Beiträge von silli

    Lucky will immer noch nicht fressen? Er vermisst Ben, vielleicht denkt er ja er ist tot, oder will nichts von Lucky wissen und das macht den Hund unglücklich. So traurig! ;( Die müssen die Beiden unbedingt zusammen bringen, aber vielleicht spürt Lucky auch, wenn es Ben besser geht und er hat wieder Lebenswillen.

    Semir einen Kopf kürzer! Lol, das wollen wir nicht! Dann brauch er ja den Kindersitz von Lilly um über das Lenkrad zu blicken. Also bleib noch ein bisschen bei Ben, denn der kriegt schon wieder Angst, was jetzt mit ihm angestellt wird.

    Aber weiß man eigentlich irgendetwas aus dem Privatleben von Susanne in der Serie? Ich könnte jetzt nicht spontan sagen, ob sie Single ist oder liiert.

    Das wurde wirklich noch nie erwähnt. Wird mal Zeit!

    Erik, der aussieht wie Tom kommt auch noch dran, muss mich erst ein bisschen um meinen Lieblingshelden kümmern. ;)

    Du hast es wirklich getan und Paul abstürzen lassen! =O Ich bin entsetzt!
    Gut er ist jetzt nicht komplett in die Tiefe gestürzt, aber fünf Meter sind nicht gerade wenig für ein Pferd! Da kann er sich sämtliche Knochen brechen. ;(
    Semir und Nicole sind jetzt in den Fängen der fiesen Kerle. 8|
    Am Besten hat mir gefallen, wie Semir geschockt ist und nichts mehr wahr nimmt um sich herum, als Paul abrutscht mit diesem Schrei.
    Sehr spannend und gut geschrieben! :thumbup:

