Beiträge von Elvira

    Gut......also....fange ich doch einfach mal an....und vorweg..ich bin nur ehrlich und will niemanden niedermachen....;)

    Zunächst einmal finde ich es sehr gut, dass man sich an Storys versucht und sie auch veröffentlicht. Immerhin gehört da ein Stückchen Mut zu. Zu deiner Story oder zumindest was mir sofort auffällt sind die ersten Sätze. Das mit der Freigabe kannst du eh knicken, denn du weißt nie, wer diese Story liest. Das kann man ja auch nicht kontrollieren und alles was verboten ist, macht neugierig....Also am Besten weglassen....

    Den Autor musst du nicht angeben...sieht man ja und ist daher sinnlos (da könnte man dann eher längere Teile einstellen ;) )

    Und was heißt hier du besitzt keine Rechte....es gilt immer noch das Recht des geistigen Eigentums...und wenn die Story dein Eigen ist, dann hast du natürlich das Recht auf diese Geschichte. Okay...wenn du es mal nachweisen müsstest, wird es schwieriger....

    Du schreibst ziemlich abgehackt. Die Sätze sagen nicht wirklich viel aus und da musst du dran arbeiten. Umschreibe die Situationen mehr und ausführlicher. Lass die Gefühle der Charaktere freien Lauf....

    Ein kleines Beispiel führe ich immer gern an:

    du schreibst: Die Sonne stieg langsam über Köln auf. Die Tageshöchsttemperaturen lagen zwischen 24 und 27 Grad Celsius. Chris Ritter stieg in seinen grauen Mercedes C-Klasse mit dem Kennzeichen D:BD-2408. Er startete den Motor, legte den ersten Gang ein und fuhr weg.

    Wenn du es aber näher beschreibst dann könnte es so klingen: Langsam ging die Sonne über Köln auf und obwohl es noch sehr früh war spürte man, dass der Tag wieder heiß werden würde. Chris Ritter stieg in seinen grauen Mercedes C-klasse mit dem Kennzeichen D-BD 2408, ließ den Motor aufheulen und legte den Gang ein. Dann gab Gas. Er drehte während der Fahrt die Scheibe runtter um den kühlen Fahrtwind zu genießen.

    Wie gesagt...es müsste mehr unschrieben werden...schreibe es so das die Leser sich die Szene vorstellen können. Dann liegst du genau richtig...Ich weiß das jeder seinen eigenen Stil haben, und das was ich eben tat ist halt mein Stil...(nur ein gutgemeinter Rat, kein persönlicher Angriff)

    Was mir noch auffällt....; Das Geschriebene ist nicht bündig....um das hinzubekommen kannst du auf den "Editor" gehen wenn du es einsetzt...also das gelbe Feld wo du es hineinkopierst wenn du einen neuen Teil einsetzt....Dort gibt es ja einmal den "Editor" und den !Quellcode" Dann hat der Text schon mal eine angenehmere Form und die Absätze werden richtig erkannt, was das Lesen einfacher macht.

    Apropos Absätze: Wenn du sie richtig einfügst dann wird das Lesen nicht ermüdend....Zum Inhalt....es klingt schon mal gut, allerdings ist der Teil für eine genauere Beurteilung viel zu klein. Chris ist so eine Figur die nicht gern in Storys gelesen wird, dennoch hoffe ich auf viele Leser und Feeder die hier auch ihre Meinung sagen.

    Und noch einmal...herzlich willkommen in der Schreiberwelt

    Susanne wurde drei Wochen nach ihrem „Unfall“ entlassen. Sie trug ihren Gips und konnte sich auf den Krücken notdürftig bewegen. Nach sechs Wochen wurde der Gips abgenommen und sie musste drei Wochen Reha machen. Als sie ihren Dienst wieder antrat sah sie Semir und Ben an, die sich im Büro stritten. Sie klopfte zaghaft an und trat ein. „Ich bin wieder da…“ verkündete sie sich. Sofort hellten die Mienen der Kommissare sich auf und sie wurde willkommen geheißen. „Habt ihr alles gut überstanden?“ wollte Susanne wissen. „Ja..und du? Alles wieder in Ordnung?“ harkte Semir nach. „Ja…soweit schon. Ich muss nur in acht Monaten die Nägel raus bekommen.“ gab sie zu. „Habt ihr euch gestritten?“ fragte sie nun nach. „Nein..“ gab Ben zurück,. „Doch…“ kam von Semir. Susanne sah von einem zum Anderen. „Worüber darf ich das wissen?“ bohrte sie weiter nach. „Ben hast seinen Dienstwagen zu Schrott gefahren….und meiner steht noch in der Werkstatt und nun brauchen wir von der Chefin einen neuen Wagen und…..nun ja…ich habe letzte Woche schon die Hölle mitgemacht….weil sie mich fertig gemacht hat, wegen meinem Wagen und jetzt…soll ich…“ erklärte Semir verzweifelt. Ben nickte. „Ja..weil du gesagt hast, dass ich die Spur wechseln kann…hast nur den LKW übersehen!“ maulte Ben dazwischen. „Du hast doch einen Spiegel und hättest es sehen müssen..“ beklagte Semir sich. „Ich hatte mit dem Fahren zu tun!“ verteidigte sich sein Freund und Partner. „Vorschlag zur Güte…ich regel das mit dem Dienstwagen und ihr ladet mich zum Essen ein?“ lachte Susanne. Semir sah Ben an und grinste breit. „Abgemacht!“ stimmte er ein. „Ben bezahlt…“ hängte er schnell an. Ben gab sich geschlagen und stimmte zu. „Dann gebt euch die Hand und vertragt euch…“ befahl Susanne, drehte sich um und verließ das Büro.

    Semir sah Ben an. „Sie ist doch klasse…“ lobte er die Sekretärin. „Ja….das ist sie…aber weißt du was ich denke…du brauchst Urlaub….irgendwie siehst du abgekämpft aus…so fertig….bist sehr oft neben der Spur und konzentrierst dich nicht richtig..“ dachte Ben laut nach. Semir sah ihn an und nickte. „Mein letzter Urlaub liegt schon lange zurück. Ich habe schon mit Andrea darüber gesprochen und sie würde gern mit mir und den Kindern ins Kalletal fahren. Dort ist ein schöner Ponyhof und du kennst die Mädels….die lieben die Tiere. Auch wenn Ayda bald ein eigenes Pony hat, was du ihr ja ohne meine Zustimmung kaufst, wäre es sicher eine Abwechslung und ich könnte Kraft tanken für die nächsten Einsätze wo du die Autos kaputt machst…“ stöhnte Semir gespielt gequält auf. „Ach…nur ich? Du hast deinen Wagen doch auch kaputt…also gib nicht nur mir die Schuld…“ lachte Ben. Der Abend mit Susanne wurde für beide sehr angenehm. Andrea war natürlich mit von der Party und der anstehende Urlaub sollte den Kommissaren noch eine ganze Weile beschäftigen.


    Ende

    ….. die nächste Story heißt „Schreckliche Ungewissheit“ und wird mit dem Urlaub von Semir und Co beginnen…. Diesmal wird es sich um die illegale Entsorgung von Giftmüll handeln…und …nun ja…lest in einigen Tagen selbst wo Ben und Semir dort rein gerät…

    @ Chris....das Pony kommt dann auch.... :D

    wie wir eben erfahren haben, dreht Tom morgen in Köln am Rheinufer in der Altstadt, Höhe der Frankenwerft das neue Peformancevideo zu seiner neuen Single "drive my Car". Und jeder der dabei sein möchte, darf hinkommen und wird vielleicht sogar integriert..... Um 9 Uhr soll es starten.. Viel Spaß alle die dort hingehen

    Andrea und Kim kamen im Krankenhaus an und wurden zur Ambulanz gebracht. Hier hieß es erst einmal warten. Andrea bemerkte die Hektik, die hier herrschte und hatte große Angst. War das wegen Semir? Sie sah Kim an. „Schon gut... wir erfahren sicher gleich was mit ihm ist...“, versprach sie. Zwei Männer kamen auf sie zu. „Thorsten!! Was ist mit Semir? Wo ist er?“, überfiel Andrea den größeren Mann. „Hallo Andrea... ich weiß es noch nicht... er wird noch operiert. Schade, dass wir uns unter diesen Umständen wiedersehen.“, meinte er besorgt. Kim sah ihn an. „Kim Krüger... Sie sind Thorsten Ehrenberg?“, fragte sie kühl. Thorsten nickte „Wir waren gerade dabei David Brehmer wegen Mordes zu verhaften, als wir weggerufen wurden. Ben Jäger hat die Verhaftung allein gemacht und wurde überwältigt. Dann hat Brehmer sich mit Ben aus dem Staub gemacht. Wir haben ihn in einer Bootshütte gestellt, wo er sich verschanzt hatte. Semir wollte sich anschleichen und ist auch bis ins Haus gekommen. Dann fielen Schüsse und...“, berichtete Thorsten. „...und Semir wurde getroffen....“, kam leise von Andrea. „Ja... aber wir wussten das noch nicht sicher. Als Brehmer dann für sich und seine Geiseln ein Boot forderte, haben wir alles gemacht. Dennoch schoss er ein zweites Mal auf ihn und ...Andrea es tut mir Leid...wirklich.“ Thorsten senkte seinen Blick. „Schon gut... wie lange ist er schon da drin?“, wollte Kim nun wissen. „Eine Stunde... vielleicht sogar zwei... ich... weiß es nicht...“, gab Thorsten zu. Andrea nickte. Sie stellte sich an die Tür und versuchte einen Blick in den OP zu erhaschen, doch dort war nur Gewimmel von Schwestern und Ärzte auszumachen. War es überhaupt der OP-Saal wo Semir lag?

