Aber man hofft natürlich, dass er sich an so etwas bedeutendes wie die Geburt seines Kindes erinnert
vielleicht daran als er zusammengebrochen ist ![]()
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wie bei Ayda....lol
Aber man hofft natürlich, dass er sich an so etwas bedeutendes wie die Geburt seines Kindes erinnert
vielleicht daran als er zusammengebrochen ist ![]()
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wie bei Ayda....lol
Jürgen Schaller sah sich in der KTU um. Er hatte das ganze Reich für sich allein. Hartmut lag mit einer bösen Erkältung im Bett. Stolz setzte er sich auf den Stuhl, auf dem eigentlich nur Hartmut saß. Er lehnte sich zurück und fühlte sich zu etwas höherem berufen. Doch dann griff er zu seinem Handy. Es wurde Zeit, dass Gianna zahlte, was sie ihm versprochen hatte. „Hallo Gianna…hier ist Jürgen.“, säuselte er ins Telefon als er die Stimme seiner Traumfrau hörte. „Was zum Teufel willst du?“, fauchte sie ihn an. „Aber…störe ich gerade?“, wollte Jürgen wissen. „Ja…du störst…“, gab Gianna zurück. Durch das Telefon waren die Geräusche was bei Gianna vorging deutlich zu hören. „Wer ist bei dir?“, harkte Jürgen eifersüchtig nach. „Mein geliebter Mann… Jürgen… was denkst du denn?“, lachte Gianna. „Ich will meine Belohnung… ich will, dass du mit mir weg gehst…so wie du es versprochen hast.“, forderte Jürgen. „Ja sicher…mein Schatz… komm nach Dienstschluss doch einfach zu mir… dann kannst du die Koffer schleppen.“, schlug Gianna vor. „Und dein Mann?“, wollte Jürgen wissen. „Das lass mal meine Sorge sein….um sieben….vergiss nicht alle Spuren zu beseitigen, die nicht auf Fiancelli hindeuten…ist das klar?“, warnte Gianna ihn. „Ja sicher….ich hab sie bereits entsorgt… sie werden morgen Abend von einer Spezialfirma abgeholt…und dann kann niemand das Gegenteil beweisen…“, lachte Jürgen.
Ben sah Nico an. Hartmut schnarchte in seinem Bett. „Verdammt…ihn hat es aber richtig erwischt.“, murmelte Nico. „Ja scheint so…unser Professor liegt krank im Bett. Ausgerechnet dann, wenn wir ihn brauchen. Aber gut….dann müssen wir alles noch einmal durchgehen. Angefangen hat es mit dieser Gianna….die dich in deiner Wohnung sexuell genötigt hat…dann im Laden und dann finden sie die Tote….im Wald, bei der eine deiner Saiten gefunden wurde. Sag mal…kann es sein, dass Gianna die Saite aus deinem Geschäft genommen hat?“, wollte Ben wissen. Nico zuckte die Schultern. „Schon möglich….ich hab tausend von den Dingern im Laden liegen….“, gab er zu. „Okay… gehen wir davon aus, dass Gianna….kennst du den Familiennamen?“, harkte Ben nach. „La Rocca oder so….“, murmelte Nico und schloss die Augen. „Ben… was wenn ich schuldig gesprochen werde? Ich will nicht den Rest meines Lebens im Gefängnis verbringen…ich will…“, kam traurig von ihm. „Du wirst nicht ins Gefängnis gehen. Nur keine Sorge…“, lachte Ben und rief Semir an. „Semir…kannst du nicht mal was für mich herausfinden?“, bat er. „Was denn?“, fragte sein Partner nach. „Nun…diese Gianna La Rocca…. Vielleicht haben wir ein paar Daten im PC.“, erklärte Ben. „Okay…. Andrea wollte morgen eh zu Susanne…“, gab Semir bekannt. „Gut, du weißt ja, wo wir zu finden sind.“, kam es nur von Ben zurück. Das Gespräch wurde beendet und Ben ließ sich wieder neben Nico auf die Couch fallen. „Kopf hoch, Junge, das rängt sich schon alles wieder ein. Wirst sehen.“ Nico nickte nur und sah zu Hartmut, der vollkommen verschnupft im Sessel saß und vor sich hinstöhnte. „Ich muss was tun, sonst werde ich noch irre. Da er da“, Nico deutete auf Hartmut, „einen auf sterbenden Schwan macht, werde ich ihm meine heilende Hühnerbrühe kochen.“ Mit diesen Worten verschwand der Deutschitaliener in der Küche.
Jürgen war gerade dabei, die einzelnen Beweismittel auszusortieren, alles für die Vernichtung bereit zu machen, als er Schritte im Eingangsbereich hörte. „Hallo? Ist da wer?“, rief er hinaus, doch keine Antwort. Er sah kurz um die Ecke, merkte nur, wie die Tür ein wenig offen stand. Komisch, ich hab sie doch zu gemacht, dachte Jürgen und ließ die Tür wieder richtig einrasten. Dann ging er zurück zum Arbeitsplatz und blieb abrupt stehen. „Semir? Was... was machst du denn hier?“, fragte er stotternd und sah, wie sich Semir an den eben aussortierten Beweisen zu schaffen machte. „Ich seh mich nur ein bisschen um.“, erwiderte der Deutschtürke in aller Gelassenheit und sah den KTU-Mitarbeiter nicht mal an. „Aber... aber du bringst mir ja alles durcheinander.“, erklärte Jürgen mit leichter Nervosität. Wieder sah Semir ihn nicht an und entfernte sich dann vom Tisch, ging direkt auf den Mitarbeiter zu und blickte ihn dann mit starren Augen an. „Okay Jürgen, du sagst mir jetzt mal, was du gefunden hast. In dem Fall mit der Leiche an der Autobahn... das war ungefähr gestern gegen 17 Uhr.“, meinte Semir und ließ seine Blicke nicht von Jürgen weichen. „Ist...ist... ist das überhaupt dein Fall?“, wollte Jürgen wissen und wurde mehr und mehr nervöser. Unmerklich ließ Semir ein Grinsen über seine Lippen huschen. „Sag mir einfach, was du weißt.“, kommentierte er den Einwand von diesem Grünspund nur. „N...Nein Semir... tut mir Leid, aber das geht nur die zuständigen Hauptkommissare etwas an und das bist du nicht, wenn ich mich nicht irre.“ Langsam verlor Semir die Geduld mit diesem noch nicht ganz trocken hinter den Ohren seienden Jüngling. „Hör mal, ich will von dir nur eine Auskunft und die wirst du mir jetzt geben oder ich werde sehr, sehr wütend.“, fauchte der Deutschtürke und packte Jürgen am Kragen.
„Dein Onkel ist ein netter Mensch…“ lobte Semir auf der Fahrt nach Hause. „Ja…Markus hatte es auch nie leicht. Als Priester ist er nicht besonders gut angekommen in der Familie. Alle sind dort im handwerklichen Bereich tätig. Mein Opa hatte die Firma aufgebaut die mein Vater nun leitet. Markus sollte damals auch eintreten, doch er zog es vor Theologie zu studieren und den Weg Gottes…wie er es nennt… zu gehen. Nun ja…er ist halt ein zweites schwarzes Schaf in der Familie Jäger. Aber ich bewunderte ihn schon immer. Er ist nicht materiell eingestellt. Fast so wie ich…“ meinte Ben nachdenklich. Semir nickte nur. „Wie lange hattet ihr denn keinen Kontakt mehr?“ wollte er plötzlich wissen. „Das ist sicher schon drei Jahre her….ja…kommt hin. Warum?“ harkte Ben nach. „Das heißt du weißt eigentlich nicht viel was er die letzte Zeit getrieben hat?“ stellte Semir die nächste Frage. Ben sah ihn an. „Warum willst du das wissen?“ widerholte Ben seine Frage. „Nur so….“ lächelte Semir. Doch bei Ben war er damit schief gewickelt. „Hör mal…Markus mag ein komischer Kauz sein, aber er ist sauber….er ist Priester.“ verteidigte Ben seinen Onkel. „Ja..ist doch gut…“lachte Semir. Vielleicht hatte er sich ja doch geirrt. Die Fahrt zu Ben nach Hause verlief eine Weile schweigend. „Er interessierte sich sehr für unseren Fall…“ fing Semir erneut an. Ben sah ihn an. „Er ist halt neugierig…außerdem ist er in Afrika sehr aktiv…er ist Missionar in Afrika und hilft der dortigen Bevölkerung. Wenn er erfährt dass da einer sein Unwesen treibt und seine Schützlinge auf solch menschenverachtender Art und Weise nach Deutschland bringt, dann rastet er aus. Semir nahm die Informationen von Ben auf. Er wollte sicher gehen, dass Bens Onkel wirklich nichts mit der Sache zu tun hatte, denn dieser Verdacht ließ ihn nicht los.
