Beiträge von Yon

    Das sind ja wahre Memmen, diese Polizeikollegen, haben die nie ein Fahrsicherheitstraining absolviert? Oder in den letzten 30 Jahren nichts anderes gemacht, als Schwertransporte im Schneckentempo zu begleiten. Gut, dass nicht alle in das einsturzgefährdete Gebäude gehen wollen, ist ja noch zu begreifen, abstützen kann den Beton kein Mensch, und wenn alles in sich zusammenkracht, ist auch niemandem geholfen. Dass Semir hineingeht ist klar, schließlich liegt sein bester Freund schwer verletzt drin.
    Hoffentlich kommt das THW bald und baut Hydraulikstützen (oder wie auch immer diese Dinger heißen) auf, um Bens Arm zu entlasten und seine Bergung zu ermöglichen.

    Gärtner und Haushaltshilfe?

    Ben versuchte, Konrads Nachbarn zu beschwichtigen. »Herr Werner, es tut mir wirklich sehr leid. Der Wagen ist nicht ganz in Ordnung, ich habe versucht zu lenken, aber er reagierte nicht.« – »Und bremsen ist Ihnen nicht in den Sinn gekommen?« Ben sah betreten nach unten. »Wir können über alles reden, wir kriegen das schon geregelt.« – »Das werden wir auch müssen«, entrüstete sich Michael Werner, »der ganze Zaun ist hin, vom Vorgarten ganz zu schweigen!«

    In der Zwischenzeit war Konrad hinzu getreten. »Ben!«, rief er schon von weitem, »was hast du gemacht? Michael, ich muss bei Ihnen um Entschuldigung für meinen Sohn bitten. Ben, hast du wieder getrunken?«Als auf der anderen Straßenseite bereits zwei neugierige Nachbarinnen tuschelnd stehen blieben, fragte Bens Vater seinen Nachbarn leise mit einem verschwörerischen Seitenblick auf seinen Sohn: »Können wir uns vielleicht drinnen weiter unterhalten? Ich bin mir sicher, wir werden uns einigen.« Michael Werner stimmte zu. Der mitten in seinem Vorgarten gelandete Wagen reichte schon aus, den Vorfall in der Nachbarschaft des Villenviertels bekannt zu machen, da musste die Auseinandersetzung nicht auch noch unter Zeugen stattfinden. »Ja, kommt rein.«

    Ben und Konrad betraten hinter ihrem Nachbarn dessen Stadtvilla. »Sonja!«, rief dieser sogleich, »machst du uns Kaffee?«»Sonja?«, fragte Konrad neugierig. »Ja, Sonja ist meine neue Haushaltshilfe, sie ist erst seit vergangener Woche hier.« – »Ich habe ja gar nicht gewusst, dass du jemanden gesucht hattest«, wunderte sich Konrad. »Habe ich auch nicht. Ich hatte einen Gärtner gesucht, und er wollte gerne seine Schwester ebenfalls in Stellung wissen.« – »Und da hast du einfach beide eingestellt?«, fragte nun Ben, »das sind doch gleich doppelte Kosten. Oder gab es Mengen-Rabatt?« Er lachte bei der Frage, obwohl es ihn innerlich anekelte, in Beziehung auf Menschen überhaupt auf solche Gedanken zu kommen. »Natürlich nicht, Herr Jäger«, lautete die Antwort des Geschäftsmannes, »es handelt sich um eine Leiharbeitsfirma aus Mayen, sie ist mir empfohlen worden, macht keine große Werbung. Ich zahle an diese Firma für Sonja und Kolja, so heißt ihr Bruder, zusammen 2800 Euro im Monat. Entlohnung, Steuern, Versicherungen, Sozialabgaben, all das ist Sache der Firma. Ich musste mich nur verpflichten, den beiden für zwei Jahre Unterkunft zu geben und sie zu verpflegen.« – »Und wo kommen die beiden her?« – »Aus Usbekistan. Die Firma hat ihnen die Kosten vorgestreckt, daher stehen sie bei ihr noch für mehrere Jahre in der Kreide und sollen den Kredit abarbeiten.« – »Und das ist alles legal?«, zweifelte Ben. »Zumindest machten die Vertreter auf mich einen sehr seriösen Eindruck. Aber wir sind hier, um über meinen Gartenzaun zu sprechen.« - »Ja, Michael, ich schlage vor«, begann Konrad, »dass du einfach den Zaun reparieren lässt und mir die Rechnung rüber bringst. Oder-«, unterbrach er sich selbst, »noch besser wäre, Ben würde beim Aufstellen des Zauns helfen, dann sieht er gleich, was er angerichtet hat. Vielleicht macht er das gemeinsam mit deinem neuen Gärtner?«

