Beiträge von Elvira

    Engin war ja ein Vollpfosten. :wacko: Verrät aus Versehen seinen Kumpel.Kopfschüttel.Aber gut für Semir,sonst wär die Tortur noch nicht vorbei.


    Also von mir aus, hätte es ruhig weitergehen können.....aber okay... Chris....du willst sooooooo lange Pause machen? Wie gut, dass ich bis dahin mindestens zwei Storys fertig habe und die Leser versorgen kann.;)

    Zur Story.....gut und gelungen....sie hätte aber länger sein können....also das nächste Mal mehr...mehr..mehr....ich freu mich schon drauf.

    Moore konnte die Gestik der beiden erst in dem Moment deuten, als Ben herumwirbelte, Sergeant Andrews auf den Boden stieß und dem Chief Inspector einen Kinnhaken verpasste. „Los komm.“, stieß der Deutschtürke aus und sprang durch das kleine Fenster in der Wand. Ben hechtete hinterher und schwang sich auf die alte Maschine. „Na komm...“, rief er Semir zu, als er die Kupplung und den Anlasser betätigte. Der Deutschtürke schwang sich auf den hinteren Bock, schwang die Arme um Ben und hielt sich fest, als sein Partner durchstartete. „Wohin?“, rief Semir durch den Fahrtwind. „Erstmal weg von hier...“, erwiderte Ben und brauste über den Acker. Doch schon im nächsten Moment hörte er die aufheulende Polizeisirene hinter ihnen. „Verdammt Ben, wir müssen die abschütteln.“, kam es von Semir. „Keine Sorge, das schaffen wir schon... ich kenne zwar das Gelände nicht, aber mir wird schon was einfallen.“, entgegnete der Jungkommissar. Mit dem alten Motorrad brauste er den Feldweg entlang, bremste dann ab und schnitt den Verfolgern ein Schnippchen. Ben war in eine schmale Schneise eingebogen, in der ihre Verfolger nicht mehr zu passen schienen. „Tja, das war's dann wohl.“, lachte Semir, als er sich umsah. „Wir müssen weiter... wir müssen den Täter finden.“, kam es von Ben.

    Konrad sah auf, als er eine knatternde Maschine hörte. „Okay, hör zu... ein Freund von mir hat mir bestimmt schon eine Mail über diese Franka Kirschbaum gesendet. Du musst herausfinden, wer mit ihr in Verbindung steht und was das alles mit meinem Vater zu tun hat.“, erklärte Ben, während er das Motorrad abstellte. „Und was machst du?“, wollte Semir wissen. „Ich will mit diesem Verwalter reden. Vielleicht weiß er was und mich interessiert außerdem, mit wem er vorhin gesprochen hat.“, erklärte Ben und rannte zum Stall, während Semir das Motorrad nahm und in die Stadt fuhr. Zum Glück hatte Ben ihm seine Maildaten gegeben. So konnte er, ohne lange zu überlegen, die Mail abrufen. Was er dort fand, war aufs Äußerste interessant. Franka Kirschbaum wurde 2000 wegen Scheckkartenbetrugs mit ihrem damaligen Freund Angus Furgeoson zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Danach schien sie nur noch solo aufzutauchen. Semir las weiter, dass sie 2005 mit Konstantin Rubens das erste Mal einen reichen Witwer ausnahm, ein weiteres Jahr dann einen weiteren... die Opfer schienen so pikiert gewesen zu sein, dass sie lieber bezahlten, als das Ganze zur Anzeige zu bringen. Interpol vermutet, dass Franka Kirschbaum immer noch in Kontakt mit Konstantin Rubens und Angus Furgeoson steckte. „Sehr interessant.“, dachte Semir laut, druckte sich sämtliche Informationen aus und stutzte, als er das Bild von Furgeoson sah. Mit einem Stift malte er einen Bart und längere Haare dem Mann an. „Bingo...“, stieß Semir aus und sah sich nach etwaigen Polizisten um. Als keiner zu sehen war, fuhr er mit dem Motorrad zur Villa zurück.

