Also ich sehe jetzt überhaupt nur schwarz für Kevin. Das wird ja immer schlimmer! Bienert ist jetzt total begeistert, dass Kevin in diesen Drogenring aufgenommen wird und er wird alles tun, damit Kevin nicht so schnell aus dem Knast kommt, zumal der Chef und die Quelle ja scheinbar im Gefängnis zu finden sind.
Beiträge von silli
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Semir ist erst mal in Sicherheit! Aber aufatmen kann ich noch nicht wirklich. Mit so einer Gehirnerschütterung ist nicht zu spassen. Ich hoffe, die machen ein CT oder MRT, um Gehirnblutungen auszuschliessen. Aber einer muss noch Bruckner und Komplizen schnappen, nicht das die noch entkommen.
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Sieht so aus, als ob die Beiden doch noch zusammen in der Presse landen.
Hat Fabian keine Waffe? Wenn Heger Semir loslässt und Rambow übergibt, dann muss er schiessen! Oder besser, er wartet bis beide im Auto eingesperrt sind und knallt dann die Bösen ab. -
Na, ich glaub nicht, dass die gleich draussen sind. Da kommt bestimmt was dazwischen, einer von den bösen Kerlen vielleicht, oder ein Schwarm Fledermäuse.
Haben die jetzt Nicole vergewaltigt? Sah ganz danach aus.
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Semir war genau so überrascht, wie Koslowski, als der von seinem totgeglaubten Mann angegriffen wurde. Doch der Kerl, der ihn im Griff hatte, schien sich nicht ablenken zu lassen und ließ nicht locker, im Gegenteil. Er drückte Semirs Arme noch weiter nach oben, dass es ihm die Tränen in die Augen trieb und er vor Schmerz aufschrie. Semir war völlig hilflos und er konnte nur noch zu sehen und hoffen, dass Erik den Kampf gewann. Plötzlich vielen Schüsse. Es ging alles so schnell, dass Semir nur registrierte, wie Sascha zusammenbrach. Doch dann sah er mit Entsetzen Erik, der sich die Hand an den Bauch presste und das Blut dass durch seine Finger sickerte. Bitte...bitte nicht!, dachte Semir nur. Er beobachtete mit Sorge, wie der Mann nur zitternd die Waffe halten konnte, um damit Koslowski und Pavel in Schach zu halten. Aber der rothaarige Kerl über ihm lockerte seinen Griff nicht und ignorierte auch Eriks Befehl ihn loszulassen. Semir überkam wieder die blanke Panik. Toni wartete nur darauf, dass Erik zusammenbrach und dann wäre alles aus! Warum schießt er nicht! Das war die einzige Chance! “SCHIESSEN SIE!“ brüllte er verzweifelt.
Ein lauter Knall peitschte durch die Nacht.Der Kerl, der ihn festgehalten hatte, fiel mit einem Schmerzensschrei zur Seite.
Toni sah geschockt, wie Pavel zusammenbrach, doch da ging sein Blick zu der Waffe, die in Eriks lebloser Hand lag. Semir war das nicht entgangen. Er sprang auf, knickte aber mit dem verletzten Bein wieder ein. Er würde es nie schaffen vor Koslowski an der Waffe zu sein. Gehetzt sah er sich um und entdeckte in Pavels Hosenbund eine Pistole. Er ließ sich zur Seite fallen, griff nach der Waffe und rollte herum. Die Kugeln, die Toni auf ihn abfeuerte, verfehlten ihn nur knapp und schlugen dicht neben ihm Boden ein. Semir kam auf dem Bauch zum liegen und hatte die Waffe ausgestreckt in beiden Händen. Dann feuerte er. Wieder und wieder drückte er den Abzug. Koslowskis zuckte bei jedem Projektil, was in seinen Körper eindrang. Mit weit aufgerissenen Augen starrte er Semir an. In seinem Blick lag Fassungslosigkeit. Er öffnete den Mund, als wolle er noch etwas sagen, doch kein Laut kam über seine Lippen. Das Letzte was er sah waren Blaulichter, die durch die Nacht zuckten, ehe seine Augen brachen.Semir war vollkommen erschöpft. Er atmete heftig und sein Puls raste. Langsam ließ er die Hände sinken und legte die Stirn für eine Sekunde auf den kalten Boden. Doch die Angst um Ayda und Ben ließ ihn sämtliche Kraftreserven mobilisieren.Er kämpfte sich auf die Knie, doch als er aufstehen wollte, wurde ihm plötzlich schwarz vor Augen und er brach zusammen. Er sah nicht, wie die Glut der Zigarette von Koslowski durch den aufkommenden Wind neu entfacht wurde und ein Stück auf den Audi zu rollte.