    Sonja kam und brachte den Kaffee. »Bitte, Herr Werner. Der Kaffee. Brauchen Sie mich dann noch hier? Ich kümmere mich sonst jetzt um die Wäsche.« – »Nein Sonja, Sie können gehen.« Ben lächelte die hochgewachsene Frau an. Sie mochte etwa Mitte Zwanzig sein, hatte lange braune Haare und ausdrucksvolle dunkle Augen. Und sie sprach zu seiner Überraschung ein exzellentes Deutsch. »Woher kommen Sie, Sonja?«, wollte er von der jungen Frau wissen. »Aus Usbekistan«, antwortete Sonja, nachdem ihr Michael Werner mit einem Kopfnicken das Antworten erlaubt hatte. »Haben Sie dort so gut Deutsch gelernt? Sie sprechen nahezu akzentfrei!« Sonja errötete leicht. »Danke, das hat uns unsere Großmutter beigebracht, sie ist in Deutschland geboren. Wir haben fast nur deutsch zuhause gesprochen.« – »Und jetzt sind Sie nach Deutschland gekommen, um hier zu arbeiten?« Sonja nickte nur, ging aber nicht auf Bens Frage ein. »Ich habe Verständnis dafür, dass Sie es mir nicht erzählen wollen, aber es interessiert mich halt«, setzte Ben nach, wurde aber nun von Michael Werner unterbrochen. »Ich glaube, es reicht jetzt. Sie verunsichern das junge Ding ja, Herr Jäger. Am Ende denkt Sonja noch, sie wäre nicht willkommen in Deutschland.«

    Ben dachte sich das Seine und schaute seinen Vater an. Er wollte mehr über die Hintergründe ihres Aufenthalts und den der anderen »vermittelten« Menschen erfahren, da könnte auch der gemeinsame Zaunbau mit Kolja eine gute Gelegenheit werden sich auszutauschen. Er lächelte entschuldigend. »Sie zu verunsichern, ist das Letzte, das mir vorschwebt, Sonja. Ich war einfach nur neugierig. Entschuldigen Sie bitte. Ich wünsche Ihnen und Ihrem Bruder einen schönen Aufenthalt, und mit Ihrem Chef hier haben sie einen echten Glückstreffer gelandet, nicht wahr, Herr Werner?« Jetzt lächelte Sonja und verzog sich aus dem Wohnzimmer.

    Ben, sein Vater und Michael Werner berieten sich noch eine Stunde über das Abwickeln seines Schadens im Vorgarten und plauderten über belanglose Dinge aus der Nachbarschaft. Dann verließen Ben und Konrad das Haus ihres Nachbarn wieder. Ben war mit dem Verlauf des Tages zufrieden.

    Nachdem ich die Folge zwei Mal gesehen habe, glaube ich auch eine Kritik abgeben zu können. Bei meiner Bewertung kann ich mich der geltenden Meinung anschließen: Diese Folge war außergewöhnlich. Sie war spannend von der ersten bis zur letzten Minute, es ist dem Regisseur gelungen die unterschiedlichsten Handlungsstränge zu einem Gesamtbild zusammenzuflechten, welches einem den Atem stocken ließ. Die schauspielerischen Leistungen ließen nichts zu wünschen übrig: Allen voran Susanne, die endlich mal wieder zeigen durfte, was in ihr steckt, Semir, Alex aber auch die kriminellen Jungs waren brillant. Schön fand ich, dass auch Andrea eine größere Rolle hatte. Die Stunts super, ich mag die Autobahn bei Nacht, nicht übertrieben, nicht jedes Auto muss explodieren, die Befreiungsaktion aus dem brennenden Auto eine Meisterleistung, das hat mir gefallen. Im Einzelnen zu den o.g. Handlungssträngen:

    Alex Schuld
    Zu Beginn scheint die Notwehr von Alex bewiesen, er und Semir sind erleichtert, dann taucht später dieses Video auf, welches ihn schwer belasten könnte, aber auch die Schuld der Jungen beweisen könnte, ohne dass Susanne zur Aussage gezwungen wäre. Das Dilemma wird dadurch gelöst, dass Susanne sich zur Aussage entschließt und Andrea das Band löschen kann. Einen Moment hat man Alex wieder im Gefängnis gesehen, aber gut, dass es anders gekommen ist. Manchmal muss auch die Gerechtigkeit gegen das Recht bestehen.

