irgendwie habe ich die Befürchtung das der Unternehmer das nicht freiwillig macht. Vielleicht ist das das Leben was dahinter steckt und was es zu Retten gilt.....
Beiträge von Elvira
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Abendessen!!!!
Kim kam an der PAST an und Susanne sah sie gespannt an. „Wo ist Semir?“ fragte sie. „Rufen Sie Sklogowski und Gerber an! Ich will die Beiden umgehend hier sehen!“ forderte Kim sie auf ohne auf die Frage einzugehen. Susanne hörte an der Stimme das der Deal nicht wie geplant über die Bühne gegangen war und tat was Kim Krüger befahl. Eine halbe Stunde später saßen die erwünschten Herren bei ihr im Büro. Kim brachte sie auf den Stand der Ermittlungen. „Das heißt Vohwinkel weiß nicht, das Ben Jäger Polizist ist?“ kam von Sklogowski. „So wie es aussieht nicht. Aber der Deal, der heute stattfinden sollte war eine Falle. Eine Falschinformation. Damit hat uns Vohwinkel völlig verarscht.“ stieß Kim wütend aus. Klaus Gerber sah sie an. „Denken Sie, es gibt einen Spitzel bei uns?“ fragte er leise. Kim schüttelte den Kopf. „Ich denke nicht, dass Vohwinkels Kontakte so weit reichen. Er hatte Gerkan schon vor einigen Monaten Rache geschworen und es ist gut vorstellbar, dass er diese nun durchführen wird. Ich kann nur hoffen, dass Ben ihn irgendwie beschützen kann.“ stöhnte Kim. Sie stand auf und sah aus dem Fenster. „Warum muss eigentlich jeder Fall, den die Beiden übernehmen so ins Chaos geraten...“ fragte sie leise. „Wir müssen diesen Mistkerl endlich in den Knast bringen, dann kann er niemanden etwas mehr antun...“ stieß Gerber aus. Kim nickte. „Nur wie sollen wir das machen, wenn Vohwinkel vorher weiß was wir vorhaben. Er muss es ja irgendwo her haben. Gut...dass wir auf so eine Information anspringen wird ihm klar sein, nur ...ach ich weiß es nicht.“ stöhnte Kim leise. „Noch ist gar nichts sicher und wenn Vohwinkel diese Aktion als Köder durchgezogen hat, dann hat er noch Schlimmeres vor!“ stieß Sklogowski aus. Kim nickte. „Das befürchte ich auch.“ gab sie zu. „Wir müssen den Kreis der Mitwissenden so gering wie möglich halten. Am besten nur wie Drei. Nichts was wir besprechen darf nach Außen dringen. Und ich meine wirklich nichts“ bat Kim. Sklogowski und Klaus Gerber nickten. Kim entließ die Männer und ließ sich in den Sessel fallen. Wie sollte sie nun Andrea Gerkan erklären, dass ihr Mann heute nicht nach Hause kommt? Aber eins war klar...sie musste es sagen. „Verbinden Sie mich bitte mit Andrea.“ bat sie Susanne. Nur wenig später hatte sie die Ehefrau von Semir am Ohr. „Frau Gerkan...Kim Krüger hier...fing sie an. „Was ist passiert?“ kam sofort die Frage von Andrea. „Kann ich nicht einfach so anrufen?“ versuchte Kim zu scherzen. „Nein...“ gab Andrea kühl zurück.
Andreas Vohwinkel betrat nach zwei Stunden noch einmal das Zimmer von Ben. „Schönes Zimmer nicht wahr?“ grinste er. „Wo ist mein Kollege?“ kam von Ben ohne auf die Frage einzugehen. „Oh...er ist nicht weit. Aber er hat es weniger komfortabel als du Benni...Willst du ihn sehen?“ grinste Andreas. Ben nickte. „Das hab ich mir schon gedacht. Aber gut...du wirst eh nichts machen, denn wenn...dann wird er dafür bestraft.“ lachte Andreas. Er winkte Ben an sich heran und verließ den Raum. Des ging den Gang entlang. Ben sah sich genau um. Wenn er mit Semir fliehen musste war es vom Vorteil die Gegebenheiten zu kennen. Nach einigen Metern blieben sie stehen. Andreas schob an einer Tür eine kleine Klappe zur Seite. „Na komm...sieh ihn dir an.“ forderte Andreas. Ben trat an die Tür und sah Semir in einem Raum stehen. Er war immer noch gefesselt und geknebelt. „Warum nehmen Sie ihm nicht die Fesseln und den Knebel ab? Haben Sie so eine Angst vor ihm?“ fragte Ben. Andreas lachte. „Nein...ich habe keine Angst vor ihm. Aber er gefällt mir so viel besser. Und Angst...werdet nur ihr spüren. Schon sehr bald...das verspreche ich.“ grinste Andreas ihn an. „Ab geht es wieder!“ befahl er und stieß Ben in seinen Raum zurück. Ben wehrte sich nicht und tat wie ihm befohlen wurde. Er betrat seinen Raum und drehte sich zu Andreas um. „Eines Tages das verspreche ich Ihnen werden Sie im Knast verrotten...wenn wir Sie nicht bekommen, dann ein Anderer...“ fauchte Ben wütend. Andreas sah ihn an. „Die Polizei kann mir gar nichts, denn ich schalte jeden aus, der sich bei mir eindrängt. So war es mit Fynn Gerber und so wird es auch mit dir und Gerkan passieren. Niemand wird sich ungestraft in meine Organisation schleichen. Niemand... und ihr werdet schon bald für mich arbeiten.“ versprach Andreas Vohwinkel und verschloss die Tür erneut. Ben ließ sich mit einem leichten Seufzer aufs Bett fallen. Wie sollte er sich und Semir befreien? Was hatte Vohwinkel mit ihnen vor? Was meinte er damit, dass sie für ihn arbeiten würden? Verdammt...warum musste alles im Chaos enden? „Nein...Vohwinkel...in uns hast du deinen Meister gefunden. Wir bringen dich in den Knast und ich hoffe inständig, dass du dort auf den Don und Sputnik triffst.“ sagte er leise. Er stand auf und prüfte die Tür. Sie war wie erwartet verschlossen. Da sie nach innen aufging war das Auftreten nicht möglich und hier im Zimmer lag nichts, was er zum aufbrechen nutzen konnte. Alles war perfekt von Vohwinkel geplant.
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Gibt es auch Bilder?
Es sind jede Menge Bilder gemacht worden....und sie werden folgen....
