Zurück in der Hölle

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    • Neu

      2008
      Mein Senior-Chef, Erwin, hat mich gleich heute Morgen zu sich gerufen. Er ist ein alter Mann. Mit viel Erfahrung, als Bäcker und im Leben. Er hat die blauen Flecken an meinen Armen gesehen. "Laura? Das da ist doch nicht etwa bei der Arbeit passiert?"
      Ich schüttelte den Kopf, schaffe es aber nicht, ihm ins Gesicht zu sehen. Dafür nach draußen - sein Büro hat im Gegensatz zur Backstube ein richtiges Fenster. Draußen regnet es auf den Schnee. Richtiges Matschwetter.

      Erwin stellt sich vor mich: "Was ist los? Hast du Probleme? Kann ich dir helfen?"

      Ich war so überrascht, dass ich nur mit dem Kopf schüttelte. Wie soll er mir auch helfen? Ich habe mich umgedreht, bin gegangen. Er ging ein paar Schritte hinter mir her. Ich begann, zu zittern. Er sagte tatsächlich:
      " Vertrau mir. Ich kann dich da rausholen."

      Was weiß er schon! Ich will nicht, dass er zusammengeschlagen wird. Dass meine Eltern bedroht werden - die haben schon genug mit sich selbst zu tun. Ich traue André alles zu.
      "Laura?! Ich will, dass du heute um 13 Uhr an Moni übergibst und gehst. Okay?" Ich nicke. Es hätte keinen Sinn, zu widersprechen. Vielleicht kann ich ja das Auto abholen.
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      Kurz vor 11 kommt Erwin nochmals zu mir. Er nimmt mich zur Seite, damit Moni nichts mitbekommt. "Laura, wenn das dein Mann war: Zeig ihn an und hau ab! Ich habe noch einen guten Freund aus der Meisterschule. Hermann könnte eine gute Kraft wie dich brauchen. Es wäre weit genug weg von hier und keiner müsste es mitbekommen. "
      Ich schüttele den Kopf. Sage: "Danke, aber ich glaube, du irrst dich."
      Ich gehe wieder an die Arbeit. Verkaufe den Jungs von der Baustelle gegenüber ihren Mittagsimbiss. Hole die Körnerbrötchen aus dem Ofen, stelle die ersten Transportkisten in die Industriespülmaschine. Die Arbeit lenkt mich ab. Lenkt mich ab von den Gedanken daran, was heute zu Hause passieren wird. Und dem klitzekleinen Gedanken daran, wie es wäre, ein neues Leben anfangen zu können. Aber es ist ja mein Mann und in der Ehe gibt es eben auch schlechte Zeiten.
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      2008
      Ich konnte das Auto abholen. Es hat ein bisschen gedauert und es hat hinten eine ordentliche Delle. Aber es fährt noch. Jetzt komme ich nach Hause, trotz allem viel früher als sonst. Er ist noch nicht da. Ich habe die Handschuhe noch gar nicht ausgezogen. Da sehe ich es: Wie ein Begrüßungsgeschenk liegt da etwas im Flur. Ein kleines Päckchen aus Plastikfolien, Tütchen vielmehr. Mit weiteren zwei Tütchen drin, Tabletten und weißem Pulver. Plötzlich wird mir klar, dass er nicht aufhören wird. Dass er mich weiter anlügen und misshandeln wird. Dass er das Zeug in meinen Händen mehr liebt, als mich. Und, dass ich da jetzt raus muss, dass ich es wenigstens versuchen muss. Sonst bringt er mich vielleicht noch um.
      Ich rufe die Polizei. Die kommen ganz unauffällig und nehmen das Päckchen mit. Ob er noch bleiben soll, hat er gefragt, der Polizist. Er hat mir geraten zu gehen. Schnell zu meine Sachen zu packen, abzuhauen. Aber wohin? Bei meinen Eltern taucht er bestimmt auf. Ob meine Mutter das übersteht?