    David hatte Ben die Hände nun auf den Rücken gefesselt und stieß ihn durch den Wald. „Was wollen Sie nun machen?“, fragte Ben und stolperte vorwärts. „Erst einmal werde ich dich sicher unterbringen. Ich habe da was ganz tolles. Nicht sehr bequem, aber immerhin trocken...“, lachte David. Der Weg führte ins dichtere Gefilde und Ben bekam so langsam aber sicher ein sehr ungutes Gefühl. Wohin wollte Brehmer ihn bringen? Nicht sehr bequem aber trocken...hallten die Worte seines Entführers in den Ohren. Das konnte überall und nirgends sein. „Soll das heißen, dass Sie Ihre Flucht ohne mich fortsetzen?“, fragte er. „Du hast es erfasst. Ich schaffe es jetzt ganz allein. Niemand kann mich aufhalten.“, lachte David irre. Dann standen sie vor einem alten Bunkerschacht, der mit einem Gitter gesichert war. „Bleib da stehen und wenn du auch nur eine falsche Bewegung machst...“, knurrte David und hob das Gitter hoch knarrend öffnete es sich und mit einem Fuchteln seiner Pistole deutete er Ben an, dass er reinspringen sollte. „Los, rein da.“, stieß David wütend aus. Doch Ben weigerte sich. „Rein da oder ich...“ „Oder was? Sie töten mich? Dann tun sie es doch endlich.“, schrie Ben seinen Entführer an. Er hoffte ihn, so in die Enge zu treiben. David lachte nur. „Das werde ich nicht. Ich weiß schon, wie ich dich da rein kriege.“, lachte der Mann irre, ging hinter Ben und schlug mit dem Knauf der Waffe zu. Benommen ging Ben zu Boden und David rollte ihn in den Schacht, der gute drei bis fünf Meter tief war. „So, hier kannst du schreien, wie du willst. Hier hören dich nur die Nachteulen.“, lachte Brehmer, schloss das Gitter und sicherte es mit einem Vorhängeschloss. Dann ging er Richtung Wagen zurück. Ben wachte langsam wieder aus seiner Ohnmacht auf und stemmte sich an der kalten, metallenen Wand hoch. „David... bleiben sie hier... BREHMER!!“, schrie er, doch David reagierte nicht mehr.

    „Verdammt, er stirbt uns weg, wenn wir ihn nicht stabilisieren können.“, schrie Dr. Hinder und pumpte auf Semirs Herz herum. Noch immer fielen die Werte drastisch ins Bodenlose. „Wo bleiben die Blutkonserven?“, schrie er nach hinten und schon kam eine Schwester, schloss eine neue Tüte an den Tropf an, der die Blutzufuhr regelte. „Er hat eine Art Schock... wir müssen schnell machen... Wie weit sind sie Lindström?“, wollte der Mediziner von seinem Chef wissen. Dieser fummelte noch immer in der Schusswunde an der Schulter und zog dann die Pinzette heraus. „Ich hab sie.“, stieß er aus. „ Jetzt schnell stabilisieren und zumachen.“, keuchte er und wischte sich den Schweiß von der Stirn. Doch so schnell, wie es sich der Doktor wünschte, ging es nicht. Noch immer waren die Werte sehr, sehr kritisch. „Verdammt, was hat er denn? Er stabilisiert sich kaum... Haben wir alles entfernt?“, wollte er wissen und sah in die Petrischale, wo die beiden Kugeln in einer Desinfektionslache lagen. „Ja Doktor.“, erwiderte die Schwester. „was ist mit der Bauchwunde? Blutung gestoppt?“ harkte der Doktor nach. „Nein…ich kriege sie nicht…“ fluchte der Assistenzarzt. „Machen Sie hier weiter...ich sehe mir die Wunde an!!“ gab Lindström zurück. Der hinter ihm stehende Arzt nickte. Er verschloss die Schulterwunde während Lindström sich die Bauchwunde vornahm. „Kein Wunder..da…die Ader ist verletzt. Klemme!!“ schrie er nach hinten. Schon wurde ihm das gewünschte gereicht. „So….“ meinte er und setzte die Klammer an. Schnell klemmte er die Arterie ab und nähte mit einem Laser vorsichtig die Wunde, so gut es ging. „Ich hoffe, er kriegt jetzt keinen Blutsturz und die Narbe hält dem Druck stand.“, dachte Dr. Lindström laut und sein Kollege nickte nur. Langsam löste er die Klemme und vorsichtig strömte das Blut wieder wie es sollte durch die Adern.. „Sie haben es geschafft, Doktor. Puls und Blutdruck normalisieren sich wieder. Herzfrequenz auf normalem Niveau.“, berichtete die Schwester und beide Ärzte wischten sich den Schweiß von der Stirn. Fast sieben Stunden hatten sie im OP gestanden und operiert. „Das war verdammt knapp.“, stieß der Oberarzt aus.

    Nachdem Ben und Semir entlassen wurde, ließ Ben es sich nicht nehmen das Versprechen bei Michael einzulösen. Er wollte einen Abend mit ihm sprechen..über das was damals passiert war und natürlich über das was jetzt zum Wiedertreffen geschah. „Semir…fährst du mit?“ wollte er von seinem Partner wissen. Er fühlte sich etwas unwohl, doch Semir schüttelte den Kopf. „Sei mir nicht böse, aber ich denke ihr könnt es besser regeln wenn ich nicht dabei bin. Denk daran, dass er dir keine Vorwürfe macht…und du solltest dir auch eingestehen, dass es seine Entscheidung war, dein Leben zu retten. Alles war ein Wink des Schicksals…“ sinnierte der Deutschtürke. Ben sah ihn an. „Wieso des Schicksals?“ harkte er etwas unverständlich nach. „Nun ja…wenn du damals getroffen worden wärst, hättest du mich nicht mehr kennen gelernt….“ grinste Semir. Ben nickte. „Ach…ich verstehe….da wäre mir einiges erspart geblieben..“ konterte Ben. Semirs Grinsen verschwand. „Ha-ha…sehr witzig. Ich wünsche dir viel Spaß..“ Semir verabschiedete sich und fuhr nach Hause. Ben seufzte kurz und fuhr nur kurz darauf zu Michael Bonners. Mit einem doch mulmigen Gefühl klingelte er an der Tür und kurz darauf öffnete sein ehemaliger Ausbilder. „Ben….was tust du denn hier?“ fragte Michael, der schienbar nicht damit gerechnet hatte. „Mein Versprechen einlösen..“ gab Ben zurück und hob einen Sixpack hoch. „Dann komm rein…“ lachte Michael und gab die Tür frei.

