Kleiner Autoren-Insider:
Das heutige Kapitel ist übrigens das erste "Bild", welches ich von dieser Story im Kopf hatte und war nach dem Prolog auch das erste Kapitel, welches ich zu Papier bzw. zu Datei brachte (Chronologisch schreiben kann ja jeder
).
Beiträge von Yon
-
-
Sarah eröffnet Ben und Semir jetzt knallhart, was auf sie zukommen wird. Der Entzug wird eine harte Bewährungsprobe werden für die Partnerschaft von Sarah und Ben, aber auch für die Freundschaft von Ben und Semir. Aber sie werden es schaffen, da bin ich ganz sicher!
-
Konrad tut das einzig Richtige: Er ruft Semir an. Obwohl die Entführer eindeutig "Keine Polizei" gefordert hatten, war es mit Sicherheit die richtige Entscheidung.
Jetzt kann Semir auch sicher sein, dass Ben nicht in dem verunfallten LKW war, und sich um die Befreiung bzw. Auslösung kümmern.Und Bonrath wie er leibt und lebt, dem musste mal wieder alles aus der Nase gezogen werden. Erinnert mich immer wieder an die "Kuh Elsa" von Didi Hallervorden
Externer Inhalt www.youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt. -
Nächtlicher Besuch (Nacht auf Freitag)
Semir schlug die Augen auf. Er hatte etwas gehört. Da war es wieder. Ding-Dong! Die Hausklingel war es, die ihn aus dem Tiefschlaf gerissen hatte. Er schwang seine Beine über die Bettkante und blickte auf seinen Wecker: 02:30 Uhr. Halb drei! Er zog sich schnell eine Trainingshose und ein Sweat-Shirt über und schlich schlaftrunken zu seiner Wohnungstür. Auf dem Weg dorthin wiederholte sich das Klingeln. Obwohl es sich bei einer Türklingel um ein elektronisches Gerät ohne Gefühle, so sollte man meinen, handelt, meinte er deutlich eine gewisse Ungeduld aus dem Ton herauszuhören, von der die Person ergriffen sein musste, zu der der Finger auf dem Klingelknopf gehörte. Er betätigte den Türöffner und hörte, wie die Haustür unten aufgedrückt wurde. Bis der nächtliche Besucher seine Wohnung im dritten Stock erreicht haben würde, war noch Zeit, sich Socken anzuziehen, denn er bekam schon jetzt kalte Füße. Die Nächte waren auch jetzt im Sommer noch frisch, das Treppenhaus nicht geheizt und sein Flur gefliest. Dann stellte er sich in die offene Tür und wartete.
Er lehnte sich an seinen Türrahmen und sah einen älteren Mann die Treppe raufsteigen. Ein großer, kräftiger Mann mit vollem grauen Haar, das ihm leicht auf die Schultern fiel, welche, wie der Rest seines Oberkörpers von einer schwarzen Lederjacke bedeckt war, näherte sich ihm, ein helles Jeanshemd, blaue Hose und Turnschuhe rundeten das Bild ab. Semir war er gänzlich unbekannt. Er hatte diesen Mann noch nie gesehen und langsam wuchs in ihm ein gewisser Zorn, was diesem Menschen einfiele, ihn aus dem Tiefschlaf zu holen. Auf den letzten Stufen wurde der Mann, den Semir nicht kannte, von einem jungen Mädchen überholt, welches ihm dafür umso vertrauter war. Die Haare zerzaust, nur noch zum Teil von einem Haarband hinten im Nacken gehalten, das Gesicht tränenverschmiert und schmutzig, ebenso wie die rote Jacke und die helle Hose. Die Müdigkeit war mit einem Schlag vergessen, die Standpauke, die er sich schon im Geiste zurecht gelegt hatte, um dem Mann sein Missfallen über die nächtliche Störung deutlich zu machen, aus seinem Kopf getilgt. Semir war plötzlich hellwach.
