Beiträge von Elvira

    Chief Inspector Moore und sein Assistent Andrews standen vor dem Krankenhaus und warteten. „Verdammt, das hätte nicht passieren dürfen.“, tadelte sich der ältere Beamte selbst. Robert Andrews sah seinen Chef an. „Wie gehen wir nun weiter vor?“, wollte er wissen. Doch in dem Moment klingelte das Autotelefon. „Andrews...“, meldete sich der Sergeant. „Okay, wir sind auf dem Weg.“, erklärte er. „Was gibt es?“, wollte Moore wissen. „Jemand hat Mister Jäger angegriffen. Er sagte, er könne beweisen, dass Miss Jäger unschuldig ist und würde es für drei Millionen Pfund verkaufen.“, erklärte Andrews. „Hmm, fahren sie los. Dieser Fall wird mehr und mehr verzwickter.“, knurrte Moore. Sie kamen bei Konrad an und sahen einen blassen Mann auf dem Stuhl sitzen, der sich den Nacken hielt. „Sind Sie verletzt?“, wollte Moore besorgt wissen. „Nein...geht schon....ich...wo ist Julia?“, harkte Konrad nach. „Sie ist im Krankenhaus...aber es geht ihr soweit gut. Mr. Jäger... ich würde gern mehr über Ihren angeblichen Besuch wissen.“, lächelte Moore. „Was heißt angeblich?“, wollte Konrad wütend wissen. „Nun...so wie ich es sehe, versuchen Sie alles um Ihre Tochter aus dem Verdacht zu bekommen... denken Sie wirklich, dass wir Ihnen abkaufen, dass jemand herkommt, sie erpresst und dann niederschlägt? Das ist doch absolut lächerlich. Wir sind hier nicht in Deutschland, wo man den Kollegen Märchen erzählen kann...“, knurrte Moore. „Was soll das denn? Ich erzähle keine Märchen...aber für Sie ist es ja einfach...nicht wahr.... sie haben Ihren Täter und gut ist....das nenne ich einseitige Ermittlung...sind die englischen Polizisten so bequem?“, fauchte Konrad los. „Sie sehen das nicht ganz richtig. Ich verstehe Sie sehr gut... wenn meine Tochter unter Verdacht stünde, dann würde ich auch alles tun, um dies aufzulösen, aber die Beweise sind erdrückend. Wir ermitteln ja auch weiter...so...und nun zu dem angeblichen Erpresser....“, fing Moore wieder an. „Er hat mir gesagt, dass er weiß, wer Lydia, ich meine Franka, umgebracht hat. Und ich soll ihm drei Millionen Pfund bezahlen um Julia frei zu bekommen. Ich habe das Geld, das ist absolut kein Problem...ich werde zahlen und dann können Sie den Mörder verhaften.“, gab Konrad bekannt. „Wenn Sie zahlen, dann kaufen Sie sich ein Alibi für Ihre Tochter...was wenn es gelogen ist?“, wollte Moore wissen. Konrad sah ihn an. „Sie versuchen auch überall einen Trick zu finden oder?“, lächelte Konrad bitter. „Nun....ich habe in meinem Leben schon so viele Fälle gehabt, wo der Täter seine Spur verwischte...es ist doch ganz klar, dass es nur einer von Ihnen sein konnte. Entweder Sie, das schließe ich allerdings aus...oder ihre Tochter, die sicher ein ziemlich gutes Motiv hat, nämlich Habgier...oder aber...Ihr Sohn...er hatte immerhin den Verdacht, dass es sich bei der Dame um eine Heiratsschwindlerin handelte, womit er ja nicht unrecht hatte.“, kam von Moore als Antwort.

    Julia richtete sich auf. „Doctor? Was ist mit mir?“, fragte sie klagend. Der Arzt lächelte beruhigend. „Es ist alles soweit in Ordnung. Sie bekommen von uns Antibiotika und wenn Sie sich nicht zu sehr aufregen, dann dürfte den Kindern nichts passieren. Aber Sie müssen aufpassen was Sie essen...“, ermahnte der Arzt sie. Julia ließ sich erleichtert in die Kissen sinken. „Liegt es an den Medikamenten oder warum sprecht ihr von Kindern?“, wollte sie plötzlich wissen. Ben grinste breit. „Nein....du bekommst Zwillinge...“, gab er bekannt. Julia sah ihn völlig erstaunt an. „Wie? Aber....?“, stammelte sie. Doch dann lächelte sie. „Zwei....ist das nicht toll....das muss ich sofort Peter sagen...er muss doch wissen, dass er doppelter Papa wird...“, lachte sie und zog sich direkt zusammen. „Julia...bitte....ganz ruhig...denk an die Kinder und an deine Gesundheit.“, ermahnte Ben sofort und legte ihr die Hand auf die Schulter. „Du hast Recht....nur...wenn für mich die Aufregung so gefährlich ist...wie soll ich dann den Fall überstehen? Ich meine, dieser Moore wird mich nicht in Ruhe lassen...er wird mich sicher einsperren wollen. Ben...ich hab Lydia nicht umgebracht...wirklich...ich schwöre...“, weinte Julia sofort. Ben nahm sie in den Arm. „Natürlich hast du sie nicht umgebracht. Du könntest so etwas gar nicht tun....beruhige dich. Ich schwöre dir, dass ich den Schuldigen finden werde... auch, wenn ich hier nicht ermitteln darf...bei Papa auf dem Grundstück kann ich sicher ein paar Spuren finden. Und das Moore hier reinkommt.. ich verrate dir was...er hat Hausverbot...“, lächelte Ben. Julia hielt ihn fest. „Ich habe Angst....kannst du Peter bitte anrufen? Er soll herkommen...bitte...ich brauche ihn hier...“, wollte Julia wissen. Ben nickte. „Klar, ruf ich ihn an. Aber du wirst nun schlafen und dich erholen, denn an meine Nichten oder Neffen...oder beides...“, ermahnte er sie lachend und gab ihr noch einen Kuss auf die Stirn, wie er es immer tat. Dann verschwand er aus dem Krankenhaus, rief sich ein Taxi und versuchte, Peter zu erreichen. Doch es meldete sich keiner. Auch im Büro oder unter der Festnetznummer war niemand erreichbar. „Sehr merkwürdig...“, knurrte Ben. Er entschloss Semir anzurufen, damit der mal nach dem Rechten sehen konnte.

    Semir folgte indes dem grünen Mercedes und holte immer weiter auf. „Dein Bruder sollte lieber aufgeben. Es ist nur besser für euch.“, knurrte der Hauptkommissar den Jungen auf der Rückbank an. „Er wird es aber nicht tun. Da können sie sich grün und blau ärgern.“, lachte Thomas und grinste höhnisch durch den Rückspiegel. „Hör mal zu, du wanderst für eine lange Zeit in den Knast. Es wäre für deinen Bruder besser, er würde aufgeben. Sonst kommt ihr erst im Greisenalter wieder an die frische Luft.“, stieß Semir wütend aus. Der BMW schnellte an den Mercedes vorbei. Dieses Mal war Semir nicht mehr so freundlich und rammte den Wagen direkt, drängte ihn gegen die Leitplanke. Funken sprühten und der Wagen verlangsamte die Fahrt. Semir ließ vom Mercedes ab, überholte und stellte sich quer. „So...aussteigen und die Hände aufs Dach.“, schrie er Ralf an, als er die Tür aufgerissen hatte. „Okay...okay...nehmen sie nur ihre Waffe weg. Das Ding macht mich nervös.“, stieß Ralf aus und kletterte langsam aus dem Wagen. „Du hältst mich wohl für sehr dumm, oder?“, knurrte der Hauptkommissar und legte Ralf Handschellen an. „So, und jetzt bringe ich euch dahin, wo ihr hingehört.“, stieß Semir aus und verfrachtete Ralf zu seinem Bruder auf die Rückbank, kettete ihn ebenfalls am Handgriff fest und fuhr dann zur JVA Ossendorf. „Hier Jungs, passt dieses Mal gut auf sie auf...ich will die Beiden so schnell nicht wiedersehen.“, knurrte Semir und ließ die Brüder aus seinem Auto holen. „Wir werden uns schon bald wiedersehen, Gerkhan.“, kreischte Ralf, als ihn zwei Beamte der JVA aus dem Auto zerrten und zum Gefängniseingang schleppten. „Klar... und morgen fällt Schnee.“, konterte Semir gelassen. Er war froh, dass er die Beiden los war. Gemütlich stieg er wieder in sein Auto und sah aufs Armaturenbrett, als sein dort befestigtes Handy klingelte.

