Beiträge von Elvira

    Abendessen.....

    Klaus wachte auf und sah sich verwundert um. „Fynn...“ stieß er aus und setzte sich auf. Sein Bruder lag in seinem Bett und es schien sich nichts verändert zu haben. „Verdammt...dieser Mistkerl...“ fauchte Klaus und dachte an Semir Gerkan. Plötzlich hörte er ein leises Husten. Es kam eindeutig aus Fynns Richtig. Langsam stand Klaus auf und ging an das Bett. „Fynn?“ fragte er hoffnungsvoll und Fynn bewegte sich. Er schlug die Augen auf und sah Klaus an. „Hey....kleiner Bruder...hallo...“ Klaus konnte seine Tränen nicht zurück halten. Nach vielen Tagen voller Angst um seinen Bruder schien sich nun endlich eine Wandlung zum Guten zu ergeben. „Klaus...Klaus...?“ kam leise über Fynns Lippen. „Ja...ja...ich bin hier...ich bin bei dir...jetzt wird alles wieder gut.....es wird wieder gut...“ weinte Klaus und hielt Fynns Hand. „Ich kann ...ich kann dich nicht sehen...ich...sehe nichts.....“ klagte Fynn. Klaus bemerkte vor lauter Freude gar nicht, dass er den Klingelknopf betätigt hatte. Nur wenig später kam Dr. Korn und eine Schwester hinein. Klaus sah den Arzt mit geröteten Augen an. „Er ist wieder wach...“ strahlte er. Nun erkannte auch der Arzt, dass es Freudentränen waren, die dort vergossen wurden. „Herr Gerber...Schön das Sie uns die Ehre geben wieder unter den Lebenden zu weilen...wie fühlen Sie sich?“ wandte sich Korn an Fynn. „Ich kann nichts sehen.....meine Beine nicht bewegen...ich...ich...“ klagte Fynn. „Das ist nicht ungewöhnlich. Sie lagen fast zwei Wochen im Koma. Der Körper muss auch erwachen. Wir werden gleich die Funktionen testen und dann werden Sie erkennen, dass alles in Ordnung ist. Sie sagen mir, was Sie empfinden und wenn Sie nichts empfinden...“ beruhigte der Arzt. Fynn nickte. „Warum bin ich hier? Was ist passiert?“ harkte Fynn nach. Klaus sah den Arzt an. „Amnesie...auch ein Phänomen was nach dem Koma auftreten kann. Herr Gerber...es ist wichtig dass Sie jetzt ruhig bleiben. Wir sollten Ihrem Bruder etwas Zeit geben. Kann ich Sie mal kurz draußen sprechen?“ bat der Arzt. Klaus ließ die Hand seines Bruders los und folgte dem Arzt. Auf dem Flur sah Dr. Korn ihn an. „Herr Gerber...der Gedächtnisverlust ist im Fall Ihres Bruders eigentlich was sehr gutes. Dadurch dass er einige Tage im Koma lag, hat er kein Verlangen nach Heroin. Das heißt er wäre clean wenn er das Krankenhaus verlässt. Sofern er sich nicht daran erinnert. Sie sollten ihn also nicht mit der Vergangenheit konfrontieren. Erfinden Sie etwas. Einen Autounfall wobei er verletzt wurde, oder ein Einsatz...nur sagen Sie ihm nicht, dass er Drogen braucht. Das würde ihn direkt in die Sucht zurück werfen.“ mahnte der Arzt. Klaus nickte.

    „Ich soll meinem Bruder eine falsche Erinnerung geben? Aber was, wenn das was passiert ist wieder kommt? Dann stehe ich vor ihm als Lügner dar.“ stieß Klaus aus. Dr. Korn nickte. „Die Gefahr ist sicher gegeben, aber das wird nicht von heute auf morgen passieren und je länger er ohne Drogen lebt, um so eher vergisst er, dass er sie braucht. Es wäre sehr hilfreich für Ihren Bruder.“ Der Arzt lächelte. „Darf ich ihm denn sagen, dass er Polizist ist?“ wollte Klaus wissen. „Da sehe ich kein Problem drin. Darauf können Sie dann seine falsche Erinnerung aufbauen.“ lächelte der Arzt. „Wir werden ihn jetzt untersuchen um festzustellen, was noch funktioniert. Dass er überhaupt aufgewacht ist, grenzt an ein Wunder.“ hängte er an. Gemeinsam mit Klaus Gerber betrat er das Zimmer. „So...Herr Gerber...wir werden jetzt anfangen. Ein Augenarzt kommt auch gleich um sich Ihre Augen anzusehen.“ Erklärte der Arzt. Fynn nickte leicht. „Klaus? Was ist mit mir passiert?“ harkte Fynn nach. „Du hattest einen ziemlich üblen Unfall.“ erklärte sein Bruder. „Was für ein Unfall?“ kam die nächste Frage. „Wir haben jemanden verfolgt und er.....er hat dich mit dem Auto abgedrängt. Du hast dich mehrfach überschlagen. Aber außer deinem Kopf scheint dir nichts passiert zu sein. Die Rippen waren gebrochen, ich meine sie sind es immer noch...“ lachte Klaus nervös. „Warum haben wir jemanden verfolgt?“ wollte Fynn wissen. „Wir sind Polizisten. Und der Typ, den wir verfolgt haben, hat.....hat eine Bank überfallen...“ log Klaus. Fynn zuckte zusammen. „Sie haben es gespürt?“ kam sofort die Stimme des Arztes. Fynn nickte. „Ja...schmerzhaft...“ lachte er erleichtert. „Das ist sehr gut...wirklich sehr gut...“ lobte Dr. Korn ihn. So ging es nach und nach weiter. Fynn schien mehr als nur einen Schutzengel gehabt zu haben. Es klopfte und Dr. Silke Winterscheidt trat ein. „Das ist Dr. Winterscheidt...sie ist Augenärztin...“ erklärte Dr. Korn. „Guten Tag die Herren...“ lächelte die junge Frau. Klaus nickte ihr zu. Sie nahm eine Augenlampe und leuchtete in Fynns Augen. „Okay.....“ murmelte sie. „Er lag gute zwei Wochen im Koma...“ gab Korn die Informationen weiter. Winterscheidt nickte. Sie nahm ein kleines transportables Gerät aus ihrem Koffer und stellte es auf. „Herr Gerber...ist es Ihnen möglich, dass Sie sich aufsetzen?“ wollte sie von Fynn wissen. „Ich denke schon...“ gab er zurück. Mit Hilfe von Klaus setzte er sich auf. „Mir ist schwindelig...“ stöhnte Fynn. „Ist nur für einen kurzen Augenblick.“ beruhigte Winterscheidt ihn. Sie drückte seinen Kopf in eine Vorrichtung und besah sich die Augen durch ein spezielles Gerät. „hmmm.....die Erblindung ist keine Folge des Komas...“ murmelte sie leise und sah Korn an. Dieser schüttelte unmerklich den Kopf.

    Semir ließ den Hörer langsam sinken. „Ich fass es nicht....dieser verdammte ...Mistkerl fordert mich auf zu kommen. Und zwar nur ich! Ihm ist es egal wie... Ich soll ihm das Geld bringen und Ben soll fahren...wie stellt er sich das vor?“, fragte er in die Runde. „Gut…ich mache es….aber der verdammte Gips stört. Meinst du Hartmut könnte ihn mir abnehmen? Ich meine nur für die Zeit der Übergabe…?“ wandte er sich an Ben. „Wir könnten ihn fragen. Aber das muss schnell gehen.“ mahnte Ben ihn. Semir nickte. In diesem Augenblick kam auch Kim Krüger rein. „Semir....das wird nicht funktionieren... Sie dürfen nicht fahren...selbst wenn Sie den Gips abhaben. Das Handgelenk ist verletzt und Sie haben so kein Auto im Griff...“, ermahnte sie, denn die letzten Worte hatte sie mitbekommen. „Aber Chefin... er hat gedroht eine Bombe zu zünden, wenn ich nicht komme...Eine Bombe bringt mehr Tote als...“ Semir suchte nach Vergleichen. „Ich kann Sie so nicht fahren lassen!“, begehrte Kim auf. „Dann fahre ich....ich kann soweit wieder sehen...nur auf weite Entfernung habe ich Probleme.“, erklärte sich Ben bereit. Kim sah von einem zum Anderen. „Mir ist nicht ganz wohl bei der Sache....ich werde es mir überlegen.“, gab sie bekannt. „Chefin.... wir haben keine Zeit mehr... wir müssen gleich los...“, erinnerte Semir. Kim schloss die Augen. „Herr Gott noch mal...also gut... aber Sie fahren vorsichtig...bitte....“, flehte sie regelrecht. Ben nickte. „Solange ich am Steuer sitze, ist es in Ordnung...“, versprach er lächelnd. Semir nahm den Koffer und stieg ins Auto. Ben setze sich hinter das Lenkrad. „Wohin?“, wollte er wissen. „Erst zu Hartmut. Er soll mir den Gips abnehmen, damit ich wenigstens eine Waffe tragen kann.“ Knurrte Semir und gab ihm dann den Treffpunkt durch. Sie ahnten nicht, dass sie direkt in die Hölle fuhren.

    Mendes lag bereits auf der Lauer. Er wollte eine super tolle Falle für die Bullen aufstellten, damit er sich mit Mewes treffen konnte. Doch wie sollte das von Statten gehen? Die Bombe wurde von Laszlo gezündet. Der Junge war okay... doch er wollte die Polizisten nicht ernsthaft verletzen... nur so, dass sie ihm nicht folgen konnten. Nur dann konnte er Mewes direkt bekommen. Wie dämlich die Bullen doch waren. Was sollte er mit Geld? Er wollte seine Rache... mehr nicht. Er musste den richtigen Zeitpunkt abpassen. Hier werden Gerkhan und Jäger warten bis zum Nimmerleinstag, während er mit Mewes ein privates Treffen arrangierte. Irgendwie an diesem Ort gebunden.... so wollte er die beiden Bullen hier sehen. Sie durften hier nicht weg. Zumindest nicht so schnell, doch wie sollte er es anstellen? Die Bombe enthielt genügend Kleinteile um viele Menschen zu verletzen. War es seine Rache wirklich wert? Plötzlich war es als höre er die Stimme seiner verstorbenen Frau. „Lass es...wir lieben dich...“, glaubte er zu vernehmen. Doch er wusste auch, dass es lediglich seine Gedanken waren, die er glaubte zu hören. „Vergiss die Rache...sie ist es nicht wert.“, das war neu...solche Gedanken hatte er noch nie gehabt. „Nein.... Mewes wird dafür büßen, was er uns angetan hat. Ich werde ihn töten.“, sagte er zu sich selbst und fing an seinen perfiden Plan umzusetzen. Als er fertig war überprüfte seine Waffe und fuhr zum eigentlichen Treffpunkt. Dort angekommen griff er zum Handy „So...Mewes... und nun zu uns. Ich will dein Geld nicht, aber wenn du nicht willst, dass ich die beiden Bullen töte dann komm zu mir...ich will dir Aug in Aug gegenüber stehen und sagen, was ich von dir halte. Komm allein zum Alten Bauernhof in Much. Du weißt welchen ich meine...ich werde dort auf dich warten. Solltest du auch nur einen Trick machen, dann werden wir zwei Tote zu beklagen haben. Ich warne dich...in einer Stunde.....und wehe du bringst mehr mit als deinen erbärmlichen Geist...“, drohte Mendes und legte wieder auf.

