Beiträge von Elvira

    So hier ist das kallorienarme aber spannende Abendessen;

    „Susanne! Ich muss wissen wo Semir und Ben sich befinden….wir brauchen eine Ortung des Funks!“ befahl Lukas als er in die PAST kam. Susanne sah ihn an. „Was ist passiert?“ wollte sie wissen. „Wir konnten die Bande dingfest machen…aber Semir und Ben wollten zu einem Schrottplatz in Nippes fahren. Ich weiß nicht welcher dort ist...“ erklärte Lukas hektisch. „Okay….in Nippes gibt es drei…das hatte ich Semir schon über Funk mitgeteilt. „Einer ist an der Neusser Straße, ein weiterer in der Namibiastraße und der Dritte ist in der Charlottenstraße…“ kam von Susanne. „Dann besorge mir ein Team vom SEK…und mindestens vier Kollegen die mit mir die Plätze abfahren!“ befahl Lukas. In diesem Augenblick kam auch Kim aus ihrem Büro. „Wo sind Gerkan und Jäger?“ wollte sie wissen. „Das weiß ich nicht genau…vermutlich in Nippes…“ erklärte Lukas. „Warum?“ harkte sie nach. „Dort soll ein Schrottplatz sein, wo die Mädchen hingebracht worden sind. Die Mädchen sind befreit und die Bande festgenommen. Aber von Semir und Ben fehlt jede Spur. Einer der Mistkerle hatte Semirs Handy bei sich…also befinden sich die Beiden in Gefahr…“ erklärte Lukas im Telegrammstil. Kim nickte. „SEK informieren…Herzberger, Bonrath, Müller und Maier fahren mit raus! Ich fahre mit Ihnen Herr Springer!“ kamen knapp die Befehle und schon waren alle sechs unterwegs. Dieter und Hotte nahmen sich das Gelände an der Neusserstraße vor während Müller und Maier zur Namibiastraße fuhren. Für Kim und Lukas blieb nur die Charlottenstraße. Sie kamen eine knappe Stunde später an. Es ging bereits auf Mitternacht zu. Über Funk erfuhren sie, dass die ersten Plätze negativ waren. „Dann kommen Sie zur Charlottenstraße!“ befahl Kim. Sie sah Lukas an. „Ich hoffe die Beiden sind nicht verletzt…“ sagte sie leise. Lukas nickte nur. Er hegte diesen Wunsch natürlich auch.

    Semir wachte auf, weil er fror. „Ben?“ fragte er erneut. „Ich bin hier..“ kam von seinem Freund zurück. „Wie spät ist es?“ wollte Semir wissen. „Gleich Mitternacht….ich habe Hunger, ich friere und will nur nach Hause..“ klagte Ben. „Hast..hast du versucht…die Tür …zu öffnen?“ fragte Semir mit schwacher Stimme. Aber sie klang schon stärker als am Mittag und es schien ihm besser zu gehen, da er sich wieder als Schlauer hinstellte. „Klar hab ich….aber die haben mir alles abgenommen…und die Kleine hat auch nichts bei sich..“ kam von Ben. „Welche Kleine?“ fragte Semir. Noch immer hatte er das Mädchen nicht gesehen. „Deine Lebensretterin. Ich weiß nicht was sie getan hat, aber sie hat dir die Kugel rausgeholt und die Blutung gestoppt. Doch sie spricht unsere Sprache nicht und ich verstehe nicht was sie sagt…“ erklärte Ben. „Wie geht es dir?“ harkte er nach. „Ich fühle mich schwach, mir ist kalt aber ich habe keine Schmerzen…“ gab Semir zu. „BEN? SEMIR?“ hörten sie plötzlich rufen. Das Mädchen was eben noch starr in der Ecke saß zuckte zusammen. „Ni vizuri!!“ gab sie von sich und sprang auf. „Was heißt das?“ wollte Semir wissen. „Keine Ahnung..aber man hat uns gefunden.“ strahlte Ben. „HIER!!“ rief er deshalb zurück. Nur wenig später standen Kim und Lukas vor dem Käfig. „Semir? Verdammt…sind Sie schwer verletzt?“ kam erschrocken von Kim, als sie das ganze getrocknete Blut sah. „Hab schon schlimmeres mitgemacht...“ kam von dem Deutschtürken. Lukas öffnete die kurzerhand mit einem Schuss aufs Schloss. Sofort kam Ben heraus. Semir musste auf den Notarzt warten. Ben sah das schwarze Mädchen an. „Komm…“ sagte er sanft. Doch das Mädchen regte sich nicht. „Hey…komm….komm..es ist alles gut…“ versuchte er. Doch es kam immer noch nicht. Ben ging wieder rein und hockte sich vor dem Mädchen hin. „ähm…..Ni vizuri?…“ fragte er leise und strich ihr sanft durch das Gesicht. „Ni vizuri..“ wiederholte das Mädchen. Ben lächelte und nickte. Er zog sie auf die Beine und legte den Arm um sie. Dann gingen sie gemeinsam raus.

    Die Zeit verging. Lukas wartete darauf endlich zuzuschlagen. Gegen acht am Abend hörte er dann mehrere Fahrzeuge kommen. „Es geht los!“ gab er über Funk durch. „alles auf Position...“ kam zur Antwort zurück. „Keiner greift ein, bevor ich den Befehl dazu gebe. Wir werden sobald alle drin sind, zuschlagen!“ befahl Lukas. Von vielen Stimmen kam ein „Okay!“ oder ein „Verstanden“. „So und nun trete ich euch mit Anlauf in den Arsch…“ versprach Lukas. Er nahm das Fernglas und sah hindurch. Mehrere Männer zerrten aus zwei LKWs die Mädchen auf die Straße und scheuchten die verängstigten fast kindlichen Frauen in den Club. „Du verdammter Mistkerl...“ stieß Lukas wütend aus. Am liebsten wäre er jetzt schon runter gerannt und hätte dem Kerl, der nur wenige Meter von ihm entfernt die Mädchen an die Brüste oder in den Schritt fasste, die Fresse poliert. Er hielt sich zurück. Dann endlich waren alle im Club. „Okay….umstellt das Gebäude!“ befahl Lukas. Das SEK führte den Befehl aus. Die Männer verteilten sich rund um das Lokal wo es die Möglichkeit gab zu fliehen. „ Er fängt an zu versteigern...“ hörte er von drinnen. „Okay… ZUGRIFF!!“ stieß Lukas aus und sprang auf. Er rannte mit gezogener Waffe in den Club und schrie: „Polizei!! Keiner bewegt sich!!“ Die Männer die eben noch so brutal mit den Mädchen umgegangen waren, sahen sich gehetzt um, doch im Angesicht der vielen Waffen die auf sie gerichtet waren, erstarb jede Gegenwehr. Lukas ging zu dem Mann, den er bereits von Bildern kannte. „Markus Jäger…ich verhafte Sie wegen Menschenhandel in mehreren Fällen, wegen Schleuserei in mehreren Fällen und wegen Vergewaltigung Minderjähriger…Ich mache darauf aufmerksam…“ leierte Lukas die Formel runter und ließ die Männer abführen. Für die Mädchen, die in der Sklaverei ihr Leben verbringen sollte, war das Martyrium zu ende. Lukas wählte Semir an. Doch dieser meldete sich nicht. Stattdessen hörte er, dass das Handy von Semir sich hier im Raum befand. Verwundert sah er sich um. Einer der SEK-Beamte ging dem Klingelton nach und holte es aus der Hostentasche eines der Verhafteten. „wo ist mein Kollege?“ fragte Lukas wütend. Doch es kam keine Antwort.

