Das Ende vom Glück

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  • Elvira

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  • Andrea legte sich zurück und schloss die Augen. Waren die Narben wirklich nicht so schlimm? War es Semir wirklich ernst das er sagte, er liebe sie nicht wegen ihrem Aussehen? Ja, okay..er hatte Recht, das Aussehen ist nicht das Wichtigste aber sie hatte immer auf ihr Äußeres geachtet. Er hatte auch Recht, das die Narben mit der Zeit verblassen, aber was wenn sie eine Maske tragen musste? Was wenn die Narben so heftig waren, das alles nichts mehr brachte und sie völlig zu einer Vogelscheuche wurde? „Frau Gerkan?“ riss die Stimme des Arztes sie aus ihren Gedanken. „Ja?“ fragte sie heiser. „Sie können wieder sprechen, das ist sehr gut. Wir sollten die ersten Bewegungen machen. Ausgenommen Ihr rechtes Bein, das steckt wie Sie festgestellt haben in Gips. Sie haben es gebrochen. Wie geht es Ihnen?“ wollte er wissen. „Ich glaube gut. Nur die Narben in meinem Gesicht. Doktor…gehen sie wieder weg?“ fragte sie besorgt. „Nun, ganz weg sicher nicht, aber sie werden nicht sehr auffallen. Sie sind noch jung. Machen Sie sich keine Sorgen. Und wenn es wirklich stört, dann gibt es immer noch die plastische Chirurgie, aber ich denke das wird unnötig sein. Jetzt sind die Narben noch rot aber sie ändern sich.“ lächelt er beruhigend. Andrea nickte. „Sie haben vielleicht Recht..“ gab sie zurück. „Okay…dann werden wir Sie jetzt mit der Krankengymnastik unterhalten.“ schlug er vor. Andrea nickte. Der Therapeut betrat das Zimmer. „Hallo…schön dass Sie wieder unter den Lebenden weilen, dann wird meine Arbeit noch mehr Spaß machen, Frau Gerkan. Sie helfen mir sicherlich dabei…“ meinte er. Andrea nickte. „Was passiert jetzt?“ wollte Andrea wissen. „Wir werden heute nur ganz leichte Übungen machen. Sie sind noch nicht lange wach und Überbelastung wäre sehr schlimm. Wir fangen mit Kippbewegungen an. Sie werden versuchen Ihr gesundes Bein zu bewegen. Immer auf und ab…“ erklärte der Therapeut. Andrea nickte und versuchte es. Es ging nicht. Sie sah den Therapeuten an. „Nur keine Sorge…das kriegen wir hin. Es braucht seine Zeit..“ lächelte dieser beruhigend.

    Die Tage vergingen und Andrea erholte sich immer mehr. Am dritten Tag nach ihrem Aufwachen wurde sie auf eine normale Station gebracht und bekam am gleichen Tag Besuch von ihren Töchtern. „MAMA!!“ schrie Ayda und sprang auf das Bett. „Hey…Vorsicht….nicht so wild!“ ermahnte Margot sie. Doch zu spät Andrea hielt ihre große Tochter fest. „Ayda…..mein Engel….endlich..“ stieß sie aus und drückte sie fest an sich. Tränen flossen von selbst. „Ayda….meine kleine Ayda..“ Margot hob Emily auf das Bett und auch sie wurde von Andrea gedrückt. „Emi…was habe ich euch vermisst…“ weinte Andrea. Dann war Margot dran. „Mama…danke für alles. Ich bin so froh, dass du da bist…“ sagte Andrea leise. Tränen liefen ihr über das Gesicht. „Hey… nicht weinen. Es ist doch alles gut. Wie geht es dir?“ lächelte Margot sie an und strich ihr über das Gesicht. „Mir geht es gut. Wo ist Semir?“ wollte Andrea wissen. „Er arbeitet wieder. Du kennst ihn doch, aber er hat mir versprochen, schon bald herzukommen. Hast du deine Übungen schon gemacht?“ harkte Margot nach. Andrea nickte. „Die soweit ich konnte, ja… aber immerhin. Es ist hier so öde… ich will nach Hause. Dort könnte ich doch auch gesund werden.