    Angus Furgeoson harkte gerade das Stroh in einer Pferdebox zusammen, als Ben zu ihm trat. „Sind sie der Verwalter meines Vaters?“, wollte er wissen. „Würde ich sonst diese Arbeit machen?“, kam es retour. „Okay, sie haben vorhin mit einem Fremden gesprochen. Wer war das? Hieß der vielleicht Konstantin Rubens?“, kam es direkt von Ben. Er sah sofort, dass Furgeoson stockte und angestrengt nachdachte. „So, Mister Jäger, jetzt reicht es.“, stieß plötzlich eine Stimme aus. Erschrocken drehte sich Ben um. Vor ihm standen Andrews, Moore und vier weitere Polizisten. „Los...“, fauchte der Chief Inspector. Die Vier gingen auf Ben zu, der sich umsah. Keine Fluchtmöglichkeit...verdammt...Zwei Mann stießen ihn gegen die Wand, drückten ihn fest und drehten ihm die Arme auf den Rücken. Ein Dritter legte ihm die Handschellen an. „Dreht ihn um!“, befahl Moore. Er hatte sich mittlerweile genähert und sah Ben nun grinsend an. Dann holte er aus und schlug ihn mit der Faust ins Gesicht. Ben flog nach hinten gegen die Wand und ging in die Knie. Blut schoss aus der Nase. Er brauchte eine Weile bis er wieder klar denken konnte und spürte, wie er hochgezogen und aus dem Stall gezerrt wurde. Das nächste was er wahr nahm, war das Auto in dem man ihn verfrachtete. „HEY!!! was soll das denn?!“, hörte er Semir schreien. „Mister Gerkhan...Sie sollten sich da raus halten! Ich warne Sie zum letzten Mal, wenn Sie sich in meinen Fall einmischen, dann werde ich Sie ebenfalls einsperren und ausweisen lassen! Haben Sie mich verstanden?“, fauchte Moore zurück. „Aber....“, versuchte Semir, doch er wurde sofort von Moore gestoppt. „Sie werden die Füße still halten. Glauben Sie mir...hier herrschen andere Gesetzte als in Deutschland...und die werde ich gegen jeden durchsetzen, der mir in die Quere kommt.“, drohte Moore weiter, setzte sich ins Auto und raste davon.

    Peter sah Julia an. „Schatz...geht es dir wirklich gut...? Du siehst so blass aus...“, meinte er besorgt. „Mir geht es den Umständen entsprechend. Aber ich habe Angst...Peter...was wenn man mir die Unschuld nicht bestätigen kann? Was wenn man mich hier wegen Mord ...“, weinte sie leise. Peter nahm sie in den Arm. „Nur keine Sorge... Ben wird den wahren Täter finden. Du kennst ihn doch...“, lächelte er beruhigend. „Aber er darf hier nicht ermitteln...er ist hier nur Gast im Land und wenn er sich einmischt, kann er ausgewiesen werden...ich bin allein...ich bin ganz allein...ohhhhhhhh...“, stieß Julia aus und krümmte sich. Peter hielt sie fest. „Julia...bitte...denk nicht soviel darüber nach...wir schaffen das...denk an die Kinder...bitte....denk an uns....“, flehte er regelrecht. Julia nickte und versuchte sich zu entspannen. Es ging sehr gut. „Ich habe Angst, dass die Polizei wieder her kommt und mich einsperrt. Dieser Inspector war schon so hässlich zu mir...“, klagte Julia, „Du sollst nicht daran denken...sag mal...wie wollen wir die Beiden nennen?“, versuchte Peter von dem Thema abzulenken. Es klappte hervorragend, denn Julia dachte nach. „Ich weiß nicht...wenn es zwei Mädchen werden, soll eines davon Amelie heißen...wie meine Mama...und die Andere vielleicht wie diene Mama?“, fragte sie. Peter lachte. „Martha...nee...absolut nicht....was wenn es Jungen werden?“, kam die nächste Frage von ihm. „Das ist einfach....der eine heißt Heiko und der andere Mark...ich finde die Namen sooo schön...“, schwärmte Julia. Peter war damit einverstanden. „Und was wenn es Mädchen und Junge werden?“, grinste er. „Jetzt ist aber gut....“, lachte Julia. Peter sah seine Frau glücklich an. Endlich konnte Julia wieder lachen.

