Beiträge von Elvira

    Welche FSK-Freigabe hat deine story eigentlich? Müssen wir uns auch irgendwelche schreckliche Szenen zwischen Ben und Sputnik einstellen?


    Nur keine Angst.....Sputnik ist zwar gefährlich aber Ben weiß sich zu helfen...mehr verrate ich nicht. was das Abendessen angeht...hätte gestern gern noch was eingestellt, aber hier war das Wetter leider so unglücklich, dass der Stick nicht wollte...versuche aber heute Abend noch was zum Lesen zu geben.

    FSK....ich denke die hier ist gut ab 12 geeignet.

    Semir sah Andrea zu, wie sie packte. Wieder war der Urlaub vorbei und der Tag der Arbeit rief. „Bist du sicher, dass du wieder soweit bist?“ harkte Andrea nach. Semir nickte. „Ja… freu mich auf die Arbeit. Ben ist sicher schon verzweifelt...“ lachte Semir. Er hatte sich sehr gut erholt und wollte nur noch wieder arbeiten. „Er wird sicher keine Langeweile gehabt haben.“ meinte Andrea nur und hievte den Koffer vom Bett. „so…das war der letzte. Jetzt fahren wir zu Mama und holen die Kinder ab. Dann nach Hause. Ich freu mich auf meine eigenen vier Wände obwohl ich die Tage allein mit dir sehr genossen habe. Endlich mal wieder zeit für uns. Nur für uns...“ strahlte Andrea. Semir zog sie an sich heran. „Ich habe es auch genossen. Du warst wie immer eine wunderbare Krankenschwester, eine noch bessere Frau und eine göttliche Geliebte...“ grinste er und küsste sie. Andrea befreite sich aus seinem Arm. „Komm…. Lass uns los…“ bat sie lachend. Semir stand auf. „Warte…ich will Ben nur warnen, dass ich ab morgen wieder bei ihm bin.“ grinste er und wählte Bens Handy an. Doch dieser ging nicht ran. „Merkwürdig. Ob da was passiert ist? Vielleicht ist er in Schwierigkeiten...“ murmelte er nachdenklich. „Oder er schläft. Semir….du weißt nicht ob er vielleicht Nachtdienst hat und jetzt schläft. Du siehst ihn doch morgen.“ nahm Andrea ihn die Sorgen ab. „Du hast Recht. Sicher ist es so.“ nickte Semir. Er nahm die Koffer und trug sie zum Wagen. Nur wenig später fuhr er los. Die Autobahn war leer und er gab dem Wagen die Sporen. „Semir…nun rase doch nicht so. Du kommst doch früh genug an. Was meinst du was es Ben hilft, wenn du nach dem Urlaub direkt im Krankenhaus liegst?“ wollte sie wissen. Semir sah sie nur kurz an. „Hast du kein Vertrauen zu mir?“ tadelte er sie. „Doch…grenzenlos. Nur kenne ich Semir Gerkan, den Draufgänger auch sehr gut und der lässt schon mal den Macho raus.“ lachte Andrea. Semir lachte ebenfalls. Wenn er geahnt hätte in welcher Situation Ben gerade war, wäre er vermutlich noch schneller gefahren, als er es eh schon tat. Doch das tat er nicht und so fuhr er den Wagen sicher durch die Straßen und über die Autobahnen bis sie das Haus von Andreas Mutter erreicht hatten. Hier wollten sie noch zwei Nächte bleiben und dann mit Layla und Ayda nach Hause fahren. „Da seid ihr ja endlich...“ stöhnte Margot, als sie vor der Tür standen. „MAMA!!! PAPA!!“ schrieen die Mädchen im Chor und schon wurden Andrea und Semir von den Kindern überrannt. Jeder fing eines der Mädchen auf. „Hallo meine Prinzessinnen.“ strahlte Semir. Er hatte Ayda auf dem Arm und küsste sie auf die Stirn. „Endlich...seid ihr wieder da…“ stöhnte das mittlerweile siebenjährige Mädchen. Sie war bereits in der ersten Klasse und machte sich gut in der Schule. Die Ferien waren zur Hälfte um. Noch zwei Wochen und Ayda ging in die zweite Klasse.

    Für Ben endete der Tag im Bett. Er lag auf der Decke und sah gelangweilt an die Wand. Leise fluchte er, dass er keine Bücher mitgenommen hatte um sich zu beschäftigen. Morgen würde Semir wieder im Büro sein. Und vermutlich würde er über Ben fluchten dass er sich auf diesen Plan eingelassen hatte. „Hey…Benni…“ hörte er Mike seinen Nachbarn rufen. „Ja?“ fragte er. „Hast du Bock was zu lesen? Ich kann dir was rüber schicken...“ schlug Mike vor. „Gern und wie willst du das tun?“ harkte Ben nach. „Okay…du bekommst gleich was, sieh mal unter dien Bett…ich kann zaubern.“ kam kurz danach von Mike. Ben tat es und fand tatsächlich ein Buch. „Whow….das Loch ist ganz schön groß“, staunte er als er die Wand betrachtete. „nun ja…so können wir auch Karten spielen wenn du Lust hast.“ kam lachend von Mike. Ben musste insgeheim auch lachen. Da dachten die Schließer sie hätten die Insassen gut im Griff und niemand kam an den Anderen ran, aber dieses Loch bewies genau das Gegenteil. „Ich komme darauf zurück...“ versprach er und sah sich den Titel des Buches an. „Alice im Wunderland…“ las er. „Na ist ein Märchenbuch, aber immerhin kannst du dir damit die Zeit vertreiben. Ist eh gleich Bettruhe. Dann wird das Licht abgeschaltet. „Danke…das wird es bestimmt. Sag mal…wenn wir uns auch hier leise unterhalten könne, warum schreist du dann erst über den Gang?“ wollte Ben wissen. Er musste erfahren wie sich die Insassen verhielten um seinen Plan zu entwerfen. „Weil ich keine Lust darauf habe, das die Schließer aufmerksam werden und das Loch entdecken. Ich habe mehrere Monate gebraucht, es zu machen. Genau wie der Typ, der vor dir in der Zelle war.“ erklärte Mike. „Und wer war der Typ? Warum ist er nicht mehr hier? Hat er seine Zeit abgesessen?“ fragte Ben weiter nach. „Nein….aber er hat es gewagt dem Don Widerworte zu geben.“ kam von Mike. „Hat er ihn umgebracht?“ ging es bei Ben weiter. „Nein…er ist Irre geworden. Man hat ihn in die geschlossene Anstalt eingewiesen. Dort wird er wohl die restlichen Jahre bleiben, wenn nicht sein ganzes Leben.“ sinnierte Mike leise. „Oh…“ stieß Ben aus. „Wie hat er das geschafft?“ hängte er an. „Nun…unser Wolfgang war ein zierliches Persönchen und er wollte den Don nicht für den Schutz bezahlen. Und da der Don keine Scherze versteht, hat er Sputnik auf Wolfgang angesetzt. Dieser hat ihn dann mehrfach…nun ja… du weißt schon. Aber er war stark und hat immer noch nicht klein Beigegeben. Dann hat der Don härtere Wege eingeschlagen. Beim letzten Mal hat er ihm dann die Rippen brechen lassen. Wolfgang ist nach einigen Schlägen gegen den Kopf ins Koma gefallen. Das Ende der Geschichte. Er erwachte und hielt sich für einen Jünger Jesus. Wollte hier alle bekehren und hat sich dann sogar Nägel in die Hände geschlagen um zu beweisen, dass er etwas Besseres war.“ endete Mike. „Deshalb haben alle gestöhnt, als ich mich zum Don an den Tisch gesetzt habe...“ stellte Ben fest. „Das war ganz schön gewagt. Niemand hat es bisher getan und ich denke der Don wird das nicht gerade mit Wohlwollen gesehen haben. Da wirst du wohn noch für zahlen müssen.