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Ja, nicht viel los, aber trotzdem interessant.

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Ich wollt schon rufen, schnappt euch den Kerl, der den Gang lang kommt und quetscht aus ihm raus, wo Nicole ist. Aber jetzt haben sie sie durch Zufall gefunden. Aber scheinbar wurde sie geschlagen, ich hoffe nicht noch Schlimmeres.

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Doch keine Intubation! Sie kriegen das noch mit einer Sauerstoffmaske in den Griff, vorerst. Die Schwester scheint ja keine Ahnung zu haben, was in diesem Medikament für feine Sachen sind, sonst hätte sie ja gleich etwas unternehmen können, nachdem Ben das Zeug eingeatmet hat.Kunstharz! Ganz toll, dass es so "lecker" schmeckt und sich wahrscheinlich jeder zweite vor Ekel verschluckt und solche Auswirkungen erleiden muss.
Bei Semir ist noch alles gut, ausser dass seine Uhr weg ist. Aber wer brauch schon ne Uhr, ich hab auch keine.

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Oh mann, ich könnte Kim schon wieder den Hals umdrehen. Die mit ihren keine Alleingänge. Genül, hat alles richtig gemacht. Und jetzt hat sie ja auch auf Verstärkung gewartet. Was will die Krüger mehr. Fabian hat Alex befreit, sehr gut, aber ich hab immer noch ein mulmiges Gefühl im Magen. Irgendwas kommt noch...etwas Böses.

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Erik sah, wie der Polizist zu Boden ging und verzweifelt versuchte aufzustehen, aber Pavel kniete jetzt auf ihm. Erik schloss die Augen. Was sollte er nur tun? Am sichersten war, hier einfach liegen zu bleiben und sich tot zu stellen, bis sich eine Gelegenheit zur Flucht ergab. Aber dann hörte er den Vater des Mädchens schreien und das ging Erik durch Mark und Bein. In diesem Schrei lag soviel Verzweiflung, Angst und Qual, dass ihm ein kalter Schauder überlief und wenn er daran dachte, wie das Kind schreiend verbrennen würde...nein, er musste etwas tun, sonst würde ihn das sein ganzes Leben verfolgen.
„SIEH GEFÄLLIGST HIN!“ brüllte Toni Semir an, der sich wegdrehen wollte. Er packte ihn am Kinn und drückte dessen Kopf in die Richtung des Audi. Doch bevor er den glühenden Zigarettenstummel in das ausgelaufene Benzin schnipsen konnte, sah er aus den Augenwinkeln eine Bewegung. Ehe Koslowski reagieren konnte wurde er umgerissen und gleichzeitig schloss sich eine Faust um seine Hand, die die Zigarette hielt. Toni schrie mehr vor Überraschung als vor Schmerz, als er auf den Boden stürzte und sich die brennende Kippe in seine Handfläche brannte. Pavel war ebenfalls vollkommen überrascht, als Erik sich plötzlich auf seinen Boss stürzte, aber er konnte nicht aufstehen und ihm helfen, sonst wäre der Bulle frei gekommen. Er sah sich zu Sascha um, der wie eine Salzsäule da stand und schrie ihn an. “Tu endlich was!“ Dieser zog seine Waffe und zielte. Sein Boss und Erik rangelten auf dem Boden und Sascha traute sich nicht zu schießen, aus Angst Toni zu treffen.