    Konrad sah auf, als Ben herein kam. „Herr Gerkhan....schön Sie zu sehen... Ben...was hast du vor?“, wollte dieser sofort von seinem Sohn wissen und reichte Semir die Hand. „Ich mache nur Urlaub...“, erklärte Semir. Konrad sah ihn skeptisch an. „Herr Gerkhan....ich kenne meinen Sohn....und ich denke, ich kann auch behaupten, dass ich Sie kenne...wenn auch nicht so intensiv, wie ich es mir manchmal wünsche...“, lächelte er den Besuch an. „Wie darf ich das auffassen?“, wollte Semir wissen, doch dann lächelte er freundlich und winkte ab. „Papa, ich habe das hier am Tatort gefunden. Das ist doch nicht deine Handschrift oder?“, wollte Ben von seinem alten Herren bestätigt haben. Konrad sah mit einem kurzen Blich durch seine Brille auf den Zettel. „Nein, absolut nicht. Wieso sollte ich meiner Verlobten schreiben, dass ich sie bei den Ställen treffen will?“, fauchte er nur und sah beide Kommissare an. „Das ist die Frage.“, meinte Ben nur kurz und überlegte dann. „Als ich zurück zum Haus ging, hat mich dein Verwalter so komisch angesehen. Was weißt du über den Kerl?“, fragte Konrads Sohn. „Nicht viel...ich habe ihn nach seinen Kompetenzen eingestellt. Er meldete sich vor etwa acht Wochen bei mir mit meinem Stellenangebot aus der Zeitung. Ich habe ihn erklärt, was er hier zu tun hat und ihn dann eingestellt. Bisher gab es auch keinen Grund zur Beschwerde.“, meinte Konrad. Ben nickte nur und sah, wie Semir interessiert aus dem Fenster sah. „Wie sieht denn ihr Verwalter aus, Herr Jäger?“, wollte der Deutschtürke wissen. Konrad dachte nach. „Groß, ungefähr vierzig, mit einem braunen Vollbart und braunen Haaren. Ziemlich stechende Augen.“, beschrieb der Unternehmer den Mann. Ben war inzwischen an die Seite von Semir getreten und dieser deutete nur aus dem Fenster. Dort war der Verwalter von Konrad zu sehen, wie er sich mit einer verdeckten Person wild gestikulierend unterhielt. „Wenn du mich fragst, sieht das doch sehr verdächtig aus, oder?“, meinte Semir nur.

