Beiträge von silli

    Ein Glück dürfen Kinder nicht zu Besuch mit auf die Intensivstation. Nicht nur wegen der Keime, sondern auch wegen der dort liegenden Patienten. Wenn ich mir vorstelle, Lilly und Ayda würden ihren Patenonkel dort so halbtot sehen..... ;( und dann guckt vielleicht das Darmrohr noch unter der Decke vor und die ganzen Beutel mit den Ausscheidungen. 8|
    Semir kommt ja am Abend schon nach Hause , das halten die Kinder bis dahin schon aus.

    Frau Brauner ist ein Glücksgriff, na bei soviel Pech mit ihrem Mann, hat Sarah auch mal etwas Glück verdient.

    Semir wachte auf, als eine Schwester hereinkam. “Guten Morgen, Herr Gerkhan!“ sagte sie freundlich und überprüfte den Zugang in seinem Arm, bevor sie eine neue Infusionsflasche anhängte. “Morgen.“ kam müde von ihm. Die ersten Sonnenstrahlen fielen bereits durch das Fenster und erhellten den Raum. Hatte er wirklich so fest geschlafen? Und er war immer noch müde. Nach dem Andrea gegangen war musste er gleich eingeschlafen sein. Sie hatte ihm noch erzählt, dass Ayda nur ein paar Zimmer weiter lag.
    “Könnte ich vielleicht nachher meine Tochter besuchen? Sie soll hier auf der gleichen Station liegen?“ fragte er die Schwester.
    "Das wird der Arzt entscheiden, aber ich denke, das wird schon gehen!“ lächelte sie. Plötzlich knurrte sein Magen so laut, dass die Schwester es hören konnte. Sie schmunzelte. “Es gibt gleich Frühstück." Semir merkte erst jetzt, wie hungrig er war. Wann hatte er das letzte Mal etwas gegessen? Wie lange war er überhaupt festgehalten worden? In der Gefangenschaft hatte Semir völlig das Zeitgefühl verloren.
    Kurze Zeit später kam das Frühstück und er verputzte alles, was auf dem Teller war.


    „Konnten sie etwas schlafen?“ fragte Frau Krüger Ben, als der mit einer Tasse Kaffee in der Hand, ihr Büro betrat. “Nicht wirklich!“ gab er zurück und setzte sich. “Wissen wir schon, wer die beiden anderen Toten sind?“ Kim nickte, nachdem sie einen großen Schluck von ihrer Tasse Tee getrunken hatte. “Hartmut hat an Hand der Fingerabdrücke die Identität herausgefunden. Es handelt sich um Pavel Czesak und Victor Wolczin. Beide polnische Staatsbürger und vorbestraft, wegen Autodiebstahls, Raub und schwerer Körperverletzung. Dieser Anton Koslowski hat auch ein paar Jährchen gesessen, wegen bewaffneten Raubüberfalls. Sascha Czelinski hatte keinerlei Vorstrafen.“
    „Aber wir wissen immer noch nicht wer der Mann ist, der uns geholfen hat?“ fragte Ben.
    „Leider noch nicht!“
    Es klopfte an der Tür und Susanne kam herein. “Das Marienkrankenhaus hat angerufen. Der Verletzte von gestern ist jetzt vernehmungsfähig!“
    “Danke, Susanne!“ Die Chefin erhob sich. “Wir fahren zuerst in die Uniklinik zu Semir und danach ins Marienkrankenhaus zu diesem mysteriösen Unbekannten.“