    Mewes sah in den Hörer und hörte das unerbittliche Tuten der toten Leitung. Was sollte er jetzt tun? Die beiden Beamten waren schon auf dem Weg zur Übergabe. Wie sollte er nun vorgehen? Da fiel ihm wieder die Pistole seines Großvaters ein. Ja, er würde kommen und ihn einfach umlegen. Niemand konnte ihm einen Vorwurf daraus machen. Klar, es würde eine Untersuchung geben, aber wenn er die Leiche verschwinden ließe, würden alle immer noch denken, Mendes stolziere draußen herum und gab das Geld in vollen Zügen aus. Und wer würde ihn schon vermissen? Familie hatte er doch keine mehr und sein Tod würde für ihn doch nur eine Erleichterung sein. Rupert Mewes schnappte sich seine Jacke und steckte die Pistole in die Innentasche. Dann verschwand er zu seinem Wagen und fuhr zu dem besagten Bauernhof nach Much. Es war bereits etwas kühler und die Blätter der Bäume fielen schon von den Bäumen. Ein eisiger Wind wehte über die kahle Ebene und Rupert Mewes sah sich immer wieder um, die Hand dabei auf die Pistole gelegt. Doch hier war keiner. Hatte er sich in der Zeit geirrt? Nein, er war pünktlich, doch noch war keiner zu sehen. „Mendes... ich bin hier. Nun kommen sie schon. Bringen wir es hinter uns.“, schrie er und drehte sich immer wieder im Kreis, sah auf die Eingänge der verfallenen und verlassenen Gebäude, doch keiner war zu sehen. Langsam kam in ihm der Gedanke hoch, dass er geradewegs in eine Falle gelaufen war. Dieser Gedanke sollte sich alsbald als berechtigt herausstellen.

    'Soeben von der Premierenfeier zurück....ein Stück Frühstück...ich sage gute nacht :)

    Klaus sah Semir an. „Warum wollte Vohwinkel mich ausschalten? Ich meine so wichtig bin ich doch nicht…“ fragte er leise. „Das weiß ich nicht. Wie geht es ihm?“ stellte Semir die Gegenfrage. Klaus sah ihn traurig an. „Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Manchmal habe ich den Eindruck er kommt zurück, aber dann….dann ist es wieder nichts. Er wird einfach nicht wach. Ich bin schuld wenn er stirbt.“ erklärte er leise. „Das ist Blödsinn und das wissen Sie. Der einzige der hierfür die Verantwortung trägt ist Vohwinkel und er wird dafür bezahlen!“ versprach Semir. „ja sicher…irgendwann….aber was wird mit Fynn passieren. Ich meine…wenn er wieder aufwacht. Vermutlich wird er ein Pflegefall sein. Er wird von der Welt nichts mehr wahrnehmen. Er wird niemanden erkennen. Seine Freunde vergessen. Es ist doch schon ein Wunder, dass er diesen Flash überhaupt überlebt hat. Nur was kommt danach. Der Arzt hat gesagt, er könnte geistig behindert sein….es ist kein Leben für Fynn. Er wollte immer Polizist sein und er war ein sehr guter Polizist…“ kam leise von Klaus. Tränen liefen ihm über die Augen und er drückte die Hand seines Bruders. Semir nickte. „Ich weiß es ist nie einfach wenn so etwas passiert, aber die Hoffnung, dass vielleicht alles Gut wird sollte man auch nicht aufgeben.“ versuchte er Trost zu spenden. Fynn lag nun schon über zwei Wochen im Koma und reagierte auf nichts. Klaus sah ihn an. „Schön wenn man glauben kann, aber ich glaube ich habe den guten Draht nach Oben schon genügend genutzt.“ Versuchte er zu scherzen. Doch dann zuckte er zusammen. „Haben Sie das gesehen?“ fragte er erstaunt. Semir schüttelte den Kopf „Was denn?“ wollte er wissen. „Fynn…er...er hat…er hat meine Hand gedrückt….ich...ich hab es gespürt...“ stammelte Klaus. Semir sah auf den schlafenden Mann. „Sind Sie sicher?“ harkte er nach. „Ja…ja….ganz bestimmt…Fynn...Fynn…komm werde wach… wach auf…“ regte Klaus seinen Bruder an und schüttelte ihn leicht. Doch keine Regung. „Fynn…bitte… hab es doch gemerkt!! Werde wach!! Mach die Augen auf!!“ schrie Klaus verzweifelt. Als er seinen Bruder leicht ins Gesicht schlug, ging Semir dazwischen. „Hey…schon gut…schon gut...beruhigen Sie sich. Es war vielleicht der Anfang, aber Sie können nichts erzwingen. Sie müssen schlafen…legen Sie sich auch hin…“ bat er. „Nein… er hat meine Hand gedrückt! Ich habe es gespürt. Er will wach werden! Ich will jetzt nicht schlafen!“ schrie Klaus und wehrte sich gegen Semirs Griff. Durch die Brüllerei wurden die Schwestern aufmerksam und kamen ins Zimmer. Mit dabei war Der Arzt. „Was ist zum Teufel noch mal hier los?“ wollte er wissen. Semir sah ihn an. „Er glaubt, dass sein Bruder ihm die Hand gedrückt hat und ist ausgeflippt. Der Mann ist völlig übermüdet und mit den Nerven fertig.“ erzählte Semir und hielt Klaus fest im Griff. Der Arzt sah Klaus an und musste Semir Recht geben. Klaus Gerber war wirklich fertig. „Okay…ich werde ihm was geben und dann wird er schlafen.“ stimmte er zu. Eine Schwester verschwand. Nur fünf Minuten später war sie wieder mit einer Spritze da. „Halten Sie ihn fest.“ Bat der Arzt und setzte Klaus die Spritze. „Nein...ich will nicht schlafen…mein Bruder braucht mich doch...“ fing er an zu weinen. Noch ein weiteres Zeichen, dass der Mann völlig am Ende war.

    Nur wenig später schlief Klaus tief und fest. Semir sah noch einmal auf Fynn und dann zum Arzt. „Wie sieht es wirklich um ihn aus?“ wollte er wissen. „Sie sind zwar kein Angehöriger aber ich sage Ihnen dennoch was ich vermute. Die Dosis war extrem hoch. Ein Wunder das der Junge überhaupt noch lebt. Wenn er diesen Trip tatsächlich übersteht, dann wird er geistig sicher nicht mehr der Gleiche sein. Wie sehr sein Hirn geschädigt ist, kann man derzeit nicht sagen und ich vermute auch, das dieser Druck den sein Bruder gespürt hat eher ein Reflex war. Sicher ist es immer möglich, dass Komapatienten aufwachen, aber die Meisten sind aus einem anderen Grund ins Koma gefallen.“ gab der Doc von sich. Semir nickte. „Es ist wirklich traurig, wenn man als Bruder weiß dass man den Mörder ins Zimmer gelassen hat und nichts tun kann.“ gab Semir zu. „Er liegt jetzt seit zwei Wochen im Koma. Das zerrt an den Nerven und sicher kann sich Herr Gerber nicht von der Schuld freisprechen, dennoch werde ich ihm den Rat geben, die Hoffnung nicht aufzugeben. Noch ist nicht alles verloren. Sein Bruder kämpft und das ist auch was Gutes. Die Hirnströme sind sehr kräftig. Die Augäpfel zucken unter den Lidern stark hin und her und das deutet darauf dass er träumt. Es wird nicht mehr der Trip aufgrund des Heroins sein, dafür ist es schon zu lange, aber wir beobachten seit einigen Tagen eine verstärkte Augenaktivität. Das zeigt meistens dass der Patient aufwachen will, aber es nicht schafft. Hier ist lediglich Warten angesagt.“ Gab der Arzt zum Besten. „Kann man das nicht mit Medikamenten verstärken?“ harkte Semir weiter nach. „Wie gesagt, bei jedem anderen Patienten sicherlich, aber er hat soviel Gift im Körper und ist eh geschwächt, dass ich seinem Kreislauf nicht noch mehr schaden möchte.“ erklärte der Halbgott in weiß. Semir sah auf die Uhr. „Ich muss leider gehen. Aber den Täter, der dafür zuständig ist, wird schon sehr bald hinter Gitter wandern.“ knurrte Semir. „Ich muss leider...“ verabschiedete sich. Auf dem Weg zum Wagen klingelte sein Handy. „Ja?“ fragte er. „Semir…Ben hier. In drei Tagen wird der Deal im Niehler Hafen stattfinden.“ Kam von Ben. „Alles klar…der Übergabeort bleibt der Gleiche?“ harkte Semir nach. „Ja…mehr weiß ich aber noch nicht.“ War die Antwort. „Alles klar. Wir werden alles vorbereiten. In drei Tagen ist dein kleiner Nebenjob vorbei und du kannst wieder mit mir über die Piste fliegen, meine Zuckerschnute….“ grinste Semir. „Fliegen…oh ja…mal wieder ein Auto schrotten…das fehlt mir irgendwie.“ stöhnte Ben leise. „Wir sehen uns …“ verabschiedete Semir sich und beendete das Gespräch. Nur wenig später war er in der PAST und saß Kim Krüger gegenüber.