    Dana
    Pubertät ist die Zeit, in der die Eltern schwierig werden. Bei Dana ist es sicher nicht nur die Pubertät, die ihr Verhältnis zu ihrem Vater so schwierig gestaltet. Aber – und hier muss ich Elli widersprechen – Semir darf nicht locker werden, nachts um 2:00 hat eine 16-Jährige nichts in einer Diskothek verloren. Hier muss Semir ihr schon Grenzen setzen, denn zu was Jugendliche in der Lage sind, die diese Grenzen nicht gezeigt bekommen, das sehen wir gerade an den Schuldigen in dieser Folge. Dana ist Andrea gegenüber immer noch ablehnend eingestellt, aber als Susanne zitternd am Fenster steht und einen Zusammenbruch erleidet, löst dieses in ihr eine Veränderung aus. Sie geht an den PC des Schuldigen und lädt ein belastendes Video herunter. Semir reagiert wie er reagieren muss, aber seine Sorge vermischt sich zunehmend mit Stolz, eine schöne Szene in der PAST. Auch die Blicke seiner Kollegen, die ihn in sein Büro zurückgehen ließen, nachdem er dieses wütend verlassen hatte, waren klasse.

    Die Schuld der Jungs
    Obwohl aus „gutem Elternhause“ stammend, suchten sie die Herausforderung auf der Straße und überfallen wehrlose Personen. Sie erschienen mir die ganze Folge über unter dem Einfluss der Droge zu stehen (super gespielt!). Ihr Verhalten bei der Vernehmung, diese Abgeklärtheit entbehrte auf der einen Seite nicht einer gewissen Komik (sie schulden mir 7,50€), zeigte aber auch, dass sie sehr genau wussten, dass die Polizei ihnen im Grunde nichts nachweisen kann.

    Semir und die Jungs
    Semir regt sich zu recht auf, dass diese Jungs immer und überall mit Samthandschuhen angefasst werden, von der Psychologin, den Lehrern, ihren Anwälten und letztendlich auch vom Gesetz. Selbst als Susanne im Wohnhaus bedroht wird und beinahe eine Fehlgeburt erleidet, sind ihnen die Hände gebunden. Klar, dass Semir ihnen gerne eines auf Maul hauen würde und sich nur mit Mühe zurückhalten kann, aber es wird doch nur gegen sie ausgelegt. Diese Ohnmacht gegenüber dem Jugendrecht ist immer wieder auch in der realen Welt aktuell.
    Genial dann die Wandlung zum Schluss, als Semir den angeschossenen Jungen in die Arme nimmt, ihn plötzlich als Opfer sieht, das sich sogar selber angezündet hätte und noch im Augenblick seines Fast-Todes den Hass auf seine Eltern ausspricht.

    Zum Glück haben wir das Urteil nicht mehr mitbekommen, denn glaubt einer von euch, dass diese Jungs wirklich in Haft kommen? Minderjährig, nicht vorbestraft, unter Drogeneinfluss …
    Und hoffentlich taucht keine Kopie des Videos auf.

    Ich habe an dieser Folge nichts auszusetzen und hoffe, von diesem Regisseur noch mehr sehen zu dürfen. Die nächste Folge wird es schwer haben. Das war nun schon die dritte geniale Folge in diesem Frühjahr, was für eine Staffel!

    Spoiler anzeigen

    Ich habe gerade den 10-Sekunden-Teaser gesehen (bei Facebook) Ist da ein Schnitt drin? Oder fährt der Bus ihnen hinten drauf, obwohl ihr Wagen eben noch quer zur Fahrbahn stand?

    Ja, auch andere Polizeidienststellen arbeiten gründlich und gut, es scheint, als wäre das LKA auf die gleiche Idee wie unsere "Helden" gekommen und hätten dieses Waldstückchen schon durchsucht.
    Aber nun sieht es aus, als ob Semirs Alptraum sich bewahrheitet und Ayda auch entführt wurde. Denn Andrea hat bestimmt schon jede andere Möglichkeit einer Verspätung ihrer Tochter ausgeschlossen, bevor sie bei Semir angerufen hat. Nur warum Ayda? Ist das großer Zufall (wieviele Kinder in der Altersgruppe gibt es in Köln?) oder fühlt sich der Täter schon durch die Ermittlungen bedroht und hat sich Semirs Tochter gezielt ausgesucht? Viel Geld zu erpressen gibt es ja bei Polizeibeamten nicht.

    Na, ich bezweifle ja, dass es wirklich schneller war, einen hohen Baum zu erklettern, als über Funk diesen Schwertransporter zu stoppen (ich bin sicher, es gibt eine allgemeine Frequenz, mit der man alle Wagen gleichzeitig erreichen kann), aber eine tolle und erfolgreiche Aktion war es allemal, der Schwertransporter ist nicht über die Brücke gefahren. Mit dem Streifenwagen geht es jetzt erst einmal zu Ben, ich hätte die Gesichter der Streifenpolizisten gerne gesehen. Erst werden sie von einem Baumklettererer gestoppt, dann nimmt der ihnen auch noch den Streifenwagen weg und zeigt ihnen, wie sie auf schnellstem Weg unter die Brücke kommen.

