[E020] Meinungen: "Rache ist süß"

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    • [E020] Meinungen: "Rache ist süß"

      Hi!
      Was haltet ihr von der Folge "Rache ist s??", die gestern auf ORF 1 lief. Also ich fand sie eigentlich ganz gut, vor allem der Schauspieler, der den Nielsen gespielt hat fand ich richtig gut.
      Was meint ihr?
      :D :D
      Vlg Olli
    • Ja wei? ich hoffentlich spielt das Wetter auch mit denn wenn es sturmt blleibt das Bild manchmal h?ngen und das ist voll zu kotzen, empfange Orf ?ber Satelitt und da muss das Wetter stimmen freue mich auch s?chon besonders auf Raubritter und Sonnenkinder. ;)
    • Weiter gehts mit meinem Ziel, endlich alle Folgen zu kennen. Gestern startete mein Cobra-Abend mit dieser Folge und sie hat mir - Action muss man halt wieder ausklammern - gut gefallen! Mich hat auch weniger gestört, als bei „Sonnenkinder“, auch wenn ich mit André weiterhin wenig anfangen kann. Der Psycho war gut gespielt, das Finale enttäuscht leider vollkommen. Die Steigerung der Situation war klasse, an der ähnlich gestrickten Folge „Wer Wind sät“ führt hier aber kein Weg vorbei. Schön, dass Andrea an der Chefin festhält ;)
      Insgesamt eine gelungene Folge.
    • Autobahnpolizist1996 schrieb:

      Eye schrieb:

      [...] auch wenn ich mit André weiterhin wenig anfangen kann. [...]
      Man hätte auch schon damals bei der Erstausstrahlung Fan der Serie sein müssen, um sie (und André) verstehen zu können. Es bringt auch nicht viel, im Nachhinein die damaligen Episoden mit den heutigen zu vergleichen, sondern man müsste es eigentlich andersherum machen und die damaligen Folgen als Maßstab für die heutigen ansehen, wenn man es der Serie zu Liebe ernst meint. Denn damals war "Alarm für Cobra 11" noch "Alarm für Cobra 11" und hatte eine unverwechselbare und unvergleichliche Seele, die sich bis einschließlich der zweiten Tom-Kranich-Ära im positiven Sinne immer weiter entwickelte. Mit Chris Ritter versuchte man anschließend jene alten Traditionen und Werte mit neuen Elementen zu verbinden, was für die Serie an sich und für deren Seele eine hervorragende, weil erfrischende, Idee gewesen ist.
      Meiner Auffassung nach hätte man dem Duo Semir & Chris weitaus mehr Episoden und demnach auch mehr Spielraum geben müssen, damit die beiden langsam aber stetig immer besser zueinander finden, "Alarm für Cobra 11" auch weiterhin qualitativ ein Begriff ist und man die Serie nach wie vor mit deren Seele identifizieren hätte können. Leider kam natürlich alles anders und bereits recht schnell wurde mit Ben Jäger ein neuer Charakter eingeführt, der in erster Linie eine vollkommen andere Zielgruppe als bisher suchte und diese auch fand – nämlich die berüchtigten Facebook-Nutzer. Diese Entscheidung hat jedoch das Seriengefüge derart verändert, dass man im Grunde sagen kann – wenn nicht sogar muss –, dass "Alarm für Cobra 11" seine Seele verkaufte und nicht mehr "Alarm für Cobra 11" war. Immer öfter wurde auf belangloser Oberflächlichkeit und plattem Humor zurückgegriffen und auch die buchstäbliche Rettung der Welt stand auf haarsträubendste Art und Weise immer mehr im Fokus. Die Glaubwürdigkeit des Ganzen litt dadurch als erstes und dann kam irgendwann der Punkt, an dem es eigentlich keinen Weg mehr zurück gab, um die alten sowie guten Facetten der Serienseele noch glaubhaft in das aktuelle Serienschema integrieren zu können.

      Eye, ich möchte dir mit meinem Beitrag keinesfalls zu nahe treten und er ist auch wirklich nicht böse gemeint, denn ich weiß deine sachlichen Beiträge hier im gesamten Forum sehr zu schätzen und teile demnach deine Meinungen auch sehr häufig. Aber ich wollte einmal auf die andere Seite der Medaille aufmerksam machen. Damals bin ich mit der Serie von Beginn an aufgewachsen und sie gehörte zu meinem Leben wie die Finger an meiner Hand. Ich habe "Alarm für Cobra 11" gelebt wie kein zweiter. Daher kann ich sehr gut beurteilen, was die Serie aus- und durchgemacht hat und wie es historisch-qualitativ um sie bestellt ist. Zwar schreibe ich aus diversen Gründen äußerst selten darüber, aber ich dachte mir, dass ich in diesem Fall einmal das Wort ergreifen sollte. Ich könnte den oberen Absatz auch noch beinahe endlos weiterführen, weil ich so unglaublich viel dazu sagen kann, aber dann säßen wir womöglich morgen noch hier. ;)
      Dennoch wünsche ich dir ganz viel Spaß beim Aufarbeiten aller dir noch unbekannten Episoden und hoffe, dass du bald auch von dir behaupten kannst: "Ich kenne alle Folgen." :)

      Nun aber noch etwas zum eigentlichen Thema: Ich fand die Folge "Rache ist süss" sehr gut, weil sie bodenständig war und die noch recht neue Chefin Anna Engelhardt im Mittelpunkt des Geschehens stand. Charlotte Schwab hat ihre Rolle/Situation sehr authentisch gespielt und Max Tidof verkörperte der Chefin gegenüber ein ebenbürtiger Gegenspieler, der mit ihr auf Augenhöhe agierte und sein Handwerk durchweg zu verstehen wusste. Dies war eine der ersten Episoden, in denen das unverkennbare Familiengefüge der Serie das übergeordnete Thema war. Ja, es war in der Tat eine ganz gelungene Folge.