    So extra für die fleißigen Feeder.....hier kommt ein verspäteter Kaffee-und Kuchenteil

    Auch Semir war auf dem Weg ins Krankenhaus. Er kam eine halbe Stunde vor Ben und Hans an. Leise klopfte er an der Tür von Fynns Zimmer. „Ja bitte?“ hörte er die feste aber müde Stimme von Klaus. „Hallo Herr Gerber…wie geht es Ihrem Bruder?“ wollte Semir wissen. „Es scheint als würde er den Kampf gewinnen. Aber mit welchen Folgeschäden ist noch nicht voraus zu sehen. Was machen Sie hier? Haben Sie Vohwinkel endlich gestellt?“ fragte der LKA-Mann nach. „Nein noch nicht…aber ich bin diesmal wegen Ihnen hier. Mein Kollege ist in der Bande aufgenommen. Er soll Sie töten und zwar heute. Vermutlich sind sie schon im Gebäude. Da ich nicht weiß ob Ben allein ist sollten Sie unter ihrem Hemd eine Schutzweste tragen.“ empfahl Semir. Klaus sah ihn an. „Vohwinkel will mich umbringen? Warum? Ich meine…ich habe doch gar nicht soviel gemacht?“ fragte er erstaunt. „Nun…ich habe aufgehört nach dem Grund der Verbrecher zu fragen. Wichtig ist, dass es glaubhaft rüberkommt. Sie müssen sterben…“ bat Semir ihn eindringlich. „Ja sicher….schon klar….ich schaff das...“ stammelte Klaus. Er zog sein Hemd aus und die Schutzweste darunter. Dann kam das Hemd wieder drüber. Es saß nun etwas eng, aber immerhin diente es dem Schutz. Kaum war es erledigt öffnete sich langsam die Tür. Semir und Klaus sahen hin. Ben kam rein. Er trug einen weißen Kittel und sah die Beiden .an. „Und alles vorbereitet?“ fragte er leise. Semir und Klaus nickte. Ben legte an und drückte ab. „Sorry…aber ich muss wenigstens die Kugel abschießen…ich weiß das es höllische Schmerzen sind. Aber denken Sie daran, solange sie das spüren leben Sie…“ versuchte Ben zu scherzen. Klaus ging zu Boden als die Kugel in die Weste schlug. „Semir….es muss in den üblichen Zeitungen stehen. Vohwinkel will lesen, dass es einen Toten gab.“ ließ Ben wissen. Semir nickte. „ich kümmere mich drum. Was ist mit dem Waffendeal?“ harkte er noch einmal nach. „Ich muss los….draußen wartet Hans Bauer….er hat mich hergefahren und wird mich auch wieder zurück bringen. Ich rufe dich an“ verabschiedete Ben sich. „Dann sollten wir es auch realistisch aussehen. Wie wäre es, wenn ich dich jage?“ schlug Semir vor. Ben grinste. „Du bekommst mich nicht, alter Mann…“ lachte er und rannte los. Semir gab ihm einen kleinen Vorsprung. Auf der Straße sah er Ben auf einen Ferrari zu rennen. „Stehen bleiben!“ schrie Semir und gab einen Warnschuss in die Luft ab. Doch Ben blieb nicht stehen. „Polizei!! Bleiben Sie stehen!!“ wiederholte Semir. Ben sprang in den Ferrari. Nur wenig später raste der Wagen davon. Semir blieb am Straßenrand stehen und sah dem Wagen hinterher. Er steckte seine Waffe ein und ging zu Klaus Gerber zurück.

    „Verdammt…gib Gas!!“ stieß Ben aus. Er sah sich hektisch um. „Gab es Probleme?“ wollte Hans wissen. „Ja…ein weiterer Bulle war da….da war das mit einfach abknallen und wech nichts. Der Mistkerl hat mich gesehen.“ nickte Ben. „Ah ja….dann hoffe ich mal für dich, das er uns nicht folgt. Was ist mit Gerber?“ fragte Hans weiter. „Der ist Geschichte wie es so schön heißt. Der geht dem Boss sicher nicht mehr auf die Nerven.“ grinste Ben und sah in den Rückspiegel. Es war kein Verfolger auszumachen. „Man….das zerrt an den Nerven.“ stöhnte er. „Ja…es ist nicht einfach einen Bullen abzuknallen…schon gar nicht wenn ein zweiter dabei ist. Aber scheinbar hast du es ja gelöst. Das wird Andreas sehr gefallen. Wenn du so weitermachst, kannst du weit nach oben steigen.“ grinste Hans. Er lenkte den Wagen sicher durch die Straßen bis zum Haus von Andreas Vohwinkel. Hans schlug Ben auf die Schulter. „Bist ein guter Junge...“ lobte er ihn. Er nahm ihm die Waffe ab. „Die werde ich entsorgen. Nicht das jemand damit Schindluder betreibt.“ gab er von sich Ben nickte nur. Er wurde zu Vohwinkel gebracht. „Ah…ich hab schon gehört…das du einen tollen Job gemacht hast. Zwei Bullen ausgeschaltet. Das ist wirklich eine sehr gute Sache.“ grinste Andreas. „Einen….der andere lebt. Ich habe nur Gerber erschossen.“ kam kühl von Ben. Andreas hielt ihn ein halb gefülltes Glas hin. „Hier…das beruhigt die Nerven, Benni…“ grinste Andreas. Ben trank. Es war guter Whiskey. „Whow…ein sehr guter Tropfen...“ lobte Ben. „Ja….nur für die Erfolgreichen hier. Hör mal….der Job den du erledigt hast war wirklich sehr gut….und ich habe mir überlegt dich in drei Tagen auch mitzunehmen. Du wirst unser Fahrer sein. Was hältst du davon?“ wollte Andreas wissen und drehte das Glas in seinen Fingern. Ben ahnte dass es der Job war den Semir und die Chefin vereiteln wollten. Der große Waffendeal, von dem Semirs getöteter Informant sprach. „Ja…warum nicht. Was springt für mich dabei raus?“ harkte Ben nach. Andreas lächelte leicht. Nur keine Sorge….es wird für einige Zeit reichen. Das verspreche ich dir.“ kam leise von ihm. „Ich bin müde...ich werde mich hinlegen...“ gab Ben bekannt und stellte das Glas auf den Tisch. „Mach das…ruhe dich aus...“ lächelte sein „Boss“. Ben verschwand. Er musste Semir informieren das der Deal in drei Tagen startete. Kaum war er in seinem Zimmer und hatte die Tür verschlossen gab er Semir die heiß erwünschten Informationen die er erhalten hatte. Jetzt ging es Schlag auf Schlag.

    Drei Tage später wurde Ben zu Vohwinkel gerufen. „So….nun kommt dein erster Auftrag. Du wirst einen Bullen für mich umbringen. Einer der mich schon eine ganze Weile nervt.“ Forderte Andreas. Ben nickte. „Und wer ist der glückliche?“ harkte er nach. „Klaus Gerber.“ gab Vohwinkel bekannt. „Der Name sagt mir nichts. Na soll mir egal sein. Wie willst du ihn umbringen lassen?“ wollte Ben nun wissen. „Das ist mir egal. Du hast freie Hand. Nur er soll endlich krepieren. Wenn du dich als gut beweist, dann wirst du in ein paar Tagen einen besseren Job bekommen.“ lockte Andreas ihn. „Ist okay….ich werde ihn am Besten abknallen. Schnell und Schmerzlos…Ich brauche eine Waffe und natürlich einen Schalldämpfer. Außerdem ein Auto…“ forderte Ben nun. „Ja klar…die Waffe und der Schalldämpfer liegt schon bereit. Ich wusste irgendwie, dass du die Waffe wählst“ grinste Andreas. „Was ist mit dem Wagen?“ fragte Ben. „Hans wird dich fahren. Er ist sicher auf der Straße und er weiß wo sich Gerber aufhält. Ich will morgen in allen Zeitungen lesen, dass dieses Schwein tot ist!“ forderte Andreas. Ben sah wie er seine Fäuste ballte. „Klar…kein Problem Boss…“ nickte Ben. „Gut….dann fahrt ihr in genau drei Stunden los. Übrigens…ich habe dir ein kleines Geschenk auf deinen Tisch gelegt. Als Lohn für deine gute Arbeit“ Ben ging wieder auf sein Zimmer. Dort lag tatsächlich ein Geschenk. Ben packte es aus und sah auf ein neues Handy. „Whow….sehr großzügig.“ grinste er. Er überprüfte das Gerät. Kein Sender, kein Mikro….also war es sicher. Er wählte dennoch Susannes Handy an und nur kurz darauf meldete sie sich. „Hallo Mäuschen…“ begrüßte er sie. „Hallo mein Schatz…wie geht es dir?“ säuselte Susanne zurück. Sie spielte das Spiel mit und Ben schwor sich, sie zum Essen einzuladen. „Danke der Nachfrage…sag mal…ist mein anderer Liebling auch in der Nähe?“ harkte er nach. „Ja...steht neben mir...“ lachte Susanne. Nur kurz darauf hörte er Semirs Stimme. „Hallo…..Klaus Gerber ist der Glückliche, den ich töten soll.“ gab Ben bekannt. „Aha…“ gab Semir zurück. Ben grinste leicht. „Was ist…? Bist du sauer? Hast du gemeint er will dich tot sehen?“ harkte er lachend nach. „Nun ja…ich bin ihm die letzte zeit auch auf die Nerven gegangen. Ich habe sechs Clubs von ihm besucht. Einige Minderjährige raus geholt, Drogen beschlagnahmt. Helfer verhaftet…aber egal…so kann ich weiter machen. Ich werde Klaus warnen und ihn unter Personenschutz stellen lassen. Ach so…was ist jetzt mit unserer Hochzeit?“ gab Semir grinsend zurück. „Alles klar… ich muss Schluss machen. Vohwinkel scheint mir auf jeden Fall zu vertrauen. Er hat mir ein Handy geschenkt… damit ich meine Zuckerschnute anrufen kann.“ lachte Ben.

    Hans und Carlos sahen Andreas an. „Meinst du er schluckt den Köder?“ harkte Hans nach. „Was denn für ein Köder?“ wollte Carlos wissen. Andreas nickte. „Benjamin Block ist ein Bulle. Er hat sich bei dir eingeschlichen um uns auszuheben. Vermutlich hat er dabei ein paar Beamte im Knast bestochen damit sie dich drangsalieren. Und er kann dann als Held eingreifen.“ erklärte Hans. Carlos schüttelte den Kopf. „Nein….Benni ist dort genauso behandelt worden wie ich auch. Es waren nicht die Beamten die mich fertig gemacht haben. Es war ein Insasse. Er nennt sich den Don. Und er erpresst alle anderen Häftlinge. Wer nicht zahlt wird von seinem Freund Sputnik vernascht. Der ist nämlich stockschwul und lebt so seine Gelüste aus“ erzählte Carlos. „Hat er dich auch?“ fragte Hans nach. Carlos nickte. „Nicht nur einmal. Aber Ben war auch dran. Nur hat er nicht gezahlt. Und jetzt kann ich mir auch vorstellen warum er sicher war, dass der Don ihm nichts anhaben konnte. Kurz bevor wir raus sind, wurde der Don verlegt. Angeblich aus Personalmangel….vermutlich hat Benni das veranlasst. Jetzt wird mir einiges klar….deshalb die vielen Besuche von dem Direktor und diese Verlegung auf die Krankenstation in mein Zimmer. Angeblich waren keine anderen Betten frei….dieses Schwein hat mich ausgenutzt. Mich missbraucht! Das wird er mir büßen…“ fauchte Carlos und stand auf. „Wo willst du hin?“ harkte Andreas nach und hielt ihn fest. „ich werde Benni zeigen, was ich davon halte…“ stieß Carlos aus. „Das wirst du nicht. Benjamin Block oder aber Ben Jäger, wird von uns als Spielball missbraucht. Er soll heute noch einen Bullen killen. Das er das nicht tun wird ist klar, aber er weiß nicht, das wir wissen, dass er auch ein Bulle ist. Und dieses Spielchen werden wir noch ausreizen. Danach gehört er dir.“ versprach Andreas grinsend. Carlos sah von ihm zu Hans. „Ihr wollt dass er bei unserem großen Deal mitmacht? Das ist doch wohl klar, dass die Bullen dort zu Hauf vertreten sein werden!“ protestierte Carlos. „Das hoffe ich sehr und noch mehr hoffe ich, dass Semir Gerkan dort ebenfalls sein wird.“ grinste Andreas. „Wer ist das denn?“ harkte Carlos nun nach. „Semir Gerkan ist der Partner und bester Freund von Ben Jäger. Was meinst du würde unser Benni tun, damit es Semir Gerkan gut geht?“ fragte Hans nun. Carlos zog die Schultern hoch. „Ich hoffe ne Menge...“ lachte er, denn er hatte verstanden was Andreas und Hans sich ausgedacht haben. „Siehst du…und deshalb wirst du nun alles vergessen was wir dir erzählt haben und Benni so behandeln, als wäre er dein Freund. Hans… du fährst am Besten jetzt mit ihm los.“ befahl Andreas. Nur wenig später waren Hans und Ben unterwegs zum Krankenhaus.