    Kontakt

    Konrad Jäger hörte seinem Sohn aufmerksam zu, als dieser am Mittwochvormittag zu ihm ins Büro kam und von der Möglichkeit erzählte, sein Nachbar Michael Werner könnte eventuell in kriminelle Machenschaften verwickelt sein. »Semir niedergeschlagen?«, fragte er ungläubig. »Ja, und Sascha, ein Freund von uns, liegt auf der Intensivstation der Uni-Klinik.« – »Das ist schlimm, und zu diesen Typen hatte Michael Werner Kontakt? Was vermutet die Polizei?« Konrad vermied, seinen Sohn in diese Frage mit einzubeziehen, denn Ben war für ihn kein Polizist mehr, sonst hätte er sicher anders gefragt. »Also, Semir und Alex haben noch keine stichhaltigen Beweise, aber so wie sie es sich zusammenreimen, geht es wohl um Menschenhandel oder zumindest eine Form der illegalen Beschäftigung im größeren Stil. Der Umschlagplatz liegt hinter Saschas Werkstatt, das oder zumindest ein Lager bei Mayen auf dem Land.« – »Lager? Menschenlager?« – »Klingt nicht gut, oder? Zumindest befindet sich dort ein größeres Landgut, in dem viele Menschen untergebracht sind und anscheinend nur darauf warten, vermittelt zu werden. Die Kunden, darunter auch dein Nachbar, kommen zu Saschas Werkstatt, treffen dort auf einen der Händler und übernehmen die Ware, also Menschen und fahren mit ihnen weg.« – »Du meinst, Michael hat einen „Menschen“ gekauft?« Ben nickte. »Einen? Zwei, Papa! Und wenn das stimmt, könnte dieser noch bei deinem Nachbarn sein. Jetzt würden wir gerne Gewissheit haben.« – »Wir? Ben, du mischt dich doch nicht etwa wieder in Semirs Ermittlungen ein?« – »Ich versuche es ja zu vermeiden, ehrlich. Aber bei deinem Nachbarn vorbei zu schauen, ist nicht wirklich eine Einmischung, oder?«

    »Und wie willst du das anstellen? Ich habe kaum Kontakt zu Michael, da wäre es doch komisch, ausgerechnet jetzt vorbeizuschauen und sich umzusehen.« Ben musste zugeben, dass sein Vater in diesem Punkt recht hatte. Er musste auch schmunzeln, als ihm Semirs Vorschlag mit dem Rasenmäher wieder einfiel, aber vermied, diesen seinem Vater zu unterbreiten. Stattdessen gefiel ihm die Sache mit dem Golfschläger immer besser. »Spielt dieser Werner eigentlich auch Golf? Kannst du nicht mal eine Partie …?« – »Ben, wir spielen nicht im selben Club, das würde ihm genauso komisch vorkommen.« - »Stimmt, Papa. Fällt dir sonst etwas ein?« Es entstand eine Redepause, aber Konrad Jäger schüttelte langsam seinen Kopf. Doch dann hatte Ben eine Idee.

    »Hast du noch Julias alten Opel im Schuppen stehen, den sie schon länger verkaufen wollte?« – »Ja, aber … worauf willst du hinaus?« – »Lass mich mal machen. Ich komme heute Abend mal vorbei zu einer Probefahrt.«

    Der Opel Astra, den Julia schon seit längerer Zeit bei ihrem Vater untergestellt hatte, und nur bislang nicht dazu gekommen war, sich um den Verkauf zu kümmern, stand abgemeldet in einer von Konrads Garagen. Nun kam der Wagen Ben sehr gelegen, um in Kontakt mit dem Nachbarn seines Vaters zu treten.

    Er holte sich die Schlüssel zum Schuppen und zum Auto aus dem Haus von Konrad Jäger, öffnete die Schuppentür und betrachtete den eingestaubten, etwa zwanzig Jahre alten Wagen. Dass er über keine Nummernschilder verfügte, war Ben für sein Vorhaben egal. Er hoffte nur, dass er nach der langen Standzeit anspringen würde und hatte Glück. Er lief nicht besonders rund, aber auch das spielte keine Rolle, er würde schon die paar Hundert Meter durchhalten. Ben setzte ihn rückwärts aus dem Schuppen auf den Hof und verließ langsam das Grundstück seines Vaters.

    Der hellbraune Holzzaun des Werner’schen Anwesens leuchtete in der Abendsonne. Fast tat er ihm ein wenig leid. Aber Ben sagte sich, dass es schließlich für einen guten Zweck wäre. Er vergewisserte sich, dass kein Mensch und kein Tier in der Nähe war, die in Gefahr geraten könnten, dann gab er Gas, bretterte über den Bürgersteig, mähte den Zaun auf einer Länge von gut zehn Metern nieder und pflügte die Beete im Vorgarten um. Dann blieb er im Wagen sitzen. Es dauerte gar nicht lange, dann flog die Haustür auf und Michael Werner, ein großgewachsener Mann um die Sechzig stürmte in seinen Vorgarten und sah die Bescherung. Er polterte los:« Was fällt Ihnen ein, meinen Zaun und den Garten zu ruinieren!« Er hatte den Opel erreicht und riss die Fahrertür auf. »Sind Sie betrunken, oder was?«, dann hielt er inne und seine Wut paarte sich mit Fassungslosigkeit, » …Ben? Du?«Der


    Kontakt war hergestellt.