    Doch bevor Ben antworten konnte, verschwand der Mann in den Stall, als ein dunkler Ford auftauchte. „Oh nein, die beiden schon wieder.“, knirschte Ben nur mit den Zähnen. „Sind das etwa die Kollegen der britischen Polizei?“, wollte Semir wissen. „Allerdings...mal sehen, was sie jetzt wieder wollen.“, knurrte Semirs junger Partner wie ein tollwütiger Hund. Ein Grinsen huschte Semir dennoch über das Gesicht. Im nächsten Moment ging die Tür auf und die beiden englischen Polizeibeamten standen im Wohnzimmer. „Wir haben da noch einige Fragen an sie...“, gab Chief Inspector Moore bekannt und erblickte dann Semir. „Wer ist das?“ „Das ist mein Kollege aus Deutschland...Semir Gerkhan.“, erklärte Ben kühl und zurückhaltend. Semir streckte dem Mann die Hand entgegen, bekam aber nur ein nachdenkliches Kopfschütteln als Erwiderung. „Kollege ja? Denken sie ja nicht, sie könnten uns hier ins Handwerk pfuschen.“, knurrte Moore nur und wandte sich dann an Ben, sah aber gleich mit seinen scharfen Augen, dass dieser etwas in seiner Hand verbergen wollte. „Was ist das?“, knurrte er und ging auf Ben zu, packte ihn am Handgelenk. „Das habe ich gefunden... es lag unter einem Strohsack am Tatort. Müssen ihre Männer wohl übersehen haben.“, knurrte der Jungkommissar zurück. Moore las sich den Zettel durch, fragte dann Konrad, ob es seine Handschrift sei. Als dieser verneinte, dachte der Chief Inspector angestrengt nach. „Sehen sie jetzt vielleicht, dass es meine Schwester nicht gewesen sein kann.“, fauchte Ben. Doch das Thema war anscheinend für Moore ein rotes Tuch. „Vielleicht sind sie es auch gewesen...immerhin haben sie den Streit an besagten Abend angefangen oder nicht?“ „Blödsinn...es stimmt, dass ich diese Frau...aber deswegen...vollkommener Schwachsinn, was sie mir da unterstellen.“, zischte Ben nur. „Wir werden sehen. Auf alle Fälle...halten sie sich aus meinen Ermittlungen raus...oder sonst...“, drohte Moore und ließ das Ende offen. Schnell war er mit seinem Assistenten wieder verschwunden. „So ein...“ „Ben...“, brachte ihn Konrad wieder zur Räson.

    Nein Jenni....spring Semir...und lauf...lauf um dein Leben. Nicht nur, dass er nun in den Händen von einem unberechenbaren Killer ist...nee....da ist noch einer hinter ihm her. Also wenn ich der Schreiber wäre, was ich ja nicht bin...würde ich Semir entkommen lassen und dem Engin über den Weg laufen, natürlich halbtot..also Semir..sonst lohnt es sich ja nicht...;)

    Ich erwarte ein Abendessen!!!


    Edit: Nun ja....so wirklich schlau werden wir aus dem Nachtisch heute auch nicht....da müsste ich schon ein Nachtmahl bekommen. immerhin ist Wochenende... :D:D:D

    Ich dachte wirklich das Semir jetzt in wachen Zustand die Hölle durchmacht...aber nix...unser Chris hält sich zurück....dabei hätte ich doch so gern.....nein..nein...böse Elli...ganz böse... :D:D:D

    20.10.2011 "Familienangelegenheiten"

    Der Hauptverdächtige in einem Mordfall ist für die beiden Autobahncops kein Unbekannter: Ausgerechnet Bens Vater Konrad soll sich des Kapitalverbrechens schuldig gemacht haben...

    Ein Unbekannter ermordet einen Geldkurier und erbeutet fünf Millionen Euro, die dem skrupellosen Bauunternehmer Marcello Santi gehören.
    Ben und Semir finden mehrere Beweise, die ausgerechnet Konrad Jäger, Bens Vater, stark belasten. Ben kann es kaum fassen. Sein Vater soll ein Dieb und Mörder sein? Wenigstens hat er ein Alibi, denn laut seiner Freundin Anna war er zur Tatzeit bei ihr. Aber bei einem Vergleich von Konrads Fingerabdruck mit dem des Täters stimmen beide überein. Und Anna muss gestehen, dass sie gelogen hat. Während Ben weiterhin an Konrads Unschuld glaubt, bekommt Semir Zweifel, Erhebliche sogar. So geraten die beiden coolen Cops sogar in einen handfesten Streit, der ihre Freundschaft gefährdet, denn Ben scheint zu allem Entschlossen, um seinen Vater zu "retten". Während Ben verzweifelt nach dem wahren Täter sucht, will der Eigentümer der fünf Millionen blutige Rache an seinem Vater üben.