    Gegen Mittag wurde Ben aus seiner Zelle geholt. „Essen!“ erklärte der Schließer und Ben nickte. „Ich verhungere...“ gab er zu. „Sie werden bis an die Tür vortreten. Wenn ich befehle das es losgeht, lassen Sie alle Anderen vor und schließen sich an!“ erklärte der Beamte ohne auf Bens Anmerkung einzugehen. Ben nickte erneut. Scheinbar war hier das große Reden nicht angesagt. Unmenschlich wie er zugeben musste, aber vermutlich hatte es einen Sinn.Die Männer aus den Zellen, die hinter seiner lagen gingen nach und nach heraus. Ben schloss sich an und nach ihm kam wohl dieser Mike, mit dem er sich unterhalten hatte. Viele der Männer sahen ihn höhnisch an. Frischfleisch, wie man die Neuzugänge hier nannte, war ganz unten. Sie mussten Botendienste für die Altgefangenen machen und Ben ahnte, dass ihm eine üble Zeit bevorstand. Langsam ging es in einen großen Saal wo sich die Insassen zunächst an einer langen Theke anstellten um sich einen Teller füllen zu lassen. Ben stand weit hinten und wurde immer wieder gestoßen. Endlich, nach einer ziemlich langen Zeit war auch er dran und durfte sich bedienen. Das Essen war alles andere als einladend, dennoch nahm er sich von allem was angeboten wurde etwas. „Nimm nicht zu viel...das könnte böse enden...“ mahnte ihn eine Stimme. Ben drehte sich um. „Kennen wir uns?“ wollte Benn wissen. „ich bin Mike Brenner…wir haben uns eben schon unterhalten.“ erklärte der Mann. „Ah, okay….also was die Menge angeht. Ich habe großen Hunger!“ stellte Ben richtig. „Nun ja…. Aber du hast das Essen hier noch nie probiert. Ich bin schon länger hier.“ gab Mike von sich. „Sieht aber nicht schlecht aus. Na mal schauen...“ lächelte Ben und ging mit seinem Teller zu einem der großen Tische. Er suchte sich einen aus, an dem nur ein dicker Mann saß. Ohne zu fragen setzte er sich und fing an zu essen. Ein Raunen ging durch den Saal. „Hey…Benny...komm besser zu mir!“ forderte Mike ihn auf. „Warum?“ harkte Ben nach. Mike kam zu ihm. „Komm…es ist besser, wenn du leben willst. Entschuldigung Don…er ist neu und….kennt die Regeln nicht.“ wandte sich Mike an den dicken Mann. Ben sah den Mann an. Dieser erwiderte den Blick ohne eine Mine zu verziehen. Doch in diesem Blick war etwas, das Ben Angst machte. „Komm...“ wiederholte Mike. Ben nickte, nahm seinen Teller. Er setzte sich mit Mike weiter von dem Tisch weg. „Wer ist das?“ fragte Ben leise. „Das ist der Don. Und du kannst froh sein, dass er heute ruhig ist.“ flüsterte Mike genauso leise. „Was ist denn so schlimm?“ wollte Ben wissen. „Das ist Roman Sommer. Er ist hier der Don…der König. Er ist wegen Mordes hier und er hat hier eine besondere Stellung. Niemand setzt sich ungefragt an seinen Tisch. Jeder der das tut, wird zusammengeschlagen.“ erklärte Mike. Ben sah noch einmal hin. „Provoziere ihn nicht so!“ warnte Mike ihn erneut. „Was will er denn tun? Er wird nachher auch eingesperrt sein und ich habe keine Angst vor diesem Typen.“ meinte Ben nur. „Da wäre ich nicht so sicher. Man sagt, er hat einige Schließer auf seiner Seite, die alles für ihn tun.“ gab Mike zu bedenken.

    Ben merkte sich den Namen von dem Mann vor dem hier scheinbar alle Angst hatte. Er wollte Riefenstahl von diesem Missstand unterrichten, sobald die Möglichkeit bestand. „Ist er ein Angehöriger der Mafia?“ wollte er nach einer Weile kauend von Mike wissen. „Warum?“ harkte dieser nach. „Weil du ihn Don genannt hast. So heißen doch nur Mafiabosse.“ erklärte Ben weiter. „Ach so…. nee…aber er ist genauso mächtig. Er hat hier ein richtiges Imperium aufgebaut. Schutzgeld, Heroin, Frauen. Wenn du was willst und es zahlen kannst, legt er dir die Welt zu Füßen. Wenn nicht, dann nun ja….“ „Er erpresst die Leute hier drin, die eh nichts haben?“ kam etwas verwundert von Ben. „Nur die, die schon arbeiten dürfen. Sobald du Geld verdienst musst du ihm 35 % abgeben. Dafür beschützt er dich. Niemand würde es wagen, dich auch nur schief anzusehen.“ erklärte Mike. Ben aß weiter und war etwas überrascht, dass es gar nicht so schlecht schmeckte. „Das ist doch Blödsinn. Warum sollte ich zahlen? Ich bin im Knast und hier kann mir niemand etwas.“ lachte Ben leise. „Du hast noch nicht so viel Erfahrung im Knast was?“ harkte Mike nach. Ben sah ihn an. „Das schon, aber es waren kleine Provinzgefängnisse, wo die Ordnung sehr hoch gehalten wurde. Da wurdest du schon wegen einem falschen Blick in die Einzelzelle gesperrt.“ übertrieb Ben absichtlich. Mike nickte. „Ich sehe schon…ich muss dir hier einiges erklären. Ab sofort solltest du dich nur in meiner Nähe aufhalten. So lange du bei mir bist, wird dich keiner anpacken. Hier gibt es eine Hierarchie und die fängt mit dem Don an der Spitze an. Dann kommen seine Leute und dann kommen ich und der Rest. Du stehst derzeit ganz am Ende der Schlange. Sogar vor dir sind die Schließer. Du bist quasi Freiwild für alle. Siehst du den da?“ fragte Mike und wies auf einen Mann, der am Nebentisch saß. Ben sah hin und nickte. „Das ist Sputnik. Jeder bekommt nach einer Weile einen Spitznamen. Und er hat ihn, weil er stockschwul ist. Du kannst dir sicher vorstellen, warum er allein sitzt oder? Genau…er hat so ziemlich jeden durch und man munkelt sogar, dass er Aids hat. Aber das sollte dir egal sein. Drehe ihm nie den Rücken zu. Schon gar nicht in der Dusche. Er könnte es als Einladung betrachten.“ warnte Mike ihn. Ben musterte Sputnik. „Dem bin ich doch dreimal überlegen.“ meinte er nur. „Irre dich da nicht. Wenn es darum geht Frischfleisch zu begutachten, wirst du von mehreren Männern, meistens vom Don, festgehalten und Sputnik wird dich beglücken. Du wirst dich nicht wehren können. Sputnik steht unter besonderem Schutz des Dons. Er hat ihm mal das Leben gerettet.“ erzählte Mike weiter. Ben sah ihn an. „Hat er dich auch schon? Ich meine…“ wollte er wissen. Mike nickte. „Nicht nur einmal. Und es ist kein Vergnügen, das kann ich dir sagen...“ gab dieser leise zu. Ben fühlte sich gar nicht mehr wohl. Dieser Plan in den Knast zu gehen, gefiel ihm überhaupt nicht mehr. Langsam aß er fertig. Wenn Mike Recht hatte, dann würde er sicher schon bald Besuch bekommen. Entweder der Don oder aber Sputnik. „Machen die Wärter denn nichts, wenn so was passiert?“ wollte er wissen. Mike lachte leise. „Die sind froh, wenn sie in Ruhe gelassen werden.“ erklärte er nur.