Am nächsten Morgen war Semir viel früher im Büro als er eigentlich musste. Aber es hatte einen Grund. Mittlerweile war er sicher, dass er die Stimme von Bens Onkel als eine derer identifiziert hatte, denen er seinen unfreiwilligen Genuss von Alkohol zu verdanken hatte. Ben hielt zu seinem Onkel und auch das konnte Semir sehr gut verstehen. Aber eine Überprüfung der Daten von Markus Jäger konnte nicht schaden. Semir gab den Namen ein und wartete bis der Computer was ausspuckte. Wie gebannt von einem Film starrte Semir auf den Bildschirm und bemerkte nicht, wie Ben eintrat. Ausgerechnet als die Ergebnisse auf dem Schirm erschienen sah Ben ebenfalls drauf. „Sag mal spinnst du?“ fauchte er Semir an. „Was? Nein…hey…warte…Ben….“ versuchte er zu erklären. „Ich glaube es hackt!! Du überprüfst meinen Onkel? Warum? Was passt dir an ihm nicht? Hat er zu große Augen oder Ohren? Hat er dich blöd angemacht oder was geht in deinem Hirn ab?“ schoss Ben wütend die Fragen ab. „Ben..hör mir einen Moment zu..danach kannst du weiter motzen…aber bitte...hör mir zu…“ versuchte Semir. Ben schnaubte wie ein wildes Nashorn, das mit dem Huf scharrte und sich seine nächste Rammattacke ausdachte. „Also gut… ich höre!“ fauchte er. „Ich habe dir doch gesagt, dass ich die Stimmen jederzeit wieder erkennen würde….und…ich bin mir fast 100%ig sicher, dass die Stimme deines Onkels auch dabei war…“ gab Semir nun zu. Ben lachte verächtlich. „Bist du total bescheuert? Mein Onkel ist 63 Jahre alt…er ist fast im Rentenalter…und er ist ein Mann der Kirche!! Denkst du wirklich er hat es nötig kleine schwarze Mädchen zu verkaufen? Lass dich mal untersuchen!!“ schrie Ben seinen Partner wütend an. „Ben….ich ….ich will doch nur sicher gehen, dass ich mich irre…“ erklärte Semir und versuchte die Situation zu schlichten. „Ja klar….nur weil du dich überrumpeln und abfüllen lässt muss die Kirche herhalten…ist klar…Mohamet lässt die Bibel mal wieder schlecht aussehen…das kennen wir doch schon…hat in der Vergangenheit auch immer funktioniert…“ kam verächtlich von Ben. „Mein Glauben hast damit nichts zu tun!!“ behauptete Semir und wurde ebenfalls laut. Ben stand auf und nahm seine Jacke. „Weißt du was….du kotzt mich an….immer sind andere für deine Misserfolge verantwortlich…warum suchst du den Fehler nicht bei dir!!“ schrie Ben wütend und verließ das Büro.
und auch hier ein Abendessen...
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„Und Sie jagen mit Ben die Bösen Jungs auf der Autobahn?“ harkte Markus nach dem Essen nach als sie alle fertig waren. Er schob beiden ein Bier hin. Semir lehnte dankend ab. „Ich muss noch fahren..“ erklärte er. „Oh…dann lasse ich Ihnen ein Wasser bringen?“ fragte Markus. „Eine Cola wäre sehr gut…eisgekühlt..“ lächelte Semir unsicher. Er musterte den Mann. Von der Statur her konnte es wirklich sein. Vielleicht sollte er Ben davon informieren welchen Verdacht er hatte. Doch das erst wenn sie hier weg waren. Er bekam seine Cola. „Nun ja….meistens sieht Ben nur zu…er ist ja noch jung und muss viel lernen… Aber wir ergänzen uns...“ bestätigte Semir und hob sich hervor. Mit einem breiten Grinsen sah er zu Ben, der ihn gespielt wütend ansah. „Ich sehe ihm zu, wie er Autos demoliert…und unsere Vorgesetzte zur Weißglut treibt…“ gluckste Ben vergnügt. „Stell dir nur mal vor….in einem Monat hat er es auf sieben Dienstwagen geschafft..ich hatte hing lediglich mit drei Wagen hinterher…“ hängte er klagend an. „Ja…aber nur weil du dir ein Bein gebrochen hast und sechs Wochen gar kein Auto gefahren bist…“ stellte Semir sofort richtig. „Dann weiß ich ja endlich wo meine Steuern bleiben...“ stöhnte Markus. Er sah dass sich die Beiden sehr gut verstanden. Semir sah ihn an. „Na…so schlimm ist es auch nicht. Und meistens sind wir gar nicht daran schuld. Die Bösen versuchen uns aus den Weg zu räumen, schießen auf uns…das kann kein Auto lange ertragen. Und als Fahrer wird man auch nervös wenn einem die Kugeln um die Ohren fliegen. Mir macht es ja nichts mehr aus…aber so ein junger Mann wie Ben…nun ja…“ frotzelte Semir weiter. „Ich bewundere Polizisten…nein...wirklich…sie haben einen üblen Job…eine schlechte Bezahlung und…machen dennoch alles um dem Gesetz zu dienen. Das verdient Hochachtung….“ gab Markus zu. „Ach ja…ich weiß noch wie Ben meinem Bruder sagte, dass er Polizist werden wollte. Konrad ist ausgerastet. Was ihm einfiele ihn so in den Rücken zu fallen….er brauchte Ben ja in der Fabrik…denn Julia traute er das gar nicht zu….“ fing Markus an zu erzählen. Ben warf Semir einen Blick zu, der dem Deutschtürken klar machte, dass nun die Erzählstunde anfing. Doch Semir kniff nur ein Auge zu.
„Wissen Sie…Ben ist kein Geschäftsmann…das liegt ihm nicht. Mein Bruder hat alles versucht zu verhindern dass Ben Polizist wird. Er hat versucht einen der Prüfer zu bestechen um ihn bei einer Prüfung durchfallen zu lassen. Aber nichts…der Mann hat es nicht getan und Ben wurde Polizist. Konrad hat mir sein Herz ausgeschüttet und nun ja…er hat mir die Ohren voll gejammert wie verlassen er sich gefühlt hat. Betrogen hätte Ben ihn…übel hintergangen…aber mittlerweile hat er es ja dann doch akzeptiert…“ erzählte Markus weiter. Ben nickte. „Ja…seit einigen Jahren sind wir wieder unzertrennlich und reden miteinander wie erwachsene Menschen. Auch wenn Vater in England ist…“ gab Ben zu. Semir grinste leicht verschmitzt. „Und an was für einen Fall seid ihr gerade dran?“ harkte Markus nach. Semir sah zu Ben und schüttelte den Kopf. „Wir reden nicht gern nach Feierabend über die Fälle. Denn dann haben wir Feierabend und frei….wenn wir unsere Arbeit mit nach Hause nehmen, könnten wir nie abschalten...“ gab Semir zurück. „Oh…ich verstehe….top secret was….ich wusste gar nicht das es solch brisante Fälle bei der Autobahnpolizei gibt...“ lachte Markus. Er füllte die Gläser nach. Sie prosteten sich zu. Gegen Mitternacht war jedoch für alle Schluss. „Wir müssen uns mal wieder treffen…“ schlug Markus vor und sah Ben hoffnungsvoll an. „Klar….das nächste Mal komme ich aber allein…Semir hat ja nicht immer zeit..“ grinste er. „Dann kannst du hier in deinem alten Gästezimmer schlafen…ich lasse es dir herrichten …“ schlug Markus vor. „Gut…das machen wir…“ versprach Ben. Es gab noch einmal eine Umarmung und die Hauptkommissare verließen den alten Mann. „Du hast einen sehr netten Partner..“ meinte Markus an Ben gewandt. „Ja….er ist aber auch etwas schwierig…“ gab Ben zurück. „Schwierig…weil er älter ist? Mehr Erfahrung hat?“ harkte Markus nach. „Nein….schwierig weil er manchmal unvorsichtig ist. Wenn ich nicht hin und wieder aufpasse, dann würde das böse ausgehen..“ murmelte Ben. Markus grinste. „Es hört sich nach einer gut funktionierenden Partnerschaft an. Ihr schützt euch beide gegenseitig und Gott hält die schützende Hand über euch…Solange er über euch wacht, wird nichts ungerechtes geschehen..“ predigte Markus. Ben lächelte gequält. „du weißt doch, dass ich nicht so gläubig bin…“ gab er zu verstehen. „Das ist egal… Gott ist auch für die Ungläubigen da….“ lachte Markus nur.