    Semir kam langsam wieder zu sich. Er spürte dass etwas anders war. Keine Schmerzen…war er schon tot? „Ben?“ fragte er schwach. „Semir..Partner….Gott sei Dank…“ stieß sein Freund aus. „Mir ist so warm…etwas stimmt nicht...“ stöhnte Semir. „Du hast verdammt viel Blut verloren. Aber die Blutung ist gestoppt und die Kugel ist auch raus…dank unserer kleinen Freundin dort.“ lächelte Ben. „Welche Freundin?“ wollte Semir wissen. „Rede nicht so viel…ich erkläre es dir später….Lukas dürfte nun zugeschlagen haben und damit werden wir sicher gleich auch befreit werden.“ „mir ist heiß…“ kam erneut von Semir. Ben fühlte seine Stirn. „Du hast Fieber…bleib einfach ruhig liegen. Bewege dich nicht zu viel und versuch zu schlafen.“ bat Ben. Er zog seine Jacke aus und legte sie unter Semirs Kopf. „Danke Partner…“ kam von ihm. Nur wenig später war Semir wieder am schlafen. Das Mädchen kam erneut zu ihm und fing das Summen wieder an. Ben sah ihm zu. „Was machst du da?“ versuchte er mit dem Mädchen zu kommunizieren. „Moto ni moto ndani yake. Yeye mahitaji ya kunywa ... yeye mahitaji ya kunywa. utakuwa faini. matumaini yangu…“ antwortete das Mädchen. Doch Ben verstand nichts von dem was das Kind sagte. „Ich verstehe dich nicht…kannst du deutsch sprechen? Do you speak english? Parlez-vous français?“ versuchte Ben in den Sprachen die er gelernt hatte. „utakuwa faini. matumaini yangu..“ wiederholte das Mädchen und lächelte. Ben gab es auf. Das Mädchen verstand nichts von dem was er sagte und umgekehrt. Er konnte nur auf Hilfe von außen hoffen. Doch wie lange sollte diese noch auf sich warten lassen? Semir musste möglichst schnell ins Krankenhaus. Wer weiß was das Mädchen mit ihm angestellt hatte? Vielleicht waren ja auch innere Organe verletzt und Semir verblutete innerlich. „Ni vizuri..“ wiederholte das Mädchen und setzte sich zurück in die Ecke. Ben lächelte unsicher. Er hatte keine Ahnung von dem was das Mädchen tat, aber es schien zu helfen. Semir wurde ruhiger. “Eines Tages werde ich dich sicher verstehen…” versprach er. Doch langsam kam ein weiteres Problem auf. Ben spürte dass er Hunger bekam. Und Semir musste unbedingt was trinken. Hier war nichts. Man hatte ihnen nichts dagelassen.

    Semir versuchte die Augen offen zu halten. Doch immer wiederfielen sie zu. Er spürte dass sein Ende kam. Eine Weile hielt er die Schmerzen aus, doch er sah auch, dass er zu viel Blut verlor. „Ben…?“ fragte er leise. „Ich bin hier…alles wird gut...Semir…halt nur durch…halt durch...hörst du...du hast es mir versprochen. Und Versprechen bricht man nicht!“ hörte er Ben wie durch Watte sprechen. „Ich kann nicht mehr…ich sehe ein Licht…es ist…wunderschön…es ruft mich…“ kam leise von Semir. „Nein...Semir geh nicht hin, bleib hier...das Licht ist böse...bleib bei mir...denk an Andrea und die Kinder...lass sie nicht allein... bleib hier...“ flehte Ben regelrecht. „Sag... Andrea.... das...das...ich sie...geliebt habe... ich... will nicht... das... das... sie... allein... bleibt...“ Semirs Stimme wurde immer schwächer. „Semir...hör doch...da kommt jemand... vielleicht ist es das SEK...halt durch...die holen uns hier raus und dann .....du schaffst es...du bist doch ein Kämpfer...gib nicht auf...bitte...bleib bei mir!“ schrie Ben. Semirs Kopf kippte zur Seite. „HILFE!!! HELFT MIR DOCH!!“ schrie er verzweifelt. Er zuckte zusammen als eine Hand auf seine Schulter gelegt wurde. Als er seinen Blick in die Richtung wandte sah er in das zarte Gesicht eines dunkelhäutigen Mädchens. Es lächelte ihn an und zog ihn von Semir weg. Ben war so irritiert, dass er es geschehen ließ. Dann beobachtete er das Mädchen. Sie strich über Semirs Wunde und summte dabei ein sonderbares Lied. Es hörte sich beruhigend an doch was dann geschah schien für Ben unwahr. Er sah wie die kleine Hand in die Wunde verschwand und nur kurz darauf wieder zum Vorschein kam. In den kleinen Fingern glitzerte dass Silber der Kugel. Ben saß da und schaute zu. Er wusste in diesem Augenblick nicht, ob er träumte oder ob er wirklich sah, was das Mädchen tat. „Mimi kumwokoa. Hiyo ni sawa ... ni sawa“ erklärte sie. Ben sah sie an. Er verstand kein Wort von dem was sie sagte. „Ich hoffe du weißt was du tust“ stieß er aus. Das Mädchen summte und legte Semir ein Blatt auf den Bauch, welches sie unter ihrem halb zerrissenen Shirt hervor holte. „Was tust du mit ihm?“ fragte er. “Mimi kumsaidia. Unahitaji hawana hofu. Mimi kumwokoa” sagte das Mädchen. „Was heißt das? Was tust du da? Lass ihn!“ wiederholte Ben. Das Mädchen sah ihn an. Lächelte und machte mit dem was sie dort tat unbeirrt weiter. Dann ging es wieder in die Ecke und hockte sich hin. „Ni visuri…Yeye kuishi kinachostahili“ gab sie von sich und lächelte.

    Markus kam mit seinen Männern noch einmal zurück. Er befahl den Leuten, die Mädchen auf die LKWs zu laden. Er kam zum Käfig von Semir und Ben. „Das war es…hier trennen sich unsere Wege. Dein Freund wird es sicher bald überstanden haben. Oder aber ich mache es schnell und jage ihn eine Kugel in den Schädel. Du kannst wählen….“ lächelte er Ben kalt an. „Was ist nur aus dir geworden? Ich spüre nur Verachtung für dich Markus…verschwinde und versteck dich sehr gut...ich werde dich ab sofort jagen und ich werde dich sicher finden…es wird keinen Flecken auf der Erde geben wo ich dich nicht finde…das schwöre ich dir…“ stieß Ben verachtend aus. Markus lächelte nur. „Ich wünsche dir viel Spaß…vielleicht nimmst du dir die Kleine da mal vor. Das ist eine richtige Wildkatze…ich hab sie schon gehabt…sie ist gut im Bett. Wild und ungebändigt…aber wenn du ihr zeigst dass du der Herr bist, ist sie ganz klein….“ lachte Markus und drehte sich um. Ben wäre ihm am liebsten angegangen, doch er sah wieder wie Semir zusammen geschossen wurde, als er gegen das Gitter gesprungen war. Doch Markus ging nicht…er drehte sich noch einmal um. „weißt du …eigentlich kann ich dir jetzt auch den wahren Grund nennen, warum ich die kleinen Schokopüppchen aus Afrika hole. Sie sind Dreck…nichts als Dreck. Der Herr sagte mir, ich solle was Gutes tun….für die Menschen…die es verdienen unter seinem Himmel zu leben. Es gibt zwei Sorten von Menschen…die Herrscher und die Sklaven. Schwarze sind es gewohnt in der Sklaverei zu leben. Sie schaffen es nicht sich allein zu ernähren. Was nutzt es da, den Hilfsorganisationen, wenn sie nicht mal wissen, wie Getreide angebaut wird oder wie Viehzucht funktioniert. Sie glauben nicht an Gott…sie haben ihre eigenen Ikonen die sie anbeten….sowas ist nicht würdig unter dem Herrn zu weilen…“ kam verachtend von Markus. Dann ging er wirklich. Ben schüttelte nur den Kopf. Sein Onkel sollte Gott dienen, stattdessen dachte er, er wäre selbst ein Gott, der über Sein und Nichtsein entscheiden durfte. Ben sah zu dem Mädchen was er auf höchstens 15 schätzte. „Ni visuri…“ lächelte sie erneut. „was heißt das?“ fragte er zurück.