    Eine halbe Stunde später standen sie vor Semirs Zimmer. Ben klopfte und trat ein. “Hey, Partner!“ Sein Freund drehte den Kopf zur Tür und ein Lächeln erschien auf seinem Gesicht. “Ben!“ kam freudig von ihm. “Ich bin so froh, dass es dir gut geht. Dir geht es doch gut, oder?“ hängte Semir besorgt an, als er das Pflaster auf Bens Stirn und sein immer noch rotes Gesicht bemerkte. Ben schüttelte verständnislos den Kopf. “Du liegst hier im Krankenhaus an irgendwelchen Apparaten und machst dir Sorgen um mich? Ich bin in Ordnung! Sag mir lieber, wie es dir geht!“
    Semir winkte ab. “Es geht schon!“
    “Mmmh, das sehe ich!“ kam ironisch von Ben und wies mit dem Kopf auf die Apparate. "Du siehst fürchterlich aus!" hängte er an.
    "Danke! Du siehst auch nicht gerade aus, wie das blühende Leben." konterte Semir. In dem Moment klopfte es wieder an der Tür und Frau Krüger trat ein.“Chefin!" sagte der kleine Hauptkommissar und versuchte sich aufzusetzen.
    " Semir, ich freue mich, dass es ihnen besser geht!" Sie trat an sein Bett und musterte ihn. "Ich war eben noch kurz bei Andrea!“
    "Ja?" Semir sah sie erwartungsvoll an. “Ihrer Tochter geht es gut. Sie hat die Nacht durchgeschlafen. Aber die Erinnerung ist noch nicht wieder da!“
    Semir ließ sich ins Kissen zurücksinken. “Vielleicht ist es besser so, wenn sie sich nicht erinnert!“ sagte er leise. Ben und Kim sahen sich an. “Was ist passiert?“ fragte die Chefin nun. Und Semir fing an zu erzählen.

    Na toll, jetzt ist Harry tot und die Spur dahin. Ben hat nicht aufgepasst, weil ihn die Sache mit Jenni beschäftigt und Harry konnte auf seine Karre steigen und abhauen. Im Grunde hat er es wieder verbockt, wo diese Spur doch so wichtig war um Kevin zu helfen.
    Ben macht einen Bockmist nach dem anderen.

    Das Gespräch im Auto, die Verfolgungsjagd, der Unfall....wieder ein Klasse Kapitel.


    "Guten Morgen. Semir, Kripo Autobahn.

    Ist das gewollt, dass er sich mit seinem Vornamen vorstellt?

    Na das sieht ja gut aus! Lucky frisst jetzt endlich. :) Der Duft von Ben ist ihm in die Nase gestiegen und hat ihm wieder neuen Mut gegeben. Und Sarah scheint den gutmütigen Hund jetzt auch in ihr Herz geschlossen zu haben. Ich glaube, dass Lucky doch noch in Bens Familie landet.

    Frau Krüger saß hinter ihrem Schreibtisch und sah auf, als Ben nach einem kurzen Anklopfen eintrat. “Alles in Ordnung mit ihnen?“ fragte sie besorgt und sah auf sein riesiges Pflaster. “Es ist nur eine Schnittwunde. Halb so schlimm.“ sagte er und setzte sich auf einen der beiden Stühle, die vor dem Schreibtisch der Chefin standen. Kim sah ihn mit einem Blick an, der deutlich Zweifel an seiner Aussage zeigte, aber sie ging nicht weiter darauf ein. Sie stütze die Unterarme auf die Schreibtischplatte und verschränkte die Finger ineinander.
    „Herr Jäger, können sie mir sagen, was zum Teufel passiert ist? Wir haben 4 Tote!“ Überrascht sah er seine Chefin an. “Vier?“ Kim nickte. “Und einen Schwerverletzten! Von Semir, Ayda und ihnen mal ganz zu schweigen. Also, was ist passiert?“