    Das Erste was er wahrnahm, war ein brennender Schmerz in seinem Oberschenkel. „Herr Gerkhan?“ Semir hörte seinen Namen wie durch Watte. Sein Hals schmerzte und er hatte höllischen Durst. “Mein Bein,...es brennt so!“
    “Das wird gleich besser.“ sagte die Stimme, die er nun viel klarer hörte und langsam öffnete er die Augen. Vor ihm stand ein Mann in weißen Hosen und blauem Kittel und hantierte an einem Infusionsständer. Semirs Blick wanderte durch den Raum. Auf der gegenüberliegenden Seite war ein Bett in dem eine Frau lag. Er sah sich weiter um und entdeckte neben seinem Bett einen Monitor, der scheinbar seine Vital Funktionen anzeigte. Langsam begriff er, dass er im Krankenhaus war. “Durst...“ brachte Semir aus seiner ausgetrockneten Kehle hervor. “Sie bekommen gleich etwas.“ Der Polizist merkte, wie der Schmerz in seinem Bein langsam nachließ und fast völlig verschwand. Der Pfleger hob Semirs Kopf leicht an und hielt ihm eine Tasse an den Mund. Gierig trank er das kühle Wasser. “Langsam und nicht so viel! Wissen sie wo sie sind?“ fragte der Mann ihn nun. Semir nickte leicht. “Im Krankenhaus.“
    “Gut! Sie wurden gerade operiert. Und das hier ist der Aufwachraum.“ Der Pfleger wandte sich ab und ging zu der Frau, die gegenüberlag. Semir schloss die Augen und die Erinnerung an das Geschehene kam zurück. Die grauenvollen Bilder bauten sich wieder vor ihm auf. Er sah Ayda und Ben im Auto und Koslowski mit der brennenden Zigarette. Sein Herzschlag beschleunigte sich und die Kurven auf dem Monitor kamen in schnelleren Abständen. Der Pfleger bemerkte es natürlich und kam sofort. “Haben sie noch Schmerzen?“ fragte er besorgt. “Wissen sie wie es meiner Tochter und meinem Kollegen geht? Sie müssten auch hier sein.“ Das Sprechen viel ihm schwer ,denn seine Zunge war wie taub.
    “Dazu kann ich nichts sagen, aber der Arzt kommt gleich und kann sicher ihre Frage beantworten."
    Kaum ausgesprochen ging die Tür auf und ein Mann Mitte Fünfzig in grüner OP Kleidung betrat den Raum. Semir kannte ihn. Das war der Arzt, der ihn vor ein paar Wochen behandelt hatte. “Herr Gerkhan, dass ich sie so schnell wiedersehe, hatte ich nicht erwartet." Semir lächelte gequält und gab dem Arzt die Hand. “Ja, das habe ich auch nicht gedacht. Dr.Merkens hob eine Augenbraue. “Aber sie hatten wieder Glück im Unglück, wie man so schön sagt. Das Projektil in ihrem Oberschenkel hat keine Arterie verletzt und ist im Muskelgewebe stecken geblieben. Die Kugel konnten wir entfernen und die Wunden an den Handgelenken gut versorgen.Auf Grund der vielzähligen Hämatome am Thorax und im Gesicht haben wir Röntgenaufnahmen gemacht. Zwei ihrer Rippen sind gebrochen, die Schädelaufnahmen zeigt ein Jochbeinbruch, der aber nicht operiert werden muss. Die Knochen haben sich nicht verschoben. Aber sie haben sehr viel Blut verloren. Ein wenig mehr und wir wären um eine Transfusion nicht herum gekommen. Sie bekommen jetzt Elektrolyteinfusionen, damit sich ihr Blutvolumen wieder normalisiert. Und sie werden fürs erste auf die Wachstation gelegt, damit wir ihre Vital Funktionen rund um die Uhr im Auge behalten“ beendete der Arzt seine Ausführungen.
    Semir nickte zum Zeichen, dass er verstanden hatte. "Wissen sie, ob meine Tochter Ayda hier ist und wie es ihr geht? Und mein Kollege Ben Jäger?“
    „Ach ja, Herr Jäger, auch erst vor ein paar Wochen von mir zusammengeflickt. Er ist diesmal mit einem blauen Auge davon gekommen, sagt mein Kollege. Prellungen am ganzen Körper, leichte oberflächliche Verbrennungen im Gesicht und eine Schnittwunde an der Stirn, aber eine stationäre Behandlung ist diesmal nicht von Nöten. Und nun zu ihrer Tochter. So viel ich weiß, war sie unterkühlt und hat eine mittelschwere Gehirnerschütterung, ansonsten konnte mein Kollege keine Verletzungen feststellen. Wir werden sie noch ein paar Tage hier behalten, nur zur Beobachtung." Semir atmete auf.“ Vielen Dank, Doktor!“sagte er und ergriff die Hand des Arztes. “So nun muss ich aber zu meinem nächsten Patienten. Die Schwestern wird sie gleich auf Station bringen.“ Und damit drehte er sich um und verließ den Raum.


    Andrea saß am Bett ihrer Tochter und hielt ihre Hand, als die Tür auf ging und eine Schwester hereinkam. “Frau Gerkhan, ihr Mann ist jetzt aufgewacht. Sie können zu ihm.“ Ayda lag mit geschlossenen Augen im Bett und ihre gleichmäßigen Atemzüge verrieten, dass sie schlief. Andrea nickte. “Kann ich sie denn allein lassen?“
    “Natürlich! Sie ist hier in guten Händen, machen sie sich keine Sorgen! Außerdem liegt ihr Mann auch auf dieser Station. Nur am Ende des Flurs. Kommen sie, ich bringe sie zu ihm!“

    Ich musste auch schmunzeln bei "her tun". Finde ich aber süß, wenn so ein bissl bayerisch einfliesst.
    Der Kaliumspiegel bei Ben ist nicht weiter angestiegen und ein bisschen Pipi hat er auch in dem Beutelchen. Das bedeutet, die Nieren laufen wieder an. Gehts jetzt Berg auf?
    Bei Semir ist alles in Ordnung! Sehr schön! :thumbup: Der muss nämlich noch die Bösen schnappen und nach Lucky sehen.

    Eigentlich hatte ich ja gehofft, dass einer von den Bösen den Abhang runterpoltert, aber nun ist es Paul, der nur noch von Semir gehalten wird. Das schafft der doch nie allein! Nicole kann auch nicht helfen. Das sind nicht gut aus! Aber Meli, du liebst doch Paul nicht wahr? Du würdest ihm doch nichts antun oder?

