Pizzaconnection

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      Paul kam von der Kellnerin und den Koch zu ihm. „Also die Beiden haben nichts gesehen aber die Kellnerin sagte, dass es hier zu der Zeit als es passierte nur eine Kundin gab. Sie hatte zwei Tassen Kaffee getrunken und ein Stück Torte.“ Berichtete er und Semir sah auf die Frau, die immer noch am Tisch saß. „Sie behauptet das der Killer durch das Tor verschwunden ist. Aber sie kann ihn nicht beschreiben. Stefan ist sicher, dass es der Gockel war, der Rudowski ermordet hat, weil er dem Don gefährlich wurde. Allerdings frage ich mich, wieso die Frau nicht weggelaufen ist. Ich meine, sie hätte doch ins Haus laufen können. Aber sie schien sitzen geblieben zu sein.“ Murmelte Semir nachdenklich und ihm kamen sichtlich Zweifel auf. „Der Gockel? Sind wir in einem Zoo? Was hat das zu bedeuten?“ fragte er irritiert. Semir grinste leicht. „Der Gockel ist wie ich schon sagte, ein Auftragskiller, der unbequeme Personen aus dem Kreis von Giovanni Salvatore beseitigt. Man weiß nicht, ob männlich oder weiblich. Ich gehe davon aus, dass der Gockel männlich ist. Mal ehrlich…Rudowski wurde von mindestens fünf Kugeln niedergestreckt. Das wäre doch für eine Frau viel zu grausam, oder?“ wollte er von Paul wissen und dieser zog die Schultern hoch. „Das kann ich dir nicht sagen, ich bin derzeit Single.“ grinste er und Semir verzog das Gesicht. „Aber du hast doch sicher auch schon ein paar Frauen gesehen, die nicht so harmlos waren oder? Welche, die so richtig grausam sind.“ schob Paul nach und Semir dachte an Geschichten in seiner Vergangenheit. Er schüttelte sich. „Du hast Recht. Wir können nicht sicher sein, dass es nicht doch eine Frau ist. Verdammt!“ stieß er aus und sah sich um. Die Frau saß immer noch am Tisch und er bemerkte, dass sie, obwohl sie scheinbar schockiert war, das Geschehen sehr genau beobachtete. „Ich bin gleich wieder da.“ raunte er Paul zu und ging auf die Frau zu. Doch er hatte sie noch nicht erreicht, als die Frau plötzlich eine Waffe zog. „DECKUNG!!“ schrie er, warf den Tisch vor ihm um, ging in Deckung und schon fiel ein Schuss. Henkel schrie auf und ging zu Boden. Schreie der Schaulustigen folgten und plötzlich kam Bewegung in die Menschentraube. „Alle weg!! Laufen Sie durch das Tor!“ hörte er Paul rufen und er konnte sich schon vorstellen, wie die Kollegen die Menschen alle auf die Straße drängten. Er selbst hatte seine Waffe gezogen und prüfte sie schnell. Dann spannte er den Hahn. „Geben Sie auf! Sie können nicht von hier weg!“ rief er der Frau zu. Zur Antwort kam eine Kugel, die dicht bei ihm einschlug und etwas von dem Kiesbett hochspringen ließ. „Wieso können die Killer nicht einmal das tun, was ich will?“ knurrte er zu sich und wagte sich aus der Deckung, legte an und gab gezielte Schüsse ab. Die Frau erwiderte sofort und er ging wieder in Deckung. „PAUL!“ rief er seinen Kollegen zur Hilfe, doch der schien mit Henkel und den Schaulustigen beschäftigt zu sein.

      Hartmut war mittlerweile in seinem Labor angekommen und machte sich direkt an die Arbeit, die Kugeln zu untersuchen, die er am Tatort gefunden hatte. Auch wenn das eigentlich die Arbeit der Ballistik war, so konnte er hier schon ein bisschen vorarbeiten. Er scannte die Projektile ein und sah sie sich dann am Bildschirm an. „Was haben wir denn da?“ murmelte er und nahm sich eine der Kugeln mit der Lupe vor. „Das sieht ja aus wie Blut…“ hängte er erstaunt an und kratzte etwas von diesem ab. Dann griff er zum Telefon und rief die Rechtsmedizin an. „Ja hier ist Hartmut Freund aus der KTU. Ich benötige eine Blutgruppenanalyse von dem Todesopfer aus Kall Urft. Habt ihr da schon was?“ fragte er. „Ähm, wir geben sie ins Labor. In zwei Stunden haben Sie die Infos. Können wir noch etwas für Sie tun?“ wollte sein Gesprächspartner wissen und Hartmut bejahte es. „Ich schicke Ihnen noch etwas getrocknetes Blut wo ebenfalls die Blutgruppe festgestellt werden muss. Ist ebenfalls sehr dringend. Ich muss wissen, ob das Blut ebenfalls von dem Opfer stammt.“ bat Hartmut. „Selbstverständlich. Aber wäre die Beauftragung nicht eher von dem ermittelnden Beamten zu treffen?“ kam nun die Frage von der Rechtsmedizinerin.„Das ist korrekt. Der Beamte hat mich gebeten, ihm hier ein wenig unter die Arme zu greifen.“ erklärte sich der Techniker direkt und hoffte, dass die Rechtsmedizinerin ihm vertraute. „Okay, ich nehme es jetzt mal so hin. Die Obduktion ist in etwa drei Stunden durch und dann kann ich Ihnen alle Ergebnisse übermitteln. Was ich schon sagen kann, das Opfer wurde mit fünf Kugeln niedergestreckt. Zwei Kugeln davon war direkt tödlich. Welche allerdings wann in den Körper schlug, kann ich nicht sagen.“ berichtete sie und Hartmut machte ein paar Notizen. „Okay, dann gebe ich das schon einmal weiter.“ versprach er. „Warten Sie, ich habe noch etwas gefunden und zwar auf der Kleidung des Opfers war Blut zu finden. Es stammt eindeutig nicht von dem Toten. Das Blut wird gerade untersucht und vielleicht finden wir raus, zu wem es gehört.“ ging es bei der Rechtsmedizinerin weiter. „Gut. Ich habe die Vermutung, dass das Blut, welches ich Ihnen schicke mit dem Blut übereinstimmt, die Sie auf der Kleidung gefunden haben. Sie könnte vom Killer stammen.“ erklärte Hartmut und beendete das Gespräch. Nur wenig später war er wieder in seiner Arbeit vertieft.