    finde ich klasse, dass ihr alle mitdenkt und überlegt.....hier kommt das erwünschte Abendessen;

    Susanne zuckte zusammen als ihr Handy klingelte. Doch sie hatte beide Hände voll und sah Semir an. „Könntest du mal rangehen und sagen, ich rufe zurück?“ bat sie ihn. Semir nickte und nahm das Handy. „Semir Gerkan, Apparat Susanne König...“ meldete er sich. „hallo meine Zuckerschnute…“ hörte er Ben sagen. „Bitte was?“ harkte er nach. „Hey…wie geht es dir meine Süße. Ich vermisse dich so sehr... Deinen rassigen Körper und….“ säuselte Ben. „Geht es dir gut?“ fragte Semir. „Ja danke…mir geht es sehr gut...“ kam von Ben. „Kannst du frei reden?“ wollte Semir als nächstes wissen. „Gleich mein Schatz…ich gehe nur ein paar Schritte….“ Damit war für Semir klar, dass Ben unter Aufsicht stand. „Okay…hör mir zu Semir. Ich bin bei Vohwinkel aufgenommen und soll in wenigen Tagen einen Polizisten umlegen. Wen weiß ich noch nicht. Es muss jemand sein, der ihm wohl ziemlich das Leben schwer macht.“ raunte Ben leise. „Alles klar…sobald du den Namen hast sag mir Bescheid. Was ist mit dem Waffendeal in sechs Tagen?“ wollte Semir wissen. „Ja…sicher…wenn ich draußen bin, heiraten wir….das verspreche ich dir hoch und heilig...“ kam nun von Ben. „Okay…verstanden. Sei vorsichtig.“ mahnte Semir. Ben beendete das Gespräch. Semir sah Susanne nachdenklich an. „War das Ben?“ harkte sie nach. Semir nickte. „Ja….ich muss nur eben zur Chefin.“ gab er zurück und rannte zu Kim. Diese erschrak als er die Tür öffnete. „Ben hat sich gemeldet. Vohwinkel will das er einen Kollegen tötet.“ stieß er aus. „Dann ist er also aufgenommen.“ nickte sie. „Scheint ganz so. Sobald er den Namen des Kollegen weiß wird er ihn mir mitteilen und wir können den Kollegen schützen.“ erklärte Semir. „Hat er noch was wegen dem Waffendeal gesagt?“ fragte Kim nach. „Nein….vermutlich ist jemand zu ihm gekommen und er konnte nicht reden.“ gab Semir zu verstehen. „Also warten wir bis zum nächsten Anruf.“ murmelte Kim nachdenklich. „Genau…, und wenn er zurück muss er mir auch die Zuckerschnute erklären…und meinen wie er sagte rassigen Körper...“ grinste Semir. Kim sah ihn an. „Wieso?“ wollte sie wissen, doch Semir winkte ab. „Schon gut…“ lachte er und verschwand wieder. Er gab Susanne das Handy zurück und bat sie, die Handynummer von der aus Ben angerufen hatte zu überwachen. „Ist er in Ordnung?“ wollte sie nun wissen. „Es geht ihm so gut, dass er mit mir geflirtet hat.“ grinste Semir. „Oh…das ist kein gutes Zeichen…“ lachte Susanne.

    Ben gab Vohwinkel das Handy zurück. „Wie heißt deine Süße denn?“ wollte er wissen, doch Ben schwieg. „Das werde ich dir nicht sagen. Sie ist kein Mädchen für dich. Sie gehört mir allein und jeder der sich an ihr vergreift wird mich von meiner unangenehmen Seite kennen lernen.“ gab er unmissverständlich bekannt. Andreas Vohwinkel lachte leise. „Schon gut…schon gut. Also ich werde dir jetzt erst mal alles zeigen lasse. Hier auf dem Gelände sind wie du sicher schon gesehen hast einige Gebäude. Hans wird dir alles erklären. Denk daran, dass du dieses Gelände nur mit Erlaubnis verlassen kannst. Wenn du dich dagegen stellst, dann wirst du Probleme bekommen und dann kann dir niemand helfen.“ warnte Andreas ihn. Ben nickte. „Na dann komm mal mit Benni...“ grinste Hans und zog ihn raus. Sie gingen über das Gelände. Neben dem Haupthaus stand ein ziemlich verkommenes Haus. „Das hier ist unser Knast…“ erklärte Hans und ging mit Ben rein. Direkt hinter der Tür kam ein langer Gang mit einigen Räumen. Hans öffnete die nächste Tür. Er machte das Licht und Ben sah ein dreckiges Bett mitten im Raum stehen. „Sehr nett. Werden hier die Mädchen eingeritten?“ harkte er nach. Hans sah ihn an. „Nein…hier sind nur die speziellen Freunde des Bosses untergebracht. Die Mädchen werden direkt in den Clubs zugeritten. Wenn du willst kannst du dir eine davon kommen lassen. Sind erstklassige Mädchen dabei.“ grinste Hans. „Ich überlege es mir.““ meinte Ben nur. „Okay…diese Räume hast du überhaupt nicht zu betreten. Das dürfen nur der Boss und ich. Jeder der hier erwischt wird, darf für drei Tage hier nächtigen. Und das ist kein Vergnügen…das kann ich dir versprechen.“ warnte Hans ihn. Ben nickte. „Schon klar…“ gab er zurück. Sie gingen ins nächste Gebäude. Eine kleine Halle wie sich herausstellte. Hier waren einige kleine Kabinen mit Glas verkleidet. „Was passiert denn hier?“ wollte Ben wissen, der hinter diesen Glasscheiben Menschen sah die verpackten. Natürlich wusste er, dass es sich hier um die Drogenküche von Vohwinkel handelte, doch offiziell wusste er nichts. „Hier ist eine der Einnahmequellen. Sicher hast du noch die Gelegenheit, hier zu arbeiten.“ grinste Hans. Ben sah es zwar aber er dachte nichts dabei. Woher sollte er auch wissen, dass er eigentlich ein Gefangener war, der lediglich an der langen Leine geführt wurde. Sie gingen Gebäude für Gebäude durch. „So…und nun zeige ich dir dien Zimmer. Du hast sogar ein Einzelzimmer.“ erklärte Hans weiter und führte Ben im Haupthaus in die zweite Etage. Hier waren ausschließlich private Räume so schien es. „Schlafen du und Vohwinkel auch hier?“ wollte Ben wissen. „Natürlich. Das hier ist der Personalbereich.“ ging es bei Hans weiter. Er öffnete die Tür und lud Ben ein, einzutreten. Dieser tat es. In diesem Zimmer schien es wirklich alles zu geben. „Whow….ein PC….mit Internet hoffe ich doch.“ harkte Ben nach. „PC ja….Internet nein…wir sind noch nicht so modern.“ grinste Hans.

    Für Ben war das Ziel erreicht. Er spürte dass der Wagen langsamer wurde. „Gleich wirst du ihm begegnen…Andreas Vohwinkel. Der Mann, der Sputnik das fürchten lehren wird.“ Sagte Carlos. Die Türen wurden geöffnet, doch Ben bemerkte sofort, dass etwas nicht stimmte. „ Klamottenwechsel!“ meinte der Mann und hielt Ben etwas hin. „Was wenn es nicht passt?“ fragte er besorgt. „Nur keine Angst. Das passt.“ beruhigte Carlos ihn. Ben zog sich um. Tatsächlich passte alles wie angegossen, auch wenn es nicht gerade Bens Geschmack traf. Carlos sah ihn prüfend an. „Sieht echt gut an dir aus.“ lobte er ihn. „Okay…wir wechseln jetzt das Fahrzeug und dann geht es ab nach Hause.“ gab der Mann bekannt. Carlos und Ben nickten. Nur wenig später saßen sie in einem passablen Mercedes, aus dem Ben nun auch sehen konnte wohin es ging. Wieder fuhren sie auf die Autobahn. „Wo fahren wir denn hin?“ wollte Ben wissen. „Na zum Anwesen von Andreas Vohwinkel. Das ist wie eine Festung. Da kommt niemand unangemeldet rein oder auch raus. Vohwinkel ist da sehr empfindlich…“ erklärte Carlos. Ben nickte. Das Vohwinkels Unterschlüpfe nicht einfach zu finden waren, wusste er aus den Akten. „Ich hoffe nur du hast nicht zu viel versprochen und ich kann wirklich für deinen Boss arbeiten.“ murmelte er. Carlos lachte leise. „Für unseren Boss. Meinst du wenn er keine Verwendung hätte, hätte er dich befreien lassen?“ wollte er wissen. „Vermutlich nicht…“ gab Ben zu. „Siehst du….wir sind gleich da…hast du Hunger?“ wollte Carlos nun wissen. Ben nickte. „Und wie…“ meinte er nur, denn seit dem Frühstück waren schon einige Stunden vergangen. Doch erst am späten Nachmittag erreichten sie das Ziel. Eine Prunkvilla vom feinsten, musste Ben zugeben. Einen riesigen Garten von Mauern umrahmt und ein Haus, das einer Burg glich. Hier kam niemand so einfach rein. „Wir sind da…“ gab der Fahrer bekannt. Ben und Carlos stiegen aus. „Komm…Benni….ich will dich vorstellen…!“ drängte Carlos ihn und zog ihn ins Haus. Im Haus stand ein kahlköpfiger Mann der Ben begrüßte. „Ich bin Hans… die rechte und die linke Hand des Teufels...“ stellte er sich vor. Ben ergriff die ausgestreckte Hand. „Block…Benjamin Block…“ sagte er. Hans nickte. „Ich weiß….hast du ein Handy?“ fragte Hans. Ben kniff die Augen zusammen. „Ich war im Knast! Hast du das vergessen? Da darf man keine Handys haben“ fauchte er ihn an. Hans hob die Hände und lachte. „Schon gut….schon gut..“ Ein weiterer Mann trat ein und Ben erkannte Andreas Vohwinkel. „Du bist also Benjamin Block?“ fragte er. Ben sah ihn an und nickte.

