Beiträge von Simon.

    Nach meinem wirklich euphorischen Review von "Die dunkle Seite" fällt meine Bewertung heute bei weitem nicht so hochlobend aus. "Jung, weiblich, hochexplosiv" ist gut, sie ist stark und macht vieles gut, aber genau wie bei manchen guten! Folgen der letzten Staffel geben mir manche Dinge einen faden Beigeschmack, die meinen Eindruck der Folge beim ersten Mal anschauen wesentlich in eine negative Richtung gelenkt haben, und mich die Folge erst nach dem zweiten Mal anschauen mit doch etwas mehr Zufriedenheit zurückgelassen haben.

    Da ich diesmal chronologisch die Folge Revue passieren lassen möchte, erstmal zu etwas sehr postivem, was auf der Hand liegt. Nämlich das Wiedersehen mit Felix, womit man nicht unbedingt gerechnet hätte. Die lockere Unterhaltungen im Dienstwagen von Semir wissen zu gefallen. Natürlich könnte man nun hin, und hinterfragen was ein Zivilist (dazu auch noch ein Kind) in einem Dienstwagen der Polizei verloren hat, welches dann auch noch ohne Bedenken einen Einsatz annimmt und den Jungen somit in Gefahr bringt, aber daran möchte ich mich diesmal nicht stören. Vor allem, da es anders auch einfach nicht machbar ist, da eben wie heute endlich mal wieder, der Anfang auf der Autobahn spielen soll.
    Ein relativ großes Problem habe ich direkt am Anfang mit der Inszenierung von Ina auf der Autobahn. Für mich wirkt diese Szene einfach zu keinem Moment ernstnehmbar und unfreiwillig komisch. Ich weiß, dass ich eine solche Formulierung schon des öfteren in meinen Meinungsbeiträgen gebracht habe, aber anders kann ich diesen Eindruck, dieses Gefühl nicht schildern. Schön gerade auf dem Mittelstreifen geht die Figur mit undefinierbarem Gesichtsausdruck und ihren Stöckelschuhen den Autos entgegen?! Warum stolpert sie nicht, warum irrt sie nicht umher, warum schreit sie nicht? Warum keine Dramatik und so kalt präsentiert? Die Inszenierung damals in der Chris-Folge "Totalverlust" war identisch, als der alte Nachbar von Semir einfach mal so über die Autobahn spaziert und um ihn herum die Autos fliegen. Vielleicht ist es wie bei allem wirklich Geschmacksache, und anderen Zuschauern raubt es den Atem. Mir aber ganz und gar nicht.

    Viel schlimmer wird diese Tatsache erst dann, wenn einige Zeit später klar wird, dass die Figur nicht mal aus Verzweiflung oder infolge eines Traumas so gehandelt hat sondern das Ganze auch noch gespielt und in voller Absicht passiert sein muss. Dass ein Mensch aus Verzweiflung zu der Tat greift sich einen echten Sprenggürtel anziehen zu lassen im Wissen, dass niemand ihn zünden würde, ist die eine Sache. Aber sich derart in Lebensgefahr zu bringen, dass sie sogar im letzten Moment erst durch Semir vor einem anrasenden LKW gerettet wird, ist einfach ein Widerspruch in sich und an dieser Stelle auch eine klare Kritik an die Glaubwürdigkeit des Buchs.

    Alles was danach kommt ist sehr gut. Heinz Dietz gibt sich Mühe, die Emotionen bestmöglich herüberzubringen. Hervorragend beispielsweise die Szene als Luisa auf dem Revier mit dem Sprenggürtel auftaucht. Slomos werden nicht nur hier eingesetzt, auch beispielsweise direkt danach als Semir und Alex im Steinbruch davon erfahren. Nur eine kurze Einstellung in Zeitlupe als Alex das Handy auf laut stellt, mit beeindruckendem Hintergrund, optisch perfekt, Franco lässt grüßen.

    Uwe Bohm ist für die Rolle des Psychopathen ein Glücksgriff. Die Dialoge zwischen seiner Rolle und den Mädchen sind sehr gut gewählt und lassen die Charaktere emotional sehr gut begreifen, auch wenn die Darstellerin der Ina meiner Ansicht nach nicht die Idealbesetzung ist. Vor allem leben aber diese Szenen auch von dem Visuellen.
    Denn genial ist auf jeden Fall erneut der Look, auch wenn es mal wieder ein komplett anderer ist. Der Blaufilter macht optisch einiges her, hinzu kommen hervorragende Kameraperspektiven. Fast übertreibt man es sogar, perfekt war für mich damals der blaue Farbton in "Ohne Gewissen", der irgendwie nicht ganz so "aufdringlich" daherkam.

