Beiträge von Elvira

    Kim sah auf, als Axel und Kurt eintraten. „Frau Krüger… wir haben ein kleines Problem. Wir können weder Semir, Ben noch Robin erreichen und ….also wir gehen davon aus… das…“, fing Axel an. Kim sah die beiden Männer mit skeptischen Blicken an. „Was ist... sie können die Drei nicht erreichen? Haben sie alle Handynummern gecheckt?“, wollte Kim wissen und sah die beiden BKA-Kommissare mit bösen, alles durchdringenden Blicken an. „Ja, das haben wir. Wir müssen davon ausgehen, dass die Handys der Drei einkassiert wurden und sie sich deshalb nicht melden können.“, erklärte Axel und ließ sich in einen der Stühle vor Kims Tisch fallen. „Und was, wenn sie aufgeflogen sind? Was wissen sie über dieses Gestüt, diesen Mitterand und seine Mitarbeiter? Und jetzt will ich alles wissen.“, zischte sie und sah ihre Gegenüber mit strafenden Blicken an. Axel und Kurt tauschten vielsagende Blicke aus und er nickte dann. „Gut... wir sind schon seid drei Jahren hinter diesem Arnaud Mitterand her. Immer wieder ist er uns und den Kollegen von Interpol durchs Netz geschlüpft. Nun aber haben wir eine Chance, ihn zu schnappen und den Hintermann gleich mit einzukassieren.“, erklärte er. Kim nickte. „Das ist aber nicht die Antwort auf meine Frage gewesen.“, zischte sie und sah wieder mit ihrem steinharten Blick auf die Kollegen herab. „Die Zeugen, die gegen ihn aussagen sollten, konnte man kaum identifizieren, nachdem man sie gefunden hatte.“, kam es kleinlaut von Kurt. „Und zu so einem Wahnsinnigen schicken sie ein Kind, ein Draufgänger und einen verheirateten Mann? Haben sie jeglichen Sinn für berufliche Verantwortung verloren? Gnade ihnen Gott, wenn den Dreien etwas passiert.“, zischte sie mit Zorn und Wut in der Stimme.

    Semir und Ben stiegen von den Pferden ab. „Warum denn? Warum sollen wir absteigen und zu Fuß weiter?“, wollte Ben wissen. „Das machen die im Western auch immer. Wenn die Gegner in der Überzahl sind, einfach die Pferde in die andere Richtung geschickt und schon suchen die nicht nach uns.“, erwiderte Semir. „Western? Sonst hast du aber nichts zu tun, Häuptling türkischer Hengst?“, konterte Ben und stieg vom Pferd ab. Semir nahm die Zügel der beiden Tiere und scheuchte sie in die andere Richtung fort. „Los, macht das ihr weg kommt.“, schrie er und wedelte mit den Armen hin und her. Die Pferde, aufgescheucht von Semir, liefen los und verschwanden in den Dunkeln des Waldes. „Was macht uns so sicher, dass wir ohne die Tiere besser dran sind? Wir haben noch nicht einmal eine Waffe.“, zischte Ben. „Eben und deshalb müssen wir schnell eine Straße oder eine Hütte mit Telefon finden oder etwas ähnliches.“, entgegnete Semir und lief los. Ben hinter ihm her. Würden sie wirklich vor den anderen eine Straße oder eine bewohnte Hütte erreichen? Wer sollte hier schon leben, außer Käfer, Mäuse und Füchse, dachte Ben nur. Hier wollte er nicht mal zum Pilze sammeln hin.

    Bernd hatte die Leute zusammengetrommelt und schon die Waffen an alle ausgegeben. Er selbst und vier andere saßen auf Pferden, die anderen, acht an der Zahl, waren zu Fuß, zwei davon mit großen Hunden an der Leine. Toni kam raus und sah in die Runde. „Okay... ich will diese drei Mistkerle wiederhaben, noch ehe sie Hilfe holen können. Die nächste Lieferung ist fertig und wenn Arnaud oder der Big Boss davon erfahren, dass wir die drei Bullen entkommen lassen haben, können wir uns alle unser Grab schaufeln.“, erklärte er, hängte sich seine Jagdflinte um, eine weitere Pistole hatte er am Gürtel, sowie ein großes Jagdmesser. Für ihn war das eine Gelegenheit, sich wie ein Großwildjäger zu fühlen... und das Wild hieß... zwei Bullen. „Dann mal Waidmanns Heil.“, lachte er und drückte seinem Pferd die Stiefelabsätze in die Seite und sofort machte es einen Satz nach vorne. Bernd und die anderen Reiter folgten ihm, während die Männer mit den Hunden vorausgingen. „Hier... hier liegt einer.“, stieß einer aus und sofort versammelte sich die Gruppe um ihn. „Das ist Robin... Dann sind die anderen nicht weit... Moment, was ist das?“, stieß Bernd aus und sah, wie die beiden Pferde aus dem Wald zurückkamen. „Sieh mal einer an…dann sind sie zu Fuß unterwegs..“ lachte Bernd und ließ die Tiere einfangen. „Ja… und damit werden wir sie noch schneller wieder einfangen…“, nickte Toni. „Bringt die Tiere in den Stall!“, forderte er zwei Burschen auf und sah auf die Leiche von Robin. „Ihn nehmt mit und vergrabt ihn!“, hängte er an. „So und wir reiten los! Zu dritt in drei Gruppen…wir teilen uns so auf, dass kein Millimeter nicht von uns durchsucht wird!“, befahl er den Anderen.