    Mein Endfeed: Absolut runde und gelungene Story. Das Ben sich am Ende über Semirs Wandel zu "anderen Ufern" lustig macht ist ja wohl klar....dieses Geplänkel liebe ich in den Geschichten und vermisste sie in der Serie etwas...aber was nicht mehr ist, kann wieder werden....

    freue mich schon jetzt auf die nächste Story. Nach der Sommerpause

    Klaus Gerber beobachtete den Kollegen der Autobahnpolizei. Wie gern würde er mit ihm tauschen. Nur so konnte er seinen kleinen Bruder Fynn aus den Fängen von Vohwinkel befreien. Doch sein Chef ließ ihn nicht. Es wäre zu gefährlich. „Was ist....ziehst du den Schwanz ein, Autobahncop?“ fragte er höhnisch. Ben Jäger sah ihn an. „Nein...das nicht. Ich halte es nur für ziemlich gefährlich so unvorbereitet in die Höhle des Teufels zu gehen. Denn das ist es für mich. Im Gefängnis bin ich auf mich allein gestellt. Niemand der mir zur Seite steht...“ gab Jäger zu bedenken. Klaus Gerber nickte. „Das Leben ist nicht immer einfach. Das eines Polizisten sowieso nicht..“ lachte er nur. „Okay...fahren wir...“ unterbrach Sklogowski. Ben Jäger nickte. Klaus Gerber stand ebenfalls auf. „du kannst immer noch zurück...“ schlug er vor. „Fritz...mein Angebot steht nach wie vor. Wie soll so ein Schisser bitte Fynn befreien? Da können wir auch gleich zwei Kränze bestellen..“ knurrte er und sah Jäger erneut von oben bis unten an. „Du bist nicht der richtige Mann, Klaus. Kapier es endlich. Dir wird Pérez nie vertrauen. Du hast ihn rein gebracht. Er wird dich erkennen, egal wie sehr wir dich maskieren!“ fauchte Sklogowski wütend. „Ich will lediglich meinen ....“ gab Klaus zurück. „NEIN!! Und das ist mein letztes Wort!“ unterbrach Sklogowski. Ben Jäger, er und Sklogowski betraten den Fahrstuhl und fuhren ins Erdgeschoss. Auf dem Hof stand ein Transportbus zur JVA. Der Mann, der die Gefangenen überführte stand gelangweilt am Bus gelehnt und sah die kleine Gruppe an. „Das ist Benjamin Block!“ stellte Sklogowski Ben vor. Der Beamte legte Ben die Handschellen an und brachte ihn in den Bus, der einzelne Zellen hatte. „Und verhalte dich ruhig, Block. Ich kann sehr ungemütlich werden.“ warnte der Beamte. Er stieg wieder aus. Dafür kam Sklogowski in den Bus. „Gerber wird Sie morgen besuchen. Ich wünsche Ihnen sehr viel Erfolg und ich hoffe, dass Sie es schaffen den jungen Kollegen zu befreien und das er noch lebt...“ wünschte Sklogowski dem Mann. Klaus Gerber stieß nur verachtend Luft aus. Eigentlich wäre es doch wohl sein Job gewesen, seinen Bruder zu befreien. Dieser Ben Jäger wusste nicht einmal wie wichtig ihm der Auftrag war und hatte ihn einfach geschnappt. Warum hatte er nicht nein gesagt? Denn dann hätte Fritz ihn nehmen müssen.

    Ben wurde im Gefängnis mit den üblichen Sachen ausgestattet und musste seine privaten Habseligkeiten in eine Schale legen. „In sieben Jahren ist es wieder deins, Block..“ grinste der Mann, der ihn begleitete. Ben wurde abgetastet, ob er nicht doch irgendwo etwas versteckt hatte. Wenn mein Vater wüsste, was ich gerade tue, dachte er, würde er sich für mich schämen. Nacht stand er nun vor der Aufsicht. „Okay....anziehen!“ befahl dieser als er fertig war. Ben kleidete sich mit der üblichen Anstaltstracht und wurde in den Zellentrakt gebracht. Vor Zelle 73 blieben sie stehen. Der Beamte öffnete die Tür und sah Ben an. „Dein neues Zuhause. Wirst dich hier sicher schnell einleben, Block. Wecken ist um sieben, Frühstück um acht, dazwischen hast du Zeit dich zu duschen, sofern dir danach ist.“ erklärte die Aufsicht im Schnellverfahren den Tagesab-lauf. „Zwischen zehn und zwölf, wirst du dich in deiner Zelle aufhalten. Dann haben wir Mittag und Hofgang. Ab sechzehn Uhr ist Freizeit. Wenn du dich an alles hältst, darfst du bald auch in den üblichen Bereichen arbeiten und Geld verdienen. Aber frühestens in vier Wochen.“ Ben hörte schweigend zu und betrat dann die Zelle. Er legte die Bettwäsche auf die Pritsche und fing an die kratzige Decke zu beziehen. Als er fertig war, setzte er sich auf das was sein Bett war und sah sich um. Die Wände waren mit Malereien der Vorbewohner verziert, doch Ben gestand sich, dass es nicht hässlich war und dem Raum eine leichte wohnliche Atmosphäre verlieh. Die Toilette war von einer Wand von der eigentlichen Zelle getrennt und hatte sogar eine Tür. Es roch etwas streng, doch das was Ben wirklich beruhigte war, dass er die Zelle allein für sich hatte. Somit war die Rivalitäten um Bett oder besten Platz nicht gegeben, dennoch fühlte er sich unwohl, denn diese 12 qm² waren nichts im Vergleich zu den 90 qm² die er allein im Wohnzimmer hatte. Ein altes Radio stand auf der kleinen Fensterbank. Ben nahm es und pustete den dicken Staub weg. Ob es wohl noch funktionierte? Semir musste ihm sobald er wieder da war, einige Sachen besorgen. Noch drei Tage und sein Partner und Freund kam aus dem Erholungsurlaub zurück. Bis dahin musste er das Beste daraus machen. „Hey Frischfleisch!!“ rief eine Stimme durch die Wand. Ben reagierte nicht. Dann pochte es deutlicher gegen die Wand. „FRISCHFLEISCH!!“ hörte er erneut. „Was willst du?“ fauchte Ben fragend zurück. „Wer bist du?“ harkte die Stimme nach. „Benjamin Block…“ gab Ben zurück. „Benjamin block…ha…ha…ein toller Name.“ Lachte die Stimme. „Und wer bist du?“ wollte Ben wissen. „Mike Brenner…wie lange hast du zu sitzen?“ kam die nächste Frage. „Sieben Jahre..“ gab Ben zurück. „Schnauze hier!!“ schrie einer der Wärter durch den Gang. Ben zog die Schultern hoch. „Wir unterhalten uns später beim Essen.“ versprach Mike. Ben antwortete nicht. Er legte sich aufs Bett und dachte nach wie er weiter vorgehen würde. Um den Kontakt zu Pérez aufzubauen, musste er zunächst wissen wo er war und wie er an ihn ran kam. Das wird sicher nicht einfach.

