Beiträge von silli

    Ja, ich hör´s schon wieder aus der Ferne rufen.....Händchenhalter.

    Lol, wurde aber auch Zeit. :D
    Wenigstens kann Sarah jetzt mal zu ihren kleinen Tim, Semir hat übernommen. Aber der pennt einfach ein! Er soll doch aufpassen! Denke aber, dass er schon mitkriegt, wenn es wieder akut wird mit Ben.

    Als die Rettungswagen mit ihrem lauten Geheule auf das Gelände der Edelstahlfabrik rasten, schlug Ayda die Augen auf und sah als erstes das Gesicht ihrer Mutter vor sich. “Mama...?“
    „Ja mein Schatz!“ kam von Andrea und Tränen der Freude bahnten sich ihren Weg. Sie hatte nur Augen für ihre Tochter und bekam gar nicht mit, wie der Audi brannte. Sie strich ihr sanft über die Haare. “Tut dir was weh?“
    „Mein Kopf tut weh und mir ist schlecht!“ jammerte Ayda. “Ich glaub...ich muss brechen...“ Und schon verteilte sich ein Schwall des halb verdauten Abendessens in Frau Krügers Einsatzwagen. Andrea hielt ihren Kopf, bis der Brechreiz aufhörte. “Alles wird gut mein Schatz!“
    In diesem Moment öffnete sich die Autotür und ein Mann Mitte Fünfzig sah herein. “Ich bin Dr. Baumann. Einer der Polizisten sagt, das Mädchen sei verletzt und bewusstlos?“
    „Sie ist gerade aufgewacht. Aber ihr ist schlecht und sie hat sich übergeben. Außerdem blutet sie am Kopf.“
    “War sie angeschnallt? Und wissen sie, wie lange sie ohne Besinnung war?“ fragte der Mann nun, während er Aydas Kopf untersuchte und ihr mit einer Lampe abwechselnd in beide Augen leuchtete.
    „Ja, sie war angeschnallt und nein ,ich weiß nicht wie lange sie bewusstlos war.“
    „Wie heißt du denn?“ wandte sich der Arzt nun Andreas Tochter zu.
    „Ayda.“
    „Tut dir etwas weh, Ayda?“
    „Nur mein Kopf.“
    „Weißt du was passiert ist?“ fragte der Mann nun. Das Mädchen schüttelte leicht den Kopf und erbrach sich kurz danach wieder.
    „Sie hat eine Platzwunde am Hinterkopf und wahrscheinlich eine Gehirnerschütterung, wir bringen sie zum Rettungswagen und nehmen sie mit ins Krankenhaus. Dort werden wir zur Sicherheit ein MRT von ihrem Kopf machen.“ sagte der Notarzt und half Ayda und Andrea aus dem Wagen.
    “Was ist denn passiert, Mama?“ fragte sie, als sie die ganzen Fahrzeuge sah, deren Blaulichter immer noch die Nacht durchzuckten. Sanitäter, eilten umher und Feuerwehrleute machten sich an einem Auto zu schaffen, dass mit weißem Schaum bedeckt war. Andrea blickte hilfesuchend den Arzt an und wusste erst nicht was sie sagen sollte.
    “Das erzähle ich dir später, ja? Jetzt müssen wir erst mal ins Krankenhaus.“
    „Mir ist kalt.“jammerte Ayda. Einer der Sanitäter wickelte sie in ein wärmende Rettungsdecke und trug sie zum Krankenwagen.