tses...Chris...wenn ich dich im ICQ anbettel gibt es nix...aber für Elina...nee..sowas...boah....sowas gemeines..... ![]()
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Klasse....schön das Ben doch entkommen konnte...zumindest im Augenblick...aber es wird sicher noch heiß werden....
und das Semir seine eigene Tochter erkennt...klar...das tut er...also von mir hätte er mehr als nur eine Ohrfeige bekommen ![]()
Sooo hier mein Feed;
UPS.......das wars...
mehr gibt es nicht zu sagen....außer das sich Tommaso jetzt mal als Retter aufspielen kann. immerhin ist er ja von Ben angetan...
Der Samstag kam schneller als die Kommissare es wollten und obwohl sie eigentlich keine Zeit hatten, das Wochenende zu genießen verabschiedete Semir seine Familie. „Grüß mir die Mama…“ sagte er. „Mach ich…und du pass bloß auf dich auf…ich möchte keine schlechten Nachrichten haben, wenn ich zurück komme klar?“ warnte Andrea. „Ruf mich an wenn du dort bist, ja…damit ich mir keine Sorgen mache..“ bat Semir. Sie küssten sich noch einmal. Und Semir verabschiedete sich von Ayda und Layla. „Seid brav … hört ihr?“ mahnte er sie. „Papa…. Wir sind immer brav...“ gab Ayda empört von sich. „bav….“ plapperte Layla nach. Semir gab beiden einen Kuss. Dann ging die Fahrt los. Andrea lenkte den Wagen sicher auf die Straße. Semir winkte ihnen noch eine Weile hinterher und ging wieder ins Haus. Jetzt hatte er wenigstens die Gewissheit, das Andrea und die Kinder in Sicherheit waren. Er musste nun auf Ben warten um den Dienst anzutreten und heute Abend bekam er sogar leckeres Essen, dachte er und wartete. Ben verspätete sich diesmal nur eine halbe Stunde. Als Semir bei ihm im Wagen saß sah er auf die Uhr. „Whow….genau 29 Minuten und 48 Sekunden. Du besserst dich..“ foppte er Ben. „Ja…Semir dir auch einen wunderschönen Samstagmorgen…normalerweise liege ich samstags bis um zwei mittags im Bett und schlafe…aber dieser verdammte Wochenenddienst…das nervt…“ stöhnte Ben. „Mir gefällt es auch nicht…aber so ist es eben…wenn du Wochenende nicht arbeiten willst hättest du vielleicht das Angebot deines Vater angenommen…dann wärest du Chef und könntest tun und lassen was du willst...“ neckte Semir ihn. „Nee…dann lieber Bulle und Wochenenddienst…“ lachte Ben nur. Sie kamen in der PAST an. Das Büro war fast leer. Susanne war genauso wenig da wie Kim. „Das wird übel. Wir müssen uns den Kaffee selbst machen..“ stöhnte Semir. „Dann mach ich den..sonst hab ich heut eine schlaflose Nacht… was hat Ayda Andrea denn über ihr Pferd erzählt?“ wollte Ben wissen und ging in die Küche. „Sie hat ihr erzählt wie das Pferd aussieht und das sie bei der Geburt geholfen hat…“ lachte Semir. „danke noch einmal….das war ein verdammt großes Geschenk was ich nicht wieder gut machen kann… aber was ist nach drei Jahren? Ich werde sicher nicht mehr verdienen und…“ hängte er an. „Das musst du nicht. Ayda und Layla sind meine Patenkinder….und für die tue ich alles… und was den Unterhalt angeht. Ich werde das schon regeln. “ versprach Ben und zwinkerte Semir zu.
Der Abend kam und somit auch das Zusammentreffen mit Bens Onkel. Ben und Semir fuhren direkt vom Büro hin. Diesmal fuhr Semir und wurde von Ben durch die Straßen geleitet. „So..hier musst du gleich rechts ab und dann sind wir auch schon da..“ gab Ben von sich. Semir nickte, reihte sich ein und fuhr in die Straße. „Hier ist es…halt an..“ verkündete Ben. Semir stoppte den Wagen vor einem einfachen Haus. „Hier wohnt dein Onkel?“ fragte Semir verwundert. „Ja warum?“ wollte Ben irritiert wissen. „Nun ja….ich meine…dein Vater wohnt in England…deine Schwester und ihr Mann in einer großen Villa mit riesigem Grundstück…du in einem Luxusapartment mit einer riesigen Terrasse…und dein Onkel…so bescheiden…“ erklärte Semir ihn. „Ja und? Mein Onkel ist nicht reich…also materiell gesehen… er ist ein Mann Gottes und übt damit Beschiedenheit als Grundlage aus. Das ist doch nicht verkehrt…“ gab Ben zurück. „Ah ja…na dann...ich bin gespannt was das für ein komischer Kauz ist…“ lachte Semir. Die Tür öffnete sich und das Gesicht eines knapp 50jährigen Mannes erschien. „Hallo Ben….da bist du ja endlich...“ strahlte der Mann und umarmte Ben herzlich. Dann sah er Semir an. „Und das nehme ich an ist dein Partner…im Dienst…“ begrüßte er Semir. Semir zuckte zusammen als er die Stimme hörte. Konnte es wirklich sein? Nein…vielleicht irrte er sich ja auch… „Markus Jäger…“ kam zurück. Der Mann gab die Tür frei und ließ alle eintreten. „Ich dachte du bringst wenigstens noch deine Freundin mit, von der du mir erzählt hast..“ kam etwas traurig von dem Mann. „Ähm….die hat kein Frei…..wie geht es dir?“ wollte Ben wissen. „Danke…mir machen zwar ein paar Altersbeschwerden das Leben schwer, aber Gott wird mir helfen…“ erklärte der Geistliche.„Kommt doch rein. Das Essen ist gleich fertig…Ben ich hoffe du magst immer noch Rindsrouladen mit Rotkraut und Kartoffelbrei…“ wandte sich Markus nun wieder an Ben. „Natürlich…“ strahlte dieser. „Gut…dann rein in die Küche…Dort geht es lang…“ nickte Markus und wies den Weg.
Am Nachmittag holten Semir und Ben Ayda ab die schon aufgeregt am Fenster hockte und raus sah. Als sie den Wagen von ihrem Vater erblickte war die sechsjährige nicht mehr zu halten. „Jetzt geht es zu meinem Pferd!!“ schrie sie laut und sprang ihrem Vater in die Arme. „Hey.....langsam meine Kleine.....ganz langsam...“ lachte er und küsste sie auf die Stirn. „Lass uns fahren!“ drängte Ayda und schon saß Semir wieder am Steuer. „Wo geht es lang?“ wollte er von Ben wissen. Dieser wies den Weg und nach einer knappen Stunde Autofahrt kamen sie an einem Gestüt an. „Whow....sieht toll aus...“ meinte Semir und stieg aus. Nur wenig später standen sie auf dem Hof und sahen sich um. „Ist das mein Pferd?“ wollte sie von Ben wissen und wies auf ein kleines Shetlandpony. „Nein...“ gab Ben zurück und grinste breit. „Ist das mein Pferd?“ wiederholte Ayda an jeder Box. „Nein..“ kam von Ben wiederholt zurück. „Wo ist es denn?“ wollte Ayda genervt wissen und stapfte mit einem Fuß auf. „Nun hab doch etwas Geduld...“ ermahnte Semir seine Tochter. Doch da war Ayda ihm sehr ähnlich. Er musste auch immer alles sofort haben. „So...da sind wir...Ayda...“ erklärte Ben als sie an einer Box standen wo eine Stute gerade ihr Fohlen bekam. Ayda reckte sich und sah hinein. „Wo ist es denn?“ fragte sie neugierig. „Im Bauch der Mama.....wie du es auch mal warst. Dein Pferd wird gerade geboren..“ erklärte Semir. „Aha...dann hab ich ein Baby?“ kam von Ayda. „Ein ganz junges Pferd...ja...es kann mit dir wachsen und du kannst ihm viele Tricks beibringen, wenn es da ist...“ nickte Ben. „Ah...Herr Jäger...Sie wollen bei der Geburt Ihres Pferdes dabei sein...das ist ja wirklich Liebe..“ unterbrach eine dunkle männliche Stimme das Gespräch. „Das ist mein Pferd!!“ widersprach Ayda sofort. „Oh...pardon... meine Dame...das wusste ich nicht...“ machte der Mann sofort eine Verbeugung vor Ayda und knipste ein Auge zu. „Ich bin Dr. Hausberg...und der Tierarzt...ich werde nun der Mama helfen das Fohlen zur Welt zu bringen... aber ich habe meine Assistentin vergessen...willst du mir helfen?“ lud er Ayda ein. Semir sah ihn besorgt an. „Das ist doch nichts für Kinder...“ gab er zu bedenken.