    Ben trat ein und sah sich um. „Whow… hast es schön hier..“ musste er neidlos zugeben. „Nun ja…ich tue mein Bestes…mir fehlt lediglich ein Job…“ klagte Michael. Ben öffnete zwei Bierflaschen als sie im Wohnzimmer waren. Er reichte eine an Michael. „Michael…ich…ich möchte mich für das, was damals passierte entschuldigen. Ich weiß… das ich es nicht wieder gut machen kann…aber…ich würde dir gern eine Freude machen….sag mir womit ich das am besten kann…“ bat Ben leise. Michael lächelte leicht. „Ben…wenn du mich ab und zu besuchst und mir von euren Fällen berichtet, dann reicht es aus. Ich bin zwar nicht der glücklichste Mensch der Welt aber es geht mir gut…wirklich…“ erklärte Michael. Ben stand auf und ging ans Fenster. „Weißt du was mir damals durch den Kopf ging…als das passierte?“ fragte er ohne Michael anzusehen. „Der Alte kann mich mal…ich setzte meinen Kopf durch und werden die Kerle darin stellen. Ich bin Supermann..“ rätselte Michael. Ben lachte bitter auf. „Nein…ich meine…als es passiert ist…als du da lagst und…blutetest… als du ohne Bewusstsein auf dem Pflaster lagst….da…da dachte ich...Scheiße Ben…du hast verdammten Mist gebaut…deinetwegen ist er tot…“ Bens Stimme veränderte sich. Michael rollte auf ihn zu. „Ben….noch einmal…es war Scheiße ja….aber ich habe mich entschieden dein Leben zu retten. Ich bin nicht tot….okay… ich kann nicht laufen, aber ich lebe…und ich lebe gut…wirklich…mach dir keine Vorwürfe…“ redete er auf ihn ein. „Ich habe einen reichen Vater…erbe irgendwann Millionen und würde dir gern etwas davon abgeben, aber…die Gesundheit kann ich dir nicht geben….“ Erklärte Ben und wischte sich eine Träne weg. Michael zog ihn an sich heran und drückte ihn fest. „Ben…alles Geld der Welt bedeutet nichts…nichts gegen eine echte Freundschaft. Mehr will ich nicht….Nur Freundschaft….“ gab Michael zurück. „Ich weiß nicht, ob ich ein so guter Freund bin…die Bilder von Damals sind immer da….sie haben mich geprägt…“ kam nun etwas gelöster von Ben. Michael sah ihn an. „Dann haben sie wenigstens etwas erwirkt…“ meinte er zufrieden.

    Wie schon zu ende.....aber klasse....und der Gefangene bekommt nichts zu essen? Wie böse.....aber das ist sicher nur,damit Ben mehr bekommt.... der arme Kerl schient ja richtig ausgehungert zu sein. Zwei Wochen Urlaub haben sie sich auch verdient...und was die ÜBerschrift der nächsten Story angeht....hört sich verdammt spannend an....und das bin ich gespannt...lass uns nicht zu lange warten

    Ben sah seinen ehemaligen Ausbilder an. „Michael…ich habe mir selbst die Schuld gegeben an deinem Unfall. Wenn ich auf dich gehört hätte, dann wäre es nie passiert…aber ich dachte wirklich dass es richtig war was ich gemacht habe… Als ich erfahren habe, dass du nie wieder laufen wirst, hat Helene mir schwere Vorwürfe gemacht. Ich hätte ihr Glück zerstört und sie ließ mir ausrichten, dass du mich nie wieder sehen willst. Ich hätte es verstanden und….nun ja….ich war wohl zu feige dir in die Augen zu sehen und selbst zu fragen. Was damals passiert ist, tut mir Leid…aber ich weiß, dass du stark genug bist, dein Leben auch damit zu meistern…kannst du mir dennoch verzeihen, das ich so ein Narr war?“ wollte Ben wissen. Michael lachte leise. „Ich muss dir gar nichts verzeihen…lass uns einfach Freunde sein und diesen ganzen Mist vergessen. Ich hatte mich dazu entschlossen dir das Leben zu retten und mit dem Resultat werde ich sicher einhundert Jahre alt. Mein Sohn hat versucht mich zu vergiften und sitzt im Gefängnis…meine Tochter und meine Exfrau werden in die geschlossene Anstalt kommen… Ich bin allein…ich kann Freunde gebrauchen…“ erklärte Michale leise. „Die hast du…versprochen…sobald wir hier raus kommen gehen wir ein Bier zusammen trinken…“ versprach Ben. „Herr Gerkan…ich …ich weiß das mein Sohn Sie auch mit hineingezogen hat. Er hat es mittlerweile zugegeben, die Bombe unter Ihren Stuhl angebracht zu haben….um Ariane bei ihrem Wahn zu helfen. Er ist ihr voll unterlegen und das war schon in der Kindheit so. Er ist schwach….“ entschuldigte er sich auch bei dem türkischen Hauptkommissaren. „Ist kein Ding…ich hab schon schlimmeres überstanden…“ lächelte Semir und reichte dem Mann die Hand. Ein fester Druck besiegelte auch hier eine Freundschaft.

    Andrea kam mit den Kindern, Kim ins Krankenhaus und füllte das Zimmer der beiden Helden. „Wie geht es Susanne?“ wollte Semir wissen. „Sie ist auf dem Weg der Besserung….ich hole sie gleich auch rein….“ Erklärte Andrea. „Gott sei dank…“ stieß Ben aus. Ayda und Layla waren sofort bei ihrem Vater und drückten ihn. „Bist du schwer verletzt?“ wollte Ayda wissen und sah ihren Vater prüfend an. „Nein…das ist nicht so schlimm…aber du wirst dir wohl für ein paar Wochen ein anders Pferd suchen müssen…“ gab er zu und drückte seine große Tochter an sich. „Das ist nicht so schlimm…Ben hat mir versprochen dass ich ein Pony bekomme….“ gab das Mädchen bekannt. Semirs Kopf ruckte zu Ben rüber. „Was hast du?“ fragte er sofort. „Nun ja…Ayda ist ein Mädchen und jedes Mädchen bekommt ein Pony….so einfach ist das…keine Sorge...für die Unterkunft und Pflege komme ich auf….ist schließlich ein Geschenk an meine süße Ayda..“ grinste Ben. „Wann hast du ihr das versprochen? Wieso weiß ich nichts davon?“ harkte Semir nach. „Es reicht doch wenn deine Frau es weiß…sie hat eh die Hosen in eurer Ehe an…“ lachte Ben weiter. Semir sah Andrea an. „du hast es gewusst und sagst mir nichts?“ harkte er dort nach. Andrea gab ihm ein Kuss. „Semir…reg dich nicht auf…es ist alles geregelt….“ erklärte sie. „Toll…mein bester Freund und meine Frau verschwören sich gegen mich…“ beklagte Semir sich. Michael lachte leise. „Ich sehe schon…das ist eine intakte Familie..“ gab er zurück. Der Blick von Semir sagte alles. Dennoch war er froh dass sich alles zum Guten gewendet hat.

    So genug zappeln lassen...;)

    Ein lauter Knall hallte durch die große Halle. Das Messer was Ariane in der Hand hielt sauste davon und landete mit einem Scheppern in der Ecke. Sie hielt sich das Handgelenk und verzog das Gesicht vor Schmerzen. Dann wandte sie ihren Kopf und sah eine Gruppe von dunkel gekleideten Personen in den Raum drängen. „Polizei!! Keine Bewegung!! Hände hoch!! Alle an die Wand!!“ schrien die Männer durcheinander. Eine Frau kam auf sie zu und schon sie zu den Männern, die sie festnahmen. „Sind Sie in Ordnung, Semir?“ wandte sie sich an den am Boden sitzenden Hauptkommissaren. „Danke…das…war in letzter Minute..“ stieß dieser aus. Ariane wandte sich in dem Griff der Männer. „Das ist Frevel!!! Niemand darf die heilige Zeremonie stören!! Ich bin die Hohepriesterin!!“ schrie sie verwirrt. „Ariane…was ist nur aus dir geworden…?“ fragte eine männliche Stimme. Ariane sah in die Richtung und entdeckte ihren Vater im Rollstuhl. „Vater!! Ich hab es für dich getan…ich ich wollte dich rächen. Ben muss für das was er getan hat büßen!“ stieß sie aus. „Ben hat mir nie etwas getan….aber du und Mama…und Jacob...ihr habt mich enttäuscht…jetzt bin ich wirklich allein…“ klagte der Mann sie an. „Abführen!“ hängte er an und die Männer führten die Gruppe der Anhänger raus. Ariane sah ihn an. „Vater!! Bitte…ich…ich bin die Hohepriesterin!! Niemand darf mir Gewalt antun!! Niemand!!! Niemand darf mich verstoßen!!“ schrie sie laut. Doch der Mann reagierte nicht. Ariane wurde hinausgebracht und in einen draußen stehenden Wagen eingesperrt. „Ihr werdet alle sterben!! Luna wird euch bestrafen!!“ schrie sie wie von Sinnen. Ihre Stimme überschlug sich dabei.