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Kim sah Martin an. „Verdammt wir müssen ihnen folgen. Was ist mit dem Sender?“ wollte sie wissen. „Er arbeitet noch einwandfrei...“ gab der Mann am PC durch. „Sehr gut...dann heben wir die Räuberhöhle aus, sobald sie am Ziel sind. Martin, du und ich folgen dem Signal. Deine Leute warten bis zum Einsatzbefehl...“ gab Kim an den SEK-Mann weiter. Dieser nickte. „Alles klar...“ grinste dieser. Sie fuhren los. Zunächst ging die Fahrt auf die Autobahn. So fuhren sie einige Minuten. „Verdammt...!“ stieß der Mann am PC aus. „Was ist los?“ wollte Kim wissen, obwohl sie ahnte was dieser Fluch bedeutete. „Das Signal ist weg!“ gab er bekannt. „Vielleicht sind sie gerade in der Unterführung...“ mutmaßte Kim. „Das kann sein...“ stimmte auch Martin ein. Tatsächlich tauchte das Signal wieder auf. „Verdammt...wir sind daran vorbei!“ stieß der Mann am PC aus. Kim sah ihn an. „Wie bitte? Wie kann das sein?“ harkte sie nach. „Vor knapp 200 m sind wir dran vorbei...“ wiederholte der Mann. Martin stoppte und lenkte den Wagen auf die Standspur. Dann setzte er zurück. „Martin! Das ist verboten!“ empörte sich Kim. „Lieber riskiere ich meinen Führerschein, als das Leben eines Menschen.“ gab der SEK-ler zurück. Kim nickte resignierend. Wenig später lenkte Martin den Wagen auf den Parkplatz. „Da ist der Wagen!“ stieß Kim aus. Martin stoppte direkt daneben. Kim stieg aus und zog ihre Waffe. Sie ging auf den Wagen zu. Mit einem schnellen Ruck riss sie die Tür auf, doch der Wagen war leer. Sie machte einen Schritt nach hinten und es knackte unter ihren Füßen. Erschrocken sah sie hin. Es war ein kleines quadratisches Gerät auf das sie getreten war. Sie hob es auf und identifizierte dieses Etwas als Handy von Semir. „Verdammt...dieser Vohwinkel ist immer auf alles vorbereitet. Wie sollen wir die Beiden jetzt finden?“ stöhnte sie leise. „Wir hätten den finalen Rettungsschuss einsetzen sollen.“ Knurrte er. Kim sah ihn an. „Wir fahren zurück. Jetzt können wir nur noch beten, das Ben Semir helfen kann und die Beiden die Bande hochnehmen.“ stieß sie aus. „Dann sollten Sie ihn möglichst bald anrufen, oder aber dieser Ben sollte sich mit uns in Verbindung setzten, sobald es ihm möglich ist.“ meinte Martin und konzentrierte sich auf die Straße. „Ich verstehe nicht, warum er sich mit Gerkan belastet. Ich befürchte uns stehen noch harte Zeiten bevor. Vohwinkel hat etwas vor, irgendwas. Dieser Deal der heute stattfinden sollte diente nur zur Ablenkung.“ mutmaßte Kim und sah nachdenklich aus dem Fenster. Sie ahnte noch nicht, wie Recht sie mit ihrer Vorahnung hatte.
Für Semir und Ben endete die Fahrt. Die Türen wurden aufgerissen, kaum das der Wagen stand. Ben war zuerst dran. Er wurde brutal aus dem Wagen gezerrt und auf das Haus zugestoßen. Es war auf jeden Fall ein Unterschlupf den Ben nicht kannte. Im Haus selbst wartete Andreas Vohwinkel und sah ihn höhnisch an. „Hans...hol Gerkan her!“ befahl Andreas und seine rechte Hand ging erneut los. Nur wenig später war auch Semir im Raum. „Herzlich willkommen in meinem wirklichen Reich. Ben...was ich dir vorher gezeigt habe stand schon seit Jahren leer. Es war eine Immobilie die ich mir mal gekauft habe aber ich brauche sie nicht unbedingt.“ erklärte Andreas gelangweilt. Ben sah ihn an. „Was hast du jetzt vor?“ fragte er. „Jetzt werdet ihr Beide in getrennte Zimmer ungebracht und bis morgen unter Verschluss gehalten. Kein Essen...kein Trinken...keine Unterhaltung.“ grinste Andreas. Er hob die Finger und schnippte kurz. Hans zerrte Semir aus dem Raum und zwang ihn eine Treppe hoch. Ben sah den Beiden nach. „Und wir beide werden uns noch etwas unterhalten...“ grinste Andreas. Ben ahnte, dass nun etwas Unangenehmes folgen würde. Er sah Andreas an. „Was haben Sie vor?“ harkte er nach. „Morgen Benni...wirst du mir einen kleinen Gefallen tun. Oder besser du und Gerkan. Ihr werdet beide für mich arbeiten. Heute dürft ihr euch ausruhen, denn ab sofort stehen euch sehr harte Zeiten bevor.“ lachte Andreas. Doch das Lachen erstarb genauso schnell wie es aufkam. Er packte Ben am Kragen und drehte ihn um. Dann nahm er ihm die Handfesseln ab und zerrte ihn ebenfalls die Treppe rauf. Hans kam gerade runter. „Wo ist er?“ wollte Andreas wissen. „In der drei...“ gab Hans bekannt. „sehr gut...dann bekommt unser Benni die fünf...dann können sie sich nicht einmal durch die Wand unterhalten.“ lachte Andreas. Er zerrte Ben hinter sich her und stieß ihn in einen Raum. Nur mit Mühe konnte Ben seine Fahrt bremsen, sonst wäre er gegen die Wand geknallt. „Hey!!“ fauchte er wütend und sah zur Tür, die gerade verschlossen wurde. „SEMIR!!“ rief er laut. Keine Antwort. Ben sah sich in seinem Raum um. Ein Bett stand an der Wand. Was war das für ein Gebäude. Hier schien alles für Gäste vorhanden zu sein. Tisch, Stuhl, Bett. Es erinnerte an eine Zelle. Ben sah ein, dass er nichts tun konnte außer zu warten. Er ließ sich auf das Bett fallen und stellte fest, dass es eigentlich sehr bequem war. Man hatte hier in diesem Raum an alles gedacht, sogar Handtücher am Waschbecken. Ben ahnte, dass dies nicht aus Gastfreundschaft geschah.
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„Der alte Steinbruch in Jülich?“ fragte Ben sofort. Laszlo nickte. „Ja…er ist sehr oft mit mir da gewesen. Ich kann Sie hinbringen…bitte…ich will nicht eingesperrt werden….bitte…“ Laszlo fing an zu weinen. Ben bekam sogar Mitleid. Er legte dem Jungen die Hand auf die Schulter. „Also gut…Laszlo….wenn du mich zu meinem Freund bringst, dann hast du was Gut bei mir… ich helfe dir, aber du musst mir jetzt helfen, okay?“ bat Ben und sah Laszlo eindringlich an. Dieser nickte erleichtert. „Dann komm!!“ forderte Ben ihn auf und verschwand zu Kim ins Büro. „Ich weiß wo Semir ist!“ sagte er und rannte raus. Kim sah ihm erstaunt nach. „Hoffentlich kommen Sie nicht zu spät…“ sagte sie leise. Sie sah wie der Junge mit Ben fuhr und schüttelte den Kopf Ben fuhr mit Blaulicht über die Autobahn, während Laszlo schweigend neben ihm saß. Er sah aus dem Fenster und beobachtete die Bäume und die anderen Autos an denen sie vorbeirauschten. „Es tut mir Leid, mit Ihren Augen….“ sagte Lazlo plötzlich. Ben nickte. „Wichtig ist das wir meinen Freund finden. Er wird nämlich bald Vater und ich habe absolut keine Lust, seiner Frau zu sagen, dass er nicht mehr kommen wird.“ Erklärte Ben und konzentrierte sich auf die Fahrt. „Was wird mit mir passieren? Darf ich zu meinem Vater?“ wollte Laszlo wissen. Ben sah ihn kurz an. „Du sagtest gerade, dass dein Vater zu seiner Frau und Lisa wollte. Was meinst du was er damit gemeint hat?“ fragte er kurz. „Ich weiß nicht… aber ich weiß dass es nicht geht… sie sind beide tot…und er lebt…“ kam leise von Laszlo. Doch Ben hörte den Zweifel in der Stimme.
