Beiträge von Simon.

    Die Quoten sind da:

    - ab 3 Jahren: 3,21 Millionen Zuschauer (10,1%)
    - 14-49 Jährige: 1,82 Millionen Zuschauer (15,9%)
    - 14-59 Jährige: 2,53 Millionen Zuschauer (14,7%)

    Absolut zufriedenstellende Quoten nach einem eher verhaltenen Staffelauftakt! In der klassischen Zielgruppe hat man sich um ganze 2% gesteigert und in der für RTL relevanten Gruppe sind es 1,5% mehr als vorherige Woche.

    Die Konsequenz ist der Tagesssieg in beiden Zielgruppen. Auch Frau Klum hatte diesmal keine Chance! :)

    Dramatisch, spannend, bombastisch, mitreißend, hochemotional, spektakulär und todtraurig. So viele Adjektive um diese Folge zu beschreiben, und so gegensätzlich sie teilweise auch sein mögen: Zurück bleibt die große Begeisterung für diesen ersten Teil der Doppelfolge "Ausgelöscht".

    Natürlich könnte man jetzt nach Ausstrahlung wieder das Thema aufgreifen warum nach Hotte nun auch unser lieber Bonrath sterben musste. Aber diese Entscheidung der Macher muss nun mal akzeptiert werden und seit heute steht für mich auch fest: Nicht alles ist schlecht daran und es ist durchaus nachvollziehbar warum man sich zu diesem drastischen Schritt hat hinreißen lassen. Denn erzählerisch und im Hinblick auf die Charaktere wurde mit dem heutigen Ende sozusagen wieder eine neue Ära mit vielen neuen Möglichkeiten eingeleitet. Denn nach diesem Ende ist wohl wirklich für jeden nachvollziehbar warum das Team, insbesondere Jenny, in den nächsten Folgen eine Psychologin braucht.

    Aber nun zur Folge an sich. Man scheint Gefallen daran gefunden zu haben, an dem was Boris von Sychowski 2013 mit "Tödliche Wahl" eingeführt hat. Die Folge beginnt irgendwo mittendrin im Plot, Semir und Alex befinden sich irgendwo im Nirgendwo und das Interesse des Zuschauers ist geweckt. Ein Anfangsstunt mit tollen Digicopter Aufnahmen und als das Indikativ beginnt, steht schon zweifelsfrei fest: Diese Folge ist etwas besonderes.

    Es folgt ein Bruch und die nächsten Minuten sind sehr ruhig. Bonraths Abschlussfeier, wunderschön und emotional inszeniert. Da ist sie wieder, die einzigartige Team- Atmosphäre. Wenn schon keine Autobahn, dann zumindest das. Hinzu kommt der horizontale Handlungsstrang um Dana, der an dieser Stelle sehr geschickt aufgegriffen wird.

    So viele Wendungen wie in dieser Folge hat es selten zuvor gegeben. Die Motive der belgischen Polizistin sind mir etwas arg abgekürzt aber doch gelingt es mehrmals genial den Zuschauer auf falsche Fährten zu locken.

    Die Spannung ist unglaublich stark, aber das ist man schon alleine durch die Bildsprache bei Franco gewohnt. Spannender kann man auch keine Schießerei inszenieren als er es getan hat beim Schusswechsel zwischen dem Auftragskiller von Grundmann und Semir/Alex.

    Bonraths Tod ist unvorstellbar stark. Ja, das meine ich wirklich genau so wie ich es schreibe. Die durch diesen grausamen und fast schon abstoßenden Tod zugespitzte Dramatik sorgt für ein Gefühlschaos nach Abschluss der Episode, das quasi nicht größer sein könnte. Man sprengt alle Gesetze der entspannten Abendunterhaltung, packt den Zuschauer und lässt ihn ohne Bedenken wie ein Kartoffelsack wieder fallen. Einzigartig!

