Die Realität lassen wir doch lieber außen vor.
Ich bin zumindest froh, dass Tanja gerettet ist und nun bald zu ihrem Vater zurück kann. Aber genau das wird auch der Ort sein, an dem ihre Entführer sie am ehesten vermuten, das kann noch mal spannend werden.
Beiträge von Yon
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Wobei, im Western wird erst mal eine halbe Flasche Whiskey in die Wunde gegossen, die andere Hälfte in den Hals des Patienten ....
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Semir wird also von der Krüger nach Hause gefahren, Glück gehabt, Taxi gespart. Nur Ben kann noch nicht zur Ruhe kommen, lässt aber die Behandlungen ergeben über sich ergehen, bleibt ihm ja auch nichts anderes übrig. Und mit Sarah an seiner Seite wird es auch überstehen, und dann kann es wieder bergauf gehen.
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46. Ende in Sicht
Nachdem sie ausgeschlafen hatten, saßen Semir, Andrea, Ayda und Ben beim Frühstück. „Ich fahre gleich ins Büro, mache den Papierkram und bin dann nachmittags zurück. Und dann fangen wir unseren Urlaub noch einmal von vorne an. Willst du mitkommen, Ben? Deine Aussage wird sicher auch noch gebraucht.“ - „Nein, Semir, ich habe heute keine Zeit.“ - „Ach so?“ - „Ja, ich habe nämlich noch eine Verabredung mit einer jungen Dame.“ Semir stellte seine Kaffeetasse hin und blickte seinem Freund ins Gesicht. „Soo? Ist sie hübsch?“ Ben grinste. „Das ist sie, obwohl mich das bei ihrem Vater schon etwas wundert.“ - „Oh, du hast Ihre Eltern schon kennengelernt? Dann ist es etwas Ernstes!“ - „Ja, das ist es, und ich sage dir, dieses Mal hält es bis zu meinem Lebensende“, sagte Ben bestimmt und versuchte, dabei ernst du bleiben. Auch Andrea konnte sich das Lachen nur knapp verkneifen. Nur Semir bemerkte nicht, dass er veräppelt wurde, blickte auf die Uhr und fragte abwesend: “Ich muss los. Wann lerne ich sie kennen?“ Er beugte sich schnell zu Andrea, gab ihr einen Kuss, strich Ayda über den Kopf, „Ich beeile mich.“ Ohne auf die Antwort auf seine Frage zu warten, verließ Semir das Haus und fuhr mit dem Porsche Cayenne in die PAST, um seine Aussage zu Protokoll zu geben und seinen Bericht zu verfassen. „Du kennst sie doch schon längst!“, antwortete Ben für Semir unhörbar dessen letzte Frage.
Die Vernehmungen der drei Festgenommenen liefen noch, ihnen wurden zwei Totschläge, zwei Entführungen, Erpressung, Brandstiftung sowie der Einbruch in das Haus der Gerkans zur Last gelegt, ergänzt um die Sachbeschädigungen an den Streifenwagen und den zivilen Fahrzeugen, die während des Feuers oder im Verlauf der Verfolgungsfahrt zerstört oder beschädigt worden waren. Natürlich beteuerten sie ihre Unschuld, aber die Kollegen, die die Befragungen durchführten ließen sich nicht ins Bockhorn jagen, sie verstanden ihr Geschäft und würden sicher bald drei Geständnisse vorzuweisen haben. Semir kämpfte mit sich. Einerseits würde er den Männern, die seine Tochter und seinen Freund bedroht und Lothar Dammann auf dem Gewissen hatten, gerne selbst sagen, was er von ihnen hielt, wusste aber andererseits auch, dass er sich damit nur Ärger bei der Krüger einhandeln würde, und die hatte ihm gestern die Zusage auf eine weitere Urlaubswoche gegeben, das wollte Semir jetzt nicht aufs Spiel setzen.
So erkundigte er sich nur kurz nach dem Stand der Vernehmungen und ging dann zufrieden in sein Büro, um seinen Bericht zu schreiben, was einige Stunden dauerte. Zwischendurch wurde ihm der Autoschlüssel von Bens Wagen gebracht, der neue Reifen erhalten hatte. Auch ein Termin für die Lackierung war schon ausgemacht.