    leider kommt hier schon wieder das Ende......die neue Story ist noch nicht fertig, liegt aber in den letzten Zügen......also....für eine Weile (ich denke so ein bis zwei Wochen) mal keine Story von mir, aber dann kommt die Fortsetzung von "schreckliche Ungewissheit"

    Im Gefängnis von Aachen fand ein Wechsel statt. Alle Beamten sowie der Direktor wurden ausgetauscht. Eine ärztliche Untersuchung von Riefenstahl wies ihn Alzheimer im Anfangsstadium aus. Er vergaß viele Sachen und es schien von Tag zu Tag schlimmer zu werden. Auch die Vollzugsbeamten wurden eingehend befragt. Während des Verhörs brach Maier zusammen und gestand mit dem Don gemeinsame Sache gemacht zu haben. Er wurde umgehend aus dem Staatsdienst entlassen. In einem der Zellentrakte saßen die Gefangenen im Speisesaal. Andreas Vohwinkel sah sich die Leute genau an, die an den Tischen saßen und bemerkte einen Tisch, an dem ein einzelner Mann saß. Andreas nahm seinen Teller und setzte sich an den Tisch. Ein Raunen ging durch den Saal. „Hey…Frischfleisch…komm besser zu uns…“ forderte ihn einer der Gefangenen auf. „Ich setze mich dort hin, wo es mir passt. Der Don wird mir nichts tun…nicht wahr?“ Er sah den Mann fordernd an. Dieser nickte. „Wer bist du?“ fragte er. „Ich bin dein schlimmster Feind, wenn du nicht mit mir zusammen arbeitest..“ drohte Vohwinkel. Roman Sommer schnaubte verächtlich. „Was willst du?“ fragte er. „Das mein lieber Don…werde ich dir noch zeigen. Erinnerst du dich an Carlos?“ harkte Vohwinkel nach. „Carlos? Du meinst Carlos Pérez?“ harkte Roman nach. „Ganz genau der. Du und Sputnik haben ihm ganz schön zugesetzt. Er hat mich deswegen verraten…“ fauchte Andreas. „Tja…da hast du dann wohl Pech. Pérez ist weg. Er ist geflohen und Sputnik…man hat ihn vor drei Tagen auf der Toilette gefunden. Überdosis…weiß der Teufel wie er an dieses Dreckszeug gekommen ist.“ klagte Roman. Andreas Vohwinkel grinste breit. „Tja….auch hinter Gitter ist man nicht sicher.“ bestätigte er. Roman Sommer sah ihn an. Langsam stand er auf. „Was soll das heißen?“ fragte er leise. „Nun….ich bin seit vier Tagen hier drin und habe den Genuss gehabt Sputnik kennen zu lernen. Ich habe ihm ein Geschenk gemacht.“ grinste Andreas. „Du hast Sputnik umgebracht?“ harkte Roman nach. Andreas nickte. Er sah den Mann fest in die Augen. „Und du wirst der nächste sein…“ versprach er. Roman Sommer schluckte. Drei Tage später fand man den Don erhängt in der Dusche.

    Semir und Ben erholten sich und schon bald war der Tag der Entlassung. Ben packte seinen Koffer um endlich wieder nach Hause zu fahren als sein Handy klingelte. „Semir? Wie geht es dir? Bist du auch auf dem Weg nach Hause?“ wollte er wissen. „Ja….so gut wie. Ich warte auf Andrea. Kommst du erst zu uns?“ bat Semir. „Ja sicher…kein Problem. Wenn Andrea mich anschließend nach Hause fährt.“ stimmte Ben zu. „Klar kein Ding…bis gleich dann…“ Ben beendete das Gespräch. Nur eine halbe Stunde später stand er bei Semir und Andrea im Wohnzimmer und wurde von den Kindern überfallen. Semir sah ihn an. Er schob seine Jeans ein Stück hoch. „Meinst du ich muss mich für unsere Hochzeit rasieren?“ grinste er Ben an. Ben sah ihn an. „bist du sicher, dass du gesund bist? Nicht das das Schlangengift irgendwelche Schäden hinterlassen hat.“ harkte er nach. „Aber sicher doch meine Zuckerschnute….ich mit meinem wunderschönen Körper… bin makellos…“ lachte Semir und zog seinen Partner auf. „Semir…es war nicht an dich gerichtet….ich wollte mit Susanne sprechen…..also bilde dir nichts darauf ein!“ gab Ben zurück. „Du liebst mich nicht mehr…“ kam traurig von Semir. Er verzog das Gesicht als würde er weinen wollen und verschränkte seine Arme schmollend vor der Brust. Nun musste auch Ben lachen. „Wieso hackst du so auf einer Sache herum? Ich war in einer Notsituation und hätte sogar die Chefin Zuckerschnute genannt…“ gab er zurück. Semir sah ihn an. „Nee….das glaub ich nicht. Du würdest die Krüger Zuckerschnute nennen nur um nicht aufzufliegen?“ harkte er nach. Ben stöhnte auf. Wenn Semir sich mal auf eine Sache festgebissen hatte, dann hörte er nicht auf. Dennoch würde er nichts auf ihn kommen lassen. Die Sache mit dem Schlangenbiss hätte auch anders enden können und er war einfach nur froh, dieses Abenteuer mit kleinen Blessuren überstanden zu haben. „Na komm Zuckerschnute….ich gebe einen aus. Bier?..“ riss Semir ihn aus seinen Gedanken. „Semir….du kannst mich mal… ja sehr gern.“ gab Ben zurück. Doch dann lachten beide über diese kleine Witzelei. „ich bin froh, dass Vohwinkel nun im Knast ist und wir wieder unsere Autobahn sicherer machen können.“ erklärte er während er mit Semir im Wohnzimmer saß.

    Andreas Vohwinkel sah sich verstohlen um. Die Aufsicht war bereits wieder in ihren kleinen Räumen verschwunden und ließ die Gefangenen allein. Nur ein Beamter drehte seine Runde. „Hey….Konrad….komm her!“ forderte Andreas ihn auf. „Was willst du?“ fragte der Beamte. „Hör mir genau zu… ich weiß, dass dein Gehalt nicht gerade groß ist und du eine verdammt große Menge an Schulden hast. Wenn du mir hilfst, dann werde ich für dich und deine Frau und für deine fünf Kinder sorgen. Du wirst so viel Geld verdienen, das du eigentlich nicht mehr arbeiten müsstest…“ erklärte Vohwinkel. Konrad Werger lachte leise. „und was muss ich für dich tun?“ harkte er nach. „Hilf mir hier raus….Ich werde mir hier drinnen eine Bande aufbauen und dann werden wir durch dich draußen agieren. Ich sitze meine Strafe ab. Mir kann niemand etwas nachweisen. Ich werde dir ein paar Namen geben. Das sind verdammt gute Jungs und die tun alles für mich. Du bist mein Sprachrohr…“ flüsterte Vohwinkel. Er beobachtete den Mann. Doch dieser ließ keine Mimik erkennen. „Was meinst du?“ harkte er nach, als er keine Antwort bekam. „Weißt du Vohwinkel….es ist ein verdammt verlockendes Angebot….“ gab Konrad zu. Vohwinkel grinste siegessicher. „Du machst es?“ fragte er freudig nach. Konrad grinste und sah den Mann an. „Es wäre verlockend wenn ich eine Frau hätte, Schulden und Kinder hätte. Aber all das trifft nicht zu. Ich bin allein….verstehst du….ganz allein. Genau wie du und nun laber mich nicht voll!“ fauchte Konrad ihn an. Er schloss die kleine Luke. Andreas Vohwinkel war sprachlos, doch er gab nicht auf. Er würde sich eine Bande aufbauen und er würde sich eines Tages an Semir Gerkan und Ben Jäger rächen, denn dass die Beiden noch lebten wusste er. „Ich kriege euch…und dann könnt ihr einpacken. Meine Rache wird grausam sein….“ versprach er leise.