„Doch PAPA...ich will das...es ist mein Pferd was geboren wird!“ kam von Ayda. „Also gut...aber nicht das dir schlecht wird.....“ ermahnte er sie. Sie sah den Tierarzt an. „Gehen wir!“ befahl sie und krempelte sich die Ärmel ihrer Jacke hoch. Der Tierarzt lachte leise und nickte Semir zu. „Nur keine Sorge....ich bin selbst Vater...und weiß was Kinder ertragen können...die Bindung wird zu dem Tier eine ganz andere sein...“ erklärte er und ging mit Ayda in die Box. Es dauerte keine zehn Minuten mehr und das Pferd fiel auf den Boden. Semir sah weg, als das ganze Blut kam. Ihm wurde schlecht. „Hey...nicht umkippen...es ist keines deiner Kinder die zur Welt kommen..“ grinste Ben ihn an. „Deine Tochter sieht alles und ist sehr gut drauf..“ hängte er an. „Ich hab nur Kreislaufprobleme...“ empörte sich Semir und holte tief Luft. Er hielt sich an der Boxentür fest. „Hier schwankt alles...“ murmelte er. „Komm ich bring dich zum Wagen...sonst kippst du hier um und bist das Gespött des Gestüts...“ lachte Ben und brachte Semir tatsächlich zum Wagen. „Danke Partner....mir ist nur etwas übel...geht sicher gleich wieder...“ versprach Semir. Ben ging zurück. „Kuck mal Ben...dass ist ein Junge...ein Hengst...und er hat ganz viele Flecken...“ strahlte Ayda. „Und wie soll er heißen?“ wollte Dr. Hausberg wissen. „Oh....ich weiß nicht......das muss man sich sehr genau überlegen...denn er muss ja sein Leben lang diesen Namen tragen....“ dachte Ayda laut nach. „Wie wäre es mit Windbeutel?“ fragte sie und sah Ben an. „Nee....das hört sich nicht gut an...“ gab dieser seine Meinung ab. „Dann....Balou...? Nein...das ist ein Bärenname....oder ....oh man...das ist so schwer...“ stöhnte Ayda. „Wie wäre es mit Flicka?“ schlug Hausberg vor „Flicka.....?“ kam etwas nachdenklich von Ayda. „Joa....hört sich gut an....okay...du heißt Flecki....“ grinste Ayda. „Flecki....passt...“ lachte Hausberg. Ben und Ayda gingen zum Wagen zurück. „Danke Ben...das ist ein ganz tolles Geschenk......“ Ayda umarmte Ben und drückte ihn fest. „Hey...du erdrückst mich.....aber du weißt ja...du musst jedes Wochenende hier her um zu sehen wie es Flecki geht...“ ermahnte er sie. „Klaro!!“ lacht Ayda und setzte sich ins Auto.
Semir hielt vor der Villa. Nur wenig später saß er mit Ben und Nico im Wohnzimmer. „Also das habt ihr ganz toll gemacht…wirklich….Mensch…wenn die Kollegen dahinter kommen dann….dann sind wir alle geliefert!“, fauchte Semir. Wieder war seine Wut aufgekeimt. „Verdammt Semir…Nico ist unschuldig….das weißt du doch genau…der Anruf…der war fingiert. Nico erzählte mir, dass der Anrufer ihn zu dem Tatort gelockt hat um angeblich etwas über diese Gianna zu erfahren. Und als er dort ankam…war sie tot… ich glaube ihm…“, erklärte Ben. Semir sah Nico zweifelnd an. „Das mag ja sein, aber die Typen von der hiesigen Kripo sehen das eben anders….Sag mal, Ben, wissen die Nachbarn eigentlich, dass dein Vater nicht da ist?“, wollte Semir plötzlich wissen, als er aus dem Fenster schaute. „Ja sicher…warum?“, kam irritiert von Ben. „Weil da drüben jemand mit Fernglas hier rüber schaut…und wenn der weiß, dass dein Vater nicht da ist, könnte er die Kollegen informieren…“, gab Semir nachdenklich von sich. „Verdammt….wir müssen weg…aber wohin…?“, stieß Ben aus. „Zu Hartmut!“, kam von Semir. Schon waren sie wieder auf den Weg auf die Straße. Sie stiegen in die Fahrzeuge ein und fuhren los. Gerade noch rechtzeitig, denn als sie die Straße verließen kamen ihnen Polizeifahrzeuge entgegen. „Was hab ich gesagt? ... da sind sie schon….“, fauchte Semir wütend.
Hartmut rappelte sich vom Bett hoch, als es nur wenig danach klingelte. Er ging mit schlurfenden Schritten zur Tür und sah durch den Spion. „Oh nein…..“, stöhnte er krank. Dann öffnete er. „Semir….bitte…ich …mir geht es überhaupt nicht gut…ich kann nicht einmal denken…“, stieß er aus. Sein Kopf war hochrot. „Oh...Hartmut… das sieht aber gar nicht gut aus... du solltest dich hinlegen und schonen.“, schlug Ben vor. „Ja das hatte ich auch vor…aber es gibt…hatschi…. so nette Kollegen die das…nicht zulassen.“, war die Antwort von Hartmut. Er schnäuzte in sein Taschentuch. „Kommt rein und setzt euch…ihr kennt euch ja aus… bitte stört mich beim Sterben nicht…“, stöhnte der kranke KTU-Techniker und legte sich wieder ins Bett. „Hartmut… Können Nico und Ben dir beim Sterben zusehen…?“, wollte Semir grinsend wissen. „Wenn sie nicht stören…“, murmelte Hartmut und wickelte sich in seine Decke. Ben sah Semir irritiert an. „Wieso…? Wo willst du denn hin?“, fragte er ihn. „Ich muss wieder nach Hause…von dort kann ich dann versuchen euch zu helfen. Ich habe schließlich Hausarrest. Nur keine Sorge…ich werde diesen Jürgen von der KTU mal anquatschen, was er für Spuren gefunden hat…“, lächelte Semir. Noch ahnte er nicht, dass er mit diesen Gedanken sich selbst in Teufels Küche brachte. „Okay… wir bleiben aber in Kontakt…“, ermahnte Ben ihn. „Klar doch.“, lachte Semir und verschwand.
Im Auto zog er sich kurz vor seiner Straße wieder die Perücke auf und steckte sich das Kissen unters Shirt. So ließ er den Wagen wieder auf das Grundstück rollen und steig aus. Mit einem leichten Grinsen sah er zu den Kollegen in ihrem Fahrzeug die angestrengt wegschauten. „Anfänger.“, lachte er leise und betrat sein Haus. Doch als er ins Wohnzimmer kam sah er dass Andrea nicht allein war. Kim Krüger saß auf der Couch und sah ihn an. Erst ganz ernst doch dann platzte das Lachen aus ihr heraus. „Gerkhan, sie sehen zum Schießen aus.“, lachte sie und hatte dabei Tränen in den Augen. „Wieso, passt die Frisur nicht zu meinem Outfit?“, fragte Semir gespielt weiblich. Jetzt konnte sich Andrea auch kaum noch halten und prustete los vor Lachen. So hatte sie ihren Mann noch nie gesehen. „Semir, du solltest damit zum Karneval gehen. Du wärst die Hauptattraktion des Tages.“, lachte sie. Doch jetzt wurde Kim wieder ganz ernst. „Herr Gerkhan, ich habe sie doch unter Hausarrest gestellt, oder irre ich mich da?“ „Ich war ja auch gar nicht draußen. Die Kollegen können bestätigen, dass meine Frau nur kurz zu ihrer Schwangerschaftsgymnastik gefahren ist.“, erwiderte Semir und sah, wie Kim die Mundwinkel zu einem leichten Lächeln verzog. „Gut, dann will ich auch mal nicht so sein und ihnen sagen, was ich erfahren konnte.“, entgegnete die Kriminalrätin und ließ sich wieder in den Sitz zurück fallen. Semir setzte sich ihr gegenüber, legte Perücke und Kissen ab und wartete gespannt darauf, was für Neuigkeiten Kim für ihn hatte. Vielleicht konnte sie ihm ja sagen, was die Kollegen wussten.