    Lucia de Lano erwachte schweißgebadet aus ihrem Schlaf. Sie sah sich um und bemerkte, dass sie in ihrer eigenen Wohnung war. Gott sei Danke, dachte sie nur, es war alles nur ein Traum. Sie nahm ihren kleinen Wecker zur Hand und sah auf das Ziffernblatt. Gerade einmal halb elf. Gleich müsste sie in die Oper. Sie stand auf, nahm ihre Sachen und ging ins Bad. Schnell hüpfte sie unter die Dusche und machte sich fertig. Eine Stunde später kam sie frisch geduscht und fertig angezogen aus dem Bad, warf sich ihre Jacke über und stürmte aus der Wohnung. „Hey, können sie nicht aufpassen.“, fauchte sie, als sie mit Ben zusammenstieß. „Moment mal, sie haben mich doch umgerannt.“, zischte er zurück und sah sie erbost an. „Jetzt auch noch streiten, was? Lassen wir das, ich bin sehr in Eile.“, schnaubte sie und wollte gerade gehen, als sie von Ben festgehalten wurde. „Sind sie Lucia de Lano?“, wollte er wissen. Sie sah ihn mit noch größerem Zorn an. „Sind sie ein Fan?“, fauchte sie nur wütend und wollte sich losreißen, als Semir ihr seinen Ausweis unter die Nase hielt. „Gerkhan und Jäger, Kripo Autobahn. Wir müssten dringend mit ihnen sprechen, Frau de Lano.“, meinte er mit sanfter Stimme. Sofort war Lucia ruhig und sah die beiden Kommissare an. „Polizei?“, fragte sie erstaunt und sah Ben an. Dieser ließ ihren Arm los und nickte noch einmal zustimmend. „Wir müssen bitte mit ihnen sprechen. Können wir dazu in ihre Wohnung gehen?“, fragte Ben und sah die Sängerin an. „Es geht um Markus oder?“, kam es sofort von ihr. „Woher wissen sie das?“, wollte Semir wissen, doch sie bat die beiden Polizisten nur in ihre Wohnung.

    Lucia bot den beiden Männern Platz zu nehmen. „Frau de Lano, woher wussten sie, dass wir wegen Markus Bäumer hier sind?“, fing Semir mit der Befragung an. „Ich habe es geträumt. Irgendwas ist Markus passiert, habe ich geträumt und dass zwei fremde Männer mich besuchen würden.“, erklärte sie. Ben lachte leicht verächtlich auf. Lucia sah ihn erbost an. „Glauben sie nicht an die Kraft von Träumen?“, fauchte sie und Semir sah grinsend zu seinem Partner. „Frau de Lano, was können sie uns über Bäumer erzählen?“, fragte Semir dann. Sie sah den Deutschtürken mit ihren großen Augen an. „Ich habe ihn geliebt, aber er hat mich fallen gelassen, wegen dieser... dieser...“, sie stockte und ballte die Fäuste. Die Tasse, die sie in der Hand hatte, flog im hohen Bogen gegen die Zimmerwand und zerschellte. „Er hat mich verlassen, wegen einer Cellistin.“, schrie sie und wütete in ihrem Zimmer, wie eine Furie. „Frau de Lano...beruhigen sie sich.“, stieß Ben aus und hielt ihre Hände fest. Langsam fuhr das Mädchen den Wutpegel zurück und ließ sich geschafft auf das Sofa niederfallen. „Was wissen sie über diese Cellistin?“, fragte Ben dann etwas geschafft. „Er hat sie hier in Köln kennen gelernt. Sie ist... sie ist drei Jahre jünger, als ich und sitzt im Orchester.“, fauchte sie wieder, sah dann aber auf die Uhr. „Verdammt, ich muss in die Oper. Entschuldigen sie mich bitte.“, zischte sie und schnappte sich ihre Jacke, verließ mit Ben und Semir das Haus und brauste mit ihrem Mini davon.

    Verdammt, sie war schon wieder zu spät dran und sie hatte eigentlich noch nicht gefrühstückt. Der Intendant würde sie rauswerfen, wenn sie wieder zu spät kam, aber sie musste was essen. Schnell setzte sie den Blinker und fuhr bei der nächsten Autobahntankstelle rauf, hielt neben dem Shop und ging schnellen Schrittes durch die Reihen, holte sich eine Packung Butterkekse und einen Latte Macchiato aus dem Regal, ging zur Kasse und bezahlte mit nervöser Hand. Schnell saß sie wieder in ihrem Auto, fuhr los und futterte bei der Fahrt die Kekse in sich hinein. Dann riss sie den Deckel vom Latte und trank das Getränk mit einem hastigen Zug aus. Hm, Mandeln, dachte sie nur. Ihre Augen waren immer auf die Straße gerichtet. Doch plötzlich setzte bei ihr ein ungutes Schwindelgefühl ein und ihre Atemluft wurde knapp. Schlagartig fasste sie sich an den Hals, versuchte ruhig zu atmen, doch je mehr sie ruhiger und flacher zu atmen versuchte, desto schlimmer wurde es. Plötzlich verkrampfte sich ihr ganzer Körper, die Beine wurden steif und ihre Hände krallten sich ums Lenkrad. Der Fuß drückte unaufhörlich aufs Gaspedal. Ihr Mini machte einen berauschenden Satz nach vorne und der Anhänger eines LKWs kam immer dichter. Es passierte das unausweichliche. Der Mini schoss in die Ladefläche und katapultierte sich selbst durch die Wand des Lasters. Das Führerhaus wurde mitgerissen, kaum eine Chance auf Überleben für beide Fahrer. Der Laster schrammte an der Leitplanke entlang und fiel dann quer über die drei Spuren. Mehrere Wagen rasten noch in die Unfallstelle, bevor dann der Verkehr zum Stocken kam. Den Überlebenden bot sich ein schlachtfeldartiger Trümmerhaufen aus Blech, Metall und Gummi.

    ich weiß nicht.....wieso habe ich das GEfühl, dass es immer noch nicht genug ist....? Wieso beschleicht mich die Ahnung das jetzt noch etwas ganz übles passiert? Semir rettet Emely...und alles ist wieder gut? Nee...das geht nicht......oder doch?