    Als Ben endlich frei war, hoben sie ihn heraus und legten ihn auf eine stabile Trage.
    Er wollte aufstehen, doch als er sich aufrichten wollte wurde ihm schwindelig. Ausserdem schmerzte sein Gesicht. “Bleiben sie liegen! Der Arzt ist gleich da!“ kam der Befehl eines der Sanitäter und legte ihm einen Stiffnack um. Ben gehorchte, nahm aber die Maske von Mund und Nase. “Was ist mit meinem Partner und dem Mädchen?“ Der Sanitäter sah ihn fragend an. “Kann ich nicht sagen, meine Kollegen kümmern sich um die anderen Verletzten." Ben versuchte den Kopf zu drehen, was ihm durch die Nackenstütze nicht gelang und drehte jetzt den ganzen Körper. Er sah noch, wie die Türen von zwei Rettungswagen zugeschlagen wurden und sie mit Blaulicht und Sirenen abfuhren. Und er sah, wie zwei Rettungshelfer versuchten einen Mann wiederzubeleben. Ben konnte nicht erkennen, wer es war. War es Semir? Er schaute sich nach seiner Chefin um, die aber etwas abseits stand und mit den Männern des SEK diskutierte. Sie hatte gesagt, dass Semir verletzt war, und für ihn hatte sich so angehört, als ob die Verletzung nicht Lebensbedrohlich war. Aber vielleicht wollte sie ihn auch nur beruhigen und hatte ihm nicht die ganze Wahrheit gesagt.
    “Sie sollen sich nicht bewegen! Schon gar nicht den Kopf! Wir wissen nicht, ob ihre Wirbelsäule verletzt wurde. Oder wollen sie eine Lähmung riskieren?“ tadelte der Sanitäter ihn. Aber Ben ignorierte seine Worte und kämpfte sich auf die Beine, zu groß war die Angst um seinen Partner. Sein Fuß tat weh als er auftrat und ihm war leicht schwindelig, aber er musste wissen, ob es Semir war, der da reanimiert wurde. Der Sanitäter schüttelte nur mit dem Kopf und seufzte. So einen sturen Patienten hatte er selten erlebt. Ben ging langsam und wackelig auf den Pulk von Rettungskräften zu, die jetzt ihre Arbeit eingestellt hatten. “Wir können nichts mehr für ihn tun. Er ist tot!“ hörte er einen der Helfer sagen. Bens Magen zog sich zusammen und sein Herz raste vor Angst. Bitte Gott, lass es nicht Semir sein! dachte er. Seine Schritte wurden immer langsamer und plötzlich wäre er am liebsten umgekehrt. Er wollte es nicht wissen,er wollte nicht wissen, wenn es Semir war. Einer der Sanitäter stand jetzt auf und der Hauptkommissar konnte einen Blick auf den am Boden liegenden Mann werfen. Es war dieser Kerl, der ihn aus dem Wagen ziehen wollte. Ben stieß erleichtert den Atem aus, den er kurz angehalten hatte und schloss die Augen. Danke, Gott!
    Einer der Männer, der eben noch den mobilen Defibrillator bedient hatte, sah Ben und kam auf ihn zu. Der Sanitäter neben Ben plapperte los. “Er wollte nicht hören! Ich hab ihm gesagt, er soll liegen bleiben, aber er ist einfach aufgestanden...“ hilflos hob er die Hände. Der Arzt zog sich neue Einmalhandschuhe an, betastete Bens Kopf und leuchtete ihm mit einer Taschenlampe in die Augen. “Sie haben eine üble Schnittwunde an der Stirn. Und möglicherweise ein Schädel Hirn Trauma! Ausserdem sieht es nach Verbrennungen ersten Grades im Gesicht und am Hals aus, soweit ich das erkennen kann.“ sagte der Arzt und betrachtete Bens Russgeschwärztes Gesicht etwas genauer.
    „Wissen sie, wie es meinem Partner geht?“
    „Leider nicht, meine Kollegen haben die anderen Verletzten versorgt. Und sie müssen auch ins Krankenhaus!“ Der Arzt wandte sich jetzt an den Sanitäter. “Bringen sie ihn zum RTW!“
    „Aber...“
    „Nichts aber Herr Jäger. Tun sie was der Arzt sagt!“ hörte er hinter sich Kims Stimme. Ben drehte sich um. “Frau Krüger, wie geht es Semir?“ fragte er. “Herr Gerkhan hat durch die Schussverletzung sehr viel Blut verloren. Mehr weiß ich auch nicht.“
    “Semir wurde angeschossen?“
    „Ja, in den Oberschenkel. Wussten sie das nicht?“ Ben schüttelte den Kopf. “Das muss später passiert sein, als ich weggetreten war.“ sagte er nachdenklich. „Und Ayda? Geht es ihr gut?“
    „Sie ist aufgewacht , aber sie hat eine Kopfverletzung und kann sich an nichts erinnern. Mehr weiß ich noch nicht. Sie wird im Krankenhaus genauer untersucht. Jetzt lassen sie sich behandeln und später können sie mir berichten, was passiert ist!“ befahl Kim in sanftem Ton.

