Wettlauf gegen den Tod

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  • Kate87

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  • Semir war inzwischen auf dem Weg zu Hartmut, wo er schließlich ankam und seinen Wagen auf einem freien Parkplatz abstellen. Schnell warf er einen Blick auf seine Armbanduhr und stieg aus seinem Wagen. Mit schnellen Schritten ging er durch das geöffnete Garagentor direkt auf Hartmut zu, der neben Ben´s Dienstwagen stand. „Ah Semir...du kommst gerade richtig!“ lächelte der Kriminaltechniker und ging an seinen Schreibtisch. „Ich hab da was für dich...jetzt darfst du drei mal raten was!“ Semir schüttelte den Kopf. „Hartmut ich hab keine Zeit für Ratespiele was hast du gefunden. Seufzend hielt er Semir die Tüte entgegen. „Ich glaube ich hab die gesuchte Liste gefunden...naja es sieht sehr danach aus!“ sofort entriss Semir dem rot Haarigen die Tüte und blickte diese Hoffnungsvoll an. Und tatsächlich, auf dem ehemals zusammengefaltetem Papier standen circa 6 Namen. „Wo hast du die gefunden?“ „Sie lag unter dem Fahrersitz von Ben´s Mercedes“ Semir nickte und betrachete die Beweismittletüte. "Dann hat diese Michaela Liecke die Liste Ben zugesteckt als sie ihn umgerannt hat..." gab er nachdenklich von sich, als sein Handy wie verrückt begann zu klingeln. Sofort zog er das kleine Ding aus seiner Gesäßtasche und betätigte den Annahmeknopf. „Ja Gerkhan...Dr. Bernstin...was?“ sogleich klang Semir besorgt und verärgert. Hartmut beobachtete seinen Freund besorgt. „Wie konnte das passieren?“ stellte Semir seine Worte und blickte Hartmut besorgt an. „Okay danke danke bin unterwegs!“ damit hatte der kleine deutsch-türke aufgelegt. „Ist was mit Ben?“ Semir nickte etwas. „Er ist aus dem Krankenhaus verschwunden...ich muss los...danke Hartmut“ Hartmut nickte etwas und sah dem Hauptkommissar hinterher, als dieser zu seinem Wagen eilte und mit quietschenden Reifen vom Gelände fuhr.

    Benommen nahm er wahr, das er sich in einem fahrenden Fahrzeug befand. Jeder Atemzug schmerzte höllisch. Genau so wie der Rest seines Körpers. Ein Rasseln war deutlich bei jedem Atemzug zuhören. Schwerfällig öffnete Ben seine Augen. Sogleich nahm er ein höhnisches Lachen wahr. „Na du Superbulle?“ lachte der Mann weiter. Ben kannte die Stimme aber woher. Sein Verstand war zu vernebelt, als das er drauf kam wo er sie schon mal gehört hatte. Er spürte den warmen Atem des Mannes auf seiner Haut und ein kalten Schauer lief ihm über den Rücken. Seine Nackenhaare stellten sich auf. Ben wollte seine Arme bewegen, doch wollten diese ihm nicht gehorchen. Wieder war das lachen zuhören. „Spar dir deine Kräfte Bulle...die wirst du noch brauchen!“ kamen es fast spöttisch von dem Mann.

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  • Fluchend lief Semir ins Krankenhaus, aus welchen sein Partner vor wenigen Minuten verschwunden war. Suchend sah er sich nach Ben´s behandelnden Arzt um und entdeckte ihn schließlich vor dem Zimmer, in dem sein Partner lag. „Was ist passiert? Wie kann ein schwerkranker Mann einfach verschwinden!?“ kam es wütend von dem kleinen deutsch-türken. Der Arzt rieb sich die Nasenwurzel und sah den kleinen Beamten an, der gut anderthalb Kopf kleiner war als er. „So genau kann ich ihnen das auch nicht sagen Herr Gerkhan...“ „Ja aber er wird ja wohl kaum von alleine aus seinem Zimmer spaziert sein und das Krankenhaus verlassen haben!“ gab Semir aufgebracht über die Situation von sich. „Schwester Miriam meinte sie hat nur vorne an der Anmeldung die Alarmsignale des Überwachungsmonitors gehört...lief zum Zimmer und als sie rein kam...war Herr Jäger verschwunden!“ Semir nahm dies nickend zur Kenntnis, zog sein Handy aus der Tasche und lief zum Ausgang. Sofort hatte er Susannes Nummer gewählt und wartete das diese nun an ihr Telefon ging. Als abgehoben wurde, erklärte Semir in der Kurzfassung was passiert war und bat sie die Krüger zu informieren.

    Tanja richtete ihren Blick auf die Türe, als ein Schlüssel ins Schloss gesteckt wurde. Sie saß inzwischen mit einer Kette, die an ihrem linken Knöchel befestigt war, an der Wand des Raumes. Ihre Kleidung war schmutzig und die Tränen, die sie vergossen hatte waren getrocknet und ihre kurzen Haare standen ihr Wirr vom Kopf ab. Schließlich wurde die Türe zu dem Raum göffnet und einer der Gorillas betrat den Raum. Als Warnung hatte er seine Waffe in der Hand, damit sie nicht auf dumme Ideen kam. Hinter ihm erschienen weitere zwei Männer. Zwischen ihnen hing eine weitere Person, die bewusstlos zu sein schien. Erschrocken versuchte sie auf die Beine zukommen, als sie erkannte um wen es sich handelte. „Ben!“ entfuhr es ihr und schaffte es schließlich auf die Beine zukommen. Rücksichtslos wurde der junge Mann in den Raum geschleift und schließlich achtlos zu Boden gefallen lassen. Die Männer blickten verachtend auf die beiden Polizisten und verließen schließlich wieder den Raum. Sofort kniete sich Tanja neben ihren neuen Freund und drehte ihn sachte auf den Rücken. Sogleich bemerkte sie das er hohes Fieber zu haben schien. Seine verschwitzen Haare klebten an seiner ebenso verschwitzen Stirn. Vorsichtig bettete sie seinen Kopf auf ihrem Schoss und strich ihm nun über die Stirn. „Ben?“ doch von dem angesprochenen gab es keine Reaktion. Tanjas Verzweiflung wuchs, als sie auf dem im Fieberwahn zitternden Körper sah.

    Semir war gerade auf dem Weg zum Büro, als sein Handy in seiner Jackentasche zu klingeln begann. Sofort zog er es aus der Tasche und ging ran „Gerkhan!“ meldete er sich unter Stress stehend. „Vermissen sie was Herr Gerkhan?“ Semir biss sich auf die Unterlippe und blickte starr auf die Straße vor ihm. „Ich schätze sie haben das verschwinden ihres Partners bereits bemerkt! Darum schlag ich ihnen was vor!“ „Und was?“ knurrte Semir verhalten ins Telefon. „Kommen sie zur Abenddämmerung zur Halle 42 am alten Industriehafen...ach ja und kommen sie alleine oder ihre Kollegen sind tot!“ damit hatte der Anrufer auf. Semir fluchte, haute den Gang rein und drückte das Gaspedal durch.

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  • Tanja hatte Ben mit ihrer Jacke zugedeckt und strich ihm sanft über die Stirn. Noch immer lag sein Kopf auf ihrem Schoß. Schließlich hörte sie wie die Türe erneut geöffnet wurde und der Gorilla den Raum betrat. Hinter ihm tauchten Frank und Gustavo auf. Der letzter hatte eine halb abgebrannte Zigarette zwischen den Lippen. Schließlich trat er nach vorne, nahm lässig seinen Glimmstängel aus dem Mund und blies den Rauch in die Luft. „Guten Tag Frau Schubert...tut mir leid für diese magere Unterkunft...aber wir verweilen hier nur für kurze Zeit!“ lächelte er die junge Frau an, die noch immer am Boden bei Ben saß und dessen Stirn streichelte. „Was haben sie mit ihm gemacht?“ Tanja hatte ihren Kopf gehoben und blickte nun direkt Gustavo an. „Ich gebe zu sie drei waren nicht eingeplant...und auch das dass meine Männer etwas über schnell reagiert haben...das Virus war nicht für ihren Freund gedacht!“ dabei gab er Frank eine saftige Kopfnuss. Dieser zuckte erschrocken zusammen und blickte beschämt zu Boden. „Gib schon her!“ mit diesen Worten riss er Frank die kleine Plastiktüte aus der Hand und warf diese direkt neben Ben und Tanja auf den Boden. „Da ist das Gegenmittel drin...verabreichen sie es ihm...in ca. 4 Stunden werden wir gehen...da sollte er auf seinen eigenen Beinen stehen!“ Impranawitsko schnippte seine Zigarette zu Boden, trat mit dem Fuß darauf und drückte sie somit aus. Schließlich drehte er sich um, winkte seinen Männern und verließ den Raum. Sofort drehten sich auch Frank und der Gorilla um und folgten ihrem Boss. Tanja atmete tief durch, blickte auf die am Boden liegende Tüte. Kurz dachte sie nach und griff schließlich nach der Tüte. Sie öffnete den Knoten, der reingemacht wurde und fasste hinein. Sofort umschlossen ihre Finger eine Durchstechampulle und die dazugehörigen Spritze und Kanüle, sowie Alkoholtupfer. Einen Moment lang betrachtete sie die Gegenstände in ihrer Hand und blickte schließlich auf Ben, der seine Augen noch immer geschlossene hatte und angestrengt atmete. Noch immer lag ein dünner Schweißfilm auf seiner Haut. Sie atmete tief durch, packte die Spritze aus, entfernte die Schutzkappe der Ampulle und befüllte mit der Kanüle den Hohlraum der Spritze. Schließlich Desinfizierte sie eine Stelle an Ben´s Oberarm, stach zu und verabreichte Ben die gelbliche Flüssigkeit. Sie hoffte nur das ihm das Zeug wirklich half und sie nicht gerade sein Todesurteil unterschrieben hat.