„Ayda!“ – „Papa!“, kam schluchzend von dem Mädchen, das sich in Semirs Arme warf. Dieser drückte seine Tochter tröstend fest an sich, sah über ihre Schultern zu dem älteren Mann. „Und wer sind Sie?“, wollte er von ihm wissen, „was haben Sie mit meiner Tochter zu schaffen?“ – „Sie sind offensichtlich der Vater von dem Mädchen. Ich bin Taxifahrer und habe Ihre Tochter an einer Bushaltestelle aufgesammelt.“ – „Kommen Sie rein, das möchte ich dann doch genau wissen.“ Was hatte Ayda mitten in der Nacht alleine an einer Bushaltestelle verloren? Semirs Neugier war geweckt, aber auch seine Angst, wusste Andrea etwas von dem nächtlichen Ausflug ihrer Tochter? Machte sie sich eventuell auch Sorgen? War Ayda fortgelaufen? Semir ließ den Taxifahrer an sich vorbei in die Wohnung eintreten. „Nach rechts, dort ist die Küche“, meinte er zu ihm, dann wandte er sich behutsam an Ayda, die sich gar nicht aus seinem Arm lösen wollte „Komm, Schatz, ich mach dir eine heiße Schokolade.“ Er schloss die Wohnungstür und führte auch seine Tochter in die Küche, in die er zuvor den Taxifahrer dirigiert hatte.
„An welcher Bushaltestelle?“, fragte er, während er einen Topf auf den Herd stellte, Milch aus dem Kühlschrank holte und in den Topf füllte. Er bereitete gleich drei Becher Kakao zu, denn auch ihm war danach, und der Taxifahrer sah auch aus, als könnte er eine Stärkung gebrauchen. Während er Kakaopulver und Zucker in die Milch rührte, lauschte er der Geschichte des Taxifahrers.
-
Semir ist befreit! Soweit gut. Aber was haben die denn für einen RTW? Ich zähle mal durch: Semir, Katja, Jenny, Bonrath und dann noch mindestens einen Sanitäter - das muss ja ein wahrer Truppentransporter sein

-
Jetzt bin ich alarmiert! Was hat Ayda´s Bild mit der Sache zu tun?
Da hast du etwas falsch verstanden. Aydas Bild hat keine Bedeutung für die Story an sich, sondern nur für Semir, für den es unverkäuflich ist.
-
Ist das keine Quellenangabe?
Neben "Auf eigene Gefahr" dreht Nico Zavelberg aktuell für die Folge mit dem Arbeitstitel "Jump". Mit dabei u.a Manuel Cortez.
schwanenberg.com/index.php?id=manuel_cortez_vita
-
Puh, zum Glück erzählt Ben jetzt die ganze Geschichte, und Semir entscheidet, dass er und Sarah zunächst einmal untertauchen müssen. Ich hoffe auch darauf, dass Sarah vielleicht noch ein Phantombild erstellen kann, obwohl das wäre schon ein kleines Wunder. ich könnte nicht einmal meinen Nachbarn beschreiben, obwohl ich ihn alle paar Tage mal treffe. Aber vielleicht hat Sarah da ein besseres Gedächtnis.
-
Kevin ist (natürlich) nicht in seiner Wohnung. Ben und Semir erhalten den Tipp mit der Laube im Schrebergarten, werden dort aber von einem der Brüder gestoppt. oder war es gar Kevin, der dort auf Jessy gewartet hatte? Aber der hätte spätestens nach Bens Ruf nach Semir die abendlichen Besucher erkannt und damt doch eigentlich keinen Grund mehr gehabt, wegzulaufen.
-
Jetzt wird es spannend. Sind Jenny und Kim dem Versteck von Semir und Katja ganz nah? Was war das für ein Geräusch?
-
Na, das war doch klar, dass sich Semir nicht einfach von seiner Chefin nach Hause schicken lässt!
