Beiträge von Elvira

    Mir fehlen irgendwie die Worte….bei der Krankenschwester oder Krankengymnastin würde ich die Reha direkt abbrechen und mich bei der Krankenkasse oder Aufsicht oder sonst was beschweren. Es war extrem übertrieben und nicht mehr komisch.

    Da bekommt einer in einer Kurklinik ein neues Gesicht…und das fällt natürlich nicht auf…nee schon klar. Und die Helden sind natürlich direkt vor Ort…mittendrin statt nur dabei. Heilung Nr. 1 kommt nach einem Sturz. (Sollte ich mich vielleich auch mal irgendwo runterschmeißen….dann ist mein Rücken sicher auch wieder heil) :D:D Nee…ich lass es lieber….sonst breche ich mir noch alle Knochen.

    Dennoch muss ich sagen gefiel mir der Fall. Auch wenn es wieder eine Entführung gab und wenn es wieder vorhersehbar ist, dass die Bösen das Baby finden. Irgendwie etwas unübersichtlich was die Typen überhaupt wollten….bis halt klar war, wen der Mann mit dem neuen Gesicht darstellte. Es ging natürlich um das liebe Geld.
    Ich wünsche mir trotzdem mehr Handlung auf der Autobahn. Nicht nur die Crashs…ich will wieder mal ne Verfolgung sehen, die damit endet, das einer der Helden auf den fliehenden Wagen springt.

    So und damit ihr auch noch was schreiben könnt höre ich jetzt auf…aber bitte….nicht wieder auf die Schauspieler herum hacken…. Das wird so langsam nämlich genauso langweilig wie die Folgen…. ;(8)

    10.11.11 "Viva Colonia"

    Mitten im närrischen Treiben geschieht ein brutaler Mord in der Stadt - unter Verdacht: ein bekannter Karnevalist...

    In Köln haben die Jecken das Regiment übernommen. Semir feiert gerade bei der renommierten Karnevalsgesellschaft "Rote Funken", als vor seinen Augen ein Mitglied des Vereins, Gernot Schenk, brutal überfahren wird. Ausgerechnet Tony Frings, ein ehemals erfolgreicher Büttenredner, wird des Mordes verdächtigt. Zahlreiche Personen, darunter auch seine Tochter Maja, sind sich sicher, in Tony den Kamikaze-Fahrer erkannt zu haben. Tony beteuert trotz allem seine Unschuld und ist auf der Flucht vor der Polizei. Semir und Ben finden heraus, dass der Mörder, den alle für Tony Frings hielten, scheinbar eine Maske trug, die ihn zu einem perfekten Tony Frings-Doppelgänger machte.


    Als die beiden Gesetzeshüter schließlich Tonys Unschuld beweisen können, richtet sich der Verdacht gegen Gerald Ossendorf, den Präsidenten der "Roten Funken". Zur gleichen Zeit wird Tonys Tochter Maya entführt. Doch die Mörder planen ein noch viel größeres Verbrechen, das während der "tollen Tage" stattfinden soll und dem fröhlichen Treiben ein jähes Ende setzen wird.


    Info: In dieser Folge haben wieder einige Komparsen des offiziellen Fanclubs ihren Einsatz gehabt.

    Zur gleichen Zeit geschah in Deutschland etwas, das Conny aus ihren rosaroten Träumen mit Julian herausholte. Es war schon weit nach Mitternacht als Conny aus ihrer Starre erwachte und die Männer sie immer noch angafften. „Julian.....bitte hilf mir...“ weinte sie leise. „Sie gehört dir Tristan. 8.000 Euro ist mein letztes Wort. Ich habe noch weitere Interessenten.“ gab Julian kühl von sich ohne sich um Conny zu scheren. „Du kannst mich doch nicht verkaufen! Ich bin keine Ware!“ stieß sie wütend aus. „Also gut....8 Mille. Ich denke du nimmst keine Schecks, deshalb habe ich dir das Geld mitgebracht. Sie wird sicher sehr gute Dienste leisten...“ lachte Tristan und schob Julian den Koffer rüber. Dieser öffnete ihn und Conny sah die vielen Geldscheine. Sie wich langsam zurück und wollte den Raum verlassen, doch die Männer registrierten die Bewegung und hielten sie fest. „Nein...lasst mich los! Ich bin ein freier Mensch!!“ schrie sie und wehrte sich verzweifelt. Julian sah sie kalt an. „Du gehörst nun Tristan. Sei genauso brav wie du es bei mir warst, Baby...dann fehlt es dir an nichts. Du machst weiter deinen Job. Nur wirst du jetzt für ihn arbeiten.“ Lachte er höhnisch. „Aber..... wir lieben uns doch...was wird mit deiner Mutter? Ich meine...wenn du das Geld wirklich brauchst...dann gebe ich es dir...ich ...“ stammelte Conny verzweifelt. Doch nach und Nach wurde ihr klar, dass Maria Recht hatte. Julian Berger war ein Zuhälter. Er hatte sie nie geliebt. „Weißt du was...meine Mutter ist schon vor acht Jahren verstorben. Aber es ist ein gutes Zugpferd und es sind schon viele Mädchen darauf reingefallen.“ verhöhnte Julian sie. Conny sah ihn nur an. Wie konnte sie sich so in ihm getäuscht haben. „Und die Liebe, die du für mich empfunden hast? War das auch nur gespielt? Hast du mich nie geliebt?“ harkte sie nach. Julian zog die Schultern hoch. „Liebe...? Was heißt das schon. Das ist ein Gefühl und das hat in meinem Job nichts verloren. Tut mir Leid Baby...aber das einzige was bei dir zählte, war das du gutes Geld eingebracht hast. Leb wohl...“ lachte Julian. Tristan packte Conny am Arm. „Zieh dir was über...ich will doch keine Anzeige bekommen!“ fauchte er sie an. Conny sah ihn an und schüttelte den Kopf. „Ich werde nicht mit dir kommen. Ich bin kein Stück Ware, was man nach dem Einkauf mitnimmt..“ widersprach sie erneut. Tristan lachte leise und holte aus. Die ganze Hand bildete sich in Connys Gesicht ab. Sie ging zu Boden als der Schlag sie traf und stöhnte auf. Einer der Männer warf eine Decke über sie und schulterte sie einfach. „So Alter...war ein gutes Geschäft. Wenn du sie mal willst, komm zu mir und du darfst sie umsonst reiten...“ versprach Tristan und verschwand mit seinen Männern und einer weinenden Cornelia Braun.

    Semir und Ben sahen wie Cariba und Mokabi wieder aus der Hütte kamen. Mokabi stieß einen Freudenschrei aus und wurde sofort von allen Männern umringt. Semir sah Mafuane fragend an. „Er hat sie zum Höhepunkt gebracht...“ erklärte er sofort. „Ah…ja…“ grinste Semir. Cariba kam zu Semir und Ben. Sie sah sehr glücklich aus. „Nafurahi kwamba wawili kuja na wanawasalimuni katika familia yetu kama wageni wa heshima. Nimekuwa aliiambia mume wangu ulilolitenda na yeye ni masharti na wewe. Kama ishara ya ukarimu wake, akisema kwamba lazima sasa kuchagua yoyote mwanamke mmoja. Herzlich…..wikommen?“ sagte sie und sah Mafuane fragend an. Er lächelte und sagte; „Hiyo ilikuwa nzuri sana” dann wandte er sich an Semir und Ben. “Cariba heißt euch herzlich willkommen als Ehrengäste unseres Stammes. Sie hat Mokabi erzählt, was ihr getan habt und zum Dank dürft ihr euch jeder eine Frau aussuchen, die euch heute jeden Wunsch erfüllt.” übersetzte er. Semir räusperte sich. “Ich bin verheiratet und meine Frau ist hier...und lehte dieses Geschenk ab...” erklärte er leise. Mafuane gab dies an Cariba weiter. Diese sah Semir fragend an. “Je, kuwa na zaidi ya mke mmoja?” wollte sie wissen. “Sie fragt ob ihr nicht mehr als eine Frau habt.” kam von Mafuane. “Wir sind monogam. Nur eine Frau und meine Frau ist mir sehr wichtig...” gab Semir zurück. “Hawezi ... mke wake ni mfalme” wandte sich Mafuane an Cariba. Diese lachte hell auf. “Was hast du ihr gesagt?” harkte Semir sofort nach. “Das du von der Frau beherrscht wirst...” lachte Mafuane. “nun ja....so kann man das auch sehen..” grinste Semir. Ben war die ganze Zeit schon mit einem Mädchen beschäftigt, die ihn massieren wollte und sich sehr um ihn kümmerte. “Dir geht es gut....was?” lachte Semir. “Das ist nicht so wie du denkst....” stöhnte Ben. Mafuane tippte das Mädchen an. “Lazima uende naye baadaye.” befahl er. Das Mädchen stand auf und verschwand. “Was ist denn?” fragte Ben erstaunt. “Wir haben noch ein bestimmtes Ritual zu erfüllen. Als Ehrenmitglieder des Stammes müsst ihr nun Mokabi und Cariba eine Aufwartung machen und im Stamm der Massai aufgenommen werden. Danach kann Anele wieder zu dir kommen..” erklärte Mafuane und zog die Beiden mit sich.