Andrea!! nicht aufgeben. Semir wird sich wieder erinnern..nicht aufgeben...ihr schafft das.
Mei was musst das hart sein...wenn ein Vater sowas sagt.
Semir verzog das Gesicht als sein Handy klingelte. „Hallo?“ fragte er. „Hier ist Margot…deine Frau und deine Kinder werden mich am Wochenende besuchen…sie wird dich sicher gleich noch anrufen…“ gab Margot durch. „Danke Mama..du hast was gut…..wirklich….ich werde mich sehr erkenntlich zeigen..“ versprach Semir und beendete das Gespräch. Ben sah ihn an. „und?“ wollte er wissen. „Hat geklappt…Andrea wird mir heute sicher sagen, dass sie zu ihrer Mutter fährt und sich dort ein paar Tage entspannen will…“ lachte Semir. „Na….das ist ja eine tolle Ansage. Du weißt schon das wenn sie weiß das du die Fäden gesponnen hast, du dann mindestens zwei Wochen auf der Couch schlafen kannst oder?“ grinste Ben. Er fuhr auf den Parkplatz der PAST. „Na hör mal….sie ist meine Frau…ich bin der Mann im Hause und was ich sage wird getan!“ behauptete Semir empört. Ben lachte auf und öffnete die Tür. „Das klingt sehr gut…weiß Andrea auch etwas davon was du versuchst mir zu verklickern?“ wollte Ben wissen und stöhnte im gleichen Augenblick. Semir grinste breit und zog seinen Ellbogen zurück. „Nicht frech werden…“ gab er zurück. „Okay…“ stieß Ben aus. „Ach ja…“ meinte er als er sich von dem Freundschaftsschlag erholt hatte. Du bist am Samstag eingeladen..“ Semir sah ihn an. „Ach echt? Wo denn?“ wollte er wissen. „Bei meinem Onkel. Ich nehme dich mit…“ verkündete Ben. „Okay….kein Ding…bin ja eh allein..“ stimmte Semir zu. Sein Telefon klingelte. „Gerkan…Kripo Autobahn..“ meldete er sich. „Andrea hier…schatz….du wolltest doch, dass ich für ein paar Tage wegfahre oder?“ fragte Andrea. Semir machte den Lautsprecher an und grinste Ben zu. „Ja…aber ich akzeptiere, natürlich wenn du nicht willst…“ meinte Semir gleichgültig. „Ja schon…aber sieh mal…Mama hat angerufen…sie fühlt sich nicht so gut….sie ist einsam weil Papa tot ist und….ich dachte…wenn ich weg muss, dann kann ich ja auch zu ihr fahren. Sie freut sich schon auf die Kinder. Ich dachte mir, ich könnte ja noch zwei Wochen fahren und..“ erklärte Andrea. Semir schluckte leicht. „Das ist doch viel zu lang…“ beklagte er sich gespielt. „Du…wenn ich wegfahre dann soll es sich auch lohnen…“ meinte Andrea nur. „Also gut….ist okay….aber heute Nachmittag fahren Ben und ich noch mit Ayda zum Ponyhof. Er hat ihr tatsächlich ein Pony gekauft….eines was gerade geboren ist..“ stöhnte Semir. „Alles klar…ich mache sie dann fertig… ich liebe dich…“ gab Andrea zurück und er hörte den Luftkuss. „Ich dich auch….“ hauchte er zurück und legte auf. „Jap!!! Das hat geklappt...“ strahlte er.
Markus Jäger sah seinen Besuch an. „Okay….die Gefahr ist gebannt…ich werde am Wochenende versuchen etwas mehr von meinem Neffen zu erfahren. Dieser Gerkan sagte mir ja nur dass er mit ihm zusammen arbeitet und wie der Zufall es will wird er am Wochenende mit Herrn Gerkan bei uns essen. Maja kocht vorzüglich und ich werde so ein offenes Ohr für alles haben, was die Jungs besprechen wollen…“ gab er bekannt. „Denkst du nicht, dass der Kerl deine Stimme erkennt?“ gab Frank zu bedenken. „Nein…er war so blau, dass er an solche Details sicher nicht denkt. Hast du heraus gefunden was mit dieser Sonja ist?“ wollte er wissen. „Sie steht unter Zeugenschutz oder wie das heißt. Man hat sie in einer Schutzwohnung gebracht und dort wird sie bewacht. Aber ich denke sie weiß gar nichts. Das Risiko ist sehr minimal, dass Volker ihr was erzählt hat…“ meinte Frank nur. „Nun….dann werden wir die nächste Tour machen….und diesmal bitte keine Fehler. Noch mehr Aktion von der Polizei brauchen wir nicht..“ mahnte Markus. „Schon klar…ich habe da bereits einen neuen Wagen samt Fahrer gefunden….diesmal wird nichts schief gehen. Ich werde den Tankwagen selbst präparieren. Und ich dachte daran, dass ich den Tank mit Schlafgas fülle. Sobald die Mädchen drin sind, schlafen sie….und damit können sie dann auch nicht um Hilfe rufen, oder sonst irgendwie die Polizei auf den Hals hetzen..“ lachte Frank. Markus drehte sich um. „Die Mädchen waren bisher nie das Problem. Bisher waren es unsere Leute die Scheiße gebaut haben. Ich habe 80 Anfragen auf die Mädchen…also besorge ich auch 80. Jedes Alter ist gewünscht…wenn sie nicht freiwillig mitkommen, dann mit Gewalt. Und ich warne dich…noch ein Versagen werde ich mit dem Tod bestrafen. Gott ist mein Zeuge!“ fauchte Markus wütend. Frank sah Phillip an, der bisher gar nichts gesagt hatte. „Markus…das ist nicht nötig…wir werden die Mädchen sobald sie in Düsseldorf im Containerhafen entladen werden nach Köln bringen….versprochen…alle werden an ihre neuen Besitzer geliefert…“ versprach Frank erneut.
hab zum glück noch kein Badrian übrig....aber ich denke Ben ist tot...oder er hat seine Gedächtnis verloren, oder er sitzt in der Schei****. Na egal..hauptsache spannend und das ist es....
Lars Weinheimer und Olaf Bräuning saßen noch am späten Abend in ihrem Büro und warteten auf die Ergebnisse der Spurensicherung. Lars hatte seine Familie wieder einmal vertrösten müssen und der geplante Kinobesuch musste erneut verschoben werden. „Man, wie meine Frau das bloß mit mir aushält.“, dachte er laut, während er sein Gesicht in seine Hände vergraben hatte. „Tja, das frage ich mich auch. Sie hat einen weit besseren Mann verdient.“, grinste Olaf. „Witzbold... haben wir schon den abschließenden Bericht der Spurensicherung?“, wollte Lars wissen und spielte mit seinem Flummi auf der Tischplatte herum. Der kleine Gummiball sprang hoch, schnellte an die Decke und landete wieder in der Hand des Kommissars. „Nein, noch nicht... ich denke auch kaum, dass wir heute noch etwas bekommen.“, erwiderte Olaf und schmiss seine Beine auf den Tisch, lehnte sich weit nach hinten. Doch dann klopfte es an der Tür. Jürgen trat herein. „Entschuldigt, dass ich euch habe so lange warten lassen. Hier ist der Bericht.“, meinte er, legte den Ordner vor Lars ab, wünschte eine angenehme Nacht und ging wieder so schnell er gekommen war. Sofort griff sich der Kommissar den Bericht und las ihn sich durch. „Olaf, hör dir das mal an.“, meinte er und begann seinem Kollegen aus dem Bericht vorzulesen.