Semir wartete. Er hoffte jeden Augenblick darauf, dass der Kofferraum aufging, doch stattdessen war immer wieder Maschinengeräusche zu hören. Er trat erneut gegen den Deckel aber niemand reagierte darauf. Vermutlich hörte man ihn gar nicht. Vermutlich suchte man ihn nicht einmal. Wo sollte Ben denn auch suchen. Niemand wusste wo er war. Höchstens Mendes, doch lebte er noch? Semir lag da und versuchte ruhig zu atmen. Andrea…. dachte er, ich liebe dich…dich und Aida…und…Semir spürte wie die Tränen liefen. „Hey…Die nächste Sprengladung machen wir dort fest. Wenn der Fels da runterkommt ist es für heute die letzt Sprengung!“ wurde Semir aus den Gedanken gerissen. „Mann…da liegt einer!!“ hörte er einen Anderen. „Verdammt!! Das kann doch wohl nicht wahr sein. Ist er tot?“ wollte die erste Stimme wissen. „Ja sicher! Meinst du der sonnt sich hier. Ey…da steht sein Wagen…“ kam von der zweiten Stimme. „Toll….Selbstmörder…na wir müssen die Bullen anrufen…“ erwiderte die erste Stimme. „nee…warte nicht so schnell….vielleicht finden wir was im Wagen, was wertvoll ist und das könnten wir dann ja behalten. Wenn die Bullen erstmal da sind, ist es zu spät.“ Schlug die Zweite vor. „Ja gut…dann schauen wir mal...“ lachte die Erste. Semir schloss die Augen. Macht schon…. Durchsucht den Wagen…bitte…ich kann nicht mehr… dachte er nur als er mitbekam, das die Türen aufgemacht wurden. Er versuchte sich bemerkbar zu machen. Trat gegen den Kofferraumdeckel und versuchte den Wagen zu bewegen.
„Hey!!! Hier stimmt was nicht.“ Meinte Alfred nur als er im Wagen war. „Wieso?“ fragte Manfred. „Wie der Wagen sich bewegt…ich höre ein Geräusch wie ein Treten…lass uns doch mal im Kofferraum nachsehen…“ schlug Alfred vor. Manfred nickte. „Hast du den Schlüssel gefunden?“ wollte er wissen. „Nee…brech einfach auf…der Typ zeigt dich sicher nicht an…“ lachte Alfred leise. Manfred nahm ein dickes Eisen und machte sich am Kofferraum zu schaffen. Er schwang auf und Manfred starrte hinein. „Oh man….warten Sie…ganz ruhig….Was machen Sie denn da drin…?“ hörte Alfred fragen. Im Rückspiegel sah er wie Manfred in den Kofferraum griff und wenig später ein Mann herausgehoben wurde. Alfred stieg aus und rannte ebenfalls hin. „Oh….was ist das denn?“ fragte er erstaunt und zog dem Mann aus dem Kofferraum das Klebeband vom Mund. „Danke…Danke….“ stieß dieser aus. Manfred löste die Fesseln an den Beinen und der Mann sackte zusammen. Alfred hielt ihn fest. „Hey… ganz ruhig…“ lächelte er fürsorglich. „Die Handschellen kann ich Ihnen nicht abnehmen, oder haben Sie einen Schlüssel?“ fragte er. „Semir… ich bin Semir Gerkhan…der Schlüssel…ist…nicht hier…ich habe Durst... bitte…“ kam leise von dem Mann. Alfred nickte und rannte zum Bauwagen, während Manfred den Mann beim Laufen stützte. „Wie sind Sie denn da rein gekommen?“ wollte er auf den Weg zum Bauwagen wissen. „Eine lange Geschichte….ich bin Polizist. Der Mann dort hat mich entführt und…“ erklärte der Mann als Manfred ein Blaulicht sah. „Oh…da kommen Ihre Kollegen…“ meinte er und wies auf den heran rauschenden Wagen.
Ben sah wie Semir zwischen zwei Männern taumelte. „SEMIR!!“ rief er als er aus dem Wagen sprang. Er erreichte die Männer und sah seinen Freund prüfend an. „Hey… komm ich mach dir erst mal die Dinger ab…Bist du sonst okay?“ wollte Ben besorgt wissen. Semir nickte nur. „Ich bin müde und habe vermutlich viermal mit dem Leben abgeschlossen. Was ist mit Mendes?“ fragte er. „Der ist verschwunden. Dieser Laszlo, sein Ziehsohn hat mir gesagt wo wir dich finden können.“ erklärte Ben. „Ich habe einen Schuss gehört…als ich im Kofferraum lag. Aber das war nicht hier… das war bei einem anderen …Treffpunkt..“ erzählte Semir. „Ja…vermutlich dort wo Mendes Mewes erschossen hat. ER hat seine Rache genommen.“ Nickte Ben. „Ähm…da hinten liegt ein Toter…ich meine ich weiß zwar nicht wovon Sie reden, aber vielleicht war das der Besitzer des Wagens..“ mischte sich Manfred ein. Ben löste Semir die Handschellen und dieser rieb sich die wunden Handgelenke. „Bleib du hier sitzen… Sie zeigen mir die Leiche!“ forderte Ben Semir und Manfred auf .Semir nickte. Er wollte im Augenblick nur sitzen. Doch bevor sie die Leiche erreicht hatten schrie Laszlo laut auf. „NEIN!! PAPA!!!!PAPA!!“ hörte Ben ihn weinen. Somit war die Identität der Leiche klar. Es war Mendes. Er hatte sich selbst gerichtet. Ben versuchte Laszlo zu trösten, doch er wusste sehr genau, dass dies nicht einfach sein würde.
Semir wurde zum Check ins Krankenhaus gebracht. Er hatte eine leichte Gehirnerschütterung und leichte Abschürfungen durch die Fesseln erlitten, aber ansonsten fehlte ihm nichts. Nachdem er seinen Bericht abgeliefert hatte wurde er von Ben nach Hause gebracht. Andrea sah ihn an. Sie sah sofort die Verbände an den Handgelenken und fragte ihn ohne Worte. Semir erklärte was passiert war. Andrea nahm ihn in den Arm. Er war froh in ihren Armen zu sein. Ihre Nähe zu spüren war für ihn das größte Glück. Doch für Laszlo wurde es schwer. Er war gerade 16 Jahre alt und somit auch Strafmündig. Er wurde jedoch von dem Vorwurf des versuchten Mordes und Beihilfe freigesprochen. Für das Laugenattentat auf Ben musste er eine zweijährige Jugendstrafe in Kauf nehmen. Diese wurde zur Bewährung ausgesetzt und er wurde einer Gruppe von Jugendlichen zugewiesen, die wegen Problemen zu Hause in einem Projekt Namens „betreutes Wohnen für schwierige Jugendliche“ untergebracht waren. Das Geld was Semir an Mendes übergeben musste, blieb verschwunden.
Ende
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Danke für eure Feeds...hat Spaß gemacht euch zu unterhalten....
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29.09.2011 "Mitten ins Herz"
Bei Ermittlungen in den Reihen der Waffenmafia verliebt sich Ben in eine Undercover-Agentin. Dieser Fall trifft den mutigen Autobahnpolizisten "mitten ins Herz". Ben und Semir ermitteln in einem Mord an einem High-Tech Waffenentwickler. Eine Spur führt auch zu Victor Hagen, dem Arbeitgeber des Opfers, wo die beiden Cops auch Bekanntschaft mit dessen attraktiver Assistentin Laura machen. Besonders Ben, der eigentlich gerade sämtlichen Frauengeschichten abgeschworen hatte, ist gleich hin und weg. Umso mehr, da Laura sich als Undercover-Polizistin outet, die Hagens illegalen Geschäften auf der Spur ist. Semir und Ben gelingt es mit Lauras Hilfe, einen Waffendeal zu vereiteln und Hagen in einer spektakulären Aktion zu verhaften. Volltreffer! Ben ist selig, Laura ist die Frau, nach der er immer gesucht hat. Er ahnt nicht, dass Hagen zum Gegenschlag ausholt und furchtbare Rache nehmen will.