    Wie ....das war es jetzt? Die gehen rein, Ben raus und ab ins Krankenhaus zu Semir? Auf das gleiche zimmer natürlich udn schon erinnert sich Semir wer Ben ist...ein Chaot wie er...Lach....also wirklich...Chris du musst noch sehr viel lernen.....(von mir) :D:D:D

    „…sich von Dach stürzte. Der Mann war sofort tot. Die kurz darauf eingetroffene Polizei fand in der Wohnung des Verstorbenen einen Abschiedbrief gefunden. Der Inhalt wird geheim gehalten. Sobald wir weitere Informationen haben werden wir Sie natürlich auf dem Laufenden halten…“, hörte Nico den Sprecher. „Ben….sieh mal…das ist doch Semir und dieser Weinheimer…“, sagte er und wies auf den Fernseher. Ben sah hin. „Tatsächlich…verdammt was ist denn da passiert?“, wollte Ben wissen. „Nun ja…der Typ ist da vom Dach gesprungen…“, erzählte Nico. „Ja…das hab ich auch gehört…ich bin ja nicht taub.“, maulte Ben sofort. „Dann ruf Semir an… der war ja da…“, kam von Nico. „Ja nun beruhige dich mal…..wer weiß was da passiert ist…“, lachte Ben. „Ja, aber vielleicht hat es ja mit mir zu tun…ich meine…vielleicht…“, kam hektisch von Nico. Ben sah ihn an. Bevor er jedoch Semir anrufen konnte, klingelte es an der Tür. Hartmut schlief tief und fest und konnte nicht zur Tür, also ging Ben hin und sah durch den Spion. Vor der Tür standen Semir und Bräuning. Verdammt…was hatte das zu bedeuten. „Ben!! Mach auf!! Es ist alles in Ordnung!!“, hörte er Semir sagen. Ben zog sich die Unterlippe zwischen die Zähne. Dann öffnete er. „Verdammt Semir….der Typ will Nico in den Knast bringen und…“, ging es sofort los. „Beruhige dich Ben….wir sind einen großen Schritt weiter gekommen…Dieser Jürgen aus der KTU ist tot… Er hat sich…“, erklärte Semir. Ben sah ihn an. „… vom Dach gestürzt?“, fragte er sofort. Semir nickte. „Woher weißt du das?“, wollte er wissen. „Im Fernsehen….in den Nachrichten…“, kam von Ben. „Ach so…ja also dieser Jürgen hat die Untersuchungsergebnisse gefälscht. Er hat in einem Abschiedbrief zugegeben die beiden Frauen ermordet zu haben. Damit ist die erdrückende Beweislast von Nico weg…“, meinte Semir. Er sah zu dem Bett, in dem Hartmut lag. „Wie geht es unserem Patienten denn?“, harkte er nach. „Er schläft. Nico hat ihm eine Hühnerbrühe gekocht und seit dem schläft er wie Schneewittchen…“, lachte Ben. Semir sah ihn pikiert an. „Das war Dornröschen.“, berichtigte er seinen Partner. „Woher willst du das denn wissen?“, kam von Ben überrascht. „Weil ich meiner Tochter das Märchen erst kürzlich vorgelesen habe. Schneewittchen ist die Schöne und Dornröschen ist die Schläferin…“, grinste Semir.

    Gianna und Paolo waren mittlerweile wieder Zuhause. „Ach… ab sofort können wir unser Leben genießen…Franziska ist tot…Jürgen nervt nicht mehr…und Nico ist auch aus dem Rennen. Es ist einfach klasse…“, lachte Gianna und prostete Paolo zu. „Ja…du hast Recht… ab sofort genießen wir nur.“, nickte Paolo. Er ließ sich neben ihr fallen und nahm sie in den Arm. „Ich liebe dich…ich hab dich schon immer geliebt. Aber Franziska hat sich als dich ausgegeben… ich konnte euch nicht auseinander halten…“, entschuldigte er sich erneut. „Paolo…ich weiß…meine Schwester wollte dich immer haben, weil ich dich wollte. Nur deshalb hat sie mich an unserem schönsten Tag...oder besser gesagt… an dem Tag, der für uns der Schönste sein sollte, eingesperrt und ist anstatt ich mit dir vor den Altar getreten. Sie hat den Tod verdient…“, fauchte Gianna wütend. Sie ballte die Faust. „Jetzt ist alles vorbei….wir sind zusammen.“, beruhigte Paolo sie. „Ja…ich weiß…die Gedanken daran tun einfach so weh. Ich…ich kann es nicht vergessen. Wenn ich daran denke, dass du mit ihr….?“, kam leise von ihr. „Ich dachte du wärest es gewesen…mach mir bitte keinen Vorwurf…“, gab Paolo leise von sich. „Das tue ich nicht…“, lächelte Gianna. Sie zog ihn an sich heran und küsste ihn innig. „Ich liebe dich…“, gab sie von sich. „Ich dich auch. Komm, wir wollen ein bisschen feiern gehen. Ich weiß ein klasse Restaurant, wo wir hingehen können.“, meinte Paolo und nahm seine Gina bei der Hand und ging mit ihr aus.

    Semir und Olaf standen immer noch in der Wohnung von Hartmut. „Ich... ich bin frei?“, fragte Nico. Seine Stimme schwang vor Glück hin und her. Er konnte das selbst noch gar nicht fassen. Endlich... endlich war dieser Alptraum vorbei. Nun konnte er seine Elena wieder offen und ohne Furcht in die Augen sehen. Endlich durfte er in sein Geschäft zurückgehen und wieder seiner liebsten Beschäftigung nachgehen. „Ja, das sind sie. Ich hoffe, sie nehmen es uns nicht übel, aber die Beweislast sprach eindeutig gegen sie.“, entschuldigte sich Olaf und Nico nickte nur. Dann wandte sich der Stadtkommissar zum Gehen und war verschwunden. Auch Ben fiel ein Stein vom Herzen. „Endlich ist es ausgestanden.“, kam es vom Jungkommissar. Doch sofort drehte sich Semir rum. „Nicht ganz. Du wirst dieses Mal den Bericht schreiben und ihn auch persönlich zur Chefin bringen.“, kam es befehlend von Semir. „Och Semir, muss das sein?“, fragte sein Partner. „Ja, das muss sein.“, grinste der Deutschtürke und ging zur Tür, Ben und Nico folgten ihm.

    „Semir….hey…lass mich sehen…nimm die Hände weg…“ redete Ben auf seinen Kollegen ein, der sich verkrampfte. „Scheiße…“ stöhnte der Deutschtürke. Seine Hände waren voller Blut. Ben besah sich die Wunde. „Verdammt….das sieht nicht gut aus Semir….“ stieß er aus. Die Kugel war in die Seite eingedrungen. Es blutete sehr stark. „Mir ist schlecht…Ben…mir wird schwarz vor den Augen...“ stöhnte Semir. „Nein..Semir…bleib wach...hörst du…bleib wach…“ schrie Ben verzweifelt. Doch Semirs Kopf fiel zur Seite. Ben sah sich verzweifelt um. „Hilfe!!“ stieß er aus. Niemand kam. Die Mädchen in den anderen Käfigen sahen erschrocken zu den Beiden rein. „Markus!! Hilfe!! Bitte….“ flehte er. Sein Onkel kam dazu. „Ben…ich wollte das nicht. Ich habe mich erschrocken….“ Stieß er aus. „Markus….bitte….er muss sofort ins Krankenhaus, sonst verblutet er…“ flehte Ben seinen Onkel an. „Tut mir Leid…das kann ich nicht machen. hier hast du Verbandsmaterial…Semir hat selbst Schuld das es passiert ist. Er hätte es nicht tun dürfen. Er hätte mir niemals über den Weg laufen dürfen…“ gab Markus zurück und drückte Ben ein paar Mullbinden in die Hand. „MARKUS!! NEIN!! BITTE!!“ schrie Ben ihm nach, doch Markus drehte sich nicht mehr um. Ben wandte sich wieder Semir zu. Dieser kam gerade wieder zu sich. „Semir….ich werde dich jetzt verbinden. Ich muss dir einen Druckverband anlegen…bitte….halte durch ja…es kann nicht lange dauern und Lukas wird herkommen…“ versprach Ben. Doch er selbst glaubte nicht daran. Semir stöhnte leise als er ihn hochzog und den Verband anlegte. Es dauerte nicht lange und die Binden waren völlig durchgeblutet. „Semir….halt durch….bleib wach hörst du…“ ermahnte Ben ihn. Semir lächelte fahrig. „Ich…will schlafen…ich bin müde..“ kam leise von ich. „Okay…. Aber nicht für immer…ich werde dich alle fünf Minuten wecken…“ drohte Ben. Er wusste genau, dass wenn Semir nun einschlief die Gefahr bestand, dass er nie wieder aufwachen würde. „Versprich mir, dass du mich nicht allein lässt. Du gibst nicht auf!“ forderte Ben ihn auf. Semir schloss die Augen. Die Schmerzen mussten unerträglich sein. „Ich…verspreche es…dir..“ kam leise zurück.