“ beklagte Andrea sich. Margot lachte auf. „Du bist schon wieder wie vorher. Ungeduldig wie eh und je. Schatz, lass dir doch die Zeit. Ich bin für deine Kinder da und sie freuen sich doch auch. Du musst erst einmal wieder ganz gesund sein und dann kannst du auch zuhause wieder etwas machen, doch bis dahin wirst du hier liegen und dich erholen. Du siehst übrigens sehr gut aus. Sag mal…draußen scheint die Sonne, meinst du es ist möglich, dass wir mit dem Rollstuhl in den Garten fahren? Die Kinder könnten dort etwas spielen.“ schlug Margot vor. Andrea nickte. „Sehr gern.“ strahlte sie. Während sie mit ihrer Mutter sprach, lagen die Kinder in ihre Arme und Andrea strich ihnen sanft durch das Gesicht. Sie genossen die Zärtlichkeiten ihrer Mutter die sie so lange nicht mehr gespürt hatten. „Papa hat ganz viel geweint... und wir auch. Wir waren so traurig…“ erzählte Ayda plötzlich. „Ich weiß mein Schatz aber das ist vorbei. Mama kommt bald wieder nach Hause und dann gehen wir spazieren…“ lächelte Andrea und küsste den Kopf von Ayda. „Bist du wirklich ganz gesund?“ harkte Ayda nach. Andrea nickte. „Ja…das bin ich. Papa hat mir auch erzählt, das du den Mann beschrieben hast, der daran schuld war.“ hängte sie an. Ayda nickte. „Ja…ich hab Papa bei der Arbeit geholfen. Mama…wird der Mann ins Gefängnis müssen?“ wollte Ayda wissen. „Ganz sicher mein Schatz…ganz sicher.“ nickte Andrea.
  • Semir sah Ben an. „Kommst du wirklich klar?“ wollte er wissen. Ben nickte. „Ich sagte doch, dass deine Frau dich dringender braucht. Die Krüger hat dir doch den Urlaub genehmigt. Du hast so viel Überstunden, das du zwei Jahre Urlaub machen kannst. Andrea freut sich bestimmt.“ gab Ben von sich. „Ja sicher freut sie sich. Sie muss sich vollständig erholen und das wird noch eine ganze Woche dauern. Sie hat seit drei Wochen Gips und muss ihn noch weitere drei Wochen tragen, Margot muss sicher auch irgendwann wieder nach Hause, obwohl ich sie irgendwie lieb gewonnen habe. Und Andrea kann sich ja nicht allein versorgen.“ nickte Semir. „Dann ab…! Ich fahre dich nach Hause, wenn es sein muss.“ lachte Ben. „Nein danke ich fahre selbst. Wenn alles gut geht, dann darf ich Andrea nämlich am Montag mit nach Hause nehmen!“ strahlte sein Partner. Doch dann wurde er wieder ernst. „Ben…ich weiß nicht ob ich es dir schon mal gesagt habe, aber…ich bin echt froh, dass du mein Freund und mein Partner bist. Wenn du nicht gewesen wärest dann hätte ich diese schlimme Zeit nicht überstanden. Danke dafür...“ gab er leise von sich. Ben lächelte verlegen. „Ist okay…wie gesagt, die Rechnung dafür bekommst du noch. Ich verlange mindestens eine Einladung zum Essen wenn Andrea wieder kocht. Rotkohl, mit Klöße und Rindsrouladen. Keiner kocht die so wie deine Frau.“ grinste er. Semir lachte auf. „Das ist so gut wie gebongt, aber Margot kocht sie auch sehr gut.“ gab er zu. „Nein..die von Andrea sind besser!“ lehnte Ben das indirekte Angebot ab. Semir stand auf. „Dann bis in vier Wochen. Wenn was ist, du weißt wo du mich findest.“ verabschiedete Semir sich lachend. Ben nickte. „Mach es gut und pass auf deine Lady auf!“ rief er seinem Partner hinterher. Nur kurz darauf hörte er den BMW aufheulen. Semir hatte es einig zu seiner Frau zu kommen. Ben stöhnte auf und machte sich daran die Berichte zu schreiben. Kim Krüger kam in ihr Büro. „Wo ist Semir?“ wollte sie wissen. „Auf den Weg zur Klinik.“ gab Ben zurück. „Sehr gut. Wir werden die Zeit sicher genießen. Denn es heißt jetzt vier Wochen keine kaputten Autos, kein Chaos und vor allem kein Stress mit Schrankmann.“ lächelte sie zufrieden.

