Beiträge von Yon

    Von wegen Pekinese - ein Berhardiner. Mischling ist es, der jetzt Marek und Semir angreift. Und schon ist ein weiteres Hundeopfer im Krankenhaus.
    Semir schafft es fast, die Bösen am Abflug nach Thailand zu hindern, aber die ganzen Leute, die sich (natürlich berechtigterweise) in den Weg stellen, kosten soviel Zeit, dass er es nicht schafft, das Flugzeug, das natürlich ausgerechnet heute mal pünktlich startklar ist, aufzuhalten. Was nun? Sie in die Freiheit entlassen - das will doch wohl keiner!

    Sollte der Dreh am 18.2. im UK Bonn gemeint sein, vermute ich, dass die Folge ebenfalls im Herbst zu sehen sein wird.

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    Das hätte jetzt so ein schönes Schlusskapitel sein können, wenn da nicht dieses Scrabble-Abenteuer von Ben und Jenny im Raum stünde. Weder Ben noch Jenny werden die Geschichte ganz unter den Teppich kehren können, Kevin wird etwas merken und es dann gebeichtet bekommen. Damit wird für ihn sicher wieder seine kleine Welt einstürzen ... armer Kerl

    "In guten wie in schlechten Tagen".....
    Na, das ist ja ein toller Ehemann, der gleich, weil seine Frau Probleme mit den Buchstaben hat, für Geld anderswo Scrabblen geht. In meinen Augen ein großes A..., so "nett" und einsichtig er jetzt auch rüberkommen mag. Er ist geständig, sein Sohn erschüttert über den Tod von Thorsten, und Philipp gibt seine Beteiligung an den Diebstählen und der geplanten Erpressung zu.

    Sascha

    Sascha Mirnov war vier Jahre alt, als seine Eltern mit ihm und seiner älteren Schwester Tonja Anfang der Achtziger Jahre aus Russland fliehen konnten. Sein Vater war Kinderarzt und fand in der Kölner Uni-Klinik eine Anstellung, seine Frau blieb zunächst mit den Kindern zuhause und machte sich später als Übersetzerin und Russisch-Lehrerin selbstständig. Dank der Bemühungen ihrer Eltern, Sascha und Tonja möglichst rasch in die deutsche Gesellschaft zu integrieren, lernten die Kinder rasch deutsch und fanden im Kindergarten und in der Schule schnell Freunde. Schon bald konnten sie sich an die Umstände ihrer Flucht gar nicht mehr erinnern.

    Tonja ergriff nach ihrem Schulabschluss den Beruf der Erzieherin und arbeitete nunmehr seit über zehn Jahren in einem Kindergarten in Mannheim. Sascha absolvierte eine Kfz-Lehre und ging, nachdem er mehrere Jahre als Geselle gearbeitet hatte, zur Meisterschule, um sich mit dem dort erworbenen Meistertitel selbstständig zu machen. Dieser Traum ging vor mehreren Jahren in Erfüllung. Seitdem ist er im Besitz einer eigenen Werkstatt direkt an der Autobahn. Aufgrund der Nähe zur PAST ist er auch zuständig für Inspektion und Wartung der Dienstfahrzeuge und führt erforderliche Reparaturen aus. Zu seiner Werkstatt gehören neben einer Waschanlage auch ein Pannenservice, ein Abschleppdienst und ein PKW-Verleih. Er konnte liegen gebliebenen Autofahrern einen Rundumservice bieten, defekte Autos abschleppen, Fahrer mit Ersatzfahrzeugen versorgen und die defekten Autos in seiner Werkstatt reparieren.

    Seit acht Jahren war Sascha nun mit Claudia verheiratet, die für ihren Mann die Büroarbeit erledigte, und hat mit ihr zwei Kinder, Lukas und Laura. Laura war gerade acht Monate, Lukas fünf Jahre alt, und er besucht den Kindergarten. Über ihren Mann hat Claudia auch Andrea kennen gelernt und sich mit ihr angefreundet.