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      Semir zählte langsam bis fünf, sprang wieder aus der Deckung und gab erneut Schüsse ab. Ein Aufschrei sagte ihm, dass er getroffen hatte. Er schaute vorsichtig aus der Deckung hervor und sah, dass die Frau am Boden lag. Sie regte sich nicht mehr und obwohl er es besser wissen sollte, wagte er sich nun näher an sie heran. Als er bei ihr war, steckte er seine Waffe ein, hockte sich neben ihr und suchte nach dem Puls. Er spürte ihn und war kurz überrascht, dass er noch so stark zu fühlen war. Eine Falle, schoss ihm durch den Kopf und er wollte seine Waffe erneut ziehen, als er bereits ihre Waffe in den Rippen spürte. „Keinen Mucks! Auf dieser Entfernung treffe ich jede Laus, die dir über den Pelz läuft!“ warnte sie leise. „Okay… ganz ruhig…“ gab er leise von sich. „Schnauze! Wir werden diesen Ort jetzt gemeinsam verlassen. Wenn einer deiner Kollegen uns folgt, dann wirst du ins Gras beißen, haben wir uns verstanden?“ raunte sie ihm zu und er nickte kurz. „Hilf mir hoch!“ forderte sie ihn auf. Semir führte den Befehl aus und hoffte eine Chance zu bekommen, sie zu überwältigen, doch die Frau wusste genau was sie tat. Die Waffe wurde nicht einen Millimeter von seinem Körper genommen. „Deine Waffe! Wirf sie auf den Boden und gib ihr einen Tritt!“ kam der nächste Befehl und mit Druck der Waffe wurde dieser unterstrichen. Er führte auch diesen Befehl aus. „Semir! Ich bin gleich bei dir!“ hörte er Paul sagen und sah zu ihm. „Kein Ton! Ich warne dich! Ich habe keine Scheu, dich hier umzulegen.“ warnte sie ihn und in der Stimme lag Entschlossenheit. Semir holte tief Luft. Er musste die Frau verunsichern. Irgendwie musste er es schaffen, aus ihrer Nähe zu kommen. „Sie können nicht weg. Wenn ich mit Ihnen gehe, wird mein Kollege sofort mitbekommen, dass hier etwas nicht stimmt.“ versuchte Semir zu erklären. Sie drückte die Waffe fester in seine Rippen und er stöhnte leise auf. „Du wirst jetzt dafür sorgen, dass ich verschwinden kann! Los!“ fauchte sie ihn an. Sie legte ihn den Arm um den Hals, drückte zu und presste ihm gleichzeitig die Waffe an die Stirn. „HEY!“ hörte sie den Kollegen und sah ihn böse an. „Bleib wo du bist oder er wird eine Kugel schlucken!“ warnte sie ihn und Paul blieb wie angewurzelt stehen und nahm die Hände hoch. „Okay…schon gut. Hören Sie, wir werden eine Lösung finden! Lassen Sie meinen Kollegen los und wir reden miteinander!“ schlug er vor. Semir wollte antworten, doch der Druck an seinem Hals wurde stärker und er bekam keinen Ton raus. „Du wirst nichts sagen!“ raunte sie ihm drohend ins Ohr als sie bemerkte was er wollte. Langsam ging sie rückwärts und zog Semir mit zum zweiten Ausgang. Dann sah sie wieder zu Paul. „Lassen Sie einen Wagen auf die Rückseite bringen! Der Wagen wird in Richtung Straße geparkt! Die Beifahrertür ist offen und ich bekomme freien Abzug! Du hast jetzt genau drei Minuten!“ forderte sie von Paul, der sofort einen der uniformierten Kollegen zum Parkplatz schickte, um die Forderung zu erfüllen.

      Paul beobachtete die Situation und auch die Frau sehr genau. Immer wieder wechselte er einen Blick mit Semir, der sich nicht zu rühren wagte. Zwischen den beiden Partnern herrschte genügend Harmonie, dass sie keine Worte brauchten, um sich zu verständigen und als Semir ihm zunickte, schüttelte er unmerklich den Kopf. „Geh kein Risiko ein!“ hieß es und so ließ Semir sich von der Frau, die sich als eiskalten Killer herausgestellt hatte, weiter vom Hof ziehen. Paul wusste genau, was er zu tun hatte. Er musste sie in Sicherheit wiegen und ihr den Glauben lassen, dass sie von hier wegkam. Da das SEK auch vor Ort war, konnte er sicher sein, dass diese bereits eine Falle aufstellten. Doch das brauchte Zeit und so musste er sie aufhalten. „Hören Sie! Sie bekommen den Wagen aber Sie werden meinen Kollegen loslassen! Lassen Sie ihn gehen und Sie können fahren, wohin Sie wollen!“ bot er an und erntete lautes, höhnisches Gelächter der Frau. „Für wen halten Sie mich? Denken Sie, ich lasse den einzigen Grund mich nicht zu erschießen, gehen? Wenn auch nur einer folgt, oder wenn man mich in eine Falle lockt, wird er die erste Kugel bekommen. Nur keine Sorge, ich werde ihn nicht sofort töten! Erst eine ins Knie, dann in den Arm, in die Schulter und zwischen die Beine und wenn ich genügend gespielt habe, dann direkt eine hier rein!“ zählte sie auf und presste die Waffe stärker gegen Semirs Schläfe. So fest, dass dieser aufstöhnte und das Gesicht schmerzhaft verzog. Während die Frau rückwärts auf das Tor zuging und seinen Partner mit sich zog, ging Paul langsam auf sie zu. „Lassen Sie uns reden. Sie wollen weg von hier. Das ist ganz natürlich und auch verständlich. Aber Sie brauchen meinen Kollegen nicht dafür. Lassen Sie ihn gehen. Er kann Ihnen nicht helfen.“ versuchte Paul weiter. Doch die Frau war eiskalt und an ihren Augen erkannte er genau, dass sie Semir nicht gehen lassen würde. Nun blieb nur noch zu hoffen, dass das SEK soweit war und einen Zugriff wagte. Doch plötzlich stutzte er denn er nahm eine Bewegung hinter der Frau und Semir wahr. Und jetzt zeigte sich, dass die Frau scheinbar auch hinten Augen hatte. Sie schien die Bewegung mitbekommen zu haben, riss Semir herum und nahm die Waffe von dessen Stirn, legte an und erwischte die Person, die sich eben auf sie werfen wollte. Dann ging sie einen weiteren Schritt zurück und der Mann fiel zu Boden. Er blieb reglos liegen. Doch das interessierte die Frau nicht. Legte erneut auf den Mann an und drückte ab. „NEIN!“ schrie Semir und bewegte sich heftig. Er kam zwar nicht frei, doch er konnte die Bahn der Kugel ablenken, denn die Frau schaffte es nicht sofort, ihn zu bändigen. Nur wenig später spürte er die nun heiße Mündung an seiner Stirn und erstarrte. „Das wirst du noch büßen!“ fauchte sie ihm ins Ohr und zog ihn auf den wartenden Wagen zu.