    Was gibt es an dieser Folge auszusetzen? Nicht sonderlich viel, ganz im Gegensatz zu letzter Woche. Etwas arg schnell abgehandelt ist vielleicht das vorläufige Ende der Figur Maria Isolde Schrankmann. Lieb gewonnen hatte man sie ja irgendwie trotzdem. Das Ende der Folge ist zwar mit Absicht abrupt, vielleicht aber doch etwas zu abrupt. Da hätte ich als Regisseur den Emotionen noch etwas mehr Raum gegeben, auch was die Reaktion von Semir und Alex betrifft. Aber wenn schon gnadenlos und ohne Kompromisse dem Zuschauer gegenüber, dann auch richtig, wird sich Franco wohl gedacht haben.

    Gesehen haben wir ein Highlight zu Ehren der Figur Dieter Bonrath, ein mehr als würdiger Abschied, der mit Sicherheit im zweiten Teil noch fortgesetzt wird. Und doch blickt man nach einer solchen Folge ein paar Jahre zurück und fragt sich wie Dietmar Huhn sich wohl jetzt fühlen könnte bei dem Abschied den seine genauso ehrenhafte Figur erhalten hat...

    10 von 10 Punkte, steht natürlich außer Frage. "Die dunkle Seite" wurde aber für mich nicht getoppt. ;)

    - ab 3 Jahren: 3,09 Millionen Zuschauer (9,4%)
    - 14-49 Jährige: 1,72 Millionen Zuschauer (13,9%)
    - 14-59 Jährige: 2,44 Millionen Zuschauer (13,2%)

    Für einen Staffelauftakt wahrlich keine atemberaubende Quoten.

    Das Positive: Wir sind über dem Senderschnitt in beiden Zielgruppen, wir haben das in den letzten Wochen starke "Criminal Minds" mal eben hinter uns gelassen und in der von RTL favorisierten Gruppe der 14-59 Jährigen ist es sogar der Tagessieg!

    "Block B" kam später nicht über 11,4 und 13,3% (resp. 10,7 und 12,1%) heraus.

    Die Berichterstattung von DWDL und Quotenmeter ist mir einmal mehr rätselhaft. Bei "Block B" spricht man bei 10,7 und 12,1% in der von RTL favorisierten erweiterten Zielgruppe von "keinem Fehlstart". Dass die Cobra mit 13,2% den Tagessieg holt, interessiert niemanden. Hauptsache einmal mehr erklären, wie die Quoten in den letzten Staffeln zurückgegangen sind und von "schwacher Vorlage für "Block B" reden... :sleeping:

    Gegen die letzten Staffelauftäkte zieht für mich die heutige Folge "Das letzte Rennen" mit recht deutlichem Abstand den Kürzeren.

    Um nicht um den Brei herum zu reden, direkt die Frage nach dem warum.

    In vielen Hinsichten ist der heutige Staffelauftakt für mich einfach irritirend. Ich möchte gar nicht mal das erneute Ausblenden der Autobahn und jeglich fehlenden Zusammenhänge mit der Autobahnpolizei als erstes aufführen. Irritierend ist die Folge für mich, was a) schon alleine den Beginn betrifft. Das hat für mich was von "Promis stehen Reihe um mal bei der Cobra durch´s Bild zu laufen". Nichts gegen Ralf Schuhmacher, nichts gegen Fernanda Brandao und auch nichts gegen Nina Moghaddam. Da gab es in den Jahren 2010-2012 wesentlich denkwürdigere Gastauftritte. Und die Thematik von "Das letzte Rennen" bietet sowas ja auch an. Aber der Punkt ist, dass an dieser Stelle wieder diese Erzwungenheit zum Vorschein kommt. Stichwort Erzwungenheit. Platzt Semir mal eben ein Vorderreifen damit man einen Stunt zu Beginn platzieren kann. Auto fritte, Fahrer wohlauf, das kennen wir ja, möchte ich jetzt nicht weiter drauf eingehen. Das erneute vollkommende Ausblenden der Autobahn, das bei dieser Folge auf der Hand lag, ist die eine Sache. Aber nicht mal ansatzweise wird irgendwie mit der Schulter gezuckt warum ausgerechnet die KRIPO Autobahn den Fall bearbeiten darf. Früher gab es in solchen oder ähnlichen Fällen wenigstens noch Kompetenzgerangel.