    Ende

    Ach so....die neue heißt dann "schachspiel"

    Ben hält das nicht aus. Niemals.....am besten ans Bett ketten, damit er lieben bleibt. Die Türklinken innen entfernen und die Fenster so verschließen das sie nciht geöffnet werden können....aber was hat Ben bitte von Semir geträumt. Was passiert denn?

    Wie ich diese Clifs liebe. Wird Semir sterben, wird Ben tun was Klara verlangt? Werden beide sterben? Oder wird Klara sterben? oder nur der Skorpion? :D:D:D

    Alles dreht sich um den Tod....Chris...schreib weiter oder du hast einen Mord auf dem Gewissen..... :D:D

    4. Kapitel – Geld für Freiheit

    Semir hatte derweil andere Sorgen. Er musste den Gefangenentransport von Thomas und Ralf Schmitz begleiten, wozu er eigentlich überhaupt keine Lust verspürte. Für ihn war der Fall mehr als abgeschlossen. Sollte sich doch die Schranke nun endlich darum kümmern, dachte er und fuhr lustlos hinter dem Transporter her, in dem sich die beiden Kriminellen befanden. Wenn jetzt was passieren würde, dachte er, sitze ich in der ersten Reihe. Fast hoffte er, dass etwas auf der langweiligen Fahrt passieren würde. Doch bis zur Autobahn passierte nichts. Selbst als sie auf der Schnellstraße waren, hielt sich jeder an das vorgeschriebene Tempo. „Hallo Kollege?“, schnarrte es plötzlich aus dem Funkgerät. Aus seinen Gedanken gerissen, nahm Semir das Funkgerät an sich. „Ja, was gibt’s denn?“ „Die Jungs müssen mal austreten. Wir fahren auf den nächsten Rastplatz rauf.“, erklärte der JVA-Beamte aus dem Fahrzeug vor ihm. „Alles klar...“, gab Semir nur nachdenklich wieder. Der Transporter vor ihm setzte den Blinker und Semir folgte. Es war einer dieser unübersichtlichen Rastplätze, wo auch Lkws parkten. Eine super Gelegenheit, wollte man einen Gefangenen befreien, dachte er. Doch dann schalte er sich. Wer soll die beiden schon haben wollen? Mit etwas schläfrigem Blick sah Semir wie die hintere Tür aufging und ein Beamter mit einem der Jungs ausstieg, auf das Toilettenhäuschen zuging und darin verschwand. Immer wieder merkte der Deutschtürke, wie ihm die Augen zufielen. So sah er auch nicht, dass die beiden JVA-Beamten aus ihrem Wagen stiegen, um auf der Toilette nach ihrem Kollegen zu sehen. Erst, als sie heftig gegen Semirs Scheibe klopften, wachte der Hauptkommissar erschrocken auf. „Sie sind weg. Sie haben den Beamten niedergeschlagen, seine Uniform geklaut und sind stiften gegangen.“, stieß der Beamte aus. „Was? Könnt ihr denn...“ Semir hielt inne und sah, wie ein giftgrüner Mercedes mit quietschenden Reifen vom Rastplatz verschwand. „Die schnapp ich mir.“, knurrte er, schaltete das Blaulicht ein und brauste ihnen nach.

    „Miss Jäger, ich bin ihr Anwalt... Mark Rufenstahl...“, begrüßte der Anwalt die junge Frau. Sie nickte nur und nahm die ausgestreckte Hand zitternd entgegen. Ben musste vor der Tür stehen bleiben und konnte nur durch das Fenster mit seiner Schwester Blickkontakt halten. „Miss Jäger...sind sie jetzt bereit, endlich zu reden?“, wollte Chief Inspector Moore wissen und legte eine Akte vor ihr auf den Tisch. „Ich...ich habe ihnen doch schon gesagt, was ich weiß.“, kam es leise von ihr zurück. „Sie haben uns nur immer halbe Antworten gegeben...sie erzählten mir, dass sie draußen waren, um ihren Bruder zu suchen.“, fing der Polizist an. Julia nickte und strich sich nervös über ihren Bauch, wo ihr Baby heranwuchs. Scheinbar schien es die Anspannung der Lage zu spüren. Es trat immer und immer wieder gegen die Bauchdecke. Julia hatte das Gefühl, als würde sie nach innen explodieren. „Bitte...hören sie auf...mit ihren Fragen...“, stieß sie vor Schmerzen aus. Doch der Inspector ließ sich nicht davon abbringen. „Ich habe noch gar nicht richtig angefangen. Waren sie draußen, um nach ihren Bruder zu suchen?“, wollte er erneut wissen. „Jaaa...“, kam es schmerzhaft von Julia zurück. „Ich glaube, meine Mandantin fühlt sich nicht besonders...“, wand Rufenstahl ein. „Sie simuliert doch nur...“, knurrte Moore. „Sehen sie denn nicht, dass sie schwanger ist? Nehmen sie doch ein bisschen Rücksicht.“ „Sie hat es auch nicht genommen, als sie Franka Kirschbaum den Schädel zertrümmert hat.“, fauchte Moore. In diesem Moment kippte Julia schreiend zur Seite, regte sich nicht mehr. „JULIA...“, stieß Ben aus und war sofort im Raum. „EINEN ARZT!!! SCHNELL!!“, schrie Ben und drehte Julia vorsichtig auf den Rücken. „Ganz ruhig Kleines...ganz ruhig...alles in Ordnung...“, versuchte er sie zu beruhigen. „Ben...mein Baby...mein Baby...“, weinte Julia. „Wird alles gut....scht...beruhige dich...ich bin bei dir...“, lächelte er ihr zu und streichelte ihr Gesicht. Rufenstahl stand auf und sah Moore an. „Heute wird es keine Vernehmung geben...aber Sie werden eine Anzeige bekommen. Es ist unverantwortlich, dass Sie Frau Jäger so angegangen sind! Trotzt ihres Zustandes!!!“, fauchte er ihn an. Moore sah bedrückt zu Boden. „Ich wollte das nicht...wirklich...ich....“ entschuldigte er sich.

    Der Arzt ließ Julia sofort in ein nahe gelegenes Hospital bringen, wo sie eingehend untersucht wurde. Ben lief im Flur nervös auf und ab. Er sah auf die Uhr. Irgendwie schien die Zeit still zu stehen. Endlich kam der Arzt heraus. „Doc?“, fragte er nur. „Mr. Jäger...Ihrer Schwester geht es nicht gut...es scheint eine Schwangerschaftsvergiftung vorzuliegen. Wir haben ihr Antibiotika gegeben, aber es ist gut möglich, dass sie ihr Kind verliert...“, gab er Arzt von sich. „Wie bitte? Das ist nicht möglich...sie ist gesund gewesen...!“, stieß Ben aus. Er sah durch die Glasscheibe auf seine schlafende Schwester. „Weiß sie es?“, fragte er leise. „Nein...wir haben es ihr nicht gesagt...es ist ja auch noch nicht sicher. Wir werden morgen weitersehen...aber sie sollte Aufregung unter allen Umständen verhindern...“, gebot der Arzt. „Würde ich gern...nur versucht ein Inspector sie zu vernehmen und ist nicht gerade sanft mit ihr umgegangen.“, beklagte Ben sich. „Nun...hier wird er nicht herkommen...Inspector Moore hat Hausverbot...“, grinste der Arzt. Ben stutzte. Wie konnte ein Polizist in einem Krankenhaus Hausverbot bekommen?, fragte er sich. „Bevor Sie sich den Kopf zerbrechen... er hat hier schon mal einen Arzt vernommen...das ist an und für sich kein Problem und kommt sicher oft vor...aber wenn es mitten in einer OP ist, dann wird die Krankenhausleitung ziemlich sauer... von daher...“, erklärte der Doc es unaufgefordert. „Doc... meine Schwester... ich meine...sie freut sich sehr auf das Baby...und...es wäre sehr schön wenn...“, versuchte Ben zu erklären. „Nun...ich denke sie wird beide Kinder behalten können....die Vergiftung ist ja nicht so weit voran geschritten...aber das werden wir morgen mit Gewissheit wissen...“, kam von dem Doc. Ben nickte, dann stutzte er. „Sie bekommt Zwillinge?“, harkte er nach. Dr. Smithers nickte nur und grinste breit. „Whow...!“, stieß Ben aus.