    Ben fing an zu erzählen und Frau Krüger hörte aufmerksam zu.
    „Dieser Mann, der ihnen bei der Flucht geholfen hat, kennen sie seinen Namen?“ Ben schüttelte den Kopf. “War er dunkelblond, um die dreißig und trug eine schwarze Lederjacke?“ fragte die Chefin. “Ja, genau! Wieso?“
    “Er ist nicht tot! Er wurde mit einer Schusswunde im Bauch ins Sankt Marienhospital eingeliefert. “Ben sah sie verwirrt an. “Aber, ich habe gesehen, wie der Kerl ihm direkt in die Brust geschossen hat! Genau hier!“ sagte er und zeigte mit dem Finger auf sein Herz. „Er lebt! Das Krankenhaus hat mich vor einer halben Stunde angerufen, es wurden keine lebenswichtigen Organe verletzt. Er hat die Operation überstanden und wird wieder gesund.“
    Ben stieß erleichtert den Atem aus. „Gott sei Dank! Ich dachte er...“ Kim unterbrach ihn. “Aber wir wissen nichts über diesen Mann, er hatte keine Papiere bei sich und ich bin mir nicht sicher, ob er nicht zu den Kidnappern gehört. “Ben rieb sich mit Zeigefinger und Daumen über die Augen. “Schon möglich, aber Chefin, er hat uns geholfen!“
    „Ja das mag ja sein, aber ich lasse ihn trotzdem von einem Beamten bewachen, bis die Sache geklärt ist!“ Sie machte eine kurze Pause und lehnte sich in ihrem Stuhl zurück. “Und sie wissen nicht, was die Kidnapper wollten?“
    „Nein, ich habe keine Ahnung!“
    „Bei einem der Toten haben wir einen Führerschein gefunden. Anton Koslowski. Sagt ihnen das was?“
    Ben runzelte die Stirn und überlegte. Den Namen hatte er schon mal gehört, aber er wusste nicht mehr in welchem Zusammenhang. Kim fuhr fort. “Er ist der Vater von Damian Koslowski, einer der Autobahnpiraten, der bei einem Unfall umgekommen ist, während sie als Geisel festgehalten wurden. Wir konnten Verbindungen von Koslowski zu ihren damaligen Entführern feststellen. “Ben stand auf und ging ein paar Schritte, blieb stehen und drehte sich wieder zu Kim. “Sie denken es ging um Rache?“
    „Ja, das denke ich!“
    „Aber wieso Ayda? Ich meine, wenn er mich und Semir...“ Er fuhr sich mit der Hand durch die Haare.
    „Das wird uns hoffentlich Herr Gerkhan sagen können!“ Plötzlich klingelte ihr Telefon. “Ja? Was gibt es?....Was?! Das darf doch nicht wahr sein! Kennen sie seine Identität?.....Ja...Ja, Danke!“ Sie legte auf und sah zu Ben, der sie fragend anstarrte. “Wir haben noch einen Toten gefunden! Ihm wurde in den Kopf geschossen. Der Mann hieß Ferhat Özdemir laut dem Ausweis, den er bei sich hatte. Bens Augen weiteten sich vor Unglauben und seine Kinnlade viel herab. Kim der das nicht entgangen war, sah ihn an. “Herr Jäger? Alles in Ordnung mit Ihnen?“ Ben hatte es die Sprache verschlagen, er bekam kein Wort raus. “Kannten sie ihn?“ fragte Kim nun und er nickte langsam. “Er ist....war... mein Makler...und ein Schulfreund von Semir.“ Jetzt sah Frau Krüger ihn ungläubig an und ihr fehlten die Worte. Einen kurzen Moment war es still im Büro, man hörte nur die Uhr an der Wand ticken. “Das tut mir Leid!“ sagte die Chefin leise. “Fahren sie nach Hause und ruhen sich aus!“ Ben stand vom Stuhl auf. “Wir haben vorgestern noch zusammen gesessen und...jetzt ist er tot!“ Er fuhr sich mit der Hand über die Augen und holte tief Luft.“Jemand muss es seiner Frau sagen!“
    “Es sind schon zwei Kollegen auf dem Weg zu ihr!“
    “Ben gehen sie nach Hause!" Unschlüssig stand er da, dann nickte er Gedankenverloren. "Wann fahren sie zu Semir?"
    "Heute gegen 9.00 Uhr."
    "Ich komme mit!"

    Ich weiß ja nicht, wie schmerzhaft so ein Jochbeinbruch ist, aber ob man da so reden kann und sich anfassen lässt?

    Ist schon schmerzhaft, wenn man meinem Bruder glauben kann. Aber reden konnte er.
    Und Semir hat den Jochbeinbruch, nicht Andrea, und sie berührt ihn nicht, jedenfalls nicht im Gesicht. ;)
    Jochbein ist ja unter dem Auge und es sollte so rüber kommen, dass sie ihre Hände um seinen Kopf legt, also an den Seiten.

    Auch bin ich erst bei der Mitte dieser Geschichte angelangt, da kann er noch nicht so ganz schlapp machen.


    Genau, ich habe schon Angst bekommen, als der Typ da mit ner Eisenstange rumgefuchtelt hat. Da wäre nicht mehr viel heil in Semirs Körper und er muss noch bisschen kämpfen, hoffe ich.

    Kevin ist also doch nicht Schuld am Tod von Schneider. Sondern der mysteriöse Boss, der die Sache selbst ausgeführt hat.Also kennt er sich mit dieser Tötungstechnik aus und Kevin findet heraus, dass noch weitere Häftlinge an plötzlichen Herzversagen gestorben sind. Jetzt müssen diese ganzen Infos nur noch Semir und Ben erreichen.

