Beiträge von Eye

    Solide, kurzweilig, interessant. Das beschreibt "Feuerprobe" im Grunde ganz gut. Es ist eine der typischen 8-Punkte-Folgen, nicht mehr, nicht weniger, bei denen Humor, Action, Spannung und Geschichte auf einem guten, aber nicht herausragenden Level sind. Vor allem ging die Folge jedenfalls meinem Empfinden nach sehr schnell vorüber, unnötige Längen gibt es nicht. Allerdings merkt man der Folge den üblichen Tozza-Touch nicht so stark an wie "Endstation". Das macht sie nicht schlechter, aber wenn man die Regiebesetzung nicht kennt, verwechselbarer. Meine Befürchtung, man könnte hier zu stark "Operation Midas" kopieren, ist glücklicherweise unbegründet geblieben. Die sehr gelungen eingebrachte Anspielung auf eine der besten Cobra-Folgen aller Zeiten, den legendären Klassiker "Der neue Partner" - sogar mit Erwähnung des Hundes - hat mich natürlich besonders gefreut und es sind diese kleinen Details, die nicht nur in dieser Folge zeigen, dass die Kritik, die vor allem die Episoden von 2017 und Frühjahr 2018 betraf, durchaus angekommen ist. Was den Humor und die Geschichten angeht, ist man jedenfalls in dieser Staffel wieder deutlich besser geworden. Zwar geht es zumindest mehr oder weniger mal wieder um eine Wunderwaffe, die ist aber für den Zuschauer in diesem Fall deutlich "greifbarer" und interessanter als das 100. Ding, das mit einem Schuss drei Helikopter gleichzeitig abschießen kann oder Köln verstrahlt.

    Ich kann mich allerdings noch nicht so richtig damit anfreunden, dass Finn und Dana jetzt endgültig zur späten Nachfolge von Hotte und Dieter werden, der Vergleich hinkt nicht nur, der kippt um. Trotz steigender Reife brauche ich Dana nicht dauerhaft in der PAST und ich hoffe sehr, dass Gizem Emre bald kürzer treten will und Dana woanders hin versetzt wird. Dieses Vater-Tochter-Geplänkel ist mal ganz nett und amüsant, aber auf Dauer wird es sicherlich nerven. Natürlich hilft es Lion Wascyzk, der jetzt viel besser in Szene gesetzt wird, aber dafür gibt es noch Jenny und das hätte für mich auch den deutlich größeren Reiz.

    Kurzum: Eine Folge, die man sich immer mal wieder ansehen kann, die größtenteils erreicht, was sie erreichen will, aber weder besonders positiv noch besonders negativ aus der Masse von 350 Episoden hervorsticht. 8/10.

    Does anybody know if there is the serie on the 11 of April?

    In Tvinfo You can see programmed old episodes but not a new episode

    Hello ronda,
    in this season we will have a few breaks.
    After Episode 3/7 „Die Liste“ on 4th April the next episode „Die Wächter von Engonia“ (4/7) is planned for three weeks later (25th April). Episode 6 „Der Klient“ is planned for 23th May, so two times from these dates - the 2nd May, 9th May and 16th May - there will be no episode again (Episode 5 „Schuld“ isn‘t actually on RTLnow, so I don‘t know the date RTL will send it on TV, it‘s one of these dates). On 30th May we‘ll have the last break (one week), because the final episode „Die besten letzten Tage“ (7/7) is planned for the 6th June. I don‘t know the reasons for these breaks, but I think it‘s football.

    Die Wächter von Engonia
    Ich muss sagen, ich fand’s total okay. Ich hab mich ja mittlerweile schon darauf trainiert, die Comedyfolgen einfach mit einem gleichgültigen Gesichtsausdruck hinzunehmen. Und in der ersten Viertelstunde dachte ich dann statt „Boah, ist das wieder peinlich“ nur „Mensch, das passt alles einfach null in das Format Alarm für Cobra 11“. Und danach wurde es zu meinem großen Erstaunen immer besser und interessanter. Man hat so ziemlich alle sich bietenden Gelegenheiten, die Hauptfiguren erneut durch den Kakao zu ziehen, nicht genutzt. Ein bisschen Fremdschämen kommt vielleicht bei den „Bodyfights“ auf, aber es hält sich in Grenzen. Der User Jeremias hat absolut Recht gehabt, die LARPer wurden hier wirklich sehr normal dargestellt. Daneben enthält die Folge mit dem Gespräch zwischen Frau Krüger und Dana eine unglaublich wichtige Szene und nicht nur die ist ernstnehmbar, sondern tatsächlich viel mehr als gedacht. Keine blöden Sprüche, keine Klobürsten im Einsatz, einfach nur zeitweise etwas überdrehter als sonst, aber ich kann die Folge nicht mal als übermäßige Comedyfolge bezeichnen, denn dafür wird die Story überraschenderweise über sehr weite Strecken zu ernst erzählt. Es passt nur halt einfach nicht in das Sendeformat. Insgesamt würde ich sogar fast soweit gehen und sagen, dass es mich besser unterhalten hat als das Dauerfeuer bei „Endstation“. Die Bildsprache ist natürlich schwächer, aber wären die 2, 3 leicht übertriebenen Fight-Sequenzen nicht, dann würde ich sie definitiv über dem Staffelauftakt einordnen. Für mich könnte das demnach endlich mal wieder eine komplett totalausfallfreie Staffel werden. Wenn man mit den „Comedyfolgen“ auf diesem Level bleibt, habe ich auch kein Problem mehr damit. 5-6 Punkte würde ich hier mindestens springen lassen.