    Sascha war ein Mann, dem man nicht abnahm, dass er überhaupt jemals in der Lage wäre, schlechtgelaunt zu sein. Stets ein Liedchen summend, verbreitete er auch in der PAST gute Laune, wann immer er dort auftauchte, um die Wagen zur Inspektion abzuholen oder zurückzubringen. Immer hatte er einen Scherz auf den Lippen, er schaffte sogar Dieter Bonrath aufzuheitern, wenn dieser sich gerade mal wieder über den Umgang seiner Kollegen mit ihren Dienstwagen aufregte. Auch an diesem Freitag ließ die Laune des großgewachsenen Polizisten zu wünschen übrig, als Sascha die Dienststelle betrat. »Hallo, Dieter!«, rief er fröhlich durch das Großraumbüro, »Du hattest mich gerufen. Hier bin ich, was kann ich für dich tun?«, ahmte er einen bekannten Schuldnerberater aus dem Fernsehen nach. »Komm mit raus, ich zeig’s dir«, brummte Dieter, stand von seinem Schreibtisch auf und ging mit Sascha auf den Hof vor der PAST. »Sind Alex und Semir noch nicht wieder da?«, fragte Sascha sich umschauend. »Nein, und das ist auch gut so! Ich wüsste nicht, ob ich mich beherrschen könnte …« – »Dieter, so schlimm kann es doch nicht sein.«

    Sie blieben vor dem Mercedes von Hauptkommissar Alex Brandt stehen.

    »Nun sieh dir bitte mal an, was die mit ihrem Dienstwagen angestellt haben. Hier die Beifahrertür!« – »Zerschrammt, wie wunderbar, neue Tür, neue Lackierung«, freute sich Sascha. »Und hier der Kotflügel, verbeult und auch total zerschrammt.« – »Klasse, da kann mein Azubi das Ausbeulen üben.« – »Und die Windschutzscheibe hat auch einen Schmiss«, schimpfte Dieter weiter. »Das freut mich besonders! Dieter, nun sei doch nicht so böse, hast du vielleicht schon mal daran gedacht, dass ich von diesen Aufträgen lebe?« – »Und hast du vielleicht schon mal darüber nachgedacht, wer für diese Schäden bezahlt?« – »Mich interessiert mehr, wer das Geld bekommt. Und das finde ich großartig. Fahrbereit ist der Wagen?« Dieter nickte nur.

    »Warum können wir eigentlich nicht mal einer Meinung sein, Sascha?« – »Ganz einfach, weil wir dann beide unrecht hätten, Dieter«, antwortete Sascha mit seinem umwerfenden Lächeln im Gesicht und hielt die Hand auf, um den Wagenschlüssel entgegen zu nehmen, »wir sehen uns heute Abend?«, wollte er noch von dem großgewachsenen Polizisten wissen. »Ja, aber ich habe Frühschicht morgen, kann daher nicht lange bleiben, aber ich freue mich drauf!«, antwortete Dieter.

    Darauf winkte Sascha seinem Azubi zu, der im Werkstattwagen saß und nun mit leerem Anhänger zurück fuhr, während er selbst den Mercedes startete und einen jetzt doch schmunzelnd mit dem Kopf schüttelnden Dieter Bonrath auf dem Polizeihof stehen ließ.

    Elli, du hast Semir zu früh ausser Gefecht gesetzt....werd ihn vermissen.

    Das befürchte ich auch, bin gespannt, wie er sich vom Krankenbett aus in die Ermittlungen einschalten wird.
    Ben blickt noch nicht wirklich durch, aber Hartmut bringt den Namen eines weiteren Beteiligten ins Spiel, und Ben macht sich wohl jetzt gleich auf den Weg zur genannten Adresse.

    Puh, die Situation im Knast ist erstmal geklärt, Philipp gerettet. Aber Kevin kann nun eigentlich nicht länger drin bleiben, denn die Aktion wird doch sicher nicht unbemerkt geblieben sein. Kann er jetzt das Gefängnis verlassen? Ob Ben ihm dann von der Scrabble-Partie mit Jenny erzählen wird?

