Timo Brescher sah sein Kunstwerk an. Nur noch wenige Pinselstriche und wieder war ein Bild fertig. „Das sieht klasse aus…“, lobte ihn Yvette und reckte sich so, dass sie etwas sehen konnte. Das Handtuch was ihre Nacktheit verbarg verrutschte. „Du musst still halten….gleich ist es fertig und dann werden wir uns miteinander beschäftigen.“, lachte er seine Freundin an, die nackt vor ihm auf einem Teppich lag. Bedeckt mit einem Handtuch, welches nicht wirklich viel verhüllte. „Ich kann nicht mehr. Ich habe Durst und ich will dich spüren…“, maulte sie leise. „Yvi….ich bin gleich fertig…wirklich…..ich muss es fertig machen….es ist wirklich wichtig für mich.“, lachte er. Dennoch gab er seiner Freundin ein Glas Wasser und küsste sie. „Das wird mein Durchbruch, du wirst mein Durchbruch. Mit diesem Bild kann ich mich überall bewerben. So eine wunderschöne Frau hat sonst kein Maler…“, kam von ihm. „Das will ich doch schwer hoffen.“, lachte Yvette. Zehn Minuten später war er fertig. „So…das war die Kür…und nun kommt die Pflicht…“, lachte er und hockte sich zu Yvette auf den Boden. Sie zog ihn an sich und küsste ihn innig. „Ich liebe dich, Timo….“, hauchte sie ihm ins Ohr. „Das will ich jetzt auch schwer hoffen…,“ gab er zurück. Langsam streichelte er ihren nackten Körper. „Was denkst du übers heiraten?“, fragte er nach einer kurzen Weile. Yvette sah ihn an. „Heiraten? War das ein Antrag?“, harkte sie nach. „Und wenn?“, stellte er die Gegenfrage. Yvette lachte leise. „Dann würde ich vermutlich ja sagen. Also, wenn er ernst gemeint ist, aber wir müssen uns dann auch eine richtige Wohnung suchen. Hier auf dem Hausboot wird es schwer eine Familie zu gründen.“, hauchte sie und küsste ihn erneut. „Ich liebe dich…aber das Hausboot gebe ich nicht auf. Es gehörte meiner Mutter und ich bin hier groß geworden….unsere Kinder werden es auch….“, widersprach er. „Gut…dann versuchen wir es…aber jetzt gehörst du erst einmal mir….“, lachte sie.
„Sieh dir das mal an….“, kam Semir nach als er den Kofferraum geöffnet hatte. „Was siehst du da?“, wollte Ben wissen und rieb sich die Augen. „Ich wusste es…du bist blind….die Säcke sind sicher von dem Transporter.“, lachte Semir und öffnete einen der Säcke. „Whow….was für ein Geschmeide…“, stieß er aus und zog seine Hand wieder heraus. Diamanten lagen auf seiner Handfläche. „Das glitzert ja echt gut…sind die echt?“, harkte Ben nach. „Keine Ahnung…für mich sehen die schon echt aus. Aber mit Bestimmtheit kann uns sicher ein Fachmann sagen. Erst einmal müssen wir wissen wem der Wagen hier gehört.“, gab Semir zurück und zog sein Handy.„Ja Susanne….finde doch mal raus, wo der Besitzer des Wagens zu finden ist. Das Kennzeichen D….VB….3432!“, gab Semir durch. „Einen Augenblick….“, gab Susanne zurück. Semir sah Ben an. „Fall nicht… hier liegen überall Trümmerteile rum..“, mahnte er seinen Freund und Partner. „Ja, du mich auch….ich sehe doch was hier liegt…“, fauchte Ben und stolperte im gleichen Augenblick über einen Ast, der am Boden lag. Ben legte sich lang hin und fluchte verhalten. „Ja, so viel zum Sehen.“, grinste Semir und half seinen Freund auf die Beine. „Du findest das wieder verdammt lustig was? Wenn du besser getroffen hättest, dann wäre der Wagen nicht von der Bahn gegangen und wir hätten die Täter jetzt…“, gab Ben zurück und schob seine Brille richtig. „Ich habe richtig getroffen…sonst hätten wir ihn gar nicht bekommen…“, lachte Semir zurück. „Haben wir ja auch nicht…nur den Wagen….“, erklärte Ben. „Du bist kleinkariert…“, maulte Semir. Sein Handy ging. „Ja Susanne?“, harkte er nach als er sah, wer dort anrief. „Der Besitzer ist ein gewisser Knuth Geller….er hat den Wagen gestern als gestohlen gemeldet…“, klärte Susanne ihn auf. „Danke Susanne…wir werden Herrn Geller dann mal einen Besuch abstatten, sobald mein blinder Kollege wieder fit ist.“, gab Semir durch und grinste Ben an. „Ist Ben etwas passiert?“, kam sofort die Frage von Susanne. „Nein…ist mir nicht…aber Semir zieht mich auf…“, antwortete Ben der Semir das Handy wegnahm. Dieser lachte nur.
Nicht weit von der Unfallstelle sahen sich Bernd und Gerhard Stampberg an. „Verdammt…das kann doch wohl nicht wahr sein…“, fauchte Bernd seinen Bruder an. „Die Beute können wir vergessen…das wird dem Boss gar nicht gefallen…“, maulte er. „Dann müssen wir uns eben was einfallen lassen, wie wir die Druckplatte und die Diamanten wieder kriegen.“, meinte Gerhard zu seinem jüngeren Bruder. Dieser nickte und zog sein klingelndes Handy aus der Tasche. „Das ist der Boss...“, fluchte er und drückte den grünen Knopf. „Ja Boss?“ „Habt ihr die Druckplatten und die Diamanten?“, fragte eine gedämpfte Stimme. „Nein...nein...die Bullen, sie haben uns abgeschossen. Wir konnten nur eine Druckplatte noch retten. Die Diamanten sind vollkommen verloren.“, erklärte der Räuber. „Ihr Delletanten...“, schrie der Mann aus dem Handy raus. „Könnt ihr denn gar nichts richtig machen? Das war ein einfacher Job, den ihr erledigen solltet. Und was ist jetzt? Beschafft mir beides wieder, oder ich schwöre, dass die Polizei dann das kleinere Problem für euch sein wird.“, fauchte der Boss und kurz darauf war das Gespräch beendet. Gerhard sah seinen Bruder an. „Wir sollen beides wieder beschaffen, ansonsten sind wir tot.“, meinte er schluckend. „Na toll...und wie sollen wir das machen? Sollen wir etwa einen auf Bullen machen, da einfach reinspazieren und die Sachen wieder mitnehmen?“, knurrte Bernd. Bei diesem Satz hatte Gerhard eine zündende Idee. „Wieso denn nicht?“, lachte er.