    Semir fuhr direkt zum Krankenhaus und war nicht lange darauf in Andreas Zimmer. „Hallo Schatz,..“ sagte er als er das Zimmer betrat, doch mit Schrecken stellte er fest, dass das Bett leer war. „Andrea?“ rief er. Nichts. Auch das Bad war leer. Sollte doch wieder etwas passiert sein? Ein Rückfall? Er rannte auf den Flur und hielt die erste Schwester auf, die ihm über den Weg lief. „Ihre Frau? Ach so…ja sie ist im Park. Mit ihrer Mutter und den Kindern.“ erklärte die Schwester und bei Semir fiel ein ganzer Berg brockenweise ab. Schnell war er im Fahrstuhl verschwunden und stand nur wenig später im Park. Nun hieß es suchen, doch er brauchte nicht lange denn er hörte das Lachen seiner Tochter, was er unter tausenden Lachen heraus gehört hatte. So lachte nur Ayda. „Nicht so wild!“ hörte er auch Margot sagen. Dann stand er bei seiner Familie. „PAPA!!“ rief Ayda und sprang ihren Vater an, als sie ihn sah. „ Ich habe Mama nicht gefragt, so wie du es gewollt hast.“ flüsterte sie ihm ins Ohr. „Ich habe Mama nicht gefragt, so wie du es gewollt hast.“ flüsterte sie ihm ins Ohr. Semir nickte. Er und Margot hatten bereits am Vorabend die Kinder darauf vorbereitet, dass ihre Mama nicht mehr so aussah wie sie sie kannten. „Du bist ein sehr kluges Mädchen.“ gab er von sich und setzte sie wieder ab. Ayda ging zu ihrer Mama und gab ihr einen Kuss auf die Wange, während Emily auf ihren kleinen Beinen zu Semir ging. „Gott sei Dank…“ gab er von sich und umarmte alle der Reihe nach. „Hallo Margot. Ihr habt mir einen Schrecken eingejagt, ich dachte schon es wäre was passiert, als ihr nicht im Zimmer ward.“ hängte er an. „Nun, ich dachte die frische Luft wird Andrea gut tun und es tut ihr gut. Sie blüht regelrecht auf.“ erklärte Margot. Semir sah seine Frau an. „Geht es dir gut?“wollte er wissen. Andrea schüttelte den Kopf. „Ich will nach Hause. Semir… mir geht es gut. Das Bein heilt auch zuhause und die Wunden im Gesicht, sind fast weg. Das einzige was bleibt sind Narben.“ Maulte Andrea. Semir grinste leicht. „Da wirst du durch müssen. Krankenhaus ist zwar nicht schön, aber es macht Sinn. Du wirst nicht vor nächste Woche entlassen werden. Ich habe übrigens 4 Wochen Urlaub.“ gab er bekannt. Andrea sah ihn an. „Höre ich da ein wenig den Hohn heraus, Herr Gerkan?“ harkte sie nach. „Hohn? Nein…wie kommst du denn darauf?“ lachte er. „Ich liebe dich mein Schatz und du fehlst mir. Mehr als du denkst.“ hängte er an. „Oh ich weiß. Ich liebe dich auch. Bringst du mir den Laptop, dann kann ich mich im Zimmer beschäftigen.“ bat sie. „Ja sicher.“ stimmte Semir zu. Er küsste sie und vergaß für einen Augenblick, dass sie nicht allein waren.