    4 Stunden später...

    Langsam bog er auf das alte Industriehafengelände ein und blickte sich suchen nach Halle 42 um. Er hatte kein gutes Gefühl bei der Sache. Langsam stoppte er den silbernen BMW, öffnete seine Türe und stieg aus. Weit und breit war niemand zusehen. Der kalte Wind blies Semir um die Ohren. Sofort zog er den Kragen seiner Jacke nach oben und steckte seine Hände in die Taschen. Langsam ging er auf die Halle zu und schaute sich im gehen die Umgebung genauer an. Schließlich kam er an der Türe an, umfasste den Türknauf und zog die Türe auf. Seine Sinne schlugen Alarm. Irgend was stimmte hier ganz und gar nicht. Erschrocken fuhr er herum, als ein Paar Vögel unter dem Dach von irgend was aufgescheucht wurden. „So schreckhaft Herr Gerkhan?“ ertönte plötzlich eine Stimme hinter ihm. Erneut drehte sich Semir erschrocken um. Er Konnte einen Mann erkennen, dessen Gesicht aber noch im Dunkeln lag, einzigst das glühen seiner Zigarette war zu sehen. Sofort griff Semir zu seiner Waffe und wollte sie ziehen. Augenblicklich spürte er kalten Stahl, der im ins Kreuz gedrückt wurde. Sogleich wurde ihm seine Waffe abgenommen. Der Mann trat aus dem Dunkeln Bereich der Halle und sah Semir nur grinsend an. Sofort identifizierte Semir den Mann als Gustavo Impranawitsko „Wo sind Ben und Frau Schubert?“ „Sie befinden sich noch in meiner Obhut...wo sie auch noch etwas bleiben werden bis wir sie auf den Markt gebracht haben! In Südamerika bringen junge Leute viel Geld !“ Semir kniff seine Augen zusammen. „Was soll das bedeuten?“ doch Gustavo antwortete nicht und nahm sich Semir´s Waffe und schaute diese genau an. „Schöne Waffe Herr Gerkhan!...um gleich zur Sache zu kommen...sie werden sterben...genau so wie mein Sohn...“ damit entsicherte er die Waffe, hob seine Hand in Semirs´s Richtung und drückte ab. Gerkhan konnte nicht schnell genug reagiert und spürte, wie ein gewaltiger Schlag, in der Brust, ihn von den Beinen riss und er hart auf dem Boden aufschlug.

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  • Tanja zuckte zusammen, als sie einen dumpfen Schuss, der aus der Halle kam, hörte. Ben öffnete seine Augen und blickte zu Tanja, an die er die ganze Zeit gelehnt saß. Sofort legte sie einen Arme um seine Schulter und zog ihn dicht an sich heran. Seit einiger Zeit saßen sie in einem verschlossenen Lieferwagen. Ben begann zu Husten. Schmerzhaft zog sich seine Lunge zusammen. Dabei legte er sich seine Arme um seine Brust, in der Hoffnung das die schmerzen etwas nachließen. „War...war das ein Schuss?“ stellte er flüsternd seine Frage an Tanja. Leicht nickte diese und strich Ben beruhigend über die Schulter. „Wie fühlst du dich?“ der junge Hauptkommissar holte tief Luft und blickte seine Freundin an. „Das atmen tut weh...bin so müde...“ gab er krächzend als Antwort. Tanja nickte und befühlte seine Stirn, die schon deutlich an wärme verloren hatte. „Das Fieber sinkt Gott sei Dank...wenigstens hilft das Zeug...“ Ben hievte sich zitternd in eine sitzende Postion und lehnte sich zurück. „Wir müssen hier irgend wie raus!...Kannst du was hören?“ stellte Ben keuchend seine Frage. Vorsichtig stand Tanja auf, ging zur Türe und horchte. „Sie reden irgend was aber ich kann es nicht verstehen!“ flüsterte Tanja als sie zurück zu Ben ging. Langsam ließ sie sich an der kalten Wand hinab gleiten und legte erneut einen Arm um die Schulter von Ben.

    Stöhnend schlug er seine Augen auf und griff sich Panisch zur Brust, wo vor einiger Zeit eine Kugel eingeschlagen war. Erleichterte stellte er fest das die Kugelsichere Weste ihn vor dem schlimmsten bewahrt hatte. Er verzog sein Gesicht, den die Stelle schmerzte trotzdem ungemein. Langsam setzte sich der deutsch-türke auf und erblickte seine Waffe einige Meter von ihm entfernt am Boden liegend. Sofort krabbelte er auf seine silberne Waffe zu, griff sie sich und steckte sie an ihren Platz zurück. Zeitgleich brachte er sich auf die Beine. Keine Sekunde später wurde die Türe unter lautem Gebrüll geöffnet und eine Horde von in schwarz gekleideten SEK Beamten stürmten die Halle. Kim Krüger kam dicht gefolgt und sah ihren Mitarbeiter an. „Sie sind sie zu spät...sie sind weg!“ Kim nickte, deutete in verschiedene Richtung. „Durchsuchen Männer!“ gab sie den Befehl an die vermummten Beamten, die sich ohne Umschweife daran machten. „Chefin...Gustavo will Ben und Tanja nach Südamerika bringen...um sie dort zu verkaufen! Wir müssen verhindern das er mit ihnen das Land verlassen kann!“ gab der kleine Beamte seine Informationen weiter. Kim Krüger dachte kurz nach und zog schließlich ihr Handy aus der Hosentasche.

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  • Seit geraumer Zeit waren sie nun schon unterwegs. Ben, der neben ihr saß, hatte erschöpft seine Augen geschlossen. Tanja dachte die gesamte Zeit nach wie sie, wenn sich die Möglichkeit ergab, fliehen konnten. Irgendwann musste diesem Wagen ja mal der Sprit ausgehen. Jedenfalls hoffte sie dies. Schließlich regte sich Ben etwas. Sofort richtete sich ihr Blick auf ihren Freund, der seine Augen öffnete. Inzwischen hatte sie den Eindruck das es ihm deutlich besser ging, doch das Atmen strengte ihn noch immer an und man konnte deutlich sehen das es ihm schmerzen bereitete. Gerade wollte sie den jungen Hauptkommissar fragte wie es ihm ginge, als plötzlich ein leichter Ruck durch den Wagen ging. Schließlich stoppte der Wagen. Die beiden Hauptkommissare horchten auf. Türen wurden geöffnet und man konnte deutlich Stimmen hören, die neben dem Wagen waren.
    „Und was sagen wir Gustavo Frank?“ Vergiss Gustavo...von dem wurden wir lange genug ausgenutzt...jetzt sind wir am Drücker...mit den beiden Bullen können wir ordentlich Kohle scheffeln! Vertrau mir Paul...in Einzelteilen sind sie noch mehr wert als im ganzen“ lächelte Frank, klopfte seinem Partner auf die Schulter und ging zum hinteren Teil des Lieferwagens. „Bis die Bullen merken was hier abgeht...sind wir mit dem Pärchen über alle Berge. Die werden Gustavo folgen und nicht uns! Also lass uns jetzt die beiden reinbringen!“ gab Frank den Befehl und öffnete die Doppeltüre des Lieferwagens. Sofort richtete sich sein Blick auf die beiden Hauptkommissare. „Los aussteigen...und macht keinen Quatsch!“ Tanja nickte etwas und half schließlich Ben auf die Beine. Vorsichtig stiegen die beiden aus dem Lieferwagen. Die gesamte Zeit wurde eine Waffe auf die beiden Polizeibeamten gerichtet, damit sie ja keinen Blödsinn anstellen konnten. Schließlich wurden sie in ein Gebäude geführt.

    Mit großen Schritten ging Kim Krüger zu Semir, der an seinem Wagen stand und nervös hin und her ging. „Und Chefin?“ „Sämtliche Zollbehörden wurden informiert und geben uns direkt Bescheid wenn Impranawitsko auftauchen sollte...auch die Kollegen von der Verkehrsüberwachung sind informiert...die schlinge zieht sich zu er kann uns nicht mehr entkommen!“ gab die Krüger siegessicher von sich und verschränkte ihre Arme vor der Brust. Semir nickte etwas und leckte sich über die Lippen. „Und was machen wir?“ „Wir fahren erst mal ins Büro...vielleicht hat Susanne schon was!“ wieder nickte der kleine deutsch-türke. Er wäre am liebsten losgezogen und hätte selbst nach Ben und Tanja gesucht aber er sah auch ein das dass jetzt nichts bringen würde. So setzte er sich schließlich in seinem Wagen und fuhr mit der Krüger auf dem Beifahrersitz Richtung Wache.