    Laut YouTube wird RTL eine sechste Folge „aus produktionstechnischen Gründen“ bei Verfügbarkeit nachreichen. Ob es sich hierbei um „Schuld“ oder „Feuerprobe“ handelt, wurde nicht gesagt. Ich hoffe auf Schuld, Feuerprobe kommt ja in einer Woche sowieso schon online.

    Ralph Polinski produziert mit „Der Klient“ mal eben eine absolute Top-Folge, die 10/10 Punkten verdient, eine kleine zweisekündige Szene unmittelbar vor dem Vorspann sowie eine kleine zweisekündige Szene kurz vor dem Abspann ausgenommen, da dachte ich, ich seh nicht richtig. Ansonsten absolut Spitzenklasse, hochwertig gedreht und hochwertig besetzt und noch besser als Paschmanns Liste. Das muss ich jetzt hier reinsetzen, bevor ich mich gleich bei der Ritterfolge wieder fremdschämen muss. Und nicht nur bei dieser Folge, auch beim Staffelfinale hat er spürbar an seinem Stil gearbeitet und hat mich damit mehr erreicht als Tozza mit „Endstation“, er passt sich an und zeigt, wie eine ganz langsam wieder erwachsen werdende Cobra auch mit ihm nicht zwangsläufig ständig ausgebremst werden muss. Und das ganz ohne die ganz großen Actionszenen. Von denen habe ich bei bisher vier Folgen auch verdammt wenig gesehen, ähnlich wie im Frühjahr 2017. Der Unterschied liegt in der deutlich höheren Qualität der Storys und der Umsetzung. Und wenn ein Ralph Polinski ab jetzt immer so aufblüht wie hier, dann kann ich es absolut nachvollziehen, dass Franco Tozza mit seiner eigentlich nahezu immer starken Bildsprache die schwächeren Plots bekommt, die dann aber ausreichend ansehnlich umsetzen kann. Somit gibt es keine „Lücken“ mehr, wenn man die Comedyexperimente endlich begräbt.
    Kurz gesagt, ein riesengroßes DANKE an Polinski für „Der Klient“ und bitte lass es genauso weitergehen!

    Stark, toll erzählt, eine gut gelungene Portion Härte, aber insgesamt dennoch nicht überragend. Die Folge macht sehr viel richtig, ich konnte über den Humor zu Beginn echt schmunzeln, dann der starke Beginn auf der Autobahn, das war wirklich top inszeniert. Auch der weitere Verlauf überzeugt, im Gegensatz zu "Endstation" sind hier einige kleine Wendungen und Überraschungen dabei, die Folge wird sehr flüssig erzählt und platziert die Action an den richtigen Stellen. Allerdings ist Paschmann ein Budget-Pechvogel, denn auch in seiner dritten Folge ist stuntmäßig nichts irgendwie halbwegs Überragendes dabei und er muss wieder ganz auf seine Bildsprache bauen. Das funktioniert auch, letztlich aber nicht ganz so stark wie bei "Schutzengel" und "Zwischen Leben und Tod", was aber wohl auch daran liegt, dass er sich die Latte hier schon selbst zu hoch gelegt hat - und an den Darstellern und hier will ich gar nicht groß die GZSZ-Prominenz kritisieren, sondern eher Hansa Czypionka, der erstaunlicherweise recht blass bleibt. Und auch Carina Wiese hat mich schon mal mehr überzeugt, wie bspw. in "Bombenstimmung". Die größte Kritik gibt es aber definitiv für das viel zu gekünstelt lockere Ende, was hier in solchem Ausmaß gar nicht reinpasst. Lobenswert finde ich aber - und das sah man schon in "Endstation" stellenweise - dass man jetzt scheinbar gezielt versucht, den Charakter Semir "wiederzubeleben" und seine Kasper-Zeit auszuradieren. Ob es reicht, wird sich zeigen, für allem wegen der Ritter-Folge habe ich da so meine Bedenken, aber grundsätzlich finde ich es klasse.