Semir zuckte zusammen, als sein Handy klingelte. Er sah auf das Display und erkannte Bens Nummer. „Verdammt Ben…..bist du eigentlich völlig durchgedreht?“, fauchte er sofort seinen Kollegen und Partner an. „Semir….hör mir zu…“, fing Ben an. „Nein…du hörst mir zu…weißt du eigentlich in welche Küche du mich gebracht hast? Ich stehe unter Hausarrest und bin suspendiert worden, weil die Knallköpfe von Dienst, Weinheimer und Bräuning, mich als Komplize von Nico halten!!“, unterbrach Semir ihn sofort. „Aber….Semir….hör mir zu!!“, schrie Ben nun zurück. „Was? Willst du mir sagen, dass Nico reingelegt wurde? Willst du mir erklären, dass er dich dazu gezwungen hat ihn zu unterstützen und ihn zur Flucht zu verhelfen?“, wollte Semir wissen. Er atmete heftig, weil er so wütend auf seinen Partner war. „Ja….genau…Nico ist unschuldig. Er wurde ….“, erklärte Ben. „Nein…das ist absurd….die Beweise sprechen eindeutig eine andere Richtung und wenn dir dein Job lieb ist, dann bringst du Nico jetzt sofort zum nächsten Revier. Wenn er wirklich unschuldig ist, dann……wird es auch bewiesen werden… Ben du setzt deinen Job aufs Spiel!“, erklärte Semir nun etwas ruhiger. „Semir….halt die Klappe und hör mir zu. Wir sind in der Villa meines Vaters. Können wir mit deiner Hilfe rechnen oder nicht?“, fauchte Ben ihn an. Semir sah Andrea an und diese schüttelte den Kopf. „Also gut…ich komme. Muss nur sehen, dass ich ungesehen aus dem Haus komme…“, stöhnte Semir und beendete das Gespräch. Mit einem gequälten Lächeln sah er seine Frau an. „Oh Semir…..das geht nicht gut….“, stieß sie aus. „Bitte…Ben glaubt fest an der Unschuld von Nico und ich auch….bekomme ich deinen Wagen?“, bat er sie und sah sie flehend traurig an. Andrea stöhnte. „Wie kann ich bei diesem Blick nein sagen…“, wollte sie von ihm wissen und gab den Autoschlüssel. „Ich bringe ihn dir zurück….versprochen.“, strahlte er. Andrea nickte. „Und wie willst du den Wagen aus der Garage bekommen? Ich vermute mal, dass die Kollegen sicher darauf warten, dass du….versuchst …“, gab sie zu bedenken. „Verdammt…das stimmt….ähm…… hast du noch deine Perücke?“, wollte Semir wissen. „Du meinst die mit den langen Haaren?“, harkte Andrea nach. „Genau die….und ein Kissen…ich werde als du rausgehen…“, grinste er. „Semir…… das klappt nie… du siehst nicht schwanger aus…“, gab sie zu bedenken. Grinsend steckte er sich das Couchkissen unter das T-Shirt. „Also ich finde sieht echt aus.“, lachte er und setzte sich die Perücke auf. Andrea schüttelte nur den Kopf.
Paul und Maik hatten ihren Dienst vor Gerkhans Haus angetreten. Es war später Nachmittag, als Frau Gerkhan das Haus verließ. „Hey… da kündigt sich ja Nachwuchs an. Wieso macht der Kollege dann solch einen Blödsinn. Also, wenn meine Frau schwanger wäre, dann würde ich nur Dienst nach Vorschrift machen…“, erklärte Paul und wies auf die Tür, wo eben eine Frau herauskam. Maik nickte nur. „Ja du….aber was würdest du tun, wenn dein Kollege oder sogar wie hier dein Dienstpartner in Schwierigkeiten wäre? Was stünde dann an erster Stelle?“, wollte er wissen. „Nichts steht über der Familie…“, kam ganz klar von Paul. Frau Gerkhan fuhr los. „Sollen wir ihr folgen?“ wollte Paul wissen. „Warum? Die geht vermutlich nur zur Vorsorge oder zur Schwangerschaftsgymnastik… Weinheimer reißt uns den Kopf ab, wenn Gerkhan in der Zeit verschwinden. Das kann ja auch eine Falle sein und Gerkhan wartet genau darauf, dass wir uns an seine Frau hängen. Nee…wir bleiben hier stehen…“, schwor Maik. Paul nickte. „Wie du willst…“, murmelte er. Die Stunden vergingen extrem langsam und die Langeweile machte sich im Streifenwagen breit.
„Hey…ich glaub drüben beim Konrad ist jemand eingebrochen…“, murmelte Hans Georg Reuschner. „Wie kommst du denn darauf…?“, wollte Irmgard wissen und strickte weiter. „Weil Licht im Haus ist. Du weißt doch, dass Konrad in England ist….“, gab Hans Georg zu bedenken. „Na…vielleicht ist die Putzfrau dort, oder Ben…oder Julia…“, vermutete Irmgard. Ihr Mann war begeisterter Krimileser und er vermutete hinter vielen Dingen ein Verbrechen. „Egal…ich rufe die Polizei an… und wenn die umsonst raus kommen….dafür werden sie schließlich bezahlt…“, knurrte er und wählte bereits die Notrufnummer. Er erzählte den Beamten am anderen Ende der Leitung, was er gesehen hatte und diese wollten sofort nach dem Rechten schauen, versicherten sie dem Rentner. Dankend legte dieser auf. „So... jetzt wollen wir doch mal sehen, wer sich dort in der Villa versteckt.“, meinte er und lauerte wie ein Luchs am Fenster, wartete auf dem Eintreffen der Polizei. „Hans Georg, willst du etwa dort die ganze Zeit sitzen?“, fragte seine Frau mit hoher Stimme. „Warum denn nicht? Passiert doch endlich mal was...“, meinte der Mann kleinlaut. „Wenn du da jetzt sitzen bleibst und nicht zum Abendessen her kommst, dann red ich kein Wort mehr mit dir.“ „Wirklich?“, fragte er und wirkte dabei erfreut. Endlich, dachte er, dann kann ich wenigstens in Ruhe meine Zeitung lesen. Er bekam nur ein Knurren seiner Frau als Antwort. „Komm jetzt her.“, forderte sie mit Nachdruck und sah ihren Mann scharf an. „Komm ja schon.“, kam es leise von ihm und mit eingeknickten Ohren ging er zu seiner Frau, setzte sich zu ihr an den Tisch und fing an, das aufgetischte Abendbrot zu essen.
Auf dem Weg zur PAST besprachen Semir und Ben noch einmal den Fall. „Hast du Lukas gestern noch gesehen?“ wollte Semir wissen. „Nein….er hatte noch einen Termin bei seinem Vorgesetzten, der wohl länger dauerte. Was wollten die Kerle genau von dir wissen?“ harkte Ben nach. „Den Inhalt der Frage weiß ich nicht mehr…Ich war in der Wohnung und habe bemerkt, dass schon vor mir jemand dort war….ich bin trotzdem rein und konnte niemanden entdecken….einer der Kerle hat mich dann überwältigt. Ich hab mich gewehrt und dann mischte ein zweiter mit….danach hörte ich drei Stimmen. Ich bemerkte wie mir die Hände gefesselt wurden und dann hat man mich auf einem Stuhl gesetzt. Dann fing einer der Kerle an mir Fragen zu stellen. Er wühlte meinen Ausweis heraus. Die Kerle wissen wo ich wohne und damit sind Andrea und die Kinder in Gefahr..“ stieß Semir aus. „Darum kümmern wir uns auch…wir stellen zwei Zivilstreifen vor die Tür…“ gab Ben bekannt. Semir nickte. „Was ist dann passiert?“ harkte Ben weiter nach. „Ich habe zuerst geschwiegen und machte mich darauf bereit Schläge zu spüren, doch der Typ der das Wort übernommen hatte schien es gar nicht zu wollen. Stattdessen pressten sie mir eine Flasche in den Mund. Ein anderer hielt mir die Nase zu und…ich musste schlucken….ich konnte nichts anderes tun..“ erklärte Semir weiter. Es hörte sich fast entschuldigend an. „Du bist aber sicher, dass du nichts weiter erzählt hast oder?“ harkte Ben nach. „Ich denke schon….ich meine…ich weiß ja eigentlich nicht viel und das war wohl das Glück…“ gab Semir zurück. „Wenn man das so betrachtet ja. Ich habe übrigens am Wochenende ein Attentat auf dich vor…ich würde sagen, das wir Andrea und die Kinder zu den Eltern schicken….da sind sie sicher und vielleicht solltest du mit deiner Schwiegermutter sprechen…sie könnte einen Grund finden, das Andrea quasi von selbst dort hin fährt….“ Schlug Ben vor. Semir sah ihn an. „Du hast Recht…..seit mein Schwiegervater tot ist, verfällt sie immer mehr in Depressionen und könnte sicher Abwechslung gebrauchen….“ nickte Semir und griff zu seinem Handy. Er wählte seine Schwiegermutter an.