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  • Nervös lief Paul auf und ab. Frank saß an einem Holztisch und beobachtete nun seinen Partner. „Mensch setzt dich endlich hin...mir wird schon schwindlig!“ Paul stöhnte auf und setzte sich ihm gegenüber auf den freien Platz. „Die beiden sind sicher eingesperrt...also mach dir keine Sorgen...wir lassen erst etwas Gras über die Sache wachsen...die Bullen sind viel zu sehr mit Gustavo beschäftigt!“ „Du hast ja recht...und wie soll´s dann weiter gehen?“ „Der Bulle muss erst mal Gesund werden...dann hab ich da bereits einen Arzt aus dem Ausland an der Hand der das machen würde...“ Paul schüttelte den Kopf und fuhr sich mit der Hand durchs Gesicht. „Ich halte das für keine gute Idee Frank!“ „Komm trink keinen Kaffee und beruhige dich...das wird schon glaub mir...wir werden Reich alter stinkend Reich!“ „Na wenn du´s sagst...“ Frank nickte und hob seine Tasse, um daraus einen Schluck zunehmen. Auch Paul nahm seine noch volle Tasse mit dem schwarzen Gebräu und nahm daraus ein paar Schlücke.

    Die Stunden vergingen. Die Nacht war über Deutschland hereingebrochen und damit auch eine Kältewelle. Dunkle Wolken hingen am Nachthimmel. Semir saß an seinem Schreibtisch. Sein Kopf lag auf der Arbeitsplatte. Er war vor wenigen Minuten gegen seinen Willen eingeschlafen. Semir war so müde das sogar eine harte Schreibtischplatte, so gemütlich wie ein Bett wurde. Seine Jacke hatte er er zu einer Rolle zurecht gemacht und sie sich unter seinen Kopf gelegt. Wohlige wärme umgab ihn und brummte entspannt auf. Für ein paar Minuten konnte er die Sorgen um seinen Partner und dessen Freundin vergessen, wenn auch nicht Freiwillig. Kim Krüger saß ebenfalls in ihrem Büro. Nachdenklich blickte sie in die Dunkelheit. Müde rieb sie sich über die Augen und erhob sich von ihrem Stuhl. Schließlich verließ sie ihr Büro und ging direkt in den Aufenthaltsraum der Wache, um sich einen Kaffee aus der Maschine zulassen. Kurz darauf verließ sie den Raum und warf einen Blick zu Semir ins Büro, welcher aber friedlich schlief. Seufzend glitt ihr Blick zu dem leeren Bürostuhl gegen über. Wieder seufzte die junge Dienststellenleiterin und ging in ihr Büro, wo sie sich frustriert auf ihrem Stuhl nieder lies.

    Ben und Tanja hatten sich derweil auf die alte Matratze, welche auf dem Boden in der Ecke lag, gelegt. Tanja hatte sich hinter Ben gelegt und ihre arme um den Zitternden Körper gelegt. Ein dünne Baumwolldecke lag ebenfalls mit im Zimmer, mit welcher sie sich zugedeckt hatten. Ben lag mit dem Rücken an Tanja gelegt und hatte seinen Kopf auf ihrem Oberarm abgelegt. Seine eigenen Hände hatte er um seine Brust geschlungen. „Ich könnt mir romantischere Orte vorstellen um zu kuscheln...“ gab er mit einem leichten lächeln auf den Lippen von sich. Tanja lachte kurz auf und drückte Ben einen Kuss ins Haar. Noch immer lächelte Ben etwas und schloss seine Augen. „Wir sollten versuchen zu schlafen...“ die junge Frau hinter ihm nickte etwas, zog Ben noch etwas enger an sich und schloss nun ebenfalls ihre Augen. Kurz darauf waren beiden fest eingeschlafen, nicht wissend was sie in den nächsten Tagen alles über sich ergehen lassen müssen.

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  • Der Wind blies durch die Baumkronen und dieses begannen bedrohlich hin und her zu schwanken. Leicht hatte es begonnen zu regnen. Typisches Aprilwetter dachte sich Paul und blickte auf die Baumwipfel. Frank hatte es sich auf einem Ausklappbaren Bett gemütlich gemacht und schnarchte friedlich vor sich hin. Paul schüttelte den Kopf. Er war überhaupt nicht begeistert von der Idee sich gegen Gusatvo zustellen. Würde dieser dahinter kommen dann wären sie nichts weiter als eine Nummer im Leichenschauhaus, bis man ihre verstümmelten Körper identifiziert hätte. Ein kalter Schauer lief Paul über den Rücken. Paul war sein bester Freund und Gustavo war der Mann der ihn immer ordentlich Behandelt und zudem immer gut bezahlt hatte. Aber er wusste auch das es nun kein zurück mehr gab. Paul zog sich seine Jacke über und ging nach draußen, in die alte Scheune um noch mehr Feuerholz zu holen.

    5:48 Uhr. Die Sonne war noch nicht aufgegangen. Die dunklen Wolken waren in der Nacht gänzlich verschwunden und ein klarer Himmel, mit leuchtenden Sternen war zu sehen. Aufgeregt knallte sie den Hörer zurück auf die Station, sprang von ihrem Stuhl auf und lief aus ihrem Büro. Eilig lief sie zu Semir ins Büro, rüttelte diesen etwas unsanft an den Schultern, als dieser auch schon erschrocken nach oben fuhr. „Gerkhan...Der Zoll an der Holländischen Grenze hat Gustavo geschnappt!“ gab sie die Information weiter. „Ben und Tanja?“ stellte Semir aufgeregt seine Frage. „Waren jetzt nach ersten Angaben nicht dabei...Wir fliegen jetzt direkt mit dem Heli los“ Semir nickte etwas und schaute auf seine Uhr. „Gut dann mal los!“ mit diesen Worten schnappte sich Semir seine Jacke und zog sie auf dem Weg nach draußen an. Kim hatte ebenfalls ihre Jacke geholt und war ihrem Mitarbeitet gefolgt. Keine 5 Minuten später saßen die beiden im Heli, der sich kurz darauf in die Luft erhob, um Kurs auf Holländische Grenze zunehmen.

    Ungeduldig lief Frank in der Wartehalle des Flughafens hin und her. Der Flieger, in dem die Person saß, auf die er wartete, war bereits vor 10 Minuten gelandet. Nochmals blickte er auf seine Armband und sah zu der Schleuse, wo er schließlich die Person sichtete. Als dieser Frank sah ging er direkt auf diesen zu und reichte ihm die Hand. „Doktor Takahashi ich freue mich sie zu sehen...hatten sie einen angenehmen Flug?“ Der kleine Japaner nickte und lächelte. „Ja Danke!“ Frank nahm dem japanischen Arzt die Koffer ab und führte ihn nach draußen an den Wagen. „Wir werden noch eine weile fahren!“ dabei legte er die Koffer in den Kofferraum und schlug diesen zu. „Haben...wir den schon einer Emfanger?“ fragte Takahashi auf brüchigem deutsch an Frank gewandt. Frank nickte. „Ja aber darum müssen sie sich nicht kümmern...Entfernen sie nur das Organ das benötigt wird...mehr müssen sie nicht wissen!“ Akiyama Takahashi blickte leicht skeptisch auf den Mann, der sich bereits in seinen Wagen gesetzt hatte. Schließlich setzte er sich auf den Beifahrersitz und ließ sich zum Zielort kutschieren.