    Kim hockte sich zu Lara runter. „Frau Tremante….können Sie sich einen Grund vorstellen warum man ihre Tochter entführt hat?“ fragte sie einfühlend. „Nein…nichts….ich weiß es nicht….suchen Sie sie doch…wer weiß wer sie hat. Vielleicht ist es ein Pädophiler und er tut ihr weh…ich werde sie nicht mehr sehen...mein kleines Mädchen…“ weinte Lara leise. Kim strich ihr über den Rücken. „Ganz ruhig….wir werden sie finden…das verspreche ich Ihnen…“ kam von Kim als Antwort. Mit rotverweinten Augen sah Lara sie an. „Sie können mir nichts versprechen….ich…ich muss ihren Vater anrufen…“ sagte sie und griff zum Handy. Kim nahm es ihr aus der Hand. „Ich werde das machen….wie heißt er?“ wollte sie wissen. „Unter Franco…“ war die Antwort. Kim suchte das Telefonbuch durch und wählte die Person an. Es dauerte eine Weile bis sich jemand mit einem fauchenden „WAS!?“ meldete. „Guten Tag…hier spricht Kim Krüger von der Kripo Autobahn. Sie sind Franco Tremante?“ vergewisserte Kim sich. „Francesco…nur meine Exfrau nennt mich Franco…und es ist Ihr Telefon von dem Sie anrufen…was wollen Sie?“ harkte der Mann unfreundlich nach. Was für ein netter Zeitgenossen…dachte Kim. „Es geht um Ihre Tochter Chiara…so wie es ausschaut ist sie entführt worden…“ erklärte sie sachlich. „WAS? WARUM? WO IST MEINE FRAU!!“ brüllte der Mann so laut, das Kim das Handy vom Ohr nahm. „Ihrer Frau geht es derzeit nicht sehr gut. Sie ist nervlich am Ende. Könnten Sie herkommen?“ bat Kim fragend. „Das geht nicht…mein Geschäft...ich kann es nicht einfach schließen….“ Gab Francesco Tremante vor. „Sie wollen das Geschäft geöffnet halten obwohl Ihre Tochter entführt wurde?“ harkte Kim nun nach. Sie bekam Zweifel ob es tatsächlich der Vater war. „Vielleicht ist Chiara nur zum Spielen…meine Frau sieht mal wieder Gespenster...wäre ja nicht das erste Mal..“ erklärte der Mann sich. „Wir haben einen Zeugen der es beobachtet hat, wie Chiara in ein Auto gezerrt wurde.“ gab Kim gepresst von sich. Sie verstand den Mann nicht. Wie konnte er so kalt reagieren…? „Also gut…..ich komme..“ fauchte er und beendete das Gespräch. Kim sah Lara an. „Frau Tremante…könnten Sie sich vorstellen, dass Ihr Mann Chiara entführt hat?“ wollte sie wissen. Lara sah sie entsetzt an. „Nein!! Sie lebt doch bei ihm….sie ist nur am Wochenende bei mir…das ist so vereinbart…nein…nein…das glaub ich nicht…“ stieß sie immer wieder aus.

    Francesco ließ den Hörer langsam sinken. Verdammt…das konnte doch nicht wahr sein…seine Chiara...seine Prinzessin….sie war entführt? Wer steckte dahinter? Sicher dieser Thomas und seine Frau….und diese behinderte Liane. Wollte er ihn so zwingen, eine Niere zu spenden? Wollte er ihn so dazu bringen seiner Exfrau zu sagen, das Chiara gar nicht ihre Tochter war? Nein..nein…sie wusste es nicht und sie sollte es nicht erfahren. Er…Francesco musste sich was einfallen lassen, damit sie es nie erfuhr. Er musste Chiara finden und er wusste auch wo er suchen musste. In seinem Telefonbuch fand er die Rufnummer und wählte sie an. „Schweizer..“ hörte er eine leise weibliche Stimme. „Wo ist meine Chiara?“ fauchte Francesco sofort aus. „Wer ist da?“ kam die nächste Frage. „Francesco Tremante…wo ist Thomas!!“ schrie er ins Telefon. „Er…er ist einkaufen…für Liane…was willst du von ihm?“ fragte die Frau. „Ich will Chiara!! Ich weiß das Thomas sie hat…ich warne euch…wenn ihr auch nur ein Haar gekrümmt wird, werde ich euch jagen! Ich finde euch überall und dann werdet ihr alle grausam sterben!! Auch Liane..“ schwor Francesco. „Ich weiß nicht was Sie wollen….ich…ich habe Chiara nicht und mein Mann auch nicht…“ behauptete die Frau. Nur kurz darauf kam eine männliche Stimme ans Telefon. „Francesco…schön das du dich meldest..was kann ich für dich tun? Oder hast du dich entschieden, für Liane eine Niere zu spenden?“ kam die Frage. „Ich warne dich!! Lass meine Tochter sofort wieder frei!! Du hast keine Chance…“ stieß er wütend aus. „ Ich habe deine Tochter ja… seit 9 Jahren…spende eine Niere..oder deine Frau….oder sonst ein Verwandter. Lasst euch testen und helft Liane…“ kam von dem Angerufenen verzweifelt zurück. „wo ist Chiara?!“ schrie Francesco ins Telefon. „Das weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass ich seit 9 Jahren deine Tochter großziehe. Deine Tochter die du nicht haben wolltest, weil sei behindert ist. Hast du deiner Frau die Wahrheit gesagt?“ wollte der Anrufer wissen. „wo ist meine Chiara?“ wiederholte Francesco. „Hör zu… ich weiß, dass du zwar zur Mafia gehörst, aber du bist ein kleines Licht. Diese Angst zieht nicht mehr. Ich sage dir jetzt ganz deutlich…Wenn du nicht willst, dass deine Frau oder Chiara erfahren was damals vor 9 Jahren passierte, dann lass dich testen!“ fauchte Thomas ihn durch das Telefon an. Francesco hängte das Schild „Geschlossen“ an die Tür und verschloss alle Türen. Dann fuhr er zu Lara nach Hause.

    ich weiß wer Semir rettet....sag mir wo er hängt..ich will zusehen wie die Piranhas ihr schwer erkämpftes oder besser erwartetes Futter bekommen ;)

    Nein..bevor mich alle lynchen....ich will das Ben ihn findet...so etwa 5 cm über dem Wasser.....