  • Der Tag war für Familie Gerkan viel zu schnell vorbei und die Zeit des Abschieds kam. Margot fuhr mit den Kindern nach Hause, während Semir noch bei Andrea blieb. Margot brachte Emily ins Haus, die schon fast am schlafen war. Ayda kam hinterher. „Du Oma…?“ fing das Mädchen an. „Ja mein Schatz?“ wollte Margot wissen. „Die Mama sah heute wirklich ganz toll aus, aber die Dinger in ihrem Gesicht…geht das wieder weg?“ wollte das Mädchen wissen. „Die Dinger?“ harkte ihre Großmutter nach. „Ja, diese roten Streifen. Das sieht irgendwie komisch aus.“ erklärte Ayda. Margot schluckte leicht. Sie verstand das Ayda die Narben meinte, die Andrea im Gesicht hatte. „Weißt du mein Schatz….Mama wurde ja sehr schwer verletzt und diese Dinger in ihrem Gesicht sind Narben. Sie bleiben vielleicht für immer da.“ erklärte sie. Ayda sah sie an. „Die gehen nie wieder weg?“ harkte sie nach. „Nein, aber das wird nichts daran ändern das die Mama euch lieb hat und …“ erklärte Margot weiter. Ayda nickte. „Ich weiß. Weißt du mir ist das eigentlich egal, wie die Mama aussieht. Wichtig ist doch, dass sie nicht zu Opa gegangen ist und wenn sie will, kann ich ihr ja meinen Stift geben, der malt nämlich Haut…“ kam von der Siebenjährigen. Margot lächelte leicht. „Haut?“ wollte sie wissen. „Ja… Das hat mir mein Lehrer gesagt. Warte ich hole den Stift und dann zeige ich dir das!“ rief das Mädchen und verschwand. Margot sah ihr lächelnd hinterher. Die Kinderwelt war sehr einfach. „Guck mal!“ rief Ayda bevor sie wieder in der Küche war. Sie hielt einen leicht rosafarbenden Stift in der Hand und drückte ihn auf das Papier. „Das ist Hautfarbe….also kann man damit auch die Dinger in Mamas Gesicht weg machen…“ kam von ihr. Margot nickte. „Das ist eine tolle Idee. Ich werde es der Mama sagen und sie kann froh sein, so eine kluge Tochter zu haben. Hilfst du mir den Tisch für das Abendessen zu decken?“ wollte sie von dem Mädchen wissen. Ayda nickte. Sie kam mit ihrem Gips so gut zu Recht, dass sie mit Links den Tisch gedeckt hatte. „ich bin froh, das Mama bald wieder nach Hause kommt.“ gab sie zu.

    Andreas Zustand besserte sich von Tag zu Tag. Semir war jeden Tag bei ihr und genoss die Stunden mit ihr. Endlich war sie wieder da. Er konnte mit ihr reden und er konnte sie halten. Die Wunden im Gesicht heilten sehr gut ab. Einige Narben waren nicht zu verhindern, doch Andrea war stark und konnte damit leben. Margot kümmerte sich liebevoll um den Haushalt und um ihre Enkelkinder während Semir nur für seine Frau da war. „Andrea…als ich….als ich deinen Wagen gesehen habe und nicht wusste ob du und die Kinder drin ward oder nicht da wusste ich, dass mein Glück ein Ende hat. Ich habe noch nie so viel geweint wie seit diesem Tag.“ gab er leise zu. Andrea beugte sich zu ihm. „Ich weiß. Ich habe dich gehört und ich habe dich gespürt. Ich wollte dir sagen, dass ich dich liebe und dass ich weder dich noch die Kinder allein lassen würde, aber es ging nicht. Ich konnte nicht. Ich liebe dich so unendlich mein türkischer Hengst. Ich habe auch die Geschichte gehört. Ich dachte damals dass du einfach nur wieder leichtsinnig dein Leben aufs Spiel gesetzt hast, aber du wolltest nur einen jungen Mann das Leben retten. Es war ein Unfall, wie du damals sagtest. Du wirst mir noch einige Geschichten erzählen müssen, bis ich wieder Gesund bin. Aber so lange musst du doch nicht frei haben. Hast du was angestellt?“ harkte Andrea nach. Semir grinste leicht. „Wie ich dir versprochen habe, Schatz. So lange bis du wieder gesund bist. Frau Krüger hat mir befohlen mein Überstundenkonto abzubauen. Ich habe es weit überzogen und sie ist dort sehr hart. Aber diesmal stört es mich nicht. Weißt du schon was du nach Hause darfst?“ wollte er wissen. Andrea nickte. „Es bleibt beim Montag. Ich habe schon gelernt an Krücken zu gehen, damit ich mit dem Gipsbein zu Recht komme. Und da Mama so lange bleiben will, bis ich gesund bin, werde ich wohl kaum allein sein.“ lachte Andrea. Semir schloss die Augen und genoss diese Töne seiner Frau. Wie lange musste er darauf verzichten. Andreas Lachen war unbeschwert und es klang wie vor dem Unfall. „Ich freu mich auf dich. Das Bett ist so leer ohne dich.“ hauchte Semir in ihr Ohr. „Ich weiß, mein Held. Ich liebe dich.“ gab sie genauso leise zurück.