    Ben begann zu Husten, doch fühlte er sich deutlich besser als die letzten Tage. Die schmerzen beim Atmen waren auf ein Minimum gesunken. Auch die Atemnot und die darauf folgenden Hustenanfälle waren weniger geworden. Was eine Mütze voll Schlaf vollbrachte. Tanja war bereits auf den Beinen und blickte sich zum X´den mal um. Schließlich sah sie zu Ben, der sich gerade aufgesetzt hatte und sich Müde mit den Händen übers Gesicht fuhr. Sofort ging sie zu dem auf der Matratze sitzenden Hauptkommissar und kniete sich vor ihn. „Einer der beiden Kerle ist vor ca. einer Stunde weg gefahren...ich schätze der andere sitzt oben und wartet auf das eintreffen seines Partners!“ „Was ist mit der Türe?“ „Verschlossen...wenn du nicht gerade nen Doktortitel im Schlösser knacken hast werden wir hier wohl kaum raus kommen...“ auf Ben´s Gesicht schlich sich ein kleines Lächeln. „Würden wir mit Semir festsitzen könnte er sicher das Schloss knacken“ dabei kämpfte er sich auf die Beine und blickte seine Freundin an, die ihn fragend musterte. „Semir hat als jugendlicher Autos aller Art geknackt!“ mit diesen Worten stampfte er zur Türe und begutachtete das Schloss. „Das ist ein gewöhnliches Zylinderschloss....wenn wir nen Draht oder so was hätten...ne´n Dietrich wäre am besten“ „Sorry Ben hab meine Einbrecherausrüstung zuhause vergessen!“ Ben hob seinen Kopf und schaute Tanja mit hochgezogenen Augenbrauen an. „Sach mal was bist du denn für´n Bond-Girl...keine geheimen Waffen in deiner Unterwäsche oder was?“ „Das sagt der Richtige Mr. Bond wo ist den ihre Geheimwaffe?“ „Meine Geheimwaffe wäre dafür zu groß!“ Tanja verdrehte die Augen und schaute sich in dem Raum um. „Glaub mir sobald wir hier raus sind Ben werde ich das mit der Größe überprüfen!“ Ben brummte nur was unverständliches vor sich hin und schaute sich auf dem Holzregal nach was passendem um. Seufzend ließ er schließlich seine Arme neben seinen Körper sinken. „Hier ist nichts...“ Tanja lies gerade von ihrer Suchtaktion ab und schaute zu Ben. Augenblicklich ruckte sein Kopf nach oben und schaute den alten Lampenschirm an. Tanja war seinem Blick gefolgt und ihre Augen weiteten sich. „Das Gestell!“ gaben beide wie im Chor von sich. Sofort bildete Ben eine Hexenleiter, auf welche Tanja sofort kletterte und nach dem Lampenschirm angelte. „Halt still Mensch!“ „Ja du bist nicht gerade leicht!“ grummelte Ben und versuchte so gut wie möglich still zuhalten. „Danke das ist genau das was ne Frau hören will!“ „Ja Sorry aber angelogen werden wollt ihr auch nicht!“ gab Ben seine Weisheit über Frauen weiter. Schließlich hatte sich Tanja den Schirm geschnappt und ihn aus der Halterung gerissen. Sofort kletterte sie von der provisorischen Leiter und reichte Ben den Lampenschirm. Nach kurzem Rupfen des Stoffes kam das Drahtgestell zum Vorschein. Sofort begann Ben zu grinsen und bog sich den Draht zurecht. Damit ging er dann, gefolgt von Tanja an die Türe und ging dort in die Knie. „Na dann versuchen wir unser Glück...“ Tanja nickte und beobachtete Ben´s versuche die Türe zu öffnen.

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  • Sofort zog er das Drahtstück aus dem Schloss, als das Schloss geknackt war. Mit Hilfe von Tanja brachte er sich auf die Beine, zog die Türe auf und wagte den ersten vorsichtigen Blick ins freie. Nur ein paar Meter entfernt war eine Treppe, die wohl ins Erdgeschoss des Hauses führte. Er nahm sich Tanjas Hand und ging mit ihr zur Treppe, welche sie leise bestiegen. Die Holztüre, die zur Kellertreppe führte war nur leicht angelehnt. Vorsichtig späte Ben durch den Türschlitz und drückte die Türe so leise wie möglich auf. Sofort befanden sie sich in einem gut beleuchtetem Flur. Leise schlichen sie diesen entlang. Aus dem Wohnzimmer drangen Geräusche des laufenden Fernsehers. Einer der Typen saß in einem Fernsehsessel und schien fest zu schlafen. Ben deutete Tanja, mit den Zeigefinger auf seinen Lippen an, leise zu sein. Vorsichtig schlich Ben an den Tisch im Wohnzimmer, auf dem sich eine Handfeuerwaffe befand. Sachte umschloss er den kalten Stahl und hob sie von dem Holztisch. Auf Zehenspitzen verließ er das Wohnzimmer und steckte sich die Waffe in den Hosenbund. Leise schlichen sie schließlich weiter zur Haustüre, um sie nur Augenblicke später zu öffnen und ins freie zu treten. Gerade waren sie die Treppe nach unten gegangen als sie auf der Straße, die zu dem Haus führte, einen Wagen kommen hörten. Schnell griff sich Ben Tanjas Hand und zog siwe mir sich hinter das Gebäude. Schnell drückten sie sich dort an die Wand. Hektisch ging ihre Atmung. Sie hörten wie der Wagen stoppte, der Motor ausgelassen wurde und die Wagentüren geöffnet wurde. Ben blickte zu Tanja. Diese verstand was er mit seinem Blick sagen wollte und nickte. Noch warteten sie einen Augenblick, bis sie hörten das zwei Personen die Treppe hinaufgingen und die Haustüre öffneten, um schließlich in dem Gebäude zu verschwinden. Ben lunste um die Ecke und konnte niemand mehr sehen. „Komm....“ gab er flüsternd an Tanja weiter. Sofort liefen sie leise zu dem Wagen. Die Polizisten konnten ihr Glück kaum fassen. Der Wagen war offen und sogar die Schlüssel steckten. Ben schüttelte unmerklich den Kopf während er sich in den Wagen setzte. „Sind wohl echte Sparbirnen“ gab er schmunzeln von sich und zog lautlos die Türe zu. Nur Sekunden später startete er den Motor. Kaum war dies geschehen, wurde die Haustüre geöffnet und drei Männer kamen aus den Haus geeilt. Ben hatte inzwischen den Wagen gewendet und war die Straße hinunter gefahren.
    Ben konzentrierte sich auf die Straße, welche ziemlich Holprig war, während Tanja das Handschuhfach durchsuchte. „Die sind echt dämlich!“ sagte Tanja an Ben gewandt, während sie das Mobiltelefon in die Höhe hielt. Sofort wählte sie die Nummer der PAST. Ebenfalls durchgeschüttelt durch die Zahlreichen Schlaglöcher in dem Straßenbelag, wartet sie nun darauf das jemand abhob. Nach einem wie es ihr erschien endlosen läuten wurde das Telefon abgehoben. „Autobahnpolizei König guten Tag!“ erklang die freundliche Stimme von Susanne. „Hier ist Tanja!“

    Sofort hob sie ihren Kopf und blickte ihre Kollegen an. „Es sind Ben und Tanja!“ gab Susanne sofort die Information an die Kollegen weiter, die sofort näher an ihren Tisch getreten waren. Sofort wurde auf Freisprechen geschaltet, so das die Polizisten mithören konnten. „Wo seit ihr?“ „Befinden...Wald...sind....Flucht...“ kam es mit Unterbrechung in dem Büro an. „Tanja wir haben kaum was verstanden...bitte wiederholen!“ gab Susanne leicht nervös von sich, während sie versuchte die Nummer zurück zu verfolgen. Doch ehe Tanja sich wiederholen konnte, war die Leitung unterbrochen. Sofort schaute Susanne auf den PC. Sofort verlor sich die Hoffnung, als auf dem Bildschirm ebenfalls „Anruf unterbrochen!“ aufblinkte.

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  • Heute gibt es nur einen kurzen Teil^^ Wünsch trotzdem viel Spass dabei :D

    Ben steuerte immer noch den Wagen, inzwischen durch ein Waldgebiet und auf matschigem Untergrund. Fest umklammerte er das Lenkrad und musste des öfteren gegensteuern. Tanja die neben im auf dem Beifahrersitz saß, warf immer wieder Blicke in den Seitenspiegel, um Ben sofort mitzuteilen, sollten sich Verfolger ankündigen. Tanja drehte ihren Kopf zu und Ben und atmete tief durch. „Wir werden nicht verfolgt!“ kaum hatte sie diese Worte ausgesprochen, durchschlugen mehrere Kugeln die Heckscheibe. „RUNTER!“ schrie Ben, während er sie mit der rechten Hand nach unten drückte. Er selbst zog seinen Kopf etwas ein, steuerte aber ungehindert den Wagen über den schlammigen Walldweg. Plötzlich spürte er einen scharfen Schmerz in der rechten Schulter. Darauf hin ging alles schnell. Er verlor die Kontrolle über den Wagen. Panisch schrien die Insassen des Wagens auf, als ein dicker Baum näher kam. Der Wagen knallte mit voller Wucht gegen den Baum. Die Windschutzscheibe brach und die Motorhaube wurde zusammen gefaltete wie ein Stück Papier.

    Er trat auf die Bremse und schaute grinsend auf das Autowrack, das sich um den Baum geschmiegt hatte. Frank und Paul öffneten die Autotüren, stiegen aus und gingen auf den qualmenden Wagen zu. Sie blickten ins Wageninnere. Ben lag offensichtlich bewusstlos mit dem Kopf auf dem Lenkrad. Eine riesige Platzwunde auf der Stirn konnte Frank genau erkennen. Genau so die Schusswunde, die stark blutete. Erneut schlich sich ein breites Grinsen auf sein Gesicht. Paul hingegen war auf die Beifahrerseite gegangen und öffnete die Türe. Tanja hing ebenfalls Bewusstlos in ihrem Sicherheitsgurt. „Schaffen wir sie zurück zum Haus!“ befahl Frank, öffnete die Fahrertüte und zerrte Ben unsanft heraus, um ihn im nächsten Moment zu ihrem Wagen zu schleifen. Paul tat es ihm nach, hievte sich Tanja über die Schulter und folgte seinem Partner zurück zum Wagen, wo sie die beiden auf die Ladefläche legten.