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Bitte nicht persönlich oder gar beleidigend werden. Wir diskutieren hier über die Serie und nicht über die einzelnen Meinungen oder Äußerungen der User. Es wäre doch schade wenn es hier nun ausufert und das Thema verfehlt....
danke
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Liebe Fans....
wir haben hier einen Thread aufgemacht wo ihr die schauspielerische Leistung von Dietmar Huhn alias Hotte Herzberger loben und ihm Wünsche hinterlassen könnt.
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Andreas Vohwinkel sah Semir grinsend an. „Eine feine Kollegin…“ lobte er ihn. „Benni! Du fährst! Geh raus und kontrollier den Wagen. Sieh besonders das Leder durch, das Handschuhfach und den Kofferraum. Nicht das die Bullen uns eine Wanze unterjubeln…denen trau ich nämlich alles zu!“ forderte Andreas seinen neuen Mann auf. Benjamin Block nickte und verschwand. Als er an Semir vorbei ging knipste er ein Auge kurz zu. Andreas sah Semir an und zog ihn an sich heran. „Ich denke du weißt, das du ein paar sehr hässliche Sachen gemacht hast oder? Nun bekomme ich meine Rache früher als ich dachte. Das hat auch einen Vorteil. Ich kann Deutschland früher verlassen, als ich wollte. Aber deinen Freund bekomme ich auch noch… das verspreche ich dir. Du wirst sehen….schon sehr bald darfst du an den Wurzeln der Blumen kauen...“ verhöhnte er seinen Gefangenen. Dieser konnte nichts sagen, da er geknebelt war, aber der Blick den er Andreas Vohwinkel zudachte, sagte mehr als tausend Worte. Benjamin Block kam zurück. „Der Wagen ist sauber!“ verkündete er. „Okay….dann gehen wir raus. Ich nehme unseren Freund hier. Er wird nämlich ein paar Tage bei uns bleiben und sich wünschen nie geboren zu sein.“ versprach Andreas. Er stieß Gerkan von sich um ihn direkt im Genick zu packen und fest zuzudrücken. Gerkan stöhnte leise auf. „Wir werden jetzt ganz friedlich und langsam zum Wagen gehen. Ich wünsche mir aber irgendwie, dass du nicht so friedlich bist. Tu mir den Gefallen und wehre dich…bitte…“ raunte Andreas in Semirs Ohr. Doch Gerkan verhielt sich ruhig. Andreas lachte leise. „Schade…“ gab er zu. Seine Männer sahen ihn an. „Benni…du fährst! Er wird mit mir auf der Rückbank sitzen genau wie du Mark….Hans…du sitzt neben Benni… Du weißt warum...“ verteilte Andreas Vohwinkel die Plätze. Hans nickte. Nur kurz darauf startete Ben den Motor und ließ den Wagen langsam durch die Menge von Polizisten rollen. Alle sahen sie an. Die junge Frau, die eben noch mit Gerkan zusammen war sah mit einem verbissenen Ausdruck im Gesicht in den Wagen. Andreas Vohwinkel lachte leicht und presste die Waffe an Gerkans Kinn. So heftig, das der Kopf nach hinten gedrückt wurde. Ein leises Stöhnen war von ihm zu hören. Sein Blick ging zu Kim Krüger, die ihn ansah. „Okay...Benni...ab geht’s! forderte Vohwinkel Ben auf. Dieser nickte.
„Zum Haus?“ wollte Ben wissen als er den Wagen durch die Polizeifahrzeuge lenkte. „Jap...“ kam die knappe Antwort. „Was machen wir, wenn die Bullen uns folgen?“ fragte Hans und sah Andreas an. Ben registrierte, dass dieser immer noch die Waffe in der Hand hatte und sie zeigte auf ihn. Aber vielleicht war es nur ein Missverständnis. „Würde es dir was ausmachen, die Waffe woanders hinzuhalten?“ fauchte er. Andreas Vohwinkel nickte Hans zu. „Nein...ich denke sie zielt genau richtig...Ben Jäger...“ lachte Hans. Ben zuckte zusammen. Verdammt...woher wussten sie seinen wahren Namen? Gab es einen Verräter in der Abteilung oder beim LKA? „Ich höre es richtig arbeiten...“riss Andreas Lachen ihn aus den Gedanken. „Ich weiß es seit du bei uns bist...nein...eigentlich schon vorher. Aber ich wollte es mir nicht nehmen lassen, mit euch zu spielen. Nun habe ich zwei Geiseln und die Süße von eben, würde mir auch gefallen. Vielleicht hole ich sie mir irgendwann. Ist echt süß die Kleine.“ verhöhnte Andreas ihn. Ben sah ihn durch den Rückspiegel an. Wenn du wüsstest was die für Haare auf den Zähnen hat, dachte er nur und erinnerte sich an die Anfangszeit wo er mit Kim Krüger auf einem Fest anbändelte auf dem er als Musiker engagiert war. Semir hatte ihn aufgezogen, weil er sich ihr als Winnetou Koslowski vorgestellt hatte. Ben versuchte über den Rückspiegel auch Semir einzufangen, doch Vohwinkel hatte ihn so gesetzt, dass dies nicht möglich war. Er hörte wie Semir aufstöhnte. „Gib Gas verdammt noch mal!“ fauchte Andreas ihn an. Ben trat es durch. Der Wagen raste davon. Als sie etwas mehr Abstand hatten, stellte Hans Bauer einen kleinen Kasten auf das Armaturenbrett und schaltete es ein. Ben sah ihn an. „Dieses kleine feine Gerät zerstört jeden Sender.“ gab er bekannt. „Wo ist er?“ wollte Hans von Ben wissen. Dieser antwortete nicht. „Sag es ihm, oder dein Freund hat einen Finger weniger!“ mischte sich Andreas Vohwinkel ein. Ben sah ihn an. „Lass ihn in Ruhe!“ fauchte er wütend. Semir schrie auf, doch dieser Schrei wurde von dem Knebel erstickt. „Das war nur ein kleiner Ruck...beim nächsten Mal breche ich ihn!“ warnte Vohwinkel. „Unter dem Beifahrersitz...“ stieß Ben aus. Er hatte wirklich Angst das Vohwinkel Semir quälte um ans Ziel zu kommen. „auf dem nächsten Rastplatz hältst du an. Wir wechseln den Wagen!“ kam der nächste Befehl von Vohwinkel. Ben tat es Nur wenige Minuten später saßen sie in einem Kastenwagen. Ben wurde nun ebenfalls gefesselt und mit Semir auf der Ladefläche verfrachtet. Dabei ließ Andreas es sich nicht nehmen den Beiden klar zu machen, was passieren würde, wenn sie sich wehrten. Die Fahrt ging weiter. Diesmal für beide Kommissare ins Ungewisse.
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ich denke auch das sie nicht in Sicherheit ist. Bin gespannt wie Semir und Ben sie schützen wollen. Immerhin müssen sie ja auch ermitteln. Das wird wieder ein doppelschneidiges Schwert
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Und hier der zweite Schwung an Bilder
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Premierenfeier des neuen Piloten „72 Stunden Angst“
Wir trafen gegen halb sieben ein und warteten zunächst noch auf die anderen glücklichen Gewinner, die eine Freikarte für die Veranstaltung gewonnen haben. Die Wartezeit wurde genutzt um mit Gottfried Vollmer, Dietmar Huhn, Niels Kurvin oder auch Daniela Wutte ins Gespräch zu kommen oder aber auch Fotos zu machen. Kurz vor sieben trafen dann auch Katja Woywood, Katrin Heß, Erdogan Atalay und Tom Beck ein. Es wurden Fotos gemacht sofern die Schauspieler die Zeit dafür hatten..