    Der nun offiziell zum Inspector beförderte Andrews saß in seinem Sessel und schloss die Akte. „Das war's dann mit dem Fall.“, meinte er und lehnte sich entspannt zurück. Gleich würde er Feierabend haben und zu seiner Familie zurückkehren dürfen. Seine Freundin wartete bestimmt schon auf ihn und der kleine Sean sah bestimmt schon auf die Straße, so wie er es immer tat, wenn er auf seinen Papa wartete. Er schaltete den Monitor aus, knipste die Tischlampe aus und schwang sich die Jacke über die Schulter. Schon den Schlüssel zum Abschließen in der Hand, war er auf dem Weg zur Tür, als das Telefon klingelte. „Nein, bitte nicht...“, stieß er aus und blieb stehen, drehte sich nach dem schrillen Apparat um. Wenn er jetzt nicht ran gehen würde, würde der Anruf in die Zentrale umgeleitet werden. Die würden dem Anrufer doch genauso gut helfen können, wie er, oder?, war sein Gedankengang. Sein Entschluss stand fest. Er zog die Tür hinter sich zu und schloss ab. Sollten sich die Kollegen der Bereitschaft darum kümmern, dachte er und verließ das Revier. Ein Blick auf die Uhr verriet ihm, dass die Läden noch geöffnet hatten. Also machte er schnell einen Abstecher in den nahe gelegenen Wall Mart und kaufte noch einige Dinge, bevor er sich dann auf den Weg nach Hause machte. Wie er schon erwartet hatte, winkte ihm sein Sohn vom großen Fenster im ersten Stock aus freudig zu. Lächelnd erwiderte er den Gruß und stieg dann die Treppe hinauf. „Daddy...“, kam es aufgeregt von seinem kleinen Stolz, der die Tür aufgerissen hatte und ihn mit voller Wucht ansprang. Robert hatte Mühe die Kraft seines kleinen Prinzen zu bändigen. „Hey, wo ist Mum?“, wollte der Polizist wissen. Sein Sohn deutete nur auf die Essecke im hinteren Teil des Wohnzimmers. „Da bist du ja...fein, dann können wir gleich essen.“, meinte Catherine zu ihrem Lebensgefährten. Wenige Minuten später war die Familie um den Tisch versammelt und genoss das gemeinsame Beieinandersein.

    Semir sah sich in der Höhle um. Er spürte regelrecht, wie die Kälte langsam in ihm hoch kroch und ihn seiner Körpertemperatur beraubte. Er musste sich schleunigst etwas einfallen lassen. Dass er vorhin im Regen nach dem kleinen Luchs sehen wollte, machte sich jetzt teuer bemerkbar. Schon kam der erste Hustenanfall und zwang ihn, sich noch mehr zu bewegen, als er es eigentlich wollte. Was zur Folge hatte, dass sich das Seil um seinen Hals mehr und mehr, langsam aber sicher, zuzog. Vorsichtig versuchte er mit seinen Fingern den Knoten des Verbindungsseiles, dass seine Hände an seinen Füßen hielt, zu lösen. So konnte er sich dann wenigstens ordentlich hinsetzen und dann würde er auch eine Möglichkeit haben, das Seil um seinen Hals zu lockern. Immer wieder versuchte er es, doch immer wieder rutschte er auch mit seinen Fingern ab. „Verdammt.“, stieß er aus und machte eine Pause. Wieder kam aber der Hustenanfall und wieder zog sich das Seil um seinen Hals enger und enger. „Na, sie wollen sich doch nicht schon vorzeitig verabschieden.“, hörte er auf einmal die höhnische Stimme seines Peinigers. Rubens trat vor ihm und lockerte das Seil an Semirs Hals, dies aber bestimmt nicht aus Nächstenliebe. „Rubens...machen sie mich los...sie haben doch keine Chance...“, hustete Semir immer wieder. Langsam spürte er, dass seine Temperatur zu steigen begann. Hoffentlich kriege ich jetzt keine Lungenentzündung, dachte er. „Hören Sie...ich...“, fing er an. Rubens hockte sich neben ihn und legte den Finger auf den Mund. „Ich kann dich auch knebeln....also benimm dich...“, lachte er. Semir sah ihn an. Rubens lachte leise. „Oh...ist dir kalt? Tja...das wird sich wohl erstmal nicht ändern...“, gab er zu. „Was zum Teufel wollen Sie?“, wollte Semir wissen. „Oh...es ist ganz einfach...wie ich schon sagte, wenn du und dein Kumpel nicht gewesen wären, dann hätte ich jetzt so viel Geld wie ich brauche bis ich sterbe...was denkst du bist du deinem Freund wert? 2 Millionen? Oder eher drei?“, stellte Rubens die Gegenfrage. Semir sah ihn nur an.

    Ben hörte das Freizeichen, doch der Mann ging nicht ran. Dann hörte er eine Frauenstimme. „Ich möchte bitte Robert Andrews sprechen...“, gab Ben seinen Wunsch durch. „Sorry, aber Mr. Andrews ist bereits außer Haus...ich hätte aber noch den Constable Moore hier....er kann ihnen sicher helfen.“, antwortete die Frau. Ben schloss die Augen „Nein ich brauche Andrews...kann ich ihn über Handy erreichen?“, wollte er wissen. „Sir...wir dürfen die Handynummern nicht einfach rausgeben...dazu muss es schon einen triftigen Grund geben...“, erklärte die Frau. „Das ist es...es geht um Leben und Tod...bitte...ich verrate auch nichts...“, flehte Ben regelrecht. „Also gut....aber Sie sagen ihm nicht, dass ich sie gegeben habe...“, forderte die Frau. „Versprochen...ganz großes Ehrenwort...“, versprach Ben. „Dann schreiben Sie bitte auf...“, kam von der Frau. Ben schrieb mit. „Vielen Dank...Sie haben vielleicht sogar ein Leben gerettet...“, gab Ben zurück. Er wählte die Handynummer, die er bekommen hat und wartete bis sich Andrews meldete. „Ja...“, knurrte eine Männerstimme. „Kann ich bitte Robert Andrews sprechen...hier ist Ben Jäger...es ist wichtig...“, gab Ben durch. „Mr. Jäger? Ich habe Feierabend...und wollte den Abend mit meiner Familie genießen...“, stieß der Polizist aus. „Ja ich weiß...aber ich wollte nicht mit Moore sprechen.....und Sie ...“, erklärte Ben anfänglich. „Was ist denn los? Ist was passiert?“, wollte Andrews wissen. Scheinbar war die Neugier geweckt. „Ja...aber ich will es nicht am Telefon sagen. Mein Freund und ich sind am Bassenthwaite Lake...campen...und...bis heute Morgen war alles okay...aber...“, versuchte Ben zu erklären. „Mr. Jäger... was ist denn passiert? Hat man Ihnen das Auto geklaut?“, lachte Andrews. „Nein...mein Freund...er wurde entführt...“, stieß Ben nun aus. „Ich bin in einer Stunde bei Ihnen!“, gab Andrews von sich und legte auf. Ben sah irritiert auf das Handy und schüttelte den Kopf. Der Mann gefiel ihm immer mehr.

    Elli, diese Sitten da bei den Massai,sind die Deiner Fantasie entsprungen oder Realität.Würd mich ja mal interessieren.

    Silke....das kann ich dir erklären...also die Essgewohnheiten habe ich genau wie die Hochzeitszeremonien aus dem internet von diversen Seiten gelesen und einfach übernommen. Also ein großerTeil Wahrheit ist da auf jeden Fall dabei.

    Gegen neun wurde auch Ben von Ayda aus dem Bett geworfen. Er sah Semir müde an. „Das ist soooo heiß…“ stöhnte er leise. „Ben...wir sind in Afrika. Hier ist es immer heiß..“ raunte Semir ihm lachend zu. „Ja ich weiß… wann kommt Cariba denn?“ harkte sein Partner nach. „Die ist schon da. Sie sieht richtig toll aus. Aber sie hat mich noch nicht begrüßt. Mafuane sagte mir, dass sie das erst macht wenn sie verheiratet ist.“ erklärte Semir. „Man das sind vielleicht Regeln…nee...hier könnte ich nicht leben.“ stöhnte Ben leise. Semir lachte leise. „Warum …hier ist der Mann noch wie ein Mann sein muss. Er herrscht über die Frauen und sie müssen tun, was du sagst..“ meinte er nur. „Ja….klar….bei dir ist es ja auch Andrea und deshalb sehnst du dich nach so einem Leben.“ lachte Ben zurück und sah aus dem Fenster. Er sah wie ein alter Mann Cariba anspuckte. „Was geht denn da ab?“ stieß er aus. Auch Semir hatte es gesehen. „Ich glaub es jetzt nicht…“ kam von ihm. Sie beide wollen hin, doch Mafuane stellte sich ihnen in den Weg. Er sah ihnen an, dass sie wütend waren. Als Ben und Semir auf Cariba zugehen wollten, stellten sich eine Gruppe von Kriegern ihnen in den Weg und drängten sie sanft aber bestimmt zurück. „Was soll das denn?“ fauchte Semir wütend. „Beruhigt euch…das ist Brauch. Sie wird mit Milch bespuckt. Das ist eine sehr schöne Geste. Der Mann ist Caribas Vater und wünscht ihr auf diesem Wege viele Kinder…“ erklärte Mafuane. Semir sah ihn an. „Das soll helfen?“ harkte er etwas erstaunt nach. Mafuane lachte leise. „Natürlich nicht…aber die Menschen glauben daran.“ gab er bekannt. „Ach ja…und warum wird sie dann jetzt von den Frauen dort drüben beschimpft?“ harkte Ben nach. „Das ist eine Eheprüfung. Wenn Cariba darauf gelassen reagiert ist sie für die Ehe geeignet. Würde sie anfangen zu weinen und um sich zu schlagen, dann muss sie noch warten und geht nach Hause.“ erklärte Mafuane bereitwillig. „Whow…wirklich sonderbare Sitten. Aber gut. Wann wird denn nun die Hochzeit sein?“ kam die nächste Frage ungeduldig von Semir. „Sie ist bereits in vollem Gange. Gleich werden die Männer sich zum Tanz sammeln und die Mädchen, die nächstes Jahr heiraten wollen, dürfen sich ihnen präsentieren. Danach werden Mokabi und Cariba in die Mitte genommen um den Hochzeitstanz zu vollziehen. Danach verschwinden die Beiden, während die Gäste mit köstlichen Speisen verwöhnt werden.“ gab Mafuane weiter. „Ui…essen hört sich gut an….echt klasse. Ich habe Hunger…“ strahlte Ben.

