Beiträge von Elvira

    David hörte seinen Namen und kam sofort zur Tür. „Hallo…. Was gibt es denn?“, fragte er nervös. „Herr Brehmer… Sie müssten uns begleiten… ähm….zur Gerichtsmedizin…“, kam leise von dem Polizisten. „Was?.... Warum?“, wollte David wissen und wirkte verstört. „Wir …also die Kollegen von der Autobahnpolizei…die haben eine Frauenleiche an einem der Rastplätze gefunden und…nun ja.. es lässt darauf schließen, dass es Ihre Frau sein könnte….Herr Brehmer...es ist nicht sicher, die Frau hatte keine Papiere bei sich, aber…es stimmt einiges und nur Sie können uns helfen…Fühlen Sie sich stark genug?“, fragte der Polizist. David nickte. „Ja sicher….aber … ich muss…sie mir ansehen?“, kam die bange Frage. „Ja das lässt sich leider nicht vermeiden… Wir müssen die Gewissheit haben.“, kam nun von dem zweiten Polizisten. David sah Isabelle an. „Ich weiß nicht….ob ich es schaffe.. ich meine…wenn sie es wirklich ist…ich …ich weiß nicht wie ich ….“, weinte er plötzlich. Sofort nahm Isabelle ihn in den Arm. „Darf ich vielleicht mitfahren?“, bat sie. Die Kommissare sahen sich nur an und dann wieder zu Isabelle. „Meinetwegen....“, entgegnete Thorsten und geleitete die beiden zum Wagen. Schnell setzte er sich auf den Beifahrersitz und Lukas ans Steuer. Kurz darauf befanden sie sich schon auf dem Weg in die Pathologie. Sie parkten den Wagen vor dem grauen Gebäude und gingen dann mit David und Isabelle in das Innere.

    Der Pathologe, Dr. Daniel Feldmann, ein junger, zynischer Kollege aus Halle, stand am Waschbecken und reinigte sich seine Finger. Auch wenn er Handschuhe trug, so war es ihm doch immer ein dringliches Bedürfnis, sich nach jeder Untersuchung die Hände zu waschen. „Ah... die Herren aus der Stadt bemühen sich ins Totenreich herab, um mich um Rat zu fragen.“, ging es los, als Dr. Feldmann die beiden Polizisten sah, doch dann erblickte er die beiden Besucher und sofort verstummte sein Zynismus. „Dr. Feldmann, das hier sind David Brehmer und Isabelle Winderburg. Wir wollen die Frauenleiche von heute Morgen zur Identifizierung sehen.“, forderte Lukas. David dachte, er hätte sich verhört. Frauenleiche von heute morgen... so banal war es für diese beiden Kommissare, dass seine Frau tot war. Sicher, er hatte sie umgebracht, aber immerhin war es doch seine Frau, die er drei Jahre lang umworben und dann für anderthalb Jahre ausgehalten hatte. Aber er hatte sie geliebt, wenn auch nur für kurze Zeit, doch er hatte sie geliebt. „Okay, mit der bin ich gerade fertig geworden...“, meinte Dr. Daniel Feldmann und ging mit den vier Personen zum Tisch rüber, wo unter einem flaschengrünen Tuch die Silhouette einer Frau zu erkennen, nicht mal ihr Kopf war erkennbar, sondern verdeckt. „Können wir dann?“, wollte der Pathologe wissen und sah in die Runde. Die Kommissare sahen zu David. Dieser starrte mit steinernem Blick auf die Decke und dachte, dass sie sich im nächsten Moment heben könnte.

    David sah den Pathologen an und dann wieder auf die verdeckte Frau. Im nächsten Moment wurde das Tuch vom Kopf gezogen und der Körper bis zu den Schultern frei gegeben. David erstarrte. Er musste jetzt gut schauspielern... hoffentlich bemerkte keiner was. „Ist das ihre Frau?“, wollte Thorsten wissen und beobachtete den Mann genau... seine Reaktionen, das war Polizeischule Lektion Eins, waren ungemein wichtig für den Kriminalbeamten, denn schließlich waren 70 Prozent aller Morde Beziehungstaten. Warum sollte es hier was anderes sein? „Ja... ja, das ist sie.“, schluchzte David und vergrub sein Gesicht wieder in seinen Händen. Man hörte nur noch das Schluchzen. Sofort nahm ihn Isabelle wieder in den Arm und drückte ihn fest an sich. Dr. Feldmann zog der Toten das Tuch wieder über den Kopf und ließ sie von zwei Pflegern in die Kühlkammer bringen. Thorsten bat Lukas, die beiden rauszubringen, damit er sich ungestört mit dem Doc unterhalten konnte. „Und?“, fragte der Kölner Kommissar. „Was und? Ach, du willst von mir die Ergebnisse haben.“, erwiderte der Pathologe. „Na für den Wetterbericht bist du ja wohl nicht zuständig.“, grinste Thorsten und hörte dann schon eine ihm vertraute Stimme vom Flur in die Halle dröhnen. „Oh nein, da sind ja schon die Kollegen.“, dachte er nur und drehte sich Richtung Tür um.