    Ganz so gut wegstecken wie trinken kann Marek den Alkohol anscheinend nicht, ist wohl etwas aus der Übung.
    Semir kann man nun wirklich keinen Vorwurf machen, die Gangster im anderen Auto nicht erkannt zu haben, das ist manchmal auch ohne Maskenbildner sehr schwer, wenn man sich nicht genau kennt. Und dann tun Perücke und Bart ihr Übriges.
    Die letzten Tropfen des Scharfmachers bekommt der Hund im Versteck, auf den Semir und Marek jetzt treffen. Ob sie es schaffen können, den Hund auszuschalten, bevor er sich in einen von ihnen verbeißt?
    Die Gangster sind derweil sicher auf und davon in einem Billigflieger nach Thailand. Der anderen Fluggäste wegen wünsche ich mir jetzt keinen Absturz, um die Bösen allerdings täte es mir jetzt nicht leid.

    Vermieter

    »Um meine Wohnung? Hat sich jemand beschwert, sind die Kinder zu laut?« – »Nein, Herr Gerkan, keine Sorge, ganz was anderes. Holger Nagel, ihr direkter Nachbar, hat seine Wohnung gekündigt und zieht in wenigen Monaten aus. Nun ist mir die Idee gekommen, da Ihre Wohnung für eine vierköpfige Familie auch recht knapp bemessen ist, beide Wohnungen auf Ihrer Etage zusammen zu legen. Sie hätten dann zwei Zimmer mehr, die Küche würde sich vergrößern, weil beide Küchen sich zurzeit eine Wand teilen, die ich dann herausreißen würde, und ein zweites Badezimmer ist doch auch nicht zu verachten.« – »Zwei Zimmer mehr, das wäre schon schön«, dachte Semir laut, »Was würde uns das denn kosten?« – »Darüber müssten wir noch im Detail reden, so zwischen zwei- und dreihundert Euro müsste ich schon haben.« Semir zögerte. Er hätte gerne sofort zugesagt, die Vorstellung, wieder in einer geräumigeren Wohnung zu leben, in der auch jeder von ihnen mal die Möglichkeit hätte, sich zurückzuziehen, sie Gäste unterbringen könnten, die Mädchen jeder ihr eigenes Zimmer hätte, war in der Tat reizvoll. Aber er wollte Andrea nicht vor vollendete Tatsachen stellen und antwortete daher nur: »Ich muss erst mit meiner Frau reden, ihr gefällt die Wohnung und ihre Lage, das ist es nicht, aber es gibt da ein kleines Problem, …«

    »Ach, das hatte ich noch gar nicht erwähnt, Herr Gerkan. Ein kleines Schmankerl wäre auch noch dabei: zu der Wohnung von Herrn Nagel gehört ein Stellplatz in der Tiefgarage, den Sie dann übernehmen könnten.« Der Vermieter begann zu grinsen, damit hatte er Semir die Lösung für das angedeutete Problem präsentiert. Semir erkannt diesen Schachzug, und stieg darauf ein. »Der Stellplatz alleine wäre zweihundert Euro wert. Wo soll ich unterschreiben?« – »Wir sollten nichts überstürzen. Besprechen Sie es in aller Ruhe mit Ihrer Frau, dann setzen wir uns nächste Woche mal zusammen und gehen die Pläne durch. Die Bauarbeiten sind ja auch nicht zu unterschätzen.« Semir nickte zustimmend. »So machen wir es, ich melde mich Montag oder Dienstag bei Ihnen.«

    Mit dem Gedanken an das Angebot seines Vermieters fuhr Semir in die PAST. Das Angebot ihres Vermieters klang verlockend. Eine größere Wohnung ohne Umzuziehen - zu schön um wahr zu sein. Er würde gleich am Abend mit Andrea sprechen. Obwohl er wusste, dass sie gerne im Grünen lebte und es für die Kinder natürlich toll wäre, außerhalb der Großstadt in einer grünen und kinderfreundlichen Umgebung aufzuwachsen, hatte doch eine Wohnung in der Innenstadt durchaus auch unschlagbare Vorteile. Und wenn durch diese Gelegenheit auch Andreas tägliches Problem der Parkplatzsuche der Vergangenheit angehörte…?