    Ben und Semir wurden ins Krankenhaus gebracht wo sie beide wegen ihren Verletzungen für zwei Tage bleiben sollten. Natürlich kamen sie in ein Zimmer. Die Wunden stellten sich als nicht gefährlich heraus. Doch Ben fühlte sich wohl in seinem Bett. Endlich lag er auf etwas Weiches. „Hey…das war wieder ein Abenteuer…man….ich frage mich warum es immer so hart kommen muss. Ich dachte wirklich das du mich rettest…und läufst in eine Falle…Semir, Semir…du wirst Alt..“ frotzelte er mit seinem Kollegen herum. „Hey..was hättest du denn getan. Der Kerl hat damit gedroht, dass du stirbst wenn ich nicht tue was er verlangt….“ setzte Semir dagegen. „Ja sicher …wie wäre es wenn du mal einen Sender mitgenommen hättest…dann wäre alles viel einfacher gewesen..“ grinste Ben. Er verschränkte seine Arme unter seinem Kopf. „Ach Semir…. Ich bin müde…“ meinte er und schloss die Augen. Doch die Ruhe dauerte nicht lange. Es klopfte und beide riefen „ja bitte!“ Die Tür öffnete sich. Dieter und Hotte traten ein. „Hallo Jungs….“ Kam leise von Dieter. „Hey..Dieter…Hotte…schön das ihr uns besucht…“ lobte Semir die Beiden. Er reichte ihnen die Hand. „Ben…wir…also..Hotte und ich..wir…“ stammelte Dieter los und knetete nervös seine Dienstmütze. „Las die Mütze heile….ist schon okay. Semir hat mir erzählt, was ihr verbockt habt…aber ich bin euch nicht böse…woher solltet ihr auch wissen, dass ich in der Kiste bin. Nächstes Mal werde ich nicht ohne Rückendeckung losziehen…. Aber ich habe nicht damit gerechnete, das Jacob auch dahinter steckt..immerhin hat er ja seinen Vater gepflegt..“ gab Ben zu verstehen. Dieter sah Hotte an und grinste breit. „Siehst du...ich hab doch gesagt, dass er uns nicht böse ist..“ strahlte er. Hotte nickte nur. „Wir haben noch jemanden mitgebracht...“ verkündete er und ging zur Tür. Nur wenig später schob er einen Rollstuhl rein. „Michael..“ stieß Ben aus. „Hallo Ben…Herr Gerkan…es tut mir Leid, was meine Familie oder besser Exfamilie euch angetan hat. Ben…ich habe dir nie einen Vorwurf gemacht was mir passiert ist, aber ich mache dir jetzt einen…warum hast du mich nie besucht?“ wollte Michael wissen.

    Ben sah ihn an. „David…geben Sie auf…wir werden für Sie…“, versuchte Ben erneut, während er den Befehl ausübte. „Halt die Schnauze, sonst bring ich dich um, aber erst…wird er da hinten sterben…also los!!“, fauchte David wütend. Ben nickte Er schwieg nun. „Die nächste raus! Da ist ein Krankenhaus. Aber ich lege ihn nur dort ab!“, fauchte David erneut. Ben nickte. Vor der Klinik war nicht viel los. Keine Besucher gar nichts… „Dann sagen Sie wenigstens Bescheid…damit er Hilfe bekommt…bitte…“, flehte Ben. Im Rückspiegel sah er, dass Semir bewusstlos war. „Bitte…“, flehte er erneut. David dachte nach. „Also gut… aber du wirst nichts tun…wenn doch, dann knall ich ihn da drin ab!“, fauchte David. Ben schloss erleichtert die Augen. Damit war Semir wenigstens aus der Schusslinie. So dachte er jedenfalls. Doch er ahnte nicht, was David tatsächlich vorhatte. Als Ben angehalten hatte stieg David aus. Brutal zog er Semir von der Sitzbank und legte ihn weit vom Eingang weg. Ben sah ihn wütend an. „DAVID!! NEIN!!“, schrie er. Niemand schien von dem Vorfall etwas mitzubekommen. Ben sah, wie David Semir sogar noch bedeckte. Was es war, sah er jedoch nicht. Dann stieg David wieder ein. „Ab!“, befahl er. „David…. Wenn er hier liegen bleibt, dann stirbt er… bitte… geben Sie ihm eine Chance… bitte…“, flehte Ben. „Fahr los!“, wiederholte David und drückte Ben die Waffe in die Seite.

    „Halt an…die bleiben gerade stehen. Und zwar in der Merheimer Straße“, stieß Thorsten aus. Lukas stoppte. „Wo will der nur hin?“, murmelte er. „Vielleicht lässt er Semir am Krankenhaus raus. Dann ist es sicher ernst um ihn bestellt.“, vermutete Thorsten. „Wie kommst du auf Krankenhaus?“, harkte Alexander Hoffmann nach. „Weil in der Ecke, wo der steht, dass St. Vinzenz Hospital ist. Allerdings auf der Seite so gut wie tot. Das ist eine Baustelle, die sicher nicht vor morgen früh betreten wird. Wir müssen dort hin... sobald er weg ist.“, ermahnte Thorsten die Beiden. Lukas nickte. „Verdammt du hast Recht. Dann müssen wir warten bis er… hoffentlich reicht das für Semir noch ….“, murmelte Lukas. Thorsten sah mit verfinsterter Miene auf den kleinen Monitor. „Er fährt wieder….“, gab er nach wenigen Minuten bekannt. Lukas nickte und fuhr ebenfalls los. Kurz darauf waren sie vor dem Krankenhaus. Doch nichts war zu sehen. Kein Semir, kein Ben. „Was hat er gemacht wenn er hier stand?“, fauchte Thorsten und sah sich suchend um. Links von ihm war eine kleine Bank. Ein Haufen Blätter lag darauf. Thorsten drehte sich um in Richtung Gebäude. Die Türen waren natürlich verschlossen. „THORSTEN!!! AUF DER BANK!!“, schrie Lukas plötzlich. Thorsten sah sich die Bank an. „Verdammt! Semir!!“, sagte er, als er die Blätter entfernt hatte und das leichenblasse Gesicht von Semir sah. Er war ohne Bewusstsein und blutete aus einer Wunde an der Schulter und einer im Bauch. „Holt mir einen Arzt!!“, stieß er nach hinten aus und zog Semir vorsichtig von der Bank. Ein tiefes Stöhnen kam von ihm. „Ganz ruhig Semir…du bist in Sicherheit…bleib einfach liegen…okay?“, fragte er besorgt. Semir nickte nur leicht. „Ben….?“, fragte er mit schwacher Stimme.

    Dr. Lindström stand gerade an der Anmeldung in der Ambulanz und flirtete mit Schwester Irmgard. Plötzlich stürmte ein Mann heran. „Kommen Sie!! Schusswunde!! Schnell!!“, stieß er atemlos aus und Dr. Ingolf Lindström hörte sofort, das die Situation ernst war. „Irmgard!! Schnell meine Tasche!!“, rief er. Wenig später rannte er mit dem Mann raus. Vor einer Bank bei der Baustelle sah er einen Mann liegen. „Oh mein Gott…rufen Sie die Polizei!!“, stieß er aus. „Wir sind von der Polizei…“, sagte der Mann bei dem Verletzten. „Er auch… Schusswunde im Bauch und eine in der Schulter. Vor ca. drei Stunden.“, erklärte der Mann, der sich als Thorsten Ehrenberg auswies. „Okay… extremer Blutverlust…wissen Sie seine Blutgruppe?“, harkte Lindström nach. Ehrenberg schüttelte den Kopf. „Okay…“ Der Arzt ließ eine Bahre kommen. Vorsichtig legten sie Semir darauf und fuhren ihn zum Eingang. „OP 1... ich brauche Dr. Hinder und Dr. Vießbach sowie drei OP-Schwerstern. Blutgruppenbestimmung umgehend und dringend! Dann Blutkonserven und …“, forderte er, während der Tour zum Eingang. Irmgard nickte und verschwand. Nur zehn Minuten später wurde Semir operiert. Thorsten und Lukas standen im Gang. „Wollen wir die Verfolgung nicht wieder aufnehmen?“, fragte Lukas. Thorsten schüttelte den Kopf. „Ich muss Andrea anrufen. Seine Frau…sie muss Bescheid wissen…“, sagte Thorsten leise. Lukas sah ihn an. Er sah eine Träne im Gesicht seines Kollegen. „Du magst ihn sehr nicht wahr?“, harkte er nach. „Ja…sehr sogar.“, meinte Thorsten und wählte die Nummer von Andreas Handy an, die er in Semirs Handy gefunden hatte.

    DAs hätte auch ins Auge gehen können. Was für ein Glück für Semir ,das Ben auch da war...klasse geschrieben...aber war das schon alles? Ich habe das dumpfe Gefühl da kommt noch was....oder sollte ich mich jetzt sooooo irren?