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  • Semir kam schnaufend aus dem Verhörraum, der Örtlichen Polizeiwache. Kim Krüger hatte alles vom Spiegel aus Beobachtet und sah nun mit verschränkten Armen zu ihrem Mitarbeiter. „Der hat keine Ahnung was in seinem Stall vor sich geht!“ kam es wütend von dem kleinen deutsch-türken. „Ich werd mir jetzt den nächsten Kandidat vornehmen...vielleicht wird der weich wenn er hört was auf ihn im Gefängnis zukommt!“ „Machen sie das Gerkhan!“ Semir wollte sich gerade in Bewegung setzen, als sein Handy in der Hosentasche anfing zu klingeln. Sofort stoppte er in seinem Vorhaben und zog das Mobiltelefon aus der Taschen. Sogleich betätigte er den Annahmeknopf und hielt sich das kleine Gerät ans Ohr. „Ja Gerkhan!“ „Semir Susanne hier!“ meldete sich die junge Sekretärin etwas aufgeregt. „Was gibt’s Susanne?“ „Wir haben einen Anruf rein bekommen...von Tanja...wir konnten nur ein paar Fetzen verstehen...aber was wir verstanden haben war das sie in einem Wald auf der Flucht wären und dann war die Leitung unterbrochen...es war auch zu kurz um einen genau Suchradius einzugrenzen!“ „Verdammt...okay...auf wie viel konntest du das Suchgebiet eingrenzen?“ „Ich kann dir nur so viel sagen...das sie einige Kilometer von Düsseldorf entfernt sein müssten....und dann kann ich dir auch nicht mit 100%iger Sicherheit sagen in welchem Umkreis wir die Suche starten müssten!“ Semir seufzte auf und rieb sich über die Nasenwurzel. „Kannst du versuchen den Radius einzugrenzen?“ „Viel bringen wird das nicht...aber ich kann mit den Netzwerkmasten versuchen die letzten zwei drei Orte zu bestimmen an dem das Handy war...vielleicht könnten wir so versuchen ihren Standort zu finden!“ „Ja gut mach das und melde dich wenn du ne Bestimmung hast!“ „Okay bis später“ damit hatte Susanne aufgelegt, um sich an die Arbeit zumachen. Krüger sah Semir fragend an, als dieser das Handy zurück in die Tasche schob. In der Kurzfassung berichtete Semir seiner Vorgesetzten was vorgefallen war. Nickend nahm sie es zur Kenntnis und begab sich schließlich mit Gerkhan zum nächsten Verhörraum, wo einer von Gustavo´s Männer schmorte.

    Aufgeschreckt durch das öffnen der Türe sprang Akiyama Takahashi von seinem Stuhl auf und lief in den Flur, wo er sofort entsetzt auf die beiden bewusstlosen Personen schaute. Auf Japanisch Fluchend lief er auf Frank zu, der den bewusstlosen Ben rücksichtslos ins Haus gezogen hatte und half diesem ihn ins Wohnzimmer zulegen. Paul schleppte derweil Tanja ins Wohnzimmer und legte diese in eine Ecke des Raumes ab, wo er ihr sogleich die Hände an die Heizung fesselte. Takahashi besah sich Ben´s Schulter genauer und und ging dann eine seiner Taschen holen. Der kleine Japaner packte einiges an Material aus, zog sich Handschuhe über und begann mit der Wundreinigung. Zum Glück, so dachte sich Akiyama, war die Kugel sauber ein und wieder aus gedrungen. Schließlich hatte er die Wunde gesäubert und konnte sie schließlich dick mit Kompressen bedeckt verbinden. „Ist der Raum vorbereitet Doktor Takahashi? Der Kunde ist in knapp einer Stunde hier!“ Takahashi nickte etwas und deutet auf die alten Praxisräume, in denen vor nicht all zu langer Zeit Patienten mit kleineren und größeren Wehwechen behandelt wurden. Frank nickte und packte sich einen Arm des am Boden liegenden Mannes, während Paul sich den anderen Arm schnappte und sie Ben schließlich in den gefliesten Raum schleiften. Sofort hievten sie den jungen Mann auf die Behandlungsliege und schauten zu Akiyama Takahashi, der schon dabei sich steril zu waschen. „Wie lange werden sie brauchen Doc?“ Der klein gewachsene Mann zuckte mit der Schulter und sah über seine Schulter hin zu den beiden Männern, die ihn fragend musterten. „Befreien sie ihn von der Oberbekleidung!“ befahl Takahashi. Sofort führten die beiden Männer den Befehl durch und befreiten Ben von seiner Jacke, sowie von Pullover und Unterhemd. Takahashi macht sich derweil fertig und bereitet schließlich das Operationsfeld vor. Kurz darauf setzte er mit dem Skalpell zum Schnitt an. Frank und Paul verließen den Raum, als der Arzt den ersten Schnitt machte.

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  • Eine Stunde und 20 Minuten später

    Nervös lief Paul auf und ab, während Frank seine Waffe auseinander gebaut hatte, um sie zu reinigen. Tanja hatten sie in der zwischen zeit wieder in den Keller gebracht und nun warteten sie auf ihren Kunden, der mit 20 Minuten ordentlich Verspätung hatte. Keine 10 Minuten später fuhr er schließlich auf das Gelände. Frank hatte gerade seine Waffe zusammen gesetzt und erhob sich von seinem Stuhl, um die Türe zu öffnen. Frank lächelte und reichte dem Mann die Hand. „Guten Tag Herr Möller!“ „Herr Stuckert“ „Kommen sie herein“ bat er den Mann, mit dem grauen schütterem Haar. Dieser nahm dankend an und betrat das Haus. Frank führte Möller ins Wohnzimmer und bat ihn Platz zunehmen. „Wickeln wir doch gleich das geschäftliche ab Herr Stuckert damit ich gleich los kann wenn die Niere in der Transportbox ist!“ „Natürlich wie sie wollen!“ Möller nahm den Koffer, welcher er bei sich trug, legte diesen auf den Tisch und öffnete ihn. „65 000 wir wir vereinbart hatten!“ Frank begann zu lächeln und nickte. „Ich wusste auf sie ist verlass Herr Möller“ „Ich möchte nur das meinem Sohn geholfen wird! Sie dürfen gerne nachzählen“ „Nein ich vertrau ihnen da voll und ganz!“ bestätige Frank und nahm den Koffer an sich. „Der Doc müsste eigentlich auch jeden Moment fertig sein!“ „Gut ich hab es nämlich eilig!“ gab er fahrig von sich und schaute sich in dem Zimmer um. Keine 5 Minuten später betrat Takahashi mit einer medizinischen Transportbox den Raum. Sofort nahm sie Frank dem erschöpften Arzt aus der Hand und ging damit zu Möller. Dieser nahm die Box dankend entgegen und ging mit Frank zur Türe, wo er verabschiedet wurde. Sofort ging Möller an seinen Wagen, setzte sich hinein, stellte behutsam die Box auf dem Beifahrersitz ab und fuhr vom Gelände. Takahashi hatte den beiden Männer hinterher geschaut und war schließlich zurück zu Ben gegangen, wo er die Wunde noch Verband.

    Er war gerade dabei einen Verband um dessen Bauch und Flanke zu wickeln, als Frank und Paul den OP betraten. „Schaffen wir ihn runter zu der Bullenbraut!“ Takahashi sah die beiden etwas irritiert an. „Er darf nicht zu grob bewegt werden...die Wunde könnte sonst wieder aufgehen!“ „Halt die Schnauze Mensch, du bist nur zum Schnippeln da sonst nichts..“ Frank packte zusammen mit Paul Ben bei den Armen und zogen ihn von der Behandlungsliege. Ben´s Füße knallten ungebremst auf den Fließboden. Ein leichtest Knacken kam von der linken Zehen reihe. Doch ungeachtet dessen das Ben eine frische Op-Wunde hatte zogen sie ihn die Treppe nach unten. Sie öffneten die Türe zu ihrem Verließ, schleiften Ben hinein und ließen ihn unsanft zu Boden fallen. Tanja, die inzwischen wach war, lief direkt auf ihren Bewusstlosen Freund und Kollegen, zu und lies sich neben ihm auf die Knie fallen. Zärtlich strich sie ihm über die Stirn und hob dann ihren Blick, um die beiden Verbrecher verachtend anzuschauen. Frank warf noch Ben´s Pullover und Hemd hin und verließ mit einem grinsen den Raum. Paul schaute noch einen Moment lang auf die beiden Beatmen am Boden, seufzte kaum hörbar und folgte seinem Partner.