Erik hatte die Gelegenheit genutzt, als Toni und Pavel mit dem angeschossenen Polizisten beschäftigt waren und sich auf die Beine gekämpft. Er dachte nicht mehr nach und handelte nur noch. Das Benzin durfte auf keinen Fall in Brand geraten. Erik ignorierte die Schmerzen, rannte und stürzte sich auf Koslowski. Er riss ihn mit sich zu Boden und beide rollten über den Asphalt. Toni war jetzt über Erik und griff mit der rechten Hand nach seiner Waffe im Gürtel, doch Erik packte dessen Hand und nun kämpften beide um die Pistole.
„Sascha, schiess endlich!“ keuchte Pavel, der trotz seiner Kraft Mühe hatte den kleinen Bullen auf den Boden zu halten.
“Ich hab kein klares Ziel!“
„Dann geh dichter ran, du Idiot!“
Erik spürte, wie Toni langsam die Oberhand über die Waffe bekam und aus den Augenwinkeln sah er jemanden auf sich zu kommen. Er würde verlieren! Koslowskis hatte das auch erkannt, sein Gesicht war direkt vor Eriks und der konnte deutlich sein Grinsen im Licht der Scheinwerfer erkennen. Das Grinsen wird dir gleich vergehen, dachte Erik, nahm den Kopf ein Stück zurück und ließ dann seine Stirn genau auf die Nase von seinem Boss knallen. Toni schrie auf und sah für einen Moment grellweiße Lichtblitze. Erik nutze die Chance, entwand ihm die Pistole und stieß Toni von sich. Im gleichen Moment merkte er, dass das ein Fehler gewesen war, als er einen Schuss hörte und einen brennenden Schmerz im Bauch spürte. Er riss dennoch die Waffe herum und zog den Abzug. Sascha taumelte ein paar Schritte zurück und ließ seine Pistole los, die klappernd auf dem Boden landete. Er sah auf seine Brust, wo sich ein roter Fleck bildete und immer grösser wurde. Dann sackte er auf die Knie und fiel nach vorn. Erik schwenkte die Waffe jetzt auf Toni, der gerade wieder auf ihn losgehen wollte. Dieser blieb sofort stehen, hob die Hände leicht an und sah kurz zu Pavel, in der Hoffnung, dass der etwas unternehmen könnte. Doch Pavel war immer noch mit dem Polizisten beschäftigt. Eriks Hand, die die Pistole hielt zitterte, denn die Schmerzen in seinem Bauch waren höllisch. Er presste die linke Hand auf die Wunde und spürte, wie das Blut durch seine Finger quoll, wenn er nicht schon am Boden liegen würde, dann wäre er jetzt sicher umgefallen. “Geh runter von ihm!“ quetschte Erik mühsam hervor und zielte jetzt auf Pavel. Die Worte kosteten ihm Kraft und er merkte, dass er immer schwächer wurde. Er hatte Mühe, die Pistole zu halten. Lange hielt er nicht mehr durch. Pavel bewegte sich nicht und sah ihn nur an. “Los...oder..ich knall..dich ab!“ kam keuchend von Erik und er sah, dass Toni einen Schritt auf ihn zukam. Er schwenkte die Waffenhand ein Stück und zielte jetzt auf seinen Boss, der sofort wieder stehen blieb, dann richtete er die Waffe wieder auf Pavel, der seiner Aufforderung immer noch nicht nach kam. Verdammt! Sie hielten ihn hin, denn sie wussten, dass er nicht mehr lange durchhalten würde. “SCHIESSEN SIE !“schrie der Polizist ihm zu. Erik merkte, wie ihm langsam die Sinne schwanden, er musste schießen, wenn er dem Mann helfen wollte. Sein Finger krümmte sich um den Abzug. Er sah noch Pavels Körper fallen, dann verlor er das Bewusstsein.
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Pass auf Koslowski kommt auch noch!
Die beamen hier hin und her.Sorry! Bin heut ein bisschen durcheinander.

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Das war Ben's Handy, dass ihm das Leben gerettet hat. Und der Spruch "Es gibt für alles eine App!" war Klasse!
Übrigens -bevor er stirbt darfst du ihn gerne bei uns abliefern-notfalls mit Bein extra, aber ob das wieder anwächst, wenn das bei uns versorgt wurde, wage ich zu bezweifeln!