Und Konrad hat Ben schon vermisst? Doch hoffentlich nicht nur wegen des geplanten Auftritts auf der geplanten Charity-Veranstaltung? Aber da kommt auch schon Bens Anruf im Auftrag der Entführer, jetzt bin ich auf die Reaktion von Konrad gespannt. Wird er Semir benachrichtigen? -
Aber ich muss gestehen das mir Semirs Einwand mit dem Bild von seiner einen Tochter fasst noch besser gefallen hat!!!
Wenigstens eine, der die Bedeutung von Aydas Bild aufgefallen ist!

-
Drei Buchhalter und zwei Firmenwagen
„Ihre drei Mitarbeiter sind mit Kopfschüssen hingerichtet worden. Alles deutet darauf hin, dass sie am Fundort, ihrem Fundament, getötet wurden.“ – „Ich habe dafür keine Erklärung, Herr Gerkan“, tat Horst Wilckens unschuldig. „Wir haben bei einem der toten Buchhalter Unterlagen Ihrer Firma gefunden, die wir uns natürlich näher angeschaut haben, und uns ist dabei etwas aufgefallen“, übernahm Alex jetzt das Reden. „Ich bin ganz Ohr?“ – „Ihre Firma hat im letzten Jahr zwei Firmenwagen für zusammen 70.000€ gekauft.“ – „Zwei? Ich denke, es waren sicher ein paar mehr, wir tauschen unseren Fuhrpark, von Baufahrzeugen einmal abgesehen, alle zwei Jahre.“ – „Uns interessieren nur die beiden Wagen, die Sie bei einem Autohaus Müller-Steinke in Stuttgart erstanden haben. Können Sie uns näheres darüber sagen?“ – „Nein.“ – „Nein?“ – „Nein. Über meinen Schreibtisch gehen nur Rechnungen mit einem Gesamtpreis ab 100.000€, für Autos ist unsere Fuhrparkverwaltung zuständig. Die finden Sie in Köln-Deutz in der Industriestraße 3-7, dort steht auch ein großer Teil unserer Kölner Fahrzeuge. Warum bringen Sie die Ermordung meiner Mitarbeiter überhaupt mit meiner Firma in Verbindung? Und was hat der Kauf der zwei Autos damit zu tun?“
Semir holte tief Luft und bemühte sich, in einem ruhigen Ton, dem Firmenchef, der zumindest so tat, als ob er den Zusammenhang nicht erkannte, eben diesen zu erläutern. „Herr Wilckens, drei Buchhalter der Firma Wilckens werden ermordet in einem Keller gefunden, den die Firma Wilckens als Fundament nutzen möchte, um dort Funkmasten aufzustellen. Das zur Verbindung mit Ihrer Firma. Oder können Sie sich jemanden vorstellen, der diese Verbindung absichtlich zu konstruieren versucht hat? Und in den Unterlagen, die wir bei Herrn Wiglad gefunden haben, sind zwei Buchungen markiert gewesen, hinter denen sich der Kauf der zwei Firmenwagen verbirgt. Grund genug, sie uns einmal näher anzuschauen. Und siehe da! Das Autohaus, bei dem die Wagen gekauft worden sein sollen, existiert überhaupt nicht. Auch gibt es keine Bankverbindung, die der auf der Rechnung angegebenen entspricht. Das ist die zweite Verbindung zu Ihrer Firma. Sie werden verstehen, dass wir uns Ihre Buchhaltung etwas näher ansehen möchten.“
„Durchaus, Herr Gerkan, wenn Sie mir den entsprechenden Durchsuchungsbeschluss der Staatsanwaltschaft vorlegen können, werde ich Ihnen nicht im Wege stehen.“ Herr Wilckens lächelte. Innerlich verfluchte er seinen Sohn. Wie konnte das passieren? Scheinrechnungen schön und gut aber doch nur über existente Unternehmen. Wäre der Vorgang über seinen Tisch gelaufen, hätte er es noch gerade rücken können. Nun konnte er nur hoffen, dass es die einzigen Vorgänge dieser Art waren. Aber Herr Wiglad war ein gewissenhafter Buchhalter, ansonsten wäre er nicht seit acht Jahre in seiner Firma beschäftigt und kürzlich sogar in den Genuss einer Leistungsprämie gekommen. Gäbe es mehr dieser Buchungen, Herr Wiglad hätte sie gefunden. „Der Beschluss ist auf dem Weg. Bis er uns vorliegt, möchte ich Sie bitten, keinen Finger mehr zu rühren, keine Anrufe zu tätigen und ihren Computer nicht anzufassen. Wir bleiben hier sitzen und warten auf die Kollegen.“ Semir nahm das Telefon zur Hand und gab zur Zentrale durch, dass auch der Sitz der Fuhrparkverwaltung in Köln-Deutz von Kollegen der Polizei durchsucht werden sollte. Susanne versprach, dieses zu veranlassen, der Beschluss läge auch vor und würde sich auf sämtliche Niederlassungen der Firma Wilckens beziehen.