    Er streckte dem Mann die Hand hin, aber dieser ergriff sie nicht. „Warum warst du im Knast?“ harkte Andreas Vohwinkel nach ohne ihn anzusehen. Stattdessen ging er zu seiner Bar und schenkte zwei Gläser mit Alkohol voll. Eines hielt er Ben hin. Dieser griff zu und prostete Andreas zu bevor er trank. „Widerstand gegen die Staatsgewalt. Habe einem Bullen das Nasenbein gebrochen, als er verhindern wollte, das ich meine Ex umbringe.“ gab Ben bekannt. Seine Stimme klang dabei extrem gleichgültig. „Warum?“ harkte Andreas nach. „Weil sie mich betrogen hat und mir ein Kuckuckskind unterjubeln wollte. Darum!“ fauchte Ben zurück. Andreas lachte leise. „Ja das kenne ich. Die Bullen tauchen immer dann auf wenn man sie am wenigsten braucht. Ich habe auch gerade ein Problem mit zweien von der Sorte.“ stöhnte er leise. „Hast du Familie?“ hängte er an. Ben sah ihn an. „Bin ich hier bei den Bullen oder was? Ich hasse es Fragen zu beantworten“ fauchte er wütend. „Das ist mir egal….wenn du für mich arbeiten willst, musst du mir Fragen beantworten. Ansonsten kannst du gehen und die Bullen bekommen einen Tipp von mir, wo sie dich suchen können.“ warnte Andreas. „Nein…schon gut…. Schon gut. Ich habe keine Familie...“ versuchte Ben sofort die Wogen zu glätten. „Okay….was denkst du kannst du für mich tun?“ kam die nächste Frage von Andreas. „Ich bin da flexibel. Ich mache alles.“ antwortete Ben gelangweilt. „Ich habe gehört, dass du im Knast Carlos zur Seite gestanden hast. Das ist eine schöne Geste. Ich denke ich werde es mit dir versuchen. Solange wie ich nichts habe, wirst du hier einfach nur ein paar Urlaubstage verbringen. Hans zeigt dir dein Zimmer. Wenn du ausgehen willst, dann hast du zu fragen!“ befahl Andreas. Ben nickte nur. „Du gefällst mir….gibst keine Widerworte und schluckst jeden Befehl. Aber ich möchte einen Beweis dass ich dir auch vertrauen kann.“ erklärte Andreas und steckte sich eine Zigarre an. Den Rauch inhalierte er tief. Ben sah ihn an. „Was für ein Beweis?“ harkte er nach. „Wenn du wirklich für mich arbeiten willst, dann musst du vorher jemanden für mich beseitigen.“ gab Andreas von sich. „Du meinst ermorden?“ kam erstaunt von Ben. Andreas nickte. „Also gut….und wer ist der Glückliche?“ grinste Ben. Doch Andreas lachte nur. „Das sage ich dir, wenn es soweit ist. Nur soviel…er ist ein Bulle…“ gab er bekannt. „Darf ich mal kurz telefonieren? Ich möchte meiner Süßen wenigstens was sagen.“ bat Ben. Andreas sah ihn an. „Ich dachte sie hat dich betrogen…“ meinte er erstaunt. „Nein…das ist meine Ex…meine aktuelle ist nicht so eine. Sie ist zuckersüß…“ schwärmte Ben. „Und wo hast du sie kennen gelernt?“ harkte Andreas misstrauisch nach. „ im Knast…..sie ist eine von den Weibern die sich um Knastbrüder kümmert. So eine Schickse die sonst keinen abkriegt. Aber sie ist süß.“ grinste Ben. „Fürs Bett oder was?“ lachte Andreas. Ben nickte. „gut….du kannst diesen Apparat benutzen…“ schlug Vohwinkel vor. Ben sah ihn an. „Allein….per Handy…ich hab keinen Bock das hier alle mein Liebesgesülze mitbekommen.“ kam von Ben. Andreas lachte und hielt sein Handy hin. „Okay…okay….geh und sag ihr wie sehr du sie liebst.“

    Semir ging um das groß wirkende Paket herum und riss langsam das Geschenkpapier auf, während Ben und Aida ihm dabei zusahen. Ben wurde fast wahnsinnig, als er das langsam auspacken hörte, doch da er nicht genug sehen konnte, wollte er jetzt nicht aufstehen und Aida womöglich noch dabei sonst wohin setzen. „Man, Semir, willst du das Papier etwa bügeln und wiederverwenden? Reiß es auf...“, knurrte Ben nur. Semir sah zu seinem Partner. „Hey, das ist dann immerhin wiederverwertbar.“, kam es nur von ihm. Er merkte nicht, wie Andrea hinter ihm mit der Kamera stand und auf das Gesicht wartete, wenn Semir sein Paket öffnete. Endlich hatte Semir alles aufgeknotet und wickelte das Papier ab. Dann zog er den Deckel ab und erblickte im ersten Moment nur Styropor. „Was ist denn ...“, dann entdeckte er etwas Rotes in all dem cremefarbenen Abfall. Sofort griff seine Hand rein und zog eine Landkarte hervor, die aber noch an etwas gebunden war. Er fischte danach und zog ein tragbares Navigationssystem hervor. „Sag mal Cheeeeeeese.“, rief Andrea ihm zu und fotografierte das überraschte Gesicht ihres Mannes. „Was .... Andrea war das...“, fragte er und zeigte auf das Navigationssystem. „Ben hat den Anstoß gegeben. Er meinte, euer letzter Ausflug zum Klettern wäre beinahe ins Wasser gefallen, weil ihr weder Karte noch Navi bei euch hattet und jetzt hast du beides. Ich will dich ja nicht im Wald suchen müssen.“, lachte sie und küsste ihren überraschten Mann, der langsam anfing zu grinsen. Denn die Idee war gar nicht so schlecht. Endlich hatte er wieder was zu basteln und eine Karte könnte man ja immer gebrauchen. „Danke Schatz.“, meinte er und küsste seien Frau liebevoll und zärtlich. „Ich hoffe, du gibst mir keinen Kuss.“, lachte Ben und war mit Mühe aus seinem Sessel aufgestanden, hatte aber noch Aida auf dem Arm.

    „Nein…du kommst davon…“, lachte Semir und schlug Ben auf die Schulter. „Das war eine sehr gute Idee… nun verfährst du dich nie mehr in der Stadt…“, grinste Semir. „Ich? Semir… ich bin ein wandelndes Navigationsgerät….“, erklärte Ben. „Ja sicher….was machen deine Augen?“, wollte Semir wissen. „Ich sehe immer noch alles sehr verschwommen aber genug um zu sehen, dass du verdammt breit grinst…“, erklärte Ben leise. „Ja sicher…. Ich darf mich doch mal freuen oder?“, lachte Semir. Andrea rief die Beiden in die Küche zum frühstücken. „So…Ben…soll ich dir was fertig machen, oder schaffst du das allein?“, wollte Andrea wissen. „Nein…das geht schon…mach du mal was für unser geflügelkrankes Geburtstagskind…“, gab Ben zurück und tastete nach dem Messer. Es klappte wunderbar. Genussvoll biss er in das Brötchen und war sogar etwas stolz auf sich, dass er es allein gemacht hatte. Seine Finger hatten zwar einiges an Butter abbekommen, doch das war kein Beinbruch. „Das klappt ja toll, Ben.“, lobte Semir ihn. Dennoch war ein höhnischer Unterton zu hören. „Ja…mach du dich nur lustig. Versuch du es mit deiner Hand doch mal…“, schlug Ben vor. „Hört auf euch gegenseitig zu sticheln…“, ermahnte Andrea die beiden wie kleine Kinder.

    Am Nachmittag machen sich Hotte und Dieter sowie Kim und Susanne auf den Weg zu Semir. „Was meinst du? Wir der sich über unser Geschenk freuen?“, wollte Hotte wissen und streichelte das kleine Paket auf seinem Schoß. „Ich denke schon… obwohl ich ja eher die Krawatte vorgezogen hätte. Nun ja… Hauspantoffeln kann er ja auch gebrauchen.“, meinte Dieter nur. „Ja sicher, aber meinst du nicht, wir hätten auf das plüschige verzichten sollen? Und dann noch in Rosa….“, meinte Hotte nachdenklich. „Das wird ihm schon gefallen. Er steht auf solche Sachen….denk doch mal nur daran, dass er rote Socken zum dunklen Anzug getragen hat. Das sah doch zum schießen aus… das gefällt ihm….“, nickte Dieter. Er hielt den Porsche direkt vor der Tür. Hartmut kam mit seiner Lucy an. Auch er hatte ein großes Geschenk dabei. Nur wenige Minuten nach ihnen kamen Kim und Susanne mit ihren Autos angefahren. Gemeinsam gingen sie zur Tür und klingelten. Semir öffnete und erschrak als er die gesamte Mannschaft sah. „Gibt es hier was umsonst?“, fragte er grinsend. Dieter überreichte ihm das Geschenk. „Alles Gute zum Geburtstag.“, strahlte er und zwängte sich an Semir vorbei. Auch Hotte gratulierte. Dann waren Kim und Susanne dran und der Schluss wurde von Hartmut gemacht. Der Gabentisch wurde immer höher und Semir hatte beim Auspacken die Hilfe seiner Tochter in Anspruch genommen. Aida war mit großer Begeisterung dabei.

    Mendes lag in seinem Bett. Er hatte das Bild seiner Tochter in der Hand und streichelte es sanft. „Mein kleiner Engel…bald können wir wieder zusammen spielen. Der Papa kommt zu dir…“, weinte er leise. Er schloss die Augen. Nur morgen… und dann hätte er keine Sorgen mehr. Nie wieder. Dann konnte er seine Frau und seine Tochter wieder in die Arme schließen. Er sah auf die Uhr. Es war gerade mal 18 Uhr. Vielleicht sollte er mal etwas essen? Oder auch etwas schlafen. Morgen musste er fit sein. Es durfte kein Fehler passieren. Gerkhan wird für ihn kein Problem sein. So wie er das Handgelenk getroffen hatte, dürfte es gebrochen sein. Dieser Jäger war durch die Flüssigkeit von Laszlo blind. Auch dieser war kein Problem. Somit waren alle Gefahren ausgeschaltet. Und wenn doch…dann würden die Polizisten erst mal mit der Bombe genug zu tun haben. Er nahm sich vor, Gerkhan zu warnen, wenn er was unternehmen sollte. Noch wenige Stunden und dann war seine Rache vollzogen. Mendes richtete sich auf. „Weißt du was Laura…. Ich werde euren Mörder mitbringen. Du kannst ihm dann sagen, was du davon gehalten hast…wie wäre es? Er wird mich zu dir und Mama begleiten… er wird sterben….genau wie er euch getötet hat, werde ich ihn töten.“