    Dann habe ich noch ein Problem mit dem Banküberfall von Alex. Diesmal keine Tankstelle sondern eine Bank, es geht aufwärts. Allerdings auch aufwärts an Unglaubwürdigkeit. So wie das Agieren von Alex dargestellt wird, so habe ich ihn aus den letzten Folgen nicht in Erinnerung. Natürlich macht er des öfteren gerne einen auf coolen Cop, aber derart verharmlost wie das hier herübergebracht wird, ist sehr grenzwertig. Vor allem passt es gar nicht in das bis dato verwendete ernste zum Nachdenken anregende Erzählschema der Folge.

    Und haarig wirds dann wieder beim "Finale". Alex und Luisa sind ins Wasser gesprungen, der Sprenggürtel ist nicht explodiert. Aber als Alex ihn anschließend durch die Luft wirft und Semir darauf schießt, schau an, explodiert zeitgleich das Boot, welches noch nicht einmal Berührung mit dem durch die Luft fliegenden Sprenggürtel hatte. :D Sorry, aber das geht echt gar nicht. So erzwungen, dass es weh tut... (Edit: Mavs Gegenargument ist überzeugend, trotzdem hatte die Figur ein besseres Ende verdient.)

    Sehr zu überzeugen weiß dann aber wieder die Schlussszene. Die Geschichte ist positiv ausgegangen, es ist also sozusagen zu einem "Happy-End" gekommen und doch wird der Zuschauer nachdenklich zurückgelassen. Vor allem auf der Ebene der Dialoge merkt man einen enormen Unterschied zu früher. Nicht nur bei dieser Schlussszene.

    Also versteht mich nicht falsch. Auch wenn der Beitrag jetzt größtenteils Kritikpunkte enthält, so sind das nur die Dinge, die verursachen, dass eben genau diese Begeisterung wie bei "Die dunkle Seite" nicht ganz da ist. Und das ist überwiegend auch Meckern auf hohem Niveau. Trotzdem ärgerlich, weil da noch deutlich mehr drin gewesen wäre.

    Insgesamt gesehen ist es für mich also eine auf den zweiten Blick relativ gute Folge, die jedoch mit einer Menge an Schattenseiten daherkommt, die vor allem beim 1. Mal anschauen für Verärgerung gesorgt haben. Und da ich der Meinung bin, dass der erste Eindruck entscheidend ist, und man von Natur aus dazu tendiert sich die Dinge ab dem 2. Mal etwas schöner zu reden, vergebe ich allerhöchstens 8 von 10 Punkten.

    Guten Morgen,

    nach 4 Jahren ist "Alarm für Cobra 11" erstmals wieder für den Bambi, den wichtigsten Preis in der Medienbranche nominiert.

    Während es 2010 nur den letzten Platz gab und man sich gegen "Danni Lowinski", "Der Kriminalist" und "Um Himmels Willen" geschlagen geben musste, muss unsere Serie diesmal gegen "In aller Freundschaft", "Der Bergdokter" und erneut "Danni Lowinski" antreten.

    Abstimmen kann man bei diesem sogenannten "Publikums-Bambi" entweder per Telefon oder via Onlineabstimmung. Und diesmal bitteschön öfters als 2010! ;)

    Schaut selbst und macht mit! http://www.bambi.de/voting/alarm-fuer-cobra-11

    Das Los hat entschieden. Ebenfalls ein Poster und ein Lesezeichen von "Cobra 11" hat gewonnen:

    Autobahnpolizist1996

    Bitte melde auch du dich mit einer privaten Nachricht bei Elvira oder mir. Beide Gewinne werden sich dann Mitte/Ende nächster Woche zu euch auf den Weg machen.

    Somit wäre die gesamte Aktion dann beendet, nochmals danke für die Teilnahme und schön, dass es euch gefallen hat. :)


    Am 8. Oktober 2014 fand in Köln die große Kinopremiere zum neuen Pilotfilm "Die dunkle Seite" statt. Gegen 19 Uhr trafen Andrej und ich in Köln-Ehrenfeld beim Cinenova ein. Elvira war natürlich schon da und auch ein paar andere "alte Bekannte". Die ersten Gäste versammelten sich schon vor dem Kinoeingang, unter ihnen auch Stefan Richter, der Action-Regisseur von Action Concept schlechthin, der die Firma vor einigen Jahren verlassen hatte.