    Semir hat Ben gefunden, kann ihn aber - wie befürchtet - nicht alleine befreien, so bringt er zunächst Mittler ins Freie und ruft Verstärkung. Hoffentlich denkt die PAST bei der Sperre der Brücke daran, die den Schwertransport begleitenden Polizeiwagen zu alarmieren, dass sie den Transport zunächst stoppen!
    Ben schließt (wie schon öfters in seiner letzten Vergangenheit) mit seinem Leben an und fragt sich einmal mehr, wie es ist zu sterben. Ich hoffe, die Einsatzkräfte beeilen sich und können Ben schnell befreien. Aber viel wichtiger scheint es doch, dass der Schwertransport nicht auf die Brücke fährt.
    Und dann muss Semir Sarah noch anrufen!

    Vernehmung

    Mit den bisherigen Ergebnissen ging Alex in das Vernehmungszimmer und ließ sich Emil Ott vorführen.

    »So«, begann er, »Sie wissen, weshalb Sie hier sind, Herr Ott?« Emil Ott, ein leicht untersetzter, schmächtiger Mann mit schütterndem Haar, zuckte mit seinen nur sehr schwach ausgeprägten Schultern und schwieg.

    »Waren Sie auch an dem Überfall am Freitag beteiligt, bei dem zwei Männer ins Krankenhaus geschlagen wurden? Oder haben Sie nur Schmiere gestanden?« Emil Ott zog es vor, auch auf diese Frage zu schweigen. In Alex‘ Augen stellte er alleine keinen ernst zu nehmenden Gegner bei einer Schlägerei dar, zumindest Semir hätte kein Problem gehabt, ihn abzuwehren, und auch Sascha traute er mehr zu, als diesem Häufchen Mensch, das ihm hier gegenüber saß und dessen größte Stärke darin zu bestehen schien, beharrlich nichts zu sagen.

    »Vor wem haben Sie Angst? Vor Oliver Glaser? Oder vor Peter Albrecht?« Alex glaubte, ein gewisses Flackern in Emil Otts Augen zu erkennen. Wurde ihm jetzt vielleicht klar, dass die Polizei bereits mehr Informationen in den Händen hielt, als er zu verbergen versuchte? Aber zum Reden fühlte er sich noch nicht bemüßigt.

    »Sie haben gemeinsam mit ihren Freunden, Komplizen, Kollegen, wie auch immer Sie diese Personen nennen wollen, hinter der Werkstatt von Sascha Mirnov mit Menschen gehandelt, sind von ihm darauf angesprochen worden und haben ihm dann am Freitag aufgelauert und ihn zusammengeschlagen. Als mein Kollege Sie überraschte, haben Sie auch ihn niedergeschlagen und sind dann abgehauen. Sie haben den Tod von zwei Menschen billigend in Kauf genommen, wenn nicht sogar geplant. Wenn Sie jetzt nicht bald reden, hängen wir Ihnen das alles alleine an. Überlegen Sie es sich gut, ob es nicht doch besser wäre, hier nicht nur die Luft zu filtern, sondern mit der Sprache rauszurücken!« Alex‘ Stimme hatte sich zum Schluss erhoben, aber seine Rede hatte noch immer keinen Erfolg. Emil Ott schwieg weiterhin hartnäckig.

    Dann spielte Alex seinen letzten Trumpf aus. »Und gestern Nacht haben Sie Ihren Komplizen beim Landhaus in der Eifel erschossen!« – »Das war ich nicht! Sie waren es, der Theo abgeknallt hat!«

    »Na bitte, wer sagt’s denn! Es spricht!« Alex stand auf und machte Anstalten, das Vernehmungszimmer zu verlassen. »Das war ich nicht! Das wollen Sie mir anhängen!« Jetzt war es an Alex zu schweigen. »Und am Freitag war ich auch nicht dabei, da habe ich im Landhaus gewartet! Da können Sie jeden fragen, den Sie wollen.« – »Das tue ich gerade – ich frage Sie!« Jetzt begann Emil Ott endlich zu reden, während der Hauptkommissar wieder am Tisch Platz nahm.