    Die Tage vergingen und der Tag des Ausbruchs fing an. Schon früh am Morgen ging der Transport der Gefangenen los. Carlos war mit Beruhigungsmittel voll gepumpt und starrte nur gerade aus. „Hey...mein Freund...“ begrüßte Ben ihn, als er in seine kleine Zelle kam. Doch Carlos reagierte nicht. „Haltet die Klappe!“ fauchte der Beamte, der diesen Transport begleitete. Ben schwieg die Fahrt ging los und Ben dachte endlich wieder Autobahn. Seit über zwei Wochen hatte er keine mehr gesehen. Nur die tristen Wände in der Vollzugsanstalt. Die Sonne war von Wolken bedeckt und es roch irgendwie nach Regen. Zügig ging die Fahrt von Statten. Ben hätte zu gern gewusst wo die Bande von Vohwinkel zuschlug, doch Carlos redete nicht. Sputnik hatte ihn fertig gemacht, er war nur noch ein Schatten seiner selbst. Ob Vohwinkel wirklich so gute Kontakte in die JVA hatte? Und wenn Carlos sein bester Mann war, würde er dann Rache für Carlos vollziehen. Und wenn...wie sah diese aus? Sicher würde er bald Antworten bekommen. Der Bus stoppte plötzlich. Unbehagen machte sich bei Ben breit. „Verdammt.....das ist ein Überfall...“ hörte er den Beamten sagen. Waren sie nicht eingeweiht? Würden sie sich wehren? Die Türen wurden geöffnet und vier Männer drangen ein. „Wo ist er?“ fauchte man die Beamten an. Die Tür wurde geöffnet. „Raus!!“ schrie einer der Verbrecher und zerrten Carlos und auch Ben aus dem Fahrzeug. Ben grinste insgeheim und machte alles mit. „Okay rein in den Wagen!“ befahl der Mann. Ben nahm Carlos am Arm und führte ihn zu dem wartenden Van. Sie steigen ein. Ben bekam nicht mit, was mit den Beamten geschah. Die Fahrt ging los. Da Ben und Carlos im Van hinten saßen und dort keine Fenster einen Blick auf die Straße zuließen ging die Fahrt ins Ungewisse. Doch mitten in der Fahrt blühte Carlos plötzlich auf. Er grinste breit. „Ich sagte doch...es klappt alles perfekt“ triumphierte er. Ben sah ihn an. „Du hast alles mitbekommen? War der Überfall auf dich nur ein Trick?“ harkte er nach. Carlos schüttelte den Kopf. „Nein...es waren die schlimmsten Augenblicke die ich mitmachen musste und dafür wird Sputnik noch bezahlen. Er wird sich wünschen nicht geboren zu sein. Wenn ich mit ihm fertig bin, wird er nicht einmal einer Gummipuppe Gewalt antun...“ schwor Carlos. „Aber du warst doch eben noch...“ staunte Ben. Carlos zog sich ein kleines Polster vom Arm, an dem eine mit einer Flüssigkeit gefüllter Blase hing. Es war mit den bloßen Augen kaum von seiner Haut zu unterscheiden. „Ein toller Plan...“ grinste Ben.

    Kim legte den Hörer auf. Sie sah Semir an. „so...die Flucht ist gelungen. Nun können wir uns der Bande Vohwinkel ganz und gar zuwenden. Ben wird sicher erst ein paar Botendienste machen dürfen, bevor er in den inneren Kreis aufsteigt, es sein denn er kann Vohwinkel imponieren.“ dachte sie laut nach. „Und wie soll er das machen? Ich meine Sie kennen Vohwinkel doch auch...und der ist nicht leicht zu beeindrucken. Dafür müsste Ben schon einen Mord begehen!“ stieß Semir aus. Kim nickte. Semir hatte Recht. Andreas Vohwinkel ließ sich nicht leicht beeindrucken. „Wir müssen auf jeden Fall noch einen seiner Clubs besuchen. Was schlagen Sie vor?“ harkte sie nach. „Nun...da bleiben noch einige über...wie wäre es mit der „weißen Rose“?“ schlug er vor. „Weiße Rose...ja...also gut. Ich informiere Alex dass er mit seinem Team dabei ist. Damit sollte Vohwinkel wieder etwas unvorsichtiger sein.“ nahm sie an. „Immerhin weiß Vohwinkel dann genau, dass ich mich nicht vor Angst verkrieche...“ knurrte Semir, der dem Verbrecher die Spritze noch nicht verziehen hatte. „Sie sollten froh sein, das sich es nicht bewahrheitet hat. Immerhin ist alles möglich gewesen.“ gab sie zurück. „Vohwinkel hat noch für Fynn Gerber zu büßen...und für all die andern Dinge die er getan hat.“ nickte Semir. Kim griff zum Telefon und wählte Alexander Hoffmann an. Der SEK-Mann meldete sich. „Hallo Alex, Kim hier. Wir brauchen heute Abend mal wieder deine Hilfe.“ Fing sie an. „Okay...wer von den Beiden?“ kam die Frage. Kim lachte laut auf. „Nein...nein...diesmal ist keiner der Beiden in Gefahr. Es geht um eine Razzia in der „Weißen Rose“.“ stellte sie richtig. Da sie den Lautsprecher an hatte konnte Semir mithören. „Warum muss immer einer von uns in Gefahr sein?“ harkte er deshalb grinsend nach. „Weil es in 99 von 100 Fällen der Fall ist. Das weißt du genauso gut wie ich, Semir.“ erklärte Alex. „Ja schon gut...aber diesmal ist es wirklich nicht so...“ gab er zurück. „Dein Wort in Gottes Ohr. Ich habe schön gehört, dass ihr Vohwinkel auf dem Kicker habt. Nur seid vorsichtig. Der Kerl hat es faustdick hinter den Ohren. Und er ist kein leichter Gegner.“ warnte Alex Semir. „Das wissen wir. Ben ist in der Bande eingeschleust worden und wird sie von innen her ausheben, während wir den guten Jungen etwas nervös machen. Du weißt ja...wer nervös ist macht Fehler.“ gab Semir zurück. „Ja ich weiß...okay...wann heute Abend?“ wollte Alex wissen. „Gegen elf...dann sind die Chancen größer.“ bestimmte Kim. „Ich werde da sein.“ versprach Alex. Das Gespräch war beendet. Der Abend wurde ein voller Erfolg. In der „Weißen Rose“ wurden 200 kg Kokain beschlagnahmt, 25 minderjährige Mädchen in Gewahrsam genommen und mehrere Dealer festgenommen. Semir stand grinsend an der Tür, als er Andreas Vohwinkel sah. „So schnell werden Sie mich nicht einschüchtern, Vohwinkel. Der nächste Angriff gegen mich, wird Sie den Hals kosten.“ drohte er leise. Vohwinkel drehte sich um und verschwand wieder. Weder Semir noch Kim konnten ihm etwas vorwerfen. Offiziell führte er diesen Club nicht einmal und somit war er nicht verantwortlich zu machen, für das was hier ablief.

    Der Rest des Tages verlief ruhig und schon am nächsten Morgen wurde Semir direkt zu Kim zitiert. „Guten Morgen Frau Krüger…Herr Gerber…Herr Sklogowski…“ grüßte er die Runde. „Herr Gerkan….guten Morgen. Ich hoffe es geht Ihnen wieder gut…“ fing Kim an. „Danke der Nachfrage. Wie geht es Fynn?“ wollte Semir wissen. Klaus sah zu Boden. „Er hat es nicht geschafft. Er ist heute Morgen ins Koma gefallen und die Chance, dass er aufwacht ist sehr gering. Wenn er es doch schafft, dann werden sie psychischen Schäden so groß sein, dass er ein Gefangener in seinem Körper sein wird.“ gab er leise Bericht ab. „Das tut mir sehr Leid für Ihren Bruder…“ drückte Semir sein Mitgefühl aus. „Danke… ich mache mir so schreckliche Vorwürfe…“ kam von Klaus. „Ich wollte Ihnen eh gleich Bilder zeigen….und ich denke es ist dieser Mann gewesen...“ gab Semir zurück und hielt ein Bild hin. Es zeigte Hans Bauer. Der Mann hatte Glatze und war für einen Mann recht zierlich gebaut. Klaus sah ihn an und nickte. „Das war die Krankenschwester….Verdammt…..das ist doch nicht wahr. Ich habe mich von diesem Kerl täuschen lassen…“ stieß Klaus wütend aus. „Sie sind nicht der erste glauben Sie mir. Hans Bauer ist ein Travestiekünstler gewesen bevor er sich dem Verbrechen und Vohwinkel zuwandte. Von daher wusste er genau wie er sich geben musste um glaubwürdig zu wirken. Auch ich bin ihm schon auf den Leim gegangen und habe die schmerzliche Erkenntnis gemacht, das nicht alles so ist, wie man es sieht.“ versuchte Semir zu trösten. Er wusste genau, dass es schwer war sich einzugestehen, dass man einen Fehler gemacht hatte, besonders dann wenn es so schwerwiegende Folgen hatte. „Also gut….wie werden wir nun im Fall weiter machen?“ harkte er nun nach. „Es wird wie geplant diese Überführung geben. Ben und Carlos werden verlegt, der Bus wird überfallen und die Beiden werden befreit werden. Ben schließt sich der Bande an und kann sie dann von innen her ausheben. Ich denke in spätestens einer Woche haben wir Vohwinkel dingfest gemacht.“ erklärte Sklogowski. Semir nickte. „Sehe ich auch so.“ stimmte er zu. „Okay…die Beamten sind informiert, dass sie sich zwar wehren sollen damit es echt wirkt aber keine Chance haben, den Ausbruch zu verhindern.“ erklärte Sklogowski. Klaus saß einfach nur da und beteiligte sich nicht an der Diskussion. Semir sah ihn an. „Ich denke es ist besser wenn Herr Gerber nicht mehr weiter an dem Fall mitarbeitet. Er ist persönlich involviert und würde das Ganze nur zum Scheitern führen. Das ist keine Abwertung der Person, sondern aus Vorsicht um das Leben der Andern zu schützen.“ legte er fest. Sklogowski schluckte. „Aber…“ fing er an. „Nein…er hat Recht Fritz…ich kann nicht mehr mitmachen. Ich will lieber bei Fynn sitzen und versuchen ihm wenigstens nicht ganz allein zu lassen.“ stimmte Klaus Gerber den Ausführungen von Semir zu. Kim sah ihn an. „Sie würden dann allein an diesem Fall arbeiten und das kann ich nicht zulassen. Und wie ich schon sagte…ich bin auch ein guter Partner…“ legte sie fest. „Aber Chefin…Sie sind doch hier gar nicht abkömmlich….“ beschwerte Semir sich. „Das ist mir klar. Aber Herzberger oder Bonrath sind auch nicht gerade die erste Wahl. Sie werden wohl mit mir Vorlieb nehmen müssten.“ lächelte sie. Semir sah sie an und schluckte. Er hatte gehofft, dass Kim ihren Vorschlag als Partner von Semir zu agieren vergessen hatte.