    Kim war noch auf dem Weg ins Krankenhaus als Susanne sie anrief. „Susanne was gibt es?“ fragte sie ihre Sekretärin. „Eben hat ein Kollege von der Frechener Polizei angerufen. Man hat Ben aus einem brennenden Haus geholt...“ erklärte Susanne. Kim stieß einen undefinierbaren Laut aus. „Ist er …?“ fragte sie vorsichtig nach. „Nein…nein…er hat eine Rauchvergiftung aber sonst ist er wohl auf.“ kam sofort von Susanne. „Gott sei dank. Ich fahre sofort hin. In welchem Krankenhaus liegt er?“ harkte Kim nach. „Im Kunibert Krankenhaus. Aber er will dort sicher nicht lange bleiben.“ lachte Susanne erleichtert. „Das kann ich mir denken. Ich bin unterwegs…wenn Semir anruft, sagen Sie ihm bitte, dass alles in Ordnung ist und er bleiben soll wo er ist. Wenn er es nicht macht, bekommt er Hausarrest!“ gab Kim durch. Sie setzte Blaulicht auf das Dach und fuhr nach Frechen. Für den Weg dorthin brauchte sie knappe 15 Minuten. An der Anmeldung fragte sie sich nach Ben durch. „Dr. Morrison erwartet Sie bereits.“ erklärte die Dame am Schalter. Kim ließ sich den Weg beschreiben und ging hin. Eine junge Frau im Ärztekittel sah sie an. „Sie sind seine Vorgesetzte?“ harkte sie nach. Kim nickte. „Kim Krüger…was ist mit Herrn Jäger?“ wollte sie wissen. „Nun…er hat eine mittelschwere Rauchvergiftung ist aber sonst körperlich in guter Verfassung. Außerdem will er umgehend nach Köln gebracht werden. Ich halte das zwar für unbedenklich, aber er muss dort auf jeden Fall in Behandlung. So eine Rauchvergiftung ist nicht ohne und kann Spätfolgen haben.“ erklärte die Ärztin. Kim nickte. „Keine Sorge…ich werde ihn nach Köln mitnehmen und dort in ein Krankenhaus verfrachten. „Das ist sehr gut. Okay…er ist auf Zimmer 23.“ lächelte die Ärztin und verschwand. Kim klopfte an die Tür mit der genannten Nummer. „Herr Jäger?“ fragte sie, als sie den Mann im Bett liegen sah. Er schien zu schlafen. „Kommen Sie nur rein Chefin...ich bin wach. Sie sind hoffentlich mein Taxi hier raus. Ich muss Semir suchen.“ kam von dem jungen Hauptkommissaren. Kim schüttelte den Kopf. „Es ist schon seltsam wie sehr Sie beide sich doch ähnlich sind. Genau das hat er auch zu mir gesagt, als er mit völlig verschwollenen Augen die Klinik verlassen wollte.“ gab sie zu. Ben sah sie an. „Dann ist er gerettet?“ fragte er nach. „Ja…es geht ihm wieder gut. Sie dürfen auch gehen, aber Sie müssen sich behandeln lassen.“ ermahnte Kim ihn. Ben nickte und zog sich an. „Ich will nur zu Semir…“ bat er. „Dann lassen Sie uns fahren."

    Ben setzte sich auf den Beifahrersitz von Kims Wagen und stellte den Sitz ein. „Was ist mit Vohwinkel und seinen Leuten?“ wollte Ben wissen. „Sitzen alle. Vohwinkel und Bauer werden heute noch nach Aachen überführt. Pérez wird in Köln bleiben. Von ihm haben wir den Tipp bekommen, dass Sie in Frechen sind. Nur wusste er nicht genau wo.“ erklärte Kim. Ben nicke. „Dann hoffe ich inständig, dass in Köln nicht solche Leute sitzen wie in Aachen.“ stöhnte Ben und schloss die Augen. „Ist alles in Ordnung?“ kam sofort besorgt. „Ja…alles in Ordnung. Nur Kopfschmerzen…das ist alles.“ bestätigte Ben. „Gut…Sie werden im Krankenhaus behandelt. Allerdings nicht bei Semir. Immerhin liegt im tropemmedizinischen Krankenhaus der Universität. Sie werden anschließend in ein normales Krankenhaus gebracht, wo sie mindestens bis zum Wochenende liegen werden und keine Widerworte!“ befahl Kim. „Jawohl Chefin..“ stöhnte Ben. Kim lächelte. Sie fuhr mit einem ruhigen Fahrstil nach Köln zurück wo Semir sie bereits sehnsüchtig erwartete. Endlich waren sie in seinem Zimmer. Ben sah seinen Partner an. „Du sahst auch schon mal besser aus..“ gab er etwas heiser von sich. „Mit der Stimme wirst du die nächste Zeit sicher nicht singen..“ konterte Semir. „Okay….gewonnen.“ lachte Ben. Er und Semir umarmten sich. „Wieder eine Schlacht gegen das organisierte Verbrechen gewonnen.“ lobten sie sich. „Ja…aber das nächste Mal sagst du mir vorher Bescheid wenn du so einen Job übernimmst“ forderte Semir seinen Partner auf. „Versprochen..“ lachte Ben und hustete erneut. „Ach Semir…es ist ein Brief aus Afrika gekommen.“ gab Kim bekannt. Sie reichte Semir das Schreiben „Könnten Sie es vorlesen? Meine Augen sind noch nicht soweit..“ bat Semir. Kim nickte und öffnete das Schreiben. „Hallo Semir….hallo Ben….es ist alles in englisch geschrieben..“ machte Kim eine Pause. „Weiter…“ forderte Semir. „ Ich bin sehr glücklich wieder zuhause angekommen. Und meine Weihe sowie meine Hochzeit stehen bevor. Ich bin die erste Schamanin meines Stammes und heirate den Häuptlingssohn. Wir sind seit der Geburt versprochen. Ich lade euch Beide herzlich zu mir ein. Die Feierlichkeiten finden in vier Wochen statt und dauern eine ganze Woche. Ich freu mich auf meine deutschen Freunde. Gruß Cariba…“ las Kim vor. „Whow… Cariba heiratet….“ staunte Semir. Ben grinste breit. „und wir sind eingeladen. Das nenne ich aber mal was ganz tolles. Ich bin auf jeden Fall Bereit die Reisekosten für uns Beide zu übernehmen, das heißt…wenn Frau Krüger uns Urlaub gewährt…“ Semir und Ben sahen beide zu ihrer Vorgesetzten. „Sie müssen den Urlaubsantrag zeitig genug einreichen. Nur Semir…Sie hatten eben erst Urlaub und wenn Sie jetzt schon wieder damit kommen, dann…“ gab Kim zu bedenken. „Och Mensch …das stimmt. Aber ich würde so gern dabei sein…“ klagte Semir. „Ich denke da fällt mir etwas ein. Notfalls denken wir uns ein paar Berichte aus. Ich denke der Regierungspräsident hat nichts dagegen, wenn die Autos in der Zeit heil bleiben.“ lächelte Kim.

    Da scheinbar auf meine Meinung wert gelegt wird....

    kann ich sagen, das diese Folge für mich wie auch für viele hier keine gute Folge war. Angefangen schon mit dem Psychiater, der die beiden bekehren will, oder aber auch das Krokodil in der Kanalisation. (In köln ist schon einiges in der Kanalisation gefunden worden.... Schildkröten...einige Salamander und auch schon eine Schlange....aber ein solches Krokodil...fehlte noch in der Sammlung) :rolleyes:

    Der Schusswechsel war wie immer übertrieben und unsere Helden machen sogar mit Kugeln im Körper noch Action mit...kaum laufen können aber Auto fahren...ja ist klar....

    Elvira: Ich bin über deinen Post überrascht. Anscheinend fandest du die anderen Folgen ja auch Schrott. Hast du deshalb kein Fazit bei der letzten Folge geschrieben, weil du als Moderatorin nicht über die Serie herziehen wolltest?

    ..nur ob ich mich äußere oder nicht, sollte mir überlassen werden, findest du nicht? Ab er ich kann dich beruhigen....ich habe in der letzten Folge nichts geschrieben, weil ich nich geschäftlich unterwegs war und in dem Thread alles schon gesagt wurde, was auch ich so empfand....