    „Das was man bei euch Frühstück nennt gibt es aber nur für Frauen und Kinder. Ihr müsst warten.“ nahm Mafuane Ben die Hoffnung schnell etwas zu bekommen. Nur vier Stunden später startete der angekündigte Tanz der Krieger und der Mädchen. Alle waren festlich geschmückt. Während die Männer weiße Farbe an diversen Körperstellen hatte, waren die Mädchen mit roten Mustern geschmückt. Die Tänze der Mädchen waren anmutig während die Männer in der Mitte immer mehr in Tanzlaune kamen und hohe Sprünge vollzogen. „Whow….wenn du so hoch kämest, könnte Andrea sich für die Bonbons ein neues Versteck suchen..“ grinste Ben zu Semir. „Die Süßigkeiten werden wegen den Kindern versteckt und nicht wegen mir…“ lachte Semir. Nachdem die Krieger ihren Tanz vollzogen hatten kamen Cariba und Mokabi in die Mitte des Stammes und tanzten eine Weile bis sie dann in eine Hütte verschwanden. Die anderen Frauen des Stammes trugen Schüsseln und Teller mit Essen zu den Männern wo sich auch Semir und Ben einfanden. Beide trugen Kränze die von den Mädchen des Dorfes gemacht wurden. „Whow….das sieht echt lecker aus..“ staunte Ben. Er sah Mafuane an. „Was ist das alles?“ fragte er nach. Mafuane grinste breit und zeigte seine weißen Zähne. „Das hier…sind alles wunderbare Köstlichkeiten.“ fing er an und wies auf einen Teller mit kleinen länglichen Fleischstückchen gefüllt war. Mafuane griff eine und hielt sie Ben unter die Nase. „Nicht fragen...probieren!“ forderte er auf. Ben nickte und steckte sich das „Etwas“ in den Mund. „Mmmmhhhhmmm…. lecker...“ staunte er. „Das ist eine Mopane gewesen.“ erklärte Mafuane. „Mopane? Was ist das? Ein Name für ein Schwein?“ harkte Ben nach und griff noch einmal zu. „Eine Motte…“ lächelte Mafuane. Ben spuckte sofort das Essen aus und wischte sich über den Mund. „Eine Motte? Ungeziefer?“ harkte er ungläubig nach. Mafuane nickte. „Es ist eine Delikatesse. Wir essen auch Termiten oder Heuschrecken. Aber nur zu besonderen Anlässen. Außerdem ist es sehr unhöflich das Essen auszuspucken.“ erklärte Mafuane lachend. „Entschuldigung… aber… das… das war…der erste Schreck…vermutlich. Es…es ist wirklich vorzüglich. Gibt es auch so etwas wie Schnitzel oder so?“ harkte Semir nach und sah Mafuane bettelnd an. „Schnitzel? Was ist das?“ kam die Gegenfrage. „Das ist ein Stück Fleisch vom Schwein.“ gab Semir grinsend zurück. „Ach so….das…..ja…das habe ich auch schon gegessen…also in Deutschland. Hier gibt es das leider nicht. Aber wir haben Ziege…und wir haben auch Ziegenfleisch. Das schmeckt sehr gut und da ihr Stammesmitglieder seid, müsst ihr essen, was hier steht. Dazu gehören auch die besonderen Fleischarten, die extra für euch gefangen wurden.“ kam von Mafuane. Semir lachte leise. Auch ihm war es nicht geheuer Ungeziefer zu essen, aber er war dem Neuen aufgeschlossen und so grausam konnte es ja nicht sein. Als Mafuane ihm den Teller hinhielt griff auch er zu und aß eine dieser Mopane. „Wirklich sehr gut…“ lobte er.

    Während Semir nach dem Luchs suchte, machte Ben im Wagen sauber. Allerdings nicht so, wie Semir es machen würde, sondern stopfte die Sachen die im Weg lagen, einfach unter seine Koje. „So...sieht doch niemand...“, murmelte er und sah nach draußen. Es regnete Bindfäden, also war heute nichts mit im Liegestuhl faulenzen. Ben sah sich um. Verdammt wieso hatte er kein Buch mitgenommen oder seine Playstation? Was sollte er denn beim Regenwetter machen? Er suchte in den Schubladen der Schränke die sich im Wohnwagen befanden. Doch mehr wie ein altes abgegriffenes Kartenspiel. „Na super....die Langeweile lässt grüßen...“, stöhnte er. Er suchte weiter. In einem anderen Schrank sah er ein Buch. „Whow....Sherlock Holmes und der Bann der Geister.“, las er den Titel. „Na...mal sehen wie der Kollege Holmes einen Fall löst...“, grinste er und fing an zu lesen. Leise pladderte der Regen gegen die Fensterscheibe. Ben hatte sich vollkommen in seine Lektüre vertieft und vergaß vollkommen die Zeit. Schneller und schneller wanderten seine Augen über die Buchseiten und raschelnd blätterte er um. Mit seinen Augen folgte er den Buchstaben, aber in Gedanken sah er Holmes und Watson durch die nebelverseuchten Straßen Londons schleichen, auf der Suche nach dem Mörder. Vollkommen über die Lektüre vertieft, vergas er vollkommen, dass Semir noch draußen bei dem Sauwetter unterwegs war.

    Der kleine Luchs knabberte vergnügt an dem Fisch, den Semir ihn gebracht hatte. Mit seiner Digitalkamera bewaffnet, fotografierte der Deutschtürke sämtliche Bewegungen des kleinen Tieres. Selbst, als dieser seine Krallen an Semirs Schuhe ausprobierte, hielt der Hauptkommissar die Kamera drauf. „Ich würde dich ja liebend gerne meinen Töchtern mitnehmen.“, lachte Semir nur und sah dem kleinen Tier hinterher, als es ins Unterholz verschwand. „Och, ist das nicht niedlich...Gerkhan spielt mit ner Wildkatze...“, kam es verächtlich hinter Semir hervor. Schlagartig drehte er sich um, ließ erschrocken die Kamera fallen, als er sah, wer dort vor ihm stand. „Rubens...aber...sie...sie sind doch tot.“, stieß Semir erschrocken aus und wich einige Schritte zurück. Konstantin lächelte ihn mit einem falschen Grinsen an. „Tja, ich habe mehr als ein Leben. Und jetzt werde ich dir deins nehmen.“, knurrte er und legte das große Gewehr auf Semir an. Geistesgegenwärtig machte dieser einen Satz zur Seite, als der Schuss ertönte. „Hey, bleib gefälligst stehen.“, schrie Rubens, als Semir los sprintete und die Flucht ergriff. Sofort rannte er ihm nach und gab weitere Schüsse ab. Jedoch verfehlten diese ihre Wirkung. Der Regen wurde dichter und Semir lief quer durch den Wald. Er musste diesen Mann loswerden. Wer konnte denn ahnen, dass er hier auftauchen würde? Außer Puste blieb Semir kurz hinter einem Baum stehen, ging in die Hocke und wagte einen verstohlenen Blick auf seinen Verfolger. Doch in keiner Richtung, in die Semir sah, war etwas zu sehen. Hatte er ihn abgeschüttelt? Nein, so schnell ließ sich dieser doch nicht aufhalten, oder? Vorsichtig erhob sich der Deutschtürke und wollte gerade weiter, als ein Knacken ihn zusammenzucken ließ.

    Konstantin war in diesem dichten Blattwerk der vielen Sträucher und Bäume mit seiner grünen Kleidung kaum zu sehen. Ein unglaublicher Vorteil. Wie eine Schlange bewegte er sich lautlos über den Waldboden und sah sich immer wieder nach seinem Opfer um. Plötzlich hörte er ein starkes Atmen. „Da bist du ja...“, grinste Konstantin und stellte sich an einen Baum, das Gewehr immer im Griff. Deutlich konnte er das Atmen hören...langsam ging er um den Baum herum. Jedoch verließ ihn sein Glück und ein Ast knackte unter seinem Schuhwerk. „Shit.“, dachte er nur und fuhr dann schnell rum. Mit dem Kolben holte er aus und erwischte den Bullen an der Schläfe. „Träum schön...“, lachte er nur und sah auf den bewusstlosen und auf dem feuchten Waldboden liegenden Deutschtürken. Schnell war das Gewehr umgehangen und der kleine Körper des Mannes geschultert. Wohin jetzt mit ihm, dachte Konstantin. Doch dann fiel ihm eine alte Tropfsteinhöhle ein. Die war doch hier ganz in der Nähe und der Eingang war doch so schön schmal und uneinsichtig. Außerdem war da drinnen ein Labyrinth aus Gängen und Sackgassen...da würden ihn nicht einmal die Suchhunde der Polizei finden. Das war eine sehr gute Idee. Schnell lief Konstantin zurück zu seinem Wagen und seinem Lagerplatz, packte alles zusammen und lud alles in den Wagen. Mit den Schnüren vom Zelt fesselte er Semirs Hände und Füße, verband diese mit einem weiteren Seil. „Wir wollen ja nicht, dass du mir stiften gehst.“, grinste er, schmiss den Deutschtürken dann auf die Ladefläche und brauste davon. Nur wenige Minuten später war er an einem der Eingänge. Wieder brachte er seine Sachen in die Höhle und schleifte dann seine bewusstlose Geisel mit hinein. Als er ein weiteres Seil in der Hand hatte, kam ihm eine geniale Idee. Er machte am einen Ende eine Schlaufe, legte sie dem Polizisten um den Hals und band das andere, straff gezogene Ende an einen von der Decke hängenden Tropfstein. Wenn sich der Bulle jetzt wand oder zu befreien versuchte, würde er sich selbst umbringen. Eine geniale Idee.