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      „Steig ein!“ fauche Sandra dem Polizisten ins Ohr als sie den Wagen erreicht hatten und der Mann kroch auf den Fahrersitz. Als sie neben ihm saß, presste sie ihm wieder die Waffe an den Kopf. „Und jetzt fahr los!“ forderte sie ihn drohend auf. „Das geht nicht.“ antwortete er leise und wies auf die Straße vor ihnen. Diese war durch mehrere schwarze Wagen versperrt. „Geben Sie auf, Sie können nicht weg.“ versuchte er vorsichtig. Sie lachte höhnisch auf. „Ach nein? Vielleicht sollte ich dir die erste Kugel verpassen. Wie wäre es zu Beginn in den Arm?“ drohte sie, spannte den Hahn der Waffe und presste ihn an seinen rechten Oberarm. „Sag deinen Leuten sie sollen den Weg freimachen!“ forderte sie ihn auf. Der Polizist sah sie an und er schien es in ihrem Blick zu erkennen, dass sie keine Scherze machte. „Ich müsste dazu meinen Kollegen rufen…“ erklärte er und sie nickte. Der Polizist drehte das Fenster runter. „Paul!“ rief er laut und nur wenig später stand der blonde Polizist vor dem Wagen. „Lass die Straße freimachen. Die Frau droht zu schießen…“ presste ihre Geisel hervor und der Kollege ging zu den vermummten Männern. Sie sah, wie der Blonde auf die anderen einredete, wild gestikulierte doch sie schienen keine Einigung zu finden. „Scheinbar bist du deinen Freunden nichts wert. Dann wollen wir doch die Entscheidungsfindung leichter machen.“ grinste sie und drückte ab. Ihre Geisel schrie laut auf und mit dem Knall ruckten die Köpfe der anderen Polizisten herum. Höhnisch sah sie auf ihre Geisel, die mit der gesunden Hand auf die Wunde drückte und das Gesicht voller Schmerzen verzog. Blut quoll zwischen den Fingern hervor. Er lehnte seinen Kopf gegen die Stütze und hielt die Augen geschlossen. „Stell dich nicht so an! Du wirst es überleben. Zumindest diese Kugel und jetzt fahr los!“ fauchte sie wütend. Sie sah genau, dass er starke Schmerzen hatte, doch Mitleid suchte man ihr vergebens. Jetzt ließ sie die Scheibe an ihrer Seite runter und steckte den Kopf raus. Doch die Waffe hielt sie immer noch auf ihre Geisel gerichtet. „Okay Leute… euer Freund hat nun die erste Kugel im Arm. Die nächste wird er in die Schulter bekommen! Macht die scheiß Straße frei!!“ schrie sie wütend. Der blonde Kollege kam mit erhobenen Händen zu ihr. „Sie dürfen gleich fahren! Geben Sie uns eine Sekunde! Wir haben Probleme mit einem der Wagen.“ bat er und sie nickte leicht. Nur wenig später rollten die schwarzen Wagen zur Seite und ließen den alten Wagen passieren. „Die hätten uns auch einen Wagen mit Funk geben können. Aber du weißt sicher auch so, was deine Leute unternehmen, oder? Und du wirst mir alles genau erzählen.“ grinste sie ihre Geisel an, der nun Gas gab und auf die Straße abbog.

      Paul sah dem Wagen eine Sekunde lang hinterher und dann rannte er auf die Fahrzeuge des SEKs zu. „Wir hängen uns ran!“ rief er den Leuten zu und warf sich direkt auf den Fahrersitzt des ihm am nächsten stehenden Wagens. Er startete und der Wagen machte einen Satz nach vorn. Mit kreischenden Reifen raste Paul dem Wagen der Killerin hinterher. Er war nur wenige Minuten unterwegs als sein Handy klingelte. „Ja?“ meldete er sich kurz und knapp. „Henkel hier! Renner wo sind Sie und was haben Sie vor?“ hörte er den Drogenfahnder sagen. Paul erklärte ihm was passiert war. „Verdammt, das ist aus dem Ruder gelaufen. René ist verletzt. Er hat eine Kugel zwischen den Rippen und eine im Bein. Ich selbst eine Kugel in der Schulter. Haben Sie Sichtkontakt zu der Frau und Gerkhan?“ fragte Henkel erneut. Sie fahren ungefähr 400 Meter vor mir. Sind jetzt kurz vor der Auffahrt zur A2. Bleiben Sie mit dem SEK zusammen und folgen Sie uns.“ forderte Paul seinen Kollegen auf. „Sind schon unterwegs! Sie halten uns auf dem Laufenden!“ stellte Henkel die Gegenforderung. Paul beendete das Gespräch und konzentrierte sich nun auf die Verfolgung von Semir und seiner Geiselnehmerin. Zwischen ihm und dem Wagen von Semir waren vier andere Fahrzeuge und er konnte sehen, dass Semir den Wagen auf die Ausfahrt lenkte. Sein Gedanke, dass sie nach Köln wollten bestätigte sich und er gab es direkt über Funk an Henkel weiter. „Wir sollten sie stoppen, bevor sie in die Stadt fahren!“ mahnte Henkel. „Nein! Wir warten erst einmal ab und sehen, wohin sie will. Keiner greift zu! Ich übernehme dafür die Verantwortung!“ mahnte Paul direkt. „Wenn diese Frau uns entkommt, dann ist es allein Ihre schuld!“ fauchte Henkel wütend. Paul konnte ihn nur zu gut verstehen, doch er hatte seine Gründe, warum er die Frau zunächst fahren lassen wollte. Durch eine solche Geiselnahme hatte er vor vielen Jahren seinen besten Freund verloren. Alles nur, weil er sich auf dieses verdammte Spielchen eingelassen hatte und der Kollege sich genau wie Semir fallen lassen wollte. Damals war die Situation zwar etwas anders, aber er wollte dies nicht noch einmal durchmachen und er wollte Semir das erklären, sobald er aus der Gefahr war.