Gegen 17:00 Uhr wurden Werner Beyer, Uwe Kurz und Jörg Lang in die Untersuchungshaft überführt, wo sie auf ihren Prozess warten müssen. Semir blickte ihnen hinterher. 'Zeit, Feierabend zu machen', dachte er, schloss die Datei, fuhr seinen Rechner runter und verließ sein Büro. An der Tür blickte er sich noch einmal um und freute sich, diesen Schreibtisch nun drei Wochen nicht mehr sehen zu müssen. Mit Bens Auto fuhr er nach Hause.
Das Wetter war umgeschlagen, es zog eine schwarze Gewitterfront auf, der Wagen wurde bereits von einigen Sturmböen geschüttelt, und als Semir den Wagen auf seiner Auffahrt parkte, klatschten die ersten dicken Regentropfen auf die Windschutzscheibe.
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Na, da hat Tanja es ja tatsächlich geschafft, zu entkommen, einen Wagen anzuhalten und wegzufahren. Aber kommt sie denn jetzt schon zurück nach Hause, oder sollte ich da noch Bedenken haben?
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"Hast du uns beide schon mal scherzen gesehen?"
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Ich habe ja die Befürchtung, dass in der Folge nichts passiert, was wir nicht schon ahnen.
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Meine Vermutung ist, dass Nina kurz davor ist, das Auto mit Semir (wo auch Van Bergen drinnen ist) in die Luft zu jagen und Ben dann Nina erschießt, damit Semir nichts passiert. Trotz allem verstehen sich Semir und Ben nicht mehr so wie früher und Ben geht. Semir ist völlig fertig, weil er seinen Partner und seine Familie verloren hat und da wird man dann wohl bei den neuen Folgen mit Alex ansetzen.
Die Bilder und der Trailer lassen das vermuten.
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Ich glaube aber trotzdem noch, dass Ben und Semir sich als Freunde trennen. Immerhin hätte sich Ben ja gegen Nina entschieden und für Semir. Vielleicht kann er Nina auch nur in die Hand schießen?
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Was seid ihr alle pessimistisch, eine Cobra-Folge dauert 45, ich bin bei 43 .....
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Bei der Vielzahl der Verletzungen ist sicher eine genaue Planung und Priorisierung der Behandlungen erforderlich. Und da ist Priorität 1 immer das Überleben, also Stabilisierung. Da stehen Knochenbrüche hinten an.
Dass Ben überhaupt in der Lage war, so einen langen Satz zu sagen, wundert mich allerdings.
Nun wird es für Sarah und Semir aber auch langsam Zeit, sich mal setzen zu können. -
Die Folterrichtlinie gilt bundeswein in FanFiction Geschichten - ruhig noch mal nachlesen! Aber Elli hält sich im Bereich der Beziehungsfolter (Autor-Leser) auf und braucht daher keiner Schein. Wer einen bräuchte, wäre Max.Raabe.
Der Schuss wird Semir bestimmt an einem nächsten Fluchtversucht hindern.
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45. Festnahme
Werner und Uwe rasten aus dem Industriegebiet auf das Stadtgebiet zu. „Puh, wir haben das Geld, jetzt schnell zurück zum Treffpunkt. Uwe wird dort schon warten“, sagte Uwe zu Werner, der den Volvo jetzt mit reduzierter Geschwindigkeit durch die Straßen lenkte. Schließlich wollte er nicht auffallen. Er passierte einige parkende Wagen, unter dem sich auch Erik Johannsen in einem Zivilfahrzeug befand. Er kannte den Volvo vom Vortag, schließlich war er ihnen durch die Lappen gegangen, von dem Opel Omega lag ihm das Kennzeichen vor. „Chefin, er ist gerade an mir vorbei, fährt die Kaiserstraße in Richtung Norden, ich folge mit Abstand.“ – „Okay, lassen Sie sich nicht entdecken, fährt er geradeaus, kommt er uns direkt auf die Straßensperre zu, halten Sie sich ab der Seitenstraße..“, es raschelte, als Kim Krüger den Stadtplan studierte, „ab der Gutenbergstraße ganz zurück, wir machen dann auch hinter ihnen dicht“, gab sie dem jungen Polizisten Anweisungen.