    Am nächsten Morgen riss ein Schrei Semir aus dem Schlaf. Sofort war der Hauptkommissar auf den Beinen und verhedderte sich im Moskitonetz. „Verdammt…“ stieß er aus. „Ben? Hast du das gehört?“ fragte er seinen Partner, der noch schlief. „mmmmhhhhmmm…“ machte dieser. „Ben…da hat jemand geschrien…“ wiederholte Semir. „Ich will schlafen…“ maulte Ben leise und drehte sich um. Semir befreite sich aus dem dünnen Stoff und verließ die Hütte. „Mafuane? Was ist denn hier los?“ fragte er als er die aufgeregten Männer und Frauen vor der Hütte sah. „Cariba ist da…viel früher als sie eigentlich hier sein sollte…“ strahlte der Bruder seiner Lebensretterin. Semir reckte sich, doch konnte sie nicht entdecken. „Aha…und deshalb wird hier so geschrien?“ fragte er nach. „Ja…das ist die Freude.“ nickte Mafuane. In diesem Augenblick kam Mokabi in einem wunderschönen bunten Gewand um die Ecke. „Whow…das sieht ja toll aus…“ gab Semir zu als er ihn sah. „Das ist das Brautgewand. Nur Cariba darf ihm das ausziehen, was sie sicher in paar Stunden machen wird…“ grinste Mafuane. „Ah…dann ist er quasi das Hochzeitsgeschenk…?“ grinste Semir. „Genau das.“ nickte Mafuane zustimmend. „Cariba ist aber wesentlich jünger als Mokabi. In Deutschland gilt sie noch als Kind und dürfte nicht heiraten.“ ließ Semir verlauten. „Das mag sein, aber man kann es nicht vergleichen. Cariba ist mit 16 eigentlich schon viel zu alt. Die Massaifrauen werden sonst mit 13, höchstens 14 verheiratet. Aber Cariba war zu dem eigentlichen Zeitpunkt als sie heiraten sollte nicht hier, sondern in Deutschland. Nicht freiwillig. Sie ist diesem Mann gefolgt. Diesen weißen Vater Gottes, wie er sich nannte…“ stieß Mafuane verachtend aus. „Nur weil sie dachte, es gibt ein besseres Leben für ihr Volk, wenn sie später wieder zurückkehrte. Aber es war alles nur …“ hängte er an. „Es ist wahr, dass der Mann viele Mädchen in ihr Unglück hat laufen lassen. Aber jetzt ist sie hier und ich hoffe sie hat dieses Abenteuer, was sie leider in Deutschland erleben musste ohne Schaden überlebt hat…Ich habe es und ich bin Cariba dankbar, dass sie damals im gleichen Käfig war wie ich.“ lächelte Semir. Während er das sagte strich er sich über die Narbe, die von dem Abenteuer mit Bens Onkel stammte. „Sie ist unberührt, sonst wäre es noch schlimmer für Cariba.“ nickte Mafuane. „Aber sie musste ja auch als ihre Ausbildung zur Schamanin fertig machen und deswegen heiratet sie erst jetzt.“ nickte Mafuane.

    Semir sah Mafuane an. „Und Mokabi ist 25. Das ist gute neun Jahre mehr als Cariba. Wie kann es dann sein, dass sich die Beiden lieben?“ harkte Semir nach. „Mokabi ist ein guter Mann für sie. Sie sind sich versprochen und hätten auch ohne Liebe heiraten müssen. So will es unser Gesetz. Ich will es dir mal einfach erklären...Wenn ein Junge einem Mädchen zum Beispiel eine Kette schenkt...dann ist sie auch ihm versprochen. Es ist ein Bund fürs Leben.“ erklärte Mafuane ruhig. Dieser Massai schien alles sehr gelassen zu nehmen. Auch die Fragen die auf ihn einprasselten. „Papa...“ kam es hinter Semir. Die Männer drehten sich um. Ayda stand da und strahle Semir an. „Hallo Ayda...hast du gut geschlafen?“ wollte Semir wissen und ging vor seiner großen Tochter in die Hocke. „Ja...nur das Bett war sehr hart..“ beklagte sich das Mädchen. Mafuane lächelte leicht. „Soll ich dir mal zeigen wie unsere Kinder schlafen?“ fragte er. Die sechsjährige Ayda sah ihn an und dann zu Semir. „Papa...darf ich?“ fragte sie neugierig. „Ja sicher...geh nur..“ lachte Semir. ER ging zu Andrea und wollte sie wecken, doch seine Frau war bereits wach und kümmerte sich um Layla. „Guten Morgen Semir....sag mal...kannst du denn nie länger schlafen?“ wollte sie wissen „Ich bin aufgeweckt worden.“ Entschuldigte Semir sich. „wo ist Ayda?“ harkte Andrea nach, als sie bemerkte dass ihre älteste Tochter weg war. „Sie ist mit Mafuane im Dorf unterwegs.“ Gab Semir sofort zurück. „Ich habe Hunger. Gibt es hier auch Frühstück?“ wollte Andrea wissen. „Bestimmt...aber die Braut ist da und das scheint wichtiger zu sein. „Mama....guck mal!!“ unterbracht Ayda das Gespräch und zeigte eine Kette hoch, die scheinbar aus Tierzähnen bestand. „Whow....sehr schön. Wo hast du das denn her?“ kam von Andrea. „Das hat mir ein Junge geschenkt. Er hat gesagt, dass ich seine Frau bin.“ strahlte sie Sechsjährige. Semir sah Andrea erschrocken an. „Ich bin gleich zurück!“ stieß er aus und verschwand. Vor der Hütte traf er auf Mafuane. „Mafuane...was ist das mit der Kette?“ harkte er sofort nach. Die Worte die Mafuane vor kurzer Zeit gesagt hatte, klangen ihm noch im Ohr. Der Bruder von Cariba lachte leise. „Weil der Junge gesagt hat, deine Tochter sei seien Frau? Nur keine Sorge...der Junge war gerade fünf und hat sicher nicht die Absicht Ayda zu heiraten.“ beruhigte der Afrikaner den türkischen Hauptkommissaren. „Ich habe keine Angst...ich will nur ein paar Sachen klarstellen... Whow...!“ stieß Semir aus, denn Cariba kam um die Ecke. Sie trug ein Kleid aus Straußenfedern und strahle vor Freude. „Sie ist wunderschön...“ kam leise von ihm. Mafuane nickte. „ Ja das ist sie. Aber man bewundert die Massaifrauen nicht. Das macht sie nur eitel und überheblich.“ gab er zurück.

    Konstantin fluchte verhalten. Das war zwar ein schöner Anfang, aber es reichte nicht aus...also gut...was hatte Gerkhan denn da auf dem Arm? Ob das....oh...er kleine Bulle schien ein Tierfreund zu sein...also gut...wenn das mit dem Nachtisch nicht klappt, dann sollte er sich vielleicht an etwas Anderem halten. Aber er durfte auch nicht übertreiben. Ein wenig Zeit musste vergehen....und dann würde er auch etwas finden, was die Beiden auseinander reißen wird. Konstantin ging zu seinem Zelt zurück und setzte sich davor. Er machte sich an seinen Rucksack heran und holte eine kleine Box mit Essen heraus. Schnitzel und Kartoffelsalat...nicht gerade sehr nahrhaft, aber immerhin stillt es den Hunger. Er aß mit wenig Appetit und überlegte sich eine neue Strategie. Er musste die Beiden auseinander bekommen. Wenn sie zusammen waren, war es zu gefährlich. Konstantin würgte das Essen herunter. Der Salat schien bereits einen Stich zu haben und schmeckte säuerlich. Das Schnitzel war trocken und hatte sicher schon ein paar Tage hinter sich. „Toni...du warst auch schon mal gastfreundlicher...“, knurrte er wütend und warf ein Stück des Fleisches ins Gras. Er nahm die Wasserflasche und trank einen großen Schluck. Wenigstens das Wasser schien frisch zu sein. Er sah auf die Uhr. Es war gerade mal sechs Uhr durch. Viel zu früh um zu schlafen, auch wenn es schon dunkel wurde. Vielleicht sollte er sich noch mit dem Plan beschäftigen, aber er brauche ja auch etwas zu essen. Konstantin stand auf und stieg in seinen Wagen ein. Er musste noch was einkaufen, bevor die Läden schlossen. Anschließend konnte er sich weiter Gedanken machen.... wie er die Beiden zu fassen bekam. Eines war klar...er würde sich einen nach dem Anderen holen.

    Semir sah Ben an. „Whow.. die waren lecker...du solltest dir allerdings den Mund putzen, du Ferkel....siehst aus, als hättest du samt Nase in der Schale gehangen...“, lachte Semir. Ben grinste, ging zum See und hockte sich hin. Er wusch sich kurz das Gesicht und sah Semir an. „Besser so?“, wollte er wissen. Semir nickte. „Ist das nicht herrlich. Ich wäre echt dafür, dass wir hier die ganze Woche verbringen....so richtig entspannen...wann kommen wir schon dazu...?“, meinte er nachdenklich. „Was hält uns denn davon ab?“, kam es von Ben nur zurück, der sich ein weiteres Bier öffnete. „Ich meine, du bist suspendiert und solange der Fall hier noch nicht aufgeklärt ist, muss ich ja auch hier bleiben.“, grinste er nur. Semir sah seinen Partner an. „Also okay, aber dann gehe ich mal ein bisschen angeln.“, meinte Semir und schnappte sich eine Angel aus dem Wohnmobil. „Dann mal Petri heil.“, grinste Ben und prostete seinem Partner zu. „Danke...und du...was willst du machen?“, wollte Semir wissen. „Ich schau dir aus sicherer Entfernung zu und unterstütze dich mental.“, grinste Ben nur und machte sich dann auf dem Stuhl lang. „War ja klar.“, kommentierte der Deutschtürke nur und begab sich dann zum See. Schnell war der Köder fertig gemacht und die Angelsehne verschwand, mitsamt Köder und Schwimmer, im See. Nun hieß es warten, warten und nochmals warten. Geduldig saß Semir auf einem Baumstumpf und starrte auf den See hinaus. Schon wenige Minuten später hörte er das Schnarchen seines Partners. „Der Kerl ist doch unmöglich.“, grinste der Deutschtürke und hörte im nächsten Moment ein Rascheln aus dem nahegelegenen Busch.