    Auf eindringliches Betteln stelle ich heut mal Abendessen ein. Da dies ein längerer Teil ist reicht er sogar fürs Frühstück....morgen abend geht es dann weiter....;)

    Der Tag zog dahin und wenn Kim geahnt hätte was ihre „Männer“ gerade durchmachten, hätte sie sich garantiert nicht mit dem Essen aufgehalten, was sie mit Michael einnahm. Dieser wurde von seinem Handy unterbrochen und hörte kurz zu. Anschließend rollte er hektisch mit dem Stuhl in Bens und Semirs Büro. Er tippte einiges ein. Kim sah ihn besorgt an. „Ist alles okay?“ fragte sie. Michael starrte auf den Bildschirm. „Frau Krüger…hier…dort müssen sie sein….das ist die einzige Möglichkeit!“ stieß Michael aus. Kim sah ihn an. „Das ist ziemlich unzugängliches Gebiet..“ gab sie zu bedenken. „Ja genau…und deshalb werden wir dort anfangen…der Weg durch dieses Gebäude lag hier…..das sind ungefähr drei Kilometer von dem Ort hier entfernt…die Freundin meiner Exfrau ist sich sicher, das Helene und Ariane sich dort aufhielten. Man hatte sie wohl einmal selbst dort hingebracht um sie zu bekehren…aber sie ist standhaft und lehnte diesen Glauben ab…“ erklärte Michael. Kim nickte. „Gut..ich informiere das SEK und dann fahren wir hin!“ entschied sie und griff zum Hörer. Michael legte seine Hand auf ihre. „Ich möchte mit…bitte….“ kam von ihm. Kim lächelte und nickte. „Das nehme ich auf mich….“ versprach sie. Nur wenig später waren sie unterwegs. Kim sah auf die Uhr. „Verdammt…wir haben jetzt schon zwei Stunden verbummelt…“ stieß sie aus. „Wir müssen schnell machen….die Beiden brauchen unsere Hilfe...“ stieß Michael aus. „Nur die Ruhe…wir kommen schon zeitig...ich bin nie unpünktlich…versuchte Alex Hoffmann zu scherzen. Auch in ihm war alles angespannt. Ihm verband mit Semir und Ben eine tiefe Freundschaft. „Alex….wir müssen ein großes Gelände durchsuchen….jede Minute zählt..“ stieß Kim aus. „Ich weiß Kim….aber ich bin immer ihr Retter gewesen und werde es auch jetzt…so…dahinten muss es liegen…hoffe nur die sind nicht bewaffnet..“ gab Alex zur Antwort. Die Truppe stieg aus den Fahrzeugen aus und schlichen auf das Gelände zu. „Die Mauern dürften kein Problem sein…“ murmelte Alex als er das Fernglas senkte. Kim nickte. „Dann los! Aber möglichst unauffällig….wir gehen wie folgt vor…“ befahl sie, überprüfte ihre Waffe und weihte die Männer in ihren Plan ein. Alles war bereit.

    Semir stöhnte leise, als man ihn vom Kreuz löste und nicht weit von Ben an einen Stein kettete. Die Männer verließen den Raum wieder. „Sorry Partner…ich… ich hätte es dir gern abgenommen…“ erklärte Ben leise. „Schon gut…ich werde es überleben… ein paar Narben mehr ist nicht wild….“ versuchte Semir zu erklären. Er senkte den Kopf und schloss die Augen. Die Schmerzen waren stark und die Striemen an seinem Rücken brannten. „Ich finde das SEK könnte langsam kommen. Ich hab keinen Bock auf diese Opferung...“ stieß Ben aus. „Ich auch nicht…wobei ich nicht einmal weiß wie ich zu dieser Ehre kam. Ich habe übrigens mit Michael gesprochen…er weiß das Ariane und Helene hinter dieser Sekte stecken. Er hat mir auch gesagt, dass er dir nie einen Vorwurf gemacht hat oder macht…er selbst hat seine Entscheidung damals getroffen…und ich denke das auch sein Sohn Jacob dahinter steckt. Er hat mich angerufen…..Hotte und Dieter sind völlig geknickt, weil sie ihm geholfen haben, dich zu entführen….aber das kann man ihnen nicht übel nehmen. Woher sollten sie es auch wissen…“ meinte Semir nur. Ben nickte. Die Tür ging erneut auf und Helene kam zu ihnen. Sie trug einen Eimer mit Wasser. „In zwei Stunden ist die Opferung….bis dahin werdet ihr gepflegt…Reinheit der Opfer ist oberstes Gebot von Luna und ihr werdet nun den letzten Schritt der Reinigung über euch ergehen lassen. Und dann wird die heilige Messe durchgeführt…während dieser Zeit habt ihr Pause…ihr werdet nichts sagen…wenn doch….wird Luna euch bestrafen...“ warnte Helene und fing an die Wunden zu reinigen. Das Wasser war extrem kalt und brannte in den Wunden auf Semirs Rücken. Dennoch ließ er es ohne einen Ton zu sagen über sich ergehen. Auch Ben bekam eine Reinigung seines Oberkörpers. „Helene…hilf uns…bitte…es ist doch Irrsinn. Damit wird Michael auch nicht wieder laufen können…hör auf damit…ich habe keine Schuld…“ versuchte Ben ein letztes Mal.

    Einige Minuten später betraten der Priester, Ariane sowie die beiden Kinder den Raum. „Nun beginnt die heilige Messe…Helene…lass die Gläubigen in den Raum!“ befahl der Priester. Helene verbeugte sich und führte den Befehl aus. In wenigen Augenblicken füllte sich der Saal mit den Anhängern der Sekte. Semir konnte alles sehen was bei Ben nicht möglich war, der er auf dem Felsen auf dem er lag gefesselt war. Ein Seil spannte seinen rechten Arm an der Seite nach unten. Dieses Ende ging durch eine Öse im Boden und über seinen Oberkörper zu seinem linken Arm und endete dort ebenfalls in einer Öse. Der Priester sah die Opfer an. „Ich wünsche einen schönen Übergang…“ lächelte er und tätschelte die Gesichter der Polizisten. „Sie machen sich an zwei Morde schuldig. Dafür landen Sie für immer hinter Gitter wo Sie mit ihren Predigten niemanden beeindrucken können..“ stieß Semir aus. Doch von dem Priester kam keine Antwort. Er drehte sich zu der Menge und hob die Arme. „Heute…wird Ariane in den Stand der Hohepriesterin gehoben. Sie hat das Ritual hinter sich gebracht und ist nun fast rein, um unserem Herrn entgegen zu treten. Nun fehlt nur noch der letzte Akt den sie vollziehen muss, um das Herz von Hass zu befreien. Sie muss das Opfer welches hier auf dem Altar liegt mit einem Stich ins Herz auf den Weg zu Luna bringen. Stimmt mit ein auf das Lied, was wir in diesen Fällen singen…der Herr ist die Erlösung…der Herr ist das Recht…der Herr bringt uns Segen…ohne ihm geht es uns schlecht!“ verkündete der Mann. Die Gemeinste stimmte ein und wiederholte immer wieder diese Worte. Semir zog sich zusammen als Ariane auf ihn zukam. Sie nahm das Schwert und legte es an Bens Brust. „Du….Ungläubiger hast mich mit Hass überschüttet! Du kannst ihn von mir nehmen in dem du unseren Herren gegenübertrittst und deine gerechte Strafe auf dich nimmst. Büße für deine Taten die du hier auf Erden hast getan!“ erklang ihre Stimme. Sie ging dreimal um den Altar und wiederholte diesen Spruch. Dann stellte sie sich auf seine linke Seite, hob das Messer und ließ es mit voller Wucht herunter gleiten. „NEIN!!“ schrie Semir verzweifelt.

    Semir ging die Gänge entlang und rief an jeder Tür leise nach Ben. Doch nirgends bekam er eine Antwort. Die meisten Türen waren offen so dass er ins Zimmer sehen konnte. Nun kam er an eine Tür die verschlossen war. „Ben…?“ rief er wieder leise. Es kam keine Antwort. „Ben….wo bist du denn?“ versuchte er. Er sah sich im Gang um. Irgendwie musste die Tür aufgehen, ohne Lärm zu machen. Irgendwie musste er es schaffen. Er drehte die Matte um und fing an zu grinsen. Dort lag ein Schlüssel. Semir hob ihn auf und probierte ihn auf dem Schloss. Er passte. Ohne zu quietschen ging die Tür auf. „Ben?“ fragte er erneut und sah sich in den Raum, wo nur ein schwaches Licht brannte um. In der Ecke sah er Ben liegen. „Ben!!“ stieß er aus und rannte hin. Er löste seinem Freund die Fesseln und tätschelte sein Gesicht. „Ben..wach auf...komm..wir müssen verschwinden..komm…“ drängelte er ihn. Ben öffnete leicht verwirrt die Augen. „Semir….“ Kam schwach von ihm. „Ja..wer sonst…kannst du aufstehen?“ wollte Semir wissen. „Ich…ich denke schon….“ nickte Ben und kam mit Semirs Hilfe auf die Beine. „Dann nichts wie raus hier…der Haufen von Irren wird sicher nicht lange ruhig bleiben...“ mahnte Semir zur Eile. Er half Ben aus dem Raum zu kommen. „Wir müssen dort lang...wenn du nicht mehr kannst, sag mir Bescheid, dann suche ich ein Versteck für uns...“ schlug er vor. „Danke Partner…“ kam von Ben. Er stöhnte bei jedem Schritt denn erst dann erkannte er wie fertig er eigentlich war. Semir zog ihn mehr als er ging. „Dort hinten ist die Tür…ich hoffe nur sie führt ins Freie..“ stieß Semir aus. „Dann mal los….mir wird schwindelig..“ stöhnte Ben. „Kannst du noch?“ wollte Semir wissen. „Ein paar Schritte..ja…“ bestätigte sein Partner. Endlich hatten sie die Tür erreicht und Semir öffnete sie. Doch was er sah…gefiel ihm gar nicht. Auch Ben hob seinen Kopf. „Oh nein….“ stieß er aus. „Leider ja….“ murmelte Semir und hob die freie Hand.