    „Ah Thorsten... ihr seid ja schon am arbeiten.”, begrüßte Semir den Kollegen. Ben nickte nur mit einem aufgesetzten Lächeln. „Allerdings... kann sich ja nicht jeder eine verlängerte Mittagspause so wie ihr leisten.“, stichelte er und sah Ben dabei etwas komisch an. „Was soll das denn heißen?“, fauchte dieser nur und tat einen Schritt auf Thorsten zu. „Ben... war doch nur ein Scherz.“, beruhigte Semir ihn und trat zwischen die Beiden, bevor der Doc noch zwei Opfer auf seinem Tisch hatte. „Wollt ihr jetzt wissen, woran sie gestorben ist oder euch lieber prügeln?“, fauchte er und hielt das Klemmbrett mit seinen Ergebnissen hoch. „Ich hatte meine Mittagspause nämlich noch nicht und würde dann gerne auch was essen gehen wollen.“ „Okay, dann lass doch mal hören.“, forderte Semir, um eine weitere Konfrontation Bens mit Thorsten zu vermeiden. „Also, wie ich euch bereits am Tatort sagte, ist ihr der Schädel eingeschlagen worden. Ich fand Porzellanstaub und kleine Reste in der Wunde. Mit der Statue lag ich also gar nicht so falsch.“, erklärte er. „Todeszeitpunkt?“, fragte Ben und sah auf die verdeckte Silhouette der Frau. „Etwa zwischen acht und neun Uhr gestern Abend. Noch etwas...“, meinte der Pathologe und ging etwas dichter an die Kommissare ran.

    Ariane sah Jacob an. „Du hast es mir versprochen...“ sagte sie ihrem jüngeren Bruder. „Ja… Ariane…das habe ich, aber ich weiß das es falsch ist. Du musst aufhören zu hassen. Es bringt dir nichts wenn du Ben Jäger tötest…das gefährdet nur deine Zukunft…“ versuchte Jacob seine Schwester zu überzeugen. „Nein…du verstehst es nicht. Ben Jäger ist das Opfer für meine Ernennung zur Priesterin. Das ist das Höchste was mir passieren kann…ich brauche ihn. Bitte Jacob…hilf mir…es ist mein Traum…“ bettelte sie. Jacob sah sie an. „du wirst höchstens die Sklavin von diesem Martin…der euer angeblicher Priester ist..“ fauchte er zurück. „Nein…es ist mein Glaube…mein verstehst du…ich glaube daran… Du hast es doch auch getan….du bist auch dabei…als das mit Vater passierte…da….du musst mir helfen. Nur ihn herbringen…alles Andere mache ich…aber du musst ihn herbringen..hier..das ist seine Handynummer…ruf ihn an und behaupte du weißt was….er wird kommen….schon allein um seinen Partner zu finden…“ erklärte Ariane. Jacob atmete tief ein. „Du weißt genau, dass es Sünde ist einen unschuldigen zu töten. Gerkan ist unschuldig. Er hat nichts mit der Sache von Damals zu tun. Er ist lediglich ein Kollege…“ gab Jacob zurück. „Du bist schwach…Jacob….Gerkan wird nichts passieren. Das verspreche ich. Wir sind Geschöpfe des Mondes und wir haben uns zum Ziel gesetzt unseren Willen zu bekommen. In unserer Gesellschaft ist kein Platz für Versager…“ erklärte Ariane. „Du bist genauso verblendet wie Mama. Diese Sekte hat euch kaputt gemacht. Was meinst du wie lange die Kollegen von Gerkan und Jäger brauchen um herauszufinden wer dahinter steckt? Hältst du sie für so dumm?“ harkte er nach. Ariane atmete ein und sah ihn an. „Tust du es oder nicht?“ wollte sie wissen. In ihrer Stimme lag es unheimliches. Eine Macht die Jacob einen Schauer über den Rücken laufen ließ. Jacob nickte. „also gut…ich werde ihn dir bringen…mehr nicht…alles Andere ist mir nicht bekannt….“ Gab er klein bei. „So ist es richtig….du wirst ihn für mich einfangen. Die Kiste dort ist groß genug. Du wirst ihn fesseln und darin aufbewahren. Leih dir einen LKW womit du die Kiste transportieren kannst. Ich kann dir keine Leute zuteilen. Ich will ihn in vier Stunden in meiner Gewalt haben und mit der Reinigung anfangen..“ befahl Ariane. Jacob sah sie an. „Was ist nur aus dir geworden. Vater würde es nicht wollen….er hat Ben verziehen. Warum kannst du es nicht?“ fragte er leise. „Weil er mir alles genommen hat, was ich liebte. Vater wollte mir mit reiten gehen…mit mir schwimmen…er wollte so vieles tun und nur weil Ben Jäger seinen Dickschädel durchsetzen musste, ist er nun ein Krüppel!“ fauchte Ariane voller Hass. Sie wusste genau, das Jacob das was sie wollte, tun würde.