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  • Vorsichtig zog Tanja den schweren bewusstlosen Körper an die Wand, wo die Heizungsrohre verliefen, damit sie es etwas warm hatten. Sie nahm sich die Decke und warf diese über Ben. Sofort setzte sie sich an den Kopf Ben´s und legte dessen Kopf auf ihren Schoß, wo sie sachte durch sein Haar strich. Ihr Kopf schmerzte unangenehm. Sie schloss kurz ihre Augen, bevor sie wieder ihre Aufmerksamkeit Ben widmete. Er war Blass. Die Schusswunde an der Schulter wurde behandelt und nur leicht konnte sie das Blut durch die Kompresse sickern sehen. Dann begutachtete sie noch die Platzwunde auf Ben´s Stirn, welche nicht mehr stark zu bluten schien. Schließlich fiel ihr Blick auf die rechte Flanke Ben´s. Unter dem Verband konnte sie deutlich eine dicke Schicht Kompressen entdecken. Tanja seufzte frustriert auf, zog Ben noch etwas weiter nach oben und schloss ihre Arme um seine Brust. Sie legte ihren Kopf auf seinen und schloss ihre Augen.

    Paul griff nach Frank´s Arm und drehte ihn zu sich. „Frank wir machen nen großen Fehler Mensch! Ich mach da nicht mehr mit...das wird mir zu heiß...“ Frank lachte auf. „Du willst aussteigen? Okay...ich zahl dich aus...komm!“ Frank befreite sich aus dem Griff und ging vor ins Wohnzimmer. Paul schaute ihm skeptisch nach. Das war zu leicht. Er hätte mit einer ewig langen Diskussion gerechnet. Vorsichtig folgte er seinem Partner ins Wohnzimmer. Frank ging derweil zu dem Geldkoffer und legte diesen auf den Tisch. Mit dem öffnen wartete er aber noch bis Paul ebenfalls im Raum war. Dieser betrat schließlich das Zimmer und nickte Frank zu. „Wirklich schade das du aussteigen willst Paul...wir hätten viel Kohle zusammen verdient...wir wären ein prima Team geworden...“ langsam öffnete Frank den Koffer und blickte auf die Waffe, die hineingelegt hatte. Unauffällig schloss er seine Finger um den kalten Stahl und zog sie heraus. Schließlich drehte er sich zu Paul um und zielte mit der Waffe auf ihn. Paul wich erschrocken ein paar Schritte zurück. „Hey Frank was soll der Scheiß? Leg das Ding weg!“ „Was meinst du wo du hier bist hmm? Da steigt man nicht einfach so aus!“ brüllte nun Frank und zielte weiterhin auf Paul. „Wir können doch über alles reden Frank...“ versuchte Paul seinen Kumpanen zu beschwichtigen. „Zu spät Paul!“ mit diesen Worten legten sich sein Finger um den Abzug. Ein Schuss ertönte und Pauls Körper wurde durch die Wucht des Aufschlagen an die Wand gedrückt. Schockiert blickte er auf die Blutende Wund in der Brust. Augenblicklich stellte sich Atemnot ein. Er griff sich zur Brust und rutschte langsam zu Boden. Frank senkte seine Waffe und beobachtete Paul´s Überlebenskampf, welcher er nach wenigen Augenblicken verlor. Starr blickten seine Augen auf den Boden und sein Kopf fiel zur Seite. Takahashi war, als er den Schuss hörte, erschrocken ins Wohnzimmer gelaufen. Geschockt blickte er auf Paul und dann auf Frank, der geschossen hatte. Stuckert hob seinen Kopf und schaute den Arzt an. „Beseitige diesen Verräter!“ gab er dem Arzt den Befehl, steckte die Waffe in den Hosenbund und nahm sich den Koffer, mit welchen er schließlich das Zimmer verließ.

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  • Erschöpft fuhr Semir sich über die müden Augen. Keiner von Gustavo´s Männer hatte auch nur einen Ton gesagt. Schließlich waren sie zurück zur Wache geflogen. Nun saß er an seinem Schreibtisch. Er nahm sich seinen Becher Kaffee und trank daraus einen Schluck. Schließlich stellte er seinen Becher wieder ab und lehnte sich zurück. Er musste Ben und auch Tanja einfach finden. Koste es was es wolle. Gerade wollte er sich von dem Tisch abstoßen, als Susanne ins Büro gelaufen kam, gefolgt von Kim Krüger „Semir...ich hab was gefunden was vielleicht helfen könnte! ich konnte den letzten Aufenthalt aus machen von wo aus mit Handy Telefoniert wurde, mit dem Tanja angerufen hat! Der Düsseldorfer Flughafen...das Handy gehört auch einem Mann der auf der Liste stand...nämlich Frank Stuckert...vermutlich hat er jemanden zum Flughafen gebracht oder jemanden abgeholt....das versuch ich jetzt herauszufinden!“ „Okay Gerkhan...sie legen sich hin...wenn es drauf ankommt brauch ich sie Fit...und das ist keine Bitte sondern ein Befehl!“ Semir nickte. Er spürte ja selbst das er ziemlich müde war. „Und sie Susanne versuchen herauszufinden was er am Flughafen wollte!“ Susanne nickte und begab sich wieder zu ihrem Platz. Kim verließ ebenfalls das Büro, während Semir sich zur Couch begab und sich darauf nieder ließ. Erschöpft fuhr er sich mit den Händen übers Gesicht. Schließlich legte er sich auf die Couch, drückte das kleine Kissen unter seinem Kopf zurecht und schloss seine Augen. Fast Augenblicklich war er eingeschlafen.

    Müde hatte sie sich an die Wand gelehnt und ihre Augen geschlossen, doch schlief sie nicht, dazu war sie viel zu sehr angespannt. Ihre Arme hielten den bewusstlosen Körper fest umschlungen. Tanja öffnete ihre Augen, als sie ein leises stöhnen vernahm. Doch Ben´s Augen blieben geschlossen. Heftig ging sein Atem plötzlich und ein von schmerzen gepeinigtes jammern trat über seine Lippen. „Ben...ganz ruhig...ich bin hier...schhhh...alles ist gut ich passe auf dich auf...“ flüsterte sie in sein Ohr und stricht ihm über den Arm. Unglaublich starke Schmerzen schienen seinen Körper zu beherrschen. Irgend was berührte seinen Arm und strich über diesen. Auch wurde ihm leise ins Ohr geflüstert. Wer sprach da mit ihm und wieso konnte er seinen Augen nicht öffnen. Sein Kopf schmerzte ebenfalls so stark, das er das Gefühlte hatte er wurde gespalten. Schlucken fiel ihm unglaublich schwer und hatte das Gefühl er würde an seinem eigenen Speichel ersticken. Nach Luft schnappend, öffnete er seinen Mund und zog den Sauerstoff in seine Lungen. Sein Körper bäumte sich auf unter dieser Anstrengung. Erneut wurden ihm beruhigende Worte ins Ohr geflüstert. Seine Extremitäten fühlten sich Taub und schwer an. Nach einigen versuchen seine Augen zu öffnen, hatte er es schließlich geschafft. Verschwommen nahm er seine Umgebung war und auch das schwache Blinzeln brachte keine Besserung. Dann konnte er auch Plötzlich die Stimme einordnen. Tanja musste das sein. Ihr ging es also gut soweit. Sein Gedächtnis kehrte zurück. Sie waren auf der Flucht, dann dieser unsagbare Schmerz in seiner Schulter und dann war alles weg. Ab diesem Moment lag alles im dunklen. Was war geschehen. Ben wusste es nicht. Erneut kam ein stöhnen aus seinem Mund und Tanja versuchte ihrem Freund so viel Kraft wie möglich zugeben. „Tanja...schmerzen...“ brachte er mühevoll und unter einem gequälten Ton über seine Lippen. „Ja ich weiß...das wird schon wieder hörst du?“ sanft drückte sie Ben einen Kuss ins Haar. In ihren Augen sammelten sich Tränen. Sie fühlte sich hilflos. Ben hatte starke Schmerzen und sie konnte nicht mehr tun, als ihn festzuhalten und ihm tröstende Worte ins Ohr zu flüstern. Lautlos kullerte die gesammelte Flüssigkeit über ihre Wange. Ben schloss seine Augen. Er war plötzlich so unendlich müde. Sein Rücken, seine Schulter und auch sein Kopf schmerzten und raubten ihm den Verstand. Gnädig zog ihn die Dunkelheit zu sich. Tanja spürte wie der Körper in ihren Armen erschlaffte. Erschrocken darüber fuhr ihre Hand zu Ben´s Hals und suchte hektisch den Puls. Erleichtert atmete sie ein, als sie das leichte Pochen unter ihren Fingern spürte. Sanft begann sie Ben in ihren Armen hin und her zu wiegen. Sie schniefte auf, schloss ebenfalls ihre Augen, hoffend auf Hilfe...