    Lukas fuhr mit dem SEK nach Düsseldorf in den Containerhafen und ließ den kleinen Club umstellen. Dann griff er zum Megaphon. „Hier spricht die Polizei! Sie verlassen alle den Club mit erhobenen Händen! Bewahren Sie Ruhe und folgen Sie unserem Befehl!!“ gab er durch. Nur wenig später öffnete sich die Eingangstür. Einige Männer kamen heraus und standen mit erhobenen Händen vor dem SEK, die die Waffen auf die Männer richteten. „Meine Herren, Sie sind alle verhaftet! Sie werden jetzt abgeführt und erkennungsdienstlich behandelt! Bitte machen Sie weiterhin keine Schwierigkeiten, dann ist die Zusammenarbeit für uns alle angenehmer!“ bat er weiter. Diese Männer waren ganz klar die Käufer und nicht die Täter, aber sie sollten genauso bestraft werden wie die Männer auf die Lukas und das SEK nun in dem Club warten würden. Lukas sah auf die Uhr. In weniger als 18 Stunden würden hier kleine Kinder verkauft werden und er würde diesem Handel endgültig ein Ende setzen. Endlich …nach langer Zeit konnte er den Menschenhandel wieder ein Schnippchen schlagen. Doch nun hieß es warten bis die Mistkerle mit ihrer „Ware“ kamen. Denen würde nun eine üble Überraschung widerfahren. Lukas besprach mit dem SEK die Vorgehensweise. Einige der Kollegen aus Düsseldorf sollten die Kunden mimen, während er und das SEK sich in unmittelbarer Nähe aufhielten um auch den Hintermann zu erwischen. Diesmal würde niemand verschwinden können. Diesmal wollte er die gesamte Bande hinter Gitter bringen. Er hatte das Mädchen aus dem Haus des Priesters geholt und es befragt. Das Mädchen war völlig verängstigt aber es war gut genährt und schien auch sonst keine körperliche Pein über sich ergehen lassen müssen. Eine Dolmetscherin übersetzte seine Fragen in die Sprache des Mädchens und diese belastete Markus Jäger schwer. Lukas fühlte die Wut in seinem Bauch und wünschte sich sogar, das Markus sich der Verhaftung widersetzen würde, dann hätte er wenigstens die Möglichkeit etwas der Schmach die diese Mädchen über sich ergehen lassen mussten zurück geben können. Die Zeit ging vorbei. Schon bald war es soweit.

    Abendessen!!!

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    Auf dem Weg zum Wagen informierte Semir Lukas. „Lukas….Semir hier…Ben und ich sind unterwegs zu einem Schrottplatz in Nippes. Markus Jäger hat die Mädchen im Keller seiner Kirche festgehalten und versteckt. Vermutlich auch gefügig gemacht. In seinem Haus hält sich auch ein Mädchen auf. Kümmere du dich bitte um sie! Und dann nimm den Schuppen in Düsseldorf hoch. Die Auktion werden wir vergessen…und gar nicht erst zu Stande kommen lassen!“ befahl Semir. „Verstanden. Heißt das du und Ben könnt wieder zusammen arbeiten?“ harkte Lukas nach. Ben ergriff das Handy. „Das war nur ein Missverständnis…und das existiert nicht mehr... Cobra 11 Ende!“ gab er durch, reichte das Handy zurück und grinste Semir an. Dieser kniff ein Auge zu. Sie stiegen ein und Ben startete den Motor, doch sie hatten wohl nicht damit gerechnet, dass auch die Bösen denken können. Plötzlich spürte Semir eine Bewegung hinter sich und schon hatte er ein Messer am Hals. „Wenn dein Freund sich artig benimmt und uns ohne Schwierigkeiten zu unserem Ziel bringt, wird dir nichts passieren…“ warnte eine männliche Stimme. Semir versteifte sich. Er sah Ben aus den Augenwinkeln an. „Ben..“ stieß er leise aus. Ben nickte. Er wollte einen Gang einlegen, doch der Mann hinter Semir schien das für einen Trick zu halten. Nur kurz verschwand das Messer von Semirs Hals und im gleichen Augenblick schrie Ben auf. Der Mann hatte ihm die Waffe mit voller Wucht auf die Schulter geschlagen. Der Arm ließ sich nicht mehr bewegen. Das Messer ging erneut an Semirs Hals. „Du schaltest!“ befahl der Kidnapper. Semir tat was verlangt wurde. Der Wagen mit den beiden Polizisten wurde nach Nippes gelotst. Semir und auch Ben ahnten wo die Fahrt enden sollte. Und tatsächlich …der Schrottplatz in der Charlottenstraße war das Ziel. „Und nun aussteigen…langsam und ruhig… keine Tricks ist das klar?“warnte der Mann. Semir und Ben nickte. Es kamen mehrere Männer auf den Mercedes zu. Keine Chance für Ben und Semir.

    Markus sah in die Richtung aus dem er das Motorengeräusch hörte und ging hin. „Hallo Ben…Semir…schön das ihr da seid. Ich hätte dich direkt in der Kapelle hochnehmen sollen. Ich habe dich nämlich bemerkt… Semir…“ verhöhnte er den türkischen Hauptkommissaren. Dieser stand mit erhobenen Händen vor ihm. „Warum haben Sie nicht?“ wollte er wissen. „Weil ich nicht wusste wo Ben war. Sieh mal…ich weiß wie die Polizei arbeitet…und ich bin sehr vorsichtig….ihr arbeitet immer zu zweit...und so konnte ich sicher gehen, dass mir keiner mehr ins Handwerk pfuscht...“ grinste Markus und schlug zu. Mit einem tiefen Stöhnen ging Semir zu Boden und presste die Hände vor dem schmerzenden Bauch. „Und woher wusstest du welchen Wagen wir nehmen?“ stieß Ben wütend aus. „Ben…ich habe in beiden Wagen einen Mann versteckt. Ihr wäret ohne jeden Zweifel in die Falle gelaufen..“ grinste Markus. Er richtete die Waffe auf Semir. „Und nun wünsche ich dir einen ruhigen Abgang…ihr werdet hier sicher bis morgen nicht gefunden werden.“ lachte er und winkte ihm zu. Semir richtete sich auf und sah zu Ben. Dieser nickte. Langsam ging Semir vor und an Markus vorbei. „Geh schon…! Rein da!!“ fauchte dieser und stieß Semir in den Rücken. Es ging zu einem alten verfallenem Gebäude. Als sie dort drin waren sah Semir die vielen Käfige die mit schwarzen Mädchen gefüllt waren. Nur einer schien noch frei. Doch dann sah Semir ein dunkelhäutiges Kind im Käfig in der Ecke sitzen. „Das ist euer Heim für die nächsten 48 Stunden….“ verkündete Markus. Semir wurde in den Käfig gestoßen und konnte sich an der gegenüberliegenden Seite fangen. Nur wenig darauf war auch Ben drin. „Markus! Wie konnte ich mich nur so in dir täuschen. Du warst doch nie materiell eingestellt!“ fauchte er seinen Onkel an. „Ben….du hast es nur nie bemerkt. Immer wurde Konrad bevorzugt. Er war der Ältere…der Bessere …. Der Klügere…immer hatte ich das nachsehen…und ich habe geschworen, dass ich eines Tages mehr Geld besitzen würde als er…das Ziel ist fast erreicht. Sobald die Mädchen hier verkauft sind, habe ich mehr Geld als Konrad und kann mein Leben genießen. Diese Mädchen bekommen ein besseres Leben als in Ghana oder Nigeria….das ist doch das was sie brauchen. Sie dürfen leben und essen, während die Familie in Afrika verhungert. Dieses Elend werden sie nicht erleiden… grinste Markus. „Ein Leben in Vergangenheit! Was soll da besser sein?“ fauchte Semir wütend. Doch Markus schien keine Interesse haben sich weiter zu unterhalten. Er grinste breit. Semir wurde wütender und sprang gegen das Gitter. Doch Markus erschrak und drückte versehendlich ab. Die Kugel ging Semir in den Bauch. Mit einem erstaunten Ausdruck im Gesicht ging der türkische Hauptkommissar in die Knie und presste seine Hände auf die Wunde. „SEMIR!!“ schrie Ben und ließ sich neben Semir fallen, der langsam zur Seite kippte. Markus stand erschrocken am Käfig und sah sich die Szene an. Doch dann erwachte er aus seiner Erstarrung und verließ den Schauplatz.