Werner fuhr immer geradeaus. Als Erik an der Gutenbergstraße vorbeigefahren war, suchte er sich einen Parkplatz am Straßenrand und sah, wie zwei Polizeiwagen langsam beide Spuren verstellten. Werner, der auf der breiten Ausfallstraße bereits etwa 200m voraus fuhr, bekam von der Sperre in seinem Rücken nichts mit. Er hatte den Blick starr nach vorne gerichtet. Plötzlich fuhren von beiden Seiten mehrere Polizeiwagen und versperrten seine Weiterfahrt. Werner und Uwe schauten sich entsetzt an. „Scheiße! Was machen wir jetzt, Werner?“ – „Durchfahren!“, beschloss Werner und gab bereits Gas. „Bist du wahns…?“ – „Die hängen uns zwei Morde an, Uwe, ich gebe jetzt nicht auf!“ Mit Vollgas raste er auf die Sperre zu. Die dort positionierten Beamten sprengten zur Seite, Blech kreischte, als der Volvo die Streifenwagen zur Seite schob. Entsetzt blickte Kim Krüger dem Volvo hinterher. Dann rannten sie und Bonrath zu ihrem Dienstwagen und nahmen die Verfolgung auf, an der sich bald jeder noch fahrtüchtige Wagen beteiligte.
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Jenny hatte den Funk im Streifenwagen an. So wurden sie, Semir, Ben und Andrea zu Ohrenzeugen als Werner die Straßensperre durchbrochen hatte und vor den Polizeiwagen geflüchtet war. Dass Werner ein guter aber auch skrupelloser Autofahrer war, das wusste Semir aus eigener Erfahrung, denn er hatte keine Hemmungen, ihn von der Straße zu drängen, als rechts von ihm nur noch die Böschung war und die unaufhaltsame und für Lothar Dammann tödliche Fahrt in den Fischteich drohte. „Er biegt jetzt rechts in den Sandberg ein“, kam jetzt die Stimme eines Kollegen über Funk und Ben horchte auf. „Moment, Sandberg? Semir, das ist eine Parallelstraße links von dieser hier, vielleicht...“ Semir, der sich hinten rechts auf der Rücksitzbank neben Andrea mit geschlossenen Augen zurückgelehnt hatte, erwachte zu neuem Leben. „Worauf wartest du, Jenny, da schauen wir doch mal, ob wir unsere Kollegen unterstützen können. Los, fahr die nächste Möglichkeit links rein.“ Andrea verdrehte die Augen. Hörte das denn gar nicht auf? „Meinst du nicht, du solltest das deinen Kollegen überlassen, Semir?“, fragte sie, drang aber nicht zu ihrem Mann durch. „Ein Wagen mehr kann nicht schaden.“ Andrea sah nach vorne zu Ben, der sich zu ihnen umgedreht hatte, aber auch nur resigniert mit den Schultern zuckte. „Wahrscheinlich bekommen wir sie eh nicht mehr zu Gesicht.“
Jenny befolgte Semirs Anweisung und fuhr die nächste Querstraße, die Kieselstraße, rein, die direkt auf den Sandberg zuführte. Rechts waren in der Ferne die blauen, beleuchteten Schilder der Autobahnauffahrt zu erkennen, links lag der Sandberg in Dunkelheit. Lediglich ein paar Außenlampen an den Häusern erhellten den Bürgersteig. Am linken und rechten Fahrbahnrand standen geparkte Autos. „Gib mir mal das Funkgerät, Ben“, forderte Semir seinen Freund auf, der ihm das Mikrofon reichte. „Chefin?“, meldete er sich. „Gerkan, gut Sie zu hören. Ist alles in Ordnung bei Ihnen? Sind Sie auf dem Weg nach H-“ - „Wir sind an der Kreuzung Kieselstraße/Sandberg“, fiel Semir der Krüger ins Wort, „das ist kurz vor der Autobahnauffahrt und Sie?“ - „Wir folgen Beyer auf dem Sandberg in Ihre Richtung, wir müssten jeden Moment für Sie zu sehen sein.“ - „Okay, Chefin, wir warten hier auf Sie!“
Semir gab das Funkgerät zurück nach vorne und wandte sich jetzt an Andrea und Ben: „Ihr solltet besser hier aussteigen, schließlich seid ihr Zivilisten.“ - „Was passiert, wenn man dich alleine im Auto lässt, das haben wir wohl gerade alle erfahren. Nein, Semir, ich bleibe hier und Andrea lassen wir hier nicht alleine aussteigen. Jenny fährt ja auch viel vorsichtiger als du“, bestimmte Ben. „Sei dir da mal nicht so sicher, Ben, Jenny hat viel gelernt, seit du nicht mehr bei uns bist.“ Jenny musste grinsen. In der Tat war sie alles andere als besonders rücksichtsvoll im Umgang mit den Streifenwagen - ein Umstand, der Bonrath schon so manches Mal auf die Palme gebracht hatte - aber doch noch weit entfernt von Semirs Verschrottungsraten. „Sie kommen“, sagte Jenny knapp und rollte etwas mit ihrem Streifenwagen zurück, um nicht frühzeitig von Werner entdeckt zu werden, der von zwei Wagen mit Blaulicht verfolgt wurde.