    Ben wählte Kim an und teilte ihr mit dass er mit Andrea gesprochen hatte und nun zu der Adresse von Helene Bonners fahren wollte. „Ben...Sie werden auf gar keinen Fall allein fahren. Warten Sie auf Herzberger und Bonrath!“ befahl Kim. „Okay Chefin...“ gab Ben durch und hielt vor dem Haus wo Helene Bonners mit den Kindern wohnen sollte. Obwohl er genau wusste dass es verboten war, ging er allein zum Haus. Als er klingelte sah er Jacob Bonners in einem Lieferwagen ankommen. Dieser zuckte kurz zusammen, als er Ben sah. „Was willst du denn hier?“ fauchte der junge Mann ihn an. „Jacob... wo ist dein Mutter... ich muss mit ihr reden..“ bat Ben und reichte dem Mann die Hand. Doch Jacob übersah sie. „Sie wohnt nicht mehr hier. Ich wohne hier allein..“ gab Jacob von sich. „Wo kann ich sie finden? Es ist wirklich sehr wichtig...“ versuchte er. „Keine Ahnung...ich bin schon lange nicht mehr bei ihr gewesen..“ knurrte Jacob und schloss die Tür auf. Ben hielt ihn am Arm fest. „Jacob... deine Mutter hat meinen Kollegen in ihrer Gewalt...wenn du mir nicht hilfst, dann muss er sterben..“ versuchte Ben zu erklären. Jacob riss sich mit einer harschen Bewegung los. „Was geht mich das an? Meine Mutter hat ihn sicher nicht entführt..“ fauchte Jacob. „Nein... das stimmt...er sitzt in seinem Büro...auf einer Bombe....das ist auch Freiheitsberaubung...wo ist sie?“ wiederholte Ben. Jacob atmete tief ein. „also gut...komm rein..“ bot er Ben an. Er schloss die Tür auf und lächelte den Hauptkommissaren an. Ben betrat die Wohnung vor Jacob. Ein Geräusch ließ ihn herumfahren, doch es war zu spät. Er sah noch das höhnische Grinsen von Jacob, als ihn die Faust traf und Ben in die Dunkelheit abglitt. „Ich führe nur meinen Job durch.....“ hörte er noch. Ben versuchte sich gegen die Bewusstlosigkeit zu wehren. Ein zweiter Schlag von Jacob ließ diese Bemühung jedoch im Keim ersticken.

    Sehr gut...Semir...wirklich gut.....schön vorsichtig sein. Nur befürchte ich, dass dir das nicht wirklich hilft.....es sei denn..du bist im Gerichtssaal auch so vorsichtig und guckst ob die Fenster geschlossen sind, ob die Türen verriegelt...(oder nee...besser nicht ;) ) und ob die Typen die dort drin sind, auch dort reingehören.....

    euer Betteln wurde erhört :D:D:D


    Ben versprach Andrea Semir aus der Situation zu holen und fuhr wieder auf die Autobahn. Von Michael hatte er eine Adresse bekommen wo angeblich Helene mit den Kindern wohnte. Nach einigen Kilometern sah er im Rückspiegel dass ein dunkler Wagen scheinbar an ihm klebte. Die Fahrweise war normal. Nicht zu schnell nicht zu langsam. Dennoch zog er Bens Aufmerksamkeit auf sich. „Verfolgst du mich etwa?“ fragte er leise. Er wollte es testen und fuhr die nächste Ausfahrt raus. Tatsächlich folgte der Wagen in einem gebührenden Abstand. „Na warte..“ knurrte Ben und fuhr in eine Seitenstraße. Er hielt vor einem der kleineren Häuser und stieg aus. Der Wagen fuhr an ihm vorbei um dann ebenfalls zu parken. „Okay…dann wollen wir uns doch mal unterhalten…“ dachte Ben leise und tat als würde er eines der Häuser betreten. Doch er schlich um eines der Häuser um dann wieder etwas weiter weg auf der Straße zu treten. Mit schnellen Schritten ging er auf den Wagen zu, zog seine Waffe und riss unvermittelt die Fahrertür auf. „SO! Aussteigen!!“ schrie er wütend und packte den Fahrer am Kragen. „Was soll das?“ fragte eine zierliche Frau ängstlich und hob die Hände. Die Augen waren vor Schreck weit aufgerissen. „Sie verfolgen mich schon eine ganze Weile! Hätten Sie die Güte mir das zu erklären?“ fauchte Ben sie an. „Ich…ich verfolge Sie nicht…ich wohne hier..“ stammelte die Frau. „Dann können Sie das sicher beweisen oder?“ harkte Ben nach. „ja sicher…ich..ich mein Ausweis…bitte..“ stammelte die Frau und kramte in der Handtasche. Mit zitternden Händen reichte sie ihm den Ausweis. Ben nahm ihn und sah sich die Adresse an. Es stimmte…die Frau wohnte tatsächlich hier. „Entschuldigung….“ murmelte er, steckte die Waffe weg und ging wieder zu seinem Auto. Er hatte die Frau zu Tode erschreckt und dabei eine Unschuldige erwischt. Die Sache geht dir etwas an die Nerven….dachte er leise und fuhr wieder zurück auf die Autobahn.

    Mandy Steiner atmete auf und sah dem jungen Mann nach. Was für ein dämlicher Kerl…dachte sie nur und stieg wieder ein. Sie nahm das Handy und wählte die ihr bekannte Nummer. „Ariane..ich bin es….ja…es hat alles geklappt. Er hat den Sender…Nun hol dir den Mistkerl“ stieß sie aus. „Du bist ein Schatz. Wenn ich erst einmal Priesterin bin, werde ich dich ebenfalls zur Dienerin des Herrn erwählen. Und dann bist du mir ebenbürtig.“ Gab Ariane zu verstehen. „Nein…niemals… wie hättest du wissen können, das er auf genau die Straße fährt die im Ausweis stand. Das wissen nur mächtige Wesen. Du kannst die Zukunft sehen. Ich bin schon froh, erwählt zu sein, dir zu dienen…“ gab Mandy zurück. „Komm jetzt zu uns. Heute Abend werde ich mir Ben Jäger holen. Niemand kann mich von der Rache befreien außer er. Er wird für das bluten, was er mir und meiner Familie angetan hat.“ erklärte Ariane. „Ich werde in wenigen Minuten bei dir sein…meine Herrin…“ hauchte Mandy ins Gerät und startete den Motor. Sie hatte ihre Arbeit getan. Was nun kam, war nicht mehr ihr Part. Das musste Ariane und ihre männlichen Helfer erledigen. Mandy fuhr zurück zur Unterkunft der Sekte. Eine alte Villa die schon baufällig war. Jeder der sich nicht auskannte würde das Gemäuer nicht betreten. Mandy sah sich um, bevor sie auf die Einfahrt fuhr. Sie stieg aus und ging hinter das Haupthaus. Dort führte eine kleine Klappe im Garten zu dem unterirdischen mit vielen Gängen versehenen Versteck der Sekte. Bisher konnte die Polizei nichts gegen sie unternehmen und das würden sie auch in Zukunft nicht. Die Priester und Priesterinnen des Mondgottes verhinderten das, indem sie ein unsichtbares Feld über das Gelände ausbreiteten, was Ungläubige nicht überwinden konnten.