    Markus zog Frank und Phillip durch die Kirche. „Wir müssen die Mädchen wegschaffen…die Bullen werden aufmerksam. Dieser Gerkan war mit meinem Neffen bei mir und ich denke er hat mich wieder erkannt. Mein Neffe war eben hier und hat mir merkwürdige Fragen gestellt. Wir müssen alle Spuren beseitigen. Auf dem alten Schrottplatz in Nippes werden wir die kleinen Schlampen unterbringen bis morgen die Auktion stattfindet...“ erklärte er. Frank und Phillip nickten. „Was machen wir wenn die Bullen auftauchen?“ fragte Frank. „Dann werden wir sie beseitigen. Ich lasse mir mein Geschäft nicht kaputtmachen!“ fauchte Markus. „Das ist klar…nur wenn wir sie umlegen, haben wir den gesamten Polizeiapparat an uns kleben. Polizistenmord ist das übelste…“ ermahnte Philipp. „Nur keine sorge…mein Neffe ist nicht intelligent genug mir das Wasser zu reichen. Wir haben uns immer verstanden und der Kleine…der wird keine Scherereien machen. Los…holt die Weiber hoch und dann nichts wie weg. Ich habe nämlich die Vermutung, dass dieser kleine Bulle bald hier auftauchen wird und dann alles durchsuchen lässt. Noch kann ich mich auf das Kirchenrecht berufen, aber wenn das Erzbistum zustimmt, dann kann ich mich nicht mehr wehren.“ fauchte Markus. Sie gingen zum Altar um die sich davor befindliche Klappe im Boden hoch zu ziehen. Dann stiegen sie die lange Treppe hinunter. Der Gang der sich unten auftat ließ erahnen, was sich dort befand. Sie gingen eine Weile geradeaus und bogen nach links ab. An den Seiten waren Türen die zum Teil versperrt waren. Doch die Türen ließen sie links liegen. Stattdessen gingen sie durch eine zweite Tür. Dahinter sah man in einen großen Käfigartigen Raum. Verschlossen mit einer großen Gittertür. In diesem Raum saßen etliche Mädchen im Alter von sechs bis 20 Jahren. Sie sahen die Männer ängstlich an. „Los…kommt!“ befahl Markus auf eine fremde Sprache. Die Mädchen standen nur zögerlich auf und verließen nach und Nach den Raum. „Wir bringen sie hinten raus! Nicht das wir noch ungebetenen Besuch in der Kapelle haben und die auf uns aufmerksam werden!“ mahnte Markus.

    Semir atmete tief ein und aus. Sein Puls raste vor Aufregung. Das war verdammt knapp…dachte er nur. Vorsichtig lugte er hinter der Gardine hervor und bemerkte die offene Klappe. Er zog seine Waffe und schlich sich hin. Langsam ging er die Stufen runter. Vor ihm war ein langer Gang. Keine Möglichkeit in Deckung zu gehen, falls es darauf ankam. Aber das Risiko wollte er nun auch eingehen. Er musste diese Machenschaften des Priesters beenden. Es war menschenunwürdig. Dieser Mistkerl versteckte sich hinter seinem Amt und trieb ein übles Spiel mit den Menschen denen er helfen sollte. Semir prüfte jede Tür. Doch keine ließ sich öffnen. Dann hörte er ein Geräusch. Gehetzt sah er sich um. Verdammt…jemand kam die Treppe runter und er konnte sich nirgends verstecken. Er rannte den Gang runter und sah gerade noch rechtzeitig eine Abweichung nach links. Hier konnte er sich verstecken. Er drängte sich dicht an die Wand und hielt den Atem an. Die Schritte kamen näher. Sie waren vorsichtig, das hörte Semir ganz deutlich. Und dann war der Mann an ihm vorbei. Semir sah sich die Statur an und grinste leicht. „Du warst auch schon mal vorsichtiger...“ sagte er leise. Der Mann drehte sich um und Semir sah in die Mündung einer Waffe. Er drückte die Waffe zur Seite. „Vorsicht…die könnte losgehen..“ mahnte er. „Verdammt…was machst du hier?“ fauchte Ben ihn an. „Vermutlich das Gleiche wie du. Ben… ich habe deinen Onkel belauscht…er hat die Mädchen hier unten im Keller versteckt. Er will sie zu einem Schrottplatz nach Nippes bringen…“ erklärte Semir leise. Ben nickte. „Ich …weiß …ich wollte sichergehen, dass du dich irrst. Aber der Mistkerl hat sogar eines der Mädchen als Sklavin in seinem Haus…“ stieß Ben verächtlich aus. „Es tut mir Leid…du hattest Recht…“ entschuldigte er sich genauso leise. „Schon gut….“ lächelte Semir. Sie umarmten sich kurz und der Streit war vergessen. „und jetzt werden wir deinem Onkel die irdische Macht des Gesetzes zeigen...“ schlug Semir vor. Ben war damit einverstanden. Gemeinsam verließen sie den Gang um nach Nippes zu fahren. Dort gab es zum Glück nur wenige Schrottplätze und noch hatten sie die ganze Nacht Zeit.

    und weil ja heute Feiertag ist..hier das Abendessen:

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    Ben sah sie erstaunt an. „Sie meinen Sie arbeiten für meinen Onkel..“ stellte er richtig. Doch Maja schüttelte den Kopf. „Ich gehören Gottesmann.“ wiederholte sie. „Wie meinen Sie das?“ harkte Ben nun nach. „Markus hat mich aus Afrika mitgenommen….eine schöne Fahrt…aber…in Deutschland nicht mehr schön…ich…habe in einen Auto gesteigen und…da viele Mädchen aus Afrika…sehr viele Kinder…“ erklärte Maja in einem gebrochenen Deutsch. Ben horchte auf. „und was dann?“ wollte er wissen. Maja erzählte wie sie nach Deutschland und zu ihrem Onkel gekommen ist. „Markus..guter Mensch…. Gottesmann… Gottesmann immer gut..“ behauptete Maja. Ben nickte und schloss die Augen. Semir schien tatsächlich Recht zu haben „Maja…was möchten Sie?“ wollte er wissen. „Sie meinen was ich machen möchte?“ harkte Maja nun nach. „Nein…ich meine was möchten Sie machen, wenn Sie nicht hier bei Markus wären?“ versuchte Ben die Frage zu erläutern. „Ich…möchten nach Hause…meine Familie ist in Afrika...ich will dahin…lieber hunger als das hier…ich will nach Hause…“ Maja fing an zu weinen. Ben wollte sie etwas trösten und strich ihr über den Arm. Das Mädchen zuckte zusammen. Ben spürte dass sie Angst hatte. Er konnte dieses Mädchen nicht im Haus von seinem Onkel lassen. Schnell griff er zum Handy und rief die Kollegen an. Dieter und Hotte sollten sich dem Mädchen annehmen. „Maja…Sie werden gleich abgeholt…und dann werden Sie wieder nach Afrika geschickt…zur Familie…“ lächelte Ben. Maja sah ihn an. „wirklich..ich nach Hause?“ fragte sie hoffnungsvoll. Ben lächelte und strich ihr über das Haar. „Versprochen…“ gab er zurück. Wut stieg in ihm auf. Wut gegen seinen Onkel der sich scheinbar eine eigene Sklavin gehalten hatte. Als Dieter und Hotte eintrafen und Maja abholten stieg Ben in seinen Mercedes und fuhr zur Kirche zurück.

    Semir fuhr an der Kirche vorbei zu Ben nach Hause, um erst mit ihm zu sprechen, doch dort traf er ihn nicht an. Sein Handy klingelte und er sah Andrea im Display. „Andrea mein Schatz….bist du schon da?“ wollte er wissen. „Ja…ich wollte dir nur Bescheid sagen, dass wir angekommen sind. Übrigens wenn ich zurück bin, muss der Wagen in die Werkstatt…er kreischt etwas…“ gab Andrea bekannt. „Okay…wenn du da bist werde ich mich darum kümmern...“ versprach er. „Okay…Grüße von Mama…und pass auf dich auf...“ hauchte Andrea in sein Ohr. Er hörte wieder den Luftkuss und gab ihn zurück. „Mach ich…“ gab er das Versprechen und beendete. Doch bevor er das Handy eingesteckt hatte, klingelte es erneut. Susanne war dran. „Susanne was gibt es? Ist Ben im Büro?“ fragte Semir. „Nein ist er nicht…er meldet sich auch nicht über Funk. Hast du ihn nicht zuhause angetroffen?" kam von Susanne. „Nein….ich werde jetzt Feierabend machen. Wenn Ben sich bei dir meldet, dann sag ihm bitte dass er sich bei mir melden soll, ja…? Und Lukas sag dass ich nach Hause fahre…er kann mich dort ja aufsuchen, wenn es etwas Neues gibt wegen dem Plan morgen...“ bat Semir. „Mach ich beides…schlaf gut und nimm dir den Disput mit Ben nicht so zu Herzen…manchmal gibt es in Freundschaften auch Missverständnisse…“ schlug Susanne vor. „Danke….ich weiß…gute Nacht…“ Semir steckte das Handy ein und verließ das Haus wieder. Doch er fuhr nicht nach Hause wie er versprochen hatte, sondern zur Markus-Kirche. Er wollte der Sache auf den Grund gehen und vielleicht tat er Markus Jäger ja wirklich unrecht. Dann würde er sich auch bei Ben dafür entschuldigen. Doch erst dann, wenn er sicher war, konnte er einen Fehler einräumen. Semir brauchte knappe zwanzig Minuten bis er an der Kirche ankam. Natürlich waren die Türen geschlossen, doch für Semir war dies kein Problem. Er nahm sich einen Dietrich aus dem Etui und knackte die Tür. Langsam schlich er durch die schmalen Gänge. Als er die Höhe der Beichtstühle erreicht hatte, hörte er ein Geräusch. Schnell verschwand er in einer der Kabinen die für die Sündigen vorgesehen waren. Hoffentlich sitzt kein Priester in der Kabine nebenan und erwartete dass er seine Sünden preis gab.