    Chiara spürte die Hände die sie griffen und ins Auto zog.“BEN!!!“ schrie sie laut, doch schon raste der Wagen davon. Chiara zog sich in die hinterste Ecke des Wagens. Vor ihr saß eine Person, die das Gesicht mit einem Schal verbunden hatte. Chiara weinte nicht und sah diese Person an. „Warum machen Sie das?“ fragte sie leise. Doch die Person antwortete nicht, sondern sah sie an. Chiara sah genau das sie traurig war. „Warum machst du das, wenn du weinst?“ stellte sie die nächste Frage. Wieder kam keine Antwort. Erst als Chiara im Wagen aufstand und zum Fenster hinaussehen wollte kam Bewegung in die Person. Sie zog Chiara zu Boden und verband ihr die Augen. „Nicht...bitte.....bitte....lass mich doch..“ bekam die 9jährige nun doch Angst. „Bitte...tun Sie mir nichts...bitte...“ flehte sie leise. „Ich werde dir nichts tun...Chiara...“ gab die Person zurück. Es war ein Mann, soviel konnte Chiara hören, aber woher kannte er ihren Namen? Und wer war er. „Bitte....bringen Sie mich wieder zu meine Mama...sie hat doch Angst um mich...“ bat sie erneut. Dennoch hatte sie weniger Angst vor diesem Mann. Irgendwas war vertraut. „Ich weiß...aber das geht nicht...“ erklärte der Mann. Nach einer Weile war die Fahrt zu Ende. Chiara wusste nicht wo sie war, aber sie hatte kaum noch Angst. „Wir steigen jetzt um....sei brav...ich brauche wirklich deine Hilfe..“ erklärte der Mann. „Also gut...aber heute Abend muss ich wieder nach Hause...sonst wird die Mama böse..“ gab sie von sich und stieg aus. Die Fahrt ging weiter. „Wohin fahren wir denn?“ fragte Chiara. „Das wirst du gleich sehen...“ erklärte die zweite Person. Es war eine Frau. Chiara sah aus dem Fenster. Die Fahrt endete bei einem alten verfallenem Haus und sah gruselig aus. „Hier wohnt ihr?“ kam die erstaunte Frage. „Steig bitte aus...“ gab der Mann zu verstehen. Chiara tat es und blieb stehen. Nun stieg die Frau aus und stellte sich zu ihr. „Dir wird nichts passieren....versprochen. Ich möchte dir nur etwas zeigen...“ versprach die Frau. Chiara wusste nicht warum aber sie glaubte der Person.

    „Chiara? Wo bist du denn? Chiara!!“ rief Lara und sah sich suchend um. Ben Jäger der sympathische Mann aus dem Erdgeschoss kam zu ihr. „Frau Tremante..Lara….ich…kommen Sie bitte..“ fing er an. Lara sah ihn an. „Was ist los? Wo ist Chiara? Haben Sie sie gesehen?“ fragte Lara besorgt. Ben Jäger nickte. „Sie wurde in ein Auto gezerrt und…ich bin hinterher...aber ich habe sie verloren..“ kam von Ben. Lara sah ihn an. „Bitte was?“ fragte sie entsetzt. „Ich habe den Fahrer nicht erkennen können, aber die Kollegen werden gleich hier sein….“ erklärte er weiter. Lara sah ihn an. „Sie haben es gesehen und…sie haben nichts getan?“ harkte sie nach. „Ich konnte nicht so schnell reagieren…der Wagen hielt vor Chiara und sie wurde ins Auto gezerrt…und…dann raste er auch schon…“ Es klatschte laut, als die Hand von Lara in seinem Gesicht landete. Ben fuhr innen mit der Zunge über die Wange und nickte. „Okay….schon gut…“ meinte er dann darauf und sah Lara an. Diese weinte hemmungslos und brach zusammen. Ben fing sie auf. „kommen Sie…setzen Sie sich hin…ganz vorsichtig..“ sprach er sanft auf sie ein und brachte sie zu den Stufen vor dem Haus. Lara ließ sich einfach sinken. „Aber warum? Wer kann so etwas tun?“ weinte sie. „Sagen Sie es mir….Sind Sie reich oder Ihr Mann..oder Verwandte die zu Chiara ein besonderes Verhältnis haben?“ fragte Ben vorsichtig nach. „Ich? Nein…mein Mann hat ein Weingeschäft aber….das ist gerade im Aufbau….alles weiter…müsste er Ihnen beantworten. Ich habe sie doch nur am Wochenende…“ weinte Lara und stützte den Kopf in ihren Armen ab. Ben rieb ihr sanft über den Rücken „Wir werden sie finden…das verspreche ich Ihnen...“ gab er zu verstehen. Wenig später standen Semir und Kim parat. „Ben?“ fragte Semir und humpelte mit den Krücken zu ihm. „Whow….kannst ja richtgig schnell laufen mit den Dingern...wird jeden Tag besser..“ murmelte Ben. „Ja danke….was kannst du uns sagen?“ wollte Semir wissen . „Ich war zufällig schon unten und wollte gerade los als der Berlingo neben Chiara hielt…und dann wurde sie rein gezerrt und der Wagen fuhr los. Ich hab mich direkt dahinter geklemmt…habe ihn aber leider verloren...“ kam leise von Ben. Semir wies auf die Frau auf der Treppe. „ist das die Mutter?“ harkte Kim nach. Ben nickte. „Ja…Lara Tremante..das Mädchen heißt Chiara und ist 9 Jahre alt….sie trägt eine dunkelblaue Jeans und ein Bolero darüber….“ zählte Ben auf.

    31.03.2011 " Und Action"

    Hollywood auf dem Revier! Ben und Semir sollen einen Schauspieler auf dessen nächste Filmrolle vorbereiten. Doch natürlich kommt es anders als geplant und der Darsteller steckt bald selbst in den Ermittlungen. Ben und Semir bekommen überraschend einen neuen "Kollegen" zur Seite gestellt. Der Schauspieler Christian Schillinger soll sich für seine neue Rolle mit dem Alltag echter Polizisten vertraut machen. Doch während die beiden echten Gesetzeshüter zwei Brüdern auf den Fersen sind, die Wettbüros um Millionen betrügen, geht Schillinger mit seinem Riesenego Ben mehr und mehr auf die Nerven.

    Dabei sind Schillingers beste Zeiten schon lange vorbei. Jobangebote sind rar, sein Schuldenberg hingegen riesig. Wenn er nicht binnen Kürze an eine große Summe Geld gelangt, wird er nicht nur seine Existenz, sondern seine Tochter auch ihr Haus verlieren.
    Plötzlich fällt ihm dank einer Festnahme von Semir und Ben eine ebenso günstige wie illegale Gelegenheit vor die Füße. Noch ahnt er nicht, zu welcher Katastrophe sich sein Ausflug in die Kriminalität entwickeln wird und welchen Preis er möglicherweise zahlen muss...

    Heute mit Gast-Star Uwe Fellensiek.

    Ja ja…Männer und Fußball….wie kann man diesen Sport eigentlich gut finden…? Na egal…für mich war die Folge wieder mit allem gepackt was gebraucht wird. Witz, Action und Drama. Die Sprüche zwischen den Beiden waren gut und auch Susanne hatte wie Dieter und Hotte mal mehr zu sagen. So sollte es auch weiter sein.

    Die KTU macht die PAST fertig…das will ich sehen…obwohl ich Fußball nicht mag….nur glaube ich nicht, das Semir mit einem Fuß der von einem Auto überrollt wurde so laufen kann…es dürfte mindestens alle Knochen gebrochen zu sein….denke ich mal. Semir humpelte nur kurz und dann war wieder alle in Butter? Eigentlich nicht wirklich zu glauben. Aber kleine Fehler passieren nun mal. Hätte allerdings gern das Spiel gesehen....hihi

    Die Story ansich war interessant. Dachte eigentlich das die Alessia eher eine Zeugin ist, die umgebracht werden soll und keine Scharfschiützin...gut gemacht.... mal sehen was die Quoten sagen....