    Tagsüber wurde die Angelegenheit vom Alltag verdrängt. Alex und Semir fuhren zu einem Einsatz auf einem Rastplatz, wo sich zwei Autos auf dem Parkplatz ineinander verkeilt hatten. Die Fahrer hatten Glück. Der Unfall war schnell aufgenommen, die Schuldfrage rasch geklärt. Genau auf diesem Rastplatz befanden sich Werkstatt, Pannenservice und PKW-Verleih von Sascha Mirnov. Der Wagen des Unfallverursachers war nicht mehr in fahrbereitem Zustand, das Blech des Kotflügels blockierte den rechten Vorderreifen, und so machte Alex ihm den Vorschlag, ihren Wagen doch bei Sascha zu lassen und die Fahrt mit einem der Leihwagen fortzusetzen. Darauf ging der Autofahrer ein und verließ schon bald in einem weißen Golf wieder den Rastplatz. Sascha winkte ihm kurz nach und trat dann zu den beiden Autobahnpolizisten zu einem kurzen Gespräch. »Habt ihr mal einen Moment?« – »Für dich doch immer, Sascha«, lautete Alex‘ Antwort.

    »Passt auf, ich weiß nicht, ob da etwas dran ist, aber ich sehe hier schon seit einiger Zeit öfters einen Transporter, der hier auf dem Parkplatz längere Zeit steht. Und ich sage euch, da gehen merkwürdige Dinge vor.« – »Merkwürdige Dinge?«, fragte Semir, »wo ist der Transporter?« – »Ja, heute ist er nicht da, aber ich habe ihn auch auf Band meiner Überwachungskamera, und ich kann euch das Kennzeichen geben.« – »Was meinst du mit ‚merkwürdige Dinge‘?« – »Na ja, der Transporter steht stundenlang da, dann kommen ab und an PKWs, halten an, unterhalten sich mit den Personen im Transporter, lassen jemanden einsteigen und fahren wieder ab, das sieht mir nicht koscher aus, Semir.« Sascha blickte seinen langjährigen Freund an. Dann zog er einen Block und Kuli aus seiner Brusttasche und notierte aus dem Gedächtnis das Kennzeichen des ihm verdächtig vorkommenden Transporters. Er riss das Blatt ab und reichte es Alex, der es zusammengefaltet in seine Jeans steckte.

    »Cobra 11 für Zentrale!«, klang Susannes Stimme aus dem mit offenen Türen vor der Werkstatt stehenden BMW. Alex ging zum Wagen und beantwortete den Funkspruch. Semir fragte Sascha noch mal: »Bist du dir ganz sicher, Sascha? Mir scheint, du siehst zu viele Krimis. Aber das Kennzeichen werden wir nachher –» – »Semir! Einsatz!«, flötete Alex vom Wagen aus und saß bereits auf dem Beifahrersitz. » – überprüfen«, vollendete Semir den Satz, »Wir müssen los. Wir sehen uns heute Abend auf deiner Party. Ciao!«, und damit war Semir schon hinter seinem Lenkrad verschwunden und startete den Dienstwagen. »Wohin geht’s?«

    Ja, das ist ja eine ganze Liste an Verletzungen. Zwei Wochen im Krankenhaus sind natürlich hart, aber danach kommen noch mehrere Wochen Auszeit. Andrea kann einem jetzt schon leidtun.
    Aber ob Ben es wirklich besser getroffen hat?

    Nach einem tollen Wochenende im Süden der Republik (acht Stunden Zugfahrt lohnen sich halt doch manchmal!), geht in hier weiter.