    Ben hatte Angst. Er wollte noch nicht sterben. Unter seinen geschlossenen Lidern bildeten sich Tränen und liefen ihm über die Wangen. Er würde nie mehr erfahren, wie es ist Vater zu werden, Vater zu sein, eine Familie zu haben. Insgeheim hatte er Semir immer beneidet. Semir, sein Freund, er würde ihn nie wieder sehen. Ben schluckte und noch mehr Tränen füllten seine Augen. Aber wenigstens war sein Freund und Ayda gerettet. Die Hitze wurde immer schlimmer, gleich würden die Flammen seinen Körper erfassen. Er rollte sich so weit es ihm möglich war zusammen und wünschte sich, dass der Wagen explodierte, dann würde es wenigstens schnell gehen. Ben wurde jäh aus seinen Gedanken gerissen, als jemand ihm etwas zu rief und er spürte, wie eine schwere Decke über ihn gelegt wurde.


    „Semir hören sie mich? Bleiben sie wach!“ redete Kim auf den Verletzten ein, der die Augen geschlossen hatte und sich nicht mehr rührte, während sie immer noch versuchte die Blutung zu stoppen. Sie sah, wie drei Rettungs- und Notarztwagen mit Blaulicht und Sirene angefahren kamen. Dahinter folgte ein Fahrzeug der Feuerwehr und ein Transporter des SEK. Kim stand auf und lief auf die Wagen zu um sie über den Status der Verletzten zu informieren, als sie plötzlich Dieters Schrei hörte. Sie drehte sich um und sah mit Entsetzten, wie der Audi Feuer fing. Eine Sekunde war sie wie erstarrt, doch dann rannte sie zu ihrem Wagen, riss den Kofferraum auf und schnappte sich den Feuerlöscher. Kim lief so schnell sie konnte zurück, dabei stolperte sie und stürzte. Der Feuerlöscher fiel ihr aus der Hand und rollte über den Boden. Sie sprang auf und wollte ihn wieder greifen, als ein Hand sie an der Schulter packte. “Bleiben sie zurück!Wir kümmern uns um das Feuer!“ sagte ein tiefe Stimme.
    „Da ist noch jemand in dem Wagen!“ schrie sie panisch und sah, wie vier Feuerwehrmänner mit Löschgeräten an ihr vorbei stürmten. Einer warf eine Branddecke über Ben, während die drei anderen einen Schaumteppich über den Audi und das Benzin auf dem Asphalt legten. Dieter war zurückgetreten und hatte sich hektisch seine brennende Jacke ausgezogen, die jetzt ebenfalls unter dem Löschschaum verschwand. Das Feuer erstickte in wenigen Sekunden und sie zogen Ben die Decke vom Körper. Sein Gesicht war Rußgeschwärzt und er hustete heftig, aber auf den ersten Blick hatte er keine Verbrennungen erlitten. „Danke...“ konnte er noch flüstern, bevor einer der Sanitäter, der herbeigeeilt war, ihm eine Sauerstoffmaske verpasste. Gierig sog er die reine Luft in seine Lungen. Kim atmete erleichtert auf, als sie sah, dass Ben gerettet war. Die Feuerwehrmänner machten sich daran mit ihrem Rettungsgerät den Polizisten aus dem Autowrack zu befreien, während die Notärzte und Sanitäter sich um Semir und die beiden anderen Verletzten kümmerten.

    Ich hab irgendwie Angst um Kevin, wenn dieser Jerry rauskriegt, dass er Polizist ist... Mag gar nicht dran denken was dann passiert...