    Axel und Kurt saßen in ihrem Büro und ahnten von den Vorgängen auf dem Gestüt nichts. „Hm, langsam müssten sie sich aber wieder melden, oder?“, kam es nachdenklich von Kurt und dieser schob sich ein Stück Pizza in den Rachen, während Axel genüsslich einen Hamburger verspeiste. „Hm, lass ihnen noch ein bisschen Zeit. Wenn sie was herausgefunden haben, werden sie sich schon von ganz alleine melden.“, erwiderte Axel mit vollem Mund. Doch Kurt hatte kein gutes Gefühl beim Warten. „Axel... ich weiß nicht... vielleicht hätten wir doch Robin rausholen sollen, bevor wir die Beiden reingeschickt hätten.“, murmelte Axels Partner nachdenklich. „Ach, den Dreien wird schon nichts passieren... Aber damit du dich beruhigst, werde ich sie jetzt anrufen.“, knurrte Axel nur, wischte sich mit der Serviette seine fettigen Finger ab und tippte auf dem Zahlenpad seines Dienstapparates herum. „Der Teilnehmer ist vorrübergehend nicht erreichbar.“, teilte ihm eine monotone, feminine Stimme mit. Mit hochgezogenen Augenbrauen sah er zu Kurt hinüber. „Was... was ist?“, wollte dieser erschrocken wissen. „Es meldet sich bei Robin niemand. Versuch ich es mal auf Semirs Handy.“, kam es nur von Axel und sofort huschten die Finger wieder über die Tasten, aber auch bei Semir kam nur die gleiche Ansage. „Verdammt, da stimmt irgendwas nicht.“, zischte er und legte auf. „Ich hab's dir ja gesagt. Und was jetzt?“, wollte Kurt wissen. „Erstmal zur Krüger und dann sehen wir weiter.“, erwiderte Axel und schnappte sich seine Jacke. Kurt tat es ihm gleich.

    Semir sah mit erschrockenen Augen auf die Hand seines Gegners. Noch immer hatte der Hauptkommissar das Seil um den Hals, doch jetzt hatte Toni dort etwas viel perverseres in der Hand. „Ich sehe, du weißt, was das ist...“, lachte er und hielt den Elektroschocker Semir dicht vors Gesicht. Es war kaum mehr als ein Zucken, das Semirs Kopf bewegte. „Gut... also, noch mal von vorn... Weshalb seid ihr hier?“, wollte Toni wissen und stand direkt vor Semir. Doch dieser dachte nicht daran, etwas zu verraten. Semir ließ seinen Kopf nach hinten fallen und bereitete sich innerlich auf den kommenden Schmerz vor. „Wie du willst...“, zischte Toni nur und setzte das Gerät Semir voll auf die Brust, genau auf die verbrannte Stelle. Semir biss sich auf die Lippen, versuchte, den Schmerz auszuhalten. Doch er schrie dennoch auf. Sein ganzer Körper spürte die Elektronen, die sich auf ihn entluden und er zuckte merklich auf. Toni ließ nach einer Weile von ihm ab. „Hast du genug?“, wollte er wissen und zog Semirs Kopf an den Haaren nach vorne. Mit schreckgeweiteten Augen sah der Hauptkommissar den Mann vor sich an. „Du... kannst... kannst mich ... mal.“, stammelte Semir vor Schmerzen und wartete darauf, die nächste Ladung verpasst zu bekommen. Toni wurde wütend, er holte aus und ... „Toni... Telefon, es ist der Boss.“, stieß Bernd plötzlich aus und Toni ließ von Semir ab. „Hast du ein Glück, Bulle.“, zischte er und schlug ihn mit der Faust in den Magen. Der Deutschtürke wandte sich und stöhnte auf. Er sah, wie Toni und Bernd den Keller verließen und nach oben rannten.

    Josi hatte sich in eine Nische gequetscht und sah, wie Toni und Bernd an ihr vorbeigingen und das Haus verließen. Das war ihre Chance, dachte sie und vorsichtig schlich sie sich Richtung Keller die Treppe hinunter. Langsam öffnete sie die Tür und sah ein Bild, was sie erschauern ließ. Sie wollte schreien, doch etwas in ihr hinderte sie daran. Da waren Robin, Leon und Ralf. Alle drei gefesselt und misshandelt. „Oh mein Gott.“, stieß sie aus und rannte zu Ralf, band ihn los. Sofort sackte dieser zusammen. „Jo... Josi... was... wie kommst … wie kommst du hier her?”, wollte er stöhnend wissen und sammelte all seine Kraft, um aufzustehen. „Ich habe Licht im Keller gesehen und dachte, hier sei was los. Ich... was haben sie mit euch gemacht?“, stieß das Mädchen verängstigt aus. „Hör zu Josi, du musst uns drei hier schnell rausbringen. Kannst du das?“, wollte Semir wissen und sah zu Ben und Robin hinüber, die immer noch an ihren jeweiligen Geräten gefesselt waren. Das Mädchen nickte und befreite die anderen. Ben sackte augenblicklich in sich zusammen und Robin rührte sich nicht von der Stelle.