In diesem Moment fuhren vor dem Firmensitz mehrere Wagen der Polizei vor, darunter zwei Transporter. Die Kollegen waren den ganzen Tag beschäftigt, nahmen Datensicherungen vor, kopierten Festplatten und nahmen schriftliche Unterlagen mit. Semir und Alex stöhnten innerlich auf. Der Papierberg würde auch auf sie zukommen. In ihm erhofften sie Hinweise auf Motive zu finden, um den Dreifachmord an der Raststätte Frechen aufzuklären.
Die Tage bis Donnerstag waren geprägt mit dieser trockenen Tätigkeit, unterbrochen lediglich von gelegentlichen Streifenfahrten. In den Papieren und auch den Dateien der letzten zwei Jahr waren keinerlei weitere Unregelmäßigkeiten zu finden. Die Rechnungen, die sie bei Jörg Wiglad gefunden hatte, blieben die einzigen. Das Geld, die 70.000€, sind auf das Konto eines Angestellten der Stadt Lübeck geflossen. Autos sind dafür nicht in den Besitz der Firma Wilckens übergegangen. Leider war dieser Angestellte bei einem Badeunfall auf Bali tödlich verunglückt. Tod durch Ertrinken, stand in seinem Totenschein. ‚Wer’s glaubt‘, dachten sich Semir und Alex, als sie das lasen.
-
Zum Glück kann doch noch eine Hundeführerin zum Tatort kommen und stellt fest, dass Ben nicht mehr vor Ort sein kann, sondern wohl mitgenommen worden ist. Das Handy wandert in die KTU, vielleicht kann doch ein Fingerabdruck sichergestellt werden. Bislang deutlich mehr Fragen als Antworten. Ja, was wollen die Gangster mit Ben. Schließlich haben sie sich sonst mit der Beute aus den LKWs zufrieden gestellt. Entführung zählte bislang nicht zu ihrem Portfolio. Aber Konrad wird sicher bald etwas hören und Semir einschalten (hoffe ich doch).
-
warum haben die das Handy nicht gefunden als sie Ben durchsuchen? Was hat er damit gemacht?
Wahrscheinlich haben sie dem Handy gar nicht viel Beachtung geschenkt, denn hat Ben nicht immer sein Handy in der Tasche?
Da dachte Ben doch wirklich, er könnte Sarah und Semir etwas vorspielen und mit dem Zeug weitermachen, selbst die Dosis reduzieren und keiner würde etwas mitbekommen. Aber Sarah durchschaut ihn und stellt ihn eiskalt vor die Wahl, entweder die Sucht oder sie. Und ich bin überzeugt, das meint sie total ernst. Und das ist wahrscheinlich der einzig richtige Weg, mit einer solchen Sucht umzugehen.