    So ist das mit der Schatzsuche...man erwartet Reichtum...und stellt fest, dass der Schatz nichts wert ist...zumindest für die Leute die ihr Leben auf Gold und Edelstein ausrichtet. Hier ist doch der Wert eher symbolisch...ich hätte gern einen Anhänger meiner Oma...oder meines Opas mit meiner Mama oder meinem Papa auf dem Arm.....wäre doch cool...die Eltern als Kinder zu sehen..... Nur wie geht es weiter in dieser Story? Oder war das schon alles?

    Ben fuhr zu Andrea. Sie musste wissen was mit Semir war und das er vermutlich heute nicht nach Hause kam. Er bemerkte nicht, dass er seit seiner Abfahrt verfolgt wurde. Er hielt vor Semirs Haus und sah gerade wie Andrea vom Einkauf kam. „Ben? Was machst du denn hier?“ fragte sie erstaunt als er ausstieg. „Andrea…ich…“ fing Ben an und nahm der Ehefrau seines Partners die Taschen ab. „Ist was mit Semir?“ fragte Andrea weiter. Ben nickte. Andrea blieb stehen. „Was ist es diesmal? Kugel in der Schulter? Beinbruch….oder Gehirnerschütterung?“ harkte sie nach. „Weder noch..lass uns reingehen…“ bat Ben. Andrea sah ihn ängstlich an. „Sag nicht, dass …. ist er… ich…“ fragte sie vorsichtig. „Nein… nein… er ist nicht tot… nein… beruhige dich….er sitzt auf einer Bombe und …das ist meine Schuld…“ erklärte er nun. „Auf einer Bombe? Aber ihr habt doch gerade neue Möbel bekommen! Wie kann das denn sein?“ harkte sie nach. „Das wissen wir nicht….aber wir sind dabei und werden denjenigen finden…“ versprach Ben. „danke…Ben….Wie viel Zeit bliebt ihm?“ wollte sie noch wissen. „Als ich weg bin waren es 72 Stunden…denke ich..ich bin jetzt seit sechs Stunden insgesamt unterwegs..und…“ erklärte Ben als er auf die Uhr sah. „Okay….was kann ich tun?“ fragte Andrea jetzt. „Nichts…nur abwarten…ich wollte nur, dass du weißt das wir alles tun…um Semir von dem heißen Stuhl zu bekommen…und dann werden wir den Schuldigen finden…“ versprach er erneut. „Und was ist mit Semir? Wie lange soll er denn dort so sitzen...was wenn es schief geht…?“fragte sie ängstlich. „Das wird es nicht….bitte verschließ die Türen und lass niemanden rein….auch wenn ich es nicht glaube, aber der Mistkerl könnte auch dich und die Kinder gefährden..“ bat Ben. Andrea nickte und verschloss nachdem Ben gegangen war alle Türen. Wieder einmal musste sie die Kinder im Haus halten…

    Helene und Ariane sahen den Priester an. „Du weißt was es heißt als Priesterin unseren Herrn zu dienen?“ fragte er und sah Ariane an. „Ja Meister…ich weiß es…ich werde alles tun um den Herrn glücklich zu machen..“ versprach das Mädchen. „Du weißt auch, dass du die Weihe über dich ergehen lassen musst und dies als unberührte Jungfrau tust?“ harkte der Priester nach. „Ja Herr….das weiß ich…“ bestätigte Ariane. „du schwörst unberührt zu sein? Helene…kannst du das bestätigen?“ kam die nächste Frage. „Herr…das kann ich…meine Tochter ist rein…..und unberührt….“ Bestätigte Helene. „Dann fehlt uns nur noch das Opfer für die Weihe….da du Ariane in den Stand der Priesterin treten willst musst du dir ein Opfer auswählen….wer soll es sein?“ wollte der Priester wissen. „Ich forderte Ben Jäger als Opfer…“ kam klar und deutlich von Ariane. „Warum?“ fragte nun der Priester. „Weil er mir das Liebste genommen hat, was mir alles bedeutete…er hat zerstört und er muss gereinigt werden…“ erklärte Ariane. „Nun so sei es….weißt du wo Ben Jäger sich aufhält?“ „Ja….das weiß ich und ich bitte dich oh Herr..sende deine Boten aus um ihn zu uns zu bringen…die Reinigung werde ich so wie es im Buch der Bücher steht vornehmen…“ erklärte Ariane und sah ihn bittend an. „Nun so sei es…ich werde die Boten aussenden um das Opfer zu holen….bereite du die Reinigungszeremonie vor….wir werden in wenigen Tagen damit beginnen…und vergiss nicht…auch du musst gereinigt sein…gereinigt von Hass und Rache….gereinigt von Wut und Angst…gereinigt von allem negativen…wird das Opfer dir diese Last abnehmen?“ harkte der Priester nach und hob den Kopf von Ariane leicht an. „Ja Herr….das wird er…“ versprach sie. „Dann geht….in wenigen Stunden werden wir die Reinigung beginnen…“ versprach der Priester und wandte sich wieder ab. Helene und Ariane verließen den Raum.