    „Wie geht es denn dir? Wann kommt der Gips runter?“ fragte Alessia nur wenig später nach. „Der wird morgen abgenommen. Es juckt grässlich und ich komme nicht ran. Arbeiten darf ich nur im Büro und es ist verdammt langweilig...“ erzählte Semir. „Aber es ist gut verheilt und die anderen Wunden auch?“ kam die nächste Frage von Alessia. Semir nickte. „Ja....das andere waren alles Peanuts...nichts weltbewegendes. Aber der Gips der war langwierig... sechs Wochen ist das nun her. Ich zählte die Stunden...glaub mir..“ versprach Semir . „Er wollte schon wieder Autofahren...mit Gips...“ erzählte Andrea und stellte Alessia eine Tasse Tee hin. „Danke Andrea....ja....so ist es mit den Herren der Schöpfung..“ meinte Alessia nur. „Wie geht es deinen Eltern?“ harkte Semir nach. „Danke der Nachfrage...denen geht es gut. Sie versenden gerade die Einladungen zu den Gästen. Aber da ist noch etwas...ich brauche noch ein Blumenmädchen und ich dachte das Ayda vielleicht.....“ fing Alessia an. Andrea lachte leise. „Das wird sie sicher hinbekommen...“ meinte sie nur und strich Ayda über den Kopf. „Mama... was ist ein Blumenmädchen?“ harkte die sechsjährige sofort nach. „Nun...du hast einen Korb voller Blumen und darfst die dann auf den Weg fallen lassen wo die Frau und der Mann...also Alessia und Paolo gerade laufen...und du darfst sie auch bewerfen...“ erklärte Andre vereinfacht. „au ja...! Mama...Papa...das kann ich ....darf ich das? Ich hab Lessia nämlich ganz lieb...“ erklärte Ayda und drückte sich an Alessia heran. Alessia lachte. „Dann bist du mein Hauptblumenmädchen..“ gab sie zu. „Hast du denn schon dein Brautkleid gekauft?“ harkte Andrea nach. „Ja...es ist ganz toll und hat eine gut drei Meter lange Schleppe...weiß mit rosa und blauen Streifen...ein Traum. Wenn Paolo mich darin sieht kippt er sofort um...“ behauptete Alessia. „Das hört sich toll an...“ meinte auch Semir und ließ sich in den Sessel fallen. „...was macht dein Vater?“ fragte Semir. „Dem geht es eigentlich sehr gut. Nur hat er in den letzten Tagen immer wieder Probleme mit seinem Rheuma...er wird halt alt...“ lachte Alessia. „Bestell ihm viele Grüße von mir...ich freu mich auf das Wiedersehen und das schöne Fest...“ gab Semir zurück. Alessia sah auf die Uhr. „Ich muss.....bis bald mal...spätestens in drei Wochen...“ verabschiedete sie sich und verließ die Gerkans.

    Wenige Tage später überschlugen sich die Ereignisse. Ben wollte sich gerade für den Dienst fertigmachen als er auf der Straße seine neue Nachbarin traf. „Hallo Chiara…na heute keine Schule?“ fragte er und kniff ein Auge zu. „Quatsch…heute ist doch Samstag und da hab ich nie Schule….das sollten Sie doch wissen Ben...“ lachte das quirlige Mädchen mit den dunklen Haaren. „Hallo Ben…wie geht es Ihnen denn so?“ fragte Lara die Mutter des Mädchens. „Danke…ich muss jetzt zum Dienst aber wir sehen uns sicher noch…ach Chiara…warum kommst du nicht mal wieder zu den Proben..ich muss doch deine Kritik hören...“ grinste Ben. „Och nein..Chiara..ich bin gleich bei dir…ich hab oben was vergessen. Warte bitte hier…“ rief Lara und verschwand noch mal im Haus. „Klar Mama…“ murmelte Chiara und ging an die Straße. Ben zog derweil seinen Helm auf und schwang sich auf die Maschine. Er sah bevor er fuhr nochmal zur Chiara und wollte winken, als er einen Berlingo sah, der dicht an das Mädchen heranfuhr. Zuerst glaubte er, dass es ein Zufall war, doch als die Seitentür aufging und zwei Hände nach dem Mädchen griffen schrillten seine Alarmglocken. „Scheiße...“ stieß er aus und startete sofort seine Maschine als der Berlingo aufheulte und an ihm vorbeirauschte. Ben hängte sich mit seine Harley dahinter und versuchte nicht aufzufallen. Der Fahrer schien ihn zunächst nicht zu bemerken, doch dann ging es auf die Autobahn und Ben versuchte aufzuholen. Während der Fahrt zog er sein Handy und wählte Semir an. „Hey…Dienstbeginn war vor einer Stunde wo steckst du denn?“ hörte er seinen Freund. „Semir! Ich bin auf der A57 hinter einem grünen Berlingo mit dem Kennzeichen. K- OT 1184 her. Ein 9jähriges Mädchen wurde damit vor meinen Augen entführt!“ gab Ben durch. „Okay…ich komme!“ gab Semir zurück und das Gespräch war beendet. Ben sah wie der Wagen abfuhr. „Scheiße…..verdammt…“ fauchte er und zog auf die rechte Spur. Gerade noch rechtzeitig um ebenfalls auf die Ausfahrt zu kommen. Doch am Ende der Kreuzung war Schluss. Der Wagen war verschwunden. Ben zog seinen Helm ab und sah nach links und nach rechts. „Verdammt!“ fauchte er und schlug auf den Lenker. Er griff zum Handy. „Semir…Ben hier..ich hab ihn verloren. Ausfahrt Neuss Hafen…ist er runter. An der Kreuzung hab ich ihn verloren…“ gab er zu verstehen. „Okay…ich darf noch nicht fahren….was machst du jetzt? Wissen die Eltern schon Bescheid?“ harkte Semir nach. „Ich fahre jetzt zu der Mutter…“ erklärte Ben und fuhr auf die Autobahn zurück und nach Hause wo er vor der Tür mit Lara Tremante zusammentraf.

    so so...ich halte das für eine schlechte Idee, das Ben allein los ist....udn Semir? Ist er schon gefressen worden? Also ich denke ich weiß was die Piranhas sich sagen...den Semir...den haben wir zum fressen gern... ;) genau wie wir...

    Wie ja schon zu lesen war ändert RTL die Folgen. Am 17 wird "das zweite Leben gezeigt und dafür am 24. 03. 2011 die "Invasion der blauen Decken" in Düsseldorf....

    24.03.2011 "Höher, Schneller, Weiter

    Ben und Semir ermitteln in der Welt des dopingverseuchten Radsports. Bei einem Radrennen wird der Fahrer Franco von einem Wagen brutal und mit voller Absicht überfahren: ein klarer Mord. Semir und Ben, die sich ebenso wie ihre neue Kollegin Jenny ­Dorn unter den Zuschauern befinden, versuchen, den Mörder an der Flucht zu hindern - vergeblich. Im Zuge ihrer Ermittlungen wird klar, dass auch Jennys Bruder Patrick, der Star der Radsportler, offenbar in die Sache verwickelt ist.

    Die Autobahn-Cops entdecken, dass hinter dem Mord ein völlig neues Dopingmittel steht: kurz vor der WM ein Millionengeschäft. Und dafür nehmen die skrupellosen Hintermänner auch weitere Morde in ­Kauf...

    Raul Richter, GZSZ-Darsteller und gerade zum "Sexiest Soap-Star" gekürt, übernimmt die Rolle des Rennradfahrers Patrick Dorn.