    Fazit: 9 Punkte für eine Folge, der der letzte Feinschliff fehlt, um übermäßig zu begeistern. Dennoch etwas, was ich mir garantiert nicht zum letzten Mal angesehen habe!

    Ach ja und mit wem sollte Paul am Anfang eigentlich was unternehmen? Hab den Namen auch beim dritten Mal nicht verstanden. Hab ich da was verpasst und der Onenightstand aus „Amnesie“ ist jetzt doch mehr?

    Puh... Also ein Review zum Staffelauftakt, den ich mir heute Nacht nach "Die Liste" noch reingezogen habe, fällt mir echt schwer. Meine Befürchtungen sind leider wahr geworden. Die Folge erinnert sehr stark an "Wettlauf gegen die Zeit" oder auch "Schlangennest", nur halt nahezu komplett ohne Comedy, bis auf die üblich lockere Endsequenz. Handwerklich kann man "Endstation" nichts vorwerfen, Franco hat es noch drauf. Aber die Backgroundstory mit dem Zugunglück wird nur in den Zügen (haha, Wortspiel) thematisiert, die logisch waren und die ich auch mindestens erwartet habe. Im Prinzip ist es aber nur Mittel zum Zweck. Es spielt eigentlich keine wirkliche Rolle, ob Kemper jetzt Zugführer, Dachdecker oder Architekt ist, den Hintergrund hätte man jederzeit austauschen können ohne ihn groß anpassen zu müssen. Höchstens in der dramatischen Sequenz im letzten Viertel macht man da nochmal ein bisschen mehr draus. Ansonsten ist es eine 45-minütige Hetzjagd mit viel Geballer und ein paar Autostunts. Die ganze Story hat genau EINEN Twist, den man auch vorausgesehen hat, wenigstens sind damit aber die Einwände von @Campino bzgl. der Schlüssigkeit der Situation beiseite geschoben worden. Während der Semir-Paul-Kemper-Szenen entstehen genau drei größere Spannungsmomente, nämlich die Szene, die man zu Beginn zeigt, das erste Finale im Zug und das zweite Finale, welches für mich recht überraschend kam. Wirklich abwechslungsreich ist das Geschehen leider nicht. Die Geiselnahme in der PAST hat mich insgesamt mehr interessiert, leider fehlt hier der Zavelberg-Touch aus Folgen wie Vaterfreuden oder Überleben, denn viele Szenen sind hier ein Stück weit zu hektisch inszeniert worden, was ich ehrlich gesagt nicht verstehe, streicht man halt eine Schießerei, das hätte die Story nicht lückenhafter gemacht.

    Trotzdem würde ich nicht behaupten, mich gelangweilt zu haben. Ich stehe halt nur einfach nicht so wirklich auf diese Folgen, in denen es ständig Dauerfeuer zu sehen gibt, nur damit man die Story auch über 45 Minuten schön minimalistisch halten kann. Für einmal sehen war die Folge völlig okay, nochmal brauche ich sie jetzt aber nicht unbedingt. Ich hoffe einfach, dass man den ernsten Touch beibehält und sich endlich wieder mehr traut. Auch mehr Vielfalt beim Erzählen der Geschichten.
    Mehr als 7 Punkte werden es hier definitiv nicht werden.

    Edit: Ach ja, und ich habe jetzt eigentlich gar keine Probleme mehr damit, dass Strecker eine Episodenhauptrolle gespielt hat. Der Charakter ist völlig anders, äußerlich hat er sich auch verändert und sein Spiel ist herausragend gewesen.

    Aber hallo, bin mir nur unschlüssig, ob ich chronologisch oder nach Interesse schaue ;) Ist ja durch das neue Konzept eh schnurzpiepe. Ganz oben steht bei mir natürlich Folge 350 - Die Liste - auf der Liste :D Und doch, bei Magda macht das schon war ja auch direkt die komplette Staffel vorab online. Nur beim Lehrer halt nicht, aber das wird man da wahrscheinlich bei Staffel 8 machen.