    Andrea saß an Semirs Bett und strich ihm sanft über den Arm. „Geht es dir wieder besser?“ fragte sie leise. „Ja…ich sehe dich auch schon sehr verschwommen. Die Schwellung ist sicher schon sehr gut zurückgegangen oder?“ fragte er. „Ja….es ist schon fast normal.“ Bestätigte Andrea. „Wie geht es den Kindern?“ harkte Semir nach. „Den Beiden geht es sehr gut. Oma ist da und sie sind glücklich. Semir…“ versuchte Andrea ihm etwas zu sagen. „Ich weiß…ich war unvorsichtig und du hast Angst, dass es das nächste Mal vorbei ist. Ich passe auf. Weißt du ob man Ben gefunden hat?“ fragte er. „Nein….ich war nur bei dir. Aber Kim wird ihn sicher finden. Du musst erst einmal gesund werden und dann sehen wir weiter.“ Lächelte Andrea. Eine Schwester kam herein. „So...dann wollen wir den Patienten mal eben versorgen.“ ertönte die Stimme von Konstanze. Semir grinste. „Ah…meine Lieblingsschwester..“ strahlte er. Andrea kniff ihn kurz in den Arm. „Aua…“ maulte er. „Sie ist die erste, die ich nach meinem Trip gehört habe...“ lachte Semir. „Ja…und Ihr Mann hat mich sehr charmant beschrieben…“ lachte die Schwester. Andrea musterte die Frau. Sie war sicher schon ende fünfzig und hatte graues Haar was zu einem strengen Knoten gebunden war und wog sicher 100 kg was für ihre Größe nicht vorteilhaft war. „Er hat Sie aber noch nicht gesehen oder?“ fragte Andrea leise. Konstanze schüttelte den Kopf. „Ich wollte ihm die Illusion nicht wegnehmen.“ grinste sie. „Oh…wie hat er Sie beschrieben?“ lachte Andrea. „Ich bin 25 Jahre alt…wiege 60 Kg bin 185 oder so groß mit langen blonden Haaren…stimmt doch oder Herr Gerkan?“ harkte Konstanze nach. „Ja….und sicher wunderschön…“ nickte Semir ernst. „Ja…doch….stimmt ja fast…“ meinte Andrea. „Schatz…ich muss los. Mama muss noch zum Bahnhof gebracht werden und die Kinder wollen sich verabschieden.“ erklärte Andrea. Semir setzte sich auf. Er versuchte seine Frau zu erfassen, was ihm nicht ganz gelang. „Was stimmt denn an meiner Beschreibung nicht?“ fragte er. Andrea lachte. „Warum muss etwas nicht stimmen?“ harkte sie nun nach. „Weil du mich sonst nie mit ihr allein lassen würdest…“ gab Semir direkt zu. „Ach mein Schatz….ich denke Schwester Konstanze wird dich nicht verführen…“ lachte Andrea und küsste ihn schnell. Sie verschwand. Semir legte sich zurück. Er hatte irgendwie ein ungutes Gefühl, wenn er sich Konstanze nun vorstellte. „Aber Herr Gerkan…Schönheit ist was für den Betrachter….und nur er weiß was er davon hält…und vor allem was schön ist. Jeder ist auf seiner Art schön..“ tröstete Konstanze ihn.

    Ben hustete und sah voller Angst in die Flammen die immer näher kamen. Der Rauch war extrem dick. „Schnell!!! HIER IST JEMAND!!“ hörte er eine Person schreien. „Hilfe…“ röchelte er. Verschwommen sah er die Person die auf ihn zukam. Wieder musste er husten. „ZANGE!!“ schrie die Person. Nur wenig später spürte wie die Fesseln fielen. Man riss ihn vom Stuhl und zerrte ihn aus dem Raum. Erst als sie draußen waren ließ man ihn los. Ben sackte zusammen. Er fühlte wie er umgedreht wurde und etwas auf sein Gesicht gepresst. Er war völlig benebelt und wehrte sich. „NEIN!!“ schrie er heiser und riss die Arme hoch. Er drehte sich weg um das Ding auf seinem Gesicht loszuwerden. „Ganz ruhig…das ist nur Sauerstoff…atmen Sie ganz tief ein….ruhig…es ist alles gut…“ redete jemand. Doch Ben wollte nicht. „Nein…“ stieß er wieder aus und schlug zu. Allerdings hatte er nicht die Kraft zu treffen oder auch nur Dampf dahinter zu setzen. Wieder kam das Ding drauf und Ben atmete ein. „Nicht…bitte…nicht..“ kam von ihm. Langsam driftete er in die Dunkelheit ab. Er spürte nicht wie man ihn auf eine Bahre legte. An der frischen Luft kam er ganz schnell zu sich. Er bemerkte die Hektik um ihn herum und da war wieder diese Maske. Ben hustete und würgte. „Sehen Sie mich bitte an..“ forderte ihn eine Stimme auf. Ben fixierte die Person. Er sah nur weiß. „Atmen Sie tief ein….und beruhigen Sie sich. Ich bin Dr. Morrison.“ Erst jetzt bekam Ben mit, dass es eine Frau war, die mit ihm sprach. Er wollte aufstehen, doch man drückte ihn nieder. „Sie bleiben liegen...“ warnte ihn die Frau. Langsam bemerkte Ben auch, dass die Maske ihm nichts tat. Im Gegenteil sie tat ihm sogar gut. Er bekam wieder Luft. „So ist es gut…schön atmen. Sie haben etwas zuviel Rauch eingeatmet. Wie heißen Sie?“ harkte Dr. Morrison nach. „Ben…Ben Jäger…“ hustete der Patient leise. „Sehr gut…Wie sind Sie ins Gebäude gekommen?“ kam die nächste Frage. „Ich…ich wurde eingesperrt. Ich…muss meine Vorgesetzte anrufen…es ist wichtig..“ gab er leise zu verstehen. „Vorgesetzte?“ harkte Morrison nach. „Ich bin…Ben Jäger…von der Kripo Autobahn...“ nickte Ben. „Okay…ich werde ihn informieren.“ lächelte Morrison. „Sie….es ist…eine Sie..“ hustete Ben. Er lehnte sich zurück und schloss die Augen.

    Ben sah auf die Kerze, die das Seil bis auf ein winziges Stück bereits durchgebrannt hatte. Es zuckte immer mehr unter dem Gewicht der Flasche und würde in wenigen Augenblicken runterfallen. „HILFE!!!“ fing er an zu brüllen, doch er ahnte schon, dass ihn niemand hören konnte. Sonst hätte Vohwinkel ihn sicher geknebelt. Es gab einen sonderbaren Laut, als das Seil riss. Ben sah mit weit aufgerissenen Augen auf die Flasche die zu Boden fiel und zerbrach. Die Flüssigkeit lief wie geplant über da Papier und tränkte es mit Benzin. „Nein…nicht…“ schrie er verzweifelt und zerrte wieder an den Ketten, doch er musste aufgeben. Egal was er auch tat. Er würde hier nicht rauskommen. Zu seinem Unglück fiel nun die Kerze aus ihrer Halterung und die Flamme tauchte ins Nass. Ein leises Zischen ertönte. Ben sah wie die Flamme sich durch die Flüssigkeit leckte und das Papier in Brand setzte. Nun würde es nicht mehr lange dauern, bis er verbrannte. Dunkler Rauch stieg auf. „HILFE!!“ schrie er erneut und zerrte an den Ketten. „NEIN!! HILFE!!“ Doch niemand kam. Niemand hörte seine verzweifelten Schreie. Niemand würde ihn retten. Der Rauch verstärkte sich und Ben musste husten. Immer wieder atmete er tief ein um sich dann die Seele aus dem Leib zu husten. „Gibt auf….atme den Rauch tief ein und lass dich fallen. Niemand hilft dir. Niemand weiß wo du bist. Du bist tot mein Junge. Gibt auf..“ hörte er eine Stimme. Ben versuchte die dazu gehörende Person zu erfassen. „Hilf mir...“ stieß er hustend aus. Doch dann bemerkte er, dass diese Stimme nur in seinem Kopf existierte. Er war allein. Allein mit sich und der Angst gleich zu ersticken. „Hör zu, mein Junge…du darfst nicht sterben. Wir wollen dich hier oben noch nicht haben. Kämpfe…hörst du…kämpfe...“ kam eine weitere Stimme. Diesmal sah Ben einen Mann vor sich stehen. Es war Ausbilder Charlie. „Charlie…hilf mir…hilf mir..“ flehte Ben. „Ich kann dir nicht helfen. Halte aus…die Hilfe ist schon unterwegs. Halte aus. Gib nicht auf. Du bist ein Kämpfer vergiss es nie. Du hast es mir versprochen, weißt du noch?“ versuchte Charlie ihn zu erinnern. Ben lächelte leicht. „Ja….ja..“ hustete er. „Siehst du…versuche ruhig zu atmen. Nicht zu hastig. Noch ist genügend Sauerstoff vorhanden. Sieh nicht in die Flammen…“ mahnte Charlie ihn. „Ich kann nicht mehr…mir ist schlecht… ich bekomme…keine Luft…“ stieß Ben mühsam aus. Er spürte wie er drohte ohnmächtig zu werden.