    Für alle Komparsen die dabei waren..."JACKEN AUS... DECKEN RUNTER" Macht bei leichtem Schneefall mal auf 20 Grad...kein Ding oder? :D:D:D

    Ben fuhr gegen sechs am Abend wieder nach Hause. Er war herrlich gewesen, endlich mal wieder abzuschalten. Vor der Tür traf er mit Lara Tremante, eine neue Nachbarin zusammen. Ihre neunjährige Tochter Chiara stand neben ihr und sah ihn an. „Hallo Ben..“ rief das fröhliche Mädchen. „Hey.. Chiara....wie geht es dir?“ lachte Ben sie an. „Danke sehr gut... endlich darf ich wieder hier schlafen... ist das deine Maschine?“ harkte sie nach und wies auf die Harley. „Ja...die gehört mir...magst du eine Spritztour mit mir machen?“ schlug Ben vor. Chiara sah ihn an und dann zu ihre Mutter... „Mama... darf ich...bitte...ich mach dir auch die Küche sauber...ich...“ bettelte das Mädchen. Lara lachte leise. „Sie schaffen es noch, dass sie ihre Vorschläge wirklich umsetzt...Ben....also gut...aber bitte pass auf...“ mahnte Lara und schon saß Chiara auf dem Motorrad. „Nun...dann den Helm aufsetzen und dann geht es ab...“ lachte Ben. Er reichte dem Mädchen den Helm und ließ den Motor an. Dann ging die Fahrt einmal um den Block. Sie dauerte nur wenige Minuten, aber Chiara strahlte über das ganze Gesicht. „Whow....das war toll.....das war mega...“ kam von dem Mädchen. „Schön, dass es dir gefallen hat...“ meinte Ben und hob das Mädchen vom Bock. „Mama....das war ganz klasse...!“ erzählte sie Lara sofort, als Ben sie vor die Tür brachte. „Danke....das war sehr nett von Ihnen Ben...möchten Sie einen Kaffee trinken, oder ein Stück Kuchen essen?“ lud Lara ihn an. Ben sah auf die Uhr. „Eigentlich....ach klar...für Kuchen bin ich immer zu haben...“ nahm er die Einladung an. Er wusste das Lara alleinerziehend war und fand sie nicht gerade unattraktiv. Lara war Italienerin und wohnte seit kapp sechs Monaten im Haus direkt über Ben. Sie hatten sich durch Zufall kennen gelernt, als Ben einmal zu laut die Musik anhatte und Chiara schlafen musste. Lara hatte ihm vor einiger Zeit erzählt, dass sie Chiara nur am Wochenende hatte weil sie sich von ihrem Mann getrennt und aufgrund ihrer beruflichen Einspannung nicht genug um das Mädchen kümmern konnte, weshalb Chiara bei ihrem Vater aufwuchs. Ben fand es in Ordnung und unterhielt sich gern mit Lara. Sie war gebildet und hatte alles was ein Mann glücklich machen konnte. Gegen 21 Uhr verabschiedete Ben sich und ging in seine Wohnung. Morgen würde er wieder im Büro sitzen und einen stöhnenden Semir vor sich haben.

    Zur gleichen Zeit wie Ben heim kam klingelte es bei Semir Gerkan an der Tür. Er hatte es sich auf der Couch bequem gemacht und ließ Layla seine jüngste Tochter auf seinem Bauch schlafen. Das kleine Mädchen genoss die Zeit mit ihrem Vater sichtlich. Ayda und Andrea waren in der Küche. „Andrea!! Gehst du hin?“ rief er fragend durch das Haus. „Ich mach schon Papa...bleib du nur liegen..“ erwiderte Ayda und schon sah er wie seine älteste Tochter zur Tür lief. „Danke mein Schatz...“ rief Semir zurück und wartete wer dort hineinkam. „Das ist Lessia...!“ rief Ayda zurück. „Was? Wirklich?“ wollte Semir wissen und richtete sich vorsichtig auf. Layla wurde durch die Bewegung wach und sah sich zunächst verwirrt um. Dann fing sie an zu weinen. „Na...meine kleine....ist ja gut....sssshhhht....“ beruhigte er sie schnell und legte sie auf das Kissen. Er gab ihr den Schnuller und schnell war das Mädchen wieder eingeschlafen. „Hallo Semir...“ begrüßte ihn das 18jährige Mädchen. “Alessia...was für eine Freude ...was machst du denn hier?“ fragte er und stand auf. Er umarmte das Mädchen was ihm vor einiger Zeit das Leben gerettet hatte. „Nun ja...ich werde in drei Wochen heiraten und wollte dich an dein Versprechen erinnern...“ lachte Alessia. Semir sah sie an. „Versprechen? Ich...?“ fragte er nach und tat als hätte er es vergessen. „Ja...du wolltest doch als Trauzeuge...für mich und Paolo....fungieren....hast du das wirklich vergessen?“ harkte das Mädchen traurig nach. „Wo denkst du hin...hab ich nicht....wirklich...tse...als ob ich so etwas vergessen könnte... Du kannst Andrea fragen...ich vergesse nicht mal den eigenen Hochzeitstag...“ strahlte Semir. „Außer den im Vorjahr...und davor....und davor....“ mischte sich Andrea nun ein und lachte. „Hallo Alessia...“ begrüßte auch sie den Gast. „In drei Wochen...whow...du heiratest also wirklich...“ meinte Semir nur. „Ja...er ist der Mann meines Lebens... meine große Liebe....mit ihm will ich Kinder haben und alt werden..“ lachte Alessia.

    „Verdammt… Ben… wir müssen abhauen…das ist kein gutes Zeichen….die haben wirklich Lunte gerochen….“, raunte Semir seinem Partner zu. „Also gut.. was machen wir?“, wollte Ben wissen. „Ich würde sagen…wir holen Robin und hauen ab. Den Jungen können wir nicht hier lassen…“, gab Semir leise zurück. Ben sah ihn an. „Das wird sicher nicht einfach sein…“, meinte er nur. „Klar….. wo ist Robin?“, wollte er wissen. „Zuletzt hab ich ihn im Stall gesehen…“, gab Ben bekannt. Semir nickte und wollte gerade gehen. „Willst du allein da rein?“, kam erstaunt von Ben. „Ja…du versuchst unsere Handys zu finden. Wir brauche sie…. Oder eine andere Möglichkeit…und du musst die Anderen ablenken…“, befahl Semir. Ben nickte langsam. „Pass bloß auf dich auf…“, ermahnte er seinen Partner. „Ja…du auch.“, raunte Semir zurück und rannte in Richtung Stall. Vorsichtig spähte er durch die Tür, doch der Stall war leer. „Robin?“, rief er leise. Keine Antwort. „Robin…“, wiederholte er und ging in den Stall in die erste Box. Auch hier war nichts. Mist….dachte Semir bei sich. Er wollte den Stall verlassen, als er plötzlich drei Mann auf sich zukommen sah. Gehetzt sah Semir sich um. Hinten raus….war sein nächster Gedanke, doch auch von dort kamen drei Mann. Für Semir gab es kein Entkommen…. Er steckte in der Falle. Nichts womit er sich gegen sechs Mann wehren konnte. Kein Fluchtweg. „Hi…Ralfi…“, lachte einer der Jungs.