Margot Schäfer zuckte zusammen als ihr Telefon klingelte. „Schäfer..“ meldete sie sich. „Hallo Mama..hier ist Semir..“ hörte sie ihren Schwiegersohn. „Was ist passiert?“ fragte sie kurz und knapp. „Nichts …wirklich. Warum muss denn immer was passiert sein, wenn ich dich anrufe?“ harkte Semir nach. „Weil ich dich kenne Semir. Du hast meistens einen wichtigen Grund wenn du mich anrufst. Ist Andrea krank und ich soll auf die Kinder aufpassen? Oder ist eines der Kinder krank?“ harkte Margot nach. „Nein….nein….aber du hast Recht…hör mal…ich arbeite an einem ziemlich schweren Fall. Es geht um Menschenhandel und…“ fing Semir an zu erzählen. „Ach…und nun lass mich raten. Du hast dich schnappen lassen….Andrea und die Kinder sind in Gefahr und ich soll nun wieder Aufpasser für sie spielen?“ harkte Margot nach. „Nein..ja…also….würdest du es tun?“ kam etwas kleinlaut von Semir. „Für wie lange?“ wollte Margot wissen. „Ich hoffe nur für eine Woche. Aber Andrea will nicht….und ich weiß nicht wie ich sie dazu bekomme, doch zu fahren…ich will sie keine Gefahr aussetzen…verstehst du..?“ stellte Semir die Gegenfrage. „Oh….ich denke wenn ich ihr die supertraurige Witwe spiele wird sie schnell zu mir kommen…darauf spielst du doch an oder?“ lachte Margot. „Nun ja…also…ich würde mich wohler fühlen, wenn du es schaffst….“ erklärte Semir. „Ich werde es tun…aber nur, weil ich dich verdammt gern habe und nicht möchte, das meine Tochter oder meine Enkelinnen etwas passiert. Überlass es mir…. und du pass auf dich auf...“ befahl Margot. Sie legte auf um direkt danach Andreas Nummer zu wählen. „Gerkan…“ hörte sie die ihre Tochter sagen. „Hallo Andrea…hier ist Mama…..“ fing Margot an zu weinen. „Mama…was ist denn passiert?“ wollte Andrea wissen „ich bin so einsam…..ich vermisste Papa und…dich…und die Kinder…aber ich kann ja nicht weg hier…“ klagte Margot und legte alle Überzeugungskraft in die Worte. „Pass auf…dann könnte ich zu dir kommen…mit den Kindern. Aber erst am Samstag…so lange musst du es noch aushalten….ich muss Semir erst mal fragen….“ gab Andrea sofort zurück. „Das ist lieb….es sind ja nur noch morgen und dann ….ich freue mich so auf euch…“ gab Margot zurück und verabschiedete sich von ihrer Tochter.
Den Hass auf seinen Vater kann ich gut verstehen. Ich hätte dem Alten auch ein Messer ins Herz gerammt. nur sollte er dafür einen richten zeitpunkt wählen...wenn der Arsch schläft
hörm mal.... wie wäre es wenn du Susanne und auch uns erlöst???? Was ist mit BEN??? ![]()
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sehr gut geschrieben
Ben brachte den Laptop in die KTU und gab sie Hartmut. ER sah auf das zerstörte Gerät. „Haltet ihr mich hier für einen Wunderheiler? Da ist nichts mehr zu machen. Absolut nicht. Da ist alles kaputt was nur kaputt zu machen ist. Sorry….aber zaubern kann ich nicht.“ erklärte Hartmut. Ben stöhnte auf. Er fuhr zurück zur PAST wo ihn alle auf Semir ansprachen. „Semir hat sich nicht wohl gefühlt und ich habe ihn nach Hause gebracht. Er scheint sich was eingefangen zu haben..“ log er. Alle glaubten ihm. Er ging in sein Büro und fand den Zettel mit dem Hinweis dass er Markus Jäger anrufen sollte. Darunter stand die Nummer. Ben dachte kurz nach. Das konnte doch eigentlich nicht sein…Markus hatte sich schon ewig nicht mehr gemeldet. Ben dachte kurz nach und wählte dann die Nummer. Es meldete sich eine dunkle Stimme. „Hallo hier ist Ben…“ sagte er. „Ben….das ist schön, das du dich meldest….ich wollte dich fragen, ob du und ich nicht mal wieder was zusammen machen sollten….ein Essen oder so…?“ hörte er seinen Onkel fragen. „Klar…wir hatten doch sonst auch immer ein gutes Verhältnis. Ich komme gern…..“ gab er zurück. „Darf ich Freunde mitbringen…?“ hängte er an. „Freunde? Klar..warum denn nicht…an wen hast du gedacht?“ wollte Markus wissen. „Meinen Partner…“ sagte Ben. „Deinen Partner? Ben…ist das was, womit ich nicht gerechnet habe?“ harkte Markus nach. „Nein..nein…nicht so eine Art Partner…mein Dienstpartner…also der Mann mit dem ich den Dienst verrichte….also ein Polizist…genau wie ich..“ stammelte Ben entschuldigend. „Ach so…ja sicher darfst du….“ lachte Markus. „Schön … wann?“ wollte Ben wissen. „Sagen wir am Wochenende?“ schlug Markus vor. „Gern….am Samstag…um zwei?“ legte Ben fest. „Sehr gern…..ich freu mich auf die Aussprache mit dir..“ gab Markus zurück. „Aussprache? Hätten wir was auszusprechen?“ lachte Ben nur und verabschiedete sich von seinem Onkel. Ben sah auf die Uhr. Es war gerade fünf. Eigentlich wollte er ja mit Semir und Ayda zum Pferdehof fahren, wo das Pony von Ayda zur Welt kommen sollte, doch Semir lag völlig betrunken im Bett und schlief seinen Rausch aus, der ihm unfreiwillig verpasst wurde. Noch einmal griff er zum Telefon und rief auf dem Ponyhof an. „Herr Jäger….schön das Sie sich melden…die Geburt scheint sich zu verschieben. Der Tierarzt meint es dauert sicher noch ein oder zwei Tage, bis das Pony zur Welt kommt. Ich werde Sie informieren, wenn ich es genau weiß…“ hörte er die freundliche Stimme des Pferdewirts. „Danke…das ist sehr nett...“ gab Ben zurück und legte auf. „Da hast du aber noch mal Glück gehabt Semir Gerkan….sehr viel Glück...“ schmunzelte er. Er machte gegen sechs Feierabend und fuhr nach Hause.