    Nach der Akkreditierung ging es dann direkt zum roten Teppich. Hinter der Presseabsperrung wohlgemerkt galt es sich einen möglichst besten Platz zu sichern um einmal zu testen, was die Kamera des neuen anscheinend biegsamen Smartphone der Apfelmarke so drauf hat. (über das Ergebnis kann sich ja nun jeder selbst ein Urteil bilden.. :D)

    Anders als sonst ließen sich die Schauspieler etwas Zeit um auf dem roten Teppich zu erscheinen. Es waren auch nicht ganz so viele bekannte Gesichter aus anderen Serien und Filmen zu sehen. Da fallen mir spontan nur einige wenige Darsteller aus "Unter Uns" und "Alles was zählt" ein. Die Zeit verging und irgendwann tauchte dann auch Vinzenz auf dem roten Teppich auf, und zwar gemeinsam mit seiner Schwester Dorkas Kiefer. Später kam dann auch Nick Julius Schick (Felix) noch dazu. Zwischendurch standen die Schauspieler auch für Interviews mit RTL, Vip.de und sonstigen Medienportalen zur Verfügung.

    Kurz vor Filmbeginn (in Saal 1 startete er um 20:30 Uhr) kam dann auch die gesamte Cobra-Mannschaft auf den roten Teppich. Zuerst nur Erdogan und Vinzenz, dann einmal alle Darsteller samt Tozza, Joha und Schmidt, einmal nur die Darsteller. Dann wiederum nur die Mädels und anschließend auch noch einige einzeln, je nach Wunsch der Fotografen.

    Kurz vor 20:45 Uhr (Start in Saal 2) dann noch schnell Getränke und Popcorn besorgt, und danke Elvira und Co. einen hervorragenden Platz freigehalten bekommen. Danke an dieser Stelle. Kurze Rede von Hermann Joha und Film ab.

    Nachdem der Film beendet war und ordentlich Applaus erntete mussten wir entsetzt (zumindest ich) feststellen, dass anders als in beiden anderen Sälen, Schauspieler, Autoren, Regisseur, Kameramann und Co, sprich die gesamte hauptversantwortliche Crew in unserem Saal, wohl aus organisierungstechnischen Gründen nicht auf die Bühne kamen um noch ein paar abschließende Worte loszuwerden. Schade, aber man kann nicht alles haben.

    Nach dem Film war der Abend dann aber noch nicht vorbei, es gab natürlich noch eine kleine "Rezeption" oder wie man es auch nennen mag, rund um den Eingangsbereich beim roten Teppich und in der im Kino integrierten Bar. Auch die Schauspieler wanderten umher und standen für Fotowünsche beim nun für jedermann verfügbaren roten Teppich zur Verfügung.

    Langsam ließ man den Abend ausklingen und kurz nach halb 1 war dann Feierabend und alle Gäste wurden "hinausgebeten". War ja schließlich mitten in der Woche. Und ich hatte noch eine Heimfahrt durch Nacht und Schlagregen vor mir. Aber geschenkt, der Abend war es wert. Die Atmosphäre, die Schauspieler, die Crew, die gemachten Fotos und natürlich alle guten Bekannte, die man wieder sehen konnte.
    Und auf Facebook würde man dann jetzt wohl noch Elvira, Thorsten, Marco, Andrej, Darcie, Anne, Mandy und eventuell noch ein paar andere, die ich möglicherweise gerade vergesse, markieren.. :)

    Nein, nicht dass ich wüsste. Es sind lediglich die paar 1000 Quotenboxen, die in Deutschland verteilt sind mit deren Hilfe dann eine eigentlich nicht sehr repräsentative Hochrechnung gemacht wird. Aber der ganze TV Markt richtet sich danach..

    Mich regt im Übrigen derzeit die negativ klingende Berichterstattung von DWDL und Quotenmeter ziemlich auf..

    Die Quoten sind schon da. Und sie sind gut!

    Weit von früheren Topwerten entfernt, aber nachdem was bei RTL in letzter Zeit alles so schief gelaufen ist, wird man zu 100% mit diesen Werten zufrieden sein, denn:

    - ab 3 Jahren: 3,34 Millionen Zuschauer (11,2%)
    - 14-49 Jährige: 1,76 Millionen Zuschauer (15,7%)
    - 14-59 Jährige: 2,57 Millionen Zuschauer (15,2%)

    Man beachte, dass der RTL Schnitt in der Gruppe der 14-59 Jährigen derzeit bei gerade einmal 12,7% liegt. :)

    "The Voice" hat natürlich trotzdem die Primetime gewonnen, aber auch da schwindet das Interesse schon etwas: http://www.dwdl.de/zahlenzentrale…chter_verluste/