    Ben sah Semir nachdenklich nach. Dann ging er in Richtung Haupthaus. Semir hatte Recht…..er musste die Handys finden. Nur so konnte er Hilfe rufen. Fast lautlos öffnete er die Tür. Er ging in den Speisesaal und sah sich um. Doch hier war nichts. Auf dem Tisch nicht, und auch nicht auf den Stühlen. Also musste dieser Toni sie vielleicht im Arbeitszimmer…..ja…. da könnten sie sein. Ben ging weiter durch das Haus. In der ersten Etage wollte er gerade ins Arbeitszimmer von Arnaud gehen, als sich Bernd ihm in den Weg stellte. „Kann ich dir helfen?“, fragte er säuselnd. „Nein….ich dachte, ich hätte ein Geräusch gehört und ….da wollte…also ich wollte nachsehen….nicht das sich jemand hier….unbefugt umsieht…“, erklärte Ben und versuchte seine Stimme fest klingen zu lassen. „Sehr gut… wie gut, dass du aufpasst…“, lächelte Bernd. „Ja… ich geh dann auch mal wieder…. mein Bruder wartet sicher schon….“, meinte Ben und drehte sich um, um zu gehen. Doch nun hielt Bernd ihn fest. „Nur keine Sorge…Ralfi vergnügt sich gerade köstlich…“, versprach er. Ben zuckte zusammen. Verdammt…. Semir….er musste sofort zu ihm. „Ich ….“, fing Ben an. Bernd lachte leise… „Robin hat uns alles erzählt….. ihr werdet hier nicht mehr weg kommen. Aber ihr werdet euren Spaß bekommen…..Denn bis Arnaud zurückkommt, werden wir uns mit euch beschäftigen.“, versprach Bernd. „Das wäre ein ziemlicher Fehler….“, warnte Ben, doch seine Stimme verriet ihn. Bernd lachte gehässig. Mit einer schnellen Bewegung drehte er Ben den Arm schmerzhaft auf den Rücken. Die andere griff in sein Haar und zog ihn den Kopf in den Nacken. „Na dann wollen wir mal dort hin, wo Ralfi ist….los!“, fauchte Bernd ihn ins Ohr.

    Semir wandte sich im Griff der Männer, die ihn festhielten. „Aber Ralfi…..du bist doch ein ganz Süßer…was wehrst du dich denn so?“, verhöhnte Toni ihn, als die Männer ihn in den Keller brachten. „Was zum Teufel soll das?“, fauchte Semir wütend. Die Männer die ihn festhielten lachten gemein. „Wir werden dir mal was ganz tolles zeigen…..also halt still…“, kam von einem der Jungs. Semirs Körper durchlief ein Schauer... Was hatten diese Kerle mit ihm vor? Doch lange Zeit darüber nachzudenken, hatte er nicht mehr. Sofort wurde er von den drei Kerlen gepackt, zwei hielten seine Arme fest und einer hebelte sich unter Semirs Schultern und riss dessen Weste samt darunter befindlichem Hemd und T-Shirt auf. Erschrocken blickte er in das grinsende Gesicht von Toni. Er hielt ein Brandeisen in der Hand, die Spitze glühte feurig rot und der Mann kam immer weiter auf Semir zu. Dieser beobachtete das Eisen mit großen, schreckgeweiteten Augen. „Toni... lass den Unsinn. Was soll das Ganze überhaupt?“, stieß Semir aus und versuchte, sich aus dem Griff der Männer zu befreien, doch gegen drei Mann hatte er kaum eine Chance. „Toni... hey, ... was willst du?“, versuchte Semir nur weiter. „Ihr Beide, du und dein mieser Bruder, seid zwei verdammte Bullenschweine... Der Kleine hat gesungen, nachdem ich ihm einer Wasserkur unterzogen habe.“, stieß der Gangster nur wütend aus und stieß mit dem glühenden Eisen zu. Semir schrie auf, der Geruch seines verbrannten Fleisches und Brusthaare stieg ihm in die Nase. Der Schmerz war elektrisierend und durchfuhr seinen ganzen Körper. Er hatte das Gefühl, das Eisen würde ewig auf seiner Brust verweilen, doch in Wahrheit waren es nur einige Sekunden. Die reichten jedoch aus, um Semir in eine schmerzvolle Ohnmacht fallen zu lassen. „Bringt ihn in den Keller zu diesem Robin und dann werden wir uns mit seinem Bruder befassen.“, lachte Toni und die Männer schleppten Semir weg.

    Ben wurde von Bernd in den Kellerraum gestoßen und sah Robin auf einen Stuhl gefesselt und vor Wahnsinn schreiend. „Nein... aufhören... ich... ich kann nicht mehr... ich hab doch schon alles erzählt.“, schrie er, während Toni daneben stand und sich in aller Ruhe eine Zigarette drehte. „Ja, das hast du... aber was ist euer Auftrag? Ihr Bullen habt immer ein Ziel und das will ich wissen.“, meinte er ruhig, leckte das Papier an und strich über die Kante, sodass sich das Papier aneinander heftete und den Tabak in sich behielt. Das kalte Wasser tropfte unaufhörlich auf Robins Stirn. Dieser versuchte sich zu wehren, seinen Kopf zu drehen, doch er war mit einem Riemen über die Stirn an der Lehne des Stuhls fixiert, sodass er sich nicht bewegen konnte. „Aufhören.“, schrie Ben, doch sein Protest wurde jäh durch einen Fausthieb von Bernd in Bens Magengrube unterbrochen. Keuchend klappte Ben wie ein Taschenmesser zusammen. „Oh, da ist ja auch schon unser Dritter im Bunde.“, lachte Toni und zündete sich die Zigarette an. „Bring ihn rüber... auf den Stuhl und binde ihn fest.“, befahl der Mann Bernd und dieser tat es, wie ein hirnloser Roboter. Er schleifte Ben zu einem alten Holzstuhl und band ihm mit einem alten, scheuernden Seil fest. Er zog die Fesseln eng an, dass Ben kaum Luft holen oder seine Hände bewegen konnte. Er merkte, wie ihm das Blut stockte. „Wo ist mein Bruder?“, wollte er wissen und hob seinen Kopf zu Toni. „Ach komm, lass das Spielchen, Leon oder wer immer du bist. Ich weiß bereits, dass ihr Bullen und bestimmt keine Brüder seid. Der Kleine hier hat kein großes Stehvermögen.“, lachte er und deutete auf Robin, der immer noch unter dem tropfenden Wassereimer lag. „Wo ist mein Partner?“, zischte Ben dann und stemmte sich mit neu geschöpfter Kraft gegen die Fesseln. „Oh... gut, dass du fragst...“, lachte Toni und packte Ben am Kinn, drehte ihn dann zur Seite. „Dort ist er...“