    Nun...willkommen in der Welt der Schreiberlinge...Bisher klingt es schon mal gut. Aber du solltest unbedingt auf die Groß- und Kleinschreibung achten. Auch auf die Satzstellung wie zu Beispiel: fingen sie mit dem Schreiben des Berichts an....besser wäre ...fingen sie an den Bericht zu schreiben, oder aber kürzer schrieben sie den Bericht. Um Rechtschreibfehler zu vermeiden, solltest du die Geschichte in Windows Word vorschreiben und von dem Programm überprüfen lassen. Das erleichtert vieles.

    So und nun hoffe ich nicht, dass du dir die Kritik zu sehr zu Herzen nimmst und aufhörst zu schreiben... :D:)

    Andrea machte ihren Haushalt. Sie spürte Übelkeit aufkommen und hing schon über die Schüssel. Nach wenigen Augenblicken war es vorbei. „Man, du machst mir ganz schön zu schaffen.“, sagte sie und streichelte ihren Bauch. Noch war nichts zu sehen, aber sie wusste das dort etwas wuchs. Wie gut, dass Semir nicht wusste, was in wenigen Wochen an seinem Geburtstag passieren sollte. Nur Ben und Susanne waren eingeweiht. Ben musste schwören nichts zu verraten und meinte nur lachend, dass er demnächst am besten seinen Mund verschließen lässt. So oft wie er nun schon schwören müsste. Nichts von der Schwangerschaft verlauten lassen, nichts von der Überraschung für Semir, nichts von der Party…. Andrea sah sich um. Aida musste gleich in die Krabbelgruppe und dann konnte sie noch mal im Club vorbei schauen. Sie war an die Kinder so gewöhnt und nun musste sie es vermutlich aufgeben. Mit zwei Kindern war es sicher nicht machbar, nebenbei noch den Job zu machen. Außerdem wollte sie dann nur für die Kinder da sein. Und für Semir. Sie waren nun schon sieben Jahre verheiratet… sieben Jahre… das verflixte 7. Jahr. Andrea bekam Panik. Sagte man nicht im verflixten 7. Jahr werden 65 % der Ehen einer schweren Krise unterzogen? Sie wollte nicht, dass es in der Ehe von ihr und Semir. Gerade jetzt, wo sie so glücklich waren, wo sie doch vielleicht einen kleinen Semir erwarteten. Nicht jetzt…flehte sie regelrecht.

    David sah in den Spiegel. „Das hast du gut hinbekommen, Alter. Der perfekte trauernde Ehemann…“, lobte er sein Spiegelbild. „Hast du was gesagt, David?“, hörte er seine Schwester rufen. „Nein.. alles okay…danke…“, wiegelte er sofort ab. „Komm, das Frühstück ist fertig.“, rief Isabelle. „Ja sicher.. ich komme gleich Schwesterherz…“, rief er zurück, wusch sich und verließ das Bad. „Wie geht es dir heute?“, wollte Isabelle wissen. Sie war besorgt. „Mir geht es soweit gut…ich konnte zwar nicht schlafen, aber… ich meine…Anja…ich vermisse sie so…“, kam klagend von ihm. Sofort schossen die Tränen und Isabelle nahm ihn in den Arm. David ließ es geschehen. Seine Schwester musste davon ausgehen, dass seine Trauer echt war. „Du tust mir so leid. Ich würde dir gern helfen, aber…David…ich kann nicht. Anja war so jung und…ihr wart erst…Wo warst du gestern als es…passierte?“, wollte sie plötzlich wissen. „Ich? Ich war auf einem Termin. Gott ich wollte diesen Termin absagen, aber…Anja bestand darauf, dass ich hinfahre. Es bedeutete für uns ja auch Geld. Und ausgerechnet in dieser Zeit… war der Mistkerl…bei ihr und…und…“, erzählte er und fing an zu zittern. „Du Armer… bleib solange du willst. Ich werde für dich da sein…“, versprach sie.

    Lukas und Thorsten gingen mit Ben und Semir zur abgedeckten Leiche hinunter und Lukas hob das Tuch hoch. Angewidert drehte er sich weg und deckte das arme Mädchen wieder zu. „Man... was für ein Typ macht so etwas?“, stieß der Kripobeamte aus. Dann sah er zu den beiden Autobahnpolizisten. „Okay, was habt ihr bis jetzt?“, wollte er wissen, doch Semir und Ben sahen sich nur an. „Kommt schon Leute, ihr ward als erste hier und der Doc ist schon weg... Außerdem, wenn es sich um Anja Brehmer handelt, ist es sowieso unser Fall und damit müsstet ihr eigentlich das Feld räumen.“, kam es leicht drohend von Thorsten. Ben sah den Mann, der einen Kopf kleiner als er war nur an und lächelte gekünzelt. „Was heißt eigentlich?“, fragte Ben. „Ohhh... ich hab mich falsch ausgedrückt.... ihr räumt das Feld und überlasst alles weitere hier uns.“, forderte Thorsten und verwies Ben auf den BMW von Semir. Dieser jedoch bemühte sich erst gar nicht, zu weichen und sah Thorsten nur abwartend an. Dieser blickte zu Semir. „Scheinbar brauchte dein Lehrling ein paar Manieren.“, fauchte Thorsten und sah Ben herausfordernd an. Doch der ließ sich nicht provozieren und grinste einfach. „Ihr Stadtbullen seit einfach zu arrogant.“, lachte er und fing sich einen bösen Blick der beiden Kollegen ein. „Warum sollten wir diesen Fall nicht gemeinsam lösen können?“, fragte Semir dann, um das Ganze nicht noch aus dem Ruder laufen zu lassen und die Stadtkollegen allzu sehr zu verärgern.