    Also ...was ist denn das bitte? Für das mikrige kleine Stück willst du feeds haben?

    okay...kannst du kriegen. Tja...der Semir scheint auf seiner STirn das Wort "Opfer" tätowiert zu haben. Kann denn nichts ohne Probleme laufen? Ich würde es ja mal mit Glück versuchen. Ne wie kann man nur so grausam zu unserem Sultan von der A4 sein. Ich bin das nie...;)

    Unser Semir kann ja sogar penibel sein. Na wenn es um seine Frau geht, da vergisst der Gute nicht, das Autos sicher sein müssen. Aber so kleinkarriert…nun ja…dafür hat er das dann gleich entsorgt. Das er dafür 2 Monate auf die Couch muss, ist irgendwie verständlich. Dennoch habe ich Mitleid. Armer…ganz armer Semir…;)

    Die Chaoten Turbo und Tacho haben es bei der Drogenfahndung in Leverkusen-Opladen also zum Kommissar gebracht. Gratulation..nur heißt das nicht, dass sie sich nicht an Befehle halten. Das dieser Köbke allerdings der Vater von Tacho ist, hat mich doch sehr überrascht. Klar das die Beiden den Autohändler schützen und sogar verteidigen. Nun ja..Tacho war am Anfang ja nicht so gut auf ihn zu sprechen. Das die Ermittlungen allerdings nach hinten losgingen war ja vorprogrammiert.

    Klasse fand ich das wir unser Frau Dr. Schrankmann mal wieder sehen konnten. Irgendwie habe ich diese „Schreckschraube“ doch vermisst. Tacho motzt zwar über seinen Vater aber wenn Schranke dann über Köbke lästert, schlägt er auch schon mal zu. Das versetzt sogar Semir ins Staunen.

    Alles in Allem hat mir diese Folge sehr gefallen. Es waren wieder geniale Stunts dabei. Und es gab ein Wiedersehen mit der leider verstorbenen Stuntfrau. So bleib sie unvergessen….

    Ben kam bei seinem Vater an. „Papa!!“ rief er. „Ja hier...Ben...Gott sei Dank... wie ist es mit Julia? Du warst doch bei ihr oder?“ kam ängstlich von Konrad. „Ja... ich war bei ihr. Sie ist ins Krankenhaus gebracht worden, weil eine Schwangerschaftsvergiftung vorlag. Aber sie ist auf dem Weg der Besserung...“ erklärte Ben. „Mein Gott...was hab ich nur getan, das meiner Familie so übel mitgespielt wird. Ist mit dem Kind alles in Ordnung?“ harkte Konrad weiter. „Mit beiden ist alles in Ordnung...also eigentlich mit allen Dreien... Julia bekommt Zwillinge...“ erklärte Ben nun auch dem werdenden Opa. Konrad fiel nach hinten in den Sessel, so perplex war er. „Wie war das?“, kam es erstaunt von Jäger senior. „Du wirst Opa von Zwillingen.“, grinste Ben. Dann jedoch erblickte er die Beule auf dem Hinterkopf seines Vaters. „Was ist denn mit dir passiert?“, wollte Konrads Sohn wissen. „Ich...ich...ein Mann...er hat gesagt, er weiß, wer Lydia oder Franka ermordet hat und er würde es nur sagen, wenn ich drei Millionen Pfund zahle.“, erklärte Konrad mit schwerer Stimme. „Drei Millionen Pfund? Und was hat er noch gesagt?“, fragte Ben erneut, nachdem sein erstes Erstaunen entschwunden war. „Er wird sich bei mir melden.“, erklärte Konrad und ließ den Kopf sinken. „Papa, das schaffen wir schon. Wir werden Julia aus dem Gefängnis holen, auch ohne diesen Kerl.“, stieß er aus. „Ja, aber wie...kann uns dein Kollege nicht helfen?“ Ben überlegte. Eigentlich wäre es besser, wenn Semir noch hier wäre. Immerhin wären sie dann zu zweit und könnten nach Beweisen suchen. „Ich rufe ihn gleich an und frage ihn.“, meinte Ben und wollte sich dann erheben, doch dann ließ er sich wieder auf den kleinen Tisch zurückfallen, wo er drauf gesessen hatte. „Sagtest du, der Mann verlange Drei Millionen Pfund?“ Konrad nickte. „Hat das was zu bedeuten?“, wollte Bens Papa dann wissen. „Nun ja...es lässt zumindest den Schluss zu, dass der Mann Engländer ist. Aber, der Mann mit dem Lydia, ich meine Franka, gesprochen hat, konnte perfekt deutsch.“, kam es nachdenklich von Ben zurück. „Dann kann es doch sein, dass es Komplizen sind.“, stieß Konrad aus. „Möglich, aber warten wir erstmal auf Semir. Ich werde inzwischen mir noch einmal den Tatort ansehen.“, gab Ben bekannt und ging nach draußen zu den Ställen, wo der Mord stattgefunden hatte.