      Erst mal vielen Dank für deine ausführliche Meinungsausführung.
      Zunächst mal sieht man denke ich an meinem Geburtsdatum schon recht gut, dass ich nicht zu den Fans der ersten Stunde zähle. (Sonst wäre ich es vielleicht gewesen). Ich habe Cobra 11 immer mal wieder, aber erst seit der Frühjahrsstaffel von 2013 regelmäßig verfolgt und das war dann die Zeit, in der ich Fan wurde. Seit der Folge „Vergeltung“ habe ich keine einzige Erstausstrahlung verpasst. Aber natürlich wollte ich auch bei früheren Partnern mitreden können. Also habe ich mir eigentlich jeden Samstag die Wiederholungen auf RTL Nitro angesehen - hauptsächlich zu Folgen der ersten Tom-Ära, weshalb mir bei Jan und Chris auch noch einiges fehlt ;)
      Dass ich jetzt erst mal bei André, also fast ganz vorne ansetze, liegt daran, dass ich erst drei Folgen mit ihm kannte + Auferstehung (immerhin sind es jetzt schon 6 :D ) und einfach mal „was Neues ausprobieren“ wollte.

      Und jetzt kommt der Punkt, in dem ich mit dir nicht zu 100% übereinstimme, aber davon leben ja Diskussionen. Für mich war Cobra 11 mit René Steinke eine einzigartige, grandiose Zeit mit viel PAST-Familiengefühl und bodenständigen Fällen, mit der richtigen Dosierung von Hotte, Dieter, Andrea und der Chefin in jeder Folge und das spürte ich auch bei den Wiederholungen und gerade deswegen waren sie mir jeden Samstag so wichtig (ganz nebenbei erwähnt musste man auch nicht mehr so extrem an der Action sparen ;) )
      Nun, bei den „Wiederholungen“ mit André fehlte mir das einfach. Diese Sympathie im Team, diese einzigartige Freundschaft, das Einbringen der Charaktere wie man sie aus den Tom Kranich-Folgen kennt und schätzt. Für mich beginnt die richtige Cobra einfach erst mit René Steinkes Einstieg (und auch nicht erst mit dem von Tom Beck, nur weil ich von ihm zuerst viele Folgen gesehen habe). Das ist einfach schwer zu beschreiben. Für mich ist halt Cobra 11 mit Mark Keller etwas komplett anderes als Cobra 11 mit René Steinke und allen nachfolgenden Partnern bis einschließlich Vinzenz Kiefer. Ich werde mit Mark Keller eben einfach nicht wirklich warm, aber ich werde auch mit dem kompletten Stil der Cobra von 1997-1999 nicht warm, weil es für mich etwas anderes ist. Mit allen Partnern ab Steinke hingegen hat man es für mich geschafft, mir glaubhaft zu zeigen, dass das alles eine Serie ist, bei Daniel Roesner kann man jetzt drüber streiten, das gehört ja nicht hierher.
      Was ich eigentlich sagen wollte: Ich musste die Cobra nicht von Beginn an schauen, um für mich die Erkenntnis zu treffen, dass Cobra 11 mit René Steinke noch eine unvergleichbare Seele hatte. Aber natürlich verstehe ich dich in deiner generellen Aussage, bei anderen Serien (auch zB Hörspiele) wo ich mich als Fan der ersten Stunde bezeichnen kann, tritt genau dieses Phänomen auch auf - wenngleich auch nicht in solchen Welt-retten-Dimensionen, aber dann doch schon so, dass Fans der ersten Stunde es bedauern und sich gerne den alten Folgen widmen.

      Zu guter Letzt möchte ich mich für deinen vorletzten Absatz bedanken. Ich habe es auch nicht als „böse gemeint“ empfunden, keine Sorge. Du tippst deine Gedanken auch gut verständlich in die Tastatur ;)
    • Also ich muss dazu auch was los werden... Meine erste Cobra 11 Episode war "Höllenfahrt auf der A4". Ich bin mit Tom Kranich aufgewachsen und deshalb ist er für mich der Partner Nr.1 an Semirs Seite. Ich habe mit dann 2012 die Jubileumsbox geholt und die ersten 2 Episoden mit Andre gesehen. Ich fand ihn cool, zumindest auf den ersten Blick. So genau konnte ich das nach 2 Episoden nicht abschätzen. Ab Februar 2013 habe ich mir dann auch die Andre Boxen geholt und geschaut. Er hat mir gefallen...Der Stil, alsauch der Charakter. Man hat gemerkt, dass er trotz des harten Kerns eine tiefe Freundschaft mit Semir hatte. Also auch ich habe die Episoden erst im Nachinein geschaut, aber ich bin mit ihnen Warm geworden. heute belegt Andre zusammen mit Alex Platz 2 meiner Partnerliste.


      Zur Episode: Mir hat die Episode ziemlich gut gefallen. Allein in dieser Episode finde ich Anna Engelhardt deutlich besser als Katharina Lamprecht, mit der ich irgendwie nie ganz warm geworden bin. Spannung ist vorhanden und ein passender Gegenspieler. Also auf jedenfall eine passende Episode zu einem schönen Cobra 11 Abend. Genaueres Dazu nach dem nächsten mal sehen. ;)