    Nachdem Sklogowski und Gerber gegangen waren, sah Semir seine Vorgesetzte an. „Sie wollen wirklich mit mir auf Streife gehen?“ harkte er nach. „Ja…denn ich kann Sie schützen, wenn Sie in gefährlichen Situationen kommen. Und wir werden uns jetzt mal den Ort ansehen, an dem der Deal über die Bühne gehen soll.“ lächelte sie. Semir nickte und gemeinsam fuhren sie los. Semir schlich für seinen Geschmack über die Autobahn und auch Kim sah ihn spöttisch an. „Sind Sie immer so bedacht, was die Geschwindigkeit angeht?“ harkte sie nach. „Was meinen Sie…hier ist 100 erlaubt….“ kam sofort von ihm. Kim lachte auf. „Semir….nur weil ich mit Ihnen fahre, heißt es nicht, das Sie schleichen sollen. Drücken Sie auf die Tube…ich will bis zum Abendessen wieder in der PAST sein.“ schlug sie vor. Semir lachte auf und gab Gas. Der BMW schnurrte wie eine Katze. Nur wenig später waren sie im Niehler Hafen angekommen. „Charlie sagte mir dass der Pier sehr gut versteckt sei und er hat Recht. Tadeus…das ist der Kran dort…Dieser hier ist schwer zu überwachen. Wir könnten ein paar im Lagerhaus verstecken und auf den Containern. Allerdings traue ich Vohwinkel zu, dass er seine Leute auf den Kränen postiert um die Gegend zu überwachen.“ murmelte Semir als er das Gelände vor sich sah. Kim konnte dem nur zustimmen. „Auf jeden Fall sollten wir verhindern, das Vohwinkel in die Gebäude zurück weichen kann. Dort könnte man eine Falle aufbauen.“ dachte sie laut nach. „Da er die Waffen sicher auch vorführt ist das Gebäude da eigentlich ideal. Es hat einen Innenhof. Ein riesiger Komplex wenn ich das hier auf dem Plan richtig interpretierte...“ murmelte Semir weiter und tippte mit dem Finger auf den Plan. Kim sah ihn an. „Dann wird er es dort sicher auch durchführen.“ stimmte sie zu. Semir rollte den Plan ein und lächelte. „Dann werden wir uns das Gebäude jetzt mal ansehen.“ schlug er vor. Gemeinsam mit Kim betrat er das halb verfallene Gebäude. Semir sah die dicken Wände der alten Gebäude an. „Also wenn er nicht gerade mit Panzerfäusten herum ballert halten die Wände noch einiges aus“ musste er zugeben. „Ja…und das Gebäude ist ziemlich verzweigt. Viele Räume und noch mehr Ecken wo man sich verstecken kann. Wir sollten das Gebäude weiträumig absperren. Ich habe ein ganz übles Gefühl im Magen, wenn ich an den Deal denke.“ gab Kim von sich. Semir grinste. „Es scheint Ihnen Spaß zu machen im Einsatz zu sein.“ meinte er. „Ja…es fehlt mir manchmal. Nur schrotte ich keine Autos wie Sie...“ konterte Kim.

    Andrea sah aus dem Fenster als der Wagen vorfuhr. Erschrocken bemerkte sie, dass Semir einen Gips trug. Sofort war sie vor der Tür. „Semir??? Was ist denn mit dir passiert?“, fragte sie und sah ihren Mann besorgt an. „Ist nur ne schwere Prellung… Hilfst du mir mal mit Ben? Er kann im Augenblick nichts sehen. Aber sonst sind wir okay..“, erklärte Semir. Andrea sah erschrocken zu Ben. „Wie bitte?“, kam erstaunt von ihr. Sie nahm Ben am Arm. „Was ist denn zum Teufel passiert?“, wollte sie wissen. „Das erkläre ich dir, wenn wir drin sind. Danke Hotte… den Rest schaffen wir ohne dich!“, rief Semir seinem Kollegen zu. Dieser nickte, hob die Hand und fuhr wieder los. Wenig später im Wohnzimmer. Semir ließ sich auf die Couch fallen. Er hielt seine eingegipste Hand fest. „Tut es sehr weh?“, wollte Andrea wissen. „Geht so….es ist einfach nur dumm gelaufen…“, gab er zu. „Was ist passiert? Was ist mit Bens Augen?“, harkte Andrea nach. „Ben hat etwas in die Augen gespritzt bekommen. Der Doc weiß aber nicht was und so müssen die Augen selbst damit fertig werden, weil die nicht wissen wie das Zeug mit Wasser reagiert. Mir hat der Mistkerl ne Stange aufs Handgelenk geschlagen. Aber es ist nicht gebrochen. Tja… und nun haben wir beide Zwangsurlaub. Ben muss hier bei uns bleiben. Er kann nichts sehen und allein kann er nicht bleiben.“ Semir sah seine Frau an. „Das ist doch selbstverständlich…habt ihr schon was gegessen?“, wollte Andrea wissen. Die Männer verneinten es. „Gut… dann koche ich etwas für euch…“ lächelte sie. Semir legte sich lang aufs Sofa. „Andrea… kannst du mich mal bitte zur Toilette begleiten?“, bat Ben.

    „Was machen wir denn nun? Semir und du können nicht arbeiten. Damit ist die Party morgen nicht machbar…“, sagte Andrea nur wenig später als sie in der Küche standen. „Ja sicher…. Ist ziemlich dumm gelaufen. Aber gut… dann feiern wir halt ne kleine Party… die Anderen kommen morgen auf jeden Fall. Ich muss aber jetzt wirklich….sorry, wenn ich dir jetzt viel Arbeit mache…aber ich meine…mit der Toilette…also ähm….ich weiß nicht…ob…ob ich treffe…“, kam leise von Ben. Andrea lachte leise. „Dann gebe ich dir mal einen Tipp…. Setzt dich einfach hin. Dann klappt das auch mit dem Treffen…“, schlug sie vor. „Ha...ha….sehr witzig….“, knurrte Ben nur. Doch dann lachte er auch. Die Situation hatte schon irgendwie eine Komik an sich. Er ging zur Toilette. Es dauerte etwas lang bis die Spülung zu hören war. Kurz drauf schepperte es und Ben fluchte verhalten. „Ben?“, rief Andrea erschrocken als sie es hörte. „Ist alles in Ordnung?“, hängte sie an. „Ja sicher… ich habe nur…nicht gesehen, dass auf dem Spülkasten etwas stand… nun liegt es vermutlich auf dem Boden und ist kaputt…es tut mir Leid…Andrea… ich wollte das wirklich nicht…“, entschuldigte Ben sich. Andrea hörte wie er nach dem Schlüssel tastete. „Na komm….setzt dich zu Semir und iss. Ich mach das eben schnell sauber…“, lächelte Andrea sanft und brachte Ben ins Wohnzimmer zu Semir. Dieser sah auf, als seine Frau seinen blinden Partner ins Wohnzimmer führte und in den Sessel setzte. „Semir, es tut mir Leid, dass ich euch so viel Umstände mache.“, entschuldigte sich Ben und sah in irgendeine Richtung, wo er seinen Partner vermutete. „Schon okay, Partner... du kannst ja nichts dafür.“, erwiderte Semir und reichte Ben eine Flasche Bier. „Hier, Vorsicht.“, mahnte Semir und Ben versuchte die Flasche ohne Hilfe zum Mund zu führen. Doch es ging aufs Hemd. „Verdammt...“, schrie Ben und wollte die Flasche wieder abstellen. Semir nahm sie ihm ab und wischte ihm schnell die Flecken vom Hemd. „Semir... ich bin zu gar nichts mehr zu gebrauchen.“, stieß Ben aus und vergrub das Gesicht wieder in seinen Händen. „Komm, das wird schon... wir müssen einfach Geduld haben. Ben, du solltest dir einfach helfen lassen.“, meinte Semir und sah seinen Partner an. Dieser lachte verächtlich auf. „Semir... ich seh nichts mehr. Verdammt, ich kann nix sehen. Was soll ich nur machen?“, schrie Ben vor Verzweiflung und wollte aufstehen, stolperte jedoch über Semirs Füße, die er nicht schnell genug zurückziehen konnte. Fast wäre Ben in den Glastisch gefallen, doch Semir fing seinen Partner noch auf. „Komm... setz dich. Ich hol dir erstmal ein Bier im Glas mit Strohhalm.“, meinte Semir und ging in die Küche. „Na ganz toll.“, knurrte Ben und ließ seinen Kopf nach hinten fallen.

    Robert Mendes war bereits auf dem Rastplatz, wo die Übergabe in zwei Tagen stattfinden sollte. Er sah sich immer wieder um. Es war dunkel und der Rastplatz war, bis auf einige schlafende LKW-Fahrer in ihren Fahrzeugen, verlassen. Er legte die präparierte Nagelbombe so hin, dass es bei der Explosion möglichst viele Leute treffen würde. Er hatte sie in einem Papierkorb versteckt. Sie sah sowieso aus, als wäre es ein weggeworfenes Fresspaket. Er hatte alles vorbereitet. Das würde seine Rache vollenden. Die Polizei würde alle Hände voll mit der Explosion zu tun haben und nicht mehr auf Mewes achten. Dann konnte er sich diesen Geschäftsmann krallen und ihn woanders fertig machen, ihn bestrafen, für alle das, was er ihm angetan hatte. Für den Verlust von Roberts und Laszlos Familie sollte Rupert Mewes büßen. Er würde ihn töten, doch vorher würde dieser Kerl leiden und das nicht zu wenig. Schnell stieß Robert wieder zu seinem Ziehsohn ins Auto und drückte ihm eine Fernbedienung in die Hand. „Pass auf... wenn ich dir über das Walky-talky Bescheid gebe, drückst du auf den grünen Knopf. Aber nicht vorher... Hast du mich verstanden?“, wollte Robert wissen. Der Junge nickte nur und Robert wuschelte ihm mit der Hand vorsichtig durch das Haar. „Sehr gut... komm, wir fahren nach Hause.“, meinte er und startete den Wagen. Doch Laszlo sah aus dem Fenster. Was war mit dem Mann passiert, den er heute die Lauge ins Gesicht geschüttet hatte? War er jetzt blind? Noch nie hatte er einem Menschen Schmerzen zugefügt. Doch was war jetzt? Er wusste es nicht.

    Ein weiteres Wochenende in Hürth

    Wir beginnen vorsichtig mit der Wettervorhersage, die sich deutlich des verregneten Sommers im Jahre 2011 unterscheiden sollte: Sonnenschein mit Werten bis zu 28 Grad Celsius! Die perfekte Voraussetzung für ein heißes Wochenende in Hürth.

    Die Vorbereitungen für das Wochenende begannen bereits zum Jahresbeginn 2011, doch auch wie in den vergangenen Jahren traf sich das Organisationsteam am 01.09.2011 in der Jugendherberge Hürth, um das 11. Fantreffen mit Fans aus Spanien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Schweiz, Frankreich, Ungarn, Tschechien und Deutschland vorzubereiten.

    Als wir am Freitag auf die Ankunft der einzelnen Teilnehmer warteten, wurden wir von herrlichen Sonnenstrahlen verwöhnt und teilweise von Nüssen – keine Kokosnüsse, sondern Eicheln – erschlagen. Diese fielen unaufhörlich mit lauten Geräuschen herunter und verfehlten uns als auch die Teilnehmer nur um Haaresbreite. Dennoch zogen wir es durch und nach und nach trafen die einzelnen Teilnehmer an und das Gelände der Jugendherberge Hürth füllte sich. Ab 18 Uhr wurde es besonders heiß: Die Grillmeister Thommy (Thomas Neuhauser) und Zapfi (Michael Zapf) brutzelten die Würste und versorgten die hungrigen Teilnehmer. Nachdem sich die Teilnehmer mittlerweile bereits untereinander bekannt gemacht hatten, die Zimmer bezogen und die Würste verzerrten, folgte ein gemütlicher Abend mit ausgelassenen Gesprächen.