    Semir und sein polnischstämmiger Kollege Marek sind in Polen angekommen und werden als Jagdtouristen getarnt dort ermitteln. Und so ganz gelogen ist dieser Begriff ja auch nicht. Nur sind keine wilden Tiere in ihrem Visier, sondern die Jagd richtet sich auf Zweibeiner, die gerade ihre Flucht aus Polen planen. Und einen ersten Hinweis erhalten die Polizisten auch gleich.

    Da haben Kevin und Campino uns alle reingelegt! Und nicht nur wir, auch seine Gegner im Knast sind überrascht, dass der Totgeglaubte sich plötzlich erhebt und zum Gegenschlag ausholt. Aber nun der ängstliche Philipp als Druckmittel herhalten? Semir und Ben, beeilt euch!

    VerBrandt

    Wohnung von Semir und Andrea (an einem Freitag um 8:30 Uhr)

    Semir und Andrea wohnten nun seit mehreren Wochen gemeinsam in Semirs Drei-Zimmer-Wohnung in der Kölner Innenstadt. Es war eng für die vierköpfige Familie, aber sie hatte sich mittlerweile darauf eingestellt, nicht mehr ein ganzes Haus zur Verfügung zu haben. Auch Ayda und Lilly kamen gut mit der neuen Situation und dem einen Kinderzimmer zurecht, obwohl es immer wieder mal zu geschwisterlichen Zankereien kam. Viel wichtiger war ihnen doch, wieder mit Mama und Papa zusammen zu leben, denn die Trennung war auch an ihnen nicht spurlos vorüber gegangen. Dass Ayda bereits zur Schule ging und Lilly noch den Kindergarten besuchte, sorgte mitunter für Streit, den Andrea zu schlichten vermochte, indem sie den Kinderschreibtisch kurzerhand ins Wohnzimmer verfrachtete und so zumindest für eine gewisse räumliche Trennung der Mädchen während Aydas Hausaufgaben sorgte.

    Noch oft dachte Andrea an das durch ihre Mitschuld "verlorene" Haus, und sie ertappte sich mitunter dabei, in der Zeitung verstohlen die Angebote von Häusern zu überfliegen. Aber obwohl der Verkauf ihres Eigenheims ein schönes Plus auf ihre Konten gespült hatte, zögerte sie noch, ihren Wunsch laut auszusprechen. Sie wollte die Sache mit Semir nicht überstürzen und sich Zeit lassen. Und ihr gefiel auch die Innenstadtlage der jetzigen Wohnung, das musste sie zugeben. Zwar vermisste sie den Garten, aber der machte auch immer viel Arbeit und kostete Zeit, Zeit, die sie nun auf der Dachterrasse über der Innenstadt von Köln verbringen konnten und welche Andrea in den vergangenen Wochen, die sie nun hier wohnte, mit einigen größeren und kleineren Kübelpflanzen in ein kleines grünes Paradies verwandelt hatte.

    Zu den Nachbarn hatte sich ein freundschaftliches Verhältnis entwickelt. Die, zu denen sie näheren Kontakt hatten, freuten sich mit Semir darüber, dass seine Familie zu ihm zurückgekehrt war. Nadine, die 16-jährige Tochter von Herrn und Frau Vogt, die die Wohnung unter ihnen bewohnten, war ganz vernarrt in Ayda und Lilly und hatte schon öfters stundenweise auf die beiden Mädchen aufgepasst.

    Aber einen Nachteil hatte die Wohnung, auf den Andrea immer wieder unangenehm aufmerksam wurde: Es gab nur einen Stellplatz in der Tiefgarage. Und da stand, wenn Andrea und Semir gemeinsam zuhause waren, der Dienstwagen, damit Semir schnell startklar war, sollte er zu einem Einsatz gerufen werden, und nicht erst zwei, drei Straßen weit zu seinem Auto laufen musste. Diese Extra-Bewegung blieb Andrea vorbehalten, die darüber natürlich nicht immer erfreut war, insbesondere dann, wenn sie mit zwei Kindern und dem Wocheneinkauf nach Hause kam. Sie standen zwar auf der Warteliste für einen weiteren Garagenplatz, aber das könnte noch dauern, hatte ihnen ihr Vermieter vor drei Wochen gerade mal wieder versichert. So war oft das Fahrrad oder der Bus das Transportmittel ihrer Wahl, und wenn Andrea schon mal einen Parkplatz in unmittelbarer Nähe besetzen konnte, war sie nicht bereit, diesen so schnell wieder herzugeben.