    Ariane sah die beiden höhnisch an. „Wollten Sie uns schon verlassen?“ fragte sie mit triefender Stimme. „Haben Sie wirklich gedacht, dass es so einfach ist… aber ich werde Sie eines Besseren belehren. Ihr habt Luna ein zweites Mal versucht zu betrügen…“ hängte sie an. Semir sagte nichts. Vier Männer kamen auf ihn und Ben zu und zwei von ihnen zerrten Ben weg. Semir wollte ihm helfen, doch ein Schlag unterhalb der Gürtellinie sowie der Griff der anderen Männer die ihm brutal die Arme auf den Rücken drehten erstickten die Gegenwehr im Keim. „Bindet ihn wieder auf dem Altar und er hier…kommt an das Kreuz!“ befahl Ariane. Dabei hob sie theatralisch die Arme. Die Männer zerrten Ben und Semir auf die Bühne. Ben konnte sich nicht wehren, da er viel zu schwach war. Semir versuchte sein Bestes doch am Ende hatte auch er keine Chance. Ariane kam zu ihm, als beide gefesselt waren. Sie nahm ein Messer und zerschnitt Ben das Shirt was er anhatte. Dass sie dabei auch seine Haut aufratschte interessierte ihr nicht. „Die erste Strafe wird sein, dass ihr nichts zu essen bekommt…kein Trinken… Und gegen Abend … wenn Luna sich beruhigt hat, dann werdet ihr beide sterben….grausam….langsam…ihr habt Frevel begangen und das muss bestraft werden. Dein Freund Gerkan wird fünf Peitschenhiebe erhalten…. Du darfst nicht geschlagen werden, denn deine Bestrafung nimmt Luna vor…wenn ich dir das Schwert ins Herz gerammt habe, wirst du in seinem Lager landen und dort ewig dahin fristen…bis Luna deiner überdrüssig wird…“ verhöhnte Ariane ihn. Sie wandte sich an Semir, der sie nur ansah. „Deine Strafe wird direkt erfolgen…“ gab sie bekannt und nickte ihren Freunden zu. „Fünfmal!“ weiderholte sie. Der Mann der Semir bereits gefesselt hatte nickte und zog eine kleine Gerte hervor. Ariane nahm erneut ihr Messer und zerschnitt auch Semir das Shirt. Der nackte Rücken wurde sichtbar und nur wenig später gingen seine Schreie durch die Gemäuer.

    Semir wurde von dem Mann zur Toilette geführt, wo er sich viel Zeit ließ. „Mach hin!“ fauchte der Mann ihn an. „ja doch..kann nicht so einfach..“ stieß Semir zur Entschuldigung aus. Der Mann konnte ihn nicht sehen und Semir versuchte irgendwie den Sender zu verstecken. Er zog sich den kleinen braunen Fleck ab und klebte ihn an die Wand. Hier würde er nicht auffallen und sofern die Chefin in der Nähe war, würde sie das Signal bekommen. Aber sie wurden wohl abgeschüttelt. Sonst hätte man ihn und Ben schon befreit. Also musste er aktiv werden. Ben war nicht in der Lage das hatte der letzte Blick auf seinen Partner gezeigt. „Komm endlich!“ wiederholte der Mann die Forderung. Semir zog ab und öffnete die Tür. „Ja doch…“ maulte er. Der Mann zog ihn aus dem Raum und stieß ihn vor. Das war für Semir der Einsatzbefehl Er wirbelte herum und riss den Mann mit dem Fuß die Beine weg. Wie beabsichtigt fiel dieser zu Boden. Doch der Mann war flink und schien zu ahnen was Semir vorhatte. Er zog die Beine an und traf Semir so hart, das dieser gegen die Wand flog. Er brauchte nur eine Sekunde um diesen Treffer zu verdauen und warf sich auf den Mann, der gerade dabei war sich aufzurichten. Semir schlug mit der Faust zu. Der Mann ging wieder zu Boden und hielt nun die Fäuste erhoben. Wie ein Dampfhammer krachte eine in Semirs Magen. Der Schlag ließ ihn aufschreien, doch so einfach war er nicht zu besiegen. Sein Gegner kam auf die Beine und visierte ihn an. Semir tänzelte um ihn herum und wartete auf die Gelegenheit einen Treffer anzubringen. Dann war sie da…der Mann vernachlässigte seine Deckung was Semir sofort ausnutzte. Mit einer Wucht, die man ihm nicht zutraute landete die Faust genau auf das Kinn des Mannes. Dieser sah ihn mit glasigen Augen an und fiel zu Boden. Sofort warf er sich auf ihn und schlug ihm zur Sicherheit die Faust ins Gesicht. Der Mann streckte sich vollends und verlor das Bewusstsein. „So…das war der Anfang…“ stieß Semir aus, wischte sich das Blut von der aufgeplatzten Lippe weg und zog den bewusstlosen Mann in die Toilette.. Doch er hatte keine Handschellen dabei und hier lag nichts rum womit er ihn fesseln konnte. Also blieb nur die Tür verbarrikadieren, damit er nicht raus kam. So hatte er wenigstens einen kleinen Vorspruch erarbeiten. Und den konnte er gut gebrauchen, da er erst einmal Ben suchen musste. Er nahm einen Besen und verkantete ihn so, dass der Mann nicht ohne Hilfe aus dem Raum konnte. Nun musste er nur noch schnell genug sein. Er sah sich bevor er den Gang betrat um, ob jemand zu sehen war und schlich dann vorwärts. Nun musste er nur auf sein Glück hoffen nicht entdeckt zu werden.

    Michael sah Kim an, als sie den Raum betrat. „Ich kann Ihnen nicht helfen. Mein Sohn sagt mir nicht wo er ist. Wir müssen ihn laufen lassen und dann folgen…das ist die einzige Möglichkeit...“ stieß Michael aus, als Jacob abgeführt wurde. „Was für einen Erfolg hätten wir dann? Er kann uns abhängen und wir verlieren die Beiden..“ stieß Kim aus. „Dann dürfen wir ihn nicht verlieren….Frau Krüger…ich..ich kann Ihnen nicht sagen wie leid es mir tut, dass es so gekommen ist. Ich habe Ben nie Vorwürfe gemacht weil ich so bin wie ich bin…aber ich werde alles tun um ihm und Herrn Gerkan zu helfen. Ich kenne meinen Sohn nicht mehr. Er war bisher immer so vernünftig…und…ich weiß einfach nicht was in ihn gefahren ist. Er ist völlig verändert…völlig diesem Wahn verfallen der schon seiner Schwester und Helene befallen hat. Ich hoffe nur, dass wir beide so bald wie möglich finden..“ erklärte Michael. Kim nickte. „Danke….das ist sehr viel wert. Sie können nichts für das was Ihre Kinder oder ihre Frau empfinden. Es ist schon spät…sollen wir Sie nach Hause fahren?“ fragte sie. „Wenn Sie nichts dagegen haben möchte ich Sie gern unterstützen. Es ist schon so lange her, dass ich das Gefühl hatte gebraucht zu werden. Und genau das habe ich gerade..“ lächelte er freundlich. Kim nickte. „Ich kann jede helfende Hand gebrauchen…und ich nehme gerne an. Möchten Sie was essen?“ schlug sie vor. „Sehr gern….ich habe einen Bärenhunger.“ Lachte Michael. „sie können solange das Büro der Beiden benutzen. Dort haben Sie alles, was Sie brauchen…und danke….“ kam ehrlich von Kim. „Gern..so kann ich wenigstens etwas dazu beitragen die Jungs zu finden.“ Michael zwinkerte ihr zu und fuhr seinen Stuhl in das Büro von Ben und Semir. Er setzte sich an den PC und tippte etwas ein. Kim beobachtete ihn dabei. „Hat Ihr Sohn Ihnen wirklich nichts gesagt?“ wollte sie wissen. Michael sah sie an. „Okay…Sie haben mich erwischt….er hat mir gesagt, das die Gruppe die Opferung in kürze machen wollen. Im Wald in der Nähe der Landstraße. Ich habe aber keine genaue Adresse und weiß auch nicht welche Landstraße. Deshalb versuche ich eine Frau zu kontaktieren, die mit Helene befreundet war und hoffentlich noch ist. Vielleicht kann sie mir helfen…“ bestätigte Michael den Verdacht. „….wenn die sich an den Zeitplan halten….machen Sie bitte schnell..Jede Minute zählt…ich kann mich auch gegenüber hinsetzen und auch suchen…“ schlug Kim vor. „Sie sind gern dazu eingeladen...“ nickte Michael.