    Später fasste Alex das Gespräch für Semir zusammen:»Unser Zellengast ist ein Emil Ott, nicht gerade das hellste Licht am Kronenleuchter, wenn du mich fragst. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass der bei Tetris sogar ein Quadrat dreht. Als ich ihm den Mord an seinem Komplizen in die Schuhe schieben wollte, wurde er plötzlich redselig und hat geplaudert. Oliver Glaser holt die Menschen nach Deutschland, zumeist in heimkehrenden Hilfs-Konvois oder anderen leeren LKWs, mit denen vorher legal Dinge in diese Länder exportiert worden waren. Die zahlen dafür und müssen hier ihre Schulden abarbeiten. Das ist ein recht einträgliches Geschäft. Ihre Kunden finden sie zumeist über Mund-zu-Mund-Propaganda, alles Leute mit viel Geld, die sich diese Arbeiter leisten können. Auch ein paar Bordelle sind dabei. Wollen wir diesen Kunden ab morgen mal auf den Zahn fühlen?« – »Gerne, Alex, morgen wollte ich zumindest wieder ins Büro kommen. Habt ihr sonst noch etwas herausgefunden heute?« – »Ja, Susanne hat uns die Adressen der Bewohner des Landhauses zusammengestellt, ich fürchte nur, die werden nicht zuhause sitzen und auf ihre Festnahme warten.«

    Da musste Semir seinem Partner zustimmen. Aber trotzdem verabredeten die Polizisten sich, sich dort an den nächsten Tagen einmal umzuschauen.

    Semir hat Ben gefunden - das wurde auch Zeit, lange hätte der das bestimmt nicht mehr ausgehalten. Aber befreit ist Ben damit noch lange nicht. Ich hoffe, dass Semir gleich Hilfe ruft und die Brücke sperren lässt (der Schwertransporter nähert sich bestimmt, sonst hätte er keine Erwähnung gefunden).

    Vielleicht hätte sich Kevin doch lieber für einen Tag krank melden sollen? Denn dass er nach der Sauferei und unausgeschlafen keinem harten Training standhalten würde, war doch klar. Warum muss er sich auch immer so provozieren lassen? Ich vermute mal, ihm wird es in keiner Abteilung der Polizei richtig gefallen, wenn er sich nicht langsam mal ein dickeres Fell zulegt.

    Hartmut

    Der Gerichtsmediziner hatte noch am Montagabend die aufgefundene Leiche untersucht und die Ergebnisse sowie das entfernte Projektil der KTU übergeben, neben dem Material für die DNA-Analysen und Fingerabdrücke, mit dessen Auswertung Hartmuts Team sogleich begonnen hatte und Übereinstimmungen mit Teilen der im verlassenen Landhaus sichergestellten Spuren fand. Hartmut machte sich gleich am Vormittag auf den Weg in die PAST und ins Büro von Alex.

    »Hi, Alex! Wie geht es Semir?«, begrüßte er den dunkelblonden Hauptkommissar. »Immer besser, er wird wohl nur noch heute zuhause bleiben, und das auch nur, weil Andrea sich frei genommen hat, um ihn auf der Couch festzubinden. Hast du etwas rausgefunden, Einstein?«

    »Das kann man wohl so sagen, Alex. Ich habe Namen für euch, Susanne ist schon dran, Näheres über die Männer herauszufinden. Also:
    Im Landhaus konnten wir Spuren und Fingerabdrücke von acht Männern sicherstellen. Das Stockwerk unter dem Dach barg noch wesentlich mehr Spuren, die haben wir erst einmal außer Acht gelassen, weil wir davon ausgehen müssen, dass es bei den Personen um die illegalen Einwanderer handelt. Daher haben wir uns auf die Wohnräume im Erdgeschoss konzentriert. Die gestern gefundene Leiche war einer dieser acht Bewohner, er hieß Theo Lenz, vorbestraft wegen Einbruch, Diebstahl, Körperverletzung, die verhängten Strafen summierten sich zuletzt auf sieben Jahre. Die Waffe, mit der er von dir in der Nacht zum Montag erschossen wurde, ist auch schon früher aufgefallen, sie ist zugelassen auf einen Emil Ott, dessen Fingerabdrücke wir auch im Landhaus vorgefunden haben. In der Tasche des Toten haben wir übrigens Sand gefunden, der von der Struktur her identisch ist mit dem Sand auf dem Weg zum Landhaus. Und Emil Ott sitzt hier bei euch in der Zelle. Zu den anderen sechs Personen wird sicher Susanne bald - «

    Wie aufs Stichwort betrat Susanne mit einigen Zetteln in der Hand Alex‘ Büro und wurde gleich von Hartmut zum Reden aufgefordert. »Theo Lenz und Emil Ott kennt Alex jetzt schon, was hast du zu den anderen sechs Männern herausgefunden?«

    »Die anderen sechs heißen Oliver Glaser, Peter Albrecht, Alexander Hahn, Martin Sandmann, Jonas Berg und Lukas Urban.