    Semir kam langsam zu sich. „Ohhhh….“, stöhnte er. Vorsichtig fuhr seine Hand an die schmerzende Stelle „Verdammt…dieser Mistkerl….“, stieß er wütend aus. Sich an der Wand abstützend, kam er auf die Beine. Sofort befiel ihm Übelkeit, doch er hielt sich nicht lange damit auf. Schnell nahm er die Akte und den Sack, in dem Jürgen die Sachen eingefüllt hatte, die er entsorgen wollte. Irgendwas schien Semir zu sagen, dass dies die Sachen waren, die er brauchte…Taumelnd ging er zu seinem Wagen. Doch dann fiel ihm ein, dass er die Adresse von Jürgen nicht hatte. Ja…nicht mal einen Nachnamen. Aber Semir kannte Hartmut. Er rief Ben an. „Hör mal….frag Hartmut wo Jürgen wohnt…dieser Mistkerl hat mich niedergeschlagen….der wird mich jetzt kennen lernen…“, drohte Semir. So schnell er konnte, ging der Hauptkommissar zu seinem Wagen, stieg ein und fuhr los. Während der Fahrt steckte er sein Handy in die Freisprechanlage und wartete auf den Rückruf von Ben. Nur wenige Sekunden später klingelte das Telefon. „Semir? Ben hier... hör mal, der Typ wohnt in der Berliner Straße 28. Das ist ein Neubaukomplex und nicht billig, sagt jedenfalls Hartmut.“, erklärte Ben. „Okay, dann werde ich mir diesen Jürgen mal vornehmen... Wie heißt der eigentlich mit Nachnamen?“, wollte Semir noch wissen. „Habicht... Jürgen Habicht...“, erklärte Ben. „Danke, ich meld mich, wenn ich mir diesen Kerl vorgenommen habe.“, knurrte Semir und legte auf.

    Paolo brachte den bewusstlosen Jürgen nach oben. Jeder Schritt von ihm war genau kontrolliert. Bloß keinen Verdacht schöpfen, dachte er und schlich auf Samtpfoten zum Fahrstuhl fuhr in den obersten Stock hinauf. „So, mein Lieber. Du wirst jetzt einen schönen Segelflug nach unten machen.“, grinste er, als er den bewusstlosen Körper über die Brüstung wuchtete. Er sah kurz nach unten und vergewisserte sich, dass dort nicht allzu viele Leute waren. Den Brief legte er unter einen Stein und stellte einige Flaschen Wodka, einige angebrochen und zwei leer, neben den langsam wieder zu sich kommenden Mann. „So, mein Lieber, und da es noch ein bisschen glaubwürdiger sein soll, wirst du nun noch was trinken, bevor du dann hier runtersegelst.“, grinste Paolo, nahm die erste Flasche mit einem Taschentuch am Hals auf und zwang den benommenen Jürgen, den Wodka zu trinken. Der Techniker bekam kaum was mit, schluckte einfach, wehrte sich kaum. „So ist’s brav. Immer schön schluck schluck machen.“, lachte der Italiener und ließ ihn die ganze Flasche austrinken. Irgendwann wollte selbst Jürgen nicht mehr, dennoch war er noch nicht so klar, dass er sich hätte besser wehren können. „Und nun... ab die Post.“ Paolo packte Jürgen und gab ihm einen leichten Schups über die Brüstung. Schnell rannte er wieder nach unten, wo Gianna an der Wohnungstür wartete, nahm sie und verschwand mit ihr durch den Hinterausgang. Niemand hatte die Beiden gesehen. Weder beim hineingehen noch beim Hinausgehen aus dem Haus.

    Lars war auf dem Weg in den Feierabend. Endlich... endlich ein Abend mit seiner Familie, dachte er und wippte mit dem Kopf zur Musik aus dem Radio mit. Heute sollte es ins Kino gehen. Darauf freute er sich schon den ganzen Tag. Dennoch, abschalten konnte er nicht wirklich. Als sie die Jäger’sche Villa durchsuchten, fanden sie, außer einem angenagten Hühnerflügel nichts. Sein Spürsinn wusste, dass Jäger und Fiancelli sich nur dort verstecken konnten. Es war immerhin ein gutes Versteck, doch wer rechnete schon mit der Aufdringlichkeit der Nachbarn? Nun war aber wieder die Frage, wer Jäger und seinen Freund gewarnt hatte. Gerkhan konnte es ja unmöglich sein. Seine Leute standen vor dem Haus dieses kleinen Türken. Das hätten die doch gesehen, wenn der ausgerückt wäre. Obwohl... sicher kam man auch hinten raus, ohne gesehen zu werden. Über die Nachbargrundstücke vielleicht. Lars merkte gar nicht, wie er sich schon wieder in kriminalistische Gedanken versetzen wollte, um einen Täter zu fassen. Nein, jetzt war Feierabend, mahnte er sich und konzentrierte sich wieder auf die ruhige, schöne Musik. Was wollten sie heute noch mal gucken? Ach ja, diesen neuen Film mit Robert Downey Junior und Jude Law. Seine Frau hatte sich diesen Film ausgesucht und Lars hatte nur zugestimmt, weil es sonst eine endlos lange Diskussion statt des erwarteten Bettsports gegeben hätte. Nur noch eine Ampel und einige Kilometer auf der Schnellstraße und er war zu Hause. Doch dann sah er Blaulicht aufblitzen, eine Straßensperre vor sich und ein Notarzt, der über etwas am Boden ein Tuch legte. Lars blickte sich um und bemerkte einen ihm bekannten, silbernen BMW neben sich.

    Semir überholte den lahm vor sich fahrenden Wagen und scherte wieder ein ohne den Fahrer auch nur einen Blick zu schenken Auch er sah das Blaulicht und die Absperrung. Nur dicht davor stoppte er und stieg aus. „Fahren Sie bitte weiter!“, forderte der Beamte in Uniform auf. „Schon gut…Gerkhan…Kripo Autobahn!“, gab Semir von sich und hob den Ausweis hoch. „Oh…das ist was Anderes.“, lächelte der Mann entschuldigend. „Was ist hier passiert?“, wollte Semir wissen. „Selbstmord….so sieht es aus. Eine Zeugin hat uns berichtet, dass der Mann vom Dach gesprungen ist. Sie selbst ist mit einem Schock im Krankenhaus. Der Typ ist direkt vor ihr gelandet…sieht nicht gut aus…“, murmelte der Kollege. Semir hob die Absperrung hoch und ging zu der Leiche. Er zog die Plane weg und verzog das Gesicht. Der Körper glich einer unförmigen Masse und nur anhand der Kleidung erkannte er, dass es Jürgen Habicht war. „Habt ihr die Wohnung schon durchsucht?“, wollte er wissen und wandte sich wieder an den Kollegen. „Herr Gerkhan…das geht Sie überhaupt nichts an…Sie stehen unter Hausarrest…schon vergessen?“, fauchte eine Stimme hinter ihm. Semir drehte sich um. Er schloss die Augen…verdammt…warum ausgerechnet jetzt. „Führen Sie den Mann ab und bringen ihn zur Kripo Köln…ich werde ihn später vernehmen…“, forderte Weinheimer. „Warten Sie….bitte hören Sie mir einen Augenblick zu…bitte…“, flehte Semir. „Was wollen Sie mir erzählen?“, fauchte Weinheimer ihn an. „Hören Sie….die…die ganzen Beweise….die Herr Habicht zusammengetragen haben… sind falsch….ich bin…ich bin dahinter gekommen….und er hat mich niedergeschlagen…und nun begeht er Selbstmord? Da stimmt doch was nicht!!“, fauchte Semir zurück. Der Kollege legte Semir Handschellen an und wollte ihn wegbringen, als Weinheimer die Hand hob. „Warum sollte er das tun?“, fragte er Semir. „Weil….weil er den Verdacht auf Nico lenken wollte….bitte…lassen Sie uns zusammen arbeiten…“, flehte Semir regelrecht.