    Semir warf seinen Bericht in die Ablage und sah auf die Uhr. Gleich würde er sich von Andrea abholen lassen, denn so war der Alltag viel zu langweilig. Er wollte lieber auf die Straße...Autoschieber jagen...oder Diebe...irgendwas nur nicht das hier...Er legte sein Bein hoch. „Wenn du morgen runter kommst, werde ich Luftsprünge machen..“ knurrte er den Gips an, der in vielen Farben schillerte, weil die Kollegen sich verewigt hatten. Ganz groß war ein Herz von Alessia gemacht worden in dem ein großes Danke stand. Semir lächelte als er das Herz sah. Alessia war ein wundervolles intelligentes Mädchen und gehörte der wohl mächtigsten Mafiafamilie im Rheinland an. Sie war eine Craziano. Als er sie und ihre Familie noch nicht kannte, galt der Vater Mario Graziano als einer der größten Gangster, doch Semir hatte festgestellt, dass dieser Mann von dem man nur grauenhafte Taten kannte in Wirklichkeit ein einfacher Geschäftsmann war, der mit seinem Wissen viel Geld verdiente und nur um der Welt etwas zu reden zu geben, seine eigenen Gerüchte erfand. Was war das für ein Fall....aber er hatte Semir immerhin eine ungewöhnliche Freundschaft eingebracht. Victor Graziano und auch Gina waren wunderbare Personen, deren Ruf überhaupt nicht zutraf. Und sogar Trauzeuge sollte Semir sein. Bei Alessia und Paolo. Paolo war der Sohn einer weiteren Mafiafamilie, die im Rheinland Fuß gefasst hatte, aber lange nicht so groß war wie die Grazianos...bis zu dem Zeitpunkt als die Kinder der Familien sich ineinander verliebten. Gegen die Liebe ist kein Kraut gewachsen, dachte Semir nur. „Hallo Schatz...“ riss Andrea ihn aus den Gedanken. „Andrea...du bist schon da?“ kam erstaunt von ihm. „Ja...die Straßen sind ja frei...seit du nicht mehr fährst...“ lachte Andrea und traf ihn empfindlich. „Warum findet ihr es alle so witzig, dass ich nicht Auto fahre....“ stöhnte Semir und gab seiner Frau einen sanften Klaps auf den Po. Sie beugte sich zu ihm runter. „Und...kannst du laufen oder soll ich dich mit dem Stuhl nach draußen schieben?“ gurrte sie und küsste ihn. „Warte nur ab, wenn ich wieder laufen kann....dann bist du dran..“ gab er zurück und grinste breit. „Oh...jetzt hab ich Angst ....mein wilder türkischer Hengst....“ lachte Andrea. Sie reichte Semir die Krücken und ging voraus. „ich mache drei Kreuze wenn das Ding morgen ab ist. Es ist darunter am jucken... ich kann nicht laufen mit dem Scheiß und....“ jammerte er erneut. „Wenn du nicht sofort aufhörst, dann sperre ich dich in den Kofferraum..“ warnte Andrea ihn worauf Semir sofort ruhig war. Er setzte sich auf den Beifahrersitz und sah seine Frau schmollend an.

    Andrea lachte leise. „Nun schmoll doch nicht...“ munterte sie Semir auf. „Du hast gut reden...ohne Auto bin ich nur ein halber Mann...“ stöhnte er. „Überleg doch mal was die Verletzung für ein Vorteil für die Bevölkerung bringt..“ schlug sie vor. Semir sah sie nachdenklich an. „Wieso für die Bevölkerung?“ harkte er nach. „ich sehe da keinen...ich kann die bösen Jungs nicht jagen, weil ich kein Auto fahren darf... überfallen jetzt Banken, Tankstellen, Restaurants, nehmen die Bürger aus....und ich? Ich sitze zuhause oder im Büro und drehe Däumchen...“ knurrte Semir, der genau wusste worauf Andrea hinaus wurde. Aber er wollte es von ihr hören. „Och...mein Held....es ist richtig...nur du bist in der Lage die Bösen zu bekommen, aber...ich will es dir in einem Rechenbeispiel mal anschaulich machen...“ Andrea machte eine Pause und sah ihn kurz an. „also...ein Auto kostet...sagen wir 20.000 Euro...also es kommt ja auf die Klasse an...Wenn es gestohlen wird, dann zahlt die Versicherung vorausgesetzt man hat so eine abgeschlossen. Du bekommst dein Gehalt weiter, obwohl du nicht arbeiten kannst...macht noch einmal pro Monat 4000 Euro....wenn du aber auf der Straße bist, den Verbrecher auf Teufel komm raus über die Autobahn hetzt und der einen Unfall baut, wo natürlich viele andere drin verwickelt sind, dann kostet es dem Steuerzahler meistens 200.000 Euro...und mal ehrlich...wenn ich die Wahl hätte, dann würde ich mir das Auto klauen lassen als zu schrotten..“ lachte Andrea. Semir sah sie an und grummelte nur. „Ich merk schon... ihr genießt es alle, dass ich nicht fahren darf. Ich könnte wenn ich wollte.. ja wohl...auch mit dem Gips..“ gab er grinsend von sich. Irgendwie fand er es dann doch gut, von Andrea umsorgt zu werden. „Ja...mein türkischer Hengst fährt auch noch Auto wenn sein Kopf nicht mehr auf den Schultern sitzt...aber jammert, wenn der Arzt ihm eine Spritze gibt..“ bestätigte Andrea und lenkte den Wagen sicher durch Köln. „Ich hab keine Angst vor Spritzen...die tun nur weh...“ lachte Semir. Andrea lachte ebenfalls auf. „Los du Held...die Kinder warten....“ befahl sie und hielt den Wagen vor ihrer Tür an.