    Oliver Moore saß mit seinem Assistenten beim Tee und grübelte über den Fall nach. „Wir müssen uns noch mal am Tatort umsehen, Andrews. Ich werde das Gefühl nicht los, dass wir was übersehen haben.“, gab der Chief Inspector bekannt und biss von seinem Sandwich ab. „Vielleicht haben die Jägers ja recht und es gibt wirklich diesen Unbekannten.“, mutmaßte Andrews und löffelte zwei Haufen Zucker in seine Tasse. „Wenn es wirklich stimmt, dann müssen wir auf alle Fälle ein Team vor das Anwesen dieses Jägers stellen. Wir müssen den Mann haben, sobald er sich bei Konrad Jäger blicken lässt.“, stieß Moore aus. „Ich werde mich sofort in den Wagen setzen.“, schlug Andrews vor. „Nein, sie brauche ich für eine andere Aktion. Das Verhör mit Miss Julia Jäger ist noch nicht abgeschlossen. Ich würde es gerne fortführen.“, entgegnete Moore. „Aber Sir, sie haben im Krankenhaus Hausverbot. Wie wollen sie das umgehen?“, wollte sein Assistent wissen. Doch Moore grinste nur und zog eines dieser hochmodernen Walky-talkys hervor. „Hier, sehen sie zu, dass sie das ins Zimmer geschmuggelt kriegen und dann werde ich ihr die Fragen stellen.“, erklärte der Chief Inspector. „Ist das nicht illegal?“ „Wir haben keine andere Wahl...sie ist nun mal unsere Hauptverdächtige. Soll ich warten, bis sie wieder aus dem Krankenhaus entlassen wird? Wenn sie wirklich unschuldig ist, könnten die wahren Täter dann schon das Land verlassen haben.“, knurrte Moore und ging mit seinem Sergeant zum Wagen.