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      „Auf die Ausfahrt!“ forderte die Geiselnehmerin Semir auf, der den Befehl umgehend ausführte. Die Schmerzen in seinem Arm waren erträglich und die Wunde blutete nur noch wenig, dennoch wäre es ratsam zu einem Arzt zu kommen. Verdammt, warum hatte Paul nicht eingegriffen? Als er ihn mit Blicken darauf hinwies, dass er nun zusammensacken würde und er dann auf die Frau schießen konnte, hatte Paul abgelehnt und Semir wollte wissen, warum. Das würde er seinem Partner auf jeden Fall fragen, wenn er dieses Abenteuer überlebte. Wenn? Er sah kurz zu der Frau, die die Waffe nun auf ihrem Schoß liegen hatte. Sie war ungefähr Mitte 40 und bestimmt schwerer als für ihr Alter gut war. Vielleicht war das auch der Grund, weshalb er zu spät vermutete, dass sie die Killerin war. Doch war es nicht auch menschlich? Sie spielte ihm die völlig geschockte und verstörte Frau vor, die eben sah, wie ein Mann eiskalt getötet wurde. Wenn er nur ein bisschen früher geschaltet hätte, dann wäre sie jetzt in einer Zelle untergebracht. „Was haben Sie vor?“ unterbrach er die Stille und sah sie kurz an. „Fahren und Schnauze!“ fauchte die Frau. „Ich will einfach wissen, wohin die Fahrt geht und was dann passiert? Wollen Sie mich auch töten? Eiskalt erschießen, wie Rudowski? Oder die anderen, die Sie auf dem Gewissen haben?“ ging es bei Semir unbeirrt weiter. Die Frau sah ihn wütend an. „Hast du was an den Ohren? Du sollst die Schnauze halten! Und was ich vorhabe oder nicht, ist meine Sache!“ fauchte sie ihn wütend an. „Schon gut! Es geht schließlich auch um mich.“ antwortete Semir leise und bei dem Blick mit dem die Frau ihn ansah, hielt er es für besser gar nichts mehr zu sagen. Er konzentrierte sich wieder auf die Straße. „Okay, ich sage dir, wie es weitergeht. Wir werden jetzt zu einem Freund fahren. Du wirst dort ein paar Tage unterkommen und ich werde verschwinden. Sobald ich weg bin, wird mein Freund dich irgendwo aussetzen und du kannst sehen, wie du nach Hause kommst. Was hältst du davon?“ grinste sie böse und Semir ahnte, dass sie log. „Aus dem Alter, wo ich an Märchen glaubte, bin ich raus.“ sagte er leise. Für ihn stand fest, er würde der nächste Tote sein. Die Frau zog ihr Handy und tippte eine SMS während Semir die Auffahrt zur A2 entlangfuhr. Immer wieder sah er in den Rückspiegel und er bemerkte das drei Wagen hinter ihm einen dunklen Wagen, den er zu kennen glaubte. Sollte Paul so dicht hinter ihm sein?

      „Fahr die nächste Ausfahrt raus und dann auf die B9!“ forderte die Frau nach einer Weile. Semir nickte und folgte dem Befehl. Sie fuhren in Richtung Kölner Innenstadt. Doch bevor sie diese erreicht hatten, forderte sie ihn auf erneut auf die Autobahn zu fahren. Diesmal auf die A4 wieder aus der Stadt heraus und nach einigen Minuten Fahrt ging es auf die A3. Scheinbar wusste die Frau genau, dass sie verfolgt wurde und schien die Verfolger abschütteln zu wollen. Doch Semir hatte sie immer noch im Blick. „Deine Freunde können dir nicht helfen. Aber sie nerven mich. Fahr auf den nächsten Parkplatz!“ forderte sie ihn auf. So ging es noch drei Kilometer auf der A3 entlang bis endlich ein Parkplatz kam. Semir reihte sich ein und scherte auf den Parkplatz aus. „Fahr ganz durch!“ kam der nächste Befehl. Als er anhielt, richtete sie wieder die Waffe auf ihn. „Handschellen her!“ forderte sie. Semir griff in die hintere Hosentasche und zog das Gewünschte hervor. Dabei holte er unbemerkt sein Handy aus der Tasche heraus und ließ es absichtlich zwischen der Tür und dem Fahrersitz fallen. Es rutschte wie beabsichtig unter den Sitz, wo es nicht direkt zu sehen war. „Okay, und jetzt dein Handy!“ kam der zweite fordernde Befehl. „Ich habe keins bei mir.“ sagte er leise. Sie sah ihn skeptisch an. „Ich habe es in meinem Wagen liegen.“ hängte er sofort an und sie nickte. „Gut… Ich werde jetzt aussteigen aber sei gewarnt. Eine Bewegung von dir und du fängst dir die nächste Kugel ein!“ warnte sie und zog den Autoschlüssel ab. Nur wenig später riss sie die Tür auf Semirs Seite auf und richtete die Waffe auf ihn. Er sah genau, dass der Hahn gespannt war. „Aussteigen!“ befahl sie schroff und half selbst mit, indem sie den Polizisten an seiner Jacke rauszog. Sie stieß ihn gegen den Wagen. „Und jetzt zum Kofferraum!“ befahl sie. „Was haben Sie denn vor?“ fragte Semir mit heiser Stimme und sie grinste ihn böse an. „Was meinst du denn, was ich vorhabe?“ stellte sie die Gegenfrage. „Wenn Sie mich erschießen, dann werden meine Kollegen Sie bis ans Ende der Welt jagen.“ versprach er, doch in der Stimme lag wenig Überzeugung. Sie lachte höhnisch auf. „Oh nein, so einfach werde ich es deinen Kollegen sicher nicht machen und außerdem seid ihr dann immer so angepisst, wenn es einen von euch erwischt. Dreh dich um!“ kam der nächste Befehl. Semir tat es. Mit einem harten Ruck riss sie ihm die Arme auf den Rücken und er schrie auf, denn die Wunde am Arm machte sich direkt bemerkbar. Er spürte auch, dass sie wieder blutete, denn langsam floss Blut an seinem Arm herunter. Dann hörte er die Handschellen klicken. Die Frau packte ihn an der Schulter und stieß ihn in Richtung Kofferraum öffnete ihn und sah ihn an. Jetzt ahnte Semir, was sie vorhatte. „Du wirst jetzt einsteigen!