    Während Kim die Leute draußen instruierte saß Semir in seinem Stuhl. Die rechte Hand war nach wie vor gefesselt und er spürte Müdigkeit vom Nichtstun. „Warum tun Sie das wirklich? Warum sagen Sie uns nicht was Sie wollen und wir reden darüber?“ harkte er nach einer Weile des Schweigens nach. „Ben Jäger muss für das, was er mir angetan hat büßen. Er ist Schuld an dem Unglück was ich erleiden musste…“ stieß die Stimme wütend aus. „Was hat er denn getan?“ harkte Semir nach und hatte wirklich Interesse an dem was diese Person dort zu dem bewegte was nun geschah. „Du willst mich einlullen…das funktioniert nicht…ich lasse mich nicht von dir einwickeln. Also lass die psychologische Schiene. Sie steht dir eh nicht Semir. Ben hat mir das Wichtigste genommen….und ich werde ihm das nehmen…“ versprach der Unbekannte. „Was habe ich mit der Sache zu tun? Vor sieben Jahren war Ben nicht bei uns…“ wollte Semir wissen. „ich weiß…aber du bedeutest ihm viel und das ist Bens wunder Punkt. Wo ist er?“ fragte die Stimme nun. „Das weiß ich nicht…er ist vor Stunden raus und…“ gab Semir gepresst zurück. Kim betrat das Büro. „Chefin… wo ist Ben?“ wollte er von ihr wissen. „Ich weiß es nicht. Es gibt keine Rückmeldung von ihm und er meldet sich immer noch nicht.“ kam leise von Kim. Sie legte etwas auf den Tisch und mahnte Semir mit Blicken nicht zu fragen. Er verstand und nickte kurz. „Holt mir Ben her! Ich will das er zu dem steht, was er getan hat!“ forderte die Stimme auf. „Wir wissen nicht wo er ist…“ gab Kim bekannt. „Dann sucht ihn! Ich will ihn hier haben!!“ schrie die Stimme hysterisch. Semir sah Kim an. Diesmal kam etwas von der normalen Stimme. Kim nickte. Eine Frau…formulierte sie mit den Lippen. „Chefin…..“ riss Bens Stimme die Beiden aus einem Zwiegespräch welches mit Blicken geführt wurde. Kim ruckte herum „Ben!! Wo zum Teufel waren Sie?“ schrie sie ihn wütend an. „Ich…ich habe…“ fing Ben an. „Er war bei einem alten Freund nicht wahr, Ben…du hast ihn besucht…nach sieben Jahren hast du ihn zum ersten Mal besucht…“ verhöhnte die Stimme.

    Semir sah seinen Partner an. „Bist du okay?“ wollte er wissen. Ben schüttelte den Kopf. „Ich denke ich weiß warum es passiert…und unser Freund am anderen Ende heißt entweder Helene, Ariane oder Jacob…“ stieß Ben aus. „Wie kommst du darauf?“ harkte Semir nach. „Ich war bei Michael Bonners…mein ehemaliger Ausbilder, der aufgrund eines Unfalls im Rollstuhl gelandet ist…“ fing Ben an. „Unfall? Es war kein Unfall!! Du bist daran schuld!!“ schrie die Stimme wütend. „Ich war der Auslöser ja…aber nicht der Schuldige….Michael hat mir nie die Schuld gegeben..nie….aber du….du denkst es und steigerst dich da rein…warum?“ forderte Ben den Gegner auf. „Du hast mir alles kaputt gemacht!! Alles!!!“ schrie die Stimme. Semir sah Ben an. „Mach weiter…sie wird unvorsichtig..“ stieß er leise aus. „Sie?“ fragte Ben nach. „Ja..wir wissen mittlerweile dass es eine Frau ist..“ kam nun von Kim. „Hör mir genau zu….ich habe damals genügend Gewissensbisse gehabt, als es mit Michael passierte…aber ich kann die Uhr nicht zurück drehen. Hör auf mit dem Wahnsinn….Semir ist Familienvater…willst du einen Unschuldigen töten?“ wollte Ben wissen. „Du hättest niemals Polizist werden dürfen..niemals. Du hast mir das Liebste genommen was ich wollte. Warum hat Gott das nicht verhindert? Ich weiß es…Gott ist ein Dämon, der die Menschen versklavt…er verbietet Liebe…und deshalb ist es geschehen..“ stieß die Person aus. „Lass es…Michael hat sich damit abgefunden, warum nicht du Helene? Du hast mich schon vor dem Krankenzimmer von ihm verurteilt…ich habe dir gesagt, dass es mir Leid tut…aber ich kann es nicht mehr ändern…“ kam leise von Ben. Die Unbekannte sagte nichts mehr. Semir sah ihn an. „Helene?“ harkte er nach. „Die Exfrau von Michael Bonners….“ nickte Ben. Endlich hatte die Unbekannte einen Namen. „Was ist damals passiert Ben?“ harkte Kim nach. „Es ist lange her….“ wich Ben aus. „Aber ich weiß wo ich suchen muss….“ Gab er bekannt und rannte raus. „BEN!!! Nicht allein!! Ben!!“ schrie Semir hinter ihm her und wäre am liebsten aufgesprungen.