    Der Samstag sollte wieder der heißeste Tag werden – nicht nur durch die sommerlichen Temperaturen – sondern auch wieder von dem Programm, welches Dominique Haß und weitere Mitarbeiter der Produktionsfirma action concept für die Teilnehmer vorbereitet haben: Eine exklusive Kinopremiere des Pilotfilmes „72 Stunden Angst“ und eine Fotosafari der besonderen Art. Doch zunächst zur Kinopremiere, die an dieser Stelle folgendes aussagen sollte: Die Teilnehmer des Fantreffens waren die ersten Zuschauer außerhalb der Produktionsfirma action concept, die den neuen Piloten vorgeführt bekamen und ihnen mit tosendem Applaus bekräftigten – ein spannender, actionreicher und zugleich dramatischer Film! Anschließend ging es nach einer kleinen Mittagspause auf das Gelände der Hürther Stuntschmiede, wo mit fünf unterschiedlichen Fotostationen eine Fotosafari der besonderen Art vorbereitet wurde: Ein Polizeihubschrauber, zwei Streifenwagen mit einem geschrotteten BMW in ihrer Mitte, der K.I.T.T., ein weiterer verunglückter BMW und ein Greenscreen mit einem professionellen Fotografen.

    Wir ahnten bis heute noch gar nicht, wie viele schauspielerische Talente sich in unserem Diskussionsforum tummeln – doch mit den zur Verfügung gestellten Requisiten schlüpften alle für spektakuläre Bilder in ihre Rollen.

    Zum Abschluss des Besuches auf dem Gelände von action concpet gab es kurzfristig noch für alle Teilnehmer ein Eis, welches die Gemüter wieder abkühlen lassen sollte, bevor es zur Verlosung von Eintrittskarten zur offiziellen Premierenfeier (13.09. in Köln) kommen sollte. 10 glückliche Händchen zogen ein Gewinn und dürfen sich am 13.09.2011 unter die geladenen Gäste tummeln!

    In der Jugendherberge zurückgekehrt, hielt Thorsten eine kleine Ansprache, um das bereitgestellte Abendessen zu beschleunigen: Die Schauspieler Erdogan Atalay, Tom Beck und Katja Woywood sollten dem 11. Fantreffen einen kleinen Besuch abstatten. Nachdem diese Information bei allen Teilnehmern angekommen ist, konnten wir zusehen, wie schnell ein Abendessen und die Auswahl verlaufen kann. Alle waren pünktlich um 19:00 Uhr im Gruppensaal versammelt und erwarteten die Ankunft der Schauspieler aus „Alarm für Cobra 11“. Diese kamen dann auch und wurden mit tosendem Applaus begrüßt. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit zahlreiche Fragen zu stellen und auch mit den Schauspielern für ein gemeinsames Foto posieren.

    Doch wie es so ist, ging auch die gemeinsame Zeit mit den Schauspielern zu Ende und eine Sache möchten wir an dieser Stelle besonders hervorheben: Erdogan Atalay und auch Tom Beck sowie Katja Woywood äußerten sich traurig über den Ausstieg von Dietmar Huhn und hätten es persönlich auch besser gefunden, wenn Horst „Hotte“ Herzberger in den Ruhestand gegangenen wäre und somit für zukünftige Gastauftritte zur Verfügung gestanden hätte.

    Das Fantreffen klang an diesem Abend aus und am nächsten Tag hieß es wieder Abschied nehmen.

    Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern, die sich in diesem Jahr sehr diszipliniert verhalten haben und uns damit den Ablauf des gesamten Wochenendes vereinfacht haben – deswegen sei an dieser Stelle gesagt: Wir freuen uns auf eine Wiederholung im kommenden Jahr.

    Aber unser besonderer Dank gilt: Dominique Haß, Elke Schubert und allen weiteren stillen Helferlein der Produktionsfirma action concept, aber auch den Schauspielern Erdogan Atalay, Tom Beck und Katja Woywood aus der Fernsehserie „Alarm für Cobra 11“, die mit ihrem Einsatz die zahlreichen Teilnehmer zum Strahlen und tosendem Applaus gebracht haben!

    Werdet ihr ein paar Bilder von der Abschiedsfeier online stellen ?

    Sorry Robert...aber Bilder habeich leider keine... :S Ich bin da ziemlich untalentiert....Die Bilder sind wie so technische Genies zu denen ich mich nicht zähle..., halt so sind....nicht nur absolut gar nichts geworden sondern dank meinem Handy...was ich nach zwei Jahren immer noch nicht kenne....gelöscht. Ein falscher Tastendruck und alles war weg...sogar mein Telefonbuch.... Tut mir wirklich Leid.

    Dietmar Huhn steigt aus

    Dietmar Huhn spielte seit 1997 in der Serie den allseits beliebten Horst Herzberger der von allen Kollegen nur Hotte gerufen wird, der immer wieder mit seinem Freund und Dienstpartner Dieter Bonrath aneinander geriet, wie es unter Freunden üblich ist. Wie ein lang verheiratetes Ehepaar stritten sie um Kameras oder aber auch um im Urlaub entgangene Flirtchancen. Doch wenn es darauf ankam, dann war klar...die Beiden gehören zusammen wie Feuer und Wasser, wie Katz und Maus....wie Pech und Schwefel.

    Nun ist es soweit Wir müssen uns von dieser geliebten Rolle in der Serie verabschieden. Dietmar Huhn, alias Horst (Hotte) Herzberger wird Alarm für Cobra 11 auf dramatische Weise verlassen. In dem Piloten 72 Stunden Angst wird er erschossen. Da der Pilotfilm ja erst in der nächsten Woche kommt werde ich keine Details über den Dreh preisgeben. Nur so viel… es wird dramatisch.

    Am 17.05.2011 brach der letzte Drehtag für Dietmar Huhn alias Horst „Hotte“ Herzberger an. Hotte wird erschossen wie er es ja auch schon einigen von Euch erzählt hatte. Wir waren stellvertretend für alle Fans dabei:

    Für Dietmar fiel es nach fast 15 Jahren sehr schwer, Abschied zu nehmen. Wenn es nach ihm gegangen wäre, hätte er gut und gern noch ein oder zwei Jahre weitermachen wollen, doch leider ging es nicht mehr. Hotte muss gehen. Für alle Kollegen war es damit auch ein Neuanfang und sie ehrten Dietmar als großartigen Kollegen und Freund. In der PAST fand dann auch der Abschied von Dietmar statt. Er war gerührt und gleichzeitig erfreut. Die letzte Klappe wurde mit Applaus der Kollegen und Freunde begleitet. Dietmar stellte sich vor seine Kollegen und hielt eine kleine Rede. Er bedankte sich für die vielen Jahre, die er dabei sein durfte, und für die Freundschaften, die dabei entstanden waren. Er erzählte von den Anfängen und wie er bei der Cobra landete. Und ganz wie Hotte nun mal ist zitierte er den sächsischen König Friedrich August am Schluss seiner Rede mit der Aussage: „Ihr wolltet es „Macht Euch Euren Dregg alleene!..“ natürlich mit den perfekten Dialekt. Dann ging es zum Überreichen der Abschiedsgeschenke. Wir haben ihn im Namen aller Fans mit einem kleinen Geschenk überrascht und es hat ihn sehr gefreut. Er lässt allerdings auch ausrichten

    Zitat: Liebe Fans….auch wenn jetzt die Quoten in den Keller gehen, weil der Hotte nicht mehr da ist. sage ich euch…gebt der Neuen und der Serie ohne Hotte eine Chance. Ich danke allen Fans für die Treue zu der Serie und wünsche dass ihr Hotte nie vergesst…“ Zitat ende….

    Von seinen Kollegen von Action Conzept gab es eine Torte mit einigen Verkehrszeichen, geschrotteten Marzipanautos sowie einem dicken Polizisten, der die Torte mit seiner Kelle mittig zierte. Ein Pfeil, auf dem „Hotte“ stand, rundete die Sache ab. Das nur am Rande, die Torte war saulecker. Es gab Sekt und dann stürzten sich alle auf die Torte…leider bevor ich sie im ganzen Zustand fotografieren konnte. Gemeinsam mit seinen Dienstpartner Gottfried Vollmer „Dieter Bonrath“ schnitt Dietmar die Torte an und verteilte großzügig das süße Zeug. Aber viel zu mächtig um mehr als drei oder vier Stücke zu essen. Außerdem überreichten ihm die Kollegen ein Album mit Fotos aus allen Folgen der Serie, in denen Hotte und Dieter oder aber auch er allein zu sehen waren. Er schaute es sich mit mir an und fragte immer wieder… „in welcher Folge war das…ich kann mich an die Szene erinnern, aber der Name der Folge…“ Kein Problem Dietmar….ich konnte ihm alle Folgen nennen. Doch leider war es ja auch ein Drehtag und so mussten Semir, Ben und Co zum Dreh während Dietmar, Gottfried und ich uns noch eine ganze Weile unterhielten.

    Gegen sieben war dann auch dieser Tag vorbei. Dietmar will nun seinen Ruhestand genießen, wobei er sagt, dass er nun vermutlich noch weniger Zeit hätte wie vorher, denn es will vieles gemacht werden, was schon lange darauf wartet gemacht zu werden.

    Als neue Kollegin für Dieter Bonrath wird dann Jenny Dorn alias Katrin Heß eingesetzt, die wir ja bereits aus „Höher, schneller, weiter“ kennen, als sie mit Hotte Dienst schieben musste und natürlich wie soll es anders sein, die Ratschläge des erfahrenen Hotte in den Wind schlägt und mit ihm streiten muss. Katrin Heß ist die jüngste Darstellerin in einer Hauptnebenrolle in Alarm für Cobra 11. Sie ist eine sehr nette junge Schauspielerin, die sicher in ihrer Rolle wachsen wird. Geben wir ihr eine Chance…


    An Dietmar gehen unsere besten Wünsche für seine Zukunft. Danke für die lange Zeit die du uns unterhalten hast. Die Fans der Serie werden dich nicht vergessen...

    22.09.2011 "WEttlauf gegen die Zeit"

    Selbst ein vermeintlich harmloser Besuch beim Polizeispychologen gerät bei Ben und Semir zu einem lebensgefährlichen Abenteuer.

    Der Polizeipräsident hat genug: Wegen der nicht unerheblichen Menge an schrottreifen Dienstwagen hat er Ben und Semir zu einer Therapie bei Polizeipsychologe Thorsten Markwart verdonnert. Als sich alle drei auf dem Weg zum Revier befinden, ereignet sich plötzlich ein Anschlag auf den Wagen der Polizisten, dem sie nur knapp entkommen können.

    Ben und Semir glauben, dass der Anschlag ihnen galt. Sie wollen Markwart zurück in seine Praxis bringen, doch kurz vorher geraten sie erneut unter Beschuss und erst jetzt wird klar, dass Thorsten Markwart, der Polizeipsychologe, das Ziel ist! Markwart ist geschockt und vollkommen ahnungslos, wer ihn ins Jenseits befördern will. Es beginnt eine atemlose Jagd durch die Kölner Innenstadt, bei der Ben und Semir eine erschreckende Entdeckung machen.