    Ah, sie wollen herausfinden, was Semir weiß, auch wenn sie erst nocht nicht wußten, dass er Bulle ist. Und Semir will auf Zeit spielen, weil er denkt Alex taucht gleich auf. Wenn der wüsste! Das kann noch dauern, falls er überhaupt kommt, vielleicht werden die Wilderer ihn überwältigen.
    Der Zettel ist ein Geldschein? Ich wette die drucken da Falschgeld.

    Aua ist zu MIlde ausgedrückt. Ich würde es eher so beschreiben. AAAAAHHHH, NEIN! HÖRT AUF! LASST MICH STERBEN!
    Was für eine Folter! Und das war bestimmt nicht die letzte Reinigung!
    Semir ist total geschockt, ich auch, wenn ich mir das alles so im Kopf vorstelle. Das schüttelt mich richtig. X/

    Das ist ja jetzt wirklich eine schwere Entscheidung. Wem soll Alex zuerst helfen? Am besten wäre ja gleich Verstärkung zu holen, denn was soll Alex und Anna schon gegen eine Horde Wilderer ausrichten? So ich frag mich jetzt, was sie von Semir wollen? Nicole ist klar, Spielzeug für die Jungs, aber Semir? Na wir werden es erfahren.
    Aber das Paul sich nicht bewegt! Ich will nicht, dass er tot ist! ;(

    Andrea öffnete vorsichtig die Tür und sah Semir, die Augen geschlossen, kreidebleich im Bett liegend. Seine Handgelenke waren verbunden. Er hatte eine Nadel in der Armbeuge, über die eine klare Flüssigkeit in seinen Körper geleitet wurde. Eine Blutdruckmanschette lag an seinem anderen Arm und auf seinem Brustkorb klebten Überwachungselektroden. Der Monitor neben ihm piepste leise und gleichmäßig. “Semir?“ fragte sie und nahm seine Hand in ihre. Er öffnete die Augen und ein Lächeln trat auf seine Lippen, als er sie sah. „Andrea!“
    “Wie geht es dir?“ fragte sie leise und betrachtete besorgt sein blutunterlaufendes Auge und sein angeschwollenens Gesicht.
    „ Es geht mir gut. Das sieht schlimmer aus als es ist. Mach dir bitte um mich keine Sorgen!"
    "Wie geht es Ayda und... dir?“ fragte er nun mit rauer Stimme und berührte sanft Andreas geschwollene Wange.
    “Sie hat eine Gehirnerschütterung! Semir, sie kann sich nicht erinnern, was passiert ist!"
    "Was sagt der Arzt?"
    “Er meint, dass es vorkommen kann, bei einem Schädel-Hirntrauma und wir abwarten sollen, aber ich habe trotzdem Angst, dass irgendetwas mit ihrem Kopf nicht in Ordnung ist. Semir nickte leicht. “Geht es Lilly gut? Haben sie ihr etwas getan?“ Andrea schüttelte leicht den Kopf. “Sie ist zu Hause bei Robert und schläft jetzt. Sie war vollkommen erschöpft und hatte solche Angst. Wir alle hatten Angst. Diese Männer sind ins Haus eingedrungen und haben Ayda mitgenommen. Ich...ich konnte sie nicht beschützen. Was wollten sie von ihr, Semir?“ Er kämpfte sich in eine sitzende Position und schluckte schwer. Er hatte Angst ihr die Wahrheit zu sagen, die Wahrheit, dass er dafür verantwortlich war, wieder einmal, dass seine Kinder und Andrea in Lebensgefahr gerieten. Andrea sah ihn fragend an, als er immer noch nicht antwortete. Semir holte tief Luft und senkte den Blick auf die Bettdecke.
    “Sie....sie haben Ferhat erschossen...vor meinen Augen...und ...sie wollten Ayda und Ben....“ seine Stimme brach. Andrea sah ihn entsetzt an. “Aber warum?“ Er hob den Kopf und sah Andrea an. In Semirs Augen schimmerten Tränen, als er weiter sprach.“Wegen mir, Andrea! Wegen mir!“ stieß er aus und wischte mit der Hand die Tränen weg. “Ich bin Schuld, dass Ferhat jetzt tot ist! Dieser Kerl, Koslowski, er wollte sich an mir rächen...er wollte auch Ayda und Ben....Semir schluckte und wieder lief eine Träne seine Wange herab.“ Es tut mir so Leid! Wegen mir ist mein Freund tot und ihr seid schon wieder in Gefahr geraten...die Kinder, Ben, Du...“ Er hob den Arm und strich sanft mit den Fingerspitzen über Andreas Gesicht. “Es ist meine Schuld und ich möchte nie wieder der Grund sein, dass ihr verletzt werdet. Ich werde dich nicht mehr bedrängen...ich möchte nicht, dass ihr wieder zur Zielscheibe werdet und akzeptiere die Scheidung.“ Andrea stiegen Tränen in die Augen, so sehr tat ihr Semir leid. Sie wusste nicht, was sie sagen sollte. Ja, es war einer der Gründe, warum sie in ihrer Ehe nicht mehr glücklich war. Früher war Semir auch oft in Gefahr geraten und sie hatte um ihn gebangt, doch jetzt waren die Kinder und es war nicht das erste Mal, dass sie als Druckmittel gegen ihren Vater benutzt wurden. Sie hatte ständig Angst, Angst um ihren Mann, Angst um ihre Kinder und das zehrte an ihr. Und das Erlebnis von heute, hatte ihr fast den Verstand geraubt. Doch sie liebte Semir immer noch, und wenn sie sich scheiden ließen, waren dann Ayda und Lilly wirklich sicher? Andrea wusste es nicht, sie wusste gar nichts mehr. “Andrea?“ Semirs Stimme riss sie aus ihren Gedanken. “Ja?“
    “Ich sagte gerade, ich bin mit der Scheidung einverstanden.“ Sie nickte schwach. “Lass uns bitte nicht jetzt darüber reden! Das ist im Moment nicht wichtig! Du musst dich ausruhen und wieder gesund werden. “Sie legte beide Hände um seinen Kopf , und zwang ihn sie anzusehen. “Bitte gib dir nicht die Schuld! Diese Verbrecher sind dafür verantwortlich nicht du!“ flüsterte sie und strich ihm über die Wange.