    Ben kam an der Kirche an und hörte dass gerade eine Messe stattfand. Er betrat das Gotteshaus und setzte sich in die letzte Reihe. Er hörte seinen Onkel die Predigt halten. „…und Gott sprach….du darfst dich nicht den Armen verweigern! Sie brauchen unsere Hilfe!! Liebe Gemeinde….spenden Sie für die Hilfsorganisation die unter Gottes Schirmherrschaft steht um den ärmsten der Armen, den Kindern in Afrika zu helfen. Denkt jedes Mal an die Not, die dort herrscht, wenn hier wieder reiche Kost vernichtet wird! Denkt an die Kinder die hungern, weil sie keine Hilfe bekommen. Ich selbst habe erst kürzlich miterleben müssen, wie ein Baby im zarten Alter von acht Monaten verhungert ist. Die Mutter konnte keine Milch mehr geben, weil sie zu schwach war. Das kann nicht Gottes Wille gewesen sein! Wir müssen für die Leute einstehen und ihnen helfen!“ hörte er Markus reden. Ben schüttelte den Kopf. Und dieser Mensch, der sich so einsetzte sollte ein Verbrecher sein? Nein…nein..niemals..niemals. Diesmal lag Semir falsch. Davon war Ben überzeugt. Die Predigt endete und die Gemeinde verließ das Gotteshaus. Nur Ben blieb sitzen. Sein Onkel sah ihn an. „Ben….was machst du denn hier? Ich dachte du bist nicht gläubig..“ wunderte sich sein Onkel. „Markus…ich….ich möchte mit dir sprechen.“ bat er. Markus sah ihn an. „Du willst beichten?“ fragte er grinsend. Ben lachte leise. „Nein…ich habe nichts zu beichten. Es geht um einen Fall, den wir gerade bearbeiten….“ erklärte er. „Aber ihr sprecht doch nicht über eure Fälle.“ staunte Markus. Ben nickte. „Nur wenn ein Verdacht im Raum steht…Markus…kannst du dir vorstellen, das eine Hilfsorganisation die sich für Afrika einsetzt oder besser einsetzen soll, sich selbst die Taschen füllt und von diesen armen Menschen lebt? Das so eine Organisation Menschen quasi verkauft?“ harkte Ben nach. Er beobachtete seinen Onkel. Keine Regung. „Nun….es wäre nicht verwunderlich. Überall gibt es schwarze Schafe. Und mal ehrlich…eine Organisation hat die beste Chance solche…verachtenden Handlungen durchzuführen.“ stieß Markus aus. Ben glaubte darin Hass zu hören. „Warum fragst du mich das?“ wollte sein Onkel wissen.

    Ben lächelte. „Nun …nein…vergiss es einfach. Ich wollte nur deine Meinung hören…“ gab er zurück. Er wollte Markus nicht verunsichern. „Ben….ich kenne dich lange genug. Du stellst nicht einfach Fragen die nichts zu bedeuten haben. Das hast du schon als Kind nicht getan. Du wolltest immer Antworten haben. Ich will wissen, warum du mich das fragst..“ bat Markus eindringlich. Ben sah ihn an. „Es stand ein Verdacht im Raum…mehr nicht…“ versprach Ben und verschwand. Markus sah ihm nach. „Ben! Wenn das so ist….dann pass auf dich auf. Solche Menschen sind skrupellos und nehmen keine Rücksicht…egal welche Stellung man hat!“ bat Markus ihn. Ben hob die Hand. Er verließ die Kirche und stieg in seinen Wagen gegenüber der Kirche ein. Bevor er jedoch den Motor startete, dachte er über die Worte von Markus nach. Eine solche Hilfsorganisation hatte die beste Chance eine solche Handlung durchzuführen…nein…nein…nicht Markus…niemals…widersprach Ben erneut. Ben wollte seinen Motor starten, als er einen silbernen BMW in die Straße biegen sah. Diesen Wagen würde er unter tausend wieder erkennen. „Semir…lass meinen Onkel in Frieden…er hat nichts damit zu tun…niemals….“ bat er leise. Dann fuhr er los. Wieder kamen die Zweifel auf und er wollte nur einmal einen Blick ins Haus von Markus werfen. Sicher hatte sein Onkel nichts dagegen, dachte er und lenkte den Wagen sicher durch die Straßen bis zu Markus Haus Er stellte seinen Wagen etwas abseits ab und klingelte kurz darauf an der Tür. Es dauerte etwas bis die Tür sich öffnete. Dunkle Augen sahen ihn ängstlich an. „Hallo….ich bin Ben…“ stellte er sich vor. „Maja…“ kam leise von der jungen schwarzen Schönheit. Ben lächelte sie. „Sie sind das Hausmädchen von meinem Onkel?“ fragte er. Maja schüttelte den Kopf. „Nein…? Was machen Sie dann hier?“ harkte er nach. Scheinbar verstand das Mädchen nicht sehr viel deutsch. „Darf ich reinkommen?“ bat er. Maja nickte und öffnete die Tür. Erst jetzt sah Ben, dass sie kaum etwas trug. Er sah zur Seite, als er bemerkte wie er die Frau maß. Sie war höchstens 18 vermutlich noch jünger. „ich…ich gehören…Gottesmann…“ gab Maja von sich.

    Wo bleibt denn die heutige Ration "Freitag der Dreizehnte"? *ganzliebguckundmitdenaugenklimper* ;)


    Da sagt der Chris mir gerade via ICQ das es heute nichts gibt!! PROTEST!!! WIR WOLLEN LESEN!!!!


    Edit: Das man immer erst protestieren muss...ne ne...Chris...hör endlich auf damit immer diese offenen Fragen zu stellen!!! Wir wollen nicht immer warten und warten und warten...um dann wieder mit einer Frage ins Bett zu gehen!! Lass das..ich mach das ja auch nicht in meinen Storys..oder sollte ich mir das mal aneignen? hmmmmmgrübel grübel...versuchen könnte ich es ja mal...

    klasse Teil aber was passiert mit Ben..? Wird er jetzt erschossen? Kopf ab? Oder vielleicht gevierteilt?

    Susanne sah Lukas an, als dieser aus dem Büro kam. „Dicke Luft?“ fragte sie. Lukas nickte. „Semir hat den Verdacht, dass Bens Onkel mit in der Sache steckt und hat es ihm wohl nicht gesagt. Ben ist stinksauer und ich verstehe es sogar. Hoffe nur die kriegen sich wieder ein….“ Murmelte Lukas nachdenklich. Er sah durch die Scheibe und bemerkte die wilden Gestiken die die Beiden sich dort lieferten. „Sieht im Augenblick schlecht aus. Ben ist ein Dickkopf und Semir auch. Das wird ein schwerer Kampf. Aber ich denke man kann sich auf die Beiden verlassen, wenn es darauf ankommt..“ lächelte Susanne und widmete sich wieder ihrer Arbeit. Doch wenige Augenblicke später verließ ein wütend schnaubender Ben das Büro und ließ die Glastür so heftig zuschlagen, das man Angst hatte das das Glas bersten würde. Sie blieb heil. „BEN!! Hör mir doch wenigstens zu!! Es ist nur der Verdacht!!“ schrie Semir hinterher, der nun ebenfalls raus rannte. Ben drehte sich um. „Du willst doch nur meine Familie kaputt machen! Du versuchst einen Keil zwischen mir und meinen Onkel zu schlagen!! Warum? Kannst du nicht ab, dass wir uns verstehen? Was hast du gegen ihn?“ fauchte Ben wütend. „Ben…..er war dabei, als man mich abfüllte! Ich habe die Stimme erkannt und ich bin fest davon überzeugt. Lass es uns doch gemeinsam überprüfen…du musst es ihm doch nicht erzählen! Und wenn….BEN!! BEN!!“ schrie Semir verzweifelt. Doch Ben war nicht zu bremsen. Bevor beide verschwanden hielt Lukas Semir fest. „Schluss jetzt! Lass ihn….wir müssen über den Fall reden. Morgen Abend ist das Treffen!“ fauchte er ihn an. Semir versuchte sich zu lösen, doch Lukas hatte ihn fest im Griff. „So ein verdammter Sturkopf!“ fauchte er wütend. „Du bist auch einer….also…wenn du wirklich mit deinem Verdacht recht hast, dann darf Ben nicht zu dem Treffen gehen…mich kennt man schon und bei dir ist es nicht anders. Wir können den Plan vergessen..“ stöhnte Lukas und zog Semir ins Büro. „Wir müssen die Kerle anders bekommen….aber nicht mehr heute…ich muss mit Ben reden…“ stieß Semir aus und verließ nun endgültig das Büro. Lukas sah ihn nur kopfschüttend hinterher. Wer war nun der größere Sturkopf von den Beiden? fragte er sich. „Hmmm….es dauert diesmal wohl doch länger...“ meinte Susanne als er sie ansah.