    Tatsächlich wurde Andrea am Montag entlassen. Das Gesicht war vollständig verheilt und man sah nur hier und da eine rote Narbe. „Die werden noch verblassen.“ erklärte der Hautarzt den Andrea aufsuchen musste. „Können sie vollständig verschwinden?“ wollte sie wissen. „Nein. Brandnarben sind leider etwas von Dauer, aber es tut Ihrer Schönheit keinen Abbruch. Akzeptieren sie die Narben. Man kann sie sicher irgendwann etwas schmälern, aber sie werden nie verschwinden.“ gab der Arzt zurück. Andrea nickte. Sie wusste zwar, das Brandnarben nicht gerade einfach zu handhaben waren, aber sie musste damit leben und das wichtigste war doch das Semir und die Kinder zu ihr standen, egal wie sie aussah. Und ihr war es auch irgendwie egal. Margot wartete im Wartezimmer und sah Andrea an, als sie fertig war. „Und?“ fragte sie. „Es ist alles in Ordnung.“ lächelte Andrea. „Dann werden wir jetzt nach Hause fahren und du wirst dich auf die Terrasse legen. Die Sonne ist so herrlich warm. Lass dich mal richtig verwöhnen. Semir hat mich auch schon dreimal angerufen, wo wir bleiben.“ lachte Margot. Andrea lachte ebenfalls auf. „Er ist schlimm. Ich hoffe nur dass ihm bald langweilig wird und wieder arbeiten geht.“ stöhnte sie. „Nun ich denke das kriegen wir hin. Ben ist schon ganz nervös, weil er gerade einen ziemlich hässlichen Fall hat. Drogenhändler die ziemlich hart vorgehen, hat er mir erzählt und auf Dieter will er nicht wirklich zugreifen. Er hat mich gefragt ob wir Semir nicht bearbeiten können dass er wieder arbeiten kommt.“ erklärte Margot während sie den Wagen durch die Straßen lenkte. „Nun, das ist hinzukriegen. Semir hat mir erzählt, das Ben sehr gern Rotkohl mit Klöße und Rindsrouladen essen möchte. Das könnten wir doch heute Abend machen und ihn einladen. Als kleines Dankeschön, das er für Semir da war. Und während des Essens könnte er dann über den Fall reden und Semir den Mund wässrig machen. Er geht mir einfach auf die Nerven. Nichts darf ich selbst machen. Alles wird mir gebracht. Ich bin doch bis auf meinem Bein gesund.“ lachte Andrea. Margot nickte. „Eine sehr gute Idee.“ lobte sie ihre Tochter.
  • Semir wartete ungeduldig auf seine Frau und seine Schwiegermutter die seiner Meinung nach viel zu lange unterwegs waren. Er rief alle halbe Stunde an um sich zu vergewissern das alles in Ordnung war. Dann endlich hörte er den Schlüssel. Er sprang auf und rannte zur Tür. „Da seid ihr ja endlich!“ knurrte er. Andrea lachte auf. „Du hast dir doch wohl nicht schon wieder Sorgen gemacht. Semir…ich war nur beim Arzt.“ gab sie zu verstehen. „Aber auch dort kann was passieren!“ rechtfertigte Semir sich und küsste sie. „Was sagt der Arzt?“ harkte er dann nach. „Er ist ganz zufrieden. Die Wunden sind sehr gut verheilt und die Narben…nun ja, damit werde ich leben können. Sie werden verblassen aber nie verschwinden.“ erklärte Andrea. Semir lächelte. „Mir ist es egal. Du bist und bleibst die Königin meines Herzens. Du und die Mädchen. Mehr brauch ich nicht zum Glücklich sein.“ gab er zu. Andrea sah zu Boden. „Das hast du sehr schön gesagt.“ gab sie zu und sie wusste das Semir es ehrlich meinte. „Ben kommt heute Abend zum essen. Es gibt nämlich das, was er eingefordert hat.“ Hängte sie an. „Aha…na dann müssen wir sehr viel kochen. Du kennst Ben, der kann sich nicht zurück nehmen.“ Warnte Semir ihn. „Er liebt halt die deutsche Küche. Und es ist okay. Du hast mir doch gesagt, dass er für dich da war. Also ist es auch in Ordnung, wenn er hier isst. Obwohl er das auch dann dürfte wenn er nicht da gewesen wäre.“ lachte Andrea. Sie hüpfte mit ihren Krücken in die Küche und ließ sich auf den Stuhl nieder. „Was bin ich froh, wenn der Gips abkommt und ich wieder normal laufen kann. Darunter juckt es bis zum Geht nicht mehr.“ stöhnte sie. Semir stellte einen zweiten Stuhl hin und hob das gebrochene Bein hoch um es auf den Stuhl abzulegen. „Danke Semir…“ lächelte seine Frau und sah zu Margot. „Sag mal Semir…willst du nicht mal wieder arbeiten gehen? Du bist jetzt gute drei Wochen zuhause. Ich bin doch da um Andrea zu helfen und werde erst abreisen, wenn sie wieder vollkommen gesund ist. Ben braucht dich doch sicher.“ schlug sie vor. „Nein! Ich werde erst wieder arbeiten, wenn Andrea gesund ist. Das habe ich ihr versprochen und ich werde es halten!“ legte Semir entschlossen fest.