    Andreas Vohwinkel sah Hans Bauer an. „Wie weit seid ihr?“ wollte er wissen und legte die gefüllte Spritze auf die Kommode. „Wir sind dran. Aber das gibt es eine sonderbare Entwicklung. Carlos berichtete mir, das viele Insassen verlegt wurden. Angeblich aus personellen Gründen. Nur sind diese nicht erkennbar. Ich habe ein dumpfes Gefühl, das da was nicht stimmt.“ erklärte Hans nachdenklich. Andreas nickte. „Schon merkwürdig. Was denkst du steckt dahinter?“ harkte er nach. „Keine Ahnung. Aber ich werde es sicher herausfinden. Nur sollten wir unseren Plan nicht aufgeben. Hast du was von dem Bullen erfahren?“ kam die Gegenfrage von Hans. „Noch nicht. Aber ich werde es noch schaffen. Er bekommt gleich seine erste Dosis. In ungefähr einer Woche frisst er mir aus der Hand und wird alles erzählen, um den nächsten Schuss zu bekommen. Und dann gehört er mir.“ lachte Andreas. Hans sah ihn an. „Du willst ihn süchtig machen? Das ist eigentlich eine gute Idee. Aber wenn du ihn gehen lässt dann wird er seine Arbeit nie wieder aufnehmen können. Die Bullen lassen keinen Süchtigen für sich arbeiten.“ gab Hans zu bedenken. „Nun ja....wenn er es geheim hält schon.“ Lachte Andreas. „Und das wird er....“ hängte er an. Es hörte sich an wie ein Versprechen. Er nahm die Spritze und ging zur Kellertreppe. Dort drehte er sich noch einmal zu Hans um. „Willst du beim ersten Schuss dabei sein?“ fragte er. Hans nickte und folgte Andreas. Nur wenige Treppen weiter unten gab es einen verschlossenen Raum. Andreas öffnete die Tür. Der Raum war dreckig und es stank nach Fäkalien. „So mein lieber Fynn. Nun wirst du ein Geschenk von mir bekommen..“ verkündete Andreas und ging zu dem Bett, auf dem ein junger Mann lag. Sein Gesicht war völlig verschwollen. „Hallo Fynn...geht es dir besser? Können wir weiter machen?“ verhöhnte Andreas den Mann. „Du kannst mich mal...“ stieß der junge Mann nuschelnd aus. „Ja...das werde ich auch. Ich habe dir ein Geschenk mitgebracht. In spätestens einer Woche wirst du mir die Füße küssen..“ lachte Andreas. „Niemals...“ kam als Antwort. Andreas prüfte die Spritze und ging ans Bett. Mit schnellen geübten Griffen band er den rechten Arm ab. „NEIN!! Bitte nicht!! Bitte.....ich will das nicht.....!“ schrie Fynn und versuchte sich gegen die Fesseln zu wehren, die ihn am Bett hielten. Andreas lachte und ließ die Nadel in die Vene gleiten. Nur kurz darauf war die Spritze leer. „Angenehme Träume....“ wünschte Andreas dem Mann und verließ mit Hans den Raum.

    Der nächste Morgen kam schneller als Ben gewollt hatte. Der Wecker riss ihn gegen sechs aus seinen schönen Träumen und er hatte Mühe aus dem Bett zu kommen. Um sieben sollte er bereits beim LKA sein. „Das wird knapp“ stöhnte er leise und duschte schnell. Fürs Frühstücken blieb keine Zeit mehr und so musste er mit knurrendem Magen ans Steuer. Doch der Hunger war zu groß. Nur wenige Kilometer später blieb er auf dem Rastplatz stehen und kaufte sich ein Frühstück. Als er wieder losfuhr war fast eine halbe Stunde vergangen und sein Handy klingelte. „Jäger...“ meldete er sich kauend. „Herr Jäger!! Wir hatten gesagt um sieben! Jetzt ist es halb Acht. Wo zum Teufel bleiben Sie?“ fauchte ihn der Anrufer an. „Ihnen auch einen schönen guten Morgen Herr Sklogowski. Ich bin hier nicht ganz allein auf der Strasse und in knapp zehn Minuten da...“ versprach Ben und schluckte das Stück Brötchen runter. „Ich hoffe, dass Sie das einhalten können. Sie dürfen ruhig das Blaulicht benutzen..“ schlug der LKA-Mann vor. „Das verstößt gegen die Regel!“ stellte Ben grinsend richtig. „Beeilen Sie sich bitte!“ kam von Sklogowski und dann legte dieser auf. Ben legte sein Handy auf den Beifahrersitz und grinste. „Wie gut, das ich in manchen Fällen die Vorschriften kenne.“ sagte er leise zu sich. Tatsächlich schaffte er es fünfzehn Minuten später dort zu sein. Er ging ins Gebäude und stellte sich an den Tresen der Anmeldung. „so...da bin ich..“ verkündete er. Die junge Frau hinter dem Tresen sah ihn an und lächelte. „Und wer sind Sie?“ fragte sie freundlich. „Ach so...Ben Jäger....Herr Sklogowski erwartet mich.“ gab er zurück. „Ah ja....Sie gehen die Treppe hoch und dann links. Raum 104..“ erklärte sie weiter. Ben schob ihr eine Karte zu. „Wenn Sie nichts anderes zu tun haben, können Sie mich gern anrufen..“ gab er zu. Sie nahm die Karte und lächelte. „Nur wenn ich meine Kinder und meinen Mann zur Verabredung mitbringen darf..“ stellte sie fest. Ben schluckte. „Vergessen Sie es einfach wieder...“ murmelte er verlegen und zog ihr die Karte aus der Hand und verschwand in Richtung Treppe. Nur wenig später klopfte er artig an der Tür. „Da bin ich...“ wiederholte er als er den Raum betrat. Er sah in die Runde. „Das wird aber auch Zeit! Können wir direkt los?“ wollte Sklogowski wissen. Ben sah ihn an. „Wie sofort? Wollten Sie mich nicht erst einmal ...“ fing Ben erstaunt an. „Sie hatten doch die Nacht Zeit, sich darauf vorzubereiten. Alles Andere werden Sie vor Ort lernen..“ grinste Klaus Gerber. „Es bleibt leider keine Zeit mehr, Herr Jäger...oder besser ab sofort Herr Block...“ gab Sklogowski von sich. Ben schüttelte den Kopf. Er musste sich auf eine Mission einlassen, von der er nicht viel wusste. War das alles, was das LKA wusste? Oder wurde er als Kanonenfutter missbraucht?

