So hier ist das kallorienarme aber spannende Abendessen;
„Susanne! Ich muss wissen wo Semir und Ben sich befinden….wir brauchen eine Ortung des Funks!“ befahl Lukas als er in die PAST kam. Susanne sah ihn an. „Was ist passiert?“ wollte sie wissen. „Wir konnten die Bande dingfest machen…aber Semir und Ben wollten zu einem Schrottplatz in Nippes fahren. Ich weiß nicht welcher dort ist...“ erklärte Lukas hektisch. „Okay….in Nippes gibt es drei…das hatte ich Semir schon über Funk mitgeteilt. „Einer ist an der Neusser Straße, ein weiterer in der Namibiastraße und der Dritte ist in der Charlottenstraße…“ kam von Susanne. „Dann besorge mir ein Team vom SEK…und mindestens vier Kollegen die mit mir die Plätze abfahren!“ befahl Lukas. In diesem Augenblick kam auch Kim aus ihrem Büro. „Wo sind Gerkan und Jäger?“ wollte sie wissen. „Das weiß ich nicht genau…vermutlich in Nippes…“ erklärte Lukas. „Warum?“ harkte sie nach. „Dort soll ein Schrottplatz sein, wo die Mädchen hingebracht worden sind. Die Mädchen sind befreit und die Bande festgenommen. Aber von Semir und Ben fehlt jede Spur. Einer der Mistkerle hatte Semirs Handy bei sich…also befinden sich die Beiden in Gefahr…“ erklärte Lukas im Telegrammstil. Kim nickte. „SEK informieren…Herzberger, Bonrath, Müller und Maier fahren mit raus! Ich fahre mit Ihnen Herr Springer!“ kamen knapp die Befehle und schon waren alle sechs unterwegs. Dieter und Hotte nahmen sich das Gelände an der Neusserstraße vor während Müller und Maier zur Namibiastraße fuhren. Für Kim und Lukas blieb nur die Charlottenstraße. Sie kamen eine knappe Stunde später an. Es ging bereits auf Mitternacht zu. Über Funk erfuhren sie, dass die ersten Plätze negativ waren. „Dann kommen Sie zur Charlottenstraße!“ befahl Kim. Sie sah Lukas an. „Ich hoffe die Beiden sind nicht verletzt…“ sagte sie leise. Lukas nickte nur. Er hegte diesen Wunsch natürlich auch.
Semir wachte auf, weil er fror. „Ben?“ fragte er erneut. „Ich bin hier..“ kam von seinem Freund zurück. „Wie spät ist es?“ wollte Semir wissen. „Gleich Mitternacht….ich habe Hunger, ich friere und will nur nach Hause..“ klagte Ben. „Hast..hast du versucht…die Tür …zu öffnen?“ fragte Semir mit schwacher Stimme. Aber sie klang schon stärker als am Mittag und es schien ihm besser zu gehen, da er sich wieder als Schlauer hinstellte. „Klar hab ich….aber die haben mir alles abgenommen…und die Kleine hat auch nichts bei sich..“ kam von Ben. „Welche Kleine?“ fragte Semir. Noch immer hatte er das Mädchen nicht gesehen. „Deine Lebensretterin. Ich weiß nicht was sie getan hat, aber sie hat dir die Kugel rausgeholt und die Blutung gestoppt. Doch sie spricht unsere Sprache nicht und ich verstehe nicht was sie sagt…“ erklärte Ben. „Wie geht es dir?“ harkte er nach. „Ich fühle mich schwach, mir ist kalt aber ich habe keine Schmerzen…“ gab Semir zu. „BEN? SEMIR?“ hörten sie plötzlich rufen. Das Mädchen was eben noch starr in der Ecke saß zuckte zusammen. „Ni vizuri!!“ gab sie von sich und sprang auf. „Was heißt das?“ wollte Semir wissen. „Keine Ahnung..aber man hat uns gefunden.“ strahlte Ben. „HIER!!“ rief er deshalb zurück. Nur wenig später standen Kim und Lukas vor dem Käfig. „Semir? Verdammt…sind Sie schwer verletzt?“ kam erschrocken von Kim, als sie das ganze getrocknete Blut sah. „Hab schon schlimmeres mitgemacht...“ kam von dem Deutschtürken. Lukas öffnete die kurzerhand mit einem Schuss aufs Schloss. Sofort kam Ben heraus. Semir musste auf den Notarzt warten. Ben sah das schwarze Mädchen an. „Komm…“ sagte er sanft. Doch das Mädchen regte sich nicht. „Hey…komm….komm..es ist alles gut…“ versuchte er. Doch es kam immer noch nicht. Ben ging wieder rein und hockte sich vor dem Mädchen hin. „ähm…..Ni vizuri?…“ fragte er leise und strich ihr sanft durch das Gesicht. „Ni vizuri..“ wiederholte das Mädchen. Ben lächelte und nickte. Er zog sie auf die Beine und legte den Arm um sie. Dann gingen sie gemeinsam raus.