Bereits vor Ort waren aber auch andere Schauspieler wie Henning Baum, Oliver Pocher, Axel Pape, Christian Storm uvm. Es ging mit etwas Verspätung zur Vorführung des Piloten (was für die Fanclubmitglieder das 2. Mal war) ins Stadion. Es war wieder eine tolle Athmosphäre. Doch auch ein trauriger Anlass, denn hier wurde Hotte alias Dietmar Huhn endgültig verabschiedet. Von Hermann Joha gab es alle Folgen „Alarm für Cobra 11 – die Autobahnpolizei“ wo Hotte mitgespielt hat. Einen tosenden Aplaus der Fans nach dem Film würdigte ihn. „Für den Fall das das Fernsehprogramm mal nichts zeigt…kannst du dir Alarm für Cobra 11 ansehen…“ erklärte Joha und überreichte ihm die DVDs. Eine nette Geste. Auch an die tote Stuntfrau, die vor kurzem tödlich verunglückt war wurde gedacht. Zum Abschluss sang Tom Beck für Dietmar und für Brigitta „Carry on“
Nach dem Film ging die Party dann richtig los. Mit einem D.J. wurde die Disco eröffnet und die Cocktails ausgeteilt. Doch die Nacht war viel zu warm um die ganze Zeit in den Räumen zu blieben und so zog es immer mehr Leute auf die kleine Treppe um zu rauchen oder um weitere Bilder mit den Promienten zu machen. Während Christina (Niphredil) Christian Storm heimlich fotografierte und dieser dann herüberkam umd meinte, „Es müssen doch nicht heimlich Bilder gemacht werden..“ und sich dann für alle die wollten mit sich ablichten ließ fiel bei Silke (Silli) immer mehr die Scheu. Sie traute sich die Prominenz anzusprechen und unterhielt sich auch mit Dietmar Huhn eine lange Zeit über seine weiteren Pläne. Vielleicht verrät sie hier ja auch noch was….
Auch Katja Woywood und Katrin Heß entkamen nicht der Kamera. Und auch sie stellten sich den Fans um Fotos mit ihnen zu machen. Ab eins in der Nacht verließen viele Gäste die Party da ja einige auch arbeiten mussten. Wir selbst verließen um drei die Party…doch nun kam das Problem….die nächste Bahn fuhr erst um halb fünf und was machen wir…? Genau…wie verlegen die Party nach Mac Donalds und schlugen uns noch einmal die Bäuche voll. Quasi als Frühstück. Dann mit fünf Minuten verspätung fuhren wir (Silli, Niphredil und ich) mit drei sehr netten Jungs (ebenfalls Teilnehmer) die nicht wusste wie sie zum Bahnhof kommen zurück zur Innenstadt bzw. zu mir nach Hause. Es war ein herrlicher und langer Abend.
Danke an Cobra Fan 93 und Silke für die Bereitstellung der Fotos. Wir werden sicher noch mehr sehen.
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Danke Simon für das Einstellen....sind doch sehr gute Quoten für die Folge knapp unter 5 Mio.....mal schauen wie es nächste Woche abläuft.
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Semir zuckte zusammen, als er den Schuss hörte. Sein Atem ging heftiger als es gut war. Die Tasche über seinem Kopf schien die Luft regelrecht aufzusaugen. Semir versuchte sich zu beruhigen. Wer hatte geschossen? Warum und wurde vielleicht jemand getroffen? Fragen die ihm durch den Kopf gingen und auf die er keine Antwort fand. Dann hörte er wie jemand in den Wagen einstieg. Die Fahrt ging los. Wohin? Was hatte Mendes mit ihm vor? War es überhaupt Mendes der am Steuer saß? Was wenn…..bleib ruhig…. Noch weißt du nicht, was los war. Versuch dich zu beruhigen…. Ganz ruhig Semir….ganz ruhig…redete er sich ein. Es half. Der Wagen schien über eine ziemlich holprige Strecke zu fahren. Immer wieder wurde Semir durchgeschüttelt und fast an die Decke des Kofferraumes geschleudert. Fahren kann der auch nicht….dachte er sarkastisch. Entweder hatte der Fahrer Spaß daran oder aber er konnte wirklich nicht fahren. Der Wagen sprang scheinbar über ein Hindernis und kam schwer auf. Semir stieß einen Schrei aus, der durch den Knebel erstickt wurde. Ein Schmerz durchzuckte seinen Kopf, der mit der Kante von irgendwas zusammenstieß. Semir versuchte sich in eine Position zu bringen, die ihm die Fahrt etwas erleichterte, doch ohne etwas zu sehen, war er auf verlorenem Posten.
„Komm schon Junge…. Du hast keine Chance. Hey… du bist gerade mal 15 du hast doch dein ganzes Leben vor dir! Willst du es im Knast verbringen? Wo ist Mendes? Wir wissen genau dass er dahinter steckt. Wo ist mein Kollege? Hast du die Bombe gebastelt?“, schoss Ben die Fragen ab. Doch der Junge wollte noch immer nicht reden. „Man Junge, soll ich es aus dir herausprügeln?“, fauchte er und packte den Kleinen am Kragen. Dieser sah ihn mit aufgerissenen Augen an, doch er verstand nichts. „Mach den Mund auf.“, fauchte Ben wieder, doch der Junge verstand wieder nicht. Dann kam es Ben in den Sinn, dass dieser Junge ihn vielleicht gar nicht verstand. „Sprichst du unsere Sprache nicht?“, wollte er dann wissen und der Junge nickte nur. „Verdammt.“, stieß Ben aus und brachte ihn zum Wagen zurück. Mittlerweile konnte er wieder alles sehen und blickte sich immer wieder um. Von Semir war noch immer nichts zu sehen. Was war hier nur los? Wo war Semir? Verdammt, hier ging einiges schief. Ben nahm sein Telefon in die Hand und wählte Kim an. „Frau Krüger... Ben hier... Semir ist verschwunden.“, gab Ben bekannt. „Was? Ben, wo sind sie?“, wollte Kim wissen und Ben beschrieb seine Position. „Okay, bringen sie den Jungen her und dann suchen wir nach Semir.“, bestimmte Kim und Ben nickte. Er steckte den Jungen in den Mercedes und fuhr mit ihm zurück zur Wache.
Mendes fuhr mit Semir im Kofferraum zum alten Steinbruch etwa 80 Kilometer südwestlich von Köln und parkte den Wagen. „So Freundchen, du wirst hier nicht mehr lebend herauskommen. Das ist dir ja wohl klar, oder?“, lachte er und schlug auf den Kofferraum. Von innen war nur ein unmerklicher Stöhner zu hören, der protestartig war, aber dennoch kaum vernehmbar. Robert Mendes hatte seine Pistole in der Hand. „Nur keine Sorge Junge, es wird in einigen Tagen vorbei sein. Denn dann wird es für dich vorbei sein.“, hörte Semir Mendes sagen und dann nichts mehr. Plötzlich hörte Semir einen Schuss und dann nichts mehr. Verdammt, was wurde nun aus ihm? Wo war er? Fragen schossen ihm durch den Kopf. Was sollte das heißen, in ein paar Tagen war er nicht mehr da. Doch dann hörte er es... ein gewaltiges Donnern und ein grauenerregendes Poltern von Steinen. Shit, jetzt wusste er, wo er war. In einem Steinbruch, und sicher würden die Sprengungen immer näher kommen. Sicher stand der Wagen dicht an einer Steinwand, die gesprengt werden sollte. Verdammt, war es das? War das sein Leben? Mit 43 jungen Jahren unter einer Menge von Steinen begraben. Panik machte sich in ihm breit. Unweigerlich dachte er an Andrea, an Aida und an Ben und die Kollegen. Würde er hier jemals wieder rauskommen?