    Der dickste Fisch wird wohl Oliver Glaser sein. Er schmuggelt alles, was nicht legal über die Grenze nach Deutschland gebracht werden kann, Zigaretten, Alkohol, Diamanten, Drogen und«, hier legte sie eine kurze Pause ein, »und Menschen. Er saß schon öfters jeweils für einige Zeit im Gefängnis.
    Peter Albrecht war auch schon unser Gast gewesen und trat mehrfach als Komplize von Oliver Glaser in Erscheinung. Die beiden sind wohl Freunde, aber anders als dieser, scheut Peter Albrecht auch nicht davor zurück, sich die Finger schmutzig zu machen und ist auch schon wegen schwerer Körperverletzung, u.a. mit Todesfolge vorbestraft.
    Alexander Hahn und Martin Sandmann sind auch befreundet, hatten sich auch schon mal eine Wohnung geteilt. Sie machen für Geld eigentlich alles, eigene kriminelle Ideen haben sie aber nicht, sie sind wohl klassische Befehlsempfänger. Das gilt auch für Lukas Urban und Jonas Berg, beide noch sehr jung, erst knapp über zwanzig, kennen aber auch schon die JVA von innen.
    Hier habe ich Fotos und die letzten bekannten Adressen zusammengestellt. Wenn ich mir die Gesichter so anschaue, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass sie zu einer Tat wie dem Überfall am Freitag in der Lage sind. Apropos: Gibt es etwas Neues von Sascha und Semir?«

    Alex nahm die Ausdrucke von ihr entgegen. »Semir ist schon fast wieder im Büro, ich denke morgen werden wir ihn wieder hier haben. Von Sascha habe ich nichts Neues gehört, was vielleicht in der jetzigen Situation nicht unbedingt als negativ gewertet werden muss. Ich frage bei Gelegenheit mal Andrea, die steht in Kontakt zu Claudia. Danke Susanne, für deine Arbeit. Sechs Adressen, das ist doch schon mal etwas. Aber jetzt werde ich mir erst mal unseren Zellengast vorknöpfen.«

    Die Zeugin kann die Täter nicht beschreiben, okay. Aber auch nicht die Größe oder Kleidung? Na, zumindest haben sie das Kennzeichen, vielleicht hilft es, aber das ist bestimmt geklaut, wäre ja auch zu einfach.
    Semir und die Presse - seine Abneigung war ja schon öfters Thema bei Cobra 11, diese Fotografin ist aber auch wirklich zu aufdringlich!

    Endlich erhält Semir einen Hinweis auf die Brücke. Ich hoffe, er kann den Schwertransport umfahren (mit Betonung auf "fahr", nicht auf "um", obwohl letzteres auch ein schönes Cobra-Szenario wäre, allerdings Ben in seiner Situation nicht weiterhelfen würde) und schnell an die Brücke kommen. Steht denn dort noch der Firmenwagen? Oder hatte Brummer sich auch um den gekümmert?
    Waas wird Semir an der Brücke vorfinden? Ist es von außen zu erkennen, dass es eine Explosion gegeben hat? Können Ben und Friedrich sich bemerkbar machen? Fragen über Fragen. Ich hoffe auf schnelle Antworten.

    Im Grunde hätten die Kinder normal freigelassen werden können, nachdem das Lösegeld gezahlt wurde, aber die Entführer spritzen sie dennoch ins Koma. Das wird wohl das große Rätsel sein, welches die Helden zu ergründen hätten. Warum tun sie sowas. Was wollen sie bewirken? Wenn es nur wäre, damit die Kinder nichts mitbekommen, was sie später aussagen könnten, dann hätte es eine "normale" Betäubung auch getan.

    Ich muss meinen Vorpostern recht geben: das Kapitel war super beschrieben, die Beklemmung der Situation war deutlich beim Lesen zu spüren.

    Der Fund

    Alex‘ Vorahnung, die Leiche des von ihm in der Nacht zum Montag erschossenen Mannes würde von seinen Komplizen irgendwo weit ab vom Landgut bei Mayen entsorgt werden, sollte bereits am selben Tag eintreten.

    Udo und Christine Meifort waren endlich mal wieder mit ihren Fahrrädern unterwegs. Der Tag neigte sich seinem Ende entgegen, es lag eine lange Tour hinter ihnen, sie beeilten sich nach Hause zu kommen. Als sie vom geteerten Radweg an einer vielbefahrenen Hauptstraße auf den schmalen unbefestigten Weg in Richtung Feldmark abbogen, machte sich bei Christine ein menschliches Bedürfnis bemerkbar. »Udo! Warte doch mal!« Udo verdrehte genervt die Augen, ließ sich aber nichts anmerken. Überhaupt wäre er viel lieber mit seinen Kumpels unterwegs und hätte neue Mountainbike-Tracks ausprobiert, statt hier mit seiner Frau eine gemütliche Fahrradtour zu unternehmen. Aber heute hatte Christine Geburtstag, und da war alleine der Gedanke an eine Kumpeltour ein Tabu. »Was ist denn, Schatz?« – »Ich muss mal. Ich gehe hier kurz hinter die Büsche.« – »Na gut, aber beeil dich!«, rief Udo zurück und fügte, für Christine unhörbar hinzu: »Frauen …«.