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      Noch auf dem Rückweg von dem Schießtraining hatte Alex den Anruf von Kim Krüger erhalten, in dem sie ihm gratulierte, dass er ab morgen wieder im Team war. Alex erkundigte sich direkt nach den neuesten Entwicklungen in dem Fall um die entführten Kinder. Er erfuhr, dass die Suche der Hundestaffel und der Hundertschaft nach Leon Bährle erfolglos geblieben war. Und auch, dass der Ex-Mann von Laura Bährle dringend tatverdächtig war. Bei den Gerkans zu Hause angekommen, freute sich Semir mit Alex sehr über das gute Ergebnis des Schießtrainings. Semir hatte inzwischen Kaffee gekocht und türkisches Frühstück zubereitet, so dass sich Alex nur noch setzen und essen musste. Der Kaffee tat gut. Anja hatte bereits gegessen. Sie stand gerade auf, um ihr Geschirr in die Küche zu bringen, da fiel ihr Blick auf Alex' Smartphone. Er scrollte derweil durch die Ermittlungsakte des Falles. Anja fragte ihn:
      "Hey, warum schaust du dir das Bild von Arno Weber an? "
      "Wieso Weber? Das ist Andre Wieler. "
      "Nein..."
      "Du kennst ihn?"
      Anja schien kurz mit ihren Gedanken wo anders zu sein. Zögerlich erklärte sie: "Also, das war so : Ich war im Januar auf Fortbildung. Da war ein Mann, der genau so aussah, aber er hieß Arno Weber. Stand so auf der Teilnehmerliste. Und auch die E-Mail-Adressen, er hat mir mehrfach geschrieben. Er hatte eine eigene Praxis in Köln. Wir haben uns echt gut verstanden..."
      In Alex keimte Eifersucht auf. Doch er hatte sich gut genug im Griff um Anja nur aufzufordern :" Erzähl weiter, ich höre zu... " Die hübsche Physiotherapeutin legte ihm die Hand auf den Arm und wischte sich die Haare aus dem Gesicht:
      "Alex, ja, ich hatte mich etwas in ihn verguckt. Und: Ich habe kurz wirklich davon geträumt, mit in seine Praxis einzusteigen. Weißt du, einfach mal raus aus dem Klinikding. Ein bisschen Großstadt statt Landleben. Er hat immer so nett gefragt, schien sich zu kümmern - Nicht nur um mich, auch um meine Familie. Er schien Kinder zu lieben : Er hat auch noch Laura gefragt und vor allem nach Marie, was sie macht und so. Er schien sich voll mit uns zu freuen, als Leon zur Welt kam. Aber - " sie sah Alex an und zuckte mit den Schultern:
      "Plötzlich war Funkstille. Ich habe mehrmals nachgefragt und er meinte nur, es würde wohl doch nicht so passen zwischen uns. Ich war echt stinkig, hab es echt nicht verstanden. Ich bin nach Köln, aber er war weggezogen, an sein Handy ging plötzlich niemand mehr. Seine Praxis gab es nicht mehr...die Website war offline. Totaler Kontaktabbruch."
      "Und dir sind nie Zweifel gekommen? Ich meine, dass er dir das vorspielt?"
      "Warum sollte er das tun?" Anja sah Alex ratlos an. In diesem Moment wusste er nicht, ob er diese Naivität süß finden sollte. Oder hieß es, dass sie emotional immer noch an diesen Mann gebunden war? Oder schlichtweg etwas schwer von Begriff? Das Kribbeln in seinem Bauch machte in jedem Fall gerade Pause.
      "Du meinst, ihm ging es gar nicht um mich, sondern um die Kinder," fragte sie entsetzt. "Du hast sein Bild ja nicht ohne Grund da bei dir ..." Alex nickte erleichtert. Vielleicht war er als Polizist auch einfach offener gegenüber den menschlichen Abgründen... "Wir recherchieren noch. Du weißt, dass Laura schon mal verheiratet war?"
      "Ja, aber nicht lange. Laura meinte nur, es wäre die Hölle gewesen - sie wollte nicht darüber sprechen..." Sie sah Alex nachdenklich an. Dann fragte Anja: "Das ist doch nicht etwa ihr Ex-Mann?"
      "Es sieht alles danach aus..."
      Anja war völlig entsetzt.
      "Oh mein Gott! Oh nein! Jetzt weiß ich, was du meinst.... Sie ist zurück in der Hölle und ich bin schuld..."
      "Nein, Anja. Bitte, so solltest du das nicht sehen..."
      In diesem Moment verriet ein lautes Jammern nach "Mama!" , dass Marie aufgewacht war.