    Susanne und Ben betraten das Großraumbüro. Es war mittlerweile 1.00 Uhr in der Nacht. Claudia, die gerade etwas auf ihrem Computer tippte unterbrach ihre Arbeit und stand auf. “Du wolltest mich doch anrufen! Ich und Dieter sitzen hier wie auf Kohlen!“ sagte sie vorwurfsvoll. “Entschuldige!“ kam kleinlaut von Susanne. “Ben, schön dich zu sehen. Geht es dir gut?“ fragte Claudia nun und musterte den jungen Polizisten. “Alles gut!“ lächelte er und zwinkerte ihr zu. Dieter kam gerade aus der Küche, mit einer Tasse Kaffee in der Hand und sah seinen jungen Kollegen erstaunt an. “Musst du nicht im Krankenhaus bleiben?“ Ben winkte ab. “Doch nicht wegen der paar Kratzer!“ Er nahm dem verblüfften Bonrath die Tasse aus der Hand. “Danke, Dieter,... nicht nur für den Kaffee!" sagte er ernst und sah dem langen Polizisten in die Augen. Der wußte was Ben meinte und sah etwas verlegen drein.
    "Die Chefin wartet auf dich!" mahnte Claudia.
    Ben nahm einen Schluck Kaffee und machte sich dann auf den Weg, während Susanne ihren Kollegen von Semir, Ayda und Andrea berichtete.

    Also du überrascht mich immer wieder! Das Jenny und Ben....hätte ich jetzt nicht erwartet! Die Nächsten mit Gewissenskonflikten. Das ist wirklich dein Ding, nicht wahr Campino?
    Da haben beide die Kontrolle verloren! Oha, ich weiß gar nicht was ich schreiben soll. Bin immer noch geschockt! Aber es ist immer leicht, als Aussenstehender, den Finger zu heben. Man weiß nie, wie man selbst in dieser emotionalen Situation reagieren würde.

    Semir erfährt jetzt auch, was die beiden letzte Nacht so getrieben haben, bis auf die eine Sache natürlich und reagiert doch ganz vernünftig und schnauzt Ben nicht gleich an.

    Hammer Kapitel! Meine Güte! Freue mich auf das Nächste!