    Kim war verzweifelt. Nun blieb nur noch Carlos Pérez. Er musste ihr sagen wo sich Ben aufhielt. „Herr Pérez…Ben hat Ihnen doch im Gefängnis geholfen. Sie sind verpflichtet es auch zu tun. Gehen Sie in sich. Wollen Sie wirklich für ein Mord den Sie nicht begangen haben einsitzen?“ appellierte sie an sein Gewissen. Es schien zu wirken. Denn Carlos sah sie unsicher an. „Was springt denn für mich dabei raus? Ich meine…muss ich dann nicht ins Gefängnis?“ harkte er nach. Kim schüttelte den Kopf. „Wenn Sie mir helfen, meinen Kollegen zu befreien, dann werde ich sehen was ich für Sie tun kann. Straffreiheit, kann ich Ihnen nicht zusprechen. Das entscheidet die Staatsanwaltschaft.“ Erklärte sie sanft. Carlos stieß ein verachtendes „Pfff…“ aus. „Sie wollen mir nicht helfen? Ben erzählte meinem Kollegen, dass der Don und Sputnik Sie übel zugerichtet haben. Wollen Sie wirklich wieder dort hin? Wollen Sie, dass Sputnik Sie wieder als seine Liebespuppe nutzt? Wollen Sie wieder so behandelt werden?“ harkte sie nach. Ein Zittern ging durch Carlos Körper. Er wusste nicht, dass der Don verlegt wurde und Sputnik nun völlig auf sich allein gestellt war. „Sie müssen das verhindern. Ich will nicht wieder als Spielball der Beiden im Knast landen!“ forderte er. „Dann eine Gegenleistung. Wo ist Ben Jäger?“ fragte Kim hart nach. „Ich weiß es nicht. Ich habe doch ….ich …in Frechen…mehr weiß ich nicht. Ich habe gehört wie Vohwinkel sagte, dass er ihn nach Frechen bringt…und ihn verbrennen lassen will. Wie weiß ich nicht, aber Vohwinkel macht keine Scherze“ stieß Carlos aus. Kim sah ihn an. „Frechen ist nicht gerade klein. Wo genau?“ harkte sie nach. „Das weiß ich nicht. Ich bin nie da gewesen. Hören Sie…ich gebe Ihnen alle Verstecke von Vohwinkel preis…und die Dealer…alles was ich weiß…aber bitte…ich will nicht zurück nach Aachen…bitte...“ flehte der Verbrecher. Kim sah ihn an. Tränen liefen diesem Mann über das Gesicht. „ich werde sehen, was ich tun kann.“ versprach sie. Sie stand auf und ließ Carlos in den Zellenblock bringen. „Passen Sie auf ihn auf!“ befahl sie und verschwand. Susanne sah sie erwartungsvoll an. „Hat er es verraten?“ fragte sie. Kim schüttelte en Kopf. „Er weiß nur in Frechen. Aber er weiß nicht wo…“ gab Kim leise von sich. Susannes Mine hellte auf. „ Ich werde die Kollegen in Frechen anrufen..“ schlug Susanne vor. Kim nickte. „Tun Sie das und wenn Sie etwas wissen, dann informieren Sie mich sofort. Ich fahre noch mal zu Semir ins Krankenhaus.“ nickte Kim.

    Hans Bauer sah sich im Krankenhaus um. Er schaffte es zwar sich eine Uniform zu beschaffen, doch ins Tropeninstitut kam er nur mit Zugangskarten und einer entsprechenden Geheimnummer. Wie sollte er so Gerkan ausschalten. Dann kam ihn Kommissar Zufall zur Hilfe. Eine Schwester öffnete die Tür zur Krankenstation und ließ sie nicht vollständig ins Schloss fallen. Hans machte einen schnellen Schritt und schlug die Frau mit einem Handkantenschlag ins Genick ko. Sie ging zu Boden. Er schlüpfte durch die Tür. Niemand würde ihn hier argwöhnisch betrachten, denn die Schwesterntracht war perfekt auf seine Figur abgestimmt. Ein Pfleger kam ihm entgegen. „Entschuldigen Sie…ich komme aus der Forschungsabteilung und soll einem Herrn Semir Gerkan Blut abnehmen. Wo finde ich den Patienten?“ fragte er mit einer hohen Stimme. „Zimmer 17…können Sie gar nicht verfehlen..“ lächelte der Pfleger und verschwand. Hans sah nicht wie der Pfleger nur wenige Schritte hinter ihm zum Funkgerät griff. Er klopfte an die Tür und hörte ein leises, schwaches „Ja bitte..“ und trat ein. „Einen wunderschönen Tag Herr Gerkan… benötige nur etwas Blut von Ihnen…“ säuselte er und machte einen Schritt ins Zimmer. Sorgfältig schloss Hans die Tür und drehte sich zu dem Patienten um. Er erstarrte, denn es waren mehr als ein halbes Dutzend Waffenläufe auf ihn gerichtet. „Sie sind verhaftet Bauer….“ verkündete Semir, der im Bett lag. Somit war auch Hans Bauer aus dem Verkehr gezogen. Semir warf die Decke weg und wollte aufstehen. „Was soll das denn werden?“ fragte Kim ihn. „Ich werde jetzt Ben suchen gehen..“ gab Semir bekannt. „Sie werden hier liegen bleiben, bis das verdammte Gift aus Ihren Zellen ist!“ fauchte Kim zurück. „Aber Chefin! Ben ist vielleicht in Lebensgefahr!!“ protestierte Semir. „Sie werden sich nirgendwo hinbegeben. Notfalls fessele ich Sie mit einer Handschelle ans Bett!“ drohte seine Vorgesetzte. Semir gab klein bei. „Okay…aber Sie werden mich informieren!“ forderte er und legte sich tatsächlich wieder hin. Langsam sah er sogar wieder etwas. „Meine Augen….sie werden besser..“ strahlte er. „Irgendwann bekommen wir auch dich Gerkan…Jäger dürfte bereits in der Hölle schmoren..“ verhöhnte Bauer ihn und wurde raus gebracht. „Moment! Er weiß wo Ben ist!“ stieß Kim aus und folgte den Männern.