“ erklärte sie, was mehr einem Befehl nachkam. Der Polizist sah sie etwas zweifelnd an und schaute sich um was sie sofort bemerkte. „Nur keine falsche Hoffnung. Deine Freunde sind noch nicht hier. „Rein da!!“ forderte sie erneut auf doch er regte sich nicht. Ihre Geduld schien am Ende. Sie packte ihn und zerrte ihn an sich heran, drückte ihm die Waffe unters Kinn und sah ihn drohend an. „Steigst du freiwillig ein, oder muss ich dir noch eine Kugel verpassen? Vielleicht in die Schulter?“ warnte sie ihn. „Nein… schon gut…“ willigte er ein, denn er wusste genau, dass sie keinen Spaß machte. „Warte!“ kam plötzlich von ihr. Semir sah, wie sie ihr langes Halstuch abnahm und es zu einer schmalen Schlange drehte. Wenig später lag dieser Schal nun über seine Augen und ließen ihn erblinden. Mit ihrer Hilfe legte er sich in den Kofferraum. „Wir werden jetzt unsere Fahrt fortsetzen. Solltest du irgendwie auf die Idee kommen, Lärm zu schlagen, wirst du den heutigen Abend nicht überleben. Hast du mich verstanden?“ drohte sie und er nickte. Nur wenig später schlug der Kofferraumdeckel zu.
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      Paul folgte dem Wagen, doch er hatte Mühe, das Ziel der Frau zu verstehen. Sie fuhren von der Autobahn auf die Landstraße und wieder auf die Autobahn. Es schien fast so, als hätte sie kein festes Ziel oder sollte sie bemerkt haben, dass sie verfolgt wurde? Doch plötzlich scherte der der Wagen auf den Parkplatz aus und Paul griff zum Mikro. „Henkel, sie machen scheinbar eine Pause. Sie fahren auf den Parkplatz bei KM 104,8. Ich fahre auch raus. Sie fahren bitte weiter und übernehmen, sobald sie den Parkplatz wieder verlässt. Ich habe stark die Vermutung, dass sie weiß, dass wir ihr folgen und sie so versucht uns loszuwerden. Ich werde mal nachsehen, was sie auf dem Parkplatz macht und mich bei Ihnen wieder melden!“ gab er über Funk durch und hielt den Wagen in einem gebührenden Abstand zu der Frau und seinem Kollegen an. Er stieg aus und wollte zum Wagen seines Kollegen laufen, als er sah, wie die Frau aus dem Wald zurückkam. Sie hielt, das konnte er deutlich sehen, eine Waffe in der Hand. Wo war Semir? Hatte sie ihn erschossen? Lag er irgendwo im Wald und … er schüttelte den Kopf. Das wollte er nicht denken.Er sah wie die Frau eilig einstieg und Gas gab. Sofort rannte er zum Wagen zurück und rief seinen Kollegen der Drogenfahndung. „Henkel! Sie fährt weiter! Sie ist aber jetzt allein und ich vermute, dass sie meinen Kollegen im Wald ausgesetzt hat, wenn nicht sogar ...“ Er stockte. „Oh mein Gott. Wollen wir den Platz absuchen? Ich wende und komme zu Ihnen!“ legte der Drogenfahnder fest. „Danke…“ gab Paul gepresst zurück. Vielleicht war es wirklich besser, wenn Henkel jetzt bei ihm war und nicht allein nach Semir suchte. Denn sollte der Fall eintreten, das Semir irgendwo im Wald lag dann wollte er nicht allein sein. Es dauerte eine Weile bis Henkel bei ihm war. „Okay, wollen wir schauen?“ fragte er und legte fürsorglich die Hand auf die Schulter von Paul. Dieser nickte und gemeinsam ging es in Richtung Wald. „Wissen Sie, woher sie genau kam?“ wollte Henkel wissen als sie am Waldrand standen. Paul wies auf den kleinen Weg, der direkt hineinführte. „Sie kam hier raus und ist dann direkt zum Wagen. Vielleicht hat sie ihn hier irgendwo ausgesetzt, aber sie hatte ihre Waffe in der Hand und… Sie kenne diese Frau doch besser. Hat der Gockel schon einmal jemanden leben lassen?“ fragte Paul und Henkel schüttelte den Kopf. „Uns ist kein Opfer bekannt, dass überlebt hat. Ich will Ihnen jetzt nicht jede Hoffnung nehmen, aber die Chance, dass Ihr Kollege noch lebt, ist sehr gering.“ erklärte der Drogenfahnder und Paul nickte traurig. Sie gingen eine Weile schweigend nebeneinander her. Doch egal wo sie auch suchten, sie fanden keine Spur von Semir. Auch war nirgends Blut zu sehen und schon bald hatten sie das Ende des kleinen Wäldchens erreicht. „Das gibt es doch nicht. Sie kann ihn doch nicht direkt begraben haben, oder?“ Paul sah Henkel fragend an. „Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Aber es ist auch kein Blut zu sehen. Vielleicht hat sie uns auch nur etwas vorgespielt. Es kann doch sein, dass sie uns auf eine falsche Fährte lockten wollte. Ich bin mir eigentlich schon sicher, dass er immer noch bei ihr war und wir sind auf diesen verdammten Trick reingefallen!“ fauchte Paul plötzlich. „Wenn er wirklich bei ihr ist, können wir ihn auch finden. Sagen Sie, hat er sein Handy noch bei sich?“ kam die hoffnungsvolle Frage von Henkel. „Das denke ich nicht. Sie wird ihm das sicher abgenommen haben.“ antwortete Paul. „Und wenn nicht? Wenn er es immer noch hat, dann kann man das doch orten. Wir sollten es auf jeden Fall versuchen.“ schlug Henkel vor und Paul nickte. Er sah auf die Uhr. Es war schon Nachmittag. „Ich weiß auch, wer das für uns erledigen kann.“ Schon hatte er sein Handy in der Hand und wählte Hartmut an.