Als der Volvo die Kieselstraße erreichte, setzte sie den Porsche Cayenne geschickt neben ihn und drängte ihn auf die linke Fahrspur, wo er an mehreren geparkten Wagen entlangschrammte und diese stark beschädigte. Werner gab Gas, um der Zange zu entkommen. Aber es gelang Jenny, ihn zwischen zwei geparkten Autos zu zwängen. Die Verfolgung nahm dort mit großem Blechschaden ein Ende. Semir zog und entsicherte seine Waffe, während er aus dem Auto sprang. Gleichzeitig mit Frau Krüger, Bonrath und anderen Kollegen der Autobahnpolizei erreichte er den Volvo. Auch Ben stieg aus. Jenny musste über die Beifahrerseite klettern, weil die Fahrertür von dem Volvo blockiert war.
Werner wollte sich gerade aus seinem Fahrersitz hochziehen, als er mit dem Kopf gegen die vorgehaltene Waffe Semirs stieß. „Endstation, Arschloch“, sagte Semir nur, da klickten auch schon die Handschellen. Uwe und Werner wurden abgeführt und in die PAST gebracht, wo Jörg bereits in einer Zelle saß und auf seine Vernehmung wartete.
Jenny überließ Semir den Porsche zur Heimfahrt und setzte sich in den Wagen der Krüger. Die trat noch kurz zu Semir. „Ich bin froh, Sie zu sehen. Sie hängen noch eine weitere Woche an Ihren Urlaub ran.“ - „Danke, Chefin, aber die Vernehmung und der Bericht?“ - „Ich werde Sie sicher nicht mit einem der drei Männer in einem Raum alleine lassen, das werden Sie bitte uns überlassen. Aber ein Bericht wäre schon gut, hat aber noch ein paar Tage Zeit.“ - „Ich komme gleich morgen in die PAST wegen des Berichts. Auf Wiedersehen, Chefin. Und jetzt“, bei seinen letzten beiden Worten drehte er sich um zu Ben und Andrea, „ab nach Hause!“ Hatte die Krüger gerade seinen Urlaub um eine Woche verlängert? -
Naja ich sag nur RTL
Ich guck nur 2 Dinge auf RTL
1. Cobra
2. Punkt 12 nachrichtenalles andere was da läuft ist Assi TV ( sagt man so
)Die Assi-Sendung "Böse Mädchen" scheint dir aber sehr gut gefallen zu haben ....

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Ist doch gut, wenn Ben erstmal um eine Intubation herum kommt. aber ob sie ihm auch erspart bleiben wird? Der Kiefer wird doch bestimmt oeriert werden müssen, oder kann man den auch ohne OP richten und fixieren?
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Endlich kann sich Semir erinnern, wie er geflohen ist. Ob ihm das bei seiner jetzigen Gefangenschaft weiterhilft?
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Ich glaube nicht an einen Cliffhanger, dafür sind die Beschreibungen der Folgen zu unterschiedlich. Und Kim Krüger als Hauptperson, das reicht mir für eine Folge.