    Angespannt und neugierig saß er da und starrte auf den Busch. „Hey, mein kleiner Freund.“, stieß Semir erleichtert aus, als er sah, dass es der kleine Luchs war. Das Tier konnte nicht viel älter, als drei bis fünf Wochen sein. Ohne eine Spur von Scheu hüpfte das Kleine auf den Stamm und kam Semir immer mehr zu nahe. Mehr und mehr roch er an dem interessant duftenden Mann und setzte sich schließlich neben ihn. „Du hast wohl mächtigen Hunger, was?“, grinste Semir nur und sah auf, als die Rute aufzuckte. „Oh, da hat was angebissen.“, stieß er aus und zog an, kurbelte immer mehr die Schnur zurück und zog dann tatsächlich einen dicken Fisch an Land, auf den sich aber sofort der kleine Luchs stürzte. „Hey, das war aber jetzt meiner.“, grinste Semir nur und sah dem Tier dabei zu, wie es genüsslich den noch zappelnden Fisch mit seinen kleinen Tatzen schlug und dann hinein biss. Was für ein Schauspiel der Natur, dachte der Deutschtürke und holte aus seiner Weste seine kleine Digitalkamera hervor. Das musste einfach festgehalten werden. Kurze Klicke waren zu vernehmen und schon waren drei, vier Bilder im Kasten. Auch so schnell, wie er fotografiert hatte, hatte sich der kleine Luchs über den Fisch hergemacht, zwar blieb die Hälfte liegen, aber er schien gesättigt zu sein. „Tja, was machen wir jetzt mit dir?“, wollte Semir wissen und sah sich um. „Ich weiß, du wirst bei uns bleiben.“, dachte sich Semir, nahm das kleine Tier und ging zurück zu Ben.

    Ich möchte euch jetzt mal bitten nicht persönlich gegen den Schauspieler Tom Beck vorzugehen. Er spielt das was in den Drehbüchern steht und nicht was er will, auch wenn er etwas selbst vom sich einbringen will oder muss. Es muss zur Szene passen und das zu improvisieren ist nicht einfach. Von daher sind solche Abstufungen nicht gerechtfertigt. Diskutiert über die Folge aber nicht über die Schauspieler persönlich. Ein Urteil über den Menschen Tom Beck oder auch Erdogan Atalay oder Katja Woywood kann man sich erst machen, wenn man sie/ihn persönlich kennt und nicht weil er /sie etwas spielt. Das solltet ihr bei euren Posts bitte beachten.

    jeder hat seine eigene Meinung und das gilt für alle ob sie Ben/Tom nun mögen oder nicht. Ich denke wir sind uns einig, das was im Augenblick in Cobra passiert nicht jedem passt. Aber es gibt halt auch ein paar denen es gefällt. Ob es nun kreischende Teenies oder in die Jahre gekommenen Fans sind. Die Serie hat sich verändert und wird sich auch weiter verändern. Dieses Jahr können wir denke ich mal abharken. Warten wir doch einfach mal ab, was die nächste Staffel bringt.

    Und mal ganz ehrlich. Würdet ihr als nichts dagegen haben wenn eure Kinder Serien sehen in der beschrieben wird wie eine Frau einem Kerl am besten einen bläst?. Ich nicht und ich bin sicher sehr viele andere auch nicht.

    Mal ganz ehrlich....die Kinder heute sind viel aufgeklärter als wir es zu unserer Zeit waren. Sex ist heute kein Tabu mehr. Wenn ich so morgens im Bus sitze mit den vielen Schülern, dann bin ich manchmal überrascht über was die Kids reden. Also die Moralsache...ist fehl am Platze. Nicht alle denken dabei an das eine....

    Was Semir angeht. Er ist wie schon so oft erwähnt das Urgestein der Serie. Seine Geschichte mag auserzählt sein, aber wie war das bei "Derrick" oder "der Alte" die waren auch ewig auf dem Bildschirm zu sehen und hatten ihre Zuschauer. Von daher....sehe ich es nicht so eng.

    Tom Beck ist ein guter Partner auch wenn das ernsthafte fehlt. Dennoch ist da potential in der Rolle....

    Nur wenig später spürten auch Semir und Ben die Müdigkeit. „Mafuane...wir wollen nicht unhöflich sein, aber wo schlafen wir?“ harkte Ben nach. „Ihr könnt alle in einer Hütte schlafen. Es geht hier leider nicht anders, denn es ist den Massaifrauen verboten mit Europäern zu schlafen.“ erklärte Mafuane. „Auch wenn sei sonst jeden Massai an sich heranlassen müssen.“ hängte er an. „Das wollte ich auch gar nicht!“ erklärte Ben sofort. Semir grinste breit. „Natürlich nicht..“ lachte er nur. „Hör auf zu lachen...was würde Andrea sagen, wenn du zu einer der Frauen müsstest?“ fauchte Ben zurück und knipste ein Auge zu. Mafuane schien nicht zu verstehen, was er meinte. „Ist es dir peinlich, weil du keine Frau hast?“ fragte er deshalb. Ben hob die Hände. „Nein...nein... ich bin müde. Der Flug war sehr lang und ich würde liebend gern allein im Bett liegen und schlafen.“ Erklärte Ben lachend. Mafuane nickte. „Gut...“ gab er von sich und wandte sich an die Gruppe die mit Semir und Ben am Feuer saßen. Nach seinen Worten lachte die Gruppe auf und das machte Semir und Ben natürlich neugierig. „Was hast du gesagt?“ wollte Semir wissen. Doch nun grinste Mafuane. „Das sage ich dir besser nicht. Ich wünsche eine gute Nacht und schöne Träume. So sagt man doch oder?“ harkte er breit grinsend nach. Semir nickte. Nur wenig später waren auch die Beiden in der Hütte verschwunden. „Ein nettes Volk.“ Meinte Semir als sie drin waren. „Ja das stimmt. Aber die Sitten sind ziemlich gewöhnungsbedürftig. Ich meine...stell dir mal vor, ich dürfte mit Andrea schlafen, weil sie die Frau meines Freundes ist.“ grinste Ben. Semir sah ihn an. „Untersteh dich. Ich bringe dich um, wenn du auch nur den Gedanken daran hast.“ lachte Semir. Ben legte sich hin. Er drehte sich nach links und nach rechts. Zog sich die Decke zu Recht. „Hmmm....ist echt ungemütlich. Zuhause in meinem breiten Bett liege ich eindeutig besser.“ maulte er. „Wir sind hier nicht in deiner Loft, sondern in Afrika. Also bitte genieße diese einfache Welt wo das Geld nicht regiert.“ Grinste Semir. „Ich bin mal gespannt was morgen passiert. Wenn Cariba hier ist, gibt es sicher eine große Party. Dieser Mokabi kann froh sein, dass er Cariba nehmen darf. Aber mir ist aufgefallen, das er doch um einiges älter ist, als sie.“ Dachte Ben laut nach. „Nun ja...ich denke mal das die Frauen hier wirklich keine Rechte haben. Sie sind auf Fortpflanzung programmiert und Cariba kann sicher viele Kinder gebären. Aber das sollte uns nicht interessieren. Wir können es eh nicht ändern.“ Gab Semir leicht nuschelnd wieder .Nur kurz darauf war Ruhe in der Hütte.

    In Deutschland wurde es Abend. Conny machte sich für die Gäste fertig. Sie legte dezentes Makeup auf und ließ auch den protzigen Schmuck weg. Bekleidet war sie lediglich mit einem weißen Häubchen und einer Schürze. Sie fühlte sich nicht unwohl dabei. Gegen acht am Abend trafen die ersten Gäste ein. Conny begrüßte sie freundlich und führte sie ins Wohnzimmer. Insgesamt kamen fünf Männer mit Julian waren sie zu sechs. „Conny Liebling...holst du für uns alle ein Glas mit Cognac aus der Bar?“ bat er sie. Conny nickte und nur kurz darauf kam sie mit einem Tablett zurück. Sie stellte die Gläser auf den Tisch. Einer der Gäste schien sie regelrecht mit Blicken auszuziehen, obwohl sie kaum etwas anhatte. Er packte ihr an den Po. Conny sah ihn entrüstet an. „Hab dich nicht so..“ grinste er und drückte zu. „Das tut weh!“ fauchte Conny und löste sich von der Gruppe. Sie sah wie Julian grinste. „Lass sie doch...“ bat er seinen Freund. „Juli...kann ich mit dir reden?“ bat sie ihn deshalb. „Ich habe jetzt keine Zeit. Es ist wirklich sehr wichtig. Setz dich zu uns...“ forderte er sie auf. „Nein...ich gehe besser ins Schlafzimmer...“ schlug sie vor. Julian nickte. „Ja tu das...ist sicher besser....“ lachte er und wandte sich wieder seinen Gästen zu. Conny verschwand. Sie legte sich ins Bett und machte den Fernseher an. Doch ihre Ruhe dauerte nicht lang. Sei hörte die Männer lachen und es schien der Alkohol in Mengen zu fließen. Ein Blick auf die Uhr zeigte, dass es fast elf war. Dann wurde die Tür aufgerissen. Conny zuckte zusammen. Julian kam in den Raum und lachte sie an. „Komm her!“ forderte er sie auf. „Du bist betrunken Flo...“ beklagte sie. „Oh ja...das bin ich....und du bist mein Mädchen...und ich will das mein Mädchen jetzt zu jedem Mann dort nett ist....sehr nett verstehst du?“ lallte ihr Freund. „Nein...ich verstehe nicht....“ gab Conny zurück. „Du wirst jetzt mit jedem eine Nummer schieben....mach die Beine breit..“ lachte er und zerrte sie aus dem Bett. Auf dem Weg ins Wohnzimmer zog er sie aus. Conny wehrte sich verzweifelt, aber sie kam gegen Julian nicht an. „Nein...bitte...ich will nicht...“ flehte sie weinend. Doch Julian schien auf dem Ohr taub zu sein. Er stieß Conny nackt in die Gruppe und sie wurde von den Männern festgehalten. Einer nach dem Anderen nahm sie zum Teil mit herber Gewalt. Nach drei Stunden ließen die Männer von ihr ab. Conny wimmerte und war kurz vor der Bewusstlosigkeit. „Die ist gut....die nehme ich...“ hörte sie einen der Männer sagen.