    Hinzu kommt heute etwas überraschend das Spiel von Vinzenz Kiefer. Sehr mittelprächtig für mich heute. Vor allem meine ich da die Szene im Wohnwagen, bei der ich Alex dessen Betroffenheit einfach nicht abkaufen konnte. Seine Wut später nach der Entführung von Bob erscheint da irgendwie auch fehl am Platz.

    Die Geschichte ist Standardware und schon oft Gesehenes. Ein bisschen von Allem halt. Leichenfund, Entführung, Erpressung, Stürmung, usw. Der Fokus liegt einzig und allein auf dem außergewöhnlichen Setting. In etwa kann man die Folge auch mit dem "Landei" vergleichen, nur ohne Comedy.
    Richtig spektakulär ist dann eigentlich nur die Verfolgungsjagd zum Schluss. Wunderbar in Szene gesetzt mit Aufnahmen vom Digicopter. Dieser positive Moment wird dann aber mit der Folgeszene direkt wieder gründlich zerstört.

    Dass am Ende dann noch das Rennen stattfindet, ist von Anfang an gewusst. Aber wie grauenhaft ist denn bitte das "auf den letzten Moment gerettet und gerade noch beim Rennen erschienen" Gedöns ? Für mich einfach nur peinlich inszeniert. Und gewinnen tut der Held mit kaputten Augen natürlich auch noch. So unglaubwürdig und klischeehaft, dass es weh tut. Erzählerisch war man doch mittlerweile auf einem komplett anderen Level!!

    Richtige Begeisterung sieht anders aus. Als nette Folge zwischendruch ganz in Ordnung, als Staffelauftakt aber relativ enttäuschend. In den sozialen Netzwerken hat die Folge jedenfalls auch nur sehr wenig Freunde gefunden.

    Was man mit dieser Folge bloß bezwecken wollte .. ?!

    -> Zur News der neuen Soundtrack Veröffentlichung (Vol. 4)

    Wer holt sie sich? :)

    Was mich betrifft: Die neuen Tracks aus der kommenden Staffel höre ich mir erst an, wenn ich die jeweilige Folge gesehen habe .. um etwaigen Beeinflussungen und möglichen unbewussten Manipulationen vorzubeugen wenn der akustische Faktor dem visuellen zuvorkommt.

    Zum Artikel:

    Alarm für Cobra 11- Volume 4 [Anzeige]

    Dann oute ich mich auch mal und sage: Ich habe die erste Hälfte vorgeschaut und für den Rest warte ich die Ausstrahlung ab. (kein Kommentar .. :D )

    Bisher bin ich wie erwartet nur mittelprächtig begeistert, da müsste schon noch einiges passieren, dass ich von dieser Folge am Ende so wirklich begeistert wäre. Zudem glaube ich, schon durchschaut zu haben, wer hinter Allem steckt ... *Ironie on* und bin gespannt ob es wirklich Ralf Schumacher ist... *Ironie off* :D

    Absolut genial heute, wie auf eine Folge und den Schüler Jan Lindtner aus Staffel 1 zurückgegriffen wurde. Bin wirklich sehr sehr positiv überrascht, ein genialer Einfall um die zuletzt immer herüberkommende Unbesiegbarkeit von Stefan in Frage zu stellen.

    Aus diesem Grund hat sich RTL sogar kurzfristig bei der 2. Wiederholungsfolge umentschieden und "Nicht schon wieder Jan" gezeigt.

    Zudem übrigens auch ein sehr gelungenes Staffelfinale und ein schönes Ende mit dem direkten Übergang à la "Wie alles begann", Daumen hoch, RTL.

    Insgesamt eine Staffel mit einigen für mich relativ primitiven und konstruierten Folgen in den ersten Wochen, ab Folge 5 mit einer Ausnahme zwischendurch aber wirklich gelungene Folgen auf dem Niveau von Staffel 2.

    Für mich bleibt Staffel 1 trotzdem nach wie vor die beste. Als Sitcom hat es einfach noch besser funktionniert, finde ich. :)

    "Und Action"?

    Eye: Das ist eine unmögliche Frage, auch ich führe nicht Buch, wie viele Regisseure mittlerweile dabei waren. Aufgrund der ständig wechselnden Regisseure 1998-2000 sollten es aber sicherlich schon fast 30 sein, wenn nicht sogar mehr. ;)