      Hartmut stellte gegen 15 Uhr seinen vollen Teller in die Mikrowelle und stellte sie auf fünf Minuten.Doch ehe er dazu kam, das Essen zu genießen, klingelte sein Handy. „Och nee … ich habe Hunger…“ maulte er, meldet sich dennoch mit „Freund! KTU“. „Ich bin es Hartmut. Du musst unbedingt Semirs Handy orten. Es ist wirklich wichtig.“ hörte er Paul bittend fragen. „Mensch Paul, ich habe gerade Mittagspause. Kennst du das? Ich habe großen Hunger und ich brauche jetzt einfach das, was man Nahrung nennt. Danach kannst…“ erklärte der Techniker und wurde von Paul unterbrochen. „Stopp! Hartmut, Semir ist vermutlich in der Hand einer eiskalten Killerin und die hat uns gerade auf eine falsche Fährte gelockt. Wir haben sie verloren und sie wird Semir ganz sicher nicht leben lassen. Du bist meine einige Hoffnung ihn noch retten zu können. Wenn sie sich in Sicherheit wiegt, dann wird sie ihn erschießen!“ unterbrach Paul ihn. „Mensch sag das doch gleich! Ich werde die Suche direkt starten. Aber du weißt doch das es dauert. Der Provider muss mir erstmal die Funkzelle nennen. So lange musst du mir schon Zeit geben.“ antwortet Hartmut und beendete das Gespräch ohne die Antwort abzuwarten. Vergessen waren die Spaghetti, die in der Mikrowelle standen. Doch nur für einen Augenblick. Als er die Handynummer von Semir eingab und die Suche lief, holte er den Teller aus dem Gerät und schob sich zwischendurch eine gefüllte Gabel in den Mund. Er rief den Provider an, doch als erstes gelangte er in eine Warteschleife, wo die nette Stimme von einer Wartezeit von 28 Minuten prophezeite. Hartmut blieb hart und wartete bis er an der Reihe war. In der Zeit wurde Musik gespielt und zwischendurch kam diese Stimme immer wieder und zählte langsam runter. Dann endlich war es soweit. „Freund, Polizei Köln. Wir benötigen die Hilfe von Ihnen bei der Ortung eines Handys. Die Nummer ist…“ fing er an und wurde direkt unterbrochen. „Ich verbinde Sie! Bitte bleiben Sie in der Leitung!“ forderte der Gesprächspartner und wieder ertönte Musik. Und wieder in der Warteschlange, dachte er nur doch diesmal war der Gesprächspartner schneller. „Runge hier! Wie ist die Nummer des Gesuchten und warum wird er gesucht?“ kam die sonore Stimme. „Die Nummer lautet 0174-954458457. Sie gehört einem Kollegen von mir. Mehr darf ich Ihnen leider nicht dazu sagen. Nur so viel, dass er in ziemliche Schwierigkeiten steckt.“ erklärte er weiter. „Oh man, ich hoffe Sie finden ihn. Ich sag ja immer. Wenn selbst Polizeibeamte nicht mehr ehrlich sind wie soll man da noch an Gerechtigkeit glauben. Ich werde Ihnen die Daten umgehend zusenden. Geben Sie mir bitte eine E-Mail-Adresse!“ forderte er Gesprächspartner und Hartmut ließ ihn im Glauben, dass man Semir wegen einem Verbrechen suchte. Er beendete das Gespräch und musste nun auf die Mail des Providers warten, die ihm die Funkzelle mitteilen konnte, in der sich das Handy von Semir befand, warten und dann die „Stille SMS“ senden, damit er es orten konnte. Auch wenn das nicht 100ig% den Standort von ihm erkannte, so war es doch in der Funkzelle und wenn es dann dort jemanden gab, wo man Semir vermuten konnte, dann hatte man ihn auch in 99 von 100 Fällen gefunden. Leider war die Wartezeit bis der Provider ihm die Daten sendete nicht wirklich voraussehbar. Der eine brauchte lang, der andere erledigte dies in wenigen Stunden. Hartmut sah nachdenklich aus dem Fenster. Hoffentlich schaffte Paul es, Semir zu finden, bevor es zu spät war.