    Ben stieg in seinen Wagen und fuhr davon. Im Rückspiegel sah er Semir aus dem Büro kommen als er den Parkplatz verließ. Was dachte sich der verdammte Kerl eigentlich? Sein Onkel war nicht reich aber er war ein Mann der Kirche und hatte es nicht nötig in dunkle Geschäfte zu investieren. Wieso versuchte Semir seine Familie kaputt zu machen? hörte er seine eigenen Gedanken. Doch dann schwang es um…Und was ist wenn Semir Recht hatte? Wenn Markus wirklich was damit zu tun hatte? Was wenn er…nein..nein…. widersprach die Stimme in seinem Kopf. Markus war ein Priester! Er war kein Krimineller! Er half doch den Leuten in Afrika! Und was wenn er sich daran bereicherte? Was wenn Semir ….? Ben ließ die Frage unausgesprochen. Auf der einen Seite wusste er, das Semir so einen Verdacht nicht leichtfertig aussprach und meistens Recht hatte. Auf der anderen Seite war Markus ein Teil seiner Familie. Blut war dicker als Wasser und machte Blind für das Offensichtliche. Lukas sagte doch, dass dort eine Hilfsorganisation in diesem Handel verstrickt ist…und Saum hatte jemanden mit Hochwürden angesprochen… Quatsch…es gibt tausende von Priestern und Hilfsorganisationen. Wie klein war da die Möglichkeit, dass sein Onkel da mit drin hing? fragte Ben sich in Gedanken. Fifty-Fifty, gab er sich selbst die Antwort. Vielleicht konnte ein Besuch in der Kirche von Markus ja Licht ins Dunkel bringen. Ben überlegte kurz und dann fiel ihm ein, welche Kirche von Markus betreut wurde. Er wendete mit quietschenden Reifen und fuhr zum Gotteshaus um der Sache auf den Grund zu gehen. „Du wirst schon sehen, Semir….mein Onkel ist sauber….“ gab Ben leise von sich und dachte an seinen Partner. Noch ahnte er nicht, das Semir eine Stunde später den gleichen Gedanken hegte wie er und sich ebenfalls auf den Weg zur Kirche machte.

    wie sagte Ben: Wenn ich eins kann dann fahren? Klar kann er das...aber er hat vergessen zu erwähnen, das er auch Autos schrotten kann. sogar wenn er nicht an dem Steuer des Wagens sitzt....

    Das Semir sich an Layla erinnert...klasse...einfach nur klasse....ich hab fast mitgeweint....ach das gibt mir doch wieder Kraft für meine Story....;) :D

    Die Action ist sehr gut beschrieben, dennoch hoffe ich doch inständig das Ben nicht entkommt

    Semir sah seinem Partner nach. „Ach scheiße…“ stieß er aus und las sich die Angaben durch, die der PC über Markus Jäger ausspuckte. Doch es war wenig was die Daten verrieten. Markus war 63 Jahre alt, wie Ben ja auch sagte und war als katholischer Priester in Afrika für eine Hilfsorganisation tätig. Semir dachte nach. Sonja sagte doch, dass Saum den Mann mit „Hochwürden“ angesprochen hatte. Priester nannte man so. Er hatte es selbst oft genug getan wenn er mit Andrea in der Kirche war. vielleicht sollte er mit einem Vorwand zum Onkel fahren und ihn befragen. Das wäre eine Möglichkeit sich mal in dem Haus von Markus umzusehen. Oder er ging den Dienstweg und beantragte einen Durchsuchungsbefehl für Markus Haus und für die Kirche, die er betreute, was allerdings mit sehr viel Arbeit verbunden war. Er konnte sich aber auch die Kirche so ansehen…wenn niemand da war…ja…das war das Beste. Um Mitternacht sollte es einfacher sein. Nun musste er nur herausfinden wo Markus Jäger seine Kirche hatte. Sie war nicht direkt an seinem Haus…so viel wusste er. Doch der einzige Mann der ihm das sagen konnte, war Ben und der war nicht gut auf ihn zu sprechen. Also musste Semir es allein heraus finden. Und dabei konnte nur Susanne ihm helfen. „Hey..Semir…wo ist denn Ben?“ riss ihn die Stimme Lukas aus den Gedanken. „Was? Hallo Lukas…ähm…Ben ist …unterwegs…hast du was Neues?“ wollte er wissen und versuchte seine Nervosität zu unterdrücken. „Nein…wen hast du dir denn da ausgesucht…?“ harkte Lukas nach und wies auf den Bildschirm. „Das ist ein Priester….ähm…er ist auch in Afrika tätig und leitet dort eine Hilfsorganisation..“ gab Semir bekannt. Wusste Lukas von seinem Abenteuer? „Du meinst er ist für deinen Ausfall verantwortlich?“ gab Lukas die Antwort. „Nein..ja…ich..ich weiß es nicht genau…“ kam von Semir. „Du bist unsicher? Semir…das gibt es nicht. Das gab es noch nie…wie heißt er?“ fragte Lukas weiter. „Markus Jäger…und er ist….Bens Onkel…“ stieß Semir aus. „Oh…“ machte Lukas nur.

    „und du denkst er hat was damit zu tun?“ harkte Lukas nach und ließ sich auf Bens Stuhl nieder. „Nun ja…ich weiß es nicht…aber ich glaube die Stimme erkannt zu haben. Sie gehört einem der Männer die mich abgefüllt haben. Ich bin mir fast sicher..“ gab Semir zurück. „Du sagst er leitet eine Hilfsorganisation?“ kam die nächste Frage. Semir nickte. „Ben erzählte mir, das er in Afrika tätig ist…das würde passen. Als ich Ben es sagte, ist er ausgerastet und abgehauen. Einen Durchsuchungsbefehl für die Kirche bekommen wir nicht, eindringen dürfen wir dort auch nicht…“ stöhnte Semir. „Brauchen wir auch nicht. Wir ziehen den Plan durch, den ich mit Ben geschmiedet habe. Ben wird als Käufer auftreten. Vielleicht kommen wir erst einmal so weiter…“ schlug Lukas vor. „Du hast den Treffpunkt herausbekommen?“ harkte Semir nach. „Ja…diesmal findet es im Containerhafen in Düsseldorf statt. Pier 13.“ Gab Lukas bekannt. „Das klingt gut….wann geht es los?“ kam plötzlich Bens Stimme. Semir stand auf. „Ben…ich…“ versuchte er. Doch Ben ignorierte ihn gekonnt. „Wo genau Lukas?“ fragte Ben nach und ging zu dem Kollegen. „Es wird eine kleine Kneipe sein. Da haben nur Mitglieder und gut zahlende Personen Zutritt. Du müsstest dort mindestens 200 Euro als Eintritt zahlen um mitzumachen…“ erklärte Lukas. „Das ist doch viel zu gefährlich…wenn er aufgedeckt wird? Wenn mein Verdacht sich bestätigt, dann ist sein Leben kein Pfifferling wert!“ stieß Semir aus. Ben sah ihn an. „dein Verdacht stimmt aber nicht!!“ fauchte er wütend. „Und was wenn doch?“ fauchte Semir fragend zurück. Ben sah ihn an. Auf diese Frage wusste er keine Antwort. „Hey… wir wollen zusammen arbeiten…also lass es uns auch tun. Danach könnt ihr euch die Köpfe einhauen...“ schlug Lukas vor. Semir und Ben sahen ihn an. „Halt dich aus unseren Meinungsverschiedenheiten raus!“ fauchten beide gleichzeitig. Lukas hob ergeben die Hände und verließ den Raum.