefen dunklen Stimme...damit ich dich besser hören kann....“ las Ben vor und verstellte die Stimme entsprechend. Ayda zuckte zusammen und kuschelte sich enger an ihn. Die Erzählung wirkte, also war er wohl kein schlechter Erzähler. Ben blätterte weiter und auf der nächsten Seite war eine Abbildung des Wolfes in Kleidung der Großmutter zu sehen. „Das ist nicht die Großmutter!!! Das ist sie nicht!!“ empörte sich Ayda als sie dies sah. Ben staunte nicht schlecht. „Hey...die Auffassungsgabe wie der Papa...Beachtenswert...“ lobte er das Mädchen und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. Ayda gluckste vergnügt. Ben sah sie an. „Weiter im Text...Großmutter wieso hast du sooooo einen großen Mund?“ las Ben vor. In diesem Augenblick ging die Tür auf und Semir stand mit verschränkten Armen auf der Schwelle.
-
Am 10.2.2011 "Die schwarze Madonna"
-
Der BMW schlidderte über den Schneematsch, der sich auf die Straßen gelegt hatte und erreichte das Krankenhaus noch rechtzeitig. Dass Semirs Beifahrersitz mit Blut verschmiert war, kümmerte ihn nun erst einmal herzlich wenig. Sie rannten den Flur hinunter und direkt zum Kreissaal. „Moment, wo wollen sie denn mit dem Arm hin?“, stellte sich ein Arzt ihnen in den Weg. „Ich...meine Frau.... sie liegt in den Wehen und bekommt gleich unsere Kinder. Ich muss...ich will zu ihr...“, forderte Ben aufgeregt. „Aber sie können nicht mit der Wunde und dem Blut in den Kreissaal hinein. Kommen sie, lassen sie mich die Wunde wenigstens verbinden.“ „Können sie das nicht da machen...meine Carla braucht mich jetzt.“, flehte Ben und sah dem jungen Arzt in die Augen. Dieser machte kehrt, kam mit einem Notfallkoffer zurück und ging dann mit den Männern in den Kreissaal hinein. „Ben...Gott...Gott sei dank...“, stieß Carla unter Hecheln aus, als sie ihren Mann durch die Tür kommen sah. „Ich bin da, mein Engel... jetzt kannst du loslegen...“, lächelte er. Sie lächelte angespannt, sah die Wunde kaum. „Okay...jetzt bitte pressen...“, forderte die Hebamme. Carla schrie, stöhnte und presste. Im nächsten Moment war ein lauter „Bums“ zu hören. Der Arzt drehte sich um und erblickte die beiden Männer am Boden liegen. Kopfschüttelnd wandte er sich wieder der Mutter zu. „Noch mal…“ sagte er grinsend. Das erste Kind war nach guten zwanzig Minuten da und auch Nr. zwei ließ nicht lange auf sich warten.
Ben sah Semir an als sie auf dem Flur saßen. „Ich bin nur umgekippt weil die Wunde in der Schulter weißt du…“ redete er sich raus. Semir nickte wissend. „Ja sicher…ich nur weil ich Hunger hatte..“ grinste dieser. „Nein wirklich…mir ist Schwarz vor Augen geworden…und…dann …also…das ist bestimmt die Wunde..“ erklärte Ben. Semir lachte. „Oder wir sind für diese Sache einfach nicht geschaffen. Kinder kriegen und Schmerzen aushalten...das ist doch eher was für die Frauen. Und so wie es ist… ist es gut..“ sinnierte Semir und stand auf. „Wo willst du hin?“ wollte Ben wissen. „Einen Kaffee holen…den brauch ich nämlich.“ Ein Babygeschrei war zu hören. „Da sind sie…meine Kinder….mein eigener Sohn… und meine Tochter…“ strahlte Ben und betrat den Kreissaal erneut. „aber nicht wieder umkippen..“ lachte Semir. Doch auch er vergaß den Kaffee und ging mit hinein. Carla lag völlig erschöpft aber glücklich im Bett. In jedem Arm ein kleines Bündel. „Hier sind deine Kinder...“ sagte sie leise. Ben sah auf die Kinder und auf seine Frau. Ein langer Kuss folgte. „Ich liebe dich….mein Engel…“ hauchte er ihr zu. Sanft schob er das Deckchen von Sohn aus dem Gesicht… „Er sieht mir ähnlich…“ strahlte er. Carla nickte. „Beide…sie sehen sich ähnlich…wie ein Ei dem Anderen…und wie sollen sie nun heißen?“ wollte sie wissen. Doch bevor Ben antworten konnte, kam der Arzt zu ihm. „so…und nun ist die Wunde dran..“ unterbrach er die Familienidylle. „Welche Wunde?“ wollte Carla wissen. „Nicht so wild…ist nur ne Kugel..“ lächelte Ben. Carla sah ihn erstaunt an. „Ist wirklich nicht so schlimm…versprochen…sie muss nur rausgeholt werden und gut ist…“ erklärte er erneut. „du kannst froh sein, dass ich zu müde bin, mich damit zu beschäftigen. Aber ich komme noch dahinter, was passiert ist…“ drohte Carla. Ben sah zu Semir, doch dieser grinste nur. „Willkommen in der Ehewelt...“ sagte er leise. Ben sah noch einmal zu Carla. „Willkommen auf der Welt…Bastian und Isabella..“ gab er leise von sich. Er küsste seine Kinder und seine Frau. „Ich liebe dich unendlich….“ Erklärte er erneut. Doch dann hieß es auch für ihn ab in den Röntgenraum denn der Arzt stellte fest, dass die Kugel noch drin war. „OP!“ befahl der Doc.