    Wie kommt man auf solche Rauschbilder? Ne gebratene Ente watschelt daher, ne Wiese aus Schnitzel, Hähnchens verzehrfertig am Baum ... Elvira was hast du getrunken um auf solche Fantasien zu kommen, davon will ich auch was haben. :D

    Danke schön Carmen...ja ja...meine Fantasie....ich habe zu dem Zeitpunkt gerade mal ein Beck's getrunken...aber scheinbar reicht das schon aus....oder es ist einfach nur Wunschdenken....;)

    Was mir auch sehr gut gefällt, wie du die Zeremonie beschreibst, was die da Sprechen und so, kann man sich gut vorstellen.

    Auch hier danke...schön das man sich das vorstellen kann....freut mich zu lesen

    Michael sah Hotte an. „Mein Sohn wollte mich vergiften? Warum? Was habe ich ihm getan?“ fragte er traurig. „Das sollten Sie ihn selbst fragen. Er will uns nicht verraten wo Ben und Semir sind….aber er hat gesagt, dass wir uns beeilen müssen und den Beiden höchstens vier Stunden bleiben. Die sind aber schon lange um..“ gab Dieter zu bedenken. „Dann sollten wir keine Zeit verlieren…“ stieß Michael aus. Dieter und Hotte nickten. Gemeinsam schafften sie Michael nach draußen und nahmen auch die besagten Pralinen mit. Hartmut sollte sie sich ansehen und analysieren welches Gift in den Pralinen vorhanden war. Sie fuhren zunächst zur KTU und übergaben die Schachtel an den Techniker der sich sofort an die Arbeit machte. Dieter und Hotte fuhren mit Michael zur PAST. Dort kamen sie nur wenig später an. Kim begrüßte Michael Bonners. „Wir haben versucht ihn dazu zu bewegen uns zu sagen wo unsere Kollegen stecken, aber er will es nicht sagen…“ gab auch Kim zu bedenken. Michael nickte. „Bringen Sie mich zu ihm..“ forderte er. Kim schob den Rollstuhl in das Vernehmungszimmer. Jacob Bonners sprang vom Stuhl auf. „Vater!!“ stieß er aus. „Jacob..warum?“ fragte Michael nur. Jacob sah ihn an. Er antwortete nicht. „Warum wolltest du mich töten?“ wiederholte Michael. „Vater..ich…ich..“ fing Jacob an. „Was habe ich dir getan? Warum wolltest du mich umbringen!!“ schrie Michale und schlug mit der Faust so heftig auf den Tisch, das Jacob zusammenzuckte. „Luna…er hat es mir befohlen..schwache und kranke Leute in unserem Umkreis zerstören die Liebe zu ihm…ich…ich…“ stammelte Jacob ängstlich. „Wo ist Ben Jäger und Semir Gerkan?“ kam die nächste Frage von Michael. „Sie sind als Opfer auserkoren….Ben weil er dir das angetan hat und Gerkan, weil er Ariane gelinkt hat…deshalb…Gerkan muss abgehalten werden etwas gegen Ariane zu tun…und deshalb wird er als zweites Opfer Luna gebracht. Luna hat zugestimmt…und…es ist Recht!“ schrie Jacob zurück. „Wo sind sie?“ wiederholte Michael mit ruhiger Stimme. Jacob schwieg. „Ich kann meinen Glauben nicht verraten…“ erklärte Jacob leise. „Wenn du es nicht tust, dann wirst du wegen Beihilfe zu einem zweifachen Mord ins Gefängnis gehen….ist es dir das wert? Willst du dein ganzes Leben hinwerfen?“ fragte Michael leise.

    Ben richtete sich langsam auf. Ariane hatte ihn ein Tablett mit Essen gebracht. „Nun wirst du dein letztes Mahl zu dir nehmen. Morgen früh ist deine Zeit gekommen…und die deines Freundes. Er wird erst zusehen wie ich dir das Schwert ins Herz ramme und dann wird er selbst sterben. Niemand wird euch retten, denn ihr steht nun unter Lunas Macht…“ erklärte sie leise, während sie ihn fütterte. Ben hatte die Hände auf dem Rücken gefesselt bekommen und sah sie nur an. „Du bist irre. Wo ist Semir?“ fragte er. „Er ist im Käfig wo er hingehört. Gleich bekommt er von mir zu essen und dann werdet ihr euch zu unserem Glauben bekennen…nur dann seid ihr Luna würdig als Opfer zu dienen..“ kam von Ariane. „Ich werde gar nichts bekennen. Und du wirst mich nicht dazu bringen, euren Scheiß als die Wahrheit zu sehen.“ stieß Ben aus. „Du wirst…wenn nicht, werde ich deinen Freund vor deinen Augen quälen bis du es zugibst…“ warnte Ariane ihn. Ben sah sie an. Ihre Augen verrieten, dass sie es vermutlich sogar tun würde. „Er wird es sich nicht gefallen lassen….wir machen dich fertig..wir bringen dich zur Strecke und dann dorthin wohin du gehörst..in die Klapse…“ stieß er aus. „Iss!“ forderte Ariane und hielt ihm ein Stück Brot hin. Ben biss zu. Er musste essen um zu Kräften zu kommen. Nur dann hatte er eine Chance zu entkommen und sich und Semir hier raus zu bringen. „ich will meinen Freund sehen!“ forderte er, als er gegessen hatte. „Nein…das bringt euch nur auf dumme Gedanken…“ lachte Ariane, erhob sich und verließ den Raum. Ben sah ihr hinterher. Als die Tür sich schloss versuchte er seine Fesseln zu lösen, doch es dauerte nicht lange und er fühlte sich müde. Er wollte schlafen….schlafen und alles vergessen. Ben legte sich möglichst bequem hin und schloss die Augen. Nur wenig später war er eingeschlafen.

    Ben versuchte sich um zu drehen, doch das Seil behinderte ihn daran. „Was haben sie mit Semir gemacht?“, fragte Ben wütend und versuchte sich zu drehen, doch das ging nicht. „Halt die Klappe oder ich kneble dich.“, stieß David wütend aus und trat Ben in die Kniekehlen. Dieser klappte zusammen, doch sofort tat das Seil seine Wirkung und Ben wurde erneut die Luft abgeschnitten. Schnell fasste er wieder Fuß und versuchte, sich um zu drehen. „Semir!“, schrie Ben, doch David war wieder da. „Hältst du jetzt die Klappe?“, schnaubte er und schlug Ben mit dem Gewehrlauf in den Magen. Und wieder klappte er zusammen, die Schlinge schnürte ihn wieder zu. Röchelnd versuchte er dem Schmerz stand zu halten und sich wieder aufzurichten. David legte das Gewehr weg und ging zu Semir, der noch immer bewusstlos am Boden lag. Er hatte ihn in der Schulter und im Bauchbereich getroffen. David besah sich die Wunden. Eigentlich wollte er nicht noch ein Leben auf dem Gewissen haben, zumal er wusste, dass dieser Mann Familie und eine wunderbare Frau hatte. Vorsichtig betastete er den Hals des Mannes... Puls war noch da und sein Herz schlug auch. Okay... ganz ruhig bleiben. Er brauchte ihn noch, also musste zuallererst die Blutung gestoppt werden. David machte sich an den Schubladen zu schaffen und fand wirklich noch einige Tücher. Schnell legte er eines, zusammengeknüllt, unter Semirs Kopf, drückte das andere auf die Bauchwunde und verband es mit einem dritten Tuch. „David Brehmer, wir haben ihr Boot. Lassen sie unseren Kollegen frei.“, kam es von draußen. David sah auf, nahm sich die Waffe und ging zum Fenster.