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  • Stunden waren vergangen, als Semir seine Augen aufschlug. Sofort rieb er sich den Schlaf aus den Augen und brachte sich in eine sitzende Postion. Er fühlte sich erholt. Doch sofort begann er sich wieder sorgen zumachen. Ben und Tanja waren nach wie vor spurlos verschwunden. Er schaute aus dem Büro. Susanne schien zu telefonieren. Sofort stand Semir auf und ging mit großen zu dem Schreibtisch der Sekretärin. Diese hob ihre Hand als Zeichen, das sie noch einen Moment brauchte. Semir schaute abwartend auf die junge Frau, bis diese schließlich auflegte. „Hast du schon was Susanne?“ „Ja!“ mit diesen Worten sprang Susanne König von ihrem Stuhl auf und ging mit Semir in dessen Büro. „Die Kollegen haben vor wenigen Stunden die Leiche eines Mannes Name´s Paul Kreuz gefunden...“ doch bevor Susanne weiter reden konnte wurde sie von dem kleinen deutsch-türken unterbrochen. „Und was hat das jetzt mit Ben´s und Tanja´s Verschwinden zu tun?“ „Lass mich ausreden Semir!“ motze die junge Frau und rief ein entsprechendes Bild auf den Schirm. „Paul Kreuz...er und Frank Stuckert waren auf der gleichen Schule...sogar in der gleichen Klasse!“ „Du meinst die haben gemeinsame Sache gemacht?“ Susanne nickte. „Wäre doch möglich...hier ist übrigens der vorläufige Bericht von dem Gerichtsmediziner so wie der Tatortbericht!“ Susanne reichte dem Hauptkommissar die Akte und beobachtete ihn als er diese Aufschlug. Hastig überflog er das unwichtige und weitete schließlich seine Augen. „Paul Kreuz wurden Organe entfernt?“ Semir hob seinen Kopf und sah die junge Frau ihm gegen über an. „Hier steht....des weiteren wurden ihm Post Mortem Herz und Nieren Fachmännisch entfernt!“ zitierte Semir den Satz aus dem Bericht. Susanne kniff ihre Augen zusammen und lief aus dem Büro. „Da fällt mir was ein...ich hab mir sämtliche Passagierlisten angeschaut...die um die Zeit gelandet sind als dieser Stuckert am Flughafen war! Warte!“ Hastig ging sie die Listen durch und Tippte schließlich auf einen Namen. „Dr. Akiyama Takahashi...aus Tokio...ich schau mal was es bei uns im System über ihn gibt!“ Schnell war der Name eingegeben und der Computer spuckte schließlich alle Information aus die über ihn im System gespeichert waren. „Okay Semir...Akiyama Takahashi ist Facharzt für Chirurgie und Neurochirurgie!“ „Okay dann könnte er wirklich der Mann sein der Stuckert abgeholt hat....kannst du irgend wie herausfinden ob dieser Takahatschi...“ „Takahashi“ verbesserte Susanne Gerkhan. „Okay dann eben so...kannst du irgend wie heraus finden ob er ein Handy bei sich hat oder eben irgend was was man anpeilen könnte?“ Susanne atmete tief ein und dachte nach. „Das könnte ich versuchen...aber das wird ne weile dauern!“ Susanne setzte sich schließlich wieder direkt vor ihren PC und gab verschiedene Dinge ein. „Und was versuchst du jetzt?“ „Semir heute zutage haben viele Neuwagen eingebaute Diebstallsicherungen Serienmäßig zwar machen das nicht alle Hersteller aber wenn ich herausfinde was für einen Wagen Stuckert fährt dann könnte ich dessen fahrt ab dem Flughafen rekonstruieren...vorausgesetzt das dieser einen Sender hat!“ Semir nickte und begab sich wieder an seinen Platz, während Susanne ihr best möglichstes gab.

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  • Akiyama Takahashi saß an dem Esstisch und schlürfte seine Suppe. Unauffällig beobachtete er Frank, der still das Geld zählte. Er hatte Paul´s Leichnam gut Platziert so das er sicher gefunden werden würde und die Organentnahme, wenn die Polizei so vor ging wie er es sich vorstellte, kamen sie, wenn sie 1 und 1 zusammen zählte auf seinen Namen, der auf der Passagierliste stand. Jedenfalls hoffte er das, doch allein das brachte nichts, das wusste auch Takahashi. Langsam erhob sich Takahashi, nach dem er seine Suppe gegessen hatte und schaute Frank an. „Ich werde jetzt mal meine Ausrüstung überprüfen...und nach den Polizisten schauen!“ Frank schaute den kleinen Japaner kurz an und zählte das Geld weiter. „Ja ja...jetzt lass mich inruhe!“ Der Japaner verließ den Raum und ging die Treppe zum Keller hinuntern. Kurz zuvor hatte er sich noch eine Flasche Wasser, sowie etwas Brot geschnappt. Tief im Herzen war er kein Verbrecher, aber er gab zu, das ihn das Geld, das ihm angeboten wurde, blind gemacht hatte. Dieser Frank würde für ein bisschen Geld sogar seine Mutter verkaufen und wie er bereits festgestellt hatte machte er auch vor Mord keinen halt. Takahashi schaute kurz nachdenklich die Treppe hinauf und ging dann weiter. Schließlich schloss er die Türe auf, hinter der die Polizisten gefangen gehalten wurden. Sofort richtete sich der Blick der jungen Frau auf ihn. Sie hielt ihren Kollegen fest in ihrem Armen und sah den Arzt verachtend an. Langsam betrat er den Raum und stellte die Flasche und das Brot auf dem Tisch ab. Kurz blickte er auf die beiden Beamten, straffte seine Schulter und verließ hastig den Raum. Tanja schloss ihre Augen für einen Moment, ehe sie Ben vorsichtig hingelegte hatte und aufgestanden war, um an den Tisch zugehen. Eingehen begutachtete sie die Falsche und das eingepackte Brot. Die Flasche war noch Original verschlossen. Schließlich roch sie an dem Brot, begutachtete es von allen Seiten eingehend. Stellte ebenso wie bei der Flasche fest, das es wohl in Ordnung war. Beides schnappte sie sich und ging zu Ben zurück, legte die Sachen auf den Boden und platzierte sich selbst wieder hinter Ben. Schließlich riss sie ein Stück Brot ab und verschlang es.

    „Semir!“ rief Susanne aufgeregt, als sie das Büro des kleinen Hauptkommissars betrat. Erschrocken fuhr Semir herum und schaute die junge Frau an. „Hast du was?“ Sofort knallte Susanne Semir einen Landkarte hin, auf der sie eine Straße rot markiert hatte. „Diese Straße ist er lang gefahren...nur hier verliert sich die Spur...“ dabei zeigte sie auf eine Stelle auf der Karte. Sie sah wie Semir wieder niedergeschlagen drein blickte. „Ich hab mir dann die Gegend und alles was sich in der Gegend befindet genauer angeschaut...vereinzelnd stehen dort Häuser...und dann hab ich nen Volltreffer gelandet...Reiner Stuckert hatte dort bis vor drei Jahren ein Haus mit Praxisräumen...er war nämlich Arzt...bis er vor drei Jahren einen tötlichen Verkehrsunfall hatte...Sein Sohn hat das Haus und das Grundstück geerbt!“ Sofort hellte sich Semir´s Miene auf und schaute die jungen Frau an. „Wo genau befindet sich das Haus?“ Susanne schaute kurz auf die Karte und tippte schließlich die Stelle an. „Circa 10 Minuten von der Hauptstraße entfernt!“ Semir sprang auf, zog Susanne in eine Umarmen und drückte ihr einen Kuss auf die Wange. „Du bist die Beste!“ bestätigte er ihr und lief mit der Karte in der Hand aus dem Büro. Susanne lächelte etwas und beobachtete den kleinen Hauptkommissar, wie dieser im Büro von Kim Krüger verschwand.

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  • So es geht auf das Ende zu nach diesem Kapitel wird es noch eins geben...viel Spass mit diesem^^

    Angespannt saß Semir hinter dem Steuer. Hinter ihm folgten ihm vier schwarze Wagen des SEK´s. Seine Kugelsichere Weste hatte Semir bereits an, sowie Kim Krüger, die neben ihm auf dem Beifahrersitz saß. In wenigen Augenblicken würden sie die Ausfahrt, die zu dem Haus führte, erreicht haben. Auch Kim war nervös. Was würden sie vorfinden? Waren Ben und Tanja überhaupt noch am Leben oder mussten sie bereits als Ersatzteillager erhalten? Bei dem Gedanken zog sich in Kim alles zusammen und sie sah kurzerhand aus dem Fenster. Schließlich hatten sie die Ausfahrt erreicht und waren von der Hauptstraße abgefahren. Gut einen halben Kilometer von dem Haus entfernt, stellten die Beamten ihre Wagen ab, um ihre Ankunft nicht zu früh zu verraten. Semir und Kim ging vor der Sonderheit voraus. Als sie dicht an dem Gebäude waren, schlichen sich die die Beamten von verschiedenen Seiten an das Haus heran. Leise bestiegen die Krüger und Semir, so wie zwei weitere SEK Beamten die Stufen zur Haustüre.