Semir sah dem Familienglück der vier zu. Ben strahlte bis über beide Ohren. Aber er konnte auch glücklich sein. Seine Familie war komplett. Zwei Kinder auf einen Streich. „Sind sie nicht süß?“ riss Andrea ihn aus den Gedanken. „Ja…super süß…“ gab Semir zu. Andrea küsste ihn. „Da bekommt man direkt wieder Lust….darauf...oder?“ lachte Andrea. „Oh nein…Andrea..nein…zwei Kinder reichen...Layla ist gerade mal ein Jahr alt...noch eins..nein…lass mir etwas Zeit…bitte...“ flehte Semir grinsend. „Nun ja…nur üben können wir doch mal... ein Sohn fehlt noch…“ schlug Andrea vor. Semir umarmte seine Frau. „Das ist ein schöner Gedanke, aber im Augenblick ist es genauso wie es ist schön. Ich bin der Hahn im Korb und das möchte ich auch ne ganze Weile sein…“ grinste Semir. „Und gegen das Üben sagst du nichts?“ staunte Andrea. „Nein…das ist schließlich auch Sport…“ lachte Semir. „Dann wollen wir die Vier mal allein lassen..“ schlug sie anschließend vor. Sie verabschiedeten sich von der frischgebackenen Familie und fuhren nach Hause.
*************************************************************************
Ende oder Fortsetzung? Sehen wir mal…vielleicht fällt mir oder uns ja noch was ein…. -
Kaum ist die 17. STaffel auf dem Markt gibt es bereits die Ankündigung von Amazon, dass die Staffel 18 von Alarm für Cobra 11 iam 11 Februar 2011 (wie passend die Zahlen doch sind)
-
Carla lag im Bett und versuchte zu schlafen. Verdammt warum kam Ben nicht? War alles in Ordnung? War er in Gefahr? Oder war es nur normale Überstunden? Er wollte doch eigentlich für sie da sein…und nun…Andrea musste doch wissen, wo er war. Sie griff zum Handy und rief ihre Freundin an. „Andrea…wo ist Ben? Warum meldet er sich nicht? Ich fühle, dass er in Gefahr ist…bitte sag mir die Wahrheit…bitte….“, flehte sie leise. „Carla..nicht aufregen…Ben kommt gleich mit Semir nach Hause. Sie müssen nur noch einen Bericht abliefern, weil sei wieder ein Auto demoliert haben. Du kennst die Krüger doch auch…die flippt immer aus, wenn das passiert…“, gab Andrea durch. „Du lügst mich nicht an? Es ist alles in Ordnung?“, harkte Carla noch einmal nach. „Es ist alles in Ordnung…ich verspreche dir, dass ich dir Ben vor der Geburt bringe...in einem Stück…wirklich…“, versprach Andrea. „Danke….die Wehen lassen im Augenblick nach aber die Herzen der Beiden schlagen so wild….das ich glaube es zu spüren.“, lachte Carla leise. „Was sagt der Arzt?“, wollte Andrea wissen. „Es ist bald soweit…ich soll gleich in die Wanne, damit die Wehen stärker werden und der Muttermund sich öffnet. Ich habe Angst...was wenn die Kinder nicht gesund sind?“, wollte Carla wissen. „An sowas darfst du nicht denken. Du hast sie neun Monate unter deinem Herzen getragen...es werden so prächtige Kerle werden wie dein Mann.“, lächelte Andrea durchs Telefon und versuchte ihrer Freundin Mut zu machen. In diesem Augenblick kam eine starke Wehe. „Andrea…! Es…es…geht los….aua….es…tut weh…“, weinte Carla. „Leg dich hin und atme….hörst du…atme tief ein….und aus…und ein…und aus.“, animierte Andrea sie über Telefon. Carla tat es. „Ich rufe die Schwester…es geht nicht….hol du Ben…bitte…es ist jeden Augenblick soweit…“, flehte Carla und legte auf. Nur wenig später war die Hebamme da und tastete Carla ab. „In zwei Stunden….wir werden jetzt baden gehen und dann etwas entspannen. Das Bad muss so heiß wie möglich sein, damit die Geburt leichter geht….“, erklärte sie der werdenden Mutter. Carla nickte und stand vorsichtig auf.