Wieso? Habt ihr so schlechte Gefäßchirurgen? Oder stehen die Chancen generell schlecht, bei abgetrennten Gliedmaßen? -
..gibts auch noch nen Mitternachtssnack???
Lol, wir wollen ja nicht übertreiben!
Morgen Abend gehts weiter, falls nichts dazwischen kommt. -
Okay, es gibt einen Happen zum Abendessen.
Erik wurde von dem Schmerz in seinem Brustkorb zurück in die Realität geholt. Er stöhnte leise. Warum tat seine Brust so weh? Als hätte ihn ein Dampfhammer getroffen. Langsam kam die Erinnerung. Das Auto, die Flucht, Toni! Das letzte was er gesehen hatte, war sein Boss mit der Waffe über ihm. Erik hatte den Schuss gehört und den Schmerz gespürt, ehe es dunkel um ihn wurde. Er fasste sich mit beiden Händen in Panik an die Brust und hob leicht den Kopf um sich die Wunde anzusehen. Aber er spürte nichts Klebriges und sah auch kein Blut. Jetzt wurde sein Blick von etwas anderem abgelenkt. Er sah Toni, Pavel, den Polizisten und noch einen Kerl, den er nicht kannte in einigen Metern Entfernung. Schnell ließ er den Kopf wieder sinken und schloss die Augen. Erik versuchte so ruhig zu atmen, wie es nur ging. Hoffentlich hatten sie seine Bewegung nicht bemerkt. Warum war er nicht tot? Vorsichtig tastete er über seine Brust und fühlte das Einschussloch und etwas Hartes darunter. Sein Flachmann! Der muss die Kugel abgefangen haben. Doch was sollte er jetzt tun? Sich weiter tot stellen, bis sie weg waren? Nein, das war zu unsicher. Wenn sie nun später seine „Leiche“ noch wegschaffen wollten? Was dann? Sie würden merken, dass er nicht tot war. Vielleicht könnte er sich unbemerkt davon schleichen, wenn sie mit dem Bullen beschäftigt waren. Erik drehte leicht den Kopf um zu sehen, was vor sich ging. Er konnte hören, was Koslowski sagte und das ließ ihn das Blut in den Adern gefrieren. Der wird den Wagen in Brand stecken! Erik sah deutlich die Umrisse des Kindes und des jungen Polizisten in dem Audi. Sie würden bei lebendigem Leib verbrennen! Er schloss die Augen. Oh,Gott! Aber was konnte er schon machen ohne Waffe? Es mit drei Mann aufnehmen? Nein, er würde verlieren und diesmal würde Toni in wirklich umbringen. Erik hatte Angst. Ein Schuss ließ ihn zusammenzucken und er starrte auf die Szene vor ihm.
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(ach ja und wie Elli letzthin schon bemerkt hat-das mit fiel und viel müssen wir noch üben
Hab ich wieder Mist gebaut, bei der Rechtschreibung?

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Wo bleibt denn jetzt das SEK??
Du weißt doch wie langsam die sind!
Kommen immer zu spät!Bitte mach was, silli!
Was soll ich denn machen? Bin zu weit weg.

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Keine Alleingänge? Na das wird wohl nichts. Ehe die da sind ist Semir und Alex platt wie Flundern. Genül muss einschreiten und ich hoffe Fabian hat Alex doch schon befreit.
„Nur keine Sorge….wir werden gemeinsam zu Alex gehen und dann werdet ihr gemeinsam sterben.“ verhöhnte Heger ihn
Semir, glaubst du ihm etwa nicht?

Semir sah zum Fenster raus. Die Tatsache dass seine Augen nicht verbunden wurden, ließ nur den Schluss zu, dass Heger ihn auch töten wollte.
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Mensch, da hatte Ben ja noch Glück im Unglück, dass Sarah noch rechtzeitig gekommen ist. Der erstickt doch gleich!
Bestimmt müssen sie ihn intubieren.