    Danke danke...dann wünsche ich allen Feedern die in Urlaub gehen viel Sonne in den freien Tagen. Ich darf noch drei Wochen und bin dann auch für drei Wochen in Urlaub....und danach eine einwöchige Schulung in SIcherheit...(dann kann ich bei den Stunts ein paar Tipps geben)....aber ich werde dennoch posten. Und was die Woche mit den Urlaubern angeht...dann machen wir halt ne Pause bis ihr euch meldet und schreit...wir wind wieder da!!!!! ;)

    „Was ist mit ihm?“, fragte Semir besorgt. „Sie haben ihn da rausgeholt und erstversorgt? Danke dafür, aber alles Andere darf ich Ihnen nicht sagen.“e der Arzt. „Doch schon, ich bin Semir Gerkhan von der Kripo Autobahn. Ab sofort bearbeiten wir den Fall. Also?“, zog Semir den Ausweis und hielt ihm den Arzt unter die Nase. „Sieht nicht gut aus. Wir müssen ihn schnell in ein Krankenhaus bringen. Wir fahren in die Uniklinik, denn nach dem Schaum vor dem Mund zu urteilen, ist er vergiftet worden. Die Frage ist nur, was es ist und ob er es überlebt. Und nun entschuldigen Sie mich bitte.“, gab der Arzt von sich. Er ließ den Schwerverletzten in den Rettungswagen bringen. Semir sah Andrea an. „Tja …. Soweit zu unseren gemeinsamen Abend… tut mir Leid…“, sagte er traurig. Andrea lächelte. „Schon gut… du bist halt ein Held… Ich bin stolz auf dich.“, hauchte sie ihm ins Ohr. „Dann ist alles wieder gut?“, wollte er wissen und schlang seine Arme um Andreas Körper. „Nicht ganz.“, kam es von ihr. „Was heißt das?“, wollte Semir wissen und sah Andrea abwartend an. „Du wirst mit mir in ein zweites Konzert gehen und dieses Mal wünsche ich, dass du durchhältst.“, forderte sie und sah ihren Mann eindringlich an. Ergeben stöhnte er auf. „Okay, und dieses Mal verspreche ich dir, dass ich den Abend nicht einschlafe.“, versicherte Semir seiner Frau. „Soll ich alleine nach Hause fahren und du wartest hier auf Ben?“, wollte Andrea wissen. „Ich denke, es ist hier nichts mehr zu tun. Fahren wir nach Hause und kuscheln noch ein bisschen.“, schnurrte er. Andrea stimmte zu. Die Kollegen in Uniform und die Spurensicherer waren ja hier und so würde Semir alles auf seinen Schreibtisch kriegen.

    Der Krankenwagen erreichte die Uniklinik und sofort sprangen die Sanitäter mit der Tragbare aus den Wagen, schoben ihn sofort in den Schockraum. Noch immer überkamen ihn Krämpfe und die Atmung setzte immer weiter aus. „Verdammt, er stirbt uns weg.“, schrie Dr. Sabrina Jung ihr Team an. Sofort wurde der junge Tenor in den Schockraum gefahren, doch es kam nur noch zu einem letzten Aufbäumen und dann brach er regungslos zusammen. „Shit... Defi... schnell.“, schrie sie und griff nach dem Gerät, setzte es auf die Brust des Mannes und entlud es. Doch es war zu spät. Die Linie war durchgezogen. Der Mann regte sich nicht mehr und sein Herz schlug nicht mehr. „Verdammt... verdammt... verdammt.“, stieß sie aus und schlug auf die Trage. Das war ihr erster Patient, den sie verloren hatte. Sie fühlte sich furchtbar. Doch dann bemerkte sie den Schaum vor dem Mund des Toten. „Schnell, toxikologische Untersuchung des Toten und dann ab in die Gerichtsmedizin. Hier liegt eine Vergiftung vor.“, stieß sie aus und sofort hatte sie eine Probe des Schaums genommen und unter ihr Mikro gelegt. Der Körper wurde von den Sanitätern wieder hochgehoben, auf eine Trage gepackt und in die Gerichtsmedizin gefahren. Was würde sie nur finden?

    Am nächsten Tag kam Semir gut gelaunt ins Büro. Fröhlich pfiff er vor sich hin und begrüßte Susanne. „Na, musstest du nicht auf der Couch schlafen?“, fragte Susanne schnippisch. Semir sah sie erschrocken an. „Woher...“, fing er an. „Ich habe mit Andrea eigentlich schon fast gewettet, dass du es entweder vergessen würdest oder aber einschläfst.“, lachte sie und sah Semir nur an. „Das ist nicht fair von euch.“, knurrte er. Ben kam dazu. „Na, gestern eingeschlafen?“, wollte er wissen und klopfte seinem Partner auf die Schulter. „Hast du etwa auch mitgewettet?“, fauchte Semir seinen Partner an. „Semir... bitte. Ich wusste, dass du null Sinn für Kultur hast.“, lachte er „Das sagt derjenige, der Artischocken für Fische hält.“, zischte Semir nur erbost. „Hey, beides kann man essen, oder?“, meinte Ben nur und ging ins Büro. Semir kam hinterher. Er ließ sich einfach auf den Stuhl fallen und wollte sich die erste Akte schnappen, als das Telefon klingelte. „Ja... Gerkhan.“, meldete er sich. „Doktor Feldmann hier. Ich habe euren Unfallkandidaten von gestern Abend aufgemacht und bin mit ihm soweit durch.“, berichtete er. „Ist gut. Wir kommen sofort.“, entgegnete Semir und legte dann auf. „Was ist?“, wollte Ben wissen. „Wir hatten gestern auf dem Heimweg einen verunglückten Fahrer. Er ist gestorben. Der Doc ist gerade mit ihm fertig.“, meinte Semir und nahm seine Jacke wieder. „Kommst du, dann können wir gleich in die Gerichtsmedizin.“ „Muss das denn immer vor dem Frühstück sein?“, knurrte Ben und folgte seinem Partner zum Wagen.

    Dr. Daniel Feldmann wusch sich gerade die Hände, als die beiden Kommissare in sein Reich traten. „Wow, war kein Verkehr oder seid ihr geflogen, dass ihr so schnell hier seit?“, fragte er lachend. „Wofür gibt’s Blaulicht.“, lachte Semir nur. „Ihr seid unmöglich.“, lachte der Pathologe und ging zum Tisch rüber. „Wann ist er gestern verstorben?“, wollte Semir wissen. „Etwa gegen halb zwölf. Die Ärztin konnte ihm nicht mehr helfen.“, erwiderte der Arzt und zog das Leichentuch vom Kopf des Opfers runter. Ben sah etwas angewidert auf den toten Körper, was dem Arzt nicht verborgen blieb. „Na na Ben, hast du noch nie einen Toten gesehen?“, wollte er wissen. „Schon, aber ich kann mich nicht an den Anblick gewöhnen.“, meinte er. Der Arzt lachte. „Weichei.“, hauchte er hustend vor sich her. „Was war das für ein Schaum vor seinem Mund?“, kam die Frage nun von Semir. „Cyanwasserstoff.“, erklärte er und lugte durch seine Brille. „Was?“, fragte Ben und sah Semir an, der ebenfalls nicht verstand, was der Doktor von ihnen wollte. Daniel lachte auf, nahm seine Brille von der Nase und putzte sie kurz an seinem Kittelsaumen. „Blausäure Jungs... oder für euch ganz einfach... Bittermandeln.“, erklärte er. „Aber... worin? Ich meine, das Zeug riecht doch sehr stark nach Mandeln, deswegen ja der Name. Womit hat er es aufgenommen?“, wollte Ben wissen. Der Pathologe reichte den Beiden seinen vorläufigen Bericht. „Na dem, was ich ermittelt habe, war er in etwas, was er vorher zu sich genommen hat. Was es war, kann ich leider nicht mehr feststellen.“, erklärte er und entließ damit Semir und Ben.

