Soooo meine Lieben Leser...da ich bis Sonntag nicht on bin, hier einen Nachschlag.....bis Montag und dann geht es wieder häppchenweise weiter... ![]()
„Hartmut!! Ich brauche deine speziellen Fähigkeiten!“ fing Semir an, als er den rothaarigem Techniker gegenüber stand. „Semir…ich bekommen den Koffer nicht auf…wirklich…das geht nicht…“ schwor dieser. „Was? Nein..nein..das weiß ich doch. Es geht um die Computerfähigkeiten...kannst du dich in die Datenbank der kolumbianischen Botschaft in Berlin hacken?“ wollte Semir wissen. Hartmut sah ihn an, als wäre Semir ein außerirdischer Besucher. „Ich soll was?“ harkte er deshalb nach. „In die Datenbank der kolumbianischen Botschaft hacken?“ hängte er an. Semir nickte. „Wir haben einen Hinweis, dass einer der Herren sich mit Drogen bereichert und...wir wollen herausfinden wer es ist..“ meinte er nur. „Mensch Semir...diese Datenbanken sind extrem gesichert...das ist nicht mal einfach so getan...“ beschwerte Hartmut sich. „Soll das heißen, du schaffst es nicht?“ forderte Semir ihn heraus. „Natürlich schaffe ich das, aber...wenn die mich erwischen...dann...dann...ist Hallig Hooge ein Erholungsgebiet... gegen das, was die mit mir machen...nee...vergiss es...das werde ich nicht tun...“ widersprach Hartmut. Semir sah zu Ben. „Tja…was hab ich gesagt…er ist ein Angsthase…du hast 100 Mäuse an mich verloren…er macht es nicht…“ grinste er und hoffte das Ben einstieg. Dieser tat ihm den Gefallen und zog einen Geldschein heraus. Semir wollte danach greifen als Hartmut sich dazwischen stellte. „Ben…steck das Geld wieder ein..nein..lass dir von Semir einen Hunderter geben...ich werde es tun...“ knurrte er und drehte sich zu seinem Computer. Er bekam nicht mit wie Semir und Ben sich lautlos abklatschten und breit grinsten. Hartmut brauchte ganze fünfzehn Minuten bis er die Daten hatte. „Ich lass dir die Liste ausdrucken und dann bin ich da wieder raus….“ kam von Hartmut. Gesagt getan…als er die Liste der Botschaftsangestellten hatte, verließ er die Seite. Hartmut hoffte nur, dass sein Besuch auf der Seite keine großen Kreise zog….doch da irrte er sich, wie er nur wenige Stunden später erfahren sollte. Er drehte sich zu Semir um und drückte ihn das Stück Papier in die Hand. „So..und nun raus hier…ich muss arbeiten..“ maulte Hartmut. „Danke Hartmut…damit hast du mir vermutlich sogar das Leben gerettet..“ lobte Semir ihn. „Weißt du was…du könntest den 100ter den du Ben schuldest auch mir geben... als kleine Bezahlung nebenher...“ schlug Hartmut nun vor. Semir schüttelte den Kopf. „Hartmut..du bist bei der Polizei...soll man dir nachsagen, dass du Bestechungsgelder annimmst?“ tadelte er ihn grinsend.
Als Semir und Ben knappe zwei Stunden später wieder in der PAST eintrafen mussten sie sofort zu Kim kommen. Semir sah Ben an. Was will sie denn?“ wandte er sich an Susanne. „Ich kann dir nur sagen, dass sie eine extrem schlechte Laune hat. Aber sie hat auch Besuch…vom LKA Düsseldorf und zwar die Abteilung Internetkriminalität….und die sind noch übler drauf…“ gab sie bekannt. Semir sah Ben an. „Ob die wegen dem Hacken hier sind?“ fragte er kaum hörbar. Ben zog nur die Schultern hoch. „Gehen wir hin…und fragen…“ hängte er an. Sie klopften an die Tür und hörten das Herein. Semir betrat als erstes das Büro und sah einen Mann in einem feinen Anzug im Besuchersessel sitzen. „Da sind Sie ja endlich! Das ist Martin Jentsch….vom LKA, Abteilung internetverbrechen…. Das sind die Hauptkommissare Semir Gerkan und Ben Jäger…“ stellte Kim vor. Die Stimme war extrem gereizt. „Chefin…was haben wir denn mit Internetkriminalität zu tun?“ wollte Semir unschuldig wissen. „Herr Jentsch hat einen nicht legalen Zugriff der Datenbank von der kolumbianischen Botschaft verfolgen können. Dieser ging eindeutig von der KTU aus und Herr Freund konnte es mir nicht erklären. Er verwies auf Sie, da Sie zur gleichen Zeit dort waren. Können Sie mir das erklären?“ fragte Kim. „Chefin…das…das kann nur ein Irrtum sein…..“ verteidigte Semir sofort. Kim nickte. „Das hat mir Herr Freund ebenfalls mitgeteilt. Sie sehen Herr Jentsch….es ist ein haltloser Vorwurf. Vermutlich hat jemand über W-LAN mit der IP der KTU in die Seite zu kommen, was sie ja auch geschafft haben, aber wir haben nichts damit zu tun. Meine Männer wissen dass dies ungesetzlich ist und es mit empfindlichen Strafen geahndet wird..“ erklärte Kim. „Nun..das ist schon möglich….aber Sie verstehen, dass ich es aufklären muss. Dennoch denke ich, dass ich diese Mitarbeiter getrost ausschließen kann. Immerhin sind es ja Polizisten…“ nickte Jentsch und stand auf. Er verabschiedete sich freundlich und verschwand. Semir und Ben drehten sich um und wollten das Büro ebenfalls verlassen. „Meine Herren….ich habe Sie noch nicht entlassen… Bitte schließen Sie die Tür!“ forderte Kim mit einer energischen Stimme auf. Semir sah Ben an und flehte um Beistand, doch dieser zuckte nur mit den Schultern. Wie kleine Schuljungs die beim Klauen erwischt wurden setzten sie sich langsam. „Was haben Sie zu sagen?“ wollte Kim wissen. „Chefin..das ist…das war….also…ich meine…“ fing Ben an. Semir räusperte sich. „Ich nehme alles auf mich. Ich habe Hartmut gebeten sich einzuhacken um endliche eine Möglichkeit zu finden, den verdammten Koffer loszuwerden. Ben hat nichts damit zu tun. Ich weiß, dass ich nun Waffe und Ausweis ablegen muss und suspendiert werde, aber ich sah keinen anderen Weg..“ erklärte Semir mit fester Stimme.