    Die Sekretärin zog ihr Handy aus der Jackentasche. Nach dem ersten Klingeln meldete sich Andreas Freund. “Robert, wir haben sie gefunden! Ayda geht es soweit gut, sie und Andrea sind hier in der Uniklinik und sollen zur Beobachtung noch da bleiben.....Nein, mach dir keine Sorgen. Wie geht es Lilly....Sie schläft? Das ist gut! Ruh dich auch etwas aus....Nein, ich weiß nicht was genau passiert ist, aber Semir ist verletzt und wird gerade operiert. Andrea meldet sich dann morgen früh bei dir. Ich muss jetzt auflegen. Bis dann!“ Susanne setzte sich und sah immer wieder auf die Uhr, die an der Wand hing und es kam ihr so vor, als ob die Zeit viel langsamer lief als sonst. 30 Minuten waren erst vergangen seit Andrea sie verlassen hatte? Ihr kam es vor, wie Stunden. Doch dann endlich sah Susanne Ben, der den langen Flur entlang leicht humpelnd auf sie zu kam. Er hatte ein breites Pflaster auf der Stirn. “Ben! Ist alles in Ordnung?“ fragte Susanne und stand auf. “Ja, keine Sorge. Ich hab nur ein paar Prellungen und eine Schnittwunde. Ein paar Stiche und alles ist wieder gut. Mein Kopf ist völlig in Ordnung, sagt der Doc.“
    "Aber dein Gesicht ist knallrot und was ist mit deinem Bein?"
    "Naja, ich war in einem Auto eingeklemmt und das fing dann Feuer. Die Hitze ist meiner Haut nicht bekommen." Susanne riss die Augen auf.
    "Ist halb so schlimm, sie haben alles gereinigt und desinfiziert und mir dann irgendeine Salbe draufgetan. Der Fuß ist nur ein bisschen gequetscht worden." berichtete Ben, als ob das nichts Besonderes war und er nicht vor knapp zwei Stunden dem Tod in die Augen geblickt hatte. Susanne hatte ihm geschockt zugehört. "Halb so schlimm? Oh Gott, Ben! Das ist ja schrecklich! Du hättest sterben können! Bist du wirklich okay?"
    " Ja, mach dir keine Sorgen. Mir geht es gut!“ beruhigte er sie.
    "Ich bin so froh!" Susanne umarmte ihn spontan vor Erleichterung. "Aydas MRT war nicht auffällig, aber sie muss noch hier bleiben, zur Beobachtung, sagt der Doktor. Andrea ist bei ihr.“ sprudelte es nun aus ihr heraus. Ben nickte. “Ich weiß.“ Susanne sah ihn überrascht an. “Einer der Ärzte ist ein alter Schulkamerad von mir und wir haben uns ein bisschen unterhalten. Ben grinste leicht. “Ah, da kommt er ja!“ Ein schlanker Mann mit dunklem Haar und grünen freundlichen Augen kam auf sie zu. “Ich hoffe du hast gute Nachrichten!“ sagte Ben und der Mann nickte. “Alles in Ordnung mit deinem Kollegen! Aber willst du mich nicht vorstellen?!“ forderte der Arzt mit einem Blick auf Susanne. “Natürlich! Darf ich vorstellen, mein Klassenkamerad Volker Behrends. Äh, Dr.Volker Behrends.“ verbesserte Ben schmunzelnd. Der Mann reichte Susanne die Hand. “Und wer ist diese hübsche junge Dame?“
    “Das ist Susanne König, eine Kollegin von mir.“
    “Sehr erfreut.“ sagte Volker und lächelte, wobei seine weißen Zähne zum Vorschein kamen. “Hey! Susanne ist schon vergeben.“ kam von Ben, dem auffiel, dass Volker etwas zu lange ihre Hand festhielt.
    “Schade!“ kam enttäuscht von dem Arzt. Ben schüttelte den Kopf. “Du hast dich überhaupt nicht verändert." Und an Susanne gewandt sagte er „Kein Mädchen war vor ihm sicher.“
    “Das stimmt nicht, glauben sie ihm kein Wort!“ protestierte Volker und boxte Ben leicht gegen den Arm. “Dein Kollege ist jetzt raus aus dem OP. Es ist alles gut verlaufen. Das Projektil haben sie entfernt, zwei Rippen sind gebrochen und das Jochbein, er hat jede Menge Prellungen am ganzen Körper. Die Wunden an den Handgelenken waren ziemlich tief, aber der Gefäßchirurg konnte alles gut verschliessen. Allerdings hat er dadurch und durch die Schusswunde ziemlich viel Blut verloren und bekommt jetzt erst mal ein paar Infusionen zur Blutbildung, aber sonst geht es ihm gut.“
    “Kann ich zu ihm?“
    “Ben, dein Freund ist gerade operiert worden und noch im Land der Träume, du kannst ihn morgen besuchen. Geh nach Hause und ruh dich aus.“
    “Okay, Danke Volker! Ich melde mich mal. Dann gehen wir einen trinken.“
    “Ich freu mich drauf! Auf Wiedersehen, Susanne! Es war schön, sie kennen gelernt zu haben.“sagte der Arzt und gab ihr nochmal die Hand. “Ganz meinerseits.“ erwiderte sie und lächelte ihn an.