    Christine legte ihr Fahrrad vorsichtig auf die Seite und huschte schnell hinter einen aufgeschichteten Holzstapel. Immer wieder drehte sie sich um, um sich zu vergewissern, dass sie auch wirklich vom Weg aus nicht mehr zu sehen war. Als sie bereits vollständig vom Unterholz und einer Brombeerhecke verdeckt wurde, ärgerte Udo sie noch mit dem Kommentar: »Ich sehe dich noch!« Er holte sein Zigarettenpäckchen und Feuerzeug aus seiner Weste hervor, schüttelte sich eine Zigarette aus der Schachtel und hatte sie gerade angesteckt, als der Schrei seiner Frau an sein Ohr drang. »Udo! Uuudddoooo! Komm her! Hier liegt jemand.« Der Ton in Christines Stimme ließ ihn aufhorchen. Das klang nicht nach Anstellerei, sondern ernst. Er lehnte sein Fahrrad an einen Baum und machte sich auf den Weg in den Spuren, die seine Frau in dem hohen Gras hinterlassen hatte. »Was ist denn, Christine?«, fragte er, als er sie erreicht hatte.

    »Hier«, sie zeigte mit ihrer Hand in eine Senke vor ihr, »dort liegt jemand!« Udo verfolgte ihren ausgestreckten Arm. »Wo?«, fragte er, als er nicht gleich etwas entdecken konnte. »Na dort, neben dem Busch, das sind doch Schuhe und eine Hose.« Tatsächlich. Jetzt sah Udo es auch. »Bestimmt ein Betrunkener. Ich schau mal nach. Bleib du hier.« Christine hatte auch gar nicht das Bedürfnis, ihrem Mann zu folgen und sich der im Unterholz liegenden Gestalt zu nähern. Das war ihr nicht geheuer. Sie wollte weder eine Leiche, noch einen Betrunkenen finden. Udo war da entschlossener. Auch einem Betrunkenen müsse geholfen werden, vielleicht hatte sich der Mann verletzt? Drei Schritte später beugte er sich über die Gestalt und fuhr zurück, diese lag halb auf dem Bauch, das Gesicht war nicht zu erkennen, weil es in Sie einer Pfütze lag, die helle Jacke war rot verfärbt. Auch ohne Fachkenntnisse konnte Udo erkennen, dass diesem Mann nicht mehr zu helfen war. Er war tot. Udo musste schlucken. Er hatte in seinem Leben noch keinen Toten gesehen und war auf diesen Anblick nicht vorbereitet. »Christine!«, rief er mit einem Zittern in der Stimme, »ruf die Polizei, das ist ein Toter!«

    Christine kramte mit zitternden Händen ihr Handy hervor und wählte den Notruf. Sie beantwortete geduldig die Fragen nach ihrem Namen und dem Fundort und versicherte der Polizei, dort auf die Einsatzkräfte zu warten. Zu Udo gewandt meinte sie: »Sie sind unterwegs, wir sollen warten.« Ihr Mann nickte. Er nahm seine Frau in den Arm. »Ich hätte mir für deinen Geburtstag einen schöneren Ausklang gewünscht.« – »Das ist doch jetzt egal. Was wohl mit ihm passiert ist? Ob er hier einen Unfall hatte?« Udo verschwieg ihr seine Vermutung. Er glaubte, dass es Blut war, das die Jacke verfärbt hatte und eine solche Verletzung zog man sich normalerweise im Gelände nicht zu. »Wer weiß«, antwortete er stattdessen, »die Polizei wird es schon herausfinden. Lass uns zur Hauptstraße zurückgehen und auf den Streifenwagen warten.

    Die Polizei kam etwa zehn Minuten später, im Schlepptau der Gerichtsmediziner und die Spurensicherung. Die Leiche wurde abtransportiert. Irgendwelche Dokumente, die zur Identifizierung des Toten beigetragen hätten, trug er nicht bei sich. Das Ehepaar Meifort wurde noch zu ihren Personalien und den Umständen befragt, die zum Auffinden der Person geführt hatten, und konnte dann ihre Fahrt nach Hause fortsetzen. Die Polizei gab den Leichenfund am Abend in den Polizeicomputer ein. Die Beschreibung passte zu keiner aktuell vermissten Person. So wurde sie erst einmal in der Liste der unbekannten Toten abgelegt.

    Und dort fand sie am nächsten Morgen Susanne König von der Autobahnpolizei und unterrichtete Alex und Semir.