    Ja geht mir genauso!
    Nicht zu fassen, dass im Gefängnis schon ein richtiger Arbeitsbereich mit nicht wenigen "Mitarbeitern" existiert, die Drogen schmuggeln. Im Knast! Das Böse ist wirklich immer und überall.
    Ben fühlt sich allein gelassen, aber ich muss sagen, nach den Infos von Bienert, dass Kevin Schneider verprügelt hat bis er am Boden lag und sich nicht mehr rührte, da würde ich aber auch zweifeln.

    Puh, Semir's Kopf ist in Ordnung. Ich hoffe nur das bleibt auch so,Susan! Denn er muss sich ja um Ben kümmern. Semir wird erstmal einen Schock bekommen, wenn er seinen jungen Partner sieht. Denn er weiss ja noch gar nicht, wie sich der Zustand von Ben so rapide verschlechtert hat.

    Was ist denn nun mit dem Schuss? Ich als Action Silli :D bin natürlich daran interessiert. Oder hat der jetzt keine Bedeutung? Vielleicht hat jemand eine Ratte erschossen oder ein Böser den Anderen. Oder haben die Verbrecher auf Paul geschossen oder auf die Flüchtigen? Aber dann hätten sie sie doch verfolgt und nicht einfach abhauen lassen und es wären noch weiter Schüsse gefolgt. Na mal sehen, ob das noch geklärt wird.
    Nicole wurde also vergewaltigt, aber sie hat es nicht so mitbekommen, wegen der Schlafmittel. Trotzdem sehr schlimm und es ist gut ,dass Anna mit ihr redet. Einem Mann würde ich mich jetzt auch nicht offenbaren, auch wenn es Semir ist.

    Nee, Semir ist schon so klein! Den kannst du nicht noch mehr zusammendrücken,Elli!
    Dafür, das sdie da nicht wissen, was los ist, und möglicherweise gleich grauenhaft sterben, sind sie aber ziemlich cool drauf. Ich würde vor Angst wahrscheinlich schreien und toben, egal ob mich einer hört. Aber ich bin ja auch kein Held. :(

    Kim rüttelte sanft an Bens Schulter. “Herr Jäger? Ben? Können sie mich hören?“ Ein Stöhnen kam über seine Lippen. Er hob langsam die Arme und fasste sich mit beiden Händen an die Schläfen. Was waren das nur für Kopfschmerzen! Er glaubte seine Birne sprang gleich auseinander. Sein Fuß, sein Rücken, sein ganzer Körper, alles tat ihm weh.. Ben öffnete die Augen und erkannte seine Chefin. “Frau Krüger! “
    "Bleiben sie ganz ruhig! Hilfe ist unterwegs! Sind sie schwer verletzt?“
    Er schüttelte den Kopf und bereute es gleich, als der dumpfe Schmerz bei der Bewegung noch an Stärke zunahm. “Was ist mit Semir und Ayda?“ fragte er besorgt und wollte sich aufrichten. “Bleiben sie liegen! Die beiden sind verletzt aber sie leben. “
    “Sollten wir ihn nicht lieber aus dem Wagen holen? Hier ist überall Benzin! Wenn sich das entzündet!“ wandte Dieter ein.
    “Ich kann nicht raus. Mein Fuß! Er ist eingeklemmt!“ stöhnte der Hauptkommissar. Dieter versuchte die Tür zu öffnen, doch sie war, genau wie die ganze vordere Fahrerseite komplett eingedrückt. Er beugte sich durch das zerstörte Fenster in das Auto und sah Bens Fuß zwischen dem Blech und dem Kupplungspedal. Er versuchte das Pedal wegzudrücken aber es hatte keinen Zweck. Da rückte und rührte sich nichts. “Ohne das richtige Werkzeug wird das nichts. Wir müssen auf die Feuerwehr warten!“ sagte Dieter seufzend.
    Einer der Streifenbeamten kam auf Kim zu. “Zwei der Männer sind noch am Leben, aber schwer verletzt! Die beiden Anderen sind tot! Wir kümmern uns um die Verletzten bis der Notarzt eintrifft!“ berichtete der Polizist und Kim nickte. „Bonrath, sie bleiben bei Ben!“ befahl sie und lief zu ihrem Auto. Sie öffnete die Tür und sah Andrea, die Ayda in eine Decke gehüllt hatte und im Arm hielt. “Warum wacht sie denn nicht auf?“ fragte Andrea nun und aus der anfänglichen Freude, dass ihre Tochter am Leben war, wurde wieder Sorge und Angst. “Sie wird bald aufwachen. Du wirst sehen!“ versuchte Frau Krüger sie zu beruhigen und strich ihr tröstend über die Schulter. “Kann ich dich allein lassen?“ Andrea nickte. Kim schnappte sich den Erste Hilfe Koffer und eilte zurück. Verdammt! Wo bleiben die nur! , dachte sie und kniete sich neben Semir, der am ganzen Körper zitterte. “Ayda?...Ben?“ kam fragend über seine Lippen, die völlig die Farbe verloren hatten. “Alles in Ordnung, Semir!“ log sie, löste ihre Jacke von seinem Bein und legte sie ihm unter den Kopf. Dann drückte sie ihm die Kompressen aus dem Sanikasten auf die blutende Wunde. “Mir...ist...so...kalt!“ stotterte er und seine Zähne klapperten aufeinander. “Halten sie durch! Gleich kommen sie ins Warme!“ Und wie auf Stichwort waren die Sirenen des Rettungsdienstes und der Feuerwehr zu hören.