    “Sag mal was ist eigentlich passiert? Was wollten diese Kerle von Euch?“ fragte Susanne, als sie auf dem Weg zu ihrem Auto waren. Ben zuckte mit den Schultern. “Ich hab keine Ahnung. Zwei Kerle haben mich in Semirs Haus gelockt und mich überwältigt. Als ich wieder zu mir kam, saß ich mit Ayda in Käfigen. Und dann kam Semir und hat uns da raus geholt. Doch weit sind wir nicht gekommen, wir wurden beschossen und unser Auto hat sich überschlagen. Ich musste mit ansehen, wie der Mann, der uns bei der Flucht geholfen hatte, eiskalt erschossen wurde. Ich konnte nichts tun, Susanne. Ich war in diesem verdammten Wagen eingeklemmt. Viel mehr weiß ich nicht, weil ich dann weggetreten bin. Aber ich glaube, die wollten uns alle umbringen." Susannes sah ihn entsetzt an, als plötzlich ihr Handy klingelte. “Ja? Frau Krüger!......Ayda geht es soweit gut und Semirs Operation ist auch gut verlaufen. Ben und ich wollten gerade zur Past....Ja, es geht ihm gut!....Wir sind gleich da!“ sagte sie und legte auf. Ben sah sie fragend an.“Das war die Chefin, sie ist auf der Dienststelle und möchte mit dir reden!“

    Sarah bleibt doch noch bei Ben, denn Tim ist gut versorgt. Frederick hält sogar Wache vor seinem Bettchen.
    Und jetzt erfährt Semir, was mit seinem Freund los ist, ich glaube da kann er jetzt auch nicht mehr ruhig schlafen. Die Bösen sind jetzt erst mal vor Semir sicher, bis er wieder fit ist, sind die doch verschwunden. Ich glaube Yon und ich müssen sie uns schnappen. :D

    Oha, Wildschweine! Die können ja richtig gefährlich sein, aber zum Glück sind sie vorbei gezogen. Doch die Bösen sind den Flüchtenden dicht auf den Fersen und jetzt noch der Abgrund. Ich denke Anna kennt sich aus, aber so weit hat sie den Wald wohl noch nicht erkundet. Ob einer der Quadfahrer den Abgrund übersieht und nicht mehr rechtzeitig bremsen kann?

    So Abschlussfeed!
    Die Helden haben ja in der Geschichte ziemlich unlogisch agiert, vor allem Alex am Anfang. Konnte ich irgendwie nicht nachvollziehen. Man hat gemerkt, dass du nicht so richtig bei der Sache warst, aber ist ja auch kein Wunder nach dem privaten Drama.
    Ansonsten war ich zufrieden, Action drin, Semir wurde gequält, Alex auch. Die Szenen haben mir natürlich besonders gefallen. =O^^ Und natürlich ein wunderbares Happy End für Semir und uns. :)

    Uops, da muss ich korrigieren. Danke Elli, ja ich kenn den Film, aber der Hund heisst Demon. Unser Husky hat nämlich seinen Namen nach dem Filmhund bekommen. Das war aber nicht meine Entscheidung, sondern die von meiner Tochter.