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      und ich fühle mich auch nicht gut. :D :D
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      Nach einer unendlich erscheinenden Fahrt spürte Semir, dass der Wagen angehalten wurde. Kurz darauf hörte er die Türen schlagen und spannte sich innerlich. Nur wenig später öffnete sich der Kofferraum, zwei Hände packten ihn und zerrten ihn raus. Die Kraft, die er nun spürte war eindeutig männlich. „Komm!“ hörte er nun die Frau, die es nicht für nötig hielt ihm die Augenbinde abzunehmen. Er spürte ihren Griff am Arm und zögernd setzte er einen Fuß vor dem anderen. „Stufe!“ hörte er die Warnung und hob automatisch einen Fuß. Eine Tür wurde geöffnet und er wurde in, so vermutete er, ein Haus geschoben. „Onkel Salvatore! Ich habe ein Problem. Ich brauche unbedingt deine Hilfe.“ hörte er die Frau sagen und zuckte zusammen. Salvatore? War er im Haus von Giovanni Salvatore? „Ich höre.“ Kam eine sonore Stimme. „Die Bullen hätten mich fast erwischt. Ich konnte mit Hilfe meiner Geisel entkommen aber die sind hinter mir her. Ich muss mich irgendwie verstecken und ich muss spätestens morgen aus Deutschland verschwinden! Hast du mein Geld schon überwiesen?“ fragte die Frau nun wieder. „Natürlich. Wer ist das?“ kam die Frage von dem Mann.„Mein Name ist..." fing Semir an, schwieg allerdings sofort, als ihn jemand in die Rippen stieß. „Das ist ein Bulle. Du musst ihn für mich beseitigen.“ kam schon fas flehend von ihr. „Nimm ihm die Augenbinde ab!“ forderte Salvatore. „Aber…!“ setzte die Frau entgegen. „Nur keine Sorge. Er wird dieses Haus nicht mehr lebend verlassen nur sehe ich meinem Gegner gern in die Augen.“ kam zur Antwort. Semir atmete tief durch und als die Augenbinde fiel, blinzelte er einige Male. „Wie heißt du?“ wollte Salvatore von ihm wissen „Semir Gerkhan, Kripo Autobahn.“ antwortete Semir leise. Salvatore zog die Augenbrauen hoch. „Was hat die Autobahnpolizei mit mir zu tun? Was habt ihr rausgefunden?“ fragte der Clanchef weiter und Semir grinste leicht. „Einiges. Wir waren eigentlich hinter Rudowski her, weil er einen Unfall mit Fahrerflucht verursacht hatte. Leider war Ihre Killerin schneller und hat ihn erschossen.“ gab Semir ehrlich von sich und Salvatore sah zu der Frau, die alle nur unter „Der Gockel“ kannte. „Was hast du dazu zu sagen?“ wandte der Clanchef sich an die Frau. „Die sind am Tatort schneller aufgetauchte, als ich verschwinden konnte. Ich habe dann die geschockte Zeugin gespielt und er hat mir auch fast geglaubt. Doch dann scheint er diesen Trick durchschaut zu haben und…“ redete sie sich heraus und verstummte als Salvatore den Arm hob. Wieder sah er Semir an. „Was habt ihr gegen mich?“ fragte er weiter. „Nun, wir haben schon einiges herausgefunden, was Ihnen sicher das Genick brechen wird. Und die Tatsache, dass ich mich nun hier befinde, wird dafür sorgen, dass Sie und Ihr ganzer Clan hinter Gitter landet.“ ließ er von sich hören und zog den Zorn des Mannes auf ihn. „Denken Sie wirklich, ich bin zufällig hier?“ hängte Semir fragend an und erreichte das, was er erreichen wollte. Salvatore zuckte zusammen und sah sichtlich erschrocken zu der Frau.


      Giovanni Salvatore sah Sandra erschrocken an. „Was soll das heißen?“ fragte er ohne den Polizisten anzusehen. „Wir wissen, dass Sie den Mord an Rudowski in Auftrag gegeben hat und Ihre Nichte diesen Mord unter ihrem Pseudonym „Der Gockel“ ausgeführt hat. Leider hat sie vergessen schnell abzuhauen. Sie hat einen Fehler gemacht.“ erklärte der Polizist und Salvatore sah zu Sandra. Diese zog nur die Schultern hoch. „Was willst du damit sagen, dass du nicht zufällig hier bist?“ kam die nächste Frage und der Polizist zuckte mit den Schultern. „Wer sagt Ihnen, dass ich mich nicht absichtlich als Geisel hab nehmen lassen um in Ihre Nähe zu kommen?“ fragte der Polizist und Salvatore sah ihn wieder an. Er zog erneut die Augenbrauen hoch. „Du hast dich absichtlich als Geisel nehmen lassen? Kannten Sie Sandra? Sie hätte dich auch direkt erschießen können!“ staunte der Clanchef. Der Polizist lächelte verächtlich auf. „Das ist zwar ein nicht kalkulierbares Risiko aber einer musste es eingehen, um Ihnen das Handwerk zu legen. Sicher hätte es schieflaufen können, aber unser Ziel ist nun zum Greifen nahe. Und wenn Sie mich umbringen, dann erhalten Sie sogar…“ kam schon fast gleichgültig von dem Polizisten und er wurde wirsch von Sandra unterbrochen. „Lass dich nicht für dumm verkaufen. Er war erschrocken als er sah, dass mein Totstellen ein Trick war. Er hatte riesige Angst, dass ich ihn erschießen würde. Aber ich weiß das uns, nachdem ich seine Kollegen auf eine falsche Fährte geschickt habe, niemand gefolgt.“ sagte sie und sah den Polizisten strafend an. „Dir wird niemand mehr helfen und morgen wirst du ganz sicher keine Sorgen mehr haben.“ verhöhnte sie ihn. Salvatore zog sie zur Seite. „Okay, du wirst gleich direkt zu Tante Lavina gehen. Sie wird dich bis morgen verstecken und ich buche dir einen Flug nach Palermo. Sag Onkel Franco, dass ich dich schicke. Dein Geld ist wie immer auf deinem Schweizer Nummernkonto. Paolo bringt dich jetzt direkt zu ihr. Wenn die Bullen doch vor der Tür stehen, dann werden sie darauf warten, dass der Wagen mit dem du hier bist, wieder abfährt. Versteck dich auf der Rückbank und komme erst hoch, wenn Paolo die Luft als rein bezeichnet. Ich werde dich vermissen, mein Engel.“ sagte er und küsste ihre Stirn. Sie sah noch einmal zum Polizisten. „Was ist mit ihm? Was willst du machen?“ wollte sie nun noch wissen. „Er ist jetzt mein Problem. Ich werde sehen, was er mir noch erzählen kann und dann werde ich ihn vor die Wahl stellen. Entweder er arbeitet für mich oder aber er stirbt.“ beschloss Salvatore und rief seine rechte Hand Paolo zu sich. Nach wenigen Minuten war alles geklärt und Sandra wurde weggebracht.