Semir ist zwar vorerst entkommen, aber jetzt bricht er zusammen und verliert das Bewußtsein und so weit ist er ja nicht gekommen, hoffentlich entdecken die Typen ihn nicht noch. Ich glaube dann macht Heger kurzen Prozess.Ja, das mit der Personaleinsparung ist schlimm geworden, in jeder Berufsgruppe. Aber ich finde ja gerade im Krankenhaus und besonders auf Intensiv, darf man nicht an Leuten sparen, denn da geht es um Leben und Tod. Aber die Manager sehen nur die Personalkosten.

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Oh, das geht ja ganz schön tief rein und dann noch mehrere Verzweigungen. Zum Glück trennen sie sich nicht. Das ist so schon gefährlich genug!
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Wie durch Watte hörte Semir seinen Namen. Was war passiert? Benommen öffnete er die Augen, aber er konnte nichts erkennen. Irgendetwas verdeckte ihm die Sicht. Er hob die Arme und versuchte sich davon zu befreien. Und dann vernahm er die Stimme von Koslowski.
Er erinnerte sich. Das Auto!...sie hatten sich überschlagen, oh Gott was war mit Ayda und Ben? Hatte er nicht eben seine Stimme gehört? In diesem Moment nahm er auch den durchdringenden Benzingeruch wahr. “AYDA!“ schrie er und zerrte nun panisch an dem Stoff der sein Gesicht bedeckte und schaffte es endlich sich zu befreien. Der erschlaffte Seitenairbag hatte sich über seinen Kopf gelegt. Semir, der halb auf der Seite lag, drehte sich um und sah Ben. Jemand packte seinen Partner und versuchte ihn aus dem Auto zu ziehen. Aber Semir hatte nur einen Gedanken. Was war mit Ayda? Schräg über sich sah er seine Tochter. Der Gurt hielt sie im Sitz, doch sie rührte sich nicht. Er kämpfte sich auf die Knie, umfasste ihren Kopf mit beiden Händen. Gott sei Dank, sie atmete und schien auf den ersten Blick unverletzt, aber sie war nicht bei Bewusstsein. Semir wollte gerade ihren Gurt lösen, als er an den Knöcheln gepackt wurde und jemand ihn aus dem Auto ziehen wollte. “NEIN! LASST MICH LOS!“ schrie er und wehrte sich in dem er mit den Füssen nach dem Angreifer trat. Für einen Augenblick bekam er auch das rechte Bein frei. Doch dann wurde er von zwei weiteren Händen am Fuß gepackt. Semir krallte sich an irgendetwas fest. Aber die Kerle waren zu stark und er konnte sich nicht mehr halten. Er wurde bäuchlings aus dem Auto und über den Asphalt geschleift. Dann spürte er die Mündung einer Pistole an seinem Nacken. Seine Gegenwehr erstarb augenblicklich. Jetzt wurde er von zwei Männern an den Armen gepackt und hoch gezogen. “AYDA! BEN!“ Er sah sie in dem Wagen, reglos. Aber er sah noch etwas, dass sein Blut durch seine Adern schießen und sein Herz wie wild in seiner Brust hämmern ließ. Die blanke Panik nahm von ihm Besitz. Er sah das ausgelaufene Benzin, dass schon eine große Pfütze vor dem Audi gebildet hatte. “Ayda, Ben sie sind noch in dem Auto! Sie müssen sie da raus holen!“ bettelte er. Der Druck der Waffe in seinem Nacken verschwand und Koslowski trat vor ihn. “Nein! Sie bleiben, wo sie sind!“ sagte er mit eiskalter Stimme und schlug dem Polizisten mit der Faust brutal in den Magen. Semir blieb die Luft weg und seine Beine versagten ihm den Dienst. Wenn die Männer ihn nicht wie Schraubzwingen an den Armen gehalten hätten, dann wäre er zu Boden gestürzt. So fiel er nur auf die Knie. Jetzt sah er auch Erik, der regungslos ein paar Meter entfernt lag. Toni folgte seinem Blick. “Vergiss ihn! Der kann dir nicht mehr helfen! Er hat bekommen, was er verdient hat! Aber ich möchte dir den Gentleman zu deiner rechten vorstellen. Das ist Sascha, er ist...er war der beste Freund von Damien." Semir spürte wie sein rechter Arm los gelassen wurde, aber nur um kurz darauf wieder gepackt zu werden. Jetzt hielt ihn Pavel mit seinen bärenstarken Pranken fest und vor Semir trat ein junger schlanker Mann mit braunen Haaren.