    „Wo ist er? Verdammt wenn Sie Pluspunkte sammeln wollen, dann sagen Sie mir wo Ben Jäger versteckt ist!“ forderte Kim Hans Bauer kurz darauf im Verhörraum auf. „Schätzchen… er ist so gut wie Asche. Mach dir doch keine Sorgen mehr um diesen Penner…er ist Geschichte…“ lachte Hans. „Okay…Sie wollen mir nicht sagen wo er ist. Gut…dann werde ich Vohwinkel befragen. Er singt eh wie ein Vögelchen und hat zugegeben, das Sie eigentlich der Kopf der Bande sind.“ Versuchte Kim ihn zu überzeugen. Doch es zog nicht. Hans verschränkte die Arme und grinste sie an. Aus Hans bekam sie nichts raus. Er hielt dicht. Andreas Vohwinkel saß nur einen Raum weiter und wartete ebenfalls darauf vernommen zu werden. Kim stand auf. „Gut….dann eben nicht.“ meinte sie und verließ den Raum. Sie betrat den Raum mit Andreas Vohwinkel. Dieser trug Handschellen die sogar am Körper befestigt waren um einen Übergriff auf Kim zu verhindern. „Herr Vohwinkel…Herr Bauer sagte mir bereits, dass Sie Ben Jäger auf den Höllentrip geschickt hat. Wir haben genügend gegen Sie in der Hand, um Sie für immer hinter Gitter zu schicken. Mord…versuchter Mord in mehreren Fällen, Entführung, Erpressung….Verstoß gegen das BTMG….wo ist Ben Jäger?“ harkte Kim wie beiläufig nach. „Hallo meine Süße…du bist doch die mit der Gerkan rum gemacht hat oder?“ lachte Vohwinkel. „Tja…er ist bei den Engeln und Jäger bald auch..“ grinste er. „Da muss ich Sie leider enttäuschen .Herr Gerkan erfreut sich bester Gesundheit.“ gab sie zurück ohne ein Mine zu verziehen. „Das ist nicht wahr! Hans hat noch nie versagt!“ stieß Vohwinkel aus. „Diesmal hat er seinen Meister gefunden und Sie auch. Sie haben noch eine Chance, das Ruder herum zu reißen und wenigstens etwas gut zu machen. Wo ist Ben Jäger?“ harkte Kim erneut nach. Vohwinkel lachte auf. „Das war echt gut, Süße. Du hättest mich fast zum staunen gebracht. Ich will dir mal was sagen. Bullen sind einen Dreck wert. Ich habe Millionen auf dem Konto. Wir könnten davon sicher bis an Lebensende leben. Irgendwo in der Südsee…du hast dann einen Bastrock an und versorgst mich mit allem, was ein Mann so braucht…“ schlug er Kim vor. Diese schluckte leicht. „Wenn dann würde ich sicher nicht mit dir dort hinfahren…“ stieß wie wütend aus. Doch so sehr sie sich auch anstrengte… Vohwinkel verriet nicht wo Ben sich aufhielt. Kim wusste genau, dass die Zeit knapp wurde. Würden sie ihn rechtzeitig finden?

    Ah.....jetzt geht es rund.... liest sich schon gut...Ben soll also die Halbschwester aus dem Knast holen und damit Semirs Leben retten. Es geht also um unseren türkischen Helden. Gut...wenn ich jetzt harmlos denken würde ist in der Schachtel nur eine Kakerlake....aber da ich weiß wie Chris tickt denke ich, es ist ein giftiges Tier...ein Skorpion vielleicht? So ein kleiner schwarzer?

    Die Quoten gestern sind zurück gegangen aber immer noch stark. Die gestrige Folge brachte 4,14 Mio Zuschauer. Das sind in der Werberelevanten Gruppe noch 2,12 mit einem Marktanteil von 17,4%.


    Die Folge Wilsberg - im Namen der Rosi brachte 3,78 Mio. Hier spielte Gottfried Vollmer mit. (Marktanteil von 12.3%)

    Für Semir war der Arbeitstag zu Ende. Er war froh als er die Tür zu seinem Haus öffnete und mit der gewohnten Bewegung den Schlüssel auf die Garderobe warf. „Hey...Schatz...“, begrüßte Andrea ihn. „Oh hallo...“, stöhnte Semir. „Du bist müde.....war der Dienst wieder so anstrengend?“, wollte sie wissen. „Ja...aber ich hab einen Mörder festgenommen, den Fall gelöst und die Welt wieder gerettet...“, grinste Semir. „Na so eine große Tat muss belohnt werden...“, lachte Andrea. „Oh ja...Massage...Ganzkörpermassage...und dann ein entspanntes Bad und....eine liebevolle Behandlung....Ohhhh das hört sich sooo gut an.“, schwärmte Semir schon. Er ließ sich auf die Couch fallen und tatsächlich fing Andrea an ihn zu massieren. „Du bist völlig verspannt, aber kein Problem...mein türkischer Hengst. Ich werde dich verwöhnen....“, lachte Andrea. Semir genoss die Zärtlichkeiten seiner Frau. „Hast du Hunger?“, wollte Andrea nach einer Weile wissen. „Ja...wie ein Löwe....“, gab Semir zur. „Dann koche ich dir was...und dann gehst du in die Wanne und anschließend kuscheln wir noch etwas im Bett...“, schlug Andrea vor. „Super Idee... die Reihenfolge stimmt auch...“, strahlte Semir. Andrea lachte auf. „Du bist unverbesserlich, weißt du das?“, wollte sie wissen. „Ja...und ich weiß, dass du mich genau deshalb liebst...“, grinste Semir. Andrea küsste ihn innig. „Ich liebe dich, weil du immer wieder die Welt rettest...“

    „Was reden sie da für einen Blödsinn?“, fauchte Julia den Inspector an. „Mein Bruder ist kein Mörder... er ist Polizist wie sie...“ „Das macht ihn noch lange nicht zum Heiligen.“, erklärte Oliver Moore und ließ mit diesen Worten Julia alleine im Wohnzimmer zurück. „Sergeant...“, rief er seinen Assistenten zu sich. Dieser hatte gerade die Hausangestellten befragt. „Kommen sie, sehen wir mal, was der Leichenbeschauer uns sagen kann.“, meinte der Chief Inspector. „Was denken sie über den Fall, Sir?“, wollte Sergeant Andrews auf dem Weg zur Stallkammer wissen. „Ich denke, dass der Täter nur im Haus zu finden ist. Eine Frau taucht hier auf, verliebt sich in den wohlhabenden Hausherren und Tage später ist sie tot. Wonach sieht das denn für sie aus?“, wollte Moore wissen und ging immer weiter, ohne sich zu seinen Kollegen umzudrehen. „Also klassische Habsucht?“, kam es nachdenklich von Andrews. „Momentan könnte man das denken. Wir müssen dafür aber mehr über die tote Frau herausfinden.“, erklärte der Inspector und stand dann an der Kammer, wo die Gerichtmediziner gerade mit ihrer Arbeit begonnen hatten. „Hallo John...wie war das Polo-Spiel am Freitag?“, begrüßte Oliver Moore seinen alten Freund und Kollegen. Der grauhaarige Mann mit dem Gesicht einer Bulldogge und den stechenden Augen einer Klapperschlange drehte sich um und richtete sich auf. „Schrecklich... die halbe Mannschaft ist vom Pferd gefallen, die Schläger flogen fast ins Publikum und am Ende musste das Spiel wegen zu dicht werdenden Nebel abgebrochen werden.“, knurrte der kleine Mann mit der Halbglatze. „Dann hast du hoffentlich nicht gewettet... kannst du uns schon was sagen?“, wollte Moore dann wissen und deutete auf die Leiche. „Todesursache waren eindeutig die Schläge auf Stirn und Hinterkopf. Man hat ihr förmlich den Schädel zertrümmert. Tja, sie war bestimmt eine wunderschöne Frau.“, erklärte der Mediziner. „Todeszeitpunkt?“, wollte Sergeant Andrews wissen. „Gestern...wahrscheinlich zwischen zehn Uhr abends und Mitternacht.“, entgegnete der Pathologe. „Dann kann es jeder der Drei gewesen sein. Alle haben einmal zwischen zehn Uhr und halb zwölf das Haus verlassen.“, stieß Andrews sofort aus. Oliver Moore nickte nur. „Wir müssen auf die Analyse der Fingerspuren an der Tatwaffe warten.“, erklärte er und erhob sich dann und kehrte mit seinem Assistenten ins Büro zurück. Ben sah den wegfahrenden Wagen nach. Aus Erfahrung wusste er, dass die sicherlich wiederkommen würden.