Ben sah Kim an. „Der Junge versteht mich nicht…“, stieß er aus. „Haben Sie einen Dolmetscher angefordert?“, wollte sie wissen. „Ja sicher…. Aber wer weiß, wann der hier ist. Verdammt….wo ist Semir nur… Mendes muss ihn verschleppt haben, aber warum? Er hat doch das Geld übergeben. Es macht keinen Sinn!“, erklärte er verzweifelt. Kim nickte. „Ben… wir müssen versuchen einen klaren Kopf zu bewahren. Überlegen Sie bitte genau…. Ist etwas im Wald gewesen, was einen Hinweis gibt, wo Semir sein könnte?“, fragte sie. „Nein…. Nichts… Semir musste seine Waffe und sein Handy in einem Tuch lassen…. Das hab ich ja auch gefunden. Und dann…hab ich den Jungen gesehen. Er war im Gebüsch und hatte die Fernbedienung dabei. Wir haben die Bombe sichergestellt und Hartmut untersucht sie.“, gab Ben zurück. „Es war eine Splitterbombe richtig?“, harkte sie nach. Ben nickte. „Ja… gefüllt mit Nägeln, Steinen, Glasscherben…alles was zu schweren Verletzungen führen kann. Und der Junge sagt nichts… absolut gar nichts.“, stieß Ben wütend aus. Er stand auf und sah aus dem Fenster, als Hotte rein kam. „Chefin… wir haben einen Leichenfund an der Landstraße zu Much… ein Spaziergänger hat die Leiche von Mewes gefunden. Er wurde erschossen.“, stieß er völlig atemlos aus. Ben griff seine Jacke. Er stieß Hotte zur Seite und fuhr zur Fundstelle. Doch die Leiche war bereits abtransportiert worden und die Spurensicherung hatte bereits alles gesichert.
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„Warte!. Die Bullen sind immer zu zweit. Sein Kollege ist sicher nicht weit. Wenn dann sollten wir beide abknallen...“ ermahnte eine Stimme den Verbrecher. Semir zuckte zusammen. Diese Stimme kannte er. Benjamin Block alias Ben Jäger. Andreas Vohwinkel sah ihn an. „Okay...und wie willst du seinen Kollegen herlocken? Der warnt sie doch sofort!“ gab der Dritte zu bedenken. „Nur keine Sorge...Benni scheint an alles gedacht zu haben. Er hat Recht. Sie sind immer zu zweit. Der Schuss hat ihn sicher schon allarmiert. Warten wir doch einfach etwas ab...und versorgen Herrn Gerkan schon mal. Es ist mir eine Freude mich mit dir zu beschäftigen...“ drohte Vohwinkel nun. Semir sah ihn an. Vohwinkel holte ohne Ansatz aus und schlug ihm die Faust in den Magen. Semir ging mit einem leisen Aufschrei der in ein Stöhnen endete zu Boden. Doch zur Erholung blieb keine Zeit. Andreas Vohwinkel griff den Kragen seines Shirts und zog ihn auf die Beine. „Aufstehen Gerkan...ganz vorsichtig. Meine Freunde könnten einen sehr nervösen Finger haben und versehentlich abdrücken...“ warnte er ihn. Schwankend die Arme vor dem Bauch verschränkt blieb Semir stehen. Er sah Vohwinkel an. „Damit kommen Sie nicht durch...Vohwinkel!“ stieß er aus. Doch Andreas Vohwinkel ließ sich davon nicht beirren. „Knebel ihn, damit er die Kollegen nicht warnt!“ befahl er. Mit wenigen Handgriffen war Semir geknebelt. Ein Komplize von Vohwinkel nahm ihm die Handschellen vom Gürtel und zerrte ihn brutal die Hände auf den Rücken. Semir stöhnte leise auf, als sich die Schellen eng an die Gelenke legten. „Jammer nicht! So was trage ich ständig und ihr seid dabei auch nicht gerade sanft!“ grinste Andreas Vohwinkel. Dann hörten sie ein Geräusch. „Da ist der nette Kollege ja schon...“ lachte der Verbrecher und stieß Semir in den Türrahmen. „Hier ist dein Platz. Ich warne dich...bewege nur das Ohrläppchen und ich jage dir persönlich eine Kugel in den Kopf...“ drohte er und presste die Waffe fest an Semirs rechte Schläfe. Dieser rührte sich nicht mehr. Die Komplizen taten es Vohwinkel nach. Drei Waffen waren an Semirs Kopf und so war selbst die Möglichkeit eines finalen Rettungsschuss nicht mehr gegeben. Einer der Männer würden Semir Gerkan töten.
Kim zuckte zusammen als sie den Schuss hörte. Ihre Schritte wurden schneller doch sie achtete auch auf ihre Sicherheit und stürmte nicht unbedacht los. Der Schuss konnte nur bedeuten, das Semir sich mal wieder über ihren Befehl hinweg gesetzt hatte und doch in den Raum gegangen war. „Gerkan?“ fragte sie ins Mikro. Es kam keine Antwort. „Gerkan...melden Sie sich!“ forderte sie energisch auf. Nichts.... „Verdammt...“ stieß sie aus und betrat den Bereich den Semir beschrieben hatte. Sie war noch nicht ganz in dem Raum als sie Semir im Rahmen stehen sah. Er war geknebelt und gefesselt. Außerdem sah sie natürlich den höhnisch grinsenden Andreas Vohwinkel, der seine Waffe an Semirs Kopf presste. „Oh...so was heißes bei der Polizei?“ verhöhnte sie der Mann. „Waffe weg!!“ forderte er hart. Kim sah zu Semir und dieser nickte leicht. „Lassen Sie meinen Kollegen gehen!“ stellte sie die Gegenforderung und richtete die Waffe auf Vohwinkel. „Sie legen die Waffe weg, schöne Frau! Ich werde ihn sicher nicht verfehlen. Aber selbst wenn Sie es schaffen mich zu töten. Meine Freunde haben auch ihre Waffen auf ihn gerichtet und Sie können nicht alle drei erledigen. Also...Waffe weg oder er ist tot!“ fauchte Vohwinkel sie an. Kim war etwas unschlüssig. Erst als sie hörte wie der Waffenhahn gespannt wurde ließ sie ihre Waffe wie ein heißes Eisen fallen. „Okay…okay…“ stieß sie aus. „Was wollen Sie?“ fragte sie und hob die Hände. „Erst mal die Waffe…schieb sie rüber Süße!“ kam der nächste Befehl. Auch das tat Kim. „Sehr gut…ich liebe es Macht über Frauen zu haben...“ lachte Andreas. Doch das Lachen verschwand schnell. „..und nun zum nächsten Teil. Sie werden raus gehen und dann dafür sorgen, dass wir einen neuen Fluchtwagen bekommen! Sie haben genau fünfzehn Minuten Zeit, dann wird er die erste Kugel schlucken. Für weitere zehn Minuten zu spät, die nächste und so weiter. Wir können ja mal testen wie viele er braucht bis er stirbt...“ grinste Andreas. Kim schluckte. „Sie können sich vielleicht einen Vorsprung verschaffen Vohwinkel, aber Sie werden nicht entkommen…“ versprach sie. „Machen Sie den Fluchtwagen klar und überlassen Sie mir das Andere!“ fauchte Andreas Vohwinkel sie an. Kim nickte und verschwand tatsächlich. In weniger als zehn Minuten stellte ein Beamter des SEK einen Wagen vor die Tür. „Der Wagen ist da!“ rief Kim ins Gebäude.