„Sascha, wollte dabei sein, wenn ich den Mörder seines besten Freundes zur Rechenschaft ziehe!“ Verzweifelte Wut stieg in Semir auf. “ICH HABE IHREN SOHN NICHT ERMORDET! ER STARB BEI EINEM AUTOUNFALL!“ schrie er. Koslowski funkelte ihn wütend an und verlor die Kontrolle. Er stiess Sascha beiseite, packte den Polizisten mit einer Hand am Kragen, riss seine Waffe hoch und presste sie an Semirs Stirn. Der Finger krümmte sich schon um den Abzug, als eine Stimme ihn innehalten ließ. “TONI! NICHT! BIST DU VERRÜCKT!ICH BIN GENAU HINTER IHM! “schrie Pavel entsetzt. Koslowski starrte seinen Komplizen ein paar Sekunden an und dann wurde sein Blick wieder klar. Er senkte die Waffe, drehte sich um und ging ein paar Schritte auf den Audi zu. “Ein Autounfall also?“ Toni steckte seine Waffe in den Gürtel und holte gespielt langsam eine Packung Zigaretten aus der Jackentasche. Er zog eine Kippe aus der Schachtel und schob sie sich zwischen die Lippen. Dann holte er sein Feuerzeug raus. Semir sah es mit blankem Entsetzen, sein Atem beschleunigte sich und eine eiskalte Faust schloss sich um seinen Magen. Toni ließ das Feuerzeug aufschnappen und drehte an dem Rädchen. Eine blaugelbe Flamme erschien und spiegelte sich teuflisch in seinen Augen wider, während er Semir direkt ansah. Dieser schluckte schwer. Die Angst ließ ihn fast ohnmächtig werden. Er zitterte am gazen Körper. Toni zündete sich die Zigarette an, ließ das Feuerzeug wieder zuschnappen und steckte es weg. Er nahm einen tiefen Zug und blies genüsslich den Rauch in Semirs Richtung, dann sah er seine Zigarette an und pustete gegen die Glut, so dass sie hellrot aufleuchtete. Mit der Schuhspitze wischte er über den mit Benzin getränkten Asphalt. “Ein Autounfall ja? Na dann passt es ja, denn dein Partner und die kleine Ayda sterben auch bei einem Autounfall und auf die gleiche Weise, wie mein Sohn!“
“Neeeeiiiin!“ Semir bäumte sich auf und Tränen schossen ihm in die Augen. Adrenalin peitsche durch seine Adern und er schafft es sich hoch und gegen den Kerl hinter ihm zudrücken. Der verlor das Gleichgewicht und viel nach hinten. Semir bekam die Arme frei, sprang auf und stürzte auf Koslowski zu. Doch plötzlich spürte er wie etwas heiß und brennend in seinen Oberschenkel eindrang, dann erst hörte er den Schuss. Semir stürzte kurz vor Toni zu Boden, der mit der Waffe in der Hand lässig da stand, einen Zug von der Zigarette nahm und zu sah, wie der Polizist versuchte aufzustehen. Semir hatte sich schon auf die Knie hochgearbeitet, als Pavel ihm seinen Stiefel in den Rücken drückte und ihn so wieder zu Boden presste. Aber Semir gab nicht auf, er versuchte sich mit den Händen hoch zudrücken und Pavel hatte Mühe ihn am Boden zu halten. Er musste runter gehen und kniete sich jetzt mit seinem ganzen Gewicht auf Semirs Rücken. Mit seinen Pranken packte er Semirs Arme und hielt sie wie in einer Schraubzwinge. Dieser schrie vor Angst, Wut und Verzweiflung wie ein wildes Tier.
Toni ging vor ihm in die Hocke und drückte seinen Kopf hoch. “Sie hin!“ befahl er und hielt die Kippe so, dass er sie mit dem Mittelfinger weg schnippen konnte.