    Kim sah dem letzten Rettungswagen nach und zog ihr Telefon aus der Tasche. “Hartmut? Tut mir leid, aber wir brauchen ihr Team nochmal.....Ja, wir haben sie gefunden, sie sind im Krankenhaus. Alles andere erzähl ich ihnen später.“ Sie nannte ihm die Adresse und rief dann in der Past an. “Susanne, wir haben sie. Sie werden jetzt in die Uniklinik gebracht.... Nein, ich glaube nicht... ich weiß noch nichts genaues. Schicken sie bitte Siggi und Bernd her und wir brauchen einen Gerichtsmediziner.“ Sie steckte ihr Handy weg und sah sich die drei Toten genauer an. Der eine kam ihr bekannt vor. Sie durchsuchte die Taschen des Mannes und fand eine Brieftasche, in der ein Führerschein steckte. “Anton Koslowski.“ murmelte sie und überlegte. Den Namen hatte sie schon mal gehört. Dann fiel es ihr ein. Könnte das der Vater von Damian Koslowski sein? Einer der „Autobahnpiraten“, der damals ums Leben gekommen ist. Nach dem Vater wurde gesucht, aber man hat ihn nie gefunden. Kim konnte sich fast denken, dass es hier um Rache gegangen ist. Aber Genaueres würde sie erst von Ben und Semir erfahren. Kim durchsuchte auch die anderen Toten, um einen Hinweis auf ihre Identität zu bekommen. Einer der Männer hatte nichts bei sich was ihr weiter helfen konnte. Der andere hieß Sascha Czelinski und war noch sehr jung. Gerade erst 25 Jahre alt geworden. Kim sah auf, als Bonrath auf sie zu geeilt kam. “Chefin, das SEK hat die Gebäude durchsucht und noch einen Toten gefunden.“ erzählte er völlig außer Atem. Das darf doch nicht wahr sein!, dachte sie. „Wo genau?“ und bedeutete Dieter, dass er vor gehen sollte.


    Susanne sah erschrocken auf, als Claudia plötzlich vor ihr stand. Sie war so in Gedanken versunken, dass sie es gar nicht gemerkt hatte, wie ihre Ablösung hereingekommen war. “Danke! Du hast was gut bei mir!“ sagte die Sekretärin und ergriff Claudias Hand. Sie hatte ihre Kollegin angerufen und gefragt, ob sie einspringen könnte, denn sie wollte unbedingt ins Krankenhaus. Susanne hielt es hier einfach nicht aus. Sie wollte wissen, wie es Ayda, Ben und Semir ging. Andrea war ihr beste Freundin und bestimmt völlig fertig.
    “Kein Problem! Und nun mach das du wegkommst! Und ruf mich an, wenn du etwas weißt.“sagte Claudia und setzte sich hinter den Schreibtisch. “Mach ich!“ Sie nahm ihre Tasche und Jacke und lief los.