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Wahrscheinlich musste er erst den Sitz verstellen

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Ja, schick. Aber bei der Wegfahrszene wird bestimmt noch geschnitten, das dauert entschieden zu lange

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44. Befreiung
Andrea setzte sich langsam und mit wackeligen Beinen in Bewegung, Ben blieb noch etwa 20m bei ihr, blieb dann aber stehen, um ja keinen Argwohn bei ihren Gegnern zu erwecken. Als sie gut die Hälfte der Strecke zurückgelegt hatte, blendeten die Scheinwerfer einmal ab und wieder auf. Wie vorher instruiert, legte Andrea die Tasche ab und machte sich auf den Rückweg zu Ben. Etwa als sie die Hälfte des Wegs von der Geldtasche zu Ben hinter sich gebracht hatte, setzte sich der Wagen in Bewegung und rollte auf die Tasche zu. Der Beifahrer öffnete kurz die Tür, griff die Tasche und schloss seine Tür wieder, ohne dass der Wagen ganz zum Stehen gekommen war. Dann fuhren sie schneller zu der Ausfahrt des Parkplatzes auf der anderen Seite, jetzt etwa 300m von Andrea und Ben entfernt, die ihnen entsetzt nachsahen.
Kurz bevor sie den Parkplatz verließen, stoppte er, und die Beifahrertür öffnete sich. Semir wurde von der Rücksitzbank gezogen und zur Seite geschleudert. Aufgrund der gefesselten Hände konnte er sich nicht abfangen und fiel schmerzhaft auf den Asphalt. Der Wagen setzte sich mit durchdrehenden Reifen in Bewegung, bog auf die Straße und verschwand. Andrea rannte jetzt los. Ben rief ihr noch nach: „Wir nehmen den Wagen, Andrea!“, wurde aber nicht mehr gehört. „Frau Krüger“, sagte Ben in sein Mikro, „Semir ist frei, die Gangster sind weggefahren und“, er stockte. Er war jetzt an seinem Auto angekommen und erschrak. Zwei platte Reifen! „Diese Mistkerle!“, fluchte er, „die haben mir zwei Reifen zerstochen, schicken Sie uns einen Wagen?“, fragte er und machte sich bereits im Dauerlauf auf Andrea einzuholen. „Alles klar, Herr Jäger, der Messerstecher ist uns quasi in die Arme gefahren, und die anderen müssten dann gleich auf unseren Schirm kommen. Ich schicke Ihnen Jenny. Die Sache ist dann für Sie beendet.“
Andrea war fast bei ihrem Mann angekommen. „Semir! Bist du okay?“, rief sie schon aus einiger Entfernung. Dieser versuchte gerade, sich von der Straße aufzurappeln und saß schon auf seinen Knien, als auch Ben ihn erreichte, sich hinkniete und mit seinem Taschenmesser Semirs Handfesseln durchtrennte. „Geht es dir gut? Bist du okay“, fragte auch er. „Bitte? Du zertrümmerst mir das Schienbein, ich falle rückwärts auf das Schuppendach, werde von meinem Lenkrad fast zerquetscht, liege 20 Stunden auf einem Betonboden, werde aus einem fahrenden Auto geworfen, und du fragst mich, ob es mir gut geht? Gut ist gar kein Ausdruck. Es ging mir nie besser. Hilfst du mir hoch?“. Ben ergriff die ausgestreckte Hand und zog seinen Freund mit einem „Komm, alter Mann“ in die Höhe. „Danke, Partner. Genauso fühle ich mich.“ Dann wandte sich Semir Andrea zu und nahm sie in seine Arme.
Andrea, eben noch ein reines Nervenbündel, von der jetzt die Anspannung langsam abfiel, musste lachen und gleichzeitig weinen. „Hey, du musst nicht mehr weinen, es ist doch vorbei.“ Er schaute seinen Freund über Andreas Schulter fragend an. “Ist es doch, Ben?“, dieser nickte. „Sie werden nicht weit kommen, Semir, das ganze Gebiet ist abgesperrt. Jenny holt uns gleich. Mir haben sie zwei Reifen zerstochen. Und die soll ich dir von der Krüger geben.“ Damit überreichte Ben Semir seine Dienstwaffe.
Die drei setzten sich auf die niedrige Mauer, die den Parkplatz des ehemaligen Druckereigeländes umgab und warteten auf die junge Polizistin.
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Schlechter Tausch! Die brauche ich auch nicht.
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Ich könnte dir noch 500 von meinen abtreten, da müssen wir uns nur noch über den Preis einig werden ....