    Thorsten und Lukas sahen zum Fenster. „Verdammt Thorsten, wir müssen doch irgendwas tun. Semir ist vielleicht getroffen und verblutet vielleicht.“, stieß Lukas aus. „Hey, wir kriegen ihn da wieder raus, okay?“, kam es selbstsicher von Thorsten und packte seinen Kollegen an der Schulter. Dieser nickte. „Was ist mit dem Boot? Kriegen wir es?“, wollte Lukas wissen. „Ich hoffe es. Notfalls klau ich mir eins und werde es ihm selbst vor das Haus stellen.“, fauchte der Oberkommissar, doch dann kam Alex Hoffmann zu ihnen gelaufen. „Wir haben das Boot bekommen. Ich hätte da auch einen Vorschlag, wie wir die beiden da raus bekommen.“, meinte er und sah die Kommissare an. Thorsten und Lukas erwiderten dessen Blick mit Interesse. „Was haben sie vor?“, wollte Thorsten wissen und sah den SEK-Leiter an. „Ganz einfach... wir werden das Boot so präparieren, dass wir einige Leute an Bord verstecken und wenn der Geiselnehmer mit Jäger aufs Schiff geht, schlagen wir zu. Das ist vielleicht unsere einzige Chance, die wir haben.“, meinte Hoffmann. Lukas sah zu Thorsten. „Ein Versuch ist es wert.“, stimmte Lukas zu. „Aber wenn es nicht klappt, haben wir die Arschkarte gezogen und zwei Menschenleben auf den Gewissen.“, knurrte Thorsten und griff zum Megafon. „David Brehmer, wir haben ihr Boot. Lassen sie unseren Kollegen frei.“, rief er ins Haus hinüber.

    David sah zu Semir. „So ....damit schaffen wir es...“, sagte er und ging zu Ben. „Du wirst deinen Freund tragen. Wir werden alle zusammen das Haus verlassen und mit dem Boot fahren, ist das klar?“, fauchte er Ben an. „Lassen Sie ihn hier... bitte... er muss in ein Krankenhaus... Sie haben doch mich... Bitte David... wollen Sie noch einen Mord auf sich nehmen?“, versuchte Ben ihn zu überreden. „Das... läuft hier irgendwie alles aus dem Ruder... ich wollte niemanden umbringen auch meine Frau nicht... ich wollte niemanden verletzen... aber.... ich habe meine Wut nicht unter Kontrolle...ich kann sie nicht beherrschen. Hey.... du willst mich einlullen... das klappt nicht!! Ich hab genug... von deinem Gefasel!! Vielleicht ist es besser, wenn ich nur Gerkhan mitnehme...!!“, schrie David plötzlich. Ben sah ihn an. Der Mann war völlig durchgedreht... Schizophren. Er verlor den Hang zur Realität oder hatte ihn bereits verloren. „Okay...hören Sie...David... lassen Sie Semir hier. Er muss in ein Krankenhaus... er hat Familie. Von mir aus nehmen Sie mich mit... bitte... David... warum wollen Sie sich mit einem Verletzten belasten?“, versuchte Ben in einem ruhigen Ton. Und tatsächlich schien David nachzudenken. Er sah auf Semir, der scheinbar zu sich kam. Sofort war er bei ihm. „Gerkhan...ich wollte das nicht... ich hab mich... erschrocken...bleiben Sie ruhig liegen...“, ermahnte er ihn vorsichtig. Ben versuchte erneut sich zu drehen, doch es ging nicht.

    Hotte und Dieter rasten durch die Stadt und brauchten trotz Blaulicht und Sirene gute 40 Minuten bis sie vor dem Haus von Michael Bonners waren. Sie klingelten Sturm doch es öffnete niemand. „Verdammt…wir müssen öffnen..“ stieß Dieter aus. „Lass uns erst einmal hinten rum gehen….vielleicht schläft der Mann oder steht unter der Dusche…“ schlug Hotte vor. Dieter sah ihn an. „Er steht sicher nicht…das kann der ja gar nicht aber gut…du hinten und ich sehe hier mal nach einem Schlüssel…meistens ist es ja so, dass die Leute ihre Ersatzschlüssel verstecken…“ gab er zu bedenken. Hotte war einverstanden und ging um das Haus herum während Dieter alle Sachen durchsuchte die vor dem Haus standen. Hotte entdeckte die offene Terrassentür und betrat die Wohnung. „Herr Bonners?“ rief er laut. „Wer ist da?“ kam aus einem Nebenraum. „Polizeimeister Herzberger….geht es Ihnen gut?“ harkte Hotte nach. „Ja…ja…ich bin umgestürzt mit meinem Rollstuhl und bekomme ihn nicht mehr hingestellt..können Sie mir bitte helfen?“ bat der Mann. Hotte betrat den Raum. Michael Bonners lag am Boden. Der Rollstuhl war über seine Beine gefallen. „Ja einen Augenblick…das haben wir gleich..“ nickte Hotte und stellte den Rollstuhl hin. Dann folgte Michael Bonners, den Hotte auf den Arm nahm. „Sitzen Sie so gut?“ wollte er wissen, als Michael wieder in seinem Gefährt war. „Danke…ich habe schon meine Pflegerin angerufen, aber sie geht nicht ran….“ knurrte der Mann. „Herr Bonners…wir sind Kollegen von Ben Jäger…“ erklärte Hotte. Michael sah ihn an. „Scheinbar hat Ben viele Freunde….aber ich glaube nicht, das ich Ihnen irgendwie helfen kann…das sagte ich bereits Herrn Gerkan…“ kam von ihm. „Darum geht es nur zweitrangig.“ erklärte Hotte und ließ nun auch Dieter ins Haus. „Aha…Sie machen mich neugierig...“ lächelte Michael. „Das ist mein Kollege Dieter Bonrath…Herr Bonners…Ihr Sohn ist bei uns auf der Wache. Er hat Ben Jäger entführt und ist vermutlich auch an dem Zustand von Herrn Gerkan beteiligt. Er ist ebenfalls verschwunden. Man hat ihn angerufen und ihn an ein Ort bestellt, wo er angeblich mit Ben zusammen kommen soll. Seit dem ist er ebenfalls verschwunden….aber das ist noch nicht alles. Mein Kollege und ich haben ihrem Sohn vermutlich sogar geholfen Ben zu entführen….“ erklärte Hotte.

    Semir versuchte die Tür zu öffnen, doch es war sinnlos. Nach einer Weile ließ er sich einfach auf den Boden nieder. Was hatten diese Typen nur mit Ben gemacht? Wo war er…? fragte er sich. Er lehnte den Kopf an die Gitter und schloss die Augen. „Hast du Hunger?“ riss ihn eine Stimme aus seinen Gedanken. Semir drehte seinen Kopf. Ein kleiner Junge stand an dem Käfig. „Ja etwas…“ gab Semir zu. „Ich kann dir was aus der Küche holen…“ schlug der Kleine vor. Semir schätzte ihn auf knappe zehn Jahre. „Das wäre toll…“ lobte Semir ihn. Der Kleine wollte loslaufen als Semir ihn festhielt. „Weißt du wo mein Freund ist?“ fragte Semir ihn. „Du meinst das Opfer?“ harkte der Junge nach. „Ja…genau. Weißt du wo er ist?“ wiederholte Semir. „Nein….leider nicht. Ich bin nur ein Diener in den Zeremonien. Und wenn ich wie jetzt die Zeit für mich habe, dann gehe ich nach draußen zum spielen…“ erklärte der Kleine. Semir sah ihn an. Er konnte es nicht verstehen, wie Eltern ihre Kinder einfach in solche Sekten nahmen und sie nach einem Glauben erziehen, der eigentlich keiner war. „Ich hole dir was zu essen…“ gab der Junge von sich und löste sich aus Semirs Griff. Dieser sah ihm nur nach. Wenn er den Jungen dazu brachte den Käfig zu öffnen konnte Semir Ben suchen und dann mit ihm abhauen…er musste das Kind nur dazu bewegen ihm zu helfen. Es dauerte eine ganze Weile bis der Junge wiederkam. Er schob Semir ein Stück Leberwurstbrot durch die Gitterstäbe. „Danke…“ kam von Semir und er biss hinein. Auch wenn es nur ein kleines Stück war, so half es ihn doch den Hunger zu stillen. „Hier ist noch ein Flasche mit Wasser…“ erklärte der kleine und reichte eine Plastikflasche an Semir weiter. „Hast du auch einen Schlüssel für die Tür hier? Ich muss meinen Freund suchen…“ versuchte Semir direkt. „Der Junge wird dir nicht helfen…er ist nur ein Diener Lunas…“ unterbrach das Gespräch die Beiden. „Kai…geh raus!“ befahl ein Mann von knappen zwanzig dem Jungen. Dieser erhob sich und rannte raus. Der Mann sah Semir böse an. „Versuche nie wieder ein Kind zu beeinflussen..“ warnte er. „Ich muss mal..“ gab Semir unbeeindruckt zurück. Der Mann nickte. „Ich werde dich dort hinbringen wo du dich erleichtern kannst..aber wage keine Tricks…“ gab der Mann zur Antwort.