    „Andrea!“ rief sie, als sie ihre Freundin im Warteraum erblickte und erschrak, als sie das geschwollene Gesicht sah. Susanne umarmte sie ganz fest. Dann ergriff sie die Hand ihrer Freundin und sah ihr in die Augen, die voller Sorge waren. “Wie geht es Ayda? Und dir? Du siehst schlimm aus.“
    Andrea schluckte schwer. „Sie machen gerade ein MRT von ihrem Kopf. Sie weiß nicht mehr, was passiert ist, Susanne! Ich mache mir solche Sorgen! Wenn sie nun Hirnverletzungen hat?“ Ihre Augen füllten sich mit Tränen. Susanne drückte sie wieder an sich. “Nein, das darfst du nicht mal denken. Alles wird gut, glaub mir!“ versuchte die Sekretärin ihre Freundin zu beruhigen. “Und Semir?“ fragte Susanne nun.
    “Er wird gerade operiert, er hat eine Schusswunde im Oberschenkel und Verletzungen an den Handgelenken und wer weiß was noch, sie haben ihn geschlagen. Sein Gesicht... Das ist alles so schrecklich!“ Andrea setzte sich auf die Bank und nahm die Hände vor das Gesicht. Ihre Schultern zuckten, bei jedem Schluchzen. Susanne setzte sich neben sie und strich ihr über den Rücken. “Es wird alles gut werden! Du wirst sehen!“ Aber auch sie mußte gegen die aufkommenden Tränen ankämpfen. “Weißt du etwas von Ben?“
    “Er ist zum CT. Aber es schien ihm gut zu gehen.“ sagte Andrea leise. Susanne nickte. “Hat der Arzt sich schon dein Gesicht angesehen, das sieht wirklich schlimm aus.“
    “Ja, aber das sind nur Prellungen, es ist nichts gebrochen. “Die Tür ging auf und der Arzt, der Ayda behandelt hat und eine Schwester kamen in den Raum. Andrea sprang auf. Wo war ihre Tochter? Ihr Magen krampfte sich zusammen. “Wo...wo ist sie?“
    „Beruhigen sie sich! Wir haben sie nur auf ein Zimmer gebracht. Ihre Tochter war stark unterkühlt und hat ein mittelschwere Gehirnerschütterung. Das MRT war unauffällig, aber wir werden ihre Tochter noch hier behalten. Zur Beobachtung! Wir haben ihr ein leichtes Beruhigungsmittel gegeben. Die Schwester bringt sie gleich in das Zimmer ihrer Tochter. Sie können bei ihr bleiben, es ist ein Familienzimmer.“ sagte der Arzt und berührte leicht Andreas Oberarm, als er sah, wie sie immer noch am ganzen Körper zitterte. “Wie gesagt, das MRT hat keine Verletzungen angezeigt und die kleine Platzwunde am Kopf ist nur oberflächlich.“ versuchte er sie zu beruhigen.
    „Aber wieso erinnert sie sich nicht, was passiert ist?“
    „Das kommt häufiger vor bei einem Schädel-Hirn-Trauma. Aber meistens kommt die Erinnerung nach kurzer Zeit zurück. Wir können nur abwarten. Entschuldigen sie mich jetzt, ich muss zu meinem nächsten Patienten. Die Schwester bringt sie zu ihrer Tochter.“ sagte er und wollte gehen.
    „Herr Doktor?“ Der Arzt blieb stehen und wandte sich um. “Ja?“
    „Mein Mann wird gerade operiert, könnten sie mir bitte Bescheid sagen, wenn er aus dem OP kommt?“ bat Andrea. Der Arzt nickte.“Natürlich!“
    „Kommen sie!“ forderte nun die Schwester Andrea auf. “Einen Moment bitte!“ Und an Susanne gewandt, die ebenfalls erleichtert war, sagte sie. “Würdest du bitte Robert anrufen! Ich hab in der Aufregung ganz vergessen ihm Bescheid zu sagen. Er macht sich sicher große Sorgen. Sag ihm, dass ich über Nacht hierbleibe. Morgen früh melde ich mich dann bei ihm.“
    „Ja, mach ich und nun geh zu Ayda! Ich warte hier auf Ben!“ sagte Susanne.

    Yon hat Recht! Es kommt noch ein bisschen was Ruhiges. Also die Nachwehen sozusagen. Action ist jetzt leider vorbei. Es sei denn, ich lasse Susan Semirs Operation beschreiben. Vielleicht mit Herzstillstand und so? :D

    Danke für Euer Lob. Ich freue mich sehr darüber und hoffe der Rest gefällt auch noch.
    Ach Sabrina, Ben ist jetzt zwar im Krankenhaus, aber nicht allzu lange. :whistling: Das ist nicht so mein Metier, das überlass ich lieber den Profis. Reicht schon,wenn ich Semir da "behandeln" muss. :D

    Da ist es wieder! Das Gurkenglas! 8| Ich hatte es schon fast verdrängt! Aber warum sollte Semir so sauer sein, nur weil er da ein bisschen Gurke abbekommen hatte. War ja sicher keine Absicht.Der ist doch sonst nicht so empfindlich.
    Aber nun ist ja wieder alles in Ordnung zwischen den Beiden und Nicole scheint sich ihm anzuvertrauen. Sehr schön!
    Nur Anna kann ich nicht verstehen.Wenn mein Sohn gekidnappt wäre, dann könnte ich kein Auge zu machen vor Sorge.Aber jetzt wissen wir endlich, warum sie im Wald lebt.