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      Der Welt gehen die Genies aus,
      Einstein ist tot
      Beethoven wurde taub
      und ich fühle mich auch nicht gut. :D :D
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      Semir sah der Frau nach. „So und nun zu uns beiden. Ich bin mir sicher, dass die Polizei einiges über mich weiß, oder? Sag mir was!“ forderte Salvatore ihn auf und Semir wandte sich zu ihm. „Ich habe nichts zu sagen.“ antwortete er tonlos. Salvatore nickte. „Gut. Ich habe gleich noch eine Besprechung und kann mich vor morgen nicht um dich kümmern. Du wirst also mit dem Keller Vorlieb nehmen.“ meinte er nur und schnippte mit den Fingern. Der Mann, der die ganze Zeit hinter Semir stand, packte ihn am verletzten Arm und der Polizist verzog das Gesicht. „Bring ihn runter und sorg dafür, dass er nicht abhauen kann. Die Handschellen bleiben dran!“ legte Salvatore fest und sein Gorilla grunzte leise. Semir ging ohne Gegenwehr mit, denn er konnte mit gefesselten Händen nichts gegen diesen Mann, der ihn um zwei Köpfe überragte nichts erreichen. Etwas unsanft wurde er die Treppen runtergeführt und stand in einem langen Gang von dem drei Türen abgingen. Eine davon stand offen und der Mann zog ihn daran vorbei. Dennoch konnte Semir einen Blick in den Raum werfen. Mehrere Personen standen an kleinen Tischen und schienen dort Tüten zu füllen. Er wusste genau, um was es sich dabei handelte. Hier wurden die Drogenpäckchen für den Verkauf hergestellt. Mit einer harschen Bewegung zog ihn der Gorilla weiter und stieß ihn neben einer verschlossenen Tür gegen die Wand. Der Schlüssel wurde gedreht, der Raum geöffnet und er wurde im Nacken gepackt und in den Raum gestoßen. Er machte einige Schritte nach vorn, drehte sich um und sah gerade noch, dass die Tür sich schloss. Wenig später drehte sich der Schlüssel im Schloss.Er sah sich um. Hier im Raum war nichts außer er. Es gab kein Regal, kein Stuhl, kein Tisch. Einfach gar nichts. Das Fenster war vergittert und so hoch, dass er ohne Hilfsmittel nicht rankam. Er ging an die Wand und ließ sich langsam an ihr runter. Als er saß, lehnte er den Kopf zurück und schloss die Augen. Die Worte, die Salvatore von sich gab, als ihm die Augenbinde abgenommen wurde, hallten durch seinen Kopf. Natürlich war es ihm klar, dass der Mann ihn nicht leben lassen konnte. Er war zu gefährlich für diesen Mann und der schien auch zu ahnen, dass er ihn nicht umdrehen konnte. Lieber würde er sterben, als einem Clanchef irgendwie zu Diensten zu sein. Das war nicht mit seinem Gewissen vereinbar. Absolut nicht. Da der Raum nicht wirklich hell war, spürte er auch die Müdigkeit und versuchte für einen Augenblick nur Ruhe zu finden. Die Handschellen bekam er nicht ohne Hilfe los und so war er zum Nichtstun verurteilt. Es brauchte nicht lang und er fiel in einen unruhigen Schlaf.

      Paul saß in seinem Wagen und trommelte nervös auf dem Lenkrad herum. Henkel saß neben ihn. „Wir werden ihn sicher finden. Wenn er wirklich noch lebt, dann werden wir ihn finden. Es gab genügend Tote in diesem Fall.“ Versuchte er ihn zu beruhigen und Paul sah ihn skeptisch an. „Sie kennen diese Frau doch besser. Sie sagten doch selbst, dass es niemanden gibt, der sie überlebt hat.“ antwortete er. „Das ist richtig, aber Ausnahmen bestätigen die Regel und ich hoffe sehr, dass der Kollege die Ausnahme ist. Wenn ich diese Frau wäre, dann würde ich dorthin fahren, wo ich meine Geisel verstecken kann und wo ich Hilfe bekomme und das wäre eigentlich nur Giovanni Salvatore oder aber Guiseppe Santone. Ich weiß genau, dass es da eine Verbindung zwischen dem Gockel und diesen Männern gibt. Nicht nur, dass sie die Killerin ist, die von Salvatore beauftragt wird.“ Erklärte Henkel weiter. Es klopfte ans Fenster und Paul sah in das Gesicht von Alexander Hoffmann. Er ließ das Fenster runter. „Hey Alex… schön dich zu sehen.“ begrüßte Paul ihn und stellte Henkel vor. „Was ist mit Semir? Hast du schon eine Ahnung wo er sich befindet?“ wollte Alex wissen. „Nein, Hartmut ist dran und wird sich bestimmt gleich melden. Nur befürchte ich, dass wir keinen Durchsuchungsbeschluss mehr bekommen. Die Schranke wird für uns keine Überstunden machen.“ stöhnte Paul auf. „Das würde ich nicht sagen. Ich werde mich darum kümmern.“ Versprach Henkel und stieg aus. Nur wenig später sah Paul, dass er telefonierte. „Wer ist das denn?“ fragte Alex und Paul erklärte, was passiert war und wie Henkel in den Fall gehörte. „Und der glaubt, er kann bei Schrankmann was erreichen?“ tadelte Alex den Mann und schüttelte den Kopf. „Ich weiß nicht. Er hat, nach eigenen Angaben alle Freiheiten und wenn es Semir hilft, dann soll er es einsetzen.“ meinte Paul und zog die Schultern hoch. Henkel kam zurück. „Wir haben den Durchsuchungsbeschluss in fünf Minuten und zwar nicht nur für die Villa von Salvatore, sondern auch für die Pizzeria von Santone. Wenn Gerkhan sich bei einem von diesen Männern befindet, dann werden wir ihn da rausholen!“ legte Henkel fest und erntete nur einen erstaunten Blick von Alex und Paul. Dessen Handy klingelte und er sah, dass Hartmut es war, der anrief. Sofort stellte er das Handy auf laut. „Hartmut? Was hast du?“ wollte Paul wissen. „Also, Semir befindet sich in Düsseldorf und zwar im Stadtteil Rath. In der Nähe des Aaper Wald. Genauer kann ich dir das leider nicht sagen.“ hörte er Hartmut sagen. „Da wohnt doch Salvatore!“ stieß Henkel aus.
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