Semir wachte am nächsten Morgen auf und spürte als erstes das sein Kopf hämmerte. „Ohhhh….“ machte er leise und stand auf. Alles drehte sich. „Na wieder nüchtern?“ wollte Andrea von ihm wissen. „Was? Wieso?“ fragte Semir und dann kam die Erinnerung. „Verdammt….diese Schweine...Andrea..ich habe es nicht freiwillig getan…ich…man hat mich gezwungen wirklich…“ entschuldigte er sich. „Ben hat mir alles erzählt…..“ gab Andrea von sich. „Er war doch gar nicht dabei...die Kerle haben mich überwältigt und….oh…mein Kopf..“ stöhnte Semir leise. „Ich hole dir ein Aspirin…du warst ganz schön voll gestern…“ gab Andrea zurück. „Wer hat mich hergebracht?“ wollte Semir wissen. „Ben…er hat dich in der Wohnung gefunden. Du warst noch gefesselt und…er sagte mir, dass du ihm sagtest, dass du nichts verraten hast. Was hättest du verraten können?“ harkte Andrea nach. „Die…die haben mich gefragt, was ich von dem Fall weiß, den Ben, Lukas und ich bearbeiten. Sie wollten wissen was wir herausgefunden haben….aber ich weiß ja so gut wie nichts. Und dann haben sie mich bedroht….wenn ich nicht aufhöre zu schnüffeln, dann werden sie es mir zeigen…Andrea…die Kerle schienen eine Menge von mir zu wissen. Sogar das ich Familie habe…“ kam nun von Semir. Andrea sah ihn an. „Oh nein….Semir….nein..nicht schon wieder. Sag nicht, ich soll mich mit den Kindern verstecken...das kommt gar nicht in die Tüte!“ fauchte Andrea sofort. „Es wären doch nur für ein paar Tage…du könntest sicher bei Nicole wohnen….sie hat doch auch Kinder und Lukas Kollegen passen dort auf euch auf…die Mädchen hätten Spielkameraden und ihr schützt euch gegenseitig…und ihr könnt besser auf die Kinder achten…“ flehte Semir regelrecht. Er dachte wieder an seine Träume. Doch bevor Andrea was sagen konnte, klingelte es an der Tür. „Das wird Ben sein…er wollten zum Frühstück kommen und nach dir sehen…“erklärte Andrea und ging zur Tür. Nur wenig später stand Ben in der Schlafzimmertür. „Na…alles okay wieder?“ wollte er von Semir wissen. „Soweit schon….nur der Schädel dröhnt. Ben….diese Kerle haben mich überrascht und dann abgefüllt…sie wollten wissen wie unser Ermittlungsstand ist..wenn ich mich nicht irre“ erzählte Semir. „Du kannst dich an die Kerle erinnern? Was für Fragen haben sie dir gestellt? Hast du die Gesichter gesehen, kannst du dich daran erinnern?“ harkte Ben sofort nach. „Nein…sie waren alle maskiert, aber die Stimmen die haben sich in mein Hirn gefressen…die werde ich nie vergessen…“ knurrte Semir wütend. „Wie viele waren es?“ fragte Ben. „Drei oder vier…ich weiß es nicht genau…“ gab Semir zu.
oh...was sag ich..nur leicht verletzt..mist das Herz verfehlt...na einmal ist keinmal und was nicht ist, kann ja noch werden....oder Chirs? Irgendwie hab ich eine Ahnung das diese nicht das einzige ist was Ben passiert.
Und Semir weigert sich...war ja wohl klar....wer braucht schon einen Psychodoc....
Hallo Danara...
der Teil heute ist der von gestern.....:(
Erbost sah Kim zu Semir. „Was sehen sie mich so böse an? Denken sie, ich hab ihn in der Hosentasche?“, fauchte der Hauptkommissar seine Chefin an. Andrea merkte sofort, dass die Sache mit dem Wagen mal wieder das Fass bei Kim Krüger zum Überlaufen gebracht hatte. Ansonsten würden sich die Beiden nicht so angiften. „Er ist hier und es würde besser für ihn sein, er würde sich sofort zeigen oder ich lasse die Kollegen nach ihm suchen.“, meinte Kim laut und drehte sich dabei immer wieder zu Semir um, während sie die einzelnen Räume im Erdgeschoss abschritt. Dann blieb sie vor der Kellertür stehen. Einen Moment lang lauschte sie nur. „Wo geht es da hin?“, wollte sie dann wissen und umfasste die Klinke mit ihrer rechten Hand. Andrea sah erschrocken auf Kims Hand, die sich immer weiter senkte, das Gewicht drückte auf den Türöffner. Irgendwann war Kim im Keller. Die Frage war nun, ob Ben und Nico wussten, dass in wenigen Sekunden das Unheil über sie hineinbrechen würde. „Semir...“, flüsterte Andrea ihrem Mann ins Ohr. „Ben und Nico sind da unten.“ erschrocken blickte er sich um, sah Andrea genau in die Augen. Sie nickte bestätigend auf seinen fragenden Blick hin. „Ähhh Frau Krüger, gehen sie da lieber nicht hinein. Der Keller ist ziemlich chaotisch und außerdem furchtbar dreckig.“, versuchte Semir seine Chefin abzulenken. „Herr Gerkhan, sie sollten sich meinetwegen keine Sorgen machen.“, fauchte sie und stieß die Tür auf. Fauchend rannte ihr ein ziemlich dicker Kater durch die Füße. „Felix... da steckst du also?“, meinte Andrea und hob den Stubentiger hoch, der sofort in ihren Armen zu schnurren anfing. „Ich such dich schon überall.“ Kim sah Frau Gerkhan und den Kater nur missmutig an. Dann ging sie die Kellertreppe hinunter.
Ben und Nico hatten gehört, wie sich oben ein großes, gefährliches Gewitter à la Kim Krüger zusammenbraute. „Was nun?“, zischte Nico seinen Freund an. „Wir sitzen in der Falle. Wenn die uns hier findet, dann...“ „Nico, halt die Klappe und lass mich nachdenken.“, fauchte Ben und sah sich um. Das große Kellerfenster... das war ihre einzige Chance vor der wütenden Furie Krüger zu entfliehen und irgendwie zu verschwinden. „Los, Räuberleiter und dann raus.“, meinte Ben und schob Nico zum Kellerfenster hinauf. Wie eine schmiegsame Katze schlüpfte der Deutschitaliener durch die Öffnung, zog dann Ben hinter sich her. „Okay, und was nun?“, wollte Bens Freund wissen. Dieser suchte seine sämtlichen Taschen ab. „Verdammt, ich hab meine Schlüssel auf dem Tisch liegen lassen.“, kam es von Ben. „Wie sollen wir jetzt hier wegkommen?“, kam es sofort von Nico. „Ruhig...“, knurrte Ben nur. Dann kam ihm die Idee. Hoffentlich war die Terrassentür nur angelehnt, dachte er, während er sich um das Haus schlich, vorsichtig die Terrassentür, die wirklich offen war, ein kleines Stück zur Seite schob, so, dass er durch passte. Im Entengang lief er zum Tisch und nahm unbemerkt seine Schlüssel an sich. Schnell war er wieder aus dem Haus verschwunden und ging mit seinem Freund auf der Flucht nach vorne zu seinem Wagen. „Vorsicht.... schnell in Deckung.“, stieß Ben auf einmal aus und warf Nico förmlich in die große Hecke von Gerkhans. Er selbst warf sich auf den Boden und lugte kurz hoch. Ein Streifenwagen parkte genau auf der anderen Straßenseite und direkt hinter Bens Mercedes. Verdammt, warum waren sie nur nicht zu seinem Vater gefahren? Da war jetzt sowieso keiner, da sich Papa Konrad zurzeit in England befand und sich dort nach einer passenden Immobilie umsah. „Wie sollen wir jetzt hier weg kommen?“, hörte Ben nur von Nico. Ben grübelte intensiv nach. Er musste eine Möglichkeit finden.
Olaf Bräuning und Lars Weinheimer saßen im Büro und warteten auf die Erkennungsbefunde der Leiche. Noch immer hatte die junge Frau keinen Namen. Doch das änderte sich in den nächsten Minuten. „Jungs, hier ist unser Opfer.“, meinte ein Beamter und brachte eine Akte sowie einen in einen Beutel eingepackten Personalausweis ins Büro mit, legte alles fein säuberlich vor Lars hin. Dieser sah den blau uniformierten Beamten an. „Wo hat man den denn gefunden? Doch nicht etwa bei der Leiche, oder?“, wollte er wissen. Der Beamte, der schon wieder gehen wollte, drehte sich um und lächelte kurz. „Nein, die Spusi hat ihn etwa fünfzig Meter weiter weg von der Leiche entdeckt. Daneben auch einige Wertgegenstände...“, erwiderte er. „Gianna La Rocca…das war doch die Frau, die Fiancelli entlastet hat. Was soll das denn geben?“, fragte Lars nachdenklich. „Vielleicht wollte sie ein Dankeschön haben und er hat es dann halt so gezahlt. Und weißt du auch warum? Weil er doch der Mörder war. Diese La Rocca hat vermutlich gedacht sich so bei ihm einzuschmeicheln…oder aber die haben gemeinsame Sache gemacht. Und nun wurde sie gierig und er hat sie umgebracht. Klar…das ist doch glasklar.“, meinte Olaf nur. „Du suchst dir den einfachsten Weg. Nein…irgendwas stimmt da nicht. Irgendwas ist faul….und ich werde auch noch dahinter kommen…das schwöre ich dir. Mit einem Weinheimer spielt man keine faulen Spiele…“, knurrte Lars leise.