    Der Abend war schnell da und Ben war ausnahmsweise pünktlich bei den Gerkans vor der Tür. Semir öffnete und sah seinen Partner grinsend an. „War ja klar…wenn es was zu essen gibt, dann hältst du sogar die Zeit ein.“ lachte er. „Natürlich. Ich will was abhaben.“ gab Ben zurück. Sie umarmte sich kurz und gingen dann gemeinsam in die Küche. Der Tisch war bereits gedeckt. „Ah…das riecht sehr gut. Hallo Andrea. Du siehst bezaubernd aus.“ lobte und begrüßte Ben die Ehefrau seines Partners. „hallo Ben. Danke für das Kompliment.“ gab Andrea zurück und drückte Ben einen Kuss auf die Wange. „Hey…genug!“ forderte Semir sofort eifersüchtig. Ben sah ihn an. „Lass deine Frau doch auch mal einen hübschen Mann anfassen.“ feixte er breit grinsend. „Ich gebe dir gleich mal eine hübsche Faust in dein hübsches Gesicht...“ lachte Semir. Sie setzten sich und genossen das Mahl. „Hervorragend! Das ist so lecker…“ strahlte Ben und nahm die dritte Roulade. „Wie läuft es denn im Revier?“ wollte Margot wissen und sah Andrea verstohlen an. „Tja…das ist derzeit hektisch. Ich habe drei Drogentote zu bearbeiten. Alle sind an verunreinigtem Koks gestorben und wir haben einen Hinweis erhalten das Markus Preuss und sein Bruder Hector dahinter stecken. Diese Schweine scheinen an ihre Kunden gestrecktes Koks zu verkaufen. Tödliches Koks..“ gab Ben von sich. „Ah…genauere Hinweise?“ harkte Semir gewohnter Weise nach. „Nur das Markus und Hector Preuss dahinter stecken. Mehr nicht. Ich bin ja allein und kann nicht tausend Spuren untersuchen.“ stöhnte Ben gekonnt. Er war in Margots und Andreas Plan eingeweiht. „Oh…das ist übel. Markus Preuss ist schon lange fällig. Hat Hartmut denn nichts heraus gefunden?“ wollte Semir weiter wissen. Andrea beobachtete ihn und lächelte leicht. Semir war so einfach zu durchschauen. Gleich würde er sicher sagen, dass er Ben nicht allein arbeiten lassen könnte. „Du musst aufpassen. Markus Preuss ist verdammt hinterhältig und es gefällt mir gar nicht, dass du ohne Rückendeckung ermittelst. Wieso kann Dieter und Jenny dich nicht unterstützen?“ fragte er weiter. „Die sind an einem anderen Fall dran. Autodiebstahl. Ein Mann hat das Auto seiner Freundin geklaut und in diesem Wagen lag das drei Monate alte Baby. Du kannst dir vorstellen dass die Mutter beides wieder haben will.“ erklärte Ben weiter.