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Dieser Pilot hat mir wirklich sehr gefallen. Er ist nicht so übertrieben gewesen wie „Das Ende der Welt“ und Oli Pocher war ja nun wirklich nicht viel zu sehen. Es war sehr erträglich. Dennoch gab es auch wieder Ungereimtheiten. Immerhin haben wir Semir ja schon öfter mit nacktem Oberkörper gesehen, aber ein Muttermal ist nie aufgetaucht. Dort hätte man etwas kreativer sein können, was die Gemeinsamkeiten von Dana und ihm anging. Nazan hätte ja auch einfach sagen können. „Den Dickschädel hat sie von dir…“ so im beiläufigen Satz. Wäre zumindest besser gekommen. Aber das nur in meinen Augen.
Schön auch zu sehen, das die Helden nicht alles im direkten Anlauf schaffen, sondern auch Ecken und Kanten haben und Schwierigkeiten die nicht einfach mal so gelöst werden. Die Action war sehr gut dosiert und auch Witz und Dramatik kamen nicht zu kurz. Alles in Allem eine gute Mischung. Was mich allerdings etwas traurig macht, ist das Hottes Szene nur so kurz war. Ich denke auch diese Rolle hätte mehr Emotionen hervorbringen müssen und mir fehlte auch die Beerdigung. Der Abschied wie es von Tom Kranich gewesen war. Außerdem fehlte die Reaktion von Andrea, die Hotte ja auch ewig kannte. Stattdessen stand Semirs uneheliche Tochter im Mittelpunkt. Sicher ist das ein einschneidenes Ereignis, dennoch hätte man Hotte mehr würdigen können.
Bin mal gespannt wie es in den nächsten Folgen ist. Ich stelle mir nämlich die Frage ob man noch wegen Hotte trauert, das dürfte zumindest bei Bonrath ja der Fall sein. Immerhin haben die Beiden ein halbes Jahrhundert zusammen gearbeitet. Alles in Allem bin ich nun gespannt wie Jenny Dorn sich macht. Wir werden es sehen….
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Abendessen!!!
Semir und Kim kamen am Treffpunkt an. Nicht weit von dem eigentlichen Übergabeort wartete Martin Hoffer auf die Beiden. Er drückte ihnen die Hand. „Wie wollen wir vorgehen?“ wollte er wissen. „Sie werden warten, bis wir den Einsatzbefehl geben. Waffengebrauch nur dann, wenn unbedingt erforderlich. Vohwinkel muss sich sicher fühlen. Aber passen Sie bitte auf…es gibt einen in deren Reihen der von uns ist. Ungefähr 180 groß, schlank, braune gelockte Haare...“ beschrieb Semir Ben. Martin nickte. „Alles klar….wir werden auf den Jungen aufpassen.“ grinste er. Semir musterte den Mann. „Sie sehen Alex ähnlich...“ murmelte er. „Nun das sagen viele, aber wir sind nicht verwandt.“ lachte Martin. Aber Semir mochte ihn bereits jetzt. Der Mann machte den Eindruck zuverlässig zu sein. „Wir sollten uns jetzt dort unten postieren, Chefin. Direkt vor dem Gebäude…“ schlug Semir vor. Kim sah durch das Fernglas zu der Stelle. „Okay….dann mal los...“ lächelte sie. Schnell zogen sie ihre Schutzwesten über und schlichen durch das unübersichtliche Gelände. Als sie dort ankamen sahen sie einen Transporter. „Die scheinen schon da zu sein, oder aber sie haben einen Fluchtwagen hier abgestellt…“ murmelte Semir. Kim nickte. „Wir sollten Martin Bescheid geben, dass er diesen Wagen genauer beobachtet.“ schlug sie vor .Semir grinste und schlich auf den Wagen zu. „Semir!! Was machen Sie denn da?“ fauchte Kim und ging geduckt hinterher. Mit wenigen Handgriffen machte Semir den Wagen fahruntüchtig. „So…jetzt kann Martin sich auf die wichtigeren Dinge konzentrieren...“ gab er bekannt und stand auf. Auch Kim tat es. Doch als er zurück zu seinem und ihrem Versteck wollte sirrte etwas an ihm vorbei. Kein Schuss war zu hören. „DECKUNG!!“ schrie Semir und riss Kim Krüger zu Boden. Er warf sich über sie um sie vor den Kugeln zu schützen. „sind Sie okay?“ fragte er besorgt. „Ja….gehen Sie runter von mir. Haben Sie gesehen woher die Kugel kam?“ wollte Kim im Gegenzug wissen. Semir erhob sich vorsichtig und sah sie an. „Nein….ich habe nur aufgrund der Flugbahn eine Vermutung. Aber wir sollten versuchen hier aufzuräumen.“ stieß er aus. Er suchte Schutz hinter dem nicht mehr brauchbaren Wagen und zielte in die Richtung aus der seiner Meinung nach, die Kugel kam. „Da drüben…in diesem Haus…da könnte der Schütze gewesen sein...“ gab er bekannt. Kim warf einen kurzen Blick dahin. „Okay...dann werden wir dort anfangen.“ stimmte sie zu. Sich immer wieder gegenseitig deckend kamen sie an dem alten Haus an. Semir sah nur kurz hinein und erkannte direkt mehrere Gänge. „Wir müssen uns aufteilen!“ meinte Semir. Kim war einverstanden. „Aber wenn Sie was hören, dann melden Sei sich. Keine Alleingänge!“ warnte sie ihn. Semir nickte. Vor einer kleinen Mauer, was wohl mal ein Raum war, duckten sie sich. „Sie rechts… ich links…“ schlug er vor. Kim sah ihn skeptisch an. „Was wenn das ein Hinterhalt ist?“ fragte sie.
„Wir müssen rein...Frau Krüger...“ gab Semir zu verstehen und sah über die kleine Mauer hinweg. Nur die dunklen Umrisse der alten Fabrikgebäude waren zu sehen, doch er wusste dass hinter den Mauern einige Ratten der zweibeinigen Art sich darin verschanzten. „Das werden wir auch...aber nur zusammen. Keine Alleingänge Semir.“ mahnte seine Chefin erneut. Semir grinste leicht und nickte. „Also gut...los!“ befahl sie leise. Semir und Kim liefen geduckt über das Gelände und kamen am Gebäude an. „Sie links und ich rechts...“ schlug Semir vor. Kim Krüger war einverstanden. Sie ging zuerst und dann verließ Semir die sichere Ecke. Geduckt rannte er durch das Haus. Aufmerksam sah er sich immer wieder um und inspizierte besonders die Ecken und Verschläge wo eventuell das Böse lauern könnte. Irgendwo in diesem Gebäude waren die Mitglieder der Bande von Andreas Vohwinkel sowie der Boss selbst versteckt. „Frau Krüger`, hören Sie mich?“ fragte er leise durch das Mikro. „Ich bin im nördlichen Teil. Hier ist alles ruhig...“ gab seine Chefin und in diesem Fall seine Partnerin durch. „Wo sind Sie?“ hängte sie fragend an. „An der Küche scheint mir. Unterstes Geschoss und ich höre jemanden. Kommen Sie zu mir...“ bat Semir. „Bin schon unterwegs. Sie warten auf mich. Keine Alleingänge!“ warnte sie erneut. Semir lächelte leicht und machte sich bereit die Küche zu stürmen. Nach einem kurzen überprüfenden Blick auf die Waffe trat er die Tür auf. Er warf sich in den Raum und rollte sich ab. Die Waffe kreiste durch den Raum. Doch niemand war zu sehen. Durch die von ihm ausgehende Aktion ließ sich eine kleine Katze aufschrecken die fauchend das Weite suchte. Semir lächelte und drückte den kleinen Knopf. „Fehlalarm. War nur eine Katze...“ gab er über Funk durch. „Bin dennoch auf den Weg zu Ihnen. Warten Sie auf mich!“ wiederholte Kim Krüger. Erneut schepperte es hinter Semir und er drehte sich sofort um. Mit der Waffe zielte er in den dunklen Nebenraum. Nervös leckte er sich über die Lippen. Mit diesen Männern, die sich hier versteckten, war nicht gut Kirschen essen. Semir wollte sie mit Kim stellen und endlich hinter Gitter bringen. Semir wollte gerade wieder einen Funkspruch abgeben, als er von links angesprungen wurde. Er ging zu Boden und drückte vor Schreck ab. Der Schuss hallte durch das leere Gebäude. Als er seine Schrecksekunde überstanden hatte ging er in den Angriff über. Er bemerkte wie sich jemand über ihn beugte und trat zu. Ein Schrei zeigte ihm, dass er getroffen hatte. Schnell kam er auf die Beine und versuchte seinen Gegner zu fixieren. Doch als er diese ausgemacht hatte hielt er inne und hob langsam die Hände. Er blickte in drei Mündungen gleichzeitig. „und jetzt du Held?“ höhnte einer der Männer.