    „Sir, eine Lydia de Sant kann ich in der ganzen Datenbank nicht finden.“, meinte Robert Andrews, als er den Namen des Opfers durch den Computer jagte. „Auch nicht bei den Kollegen von Interpol? Und was heißt eigentlich, sie können sie nicht finden? Existiert sie nicht oder wie?“, knurrte Moore ungeduldig. „Jedenfalls nicht in Großbritannien. Ich scanne mal das Bild aus ihrem Ausweis ein und lasse dann suchen.“, entgegnete Moores Assistent. „Sir...“, kam es plötzlich von einem Polizisten, der einen kleinen Zettel brachte. Oliver Moore nahm ihn an sich, setzte seine Brille auf und las ihn mit Erstaunen. „Sir, ich hab sie gefunden.“ Oliver stand auf und ging direkt hinter seinen Sergeant, sah dann auf den Bildschirm. „Sieh mal an... das ist sie also...“, kam es nachdenklich von ihm. „Franka Kirschbaum, 1968 in Kiel geboren... vorbestraft wegen Urkundenfälschung, Scheckkartenbetrugs und Heiratsschwindelei.“, las der Sergeant vor. „Das passt ja zu dem hier...“ Der Chief Inspector hielt seinem Kollegen den gerade bekommenden Zettel hin und dieser las. „Die Fingerabdrücke auf der Taschenlampe sind von zwei Personen... Konrad Jäger und Julia Jäger... das Blut stammt eindeutig von der Toten... die obenauf gelagerten Fingerabdrücke gehören... Julia Jäger.“, staunte der Polizist. Sein Chef nickte. „Das heißt, wir haben womöglich unseren Täter...“, meinte Moore nachdenklich. „Worauf warten wir denn? Verhaften wir diese Deutsche, bevor sie noch mit ihrem Bruder das Land verlässt.“, knurrte der Assistent. „Sie meinen also, sie hätten es gemeinsam getan?“ „Warum nicht? Wenn der Bruder seine Schwester vom Verdacht überzeugen konnte oder die Kleine ist selbst dahinter gestiegen, fühlte sich dermaßen getäuscht und schlug zu.“, erklärte Robert Andrews. „So ein brutaler Mord passt eigentlich nicht zu einer Frau, oder?“ „Sie ist schwanger... vielleicht sind ihr die Hormone durchgegangen.“, versuchte der Sergeant seinen Standpunkt zu verteidigen. „Was ist nun, Sir? Nehmen wir sie fest oder nicht?“ Oliver Moore sah ihn entschlossen an. „Wir nehmen sie fest.“, gab er bekannt und rannte wieder zum Wagen. Der Sergeant hinterher.

    Klaus und Fynn Gerber waren bei Martin Hoffer und sahen zu wie Carlos Pérez die Waffen aus dem Wagen lud. „Ich denke es ist der richtige Zeitpunkt zum Zugriff…“ drängte Klaus. „Nein….wenn Vohwinkel auch da ist, werden wir zuschlagen. Halten Sie sich aus meiner Arbeit raus!“ fauchte Martin ihn an. Fynn packte Klaus Arm. „Was passiert denn da?“ fragte er. Er war seit er aus dem Koma erwachte blind und die Ärzte nahmen ihm jede Chance, dass es sich bessern würde. „Carlos lädt die Waffen aus und einige Wagen sind vorgefahren. Es scheint als würden sie den Deal jetzt abschließen. Vohwinkel ist…doch…warte…da kommt er. Okay….sie sind da...Lassen Sie uns endlich zugreifen!“ forderte Klaus den SEK-Mann auf. „Okay….Zielperson vor ORT! ZUGRIFF!! Ich wiederhole! ZUGRIFF!!“ fauchte Martin über Funk. Innerhalb weniger Augenblicke stürmten schwarz maskierte Männer auf die Leute zu. Sie sahen wie Vohwinkel zu eine der Waffen griff die eben ausgeladen wurden. Er lud sie durch und drückte ab, doch nichts geschah. Wie ein Kind was zum ersten Mal den Weihnachtsbaum sah stand der Verbrecher da und realisierte zu spät, dass die Waffen nutzlos waren. Er sah ein, dass er keine Chance hatte und ergab sich ohne Widerstand. Die Handschellen klickten um seine Gelenke und auch Carlos wurde festgenommen. „Fynn! Ich hätte dich damals schon direkt umbringen sollen….genau wie deinen Bruder. Aber zwei von euch nehme ich mit in die Hölle. Gerkan und Jäger werden krepieren….beide sehr langsam…das schwöre ich dir..“ fauchte er Fynn Gerber an, als dieser von Klaus geführt zu ihm kam. „Wo sind die Beiden?“ fragte Klaus Gerber ohne auf das einzugehen, was Vohwinkel sagte. „Dort wo ihr sie niemals finden werdet…“ lachte Vohwinkel. Fynn schlug in die Richtung aus die die Stimme von Vohwinkel kam. Doch er traf nicht und Vohwinkel lachte noch mehr. „Was ist…kein Zielwasser getrunken?“ verhöhnte er den blinden Mann. „Ich mache dich fertig das schwöre ich dir…“ stieß Fynn aus. „Ach ja…du bist ein Krüppel….was ist...willst du nicht deinen nächsten Schuss? Ich habe doch genügend davon im Auto….hol es dir...du Junkie! Du wirst nie von dem Zeug runter kommen!“ ging es bei Vohwinkel weiter. „Bringt ihn endlich weg!!“ fauchte Klaus die Beamten an, die es scheinbar lustig fanden was Vohwinkel von sich gab. Fynn stöhnte leise auf. Klaus nahm seinen Bruder in die Arme. „Vergiss einfach was der Arsch gesagt hat. Du bist clean. Du brauchst das Zeug nicht…“ mahnte er seinen jüngeren Bruder.

    Semir wachte aus einem langen Schlaf auf. Er öffnete die Augen, doch es blieb dunkel um ihn. Die Erinnerung kam und er zuckte zusammen. Vohwinkel hatte ihm Schlangengift verabreicht. Er spürte eine Hand auf seine Haut und zuckte zusammen. „Ganz ruhig…. bleiben Sie einfach ruhig liegen…“ hörte er eine sanfte weibliche Stimme. „Ich bin tot…“ murmelte er leise. „Wie kommen Sie denn darauf?“ wollte die Stimme wissen. „Weil es so schöne Frauen nur im Himmel gibt..“ lächelte Semir schwach. „Sie sehen doch gar nichts…“ lachte die Stimme. „Aber ich kann mir ein Gesicht vorstellen…anhand der Stimme…“ gab Semir zurück. „Okay… dann beschreiben Sie mich doch mal…“ Semir merkte nicht, dass die Frau ihn so aufweckte und verhinderte dass er erneut einschlief. „Sie sind ungefähr 180 cm groß, schätzungsweise 25, gut gebaut….haben blonde lange Haare und strahlend blaue Augen. Sie wiegen knappe 60 kg und sind sehr herzlich.“ zählte Semir auf. „Whow…das sagt Ihnen meine Stimme?“ harkte die Frau nach. „Ja…ich bin nämlich Polizist und ich kenne mich aus. Ich habe starken Durst..“ bat er um etwas zu trinken. „Ich gebe Ihnen etwas und wenn Sie die Augen wieder öffnen können, dann dürfen Sie sich von Ihrer Einschätzung überzeugen. Ich sage schon mal danke für das Kompliment..“ lachte die Stimme. Das Lachen klang hell und wach. Doch dann bekam Semir eine andere Erinnerung. Wenn er im Krankenhaus lag, dann…dann… nein...nein….oder doch? Konnte es nicht auch Hans Bauer sein, der da vor ihm stand und sein übles Spiel trieb? Genau wie bei Fynn? „Wie heißen Sie?“ fragte er. „Ich bin Schwester Konstanze….Sie liegen hier im Tropenkrankenhaus oder besser auf der Station des Tropeninstituts der Universität zu Köln.“ erklärte sie. Semir spürte ein Glas am Mund und trank. Es war reines Wasser, das spürte er nun. Die Angst das Hans Bauer die Person war, die ihn hier versorgte verschwand. Er hörte ein Klopfen und die Stimme bat darum einzutreten. „Hallo Semir…wie geht es Ihnen?“ hörte Semir die Stimme seiner Vorgesetzten. „Chefin...“ stieß er aus und richtete sich auf, doch sofort befiel im Schwindel und Übelkeit. „Liegen Bleiben!“ forderte Schwester Konstanze auf. Semir nicke und ließ sich einfach wieder fallen. „Entschuldigen Sie bitte, wenn ich Sie nicht ansehe, aber ich habe das Gefühl das die Augen dick wie Hühnereier sind..“ versuchte er zu scherzen. „Nun ja…sie sind zwar dick aber nicht so dick. Ist schon okay, Semir. Wir haben Vohwinkel verhaftet.“ erklärte Kim die natürlich schon Bescheid wusste. „Sehr gut. Wo ist Ben?“ harkte Semir nach. „Das wissen wir leider nicht.“ gab sie bekannt. „Aber wir haben noch ein anderes Problem und brauchen Ihre Hilfe.“ erkläre sie. „Wie soll ich helfen? Ich sehe ja nicht einmal was.“ stöhnte Semir leise.