  • Semir sah zu Boden. Er kannte Markus Preuss und seinen Bruder Hector sehr gut. Diese Männer waren gefährlich und Ben würde es sicher nicht schaffen mit Beiden fertig zu werden. Aber er hatte Andrea doch auch versprochen bei ihr zu bleiben bis sie wieder vollständig gesund war. „Und was macht die Chefin? Sie könnte dich doch auch unterstützen.“ harkte Semir nach. „Könnte sie, nur hat sie derzeit Stress mit Schrankmann. Und ab morgen ist sie auf einer Weiterbildung. Sie kann nicht absagen, das weißt du selbst. Sie hält an den Vorschriften fest.“ erklärte Ben weiter und schob sich die Gabel wieder in den Mund. „Ben…das kannst du nicht allein schaffen. Das geht nicht. Das ist viel zu gefährlich. Warum müssen wir den Fall bearbeiten?“ harkte Semir besorgt nach. „Weil die Toten alle an der Autobahn gefunden wurden. Die Kollegen der Drogenfahndung sind extrem überlastet weil es in Köln und in Düsseldorf ebenfalls viele Tote durch gestrecktes Koks gibt.“ kam von Ben. Semir sah Andrea an. „Schatz…darf ich dich kurz sprechen?“ wollte er wissen und lächelte leicht. „Ja sicher…was ist denn?“ harkte sie neugierig nach. Insgeheim grinste sie, denn es schien sehr gut zu klappen. Semir reagierte genauso wie sie es wollte. „Im Wohnzimmer? Allein?“ lächelte Semir und stand auf. Andrea nickte Ben und Margot zu und stand auf. „was gibt es denn so Geheimnisvolles?“ wollte sie von Semir wissen. „Andrea… du weißt ja, das ich…also…diese Männer die Ben da jagt, die sind sehr gefährlich…sie sind sogar Ultra gefährlich und…ich…also was ich sagen will ist…“ stammelte er herum. „Was denn? Willst du wieder arbeiten? Willst du wieder dein Versprechen brechen?“ harkte sie nach und tat etwas enttäuscht. „Nein…ich will nicht, aber…ich meine ich bin doch auch Polizist. Das ist mein Beruf und ich muss meine Pflicht tun. Margot ist doch auch hier und sie passt auf dich auf. Wärest du sehr böse, wenn ich morgen wieder arbeiten würde?“ kam leise von Semir. Andrea lachte laut auf. „Nein…das bin ich nicht. Semir…du und Ben ihr seid ein Gespann wie damals du und Tom. Ich komme schon zu Recht und Mama ist ja auch da.“ gab sie zu verstehen. Semir küsste sie. „Ich wusste dass du es verstehst. Du bist für mich die perfekte Braut“ strahlte er und küsste sie innig. „Hey…pass auf, dass ich nicht umfalle!“ lachte Andrea.

    Ben sah Margot an. „Meinst du wirklich dass es klappt? Semir hat nämlich Recht. Die Preussbrüder sind extrem gefährlich. Sie stecken dahinter und ich habe bereits die erste Begegnung mit den Beiden gehabt. Es war nicht gerade eine freundliche Unterhaltung.“ gab Ben bekannt. „Dann ist es doppelt so wichtig, das Semir wieder arbeiten geht. Er geht uns hier eh nur auf die Nerven mit seiner Fürsorge. Nicht das Andrea es nicht gut findet, aber er kann ganz schön anstrengend sein.“ lachte Margot. „Ich hoffe so inständig, das es klappt.“ wiederholte Ben. In diesem Moment kam Semir und Andrea wieder herein. „Okay Partner…morgen bin ich wieder bei dir und dann werden wir die Preussbrüder hochnehmen!“ verkündete Semir. „Wirklich? Das ist eine sehr gute Entscheidung, aber ich will nicht, das du dein Versprechen gegenüber Andrea brichst.“ warf Ben ein. „Das haben wir eben geklärt. Wir sind uns einig. Margot bleibt eh hier bis Andrea wieder fit ist und bis Ayda ihren Gips abbekommt und ich bin hier etwas überflüssig. Mir ist auch ziemlich langweilig und Andrea versteht, das mein Beruf mir sehr wichtig ist.“ erklärte Semir stolz. Ben sah Andrea an und knippte das Auge zu. „Alles klar Partner…dann werden wir morgen wieder die Straße unsicher machen. Krüger freut sich schon auf die Berichte über die geschrotteten Fahrzeuge.“ lachte Ben. Semir nickte. „War sicher ruhig ohne mich. Hast du dich wirklich zurück gehalten was das Schrotten angeht?“ harkte er nach. „Ja…kein Kratzer, keine Beule..nichts.“ nickte Ben stolz. „Das geht nicht…du schadest unseren Ruf bei der Staatsanwältin…“ lachte Semir. „Es wird Zeit das ich zurück komme…“ hängte er an.


    Ende…

    ich hoffe sie hat euch gefallen, auch wenn diesmal nicht viel Action drin war….Danke für eure Feeds.
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