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hier wird mit nix gespart auch nciht mit Worten...;)
Geht ja wieder rasant los und diesmal scheinen die Beiden sich mit Türken anzulehnen. Sicher ist da wieder einer dabei den Semir kennt...ich kenne Türken und die kennen sich immer untereinandern...;)
ein tolles Volk...sehr familiär und nett (zumindest die die ich kenne)



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Hier ein kleiner Vorgeschmack auf die folgenden Berichte....
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Der Tag des Deals fing mit einem gewaltigen Gewitter und einer Dusche von oben an. Semir sah etwas besorgt aus dem Fenster. Von Ben hatte er seit zwei Tagen nichts mehr gehört und es war wohl auch nicht mehr damit zu rechnen. „Semir...sei bitte Vorsichtig...Du weißt nicht auf welche Gegner du dich da einlässt und wir brauchen dich noch.“ warnte Andrea ihn. Semir lächelte leicht. Er zog sie an sich heran. „Ich werde euch nie verlassen... Und heute Abend werden wir gemeinsam essen und auf unseren Sieg anstoßen.“ versprach er. Nach dem Frühstück fuhr er los. Nach den Informationen seines toten Freundes sollte der Deal gegen fünfzehn Uhr stattfinden und so mussten sie spätestens um eins vor Ort sein um die Falle aufzubauen. Er hoffte inständig, dass Ben auch dabei war. Kim sah ihn an. „Was bedrückt Sie, Semir?“ riss sie ihn aus seinen Gedanken. „Was? Nichts...nein...alles in Ordnung. Ich bin nur schon bei dem Einsatz...“ erklärte er. „Ah....dann. Wir haben diesmal Martin Hoffer als SEK-Einsatzleiter dabei. Alex ist krank und kuriert gerade eine Magen-Darm-Grippe aus.“ Erklärte Kim „Oh...ich hoffe dieser Hoffer ist genauso gut.“ gab Semir zu bedenken. „Das denke ich schon. Alex hat ihn empfohlen.“ nickte sie. „Gut...um eins fahren wir los und werden die Position beziehen. Ich hoffe nur, das Ben auch dabei sein wird.“ ließ Semir verlauten. „Das denke ich schon. Nach dem Part mit Gerber dürfte Vohwinkel ihm voll vertrauen und das wird Ben auch ausnutzen können. Er ist ein sehr guter Polizist...“ meinte Kim nur. „Ja...und Vohwinkel ist ein erstklassiger Gauner. Der lässt sich nicht so einfach in die Suppe spucken. Ich habe ein übles Gefühl in der Magengegend...“ erklärte Semir weiter. Kim lächelte. „Ihr Bauchhirn? Andrea hat mir davon erzählt. Sie sagte auch, dass es meistens zu Recht ist. Keine Sorge...ich werde Sie schon beschützen können.“ beruhigte sie ihn. Semir nickte. „Daran habe ich nicht den geringsten Zweifel. Haben Sie von Ben etwas gehört?“ harkte er nach. „Nein. Seit seinem letzten Anruf herrscht Stille.“ Kim sah ihn an. „Er ist in Ordnung. Er wird heute sicher dabei sein und es wird heute der letzte Tag in Freiheit für Andreas Vohwinkel sein.“ redete sie auf ihn ein. Semir nickte. „Dafür werde ich sorgen...“ versprach er. Die Zeit verging wie im Fluge und so war der Zeitpunkt der Abreise schnell da. Semir fuhr mit Kim zum Hafen um Position zu beziehen.
Bei Andreas Vohwinkel machte man sich auch zum Aufbruch bereit. Ben wurde gegen zwei am Nachmittag aus seinem Zimmer geholt. Andreas, Hans und zwei weitere Männer, deren Namen Ben nicht kannte gingen auf einen großen Van zu. Ben öffnete die Fahrertür. „Warum fahren wir jetzt schon los, wenn wir doch erst um drei das Geschäft durchziehen?“ wollte er wissen. „Passt dir was nicht?“ fauchte Andreas ihn an. „Nein...nein...es war nur eine Frage...“ stellte Ben sofort richtig. „Ich hasse Fragen. Damit das klar ist...wenn du noch eine stellst, dann knall ich dich ab und werfe dich aus dem Auto. Wir fahren los und gut ist. Du hast lediglich meine Befehle auszuführen! Nicht mehr und nicht weniger ist das angekommen?“ wollte Andreas wissen. Ben nickte. „Selbstverständlich. Du bist der Boss.“ stimmte er zu. „Gut...dann steig endlich ein!!“ fauchte Andreas ihn an. Ben nickte und nahm am Steuer platz. Verdammt er musste irgendwie Semir erreichen. Vohwinkel schien einen Verdacht zu haben und wenn er nicht handelte, würden Semir und die Kollegen in eine Falle laufen. Ein Klopfen an der Scheibe riss ihn aus den Gedanken. Erst jetzt bemerkte Ben die dicke Glasscheibe die den Fahrgastraum vom Fahrer trennte. So konnte er nicht hören, was Vohwinkel und die Anderen besprachen. Es roch verdammt nach einer Falle. Doch er konnte Semir nicht erreichen. Das Handy wurde ihm gestern abgenommen. Ben sah Andreas an. „Fahr los!“ formten seine Lippen. Ben nickte. Er startete den Motor und fuhr los. Er brauchte eine halbe Stunde und sah sich jeden Streckenabschnitt genau an. Jetzt wusste er wenigstens wo er die letzten Tage war und konnte sofern jemand von der Bande entkommen sollte, dass SEK hier herschicken. In wenigen Stunden war die Bande von Andreas Vohwinkel zerschlagen und dieser Verbrecher, der jede Menge auf dem Kerbholz hatte wanderte ins Gefängnis und konnte sich dann an Männer wie dem Don und Sputnik erfreuen. Er erreichte den vorgegebenen Ort und sah die Männer an. Andreas grinste ihn breit an. Und auch die anderen schauten und lachten. Ben bekam immer mehr das Gefühl das dies hier etwas nicht stimmte. Er stieg aus. „So und was jetzt?“ wollte er wissen. „Du fährst den Wagen in die große Halle und wirst dann mit uns reingehen. Meine Leute hier werden sich verteilen und unsern Kunden erwarten. Wir beide warten auf sie beim Wagen.“ erklärte Andreas sachlich. Ben nickte. Er tat was ihm befohlen wurde doch das sonderbare Gefühl ließ ihn nicht los.