    Dieter hatte derweil weiter versucht, Bens Fuß zu befreien, aber ohne Erfolg. Plötzlich hörte er hinter sich ein Geräusch, dass sich anhörte, wie eine Verpuffung. Er drehte sich um und seine Augen weiteten sich vor Schrecken. Das Benzin hatte sich entzündet! Die Flammen liefen auf dem Boden entlang und erfassten das Heck des Audis.
    "DER WAGEN! ER BRENNT!" schrie Dieter und Ben drehte den Kopf nach hinten. Die Flammen schlugen hoch und Hitze breitete sich aus. Panik erfasste den jungen Polizisten. Er zog und zerrte an seinem Fuß. Dieter versuchte ihm zu helfen, aber die Hitze wurde unerträglich. Die Flammen kamen immer dichter. "Geh! Verschwinde! Es hat keinen Zweck!" keuchte Ben. Der Qualm raubte ihm den Atem und löste einen Hustenanfall aus. "Nein! Ich lass dich nicht allein, wir schaffen das!" schrie Dieter über die Flammen hinweg und merkte nicht, wie sein Jackenärmel schon Feuer gefangen hatte. Ben stiess ihn mit beiden Händen heftig gegen die Brust und der lange Polizist taumelte ein wenig zurück."GEH!"
    Ben spürte die Hitze, die kaum noch zu ertragen war. Seine Haut, die nicht durch Kleidung geschützt war , wurde heiß und schmerzte höllisch. Das war es also, so würde er sterben! Er schloss die Augen und erwartete voller Angst den schmerzhaften Tod.

    Ja, wenn Frederik nicht wäre, dann würde Tim nicht so relaxt sein. Aber der Kleine ist so ein Hundenarr. :thumbup:
    Ben hat Schmerzen ohne Ende trotz Opiate, aber er darf jetzt wenigstens etwas Druck ablassen und dann bessern sich hoffentlich wenigstens die Bauchschmerzen. Zu blöd aber auch, dass er wegen der Niere und Leber nicht ins Traumland geschickt wird und intubiert werden kann. Aber ihr wollt ihn ja leiden sehen, da ist es natürlich praktisch, dass es mit dem Sedieren nicht geht. :D

    Wusste ich es doch! So leicht kommen sie nicht raus! Aber jetzt kommt Paul zu Hilfe und sie schaffen es zu fliehen, aber dann fällt ein Schuss! =O
    Und Anna ist jetzt mit Benny auch in der Gewalt der Schurken, also kommt keine Hilfe. ;(