    Ben hatte derweil einen ganzen Arm voller Brennholz gesammelt und wollte schon den Rückweg antreten, als seine Aufmerksamkeit auf einen kleinen Strauch mit Brombeeren fiel. „Hm, die würden super zum Nachtisch passen.“, dachte Ben nur und ging langsam auf die prachtvoll aussehenden Leckerbissen zu. Das gesammelte Holz packte er neben sich und zog dann einen kleinen Beutel hervor. Mit schnellen Bewegungen seiner Hand pflückte er Beere um Beere. „Man, Glück muss der Mensch haben.“, dachte er, als er fertig war und sich erheben wollte. Plötzlich hielt er inne. Ein Knurren... er hatte gerade deutlich ein Knurren gehört. War das jetzt ich?, dachte er und hörte erneut hin. Doch wieder ertönte das bedrohliche Geräusch und dieses Mal war sich Ben sicher, dass es nicht sein Magen war. Vorsichtig bückte er sich nach dem Holzstapel, nahm ihm auf und ging langsam wieder zum Wohnmobil zurück, ohne jedoch die Büsche aus den Augen zu lassen. „Semir...“ „Hey, da bist du ja wieder...und was bringst du da?“, wollte der Deutschtürke sofort wissen, als er sich nach seinem Partner aus dem Liegestuhl umdrehte. „Beeren für den Nachtisch...Ich habe da hinten so ein komisches Knurren gehört.“, meinte der junge Hauptkommissar nur. Semir lachte auf. „Glaubst du nicht, dass das nur dein Magen war?“, fragte der Deutschtürke und holte eine Schüssel für die Beeren. „Hör mal, ich habe das deutlich gehört...außerdem hab ich vorhin doch was gegessen. So schnell kann ich nicht wieder Hunger haben.“, maulte Ben. „Schon gut, aber findest du das nicht übertrieben? Ich meine, wer weiß, was das war.“, spielte Semir das Ganze runter. „Es kann doch ein Fuchs gewesen sein, dem du Unbewussterweise zu Nahe gekommen bist.“ „Das hörte sich aber nicht wie ein Fuchs an. Es war deutlich tiefer.“, entgegnete Ben. „Aber du hast keinen mitgebracht, oder? Ich meine, hast du nachgesehen?“ grinste Semir. Er fand es ziemlich lustig, das Ben Angst hatte. „Nein natürlich nicht... hast die Stühle ja schon aufgestellt....wer kocht heute?“, wollte Ben wissen. „Na du...ich bin gefahren und hab aufgebaut...du hast nur Holz gesammelt und gegessen....“, lachte Semir vernehmlich.

    Konstantin sah alles durch seinen Feldstecher. Er sah, wie die Männer sich den Bauch voll schlugen, kaltes Bier genossen und machten Scherze. Verdammt, wenn er ein Richtmikro hätte, dann könnte er sogar hören was sie dort sagten. Vermutlich machten sie sich über ihn lustig...ja sicher....sie lachten über ihn. Diese eingebildeten miesen Bullen...dachte er und diese Gedanken steigerten seinen Hass auf die Beiden. Er musste näher ran...aber ohne gesehen zu werden....dachte er weiter und machte sich daran, näher an den Campingwagen zu kommen. Er versuchte sich möglichst leise zu bewegen, doch es klappte nicht immer. Zum Glück waren aber die beiden Bullen viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als das sie die Geräusche von ihm wahrnahmen. Er kam bis auf wenige Meter heran. „Und....das war sicher ein Bär...“, lachte dieser Gerkhan. Der Andere nickte. „Das hab ich doch gar nicht gesagt...nur dass es sich gefährlich angehört hat...in den Wäldern von England gibt es sicher wilde Tiere...“, entgegnete dieser. Konstantin grinste.. „Ja...sogar zweibeinige...“ murmelte er leise. „So....ich werde mich jetzt in den Stuhl legen und die Ruhe genießen. Du wäscht ab...“, befahl Gerkhan und machte es sich in Stuhl gemütlich. „Hey... was ist denn mit deinem Nachtisch? Magst du ihn nicht?“, wollte der Andere wissen. Jäger...ja stimmt er hieß Jäger....Ben Jäger.....erinnerte sich Konstantin. „Den esse ich später...und das meine ich auch so....“, ermahnte Gerkhan seinen Freund. „Da haben wir dann doch schon mal einen wesentlichen Hinweis.....wie wir eure Freundschaft etwas aus den Fugen bekommen...“, unterhielt Konstantin sich selbst. Er musste nur warten, bis Jäger im Wagen verschwand oder sonst irgendwie abseits war....der Nachtisch wird als erster dran glauben...lachte Konstantin in Gedanken und wartete.

    Robert Andrews lehnte sich in seinem Stuhl zurück. Er hatte sein eigenes Büro....dachte er als die Tür aufging und Oliver Moore vor ihm stand. „Sir!!“, rief er aus und stellte sich sofort stramm hin. „Sie können sitzen bleiben...ich bin nicht mehr Chief...“, kam leise von dem Mann. „Sir...ich ...Sie sollten wissen, dass ich....es nicht gut finde...also....ich meine...was Miller getan hat und...“, stammelte Andrews. „Schon gut... er hat ja auch irgendwie Recht. Ich hätte nie gedacht, das dieser Holmes so einen großen Einfluss auf Miller hatte... denn wenn ich es gewusst hätte, dann wäre dieser Jäger nie in die Nähe eines Telefons gekommen.... ich bin immer noch davon überzeugt, das Jäger die Frau getötet hat....Raffgier ist das bessere Motiv, als die Angst davor aufzufliegen...“, grollte Moore. Andrews schüttelte den Kopf. „Was hat Jäger ihnen getan, dass Sie so auf ihn fixiert sind?“, wollte er wissen. „Das kann ich dir sagen....ich hasse Leute, die sich auf dem Geld ihrer Eltern ausruhen und nur darauf warten, dass sie krepieren...das ist der Grund...“, stieß Moore aus. Andrews sah ihn an. „Aber dieser Jäger scheint doch anders zu sein. Er ist Polizist...und er arbeitet für sein Geld, außerdem hat Furgeoson sein Geständnis unterschrieben. Er hat mir auch gesagt, dass er es genossen hat. Das ist Fakt und das Gesetz sieht vor, dass wir gegen Furgeoson vorgehen. Die Anklage wird bereits vorbereitet...“, kam bestimmt von Andrews. „Sehen Sie.... es ist so einfach nicht wahr... Sie heimsen nun den Erfolg ein, der mir zusteht. Ich habe den Stein ins Rollen gebracht....“, fauchte Moore. Er wandte sich zum Gehen und drehte sich dann noch einmal zu Andrews um. „Was ist eigentlich mit dem Mann, den Jäger sen. erschossen hat?“, wollte er wissen Andrews lächelte. „Das ist nicht ihr Fall...sondern meiner.. und nun stehlen Sie mir nicht meine Zeit...ich hab zu tun...“, gab er kühl zurück.

    Während in Afrika die Nachtruhe anbrach wurde Cornelia Braun sanft geweckt. „Hey…mein Engel. Wir müssen gleich los. Steh auf..“ weckte Julian sie auf. „Ich will noch ein bisschen schlafen…bitte…“ maulte Conny. „Nein…steh auf! Ich habe einen besseren Job für dich!“ kam nun härter von Julian. Conny sah ihn erstaunt an. „Was ist denn mit dir? Komm und kuschel noch mit mir…“ lockte sie ihn. „Nein! Steh endlich auf, du faules Stück Dreck!“ fauchte Julian sie an und packte sie hart am Arm. „AUA!!“ schrie Conny auf. Sie gab dem Befehl nach. Sie ging ins Bad und duschte nur kurz. Der Arm an dem Julian sie grob angefasst hatte, schmerzte immer noch. Was war nur in ihm gefahren? Warum war er so grob? Sie sah in den Spiegel. Obwohl sie erst 23 war, sah sie aus wie dreißig. Ihre Haut war grau, durch das viele Makeup. Julian war Anfang 40. Ein reifer Mann, der bis gestern sogar sehr liebevoll war. „Ich bin fertig…darf ich noch frühstücken?“ fragte sie leise, als sie aus dem Bad kam. Julian lächelte sie an. „Natürlich. Ich habe schon alles gedeckt..“ erklärte er. Jetzt war er wieder der Mann den sie liebte. Zuvorkommend und liebevoll. Er strich ihr über den Arm. „Entschuldige das von eben. Ich …wollte dich nicht so angehen.“ Kam von ihm. „Schon gut...vergessen.“ lächelte sie und küsste ihn. „Wir haben heute Abend Gäste und da ich dich bei der Bewirtung brauche, hast du heute Abend frei. Aber wir müssen noch einiges einkaufen.“ erklärte Julian. „Das ist klasse...was soll ich denn anziehen?“ kam aufgeregt von Conny. „Nichts...wäre das Beste..“ lachte Julian. Connys Freude verschwand. „Bitte?“ fragte sie erstaunt nach. „Conny....es ist für mich sehr wichtig...bitte tu es für mich....bitte....“ flehte er. „Aber ich kann doch nicht nackt umherlaufen und die Gäste bewirten. Das geht einfach nicht..“ widersprach Conny. „Davon hängt meine Zukunft ab. Bitte...es ist nur das eine Mal...“ wiederholte Julian und sah sie mit seinen dunklen traurigen Augen an. Conny überlegte kurz. „Also gut....ich tu es. Aber dafür will ich angemessen belohnt werden.“ forderte sie. Julian grinste breit. „Das wirst du...versprochen....“ strahlte er, ließ jedoch im geheimen wie die Belohnung aussah.