So Ben, nun raus mit der Sprache, erzähl deinen Freunden von den Anrufen und der Bedrohung. Nur dann kann dir geholfen werden! -
Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Tipp mit dem Schrebergarten richtig war, denn Jessys Mutter machte auf mich nicht den Eindruck einer Lügnerin, sondern den einer ängstlichen Mutter, die vor ihrem Ehemann (zur Jogginghose trug er bestimmt ein leicht vergilbtes Schiesser-Unterhemd, oder?) kuscht. Ich bin mir auch sicher, dass sie von dem Missbrauch weiß, sich aber nicht traut, sich von dem Kerl zu trennen. Auf der einen Seite kann sie einem leid tun, auf der anderen Seite ärgert es einen, dass sie den Schritt nicht gegangen ist, sie hätte bestimmt die Unterstützung aller ihrer drei Kinder. Ich bin gespannt, ob Jessys Vater sich wirklich selbst anzeigt. Er könnte auch Kevin anzeigen wegen der Bedrohung. Mal sehen, für welchen Weg er sich entscheidet.
-
Gekleckse?
Semir und Alex waren beide pünktlich und ausgeschlafen am Montagmorgen in der PAST, wo Semir als erstes die Belege Susanne gab und die Sekretärin bat, sich die Kontobewegungen genauer anzuschauen. Dann machte er sich mit Alex auf den Weg zum Firmensitz der Baufirma Wilckens, die direkt am Rhein residierte. Als Semir den BMW auf dem Parkplatz abstellte, klingelte sein Handy und Susanne teilte ihnen mit, dass die Kontonummer bei der angegebenen Bank nicht existierte. Semir hatte das schon erwartet. An die Konten der Firma Wilckens käme sie aber auch nur mit einem richterlichen Beschluss, sie wollte Kim Krüger bitten, diesen bei der Staatsanwaltschaft zu erwirken.
Eine adrette Empfangsdame führte die Polizisten in den Flur, in dem der Chef der Baufirma sein Büro hatte. An den Wänden des Flurs hingen Bilder moderner Künstler, alle offensichtlich Originale, wie Semir den dezent angebrachten Preisschildern entnehmen konnte. „Würdest du für so ein Gekleckse 8000€ bezahlen?“, fragte er Alex leise, doch laut genug, um von der Empfangsdame einen strafenden Blick zugeworfen zu bekommen. „Das hat der Neffe von Herrn Wilckens gemalt!“, stieß sie entrüstet aus, „und der hat schon Ausstellungen in der Kunsthalle gehabt!“ – „Was ihn natürlich durchaus zu einem Meister der Kleckse macht“, bemerkte Alex und konnte ein Lachen nur mühsam unterdrücken. Semir griff in die Innentasche und zog ein zusammengefaltetes Papier heraus, das er der Dame zeigte. „Hier, das hat meine Tochter gemalt. Sie hat auch schon mehrere Ausstellungen in unserer Küche gehabt. 3000€ und es gehört Ihnen – wobei, wenn ich es mir recht überlege…“, er schaute nachdenklich auf das bunte Bild, auf dem ihr Haus zu sehen war, mit dem Schwimmteich und dem Garten und vier angedeuteten Personen, „dieses Werk ist unverkäuflich.“ Semir faltete das Bild und steckte es wieder ein.