    Nichts ahnend saß Frank vor dem Fernseher. Gelangweilt von den Sendungen, die Mittags liefen, schloss er für einen Moment die Augen. Das Programm war wirklich einschläfernd. Plötzlich wurden die Vorder- und Hintertüre mit lauten Gebrüll aufgestoßen. Erschrocken fuhr Frank von seinem Sessel auf und wollte nach seiner Waffe greifen, als er bereits an den Armen gepackt wurde und unsanft zu Fall gebracht wurde. Seine Arme wurden auf den Rücken gedreht und sein Kopf auf den Boden gedrückt. Grunzend ergab er sich und ließ sich in Handschellen abführen. Takahashi hatte im Gegensatz zu Frank, die Beamten kommen sehen und hatte sich direkt hingekniet und seine Hände hinter dem Kopf verschränkt. Auch ihm wurden Handschellen angelegt und er wurde nach draußen geführt.

    Währenddessen hatten Semir und Kim weiter das Haus durchsucht. In den einzelnen Stockwerken war nichts von ihren Kollegen zu finden. Noch lag der Keller vor ihnen. Dessen Treppe sind nun nach unten gingen. Angespannt, hielten sie, für alle Fälle, ihre Waffen Schussbereit vor sich. Schließlich hatten sie dir Türe erreicht. Kurz nickten sich die beiden Polizisten zu, bevor Semir, mit aller Kraft die Türe aufstieß. Erschrocken über den Anblick der sich Semir und Kim bot, senkten sie ihre Waffen augenblicklich. Tanja sah sie mit verweinten Augen an, während sie einen offensichtlichen bewusstlosen Ben in den Armen hielt. Sofort eilte Semir auf die junge Frau mit seinem Partner in den Armen, zu und kniete sich neben die beiden. Kim Krüger in des zog ihr Handy aus der Tasche und forderte einen RTW an. Semir hatte derweil schon begonnen sich um Ben zu kümmern, als er sicher war das Tanja nichts großartiges fehlte. Sofort fiel Semir Ben´s schwere Atmung auf. Ebenso die blasse Haut und die dunklen Ringe unter seinen geschlossenen Augen. Schniefend berichtete Tanja was geschehen war und strich Ben unentwegt über die Stirn. Krüger hatte sich inzwischen zu ihnen hingekniet und ihre Jacke über Tanja´s Schulter gelegt. Leicht tätschelte Semir Ben´s Wange, doch von diesem kam keinerlei Reaktion. Er musste kein Arzt sein, um zusehen das es Ben garnicht gut ging. Knappe 15 Minuten später kam schließlich der Notarzt, in Begleitung des Rettungsteams in den Kellerraum. Sofort begann er mit seinen Untersuchungen. Nach einer Ewigkeit, so kam es Semir jedenfalls vor, wurde Ben stabilisiert und auf eine mitgebrachte Trage gelegt. Schließlich hatten sie ihre Vorbereitungen getroffen und brachten Ben vorsichtig nach draußen, wo sie ihn direkt zum RTW brachten und einstiegen. Tanja war ebenfalls eingestiegen, damit sie auf der fahrt ins Krankenhaus untersucht werden konnte, den auch an ihr zerrten die vergangenen Tage. Semir blickte betrübt den RTW, der mit Martinshorn und Blaulicht davon fuhr...

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  • So jetzt gibt es heute schon den letzten Teil dieser Geschichte viel Spass :D

    Nun saßen sie da. Im Flur der Notfallchirurgie. Tanja war, nach dem sie ebenfalls gründlich untersucht wurde, zu ihnen gestoßen und saß nun neben Kim Krüger. Semir ging auf dem Flur auf und ab und schaute immer wieder auf seine Armbanduhr. Tanja beobachtete das nervöse treiben des deutsch-türken. „Semir bitte...setz dich hin das hin und her macht mich kirre!“ Semir blickte zu der angeschlagenen Frau, nickte schließlich leicht und setzte sich neben die beiden Frauen. „Was dauert den da so lange...wie lange ist er jetzt da drin..5 Stunden? „Nein 3 Stunden Gerkhan...“ Korrigierte die Krüger und schaute ihren Mitarbeiter erschöpft an. „Es fühlt sich aber nach 5 Stunden an!“ nervös strich er sich über das Gesicht, das nicht wie sonst wirkte. Es wirkte eingefallen und erschöpft. Gezeichnet ebenfalls durch Sorgen um seinen Partner. Schließlich wurde die Türe des Behandlungsraumes geöffnet, in dem Ben behandelt wurde. Sofort stand die kleine Gruppe auf und schauten den Arzt erwartungsvoll an. Der Arzt reichte zuerst den Frauen und dann Semir die Hand. „Ich bin Dr. Mayenfelder...ich behandle ihre Kollegen...wir haben ein Schädel-Hirn-Trauma 2. Grades festgestellt begleitetet eines subduralen Hämatoms" Aufmerksam hatten die Beamten dem Arzt zugehört "Und was bedeutet das jetzt?“ stelle Tanja die fragen, wobei das leichte zittern in ihrer Stimme deutlich zuhören war. „Durch den Aufprall ist es zu einer Blutung gekommen deswegen auch die anhaltende Bewusstlosigkeit...Der Neurochirurg hat mit der OP bereits begonnen und wird zu uns stoßen sobald er die OP beendet hat...was die Entfernung der Niere angeht ist alles Inordnung...wer auch immer das gemacht hat hatte Ahnung...es gibt keine Anzeichen einer Infektion oder sonstigen Komplikationen! Mit der Schusswunde in der Schulter haben wie eine ähnliche Situation...kein Anzeichen einer Infektion aber hier ist wiederum eine OP nötig...da Muskelgewebe so wie Knochen verletzt wurden...“ schloss der Arzt seinen Kurzbericht ab. Semir rieb sich Nachdenklich über die Oberlippe. „Was wie folgen sind zu erwarten wegen dieser Subdingsblutung und des Traumas?“ „Das ist schwer zu sagen...oft fallen Patienten mit dieser Art Blutung ins Koma...aber ich möchte ihnen jetzt keine Angst machen...wir müssen warten bis die OP vorbei ist...dann werden wir Nochmals ein CT machen und ein EEG und dann kann man erst mal´s Spekulieren welche Spätfolgen entstehen können“ gab der Arzt bekannt, nickte etwas aufmunternd und ging dann seines Weges. Tanja ließ sich auf einem nahe stehenden Stuhl nieder und fuhr sich über das Gesicht. Semir sah dem Arzt nach und setzte sich schließlich neben die junge Frau, die begonnen hatte zu schluchzen. Sofort zog er sie in eine Umarmung und wog sie beruhigend hin und her.

    Stunden waren vergangen, als Ben´s Operateur aus dem OP-Bereich trat und auf Semir und Tanja zu ging. Die Krüger war zwischenzeitlich gegangen, um die Kollegen, sowie Ben´s Familie zu informieren. Tanja hatte sich an Semir gelehnt und schlief den Schlaf der Gerechten, während Semir nur seine Augen geschlossen hatte aber nicht schlief. Als er Schritte hörte, die näher zukommen schienen, öffnete er seine Augen und sah direkt vor ihnen stehend ein Mann, circa 1,80 groß mit grauem Haar und einer Brille auf der Nase. Deutlich war zuerkennen das es sich um einen Arzt handeln musste. Sofort rüttelte er sachte an Tanja´s Schulter, die augenblicklich ihre Augen aufschlug und sich verwirrt umschaute. „Tanja Ben´s Arzt ist da...“ gab er an sie weiter, die sofort zu dem Arzt schaute, der vor ihnen stand. „Hallo ich bin Dr. Maller...der Neurochirurg...“ stellte sich der Arzt vor und reichte den beiden Beamten die Hand. „Wie geht es Ben?“ stellte Semir schließlich die Frage. „Ich will es nicht zu kompliziert erklären...wir haben den Druck, in dem wir das Blut über ein Loch das wir in den Schädelknochen gebohrt haben, gemindert....dennoch mussten wir ihn in ein künstliches Koma legen...damit sein Gehirn sich erholen kann...“ Semir nickte etwas und sah zu Tanja, die nun ebenfalls eine Fragte stellte. „Wird es Folgen haben?“ Der Arzt dachte kurz nach und setzte sich mit den beiden. Er bedachte seine nächsten Worte genau. „Genau können wir das nicht sagen bis er aufgewacht ist...aber mögliche Folgeerkrankungen wären Lähmungserscheinungen...sowie Gefühlsstörungen, Sprach- und Sprechstörungen...das sind nur Mögliche Folgen..aber es könnte genau so sein das er ohne Folgen aus der Sache raus kommt...wir müssen abwarten...in 12 Stunden machen wir nochmals ein CT und noch ein paar andere Untersuchungen und dann können wir näheres sagen...“ Der Arzt reichte den beiden sichtlich Mitgenommen Polizisten die Hand, schaute sie Mitfühlend an und ging dann zurück in den OP-Bereich. Keiner von beiden konnte zu diesem Zeitpunkt erahnen, wie schwer die nächsten Monate werden würden. Doch eins wussten sie und dafür bedurfte es keine Worte, das sie egal was geschehen würde, sich um Ben kümmern würden...

    ENDE
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