    Für Semir, seine Familie und Ben hieße es ins Bett zu gehen. Es wurde langsam kalt und die Kinder waren sehr müde. „Mafuane...meine Kinder und meine Frau würden gern schlafen gehen. Wo können sie das tun?“ fragte Semir. Mafuane mustere Andrea und die Mädchen. „Wir machen für dich und deine Familie eine der Hütten frei. Dort könnt ihr dann schlafen. Die Betten sind vielleicht nicht das, was ihr gewohnt seid, aber sie reichen aus.“ Erklärte der Afrikaner und rief etwas in der Landessprache durch die Menge. Sofort kam Hektik auf und einige Frauen rannten in eine der Hütten. Nur wenig später wurde eine Frau mit drei Kindern zu einem anderen Haus gebracht. Die restlichen Frauen schienen die Hütte zu säubern. Nach einer guten Stunde durften Andrea und die Kinder die Hütte betreten. „Semir...das ist mir peinlich. Ich meine...ich wollte doch nicht, das man eine Frau mit ihren Kindern aus dem Heim verdrängt. Das kann ich nicht annehmen...“ raunte sie ihrem Mann leise zu. Doch Mafuane schien ein sehr gutes Gehört zu haben. Er lachte leise. „Nur keine Sorge. Jauhar ist die dritte Frau unseres Häuptlings und Mokabis Mutter. Sie darf heute bei ihrem Mann schlafen und ist sicher nicht böse deswegen.“ Andrea nickte. Sie verschwand mit den Kindern und nur kurz darauf schliefen alle drei tief und fest, während Ben und Semir noch bei den Männern blieben. Andrea träumte von Semir, der nur mit einem Lendenschurz gegen Löwen kämpfte. Er trieb Elefanten an die Arbeit und trug das Wasser aus den Wasserlöchern ins Dorf. Doch immer wieder kam eine junge schwarze Frau zu ihn. Sie lächelte ihn an und umgarnte ihn, was Andrea überhaupt nicht passte. Jedes mal wenn sie im Traum aufbrauste kam Semir zu ihr und sagte. „Aber mein Schatz...ich liebe doch nur dich.“ Es beruhigte sie noch mehr, als er die Farbige wegstieß und sie in den Arm nach. Andrea lachte leise und in einem kurzen wachen Moment stöhnte sei auf. „Ich liebe dich mein türkischer Hengst...“ sagte sie, drehte sich um und schlief weiter. Sie merkte nicht wie eine der Massaifrauen zu ihr kam und das Moskitonetz über sie und die Kinder spannte. Andrea war tief in ihren Träumen versunken.

    Okay.....dann will ich mal anfangen.

    Zunächst einmal will ich dir sagen, dass ich es sehr mutig von jemanden finde, der es wagt die eigene Geschichte zu veröffentlichen. Ich habe meine erste auch nicht vergessen und war ziemlich aufgeregt was die Leser wohl feeden werden. Ob sie überhaupt feeden und wenn ob sie dich danach noch leben lassen (also übertrieben gesehen). Doch ich war überrascht, das die Leser nicht nur die Story gelesen haben, sondern auch noch nützliche Tipps gaben die man umsetzen konnte. Tja...und nun sehe ich schon auf 135 hier veröffentliche Storys. Wie dem auch sei...ich freue mich über jeden neuen Schreiber der es wagt, deshalb ein großes Danke schön an dich.

    Da ich deine idee nicht kenne, weiß ich natürlich auch nicht worauf du hinaus willst und wie die Story verläuft. Aber.....und nun kommt der Kritikpunkt von mir...

    Die Textstruktur ist sehr unübersichtlich. Schreibe lieber in einem Fließtext. Dann kann man es einfacher verfolgen. Male die Situationen wörtlich aus und lass den Leser seine eigenen Gedanken dabei machen wenn er sich die Bilder vorstellt. Es liest sich bei dir alles sehr ermüdend, da die wörtliche Rede beispielsweise untereinander steht, anstatt nachfolgend. Semir grinst zu viel...;) das ist mir zunächst aufgefallen....bei der wörtlichen Rede. Wenn du es in einem Fließtext verpackst und dabei auch Nebensächlichkeiten schreibst, denn die reden ja nicht nur. Z.B. kann Semir nebenher noch eine Zeitung blättern oder Ben sich die Socken anziehen....solche Dinge fehlen.

    Anstonsten willkommen in der Schreiberwelt.

    Semir sah Mafuane an und dann zu Andrea. „Jetzt mal im Ernst. Wie kann ein Mann drei Frauen und mehr haben? Ich meine...da ist doch der Ärger vorprogrammiert. Gibt es denn keine Eifersucht bei euch?“ wollte er wissen. Mafuane sah ihn fragend an. „Was ist Eifersucht?“ harkte er nach. „Na...das die Frauen sich bekriegen. Wenn ich neben Andrea eine weitere Frau im Haus hätte, dann würden sie sich gegenseitig zerfleischen.“ stöhnte er leicht lächelnd. „Nein. Die Frauen leben mit ihren Kindern in einer Hütte. Alle getrennt. Aber Eifersucht gibt es bei uns nicht. Wir lieben und achten uns alle. Die Frauen teilen alles, wenn eine von ihnen krank ist, wird sie von den anderen Ehefrauen gepflegt. Bekommt eine ein Kind, dann wird sie von den anderen betreut. Aber ich habe es in Deutschland mitbekommen. Die Frauen bei euch haben Rechte. Warum? Frauen sind zum Kinderkriegen geschaffen. Ich verstehe nicht, warum die Frauen in Europa soviel Macht haben.“ Kam nun von Mafuane. „Bei uns haben die Frauen die gleichen Rechte wie die Männer. Sie können sagen ...ich will nicht und wir müssen es akzeptieren.“ Erklärte nun Semir. „Das ist ein großer Fehler. Frauen dürfen nicht über sich selbst bestimmen. Nicht bei den Massai. Die Frauen müssen tun, was der Mann sagt.“ kam von Mafuane überzeugend. Ayda wachte wieder auf. „Mama...sind wir schon da?“ wollte sie wissen. „Ja...kleine Prinzessin. Wir sind da..“ ergriff Mafuane das Wort und hielt an. Semir stieg aus und sah sich sofort von vielen Kindern umringt. Sie griffen mit den kleinen Händen nach ihm und er fühlte sich sichtlich unwohl. „Mafuane...?“ rief er. „Sie wollen Sie nur willkommen heißen.“ lachte der Mann. Semir sah ihn an. „Warum?“ harkte er nach. „Die Kinder haben nur selten Europäer gesehen. Sie sind erfreut und begrüßen Sie so.“ gab Mafuane von sich. Ayda sah die fremden Kinder ängstlich an. Als einer der Jungen anfing ihre Haare anzufassen fing sie an zu weinen und wollte auf Semirs Arm. „Hey...meine Kleine. Ist ja gut. Die tun dir nichts.“ Beruhigte er das weinende Mädchen. „Kutosha...waache katika amani!“ kam harsch von Mafuane und die Kinder verschwanden in verschiedenen Richtungen. Semir sah ihn an. „Warum hast du sie weg geschickt?“ wollte er wissen. „Deine Tochter ist es unangenehm. Die Kinder wissen nicht wann genug ist und deshalb habe ich ihnen gesagt, sie sollen gehen.“ erklärte Mafuane. „Ah...gut...“ meinte Semir nur und setzte Ayda wieder ab. Andrea strich ihrer Ältesten über die Haare.

    „Wo ist Cariba eigentlich?“ wollte Ben wissen. „Sie ist noch in einem Nachbardorf, wo sie als Schamanin vorgestellt wird. Wir sind alle sehr stolz auf sie, weil sie die erste Frau ist, die als Heilerin aufgenommen wird. Das ehrt uns als Stamm und alle anderen Massaistämme wollen natürlich an unserer Freude teilhaben. Morgen wird sie dann vom letzten Dorf zu Fuß hier herlaufen.“ gab Mafuane von sich. „Warum wird sie denn nicht abgeholt?“ harkte Semir nach. „Ich meine...wir lassen unsere Frauen nicht einmal allein nachts draußen rumlaufen. Das ist doch bei den wilden Tieren sehr gefährlich..“ kam von Semir Bedenken. „Eine Massaifrau muss aus eigenen Kräften zu ihrem Mann kommen. Normalerweise ist es nicht so, dass zwei Stammesmitglieder heiraten. Deshalb muss Cariba aus einem Nachbardorf zu Fuß hier her kommen. Sie muss sich den Gefahren der Natur stellen um zu zeigen, dass sie gewillt ist alles zu opfern. Auch sich selbst. Weiter kommt es hinzu, das Cariba als Schamanin eh sehr oft unterwegs sein wird. Schon allein um die anderen Schamanen kennen zu lernen. Sie ist eine sehr wichtige Person.“ Kam die Erklärung von Mafuane. Semir schüttelte den Kopf. Auch Ben fand dies ziemlich gewagt. „Was ist wenn sie von einem Löwen angefallen wird?“ harkte er deshalb nach. „Das wäre sehr schade. Aber dann ist es nicht bestimmt gewesen dass sie Mokabi heiratet..“ war die Antwort. Andrea kam wieder aus dem Zelt und zu Semir. „Das ist ja sonderbar. Die haben mir die Kinder weg genommen und dann völlig mit einer Creme eingerieben. Aber es war wundervoll. So kühlend und angenehm..“ strahlte Andrea. „Das ist ein kleines Geschenk an Sie...“ kam von Mafuane. „Da verstehe einer die Naturvölker. Wann kommt Cariba denn hier an?“ wollte Semir wissen und nahm seine Frau in den Arm. „Wir erwarten sie in den Morgenstunden. Es ist jetzt eh schon spät und wir müssen uns noch bei Mokabi vorstellen.“ erklärte der Bruder von Cariba. Er ging mit Semir, Andrea und Ben durch das Dorf. Die Blicke der Bewohner folgten ihnen. Vor einem recht großen Haus blieben sie stehen. „Wartet hier!“ befahl Mafuane. Semir war natürlich neugierig und riskierte ein Blick ins Haus welches genau wie alle anderen keine Türen hatte. Er sah eine Gruppe von Männern mit denen Mafuane diskutierte. Dann kam er mit einem Mann von ca. 25 Jahren wieder raus. „Das ist Mokabi..“ stellte er den Mann vor. „Jambo!“ sagte dieser. „Mokabi, der Häuptlingssohn heißt Sie herzlich willkommen.“ übersetzte Mafuane. „Whow...ein Wort hat so viel Bedeutung?“ staunte Semir. Mafuane lachte laut. „Nein...er hat nur Hallo gesagt…“