    Kim hatte die beiden Streifenpolizisten, die gerade die Nachbarn befragt hatten, angewiesen ihr zu folgen. Sie schaltete das Blaulicht ein und gab Gas. Als sie endlich in die Fabrikenstrasse einbogen, war es 21.45 Uhr. Links und rechts der menschenleeren Straße reihte sich eine Firma an die andere und die Hausnummern waren in dem schwachen Licht der Laternen kaum zu erkennen. Sie waren schon fast am Ende der Straße, die in eine Sackgasse endete, angekommen, als Bonrath mit dem Finger auf die rechte Seite zeigte .“Da! Da ist es und das Tor ist offen!“ Kim lenkte den Wagen auf das Betriebsgelände und passierte die erste Baracke, sie umfuhr das Gebäude und dann sahen sie in etwa 60 Metern Entfernung mehrere Autos. Eins lag auf dem Dach und wurde von einem Jeep angestrahlt, auf der anderen Seite stand der gesuchte Transporter. Als sie näher kamen, sahen sie 5 menschliche Körper auf dem Boden liegen.
    “Oh Gott!“ stieß Dieter aus. Andrea starrte durch die Frontscheibe und ihr Herz blieb fast stehen. “Das...das ist Semir!“ Kim bremste scharf und Andrea riss die Tür auf. “ Bonrath rufen sie den Rettungsdienst und die Feuerwehr!“ befahl Kim und stieg eilig aus, dabei zog sie vorsichtshalber ihre Waffe. Die beiden Streifenbeamten waren ebenfalls ausgestiegen und liefen zu den am Boden liegenden Männern.

    „Semir? Oh Gott! Semir!“ Andreas Stimme zitterte, als sie neben ihrem Mann auf die Knie ging und ihn auf den Rücken rollte. Sein Gesicht war angeschwollen, die Lippen aufgeplatzt und Blutverkrustet. Aus einer Wunde im Oberschenkel sickerte stetig Blut. Semirs Augenlider öffneten sich leicht. “Andrea?“ kam flüsternd über seine Lippen. “Ja, ja...ich bin es!“ Sie legte eine Hand unter seinen Kopf und strich mit der anderen über seine Wange. Tränen standen in ihren Augen. “Wo ist Ayda, Semir? Wo ist sie?“ fragte Andrea nun und bemerkte nicht, wie Kim neben ihr in die Hocke ging, sich die Jacke auszog und fest um Semirs Oberschenkel wickelte.
    „Sie..sie sind in... dem Wagen!“ kam leise und stockend von Semir. Andrea hob den Kopf und ihre Augen wurden weit vor Angst. Sie sah ihre Tochter und Ben in dem verunglückten Auto. Ein kurzer hoher Laut entwich ihrer Kehle. Sie sprang auf und rannte zu dem Audi, dabei rief sie immer wieder Aydas Namen. Andrea ließ sich auf die Knie sinken, krabbelte in das Auto und öffnete den Gurt. Ayda fiel ihr in die Arme. Ihr Körper fühlte sich kalt an. Aber sie atmete! Die Angst ließ ihre Fingern zittern, als sie die Haare aus dem Gesicht ihrer Tochter strich und spürte etwas Klebriges in Aydas Haaren. Oh, Gott, das war Blut! Frau Krüger war ihr gefolgt und hatte bei Ben den Puls gefühlt und erleichtert aufgeatmet, aber dann sah sie Andrea mit Ayda im Arm, die sie wie ein Baby wiegte. “Ist sie..“. Kim traute sich das Wort nicht auszusprechen. Bonrath ging nun ebenfalls vor dem Audi in die Hocke und war sichtlich geschockt.
    „Sie lebt...aber sie ist bewusstlos und blutet am Kopf!“ kam mit zitternder Stimme von Andrea. Bonrath half Andrea, die immer noch ihre Tochter fest an sich drückte, aus dem Wagen.
    "Der Rettungswagen ist gleich da! Bring sie so lange in mein Auto! Sie muss ins Warme!“ sagte Kim zu Andrea.
    "Aber was ist mit Semir, ich muss ihm doch helfen!“ Verzweifelt sah sie zu ihm rüber.
    „Geh, wir kümmern uns um ihn und Ben! Starte den Motor und dreh die Heizung voll auf!“ Andrea nickte und lief los, um ihre Tochter ins Warme zu bringen. Niemand bemerkte die glimmende Zigarette, die nur noch wenige Zentimeter von dem ausgelaufenen Benzin entfernt lag.