    An Robert verschwendete Andrea kaum noch einen Gedanken. Nachdem sie ihre Sachen und die ihrer Töchter aus dem Haus des korrupten ehemaligen Bauamtsmitarbeiters geräumt hatte, war diese Episode für sie abgeschlossen. Sie konnte immer noch nicht ganz begreifen, dass sie mal so viel für diesen Kerl empfunden hatte, dass sie sogar bereit gewesen wäre, ihr Familienglück aufs Spiel zu setzen.

    Mit Semir hatte Andrea sich ausgesprochen, sie hatten ein paar Tage Urlaub zu zweit verbracht und waren sich über ihre Situation und ihre Liebe zueinander klar geworden. Sie hatten beschlossen, aus den beiderseitigen Fehlern zu lernen. Beide hofften, es würde ihnen gelingen, nicht zuletzt für ihre Kinder, wieder eine Familie zu werden.

    An diesem Freitag verließ Semir morgens etwa eine Stunde nach Andrea seine Wohnung und stieg die Treppe zur Tiefgarage hinab, als sein Vermieter ihn abpasste.

    »Herr Gerkan? Haben Sie mal fünf Minuten?« Semir warf einen kurzen Blick auf seine Uhr und nickte dann. »Es geht um Ihre Wohnung.«

    Yon, die 6.

    Ich gebe zu, es hat etwas länger gedauert, bis diese Story fertig war. Aber es gibt dafür einen guten Grund, und zwar der, dass ich im Herbst einer gewissen Story-Doppelbelastung ausgesetzt war, da ich jemandem eine Story zum Geburtstag schenken wollte und da natürlich einen festen Fertigstellungstermin im Auge hatte. Aber das hat auch Vorteile für euch: Die verschenkten Storys 7 und 8 sind nämlich bereits seit November schon fertig und werden von mir gleich im Anschluss an diese Geschichte gepostet werden.

    Auch in meiner sechsten Geschichte ermittelt die aktuelle PAST- Familie um Alex und Semir, der allerdings mal wieder nicht auf die Unterstützung seines ehemaligen Partners und besten Freunds Ben verzichten kann, denn wie wir schon öfters festgestellt haben, hat "Held"sein nichts mit einer Dienstmarke zu tun. „VerBrandt“ folgt dabei chronologisch auf „Verbaut“.

    Namen von Personen und Firmen sind, soweit es sich nicht um die Stammbesetzung der TV-Serie "Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei" handelt, frei erfunden. Orts- und Straßennamen entstammen zum großen Teil meiner Phantasie – auch aus Mangel an Ortskenntnis – und sind nicht alle anhand von Straßenkarten recherchiert.

    Aber nun viel Spaß und hoffentlich spannende Unterhaltung mit meiner neuen Story »VerBrandt«.

    Und ich hatte gehofft. sie würden den netten Herrn noch in der JVA stellen können, aber nun ist er bereits auf seiner Rückfahrt. Aber zumindest konnten Semir und Ben ihn von der Straße fegen und festsetzen. Aber nun wieder zu Kevin. Hat er überlebt?

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    Obwohl Semir und Thomas verletzt am Fuße des Abgrunds liegen, kann Thomas die Waffe greifen und bedroht Semir damit. Er hat noch nicht verstanden, dass seine Flucht jetzt zu Ende ist und er seine Situation nur noch schlimmer macht, wenn er jetzt abdrückt.
    Ob Joachim es mit seinem Redeschwall schafft, ihn zur Einsicht zu bewegen?