    Kim sah Semir an. „Was ist mit Susanne?“ fragte er. „Ich fahre gleich ins Krankenhaus und werde mich nach ihr erkundigen. Wie geht es Ihnen?“ stellte sie die Gegenfrage. Mittlerweile waren einige Stunden vergangen, seit er in dem Stuhl saß. „Blendend….“ log Semir. „Ich habe hunger…Durst…außerdem müsste ich mal aufs Klo…also kann es mir nur blendend gehen…“ kam sarkastisch von ihm. Kim nickte. „Ich frage mich nur, was der Kerl will…“ stöhnte sie. Bisher hatte der Erpresser seinen Grund für das Geschehen nicht genannt. „Wo ist Ben?“ wollte Semir wissen. „Er meldet sich nicht. Weder per Handy noch über Funk. Hoffe nur das er keinen Blödsinn macht. Außerdem hatte ich das Gefühl, das er genau weiß wer dahinter steckt. Vermutlich sind Sie nur ein zufälliges Opfer. Der Erpresser konnte nicht wissen, dass Sie die Plätze tauschen.“ kam nachdenklich von Kim. Von Semir kam ein leises Knurren. „Sorry…mein Magen..“ lächelte er sie an. Kim stand auf. „Ich besorge Ihnen etwas zu essen und zu trinken…und für das andere Problem…werden wir auch eine Lösung finden.“ Versprach sie. Semir lächelte sie nur an. „Ich denke für das dritte brauch ich noch keine Lösung…..aber die ersten Sachen wären schon wichtig…“ gab er zu. „Wie nett ihr doch zu einander seid…“ lachte die Stimme des Unbekannten wieder. Kim stand auf und verschwand um wenig später mit einem Teller belegter Brote zurück zu kommen. Semir wollte zugreifen, doch er hatte die Fesseln vergessen. Er sah Kim an. „Geben Sie mir eins in die Hand..“ bat er. Kim nickte und tat es. „Warum wollen Sie, dass Semir gefesselt ist….?“ wollte Kim von dem Gegner wissen. „Du hast Recht, Kim…es ist dumm nicht wahr. Semir würde eh nicht aufstehen….du darfst ihm eine Hand lösen…die linke!“ befahl die Stimme. Semir lächelte gequält. Er war Rechtshänder aber immerhin war es ein kleiner Vorteil. Er konnte wenigstens auch die Kaffeetasse selbst nehmen und das köstliche schwarze Gesöff trinken. Kim hob eine leere Wasserflasche hoch. „Für das andere Bedürfnis…“ lächelte sie. „danke Chefin…“ gab Semir zurück. Er stellte die leere Wasserflasche auf seinen Schreibtisch. „Semir…ich möchte zu Susanne ins Krankenhaus und ich muss Andrea noch informieren..“ erklärte Kim. „Nein…sagen Sie nichts Andrea…ich … ich werde mir was einfallen lassen…“ versprach Semir. Kim verschwand.

    Nur wenig später kam sie im Krankenhaus an und fragte sich nach Susanne durch. Sie lag im OP wo der Knochen gerichtet werden musste, da sich der Bruch als komplizierter herausstellte als gedacht. Nach wenigen Minuten kam der Arzt heraus. „Dr. Huber…guten Tag… Sie sind…?“ fragte er nach. „Kim Krüger…ich bin die Vorgesetzte von Frau König..“ stellte Kim sich vor. „Gut…Frau König hat einen komplizierten Schienbeinbruch, eine schwere Gehirnerschütterung sowie einige kleine nicht relevante Schnittwunden und Abschürfungen. Das Letztere heilt von selbst. Aber sie wird sicher zwei Wochen hier bleiben. Die Gehirnerschütterung muss vollständig auskuriert sein, bevor sie auf Krücken das Krankenhaus verlässt. Anschließend wird sie eine Reha machen müssen und in spätestens sechs Monate werden die Nägel wieder entfernt…“ erklärte der Arzt. „Aber sie wird wieder ganz gesund?“ harkte Kim besorgt nach. „Selbstverständlich…es werden keine bleibenden Schäden zurückbleiben..“ bestätigte er. „Gut…hier ist meine Karte…wenn etwas ist, dann rufen Sie mich an. Egal wann.. und lassen Sie niemanden in ihr Zimmer, der nicht von mir autorisiert wurde..“ befahl Kim freundlich. Der Arzt versprach es zu tun und Kim fuhr zurück zu Semir um ihm die Nachricht zu überbringen. Als sie im Wagen saß versuchte sie Ben zu erreichen. Nichts…Ben meldete nicht. „Verdammt noch mal wo steckt der denn?“ fauchte sie wütend. Sie fuhr wenig später auf den Parkplatz wo Herzberger, Bonrath und Hartmut standen. Kim stieg aus und sah die Drei an. „Hartmut…ich brauche Ihre Hilfe…ich denke die Beiden haben Sie bereits informiert...?“ fragte sie nach. „Ja…aber das ist kompliziert…also ich habe es den Beiden schon versucht zu erklären..“ fing Hartmut an. Kim sah ihn an und er schwieg. „Geht etwas oder nicht?“ wollte sie wissen. „Nun ja…aber nicht in fünf Minuten..“ nickte Hartmut. „Dann los!“ befahl Kim. Hartmut erklärte ihr was er vorhatte.