    Peter und Semir standen am Flughafen, als Semirs Telefon klingelte. „Ja Ben... Peter ist schon auf den Weg zu euch.“, kam es von Semir. „Ja, aber du solltest mitkommen.“, meinte Ben und wartete ab. „Wie jetzt? Ich soll mitkommen?“, stieß der Hauptkommissar aus. „Sicher...ich werde hier doch nicht tatenlos rum sitzen und auf die schwerfälligen, englischen Kollegen warten.“, knurrte Ben durchs Telefon. Der Deutschtürke grinste. „Warum nicht, aber ich glaube kaum, dass die Krüger einverstanden ist.“ „Du wirst sie schon überzeugen.“, hörte er Ben durchs Telefon grinsen. „Sei dir da mal nicht so sicher. Okay, ich komme mit der nächsten Maschine und versuche, Andrea davon zu überzeugen, dass es notwendig ist.“, meinte Semir und legte dann auf. Er sah Peter an. „Ben hat es aber verdammt eilig, dass ich nach England fliege...“, meinte Peter und lächelte. „Ja...und er hat sogar Sehnsucht nach mir...“, stöhnte Semir. „Du fliegst auch?“, kam irritiert von Peter. „Ja...sobald ich es mit meiner Frau und meiner Chefin abgeklärt habe....“, entgegnete der Hauptkommissar leise. „Und ist das ein Problem?“, grinste Peter. „Nicht deines....du musst einchecken...wir sehen uns sicher in den nächsten Tagen...“, verabschiedete Semir sich. „Viel Glück....und bis bald.“, lachte Peter laut. Semir hob die Hand und wandte sich zum Ausgang. Er musste zur PAST und Urlaub einreichen. Hoffentlich hatte die Krüger guter Laune und sagt ja...Bitte...lass sie ja sagen...bitte... dachte er nur

    Susanne sah auf, als Semir rein kam. „Hey...schön das du dich auch mal blicken lässt. Sag mal...was hast du denn wieder angestellt? Die Krüger ist auf 180 und sucht dich schon seit Stunden...“, warnte sie ihn. „Oh....nichts mit guter Laune?“, fragte er hoffnungsvoll. Susanne schüttelte den Kopf. „Du sollst auch sofort rein!“, hängte sie an. „Ja sicher....kannst du mich begleiten...bevor sie mich umbringt?“, bat Semir mit einem Hundeblick. Susanne lachte laut auf. „Nein...das musst du selbst machen...“, gab sie zurück. „Ne nette Kollegin bist du...“, grinste Semir und zwinkerte ihr zu. Susanne wusste schon wie es gemeint war. „Viel Glück...“, lachte sie zurück. Semir ging ins Büro von Kim Krüger. „Frau Krüger...sie wollten...“, fing Semir an. „Verdammt noch mal...Gerkan...wo waren Sie denn? Ich suche Sie jetzt schon seit Stunden!!“, fauchte Kim ihn sofort an. „Ich...war auf Streife....warum funken Sie mich denn nicht an?“, fragte er nach. „Ich habe Sie bestimmt achtmal über Funk gerufen und Sie melden sich nicht!! Wo waren Sie?“, wollte Kim wissen. „Wie wäre es, wenn Sie mir sagen, was so brennt?“, versuchte Semir sie zu beruhigen. „Oh das ist ganz einfach...sagt ihnen der Name Klaus Leibnitz etwas?“, wollte sie wissen. Semir schüttelte den Kopf. „Der Herr ist Rechtsanwalt und zwar von den Gebrüdern Schmitz die sie, so die beiden Herren, auf brutalster Art und Weise festgenommen haben. Die Herren behaupten, dass Sie die Beiden geschlagen haben und zwar ohne Grund....und der Rechtsanwalt hat gegen Sie ein Disziplinarverfahren eingereicht...Frau Schrankmann war hellauf begeistert...das können Sie sich ja wohl denken oder?“, gab Kim wütend von sich. Semir räusperte sich. „Das ist nicht wahr...“, sagte Semir lediglich. „Natürlich nicht... das hab ich auch Schrankmann gesagt, aber sie hat Sie suspendiert....bis auf weiteres...Sie werden also Ihre Waffe und Ihren Dienstausweis abgeben, bis die Sache erledigt ist....“, knurrte Kim. Semir zog seine Waffe, entlud sie, und legte alles mit dem Ausweis auf den Tisch. „Schön...dann kann ich ja nach Hause gehen...“, murmelte Semir. „Ich...habe gegen die Suspendierung Widerspruch eingelegt, aber Sie werden wohl zwei Wochen Urlaub machen müssen...“, lächelte Kim nun etwas versöhnlich. Semir nickte. Insgeheim war er froh, denn so musste er Krüger nicht erklären warum er nach England wollte.