    Ben lachte auf. „Das ist ja wohl ein Witz!“ stieß er aus. Fritz Sklogowski sah ihn an. „Leider nein, Herr Jäger. Carlos Pérez so heißt der Mann, der ausbrechen wird ist Vohwinkels wichtigster Mann. Sie müssen wenn Sie drin sind, sich erst einmal beweisen. Sich quasi hocharbeiten um würdig zu sein in seine Nähe zu kommen. Pérez ist nicht einfach. Er lässt niemanden schnell an sich heran. Wir wissen das Vohwinkel den Ausbruch bei der Verlegung von Pérez in zwei Wochen geplant hat.“ erklärte Sklogowski. „Dann verlegen Sie ihn eben nicht. Wo ist bitte das Problem?“ wollte Ben wissen. „Das ist nicht möglich….Herr Jäger…wissen Sie was für ein Prozedere es ist, so eine Verlegung rückgängig zu machen?“ fauchte Schrankmann dazwischen. „Wir haben uns alles sehr genau überlegt….Sie werden mit einem Tarnnamen und einer fingierten Akte wegen schwerer Körperverletzung, Widerstand gegen die Staatsgewalt und wegen versuchen Mord sieben Jahre einwandern. Wir haben wirklich alles genau durchdacht….Es kann Ihnen nichts passieren..“ versprach Sklogowski. „Sie wollen, dass ich völlig unvorbereitet auf so eine Sache eingehe? Ich brauche wenigstens mehr Input. Was ist dieser Pérez für ein Mensch?“ harkte Ben nach. Gerber warf ihm eine Akte zu. „Hier steht alles, was Sie über Pérez und Vohwinkel wissen müssen. Lernen Sie es heute Abend und gut ist.“ Grinste er breit. Ben fing die Akte auf. „Das ist Wahnsinn! Der absolute Wahnsinn!“ kam von Ben. Klaus Gerber schnaubte verächtlich. „Ich wusste doch….die Jungs der Autobahnpolizei sind nicht dafür einzusetzen. Es sind Babys…keine Erfahrung mit echten Verbrechern. Die gehören auf die Straße und sollen sich um Verkehrsrowdys kümmern. Echte Polizeiarbeit ist nicht deren Stärke…“ kam höhnisch von ihm. „Ich habe dir doch schon erklärt warum du nicht in Frage kommst. Verdammt du hast Pérez doch rein gebracht. Meinst du er wird dir vertrauen?“ fauchte Sklogowski wütend.

    Klaus Gerber sah Ben herausfordernd an. „Herr Jäger…man kann Sie nicht zwingen, aber auch Sie haben Ihren Eid geleistet. Sie haben geschworen alles für das Land und das Wohl der Bürger zu tun und sich jedem Verbrechen zu stellen. Notfalls sogar das eigene Leben unter das der Anderen zu stellen…“ machte er ihn aufmerksam. Ben hielt dem Blick stand. „Ich weiß was ich für einen Eid geleistet habe!“ fauchte Ben, der ebenso wütend war, dass er den Job machen sollte wie Gerber der ihn nicht durfte. „Ich weiß genau was für einen Job ich mache und es ist ziemlich egal in welcher Abteilung der Polizei man arbeitet! Nur ist es ein großer Unterschied ob ich auf der Straße die Leute stelle oder im Gefängnis wo ich auf mich allein gestellt bin! Ohne Rückendeckung ist es schlichtweg Selbstmord!“ stellte Ben sofort richtig. Er fühlte sich völlig überrollt mit diesem Fall. „Sie werden sich morgen früh um sieben beim LKA einfinden und dann ins Gefängnis gebracht! Damit ist die Sache erledigt. Ich habe noch andere Termine, die ich wahrnehmen muss!“ mischte sich Schrankmann ein. „aber…“ fing Ben an. „Kein Aber! Vohwinkel will einen großen Coup landen, ob mit Drogen oder Waffen, ist nicht bekannt. Wir müssen es herausfinden und natürlich auch verhindern und das ist ihr Job, Herr Jäger!“ Schrankmann stand auf und verließ den Raum. Alle Beteiligten sahen ihr verwundert nach. „Ben…wenn Sie wollen, werde ich Widerspruch beim Innenminister gegen diesen Einsatz einlegen. Man kann Sie nicht zwingen und Sie können sich dagegen wehren!“ schlug Kim vor und unterbrach das Schweigen. Die Männer sahen sie an. Man spürte dass auch sie die Entscheidung der Staatsanwältin nicht akzeptieren. Ben schüttelte den Kopf. „Schrankmann hat Recht. Wir müssen Vohwinkel endlich in den Knast bringen. Ich werde das schon schaffen.“ lächelte er sich an und wandte sich an Sklogowski und Gerber. „ich werde den Fall annehmen. Aber ich setze eine Bedingung. Sobald mein Partner aus seinem Erholungsurlaub zurück ist, wird er eingeweiht und ist mein Kontakt zur Außenwelt!“ forderte Ben. Fritz Sklogowski sah Klaus Gerber an. Dieser nickte. „das können wir sicher einrichten lassen. Herr Gerkan und Herr Gerber könnten ja zusammen arbeiten“ nickte Sklogowski. „Aber denken Sie daran, das dass Gefängnis keine Autobahn ist. Wir sind auf Ausbrüche überhaupt nicht vorbereitet. Außerdem ist die halbe Belegschaft mit einem Virus außer Gefecht gesetzt. Es grassiert gerade ein Magen-Darm-Virus und…“ warf nun Riefenstahl ein. „Deshalb werden wir ja auch diesen Ausbruch nicht verhindern. Die Verbrecher wissen doch, dass sie es nicht machen können.“ lächelte Klaus Gerber.