    Na da hast unser türkischer Hengst noch einmal Glück gehabt und ist entkommen.... aber das war doch sicher nicht alles...ich will mehr mehr.mehr...( nein ich bettel nicht...damit drücke ich nur aus, dass der Schreiber wieder eine tolle Leistung gebracht hat)

    :D:D

    Michael sah Ben an, als er erzählte was sich im Büro zugetragen hatte. „Ben…ich habe nichts damit zu tun. Glaub mir…ich mache dir nicht die geringsten Vorwürfe. Du warst damals ungestüm und ….ich musste doch auf dich aufpassen. Du hast so viel Potential in dir…das war es mir wert..“ gab er zurück. „Dann erkläre mir, warum das passiert? Warum nutzt der Erpresser unsere damalige Situation aus? Warum Semir? Er hat nichts damit zu tun..“ kam verzweifelt von Ben. „Ich weiß es nicht…seit damals ist mein Leben völlig aus den Fugen geraten. Helene hat mich mit den Kindern verlassen. Sie kommen mich nicht einmal mehr besuchen. Helene und Ariane haben sich genau wie Jacob einer Sekte angeschlossen die sich „Diener des Mondgottes“ nennen. Sie sind völlig abgedreht und haben den Hang zur Realität verloren….“ erklärte Michael weiter. Ben sah ihn an. „Das wusste ich nicht…“ kam verlegen von ihm. „Ich weiß…du hast mich seit dem Vorfall nicht mehr besucht…nicht einmal ein Danke kam von dir…warum nicht Ben? Ist dir das so egal…?“ harkte Michael nach. „Nein..nein…wirklich nicht…aber…ich…ich…“ suchte Ben nach dem Grund. „Du hast dir selbst die Schuld gegeben? Dein schlechtes Gewissen hat dich dazu gebracht dich zurück zu ziehen?“ schlug Michael fragend vor. Ben musste zugeben, dass er Recht hatte. Er hatte sich damals tatsächlich die Schuld gegeben. Ohne Michael würde er nicht da sein…nicht mehr. „Ich wollte dir einfach nicht mehr vor die Augen kommen. Ich meine…du bist in dem Ding, weil ich nicht gehorchen konnte. Helene hätte mich sicher nicht zu dir gelassen. Ich war einmal im Krankenhaus und bin auf sie getroffen. Sie hatte den puren Hass in den Augen. Ich wollte mich bei dir entschuldigen, doch sie sagte, dass du mich nicht sehen willst. Sie war deine Frau…ich habe ihr geglaubt und bin deshalb verschwunden…jetzt bin ich Hauptkommissar und bei der Autobahnpolizei…“ erzählte Ben. Michael sah ihn an. „Das wusste ich nicht. Ich dachte wirklich, das du …der Grund weshalb du hier bist…was hast das auf sich?“ fragte Michale nun nach. „Wie ich schon sagte. Mein Dienstpartner und Freund sitzt im Büro auf einer Bombe. 72 Stunden habe ich Zeit…und ich weiß nicht einmal was ich tun soll..“ klagte Ben leise.

    Während Kim und Semir im Büro saßen hatten Dieter und Hotte es geschafft Hartmut zu holen und ihn in den Stand der Dinge eingeweiht. „Das ist echt ein starkes Stück. Und ihr denkt dass einer der Speditionsmitarbeiter die Bombe gelegt hat?“ harkte Hartmut nach. Dieter nickte. „Susanne wurde verletzt als die zweite Bombe hochging…du musst es dir ansehen…und Semir will sicher auch von seinem Stuhl runter..“ gab Hotte zu. Hartmut sah ihn an. „Ja sicher…verständlich..nur was kann ich da tun? Ich kann ja nicht einfach rein marschieren und die Bombe entschärfen. Immerhin bin ich kein Sprengstoffexperte..“ meinte Hartmut nur. „Das wissen wir…aber wir müssen einen Weg finden Semir vom Stuhl zu holen. Er hat nur 72 Stunden und wir wissen nicht was der Erpresser damit erreichen will..“ klagte Dieter. „Gut…dann solltet ihr den Erpresser fragen….“ Schlug Hartmut vor. „vielleicht kannst du ja die Kamera anzapften….oder herausfinden woher das Signal kommt..“ schlug Dieter vor. Hartmut sah ihn an. „Wie soll das gehen?“ harkte er nach. „Keine Ahnung..ich hab das mal im Fernsehen gesehen…da hatte der Erpresser einen Bus entführt und die Polizisten haben die Kamera angezapft…eine Schleife aufgenommen und dann in die Kamera eingespeist…der Erpresser sah dieses Bild in der Schleife und während er glaubte alles sei okay…wurden die Passagiere aus dem Bus geholt…“ erklärte Dieter. Hartmut lachte. „Das gelingt im Fernsehen..aber wir sind im wahren Leben und da geht das nicht…“ kam von Hartmut als Erklärung. „Ja aber die Idee…ich meine die ist doch nicht schlecht. So eine Kamera hat sicher auch ein Signal was sie abgibt und das kann man doch sicher abfangen..und herausfinden wo es herkommt oder nicht?“ wollte Hotte nun wissen. „Theoretisch ist es durchaus möglich…nur dies praktisch auszuführen ist sehr schwer. Ihr müsst dafür zunächst die Frequenz herausfinden die in einem Bereich liegt, welche nur sehr schwer zu erfassen ist, weil das Signal nicht stark ist. Dazu müsste man in der Nähe der Kamera einen Frequenzscanner bringen. Und wenn ihr sagt, nur die Chefin und Ben dürfen das Büro betreten, dann müsste einer der Beiden das Gerät mitnehmen um es im Büro zu verstecken…“ erklärte Hartmut. „Dann werden wir das tun. Das hat ja auch geklappt als Ben begraben war..“ machte Dieter sich Mut. „Das ist was anderes..da hatten wir den Sender….“ widersprach Hartmut.