Sie kamen an drei offenen Türen vorbei, die den Blick auf einen großen Besprechungsraum freigaben, in dem lederne Besucherstühle auf Sitzungsteilnehmer warteten. Auf den Tischen standen in regelmäßigen Abständen Ständer mit unterschiedlichen Erfrischungsgetränken, von der Decke hing ein Beamer, Flipcharts standen in den Ecken des Saals. Auch dieser Raum war geschmückt mit modernen Kunstwerken. Nachdem sie noch eine Tür per Zahlencode durchquert hatten, ging die Dame vor Semir und Alex in das Büro des Firmenchefs und kündigte den Besuch an. „Die Herren Gerkan und Brandt sind dann jetzt hier.“ – „Sollen reinkommen, danke Sandra.“ Horst Wilckens erhob sich und trat in die Mitte seines geräumigen Büros. Die Empfangsdame ging wieder. Er streckte den Beamten die Hand entgegen. „Womit kann ich der Polizei dienen? Ist irgendetwas auf einer unser etwa zweihundert Baustellen vorgefallen?“ – „Auf einer ihrer zukünftigen, ja“, antwortete Alex, „Sie haben vor, an der Raststätte Frechen einen Funkmast zu errichten.“ – „Das kann schon sein, ich habe nicht jedes Projekt im Kopf. Warum sind Sie so interessiert daran? Aber setzen Sie sich doch“, er wies mit einer einladenden Handbewegung auf seine Besucherecke, wo vier Besucherstühle um einen runden Tisch herumstanden. Sie nahmen Platz. Semir führte aus: „Am Rastplatz Frechen befindet sich ein Keller unter der Erdoberfläche, welcher das Fundament eines Funkmastes aufnehmen soll. Dort wurden am Freitagabend drei Leichen gefunden.“ – „Bitte?“ – „Sie lagen versteckt unter der Treppe. Alles deutet darauf hin, dass sie in dem Betonfundament hätten verschwinden sollen.“ Horst Wilckens zog die Augenbrauen in die Höhe. „Und wieso kommen Sie damit zu uns?“ – „Die Toten waren in Ihrer Firma beschäftigt. Sie vermissen nicht zufällig drei Buchhalter?“ – „Buchhalter? Nein, mir ist nichts bekannt. Können Sie mit die Namen nennen?“ Horst Wilckens ging zurück an seinen Schreibtisch und tippte etwas in seinen PC. „Wiglad, Halland und Bauer“, zählte Alex die Namen auf. „Wiglad, Halland und Bauer“, wiederholte Wilckens, „Harald oder Matthias Bauer?“ – „Matthias“ – „Matthias Bauer hat seit 14 Tagen Urlaub und auch noch diese Woche, Wiglad und Halland sind b a w krank gemeldet“ – „b a w?“ – „bis auf Weiteres“ – „Wer hat sie krank gemeldet?“ – „Das geht aus dieser Liste nicht hervor, hier steht nur ein „k“. Demnach konnten wir die Herren gar nicht vermissen.“ – „Aber Sie kennen sie?“ – „Nein, ich kann nicht jeden meiner Mitarbeiter kennen. Da sollten Sie direkt in die Buchhaltungsabteilung gehen, die befindet sich drei Stockwerke unter diesem. Wenden Sie sich an Herrn Krämer, der ist der Abteilungsleiter.“ Wilckens schaute auf seine Uhr. „Interessiert es Sie gar nicht, warum drei Ihrer Buchhalter tot in einem Ihrer Fundamente liegen?“, fragte Semir, dem der Firmenchef völlig ungerührt schien. Dessen Antwort lautete dann auch lediglich: „Erklären Sie es mir?“
-
Fritz gefällt mir auch besser. Max kommt außerdem sehr oft in den FanFiction vor, da besteht Verwechslungsgefahr. Und ich bin auch der Meinung, du hättest ihn in die Story einbauen müssen.
-
Semir und Sarah erfahren jetzt den ersten Teil der Wahrheit, Ben ist abhängig gemacht worden und sehnt sich nach der Ruhe und den Gefühlen, die er nach einem Schuss empfindet. Und er erzählt auch, dass seine Dealer seine Familie bedroht haben.
Aber mit dem zweiten Teil der Wahrheit rückt er noch nicht raus. Den Anruf um 18:00 Uhr will er noch alleine durchführen. Warum hat er das nicht auch offen erzählt? -
Susanne konnte Semir finden! Und jetzt beginnt die Suche nach Ben. Und wir werden wohl nie erfahren, was da im Gebüsch raschelte, knurrte und auch Susanne mit seinem Vorbeihuschen erschreckte.