    Andrews sah den Beiden hinterher. Doch Miller schien hinten Augen zu haben. Er kam zurück. „Habe ich mich irgendwie undeutlich ausgedrückt?“, wollte er von Andrews wissen. „Nein...Sir...ich...ähm...ich...bin nur Sergeant...und...“, erklärte der Mann schüchtern. „Oh...Sie sehen sich nicht in der Lage den Fall zu lösen?“, harkte Miller nach. „Doch... natürlich... ich könnte schon.... aber...verstehen Sie mich nicht falsch... es gibt Kollegen die im Rang höher stehen als ich und...die könnten dann denken...das ich...“, versuchte er sein Situation zu erklären. Miller lächelte. „Nun wenn das ihre einzige Sorge ist....Chief Inspektor Andrews...“, meinte er. Andrews stutzte. „Wie? Ich? Aber...das...“, stammelte er völlig verwirrt. „Machen Sie ihren Job gut...so schnell, wie Sie den Rang haben, kann ich ihn auch wieder weg nehmen...“, lächelte Miller und schlug dem Mann vor ihm auf die Schultern. „Ich weiß, dass Sie es können...aber ich fordere Beweise...“, forderte er ihn erneut auf. Andrews glaubt sich in einem Traum. „Sir...könnten Sie mich bitte einmal kneifen?“, bat er Miller. Dieser nickte und tat es. „AUA...“, stieß Andrews aus und lachte dann. „Danke Sir...es ist kein Traum...“, strahlte er und verabschiedete Miller. Dann wandte er sich Angus Furgeoson zu. „Okay, noch mal von vorn.“, forderte er und schaltete dann das Tonbandgerät ein. „Warum haben sie Franka Kirschbaum ermordet?“, wollte er wissen. Stöhnend ließ Angus seinen Kopf auf den Tisch fallen. Ging das alles schon wieder los?


    7. Kapitel – Kurzurlaub mit Schrecken

    Die alte Köchin kam mit drei bis oben hin vollgestopften Fresskörben aus dem Haus und brachte sie in den Wohnwagen. „Okay, das Auto ist soweit wieder flott. Nur mit dem Kompressor müssen sie ein bisschen aufpassen. Sollte das Ding zu heiß werden, könnte es passieren, dass ihnen der Motor durchknallt.“, meinte George, der von Konrad gerufene Mechaniker, und wischte sich die mit Öl verschmierte Hand ab. „Was, wenn das passiert?“, wollte Semir wissen. „Tja, dann können sie nur noch beten und zu Fuß gehen.“, erwiderte George und packte dann sämtliche Werkzeuge in den dafür vorgesehenen Koffer und diesen dann in den Mechanikraum des Wohnmobils. „Ben, bist du endlich soweit?“, rief Semir nach oben ins Haus. „Ja, ich bin gleich unten.“, kam es nur aus einem der oberen Zimmer zurück. „Na hoffentlich...Konrad, sie wollen wirklich nicht mitkommen?“, fragte Semir Bens Vater, doch dieser verneinte. „Ich werde mich daran erinnern, was für eine schöne Zeit ich in den letzten Tagen hatte. Auch, wenn sie eine Hochstaplerin war, ich habe sie innig geliebt.“, meinte Konrad leise und ließ den Kopf hängen. Nickend fasste Semir dem Mann freundschaftlich auf die Schulter und sah ihn an. „Es werden auch wieder bessere Tage kommen. Glauben sie mir...“ Konrad nickte und zog sich zurück. In diesem Moment kam Ben die Treppe runter. Sein Partner drehte sich zu ihm um. „Was...was soll das sein?“, kam es prustend von Semir, als er die Kleidung seines Freundes sah. Ben hatte sich vollkommen in Grün eingekleidet und trug eine Art Tropenhelm mit Mückennetz. „Willst du in den Dschungel gehen?“, lachte der Deutschtürke. „Hey, immerhin schleppst du mich in die Wildnis. Und ich will nicht von den Mücken zerstochen werden.“, knurrte Ben und zog sich den Hut vom Kopf. „War ein Witz...denkst du wirklich, ich bin so von der Natur angewidert?“, lachte er nur und zog sich die Sachen aus. Zum Vorschein kamen seine Lieblingsjeans und sein graues Shirt. Die grüne Jacke hing über dem Treppenpfosten. „So, können wir dann?“, wollte er nur wissen. „Du bist immer für Überraschungen gut.“, lachte Semir und klopfte seinem Freund auf die Schultern.

    Nach einer weiteren Stunde war alles verladen, alle Speisen im Eisschrank verpackt und auch die Angeln hatten ihren Platz in einer Ecke gefunden. „Hey, das Ding hat sogar ein Sonnendach.“, staunte Ben, als er wieder von der Leiter runter geklettert war. „Wow, dann kannst du die Liegestühle gleich nach oben bringen.“, grinste der Deutschtürke und reichte Ben zwei Klappstühle. „Hättest du das nicht eher sagen können?“, knurrte er und erklomm erneut die Leiter nach oben. Wenige Augenblicke später saßen beide im Wagen und die Fahrt ging los. „So, und wo wollen wir jetzt hin?“, fragte Ben nur. „Dein Vater hat mir eine alte Landkarte gegeben und mir die Strecke zu dem kleinen See genau aufgezeichnet.“, erwiderte Semir nur und steuerte das riesige Gefährt die Auffahrt hinauf, auf die Schnellstraße und diese immer weiter entlang. „Und das soll also nun unser verdienter Urlaub sein?“, meinte Ben und war immer noch nicht überzeugt von der ganzen Idee. „Komm schon...hol uns mal lieber was zu Essen.“, bat Semir nur und deutete auf den Kühlschrank im hinteren Teil. „Fein...endlich kommt der entspannendere Teil.“, grinste Ben und verschwand nach hinten. Wenige Minuten später kam er mit einer großen Hühnerkeule zurück. „Semir, hier habe ich was für dich.“, grinste Ben nur und hielt seinem Freund und Partner die lecker duftende und kross gebratene Keule vor die Nase. Dieser biss hinein. „Whow...lecker...“, strahlte er. „Ja nicht wahr...absolute klasse...ich hab schon zwei gegessen.“, kam von Ben. „Was? Hör mal...du sollt nicht alles essen...wir müssen es uns einteilen..!“, stieß Semir erschrocken aus. Ben grinste nur. „Hey...das war früher schon so...wenn wir auf Reisen waren, dann musste ich essen...willst du noch einen Pudding?“, wollte er wissen. „Nein...will ich nicht...und du bleibst jetzt hier...ich übernehme den Küchendienst...“, lachte Semir. „Gut...wenn du willst... wie heißt denn der See, den mein alter Herr empfiehlt?“, wollte Ben wissen. „Bassenthwaite Lake....“, murmelte Semir. Ben nickte wissend, doch er hatte genauso viel Ahnung von dem See wie Semir. Es hieß einfach abwarten...

    Toni besah sich die Wunde von Konstantin. „Sieht sehr gut aus...ich wundere mich immer wieder. Deine Haut erholt sich unglaublich schnell...“, staunte er leise. Konstantin lachte nur. „Ich weiß...aber das ist ein großer Vorteil, denn dann kann ich mich an die Arbeit machen. Du musst mir einen Gefallen tun...bitte.“, Konstantin sah seinen Freund flehend an. Toni nickte. „Was denn?“, wollte er wissen. „Ruf für mich bitte bei Jäger an und verlange Semir Gerkhan...“, bat Konstantin. Toni sah ihn an. „Wieso? Wer ist das?“, harkte er sofort nach. „Mein Schlüssel...wenn du so willst...“, kam geheimnisvoll von Konstantin. „Also gut...ich rufe an...“, stimmte Toni zu und griff zum Telefon. Er wartete bis sich jemand meldete. „Kann ich bitte Semir Gerkhan sprechen?“, bat er freundlich. Er hörte wieder zu und sein Blick wanderte zu Konstantin. „Ich danke Ihnen...am Bassenthwaite Lake...ich verstehe....kann ich ihn da irgendwie erreichen?“, harkte Toni nach. Wieder horchte er. „Danke....dann muss ich wohl warten bis er zurück ist...“ Toni legte auf. „Mr. Gerkhan ist nicht da...“, lächelte er Konstantin an. „Das ist sehr gut...ich brauch ne Karte... wie komme ich zu diesem Blaa....lake...?“, wollte er wissen. „Ich hab eine Karte in der Praxis....kannst du haben. Aber Konstantin...pass auf dich auf...okay?“, bat Toni seinen Freund. „Klar doch....“, lachte Konstantin. Er zog sich an. „Hast du noch ein Auto für mich?“, wollte er von Toni wissen. „Ja sicher...du kannst den alten Rover nehmen.“, nickte dieser.

    03.11.11 "Die Verschwörung"

    Bei ihrer neusten Jagd nach Verbrechern machen die Autobahnpolizisten ungewollt Bekanntschaft mit einem Brüderpaar, dass aus einer Notsituation heraus den Einstieg in eine kriminelle Karriere versucht.

    Zusammen mit BKA-Fahnderin Karla jagen Ben und Semir den High-Tech-Attentäter Janek Bogdan, der einen neuartigen und extrem gefährlichen Sprengstoff gestohlen hat. Da der Verbrecher zudem über modernste Überwachungstechnik verfügt, ist er seinen Häschern immer einen Schritt voraus. Und dann funkt ihnen auch das Brüdergespann Ronnie und Malte dazwischen. Die beiden haben das Geld ihrer Mutter in den Sand gesetzt, deren kleiner Zooladen nun vor der Pleite steht. Deshalb kommt Ronnie auf die aberwitzige Idee, Bogdans Bande zu erpressen.

    Während die Polizisten alles daran setzen, Bogdan zu finden, werden Ronnie und Malte zum Zünglein an der Waage. Denn sie haben etwas, was für die Verbrecher von entscheidender Bedeutung ist. Für Semir und Ben beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn sie müssen Bogdan davon abhalten, ein Inferno zu verursachen und die beiden Brüder vor dem sicheren Tod bewahren, denn ein Mann wie Bogdan lässt sich nicht erpressen. Noch ahnen die Cops jedoch nicht, dass dieser Fall eine überraschende Wendung nehmen wird.