    Hallo meine Fans...;)...(ich liebe es zu sagen)

    ich versuche mit meinen wiedergefundenen I-net-Stick euch mit einer neuen STory zu unterhalten. Feedet bitte, auch wenn ich evtl. nicht täglich einstelle....ach ja...und vergesst euer Baldrian nicht...;)

    ***************************************************************************************************************************************************************************************************************************


    Willkommen in der Hölle

    Ben griff sein Handy und schaltete die Freisprechanlage an. „Guten Morgen Susanne..“ begrüßte er die Sekretärin. „Sag nicht ich bin zu spät....ich bin unterwegs wirklich..“ versprach er und fuhr auf den Parkplatz der PAST. „Die Chefin hat große Sehnsucht nach dir Ben....beeile dich bitte..“ hörte er die junge Frau sagen. „Ja okay...“ gab Ben durch und drehte den Zündschlüssel. Er stieg aus und ging in die PAST, wo Susanne ihn staunend ansah. „Bist du geflogen?“ fragte sie etwas verwirrt. „Nein....mein Pilot hat heute frei...ich war schon fast hier, als du angerufen hattest.“ stellte er sofort richtig. „Was liegt denn an?“ hängte er fragend an. „Keine Ahnung...du sollst sofort zu ihr kommen, wenn du da bist. Was ich dir sagen kann ist, das einige Kollegen vom LKA da sind, die Schrankmann und ein gewisser Frank Riefenstahl aus der JVA Aachen.“ zählte Susanne auf. „Ah...ja...klingt wichtig. Dann sollte ich sie nicht länger warten lassen..“ meinte er nur grinsend und ging zum Zimmer von Kim Krüger. „Genau das...“ nickte Susanne und machte mit ihrer Arbeit weiter. Ben klopfte artig an und öffnete die Tür. „Da sind Sie ja endlich!“ stieß Kim aus und bat ihn rein. Ben nickte und verschloss die Tür. Er sah die versammelten Personen an „Sie wollten mich sehen..“ fing er an. Kim nickte. „Bevor wir anfangen stelle ich Ihnen die Herren vor. Das sind Kriminalrat Fritz Sklogowski, Kriminaloberkommissar Hein Schrammel und Hauptkommissar Klaus Gerber vom LKA Düsseldorf, Frau Schrankmann ist Ihnen ja bekannt und Herr Frank Riefenstahl, Leiter der JVA Aachen. Sie sind wegen ein Amtshilfegesuch hier...“ erklärte Kim. „Amtshilfegesuch? In welcher Art?“ harkte Ben sofort nach. „Meine Herren Hauptkommissar Ben Jäger. Bitte Herr Sklogowski...Sie dürfen ihn nun persönlich fragen.“ lächelte Kim einen der Besucher an. Derweil setzte Ben sich auf einen der Stühle und sah den Mann an. „Ben Jäger...der Name sagt mir was. Waren Sie schon mal beim LKA?“ harkte Sklogowski nach. Ben nickte. „Ich habe meine Kommissarsausbildung dort gemacht.“ Gab er zu. „Warum sind Sie nicht geblieben?“ harkte der Mann nach, der ihn mit Hein Schrammel vorgestellt wurde. Bens Lächeln verschwand. „Private Gründe, die hier nichts zu suchen haben.“ am sofort ablehnend von ihm.

    „Könnten wir bitte wieder zum Thema kommen...“ drängte Maria Isolde Schrankmann. „Ja sicher. Es geht um einen Ausbruch der in der JVA Aachen passieren soll.“ Erklärte Kim. „Okay...und ich soll ihn verhindern oder wie?“ grinste Ben. „Nein...Sei sollen ihn mitmachen.“ Kam von Sklogowski. Ben hatte gerade ein Schluck Wasser getrunken und verschluckte sich. Hustend sah er in die Runde. „Bitte was?“ fragte er keuchend. „Sie werden den Ausbruch mitmachen und sich der Bande von Andreas Vohwinkel anschließen.“ Wiederholte nun Klaus Gerber. „Soll das heißen, ich muss in den Knast?“ harkte Ben nach. „Genau das. Wir können keinen von uns rein bringen, denn wir sind Vohwinkel bekannt. Außerdem sitzen dort zu viele die von uns rein gebracht wurden.“ Erklärte Sklogowski weiter. „Ach und von mir rein gebrachte sind dort nicht oder wie?“ wollte Ben wissen. „Was ist wenn mich einer der Insassen erkennt?“ hängte er an. „Das ist uns natürlich bekannt und wir können Ihnen versichern, das wir alle Häftlinge an deren Verhaftung Sie oder Ihr Kollege Semir Gerkan beteiligt waren, verlegt haben. Dort ist niemand mehr, der Sie kennt.“ Versprach Schrammel. „Wenn Sie drin sind, müssen Sie versuchen an Carlos Pérez zu kommen. Er ist Vohwinkels bester Mann und soll befreit werden. Wann und wie wissen wir nicht genau. Sie müssen es herausfinden. Machen Sie sich bei ihm beliebt und brechen Sie mit aus. „Herr Jäger...es ist unsere einzige Chance endlich Andreas Vohwinkel in seine Schranken zu weisen.“ mischte Schrankmann sich ein. Ben stieß leise stöhnend die Luft aus. „Was genau ist der Hintergrund? Wenn ich mich entscheiden soll, dann will ich alles wissen.2 forderte Ben auf. „Also gut...wir haben vor zwölf Wochen einen jungen Kollegen in die Bande von Vohwinkel eingeschleust. Aber seit ungefähr drei Wochen hören wir nichts mehr von ihm. Wir können ihn nicht erreichen. Wir müssen davon ausgehen, das er entweder enttarnt und tot ist, oder aber zur Gegenseite gewechselt hat.“ erklärte Sklogowski. „das ist absurd!! Das hat er nie!! Fynn war und ist Bulle durch und durch!“ verteidigte Klaus Gerber den Ben unbekannten Kollegen. Ben sah ihn an. Er war eigentlich nicht abgeneigt den Auftrag anzunehmen, doch die Sorge, dass einer der Insassen ihn doch erkannte wog schwer. Er atmete tief ein. „Ich weiß nicht...wie lange habe ich Zeit mich zu entscheiden?“ wollte er wissen. Sklogowski sah auf die Uhr. „Genau genommen zehn Minuten.“ kam von ihm.

    lol wie sagte Bruce Darnell immer; "Drama Baby....Drama.."

    Aber Chris..übertreib es nicht, sonst sind die Leser bald so fertig und betteln noch mehr...oder stehen vor deiner Tür in Berlin. ;) Klasse part ich liebe es wenn es so hektisch wird, wenn es so aussichtslos aussieht....

    Die Geschichte war rund und gelungen, nur das allerletzte Kapitel fand ich ein bißchen holperig.

    Du hast Recht...da war ich schon mitten im Umzugsstress und wohl weit in Gedanken die nichts mit der Story zu tun hatten. Dennoch fand ich es gut, es stehen zu lassen.


    Ich freue mich schon auf Deine nächste Geschichte, aber das Fantreffen ist doch erst Anfang September, werden wir so lange nichts von Dir lesen können? Ich hoffe Du schreibst dann wenigstens mit Chris an einer Gemeinschaftsstory weiter, sonst leiden wir hier alle unter Entzug.

    Ich bin ja immer noch am umräumen und arbeite an meiner nächsten. Die in wenigen Tagen sicher fertig sein wird. Wenn sie vorher fertig ist, bekommt ihr es natürlich zu lesen. Ich will doch nicht das ihr leidet. :) Und was die Storys mit Chris angeht....da geht es munter weiter.....gell Chris

    Vielen Dank für die vielen Feeds.