    Hallo Roby1960,
    es gibt bei Cobra 11 leider viele verschiedene Nummerierungen der Folgen und Staffeln. Im Forum wird die Ausstrahlungsreihenfolge berücksichtigt, dann hat RTL eine eigene Zählweise für die Produktionsreihenfolge und teilweise werden Folgen einfach als Jubiläum betitelt, obwohl das nach keiner Zählung hinkommt (Folge 195: Das Ende der Welt wird bei RTL als Nr. 200 geführt, Katerstimmung ist für RTL Nr. 250, was auch nicht stimmt und Cobra, Übernehmen Sie wird Folge 300 genannt, ist aber erst die 292. ausgestrahlte Episode). Und dann ist da noch die Reihenfolge der Folgen auf den DVDs. Hierzu muss man wissen, dass zunächst mal die Staffelnummerierung der DVDs verkehrt ist. Die Staffeln mit André hat man 2.1., 2.2., 3.1. und 3.2. genannt, korrekt wäre nach Ausstrahlungsreihenfolge Staffel 2-6. Die erste Tom Kranich-Staffel ist unter dem Titel Staffel 4&5 erschienen (Sendestaffel 7). Somit beträgt der Abstand zwischen Sendestaffel und DVD-Staffel seit der Folge „Verlorene Erinnerungen“ (59) stets zwei Zähler. Zwei Zähler zu wenig sind es dann auch bei den Episodennummern, da die allererste Folge „Bomben bei KM 92“ auf der DVD Folge 0 ist und die zweite Folge damit einfach zur ersten Folge wurde. Um einen weiteren Zähler verschob sich die Reihenfolge wenig später, weil die Episode „Die Anhalterin“ einfach übergangen wurde, weil man sie ab FSK 16 hätte freigeben müssen, jedoch wollte man unbedingt eine FSK 12-Freigabe erzwingen (deshalb sind knapp zwei Dutzend Folgen aus älteren Staffeln auch nur geschnitten auf DVD veröffentlicht worden). Schon einmal war dies kurz zuvor bei der Episode „Crash“ der Fall, die ebenfalls nicht auf den regulären DVDs drauf ist (sondern, wie die Anhalterin, auf der Jubiläumsbox). Für die Folge Crash hat man dann aber einfach einen Zähler freigemacht, auf DVD wäre die Folge Nr. 19 gewesen, eine Folge 19 existiert auf den DVDs aber nicht. Bei der Anhalterin wiederum wurde stattdessen einfach in der Zählung fortgefahren und die Folge gar nicht berücksichtigt. Deshalb beträgt der Abstand zwischen DVD-Zählung und Ausstrahlungsreihenfolge seit „Höllenfahrt auf der A4“ (DVD Nr. 46, eigentlich Nr. 48) konsequent zwei Zähler. Die Reihenfolge der Episoden ist darüber hinaus bei den André-Staffeln teilweise gar nicht korrekt, was sich besonders bei der letzten DVD der Staffel 3.2 bemerkbar macht, als André stirbt, in der nächsten auf der DVD aufgespielten Episode aber wieder dabei ist, dabei wurde Andrés Tod natürlich erst zum Schluss ausgestrahlt.
    Die DVD zur 45. Sendestaffel wird unter dem Titel „Staffel 43 - Episode 346-352“ erscheinen.

    Im Prinzip ist es doch ganz einfach: Eine Serie macht sich ihre Fangemeinde mit dem, was sie liefert (und auf welchem Sender sie läuft). Je niveauvoller die Sendung, desto niveauvoller die Kommentare. Cobra 11 war die längste Zeit, mit Kranich, Richter und Jäger, eher locker und lustig, auch zu Kranich- und Richter-Zeiten gab es in den seltensten Fällen Rückbezüge auf alte Fälle oder folgenübergreifende Handlungen, von der Semir-Andrea-Romanze über wasweißich wie viele Folgen mal abgesehen. Facebook bietet den zigtausend Fans die Möglichkeit, sich über die Folgen auszutauschen und kam damit zur absoluten Unzeit von Ben Jäger. Ist doch logisch, dass die Art von Zuschauern, die Beck gefeiert haben (und ich gehörte einst selbst zu der Fraktion "Ohne Tom Beck ist es kein Cobra 11 mehr!"), mit Kiefer nichts anfangen konnten. Einfach weil man viel zu plötzlich und abrupt das Ruder um 180 Grad gedreht hat. Einfach weil RTL das gemacht hat und nicht die ARD. Und einfach weil man viel zu früh -schon 1,5 Jahre später - wieder eingeknickt ist. Die Serie läuft schlichtweg schon zu lange, wäre sie Ende der 2000er gestartet, die Ära Kiefer wäre viel besser weggekommen.