Andrea legte besorgt auf. Wie sollte sie es denn schaffen Ben rechtzeitig ins Krankenhaus zu bringen. Sie rief Semir an. „Ja…?“, hörte sie die Stimme von ihrem Mann. „Carla ist bald soweit…wie weit bist du?“, wollte sie wissen. „Andrea….verdammt…ich…Ben ist immer noch als Geisel drin. Wir versuchen den Täter zur Aufgabe zu bringen, aber es sieht derzeit schlecht aus…“, erklärte Semir. „Carla zählt darauf, dass er da ist, wenn die Kinder zur Welt kommen. Also sieh zu...und pass auf dich auf…bitte. Ich fahre gleich zu Carla, damit wenigstens einer da ist, der ihr Händchen hält…“, gab Andrea zurück. „Danke mein Schatz..ich liebe dich…ich hoffe inständig, dass ich Ben gleich raus habe und dann bringe ich ihn persönlich zu Carla…versprochen...“, gab Semir durch. Andrea legte auf und fuhr zur Klinik zurück. Ihre Töchter wurden in der Zeit von ihrer Nachbarin betreut. Im Krankenhaus fragte sie sich nach Carla durch und erführ, dass sie bereits im Bad war, um die Geburt einzuleiten. Andrea sah auf die Uhr. „Das wird verdammt eng…Semir….beeile dich…bitte…beeeile dich…“ flehte sie leise.
Eben ließ Semir den Hörer sinken, schon klingelte es erneut. „Gerkhan?“ „Hören sie, ich werde jetzt rauskommen. Halten sie ihre schießwütigen Männer zurück. Ich ergebe mich...Haben sie mich verstanden?“, wollte Kyle wissen. „Wir werden nicht schießen, aber zuerst will ich wissen, auf wen sie geschossen haben. Wenn sie auf meinen Kollegen geschossen haben, dann...“ Wieder war es still in der Leitung. „Hallo? Hallo? Verdammt...“, stieß Semir nur aus und sah zur Tür hinüber. Sie ging nicht auf. „Oh nein...nein...nein...“, schellte er sich selbst dafür. Plötzlich kam ein anderer Wagen in die Königsallee gefahren. Rubens stieg aus und ging auf den Überwachungswagen zu. „Hauptkommissar Rubens...was...was machen sie denn hier?“, wollte Semir erstaunt wissen. „Ich bin hier, um Wolfgang Fallberg zu verhaften. Wir haben dringende Beweise dafür, dass er seine Frau ermordet hat. Die Wohnungsdurchsuchung hat das auch noch bestätigt.“, erklärte er und sah auf den Laden. „Was ist denn hier los?“, fragte der Kriminalhauptkommissar dann. Ehe Semir aber antworten konnte, ging die Tür des Ladens auf und Ben kam mit einem jungen Mann ins Freie. „Was soll das denn jetzt?“, fragte er, doch Semir war anderweitig beschäftigt. „An alle Kräfte...nicht schießen...ich wiederhole...kein Feuerbefehl...“, wies Semir die Leute vom SEK nur an. „Falke 1 verstanden...Geier 2 geht klar...Adler3 verstanden“, meldeten sich die Teams per Funk. Alle sahen gespannt zur Ben und dem jungen Mann.
Ben sah auf die vielen Polizisten und in die Lichter hinein. Noch immer spürte er die Kugel und den Druck des Revolvers in seinen Nacken. „Okay, gehen sie jetzt langsam los.“, forderte Kyle und ließ den Arm seiner Geisel los. „Sie...sie sollten die Waffe schnell wegwerfen, wenn sie nicht sterben wollen...“, gab Ben dem Jungen noch zu verstehen, ehe er dann losging und sich langsam auf die Streifenwagen zu bewegte. Als er kurz davor war, drehte sich Ben um und sah, wie Kyle langsam die Waffe auf den Boden legte und dann in die Knie ging, die Hände hinter den Kopf verschränkte. In Windeseile waren blau uniformierte Beamte bei ihm, drehten ihm die Arme brutal auf den Rücken und ließen die Handschellen einrasten. „Ben? Alles in Ordnung mit dir?“, kam es sofort von Semir, der aus dem Überwachungswagen stürmte und seinen Partner ansah. „Meine Schulter...hat mal wieder Blei zu spüren bekommen.“, erklärte er und verzog das Gesicht. „OH man .... deine Frau liegt in den Wehen. Los, die Wunde muss behandelt werden.“ „Shit...“, stieß Ben nur aus und saß im nächsten Moment schon im Wagen von Semir. Dieser schwang sich hinters Steuer und schon brausten sie ab. Was sie nicht mehr sahen war, dass Wolfgang Fallberg aus dem Laden geführt wurde und noch an Ort und Stelle Handschellen angelegt bekam. Kyle drehte sich noch einmal zu seinem Stiefvater um und grinste zufrieden. Auch wenn er im Gefängnis sitzen musste, das war es ihm wert gewesen.